Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

Galater 3:1-9

O ihr unverstandigen Galater, wer hat euch bezaubert, daß ihr der Wahrheit nicht gehorchet? welchen Christus Jesus vor die Augen gemalet war, und jetzt unter euch gekreuziget ist! Das will ich allein von euch lernen: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke Oder durch die Predigt vom Glauben? Seid ihr so unverstandig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden? Habt ihr denn so viel umsonst erlitten? Ist's anders umsonst. Der euch nun den Geist reichet und tut solche Taten unter euch, tut er's durch des Gesetzes Werke Oder durch die Predigt vom Glauben? Gleichwie Abraham hat Gott geglaubet, und ist ihm gerechnet zur Gerechtigkeit. So erkennet ihr ja nun, daß, die des Glaubens sind, das sind Abrahams Kinder. Die Schrift aber hat es zuvor ersehen, daß Gott die Heiden durch den Glauben gerecht macht. Darum verkundigte sie dem Abraham: In dir sollen alle Heiden gesegnet werden. Also werden nun, die des Glaubens sind, gesegnet mit dem glaubigen Abraham.

Erste Lesung

Hesekiel 6

Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: Du Menschenkind, kehre dein Angesicht wider die Berge Israels und weissage wider sie und sprich: Ihr Berge Israels, horet das Wort des Herrn HERRN! So spricht der Herr HERR beide, zu den Bergen und Hügeln, beide, zu den Bachen und Talern: Siehe, ich will das Schwert über euch bringen und eure Hohen umbringen, daß eure Altare verwüstet und eure Gotzen zerbrochen sollen werden; und will eure Leichname vor den Bildern totschlagen lassen. Ja, ich will die Leichname der Kinder Israel vor euren Bildern fallen und will eure Gebeine um eure Altare her zerstreuen. Wo ihrwohnet, da sollen die Stadte wüste und die Hohen zur Einode werden. Denn man wird eure Altare wüste und zur Einode machen und eure Gotzen zerbrechen und zunichte machen und eure Bilder zerschlagen und eure Stifte vertilgen, und sollen Erschlagene unter euch daßegen, daß ihr erfahret, ich sei der HERR. Ich will aber etliche von euch überbleiben lassen, die dem Schwert entgehen unter den Heiden, wenn ich euch in die Lander zerstreuet habe. Dieselbigen eure Ubrigen werden dann an mich gedenken unter den Heiden, da sie gefangen sein müssen, wenn ich ihr hurisch Herz, so von mir gewichen, und ihre hurischen Augen, so nach ihren Gotzen gesehen, zerschlagen habe; und wird sie gereuen die Bosheit, die sie durch allerlei ihre Greuel begangen haben. Und sollen erfahren, daß ich der HERR sei und nicht umsonst geredet habe, solches Unglück ihnen zu tun. So spricht der Herr HERR: Schlage deine Hande zusammen und strampel mitdeinen Füßen und sprich: Wehe über alle Greuel der Bosheit im Hause Israels, darum sie durch Schwert, Hunger und Pestilenz fallen müssen! Wer feme ist, wird an der Pestilenz sterben, und wer nahe ist, wird durchs Schwert fallen; wer aber überbleibet und davor behütet ist, wird Hungers sterben. Also will ich meinen Grimm unter ihnen vollenden, daß ihr erfahren sollt, ich sei der HERR, wenn ihre Erschlagenen unter ihren Gotzen liegen werden um ihre Altare her, oben auf alien Hügeln und oben auf alien Bergen und unter alien grünen Baumen und unter alien dicken Eichen, an welchen Orten sie allerlei Gotzen süßes Rauchopfer taten. Ich will meine Hand wider sie ausstrecken und das Land wüste und ode machen, von der Wüste an bis gen Diblath, wo sie wohnen, und sollen erfahren, daß ich der HERR sei.

Erste Lesung

Jona 4:1-11

Das verdroft Jona fast sehr und ward zornig und betete zum HERRN und sprach: Ach, HERR, das ist's, das ich sagte, da ich noch in meinem Lande war; darum ich auch wollte zuvorkommen, zu fliehen aufs Meer; denn ich weiß, daß du gnadig, barmherzig, langmutig und von grafter Güte bist und lassest dich des Ubels reuen. So nimm doch nun, HERR, meine Seele von mir; denn ich wollte lieber tot sein denn leben! Aber der HERR sprach: Meinest du, daß du billig zurnest? Und Jona ging zur Stadt hinaus und setzte sich gegen morgenwarts der Stadt und machte sich daselbst eine Hutte; da setzte er sich unter, in den Schatten, bis er sahe, was der Stadt widerfahren würde. Gott der HERR aber verschaffte einen Kürbis, der wuchs uber Jona, daß er Schatten gab über sein Haupt, und errettete ihn von seinem libel. Und Jona freuete sich sehr uber den Kürbis. Aber der HERR verschaffte einen Wurm des Morgens, da die Morgenrote anbrach; derstach den Kürbis, daß er verdorrete. Als aber die Sonne aufgegangen war, verschaffte Gott einen dürren Ostwind; und die Sonne stach Jona auf den Kopf, daß er matt ward. Da wünschte er seiner Seele den Tod und sprach: Ich wollte lieber tot sein denn leben! Da sprach Gott zu Jona: Meinest du, daß du billig zurnest um den Kürbis? Und er sprach: Billig züme ich bis an den Tod! Und der HERR sprach: Dich jammed des Kürbis, daran du nicht gearbeitet hast, hast ihn auch nicht aufgezogen, welcher in einer Nacht ward und in einer Nacht verdarb, und mich sollte nicht jammern Ninives, solcher groften Stadt, in welcher sind mehr denn hundertundzwanzigtausend Menschen, die nicht wissen Unterschied, was rechts Oder links ist, dazu auch viel Tiere?

