Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

Apostelgeschichte 14:1-7

Es geschah aber zu Ikonien, daß sie zusammenkamen und predigten in der Juden Schule, also daß eine grofte Menge der Juden und der Griechen glaubig ward. Die unglaubigen Juden aber erweckten und entrüsteten die Seelen der Heiden wider die Brüder. So hatten sie nun ihr Wesen daselbst eine lange Zeit und lehreten frei im Herm, welcher bezeugete das Wort seiner Gnade und lieft Zeichen und Wunder geschehen durch ihre Hande. Die Menge aber der Stadt spaltete sich; etliche hielten's mit den Juden und etliche mit den Aposteln. Da sich aber ein Sturm erhub der Heiden und der Juden und ihrer Obersten, sie zu schmahen und zu steinigen, wurden sie des inne und entflohen in die Stadte des Landes Lykaonien, gen Lystra und Derbe und in die Gegend umher und predigten daselbst das Evangelium.

Erste Lesung

Jesaja 43

Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erloset; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Denn so du durch Wasser gehest, will ich bei dir sein, dad dich die Strome nicht sollen ersaufen, und so du ins Feuer gehest, sollst du nicht brennen, und die Flamme soil dich nicht anzunden. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige in Israel, dein Heiland. Ich habe Agypten, Mohren und Seba an deiner Statt zur Versohnung gegeben. Weil du so wert bist vor meinen Augen geachtet, mudt du auch herrlich sein, und ich habe dich lieb; darum gebe ich Menschen an deiner Statt und Volker fur deine Seele. So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. Ich will vom Morgen deinen Samen bringen und will dich vom Abend sammeln; und will sagen gegen Mitternacht: Gib her! und gegen Mittag: Wehre nicht! Bringe meine Sohne von feme her und meine Tochter von der Welt Ende, alle, die mit meinem Namen genannt sind, namlich die ich geschaffen habe zu meiner Herrlichkeit und sie zubereitet und gemacht. La(3> hervortreten das blinde Volk, welches doch Augen hat, und die Tauben, die doch Ohren haben. Lafit alle Heiden zusammenkommen zuhaufe und sich die Volker versammeln. Welcher ist unter ihnen, der solches verkundigen moge und uns horen lasse vorhin, was geschehen soil? Ladt sie ihre Zeugen darstellen und beweisen, so wird man's horen und sagen: Es ist die Wahrheit. Ihr aber seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwahlet habe, auf dad ihr wisset und mirglaubet und verstehet, dafi ich's bin. Vor mir ist kein Gott gemacht, so wird auch nach mir keiner sein. Ich, ich bin der HERR, und ist auder mir kein Heiland. Ich hab's verkundiget und hab auch geholfen und hab's euch sagen lassen; und ist kein fremder (Gott) unter euch. Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR; so bin ich Gott. Auch bin ich, ehe denn nie kein Tag war; und ist niemand, der aus meiner Hand erretten kann. Ich wirke; wer will's abwenden? So spricht der HERR, euer Erloser, der Heilige in Israel: Urn euretwillen habe ich gen Babel geschickt und habe die Riegel alle heruntergestoden und die klagenden Chaldaer in die Schiffe gejagt. Ich bin der HERR, euer Heiliger, der ich Israel geschaffen habe, euer Konig. So spricht der HERR, der im Meer Weg und in starken Wassern Bahn macht; der herausbringt Wagen und Rod, Heer und Macht, dad sie auf einem Haufen daßegen und nicht aufstehen, dad sie verloschen, wie ein Docht verlischt: Gedenket nicht an das Alte und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues machen; jetzt soil es aufwachsen; dad ihr erfahren werdet, dad ich Weg in der Wuste mache und Wasserstrome in der Einode, dad mich das Tier auf dem Felde preise, die Drachen und Strauden. Denn ich will Wasser in der Wuste und Strome in der Einode geben zu tranken mein Volk; meine Auserwahlten. Dies Volk habe ich mir zugerichtet, es soil meinen Ruhm erzahlen. Nicht dad du mich flattest gerufen, Jakob, Oder dad du urn mich gearbeitet flattest, Israel. Mir zwar hast du nicht gebracht Schafe deines Brandopfers noch mich geehret mit deinen Opfern; mich hat deines Dienstes nicht gelüstet im Speisopfer, habe auch nicht Lust an deiner Arbeit im Weihrauch; mir hast du nicht urn Geld Kalmus gekauft; mich hast du mit dem Fetten deiner Opfer nicht gefüllet. Ja, mir hast du Arbeit gemacht in deinen Sünden und hast mir Muhe gemacht in deinen Missetaten. Ich, ich tilge deine Ubertretung urn meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht. Erinnere mich, lad uns miteinander rechten; sage an, wie du gerecht willst sein! Deine Voreltern haben gesundiget, und deine Lehrer haben wider mich midgehandelt. Darum habe ich die Fursten des Heiligtums entheiliget und habe Jakob zum Bann gemacht und Israel zum Hohn.

