Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

1. Korinther 12:12-20

Denn gleichwie ein Leib ist und hat doch viel Glieder, alle Glieder aber eines Leibes, wiewohl ihrer viel sind, sind sie doch ein Leib: also auch Christus. Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leibe getauft, wir seien Juden Oder Griechen, Knechte Oder Freie, und sind alle zu einem Geist getranket. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. So aber der Fuß sprache: Ich bin keine Hand, darum bin ich des Leibes Glied nicht, sollte er urn deswillen nicht des Leibes Glied sein? Und so das Ohr sprache: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht des Leibes Glied, sollte es urn deswillen nicht des Leibes Glied sein? Wenn der ganze Leib Auge ware, wo bliebe das Gehor? So er ganz Gehor ware, wo bliebe der Geruch? Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, ein jegliches sonderlich am Leibe, wie er gewollt hat. So aber alle Glieder ein Glied waren, wo bliebe der Leib? Nun aber sind der Glieder viele, aber der Leib ist einer.

Erste Lesung

Jeremia 12

HERR, wenn ich gleich mit dir rechten wollte, so behaltst du doch recht; dennoch muß ich vom Recht mit dir reden. Warum gehet es doch den Gottlosen so wohl, und die Verachter haben alles die Fulle? Du pflanzest sie, daß sie wurzeln und wachsen und bringen Frucht; du lassest sie viel von dir ruhmen und zuchtigest sie nicht. Mich aber, HERR, kennest du und siehest mich und prufest mein Herz vor dir. Aber du lassest sie frei gehen wie Schafe, daß sie geschlachtet werden, und sparest sie, daß sie gewurget werden. Wie lange soil doch das Land so jammerlich stehen, und das Gras auf dem Felde allenthalben verdorren urn der Einwohner Bosheit willen, daß beide, Vieh und Vogel, nimmerda sind? Denn sie sprechen: Ja, er weiß viel, wie es uns gehen wird! Wenn dich die müde machen, die zu Fuße gehen, wie will dir's gehen, wenn du mit den Reitern laufen sollst? Und so du im Lande, da es Friede ist, Sicherheit suchest, was will mit dir werden bei dem hoffartigen Jordan? Denn es verachten dich auch deine Brüder und deines Vaters Haus und schreien Zeter uber dich. Darum vertraue du ihnen nicht, wenn sie gleich freundlich mit dir reden. Darum habe ich mein Haus verlassen müssen und mein Erbe meiden und meine liebe Seele in der Feinde Hand geben. Mein Erbe ist mir worden wie ein Lowe im Walde und brullet wider mich; darum bin ich ihm gram worden. Mein Erbe ist wie der sprenklige Vogel, urn welchen sich die Vogel sammeln. Wohlauf und sammelt euch, alle Feldtiere; kommet und fresset! Es haben Hirten, und deren viel, meinen Weinberg verderbet und meinen Acker zertreten; sie haben meinen schonen Acker zur Wuste gemacht, sie haben's ode gemacht. Ich sehe bereits, wie es so jammerlich verwustet ist, ja, das ganze Land ist wuste. Aber es will's niemand zu Herzen nehmen. Denn die Verstorer fahren daher uber alle Hugel der Wuste, und das fressende Schwert des HERRN von einem Ende des Landes bis zum andern; und kein Fleisch wird Frieden haben. Sie saen Weizen, aber Disteln werden sie ernten; sie lassen's ihnen sauer werden; aber sie werden's nicht genielien; sie werden ihres Einkommens nicht froh werden vor dem grimmigen Zorn des HERRN. So spricht der HERR wider alle meine bosen Nachbarn, so das Erbteil antasten, das ich meinem Volk Israel ausgeteilet habe: Siehe, ich will sie aus ihrem Lande ausreiften und das Haus Juda aus ihrem Mittel reitien. Und wenn ich sie nun ausgerissen habe, will ich mich wiederum uber sie erbarmen und will einen jeglichen zu seinem Erbteil und in sein Land wiederbringen. Und soil geschehen, wo sie von meinem Volk lernen werden, daß sie schworen bei meinem Namen: So wahr der HERR lebet, wie sie (zuvor) mein Volk gelehret haben schworen bei Baal, so sollen sie unter meinem Volk erbauet werden. Wo sie aber nicht horen wollen, so will ich solches Volk ausreiften und umbringen, spricht der HERR.

Erste Lesung

Jeremia 23:1-8

Wehe euch Hirten, die ihr die Herde meiner Weide umbringet und zerstreuet! spricht der HERR. Darum spricht der HERR, der Gott Israels, von den Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Herde zerstreuet und verstoßen und nicht besucht. Siehe, ich will euch heimsuchen urn eures bosen Wesens willen, spricht der HERR. Und ich will die übrigen meiner Herde sammeln aus alien Landern, dahin ich sie verstoßen habe, und will sie wiederbringen zu ihren Hürden, daß sie sollen wachsen und viel werden. Und ich will Hirten uber sie setzen, die sie weiden sollen, daß sie sich nicht mehr sollen furchten noch erschrecken noch heimgesucht werden, spricht der HERR. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, daß ich dem David ein gerecht Gewachs erwecken will; und soil ein Konig sein, der wohl regieren wird und Recht und Gerechtigkeit auf Erden anrichten. Zu derselbigen Zeit soil Juda geholfen werden, und Israel sicherwohnen. Und dies wird sein Name sein, daß man ihn nennen wird: HERR, der unsere Gerechtigkeit ist. Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der HERR, daß man nicht mehr sagen wird: So wahr der HERR lebt, der die Kinder Israel aus Agyptenland gefuhret hat, sondern: So wahr der HERR lebt, der den Samen des Hauses Israel hat herausgefuhret und gebracht aus dem Lande der Mitternacht und aus alien Landen, dahin ich sie verstoßen hatte, daß sie in ihrem Lande wohnen sollen.

