Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Erste Lesung
Die erste Rede habe ich zwar getan, lieber Theophilus, von alledem, das Jesus anting, beides, zu tun und zu lehren, bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Aposteln (welche er hatte erwahlet) durch den Heiligen Geist Befehl getan hatte, welchen ersich nach seinem Leiden lebendig erzeiget hatte durch mancherlei Erweisung; und lief!, sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes. Und als er sie versammelt hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, sondern warteten auf die Verheüiung des Vaters, welche ihr habt gehoret (sprach er) von mir. Denn Johannes hat mit Wasser getauft; ihr aber sollt mit dem Heiligen Geiste getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Die aber, so zusammenkommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebuhret euch nicht, zu wissen Zeit Oder Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat, sondern ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, welcher auf euch kommen wird; und werdet meine Zeugen sein zu Jerusalem und in ganz Judaa und Samarien und bis an das Ende der Erde.
Erste Lesung
Und wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen wirst, daß du haltest und tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird dich der HERR, dein Gott, das hochste machen uber alle Volkerauf Erden, und werden uber dich kommen alle diese Segen und werden dich treffen, darum daß du der Stimme des HERRN, deines Gottes, bist gehorsam gewesen. Gesegnet wirst du sein in der Stadt, gesegnet auf dem Acker. Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes und die Frucht deines Viehes und die Fruchte deiner Ochsen und die Fruchte deiner Schafe. Gesegnet wird sein, dein Korb und dein Ubriges. Gesegnet wirst du sein, wenn du ein gehest, gesegnet, wenn du ausgehest. Und der HERR wird deine Feinde, die sich wider dich auflehnen, vor dir schlagen; durch einen Weg sollen sie ausziehen wider dich und durch sieben Wege vor dir fliehen. Der HERR wird gebieten dem Segen, daß er mit dir sei in deinem Keller und in allem, das du vornimmst, und wird dich segnen in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat. Der HERR wird dich ihm zum heiligen Volk aufrichten, wie er dir geschworen hat, darum daß du die Gebote des HERRN, deines Gottes, haltst und wandelst in seinen Wegen, daß alle Volker auf Erden werden sehen, dad du nach dem Namen des HERRN genennet bist, und werden sich vor dir furchten. Und der HERR wird machen, dad du Uberflud an Gutern haben wirst, an der Frucht deines Leibes, an der Frucht deines Viehes, an der Frucht deines Ackers, auf dem Lande, das der HERR deinen Vatern geschworen hat, dirzu geben. Und der HERR wird dir seinen guten Schatz auftun, den Himmel, dad erdeinem Lande Regen gebe zu seiner Zeit, und dad er segne alle Werke deiner Hande. Und du wirst vielen Volkern leihen, du aber wirst von niemand borgen. Und der HERR wird dich zum Haupt machen und nicht zum Schwanz, und wirst oben schweben und nicht unten liegen, darum dad du gehorsam bist den Geboten des HERRN, deines Gottes, die ich dir heute gebiete, zu halten und zu tun, und dad du nicht weichest von irgend einem Wort, das ich euch heute gebiete, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du andern Gottern nachwandelst, ihnen zu dienen. Wenn du aber nicht gehorchen wirst der Stimme des HERRN, deines Gottes, dad du haltest und tust alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden alle diese Fluche uber dich kommen und dich treffen. Verflucht wirst du sein in der Stadt, verflucht auf dem Acker. Verflucht wird sein dein Korb und dein ubriges. Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes, die Frucht deiner Ochsen und die Frucht deiner Schafe. Verflucht wirst du sein, wenn du eingehest, verflucht, wenn du ausgehest. Der HERR wird unter dich senden Unfall, Unrat und Unglück in allem, das du vor die Hand nimmst, daß du tust, bis du vertilget werdest und bald untergehest urn deines bosen Wesens willen, daß du mich verlassen hast. Der HERR wird dir die Sterbedruse anhangen, bis da(S er dich vertilge in dem Lande, dahin du kommst, dasselbe einzunehmen. Der HERR wird dich schlagen mit Schwulst, Fieber, Hitze, Brunst, Durre, giftiger Luft und Gelbsucht und wird dich verfolgen, bis er dich umbringe. Dein Himmel, der liber deinem Haupt ist, wird ehern sein, und die Erde unter dir eisern. Der HERR wird deinem Lande Staub und Asche fur Regen geben vom Himmel auf dich, bis du vertilget werdest. Der HERR wird dich vor deinen Feinden schlagen. Durch einen Weg wirst du zu ihnen ausziehen, und durch sieben Wege wirst du vor ihnen fliehen; und wirst zerstreuet werden unter alle Reiche auf Erden. Dein Leichnam wird eine Speise sein allem Gevogel des Himmels und allem Tier auf Erden; und niemand wird sein, der sie scheucht. Der HERR wird dich schlagen mit Drusen Agyptens, mit Feigwarzen, mit Grind und Kratze, dafi du nicht kannst heil werden. Der HERR wird dich schlagen mit Wahnsinn, Blindheit und Rasen des Herzens; und wirst tappen im Mittag, wie ein Blinder tappet im Dunkeln; und wirst auf deinem Wege kein Gluck haben und wirst Gewalt und Unrecht leiden müssen dein Leben lang; und niemand wird dir helfen. Ein Weib wirst du dir vertrauen lassen, aber ein andererwird bei ihrschlafen. Ein Haus wirst du bauen, aber du wirst nicht drinnen wohnen. Einen Weinberg wirst du pflanzen, aber du wirst ihn nicht gemein machen. Dein Ochse wird vor deinen Augen geschlachtet werden, aber du wirst nicht davon essen. Dein Esel wird vor deinem Angesicht mit Gewalt genommen und dir nicht wiedergegeben werden. Dein Schaf wird deinen Feinden gegeben werden, und niemand wird dir helfen. Deine Sohne und deine Tochter werden einem andern Volk gegeben werden, daß deine Augen zusehen und verschmachten liber ihnen taglich, und wird keine Starke in deinen Handen sein. Die Früchte deines Landes und alle deine Arbeit wird ein Volk verzehren, das