Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

1. Korinther 9:13-18

Wisset ihr nicht, daß, die da opfern essen vom Opfer, und die des Altars pflegen, genießen des Altars? Also hat auch der Herr befohlen daß, die das Evangelium verkundigen; sollen sich vom Evangelium nahren. Ich aber habe der keines gebraucht. Ich schreibe auch nicht darum davon, daß es mit mir also sollte gehalten werden. Es ware mir lieber, ich sturbe, denn daß mirjemand meinen Ruhm sollte zunichte machen. Denn daß ich das Evangelium predige, darf ich mich nicht ruhmen; denn ich muß es tun. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte! Tue ich's gerne, so wird mirgelohnet; tue ich's aber ungerne, so ist mir das Amt doch befohlen. Was ist denn nun mein Lohn? Namlich daß ich predige das Evangelium Christi und tue dasselbige frei, umsonst, auf daß ich nicht meiner Freiheit mißbrauche am Evangelium.

Erste Lesung

Jeremia 3

Und spricht: Wenn sich ein Mann von seinem Weibe scheiden lasset, und sie zeucht von ihm und nimmt einen andern Mann, darf er sie auch wieder annehmen? Ist's nicht also, daß das Land verunreiniget wurde? Du aber hast mit vielen Buhlern gehuret; doch komm wieder zu mir, spricht der HERR. Hebe deine Augen auf zu den Hohen und siehe, wie du allenthalben Hurerei treibest. An den Stralien sitzest du und wartest auf sie, wie ein Araber in der Wuste, und verunreinigest das Land mit deiner Hurerei und Bosheit. Darum muli auch der Fruhregen ausbleiben und kein Spatregen kommen. Du hast eine Hurenstirn, du willst dich nicht mehr schamen und schreiest gleichwohl zu mir: Lieber Vater, du Meister meiner Jugend! Willst du denn ewiglich zurnen und nicht vom Grimm lassen? Siehe, du lehrest und tust Boses und lassest dir nicht Steuern. Und der HERR sprach zu mir, zur Zeit des Konigs Josia: Hastdu auch gesehen, was Israel, die Abtrunnige, tat? Sie ging hin auf alle hohen Berge und unter alle grünen Baume und trieb daselbst Hurerei. Und ich sprach, da sie solches alles getan hatte: Bekehre dich zu mir! Aber sie bekehrete sich nicht. Und obwohl ihre Schwester Juda, die Verstockte, gesehen hat, wie ich der abtrünnigen Israel Ehebruch gestraft und sie verlassen und ihr einen Scheidebrief gegeben habe, noch furchtet sich ihre Schwester, die verstockte Juda, nicht, sondern gehet hin und treibet auch Hurerei. Und von dem Geschrei ihrer Hurerei ist das Land verunreiniget; denn sie treibet Ehebruch mit Steinen und Holz. Und in diesem allem bekehret sich die verstockte Juda, ihre Schwester, nicht zu mir von ganzem Herzen, sondern heuchelt also, spricht der HERR. Und der HERR sprach zu mir: Die abtrunnige Israel ist fromm gegen die verstockte Juda. Gehe hin und predige gegen der Mittemacht also und sprich: Kehre wieder, du abtrunnige Israel, spricht der HERR, so will ich mein Antlitz nicht gegen euch verstellen; denn ich bin barmherzig, spricht der HERR, und will nicht ewiglich zurnen. Allein erkenne deine Missetat, da(5 du wider den HERRN, deinen Gott, gesundiget hast und hin und wieder gelaufen zu den fremden Gottern unter alien grünen Baumen und habt meiner Stimme nicht gehorchet, spricht der HERR. Bekehret euch, ihr abtrunnigen Kinder, spricht der HERR; denn ich will euch mir vertrauen und will euch holen, dati einer eine ganze Stadt und zween ein ganz Land führen sollen; und will euch bringen gen Zion. Und will euch Hirten geben nach meinem Herzen, die euch weiden sollen mit Lehre und Weisheit. Und soil geschehen, wenn ihr gewachsen und euer viel worden ist im Lande, so soli man, spricht der HERR, zur selbigen Zeit nicht mehr sagen von der Bundeslade des HERRN, auch derselbigen nicht mehr gedenken, noch davon predigen, noch sie besuchen, noch daselbst mehr opfern, sondern zur selbigen Zeit wird man Jerusalem heiften: Des HERRN Thron; und werden sich dahin sammeln alle Heiden urn des HERRN Namens willen zu Jerusalem und werden nicht mehr wandeln nach den Gedanken ihres bosen Herzens. Zu der Zeit wird das Haus Juda gehen zum Haus Israel und werden miteinander kommen von Mittemacht ins Land, das ich euren Vatern zum Erbe gegeben habe. Und ich sage dirzu: Wie will ich dir so viel Kinder geben und das liebe Land, das schone Erbe, namlich das Heer der Heiden! Und ich sage dir zu: Du wirst alsdann mich nennen: Lieber Vater! und nicht von mir weichen. Aber das Haus Israel achtet mein nichts, gleichwie ein Weib ihren Buhlen nicht mehr achtet, spricht der HERR. Darum wird man ein klaglich Heulen und Weinen der Kinder Israel horen auf den Hohen, dafur daß sie übel getan und des HERRN, ihres Gottes, vergessen haben. So kehret nun wieder, ihr abtrunnigen Kinder, so will ich euch heilen von eurem Ungehorsam. Siehe, wir kommen zu dir; denn du bist der HERR, unser Gott. Wahrlich, es ist eitel Betrug mit Hugeln und mit alien Bergen. Wahrlich, es hat Israel keine Hilfe denn am HERRN, unserm Gott. Und unserer Vater Arbeit, die wir von Jugend auf gehalten haben, müsse mit Schanden untergehen samt ihren Schafen, Rindern, Kindern und Tochtern. Denn darauf wir uns verlieften, das ist uns jetzt eitel Schande, und des wir uns trosteten, des müssen wir uns jetzt schamen. Denn wir sundigten damit wider den HERRN, unsern Gott, beide, wir und unsere Vater, von unserer Jugend auf, auch bis auf diesen heutigen Tag, und gehorchten nicht der Stimme des HERRN, unsers Gottes.