Morgengebet — Erste Lesung

Amos 5

Horet, ihr vom Hause Israel, dies Wort; denn ich muß dies Klagelied uber euch machen: Die Jungfrau Israel ist gefallen, daß sie nicht wieder aufstehen wird; sie ist zu Boden gestoßen, und ist niemand, der ihr aufhelfe. Denn so spricht der HERR Gott: Die Stadt, da tausend ausgehen, soil nur hundert ubrig behalten; und da hundert ausgehen, soil nurzehn ubrig behalten im Hause Israel. Darum so spricht der HERR zum Hause Israel: Suchet mich, so werdet ihr leben! Suchet nicht Bethel und kommet nicht gen Gilgal und gehet nicht gen Berseba. Denn Gilgal wird gefangen weggefuhretwerden, und Bethel wird Beth- Aven werden. Suchet den HERRN, so werdet ihr leben, daß nicht ein Feuer im Hause Josephs überhandnehme, das da verzehre, und niemand loschen moge zu Bethel, die ihr das Recht in Wermut verkehret und die Gerechtigkeit zu Boden stoßet. Er macht die Glucke und Orion; der aus der Finsternis den Morgen und aus dem Tage die finstere Nacht macht; der dem Wasser im Meer ruft und schuttet es auf den Erdboden: er heifiet HERR, der uber den Starken eine Verstorung anrichtet und bringet eine Verstorung uber die teste Stadt. Aber sie sind dem gram, der sie im Tor straft, und haben den fur einen Greuel, der heilsam lehret. Darum, weil ihr die Armen unterdrucket und nehmet das Korn mit großen Lasten von ihnen, so sollt ihr in den Hausern nicht wohnen, die ihr von Werkstucken gebauet habt, und den Wein nicht trinken, den ihr in den feinen Weinbergen gepflanzet habt. Denn ich weiß euer Gbertreten, des viel ist, und eure Sunden, die stark sind, wie ihr die Gerechten dranget und Blutgeld nehmet und die Armen im Tor unterdrucket. Darum muß der Kluge zur selbigen Zeit schweigen; denn es ist eine bose Zeit. Suchet das Gute und nicht das Bose, auf daß ihr leben moget, so wird der HERR, der Gott Zebaoth, bei euch sein, wie ihrrühmet. Hasset das Bose und liebet das Gute, bestellet das Recht im Tor, so wird der HERR, der Gott Zebaoth, den ubrigen in Joseph gnadig sein. Darum so spricht der HERR, der Gott Zebaoth, der HERR: Es wird in alien Gassen Wehklagen sein, und auf alien Straßen wird man sagen: Wehe! wehe! Und man wird den Ackermann zum Trauern rufen und zum Wehklagen, wer da weinen kann. In alien Weinbergen wird Wehklagen sein; denn ich will unter euch fahren, spricht der HERR. Wehedenen, die des HERRN Tag begehren! Was soil er euch? Denn des HERRN Tag ist eine Finsternis und nicht ein Licht. Gleich als wenn jemand vor dem Lowen fldhe und ein Bar begegnete ihm, und als wenn jemand in ein Haus kame und lehnete sich mit der Hand an die Wand und eine Schlange stache ihn. Denn des HERR Tag wird ja finster und nicht licht sein, dunkel und nicht hell. Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag nicht riechen in eure Versammlung. Und ob ihr mir gleich Brandopfer und Speisopfer opfert, so hab ich keinen Gefallen daran; so mag ich auch eure feisten Dankopfer nicht ansehen. Tu nur weg von mir das Geplarr deiner Lieder; denn ich mag deines Psalterspieles nicht horen! Es soil aber das Recht offenbaret werden wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein starker Strom. Habt ihr vom Hause Israel mir in der Wuste die vierzig Jahre lang Schlachtopfer und Speisopfer geopfert? Jawohl! Ihrtrugetden Sichuth, euren Konig, und Chiun, euer Bild, den Stern eurer Gotter, welche ihr euch selbst gemacht hattet. So will ich euch von hinnen jenseit Damaskus wegfuhren lassen, spricht der HERR, der Gott Zebaoth heißt.

Epistel

Sirach 44:16-27;45:3-20

Von diesem Buch gibt es keine gemeinfreie Ausgabe in deiner Sprache, daher wird dieser Abschnitt auf Englisch angezeigt.

Enoch pleased the Lord, and was translated, Being an example of repentance to all generations. Noah was found perfect and righteous; In the season of wrath he was taken in exchange for the world; Therefore was there left a remnant to the earth, When the flood came. Everlasting covenants were made with him, That all flesh should no more be blotted out by a flood. Abraham was a great father of a multitude of nations; And there was none found like him in glory; Who kept the law of the Most High, And was taken into covenant with him: In his flesh he established the covenant; And when he was proved, he was found faithful. Therefore he assured him by an oath, That the nations should be blessed in his seed; That he would multiply him as the dust of the earth, And exalt his seed as the stars, And cause them to inherit from sea to sea, And from the River to the utmost part of the earth. In Isaac also did he establish likewise, for Abraham his father’s sake, The blessing of all men, and the covenant: And he made it rest upon the head of Jacob; He acknowledged him in his blessings, And gave to him by inheritance, And divided his portions; Among twelve tribes did he part them. By his words he caused the wonders to cease; He glorified him in the sight of kings; He gave him commandment for his people, And showed him part of his glory. He sanctified him in his faithfulness and meekness; He chose him out of all flesh. He made him to hear his voice, And led him into the thick darkness, And gave him commandments face to face, Even the law of life and knowledge, That he might teach Jacob the covenant, And Israel his judgments. He exalted Aaron, a holy man like to him, Even his brother, of the tribe of Levi. He established for him an everlasting covenant, And gave him the priesthood of the people; He beautified him with comely ornaments, And girded him about with a robe of glory. He clothed him with the perfection of exultation; And strengthened him with apparel of honor, The linen breeches, the long robe, and the ephod. And he compassed him with pomegranates of gold, And with many bells round about, To send forth a sound as he went, To make a sound that might be heard in the temple, For a memorial to the children of his people; With a holy garment, with gold and blue and purple, the work of the embroiderer, With an oracle of judgement, even with the Urim and Thummim; With twisted scarlet, the work of the craftsman; With precious stones graven like a signet, in a setting of gold, the work of the jeweller, For a memorial engraved in writing, after the number of the tribes of Israel; With a crown of gold upon the mitre, having graven on it, as on a signet, HOLINESS, An ornament of honor, a work of might, The desires of the eyes, goodly and beautiful. Before him there never have been any such; No stranger put them on, but his sons only, and his offspring perpertually. His sacrifices shall be wholly consumed Every day twice continually. Moses consecrated him, And anointed him with holy oil: It was to him for an everlasting covenant, And to his seed, all the days of heaven, To minister to him, and to execute also the priest’s office, And bless his people in his name. He chose him out of all living To offer sacrifice to the Lord, Incense, and a sweet savor, for a memorial, To make reconciliation for your people. He gave to him in his commandments, Yes, authority in the covenants of judgements, To teach Jacob the testimonies, And to enlighten Israel in his law. Strangers gathered themselves together against him, And envied him in the wilderness, Even Dathan and Abiram with their company, And the congregation of Korah, with wrath and anger. The Lord saw it, and it displeased him; And in the wrath of his anger they were destroyed: He did wonders upon them, To consume them with flaming fire. And he added glory to Aaron, And gave him a heritage: He divided to him the first fruits of the increase; And first did he prepare bread in abundance:

