Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

Apostelgeschichte 10:17-33

Als aber Petrus sich in sich selbst bekummerte, was das Gesicht ware, das er gesehen hatte, siehe, da fragten die Manner, von Cornelius gesandt, nach dem Hause Simons und stunden an der Tur, riefen und forscheten, ob Simon mit dem Zunamen Petrus allda zur Herberge ware. Indem aber Petrus sich besinnet uber dem Gesichte, sprach der Geistzu ihm: Siehe, drei Manner suchen dich. Aber stehe auf, steige hinab und zieh mit ihnen und zweifle nichts; denn ich habe sie gesandt. Da stieg Petrus hinab zu den Mannern, die von Cornelius zu ihm gesandt waren, und sprach: Siehe, ich bin's, den ihr suchet; was ist die Sache, darum ihr hier seid? Sie aber sprachen: Cornelius, der Hauptmann, ein frommer und gottesfurchtiger Mann und gutes Geruchts bei dem ganzen Volk der Juden, hat einen Befehl empfangen vom heiligen Engel, daß er dich sollte fordern lassen in sein Haus und Worte von dir horen. Da riefersie hinein und herbergete sie. Des andern Tages zog Petrus aus mit ihnen, und etliche Bruder von Joppe gingen mit ihm. Und des andern Tages kamen sie gen Casarea. Cornelius aber wartete auf sie und rief zusammen seine Verwandten und Freunde. Und als Petrus hineinkam, ging ihm Cornelius entgegen und fiel zu seinen Füften und betete ihn an. Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Stehe auf; ich bin auch ein Mensch. Und als er sich mit ihm besprochen hatte, ging er hinein und fand ihrer viel, die zusammenkommen waren. Und er sprach zu ihnen: Ihr wisset, wie es ein ungewohnet Ding ist einem judischen Mann, sich zu tun Oder zu kommen zu einem Fremdling; aber Gott hat mir gezeiget, keinen Menschen gemein Oder unrein zu heiften. Darum habe ich mich nicht geweigert zu kommen, als ich bin hergefordert. So frage ich euch nun, warum ihr mich habt lassen fordern. Cornelius sprach: Ich habe vier Tage gefastet bis an diese Stunde, und urn die neunte Stunde betete ich in meinem Hause. Und siehe, da trat ein Mann vor mich in einem hellen Kleide und sprach: Cornelius, dein Gebet ist erhoret, und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott. So sende nun gen Joppe und laft herrufen einen Simon mit dem Zunamen Petrus, welcher ist zur Herberge in dem Hause des Gerbers Simon an dem Meer; der wird dir, wenn er kommt, sagen. Da sandte ich von Stund' an zu dir. Und du hast wohl getan, daß du kommen bist. Nun sind wir alle hier gegenwartig vor Gott, zu horen alles, was dir von Gott befohlen ist.

Erste Lesung

Jesaja 30

Wehe den abtrünnigen Kindern, spricht der HERR, die ohne mich ratschlagen und ohne meinen Geist Schutz suchen, zu haufen eine Sunde uber die andere, die hinabziehen nach Agypten und fragen meinen Mund nicht, dafi sie sich starken mit der Macht Pharaos und sich beschirmen unter dem Schatten Agyptens. Denn es soil euch die Starke Pharaos zur Schande geraten und der Schutz unter dem Schatten Agyptens zum Hohn. Ihre Fursten sind wohl zu Zoan gewesen und ihre Botschaft gen Hanes kommen, aber sie mussen doch alle zuschanden werden uber dem Volk, das ihnen nicht nütze sein kann, weder zur Hilfe noch sonst zu nutz, sondern nur zur Schande und Spott. Dies ist die Last uber die Tiere, so gegen Mittag ziehen, da Lowen und Lowinnen sind, ja Ottern und feurige fliegende Drachen, im Lande der Trubsal und Angst: Sie führen ihr Gut auf der Füllen Rücken und ihre Schatze auf der Kamele Hooker zum Volk, das ihnen nicht nütze sein kann. Denn Agypten ist nichts, und ihr Helfen ist vergeblich. Darum predige ich davon also: Die Rahab wird stille dazu sitzen. So gehe nun hin und schreib es ihnen vor auf eine Tafel und zeichne es in ein Buch, daß es bleibe fur und fur ewiglich. Denn es ist ein ungehorsam Volk und verlogene Kinder, die nicht horen wollen des HERRN Gesetz, sondern sagen zu den Sehern: Ihr sollt nicht sehen! und zu den Schauern: Ihr sollt uns nicht schauen die rechte Lehre; prediget uns aber sanft, schauet uns Tauscherei! Weichet vom Wege, macht euch von der Bahn; laftt den Heiligen in Israel aufhoren bei uns! Darum spricht der Heilige in Israel also: Weil ihr dies Wort verwerfet und verlasset euch auf Frevel und Mutwillen und trotzet darauf, so soli euch solche Untugend sein wie ein Rift an einer hohen Mauer, wenn es beginnet zu rieseln, die plotzlich unversehens einfallt und zerschmettert, als wenn ein Topf zerschmettert würde, den man zerstoftt und sein nicht schonet, also daß man von seinen Stricken nicht eine Scherbe findet, darin man Feuer hole vom Herde, Oder Wasser schopfe aus einem Brunnen. Denn so spricht der Herr HERR, der Heilige in Israel: Wenn ihr stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark sein. Aber ihr wollt nicht und sprechet: Nein, sondern auf Rossen wollen wir fliehen (darum werdet ihr flüchtig sein) und auf Laufern wollen wir reiten (darum werden euch eure Verfolger übereilen). Denn euer tausend werden fliehen vor eines einigen Schelten, ja vorfünfen werdet ihr alle fliehen; bis daß ihr uberbleibet wie ein Mastbaum oben auf einem Berge, und wie ein Panieroben auf einem Hügel. Darum harret der HERR, daß er euch gnadig sei, und hat sich aufgemacht, daß er sich euer erbarme; denn der HERR ist ein Gott des Gerichts; wohl alien, die sein harren! Denn das Volk Zions wird zu Jerusalem wohnen; du wirst nicht weinen: Erwird dir gnadig sein, wenn du rufest; erwird dir antworten, sobald er's horet. Und der HERR wird euch in Trubsal Brot und in Angsten Wasser geben. Denn erwird deinen Lehrer nicht mehr lassen wegfliehen, sondern deine Augen werden deinen Lehrer sehen, und deine Ohren werden horen das Wort hinter dir sagen also her: Dies ist der Weg, denselbigen gehet; sonst weder zur Rechten noch zur Linken! Und ihr werdet entweihen eure ubersilberten Gotzen und die guldenen Kleider eurer Bilder und werdet sie wegwerfen wie einen Unflat und zu ihnen sagen: Hinaus! So wird erdeinem Samen, den du auf den Acker gesaet hast, Regen geben und Brot von des Ackers Einkommen, und desselbigen voile Genüge. Und dein Vieh wird sich zu der Zeit weiden in einer weiten Aue. Die Ochsen und Fullen, so den Acker bauen, werden gemenget Futter essen, welches geworfelt ist mit der Wurfschaufel und Wanne. Und es werden auf alien groften Bergen und auf alien groften Hügeln zerteilte Wasserstrome gehen zur Zeit der groften Schlacht, wenn die Türme fallen werden. Und des Mondes Schein wird sein wie der Sonnen Schein, und der Sonnen Schein wird siebenmal heller sein denn jetzt, zu der Zeit, wenn der HERR den Schaden seines Volkes verbinden und seine Wunden heilen wird. Siehe, des HERRN Name kommt von feme, sein Zorn brennet und ist sehr schwer, seine Lippen sind voll Grimmes, und seine Zunge wie ein verzehrend Feuer und sein Odem wie eine Wasserflut, die bis an den Hals reicht, zu zerstreuen die Heiden, bis sie zunichte werden, und die Volker mit einem Zaum in ihren Backen hin und her treibe. Da werdet ihr singen wie zu Nacht eines heiligen Festes und euch von Herzen freuen, als wenn man mit der Pfeife gehet zum Berge des HERRN, zum Hort Israels. Und der HERR wird seine herrliche Stimme schallen lassen, daß man sehe seinen ausgereckten Arm mitzornigem Drauen und mit Flammen des verzehrenden Feuers, mit Strahlen, mit starkem Regen und mit Hagel. Denn Assur wird erschrecken vor der Stimme des HERRN, der ihn mit der Rute schlagt. Denn es wird die Rute ganz durchdringen und wohl treffen, wenn sie der HERR uber ihn führen wird, mit Pauken und Harfen, und allenthalben wider sie streiten. Denn die Grube ist von gestern her zugerichtet; ja, dieselbige ist auch dem Kbnige bereitet, tief und weit genug; so ist die Wohnung drinnen, Feuer und Holz die Menge. Der Odem des HERRN wird sie anzünden wie ein Schwefelstrom.