Erste Lesung

Jeremia 1:11-19

Und es geschah des HERRN Wortzu mir und sprach: Jeremia, was siehest du? Ich sprach: Ich sehe einen wackern Stab. Und der HERR sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich will wacker sein uber mein Wort, daß ich's tue. Und es geschah des HERRN Wort zum andernmal zu mir und sprach: Was siehest du? Ich sprach: Ich sehe einen heilien siedenden Topf von Mitternacht her. Und der HERR sprach zu mir: Von Mitternacht wird das Unglück ausbrechen uber alle, die im Lande wohnen. Denn siehe, ich will rufen alle Fürsten in den Konigreichen gegen Mitternacht, spricht der HERR, daß sie kommen sollen und ihre Stühle setzen vor die Tore zu Jerusalem und rings urn die Mauern her und vor alle Stadte Judas. Und ich will das Recht lassen über sie gehen urn aller ihrer Bosheit willen, daß sie mich verlassen und rauchern andern Gottern und beten an ihrer Hande Werk. So begürte nun deine Lenden und mache dich auf und predige ihnen alles, was ich dich heilie! Furchte dich nicht vor ihnen, als sollte ich dich abschrecken! Denn ich will dich heute zurfesten Stadt, zur eisernen Saule, zur ehernen Mauer machen im ganzen Lande wider die Konige Judas, wider ihre Fursten, wider ihre Priester, wider das Volk im Lande, daß, wenn sie gleich wider dich streiten, dennoch nicht sollen wider dich siegen; denn ich bin bei dir, spricht der HERR, daß ich dich errette.

Morgengebet — Erste Lesung

Prediger 3

Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde. Geboren werden, Sterben, Pflanzen, Ausrotten, das gepflanzt ist, Würgen, Heilen, Brechen, Bauen, Weinen, Lachen, Klagen, Tanzen, Steine zerstreuen, Steine sammeln, Herzen, Fernen von Herzen, Suchen, Verlieren, Behalten, Wegwerfen, Zerreifien, Zunahen, Schweigen, Reden, Lieben, Hassen, Streit, Friede hat seine Zeit. Man arbeite, wie man will, so kann man nicht mehr ausrichten. Dahersah ich die Muhe, die Gott den Menschen gegeben hat, daß sie drinnen geplagt werden. Er aber tut alles fein zu seiner Zeit und lalit ihr Herz sich angsten, wie es gehen solle in der Welt; denn der Mensch kann doch nicht treffen das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. Darum merkte ich, daß nichts Besseres drinnen ist, denn frdhlich sein und ihm gutlich tun in seinem Leben. Denn eine jeglicher Mensch, der da isset und trinkt und hat guten Mut in all seiner Arbeit, das ist eine Gabe Gottes. Ich merkte, daß alles, was Gott tut, das bestehet immer; man kann nichts dazutun noch abtun; und solches tut Gott, daß man sich vor ihm furchten soil. Was Gott tut, das stehet da; und was er tun will, das muli werden; denn er trachtet und jagt ihm nach. Weitersah ich unter der Sonne Stattedes Gerichts, da war ein gottlos Wesen, und Statte der Gerechtigkeit, da waren Gottlose. Da dachte ich in meinem Herzen: Gott muli richten den Gerechten und Gottlosen; denn es hat ailes Vornehmen seine Zeit und alle Werke. Ich sprach in meinem Herzen von dem Wesen der Menschen, darin Gott anzeigt und lalit es ansehen, als waren sie unter sich selbst wie das Vieh. Denn es gehet dem Menschen wie dem Vieh: wie dies stirbt, so stirbt er auch, und haben alle einerlei Odem; und der Mensch hat nichts mehr denn das Vieh; denn es ist alles eitel. Es fahret alles an einen Ort; es ist alles von Staub gemacht und wird wieder zu Staub. Wer weili, ob der Odem der Menschen aufwarts fahre und der Odem des Viehes unterwarts unter die Erde fahre? Darum sah ich, daß nichts Besseres ist, denn daß ein Mensch frohlich sei in seiner Arbeit; denn das ist sein Teil. Denn wer will ihn dahin bringen, daß er sehe was nach ihm geschehen wird?

