Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

2. Mose 30

Du sollst auch einen Rauchaltar machen zu rauchern, von Fohrenholz, einer Eile lang und breit, gleich viereckig, und zwo Ellen hoch mit seinen Hornern. Und sollst ihn mit feinem Golde uberziehen, sein Dach und seine Wande rings umher und seine Horner. Und sollst einen Kranz von Gold umher machen und zween guldene Ringe unter dem Kranz zu beiden Seiten, daß man Stangen drein tue und ihn damit trage. Die Stangen sollst du auch von Fohrenholz machen und mit Gold uberziehen. Und sollst ihn setzen vor den Vorhang, der vor der Lade des Zeugnisses hanget, und vor dem Gnadenstuhl, der auf dem Zeugnis ist, von dannen ich dir werde zeugen. Und Aaron soil drauf rauchern gut Rauchwerk alle Morgen, wenn erdie Lampen zurichtet. Desselbigengleichen, wenn er die Lampen anzündet zwischen Abends, soil er solch Gerauch auch rauchern. Das soil das tagliche Gerauch sein vor dem HERRN bei euren Nachkommen. Ihr sollt kein fremd Gerauch drauf tun, auch kein Brandopfer noch Speisopfer und kein Trankopfer drauf opfern. Und Aaron soil auf seinen Hornern versohnen einmal im Jahr mit dem Blut des Sundopfers zur Versohnung. Solche Versohnung soli jahrlich einmal geschehen bei euren Nachkommen; denn das ist dem HERRN das Allerheiligste. Und der HERR redete mit Mose und sprach: Wenn du die Haupter der Kinder Israel zahlest, so soil ein jeglicher dem HERRN geben die Versohnung seiner Seele, auf daß ihnen nichteine Plage widerfahre, wenn sie gezahlet werden. Es soli aber ein, jeglicher, der mit in der Zahl ist, einen halben Sekel geben, nach dem Sekel des Heiligtums (ein Sekel gilt zwanzig Gera). Solcher halber Sekel soil das Hebopfer des HERRN sein. Wer in der Zahl ist von zwanzig Jahren und druber, der soil solch Hebopfer dem HERRN geben. Der Reiche soil nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als den halben Sekel, den man dem HERRN zur Hebe gibt fur die Versohnung ihrer Seelen. Und du sollst solch Geld der Versohnung nehmen von den Kindern Israel und an den Gottesdienst der Hütte des Stifts legen, daß es sei den Kindern Israel ein Gedachtnis vor dem HERRN, daß er sich über ihre Seelen versohnen lasse. Und der HERR redete mit Mose und sprach: Du sollst auch ein ehern Handfali machen mit einem ehernen Fufi, zu waschen; und sollst es setzen zwischen der Hütte des Stifts und dem Altar und Wasser drein tun, daß Aaron und seine Sohne ihre Hande und Fulie draus waschen, wenn sie in die Hütte des Stifts gehen Oder zum Altar, daß sie dienen mit Rauchern, einem Feuer des HERRN, auf daß sie nicht sterben. Das soil eine ewige Weise sein ihm und seinem Samen bei ihren Nachkommen. Und der HERR redete mit Mose und sprach:. Nimm zu dir die besten Spezereien, die edelsten Myrrhen, fünfhundert (Sekel), und Zinnamet, die Halfte so viel, zweihundertundfünfzig, und Kalmus, auch zweihundertundfünfzig, und Kassia, fünfhundert, nach dem Sekel des Heiligtums, und Ol vom Olbaum ein Hin, und mache ein heiliges Salbol nach der Apotheker Kunst. Und sollst damit salben die Hütte des Stifts und die Lade des Zeugnisses, den Tisch mit all seinem Gerate, den Leuchter mit seinem Gerate, den Rauchaltar, den Brandopferaltar mit all seinem Gerate und das Handfali mit seinem Fuli. Und sollst sie also weihen, daß sie das Allerheiligste seien; denn wer sie anrühren will, der soil geweihet sein. Aaron und seine Sohne sollst du auch salben und sie mir zu Priestern weihen. Und sollst mit den Kindern Israel reden und sprechen: Dies Ol soil mir eine heilige Salbe sein bei euren Nachkommen. Auf Menschen Leib soil's nicht gegossen werden, sollst auch seinesgleichen nicht machen; denn es ist heilig, darum soil's euch heilig sein. Wer ein solches macht Oder einem andern davon gibt, der soil von seinem Volk ausgerottet werden. Und der HERR sprach zu Mose: Nimm zu dir Spezerei, Balsam, Stakte, Galban und reinen Weihrauch, eines so viel als des andern, und mache Rauchwerk draus, nach Apothekerkunst gemenget, daß es rein und heilig sei. Und sollst es zu Pulver stolien und sollst desselben tun vor das Zeugnis in der Hutte des Stifts, von dannen ich dir zeugen werde. Das soil euch das Allerheiligste sein. Und desgleichen Raucherwerk sollt ihr euch nicht machen, sondern es soli dir heilig sein dem HERRN. Wer ein solches machen wird daß er damit rauchere, der wird ausgerottet deswillen von seinem Volk.

Erste Lesung

Jesaja 9

Das Volk, so im Finstern wandelt, siehet ein groftes Licht, und uber die da wohnen im finstern Lande, scheinet es helle. Du machest der Heiden viel, damit machest du der Freuden nicht viel. Vor dir aber wird man sich freuen, wie man sich freuet in der Ernte, wie man frohlich ist, wenn man Beute austeilet. Denn du hast das Joch ihrer Last und die Rute ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen wie zur Zeit Midians. Denn aller Krieg mit Ungestüm und blutig Kleid wird verbrannt und mit Feuer verzehret werden. Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, welches Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heitit Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-Vater, Friedefurst, auf daß seine Herrschaft graft werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhl Davids und seinem Konigreiche, dati er's zurichte und starke mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth. Der HERR hat ein Wort gesandt in Jakob und ist in Israel gefallen, daß es sollen inne werden alles Volk Ephraim und die Burger zu Samaria, die da sagen in Hochmut und stolzem Sinn: Ziegelsteine sind gefallen, aber wirwollen's mit Werkstücken wieder bauen; man hat Maulbeerbaume abgehauen, sowollen wir Zedern an die Statte setzen. Denn der HERR wird des Rezins Kriegsvolk wider sie erhohen und ihre Feinde zuhauf rotten: die Syrervorne her und die Philister von hinten zu, daß sie Israel fressen mit vollem Maul. In dem allem laftt sein Zorn noch nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt. So kehret sich das Volk auch nicht zu dem, der es schlagt, und fragen nichts nach dem HERRN Zebaoth. Darum wird der HERR abhauen von Israel beide, Kopf und Schwanz, beide, Ast und Stumpf, auf einen Tag. Die alten ehrlichen Leute sind der Kopf; die Propheten aber, so falsch lehren, sind der Schwanz. Denn die Leiter dieses Volks sind Verführer, und die sich leiten lassen, sind verloren. Darum kann sich der HERR uber ihre junge Mannschaft nicht freuen, noch ihrer Waisen und Witwen erbarmen; denn sie sind allzumal Heuchler und Bose, und aller Mund redet Torheit. In dem allem laftt sein Zorn noch nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt. Denn das gottlose Wesen istangezundet wie Feuer und verzehret Dornen und Hecken und brennet wie im dicken Walde und gibt hohen Rauch. Denn im Zorn des HERRN Zebaoth ist das Land verfinstert, daß das Volk ist wie Speise des Feuers; keiner schonet des andern. Rauben sie zur Rechten, so leiden sie Hunger; essen sie zur Linken, so werden sie nicht satt. Ein jeglicher friftt das Fleisch seines Arms: Manasse den Ephraim, Ephraim den Manasse und sie beide miteinander wider Juda. In dem allem laftt sein Zorn nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt.