Erste Lesung

1. Mose 5

Dies ist das Buch von des Menschen Geschlecht. Da Gott den Menschen schuf, machte er ihn nach dem Gleichnis Gottes und schuf sie ein Mannlein und Fraulein; und segnete sie und hied ihren Namen Mensch zur Zeit, da sie geschaffen wurden. Und Adam war hundertunddreidig Jahre alt und zeugete einen Sohn. der seinem Bilde ahnlich war, und hied ihn Seth; und lebte danach achthundert Jahre und zeugete Sohne und Tochter; dad sein ganzes Alter ward neunhundertunddreidig Jahre, und starb. Seth war hundertundfunf Jahre alt und zeugte Enos; und lebte danach achthundertundsieben Jahre und zeugete Sohne und Tochter; dad sein ganzes Alter ward neunhundertundzwolf Jahre, und starb. Enos war neunzig Jahre alt und zeugete Kenan; und lebte danach achthundertundfünfzehn Jahre und zeugete Sohne und Tochter; dad sein ganzes Alter ward neunhundertundfunf Jahre, und starb. Kenan warsiebenzig Jahre alt und zeugete Mahalaleel; und lebte danach achthundertundvierzig Jahre und zeugete Sohne und Tochter; dad sein ganzes Alter ward neunhundertundzehn Jahre, und starb. Mahalaleel war fünfundsechzig Jahre alt und zeugete Jared; und lebte danach achthundertunddreidig Jahre und zeugete Sohne und Tochter; dad sein ganzes Alter ward achthundertfunfundneunzig Jahre, und starb. Jared war hundertundzweiundsechzig Jahre alt und zeugete Henoch; und lebte danach achthundert Jahre und zeugete Sohne und Tochter; dad sein ganzes Alter ward neunhundertzweiundsechzig Jahre, und starb. Henoch war fünfundsechzig Jahre alt und zeugete Methusalah. Und nachdem er Methusalah gezeuget hatte , blieb er in einem gottlichen Leben dreihundert Jahre und zeugete Sohne und Tochter; dad sein ganzes Alter ward dreihundertfunfundsechzig Jahre. Und dieweil er ein gottlich Leben fuhrete, nahm ihn Gott hinweg, und ward nicht mehr gesehen. Methusalah war hundertsiebenundachtzig Jahre alt und zeugete Lamech; und lebte danach siebenhundertzweiundachtzig Jahre und zeugete Sohne und Tochter; dad sein ganzes Alter ward neunhundertneunundsechzig Jahre, und starb. Lamech war hundertzweiundachtzig Jahre alt und zeugete einen Sohn und hied ihn Noah und sprach: Derwird uns trosten in unserer Mühe und Arbeit auf Erden, die der HERRverflucht hat. Danach lebte erfunfhundertfunfundneunzig Jahre und zeugete Sohne und Tochter; dad sein ganzes Alter ward siebenhundertsiebenundsiebenzig Jahre, und starb. Noah war fünfhundert Jahre alt und zeugete Sem, Ham und Japheth.

Morgengebet — Zweite Lesung

Matthäus 6

Habt acht auf eure Almosen, daß ihr die nicht gebet vor den Leuten, daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepreiset werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber Almosen gibst, so laft deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, auf daß dein Almosen verborgen, sei; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's vergelten offentlich. Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber betest, so gehe in dein Kammerlein und schliefte die Turzu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's vergelten offentlich. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhoret, wenn sie viel Worte machen. Darum sollt ihr euch ihnen nicht gleichen. Euer Vater weift, was ihr bedurfet, ehe denn ihr ihn bittet. Darum sollt ihr also beten: Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiliget. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. Unser taglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schulden, wie wir unsern Schuldigern vergeben. Und fuhre uns nicht in Versuchung, sondern erlose uns von dem Ubel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Denn so ihr den Menschen ihre Fehle vergebet, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wo ihr aber den Menschen ihre Fehle nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Fehle auch nicht vergeben. Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer sehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihre Angesichte, auf daß sie vor den Leuten scheinen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber fastest, so salbe dein Hauptund wasche dein Angesicht, auf dafi du nicht scheinest vor den Leuten mit deinem Fasten, sondern vordeinem Vater, welcher verborgen ist; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's Vergelten offentlich. Ihr sollt euch nicht Schatze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen, und da die Diebe nach graben und stehlen. Sammelt euch aber Schatze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen, und da die Diebe nicht nach graben noch stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz. Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn dein Auge einfaltig ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. Wenn aber dein Auge ein Schalk ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn aber das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis selber sein! Niemand kann zweien Herren dienen. Entweder er wird einen hassen und den andern lieben, Oder wird einem anhangen und den andern verachten. Ihr konnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht fur euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht fur euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vogel unter dem Himmel an: sie saen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nahret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Lange eine Elle zusetzen moge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr fur die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen! Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist als derselbigen eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird, sollt er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleinglaubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dafi ihr des alles bedurfet. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sorget nicht fur den andern Morgen; denn der morgende Tag wird fur das Seine sorgen. Es ist genug, dafi ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.

Antwortpsalm

Psalmen 97

Der HERR ist Konig; des freue sich das Erdreich, und seien frohlich die Inseln, soviel ihrer ist. Wolken und Dunkel ist um ihn her. Gerechtigkeit und Gericht ist seines Stuhles Festung: Feuer gehet vor ihm her und zündet an umher seine Feinde. Seine Blitze leuchten auf den Erdboden; das Erdreich siehet und erschrickt. Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem HERRN, vor dem Herrscher des ganzen Erdbodens. Die Himmel verkundigen seine Gerechtigkeit, und alle Volker sehen seine Ehre. Schamen mussen sich alle, die den Bildern dienen und sich der Gotzen ruhmen. Betet ihn an, alle Gotter! Zion horetes und istfroh; und die Tochter Judas sind frohlich, HERR über deinem Regiment. Denn du, HERR, bist der Hochste in alien Landen; du bist sehr erhohet über alle Gotter. Die ihrden HERRN liebet, hasset das Arge! Der HERR bewahret die Seelen seiner Heiligen; von der Gottlosen Hand wird er sie erretten. Dem Gerechten muß das Licht immer wieder aufgehen und Freude den frommen Herzen. Ihr Gerechten, freuet euch des HERRN; und danket ihm und preiset seine Heiligkeit!

