Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

Römer 8:12-21

So sind wir nun, liebe Bruder, Schuldner nicht dem Fleisch, daß wir nach dem Fleisch leben. Denn wo ihr nach dem Fleisch lebet, so werdet ihr sterben müssen; wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschafte totet, so werdet ihr leben. Denn welche der Geist Gottes treibet, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr euch abermal furchten mul Jtet, sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater! Derselbige Geist gibt Zeugnis unserm Geist, dafi wir Gottes Kinder sind. Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, namlich Gottes Erben und Miterben Christi, so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden. Denn ich halte es dafur, dafi dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht wert sei, die an uns soil offenbaret werden. Denn das angstliche Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes, sintemal die Kreatur unterworfen ist der Eitelkeit ohne ihren Willen, sondern urn deswillen, dersie unterworfen hat auf Hoffnung. Denn auch die Kreatur frei werden wird von dem Dienst des verganglichen Wesens zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.

Erste Lesung

1. Mose 50

Da fiel Joseph auf seines Vaters Angesicht und weinete uber ihm und kussete ihn. Und Joseph befahl seinen Knechten, den Arzten, daß sie seinen Vater salbeten. Und die Arzte salbeten Israel, bis daß vierzig Tage urn waren; denn so lange wahren die Salbetage. Und die Agypter beweineten ihn siebenzig Tage. Da nun die Leidetage aus waren, redete Joseph mit Pharaos Gesinde und sprach: Habe ich Gnade vor euch funden, so redet mit Pharao und sprechet: Mein Vater hat einen Eid von mir genommen und gesagt: Siehe, ich sterbe; begrabe mich in meinem Grabe, das ich mir im Lande Kanaan gegraben habe. So will ich nun hinaufziehen und meinen Vater begraben und wiederkommen. Pharao sprach: Zeuch hinauf und begrabe deinen Vater, wie du ihm geschworen hast. Also zog Joseph hinauf, seinen Vater zu begraben. Und es zogen mit ihm alle Knechte Pharaos, die Altesten seines Hauses und alle Altesten des Landes Agypten, dazu das ganze Gesinde Josephs und seine Bruder und das Gesinde seines Vaters. Alleine ihre Kinder, Schafe und Ochsen lief Jen sie im Lande Gosen. Und zogen auch mit ihm hinauf Wagen und Reisige, und waren ein fast grolies Heer. Da sie nun an die Tenne Atad kamen, die jenseit des Jordans liegt, da hielten sie eine sehr grolie und bittere Klage; und er trug uber seinen Vater Leid sieben Tage. Und da die Leute im Lande, die Kanaaniter, die Klage bei der Tenne Atad sahen, sprachen sie: Die Agypter halten da große Klage. Daher heü Jt man den Ort der Agypter Klage, welcher liegt jenseit des Jordans. Und seine Kinder taten, wie er ihnen befohlen hatte, und führeten ihn ins Land Kanaan und begruben ihn in der zwiefachen Hohle des Ackers, die Abraham erkauft hatte mit dem Acker zum Erbbegrabnis von Ephron, dem Hethiter, gegen Mamre. Als sie ihn nun begraben hatten, zog Joseph wieder nach Agypten mit seinen Brudern und mit alien, die mit ihm hinaufgezogen waren, seinen Vater zu begraben. Die Bruder Josephs aber furchteten sich, da ihr Vater gestorben war, und sprachen: Joseph mochte uns gram sein und vergelten alle Bosheit, die wir an ihm getan haben. Darum liei Jen sie ihm sagen: Dein Vater befahl vor seinem Tode und sprach: Also sollt ihr Joseph sagen: Lieber, vergib deinen Brudern die Missetat und ihre Sünde, dal J sie so ubel an dir getan haben. Lieber, so vergib nun die Missetat uns, den Dienern des Gottes deines Vaters! Aber Joseph weinete, da sie solches mit ihm redeten. Und seine Bruder gingen hin und fielen vor ihm nieder und sprachen: Siehe, wir sind deine Knechte. Joseph sprach zu ihnen: Furchtet euch nicht, denn ich bin unter Gott. Ihr gedachtet es bose mit mir zu machen; aber Gott gedachte es gut zu machen, daf J> er tate, wie es jetzt am Tage ist, zu erhalten viel Volks. So furchtet euch nun nicht; ich will euch versorgen und eure Kinder. Und er trostete sie und redete freundlich mit ihnen. Also wohnete Joseph in Agypten mit seines Vaters Hause und lebte hundertundzehn Jahre. Und sah Ephraims Kinder bis ins dritte Glied. Desselbigengleichen die Kinder Machirs, Manasses Sohnes, zeugeten auch Kinder auf Josephs Schoi J. Und Joseph sprach zu seinen Brudern: Ich sterbe, und Gott wird euch heimsuchen und aus diesem Lande fuhren in das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat. Darum nahm er einen Eid von den Kindern Israels und sprach: Wenn euch Gott heimsuchen wird, so führet meine Gebeine von dannen. Also starb Joseph, da erwar hundertundzehn Jahre alt. Und sie salbeten ihn und legten ihn in eine Lade in Agypten.