Epistel

Wisdom 7:7-14

Von diesem Buch gibt es keine gemeinfreie Ausgabe in deiner Sprache, daher wird dieser Abschnitt auf Englisch angezeigt.

For this cause I prayed, and understanding was given me: I called upon God, and there came to me a spirit of wisdom. I preferred her before sceptres and thrones, And riches I esteemed nothing in comparison of her. Neither did I liken to her any priceless gem, Because all the gold of the earth in her presence is a little sand, And silver will be accounted as clay before her. Above health and comeliness I loved her, And I chose to have her rather than light, Because her bright shining is never laid to sleep. But with her there came to me all good things together, And in her hands innumerable riches: And I rejoiced over them all because wisdom leads them; Though I knew not that she was the mother of them. As I learned without guile, I impart without grudging; I do not hide her riches. For she is to men a treasure that fails not, And those who use it obtain friendship with God, Commended to him by the gifts which they through discipline present to him.

Erste Lesung

Apostelgeschichte 5:12-16

Es geschahen aber viel Zeichen und Wunder im Voik durch der Apostel Hande, und waren alle in der Halle Salomos einmutiglich. Derandern aberdurfte sich keiner zu ihnen tun, sondern das Volk hielt groß von ihnen. Es wurden aber je mehr zugetan, die da glaubeten an den Herrn, eine Menge der Manner und der Weiber, also daß sie die Kranken auf die Gassen heraustrugen und legeten sie auf Betten und Bahren, auf daß, wenn Petrus kame, sein Schatten ihrer etliche überschattete. Es kamen auch herzu viele von den umliegenden Stadten gen Jerusalem und brachten die Kranken, und die von unsaubern Geistern gepeiniget waren; und wurden alle gesund.

Erste Lesung

1. Könige 1:28-40

Der Konig David antwortete und sprach: Rufet mir Bathseba! Und sie kam hinein vor den Konig. Und da sie vor dem Konige stund, schwur der Konig und sprach: So wahr der HERR lebt, der meine Seele erloset hat aus aller Not, ich will heute tun, wie ich dir geschworen habe bei dem HERRN, dem Gott Israels, und geredet, daß Saiomo, dein Sohn, soil nach mir Konig sein; und er soil auf meinem Stuhl sitzen fur mich. Da neigte sich Bathseba mit ihrem Antlitz zur Erde und betete den Konig an und sprach: Gluck meinem Herrn Konige David ewiglich! Und der Konig David sprach: Rufet mir den Priester Zadok und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas! Und da sie hineinkamen vor den Konig, sprach der Konig zu ihnen: Nehmet mit euch eures Herrn Knechte und setzet meinen Sohn Saiomo auf mein Maul und führet ihn hinab gen Gihon. Und der Priester Zadok samt dem Propheten Nathan salbe ihn daselbst zum Konige über Israel. Und blaset mit den Posaunen und sprechet: Gluck dem Konige Saiomo! Und ziehet ihm nach herauf und kommt, so soil er sitzen auf meinem Stuhl und Konig sein fur mich; und ich will ihm gebieten, daß er Fürst sei über Israel und Juda. Da antwortete Benaja, der Sohn Jojadas, dem Konige und sprach: Amen, es sage der HERR, der Gott meines Herrn Konigs, auch also! Wie der HERR mit meinem Herrn Konige gewesen ist, so sei er auch mit Saiomo, daß sein Stuhl grader werde denn der Stuhl meines Herrn Konigs David. Da gingen hinab der Priester Zadok und der Prophet Nathan und Benaja, der Sohn Jojodas, und Krethi und Plethi und setzten Saiomo auf das Maul des Konigs David und fuhreten ihn gen Gihon. Und der Priester Zadok nahm das Olhorn aus der Hütte und salbete Saiomo. Und sie bliesen mit der Posaune, und alles Volk sprach: Gluck dem Konige Saiomo! Und alles Volk zog ihm nach herauf, und das Volk pfiff mit Pfeifen und war sehr frohlich, daß die Erde von ihrem Geschrei erscholl.