du nicht kennest; und wirst Unrecht leiden und zerstolien werden dein Leben lang. Und wirst unsinnig werden vor dem, das deine Augen sehen müssen. Der HERR wird dich schlagen mit einer bosen Drlise an den Knieen und Waden, daß du nicht kannst geheilet werden, von den Fufisohlen an bis auf die Scheitel. Der HERR wird dich und deinen Konig, den du liber dich gesetzt hast, treiben unter ein Volk, das du nicht kennest noch deine Vater; und wirst daselbst dienen andern Gottern, Holz und Steinen. Und wirst ein Scheusal und ein Sprichwort und Spott sein unter alien Volkern, da dich der HERR hingetrieben hat. Du wirst viel Samens ausflihren auf das Feld und wenig einsammeln; denn die Heuschrecken werden's abfressen. Weinberge wirst du pflanzen und bauen, aber keinen Wein trinken noch lesen; denn die Wlirmer werden's verzehren. Olbaume wirst du haben in alien deinen Grenzen, aber du wirst dich nicht salben mit 01; denn dein Olbaum wird ausgerissen werden. Sohne und Tochter wirst du zeugen und doch nicht haben; denn sie werden gefangen weggefuhrt werden. Alle deine Baume und Früchte deines Landes wird das Ungeziefer fressen. Der Fremdling, der bei dir ist, wird über dich steigen und immer oben schweben; du aber wirst heruntersteigen und immer unterliegen. Er wird dir leihen, du aber wirst ihm nicht leihen; er wird das Haupt sein, und du wirst der Schwanz sein. Und werden alle diese Flüche uber dich kommen und dich verfolgen und treffen, bis du vertilget werdest, darum dafi du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorchet hast, daß du seine Gebote und Rechte hieltest, die er dir qeboten hat. Darum werden Zeichen und Wunder an dir sein und an deinem Samen ewiglich, daß du dem HERRN, deinem Gott, nicht gedienet hast mit Freude und Lust deines Herzens, da du allerlei genug hattest. Und wirst deinem Feinde, den dir der HERR zuschicken wird, dienen in Hunger und Durst, in Blofte und allerlei Mangel, und er wird ein eisern Joch auf deinen Hals legen, bis daß er dich vertilge. Der HERR wird ein Volk uber dich schicken von feme, von der Welt Ende, wie ein Adler fleugt, des Sprache du nicht verstehest, ein frech Volk, das nicht ansiehet die Person des Alten noch schonet der Junglinge; und wird verzehren die Frucht deines Viehes und die Frucht deines Landes, bis du vertilget werdest; und wird dir nichts uberlassen an Korn, Most, 01, an Fruchten der Ochsen und Schafe, bis daß dich's umbringe; und wird dich angsten in alien deinen Toren, bis daß es niederwerfe deine hohen und festen Mauern, darauf du dich verlassest, in all deinem Lande; und wirst geangstet werden in alien deinen Toren, in deinem ganzen Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat. Du wirst die Frucht deines Leibes fressen, das Fleisch deiner Sohne und deiner Tochter, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, in der Angst und Not, damit dich dein Feind drangen wird; daß ein Mann, der zuvor sehr zartlich und in Lusten gelebt hat unter euch, wird seinem Bruder und dem Weibe in seinen Armen und dem Sohn, der noch übrig ist von seinen Sohnen, vergonnen, zu geben jemand unter ihnen von dem Fleisch seiner Sohne, das er frisset, sintemal ihm nichts übrig ist von allem Gut, in der Angst und Not, damit dich dein Feind drangen wird in alien deinen Toren. Ein Weib unter euch, das zuvor zartlich und in Lusten gelebt hat, daß sie nicht versucht hat, ihre Fuftsohlen auf die Erde zu setzen vor Zartlichkeit und Wollust, die wird dem Mann in ihren Armen und ihrem Sohn und ihrer Tochter vergonnen die Aftergeburt, die zwischen ihren eigenen Beinen ist ausgegangen, dazu ihre Sohne, die sie geboren hat; denn sie werden sie vor allerlei Mangel heimlich essen, in der Angst und Not, damit dich dein Feind drangen wird in deinen Toren. Wo du nicht wirst halten, daß du tust alle Worte dieses Gesetzes, die in diesem Buch geschrieben sind, daß du furchtest diesen herrlichen und schrecklichen Namen, den HERRN, deinen Gott, so wird der HERR wunderlich mit dir umgehen, mit Plagen auf dich und deinen Samen, mit groften und langwierigen Plagen, mit bosen und langwierigen Krankheiten, und wird dir zuwenden alle Seuche Agyptens, davordu dich furchtest, und werden diranhangen. Dazu alle Krankheit und alle Plage, die nicht geschrieben sind in dem Buch dieses Gesetzes, wird der HERR uber dich kommen lassen, bis du vertilget werdest. Und wird euerwenig Pobels uberbleiben, die ihr vorhin gewesen seid wie die Sterne am Himmel nach der Menge, darum daß du nicht gehorchet hast der Stimme des HERRN, deines Gottes. Und wie sich der HERR uber euch zuvor freute, daß er euch Gutes tate und mehrete euch, also wird er sich uber euch freuen, daß er euch umbringe und vertilge; und werdet verstoret werden von dem Lande, da du jetzt einzeuchst, es einzunehmen. Denn der HERR wird dich zerstreuen unter alle Volker, von einem Ende der Welt bis ans andere; und wirst daselbst andern Gottern dienen, die du nicht kennest noch deine Vater, Holz und Steinen. Dazu wirst du unter denselben Volkern kein bleibend Wesen haben, und deine Fuftsohlen werden keine Ruhe haben. Denn der HERR wird dir daselbst ein bebendes Herz geben und verschmachtete Augen und verdorrete Seele, daß dein Leben wird vor dir schweben. Nacht und Tag wirst du dich furchten und deines Lebens nicht sicher sein. Des Morgens wirst du sagen: Ach, daß ich den Abend erleben mochte! Des Abends wirst du sagen: Ach, daß ich den Morgen erleben mochte! vor Furcht deines Herzens, die dich schrecken wird, und vor dem, das du mit deinen Augen sehen wirst. Und der HERR wird dich mit Schiffen voll wieder nach Agypten führen durch den Weg, davon ich gesagt habe: Du sollst ihn nicht mehr sehen. Und ihr werdet daselbst euren Feinden zu Knechten und Magden verkauft werden, und wird kein Kaufer da sein. Dies sind die Worte des Bundes, den der HERR Mose geboten hat, zu machen mit den Kindern Israel in der Moabiter Lande, zum andernmal, nachdem er denselben mit ihnen gemacht hatte in Horeb.