Morgengebet — Erste Lesung

1. Samuel 15:1-24

Samuel aber sprach zu Saul: Der HERR hat mich gesandt, daß ich dich zum Konig salbete uber sein Volk Israel; so hore nun die Stimme der Worte des HERRN. So spricht der HERR Zebaoth: Ich habe bedacht, was Amalek Israel tat, und wie er ihm den Weg verlegte, da er aus Agypten zog. So zeuch nun hin und schlage die Amalekiter und verbanne sie mit allem, das sie haben. Schone seiner nicht, sondern tote beide Mann und Weib, Kinder und Sauglinge, Ochsen und Schafe, Kamele und Esel. Saul ließ solches vor das Volk kommen; und er zahlete sie zu Thelaim, zweihunderttausend Fußvolks und zehntausend Mann aus Juda. Und da Saul kam zu der Amalekiter Stadt, machte er einen Hinterhalt am Bach und ließ dem Keniter sagen: Gehet hin, weichet und ziehet herab von den Amalekitern, daß ich euch nicht mit ihnen aufraume; denn ihr tatet Barmherzigkeit an alien Kindern Israel, da sie aus Agypten zogen. Also machten sich die Keniter von den Amalekitern. Da schlug Saul die Amalekiter von Hevila an bis gen Sur, die vor Agypten liegt. Und griff Agag, der Amalekiter Konig, lebendig, und alles Volk verbannete er mit des Schwerts Scharfe. Aber Saul und das Volk schonte des Agag, und was gute Schafe und Rinder und gemastet war, und der Lammer und alles, was gut war, und wollten's nicht verbannen; was aber schnode und untuchtig war, das verbanneten sie. Da geschah des HERRN Wort zu Samuel und sprach: Es reuet mich, daß ich Saul zum Konige gemacht habe; denn er hat sich hinter mir abgewandt und meine Worte nicht erfüllet. Des ward Samuel zornig und schrie zu dem HERRN die ganze Nacht. Und Samuel machte sich frühe auf, daß er Saul am Morgen begegnete. Und ihm ward angesagt, daß Saul gen Karmel kommen ware und hatte ihm ein Siegeszeichen aufgerichtet und ware herumgezogen und gen Gilgal hinabkommen. Als nun Samuel zu Saul kam, sprach Saul zu ihm: Gesegnet seiest du dem HERRN! Ich habe des HERRN Wort erfüllet. Samuel antwortete: Was istdenn das fur ein Bloken der Schafe in meinen Ohren und ein Brullen der Rinder, die ich hore? Saul sprach: Von den Amalekitern haben sie sie gebracht; denn das Volk verschonete der besten Schafe und Rinder urn des Opfers willen des HERRN, deines Gottes; das andere haben wir verbannet. Samuel aber antwortete Saul: Laß dir sagen, was der HERR mit mir geredet hat diese Nacht. Er sprach: Sage her! Samuel sprach: Ist's nicht also, da du klein warest vor deinen Augen, wurdest du das Haupt unter den Stammen Israels, und der HERR salbte dich zum Konig uber Israel? Und der HERR sandte dich auf den Weg und sprach: Zeuch hin und verbanne die Sunder, die Amalekiter, und streite wider sie, bis du sie vertilgest. Warum hast du nicht gehorchet des HERRN Stimme, sondern hast dich zum Raube gewandt und ubel gehandelt vor den Augen des HERRN? Saul antwortete Samuel: Habe ich doch der Stimme des HERRN gehorchet und bin hingezogen des Weges, den mich der HERR sandte; und habe Agag, der Amalekiter Konig, gebracht und die Amalekiter verbannet. Aber das Volk hat des Raubes genommen, Schafe und Rinder, das Beste unter dem Verbanneten, dem HERRN, deinem Gott, zu opfern in Gilgal. Samuel aber sprach: Meinest du, daß der HERR Lust habe am Opfer und Brandopfer als am Gehorsam der Stimme des HERRN? Siehe, Gehorsam ist besser denn Opfer und Aufmerken besser denn das Fett von Widdern; denn Ungehorsam isteine Zaubereisunde, und Widerstreben ist Abgotterei und Gotzendienst. Weil du nun des HERRN Wort verworfen hast, hat er dich auch verworfen, daß du nicht Konig seiest. Da sprach Saul zu Samuel: Ich habe gesundiget, daß ich des HERRN Befehl und deine Worte übergangen habe; denn ich furchtete das Volk und gehorchte ihrer Stimme.

Epistel

Römer 6:3-11

Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christum getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wirje mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. So wir aber samt ihm gepflanzet werden zu gleichem Tode, so werden wir auch der Auferstehung gleich sein, dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch samt ihm gekreuziget ist, auf daß der sündliche Leib aufhore, da(3> wir hinfort der Sunde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertiget von der Sunde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden und wissen, daß Christus, von den Toten erwecket, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort uber ihn nicht herrschen. Denn das er gestorben ist; das ist er der Sunde gestorben zu einem Mai; das er aber lebet, das lebet er Gott. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sunde gestorben seid und lebet Gott in Christo Jesu, unserm Herm.