Erste Lesung

2. Mose 17:1-16

Und die ganze Gemeine der Kinder Israel zog aus der Wuste Sin, ihre Tagereisen, wie ihnen der HERR befahl, und lagerten sich in Raphidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken. Und sie zankten mit Mose und sprachen: Gebet uns Wasser, daß wir trinken! Mose sprach zu ihnen: Was zanket ihr mit mir? Warum versuchet ihr den HERRN? Da aber das Volk daselbst durstete nach Wasser, murreten sie wider Mose und sprachen: Warum hast du uns lassen aus Agypten ziehen, daß du uns, unsere Kinder und Vieh Durst sterben lieliest? Mose schrie zum HERRN und sprach: Wie soil ich mit dem Volk tun? Es fehlet nicht weit, sie werden mich noch steinigen. Der HERR sprach zu ihm: Gehe vorhin vor dem Volk und nimm etliche Alteste von Israel mit dir; und nimm deinen Stab in deine Hand, damit du das Wasser schlugest, und gehe hin. Siehe, ich will daselbst stehen vor dir auf einem Fels in Horeb; da sollstdu den Felsen schlagen, so wird Wasser heraus laufen, daß das Volk trinke. Mose tat also vor den Altesten von Israel. Da hieli man den Ort Massa und Meriba urn des Zanks willen der Kinder Israel, und daß sie den HERRN versucht und gesagt hatten: Ist der HERR unter uns Oder nicht? Da kam Amalek und stritt wider Israel in Raphidim. Und Mose sprach zu Josua: Erwahle uns Manner, zeuch aus und streite wider Amalek; morgen will ich auf des Hügels Spitze stehen und den Stab Gottes, in meiner Hand haben. Und Josua tat, wie Mose ihm sagte, daß er wider Amalek stritte. Mose aber und Aaron und Hur gingen auf die Spitze des Hügels. Und dieweil Mose seine Hande emporhielt, siegte Israel; wenn er aber seine Hande niederliefi, siegte Amalek. Aber die Hande Moses waren schwer; darum nahmen sie einen Stein und legten ihn unter ihn, daß er sich darauf setzte. Aaron aber und Hur unter hielten ihm seine Hande, auf jeglicher Seite einer. Also blieben seine Hande steif, bis die Sonne unterging. Und Josua dampfte den Amalek und sein Volk durch des Schwerts Scharfe. Und der HERR sprach zu Mose: Schreibe das zum Gedachtnis in ein Buch und befiehl es in die Ohren Josuas; denn ich will den Amalek unter dem Himmel austilgen, daß man sein nicht mehr gedenke. Und Mose bauete einen Altar und hieli ihn: Der HERR Nissi. Denn er sprach: Es ist ein Malzeichen bei dem Stuhl des HERRN, daß der HERR streiten wird wider Amalek von Kind zu Kindeskind.

Morgengebet — Erste Lesung

4. Mose 27

Und die Tochter Zelaphehads, des Sohns Hephers, des Sohns Gileads, des Sohns Machirs, des Sohns Manasses unter den Geschlechtern Manasses, des Sohns Josephs, mit Namen Mahela, Noa, Hagla, Milka und Thirza, kamen herzu und traten vor Mose und vor Eleasar, den Priester, und vor die Fursten und ganze Gemeine vor der Tur der Hutte des Stiffs und sprachen: Unser Vater ist gestorben in der Wuste und war nicht mit unter der Gemeine, die sich wider den HERRN emporten in der Rotte Korahs, sondern ist an seiner Sünde gestorben und hatte keine Sohne. Warum soli denn unsers Vaters Name unter seinem Geschlecht untergehen, ob erwohl keinen Sohn hat? Gebet uns auch ein Gut unter unsers Vaters Brudern! Mose brachte ihre Sache vor den HERRN. Und der HERR sprach zu ihm: Die Tochter Zelaphehads haben recht geredet; du sollst ihnen ein Erbgut unter ihres Vaters Brudern geben und sollst ihres Vaters Erbe ihnen zuwenden. Und sage den Kindern Israel: Wenn jemand stirbt und hat nicht Sohne, so sollt ihr sein Erbe seiner Tochter zuwenden. Hat er keine Tochter, sollt ihr's seinen Brudern geben. Hat er keine Bruder, sollt ihr's seinen Vettern geben. Hat er nicht Vettern, sollt ihr's seinen nachsten Freunden geben, die ihm angehoren in seinem Geschlecht, dafi sie es einnehmen. Das soil den Kindern Israel ein Gesetz und Recht sein, wie der HERR Mose geboten hat. Und der HERR sprach zu Mose: Steige auf dies Gebirge Abarim und besiehe das Land, das ich den Kindern Israel geben werde. Und wenn du es gesehen hast, sollst du dich sammeln zu deinem Volk, wie dein Bruder Aaron versammelt ist, dieweil ihr meinem Wort ungehorsam gewesen seid in der Wuste Zin uber dem Hader der Gemeine, da ihr mich heiligen solltet durch das Wasser vor ihnen. Das ist das Haderwasser zu Kades in der Wuste Zin. Und Mose redete mitdem HERRN und sprach: Der HERR, der Gott uber alles lebendige Fleisch, wolle einen Mann setzen uber die Gemeine, der vor ihnen her aus und ein gehe und sie aus und ein führe, daß die Gemeine des HERRN nicht sei wie die Schafe ohne Hirten. Und der HERR sprach zu Mose: Nimm Josua zu dir, den Sohn Nuns, der ein Mann ist, in dem der Geist ist, und lege deine Hande auf ihn; und stelle ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeine und gebeut ihm vor ihren Augen; und lege deine Herrlichkeit auf ihn, daß ihm gehorche die ganze Gemeine der Kinder Israel. Und er soil treten vor den Priester Eleasar, der soil fur ihn ratfragen durch die Weise des Lichts vor dem HERRN. Nach desselben Mund sollen aus- und einziehen beide er und alle Kinder Israel mit ihm und die ganze Gemeine. Mose wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm Josua und stellete ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeine; und legte seine Hand auf ihn und gebot ihm, wie der HERR mit Mose geredet hatte.

Epistel

1. Korinther 9:24-27;10:1-5

Wisset ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die laufen alle, aber einer erlanget das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet! Ein jeglicher aber, der da kampfet, enthalt sich alles Dinges: jene also, daß sie eine vergangliche Krone empfangen, wir aber eine unvergangliche. Ich laufe aber also, nicht als aufs Ungewisse; ich fechte also, nicht als, der in die Luft streichet, sondern ich betaube meinen Leib und zahme ihn, daß ich nicht den andern predige und selbst verwerflich werde. Ich will euch aber, liebe Brüder, nicht verhalten, daß unsere Vater sind alle unter der Wolke gewesen und sind alle durchs Meer gegangen und sind alle unter Mose getauft mit der Wolke und mit dem Meer; und haben alle einerlei geistliche Speise gegessen und haben alle einerlei geistlichen Trank getrunken; sie tranken aber von dem geistlichen Fels, der mitfolgte, welcher war Christus. Aber an ihrer vielen hatte Gott kein Wohlgefallen; denn sie sind niedergeschlagen in der Wuste.