Erste Lesung

Jesaja 7:10-17

Und der HERR redete abermal zu Ahas und sprach: Fordere dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott, es sei unten in der Holle Oder droben in der Hohe. Aber Ahas sprach: Ich will's nichtfordern, daß ich den HERRN nicht versuche. Da sprach er: Wohlan, so horet, ihrvom Hause David: Ist's euch zu wenig, daß ihrdie Leute beleidiget; ihr musset auch meinen Gott beleidigen? Darum so wird euch der HERR selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau istschwanger und wird einen Sohn gebaren, den wird sie heißen Immanuel. Butter und Honig wird eressen, daßerwisse Boses zu verwerfen und Gutes zu erwahlen. Denn ehe der Knabe lernet Boses verwerfen und Gutes erwahlen, wird das Land, davordirgrauet, verlassen sein von seinen zween Konigen. Aber der HERR wird uber dich, fiber dein Volk und fiber deines Vaters Haus Tage kommen lassen, die nicht kommen sind, seit der Zeit, da Ephraim von Juda geschieden ist, durch den Konig zu Assyrien;

Morgengebet — Erste Lesung

Jesaja 6:1-11

Des Jahrs, da der Konig Usia starb, sah ich den HERRN sitzen auf einem hohen und erhabenen Stuhl; und sein Saum fullete den Tempel. Seraphim stunden uber ihm, ein jeglicher hatte sechs Flugel; mitzween deckten sie ihr Antlitz, mit zween deckten sie ihre Fülie und mit zween flogen sie. Und einer riefzum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll! dal$ die Uberschwellen bebeten von der Stimme ihres Rufens, und das Haus ward voll Rauchs. Da sprach ich: Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den Konig, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen. Da flog der Seraphim einer zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, und ruhrete meinen Mund und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen geruhret, dati deine Missetat von dir genommen werde und deine Sunde versohnet sei. Und ich horete die Stimme des HERRN, daß er sprach: Wen soil ich senden? Werwill unser Bote sein? Ich aber sprach: Hie bin ich, sende mich! Und er sprach: Gehe hin und sprich zu diesem Volk: Horet es und verstehet es nicht; sehet es und merket es nicht! Verstocke das Herz dieses Volks und lali ihre Ohren dicke sein und blende ihre Augen, dati sie nicht sehen mit ihren Augen, noch horen mit ihren Ohren, noch verstehen mit ihrem Herzen und sich bekehren und genesen. Ich aber sprach: HERR, wie lange? Er sprach: Bis daß die Stadte wüste werden ohne Einwohner und Hauser ohne Leute und das Feld ganz wüst liege.

Epistel

Römer 11:33-36

0 welch eine Tiefe des Reichtums, beide, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Erste Lesung

Sprüche 16

Der Mensch setzt ihm wohl vor im Herzen; aber vom HERRN kommt, was die Zunge reden soil. Einen jeglichen dünken seine Wege rein sein; aber allein der HERR macht das Herz gewiß. Befiehl dem HERRN deine Werke, so werden deine Anschlage fortgehen. Der HERR macht alles urn sein selbst willen, auch den Gottlosen zum bosen Tage. Ein stolz Herz ist dem HERRN ein Greuel und wird nicht ungestraft bleiben, wenn sie sich gleich alle aneinander hangen. Durch Güte und Treue wird Missetat versohnet; und durch die Furcht des HERRN meidet man das Bose. Wenn jemands Wege dem HERRN wohlgefallen, so macht er auch seine Feinde mit ihm zufrieden. Es ist besser wenig mit Gerechtigkeit denn viel Einkommens mit Unrecht. Des Menschen Herz schlagt seinen Weg an, aber der HERR allein gibt, daß erfortgehe. Weissagung ist in dem Munde des Konigs; sein Mund fehlet nicht im Gericht. Rechte Waage und Gewicht ist vom HERRN; und alle Pfunde im Sack sind seine Werke. Vor den Konigen unrecht tun, ist ein Greuel; denn durch Gerechtigkeit wird der Thron bestatiget. Recht raten gefallt den Konigen; und wer gleich zu rat, wird geliebet. Des Konigs Grimm ist ein Bote des Todes; aber ein weiser Mann wird ihn versohnen. Wenn des Konigs Angesicht freundlich ist, das ist Leben; und seine Gnade ist wie ein Abendregen. Nimm an die Weisheit, denn sie ist besser weder Gold, und Verstand haben ist edler denn Silber. Der Frommen Weg meidet das Arge; und wer seinen Weg bewahret, der behalt sein Leben. Werzugrund gehen soil, der wird zuvor stolz; und stolzer Mut kommt vor dem Fall. Es ist besser niedriges Gemüts sein mit den Elenden, denn Raub austeilen mit den Hoffartigen. Wereine Sache kluglich führet, der findet Gluck; und wohl dem, der sich auf den HERRN verlaßt. Ein Verstandiger wird geruhmet fur einen weisen Mann, und liebliche Reden lehren wohl. Klugheit ist ein lebendiger Brunn dem, der sie hat; aber die Zucht der Narren ist Narrheit. Ein weises Herz redet kluglich und lehret wohl. Die Reden des Freundlichen sind Honigseim, trosten die Seele und erfrischen die Gebeine. Manchem gefallt ein Weg wohl; aber sein Letztes reicht zum Tode. Mancher kommt zu großem Ungluck durch sein eigen Maul. Ein loser Mensch grabt nach Ungluck, und in seinem Maul brennet Feuer. Ein verkehrter Mensch richtet Hader an, und ein Verleumder macht Fursten uneins. Ein Frevler locket seinen Nachsten und fuhret ihn auf keinen guten Weg. Wer mit den Augen winkt, denkt nicht Gutes; und wer mit den Lippen deutet, vollbringet Boses. Graue Haare sind eine Krone der Ehren, die auf dem Wege der Gerechtigkeit funden werden. Ein Geduldiger ist besser denn ein Starker, und der seines Muts Herr ist, denn der Stadte gewinnet. Los wird geworfen in den Schoß; aber es fallet, wie der HERR will.