Erste Lesung
Die Philister sammelten ihre Heere zum Streit und kamen zusammen zu Socho in Juda und lagerten sich zwischen Socho und Aseka, am Ende Damim. Aber Saul und die Manner Israels kamen zusammen und lagerten sich im Eichgrunde; und rusteten sich zum Streit gegen die Philister. Und die Philister stunden auf einem Berge jenseits und die Israeliten auf einem Berge diesseits, daß ein Tal zwischen ihnen war. Da trat hervor aus den Lagern der Philister ein Riese mit Namen Goliath von Gath, sechs Ellen und einer Hand breit hoch; und hatte einen ehernen Helm auf seinem Haupt und einen schuppichten Panzer an, und das Gewicht seines Panzers war fünftausend Sekel Erzes; und hatte eherne Beinharnische an seinen Schenkeln und einen ehernen Schild auf seinen Schultern. Und der Schaft seines Spielies war wie ein Weberbaum und das Eisen seines Spielies hatte sechshundert Sekel Eisens und sein Schildtrager ging vor ihm her. Und er stund und rief zu dem Zeuge Israels und sprach zu ihnen: Was seid ihr ausgezogen, euch zu rüsten in einen Streit? Bin ich nicht ein Philister und ihr Sauls Knechte? Erwahlet einen unter euch, der zu mir herabkomme! Vermag er wider mich zu streiten, und schlagt mich, so wollen wir eure Knechte sein; vermag ich aber wider ihn und schlage ihn, so sollt ihr unsere Knechte sein, daß ihr uns dienet. Und der Philister sprach: Ich habe heutigestages dem Zeuge Israels Hohn gesprochen; gebt mir einen und lafit uns miteinander streiten! Da Saul und ganz Israel diese Rede des Phüisters horeten, entsetzten sie sich und furchteten sich sehr. David aber war eines ephrathischen Mannes Sohn, von Bethlehem-Juda, der hiefi Isai, der hatte acht Sohne und war ein alter Mann zu Sauls Zeiten und war betagt unter den Mannern. Und die drei groliten Sohne Isais waren mit Saul in Streit gezogen und hielien mit Namen: Eliab, der erstgeborne, Abinadab, der andere, und Samma, der dritte. David aber war der jungste. Da aber die drei altesten mit Saul in den Krieg zogen, ging David wiederum von Saul, daß erder Schafe seines Vaters hütete zu Bethlehem. Aber der Philister trat herzu fruhe morgens und abends und stellete sich dar vierzig Tage. Isai aber sprach zu seinem Sohn David: Nimm fur deine Bruder diese Epha Sangen und diese zehn Brote und lauf in das Heer zu deinen Brudern, und diese zehn frischen Kase, und bringe sie dem Hauptmann; und besuche deine Bruder, ob's ihnen wohlgehe, und nimm, was sie dir befehlen. Saul aber und sie und alle Manner Israels waren im Eichgrunde und stritten wider die Philister. Da machte sich David des Morgens fruhe auf und lieli die Schafe dem Huter und trug und ging hin, wie ihm Isai geboten hatte, und kam zur Wagenburg. Und das Heer war ausgezogen und hatte sich gerustet, und schrieen im Streit. Denn Israel hatte sich gerustet, so waren die Philister wider ihren Zeug auch gerustet. Da lieli David das Gefali, das er trug, unter dem Huter der Gefalie und lief zu dem Zeuge; und ging hinein und grulite seine Bruder. Und da er noch mit ihnen redete, siehe, da trat herauf der Riese mit Namen Goliath, der Philister von Gath, aus der Philister Zeug und redete wie vorhin; und David horete es. Aberjedermann in Israel, wenn erden Mann sah, floh er vor ihm und furchtete sich sehr. Und jedermann in Israel sprach: Habt ihr den Mann gesehen herauftreten? Denn er ist heraufgetreten, Israel Hohn zu sprechen. Und wer ihn schlagt, den will der Konig sehr reich machen und ihm seine Tochter geben und will seines Vaters Haus frei machen in Israel. Da sprach David zu den Mannern, die bei ihm stunden: Was wird man dem tun, derdiesen Philister schlagt und die Schande von Israel wendet? Denn wer ist der Philister, dieser Unbeschnittene, der den Zeug des lebendigen Gottes hohnet? Da sagte ihm das Volk wie vorhin: So wird man tun dem, der ihn schlagt. Und Eliab, sein groliter Bruder horete ihn reden mit den Mannern und ergrimmete mit Zorn wider David und sprach: Warum bistdu herabkommen? und warum hast du die wenigen Schafe dort in der Wüste verlassen? Ich kenne deine Vermessenheitwohl und deines Herzens Bosheit. Denn du bist herabkommen, daß du den Streit sehest. David antwortete: Was habe ich denn nun getan? 1st mir's nicht befohlen? Und wandte sich von ihm gegen einen andern und sprach, wie er vorhin gesagt hatte. Da antwortete ihm das Volk wie vorhin.
Morgengebet — Erste Lesung
Und Korah, der Sohn Jezehars, des Sohns Kahaths, des Sohns Levis, samt Dathan und Abiram, den Sohnen Eliabs, und On, dem Sohne Peleths, den Sohnen Rubens, die emporeten sich wider Mose, samt etlichen Mannern unter den Kindern Israel, zweihundertundfunfzig der Vornehmsten in der Gemeine, Ratsherren und ehrliche Leute. Und sie versammelten sich wider Mose und Aaron und sprachen zu ihnen: Ihr macht's zu viel! Denn die ganze Gemeine ist uberall heilig, und der HERR ist unter ihnen; warum erhebet ihr euch fiber die Gemeine des HERRN? Da das Mose horete, fiel er auf sein Angesicht und sprach zu Korah und zu seiner ganzen Rotte: Morgen wird der HERR kundtun, wer sein sei, wer heilig sei und ihm opfern soil; weichen er erwahlet, der soil ihm opfern. Das tut: Nehmet euch Pfannen, Korah und seine ganze Rotte, und leget Feuer drein und tut Rauchwerk drauf vor dem HERRN morgen. Weichen der HERR erwahlet, der sei heilig. Ihr macht's zuviel, ihr Kinder Levis! Und Mose sprach zu Korah: Lieber, horet doch, ihr Kinder Levis! Ist's euch zu wenig, daß euch der Gott Israels ausgesondert hat von der Gemeine Israel, daß ihr ihm opfern sollet, daß ihr dienet im Amt der Wohnung des HERRN und vor die Gemeine tretet, ihrzu dienen? Er hat dich und aile deine Bruder, die Kinder Levis, samt dir zu sich genommen; und ihr suchet nun auch das Priestertum. Du und deine ganze Rotte machet einen Aufruhr wider den HERRN. Was ist Aaron, daß ihr wider ihn murret? Und Mose schickte hin und lieft Dathan und Abiram rufen, die Sohne Eliabs. Sie aber sprachen: Wir kommen nicht hinauf. Ist's zu wenig, daß du uns aus dem Lande gefuhret hast, da Milch und Honig innen fleuftt, daß du uns totest in der Wuste? Du muftt auch noch uber uns herrschen? Wie fein hast du uns gebracht in ein Land, da Milch und Honig innen fleuftt, und hast uns Acker und Weinberge zu Erbteil gegeben! Willst du den Leuten auch die Augen ausreiften? Wir kommen nicht hinauf. Da ergrimmete Mose sehr und sprach zu dem HERRN: Wende dich nicht zu ihrem Speisopfer! Ich habe, nicht einen Esel von ihnen genommen und habe ihrer keinem nie kein Leid getan. Und er sprach zu Korah: Du und deine ganze Rotte sollt morgen vor dem HERRN sein; du, sie auch und Aaron. Und ein jeglicher nehme seine Pfanne und lege Rauchwerk drauf, und tretet herzu vor den HERRN, ein jeglicher mit seiner Pfanne, das sind zweihundertundfunfzig Pfannen. Und ein jeglicher nahm seine Pfanne und legte Feuer drein und tat Rauchwerk drauf und traten vor die Tur der Hutte des Stifts, und Mose und Aaron auch. Und Korah versammelte wider sie die ganze Gemeine vor die Tur der Hutte des Stifts. Aber die Herrlichkeit des HERRN erschien vor der ganzen Gemeine. Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: Scheidet euch von dieser Gemeine, daß ich sie plotzlich vertilge! Sie fielen aber auf ihr Angesicht und sprachen: Ach Gott, der du bist ein Gott der Geister alles Fleisches, ob ein Mann gesundiget hat, willst du darum fiber die ganze Gemeine wuten? Und der HERR redete mit Mose und sprach: Sage der Gemeine und sprich: Weichet ringsherum von der Wohnung Korahs und Dathans und Abirams! Und Mose stund auf und ging zu Dathan und Abiram, und die Altesten Israels folgten ihm nach. Und redete mit der Gemeine und sprach: Weichet von den Hutten dieser gottlosen Menschen und ruhret nichts an, was ihr ist, daß ihr nicht vielleicht umkommet in irgend ihrer Sünden einer. Und sie gingen herauf von der Wohnung Korahs, Dathans und Abirams. Dathan aber und Abiram gingen heraus, traten an die Tür ihrer Hütten mit ihren Weibern und Sohnen und Kindern. Und Mose sprach: Dabei sollt ihr merken, daß mich der HERR gesandt hat, daß ich alle diese Werke tate, und nicht aus meinem Herzen: Werden sie sterben, wie alle Menschen sterben, Oder heimgesucht, wie alle Menschen heimgesucht werden, so hat mich der HERR nicht gesandt. Wird aber der HERR etwas Neues schaffen, daß die Erde ihren Mund auftut und verschlinget sie mit allem, das sie haben, daß sie lebendig hinunter in die Holle fahren, so werdet ihr erkennen, daß diese Leute den HERRN gelastert haben. Und als er diese Worte alle hatte ausgeredet, zerrift die Erde unter ihnen; und tat ihren Mund auf und verschlang sie mit ihren Hausern, mit alien Menschen, die bei Korah waren, und mit aller ihrer Habe. Und fuhren hinunter lebendig in die Holle mit allem, das sie hatten, und die Erde deckte sie zu, und kamen urn aus der Gemeine. Und ganz Israel, das urn sie her war, floh vor ihrem Geschrei; denn sie sprachen: Daft uns die Erde nicht auch verschlinge! Dazu fuhr das Feuer aus von dem HERRN und fraft die zweihundertundfünfzig Manner, die das Rauchwerk opferten.