Erste Lesung

Hosea 7

Wenn ich Israel heilen will, so findet sich erst die Sunde Ephraims und die Bosheit Samaria, wie sie Abgotterei treiben. Denn wiewohl sie unter sich selbst mit Dieben und auswendig mit Raubern geplagt sind, dennoch wollen sie nicht merken, daß ich alle ihre Bosheit merke. Ich sehe aber ihr Wesen wohl, das sie ailenthalben treiben. Sie vertrosten den Konig durch ihre Bosheit und die Fursten durch ihre Lugen und sind allesamt Ehebrecher, gleichwie ein Backofen, den der Backer heizet, wenn er hat ausgeknetet, und lafit den Teig durchsauern und aufgehen. Heute ist unsers Konigs Fest (sprechen sie), da fahen die Fursten an vom Wein toll zu werden; so zeucht er die Spotter zu sich. Denn ihr Herz ist in heilier Andacht wie ein Backofen, wenn sie opfern und die Leute betrugen; aber ihr Backer schlaft die ganze Nacht, und des Morgens brennet er lichterlohe. Noch sind sie so heifier Andacht wie ein Backofen. Obgleich ihre Richter aufgefressen werden und alle ihre Konige fallen, noch ist keiner unter ihnen, der mich anrufe. Ephraim menget sich unter die Volker; Ephraim ist wie ein Kuchen, den niemand umwendet, sondern Fremde fressen seine Kraft, noch will er's nicht merken. Er hat auch graue Haare gekriegt; noch will er's nicht merken. Und die Hoffart Israels wird vor ihren Augen gedemutiget; noch bekehren sie sich nicht zum HERRN, ihrem Gott, fragen auch nicht nach ihm in diesem allem. Denn Ephraim ist wie eine verlockte Taube, die nichts merken will. Jetzt rufen sie Agypten an, dann laufen sie zu Assur. Aber indem sie hin und her laufen, will ich mein Netz uber sie werfen und herunterrucken wie die Vogel unter dem Himmel; ich will sie strafen, wie man prediget in ihrer Sammlung. Wehe ihnen, daß sie von mirweichen! Sie müssen verstoret werden, denn sie sind abtrunnig von mir worden. Ich wollte sie wohl erlosen, wenn sie nicht wider mich Lugen lehreten. So rufen sie mich auch nicht an von Herzen, sondern loren auf ihren Lagern. Sie versammeln sich um Korn und Mosts willen und sind mir ungehorsam. Ich lehre sie und starke ihren Arm; abersie denken Boses von mir. Sie bekehren sich, aber nicht recht, sondern sind wie ein falscher Bogen; darum werden ihre Fursten durchs Schwert fallen; ihr Drauen soli in Agyptenland zum Spott werden.

Morgengebet — Zweite Lesung

Lukas 2

Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschatzt wurde. Und diese Schatzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schatzen liefte, ein. jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auch auf Joseph aus Galilaa, aus der Stadt Nazareth, in das judische Land zur Stadt Davids die da heiftt Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf daß er sich schatzen liefte mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie gebaren sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselbigen Gegend auf dem Felde bei den Hurden, die huteten des Nachts ihre Herde. und siehe des Herm Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herm leuchtete urn sie, und sie furchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Furchtet euch nicht! Siehe, ich verkundige euch grofte Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habtzum Zeichen: Ihrwerdetfinden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Hohe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laftt uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kind gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegete sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehreten wieder urn, preiseten und lobten Gott urn alles, was sie gehoret und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. Und da acht Tage urn waren, daß das Kind beschnitten wurde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er in Mutterleibe empfangen ward. Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz. Moses kamen, brachten sie ihn gen Jerusalem, daß sie ihn darstelleten dem Herm (wie denn geschrieben stehet in dem Gesetz des Herm: Allerlei Mannlein, das zum ersten die Mutter bricht, soil dem Herm geheiliget heiften), und daß sie gaben das Opfer, nachdem gesagt ist im Gesetz des Herm, ein Paar Turteltauben Oder zwo junge Tauben. Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem mit Namen Simeon; und derselbe Mensch war fromm und gottesfurchtig und wartete auf den Trost Israels; und der Heilige Geist war in ihm. Und ihm war eine Antwort worden von dem Heiligen Geist, er sollte den Tod nicht sehen, er hatte denn zuvor den Christ des Herrn gesehen. Und kam aus Anregen des Geistes in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, daß sie fur ihn taten, wie man pfleget nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme und lobete Gott und sprach: Herr, nun lassestdu deinen Diener im Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitet hast vor alien Volkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volks Israel. Und sein Vater und Mutter wunderten sich des, das von ihm geredet ward. Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird (und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen), auf daß vieler Herzen Gedanken offenbar werden. Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels, vom Geschlecht Asser; die warwohl betaget und hatte gelebt sieben Jahre mit ihrem Manne nach ihrer Jungfrauschaft und war nun eine Witwe bei vierundachtzig Jahren; die kam nimmervom Tempel, dienete Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht: Dieselbige trat auch hinzu zu derselbigen Stunde und preisete den Herm und redete von ihm zu alien, die da auf die Erlosung zu Jerusalem warteten. Und da sie es alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herm, kehrten sie wieder nach Galilaa zu ihrer Stadt Nazareth. Aber das Kind wuchs und ward stark im Geist, voller Weisheit; und Gottes Gnade war bei ihm. Und seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerusalem auf das Osterfest. Und da er zwolf Jahre alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren, und sie wieder nach Hause gingen, blieb das Kind Jesus zu Jerusalem; und seine Eltern wußten's nicht. Sie meineten aber, erware unter den Gefahrten, und kamen eine Tagereise und suchten ihn unter den Gefreundeten und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden gingen siewiederum gen Jerusalem und suchten ihn. Und begab sich, nach dreien Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, daß er ihnen zuhorete und sie fragete. Und alle, die ihm zuhoreten, verwunderten sich seines Verstandes und seiner Antwort. Und da sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Was ist's, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich sein muß in dem, was meines Vaters ist? Und sie verstunden das Wort nicht, das er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab und kam gen Nazareth und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.

Antwortpsalm

Psalmen 86

Ein Gebet Davids. HERR, neige deine Ohren und erhore mich; denn ich bin elend und arm. Bewahre meine Seele; denn ich bin heilig. Hilf du, mein Gott, deinem Knechte, der sich verladt auf dich! HERR, sei mir gnadig; denn ich rufe taglich zu dir. Erfreue die Seele deines Knechts; denn nach dir, HERR, verlanget mich. Denn du, HERR, bist gut und gnadig, von großer Gute alien, die dich anrufen. Vernimm, HERR, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens. In der Not rufe ich dich an; du wollest mich erhoren. HERR, es ist dir keiner gleich unter den Gottern und ist niemand, der tun kann wie du. Alle Heiden, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, HERR, und deinen Namen ehren, daß du so graft bist und Wunder tust und alleine Gott bist. Weise mir, HERR, deinen Weg, daß ich wandele in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem Einigen, daß ich deinen Namen furchte! Ich danke dir, HERR, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. Denn deine Gute ist graft uber mich, und hast meine Seele errettet aus der tiefen Holle. Gott, es setzen sich die Stolzen wider mich, und der Haute der Tyrannen stehet mir nach meiner Seele und haben dich nichtvor Augen. Du aber, HERR Gott, bist barmherzig und gnadig, geduldig und von großer Gute und Treue. Wende dich zu mir, sei mir gnadig; starke deinen Knecht mit deiner Macht und hilt dem Sohn deiner Magd! Tu ein Zeichen an mir, daß mifs wohlgehe, daß es sehen, die mich hassen, und sich schamen müssen, daß du mir beistehest, HERR, und trostest mich.