Morgengebet — Erste Lesung

2. Könige 8

Elisa redete mit dem Weibe, des Sohn er hatte lebendig gemacht, und sprach: Mache dich auf und gehe hin mitdeinem Hause und sei Fremdling, wo du kannst; denn der HERR wird eine Teurung rufen, die wird ins Land kommen sieben Jahre lang. Das Weib machte sich auf und tat, wie der Mann Gottes sagte, und zog hin mit ihrem Hause und war Fremdling in der Philister Lande sieben Jahre. Da aber die sieben Jahre urn waren, kam das Weib wieder aus der Philister Lande; und sie ging aus, den Konig anzuschreien urn ihr Haus und Acker. Der Konig aber redete mit Gehasi, dem Knaben des Mannes Gottes, und sprach: Erzahle mir alle grofien Taten, die Elisa getan hat. Und indem er dem Konig erzahlte, wie er hatte einen Toten lebendig gemacht, siehe, da kam eben dazu das Weib, des Sohn er hatte lebendig gemacht, und schrie den Konig an urn ihr Haus und Acker. Da sprach Gehasi: Mein Herr Konig, dies ist das Weib, und dies ist ihr Sohn, den Elisa hat lebendig gemacht. Und der Konig fragte das Weib; und sie erzahlte es ihm. Da gab ihr der Konig einen Kammerer und sprach: Schaffe ihr wieder alles, das ihr ist; dazu alles Einkommen des Ackers, seit der Zeit sie das Land verlassen hat, bis hieher. Und Elisa kam gen Damaskus. Da lag Benhadad, der Konig zu Syrien, krank; und man sagte es ihm an und sprach: Der Mann Gottes ist herkommen. Da sprach der Konig zu Hasael: Nimm Geschenk mit dir und gehe dem Mann Gottes entgegen; und frage den HERRN durch ihn und sprich, ob ich von dieser Krankheit moge genesen. Hasael ging ihm entgegen und nahm Geschenk mit sich und allerlei Guter zu Damaskus, vierzig Kamelen Last. Und da er kam, trat ervor ihn und sprach:. Dein Sohn Benhadad, der Konig zu Syrien, hat mich zu dir gesandt und lalit dir sagen: Kann ich auch von dieser Krankheit genesen? Elisa sprach zu ihm: Gehe hin und sage ihm: Du wirst genesen; aber der HERR hat mir gezeiget, dafi er des Todes sterben wird. Und der Mann Gottes sah ernst und stellete sich ungebardig und weinete. Da sprach Hasael: Warum weinet mein Herr? Er sprach: Ich weili, was Libels du den Kindern Israel tun wirst. Du wirst ihre festen Stadte mit Feuer verbrennen und ihre junge Mannschaft mit dem Schwert erwürgen und ihre jungen Kinder toten und ihre schwangeren Weiberzerhauen. Hasael sprach: Was ist dein Knecht, der Hund, daß er solch groli Ding tun sollte? Elisa sprach: Der HERR hat mir gezeiget, dafi du Konig zu Syrien sein wirst. Und erging weg von Elisa und kam zu seinem HERRN, der sprach zu ihm: Was sagte dir Elisa? Er sprach: Er sagte mir: Du wirst genesen. Des andern Tages aber nahm erden Kolter und tunkte ihn in Wasser und breitete ihn über sich her; da starb er. Und Hasael ward Konig an seiner Statt. Im funften Jahr Jorams, des Sohns Ahabs, des Konigs Israels, ward Joram, der Sohn Josaphats, Konig in Juda. Zweiunddreilüg Jahre alt war er, da er Konig ward; und regierete acht Jahre zu Jerusalem. Und wandelte auf dem Wege der Konige Israels, wie das Haus Ahabs tat; denn Ahabs Tochter war sein Weib; und ertat, das dem HERRN libel gefiel. Aber der HERR wollte Juda nicht verderben urn seines Knechts David willen; wie er ihm geredet hatte, ihm zu geben eine Leuchte unter seinen Kindern immerdar. Zu seiner Zeit fielen die Edomiter ab von Juda und machten einen Konig uber sich. Denn Joram war durch Zair gezogen und alle Wagen mit ihm; und hatte sich des Nachts aufgemacht und die Edomiter geschlagen, die urn ihn her waren, dazu die Obersten uber die Wagen, daß das Volk floh in seine Hütten. Darum fielen die Edomiter ab von Juda bis auf diesen Tag. Auch fiel zu derselben Zeit ab Libna. Was aber mehr von Joram zu sagen ist, und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Konige Judas. Und Joram entschlief mit seinen Vatern und ward begraben mit seinen Vatern in der Stadt Davids. Und Ahasja sein Sohn, ward Konig an seiner Statt. Im zwolften Jahr Jorams, des Sohns Ahabs, des Konigs Israels, ward Ahasja, der Sohn Jorams, Konig in Juda. Zweiundzwanzig Jahre alt war Ahasja, da er Konig ward, und regierte ein Jahr zu Jerusalem. Seine Mutter hieti Athalja, eine Tochter Amris, des Konigs Israels. Und wandelte auf dem Wege des Hauses Ahabs und tat, das dem HERRN ubel gefiel, wie das Haus Ahabs, denn erwar Schwager im Hause Ahabs. Und er zog mit Joram, dem Sohn Ahabs, in Streit wider Hasael, den Konig zu Syrien, gen Ramoth in Gilead; aber die Syrer schlugen Joram. Da kehrete Joram, der Konig, urn, daß er sich heilen lietie zu Jesreel von den Schlagen, die, ihm die Syrer geschlagen hatten zu Rama, da er mit Hasael, dem Konige zu Syrien, stritt. Und Ahasja, der Sohn Jorams, der Konig Judas, kam hinab, zu besehen Joram, den Sohn Ahabs, zu Jesreel; denn er lag krank.

Morgengebet — Zweite Lesung

Matthäus 11

Und es begab sich, da Jesus solch Gebot zu seinen zwolf Jungern vollendet hatte, ging ervon dannen fürbaft, zu lehren und zu predigen in ihren Stadten. Da aber Johannes im Gefangnis die Werke Christi horete, sandte er seiner Junger zwei. und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soil, Oder sollen wir eines andern warten? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und saget Johannes wieder, was ihr sehet und horet: Die Blinden sehen, und die Lahmen gehen; die Aussatzigen werden rein, und die Tauben horen; die Toten stehen auf, und den Armen wird das Evangelium geprediget; und selig ist, der sich nicht an mir argert. Da die hingingen, fing Jesus an zu reden zu dem Volk von Johannes: Was seid ihr hinausgegangen in die Wuste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her webt? Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen Kleidern sehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in der Konige Hausern. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch, der auch mehr ist denn ein Prophet. Denn dieser ist's, von dem geschrieben stehet: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soil. Wahrlich, ich sage euch, unter alien, die von Weibern geboren sind, ist nicht aufkommen, der grower sei denn Johannes der Taufer; der aber der Kleinste ist im Himmelreich, ist grower denn er. Aber von den Tagen Johannes des Taufers bis hieher leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalt tun, die reiften es zu sich. Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissaget bis auf Johannes. Und (so ihr'swolltannehmen) er ist Elias, der da soil zukunftig sein. Wer Ohren hatzu horen, derhore! Wem soil ich aber dies Geschlecht vergleichen? Es ist den Kindlein gleich, die an dem Markt sitzen und rufen gegen ihre Gesellen und sprechen: Wir haben euch gepfiffen, und ihr wolltet nicht tanzen; wir haben euch geklaget, und ihr wolltet nicht weinen. Johannes ist kommen, aft nicht und trank nicht; so sagen sie: Er hat den Teufel. Des: Menschen Sohn ist kommen, issetund trinket; so sagen sie: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und ein Weinsaufer, der Zollner und der Sunder Geselle! Und die Weisheit muft sich rechtfertigen lassen von ihren Kindern. Da fing er an die Stadte zu schelten, in weichen am meisten seiner Taten geschehen waren, und hatten sich doch nicht gebessert: Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Waren solche Taten zu Tyrus und Sidon geschehen, wie bei euch geschehen sind, sie hatten vorzeiten im Sack und in der Asche Bufte getan. Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Sidon ertraglicher ergehen am Jungsten Gerichte denn euch. Und du, Kapernaum, die du bist erhoben bis an den Himmel, du wirst bis in die Holle hinuntergestoften werden. Denn so zu Sodom die Taten geschehen waren, die bei dir geschehen sind, sie stunde noch heutigestages. Doch ich sage euch: Es wird der Sodomer Land ertraglicher ergehen am Jungsten Gerichte denn dir. Zu derselbigen Zeit antwortete Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater und Herr Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmundigen offenbaret. Ja, Vater, denn es ist also wohlgefallig gewesen vor dir. Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater denn nur der Sohn, und wem es der Sohn will offenbaren. Kommet her zu mir, alle, die ihr muhselig und beladen seid, ich will euch erquicken! Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmutig und von Herzen demutig; so werdet ihr Ruhe finden fur eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Antwortpsalm

Psalmen 62

Ein Psalm Davids fur Jeduthun, vorzusingen. Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. Denn er ist mein Hort, meine Hilfe, mein Schutz, daß mich kein Fall sturzen wird, wie graft er ist. Wie lange stellet ihr alle einem nach, daß ihr ihn erwurget, als eine hangende Wand und zerrissene Mauer? Sie denken nur, wie sie ihn dampfen, fleiftigen sich der Luge, geben gute Worte, aber im Herzen fluchen sie. Sela. Aber meine Seele harret nur auf Gott; denn er ist meine Hoffnung. Er ist mein Hort, meine Hilfe und mein Schutz, daß ich nicht fallen werde. Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre, der Fels meiner Starke; meine Zuversicht ist auf Gott. Hoffet auf ihn allezeit, lieben Leute, schuttet euer Herz vor ihm aus! Gott ist unsere Zuversicht. Sela. Aber Menschen sind doch ja nichts, grofte Leute fehlen auch; sie wagen weniger denn nichts, soviel ihrer ist. Verlasset euch nicht auf Unrecht und Frevel; haltet euch nicht zu solchem, das nichts ist. Fallt euch Reichtum zu, so hanget das Herz nicht dran. Gott hat ein Wort geredet, das habe ich etlichemal gehoret, daß Gott allein machtig ist. Und du, HERR, bistgnadig und bezahlest einem jeglichen, wie er's verdienet.