Morgengebet — Zweite Lesung

Offenbarung 1

Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in der Kürze geschehen soil; und hat sie gedeutet und gesandt durch seinen Engel zu seinem Knecht Johannes, der bezeuget hat das Wort Gottes und das Zeugnis von Jesu Christo, was er gesehen hat. Selig ist, der da lieset, und die da horen die Worte der Weissagung und behalten, was darinnen geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe. Johannes den sieben Gemeinden in Asien: Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist, und der da war, und der da kommt, und von den sieben Geistern, die da sind vor seinem Stuhl, und von Jesu Christo, welcher ist der treue Zeuge und Erstgeborne von den Toten und ein Furst der Konige auf Erden; der uns geliebet hat und gewaschen von den Sunden mit seinem Blut und hat uns zu Konigen und Priestern gemacht vor Gott und seinem Vater: demselbigen sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Siehe, er kommt mit den Wolken; und es werden ihn sehen alle Augen, und die ihn gestochen haben; und werden heulen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen. Ich bin das A und das 0, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der da ist, und der da war, und der da kommt, der Allmachtige. Ich, Johannes, der auch euer Bruder und Mitgenosse an der Trubsal ist und am Reich und an der Geduld Jesu Christi, war auf der Insel, die da heifit Patmos, urn des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses Jesu Christi. Ich war im Geist an des Herrn Tag und horete hinter mir eine große Stimme als einer Posaune, die sprach: Ich bin das A und das 0, der Erste und der Letzte; und was du siehest, das schreibe in ein Buch und sende es zu den Gemeinden in Asien, gen Ephesus und gen Smyrna und gen Pergamus und gen Thyatira und gen Sardes und gen Philadelphia und gen Laodicea. Und ich wandte mich urn, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich wandte, sah ich sieben guldene Leuchter und mitten unterden sieben Leuchtern einen, der war eines Menschen Sohn gleich, der war angetan mit einem Kittel und begurtet um die Brust mit einem guldenen Gürtel. Sein Hauptaber und sein Haar war weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme und seine Füße gleich wie Messing, das im Ofen glühet, und seine Stimme wie groß Wasserrauschen; und hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharf, zweischneidig Schwert, und sein Angesicht leuchtete wie die helle Sonne. Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Fußen wie ein Toter. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Furchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot; und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel der Holle und des Todes. Schreibe, was du gesehen hast, und was da ist, und was geschehen soil danach, das Geheimnis der sieben Sterne, die du gesehen hast in meiner rechten Hand, und die sieben guldenen Leuchter. Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter, die du gesehen hast, sind sieben Gemeinden.

Antwortpsalm

Psalmen 119:33-48

Zeige mir, HERR, den Weg deiner Rechte, daß ich sie bewahre bis ans Ende. Unterweise mich, daß ich bewahre dein Gesetz und halte es von ganzem Herzen. Führe mich auf dem Steige deiner Gebote; denn ich habe Lustdazu. Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zum Geiz. Wende meine Augen ab, daß sie nicht sehen nach unnutzer Lehre, sondern erquicke mich auf deinem Wege. Laft deinen Knecht dein Gebot festiglich fur dein Wort halten, daß ich dich furchte! Wende von mir die Schmach, die ich scheue; denn deine Rechte sind lieblich. Siehe, ich begehre deiner Befehle; erquicke mich mit deiner Gerechtigkeit! HERR, laft mir deine Gnade widerfahren, deine Hilfe nach deinem Wort, daß ich antworten moge meinem Lasterer; denn ich verlasse mich auf dein Wort. Und nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit; denn ich hoffe auf deine Rechte. Ich will dein Gesetz halten allewege, immer und ewiglich. Und ich wandle frohlich; denn ich suche deine Befehle. Ich rede von deinen Zeugnissen vor Konigen und schame mich nicht; und habe Lust an deinen Geboten, und sind mirlieb; und hebe meine Hande auf zu deinen Geboten, die mir lieb sind, und rede von deinen Rechten.

Evangelium

Matthäus 28:18-20

Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Volker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Antwortpsalm

Psalmen 19

Ein Psalm Davids, vorzusingen. Die Himmel erzahlen die Ehre Gottes, und die Feste verkundiget seiner Hande Werk. Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern. Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme hore. Ihre Schnur gehet aus in alle Lande und ihre Rede an der Welt Ende; er hat der Sonne eine Hütte in denselben gemacht. Und dieselbe gehet heraus, wie ein Brautigam aus seiner Kammer, und freuet sich wie ein Held, zu laufen den Weg. Sie gehet auf an einem Ende des Himmels und lauft urn bis wieder an dasselbe Ende; und bleibt nichts vor ihrer Hitze verborgen. Das Gesetz des HERRN ist ohne Wandel und erquicket die Seele. Das Zeugnis des HERRN ist gewiß und macht die Albernen weise. Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen. Die Furchtdes HERRN ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht. Sie sind kostlicher denn Gold und viel feines Gold; sie sind sußerdenn Honig und Honigseim. Auch wird dein Knecht durch sie erinnert; und wer sie halt, der hat großen Lohn. Wer kann merken, wie ofterfehlet? Verzeihe mir die verborgenen Fehle! Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, daß sie nicht uber mich herrschen; so werde ich ohne Wandel sein und unschuidig bleiben großer Missetat. Laß dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gesprach meines Herzens vor dir, HERR, mein Hort und mein Erloser!