Erste Lesung

Sprüche 21

Des Konigs Herz ist in der Hand des HERRN wie Wasserbache, und er neiget es, wohin er will. Einen jeglichen dünkt sein Weg recht sein; aber allein der HERR macht die Herzen gewili. Wohl und recht tun ist dem HERRN lieber denn Opfer. Hoffartige Augen und stolzer Mut und die Leuchte der Gottlosen ist Sunde. Die Anschlage eines Endelichen bringen Uberfluli; wer aber allzu jach ist, wird mangeln. Wer Schatze sammelt mit Lügen, der wird fehlen und fallen unter die den Tod suchen. Der Gottlosen Rauben wird sie schrecken; denn sie wollten nicht tun, was recht war. Wer einen andern Weg gehet, der ist verkehrt; wer aber in seinem Befehl gehet, des Werk ist recht. Es ist besser wohnen im Winkel auf dem Dach, denn bei einem zankischen Weibe in einem Hause beisammen. Die Seele des Gottlosen wünschet Arges und gonnet seinem Nachsten nichts. Wenn der Spotter gestraft wird, sowerden die Albernen weise; und wenn man einen Weisen unterrichtet, so wird er vernünftig. Der Gerechte halt sich weislich gegen des Gottlosen Haus; aber die Gottlosen denken nur Schaden zu tun. Wer seine Ohren verstopft vor dem Schreien des Armen, der wird auch rufen und nicht erhoret werden. Eine heimliche Gabe stillet den Zorn und ein Geschenk im Scholi den heftigen Grimm. Es ist dem Gerechten eine Freude zu tun, was recht ist, aber eine Furcht den Ubeltatern. Ein Mensch, der vom Wege der Klugheit irret, der wird bleiben in der Toten Gemeine. Wer gem in Wollust lebt, wird mangeln; und wer Wein und 01 liebet, wird nicht reich. Derßottlose muli fur den Gerechten gegeben werden und der Verachter fur die Frommen. Es ist besser wohnen im wüsten Lande denn, bei einem zankischen und zornigen Weibe. Im Hause des Weisen ist ein lieblicher Schatz und 01 aber ein Narr verschlemmt es. Wer der Barmherzigkeit und Güte nachjagt, der findet das Leben, Barmherzigkeit und Ehre. Ein Weisergewinnet die Stadt der Starken und sturzet ihre Macht durch ihre Sicherheit. Wer seinen Mund und Zunge bewahret, der bewahret seine Seele vor Angst. Der stolz und vermessen ist, heilit ein loser Mensch, der im Zorn Stolz beweiset. Der Faule stirbt über seinem Wunschen; denn seine Hande wollen nichts tun. Er wünscht taglich; aber der Gerechte gibt und versagt nicht. Der Gottlosen Opfer ist ein Greuel; denn sie werden in Sunden geopfert. Ein lugenhaftiger Zeuge wird umkommen; aber wer gehorchet, den lalit man auch allezeit wiederum reden. Der Gottlose fahrt mit dem Kopf hindurch; aber wer fromm ist, des Weg wird bestehen. Es hilft keine Weisheit, kein Verstand, kein Rat wider den HERRN. Rosse werden zum Streittage bereitet; aber der Sieg kommt vom HERRN.

Morgengebet — Zweite Lesung

Johannes 9

Und Jesus ging voruber und sah einen, der blind geboren war. Und seine Junger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesundiget, dieser Oder seine Eltern, daß er ist blind geboren? Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesundiget noch seine Eltern, sondern daß die Werke Gottes offenbar wurden an ihm. Ich muü Wirken die Werke des, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Dieweil ich bin in der Welt, bin ich das Licht der Welt. Da er solches gesagt, sputzete er auf die Erde und machte einen Kot aus dem Speichel und schmierete den Kot auf des Blinden Augen und sprach zu ihm: Gehe hin zu dem Teich Siloah (das ist verdolmetschet: gesandt) und wasche dich. Da ging er hin und wusch sich und kam sehend. Die Nachbarn, und die ihn zuvor gesehen hatten, daß er ein Bettler war, sprachen: Ist dieser nicht, der da sali und bettelte? Etliche sprachen: Er ist's; etliche aber: Er ist ihm ahnlich. Er selbst aber sprach: Ich bin's. Da sprachen sie zu ihm: Wie sind deine Augen aufgetan? Er antwortete und sprach: Der Mensch, der Jesus heiliet, machte einen Kot und schmierete meine Augen und sprach: Gehe hin zu dem Teich Siloah und wasche dich. Ich ging hin und wusch mich und ward sehend. Da sprachen sie zu ihm: Wo ist derselbige? Er sprach: Ich weiß nicht. Da führeten sie ihn zu den Pharisaern, der weiland blind war. (Es war aber Sabbat, da Jesus den Kot machte und seine Augen offnete.) Da fragten sie ihn abermal, auch die Pharisaer, wie erware sehend worden. Er aber sprach zu ihnen: Kot legte er mir auf die Augen, und ich wusch mich und bin nun sehend. Da sprachen etliche der Pharisaer: Der Mensch ist nicht von Gott, dieweil er den Sabbat nicht halt. Die andern aber sprachen: Wie kann ein sundiger Mensch solche Zeichen tun? Und es ward eine Zwietracht unter ihnen. Sie sprachen wieder zu dem Blinden: Was sagest du von ihm, daß er hat deine Augen aufgetan? Er aber sprach: Er ist ein Prophet. Die Juden glaubten nicht von ihm, daß er blind gewesen und sehend worden ware, bis daß sie riefen die Eltern des, der sehend war worden, fragten sie und sprachen: Ist das euer Sohn, von welchem ihr saget, er sei blind geboren? Wie ist er denn nun sehend? Seine Eltern antworteten ihnen und sprachen: Wir wissen, daß dieser unser Sohn ist, und daü er blind geboren ist. Wie er aber nun sehend ist, wissen wir nicht; Oder wer ihm hat seine Augen aufgetan, wissen wir auch nicht. Er ist alt genug, fraget ihn; lasset ihn selbst fürsich reden. Solches sagten seine Eltern; denn sie furchteten sich vor den Juden. Denn die Juden hatten sich schon vereiniget, so jemand ihn fur Christum bekennete, daß derselbe in Bann getan würde. Darum sprachen seine Eltern: Er ist alt genug, fraget ihn. Da riefen sie zum andernmal den Menschen, der blind gewesen war, und sprachen zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, daü dieser Mensch ein Sunder ist. Er antwortete und sprach: Ist er ein Sunder, das weift ich nicht; eines weift ich wohl, daß ich blind war und bin nun sehend. Da sprachen sie wieder zu ihm: Was tat er dir? Wie tat er deine Augen auf? Er antwortete ihnen: Ich hab's euch jetzt gesagt; habt ihr's nicht gehoret? Was wollt ihr's abermal horen? Wollt ihr auch seine Junger werden? Da fluchten sie ihm und sprachen: Du bist sein Junger; wir aber sind Mose's Junger. Wir wissen, daß Gott mit Mose geredet hat; diesen aber wissen wir nicht, von wannen er ist. Der Mensch antwortete und sprach zu ihnen: Das ist ein wunderlich Ding, daß ihr nicht wisset, von wannen er sei; und er hat meine Augen aufgetan! Wir wissen aber, daß Gott die Sunder nicht horet, sondern so jemand gottesfurchtig ist und tut seinen Willen, den horet er. Von der Welt an ist’s nicht erhoret, daü jemand einem gebornen Blinden die Augen aufgetan habe. Ware dieser nicht von Gott, er konnte nichts tun. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Sunden geboren und lehrest uns? Und stieften ihn hinaus. Es kam vor Jesum, daß sie ihn ausgestoften hatten. Und da er ihn fand, sprach erzu ihm: Glaubest du an den Sohn Gottes? Er antwortete und sprach: Herr, welcher ist’s, auf daß ich an ihn glaube? Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist's. Er aber sprach: Herr, ich glaube; und betete ihn an. Und Jesus sprach: Ich bin zum Gerichte auf diese Welt kommen, auf daß, die da nicht sehen, sehend werden, und die da sehen, blind werden. Und solches horeten etliche der Pharisaer, die bei ihm waren, und sprachen zu ihm: Sind wir denn auch blind? Jesus sprach zu ihnen: Waret ihr blind, so hattet ihr keine Sünde; nun ihr aber sprechet: Wir sind sehend, bleibet eure Sünde.