Evangelium

Matthäus 25:14-23

Gleichwie ein Mensch, der uber Land zog, rief seinen Knechten und tat ihnen seine Guter ein. Und einem gab er funf Zentner, dem andern zwei, dem dritten einen, einem jeden nach seinem Vermogen, und zog bald hinweg. Da ging der hin, der funf Zentner empfangen hatte, und handelte mitdenselbigen und gewann andere funf Zentner. Desgleichen auch, der zwei Zentner empfangen hatte, gewann auch zwei andere. Der aber einen empfangen hatte, ging hin und machte eine Grube in die Erde und verbarg seines Herrn Geld. Uber eine lange Zeit kam der Herr dieser Knechte und hielt Rechenschaft mit ihnen. Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte andere funf Zentner dar und sprach: Herr, du hast mir funf Zentner getan; siehe da, ich habe damit andere funf Zentner gewonnen. Da sprach sein Herr zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist uber wenigem getreu gewesen; ich will dich uber viel setzen. Gehe ein zu deines Herrn Freude! Da trat auch herzu, der zwei Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Zentner getan; siehe da, ich habe mit denselben zwei andere gewonnen. Sein Herr sprach zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist uber wenigem getreu gewesen; ich will dich uber viel setzen. Gehe ein zu deines Herrn Freude!

Antwortpsalm

Psalmen 72

Des Salomo. Gott, gib dein Gericht dem Konige und deine Gerechtigkeit des Konigs Sohne, daß er dein Volk bringe zur Gerechtigkeit und deine Elenden rette. Laft die Berge den Frieden bringen unter das Volk und die Hügel die Gerechtigkeit. Er wird das elende Volk bei Recht erhalten und den Armen helfen und die Lasterer zerschmeiften. Man wird dich furchten, solange die Sonne und der Mond wahret, von Kind zu Kindeskindern. Er wird herabfahren, wie der Regen auf das Fell, wie die Tropfen, die das Land feuchten. Zu seinen Zeiten wird bluhen der Gerechte und großer Friede, bis dafi der Mond nimmer sei. Er wird herrschen von einem Meer bis ans andere und von dem Wasser an bis zur Welt Ende. Vor ihm werden sich neigen die in der Wüste; und seine Feinde werden Staub lecken. Die Konige am Meer und in den Inseln werden Geschenke bringen; die Konige aus Reicharabien und Seba werden Gaben zufuhren. Alle Konige werden ihn anbeten, alle Heiden werden ihm dienen. Denn erwird den Armen erretten, der da schreiet, und den Elenden, der keinen FHelfer hat. Erwird gnadig sein den Geringen und Armen, und den Seelen der Armen wird er helfen. Er wird ihre Seele aus dem Trug und Frevel erlosen, und ihr Blut wird teuer geachtet werden vor ihm. Er wird leben, und man wird ihm vom Gold aus Reicharabien geben. Und man wird immerdar vor ihm beten, taglich wird man ihn loben. Auf Erden, oben auf den Bergen, wird das Getreide dick stehen; seine Frucht wird beben wie Libanon und wird grünen in den Stadten wie Gras auf Erden. Sein Name wird ewiglich bleiben; solange die Sonne wahret, wird sein Name auf die Nachkommen reichen, und werden durch denselben gesegnet sein; alle Heiden werden ihn preisen. Gelobet sei Gottder HERR, der Gott Israels, der alleine Wunder tut; und gelobet sei sein herrlicher Name ewiglich; und alle Lande mussen seiner Ehre voll werden! Amen, Amen. Ein Ende haben die Gebete Davids, des Sohns Isais.

Antwortpsalm

Psalmen 98

Ein Psalm. Singet dem HERRN ein neues Lied; denn er tut Wunder. Er sieget mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm. Der HERR laßt sein Heil verkundigen, vor den Volkern laßt er seine Gerechtigkeit offenbaren. Er gedenket an seine Gnade und Wahrheit dem Hause Israel. Aller Welt Enden sehen das Heil unsers Gottes. Jauchzet dem HERRN, alle Welt; singet, rühmet und lobet! Lobet den HERRN mit Harfen, mit Harfen und mit Psalmen; mit Trommeten und Posaunen jauchzet vor dem HERRN, dem Konige! Das Meer brause, und was drinnen ist, der Erdboden, und die drauf wohnen. Die Wasserstrome frohlocken, und alle Berge seien frohlich vor dem HERRN; denn er kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Volker mit Recht.

Antwortpsalm

Psalmen 97

Der HERR ist Konig; des freue sich das Erdreich, und seien frohlich die Inseln, soviel ihrer ist. Wolken und Dunkel ist um ihn her. Gerechtigkeit und Gericht ist seines Stuhles Festung: Feuer gehet vor ihm her und zündet an umher seine Feinde. Seine Blitze leuchten auf den Erdboden; das Erdreich siehet und erschrickt. Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem HERRN, vor dem Herrscher des ganzen Erdbodens. Die Himmel verkundigen seine Gerechtigkeit, und alle Volker sehen seine Ehre. Schamen mussen sich alle, die den Bildern dienen und sich der Gotzen ruhmen. Betet ihn an, alle Gotter! Zion horetes und istfroh; und die Tochter Judas sind frohlich, HERR über deinem Regiment. Denn du, HERR, bist der Hochste in alien Landen; du bist sehr erhohet über alle Gotter. Die ihrden HERRN liebet, hasset das Arge! Der HERR bewahret die Seelen seiner Heiligen; von der Gottlosen Hand wird er sie erretten. Dem Gerechten muß das Licht immer wieder aufgehen und Freude den frommen Herzen. Ihr Gerechten, freuet euch des HERRN; und danket ihm und preiset seine Heiligkeit!