Antwortpsalm

Psalmen 17

Ein Gebet Davids. HERR, erhore die Gerechtigkeit, merke auf mein Geschrei, vernimm mein Gebet, das nicht aus falschem Munde gehet. Sprich du in meiner Sache und schaue du aufs Recht! Du prufest mein Herz und besuchest es des Nachts und lauterst mich und findest nichts. Ich habe mir vorgesetzt, daß mein Mund nicht soil ubertreten. Ich bewahre mich in dem Wort deiner Lippen vor Menschenwerk auf dem Wege des Morders. Erhalte meinen Gang auf deinen Fuftsteigen, daß meine Tritte nicht gleiten! Ich rufe zu dir, daß du, Gott, wollest mich erhoren; neige deine Ohren zu mir, hore meine Rede! Beweise deine wunderliche Güte, du Heiland derer, die dir vertrauen, wider die, so sich wider deine rechte Hand setzen. Behüte mich wie einen Augapfel im Auge; beschirme mich unter dem Schatten deiner Flugel vor den Gottlosen, die mich verstoren, vor meinen Feinden, die urn und urn nach meiner Seele stehen. Ihre Fetten halten zusammen; sie reden mit ihrem Munde stolz. Wowirgehen so umgeben sie uns; ihre Augen richten sie dahin, daß sie uns zur Erde sturzen, gleichwie ein Lowe, der des Raubes begehrt, wie ein junger Lowe, der in der Hohle sitzt. HERR, mache dich auf, überwaltige ihn und demutige ihn; errette meine Seele von dem Gottlosen mit deinem Schwert, von den Leuten deiner Hand, HERR, von den Leuten dieser Welt, welche ihr Teil haben in ihrem Leben, welchen du den Bauch fullest mit deinem Schatz, die da Kinder die Fülle haben und lassen ihr übriges ihren Jungen. Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit; ich will satt werden, wenn ich erwache nach deinem Bilde.

Antwortpsalm

Psalmen 16

Ein gulden Kleinod Davids. Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich. Ich habe gesagtzu dem HERRN: Du bistja der HERR, ich muft urn deinetwillen leiden. Fur die Heiligen, so auf Erden sind, und fur die Herrlichen; an denen habe ich all mein Gefallen. Aber jene, die einem andern nacheilen, werden graft Herzeleid haben. Ich will ihres Trankopfers mit dem Blut nicht opfern, noch ihren Namen in meinem Munde führen. Der HERR aber ist mein Gut und mein Teil; du erhaltst mein Erbteil. Das Los ist mir gefallen aufs Liebliche; mir ist ein schon Erbteil worden. Ich lobe den HERRN, der mir geraten hat; auch zuchtigen mich meine Nieren des Nachts. Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, darum werde ich wohl bleiben. Darum freuet sich mein Herz, und meine Ehre ist frohlich, auch mein Fleisch wird sicher liegen. Denn du wirst meine Seele nicht in der Holle lassen und nicht zugeben, daß dein Heiliger verwese. Du tust mir kund den Weg zum Leben; vor dir ist Freude die Fülle und lieblich Wesen zu deiner Rechten ewiglich.

Abendgebet — Erste Lesung

1. Mose 18

Und der HERR erschien ihm im Hain Mamre, da er saß an der Tur seiner Hutte, da der Tag am heißesten war. Und als er seine Augen aufhub und sah, siehe, da stunden drei Manner gegen ihm. Und da er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tur seiner Hutte und buckte sich nieder auf die Erde und sprach: HERR, habe ich Gnade funden vor deinen Augen, so gehe nicht vor deinem Knechte uber. Man soil euch ein wenig Wassers bringen und eure Füfte waschen; und lehnet euch unter den Baum. Und ich will euch einen Bissen Brots bringen, dalj ihr euer Herz labet; danach sollt ihr fortgehen. Denn darum seid ihr zu eurem Knechte kommen. Sie sprachen: Tue, wie du gesagt hast. Abraham eilete in die Hutte zu Sara und sprach: Eile und menge drei Mali Semmelmehl, knete und backe Kuchen. Er aber lief zu den Rindern und holete ein zart gut Kalb und gab's dem Knaben; der eilete und bereitete es zu. Und er trug auf Butter und Milch und von dem Kalbe, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor und trat vor sie unter dem Baum, und sie alien. Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Weib Sara? Er antwortete: Drinnen in der Hutte. Da sprach er: Ich will wieder zu dir kommen, so ich lebe, siehe, so soli Sara, dein Weib, einen Sohn haben. Das horete Sara hinter ihm, hinter der Tur der Hutte. Und siewaren beide, Abraham und Sara, alt und wohl betagt, also daß es Sara nicht mehr ging nach der Weiber Weise. Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: Nun ich alt bin, soil ich noch Wollust pflegen, und mein Herrauch alt ist! Da sprach der HERR zu Abraham: Warum lachet des Sara und spricht: Meinest du, daß wahr sei, daß ich noch gebaren werde, so ich doch alt bin? Sollte dem HERRN etwas unmoglich sein? Urn diese Zeit will ich wieder zu dir kommen, so ich lebe, so soil Sara einen Sohn haben. Da leugnete Sara und sprach: Ich habe nicht gelacht; denn sie furchtete sich. Aber er sprach: Es ist nicht also, du hast gelacht. Da stunden die Manner auf von dannen und wandten sich gegen Sodom; und Abraham ging mit ihnen, dafi ersie geleitete. Da sprach der HERR: Wie kann ich Abraham verbergen, was ich tue, sintemal er ein groli und machtiges Volk soil werden, und alle Volker auf Erden in ihm gesegnet werden sollen? Denn ich weili, erwird befehlen seinen Kindern und seinem Hause nach ihm, daß sie des HERRN Wege halten und tun, was recht und gut ist; auf daß der HERR auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheilien hat. Und der HERR sprach: Es ist ein Geschrei zu Sodom und Gomorrha, das ist groli, und ihre Sünden sind fast schwer. Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie alles getan haben nach dem Geschrei, das vor mich kommen ist; Oder ob's nicht also sei, daß ich's wisse. Und die Manner wandten ihr Angesicht und gingen gen Sodom; aber Abraham blieb stehen vor dem HERRN und trat zu ihm und sprach: Willst du denn den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen? Es mochten vielleicht fünfzig Gerechte in der Stadt sein; wolltest du die umbringen und dem Ort nicht vergeben urn fünfzig Gerechter willen, die drinnen waren? Das sei feme von dir, daß du das tust und totest den Gerechten mit dem Gottlosen, daß der Gerechte sei gleich wie der Gottlose; das sei feme von dir, der du aller Welt Richter bist! Du wirst so nicht richten. Der HERR sprach: Finde ich fünfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt, so will ich urn ihretwillen all den Orten vergeben. Abraham antwortete und sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden zu reden mit dem HERRN, wiewohl ich Erde und Asche bin. Es mochten vielleicht fünf weniger denn fünfzig Gerechte drinnen sein; wolltest du denn die ganze Stadt verderben urn der fünfe willen? Er sprach: Finde ich drinnen fünfundvierzig, will ich sie nicht verderben. Und er fuhr weiter mit ihm zu reden, und sprach: Man mochte vielleicht vierzig drinnen finden. Er aber sprach: Ich will ihnen nichts tun urn der vierzig willen. Abraham sprach: Zürne nicht, HERR, dafi ich noch mehr rede. Man mochte vielleicht dreilüg drinnen finden. Er aber sprach: Finde ich dreifüg drinnen, so will ich ihnen nichts tun. Und er sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden, mit dem HERRN zu reden. Man mochte vielleicht zwanzig drinnen finden. Er antwortete: Ich will sie nicht verderben urn der zwanzig willen. Und er sprach: Ach zürne nicht, HERR, daß ich nur noch einmal rede. Man mochte vielleicht zehn drinnen finden. Er aber sprach: Ich will sie nicht verderben urn der zehn willen. Und der HERR ging hin, da er mit Abraham ausgeredet hatte; und Abraham kehrte wieder hin an seinen Ort.