Erste Lesung

2. Könige 4:18-37

Da aber das Kind groli ward, begab sich's, daß es hinaus zu seinem Vater zu den Schnittern ging. Und sprach zu seinem Vater: 0 mein Haupt, mein Haupt! Er sprach zu seinem Knaben: Bringe ihn zu seiner Mutter! Und er nahm ihn und brachte ihn hinein zu seiner Mutter; und sie setzte ihn auf ihren Scholi bis an den Mittag; da starb er. Und sie ging hinauf und legte ihn aufs Bett des Mannes Gottes, schlofi zu und ging hinaus. Und rief ihrem Mann und sprach: Sende mir der Knaben einen und eine Eselin; ich will zu dem Mann Gottes und wiederkommen. Er sprach: Warum willst du zu ihm? 1st doch heute nicht Neumond noch Sabbat. Sie sprach: Es ist gut. Und sie sattelte die Eselin und sprach zum Knaben: Treibe fort und saume mich nicht mit dem Reiten, wie ich dir sage. Also zog sie hin und kam zu dem Mann Gottes auf den Berg Karmel. Als aber der Mann Gottes sie gegen ihm sah, sprach erzu seinem Knaben Gehasi: Siehe, die Sunamitin ist da. So lauf ihr nun entgegen und frage sie, ob's ihr und ihrem Mann und Sohn wohlgehe? Sie sprach: Wohl. Da sie aber zu dem Mann Gottes auf den Berg kam, hielt sie ihn bei seinen Fufien; Gehasi aber trat herzu, daß er sie abstiefte. Aber der Mann Gottes sprach: Laft sie, denn ihre Seele ist betrubt; und der HERR hat mir's verborgen und nicht angezeiget. Sie sprach: Wann habe ich einen Sohn gebeten von meinem Herrn? Sagte ich nicht, du solltest mich nicht tauschen? Er sprach zu Gehasi: Gurte deine Lenden und nimm meinen Stab in deine Hand und gehe hin (so dir jemand begegnet, so grufte ihn nicht, und gruftet dich jemand, so danke ihm nicht) und lege meinen Stab auf des Knaben Antlitz. Die Mutter aber des Knaben sprach: So wahr der HERR lebet und deine Seele, ich lasse nicht von dir. Da machte er sich auf und ging ihr nach. Gehasi aber ging vor ihnen hin und legte den Stab dem Knaben aufs Antlitz; da war aber keine Stimme noch Fuhlen. Und erging wiederum ihm entgegen und zeigte ihm an und sprach: Der Knabe ist nicht aufgewacht. Und da Elisa ins Haus kam, siehe, da lag der Knabe tot auf seinem Bette. Und er ging hinein und schloft die Tur zu fur sie beide und betete zu dem HERRN. Und stieg hinauf und legte sich auf das Kind und legte seinen Mund auf des Kindes Mund und seine Augen auf seine Augen und seine Hande auf seine Hande; und breitete sich also über ihn, daß des Kindes Leib warm ward. Er aber stund wieder auf und ging im Hause einmal hieher und daher; und stieg hinauf und breitete sich uber ihn. Da schnaubte der Knabe siebenmal; danach tat der Knabe seine Augen auf. Und er rief Gehasi und sprach: Rufe der Sunamitin. Und da er ihr rief, kam sie hinein zu ihm. Er sprach: Da nimm hin deinen Sohn! Da kam sie und fiel zu seinen Fuften und betete an zur Erde; und nahm ihren Sohn und ging hinaus.