Antwortpsalm

Psalmen 19

Ein Psalm Davids, vorzusingen. Die Himmel erzahlen die Ehre Gottes, und die Feste verkundiget seiner Hande Werk. Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern. Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme hore. Ihre Schnur gehet aus in alle Lande und ihre Rede an der Welt Ende; er hat der Sonne eine Hütte in denselben gemacht. Und dieselbe gehet heraus, wie ein Brautigam aus seiner Kammer, und freuet sich wie ein Held, zu laufen den Weg. Sie gehet auf an einem Ende des Himmels und lauft urn bis wieder an dasselbe Ende; und bleibt nichts vor ihrer Hitze verborgen. Das Gesetz des HERRN ist ohne Wandel und erquicket die Seele. Das Zeugnis des HERRN ist gewiß und macht die Albernen weise. Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen. Die Furchtdes HERRN ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht. Sie sind kostlicher denn Gold und viel feines Gold; sie sind sußerdenn Honig und Honigseim. Auch wird dein Knecht durch sie erinnert; und wer sie halt, der hat großen Lohn. Wer kann merken, wie ofterfehlet? Verzeihe mir die verborgenen Fehle! Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, daß sie nicht uber mich herrschen; so werde ich ohne Wandel sein und unschuidig bleiben großer Missetat. Laß dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gesprach meines Herzens vor dir, HERR, mein Hort und mein Erloser!

Evangelium

Markus 8:1-9

Zu der Zeit, da viel Volks da war und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Mich jammed des Volks; denn sie haben nun drei Tage bei mir beharret und haben nichts zu essen; und wenn ich sie ungegessen von mir heim lielie gehen, würden sie auf dem Wege verschmachten. Denn etliche waren von feme kommen. Seine Junger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der Wuste, daß wir sie sattigen? Und er fragte sie: Wieviel habt ihr Brots? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brote und dankete und brach sie und gab sie seinen Jungern, daß sie dieselbigen vorlegten; und sie legten dem Volk vor. Und hatten ein wenig Fischlein; und erdankte und hiefi dieselbigen auch vortragen. Sie alien aber und wurden satt und huben die ubrigen Brocken auf, sieben Korbe. Und ihrer war bei viertausend, die da gegessen hatten; und er lieli sie von sich.

Antwortpsalm

Psalmen 26

Ein Psalm Davids. HERR, schaffe mir Recht, denn ich bin unschuldig. Ich hoffe auf den HERRN, darum werde ich nicht fallen. Prüfe mich, HERR, und versuche mich; lautere meine Nieren und mein Herz! Denn deine Güte ist vor meinen Augen, und ich wandele in deiner Wahrheit. Ich sitze nicht bei den eiteln Leuten und habe nicht Gemeinschaft mit den Falschen. Ich hasse die Versammlung der Boshaftigen und sitze nicht bei den Gottlosen. Ich wasche meine Hande mit Unschuld und halte mich, HERR, zu deinem Altar, da man horet die Stimme des Dankens und da man prediget alle deine Wunder. HERR, ich habe lieb die Statte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnet. Raffe meine Seele nicht hin mit den Sundern, noch mein Leben mit den Blutdurstigen, welche mit bosen Tucken umgehen und nehmen gerne Geschenke. Ich aber wandele unschuldig. Erlose mich und sei mir gnadig! Mein Fuß gehet richtig. Ich will dich loben, HERR, in den Versammlungen.

Antwortpsalm

Psalmen 52

Eine Unterweisung Davids, vorzusingen, da Doeg, der Edomiter, kam und sagte Saul an und sprach: David ist in Ahimelechs Haus kommen. Was trotzest du denn, du Tyrann, daß du kannst Schaden tun, so doch Gottes Güte noch taglich wahret? Deine Zunge trachtet nach Schaden und schneidet mit Lugen wie ein scharf Schermesser. Du redest lieber Boses denn Gutes und falsch denn recht. Sela. Du redest gem alles, was zu Verderben dienet, mit falscher Zunge. Darum wird dich Gott auch ganz und gar zerstoren und zerschlagen und aus der Hütte reilien und aus dem Lande der Lebendigen ausrotten. Sela. Und die Gerechten werden's sehen und sich furchten und werden sein lachen: Siehe, das ist der Mann, der Gott nicht fur seinen Trost hielt, sondern verliefi sich auf seinen grolien Reichtum und war machtig, Schaden zutun. Ich aber werde bleiben wie ein gruner Olbaum im Hause Gottes, verlasse mich auf Gottes Güte immer und ewiglich. Ich danke dir ewiglich, denn du kannst's wohl machen; und will harren auf deinen Namen, denn deine Heiligen haben Freude dran.