Antwortpsalm

Psalmen 108

Ein Psalmlied Davids. Gott, es ist mein rechter Ernst; ich will singen und dichten, meine Ehre auch. Wohlauf, Psalter und Harfen! Ich will früh auf sein. Ich will dir danken, HERR, unter den Vblkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. Denn deine Gnade reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen. Erhebe dich, Gott, uber den Himmel und deine Ehre uber alle Lande, auf daß deine lieben Freunde erlediget werden. Hilf mit deiner Rechten und erhore mich! Gott redet in seinem Heiligtum; des bin ich froh und will Sichem teilen und das Tal Suchoth abmessen. Gilead ist mein, Manasse ist auch mein und Ephraim ist die Macht meines Haupts, Juda ist mein Fürst, Moab ist mein Waschtopfen; ich will meinen Schuh uber Edom strecken; fiber die Philister will ich jauchzen. Wer will mich fuhren in eine feste Stadt? Wer wird mich leiten nach Edom? Wirst du es nicht tun, Gott, der du uns verstoftest und zeuchst nicht aus, Gott, mit unserm Heer? Schaffe uns Beistand in der Not, denn Menschenhilfe ist kein nutze. Mit Gott wollen wir Taten tun. Erwird unsere Feinde untertreten.

Antwortpsalm

Psalmen 133

Ein Lied Davids im hohern Chor. Siehe, wie fein und lieblich ist's, daß Brüder eintrachtig beieinanderwohnen! Wie der kostliche Balsam ist, dervom Haupt Aarons herabfleuüt in seinen ganzen Bart, der herabfleufit in sein Kleid, wie der Tau, der von Hermon herabfallt auf die Berge Zion. Denn daselbst verheilit der HERR Segen und Leben immerund ewiglich.

Antwortpsalm

Psalmen 131

Ein Lied Davids im hohern Chor. HERR, mein Herz ist nicht hoffartig, und meine Augen sind nicht stolz, und wandle nicht in graven Dingen, die mir zu hoch sind. Wenn ich meine Seele nicht setzte und stillete, so ward meine Seele entwohnet, wie einer von seiner Mutter entwohnet wird. Israel hoffe auf den HERRN von nun an bis in Ewigkeit!

Evangelium

Matthäus 5:13-19

Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soil man salzen? Es ist zu nichts hinfort nutze, denn daß man es hinausschutte und lasse es die Leute zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Es mag die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter, so leuchtet es denen alien, die im Hause sind. Also lasset euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Ihr sollt nicht wahnen, daß ich kommen bin, das Gesetz Oder die Propheten aufzulosen. Ich bin nicht kommen aufzulosen, sondern zu erfullen. Denn ich sage euch: Wahrlich, bis daß Himmel und Erde vergehe, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe. Wer nun eins von diesen kleinsten Geboten aufloset und lehret die Leute also, der wird der Kleinste heilien im Himmelreich; wer es aber tut und lehret, der wird groli heilien im Himmelreich.

Zweite Lesung

Offenbarung 12

Und es erschien ein grod Zeichen im Himmel: ein Weib, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füden und auf ihrem Haupt eine Krone von zwolf Sternen. Und sie war schwanger und schrie und war in Kindesnoten und hatte grade Qual zurßeburt. Und es erschien ein ander Zeichen im Himmel; und siehe, ein grader, rater Drache, der hatte sieben Haupter und zehn Horner und auf seinen Hauptern sieben Kronen. Und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne und warf sie auf die Erde. Und der Drache trat vor das Weib, die gebaren sollte, auf dad, wenn sie geboren hatte, er ihr Kind trade. Und sie gebar einen Sohn, ein Knablein, der alle Heiden sollte weiden mit der eisernen Rute; und ihr Kind ward entrückt zu Gott und seinem Stuhl. Und das Weib entfloh in die Wuste, da sie hatte einen Ort bereit von Gott, dad sie daselbst ernahret würde tausend zweihundertundsechzig Tage. Und es erhub sich ein Strait im Himmel: Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen. Und der Drache stritt und seine Engel und siegeten nicht; auch ward ihre Statte nicht mehrfunden im Himmel. Und es ward ausgeworfen der grade Drache, die alte Schlange, die da heidt der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführet; und ward geworfen auf die Erde; und seine Engel wurden auch dahin geworfen. Und ich horete eine grade Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich und die Macht unsers Gottes, seines Christus worden, weil der Verklager unserer Bruder verworfen ist, der sie verklaget Tag und Nacht vor Gott. Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses; und haben ihr Leben nicht geliebet bis an den Tod. Darum freuet euch, ihr Himmel, und die darinnen wohnen! Wehe denen, die auf Erden wohnen und auf dem Meer; denn der Teufel kommt zu euch hinab und hat einen grolien Zorn und weili, daß er wenig Zeit hat. Und da der Drache sah, daß er verworfen war auf die Erde, verfolgete er das Weib, die das Knablein geboren hatte. Und es wurden dem Weibe zween Flugel gegeben wie eines grolien Adlers, daß sie in die Wuste floge an ihren Ort, da sie ernahret würde eine Zeit und zwo Zeiten und eine halbe Zeit vor dem Angesichte der Schlange. Und die Schlange scholi nach dem Weibe aus ihrem Munde ein Wasser wie ein Strom, daß er sie ersaufete. Aber die Erde half dem Weibe und tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Munde scholi. Und der Drache ward zomig über das Weib und ging hin, zu straiten mit den übrigen von ihrem Samen, die da Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu Christi.