Morgengebet — Erste Lesung

Ester 9

Im zwolften Monden, das ist der Mond Adar, am dreizehnten Tage, den des Konigs Wort und Gebot bestimmt hatte, daß man's tun sollte, eben desselben Tages, da die Feinde der Juden hofften, sie zu uberwaltigen, wandte sich's, daß die Juden ihre Feinde uberwaltigen sollten. Da versammelten sich die Juden in ihren Stadten, in alien Landen des Konigs Ahasveros, daß sie die Hand legten an die, so ihnen übel wollten. Und niemand konnte ihnen widerstehen; denn Furcht war fiber alle Volker kommen. Auch alle Obersten in Landen und Fursten und Landpfleger und Amtleute des Konigs erhuben die Juden; denn die Furcht Mardachais kam fiber sie. Denn Mardachai war graft im Hause des Konigs, und sein Gerficht erscholl in alien Landern, wie er zunahme und graft wurde. Also schlugen die Juden an alien ihren Feinden mit der Schwertschlacht und würgeten und brachten urn und taten nach ihrem Willen an denen, die ihnen feind waren. Und zu Schloft Susan erwurgeten die Juden und brachten urn fünfhundert Mann. Dazu erwurgeten sie Parsandatha, Dalphon, Aspatha, Poratha, Adalja, Aridatha, Parmastha, Arisai, Aridai, Vajesatha, die zehn Sohne Hamans, des Sohns Medathas, des Judenfeindes; aber an seine Gfiter legten sie ihre Hande nicht. Zu derselbigen Zeit kam die Zahl der Erwurgten gen Schloft Susan vor den Konig. Und der Konig sprach zu der Konigin Esther: Die Juden haben zu Schloft Susan fünfhundert Mann erwürget und umgebracht und die zehn Sohne Hamans; was werden sie tun in den andern Landern des Konigs? Was bittest du, daß man dir gebe? und was forderst du mehr, daß man tue? Esther sprach: Gefallt es dem Konige, so lasse er auch morgen die Juden zu Susan tun nach dem heutigen Gebot, daß sie die zehn Sohne Hamans an den Baum hangen. Und der Konig hieft also tun. Und das Gebot ward zu Susan angeschlagen, und die zehn Sohne Hamans wurden gehanget. Und die Juden versammelten sich zu Susan am vierzehnten Tage des Monden Adar und erwurgeten zu Susan dreihundert Mann; aber an ihre Guter legten sie ihre Hande nicht. Aber die andern Juden in den Landern des Konigs kamen zusammen und stunden fur ihr Leben, daß sie Ruhe schaffeten vor ihren Feinden; und erwurgeten ihrer Feinde funfundsiebenzigtausend; aber an ihre Guter legten sie ihre Hande nicht. Das geschah am dreizehnten Tage des Monden Adar, und ruheten am vierzehnten Tage desselben Monden; den machte man zum Tage des Wohllebens und Freuden. Aber die Juden zu Susan waren zusammenkommen, beide am dreizehnten und vierzehnten Tage, und ruheten am funfzehnten Tage; und den Tag machte man zum Tage des Wohllebens und Freuden. Darum machten die Juden, die auf den Dorfern und Flecken wohneten, den vierzehnten Tag des Monden Adar zum Tage des Wohllebens und Freuden, und sandte einer dem andern Geschenke. Und Mardachai beschrieb diese Geschichte und sandte die Briefe zu alien Juden, die in alien Landern des Konigs Ahasveros waren, beide nahen und fernen, daß sie annahmen und hielten den vierzehnten und funfzehnten Tag des Monden Adar jahrlich. nach den Tagen, darinnen die Juden zur Ruhe kommen waren von ihren Feinden, und nach dem Monden, darinnen ihre Schmerzen in Freude und ihr Leid in gute Tage verkehret war, daß sie dieselben halten sollten fur Tage des Wohllebens und Freuden, und einer dem andern Geschenke schicken und den Armen mitteilen. Und die Juden nahmen's an, das sie angefangen hatten zu tun, und das Mardachai zu ihnen schrieb: wie Haman, derßohn Medathas, der Agagiter, aller Juden Feind, gedacht hatte, alle Juden umzubringen, und das Los werfen lassen, sie zu schrecken und umzubringen; und wie Esther zum Konige gegangen war und geredet, daß durch Briefe seine bosen Anschlage, die er wider die Juden gedacht, auf seinen Kopf gekehret würden; und wie man ihn und seine Sohne an den Baum gehanget hatte. Daher sie diese Tage Purim nannten nach dem Namen des Loses, nach alien Worten dieses Briefes, und was sie selbst gesehen hatten, und was an sie gelanget war. Und die Juden richteten es auf und nahmen es auf sich und auf ihren Samen und auf alle, die sich zu ihnen taten, daß sie nicht ubergehen wollten, zu halten diese zween Tage jahrlich, wie die beschrieben und bestimmt wurden, da(S diese Tage nicht zu vergessen, sondern zu halten seien bei Kindeskindern, bei alien Geschlechtern in alien Landern und Stadten. Es sind die Tage Purim, welche nicht sollen übergangen werden unter den Juden, und ihr Gedachtnis nicht umkommen bei ihrem Samen. Und die Konigin Esther, die Tochter Abihails, und Mardachai, der Jude, schrieben mit ganzer Gewalt, zu bestatigen diesen andern Brief von Purim. Und sandte die Briefe zu alien Juden in den hundertundsiebenundzwanzig Landern des Konigreichs Ahasveros mit freundlichen und treuen Worten: da(S sie bestatigten diese Tage Purim auf ihre bestimmte Zeit, wie Mardachai, der Jude, uber sie bestatiget hatte, und die Konigin Esther; wie sie auf ihre Seele und auf ihren Samen bestatiget hatten die Geschichte der Fasten und ihres Schreiens. Und Esther befahl, die Geschichte dieser Purim zu bestatigen und in ein Buch zu schreiben.

Epistel

1. Petrus 4:7-11

Es ist aber nahe kommen das Ende aller Dinge. So seid nun mafüg und nuchtern zum Gebet. Vor alien Dingen aber habt untereinander eine brunstige Liebe; denn die Liebe decket auch der Sünden Menge. Seid gastfrei untereinander ohne Murmeln! Und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes. So jemand redet, dafi er's rede als Gottes Wort; so jemand ein Amt hat, dafi er's tue als aus dem Vermogen, das Gott darreichet, auf daß in alien Dingen Gott gepreiset werde durch Jesum Christum, welchem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Erste Lesung