Zweite Lesung

Galater 3

O ihr unverstandigen Galater, wer hat euch bezaubert, daß ihr der Wahrheit nicht gehorchet? welchen Christus Jesus vor die Augen gemalet war, und jetzt unter euch gekreuziget ist! Das will ich allein von euch lernen: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke Oder durch die Predigt vom Glauben? Seid ihr so unverstandig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden? Habt ihr denn so viel umsonst erlitten? Ist's anders umsonst. Der euch nun den Geist reichet und tut solche Taten unter euch, tut er's durch des Gesetzes Werke Oder durch die Predigt vom Glauben? Gleichwie Abraham hat Gott geglaubet, und ist ihm gerechnet zur Gerechtigkeit. So erkennet ihr ja nun, daß, die des Glaubens sind, das sind Abrahams Kinder. Die Schrift aber hat es zuvor ersehen, daß Gott die Heiden durch den Glauben gerecht macht. Darum verkundigte sie dem Abraham: In dir sollen alle Heiden gesegnet werden. Also werden nun, die des Glaubens sind, gesegnet mit dem glaubigen Abraham. Denn die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind unter dem Fluch; denn es stehet geschrieben: Verflucht sei jedermann, der nicht bleibet in alledem, das geschrieben stehet in dem Buch des Gesetzes, daß er's tue! Daft aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn der Gerechte wird seines Glaubens leben. Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens, sondern der Mensch, der es tut, wird dadurch leben. Christus aber hat uns erloset von dem Fluch des Gesetzes, da erward ein Fluch fur uns (denn es stehet geschrieben: Verflucht sei jedermann, der am Holz hangeti), auf daß der Segen Abrahams unter die Heiden kame in Christo Jesu, und wir also den verheiftenen Geist empfingen durch den Glauben. Liebe Bruder, ich will nach menschlicher Weise reden: Verachtet man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestatiget ist, und tut auch nichtsdazu. Nun istje die Verheiftung Abraham und seinem Samen zugesagt. Erspricht nicht: durch die Samen, als durch viele, sondern als durch einen, durch deinen Samen, welcher ist Christus. Ich sage aber davon: Das Testament, das von Gott zuvor bestatiget ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, daß die Verheiftung sollte durchs Gesetz aufhoren, welches gegeben ist über vierhundertunddreiftig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so wurde es nicht durch Verheiftung gegeben. Gott aber hat es Abraham durch Verheiftung frei geschenkt. Was soil denn das Gesetz? Es ist dazukommen urn der Sünde willen, bis der Same kame, dem die Verheiftung geschehen ist, und ist gestellet von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler; Gott aber ist einig. Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verheiftungen? Das sei feme! Wenn aber ein Gesetz gegeben ware, das da konnte lebendig machen, so kame die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetze. Aber die Schrift hat es alles beschlossen unter die Sünde, auf daß die Verheiftung kame durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben. Ehe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahret und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbart werden. Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, daß wir durch den Glauben gerecht würden. Nun aber der Glaube kommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Denn ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum. Denn wieviel euer getauft sind, die haben Christum angezogen. Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu. Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Samen und nach der Verheiftung Erben.