Zweite Lesung

Apostelgeschichte 13

Es waren aber zu Antiochien in der Gemeinde Propheten und Lehrer, namlich Barnabas und Simon, genannt Niger, und Lucius von Kyrene und Manahen, mit Herodes dem Vierfursten erzogen, und Saulus. Da sie aber dem Herrn dieneten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert miraus Barnabas und Saulus zu dem Werk, dazu ich sie berufen habe. Da fasteten sie und beteten und legten die Hande auf sie und lielien sie gehen. Und wie sie ausgesandt waren vom Heiligen Geist, kamen sie gen Seleucia, und von dannen schifften sie gen Zypern. Und da sie in die Stadt Salamis kamen, verkundigten sie das Wort Gottes in der Juden Schulen; sie hatten aber auch Johannes zum Diener. Und da sie die Insel durchzogen bis zu der Stadt Paphos, fanden sie einen Zauberer und falschen Propheten, einen Juden, der hieli Bar - Jehu. Der war bei Sergius Paulus dem Landvogt, einem verstandigen Mann. Derselbige rief zu sich Barnabas und Saulus und begehrete, das Wort Gottes zu horen. Da stund ihnen wider der Zauberer Elymas (denn also wird sein Name gedeutet) und trachtete, daß er den Landvogt vom Glauben wendete. Saulus aber, der auch Paulus heilit, voll Heiligen Geistes, sah ihn an und sprach: O du Kind des Teufels, voll aller List und aller Schalkheit und Feind aller Gerechtigkeit! Du horest nicht auf, abzuwenden die rechten Wege des Herrn. Und nun siehe, die Hand des Herrn kommt uber dich, und sollst blind sein und die Sonne eine Zeitlang nicht sehen. Und von Stund' an fiel auf ihn Dunkelheit und Finsternis; und ging umher und suchte Handleiter. Als der Landvogt die Geschichte sah, glaubte er und verwunderte sich der Lehre des Herrn. Da aber Paulus, und die urn ihn waren, von Paphos schifften, kamen sie gen Perge im Lande Pamphylien. Johannes aberwich von ihnen und zog wieder gen Jerusalem. Sie aberzogen durch von Perge und kamen gen Antiochien im Lande Pisidien und gingen in die Schule am Sabbattage und setzten sich. Nach der Lektion aber des Gesetzes und der Propheten sandten die Obersten der Schule zu ihnen und lielien ihnen sagen: Liebe Bruder, wollt ihr etwas reden und das Volk ermahnen, so saget an. Da stund Paulus auf und winkete mit der Hand und sprach: Ihr Manner von Israel, und die ihr Gott furchtet, horet zu! Der Gott dieses Volks hat erwahlet unsere Vater und erhohet das Volk, da sie Fremdlinge waren im Lande Agypten, und mit einem hohen Arm fuhrete er sie aus demselbigen. Und vierzig Jahre lang duldete er ihre Weise in der Wüste. Und vertilgete sieben Volker in dem Lande Kanaan und teilete unter sie nach dem Los jener Lande. Danach gab er ihnen Richter vierhundertundfünfzig Jahre lang, bis auf den Propheten Samuel. Und von da an baten sie um einen Konig. Und Gott gab ihnen Saul, den Sohn des Kis, einen Mann aus dem Geschlechte Benjamin, vierzig Jahre lang. Und da er denselbigen wegtat, richtete er auf uber sie David zum Konige, von welchem er zeugete: Ich habe funden David, den Sohn Jesses, einen Mann nach meinem Herzen, der soil tun alien meinen Willen. Aus dieses Samen hat Gott, wie er verheiften hat, gezeugt Jesum dem Volk Israel zum Heiland, als denn Johannes zuvor dem Volk Israel predigte die Taufe der Bufte, ehe denn er anfing. Als aber Johannes seinen Lauf erfüllete, sprach er: Ich bin nicht der, dafür ihr mich haltet; aber siehe, er kommt nach mir, des ich nicht wert bin, daß ich ihm die Schuhe seiner Fufie auflose. Ihr Manner, Hebe Brüder, ihr Kinder des Geschlechtes Abraham, und die unter euch Gott fürchten, euch ist das Wort dieses Heils gesandt. Denn die zu Jerusalem wohnen, und ihre Obersten, dieweil sie diesen nicht kenneten noch die Stimme der Propheten (welche auf alle Sabbate gelesen werden), haben sie dieselben mit ihrem Urteilen erfullet. Und wiewohl sie keine Ursache des Todes an ihm fanden, baten sie doch Pilatus ihn zu toten. Und als sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben ist, nahmen sie ihn von dem Holz und legten ihn in ein Grab. Aber Gott hat ihn auferweckt von den Toten. Und er ist erschienen viele Tage denen, die mit ihm hinauf von Galilaa gen Jerusalem gegangen waren, welche sind seine Zeugen an das Volk. Und wirauch verkundigen euch die Verheifiung, die zu unsern Vatern geschehen ist, daß dieselbige Gott uns, ihren Kindern, erfullet hat in dem, daß er Jesum auferwecket hat, wie denn im andern Psalm geschrieben stehet: Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeuget. Daft er ihn aber hat von den Toten auferweckt, daß er fort nicht mehr soil verwesen, spricht er also: Ich will euch die Gnade, David verheiften, treulich halten. Darum spricht er auch am andern Ort: Du wirst es nicht zugeben, daß dein Heiliger die Verwesung sehe. Denn David, da erzu seiner Zeit gedienet hatte dem Willen Gottes, ist er entschlafen und zu seinen Vatern getan und hat die Verwesung gesehen. Den aber Gott auferweckt hat, der hat die Verwesung nicht gesehen. So sei es nun euch kund, liebe Brüder, daß euch verkundiget wird Vergebung der Sünden durch diesen und von dem allem, durch welches ihr nicht konntet im Gesetz Mose's gerecht werden. Wer aber an diesen glaubet, der ist gerecht. Sehet nun zu, daß nicht über euch komme, was in den Propheten gesagt ist: Sehet, ihr Verachter, und verwundert euch und werdet zunichte; denn ich tue ein Werk zu euren Zeiten, welches ihr nicht glauben werdet, so es euch jemand erzahlen wird. Da aber die Juden aus der Schule gingen, baten die Heiden, daß sie zwischen Sabbats ihnen die Worte sagten. Und als die Gemeinde der Schule voneinander ging, folgeten Paulus und Barnabas nach viel Juden und gottesfurchtige Judengenossen. Sie aber sagten ihnen und vermahneten sie, daß sie bleiben sollten in der Gnade Gottes. Am folgenden Sabbat aber kam zusammen fast die ganze Stadt, das Wort Gottes zu horen. Da aber die Juden das Volk sahen wurden sie voll Neides und widersprachen dem, was von Paulus gesagt ward, widersprachen und lasterten. Paulus aber und Barnabas sprachen frei offentlich: Euch muftte zuerst das Wort Gottes gesagt werden; nun ihr es aber von euch stoftet und achtet euch selbst nicht wert des ewigen Lebens, siehe, so wenden wir uns zu den Heiden. Denn also hat uns der Herr geboten: Ich habe dich den Heiden zum Licht gesetzt, daß du das Heil seiest bis an das Ende der Erde. Da es aber die Heiden horeten, wurden sie froh und preiseten das Wort des Herm, und wurden glaubig, wieviel ihrer zum ewigen Leben verordnet waren. Und das Wort des Herm ward ausgebreitet durch die ganze Gegend. Aber die Juden bewegten die andachtigen und ehrbaren Weiber und der Stadt Obersten und erweckten eine Verfolgung über Paulus und Barnabas und stieften sie zu ihren Grenzen hinaus. Sie aber schüttelten den Staub von ihren Füften über sie und kamen gen Ikonien. Die Jünger aber wurden voll Freuden und Heiligen Geistes.

Zweite Lesung

2. Petrus 3:1-10

Dies ist die andere Epistel, die ich euch schreibe, ihr Lieben, in welcher ich erwecke und erinnere euren lautem Sinn, daß ihr gedenket an die Worte, die euch zuvor gesagt sind von den heiligen Propheten, und an unser Gebot, die wir sind Apostel des Herrn und Heilandes. Und wisset das aufs erste, daß in den letzten Tagen kommen werden Spotter, die nach ihren eigenen Lusten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Zukunft? Denn nachdem die Vater entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Kreatur gewesen ist. Aber mutwillens wollen sie nicht wissen, daß der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde aus Wasser und im Wasser bestanden durch Gottes Wort. Dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieselbigen mit der Sintflut verderbet. Also auch der Himmel jetzt und die Erde werden durch sein Wort gesparet, daß sie zum Feuer behalten werden am Tage des Gerichts und Verdammnis der gottlosen Menschen. Eines aber sei euch unverhalten, ihr Lieben, daß ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche fur einen Verzug achten, sondern er hat Geduld mit uns und will nicht, daß jemand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße kehre. Es wird aber des Herrn Tag kommen als ein Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen, die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die drinnen sind, werden verbrennen.