Evangelium

Matthäus 20:1-16

Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiterzu mieten in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Taglohn, sandte er sie in seinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde und sah andere an dem Markt müßig stehen und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist. Und sie gingen hin. Abermal ging er aus um die sechste und neunte Stunde und tat gleich also. Um die elfte Stunde aber ging er aus und fand andere müßig stehen und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag müßig? Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedinget. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht sein wird, soil euch werden. Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter und gib ihnen den Lohn und hebe an an den letzten bis zu den ersten. Da kamen, die um die elfte Stunde gedinget waren, und empfing ein jeglicher seinen Groschen. Da aber die ersten kamen, meineten sie, sie würden mehr empfahen; und sie empfingen auch ein jeglicher seinen Groschen. Und da sie den empfingen, murreten sie wider den Hausvater und sprachen: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben. Erantwortete aber und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht mit mir eins worden um einen Groschen? Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem letzten geben gleichwie dir. Oder habe ich nicht Macht zu tun, was ich will, mit dem Meinen? Siehest du darum scheel, daß ich so gutig bin? Also werden die Letzten die Ersten, und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwahlet.

Antwortpsalm

Psalmen 33

Freuet euch des HERRN, ihr Gerechten! Die Frommen sollen ihn schon preisen. Danket dem HERRN mit Harfen und lobsinget ihm auf dem Psalter von zehn Saiten! Singet ihm ein neues Lied; machet es gut auf Saitenspielen mit Schalle! Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das halt er gewift. Er liebet Gerechtigkeit und Gericht. Die Erde ist vollder Gute des HERRN. Der Himmel ist durchs Wort des HERRN gemacht und all sein Heer durch den Geist seines Mundes. Er halt das Wasser im Meer zusammen wie in einem Schlauch und legt die Tiefe ins Verborgene. Alle Welt furchte den HERRN, und vor ihm scheue sich alles, was auf dem Erdboden wohnet! Denn er spricht, so geschieht's; so er gebeut, so stehet's da. Der HERR macht zunichte der Heiden Rat und wendet die Gedanken der Volker. Aber der Rat des HERRN bleibet ewiglich, seines Herzens Gedanken fur und fur. Wohl dem Volk, des der HERR ein Gott ist, das Volk, das er zum Erbe erwahlet hat! Der HERR schauet vom Himmel und siehet aller Menschen Kinder. Von seinem festen Thron siehet er auf alle, die auf Erden wohnen. Er lenket ihnen alien das Herz, er merket auf alle ihre Werke. Einem Konige hilft nicht seine grolie Macht; ein Riese wird nicht errettet durch seine grolie Kraft; Rosse helfen auch nicht, und ihre grolie Starke errettet nicht. Siehe, des HERRN Auge siehet auf die, so ihn furchten, die auf seine Gute hoffen, daß er ihre Seele errette vom Tode und ernahre sie in der Teurung. Unsere Seele harret auf den HERRN; er ist unsere Hilfe und Schild. Denn unser Herz freuet sich sein, und wir trauen auf seinen heiligen Namen. Deine Güte, HERR, sei über uns, wie wir auf dich hoffen.

Antwortpsalm

Psalmen 50

Ein Psalm Assaphs. Gott der HERR, der Machtige, redet und ruft der Welt von Aufgang der Sonne bis zum Niedergang. Aus Zion bricht an der schone Glanz Gottes. Unser Gott kommt und schweiget nicht. Fressend Feuer gehet vor ihm her und urn ihn her ein groß Wetter. Er ruft Himmel und Erde, daß er sein Volk richte. Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mehr achten denn Opfer. Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkundigen; denn Gott ist Richter. Sela. Hore, mein Volk, laß mich reden, Israel; laß mich unterdirzeugen: Ich, Gott, bin dein Gott. Deines Opfers halben strafe ich dich nicht; sind doch deine Brandopfer sonst immer vor mir. Ich will nicht von deinem Hause Farren nehmen, noch Bocke aus deinen Stallen; denn alle Tiere im Walde sind mein und Vieh auf den Bergen, da sie bei tausend gehen. Ich kenne alles Gevogel auf den Bergen, und allerlei Tier auf dem Felde ist vor mir. Wo mich hungerte, wollt ich dir nicht davon sagen; denn der Erdboden ist mein und alles, was drinnen ist. Meinest du, daß ich Ochsenfleisch essen wolle, Oder Bocksblut trinken? Opfere Gott Dank und bezahle dem Hochsten deine Gelubde! Und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Aber zum Gottlosen spricht Gott: Was verkundigest du meine Rechte und nimmst meinen Bund in deinen Mund, so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich? Wenn du einen Dieb siehest, so laufst du mit ihm und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern. Dein Maul lassestdu Boses reden, und deine Zunge treibet Falschheit. Du sitzest und redest wider deinen Bruder, deiner Mutter Sohn verleumdest du. Das tust du, und ich schweige. Da meinest du, ich werde sein gleich wie du. Aber ich will dich strafen und will dir's unter Augen stellen. Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, daß ich nicht einmal hinreiße, und sei kein Retter mehr da. Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes.