Antwortpsalm

Psalmen 51

Ein Psalm Davids, vorzusingen, da der Prophet Nathan zu ihm kam, als er war zu Bathseba eingegangen. Gott, sei mir gnadig nach deiner Gute und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit! Wasche mich wohl von meiner Missetat und reinige mich von meiner Sünde! Denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sunde ist immer vor mir. An dir allein hab ich gesundiget und übel vor dir getan, auf daß du recht behaltest in deinen Worten und rein bleibest, wenn du gerichtet wirst. Siehe, ich bin aus sundlichem Samen gezeuget, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen. Siehe, du hast Lust zur Wahrheit, die im Verborgenen liegt; du lassest mich wissen die heimliche Weisheit. Entsündige mich mit Ysopen, daß ich rein werde; wasche mich, daß ich schneeweiß werde. Laß mich horen Freude und Wonne, daß die Gebeine frohlich werden, die du zerschlagen hast. Verbirg dein Antlitzvon meinen Sünden und tilge alle meine Missetat. Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesichte und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. Troste mich wieder mit deiner Hilfe, und der freudige Geist enthalte mich. Denn ich will die Ubertreter deine Wege lehren, daß sich die Sunder zu dir bekehren. Errette mich von den Blutschulden, Gott, der du mein Gott und Heiland bist, daß meine Zunge deine Gerechtigkeit rühme. HERR, tue meine Lippen auf, daß mein Mund deinen Ruhm verkundige! Denn du hast nicht Lust zum Opfer, ich wollte dir's sonst wohl geben; und Brandopfer gefallen dir nicht. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geangsteter Geist; ein geangstet und zerschlagen Herz wirst du, Gott, nicht verachten. Tue wohl an Zion nach deiner Gnade; baue die Mauern zu Jerusalem! Dann werden dir gefallen die Opfer der Gerechtigkeit, die Brandopfer und ganzen Opfer; dann wird man Farren auf deinem Altar opfern.

Abendgebet — Erste Lesung

1. Samuel 16

Und der HERR sprach zu Samuel: Wie lange tragst du Leid um Saul, den ich verworfen habe, daß er nicht Konig sei uber Israel? Fülle dein Horn mit 01 und gehe hin, ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn unter seinen Sdhnen habe ich mir einen Konig ersehen. Samuel aber sprach: Wie soil ich hingehen? Saul wird's erfahren und mich erwurgen. Der HERR sprach: Nimm ein Kalb von den Rindern zu dir und sprich: Ich bin kommen, dem HERRN zu opfern. Und sollst Isai zum Opfer laden; da will ich dir weisen, was du tun sollst, daß du mir salbest, welchen ich dirsagen werde. Samuel tat, wie ihm der HERR gesagt hatte, und kam gen Bethlehem. Da entsetzten sich die Altesten der Stadt und gingen ihm entgegen und sprachen: Ist's Friede, daß du kommest? Er sprach: Ja, ich bin kommen, dem HERRN zu opfern; heiliget euch und kommet mit mir zum Opfer! Und er heiligte den Isai und seine Sohne und lud sie zum Opfer. Da sie nun hereinkamen, sah er den Eliab an und gedachte, ob der vor dem HERRN sei sein Gesalbter. Aber der HERR sprach zu Samuel: Siehe nicht an seine Gestalt noch seine grolie Person; ich habe ihn verworfen. Denn es gehet nicht, wie ein Mensch siehet. Ein Mensch siehet, was vor Augen ist, der HERR aber siehet das Herz an. Da rief Isai dem Abinadab und lieli ihn vor Samuel ubergehen. Und er sprach: Diesen hat der HERR auch nicht erwahlet. Da lieli Isai vorübergehen Samma. Er aber sprach: Diesen hat der HERR auch nicht erwahlet. Da lieli Isai seine sieben Sohne vor Samuel ubergehen. Aber Samuel sprach zu Isai: Der HERR hat der keinen erwahlet. Und Samuel sprach zu Isai: Sind das die Knaben alle? Er sprach: Es ist noch ubrig der Kleinste; und siehe, er hütet der Schafe. Da sprach Samuel zu Isai: Sende hin und lali ihn holen; denn wirwerden uns nicht setzen, bis er hieher komme. Da sandte er hin und lieli ihn holen. Und erwar braunlich, mit schonen Augen und guter Gestalt. Und der HERR sprach: Auf! und salbe ihn; denn der ist's. Da nahm Samuel sein Olhorn und salbete ihn mitten unter seinen Brudern. Und der Geist des HERRN geriet uber David von dem Tage an und furder. Samuel aber machte sich auf und ging gen Rama. Der Geist aber des HERRN wich von Saul, und ein boser Geist vom HERRN machte ihn sehr unruhig. Da sprachen die Knechte Sauls zu ihm: Siehe, ein boser Geist von Gott macht dich sehr unruhig. Unser Herr sage seinen Knechten, die vor ihm stehen, daß sie einen Mann suchen, der auf der Harfe wohl spielen konne, auf daß, wenn der bose Geist Gottes uber dich kommt, er mit seiner Hand spiele, daß besser mit dir werde. Da sprach Saul zu seinen Knechten: Sehet nach einem Manne, deres wohl kann auf Saitenspiel, und bringet ihn zu mir. Da antwortete der Knaben einer und sprach: Siehe, ich habe gesehen einen Sohn Isais, des Bethlehemiten, der kann wohl auf Saitenspiel; ein rustiger Mann und streitbar und verstandig in Sachen und schon, und der HERR ist mit ihm. Da sandte Saul Boten zu Isai und lied ihm sagen: Sende deinen Sohn David zu mir, der bei den Schafen ist! Da nahm Isai einen Esel mit Brot und ein Legel Weins und ein Ziegenbocklein und sandte es Saul durch seinen Sohn David. Also kam David zu Saul und dienete vor ihm, und er gewann ihn sehr lieb, und er ward sein Waffentrager. Und Saul sandte zu Isai und lied ihm sagen: Lad David vor mir bleiben, denn er hat Gnade funden vor meinen Augen. Wenn nun der Geist Gottes über Saul kam, so nahm David die Harfe und spielete mit seiner Hand; so erquickte sich Saul, und ward besser mit ihm, und der bose Geist wich von ihm.