Epistel
Denn alles, was von Gott geboren ist, uberwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt uberwunden hat. Wer ist aber, der die Welt uberwindet ohne der da glaubet, dad Jesus Gottes Sohn ist? Dieser ist's, der da kommt mit Wasser und Blut, Jesus Christus, nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut. Und der Geist ist's, der da zeuget, dad Geist Wahrheit ist. Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist; und diese drei sind eins. Und drei sind, die da zeugen auf Erden: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei sind beisammen. So wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis grafter; denn Gottes Zeugnis ist das, das er gezeuget hat von seinem Sohne. Wer da glaubet an den Sohn Gottes, der hat solch Zeugnis bei sich. Wer Gott nicht glaubet, der macht ihn zum Lugner; denn er glaubet nicht dem Zeugnis, das Gott zeuget von seinem Sohn.
Erste Lesung
Siehe, seine FHoffnung wird ihm fehlen; und wenn er sein ansichtig wird, schwinget er sich dahin. Niemand ist so kuhn, der ihn reizen darf; wer ist denn, der vor mir stehen konne? Wer hat mir was zuvor getan, daß ich's ihm vergelte? Es ist mein, was unter alien Flimmeln ist. Dazu muft ich nun sagen, wie graft, wie machtig und wohl geschaffen er ist. Wer kann ihm sein Kleid aufdecken? Und wer darf es wagen, ihm zwischen die Zahne zu greifen? Wer kann die Kinnbacken seines Antlitzes auftun? Schrecklich stehen seine Zahne umher. Seine stolzen Schuppen sind wie feste Schilde, fest und enge ineinander. Eine ruhrt an die andere, daß nicht ein Luftlein dazwischengehet. Es hangt eine an der andern, und halten sich zusammen, daß sie sich nicht voneinander trennen. Sein Niesen glanzet wie ein Licht; seine Augen sind wie die Augenlider der Morgenrote. Aus seinem Munde fahren Fackeln, und feurige Funken schieften heraus. Aus seiner Nase gehet Rauch wie von heiften Topfen und Kessel. Sein Odem ist wie lichte Lohe, und aus seinem Munde gehen Flammen. Er hat einen starken Hals; und ist seine Lust, wo er etwas verderbet. Die Gliedmaften seines Fleisches hangen aneinander und halten hart an ihm, daß er nicht zerfallen kann. Sein Herz ist so hart wie ein Stein und so fest wie ein Stuck vom untersten Muhlstein. Wenn er sich erhebt, so entsetzen sich die Starken; und wenn er daherbricht, so ist keine Gnade da. Wenn man zu ihm will mit dem Schwert, so regt er sich nicht; Oder mit Spieft, Geschoft und Panzer. Er achtet Eisen wie Stroh und Erz wie faul Holz. Kein Pfeil wird ihn verjagen; die Schleudersteine sind wie Stoppeln. Den Hammer achtet erwie Stoppeln; er spottet der bebenden Lanze. Unter ihm liegen scharfe Steine und fahrt fiber die scharfen Felsen wie uber Kot. Er macht, daß das tiefe Meer siedet wie ein Topf, und ruhrt es ineinander, wie man eine Salbe menget. Nach ihm leuchtet der Weg, er macht die Tiefe ganz grau. Auf Erden ist ihm niemand zu gleichen; er ist gemacht ohne Furcht zu sein. Erverachtet alles, was hoch ist; er ist ein Konig uber alle Stolzen.
Morgengebet — Zweite Lesung
Ich erinnere euch, aber, liebe Bruder, des Evangeliums, das ich euch verkundiget habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet, durch welches ihr auch selig werdet, welcher Gestalt ich es euch verkundiget habe, so ihr's behalten habt, es ware, denn, dad ihr's umsonst geglaubet hattet. Denn ich habe euch zuvorderst gegeben, welches ich auch empfangen habe, dad Christus gestorben sei fur unsere Sünden nach der Schrift, und dad er begraben sei, und dad er auferstanden sei am dritten Tage nach der Schrift, und dad er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwolfen. Danach ist er gesehen worden von mehr denn funfhundert Brudern auf einmal, deren noch viel leben, etliche aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von alien Aposteln. Am letzten nach alien ist er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, gesehen worden; denn ich bin der geringste unter den Aposteln, als der ich nicht wert bin, dad ich ein Apostei heide, darum dad ich die Gemeinde Gottes verfolget habe. Aber von Gottes Gnaden bin ich, das ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet denn sie alle, nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Es sei nun ich oderjene, also predigen wir, und also habt ihr geglaubet. So aber Christus gepredigetwird, dad er sei von den Toten auferstanden, wie sagen denn etliche unter euch, die Auferstehung der Toten sei nichts ? Ist aber die Auferstehung der Toten nichts, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich. Wirwurden aber auch erfunden falsche Zeugen Gottes, dad wir wider Gott gezeuget hatten, er hatte Christum auferwecket, den er nicht auferwecket hatte, sintemal die Toten nicht auferstehen. Denn so die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden. Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube eitel, so seid ihr noch in euren Sünden, so sind auch die, so in Christo entschlafen sind, verloren. Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christum, so sind wir die elendesten unter alien Menschen. Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten und der Erstling worden unter denen, die da schlafen, sintemal durch einen Menschen der Tod und durch einen Menschen die Auferstehung der Toten kommt. Denn gleichwie sie in Adam alle sterben, also werden sie in Christo alle lebendig gemacht werden. Ein jeglicher aber in seiner Ordnung. Der Erstling Christus, danach die Christo angehoren, wenn er kommen wird. Danach das Ende, wenn erdas Reich Gott und dem Vater überantworten wird, wenn er aufheben wird alle Herrschaft und alle Obrigkeit und Gewalt. Er muli aber herrschen, bis daß er alle seine Feinde unter seine Fulie lege. Der letzte Feind, der aufgehoben wird, ist der Tod. Denn er hat ihm alles unter seine Fulie getan. Wenn er aber sagt; daß es alles untertan sei, ist's offenbar, daß ausgenommen ist, der ihm alles untertan hat. Wenn aber alles ihm untertan sein wird, alsdann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles untertan hat, auf dafi Gott sei alles in alien. Was machen sonst, die sich taufen lassen uber den Toten, so allerdinge die Toten nicht auferstehen? Was lassen sie sich taufen uber den Toten?