Abendgebet — Erste Lesung

Amos 6

Wehe den Stolzen zu Zion und denen, die sich auf den Berg Samaria verlassen, die sich rühmen die Vornehmsten uber die Heiden und gehen einher im Hause Israel! Gehet hin gen Kalne und schauet von dannen gen Hemath, die große Stadt, und ziehet hinab gen Gath der Philister, welche bessere Konigreiche gewesen sind denn diese und ihre Grenze großer denn eure Grenze. Die ihr euch weit vom bosen Tage achtet und trachtet immer nach Frevelregiment, und schlafet auf elfenbeinernen Lagern und treibet Uberfluß mit euren Betten; ihr esset die Lammer aus der Herde und die gemasteten Kalber und spielet auf dem Psalter und erdichtet euch Lieder, wie David, und trinket Wein aus den Schalen und salbet euch mit Balsam und bekummert euch nichts urn den Schaden Josephs. Darum sollen sie nun vornean gehen unter denen, die gefangen weggefuhretwerden, und soil das Schlemmen der Pranger aufhoren. Denn der Herr HERR hat geschworen bei seiner Seele, spricht der HERR, der Gott Zebaoth: Mich verdrießt die Hoffart Jakobs und bin ihren Palasten gram; und ich will auch die Stadt ubergeben mit allem, was drinnen ist. Und wenn gleich zehn Manner in einem Hause uberblieben, sollen sie doch sterben, daß einen jeglichen sein Vetter und sein Ohm nehmen und die Gebeine aus dem Hause tragen muß und sagen zu dem, der in den Gemachern des Hauses ist: Ist ihrer auch noch mehr da? Und der wird antworten: Sie sind alle dahin! Und wird sagen: Sei zufrieden; denn sie wollten nicht, daß man des HERRN Namens gedenken solite. Denn siehe, der HERR hat geboten, daß man die großen Hauser schlagen soil, daß sie Ritze gewinnen, und die kleinen Hauser, daß sie Lucken gewinnen. Wer kann mit Rossen rennen Oder mit Ochsen pflugen auf Felsen? Denn ihr wandelt das Recht in Galle und die Frucht der Gerechtigkeit in Wermut und trostet euch des, das so gar nichts ist, und sprechet: Sind wir denn nicht stark genug mit unsern Hornern? Darum siehe, ich will uber euch vom Haus Israel ein Volk erwecken, spricht der HERR, der Gott Zebaoth, das soli euch angsten von dem Ort an, da man gen Hemath gehet, bis an den Bach in der Wüste.

Zweite Lesung

Römer 5

Nun wir denn sind gerecht worden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesum Christum, durch welchen wir auch einen Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade darinnen wir stehen, und ruhmen uns der Hoffnung der zukunftigen Herrlichkeit die Gott geben soil. Nicht allein aber das, sondern wir ruhmen uns auch der Trubsale dieweil wirwissen, dad Trubsal Geduld bringet. Geduld aber bringet Erfahrung, Erfahrung aber bringet Hoffnung, Hoffnung aber laftt nicht zuschanden werden. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben ist. Denn auch Christus, da wir noch schwach waren nach der Zeit, ist fur uns Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand um des Rechtes willen; um etwas Gutes willen dürfte vielleicht jemand sterben. Darum preiset Gott seine Liebe gegen uns, dad Christus fur uns gestorben ist, da wir noch Sunder waren. So werden wir je viel mehr durch ihn behalten werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht worden sind. Denn so wir Gott versohnet sind durch den Tod seines Sohns, da wir noch Feinde waren, viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun versohnet sind. Nicht aliein aber das, sondern wir ruhmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesum Christum, durch welchen wir nun die Versohnung empfangen haben. Derhaiben, wie durch einen Menschen die Sunde ist kommen in die Welt und der Tod durch die Sunde, und ist also der Tod zu alien Menschen durchgedrungen, dieweil sie alle gesundiget haben; (denn die Sunde warwohl in der Welt bisauf das Gesetz; aber wo kein Gesetz ist, da achtet man der Sunde nicht, sondern der Tod herrschte von Adam an bis auf Mose, auch uber die, die nicht gesundiget haben mit gieicher Ubertretung wie Adam, welcher ist ein Bild des, der zukunftig war. Aber nicht halt sich's mit der Gabe wie mit der Sunde. Denn so an eines Sunde viele gestorben sind, so ist viel mehr Gottes Gnade und Gabe vielen reichlich widerfahren durch die Gnade des einigen Menschen, Jesu Christi. Und nicht ist die Gabe allein uber eine Sunde wie durch des einigen Sunders einige Sunde alles Verderben. Denn das Urteil ist kommen aus einer Sunde zur Verdammnis; die Gabe aber hilftauch aus vielen Sünden zur Gerechtigkeit. Denn so um des einigen Sunde willen der Tod geherrschet hat durch den einen, viel mehr werden die, so da empfangen die Fülle der Gnade und der Gabe zur Gerechtigkeit, herrschen im Leben durch einen, Jesum Christum): wie nun durch eines Sunde die Verdammnis uber alle Menschen kommen ist, also ist auch durch eines Gerechtigkeit die Rechtfertigung des Lebens über alle Menschen kommen. Denn gleichwie durch eines Menschen Ungehorsam viel Sunder worden sind, also auch durch eines Gehorsam werden viel Gerechte. Das Gesetz aber ist neben einkommen, auf dati die Sunde machtiger würde. Wo aber die Sunde machtig worden ist, da ist doch die Gnade viel machtiger worden, auf daß, gleichwie die Sunde geherrschet hat zu dem Tode, also auch herrsche die Gnade durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesum Christum, unsern Herrn.