Zweite Lesung

Hebräer 5

Denn ein jeglicher Hoherpriester, der aus den Menschen genommen wird, der wird gesetzt fur die Menschen gegen Gott, auf daß eropfere Gaben und Opfer fur die Sünden, der da konnte mitleiden uber die, so unwissend sind und irren, nachdem er auch selbst umgeben ist mit Schwachheit. Darum muft er auch, gleichwie fur das Volk, also auch fur sich selbst opfern fur die Sünden. Und niemand nimmt sich selbst die Ehre, sondern der auch berufen sei von Gott gleichwie Aaron. Also auch Christus hat sich nicht selbst in die Ehre gesetzt, daß er Hoherpriester würde, sondern der zu ihm gesagt hat: Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeuget. Wie er auch am andern Ort spricht: Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks. Und er hat in den Tagen seines Fleisches Gebet und Flehen mit starkem Geschrei und Tranen geopfert zu dem, der ihm von dem Tode konnte aushelfen; und ist auch erhoret, darum daß er Gott in Ehren hatte. Und wiewohl er Gottes Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernet. Und da er ist vollendet, ist er worden alien, die ihm gehorsam sind, eine Ursache zur ewigen Seligkeit, genannt von Gott ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks. Davon hatten wir wohl viel zu reden; aber es ist schwer, weil ihr so unverstandig seid. Und die ihr solltet langst Meister sein, bedurfet ihrwiederum, daß man euch die ersten Buchstaben der gottlichen Worte lehre, und daß man euch Milch gebe und nicht starke Speise. Denn wem man noch Milch geben muft, der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit; denn er ist ein junges Kind. Den Vollkommenen aber gehort starke Speise, die durch Gewohnheit haben geubte Sinne zum Unterschied des Guten und des Bosen.

Zweite Lesung

Philipper 2

Ist nun bei euch Ermahnung in Christo, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, so erfullet meine Freude, daß ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habet, einmutig und einhellig seid, nichts tut durch Zank Oder eitle Ehre, sondern durch Demut achtet euch untereinander einer den andern hoher denn sich selbst. Und ein jeglicher sehe nicht auf das Seine, sondern auf das, was des andern ist. Ein jeglicher sei gesinnet, wie Jesus Christus auch war, welcher, ob er wohl in gottlicher Gestalt war, hielt er's nicht fur einen Raub, Gott gleich sein, sondern entauüerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch und an Gebarden als ein Mensch erfunden, erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhohet und hat ihm einen Namen gegeben, der uber alle Namen ist, daü in dem Namen Jesu sich beugen sollen alle derer Kniee, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dafi Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes des Vaters.] Also, meine Liebsten, wie ihr allezeit seid gehorsam gewesen, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern auch nun viel mehr in meiner Abwesenheit: Schaffet, daß ihrselig werdet, mit Furcht und Zittern! Denn Gott ist's, der in euch wirket beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. Tut alles ohne Murmeln und ohne Zweifel, auf daß ihr seid ohne Tadel und lauter und Gottes Kinder, unstraflich mitten unter dem unschlachtigen und verkehrten Geschlecht, unter welchem ihr scheinet als Lichter in der Welt damit, daß ihr haltet ob dem Wort des Lebens, mir zu einem Ruhm an dem Tage Christi, als der ich nicht vergeblich gelaufen noch vergeblich gearbeitet habe. Und ob ich geopfert werde uber dem Opfer und Gottesdienst eures Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit euch alien. Desselbigen sollt ihr euch auch freuen und sollt euch mit mir freuen. Ich hoffe aber in dem Herm Jesu, daß ich Timotheus bald werde zu euch senden, daß ich auch erquicket werde, wenn ich erfahre, wie es urn euch stehet. Denn ich habe keinen, der so gar meines Sinnes sei, der so herzüch fur euch sorget. Denn sie suchen alle das Ihre, nicht das Christi Jesu ist. Ihr aber wisset, daß er rechtschaffen ist; denn wie ein Kind dem Vater hat er mit mir gedienet am Evangelium. Denselbigen, hoffe ich, werde ich senden von Stund' an, wenn ich erfahren habe, wie es urn mich stehet. Ich vertraue aber in dem Herrn, daß auch ich selbst bald kommen werde. Ich hab's aber fur notig angesehen, den Bruder Epaphroditus zu euch zu senden, der mein Gehilfe und Mitstreiter und euer Apostel und meiner Notdurft Diener ist, sintemal er nach euch alien Verlangen hatte und war hoch bekümmert darum, daß ihr gehoret hattet, daß er krank war gewesen. Und er war zwar todkrank, aber Gott hat sich uber ihn erbarmet, nicht allein aber uber ihn, sondern auch uber mich, auf daß ich, nicht eine Traurigkeit uber die andere hatte. Ich habe ihn aber desto eilender gesandt, auf daß ihr ihn sehet und wieder frohlich werdet, und ich auch der Traurigkeit weniger habe. So nehmet ihn nun auf in dem Herrn mit alien Freuden und habt solche in Ehren. Denn urn des Werks Christi willen ist er dem Tode so nahe kommen, da ersein Leben gering bedachte, auf daß er mir dienete an eurer Statt.

Zweite Lesung

Offenbarung 11:15-19

Und dersiebente Engel posaunete. Und es wurden grade Stimmen im Himmel, die sprachen: Es sind die Reiche der Welt unsers Herrn und seines Christus worden; und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und die vierundzwanzig Altesten, die vor Gott auf ihren Stühlen saden fielen auf ihr Angesicht und beteten Gott an. Und sprachen: Wir danken dir, Herr, allmachtiger Gott, der du bist und warst und kunftig bist, dad du hast angenommen deine grade Kraft und herrschest. Und die Heiden sind zornig worden, und es ist kommen dein Zorn und die Zeit der Toten, zu richten und zu geben den Lohn deinen Knechten, den Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Namen furchten, den Kleinen und den Groden, und zu verderben, die die Erde verderbet haben. Und der Tempel Gottes ward aufgetan im Himmel, und die Arche seines Testaments ward in seinem Tempel gesehen; und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und Erdbeben und ein grader Hagel.