Antwortpsalm
Freuet euch des HERRN, ihr Gerechten! Die Frommen sollen ihn schon preisen. Danket dem HERRN mit Harfen und lobsinget ihm auf dem Psalter von zehn Saiten! Singet ihm ein neues Lied; machet es gut auf Saitenspielen mit Schalle! Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das halt er gewift. Er liebet Gerechtigkeit und Gericht. Die Erde ist vollder Gute des HERRN. Der Himmel ist durchs Wort des HERRN gemacht und all sein Heer durch den Geist seines Mundes. Er halt das Wasser im Meer zusammen wie in einem Schlauch und legt die Tiefe ins Verborgene. Alle Welt furchte den HERRN, und vor ihm scheue sich alles, was auf dem Erdboden wohnet! Denn er spricht, so geschieht's; so er gebeut, so stehet's da. Der HERR macht zunichte der Heiden Rat und wendet die Gedanken der Volker. Aber der Rat des HERRN bleibet ewiglich, seines Herzens Gedanken fur und fur. Wohl dem Volk, des der HERR ein Gott ist, das Volk, das er zum Erbe erwahlet hat! Der HERR schauet vom Himmel und siehet aller Menschen Kinder. Von seinem festen Thron siehet er auf alle, die auf Erden wohnen. Er lenket ihnen alien das Herz, er merket auf alle ihre Werke. Einem Konige hilft nicht seine grolie Macht; ein Riese wird nicht errettet durch seine grolie Kraft; Rosse helfen auch nicht, und ihre grolie Starke errettet nicht. Siehe, des HERRN Auge siehet auf die, so ihn furchten, die auf seine Gute hoffen, daß er ihre Seele errette vom Tode und ernahre sie in der Teurung. Unsere Seele harret auf den HERRN; er ist unsere Hilfe und Schild. Denn unser Herz freuet sich sein, und wir trauen auf seinen heiligen Namen. Deine Güte, HERR, sei über uns, wie wir auf dich hoffen.
Evangelium
Am Abend aber desselbigen Sabbats, da die Junger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das sagte, zeigte er ihnen die Hande und seine Seite. Da wurden die Junger froh, daß sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus abermal zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und da er das sagte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmet hin den Heiligen Geist! Welchen ihr die Sunden erlasset, denen sind sie erlassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Thomas aber, der Zwdlfen einer, der da heiftet Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. Da sagten die andern Junger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich in seinen Handen sehe die Nagelmale und lege meinen Finger in die Nagelmale und lege meine Hand in seine Seite, will ich's nicht glauben. Und liber acht Tage waren abermal seine Junger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine Hande; und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite; und sei nicht unglaubig, sondern glaubig. Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Auch viel andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jungern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, daß ihr glaubet, Jesus sei Christus, der Sohn Gottes, und daß ihr durch den Glauben das Leben habet in seinem Namen.
Antwortpsalm
Danketdem HERRN; denn eristfreundlich, und seine Gute wahret ewiglich. Es sage nun Israel: Seine Gute wahret ewiglich. Es sage nun das Haus Aaron: Seine Gute wahret ewiglich. Es sagen nun, die den HERRN furchten: Seine Gute wahret ewiglich. In der Angst rief ich den HERRN an, und der HERR erhorete mich und trostete mich. Der HERR ist mit mir, darum furchte ich mich nicht; was konnen mir Menschen tun? Der HERR ist mit mir, mirzu helfen; und ich will meine Lust sehen an meinen Feinden. Es ist gut auf den HERRN vertrauen und sich nicht verlassen auf Menschen. Es ist gut auf den HERRN vertrauen und sich nicht verlassen auf Fursten. Alle Heiden umgeben mich; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen. Sie umgeben mich allenthalben ; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen. Sie umgeben mich wie Bienen, siedampfen wie ein Feuer in Dornen; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen. Man stofiet mich, daß ich fallen soil; aber der HERR hilft mir. Der HERR ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil. Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten. Die Rechte des HERRN behalt den Sieg; die Rechte des HERRN isterhohet; die Rechte des HERRN behalt den Sieg. Ich werde nicht sterben, sondern ieben und des HERRN Werk verkundigen. Der HERR zuchtiget mich wohl, aberergibt mich dem Tode nicht. Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dafi ich dahin eingehe und dem HERRN danke. Das ist das Tor des HERRN; die Gerechten werden dahin eingehen. Ich danke dir, daß du mich demutigest und hilfst mir. Der Stein, den die Bauleute verworfen, ist zum Eckstein worden. Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen. Dies ist der Tag, den der HERR macht; lalit uns freuen und frohlich drinnen sein! 0 HERR, hilf, o HERR, lafi wohlgelingen! Gelobet sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch, die ihr vom Hause des HERRN seid. Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet. Schmucket das Fest mit Maien bis an die Horner des Altars; Du hist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen. Danketdem HERRN; denn eristfreundlich, und seine Gute wahret ewiglich.
Antwortpsalm
Danketdem HERRN; denn eristfreundlich, und seine Gute wahret ewiglich. Es sage nun Israel: Seine Gute wahret ewiglich. Es sage nun das Haus Aaron: Seine Gute wahret ewiglich. Es sagen nun, die den HERRN furchten: Seine Gute wahret ewiglich. In der Angst rief ich den HERRN an, und der HERR erhorete mich und trostete mich. Der HERR ist mit mir, darum furchte ich mich nicht; was konnen mir Menschen tun? Der HERR ist mit mir, mirzu helfen; und ich will meine Lust sehen an meinen Feinden. Es ist gut auf den HERRN vertrauen und sich nicht verlassen auf Menschen. Es ist gut auf den HERRN vertrauen und sich nicht verlassen auf Fursten. Alle Heiden umgeben mich; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen. Sie umgeben mich allenthalben ; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen. Sie umgeben mich wie Bienen, siedampfen wie ein Feuer in Dornen; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen. Man stofiet mich, daß ich fallen soil; aber der HERR hilft mir. Der HERR ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil. Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten. Die Rechte des HERRN behalt den Sieg; die Rechte des HERRN isterhohet; die Rechte des HERRN behalt den Sieg. Ich werde nicht sterben, sondern ieben und des HERRN Werk verkundigen. Der HERR zuchtiget mich wohl, aberergibt mich dem Tode nicht. Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dafi ich dahin eingehe und dem HERRN danke. Das ist das Tor des HERRN; die Gerechten werden dahin eingehen. Ich danke dir, daß du mich demutigest und hilfst mir. Der Stein, den die Bauleute verworfen, ist zum Eckstein worden. Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen. Dies ist der Tag, den der HERR macht; lalit uns freuen und frohlich drinnen sein! 0 HERR, hilf, o HERR, lafi wohlgelingen! Gelobet sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch, die ihr vom Hause des HERRN seid. Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet. Schmucket das Fest mit Maien bis an die Horner des Altars; Du hist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen. Danketdem HERRN; denn eristfreundlich, und seine Gute wahret ewiglich.