Sprüche 3

Mein Kind, vergift meines Gesetzes nicht, und dein Herz behalte meine Gebote. Denn sie werden dir langes Leben und gute Jahre und Frieden bringen; Gnade und Treue werden dich nicht lassen. Hange sie an deinen Hals und schreibe sie in die Tafel deines Herzens, so wirst du Gunst und Klugheit finden, die Gott und Menschen gefallt. Verlaft dich auf den HERRN von ganzem Herzen und verlaft dich nicht auf deinen Verstand; sondern gedenke an ihn in alien deinen Wegen, so wird er dich recht fuhren. Dunke dich nicht weise zu sein, sondern furchte den HERRN und weiche vom Bosen. Das wird deinem Nabel gesund sein und deine Gebeine erquicken. Ehre den HERRN von deinem Gut und von den Erstlingen all deines Einkommens, so werden deine Scheunen voll werden und deine Kelter mit Most ubergehen. Mein Kind, verwirf die Zucht des HERRN nicht und sei nicht ungeduldig uber seiner Strafe! Denn welchen der HERR liebet, den straft er, und hat Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn. Wohl dem Menschen, der Weisheit findet, und dem Menschen, der Verstand bekommt! Denn es ist besser, um sie hantieren, weder um Silber, und ihr Einkommen ist besser denn Gold. Sie ist edler denn Perlen; und alles, was du wünschen magst, ist ihr nicht zu gleichen. Langes Leben istzu ihrer rechten Hand; zu ihrer Linken ist Reichtum und Ehre. Ihre Wege sind liebliche Wege, und alle ihre Steige sind Friede. Sie ist ein Baum des Lebens alien, die sie ergreifen; und selig sind, die sie halten. Denn der HERR hat die Erde durch Weisheit gegrundet und durch seinen Rat die Himmel bereitet. Durch seine Weisheit sind die Tiefen zerteilet und die Wolken mit Tau triefend gemacht. Mein Kind, laft sie nicht von deinen Augen weichen, so wirst du gluckselig und klug werden. Das wird deiner Seele Leben sein, und dein Mund wird holdselig sein. Dann wirst du sicher wandeln auf deinem Wege, daß dein Fuft sich nicht stoften wird. Legest du dich, so wirst du dich nicht furchten, sondern süft schlafen, daß du dich nicht furchten darfst vor plotzlichem Schrecken noch vor dem Sturm der Gottlosen, wenn er kommt. Denn der HERR ist dein Trotz; der behutet deinen Fuß, daß er nicht gefangen werde. Weigere dich nicht, dem Durftigen Gutes zu tun, so deine Hand von Gott hat, solches zu tun. Sprich nicht zu deinem Freunde: Gehe hin und komm wieder, morgen will ich dir geben, so du es doch wohl hast. Trachte nicht Boses wider deinen Freund, der auf Treue bei dirwohnet. Hadre nicht mit jemand ohne Ursache, so er dir kein Leid getan hat. Eifre nicht einem Freveln nach und erwahle seiner Wege keinen. Denn der HERR hat Greuel an dem Abtrunnigen und sein Geheimnis ist bei den Frommen. Im Hause des Gottlosen ist der Fluch des HERRN; aber das Haus der Gerechten wird gesegnet. Er wird der Spotter spotten; aber den Elenden wird er Gnade geben. Die Weisen werden Ehre erben; aber wenn die Narren hoch kommen, werden sie doch zuschanden.

Morgengebet — Zweite Lesung

Markus 4

Und er fing abermal an zu lehren am Meer. Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, also daß er mulite in ein Schiff treten und auf dem Wasser sitzen. Und alles Volk stund auf dem Lande am Meer. Und erpredigte ihnen lange durch Gleichnisse. Und in seiner Predigt sprach er zu ihnen: Horet zu! Siehe, es ging ein Samann aus, zu saen. Und es begab sich, indem er sate, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vogel unter dem Himmel und fralien's auf. Etliches fiel in das Steinige, da es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, darum daß es nicht tiefe Erde hatte. Da nun die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, verdorrete es. Und etliches fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen empor und erstickten's, und es brachte keine Frucht: Und etliches fiel auf ein gut Land und brachte Frucht, die da zunahm und wuchs; und etliches trug dreilügfaltig und etliches sechzigfaltig und etliches hundertfaltig. Und er sprach zu ihnen: Wer Ohren hat zu horen, der hore! Und da er allein war, fragten ihn urn dieses Gleichnis, die urn ihn waren, samt den Zwolfen. Und er sprach zu ihnen: Euch ist's gegeben, das Geheimnis des Reichs Gottes zu wissen; denen aber draulien widerfahret es alles durch Gleichnisse, auf daß siees mitsehenden Augen sehen und doch nicht erkennen und mit horenden Ohren horen und doch nicht verstehen, auf daß sie sich nicht dermal einst bekehren, und ihre Sünden ihnen vergeben werden. Und er sprach zu ihnen: Verstehet ihr dieses Gleichnis nicht, wie wollet ihr denn die andern alle verstehen? Der Samann saet das Wort. Diese sind's aber, die an dem Wege sind, wo das Wort gesaet wird, und sie es gehoret haben; so kommt alsbald der Satan und nimmt weg das Wort, das in ihr Herz gesaet war. Also auch die sind's, die aufs Steinige gesaet sind; wenn sie das Wort gehoret haben, nehmen sie es bald mit Freuden auf und haben keine Wurzel in ihnen, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Trubsal Oder Verfolgung urn des Worts willen erhebt, so argern sie sich alsbald. Und diese sind's, die unter die Dornen gesaet sind, die das Wort horen, und die Sorge dieser Welt und der betrugliche Reichtum und viel andere Lüste gehen hinein und ersticken das Wort, und bleibet ohne Frucht. Und diese sind's, die auf ein gut Land gesaet sind, die das Wort horen und nehmen's an und bringen Frucht, etlicher dreilügfaltig und etlicher sechzigfaltig und etlicher hundertfaltig. Und er sprach zu ihnen: Zundet man auch ein Licht an, daß man's unter einen Scheffel Oder unter einen Tisch setze? Mitnichten, sondern daß man's auf einen Leuchter setze. Denn es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werde, und ist nichts FHeimliches, das nicht hervorkomme. Wer Ohren hat zu horen, der hore! Und sprach zu ihnen: Sehet zu, was ihr horet! Mit welcherlei Mali ihr messet, wird man euch wieder messen; und man wird noch zugeben euch, die ihr dies horet. Denn wer da hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird man nehmen, auch was er hat. Und er sprach: Das Reich Gottes hat sich also, als wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft und schlaft und stehet auf Nacht und Tag, und der Same gehet auf und wachset, daß er's nicht weili. Denn die Erde bringt von ihr selbst zum ersten das Gras, danach die Ahren, danach den vollen Weizen in den Ahren. Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schicket er bald die Sichel hin; denn die Ernte ist da. Und er sprach: Wem wollen wir das Reich Gottes vergleichen und durch welch Gleichnis wollen wir es vorbilden? Gleichwie ein Senfkorn, wenn das gesaet wird aufs Land, so ist's das kleinste unter alien Samen auf Erden. Und wenn es gesaet ist, so nimmt es zu und wird grolier denn alle Kohlkrauter und gewinnet grolie Zweige, also daß die Vogel unter dem Himmel unter seinem Schatten wohnen konnen. Und durch vieie solche Gleichnisse sagte er ihnen das Wort, nach dem sie es horen konnten. Und ohne Gleichnis redete er nichts zu ihnen; aber insonderheit legte er's seinen Jungern alles aus. Und an demselbigen Tage, des Abends, sprach erzu ihnen: Lalit uns hinuberfahren! Und sie lielien das Volk gehen und nahmen ihn, wie er im Schiff war; und es waren mehr Schiffe bei ihm. Und es erhub sich ein grolier Windwirbel und warf die Wellen in das Schiff, also daß das Schiff voll ward. Und er war hinten auf dem Schiff und schlief auf einem Kissen. Und sieweckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, daß wir verderben? Und er stund auf und bedrauete den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich, und ward eine grolie Stille. Und er sprach zu ihnen: Wie seid ihr furchtsam? Wie, daß ihr keinen Glauben habt? Und sie furchteten sich sehr und sprachen untereinander: Wer ist der? Denn Wind und Meer sind ihm gehorsam.