Epistel

Sirach 45:1-6

Von diesem Buch gibt es keine gemeinfreie Ausgabe in deiner Sprache, daher wird dieser Abschnitt auf Englisch angezeigt.

And he brought out of him a man of mercy, Which found favor in the sight of all flesh; A man beloved of God and men, even Moses, Whose memorial is blessed. He made him like to the glory of the saints, And magnified him in the fears of his enemies. By his words he caused the wonders to cease; He glorified him in the sight of kings; He gave him commandment for his people, And showed him part of his glory. He sanctified him in his faithfulness and meekness; He chose him out of all flesh. He made him to hear his voice, And led him into the thick darkness, And gave him commandments face to face, Even the law of life and knowledge, That he might teach Jacob the covenant, And Israel his judgments. He exalted Aaron, a holy man like to him, Even his brother, of the tribe of Levi.

Erste Lesung

Sprüche 12

Wer sich gerne laßt strafen, der wird klug werden; wer aber ungestraft sein will, der bleibt ein Narr. Werfromm ist, derbekommt Trostvom HERRN; aber ein Ruchloser verdammt sich selbst. Ein gottlos Wesen fordert den Menschen nicht; aber die Wurzel der Gerechten wird bleiben. Ein fleißig Weib ist eine Krone ihres Mannes; aber eine Unfleißige ist ein Eiter in seinem Gebeine. Die Gedanken der Gerechten sind redlich; aber die Anschlage der Gottlosen sind Trugerei. Der Gottlosen Predigt richtet Blutvergießen an; aber der Frommen Mund errettet. Die Gottlosen werden umgesturzt und nicht mehr sein; aber das Haus der Gerechten bleibt stehen. Eines weisen Mannes Rat wird gelobt; aber die Tücken werden zuschanden. Wer gering ist und wartet des Seinen, der ist besser, denn der groß sein will, dem des Brots mangelt. Der Gerechte erbarmet sich seines Viehes; aber das Herz der Gottlosen ist unbarmherzig. Wer seinen Acker bauet, der wird Brots die Fulle haben; wer aber unnotigen Sachen nachgehet, der ist ein Narr. Des Gottlosen Lust ist, Schaden zu tun; aber die Wurzel der Gerechten wird Frucht bringen. Der Bose wird gefangen in seinen eigenen falschen Worten; aber der Gerechte entgehet der Angst. Viel Gutes kommt einem durch die Frucht des Mundes; und dem Menschen wird vergolten, nachdem seine Hande verdienet haben. Dem Narren gefallt seine Weise wohl; aberwer Rat gehorcht; der ist weise. Ein Narr zeigt seinen Zorn bald; aberwer die Schmach birget, ist witzig. Werwahrhaftig ist, der sagtfrei, was recht ist; aber ein falscher Zeuge betrugt. Wer unvorsichtig herausfahrt, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen ist heilsam. Wahrhaftiger Mund bestehet ewiglich; aber die falsche Zunge bestehet nicht lange. Die, so Boses raten, betrugen; aber die zum Frieden raten, machen Freude. Es wird dem Gerechten kein Leid geschehen; aber die Gottlosen werden voll Unglucks sein. Falsche Mauler sind dem FIERRN ein Greuel; die aber treulich handeln, gefallen ihm wohl. Ein witziger Mann gibt nicht Klugheit vor; aber das Herz der Narren ruft seine Narrheit aus. Fleüüge Hand wird herrschen; die aber lassig ist, wird müssen zinsen. Sorge im Herzen kranket; aber ein freundlich Wort erfreuet. Der Gerechte hat's besser denn sein Nachster; aber der Gottlosen Weg verfuhret sie. Einem Lassigen gerat sein Handel nicht; aber ein fleißiger Mensch wird reich. Auf dem rechten Wege ist Leben, und auf dem gebahnten Pfad ist kein Tod.