Antwortpsalm

Psalmen 50

Ein Psalm Assaphs. Gott der HERR, der Machtige, redet und ruft der Welt von Aufgang der Sonne bis zum Niedergang. Aus Zion bricht an der schone Glanz Gottes. Unser Gott kommt und schweiget nicht. Fressend Feuer gehet vor ihm her und urn ihn her ein groß Wetter. Er ruft Himmel und Erde, daß er sein Volk richte. Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mehr achten denn Opfer. Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkundigen; denn Gott ist Richter. Sela. Hore, mein Volk, laß mich reden, Israel; laß mich unterdirzeugen: Ich, Gott, bin dein Gott. Deines Opfers halben strafe ich dich nicht; sind doch deine Brandopfer sonst immer vor mir. Ich will nicht von deinem Hause Farren nehmen, noch Bocke aus deinen Stallen; denn alle Tiere im Walde sind mein und Vieh auf den Bergen, da sie bei tausend gehen. Ich kenne alles Gevogel auf den Bergen, und allerlei Tier auf dem Felde ist vor mir. Wo mich hungerte, wollt ich dir nicht davon sagen; denn der Erdboden ist mein und alles, was drinnen ist. Meinest du, daß ich Ochsenfleisch essen wolle, Oder Bocksblut trinken? Opfere Gott Dank und bezahle dem Hochsten deine Gelubde! Und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Aber zum Gottlosen spricht Gott: Was verkundigest du meine Rechte und nimmst meinen Bund in deinen Mund, so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich? Wenn du einen Dieb siehest, so laufst du mit ihm und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern. Dein Maul lassestdu Boses reden, und deine Zunge treibet Falschheit. Du sitzest und redest wider deinen Bruder, deiner Mutter Sohn verleumdest du. Das tust du, und ich schweige. Da meinest du, ich werde sein gleich wie du. Aber ich will dich strafen und will dir's unter Augen stellen. Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, daß ich nicht einmal hinreiße, und sei kein Retter mehr da. Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes.

Abendgebet — Erste Lesung

4. Mose 30

Und Mose sagte den Kindern Israel alles, was ihm der HERR geboten hatte. Und Mose redete mit den Fursten der Stamme der Kinder Israel und sprach: Das ist's, das der HERR geboten hat: Wenn jemand dem HERRN ein Gelübde tut Oder einen Eid schwdret, daß er seine Seele verbindet, der soli sein Wort nicht schwachen, sondern alles tun, wie es zu seinem Munde ist ausgegangen. Wenn ein Weibsbild dem HERRN ein Gelübde tut und sich verbindet, weil sie in ihres Vaters Hause und im Magdtum ist; und ihr Gelubde und Verbündnis, das sie tut uber ihre Seele, kommt vor ihren Vater, und er schweiget dazu: so gilt all ihr Gelubde und all ihr Verbündnis, des sie sich uber ihre Seele verbunden hat. Wo aber ihr Vater wehret des Tages, wenn er's horet, so gilt kein Gelubde noch Verbündnis, dessen sie sich uber ihre Seele verbunden hat; und der HERR wird ihr gnadig sein, weil ihr Vater ihr gewehret hat. Hat sie aber einen Mann und hat ein Gelubde auf ihr, Oder entfahret ihr aus ihren Lippen ein Verbündnis über ihre Seele; und der Mann horet's und schweiget desselben Tages stille: so gilt ihr Gelübde und Verbündnis, dessen sie sich uber ihre Seele verbunden hat. Wo aber ihr Mann wehret des Tages, wenn er's horet, so ist ihr Gelubde los, das sie auf ihr hat, und das Verbündnis, das ihr aus ihren Lippen entfahren ist über ihre Seele; und der HERR wird ihr gnadig sein. Das Gelübde einer Witwe und Verstoftenen: alles, wes sie sich verbindet über ihre Seele, das gilt auf ihr. Wenn jemandes Gesinde gelobet Oder sich mit einem Eide verbindet über seine Seele; und der Hausherr horet's und schweiget dazu und wehret's nicht: so gilt all dasselbe Gelubde und alles, wes es sich verbunden hat über seine Seele. Macht's aber der Hausherr des Tages los, wenn er's horet, so gilt's nicht, was aus seinen Lippen gegangen ist, das es gelobet Oder sich verbunden hat über seine Seele; denn der Hausherr hat's los gemacht; und der HERR wird ihm gnadig sein. Und alle Gelubde und Eide, zu verbinden, den Leib zu kasteien, mag der Hausherr kraftigen Oder schwachen, also: Wenn er dazu schweiget von einem Tage zum andern, so bekraftiget er alle seine Gelübde und Verbündnisse, die es auf ihm hat, darum daß er geschwiegen hat des Tages, da er's horete. Wird er's aber schwachen, nachdem er's gehoret hat, so soli er die Missetat tragen. Das sind die Satzungen, die der HERR Mose geboten hat zwischen Mann und Weib, zwischen Vater und Tochter, weil sie noch eine Magd ist in ihres Vaters Hause.

Zweite Lesung

Kolosser 3

Seid ihr nun mit Christo auferstanden, so suchet, was droben ist, da Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, und nicht nach dem, was auf Erden ist! Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christo in Gott. Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in der Herrlichkeit. So totet nun eure Glieder, die auf Erden sind: Hurerei, Unreinigkeit, schandliche Brunst, bose Lust und den Geiz, welcher ist Abgotterei, urn welcher willen kommt der Zorn Gottes uber die Kinder des Unglaubens; in welchen auch ihrweiland gewandelt habt, da ihr darin lebetet. Nun aber leget alles ab von euch: den Zorn, Grimm, Bosheit, Lasterung, schandbare Worte aus eurem Munde. Luget nicht untereinander! Ziehet den alten Menschen mit seinen Werken aus und ziehet den neuen an, der da erneuert wird zu der Erkenntnis nach dem Ebenbilde des, der ihn geschaffen hat, da nicht ist Grieche, Jude, Beschneidung, Vorhaut, Ungrieche, Scythe, Knecht, Freier, sondern alles und in alien Christus. So ziehet nun an, als die Auserwahlten Gottes, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld und vertrage einer den andern, und vergebet euch untereinander, so jemand Klage hat wider den andern; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Uber alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem Leibe; und seid dankbar. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit. Lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesangen und geistlichen lieblichen Liedern und singet dem Herrn in eurem Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten Oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu und danket Gott und dem Vater durch ihn. Ihr Weiber, seid untertan euren Mannern in dem Herrn, wie sich's gebuhrt. Ihr Manner, liebet eure Weiber und seid nicht bitter gegen sie! Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in alien Dingen; denn das ist dem Herrn gefallig. Ihr Vater, erbittert eure Kinder nicht, auf daß sie nicht scheu werden. Ihr Knechte, seid gehorsam in alien Dingen euren leiblichen Herren, nicht mit Dienst vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern mit Einfaltigkeit des Herzens und mit Gottesfurcht. Alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als dem Herrn und nicht den Menschen; und wisset, daß ihr von dem Herrn empfangen werdet die Vergeltung des Erbes; denn ihr dienet dem Herm Christo. Wer aber unrecht tut, derwird empfangen; was er unrecht getan hat; und gilt kein Ansehen der Person.