Zweite Lesung

1. Korinther 8

Von dem Gotzenopfer aber wissen wir; denn wir haben alle das Wissen. Das Wissen blaset auf; aber die Liebe bessert. So aber sich jemand dunken lasset, er wisse etwas, der weift noch nichts, wie er wissen soil. So aber jemand Gott liebet, derselbige ist von ihm erkannt. So wissen wir nun von der Speise des Gdtzenopfers, daß ein Gotze nichts in der Welt sei, und daß kein anderer Gott sei ohne der einige. Und wiewohl es sind, die Gotter genannt werden, es sei, im Himmel Oder auf Erden, sintemal es sind viel Gotter und viel Herren: so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von welchem alle Dinge sind und wir in ihm, und einen Herrn, Jesum Christum, durch welchen alle Dinge sind und wir durch ihn. Es hat aber nicht jedermann das Wissen. Denn etliche machen sich noch ein Gewissen fiber dem Gdtzen und essen es fur Gotzenopfer; damit wird ihr Gewissen, weil es so schwach ist, beflecket. Aber die Speise fordert uns nicht vor Gott. Essen wir, so werden wir darum nicht besser sein; essen wir nicht, so werden wir darum nichts weniger sein. Sehet aber zu, daß diese eure Freiheit nicht gerate zu einem Anstoft der Schwachen. Denn so dich, der du die Erkenntnis hast, jemand sahe zu Tische sitzen im Gotzenhause, wird nicht sein Gewissen dieweil er schwach ist, verursacht, das Gotzenopfer zu essen? Und wird also fiber deiner Erkenntnis der schwache Bruder umkommen, um welches willen doch Christus gestorben ist. Wenn ihr aber also sundiget an den Brüdem und schlaget ihr schwaches Gewissen, so sundiget ihr an Christo. Darum, so die Speise meinen Bruder argert, wollte ich nimmermehr Fleisch essen, auf daß ich meinen Bruder nicht argerte.

Zweite Lesung

1. Petrus 1:13-25

Darum so begurtet die Lenden eures Gemutes, seid nuchtern und setzet eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird durch die Offenbarung Jesu Christi, als gehorsame Kinder; und stellet euch nicht gleich wie vorhin, da ihr in Unwissenheit nach den Lusten lebetet, sondern nach dem, der euch berufen hat und heilig ist, seid auch ihr heilig in allem eurem Wandel. Denn es stehet geschrieben: Ihr sollt heilig sein; denn ich bin heilig. Und sintemal ihr den zum Vater anrufet, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeglichen Werk, so fuhret euren Wandel, solange ihr hier wallet, mit Furcht; und wisset, dafi ihr nicht mit verganglichem Silber Oder Gold erloset seid von eurem eitlen Wandel nach vaterlicher Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi, als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes, der zwar zuvor versehen ist, ehe der Welt Grund gelegt ward, aber offenbaret zu den letzten Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubet an Gott, der ihn auferwecket hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, auf daß ihr Glauben und Hoffnung zu Gott haben mochtet. Und machet keusch eure Seelen im Gehorsam der Wahrheit durch den Geist zu ungefarbter Bruderliebe und habt euch untereinander brunstig lieb aus reinem Herzen, als die da wiederum geboren sind, nicht aus verganglichem, sondern aus unverganglichem Samen, namlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da ewiglich bleibet. Denn alles Fleisch ist wie Gras und aile Herrlichkeit der Menschen wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorret, und die Blume abgefailen; aber des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit. Das ist das Wort, welches unter euch verkundiget ist.

Zweite Lesung

1. Petrus 8:1-10

Evangelium

Lukas 13

Es waren aber zu derselbigen Zeit etliche dabei, die verkundigten ihm von den Galilaern, welcher Blut Püatus samt ihrem Opfer vermischt hatte. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, daß diese Galilaer vor alien Galilaern Sunder gewesen sind, die weil sie das erlitten haben? Ich sage: Nein, sondern, so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Oder meinet ihr, daß die achtzehn, auf welche der Turm in Siloah fiel und erschlug sie, seien schuldig gewesen vor alien Menschen, die zu Jerusalem wohnen? Ich sage: Nein, sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberge; und kam und suchte Frucht darauf und fand sie nicht. Da sprach er zu dem Weingartner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang alle Jahre kommen und habe Frucht gesucht auf diesem Feigenbaum und finde sie nicht. Haue ihn ab; was hindert er das Land? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, laft ihn noch dies Jahr, bis daß ich um ihn grabe und bedunge ihn, ob erwollte Frucht bringen; wo nicht, so haue ihn danach ab. Und er lehrete in einer Schule am Sabbat. Und siehe, ein Weib war da, das hatteeinen Geist der Krankheit achtzehn Jahre; und sie war krumm und konnte nicht wohl aufsehen. Da sie aber Jesus sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Weib, sei los von deiner Krankheit! Und legte die Hande auf sie; und alsbald richtete sie sich auf und preisete Gott. Da antwortete der Oberste der Schule und war unwillig, daß Jesus auf den Sabbat heilete, und sprach zu dem Volk: Es sind sechs Tage, darinnen man arbeiten soil; in denselbigen kommt und laftt euch heilen und nicht am Sabbattage. Da antwortete ihm der Herr und sprach: Du Heuchler, loset nicht ein jeglicher unter euch seinen Ochsen Oder Esel von der Krippe am Sabbat und führet ihn zur Tranke? Sollte aber nicht geloftt werden am Sabbat diese, die doch Abrahams Tochter ist, von diesem Bande, welche Satanas gebunden hatte nun wohl achtzehn Jahre? Und als er solches sagte, muftten sich schamen alle, die ihm wider gewesen waren. Und alles Volk freuete sich uber alle herrlichen Taten, die von ihm geschahen. Er sprach aber: Wem ist das Reich Gottes gleich, und wem soil ich's vergleichen? Es ist einem Senfkorn gleich, welches ein Mensch nahm und warfs in seinen Garten; und es wuchs und ward ein grafter Baum, und die Vogel des Himmels wohneten unter seinen Zweigen. Und abermal sprach er: Wem soil ich das Reich Gottes vergleichen? Es ist einem Sauerteige gleich, welchen ein Weib nahm und verbarg ihn unter drei Scheffel Mehls, bis daß es gar sauer ward. Und er ging durch Stadte und Markte und lehrete und nahm seinen Weg gen Jerusalem. Es sprach aber einer zu ihm: Herr, meinestdu, daß wenige selig werden? Er aber sprach zu ihnen: Ringet danach, daß ihr durch die enge Pforte eingehet; denn viele werden, das sage ich euch, danach trachten, wie sie hineinkommen, und werden's nicht tun konnen. Von dem an, wenn der Hauswirt aufgestanden ist und die Tur verschlossen hat, da werdet ihr denn anfangen drauften zu stehen, und an die Tur klopfen und sagen: Herr, Herr, tu uns auf! Und er wird antworten und zu euch sagen: Ich kenne euer nicht, wo ihr her seid. So werdet ihr denn anfangen zu sagen: Wir haben vordir gegessen und getrunken, und auf den Gassen hast du uns gelehret. Und erwird sagen: Ich sage euch, ich kenne euer nicht, wo ihr her seid; weichet alle von mir, ihr Ubeltater! Da wird sein Heulen und Zahneklappen, wenn ihr sehen werdet Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes, euch aber hinausgestoften. Und es werden kommen vom Morgen und vom Abend, von Mitternacht. und vom Mittage, die zu Tische sitzen werden im Reich Gottes. Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein; und sind Erste, die werden die Letzten sein. An demselben Tage kamen etliche Pharisaer und sprachen zu ihm: Heb' dich hinaus und gehe von hinnen; denn Herodes will dich toten. Und er sprach zu ihnen: Gehet hin und saget demselbigen Fuchs: Siehe, ich treibe Teufel aus und mache gesund heute und morgen und am dritten Tage werde ich ein Ende nehmen. Doch muft ich heute und morgen und am Tage danach wandeln; denn es tut's nicht, daß ein Prophet umkomme aufter Jerusalem. Jerusalem, Jerusalem, die du totest die Propheten und steinigest, die zu dir gesandt werden, wie oft habe ich wollen deine Kinder versammeln wie eine Henne ihr Nest unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Sehet, euer Haus soil euch wüste gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich nicht sehen, bis daß es komme, daß ihr sagen werdet: Gelobet ist, der da kommt in dem Namen des Herm!