Morgengebet — Zweite Lesung

Lukas 24

Aber an der Sabbate einem sehr fruhe kamen sie zum Grabe und trugen die Spezerei, die sie bereitet hatten, und etliche mit ihnen. Sie fanden aber den Stein abgewalzet von dem Grabe und gingen hinein und fanden den Leib des Herm Jesu nicht. Und da sie darum bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Manner mit glanzenden Kleidern. Und sie erschraken und schlugen ihre Angesichte nieder zu der Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenket daran, wie er euch sagte, da er noch in Galilaa war, und sprach: Des Menschen Sohn muft uberantwortet werden in die Hande der Sunder und gekreuziget werden und am dritten Tage auferstehen. Und sie gedachten an seine Worte. Und sie gingen wieder vom Grabe und verkundigten das alles den Elfen und den andern alien. Es war aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und andere mit ihnen, die solches den Aposteln sagten. Und es deuchten sie ihre Worte eben, als waren's Marlein, und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stund auf und lief zum Grabe und buckete sich hinein und sah die leinenen Tucher ailein liegen und ging davon; und es nahm ihn wunder, wie es zuginge. Und siehe, zwei aus ihnen gingen an demselbigen Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechzig Feldwegs weit, des Name heißt Emmaus. Und sie redeten miteinandervon alien diesen Geschichten. Und es geschah, da sie so redeten und befragten sich miteinander, nahete Jesus zu ihnen und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, dafi sie ihn nicht kannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das fur Reden, die ihrzwischen euch handelt unterwegs, und seid traurig? Da antwortete einer mit Namen Kleophas und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen drinnen geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesu von Nazareth, welcher war ein Prophet, machtig von Taten und Worten vor Gott und allem Volk; wie ihn unsere Hohenpriester und Obersten uberantwortet haben zur Verdammnis des Todes und gekreuziget. Wir aber hoffeten, er sollte Israel erlosen. Und uber das alles ist heute der dritte Tag, dafi solches geschehen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern, die sind fruhe bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht funden, kommen und sagen, sie haben ein Gesichtder Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe und fanden's also, wie die Weiber sagten; aber ihn fanden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und trages Herzens, zu glauben alle dem, das die Propheten geredet haben! Mul Jte nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und ting an von Mose und alien Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren. Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hingingen. Und er stellete sich, als wollte er furder gehen. Und sie notigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen. Da wurden ihre Augen geoffnet und erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift offnete? Und sie stunden auf zu derselbigen Stunde, kehreten wieder gen Jerusalem und fanden die Elfe versammelt und die bei ihnen waren, welche sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen. Und sie erzahleten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt ware an dem, da erdas Brot brach. Da sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken aber und furchteten sich, meineten, sie sahen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz? Sehet meine Hande und meine Füße, ich bin's selber; fühlet mich und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe. Und da er das sagte, zeigte er ihnen Hande und Fül Je. Da sie aber noch nicht glaubten vor Freuden und sich verwunderten, sprach erzu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Und sie legten ihm vor ein Stuck von gebratenem Fisch und Honigseims. Und ernahm's und ali vor ihnen. Er aber sprach zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muß alles erfullet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Mose's, in den Propheten und in Psalmen. Da offnete er ihnen das Verstandnis, daß sie die Schrift verstunden. Und sprach zu ihnen: Also ist's geschrieben, und also mußte Christus leiden und auferstehen von den Toten am dritten Tage und predigen lassen in seinem Namen Buße und Vergebung der Sunden unter alien Volkern und anheben zu Jerusalem. Ihr aber seid des alles Zeugen. Und siehe, ich will auf euch senden die Verheifiung meines Vaters. Ihr aber sollt in der Stadt Jerusalem bleiben, bis daß ihr angetan werdet mit Kraft aus der Hohe. Er fuhrete sie aber hinaus gen Bethanien und hub die Hande auf und segnete sie. Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen und fuhrauf gen Himmel. Sie aber beteten ihn an und kehrten wieder gen Jerusalem mitgroßer Freude. Und waren allewege im Tempel, preiseten und lobeten Gott.

Antwortpsalm

Psalmen 4

Ein Psalm Davids, vorzusingen auf Saitenspielen. Erhore mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit, der du mich trostest in Angst; sei mir gnadig und erhore mein Gebet! Liebe Herren, wie lange soil meine Ehre geschandet werden? Wie habt ihr das Eitle so lieb und die Lügen so gerne! Sela. Erkennet doch daß der HERR seine Heiligen wunderlich fuhret! Der HERR horet, wenn ich ihn anrufe. Zürnet ihr, sundiget nicht! Redet mit eurem Herzen auf eurem Lager und harret. Sela. Opfert Gerechtigkeit und hoffet auf den HERRN. Viele sagen: Wie sollt uns dieser weisen, was gut ist? Aber, HERR, erhebe uber uns das Licht deines Antlitzes! Du erfreuest mein Herz, ob jene gleich viel Wein und Korn haben. Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HERR, hilfst mir, daß ich sicher wohne.

Evangelium

Matthäus 5:43-48

Ihr habt gehort, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nachsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tutwohl denen, die euch hassen, bittet fur die, so euch beleidigen und verfolgen, auf daß ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel Denn er laftt seine Sonne aufgehen uber die Bosen und uber die Guten und lasset regnen uber Gerechte und Ungerechte. Denn so ihr liebet, die euch lieben, was werdet ihr fur Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zollner? Und so ihr euch nur zu euren Brudern freundlich tut, was tut ihr Sonderliches? Tun nicht die Zollner auch also? Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist.

Antwortpsalm

Psalmen 17

Ein Gebet Davids. HERR, erhore die Gerechtigkeit, merke auf mein Geschrei, vernimm mein Gebet, das nicht aus falschem Munde gehet. Sprich du in meiner Sache und schaue du aufs Recht! Du prufest mein Herz und besuchest es des Nachts und lauterst mich und findest nichts. Ich habe mir vorgesetzt, daß mein Mund nicht soil ubertreten. Ich bewahre mich in dem Wort deiner Lippen vor Menschenwerk auf dem Wege des Morders. Erhalte meinen Gang auf deinen Fuftsteigen, daß meine Tritte nicht gleiten! Ich rufe zu dir, daß du, Gott, wollest mich erhoren; neige deine Ohren zu mir, hore meine Rede! Beweise deine wunderliche Güte, du Heiland derer, die dir vertrauen, wider die, so sich wider deine rechte Hand setzen. Behüte mich wie einen Augapfel im Auge; beschirme mich unter dem Schatten deiner Flugel vor den Gottlosen, die mich verstoren, vor meinen Feinden, die urn und urn nach meiner Seele stehen. Ihre Fetten halten zusammen; sie reden mit ihrem Munde stolz. Wowirgehen so umgeben sie uns; ihre Augen richten sie dahin, daß sie uns zur Erde sturzen, gleichwie ein Lowe, der des Raubes begehrt, wie ein junger Lowe, der in der Hohle sitzt. HERR, mache dich auf, überwaltige ihn und demutige ihn; errette meine Seele von dem Gottlosen mit deinem Schwert, von den Leuten deiner Hand, HERR, von den Leuten dieser Welt, welche ihr Teil haben in ihrem Leben, welchen du den Bauch fullest mit deinem Schatz, die da Kinder die Fülle haben und lassen ihr übriges ihren Jungen. Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit; ich will satt werden, wenn ich erwache nach deinem Bilde.