Zweite Lesung

Galater 5

So bestehet nun in der Freiheit, damit uns Christus befreiet hat, und lasset euch nicht wiederum in das knechtische Joch fangen! Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wo ihr euch beschneiden lasset, so ist euch Christus kein nütze. Ich zeuge abermal einem jeden, der sich beschneiden laftt, daß er noch das ganze Gesetz schuldig istzu tun. Ihr habt Christum verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid von der Gnade gefalien. Wir aber warten im Geist durch den Glauben der Gerechtigkeit, der man hoffen muß. Denn in Christo Jesu gilt weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tatig ist. Ihr liefet fein. Wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu gehorchen? Solch Uberreden ist nicht von dem, der euch berufen hat. Ein wenig Sauerteig versauert den ganzen Teig. Ich versehe mich zu euch in dem Herm, ihr werdet nicht anders gesinnet sein. Wer euch aber irremacht, der wird sein Urteil tragen, er sei, wer er wolle. Ich aber, liebe Bruder, so ich die Beschneidung noch predige, warum leide ich denn Verfolgung? So hatte das Argernis des Kreuzes aufgehoret. Wollte Gott, daß sie auch ausgerottet wurden, die euch verstoren! Ihr aber, liebe Bruder, seid zur Freiheit berufen Aliein sehet zu, daß ihr durch die Freiheit dem Fleisch nicht Raum gebet, sondern durch die Liebe diene einer dem andern. Denn alle Gesetze werden in einem Wort erfüllet, in dem: Liebe deinen Nachsten wie dich selbst. So ihr euch aber untereinander beißet und fresset, so sehet zu, daß ihr nicht untereinander verzehret werdet. Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Luste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelustet wider den Geist und den Geist wider das Fleisch. Dieselbigen sind wider einander, daß ihr nicht tut, was ihr wollt. Regieret euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetze. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, FHurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgotterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen; von welchen ich euch habe zuvor gesagt und sage noch zuvor, daß, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. Die Frucht aber des Geistes ist: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. Wider solche ist das Gesetz nicht. Welche aber Christo angehoren, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lusten und Begierden. So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln. Lasset uns nicht eitler Ehre geizig sein, untereinander zu entrusten und zu hassen!

Zweite Lesung

1. Korinther 15:35-49

Mochte aber jemand, sagen: Wie werden die Toten auferstehen; und mit welcherlei Leibe werden sie kommen? Du Narr, was du saest, wird nicht lebendig, es sterbe denn. Und was du saest, ist ja nicht der Leib, der werden soli, sondern ein bloßes Korn, namlich Weizen Oder der andern eines. Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, und einem jeglichen von den Samen seinen eigenen Leib. Nicht ist alles Fleisch einerlei Fleisch, sondern ein ander Fleisch ist der Menschen, ein anderes des Viehes, ein anderes der Fische, ein anderes der Vogel. Und es sind himmlische Korper und irdische Korper. Aber eine andere Herrlichkeit haben die himmlischen und eine andere die irdischen. Eine andere Klarheit hat die Sonne, eine andere Klarheit hat der Mond, eine andere Klarheit haben die Sterne; denn ein Stern ubertrifft den andern an Klarheit. Also auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesaet verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesaet in Unehre und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesaet in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesaet ein natürlicher Leib, und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Hat man einen natürlichen Leib, so hat man auch einen geistlichen Leib, wie es geschrieben stehet: Der erste Mensch, Adam, ist gemacht ins natürliche Leben und der letzte Adam ins geistliche Leben. Aber der geistliche Leib ist nicht erste, sondern der natürliche, danach der geistliche. Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der andere Mensch ist der Herr vom Himmel. Welcherlei der irdische ist, solcherlei sind auch die irdischen; und welcherlei der himmlische ist, solcherlei sind auch die himmlischen. Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, also werden wir auch tragen das Bild des himmlischen.

Zweite Lesung

Galater 3:10-14

Denn die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind unter dem Fluch; denn es stehet geschrieben: Verflucht sei jedermann, der nicht bleibet in alledem, das geschrieben stehet in dem Buch des Gesetzes, daß er's tue! Daft aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn der Gerechte wird seines Glaubens leben. Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens, sondern der Mensch, der es tut, wird dadurch leben. Christus aber hat uns erloset von dem Fluch des Gesetzes, da erward ein Fluch fur uns (denn es stehet geschrieben: Verflucht sei jedermann, der am Holz hangeti), auf daß der Segen Abrahams unter die Heiden kame in Christo Jesu, und wir also den verheiftenen Geist empfingen durch den Glauben.