Abendgebet — Erste Lesung

2. Könige 9

Elisa aber, der Prophet, rief der Propheten Kinder einem und sprach zu ihm: Gürte deine Lenden und nimm diesen Olkrug mit dir und gehe hin gen Ramoth in Gilead. Und wenn du dahin kommst, wirst du daselbst sehen Jehu, den Sohn Josaphats, des Sohns Nimsis. Und gehe hinein und heifi ihn aufstehen unter seinen Brudern und führe ihn in die innerste Kammer. Und nimm den Olkrug und schütte es auf sein Haupt und sprich: So sagt der HERR: Ich habe dich zum Konige über Israel gesalbet. Und sollst die Tur auftun und fliehen und nicht verziehen. Und der Jüngling des Propheten, der Knabe, ging hin gen Ramoth in Gilead. Und da er hineinkam, siehe, da salien die Hauptleute des Heers. Und er sprach: Ich habe dir, Hauptmann, was zu sagen. Jehu sprach: Welchem unter uns alien? Er sprach: Dir, Hauptmann. Da stund er auf und ging hinein. Er aber schuttete das 01 auf sein Haupt und sprach zu ihm: So sagt der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich zum Konige gesalbet über des HERRN Volk Israel. Und du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, schlagen, daß ich das Blut der Propheten, meiner Knechte, und das Blut aller Knechte des HERRN rache von der Hand Isebels, daß das ganze Haus Ahabs umkomme. Und ich will von Ahab ausrotten den, der an die Wand pisset, und den Verschlossenen und Verlassenen in Israel. Und will das Haus Ahabs machen wie das Haus Jerobeams, des Sohns Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohns Ahias. Und die Hunde sollen Isebel fressen auf dem Acker zu Jesreel, und soli sie niemand begraben. Und ertat die Tür auf und floh. Und da Jehu herausging zu den Knechten seines Herrn, sprach man zu ihm: Stehet es wohl? Warum ist dieser Rasende zu dir kommen? Er sprach zu ihnen: Ihr kennet doch den Mann wohl, und was er sagt. Sie sprachen: Das ist nicht wahr; sage es uns aber an. Er sprach: So und so hat er mit mir geredet und gesagt: So spricht der HERR: Ich habe dich zum Konige über Israel gesalbet. Da eileten sie, und nahm ein jeglicher sein Kleid und legte es unter ihn auf die hohen Stufen, und bliesen mit der Posaune und sprachen: Jehu ist Konig worden! Also machte Jehu, der Sohn Josaphats, des Sohns Nimsis, einen Bund wider Joram. Joram aber lag vor Ramoth in Gilead mit dem ganzen Israel wider Hasael, den Konig zu Syrien. Joram aber, der Konig, war wiederkommen, dafi er sich heilen liefie zu Jesreel von den Schlagen, die ihm die Syrer geschlagen hatten, da er stritt mit Hasael dem Konige zu Syrien. Und Jehu sprach: Ist's euer Gernüt, so soil niemand entrinnen aus der Stadt, daß er hingehe und ansage zu Jesreel. Und er lieti sich führen und zog gen Jesreel, denn Joram lag daselbst; so war Ahasja, der Konig Judas, hinabgezogen, Joram zu besehen. Der Wachter aber, der auf dem Turm zu Jesreel stund, sah den Haufen Jehus kommen und sprach: Ich sehe einen Haufen. Da sprach Joram: Nimm einen Reiter und sende ihnen entgegen und sprich: Ist's Friede? Und der Reiter ritt hin ihm entgegen und sprach: So sagt der Konig: Ist's Friede? Jehu sprach: Was gehet dich der Friede an? Wende dich hinter mich! Der Wachter verkundigte und sprach: Der Bote ist zu ihnen kommen und kommt nichtwieder. Da sandte er einen andern Reiter. Da der zu ihm kam, sprach er: So sprichtder Konig: Ist's Friede? Jehu sprach: Was gehet dich der Friede an? Wende dich hinter mich! Das verkundigte der Wachter und sprach: Er ist zu ihnen kommen und kommt nichtwieder. Und es ist ein Treiben, wie das Treiben Jehus, des Sohns Nimsis; denn er treibt, wie er unsinnig ware. Da sprach Joram: Spannet an! Und man spannete seinen Wagen an; und sie zogen aus, Joram, der Konig Israels, und Ahasja, der Konig Judas, ein jeglicher auf seinem Wagen, daß sie Jehu entgegenkamen; und sie trafen ihn an auf dem Acker Naboths, des Jesreeliten. Und da Joram Jehu sah, sprach er: Jehu, ist's Friede? Er aber sprach: Was Friede? Deiner Mutter Isebel Hurerei und Zauberei wird immer großer. Da wandte Joram seine Hand und floh und sprach zu Ahasja: Es ist Verraterei, Ahasja! Aber Jehu fassete den Bogen und schoß Joram zwischen die Arme, daß der Pfeil durch sein Herz ausfuhr; und fiel in seinen Wagen. Und er sprach zum Ritter Bidekar: Nimm und wirf ihn aufs Stuck Acker Naboths, des Jesreeliten. Denn ich gedenke, daß du mit mir auf einem Wagen seinem Vater Ahab nachfuhrest, daß der HERR solche Last uber ihn hub. Was gilt's, sprach der HERR, ich will dir das Blut Naboths und seiner Kinder, das ich gestern sah, vergelten auf diesem Acker. So nimm nun und wirf ihn auf den Acker nach dem Wort des HERRN. Da das Ahasja, der Konig Judas, sah, floh er des Weges zum Hause des Gartens. Jehu aber jagte ihm nach und hieß ihn auch schlagen auf dem Wagen gen Gur hinan, die bei Jeblaam liegt. Und erfloh gen Megiddo und starb daselbst. Und seine Knechte ließen ihn führen gen Jerusalem und begruben ihn in seinem Grabe mit seinen Vatern in der Stadt Davids. Ahasja aber regierete fiber Juda im elften Jahr Jorams, des Sohns Ahabs. Und da Jehu gen Jesreel kam, und Isebel das erfuhr, schminkte sie ihr Angesicht und schmückte ihr Haupt und guckte zum Fenster aus. Und da Jehu unter das Tor kam, sprach sie: Ist's Simri wohl gegangen, der seinen Herrn erwürgete? Und er hub sein Angesicht auf zum Fenster und sprach: Wer ist bei mir hie? Da wandten sich zween oderdrei Kammererzu ihm. Er sprach: Sturzet sie herab! Und sie stürzten sie herab, daß die Wand und die Rosse mit ihrem Blut besprenget wurden; und sie ward zertreten. Und da er hineinkam und gegessen und getrunken hatte, sprach er: Besehet doch die Verfluchte und begrabet sie; denn sie ist eines Konigs Tochter. Da sie aber hingingen, sie zu begraben, fanden sie nichts von ihr denn den Schadel und Fuße und ihre flachen Hande. Und kamen wieder und sagten's ihm an. Eraber sprach: Es ist's, das der HERR geredet hat durch seinen Knecht Elia, den Thisbiten, und gesagt: Auf dem Acker Jesreels sollen die Hunde der Isebel Fleisch fressen. Also war das Aas Isebels wie Kot auf dem Felde im Acker Jesreels, daß man nicht sagen konnte: Das ist Isebel.