Antwortpsalm
Halleluja! Lobet, ihr Knechte des HERRN, lobet den Namen des HERRN! Gelobet sei des HERRN Name von nun an bis in Ewigkeit! Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des HERRN! Der HERR ist hoch über alle Heiden; seine Ehre gehet, soweit der Himmel ist. Wer ist, wie der HERR, unser Gott? Der sich so hoch gesetzt hat und auf das Niedrige siehet im Himmel und auf Erden; der den Geringen aufrichtet aus dem Staube und erhohet den Armen aus dem Kot, dati er ihn setze neben die Fursten, neben die Fursten seines Volks; der die Unfruchtbare im Hause wohnen macht, dalj sie eine frohliche Kindermutter wird. Halleluja!
Abendgebet — Erste Lesung
Zweite Lesung
Also, meine lieben und gewünschten Bruder, meine Freude und meine Krone, bestehet also in dem Herrn, ihr Lieben! Die Evodia ermahne ich, und die Syntyche ermahne ich, daß sie eines Sinnes seien in dem Herrn. Ja, ich bitte auch dich, mein treuer Geselle, stehe ihnen bei, die samt mir uber dem Evangelium gekampft haben mit Clemens und den andern meinen Gehilfen, welcher Namen sind in dem Buch des Lebens. Freuet euch in dem Herrn allewege; und abermal sage ich: Freuet euch! Eure Lindigkeit lasset kund sein alien Menschen. Der Herr ist nahe. Sorget nichts, sondern in alien Dingen lasset eure Bitte im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher hoher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu!] Weiter, liebe Bruder, was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was keusch, was lieblich, was wohl lautet, ist etwa eine Tugend, ist etwa ein Lob, dem denket nach. Welches ihr auch gelernet und empfangen und gehoret und gesehen habt an mir, das tut, so wird der Herr des Friedens mit euch sein. Ich bin aber hoch erfreuet in dem Herrn, daß ihr wieder wacker worden seid, fur mich zu sorgen, wiewohl ihr allewege gesorget habt; aber die Zeit hat's nichtwollen leiden. Nicht sage ich das des Mangels halben; denn ich habe gelernet, bei welchen ich bin, mir genugen lassen. Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; ich bin in alien Dingen und bei alien geschickt, beide, satt sein und hungern, beide, übrig haben und Mangel leiden. Ich vermag alles durch den, der mich machtig macht, Christus. Doch ihr habt wohl getan, daß ihr euch meiner Trubsal angenommen habt. Ihr aber von Philippi wisset, daß von Anfang des Evangeliums, da ich auszog aus Mazedonien, keine Gemeinde mit mir geteilet hat nach der Rechnung der Ausgabe und Einnahme denn ihr alleine. Denn gen Thessalonich sandtet ihr zu meiner Notdurft einmal und danach abereinmal. Nicht, daß ich das Geschenk suche, sondern ich suche die Frucht daß sie uberflussig in eurer Rechnung sei. Denn ich habe alles und habe uberflussig. Ich bin erfullet, da ich empfing durch Epaphroditus, was von euch kam, ein sillier Geruch, ein angenehm Opfer, Gott gefallig. Mein Gott aber erfulle alle eure Notdurft nach seinem Reichtum in der Herrlichkeit in Christo Jesu! Dem Gott aber und unserm Vater sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Grutiet alle Heiligen in Christo Jesu. Es grutien euch die Bruder, die bei mir sind. Es grülien euch alle Heiligen, sonderlich aber die von des Kaisers Hause. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch alien! Amen.
Zweite Lesung
Wer da glaubet, dad Jesus sei der Christus, der ist von Gott geboren. Und wer da liebet den, der ihn geboren hat, der liebet auch den, der von ihm geboren ist. Daran erkennen wir, dad wir Gottes Kinder lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. Denn das ist die Liebe zu Gott, dad wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was von Gott geboren ist, uberwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt uberwunden hat. Wer ist aber, der die Welt uberwindet ohne der da glaubet, dad Jesus Gottes Sohn ist? Dieser ist's, der da kommt mit Wasser und Blut, Jesus Christus, nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut. Und der Geist ist's, der da zeuget, dad Geist Wahrheit ist. Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist; und diese drei sind eins. Und drei sind, die da zeugen auf Erden: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei sind beisammen. So wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis grafter; denn Gottes Zeugnis ist das, das er gezeuget hat von seinem Sohne. Wer da glaubet an den Sohn Gottes, der hat solch Zeugnis bei sich. Wer Gott nicht glaubet, der macht ihn zum Lugner; denn er glaubet nicht dem Zeugnis, das Gott zeuget von seinem Sohn. Und das ist das Zeugnis, daß uns Gott das ewige Leben hat gegeben, und solches Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. Solches hab' ich euch geschrieben, die ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes, auf daß ihr wisset, daß ihr das ewige Leben habet, und daß ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes. Und das ist die Freudigkeit, die wir haben zu ihm, daß, so wir etwas bitten nach seinem Willen, so horet er uns. Und so wir wissen, daß er uns horet, was wir bitten, so wissen wir, daß wir die Bitten haben, die wir von ihm gebeten haben. So jemand siehet seinen Bruder sundigen, eine Sunde nicht zum Tode, der mag bitten; so wird er geben das Leben denen, die da sundigen nicht zum Tode. Es ist eine Sunde zum Tode; dafür sage ich nicht, daß jemand bitte. Alle Untugend ist Sunde; und es ist etliche Sunde nicht zum Tode. Wir wissen, daß, wer von Gott geboren ist, der sundiget nicht, sondern wer von Gott geboren ist, der bewahret sich, und der Arge wird ihn nicht antasten. Wir wissen, daß wir von Gott sind; und die ganze Welt liegt im Argen. Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes kommen ist und hat uns einen Sinn gegeben, daß wir erkennen den Wahrhaftigen und sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesu Christo. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. Kindlein, hütet euch vor den Abgottern! Amen. Der zweite Brief des Johannes
Zweite Lesung
Das ist je gewililich wahr, so jemand ein Bischofsamt begehret, der begehret ein kostlich Werk. Es soil aber ein Bischof unstraflich sein, eines Weibes Mann, nüchtem, malüg, sittig, gastfrei, lehrhaftig, nicht ein Weinsaufer, nicht pochen, nicht unehrliche Hantierung treiben, sondern gelinde, nicht haderhaftig, nicht geizig, der seinem eigenen Hause wohl vorstehe, der gehorsame Kinder habe mit aller Ehrbarkeit (so aber jemand seinem eigenen Hause nicht weili vorzustehen, wie wird er die Gemeinde Gottes versorgen?), nicht ein Neuling, auf daß er sich nicht aufblase und dem Lasterer ins Urteil falle. Er muli aber auch ein gut Zeugnis haben von denen, die draulien sind, auf daß er nicht faile dem Lasterer in die Schmach und Strick. Desselbigengleichen die Diener sollen ehrbar sein, nicht zweizungig, nicht Weinsaufer, nicht unehrliche Hantierung treiben die das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen haben. Und dieselbigen lasse man zuvor versuchen; danach lasse man sie dienen, wenn sie unstraflich sind. Desselbigengleichen ihre Weiber sollen ehrbar sein, nicht Lasterinnen, nuchtern, treu in alien Dingen. Die Diener laft einen jeglichen sein eines Weibes Mann, die ihren Kindern wohl vorstehen und ihren eigenen Hausern. Welche aber wohl dienen, die erwerben sich selbst eine gute Stufe und eine grofte Freudigkeit im Glauben in Christo Jesu.