Evangelium

Markus 1

Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, wie geschrieben stehet in den Propheten: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der da bereite deinen Weg vor dir! Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet seine Steige richtig! Johannes, der war in der Wüste, taufte und predigte von der Taufe der Bufte zur Vergebung der Sünden. Und es ging zu ihm hinaus das ganze judische Land und die von Jerusalem und lieften sich alle von ihm tauten im Jordan und bekannten ihre Sünden. Johannes aber war bekleidet mit Kamelhaaren und miteinem ledernen Gürtel um seine Lenden und aft Heuschrecken und wilden Honig. Und predigte und sprach: Es kommt einer nach mir, der ist starker denn ich, dem ich nicht genugsam bin, daß ich mich vor ihm bücke und die Riemen seiner Schuhe auflose. Ich taufe euch mit Wasser; aber er wird euch mit dem Heiligen Geist tauten. Und es begab sich zu derselbigen Zeit, daß Jesus aus Galilaa von Nazareth kam und lieft sich tauten von Johannes im Jordan. Und alsbald stieg er aus dem Wasser und sah, daß sich der Himmel auftat, und den Geist gleichwie eine Taube herab kommen auf ihn. Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und bald trieb ihn der Geist in die Wüste. Und war allda in der Wüste vierzig Tage und ward versucht von dem Satan und war bei den Tieren, und die Engel dieneten ihm. Nachdem aber Johannes überantwortet ward, kam Jesus nach Galilaa und predigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllet, und das Reich Gottes ist herbeikommen. Tut Bufte und glaubt an das Evangelium! Da er aber an dem Galilaischen Meerging, sah er Simon und Andreas, seinen Bruder, daß sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer. Und Jesus sprach zu ihnen: Folget mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen. Alsbald verlieften sie ihre Netze und folgeten ihm nach. Und da ervon dannen ein wenig furbaft ging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedaus, und Johannes, seinen Bruder, daß sie die Netze im Schiff flickten; und bald rief er sie. Und sie lieften ihren Vater Zebedaus im Schiff mit den Tagelohnern und folgeten ihm nach. Und siegingen gen Kapernaum; und bald an den Sabbaten ging er in die Schule und lehrete. Und sie entsetzten sich über seine Lehre; denn er lehrete gewaltiglich und nicht wie die Schriftgelehrten. Und es war in ihrer Schule ein Mensch, besessen mit einem unsaubern Geist, der schrie und sprach: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Du bist kommen, uns zu verderben. Ich weift, wer du bist, der Heilige Gottes. Und Jesus bedrauete ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und der unsaubere Geist rift ihn und schrie laut und fuhr aus von ihm. Und sie entsetzten sich alle, also daß sie untereinander sich befragten und sprachen: Was ist das? Was ist das fur eine neue Lehre? Er gebeut mit Gewalt den unsaubern Geistern, und sie gehorchen ihm. Und sein Gerucht erscholl bald umher in die Grenze Galilaas. Und sie gingen bald aus der Schule und kamen in das Haus des Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes. Und die Schwieger Simons lag und hatte das Fieber; und alsbald sagten sie ihm von ihr. Und er trat zu ihr und richtete sie auf und hielt sie bei der Hand; und das Fieber verlieft sie bald, und sie dienete ihnen. Am Abend aber, da die Sonne untergegangen war, brachten sie zu ihm allerlei Kranke und Besessene. Und die ganze Stadt versammelte sich vor der Tur. Und er half vielen Kranken, die mit mancherlei Seuchen beladen waren, und trieb viele Teufel aus und lieft die Teufel nicht reden; denn sie kannten ihn. Und des Morgens vor Tag stund er auf und ging hinaus. Und Jesus ging in eine wüste Statte und betete daselbst. Und Petrus mitdenen, die bei ihm waren, eileten ihm nach. Und da sie ihn fanden, sprachen sie zu ihm: Jedermann suchet dich. Und er sprach zu ihnen: Laftt uns in die nachsten Stadte gehen, daß ich daselbst auch predige; denn dazu bin ich kommen. Und er predigte in ihren Schulen in ganz Galilaa und trieb die Teufel aus. Und es kam zu ihm ein Aussatziger, der bat ihn, knieete vor ihm und sprach zu ihm: Willst du, so kannst du mich wohl reinigen. Und es jammerte Jesum und reckte die Hand aus, ruhrete ihn an und sprach: Ich will's tun; sei gereiniget! Und als er so sprach, ging der Aussatz alsbald von ihm, und er ward rein. Und Jesus bedrauete ihn und trieb ihn alsbald von sich und sprach zu ihm: Siehe zu, daß du niemand nichts sagest, sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere fur deine Reinigung, was Mose geboten hat, zum Zeugnis uber sie. Er aber, da er hinauskam, hub er an und sagte viel davon und machte die Geschichte ruchbar, also daß er hinfort nicht mehr konnte offentlich in die Stadt gehen, sondern er war draußen in den wusten Ortern. Und sie kamen zu ihm von alien Enden.

Abendgebet — Zweite Lesung

Galater 2

Danach liber vierzehn Jahre zog ich abermal hinauf gen Jerusalem mit Barnabas und nahm Titus auch mit mir. Ich zog aber hinauf aus einer Offenbarung und besprach mich mit ihnen liber dem Evangelium, das ich predige unter den Heiden, besonders aber mit denen, die das Ansehen hatten, auf daß ich nicht vergeblich liefe Oder gelaufen hatte. Aber es ward auch Titus nicht gezwungen, sich zu beschneiden, der mit mir war, ob er wohl ein Grieche war. Denn da etliche falsche Brüder sich mit eingedrungen und neben eingeschlichen waren, zu verkundschaften unsere Freiheit, die wir haben in Christo Jesu, daß sie uns gefangennahmen, wichen wirdenselbigen nicht eine Stunde, untertan zu sein, auf daß die Wahrheit des Evangeliums bei euch bestunde. Von denen aber, die das Ansehen hatten, welcherlei sie weiland gewesen sind, da liegt mir nichts an; denn Gott achtet das Ansehen der Menschen nicht. Mich aber haben die, so das Ansehen hatten, nichts anderes gelehret, sondern wiederum, da sie sahen, daß mir vertrauet war das Evangelium an die Vorhaut, gleichwie Petrus das Evangelium an die Beschneidung (denn der mit Petrus kraftig ist gewesen zum Apostelamt unter die Beschneidung, der ist mit mir auch kraftig gewesen unter die Heiden), und erkannten die Gnade, die mir gegeben war, Jakobus und Kephas und Johannes, die fur Saulen angesehen waren, gaben sie mir und Barnabas die rechte Hand und wurden mit uns eins, daß wir unter die Heiden, sie aber unter der Beschneidung predigten; allein daß wir der Armen gedachten, welches ich auch fleilüg bin gewesen zu tun. Da aber Petrus gen Antiochien kam, widerstund ich ihm unter Augen; denn es war Klage liber ihn kommen. Denn zuvor, ehe etliche von Jakobus kamen, ali er mit den Heiden; da sie aber kamen, entzog er sich und sonderte sich, darum daß er die von der Beschneidung fürchtete. Und heuchelten mit ihm die andern Juden, also daß auch Barnabas verfuhret ward, mit ihnen zu heucheln. Aber da ich sah, daß sie nicht richtig wandelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Petrus vor alien offentlich: So du, der du ein Jude bist, heidnisch lebest und nicht judisch, warum zwingest du denn die Heiden, judisch zu leben? Wiewohl wir von Natur Juden und nicht Sunder aus den Heiden sind, doch, weil wirwissen, daß der Mensch durch des Gesetzes Werke nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesum Christum, so glauben wir auch an Christum Jesum, auf daß wir gerecht werden durch den Glauben an Christum und nicht durch des Gesetzes Werke; denn durch des Gesetzes Werke wird kein Fleisch gerecht. Sollten wir aber, die da suchen durch Christum gerecht zu werden, auch noch selbst als Sunder erfunden werden, so ware Christus ein Sündendiener. Das sei feme! Wenn ich aber das, so ich zerbrochen habe, wiederum baue, so mache ich mich selbst zu einem Ubertreter. Ich bin aber durchs Gesetz dem Gesetz gestorben auf daß ich Gott lebe; ich bin mit Christo gekreuziget. Ich lebe aber, doch nun nicht ich, sondern Christus lebet in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebet hat und sich selbst fur mich dargegeben. Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn so durch das Gesetz die Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.