Zweite Lesung

Jakobus 5

Wohlan nun, ihr Reichen, weinet und heulet uber euer Elend, das fiber euch kommen wird! Euer Reichtum ist verfaulet; eure Kleider sind mottenfraßig worden. Euer Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird euch zum Zeugnis sein und wird euer Fleisch fressen wie ein Feuer. Ihr habt euch Schatze gesammelt an den letzten Tagen. Siehe, der Arbeiter Lohn, die euer Land eingeerntet haben, und von euch abgebrochen ist, der schreiet; und das Rufen der Ernter ist kommen vor die Ohren des Herrn Zebaoth. Ihr habt wohlgelebet auf Erden und eure Wollust gehabt und eure Herzen geweidet als auf einen Schlachttag. Ihr habt verurteilet den Gerechten und getotet, und er hat euch nicht widerstanden. So seid nun geduldig, liebe Bruder, bis auf die Zukunft des Herrn! Siehe, ein Ackermann wartet auf die kostliche Frucht der Erde und ist geduldig darüber, bis daß er empfange den Morgenregen und Abendregen. Seid ihr auch geduldig und starket eure Herzen; denn die Zukunft des Herrn ist nahe. Seufzet nicht widereinander, liebe Bruder, auf daß ihr nicht verdammet werdet! Siehe, der Richter ist vor der Tür! Nehmet, meine lieben Bruder, zum Exempel des Leidens und der Geduld die Propheten, die zu euch geredet haben in dem Namen des Herrn. Siehe, wir preisen selig, die erduldet haben. Die Geduld Hiobs habt ihrgehoret, und das Ende des Herrn habt ihr gesehen; denn der Herr ist barmherzig und ein Erbarmer. Vor alien Dingen aber, meine Bruder, schworet nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit keinem andern Eide. Es sei aber euer Wort: Ja, das ja ist; und: Nein, das nein ist, auf daß ihr nicht in Heuchelei fallet. Leidetjemand untereuch, derbete; istjemand gutes Muts, der singe Psalmen. Istjemand krank, der rufe zu sich die Altesten von der Gemeinde und lasse sie fiber sich beten und salben mit 01 in dem Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und so er hat Sünden getan, werden sie ihm vergeben sein. Bekenne einerdem andern seine Sünden und betet ffireinander, daß ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Elia war ein Mensch gleich wie wir, und er betete ein Gebet, daß es nicht regnen sollte; und es regnete nicht auf Erden drei Jahre und sechs Monden. Und er betete abermal, und der Himmel gab den Regen, und die Erde brachte ihre Frucht. Liebe Bruder, sojemand untereuch irren wfirde von der Wahrheit, und jemand bekehrete ihn, der soil wissen, daß, wer den Sunder bekehret hat von dem Irrtum seines Weges, der hat einer Seele vom Tode geholfen und wird bedecken die Menge der Sünden. Der erste Brief des Petrus

Zweite Lesung

Apostelgeschichte 20:17-38

Aber von Milet sandte er gen Ephesus und ließ fordern die Altesten von der Gemeinde. Als aber die zu ihm kamen, sprach erzu ihnen. Ihr wisset von dem ersten Tage an, da ich bin nach Asien kommen, wie ich allezeit bin bei euch gewesen und dem Herm gedienet mit aller Demut und mit viel Tranen und Anfechtungen, die mirsind widerfahren von den Juden, so mir nachstelleten; wie ich nichts verhalten habe, das da nutzlich ist, daß ich euch nicht verkundiget hatte und euch gelehret offentlich und sonderlich. Und habe bezeuget beiden, den Juden und Griechen, die Buße zu Gott und den Glauben an unsern Herm Jesum Christum. Und nun siehe, ich, im Geist gebunden, fahre hin gen Jerusalem, weiß nicht, was mir daselbst begegnen wird, ohne daß der Heilige Geist in alien Stadten bezeuget und spricht: Bande und Trubsal warten mein daselbst. Aber ich achte der keines; ich halte mein Leben auch nicht selbst teuer, auf daß ich vollende meinen Lauf mit Freuden und das Amt, das ich empfangen habe von dem Herm Jesu, zu bezeugen das Evangelium von der Gnade Gottes. Und nun siehe, ich weiß, daß ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, alle die, durch welche ich gezogen bin und geprediget habe das Reich Gottes. Darum zeuge ich euch an diesem heutigen Tage, daß ich rein bin von aller Blut; denn ich habe euch nichts verhalten, daß ich nicht verkundiget hatte alle den Rat Gottes. So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, unter welche euch der Heilige Geist gesetzet hat zu Bischofen, zu weiden die Gemeinde Gottes, welche er durch sein eigen Blut erworben hat. Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied werden unter euch kommen greuliche Wolfe, die die Herde nicht verschonen werden. Auch aus euch selbst werden aufstehen Manner, die da verkehrte Lehren reden, die Junger an sich zu ziehen. Darum seid wacker und denket daran, daß ich nicht abgelassen habe drei Jahre, Tag und Nacht einen jeglichen mit Tranen zu vermahnen. Und nun, liebe Bruder, ich befehle euch Gott und dem Wort seiner Gnade, der da machtig ist, euch zu erbauen und zu geben das Erbe unter alien, die geheiliget werden. Ich habe euer keines Silber noch Gold noch Kleid begehrt. Denn ihr wisset selber, daß mir diese Hande zu meiner Notdurft und derer, die mit mir gewesen sind, gedienet haben. Ich habe es euch alles gezeiget, daß man also arbeiten rnüsse und die Schwachen aufnehmen und gedenken an das Wort des Herm Jesu, das er gesagt hat: Geben ist seliger denn Nehmen. Und als er solches gesagt, kniete er nieder und betete mit ihnen alien. Es ward aber viel Weinens unter ihnen alien, und fielen Paulus urn den Hals und kusseten ihn, am allermeisten betrubt uber dem Wort, das er sagte, sie wurden sein Angesicht nicht mehr sehen. Und geleiteten ihn in das Schiff.

Zweite Lesung

2. Timotheus 2:20-26

In einem grolien Hause aber sind nicht allein guldene und silberne Gefalie, sondern auch holzerne und irdene und etliche zu Ehren, etliche aberzu Unehren. So nun jemand sich reiniget von solchen Leuten, der wird ein geheiliget Fali sein zu Ehren, dem Hausherrn brauchlich und zu allem guten Werk bereitet. Flieh die Luste der Jugend! Jage aber nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit alien, die den Herrn anrufen von reinem Herzen. Aber der torichten und unnützen Fragen entschlage dich; denn du weißt, daß sie nur Zank gebaren. Ein Knecht aber des Herrn soil nicht zankisch sein, sondern freundlich gegen jedermann, lehrhaftig, der die Bosen tragen kann mit Sanftmut und strafe die Widerspenstigen, ob ihnen Gott dermaleinst Buße gabe die Wahrheit zu erkennen, und wieder nuchtern wurden aus des Teufels Strick, von dem sie gefangen sind zu seinem Willen.