Zweite Lesung

Kolosser 4:1-6

Ihr Herren, was recht und gleich ist, das beweiset den Knechten und wisset, daß ihr auch einen Herm im Himmel habt. Haltet an am Gebet und wachet in demselbigen mit Danksagung! Und betet zugleich auch fur uns, auf daß Gott uns die Tür des Worts auftue, zu reden das Geheimnis Christi, darum ich auch gebunden bin, auf daß ich dasselbige offenbare, wie ich soil reden. Wandelt weislich gegen die, die drauften sind, und schicket euch in die Zeit! Eure Rede sei allezeit lieblich und mit Salz gewürzet, daß ihr wisset, wie ihr einem jeglichen antworten sollt.

Evangelium

Matthäus 3

Zu der Zeit kam Johannes der Taufer und predigte in der Wuste des judischen Landes und sprach: Tut Bufie; das Himmelreich ist nahe herbeikommen! Und er ist der, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat und gesprochen: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wuste: Bereitet dem Herrn den Weg und machet richtig seine Steige! Er aber, Johannes, hatte ein Kleid von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel urn seine Lenden; seine Speise aber war Heuschrecken und wilder Honig. Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und das ganze judische Land und alle Lander an dem Jordan und liefien sich taufen von ihm im Jordan und bekannten ihre Sunden. Da er nun viel Pharisaer und Sadduzaer sah zu seiner Taufe kommen, sprach erzu ihnen: Ihr Otterngezuchte, wer hat denn euch geweiset, dafi ihr dem kunftigen Zorn entrinnen werdet? Sehet zu, tut rechtschaffene Fruchte der Bulie! Denket nur nicht, daß ihr bei euch wollt sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Es ist schon die Axt den Baumen an die Wurzel gelegt. Darum, welcher Baum nicht gute Fruchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch mit Wasser zur Bulie; der aber nach mir kommt, ist starker denn ich, dem ich auch nicht genugsam bin, seine Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Und er hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen und den Weizen in seine Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit ewigem Feuer Zu der Zeit kam Jesus aus Galilaa an den Jordan zu Johannes, daß er sich von ihm taufen lielie. Aber Johannes wehrete ihm und sprach: Ich bedarf wohl, daß ich von dir getauft werde, und du kommest zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lali jetzt also sein; also gebuhrt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfullen. Da lieli er's ihm zu. Und da Jesus getauft war, stieg er bald herauf aus dem Wasser; und siehe, da tat sich der Himmel auf uber ihm. Und Johannes sah den Geist Gottes gleich als eine Taube herabfahren und uber ihn kommen. Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe.

Abendgebet — Zweite Lesung

1. Timotheus 6

Die Knechte, so unter dem Joch sind, sollen ihre Herren aller Ehren wert halten, auf daß nicht der Name Gottes und die Lehre verlastert werde. Welche aber glaubige Herren haben, sollen dieselbigen nicht verachten (mit dem Schein), daß sie Bruder sind, sondern sollen vielmehr dienstbar sein, dieweil sie glaubig und geliebt und der Wohltat teilhaftig sind. Solches lehre und ermahne! So jemand anders lehret und bleibet nicht bei den heilsamen Worten unsers Herrn Jesu Christi und bei der Lehre von der Gottseligkeit, der ist verdustert und weift nichts, sondern ist seuchtig in Fragen und Wortkriegen, aus welchen entspringet Neid, Hader, Lasterung, boser Argwohn, Schulgezanke solcher Menschen, die zerruttete Sinne haben und der Wahrheit beraubt sind, die da meinen, Gottseligkeit sei ein Gewerbe. Tue dich von solchen! Es ist aber ein grolier Gewinn, wer gottselig ist und lasset sich genugen. Denn wir haben nichts in die Welt gebracht, darum offenbar ist, wirwerden auch nichts hinausbringen. Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so lasset uns begnugen. Denn die da reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Stricke und viel torichter und schadlicher Lüste, welche versenken die Menschen ins Verderben und Verdammnis. Denn Geiz ist eine Wurzel alles Ubels, welches hat etliche gelustet, und sind vom Glauben irregegangen und machen sich selbst viel Schmerzen, Aber du, Gottesmensch, flieh solches! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Gottseligkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut. Kampfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, dazu du auch berufen bist und bekannt hast ein gut Bekenntnis vor vielen Zeugen. Ich gebiete dir vor Gott, der alle Dinge lebendig macht, und vor Christo Jesu, der unter Pontius Pilatus bezeuget hat ein gut Bekenntnis, daß du haltest das Gebot ohne Flecken, untadelig, bis auf die Erscheinung unsers Herm Jesu Christi, welche wird zeigen zu seiner Zeit der Selige und allein Gewaltige, der Konig alter Konige, und Herr aller Herren, der allein Unsterblichkeit hat; der da wohnet in einem Licht, da niemand zukommen kann; welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann: dem sei Ehre und ewiges Reich! Amen. Den Reichen von dieser Welt gebeut, daß sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den ungewissen Reichtum, sondern auf den lebendigen Gott, der uns dar gibt reichlich, allerlei zu genielien, daß sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, behilflich seien, Schatze sammeln, sich selbst einen guten Grund aufs Zukunftige, daß sie ergreifen das ewige Leben. 0 Timotheus, bewahre, was dir vertrauet ist, und meide die ungeistlichen losen Geschwatze und das Gezanke der falschberuhmten Kunst, welche etliche vorgeben und fehlen des Glaubens. Die Gnade sei mir dir! Amen. Der zweite Brief des Paulus an Timotheus

Evangelium

Johannes 8:48-59

Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß du ein Samariter bist und hast den Teufel. Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr unehret mich. Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber einer, der sie suchet und richtet. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: So jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich. Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, daß du den Teufel hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sprichst: So jemand mein Wort halt, der wird den Tod nicht schmecken ewiglich. Bist du mehr denn unser Vater Abraham, welcher gestorben ist? Und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst? Jesus antwortete: So ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehret, von welchem ihr sprecht, er sei euer Gott, und kennet ihn nicht. Ich aber kenne ihn. Und so ich wurde sagen, ich kenne ihn nicht, so wurde ich ein Lugner, gleichwie ihr seid. Aber ich kenne ihn und halte sein Wort. Abraham, euer Vater, ward froh, daß er meinen Tag sehen sollte; und ersah ihn und freuete sich. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich. Da huben sie Steine auf, daß sie auf ihn wurfen. Aber Jesus verbarg sich und ging zum Tempei hinaus, mitten durch sie hinstreichend.