Antwortpsalm

Psalmen 43

Richte mich, Gott, und führe meine Sache wider das unheilige Volk und errette mich von den falschen und bosen Leuten. Denn du bist der Gott meiner Starke; warum verstofiest du mich? Warum lassest du mich so traurig gehen, wenn mich mein Feind dranget? Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung, daß ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott; auf der Harfe danke, mein Gott! Was betrubest du dich, meine Seele, und bistso unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Antwortpsalm

Psalmen 42

Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen. Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue? Meine Tranen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man taglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott? Wenn ich denn des inne werde, so schutte ich mein Herz heraus bei mir selbst; denn ich wollte gerne hingehen mitdem Haufen und mit ihnen wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken unter dem Haufen, die dafeiern. Was betrubest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Angesicht. Mein Gott, betrubt ist meine Seele in mir; darum gedenke ich an dich im Lande am Jordan und Hermonim, auf dem kleinen Berg. Deine Fluten rauschen daher, daß hie eine Tiefe und da eine Tiefe brausen; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich. Der HERR hat des Tages verheifien seine Gute, und des Nachts singe ich ihm und bete zu Gott meines Lebens. Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mein vergessen? Warum muü ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dranget? Es ist als ein Mord in meinen Beinen, daß mich meine Feinde schmahen, wenn sie taglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott? Was betrubest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Abendgebet — Erste Lesung

Prediger 4

Ich wandte mich und sah alle, die Unrecht leiden unter der Sonne; und siehe, da waren Tranen derer, so Unrecht litten und hatten keinen Troster; und die ihnen Unrecht taten, waren zu machtig, daß sie keinen Troster haben konnten. Da lobte ich die Toten, die schon gestorben waren, mehr denn die Lebendigen, die noch das Leben hatten. Und der noch nicht ist, ist besser denn alle beide, und des Bosen nicht inne wird, das unter der Sonne geschieht. Ich sah an Arbeit und Geschicklichkeit in alien Sachen; da neidet einer den andern. Das ist je auch eitel und Muhe. Denn ein Narr schlagt die Finger ineinander und frilit sein Fleisch. Es ist besser eine Hand voll mit Ruhe denn beide Fauste voll mit Muhe und Jammer. Ich wandte mich und sah die Eitelkeit unter der Sonne. Es ist ein einzelner und nicht selbander und hat weder Kind noch Bruder; noch ist seines Arbeitens kein Ende, und seine Augen werden Reichtums nicht satt. Wem arbeite ich doch und breche meiner Seele ab? Das istje auch eitel und eine bose Muhe. So ist's je besser zwei denn eins; denn sie genielien doch ihrer Arbeit wohl. Fallt ihrer einer, so hilftihm sein Gesell auf. Wehe dem, der allein ist! Wenn er fallt, so ist kein anderer da, der ihm aufhelfe. Auch wenn zwei beieinander liegen, warmen sie sich; wie kann ein einzelner warm werden? Einer mag uberwaltiget werden, aberzween mogen widerstehen; denn eine dreifaltige Schnur reißt nicht leicht entzwei. Ein arm Kind, das weise ist, ist besser denn ein alter Konig, der ein Narr ist und weiß sich nicht zu huten. Es kommt einer aus dem Gefangnis zum Konigreich; und einer, der in seinem Konigreich geboren ist, verarmet. Und ich sah, daß alle Lebendigen unterder Sonne wandeln bei einem andern Kinde, das an jenes Statt soil aufkommen. Und des Volks, das vor ihm ging, war kein Ende, und des, das ihm nachging; und wurden sein doch nicht froh. Das ist je auch eitel und ein Jammer. Bewahre deinen Fufi, wenn du zum Hause Gottes gehest, und komm, daß du horest! Das ist besser denn der Narren Opfer; denn sie wissen nicht, was sie Boses tun.