Zweite Lesung
Petrus, ein Apostel Jesu Christi: Den erwahlten Fremdlingen hin und her in Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien, nach der Versehung Gottes des Vaters, durch die Heiligung des Geistes, zum Gehorsam und zur Besprengung des Blutes Jesu Christi. Gott gebe euch viel Gnade und Frieden! Gelobet sei Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns nach seiner groften Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten zu einem unverganglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das behalten wird im Himmel euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahret werdet zur Seligkeit, welche zubereitet ist, daß sie offenbar werde zu der letzten Zeit, in welcher ihr euch freuen werdet, die ihr jetzt eine kleine Zeit (wo es sein soil) traurig seid in mancherlei Anfechtungen, auf daß euer Glaube rechtschaffen und viel kostlicher erfunden werde denn das vergangliche Gold, das durchs Feuer bewahret wird, zu Lobe, Preis und Ehren, wenn nun offenbaret wird Jesus Christus, welchen ihr nicht gesehen und doch liebhabt und nun an ihn glaubet, wiewohl ihr ihn nicht sehet; so werdet ihr euch freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, und das Ende eures Glaubens davonbringen, namlich der Seelen Seligkeit. Nach welcher Seligkeit haben gesucht und geforschet die Propheten, die von der zukunftigen Gnade auf euch geweissaget haben,
Evangelium
Da er aber vom Berge herabging, folgete ihm viel Volks nach. Und siehe, ein Aussatziger kam und betete ihn an und sprach: Herr, so du willst, kannst du mich wohl reinigen. Und Jesus streckte seine Hand aus, ruhrete ihn an und sprach: Ich will's tun; sei gereiniget! Und alsbald ward er von seinem Aussatz rein. Und Jesus sprach zu ihm: Siehe zu, sag's niemand, sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere die Gabe, die Mose befohlen hat, zu einem Zeugnis uber sie. Da aber Jesus einging zu Kapernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegtzu Hause und ist gichtbruchig und hat grolie Qual. Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach gehest, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn ich bin ein Mensch, dazu der Obrigkeit untertan, und habe unter mir Kriegsknechte; noch wenn ich sage zu einem: Gehe hin! so gehet er, und zum andern: Komm her! so kommt er, und zu meinem Knecht: Tue das! so tut er's. Da das Jesus horete, verwunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgeten: Wahrlich, ich sage euch, solchen Glauben habe ich in Israel nicht funden. Aber ich sage euch: Viele werden kommen vom Morgen und vom Abend und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich sitzen. Aber die Kinder des Reichs werden ausgestolien in die aulierste Finsternis hinaus, da wird sein Heulen und Zahneklappen. Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin; dirgeschehe, wie du geglaubt hast! Und sein Knecht ward gesund zu derselbigen Stunde. Und Jesus kam in des Petrus Haus und sah, daß seine Schwieger lag und hatte das Fieber. Da griff erihre Hand an, und das Fieber verliefi sie. Und sie stund auf und dienete ihnen. Am Abend aber brachten sie viel Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit Worten und machte allerlei Kranke gesund, auf daß erfüllet wurde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: Er hat unsere Schwachheit auf sich, genommen und unsere Seuche hat ergetragen. Und da Jesus viel Volks urn sich sah, hiefi er hinuber jenseit des Meeres fahren. Und es trat zu ihm ein Schriftgelehrter, der sprach zu ihm: Meister, ich will dir folgen, wo du hingehest. Jesus sagte zu ihm: Die Fuchse haben Gruben, und die Vogel unter dem Himmel haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hinlege. Und ein anderer unter seinen Jungern sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, daß ich hingehe und zuvor meinen Vater begrabe. Aber Jesus sprach zu ihm: Folge du mir und lali die Toten ihre Toten begraben! Und er trat in das Schiff, und seine Jünger folgeten ihm. Und siehe, da erhub sich ein groli Ungestüm im Meer, also daß auch das Schifflein mit Wellen bedeckt ward; und er schüef. Und die Junger traten zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: Herr, hilf uns, wir verderben! Da sagte erzu ihnen: Ihr Kleinglaubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und stund auf und bedrauete den Wind und das Meer; da ward es ganz stille. Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Was ist das fur ein Mann, daß ihm Wind und Meer gehorsam ist? Und er kam jenseit des Meeres in die Gegend der Gergesener. Da liefen ihm entgegen zwei Besessene, die kamen aus den Totengrabern und waren sehr grimmig, also daü niemand dieselbige Stralie wandeln konnte. Und siehe, sie schrieen und sprachen: Ach Jesu, du Sohn Gottes, was haben wir mit dir zu tun? Bist du herkommen, uns zu qualen, ehe denn es Zeit ist? Es war aber feme von ihnen eine grofie Herde Saue an der Weide. Da baten ihn die Teufel und sprachen: Willst du uns austreiben, so erlaube uns, in die Herde Saue zu fahren. Und er sprach: Fahret hin! Da fuhren sie aus und fuhren in die Herde Saue. Und siehe, die ganze Herde Saue sturzete sich mit einem Sturm ins Meer und ersoffen im Wasser. Und die Hirten flohen und gingen hin in die Stadt und sagten das alles, und wie es mit den Besessenen ergangen war. Und siehe, da ging die ganze Stadt heraus Jesu entgegen. Und da sie ihn sahen, baten sie ihn, daß er von ihrer Grenze weichen wollte.
Abendgebet — Zweite Lesung
Thomas aber, der Zwdlfen einer, der da heiftet Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. Da sagten die andern Junger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich in seinen Handen sehe die Nagelmale und lege meinen Finger in die Nagelmale und lege meine Hand in seine Seite, will ich's nicht glauben. Und liber acht Tage waren abermal seine Junger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine Hande; und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite; und sei nicht unglaubig, sondern glaubig. Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Auch viel andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jungern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch.