Evangelium

Matthäus 9:14-17

Indes kamen die Junger Johannes zu ihm und sprachen: Warum fasten wir und die Pharisaer so viel, und deine Junger fasten nicht? Jesus sprach zu ihnen: Wie konnen die Hochzeitleute Leid tragen, solange der Brautigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, dafi der Brautigam von ihnen genommen wird; alsdann werden sie fasten. Niemand flicktein alt Kleid mit einem Lappen von neuem Tuch; denn der Lappen reifiet doch wieder vom Kleid, und der Riß wird arger. Man fasset auch nicht Most in aite Schlauche; anders die Schlauche zerreilien, und der Most wird verschuttet, und die Schlauche kommen urn. Sondern man fasset Most in neue Schlauche, so werden sie beide miteinander behalten.

Evangelium

Markus 8

Zu der Zeit, da viel Volks da war und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Mich jammed des Volks; denn sie haben nun drei Tage bei mir beharret und haben nichts zu essen; und wenn ich sie ungegessen von mir heim lielie gehen, würden sie auf dem Wege verschmachten. Denn etliche waren von feme kommen. Seine Junger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der Wuste, daß wir sie sattigen? Und er fragte sie: Wieviel habt ihr Brots? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brote und dankete und brach sie und gab sie seinen Jungern, daß sie dieselbigen vorlegten; und sie legten dem Volk vor. Und hatten ein wenig Fischlein; und erdankte und hiefi dieselbigen auch vortragen. Sie alien aber und wurden satt und huben die ubrigen Brocken auf, sieben Korbe. Und ihrer war bei viertausend, die da gegessen hatten; und er lieli sie von sich. Und alsbald trater in ein Schiff mit seinen Jungern und kam in die Gegend Dalmanuthas. Und die Pharisaer gingen heraus und fingen an, sich mit ihm zu befragen, versuchten ihn und begehrten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Und er seufzete in seinem Geist und sprach: Was sucht doch dies Geschlecht Zeichen? Wahrlich, ich sage euch, es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben. Und er lieli sie und tratwiederum in das Schiff und fuhr heruber. Und sie hatten vergessen, Brot mit sich zu nehmen, und hatten nicht mehr mit sich im Schiff denn ein Brot. Und er gebot ihnen und sprach: Schauet zu und sehet euch vor vor dem Sauerteig der Pharisaer und vor dem Sauerteig Herodes! Und sie gedachten hin und wieder und sprachen untereinander: Das ist's, daß wir nicht Brot haben. Und Jesus vernahm das und sprach zu ihnen: Was bekümmert ihr euch doch, daß ihr nicht Brot habt? Vernehmet ihr noch nichts und seid noch nicht verstandig? Habt ihr noch ein verstarret Herz in euch? Habt Augen und sehet nicht und habt Ohren und horet nicht und denket nicht daran, da ich fünf Brote brach unter funftausend, wieviel Korbe voll Brocken hubet ihr da auf? Sie sprachen: Zwdlf. Da ich aber die sieben brach unter die viertausend, wieviel Korbe voll Brocken hubet ihr da auf? Sie sprachen: Sieben. Und er sprach zu ihnen: Wie vernehmet ihr denn nichts? Und er kam gen Bethsaida. Und sie brachten zu ihm einen Blinden und baten ihn, daß er ihn anruhrete. Und er nahm den Blinden bei der Hand und fuhrete ihn hinaus vor den Flecken und sputzete in seine Augen und legte seine Hande auf ihn, und fragte ihn, ob er etwas sahe. Und er sah auf und sprach: Ich sehe Menschen gehen, als sahe ich Baume. Danach legte er abermal die Hande auf seine Augen und hieli ihn abermal sehen; und erward wieder zurechtgebracht, daß er alles scharf sehen konnte. Und erschickte ihn heim und sprach: Gehe nicht hinein in den Flecken und sage es auch niemand drinnen. Und Jesus ging aus und seine Junger in die Markte der Stadt Casarea - Philippi. Und auf dem Wege fragte er seine Junger und sprach zu ihnen: Wer sagen die Leute, daß ich sei? Sie antworteten: Sie sagen, du seiest Johannes der Taufer; etliche sagen, du seiest Elia; etliche, du seiest der Propheten einer. Und er sprach zu ihnen: Ihr aber, wer sagt ihr, daß ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist Christus. Und er bedrauete sie, daß sie niemand von ihm sagen sollten. Und hub an, sie zu lehren: Des Menschen Sohn muli viel leiden und verworfen werden von den Altesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getotet werden und fiber drei Tage auferstehen. Und er redete das Wort frei offenbar. Und Petrus nahm ihn zu sich, fing an, ihm zu wehren. Er aber wandte sich urn und sah seine Junger an und bedrauete Petrus und sprach: Geh hinter mich, du Satan! Denn du meinest nicht, was gottlich, sondern was menschlich ist. Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jungern und sprach zu ihnen: Wer mir will nach folgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben will behalten der wird's verlieren; und wer sein Leben verlieret um meinet und des Evangeliums willen, der wird's behalten. Was hulfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewonne und nahme an seiner Seele Schaden? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele lose? Wer sich aber mein und meiner Worte schamet unterdiesem ehebrecherischen und sundigen Geschlecht, des wird sich auch des Menschen Sohn schamen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mitden heiligen Engeln.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

In Bosko warten die Lesungen des Tages jeden Morgen auf dich — markiere jede als gelesen, damit du nie den Überblick verlierst, lies sie in einer von 30 Übersetzungen und verweile bei einer kurzen Betrachtung. Die Tageslesungen deiner Tradition — nachverfolgt und immer griffbereit.