Antwortpsalm

Psalmen 98

Ein Psalm. Singet dem HERRN ein neues Lied; denn er tut Wunder. Er sieget mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm. Der HERR laßt sein Heil verkundigen, vor den Volkern laßt er seine Gerechtigkeit offenbaren. Er gedenket an seine Gnade und Wahrheit dem Hause Israel. Aller Welt Enden sehen das Heil unsers Gottes. Jauchzet dem HERRN, alle Welt; singet, rühmet und lobet! Lobet den HERRN mit Harfen, mit Harfen und mit Psalmen; mit Trommeten und Posaunen jauchzet vor dem HERRN, dem Konige! Das Meer brause, und was drinnen ist, der Erdboden, und die drauf wohnen. Die Wasserstrome frohlocken, und alle Berge seien frohlich vor dem HERRN; denn er kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Volker mit Recht.

Evangelium

Johannes 15:26-27;16:1-4

Wenn aber der Troster kommen wird, welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen; denn ihr seid von Anfang bei mirgewesen. Solches habe ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht argert. Sie werden euch in den Bann tun. Es kommt aber die Zeit, daß, wer euch totet, wird meinen, er tue Gott einen Dienst daran. Und solches werden sie euch darum tun, daß sie weder meinen Vater noch mich erkennen. Aber solches habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn die Zeit kommen wird, daß ihr daran gedenket, daß ich's euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch von Anfang nicht gesagt; denn ich war bei euch.

Antwortpsalm

Psalmen 129

Ein Lied im hohern Chor. Sie haben mich oft gedranget von meiner Jugend auf, so sage Israel; sie haben mich oft gedranget von meiner Jugend auf; aber sie haben mich nicht ubermocht. Die Pfluger haben auf meinem Rucken geackert und ihre Furchen lang gezogen. Der HERR, der gerecht ist, hat der Gottlosen Seile abgehauen. Ach; daß müliten zuschanden werden und zurückkehren alle, die Zion gram sind! Ach, daß sie müßten sein wie das Gras auf den Dachern, welches verdorret, ehe man es ausrauft, von welchem der Schnitter seine Hand nicht fullet, noch der Garbenbinder seinen Arm voll, und die vorubergehen, nicht sprechen: Der Segen des HERRN sei uber euch; wir segnen euch im Namen des HERRN!

Antwortpsalm

Psalmen 4

Ein Psalm Davids, vorzusingen auf Saitenspielen. Erhore mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit, der du mich trostest in Angst; sei mir gnadig und erhore mein Gebet! Liebe Herren, wie lange soil meine Ehre geschandet werden? Wie habt ihr das Eitle so lieb und die Lügen so gerne! Sela. Erkennet doch daß der HERR seine Heiligen wunderlich fuhret! Der HERR horet, wenn ich ihn anrufe. Zürnet ihr, sundiget nicht! Redet mit eurem Herzen auf eurem Lager und harret. Sela. Opfert Gerechtigkeit und hoffet auf den HERRN. Viele sagen: Wie sollt uns dieser weisen, was gut ist? Aber, HERR, erhebe uber uns das Licht deines Antlitzes! Du erfreuest mein Herz, ob jene gleich viel Wein und Korn haben. Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HERR, hilfst mir, daß ich sicher wohne.

Antwortpsalm

Psalmen 3

Ein Psalm Davids, da er floh vor seinem Sohn Absalom. Ach, HERR, wie ist meiner Feinde so viel, und setzen sich so viele wider mich! Viele sagen von meiner Seele: Sie hat keine Hilfe bei Gott. Sela. Aber du, HERR, bist der Schild fur mich, und der mich zu Ehren setzet und mein Haupt aufrichtet. Ich rufe an mit meiner Stimme den HERRN, so erhoret er mich von seinem heiligen Berge. Sela. Ich liege und schlafe und erwache; denn der HERR halt mich. Ich furchte mich nicht vor viel Hunderttausenden, die sich umher wider mich legen. Auf HERR, und hilf mir, mein Gott; denn du schlagst alle meine Feinde auf den Backen und zerschmetterst der Gottlosen Zahne. Bei dem HERRN findet man Hilfe und deinen Segen uber dein Volk. Sela.

Abendgebet — Erste Lesung

Hiob 1

Es war ein Mann im Lande Uz, der hieli Hiob. Derselbe war schlecht und recht, gottesfurchtig und meidete das Bose. Und zeugete sieben Sohne und drei Tochter. Und seines Viehes waren siebentausend Schafe, dreitausend Kamele, funfhundert Joch Rinder und funfhundert Eselinnen und sehr viel Gesindes; und er war herrlicher denn alle, die gegen Morgen wohneten. Und seine Sohne gingen hin und machten Wohlleben, ein jeglicher in seinem Hause auf seinen Tag; und sandten hin und luden ihre drei Schwestern, mit ihnen zu essen und zu trinken. Und wenn ein Tag des Wohllebens um war, sandte Hiob hin und heiligte sie; und machte sich des Morgens frühe auf und opferte Brandopfer nach ihrer aller Zahl. Denn Hiob gedachte: Meine Sohne mochten gesundiget und Gott gesegnet haben in ihrem Herzen. Also tat Hiob alle Tage. Es begab sich aber auf einen Tag, da die Kinder Gottes kamen und vor den HERRN traten, kam der Satan auch unter ihnen. Der HERR aber sprach zu dem Satan: Wo kommst du her? Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe das Land umher durchzogen. Der HERR sprach zu Satan: Hast du nicht achtgehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es ist seinesgleichen nicht im Lande, schlecht und recht, gottesfurchtig und meidet das Bose. Satan antwortete dem HERRN und sprach: Meinest du, daß Hiob umsonst Gott furchtet? Hastdu doch ihn, sein Haus und alles, waser hat, rings umher verwahret. Du hast das Werk seiner Hande gesegnet, und sein Gut hat sich ausgebreitet im Lande. Aber recke deine Hand aus und taste an alles, was er hat; was gilt's, er wird dich ins Angesicht segnen? Der HERR sprach zu Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand; ohne allein an ihn selbst lege deine Hand nicht. Da ging Satan aus von dem HERRN. Des Tages aber, da seine Sohne und Tochter alien und tranken Wein in ihres Bruders Hause, des Erstgeborenen, kam ein Bote zu Hiob und sprach: Die Rinder pflugeten, und die Eselinnen gingen neben ihnen an der Weide; da fielen die aus Reicharabien herein und nahmen sie und schlugen die Knaben mit der Scharfe des Schwerts; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte. Da der noch redete, kam ein anderer und sprach: Das Feuer Gottes fiel vom Himmel und verbrannte Schafe und Knaben und verzehrete sie; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte. Da der noch redete, kam einer und sprach: Die Chaldaer machten drei Spitzen und uberfielen die Kamele und nahmen sie und schlugen die Knaben mit der Scharfe des Schwerts; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte. Da der noch redete, kam einer und sprach: Deine Sohne und Tochter alien und tranken im Hause ihres Bruders, des Erstgebornen; und siehe, da kam ein grofier Wind von der Wüste her und stieli auf die vier Ecken des Hauses und warfs auf die Knaben, daß sie starben; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte. Da stund Hiob auf und zerrifi sein Kleid und raufte sein Haupt; und fiel auf die Erde und betete an und sprach: Ich bin nackend von meiner Mutter Leibe kommen, nackend werde ich wieder dahinfahren. Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt! In diesem allem sundigte Hiob nicht und tat nichts Torichtes wider Gott.