Abendgebet — Zweite Lesung

Epheser 4:17-32

So sage ich nun und zeuge in dem Herrn, dati ihr nicht mehr wandelt, wie die andern Heiden wandeln der Eitelkeit ihres Sinnes, welcher Verstand verfinstert ist, und sind entfremdet von dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, so in ihnen ist, durch die Blindheit ihres Herzens. welche ruchlos sind und ergeben sich der Unzucht und treiben allerlei Unreinigkeit samt dem Geiz. Ihr aber habt Christum nicht also gelernet, so ihr anders von ihm gehoret habt und in ihm gelehret seid, wie in Jesu ein rechtschaffen Wesen ist. So leget nun von euch ab nach dem vorigen Wandel den alten Menschen, der durch Lüste in Irrtum sich verderbet. Erneuert euch aber im Geist eures Gemüts und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Darum leget die Luge ab und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nachsten, sintemal wir untereinander Glieder sind. Zürnet, und sundiget nicht; lasset die Sonne nicht uber eurem Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Lasterer! Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit den Handen etwas Gutes, auf daß er habe, zu geben dem Dürftigen. Lasset kein faul Geschwatz aus eurem Munde gehen, sondern was nutzlich zur Besserung ist, da es not tut, daß es holdselig sei zu horen. Und betrubet nicht den Heiligen Geist Gottes, damit ihr versiegelt seid auf den Tag der Erlosung. Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lasterung sei feme von euch samt aller Bosheit. Seid aber untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem andern, gleichwie Gott euch vergeben hat in Christo.

Evangelium

Lukas 20:41-21:4

Er sprach aber zu ihnen: Wie sagen sie, Christus sei Davids Sohn? Und er selbst, David, spricht im Psalmbuch: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fülie. David nennet ihn einen Herrn, wie ist er denn sein Sohn? Da aber alles Volk zuhorete, sprach er zu seinen Jungern: Hutet euch vor den Schriftgelehrten, die da wollen einhertreten in langen Kleidern und lassen sich gerne grufien auf dem Markte und sitzen gerne obenan in den Schulen und uber Tisch. Sie fressen der Witwen Hauser und wenden lange Gebete vor; die werden desto schwerere Verdammnis empfangen. Ersah aber auf und schauete die Reichen, wie sie ihre Opfer einlegten in den Gotteskasten. Er sah aber auch eine arme Witwe, die legte zwei Scherflein ein. Und er sprach: Wahrlich, ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr denn sie alle eingelegt. Denn diese alle haben aus ihrem Uberfluli eingelegt zu dem Opfer Gottes; sie aber hat von ihrer Armut alle ihre Nahrung, die sie hatte, eingelegt.

Evangelium

Johannes 11:1-17

Es lag aber einer krank mit Namen Lazarus von Bethanien, in dem Flecken Marias und ihrer Schwester Martha. (Maria aber war, die den Herrn gesalbet hatte mit Salben und seine Füfte getrocknet mit ihrem Haar; derselbigen Bruder Lazarus war krank.) Da sandten seine Schwestern zu ihm und lieften ihm sagen: Herr, siehe, den du liebhast, der liegt krank. Da Jesus das horete, sprach er: Die Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Ehre Gottes, daß der Sohn Gottes dadurch geehret werde. Jesus aber hatte Martha lieb und ihre Schwester und Lazarus. Als er nun horete, daß er krank war, blieb er zwei Tage an dem Ort, da er war. Danach spricht er zu seinen Jungern: Lasset uns wieder nach Judaa ziehen! Seine Jünger sprachen zu ihm: Meister, jenesmal wollten die Juden dich steinigen, und du willst wieder dahin ziehen? Jesus antwortete: Sind nicht des Tages zwolf Stunden? Wer des Tages wandelt, der stoftet sich nicht, denn er siehet das Licht dieser Welt. Wer aber des Nachts wandelt, der stoftet sich, denn es ist kein Licht in ihm. Solches sagte er, und danach spricht er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schlaft; aber ich gehe hin, daß ich ihn aufwecke. Da sprachen seine Junger: Herr, schlaft er, so wird's besser mit ihm. Jesus aber sagte von seinem Tode; sie meineten aber, er redete vom leiblichen Schlaf. Da sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben. Und ich bin froh um euretwillen, daß ich nicht dagewesen bin, auf daß ihr glaubet. Aber lasset uns zu ihm ziehen! Da sprach Thomas, derda genannt ist Zwilling, zu den Jungern: Lasset uns mit ziehen, daß wir mit ihm sterben! Da kam Jesus und fand ihn, daß erschon vier Tage im Grabe gelegen war.