Zweite Lesung

Hebräer 2:1-9

Darum sollen wir desto mehr wahrnehmen des Worts, das wir horen, daß wir nicht dahinfahren. Denn so das Wort test worden ist, das durch die Engel geredet ist, und eine jegliche Ubertretung und Ungehorsam hat empfangen seinen rechten Lohn: wie wollen wir entfliehen, so wir eine solche Seligkeit nicht achten? welche, nachdem sie erstlich geprediget ist durch den Herrn, ist sie auf uns kommen durch die, so es gehoret haben. Und Gott hat ihr Zeugnis gegeben mit Zeichen, Wundern und mancherlei Kraften und mit Austeilung des Heiligen Geistes nach seinem Willen. Denn er hat nicht den Engeln untertan die zukunftige Welt, davon wir reden. Es bezeuget aber einer an einem Ort und spricht: Was ist der Mensch, daß du sein gedenkest, und des Menschen Sohn, daß du ihn heimsuchest? Du hast ihn eine kleine Zeit der Engel mangeln lassen; mit Preis und Ehren hast du ihn gekronet und hast ihn gesetzt uber die Werke deiner Hande; alles hast du untertan zu seinen Fulien. In dem, daß er ihm alles hat untertan, hat er nichts gelassen, das ihm nicht untertan sei; jetzt aber sehen wir noch nicht, daß ihm alles untertan sei. Den aber, der eine kleine Zeit der Engel gemangelt hat, sehen wir, daß es Jesus ist, durch Leiden des Todes gekronet mit Preis und Ehren, auf daß er von Gottes Gnaden fur alle den Tod schmeckete.

Evangelium

Matthäus 22

Und Jesus antwortete und redete abermal durch Gleichnisse zu ihnen und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Konige, der seinem Sohne Hochzeit machte. Und sandte seine Knechte aus, daß sie die Gaste zur Hochzeit riefen; und sie wollten nicht kommen. Abermal sandte er andere Knechte aus und sprach: Saget den Gasten: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet und alles bereit; kommet zur Hochzeit! Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner Hantierung. Etliche aber griffen seine Knechte, hohneten und toteten sie. Da das der Konig horete, ward erzornig und schickte seine Heere aus und brachte diese Morder urn und zundete ihre Stadt an. Da sprach erzu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Gaste waren es nicht wert. Darum gehet hin auf die Straiten und ladet zur Hochzeit, wen ihrfindet. Und die Knechte gingen aus auf die Straiten und brachten zusammen, wen sie fanden, Bose und Gute. Und die Tische wurden alle voll. Da ging der Konig hinein, die Gaste zu besehen, und sah allda einen Menschen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an, und sprach zu ihm: Freund, wie bistdu hereinkommen und hast doch kein hochzeitlich Kleid an? Er aber verstummte. Da sprach der Konig zu seinen Dienern: Bindet ihm Hande und Fülte und werfet ihn in die auiterste Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zahneklappen; denn viele sind berufen, aberwenige sind auserwahlet. Da gingen die Pharisaer hin und hielten einen Rat, wie sie ihn fingen in seiner Rede. Und sandten zu ihm ihre Jünger samt des Herodes Dienern und sprachen: Meister, wirwissen, daß du wahrhaftig bist und lehrest den Weg Gottes recht und fragest nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen. Darum sage uns, was dunket dich? Ist's recht, daß man dem Kaiser Zins gebe, Oder nicht? Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versuchet ihr mich? Weisetmirdie Zinsmunze! Und sie reichten ihm einen Groschen dar. Und er sprach zu ihnen: Wes ist das Bild und die Uberschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Da sie das horeten, verwunderten sie sich und lielien ihn und gingen davon. An demselbigen Tage traten zu ihm die Sadduzaer, die da halten, es sei kein Auferstehen, und fragten ihn und sprachen: Meister, Mose hat gesagt: So einer stirbt und hat nicht Kinder, so soli sein Bruder sein Weib freien und seinem Bruder Samen erwecken. Nun sind bei uns gewesen sieben Bruder. Der erste freiete und starb, und dieweil er nicht Samen hatte, lieli er sein Weib seinem Bruder. Desselbengleichen der andere und derdritte bis an den siebenten. Zuletzt nach alien starb auch das Weib. Nun in der Auferstehung, wessen Weib wird sie sein unter den sieben? Sie haben sie ja alle gehabt. Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irret und wisset die Schrift nicht noch die Kraft Gottes. In der Auferstehung werden sie weder freien noch sich freien lassen, sondern sie sind gleich wie die Engel Gottes im Himmel. Habt ihr aber nicht gelesen von der Toten Auferstehung, das euch gesagt ist von Gott, da er spricht: Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen. Und da solches das Volk horete, entsetzten sie sich fiber seine Lehre. Da aber die Pharisaer hdreten, dais er den Sadduzaern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach: Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz? Jesus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gernüt. Dies ist das vornehmste und grolite Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nachsten lieben wie dich selbst. In diesen zweien Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten. Da nun die Pharisaer beieinander waren, fragte sie Jesus und sprach: Wie dunket euch urn Christus? Wes Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen Herrn, da er sagt: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fufie. So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen.

Evangelium

Johannes 4:25-38

Spricht das Weib zu ihm: Ich weili, daü der Messias kommt, der da Christus heilit. Wenn derselbige kommen wird, so wird er's uns alles verkundigen. Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet. Und fiber dem kamen seine Junger, und es nahm sie wunder, dafi er mit dem Weibe redete? Doch sprach niemand: Was fragest du? Oder: Was redest du mit ihr? Da lieli, das Weib ihren Krug stehen und ging hin in die Stadt und spricht zu den Leuten: Kommet, sehet einen Menschen, der mir gesagt hat ailes, was ich getan habe, ob er nicht Christus sei. Da gingen sie aus der Stadt und kamen zu ihm. Indes aber ermahneten ihn die Junger und sprachen: Rabbi, ili! Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, davon wisset ihr nicht. Da sprachen die Junger untereinander: Hat ihm jemand zu essen gebracht? Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, daß ich tue den Willen des, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk. Saget ihr nicht selber: Es sind noch vier Monden, so kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: Hebet eure Augen auf und sehet in das Feld; denn es ist schon weili zur Ernte; und wer da schneidet, der empfanget Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, auf daß sich miteinander freuen, der da saet und der da schneidet. Denn hier ist der Spruch wahr: Dieser saet, der andere schneidet. Ich habe euch gesandt zu schneiden, das ihr nicht habt gearbeitet; andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit kommen.