Zweite Lesung

Römer 12

Ich ermahne euch, liebe Bruder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefallig sei, welches sei euer vernunftiger Gottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verandert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prufen moget, welches da sei der gute, der wohlgefallige und der vollkommene Gotteswille. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedermann unter euch, daß niemand weiter von sich halte, denn sich's gebuhrt zu halten, sondern daß von sich maßiglich halte, ein jeglicher nachdem Gott ausgeteilet hat das Maß des Glaubens. Denn gleicherweise, als wir in einem Leibe viel Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerlei Geschaft haben, also sind wir viele ein Leib in Christo; aber untereinander ist einer des andern Glied. Und haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist.Hat jemand Weissagung, so sei sie dem Glauben ahnlich. Hat jemand ein Amt so warte er des Amts. Lehret jemand, so warte er der Lehre. Ermahnet jemand, so warte er des Ermahnens. Gibt jemand, so gebe er einfaltiglich. Regieret jemand, so sei er sorgfaltig. Ubet jemand Barmherzigkeit, so tu er's mit Lust. Die Liebe sei nicht falsch. Hasset das Arge, hanget dem Guten an. Die bruderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht trage, was ihr tun sollt. Seid brunstig im Geiste. Schicket euch in die Zeit. Seid frohlich in Hoffnung; geduldig in Trubsal, haltet an am Gebet. Nehmet euch der Heiligen Notdurft an. Herberget gerne. Segnet, die euch verfolgen; segnet, und fluchet nicht. Freuet euch mit den Frohlichen und weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen. Haltet euch nicht selbst fur klug. Vergeltet niemand Boses mit Bosem. Fleißiget euch der Ehrbarkeit gegen jedermann. 1st es mbglich, soviel an euch ist, so habt mit alien Menschen Frieden. Racheteuch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn; denn es stehet geschrieben: Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr. So nun deinen Feind hungert, so speise ihn; durstet ihn, so tranke ihn. Wenn du das tust, so wirst dufeurige Kohlen aufsein Hauptsammeln. Laß dich nicht das Bose uberwinden, sondern uberwinde das Bose mit Gutem.

Zweite Lesung

Galater 5

So bestehet nun in der Freiheit, damit uns Christus befreiet hat, und lasset euch nicht wiederum in das knechtische Joch fangen! Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wo ihr euch beschneiden lasset, so ist euch Christus kein nütze. Ich zeuge abermal einem jeden, der sich beschneiden laftt, daß er noch das ganze Gesetz schuldig istzu tun. Ihr habt Christum verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid von der Gnade gefalien. Wir aber warten im Geist durch den Glauben der Gerechtigkeit, der man hoffen muß. Denn in Christo Jesu gilt weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tatig ist. Ihr liefet fein. Wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu gehorchen? Solch Uberreden ist nicht von dem, der euch berufen hat. Ein wenig Sauerteig versauert den ganzen Teig. Ich versehe mich zu euch in dem Herm, ihr werdet nicht anders gesinnet sein. Wer euch aber irremacht, der wird sein Urteil tragen, er sei, wer er wolle. Ich aber, liebe Bruder, so ich die Beschneidung noch predige, warum leide ich denn Verfolgung? So hatte das Argernis des Kreuzes aufgehoret. Wollte Gott, daß sie auch ausgerottet wurden, die euch verstoren! Ihr aber, liebe Bruder, seid zur Freiheit berufen Aliein sehet zu, daß ihr durch die Freiheit dem Fleisch nicht Raum gebet, sondern durch die Liebe diene einer dem andern. Denn alle Gesetze werden in einem Wort erfüllet, in dem: Liebe deinen Nachsten wie dich selbst. So ihr euch aber untereinander beißet und fresset, so sehet zu, daß ihr nicht untereinander verzehret werdet. Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Luste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelustet wider den Geist und den Geist wider das Fleisch. Dieselbigen sind wider einander, daß ihr nicht tut, was ihr wollt. Regieret euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetze. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, FHurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgotterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen; von welchen ich euch habe zuvor gesagt und sage noch zuvor, daß, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. Die Frucht aber des Geistes ist: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. Wider solche ist das Gesetz nicht. Welche aber Christo angehoren, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lusten und Begierden. So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln. Lasset uns nicht eitler Ehre geizig sein, untereinander zu entrusten und zu hassen!

Zweite Lesung

Offenbarung 1:1-8

Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in der Kürze geschehen soil; und hat sie gedeutet und gesandt durch seinen Engel zu seinem Knecht Johannes, der bezeuget hat das Wort Gottes und das Zeugnis von Jesu Christo, was er gesehen hat. Selig ist, der da lieset, und die da horen die Worte der Weissagung und behalten, was darinnen geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe. Johannes den sieben Gemeinden in Asien: Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist, und der da war, und der da kommt, und von den sieben Geistern, die da sind vor seinem Stuhl, und von Jesu Christo, welcher ist der treue Zeuge und Erstgeborne von den Toten und ein Furst der Konige auf Erden; der uns geliebet hat und gewaschen von den Sunden mit seinem Blut und hat uns zu Konigen und Priestern gemacht vor Gott und seinem Vater: demselbigen sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Siehe, er kommt mit den Wolken; und es werden ihn sehen alle Augen, und die ihn gestochen haben; und werden heulen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen. Ich bin das A und das 0, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der da ist, und der da war, und der da kommt, der Allmachtige.

Zweite Lesung

Kolosser 1:15-20

welcher ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor alien Kreaturen. Denn durch ihn ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und Unsichtbare, beide, die Thronen und Herrschaften und Furstentumer und Obrigkeiten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor alien; und es bestehet alles in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, namlich der Gemeinde; welcher ist der Anfang und der Erstgeborene von den Toten, auf daß, er in alien Dingen den Vorrang habe. Denn es ist das Wohlgefallen gewesen, daß in ihm alle Fülle wohnen sollte, und alles durch ihn versohnet würde zu ihm selbst, es sei auf Erden Oder im Himmel, damit, dafi er Frieden machte durch das Blut an seinem Kreuz durch sich selbst.