Zweite Lesung

Jakobus 3

Liebe Bruder, unterwinde sich nicht jedermann, Lehrer zu sein; und wisset, daß wir desto mehr Urteil empfangen werden. Denn wir fehlen alle mannigfaltiglich. Wer aber auch in keinem Wort fehlet, der ist ein vollkommener Mann und kann auch den ganzen Leib im Zaum halten. Siehe, die Pferde halten wir in Zaumen, daß sie uns gehorchen, und lenken den ganzen Leib. Siehe, die Schiffe, ob sie wohl so graft sind und von starken Winden getrieben werden, werden sie doch gelenkt mit einem kleinen Ruder, wo der hin will, der es regieret. Also ist auch die Zunge ein klein Glied und richtet grofte Dinge an. Siehe, ein klein Feuer, welch einen Wald zundet's an! Und die Zunge ist auch ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. Also ist die Zunge unter unsern Gliedern und befleckt den ganzen Leib und zundet an alien unsern Wandel, wenn sie von der Holle entzundet ist. Denn alle Natur der Tiere und der Vogel und der Schlangen und der Meerwunder werden gezahmet und sind gezahmet von der menschlichen Natur; aber die Zunge kann kein Mensch zahmen, das unruhige Ubel voll todlichen Giftes. Durch sie loben wir Gott den Vater, und durch sie fluchen wir den Menschen, nach dem Bilde Gottes gemacht. Aus einem Munde gehet Loben und Fluchen. Es soil nicht, liebe Bruder, also sein. Quillet auch ein Brunnen aus einem Loche süft und bitter? Kann auch, liebe Bruder, ein Feigenbaum 01 Oder ein Weinstock Feigen tragen? Also kann auch ein Brunnen nicht salzig und süft Wasser geben. Wer istweise und klug unter euch? Der erzeige mit seinem guten Wandel seine Werke in der Sanftmut und Weisheit. Habt ihr aber bitteren Neid und Zank in eurem Herzen, so rühmet euch nicht und lüget nicht wider die Wahrheit. Denn das ist nicht die Weisheit, die von oben herab kommt, sondern irdisch, menschlich und teuflisch. Denn wo Neid und Zank ist, da ist Unordnung und eitel boses Ding. Die Weisheit aber von oben her ist aufs erste keusch, danach friedsam, gelinde, lasset sich sagen, voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteüsch, ohne Heuchelei. Die Frucht aber der Gerechtigkeit wird gesaet im Frieden denen, die den Frieden halten.

Zweite Lesung

Römer 11

So sage ich nun: Hat denn Gott sein Volk verstoften? Das sei feme! Denn ich bin auch ein Israelit von dem Samen Abrahams, aus dem Geschlecht Benjamin. Gott hat sein Volk nicht verstoften, welches er zuvor versehen hat. Oder wisset ihr nicht, was die Schrift sagt von Elia, wie er tritt vor Gott wider Israel und spricht: Herr, sie haben deine Propheten getotet und haben deine Altare ausgegraben; und ich bin allein uberblieben, und sie stehen mir nach meinem Leben? Aber was sagt ihm die gdttliche Antwort? Ich habe mir lassen uberbleiben siebentausend Mann, die nicht haben ihre Kniee gebeuget vor dem Baal. Also gehet's auch jetzt zu dieser Zeit mit diesen Uberbliebenen nach der Wahl der Gnaden. Ist's aber aus Gnaden, so ist's nicht aus Verdienst der Werke, sonstwurde Gnade nicht Gnade sein. Ist's aber aus Verdienst der Werke, so ist die Gnade nichts, sonst ware Verdienst nicht Verdienst. Wie denn nun? Was Israel sucht, das erlangt es nicht; die Wahl aber erlanget es. Die andern sind verstockt, wie geschrieben stehet: Gott hat ihnen gegeben einen erbitterten Geist, Augen, daß sie nicht sehen, und Ohren, daß sie nicht horen, bis auf den heutigen Tag. Und David spricht: Laft ihren Tisch zu einem Strick werden und zu einer Beruckung und zum Argernis und ihnen zur Vergeltung. Verblende ihre Augen, daß sie nicht sehen, und beuge ihren Rücken allezeit. So sage ich nun: Sind siedarum angelaufen, daß sie fallen sollten? Das sei feme! Sondern aus ihrem Fall ist den Heiden das Heil widerfahren, auf daß sie denen nacheifern sollten. Denn so ihr Fall der Welt Reichtum ist, und ihr Schade ist der Heiden Reichtum, wieviel mehr, wenn ihre Zahl voll würde? Mit euch Heiden rede ich; denn dieweil ich der Heiden Apostel bin, will ich mein Amt preisen, ob ich mochte die, so mein Fleisch sind, zu eifern reizen und ihrer etliche selig machen. Denn so ihr Verlust der Welt Versohnung ist, was ware das anders, denn das Leben von den Toten nehmen? Ist der Anbruch heilig, so istauch der Teig heilig, und so die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige heilig. Ob aber nun etliche von den Zweigen zerbrochen sind, und du, da du ein wilder Olbaum warest, bist unter sie gepfropfet und teilhaftig worden der Wurzel und des Safts im Olbaum, so rühme dich nicht wider die Zweige. Ruhmest du dich aber wider sie, so sollst du wissen, daß du die Wurzel nicht tragest, sondern die Wurzel traget dich. Sosprichstdu: Die Zweige sind zerbrochen, daß ich hineingepfropfet wurde. Ist wohl geredet. Sie sind zerbrochen um ihres Unglaubens willen; du stehest aber durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern furchte dich. Hat Gott der naturlichen Zweige nicht verschonet, daß er vielleicht dein auch nicht verschone. Darum schaue die Gute und den Ernst Gottes: den Ernst an denen, die gefallen sind, die Gute aber an dir, soferne du an der Gute bleibest; sonst wirst du auch abgehauen werden. Und jene, so sie nicht bleiben in dem Unglauben, werden sie eingepfropfet werden; Gott kann sie wohl wieder ein pfropfen. Denn so du aus dem Olbaum, der von Natur wild war, bist ausgehauen und wider die Natur in den guten Olbaum gepfropfet, wieviel mehr werden die naturlichen eingepfropfet in ihren eigenen Olbaum! Ich will euch nicht verhalten, liebe Brüder, dieses Geheimnis, auf daß ihr nicht stolz seid. Blindheit ist Israel einesteils widerfahren, so lange, bis die Fülle der Heiden eingegangen sei, und also das ganze Israel selig werde, wie geschrieben stehet: Es wird kommen aus Zion, der da erlose und abwende das gottlose Wesen von Jakob. Und dies ist mein Testament mit ihnen, wenn ich ihre Sünden werde weg nehmen. Nach dem Evangelium halte ich sie fur Feinde um euretwillen; aber nach der Wahl habe ich sie lieb um der Vater willen. Gottes Gaben und Berufung mogen ihn nicht gereuen. Denn gleicherweise, wie auch ihr nicht habt geglaubet an Gott, nun aber habt ihr Barmherzigkeit überkommen uber ihrem Unglauben, also auch jene haben jetzt nicht wollen glauben an die Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, auf daß sie auch Barmherzigkeit uberkommen. Denn Gott hat alles beschlossen unter den Unglauben, auf daß er sich aller erbarme. 0 welch eine Tiefe des Reichtums, beide, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Zweite Lesung