Evangelium
Es begab, sich aber, da sich das Volk zu ihm drang, zu horen das Wort Gottes, und er stund am See Genezareth und sah zwei Schiffe am See stehen; die Fischer aber waren ausgetreten und wuschen ihre Netze; trat er in der Schiffe eines, welches Simons war, und bat ihn, dafi er's ein wenig vom Lande führete. Und er setzte sich und Iehrete das Volk aus dem Schiff. Und als er hatte aufgehort zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Hohe und werfet eure Netze aus, daß ihr einen Zug tut. Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen. Und da sie das taten, beschlossen sie eine große Menge Fische; und ihr Netz zerriß. Und sie winkten ihren Gesellen, die im andern Schiff waren, daß sie kamen und hulfen ihnen ziehen. Und sie kamen und fülleten beide Schiffe voll, also daß sie sanken. Da das Simon Petrus sah, fiel er Jesu zu den Knieen und sprach: Herr, gehe von mir hinaus; ich bin ein sundiger Mensch. Denn es war ihn ein Schrecken ankommen und alle, die mit ihm waren, uber diesen Fischzug, den sie miteinander getan hatten; desselbigengleichen auch Jakobus und Johannes, die Sohne des Zebedaus, Simons Gesellen. Und Jesus sprach zu Simon: Furchte dich nicht; denn von nun an wirst du Menschen fangen. Und sie fuhreten die Schiffe zu Lande und verließen alles und folgeten ihm nach.
Evangelium
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbige war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbige gemacht, und ohne dasselbige ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Lichtder Menschen. Und das Licht scheinet in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen. Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieli Johannes. Derselbige kam zum Zeugnis, daß er von dem Licht zeugete, auf daß sie alle durch ihn glaubeten. Er war nicht das Licht, sondern daß er zeugete von dem Licht. Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbige gemacht, und die Welt kannte es nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben. Welche nicht von dem Geblut, noch von dem Willen des Fleisches, noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. Und das Wort ward Fleisch und wohnete unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingebornen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes zeuget von ihm, ruft und spricht: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich. Und von seiner Fulle haben wir alle genommen Gnade urn Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum worden.
Evangelium
An demselbigen Tage ging Jesus aus dem Hause und setzte sich an das Meer. Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, also daß er in das Schiff trat und saft. Und alles Volk stund am Ufer. Und er redete zu ihnen mancherlei durch Gleichnisse und sprach: Siehe, es ging ein Samann aus zu saen. Und indem ersaete, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vogel und fraften's auf. Etliches fiel in das Steinige; da es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, darum daß es nicht tiefe Erde hatte. Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, ward es dürr. Etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten's. Etliches fiel auf ein gut Land und trug Frucht, etliches hundertfaltig, etliches sechzigfaltig, etliches dreiftigfaltig. Wer Ohren hat zu horen, der hbre! Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen durch Gleichnisse? Er antwortete und sprach: Euch ist's gegeben, daß ihr, das Geheimnis des Himmelreichs vernehmet; diesen aber ist's nicht gegeben. Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat. Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit horenden Ohren horen sie nicht; denn sie verstehen es nicht. Und uber ihnen wird die Weissagung Jesajas erfullet, die da sagt: Mit den Ohren werdet ihr horen und werdet es nicht verstehen, und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht vernehmen. Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren horen libel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht dermaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren horen und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, daß ich ihnen hulfe. Aber selig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie horen. Wahrlich, ich sage euch: Viel Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen, und zu horen, was ihr horet, und haben's nicht gehoret. So horet nun ihr dieses Gleichnis von dem Samann! Wenn jemand das Wort von dem Reich horet und nicht verstehet, so kommt der Arge und reiftet es hin, was da gesaet ist in sein Herz; und der ist's, der am Wege gesaet ist. Der aber auf das Steinige gesaet ist, der ist's, wenn jemand das Wort horet und dasselbige bald aufnimmt mit Freuden. Aber er hat nicht Wurzel in ihm, sondern erist wetterwendisch; wenn sich Trübsal und Verfolgung erhebt um des Worts willen, so argert ersich bald. Der aber unter die Dornen gesaet ist, der ist's, wenn jemand das Wort horet und die Sorge dieser Welt und Betrug des Reichtums erstickt das Wort und bringet nicht Frucht. Der aber in das gute Land gesaet ist, der ist's, wenn jemand das Wort horet und verstehet es und dann auch Frucht bringet; und etlichen tragt hundertfaltig, etlicher aber sechzigfaltig, etlicher dreil Jigfaltig. Er legte ihnen ein ander Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich istgleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker saete. Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und saete Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesaet? Woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, daü wir hingehen und es ausjaten? Er aber sprach: Nein, auf daü ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjatet. Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bundlein, dad man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuern. Ein ander Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich istgleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und saete auf seinen Acker, welches das kleinste ist unter allem Samen; wenn es aber erwachst, so ist es das grblite unter dem Kohl und wird ein Baum, dad die Vogel unter dem Himmel kommen und wohnen unter seinen Zweigen. Ein ander Gleichnis redete er zu ihnen: Das Himmelreich ist einem Sauerteig gleich, den ein Weib nahm und vermengete ihn unter drei Scheffel Mehl, bis dad es gar durchsauert ward. Solches alles redete Jesus durch Gleichnisse zu dem Volk und ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen, auf dad erfullet wurde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen und will aussprechen die Heimlichkeiten von Anfang der Welt. Da lied Jesus das Volk von sich und kam heim. Und seine Junger traten zu ihm und sprachen: Deute uns dieses Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker! Erantwortete und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist's, der da guten Samen saet. Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit. Der Feind, der sie saet, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. Gleichwie man nun das Unkraut ausjatet und mit Feuer verbrennet, so wird's auch am Ende dieser Welt gehen. Des Menschen Sohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Argernisse und die da Unrecht tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zahneklappen. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat zu horen, der hore! Abermal ist gleich das Himmelreich einem verborgenen Schatz im Acker, welchen ein Mensch fand und verbarg ihn und ging hin vor Freuden uber denselbigen und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte. Und da er eine kostliche Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte dieselbige. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist, damit man allerlei Gattung fanget. Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sitzen und lesen die guten in ein Gefali zusammen; aber die faulen werfen sie weg. Also wird es auch am Ende der Welt gehen. Die Engel werden ausgehen und die Bosen von den Gerechten scheiden und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zahneklappen sein. Und Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja, Herr. Da sprach er: Darum, ein jeglicher Schriftgelehrter, zum Himmelreich gelehrt, ist gleich einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervortragt. Und es begab sich da Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er von dannen und kam in sein Vaterland und lehrete sie in ihren Schulen, also auch, dafi sie sich entsetzten und sprachen: Woher kommt diesem solche Weisheit und Taten? Ist er nicht eines Zimmermanns Sohn? Heifit nicht seine Mutter Maria und seine Bruder Jakob und Joses und Simon und Judas? Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm denn das alles? Und argerten sich an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn in seinem Vaterlande und in seinem Hause. Und er tat daselbst nicht viel Zeichen um ihres Unglaubens willen.
Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
In Bosko warten die Lesungen des Tages jeden Morgen auf dich — markiere jede als gelesen, damit du nie den Überblick verlierst, lies sie in einer von 30 Übersetzungen und verweile bei einer kurzen Betrachtung. Die Tageslesungen deiner Tradition — nachverfolgt und immer griffbereit.