Evangelium

Johannes 15

Ich bin ein rechter Weinstock und mein Vater ein Weingartner. Eine jegliche Rebe an mir, die nicht Frucht bringet, wird erwegnehmen, und eine jegliche, die da Frucht bringet, wird er reinigen, daß sie mehr Frucht bringe. Ihr seid jetzt rein urn des Worts willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch. Gleichwie die Rebe kann keine Frucht bringen von ihr selber, sie bleibe denn am Weinstock, also auch ihr nicht, ihr bleibet denn an mir. Ich bin der Weinstock; ihr seid die Reben. Wer in mir bleibet und ich in ihm der bringet viel Frucht; denn ohne mich konnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibet, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorret, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und muß brennen. So ihr in mir bleibet, und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihrwollt, und es wird euch widerfahren. Darinnen wird mein Vater geehret, daß ihr viel Frucht bringet und werdet meine Junger. Gleichwie mich mein Vater liebet, also liebe ich euch auch. Bleibet in meiner Liebe! So ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe. Solches rede ich zu euch, auf daß meine Freude in euch bleibe, und eure Freude vollkommen werde. Das ist mein Gebot, daß ihr euch untereinander liebet, gleichwie ich euch liebe. Niemand hatgroßere Liebe denn die, daß er sein Leben lasset fur seine Freunde. Ihr seid meine Freunde, so ihr tut, was ich euch gebiete. Ich sage hinfort nicht, daß ihr Knechte seid; denn ein Knecht weiß nicht, was sein FHerr tut. Euch aber habe ich gesagt, daß ihr Freunde seid; denn alles, was ich habe von meinem Vater gehoret, hab' ich euch kundgetan. Ihr habet mich nicht erwahlet, sondern ich habe euch erwahlet und gesetzt, daß ihr hingehet und Frucht bringet, und eure Frucht bleibe, auf daß, so ihr den Vater bittet in meinem Namen, daß er's euch gebe. Das gebiete ich euch, daß ihr euch untereinander liebet. So euch die Welt hasset, so wisset, daß sie mich vor euch gehasset hat. Waret ihr von der Welt, so hatte die Weit das Ihre lieb; dieweil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich habe euch von der Welt erwahlet, darum hasset euch die Welt. Gedenket an mein Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht großer denn, sein Herr. Haben sie mich verfolget, sie werden euch auch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten. Aber das alles werden sie euch tun urn meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. Wenn ich nicht kommen ware und hatte es ihnen gesagt, hatten sie keine Sünde; nun aber konnen sie nichts vorwenden, ihre Sünde zu entschuldigen. Wer mich hasset, der hasset auch meinen Vater. Hatte ich nicht die Werke getan unter ihnen, die kein anderer getan hat, so hatten sie keine Sünde; nun aber haben sie es gesehen und hassen doch beide, mich und meinen Vater. Doch daß erfüllet werde der Spruch, in ihrem Gesetz geschrieben: Sie hassen mich ohn' Ursache. Wenn aber der Troster kommen wird, welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen; denn ihr seid von Anfang bei mirgewesen.

Abendgebet — Zweite Lesung

1. Thessalonicher 4

Weiter, liebe Bruder, bitten wir euch und ermahnen in dem Herrn Jesu (nachdem ihr von uns empfangen habt, wie ihr sollet wandeln und Gott gefallen), daß ihr immer volliger werdet. Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesum. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihrmeidetdie Hurerei, und ein jeglicher unter euch wisse sein Faß zu behalten in Heiligung und Ehren, nicht in der Lustseuche wie die Heiden, die von Gott nichts wissen; und daß niemand zu weit greife noch ubervorteile seinen Bruder im Handel; denn der Herr ist der Racher uber das alles, wie wir euch zuvor gesagt und bezeuget haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern zur Heiligung. Wer nun verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der seinen Heiligen Geist gegeben hat in euch. Von der bruderlichen Liebe aber ist nicht not, euch zu schreiben; denn ihr seid selbst von Gott gelehret euch untereinander zu lieben. Und das tut ihr auch an alien Brudern, die in ganz Mazedonien sind. Wirermahnen euch aber, liebe Brüder, daß ihr noch volliger werdet. Und ringet danach, daß ihr stille seid und das Eure schaffet und arbeitet mit euren eigenen Handen, wie wir euch geboten haben, auf dafi ihr ehrbarlich wandelt gegen die, die draulien sind, und ihrer keines bedurfet. Wirwollen euch aber, liebe Brüder, nicht verhalten von denen, die da schlafen, auf dafi ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. Denn so wir glauben, dafi Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird Gott auch, die da entschlafen sind durch Jesum, mit ihm führen. Denn das sagen wir euch als ein Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und uberbleiben in der Zukunft des Herrn, werden denen nicht zuvorkommen, die da schlafen. Denn er selbst, der Herr, wird mit einem Feldgeschrei und Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst. Danach wir, die wir leben und uberbleiben, werden zugleich mit denselbigen hingerückt werden in den Wolken dem Herrn entgegen in der Luft; und werden also bei dem Herrn sein allezeit. So trostet euch nun mit diesen Worten untereinander!