Jakobus 1:1-11

Jakobus, eir Knecht Gottes und des Herrn Jesu Christi, den zwolf Geschlechtern, die da sind hin und her: Freude zuvor! Meine lieben Bruder, achtet es eitel Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallet, und wisset, dafi euer Glaube, so er rechtschaffen ist, Geduld wirket. Die Geduld aber soil festbleiben bis ans Ende, auf daß ihrseid vollkommen und ganz und keinen Mangel habet. So aber jemand unter euch Weisheit mangelt, der bitte von Gott, der da gibt einfaltiglich jedermann und rucket es niemand auf; so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer da zweifelt, der ist gleich wie die Meereswoge, die vom Winde getrieben und gewebet wird. Solcher Mensch denke nicht, dati er etwas von dem Herrn empfangen werde. Ein Zweifler ist unbestandig in alien seinen Wegen. Ein Bruder aber, der niedrig ist, rühme sich seiner Hohe, und der da reich ist, ruhme sich seiner Niedrigkeit; denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen. Die Sonne gehet auf mit der Hitze, und das Gras verwelket, und die Blume fallt ab und seine schone Gestalt verdirbet; also wird der Reiche in seiner Habe verwelken.

Zweite Lesung

2. Petrus 6:1-10

Evangelium

Markus 16

Und da der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria des Jakobus und Salome Spezerei, auf daß sie kamen und salbeten ihn. Und sie kamen zum Grabe an einem Sabbater sehrfrühe, da die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer walzet uns den Stein von des Grabes Tur? Und sie sahen dahin und wurden gewahr, daß der Stein abgewalzet war; denn er war sehr graft. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jungling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein lang weift Kleid an. Und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzet euch nicht! Ihrsuchet Jesum von Nazareth, den Gekreuzigten; er ist auferstanden und ist nicht hier. Siehe da die Statte, da sie ihn hinlegten. Gehet aber hin und sagt's seinen Jungern und Petrus, daß er vor euch hingehen wird nach Galilaa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen schnell heraus und flohen von dem Grabe; denn es war sie Zittern und Entsetzen ankommen. Und sagten niemand nichts; denn sie furchteten sich. Jesus aber, da er auferstanden war frühe am ersten Tage der Sabbater, erschien er am ersten der Maria Magdalena, von welcher er sieben Teufel ausgetrieben hatte. Und sie ging hin und verkundigte es denen, die mit ihm gewesen waren, die da Leid trugen und weineten. Und dieselbigen, da sie horeten, daß er lebete und ware ihrerschienen, glaubten sie nicht. Danach da zwei aus ihnen wandelten, offenbarte er sich unter einer andern Gestalt, da sie aufs Feld gingen. Und dieselbigen gingen auch hin und verkundigten das den andern; denen glaubten sie auch nicht. Zuletzt, da die Elfe zu Tische saften, offenbarete er sich und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Hartigkeit, daß sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden. Und sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur! Wer da glaubet und getauft wird, derwird selig werden; wer aber nicht glaubet, derwird verdammt werden. Die Zeichen aber, die dafolgen werden denen, die da glauben, sind die: In meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und so sie etwas Todliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf die Kranken werden sie die Hande legen, so wird's besser mit ihnen werden. Und der Herr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel und sitzet zur rechten Hand Gottes. Sie aber gingen aus und predigten an alien Orten. Und der Herrwirkte mit ihnen und bekraftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen.

Abendgebet — Zweite Lesung

2. Korinther 1

Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und Bruder Timotheus: Der Gemeinde Gottes zu Korinth samt alien Heiligen in ganz Achaja. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesu Christo! Gelobet sei Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes, der uns trostet in aller unserer Trubsal, daß wir auch trosten konnen, die da sind in allerlei Trubsal, mit dem Trost, damit wir getrostet werden von Gott. Denn gleichwie wir des Leidens Christi viel haben, also werden wir auch reichlich getrostet durch Christum. Wir haben aber Trubsal Oder Trost, so geschieht es euch zugut. Ist's Trubsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil; welches Heil beweiset sich, so ihr leidet mit Geduld dermaßen, wie wir leiden. Ist's Trost, so geschieht es euch auch zu Trost und Heil. Und stehet unsere Hoffnung test fur euch, dieweil wirwissen, daß, wie ihr des Leidens teilhaftig seid, so werdet ihr auch des Trostes teilhaftig sein. Denn wir wollen euch nicht verhalten, liebe Bruder, unsere Trubsal, die uns in Asien widerfahren ist da wir uber die Maßen beschweret waren und uber Macht, also daß wir auch am Leben verzagten und bei uns beschlossen hatten, wir müßten sterben. Das geschah aber darum, daß wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst stelleten, sondern auf Gott, der die Toten auferwecket, welcher uns von solchem Tode erloset hat und noch taglich erloset; und hoffen auf ihn, er werde uns auch hinfort erlosen durch Hilfe eurer Furbitte fur uns, auf daß uber uns fur die Gabe, die uns gegeben ist, durch viel Personen viel Danks geschehe. Denn unser Ruhm ist der, namlich das Zeugnis unsers Gewissens, daß wir in Einfaltigkeit und gottlicher Lauterkeit, nicht in fleischlicher Weisheit, sondern in der Gnade Gottes auf der Welt gewandelt haben, allermeist aber bei euch. Denn wirschreiben euch nichts anderes, denn was ihr leset und auch befindet. Ich hoffe aber, ihr werdet uns auch bis ans Ende also befinden, gleichwie ihr uns zum Teil befunden habt. Denn wir sind euer Ruhm, gleichwie auch ihr unser Ruhm seid auf des Herrn Jesu Tag. Und auf solch Vertrauen gedachte ich jenes Mai zu euch zu kommen, auf daß ihr abermal eine Wohltat empfinget, und ich durch euch nach Mazedonien reisete und wiederum aus Mazedonien zu euch kame und von euch geleitet wurde nach Judaa. Hab' ich aber eine Leichtfertigkeit gebrauchet, da ich solches gedachte, Oder sind meine Anschlage fleischlich? Nicht also, sondern bei mir ist Ja Ja, und Nein ist Nein. Aber, o ein treuer Gott, dall unser Wort an euch nicht Ja und Nein gewesen ist! Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns geprediget ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern es war Ja in ihm. Denn alle Gottesverheiliungen sind Ja in ihm und sind Amen in ihm Gott zu Lobe durch uns. Gott ist's aber, deruns befestiget samt euch in Christum und uns gesalbet und versiegelt und in unsere Herzen das Pfand, den Geist, gegeben hat. Ich rufe aber Gott an zum Zeugen auf meine Seele, daß ich euer verschonet habe in dem, dafi ich nicht wieder gen Korinth kommen bin. Nicht daß wir Herren seien über euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude; denn ihr stehet im Glauben.