Evangelium

Lukas 5

Es begab, sich aber, da sich das Volk zu ihm drang, zu horen das Wort Gottes, und er stund am See Genezareth und sah zwei Schiffe am See stehen; die Fischer aber waren ausgetreten und wuschen ihre Netze; trat er in der Schiffe eines, welches Simons war, und bat ihn, dafi er's ein wenig vom Lande führete. Und er setzte sich und Iehrete das Volk aus dem Schiff. Und als er hatte aufgehort zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Hohe und werfet eure Netze aus, daß ihr einen Zug tut. Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen. Und da sie das taten, beschlossen sie eine große Menge Fische; und ihr Netz zerriß. Und sie winkten ihren Gesellen, die im andern Schiff waren, daß sie kamen und hulfen ihnen ziehen. Und sie kamen und fülleten beide Schiffe voll, also daß sie sanken. Da das Simon Petrus sah, fiel er Jesu zu den Knieen und sprach: Herr, gehe von mir hinaus; ich bin ein sundiger Mensch. Denn es war ihn ein Schrecken ankommen und alle, die mit ihm waren, uber diesen Fischzug, den sie miteinander getan hatten; desselbigengleichen auch Jakobus und Johannes, die Sohne des Zebedaus, Simons Gesellen. Und Jesus sprach zu Simon: Furchte dich nicht; denn von nun an wirst du Menschen fangen. Und sie fuhreten die Schiffe zu Lande und verließen alles und folgeten ihm nach. Und es begab sich, da er in einer Stadt war, siehe, da war ein Mann voll Aussatzes. Da der Jesum sah, fiel er auf sein Angesicht und bat ihn und sprach: Herr, willst du, so kannst du mich reinigen. Und er streckte die Hand aus und ruhrete ihn an und sprach: Ich will's tun; sei gereiniget! Und alsbald ging der Aussatz von ihm. Und er gebot ihm dall, er's niemand sagen sollte; sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere fur deine Reinigung, wie Mose geboten hat, ihnen zum Zeugnis. Es kam aberdie Sage von ihm jeweiter aus; und kam viel Volks zusammen, daß sie horeten und durch ihn gesund wurden von ihren Krankheiten. Er aber entwich in die Wuste und betete. Und es begab, sich auf einen Tag, daß er lehrete, und salien da die Pharisaer und Schriftgelehrten, die da kommen waren aus alien Markten in Galilaa und Judaa und von Jerusalem. Und die Kraft des Herrn ging von ihm und half jedermann. Und siehe, etliche Manner brachten einen Menschen auf einem Bette, der war gichtbruchig; und sie suchten, wie sie ihn hineinbrachten und vor ihn legten. Und da sie vor dem Volk nicht fanden, an welchem Ort sie ihn hineinbrachten, stiegen sie auf das Dach und lielien ihn durch die Ziegel hernieder mit dem Bettlein, mitten unter sie, vor Jesus. Und da er ihren Glauben sah, sprach er zu ihm: Mensch, deine Sünden sind dirvergeben. Und die Schriftgelehrten und Pharisaer fingen an zu denken und sprachen: Wer ist der, daß er Gotteslasterung redet? Wer kann Sünden vergeben denn allein Gott? Da aber Jesus ihre Gedanken merkte, antwortete er und sprach zu ihnen: Was denket ihr in euren Herzen? Welches ist leichter zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben? oderzu sagen: Stehe auf und wandle? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht hat auf Erden Sünden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Ich sage dir, stehe auf und hebe dein Bettlein auf; und gehe heim. Und alsbald stund er auf vor ihren Augen und hub das Bettlein auf, darauf er gelegen war, und ging heim und preisete Gott. Und sie entsetzten sich alle und preiseten Gott und wurden voil Furcht und sprachen: Wir haben heute seltsame Dinge gesehen. Und danach ging eraus und sah einen Zollner mit Namen Levi am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mirnach! Und er verlieli alles, stund auf und folgete ihm nach. Und Levi richtete ihm ein grofi Mahl zu in seinem Hause; und viel Zollner und andere salien mit ihm zu Tisch. Und die Schriftgelehrten und Pharisaer murreten wider seine Junger und sprachen: Warum esset und trinket ihr mit den Zollnern und Sundern? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedurfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Ich bin kommen, zu rufen die Sunder zur Bulie und nicht die Gerechten. Sie aber sprachen zu ihm: Warum fasten Johannes Junger so oft und beten so viel, desselbigengleichen der Pharisaer Junger, aber deine Junger essen und trinken? Er sprach aber zu ihnen: Ihr moget die Hochzeitleute nicht zum Fasten treiben, solange der Brautigam bei ihnen ist. Es wird aber die Zeit kommen, daß der Brautigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten. Und er sagte zu ihnen ein Gleichnis: Niemand flicket einen Lappen vom neuen Kleid auf ein alt Kleid; wo anders, so reilit das neue, und der Lappen vom neuen reimet sich nicht auf das alte. Und niemand fasset Most in alte Schlauche; wo anders, so zerreiliet der Most die Schlauche und wird verschuttet, und die Schlauche kommen urn. Sondern den Most soil man in neue Schlauche fassen, so werden sie beide behalten. Und niemand ist, der vom alten trinkt und wolle bald des neuen; denn er spricht: Der alte ist milder.

Abendgebet — Zweite Lesung

Römer 6

Was wollen wir hiezu sagen? Sollen wir denn in der Sunde beharren, auf daß die Gnade desto machtiger werde? Das sei feme! Wie sollten wir in der Sunde wollen leben, der wir abgestorben sind? Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christum getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wirje mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. So wir aber samt ihm gepflanzet werden zu gleichem Tode, so werden wir auch der Auferstehung gleich sein, dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch samt ihm gekreuziget ist, auf daß der sündliche Leib aufhore, da(3> wir hinfort der Sunde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertiget von der Sunde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden und wissen, daß Christus, von den Toten erwecket, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort uber ihn nicht herrschen. Denn das er gestorben ist; das ist er der Sunde gestorben zu einem Mai; das er aber lebet, das lebet er Gott. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sunde gestorben seid und lebet Gott in Christo Jesu, unserm Herm. So lasset nun die Sunde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, ihm Gehorsam zu leisten in seinen Lüsten. Auch begebet nicht der Sunde eure Glieder zu Waffen der Ungerechtigkeit, sondern begebet euch selbst Gott, als die da aus den Toten lebendig sind, und eure Glieder Gott zu Waffen der Gerechtigkeit, Denn die Sunde wird nicht herrschen konnen fiber euch, sintemal ihr nicht unter dem Gesetze seid, sondern unter der Gnade. Wie nun? sollen wir sündigen, dieweil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei feme! Wisset ihr nicht, welchem ihr euch begebet zu Knechten in Gehorsam, des Knechte seid ihr, dem ihr gehorsam seid, es sei der Sunde zum Tode Oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit? Gott sei aber gedanket, daß ihr Knechte der Sunde gewesen seid, aber nun gehorsam worden von Herzen dem Vorbilde der Lehre, welchem ihr ergeben seid. Denn nun ihr frei worden seid von der Sunde, seid ihr Knechte worden der Gerechtigkeit. Ich muft menschlich davon reden urn der Schwachheit willen eures Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habt zu Dienste der Unreinigkeit und von einer Ungerechtigkeit zu der andern, also begebet nun auch eure Glieder zu Dienste der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden. Denn da ihr der Sunde Knechte waret, da waret ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit fur Frucht? Welcher ihr euch jetzt schamet; denn das Ende derselbigen ist der Tod. Nun ihr aber seid von der Sunde frei und Gottes Knechte worden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet, das Ende aber das ewige Leben. Denn der Tod ist der Sunde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm Herm.