Evangelium

Lukas 13

Es waren aber zu derselbigen Zeit etliche dabei, die verkundigten ihm von den Galilaern, welcher Blut Püatus samt ihrem Opfer vermischt hatte. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, daß diese Galilaer vor alien Galilaern Sunder gewesen sind, die weil sie das erlitten haben? Ich sage: Nein, sondern, so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Oder meinet ihr, daß die achtzehn, auf welche der Turm in Siloah fiel und erschlug sie, seien schuldig gewesen vor alien Menschen, die zu Jerusalem wohnen? Ich sage: Nein, sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberge; und kam und suchte Frucht darauf und fand sie nicht. Da sprach er zu dem Weingartner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang alle Jahre kommen und habe Frucht gesucht auf diesem Feigenbaum und finde sie nicht. Haue ihn ab; was hindert er das Land? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, laft ihn noch dies Jahr, bis daß ich um ihn grabe und bedunge ihn, ob erwollte Frucht bringen; wo nicht, so haue ihn danach ab. Und er lehrete in einer Schule am Sabbat. Und siehe, ein Weib war da, das hatteeinen Geist der Krankheit achtzehn Jahre; und sie war krumm und konnte nicht wohl aufsehen. Da sie aber Jesus sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Weib, sei los von deiner Krankheit! Und legte die Hande auf sie; und alsbald richtete sie sich auf und preisete Gott. Da antwortete der Oberste der Schule und war unwillig, daß Jesus auf den Sabbat heilete, und sprach zu dem Volk: Es sind sechs Tage, darinnen man arbeiten soil; in denselbigen kommt und laftt euch heilen und nicht am Sabbattage. Da antwortete ihm der Herr und sprach: Du Heuchler, loset nicht ein jeglicher unter euch seinen Ochsen Oder Esel von der Krippe am Sabbat und führet ihn zur Tranke? Sollte aber nicht geloftt werden am Sabbat diese, die doch Abrahams Tochter ist, von diesem Bande, welche Satanas gebunden hatte nun wohl achtzehn Jahre? Und als er solches sagte, muftten sich schamen alle, die ihm wider gewesen waren. Und alles Volk freuete sich uber alle herrlichen Taten, die von ihm geschahen. Er sprach aber: Wem ist das Reich Gottes gleich, und wem soil ich's vergleichen? Es ist einem Senfkorn gleich, welches ein Mensch nahm und warfs in seinen Garten; und es wuchs und ward ein grafter Baum, und die Vogel des Himmels wohneten unter seinen Zweigen. Und abermal sprach er: Wem soil ich das Reich Gottes vergleichen? Es ist einem Sauerteige gleich, welchen ein Weib nahm und verbarg ihn unter drei Scheffel Mehls, bis daß es gar sauer ward. Und er ging durch Stadte und Markte und lehrete und nahm seinen Weg gen Jerusalem. Es sprach aber einer zu ihm: Herr, meinestdu, daß wenige selig werden? Er aber sprach zu ihnen: Ringet danach, daß ihr durch die enge Pforte eingehet; denn viele werden, das sage ich euch, danach trachten, wie sie hineinkommen, und werden's nicht tun konnen. Von dem an, wenn der Hauswirt aufgestanden ist und die Tur verschlossen hat, da werdet ihr denn anfangen drauften zu stehen, und an die Tur klopfen und sagen: Herr, Herr, tu uns auf! Und er wird antworten und zu euch sagen: Ich kenne euer nicht, wo ihr her seid. So werdet ihr denn anfangen zu sagen: Wir haben vordir gegessen und getrunken, und auf den Gassen hast du uns gelehret. Und erwird sagen: Ich sage euch, ich kenne euer nicht, wo ihr her seid; weichet alle von mir, ihr Ubeltater! Da wird sein Heulen und Zahneklappen, wenn ihr sehen werdet Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes, euch aber hinausgestoften. Und es werden kommen vom Morgen und vom Abend, von Mitternacht. und vom Mittage, die zu Tische sitzen werden im Reich Gottes. Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein; und sind Erste, die werden die Letzten sein. An demselben Tage kamen etliche Pharisaer und sprachen zu ihm: Heb' dich hinaus und gehe von hinnen; denn Herodes will dich toten. Und er sprach zu ihnen: Gehet hin und saget demselbigen Fuchs: Siehe, ich treibe Teufel aus und mache gesund heute und morgen und am dritten Tage werde ich ein Ende nehmen. Doch muft ich heute und morgen und am Tage danach wandeln; denn es tut's nicht, daß ein Prophet umkomme aufter Jerusalem. Jerusalem, Jerusalem, die du totest die Propheten und steinigest, die zu dir gesandt werden, wie oft habe ich wollen deine Kinder versammeln wie eine Henne ihr Nest unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Sehet, euer Haus soil euch wüste gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich nicht sehen, bis daß es komme, daß ihr sagen werdet: Gelobet ist, der da kommt in dem Namen des Herm!

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

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