Evangelium

Matthäus 21:33-46

Horet ein ander Gleichnis! Es war ein Hausvater, der pflanzete einen Weinberg und fuhrete einen Zaun darum und grub eine Kelter darinnen und bauete einen Turm und tat ihn den Weingartnern aus und zog uber Land. Da nun herbeikam die Zeit der Fruchte, sandte er seine Knechte zu den Weingartnern, daß sie seine Fruchte empfingen. Da nahmen die Weingartner seine Knechte; einen staupten sie, den andern toteten sie, den dritten steinigten sie. Abermal sandte er andere Knechte, mehr denn der ersten waren; und sie taten ihnen gleich also. Danach sandte erseinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. Da aber die Weingartner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Das ist der Erbe; kommt, laßt uns ihn toten und sein Erbgut an uns bringen! Und sie nahmen ihn und stieüen ihn zum Weinberge hinaus und toteten ihn. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommen wird, was wird er diesen Weingartnern tun? Sie sprachen zu ihm: Erwird die Bosewichte ubel umbringen und seinen Weinberg andern Weingartnern austun, die ihm die Fruchte zu rechter Zeitgeben. Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein worden; von dem Herm ist das geschehen, und es ist wunderbarlich vor unsern Augen? Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und den Heiden gegeben werden, die seine Fruchte bringen. Und werauf diesen Stein fallt, der wird zerschellen; auf welchen er aber fallt, den wird er zermalmen. Und da die Hohenpriester und Pharisaer seine Gleichnisse horeten, vernahmen sie, daß er von ihnen redete. Und sie trachteten danach, wie sie ihn griffen; aber sie furchteten sich vor dem Volk; denn es hielt ihn fur einen Propheten.

Evangelium

Lukas 4:37-44

Und es erscholl sein Geschrei in alle Orter des umliegenden Landes. Und er stund auf aus der Schule und kam in Simons Haus. Und Simons Schwieger war mit einem harten Fieber behaftet; und sie baten ihn fur sie. Und er trat zu ihr und gebot dem Fieber, und es verließ sie. Und bald stund sie auf und dienete ihnen. Und da die Sonne untergegangen war, alle die, so Kranke hatten mit mancherlei Seuchen, brachten sie zu ihm. Und er legte auf einen jeglichen die Hande und machte sie gesund. Es fuhren auch die Teufel aus von vielen, schrieen und sprachen: Du bist Christus, der Sohn Gottes. Und er bedrauete sie und ließ sie nicht reden; denn sie wußten, daß er Christus war. Da es aber Tag ward, ging er hinaus an eine wüste Statte; und das Volk suchte ihn, und kamen zu ihm und hielten ihn auf, daß er nicht von ihnen ginge. Er aber sprach. zu ihnen: Ich muß auch andern Stadten das Evangelium predigen vom Reich Gottes; denn dazu bin ich gesandt. Und er predigte in den Schulen Galilaas.

Evangelium

Johannes 15

Ich bin ein rechter Weinstock und mein Vater ein Weingartner. Eine jegliche Rebe an mir, die nicht Frucht bringet, wird erwegnehmen, und eine jegliche, die da Frucht bringet, wird er reinigen, daß sie mehr Frucht bringe. Ihr seid jetzt rein urn des Worts willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch. Gleichwie die Rebe kann keine Frucht bringen von ihr selber, sie bleibe denn am Weinstock, also auch ihr nicht, ihr bleibet denn an mir. Ich bin der Weinstock; ihr seid die Reben. Wer in mir bleibet und ich in ihm der bringet viel Frucht; denn ohne mich konnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibet, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorret, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und muß brennen. So ihr in mir bleibet, und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihrwollt, und es wird euch widerfahren. Darinnen wird mein Vater geehret, daß ihr viel Frucht bringet und werdet meine Junger. Gleichwie mich mein Vater liebet, also liebe ich euch auch. Bleibet in meiner Liebe! So ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe. Solches rede ich zu euch, auf daß meine Freude in euch bleibe, und eure Freude vollkommen werde. Das ist mein Gebot, daß ihr euch untereinander liebet, gleichwie ich euch liebe. Niemand hatgroßere Liebe denn die, daß er sein Leben lasset fur seine Freunde. Ihr seid meine Freunde, so ihr tut, was ich euch gebiete. Ich sage hinfort nicht, daß ihr Knechte seid; denn ein Knecht weiß nicht, was sein FHerr tut. Euch aber habe ich gesagt, daß ihr Freunde seid; denn alles, was ich habe von meinem Vater gehoret, hab' ich euch kundgetan. Ihr habet mich nicht erwahlet, sondern ich habe euch erwahlet und gesetzt, daß ihr hingehet und Frucht bringet, und eure Frucht bleibe, auf daß, so ihr den Vater bittet in meinem Namen, daß er's euch gebe. Das gebiete ich euch, daß ihr euch untereinander liebet. So euch die Welt hasset, so wisset, daß sie mich vor euch gehasset hat. Waret ihr von der Welt, so hatte die Weit das Ihre lieb; dieweil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich habe euch von der Welt erwahlet, darum hasset euch die Welt. Gedenket an mein Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht großer denn, sein Herr. Haben sie mich verfolget, sie werden euch auch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten. Aber das alles werden sie euch tun urn meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. Wenn ich nicht kommen ware und hatte es ihnen gesagt, hatten sie keine Sünde; nun aber konnen sie nichts vorwenden, ihre Sünde zu entschuldigen. Wer mich hasset, der hasset auch meinen Vater. Hatte ich nicht die Werke getan unter ihnen, die kein anderer getan hat, so hatten sie keine Sünde; nun aber haben sie es gesehen und hassen doch beide, mich und meinen Vater. Doch daß erfüllet werde der Spruch, in ihrem Gesetz geschrieben: Sie hassen mich ohn' Ursache. Wenn aber der Troster kommen wird, welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen; denn ihr seid von Anfang bei mirgewesen.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

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