Abendgebet — Zweite Lesung

Römer 12

Ich ermahne euch, liebe Bruder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefallig sei, welches sei euer vernunftiger Gottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verandert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prufen moget, welches da sei der gute, der wohlgefallige und der vollkommene Gotteswille. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedermann unter euch, daß niemand weiter von sich halte, denn sich's gebuhrt zu halten, sondern daß von sich maßiglich halte, ein jeglicher nachdem Gott ausgeteilet hat das Maß des Glaubens. Denn gleicherweise, als wir in einem Leibe viel Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerlei Geschaft haben, also sind wir viele ein Leib in Christo; aber untereinander ist einer des andern Glied. Und haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist.Hat jemand Weissagung, so sei sie dem Glauben ahnlich. Hat jemand ein Amt so warte er des Amts. Lehret jemand, so warte er der Lehre. Ermahnet jemand, so warte er des Ermahnens. Gibt jemand, so gebe er einfaltiglich. Regieret jemand, so sei er sorgfaltig. Ubet jemand Barmherzigkeit, so tu er's mit Lust. Die Liebe sei nicht falsch. Hasset das Arge, hanget dem Guten an. Die bruderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht trage, was ihr tun sollt. Seid brunstig im Geiste. Schicket euch in die Zeit. Seid frohlich in Hoffnung; geduldig in Trubsal, haltet an am Gebet. Nehmet euch der Heiligen Notdurft an. Herberget gerne. Segnet, die euch verfolgen; segnet, und fluchet nicht. Freuet euch mit den Frohlichen und weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen. Haltet euch nicht selbst fur klug. Vergeltet niemand Boses mit Bosem. Fleißiget euch der Ehrbarkeit gegen jedermann. 1st es mbglich, soviel an euch ist, so habt mit alien Menschen Frieden. Racheteuch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn; denn es stehet geschrieben: Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr. So nun deinen Feind hungert, so speise ihn; durstet ihn, so tranke ihn. Wenn du das tust, so wirst dufeurige Kohlen aufsein Hauptsammeln. Laß dich nicht das Bose uberwinden, sondern uberwinde das Bose mit Gutem.

Evangelium

Matthäus 23

Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jungern und sprach: Auf Moses Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Pharisaer. Alles nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollet, das haltet und tut's; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun. Sie sagen's wohl und tun's nicht. Sie binden aber schwere und unertragliche Burden und legen sie den Menschen auf den Hals; aber sie wollen dieselben nicht mit einem Finger regen. Alle ihre Werke aber tun sie, dafi sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Denkzettel breit und die Saume an ihren Kleidern grofi. Sie sitzen gem obenan uber Tisch und in den Schulen und haben's gerne, daß sie gegrufiet werden auf dem Markt und von den Menschen Rabbi genannt werden. Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer, ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder. Und sollet niemand Vater heüien auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. und ihr sollt euch nicht lassen Meister nennen; denn einer ist euer Meister, Christus. Der Grdßte unter euch soil euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhohet, der wird erniedriget, und wer sich selbst erniedriget, der wird erhdhet. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschlieftt vor den Menschen! Ihr kommet nicht hinein, und die hinein wolien, lasset ihr nicht hineingehen. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr der Witwen Hauser fresset und wendet lange Gebete vor! Darum werdet ihr desto mehr Verdammnis empfahen. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr Land und Wasser umziehet, dafi ihr einen Judengenossen machet! Und wenn er's worden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Holle, zwiefaltig mehr, denn ihr seid. Wehe euch, verblendete Leiter, die ihr saget: Wer da schworet bei dem Tempel, das ist nichts; wer aber schworet bei dem Golde am Tempel, der ist schuldig. Ihr Narren und Blinden, was ist grofier, das Gold Oder der Tempel, der das Gold heiliget? Wer da schworet bei dem Altar; das ist nichts; wer aber schworet bei dem Opfer, das droben ist, der ist schuldig. Ihr Narren und Blinden, was ist grofier, das Opfer Oder der Altar, der das Opfer heiliget? Darum, wer da schworet bei dem Altar, der schworet bei demselben und bei allem, was droben ist. Und wer da schworet bei dem Tempel, der schworet bei demselbigen und bei dem, derdrinnen wohnet. Und wer da schworet bei dem Himmel, der schworet bei dem Stuhl Gottes und bei dem, der darauf sitzt. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr verzehntet die Minze, Till und Kümmel und lasset dahinten das Schwerste im Gesetz, namlich das Gericht, die Barmherzigkeit und den Glauben. Dies sollte man tun und jenes nicht lassen. Ihr verblendete Leiter, die ihr Mücken seihet und Kamele verschlucket! Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schusseln auswendig reinlich haltet, inwendig aber ist's voll Raubes und Frames. Du blinder Pharisaer, reinige zum ersten das Inwendige am Becher und Schüssel, auf daß auch das Auswendige rein werde! Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihrgleich seid wie die ubertunchten Graber, welche auswendig hübsch scheinen, aber inwendig sind sie voller Totenbeine und alles Unflats. Also auch ihr; von aulien scheinet ihr vor den Menschen fromm, aber inwendig seid ihr voller Heuchelei und Untugend. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr der Propheten Graber bauet und schmucket der Gerechten Graber und sprechet: Waren wir zu unserer Vater Zeiten gewesen, so wollten wir nicht teilhaftig sein mit ihnen an der Propheten Blut. So gebt ihr zwar uber euch selbst Zeugnis, daß ihr Kinder seid derer die, die Propheten getotet haben. Wohlan, erfüllet auch ihr das Mali eurer Vater! Ihr Schlangen, ihr Otterngezuchte, wie wollt ihr der hollischen Verdammnis entrinnen? Darum siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und derselbigen werdet ihr etliche toten und kreuzigen und etliche werdet ihr geilieln in euren Schulen und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der andern, auf daß uber euch komme alles das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut an des gerechten Abels bis aufs Blut Zacharias, Barachias Sohn, welchen ihr getotet habt zwischen dem Tempel und Altar. Wahrlich, ich sage euch, daß solches alles wird uber dies Geschlecht kommen. Jerusalem, Jerusalem, die du totest die Propheten und steinigest, die zu dir gesandt sind, wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Kuchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus soil euch wüste gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprechet: Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn!

Evangelium

Lukas 9:18-27

Und es begab sich, da er allein war und betete und seine Junger bei ihm, fragte er sie und sprach: Wer sagen die Leute, daß ich sei? Sie antworteten und sprachen: Sie sagen, du seiest Johannes der Tauter; etliche aber, du seiest Elia; etliche aber, es sei der alten Propheten einer auferstanden. Er aber sprach zu ihnen: Wer saget ihr aber, daß ich sei? Da antwortete Petrus und sprach: Du bist der Christ Gottes. Und er bedrauete sie und gebot, daß sie das niemand sagten, und sprach: Denn des Menschen Sohn muß noch viel leiden und verworfen werde von den Altesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getotet werden und am dritten Tage auferstehen. Da sprach er zu ihnen alien: Wer mir folgen will der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich taglich und folge mir nach. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verlieret urn meinetwillen, derwird's erhalten. Und was Nutz hatte der Mensch, ob er die ganze Welt gewonne und verlore sich selbst Oder beschadigte sich selbst? Wer sich aber mein und meiner Worte schamet, des wird sich des Menschen Sohn auch schamen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und seines Vaters und der heiligen Engel. Ich sage euch aber wahrlich, daß etliche sind von denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis daß sie das Reich Gottes sehen.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

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