Evangelium

Johannes 6:1-15

Danach fuhr Jesus weg uber das Meer an der Stadt Tiberias in Galilaa. Und es zog ihm viel Volks nach, darum daß sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus aber ging hinauf auf einen Berg und setzte sich daselbst mit seinen Jungern. Es war aber nahe Ostern, der Juden Fest. Da hub Jesus seine Augen auf und siehet, daß viel Volks zu ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, daß diese essen? (Das sagte er aber, ihn zu versuchen; denn er wuftte wohl, was er tun wollte.) Philippus antwortete ihm: Fur zweihundert Pfennig Brot ist nicht genug unter sie, daß ein jeglicher unter ihnen ein wenig nehme. Spricht zu ihm einer seiner Junger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus: Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; aber was ist das unter so viele? Jesus aber sprach: Schaffet, daß sich das Volk lagere! Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich bei funftausend Mann. Jesus aber nahm die Brote, dankete und gab sie den Jungern, die Junger aber denen, die sich gelagert hatten; desselbigengleichen auch von den Fischen, wieviel er wollte. Da sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jungern: Sammelt die ubrigen Brocken, daß nichts umkomme! Da sammelten sie und fülleten zwolf Korbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die uberblieben denen, die gespeiset worden. Da nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soil! Da Jesus nun merkete, daß sie kommen würden und ihn haschen, daß sie ihn zum Konige machten, entwich er abermal auf den Berg, er selbst alleine.

Evangelium

Matthäus 7:15-21

Sehet euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wolfe. An ihren Fruchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen Oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringet gute Fruchte; aber ein fauler Baum bringet arge Fruchte. Ein guter Baum kann nicht arge Fruchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Fruchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Fruchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum an ihren Fruchten sollt ihrsie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel

Evangelium

Lukas 18

Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten und nicht laß werden sollte, und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der furchtete sich nicht vor Gott und scheuete sich vor keinem Menschen. Es war aber eine Witwe in derselbigen Stadt, die kam zu ihm und sprach: Rette mich von meinem Widersacher! Und erwollte lange nicht. Danach aber dachte er bei sich selbst: Ob ich mich schon vor Gott nicht furchte, noch vor keinem Menschen scheue, dieweil aber mir diese Witwe so viel Muhe macht, will ich sie retten, auf daß sie nicht zuletzt komme und ubertaube mich. Da sprach der Herr: Horet her, was der ungerechte Richter sagt! Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwahlten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte Geduld daruber haben? Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinest du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden? Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm waren, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Pharisaer, der andere ein Zollner. Der Pharisaer stund und betete bei ich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die andern Leute: Rauber, Ungerechte, Ehebrecher Oder auch wie dieser Zollner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe. Und der Zollner stund von feme, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sunder gnadig. Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertiget in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhohet, der wird erniedriget werden; und wer sich selbst erniedriget, der wird erhohet werden. Sie brachten auch junge Kindlein zu ihm daß er sie sollte anruhren. Da es aber die Junger sahen, bedraueten sie die. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch, wer nicht das Reich Gottes nimmt als ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und es fragte ihn ein Oberster und sprach: Guter Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? Jesus aber sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Du weißt die Gebote wohl: Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht toten. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. Er aber sprach: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf. Da Jesus das horete, sprach erzu ihm: Es fehlt dir noch eins. Verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach. Da erdas horete ward er traurig; denn erwar sehr reich. Da aber Jesus sah, daß er traurig war worden, sprach er: Wie schwerlich werden die Reichen in das Reich Gottes kommen! Es ist leichter, daß ein Kamel gehe durch ein Nadelohr, denn daß ein Reicher in das Reich Gottes komme. Da sprachen, die das horeten: Wer kann denn selig werden? Er aber sprach: Was bei den Menschen unmoglich ist, das ist bei Gott moglich. Da sprach Petrus: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolget. Er sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch es ist niemand, der ein Haus verlasset Oder Eltern Oder Bruder Oder Weib Oder Kinder um des Reichs Gottes willen, der es nicht vielfaltig wieder empfange in dieser Zeit und in der zukunftigen Welt das ewige Leben. Er nahm aber zu sich die Zwolfe und sprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn. Denn er wird uberantwortet werden den Heiden; und erwird verspottet und geschmahet und verspeiet werden; und sie werden ihn geilieln und toten. Und am dritten Tage wird er wieder auferstehen. Sie abervernahmen der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wuliten nicht, was das gesagt war. Es geschah aber, da er nahe zu Jericho kam, saß ein Blinder am Wege und bettelte. Da er aber horete das Volk, das hindurchging, forschete er, was das ware. Da verkundigten sie ihm, Jesus von Nazareth ginge voruber. Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Die aber vorne an gingen, bedraueten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein! Jesus aber stund stille und hiefi ihn zu sich führen. Da sie ihn aber nahe zu ihm brachten, fragte er ihn und sprach: Was willst du, daß ich dir tun soil? Er sprach: Herr, daß ich sehen moge. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er sehend und folgete ihm nach und preisete Gott. Und alles Volk, das solches sah, lobete Gott.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

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