Evangelium

Lukas 16:1-13

Er sprach aberauch zu seinen Jungern: Eswar ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter; der ward vor ihm beruchtiget, als hatte er ihm seine Guter umgebracht. Und er forderte ihn und sprach zu ihm: Wie hore ich das von dir? Tu Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht Haushalter sein. Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soil ich tun? Mein Herr nimmt das Amt von mir; graben mag ich nicht, so schame ich mich zu betteln. Ich weift wohl, was ich tun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzt werde; daß sie mich in ihre Hauser nehmen. Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn und sprach zu dem ersten: Wieviel bistdu meinem Herrn schuldig? Er sprach: Hundert Tonnen Oles. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, setze dich und schreib flugs fünfzig. Danach sprach erzu dem andern: Du aber, wieviel bistdu schuldig? Er sprach: Hundert Malter Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief und schreib achtzig. Und der Herr lobete den ungerechten Haushalter, daß er kluglich getan hatte. Denn die Kinder dieser Welt sind kluger denn die Kinder des Lichts in ihrem Geschlechte. Und ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten. Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Groften treu; und wer im Geringsten unrecht ist, der ist auch im Groften unrecht. So ihr nun in dem ungerechten Mammon nicht treu seid, wer will euch das Wahrhaftige vertrauen? Und so ihr in dem Fremden nicht treu seid, wer will euch geben dasjenige, das euer ist? Kein Hausknecht kann zweien Herren dienen; entweder erwird einen hassen und den andern lieben, oderwird einem anhangen und den andern verachten. Ihr konnet nicht Gott samt dem Mammon dienen.

Evangelium

Johannes 8:1-11

Jesus aber ging an den Olberg. Und fruhmorgens kam erwieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm. Und er setzte sich und lehrete sie. Aber die Schriftgelehrten und Pharisaer brachten ein Weib zu ihm, im Ehebruch begriffen, und stelleten sie in die Mitte und sprachen zu ihm: Meister, dies Weib ist begriffen auf frischer Tat im Ehebruch. Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche zu steinigen; was sagst du? Das sprachen sie aber, ihn zu versuchen, auf dall sie eine Sache wider ihn flatten. Aber Jesus buckete sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie nun anhielten, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, derwerfe den ersten Stein auf sie. Und buckete sich wieder nieder und schrieb auf die Erde. Da sie aber das horeten, gingen sie hinaus, von ihrem Gewissen uberzeugt, einer nach dem andern, von den Altesten an bis zu den Geringsten. Und Jesus ward gelassen allein und das Weib in der Mitte stehend. Jesus aber richtete sich auf; und da er niemand sah denn das Weib, sprach er zu ihr: Weib, wo sind sie, deine Verklager? Hat dich niemand verdammt? Sie aber sprach: Herr, niemand. Jesus aber sprach: So verdamme ich dich auch nicht; gehe hin und sundige hinfort nicht mehr!

Evangelium

Matthäus 7

Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit welcherlei Gerichte ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welcherlei Mall ihr messet, wird euch gemessen werden. Was siehest du aber den Splitter in deines Bruders Auge und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge? Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen! und siehe, ein Balken ist in deinem Auge? Du Heuchler, zieh am ersten den Balken aus deinem Auge; danach besiehe, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest! Ihr sollt das Heiligtum nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Saue werfen, auf daß sie dieselbigen nicht zertreten mit ihren Fülien und sich wenden und euch zerreifien. Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfangt, und wer da suchet, der findet, und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Welcher ist unter euch Menschen, so ihn sein Sohn bittet urns Brot, der ihm einen Stein biete? Oder so er ihn bittet urn einen Fisch, der ihm eine Schlange biete? So denn ihr, die ihr doch arg seid, konnt dennoch euren Kindern gute Gaben geben, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten! Alles nun, was ihr wollet, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen; das ist das Gesetz und die Propheten. Gehet ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abfuhret; und ihrersind viel, die daraufwandeln. Und die Pforte ist enge, und der Weg istschmal, der zum Leben führet; und wenig ist ihrer, die ihn finden. Sehet euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wolfe. An ihren Fruchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen Oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringet gute Fruchte; aber ein fauler Baum bringet arge Fruchte. Ein guter Baum kann nicht arge Fruchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Fruchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Fruchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum an ihren Fruchten sollt ihrsie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissaget, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, haben wir nicht in deinem Namen viel Taten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Ubeltater! Darum wer diese meine Rede horet und tut sie, den vergleiche ich einem klugen Mann, der sein Haus auf einen Felsen bauete. Da nun ein Platzregen fiel, und ein Gewasser kam, und weheten die Winde und stielien an das Haus, fiel es doch nicht; denn es war auf einen Felsen gegrundet. Und wer diese meine Rede horet und tut sie nicht, der ist einem torichten Mann gleich, der sein Haus auf den Sand bauete. Da nun ein Platzregen fiel, und kam ein Gewasser, und weheten die Winde und stiefien an das Haus, da fiel es und tat einen grolien Fall. Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, entsetzte sich das Volk uber seine Lehre. Denn er predigte gewaltig und nicht wie die Schriftgelehrten.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

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