Evangelium

Matthäus 11:25-30

Zu derselbigen Zeit antwortete Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater und Herr Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmundigen offenbaret. Ja, Vater, denn es ist also wohlgefallig gewesen vor dir. Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater denn nur der Sohn, und wem es der Sohn will offenbaren. Kommet her zu mir, alle, die ihr muhselig und beladen seid, ich will euch erquicken! Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmutig und von Herzen demutig; so werdet ihr Ruhe finden fur eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Evangelium

Matthäus 17:24-27

Da sie nun gen Kapernaum kamen, gingen zu Petrus, die den Zinsgroschen einnahmen, und sprachen: Pflegt euer Meister nicht den Zinsgroschen zu geben? Er sprach: Ja. Und als er heimkam, kam ihm Jesus zuvor und sprach: Was dunkt dich, Simon? Von wem nehmen die Konige auf Erden den Zoll Oder Zins, von ihren Kindern Oder von den Fremden? Da sprach zu ihm Petrus: Von den Fremden. Jesus sprach zu ihm: So sind die Kinder frei. Auf dafi aber wir sie nicht argern, so gehe hin an das Meer und wirf die Angel, und den ersten Fisch, der herauffahrt, den nimm; und wenn du seinen Mund auftust, wirstdu einen Stater finden. Denselbigen nimm und gib ihn fur mich und dich.

Evangelium

Johannes 5

Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf gen Jerusalem. Es ist aber zu Jerusalem bei dem Schafhause ein Teich, der heißt auf ebraisch Bethesda und hat fünf Hallen, in welchen lagen viel Kranke, Blinde, Lahme, Durre; die warteten, wenn sich das Wasser bewegte. Denn ein Engel fuhr herab zu seiner Zeit in den Teich und bewegte das Wasser. Welcher nun der erste, nachdem das Wasser beweget war, hineinstieg, der ward gesund, mit welcherlei Seuche er behaftet war. Es war aber ein Mensch daselbst, achtunddreißig Jahre krank gelegen. Da Jesus denselbigen sah liegen und vernahm, daß er so lange gelegen hatte, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, wenn das Wasser sich beweget, der mich in den Teich lasse; und wenn ich komme, so steiget ein anderervormirhinein. Jesus spricht zu ihm: Stehe auf, nimm dein Bett und gehe hin! Und alsbald ward der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin. Es war aber desselbigen Tages der Sabbat. Da sprachen die Juden zu dem, der gesund war worden: Es ist heute Sabbat; es ziemt dir nicht, das Bett zu tragen. Er antwortete ihnen: Der mich gesund machte, der sprach zu mir: Nimm dein Bett und gehe hin. Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Bett und gehe hin? Der aber gesund war worden, wulite nicht, wer er war; denn Jesus war gewichen, da so viel Volks an dem Ort war. Danach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe zu, du bist gesund worden; sundige hinfort nicht mehr, daß dir nicht etwas Argeres widerfahre! Der Mensch ging hin und verkundigte es den Juden, es sei Jesus, der ihn gesund gemacht habe. Darum verfolgten die Juden Jesum und suchten ihn zu toten, daß er solches getan hatte auf den Sabbat. Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirket bisher, und ich wirke auch. Darum trachteten ihm die Juden nun viel mehr nach, daß sie ihn toteten, daß er nicht allein den Sabbat brach, sondern sagte auch, Gott sei sein Vater, und machte sich selbst Gott gleich. Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Sohn kann nichts von ihm selber tun, denn was er siehet den Vater tun; denn was derselbige tut, das tut gleich auch der Sohn. Der Vater aber hat den Sohn lieb und zeiget ihm alles, was er tut, und wird ihm noch groftere Werke zeigen, daß ihr euch verwundern werdet. Denn wie der Vater die Toten auferweckt und machet sie lebendig, also auch der Sohn machet lebendig, welche er will. Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn gegeben, auf daß sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehret, der ehret den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort horet und glaubet dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, daß die Toten werden die Stimme des Sohnes Gottes horen; und die sie horen werden, die werden leben. Denn wie der Vater das Leben hat in ihm selber, also hat er dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in ihm selber. Und hat ihm Macht gegeben, auch das Gericht zu halten, darum daß er des Menschen Sohn ist. Verwundert euch des nicht; denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Grabern sind, werden seine Stimme horen und werden hervorgehen, die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Ubels getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. Ich kann nichts von mir selber tun. Wie ich hore, so richte ich, und mein Gericht ist recht; denn ich suche nicht meinen Willen, sondern des Vaters Willen, der mich gesandt hat. So ich von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr. Ein anderer ist's, der von mir zeuget; und ich weiß, daß das Zeugnis wahr ist, das er von mir zeuget. Ihr schicktet zu Johannes, und er zeugete von der Wahrheit. Ich aber nehme nicht Zeugnis von Menschen, sondern solches sage ich, auf daß ihr selig werdet. Er war ein brennend und scheinend Licht; ihr aber wolltet eine kleine Weile frohlich sein von seinem Licht. Ich aber habe ein grower Zeugnis denn des Johannes Zeugnis; denn die Werke, die mir der Vater gegeben hat, daß ich sie vollende, dieselbigen Werke, die ich tue, zeugen von mir, daß mich der Vater gesandt habe. Und der Vater, der mich gesandt hat, derselbige hat von mir gezeuget. Ihr habt nie weder seine Stimme gehoret noch seine Gestalt gesehen. Und sein Wort habt ihr nicht in euch wohnend; denn ihr glaubet dem nicht, den er gesandt hat. Suchet in der Schrift; denn ihr meinet, ihr habt das ewige Leben darinnen; und sie ist's, die von mir zeuget. Und ihrwollt nicht zu mir kommen, daß ihr das Leben haben mochtet. Ich nehme nicht Ehre von Menschen. Aber ich kenne euch, daß ihr nicht Gottes Liebe in euch habt. Ich bin kommen in meines Vaters Namen, und ihr nehmet mich nicht an. So ein anderer wird in seinem eigenen Namen kommen, den werdet ihr annehmen. Wie konnet ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmet? Und die Ehre, die von Gott ailein ist, suchet ihr nicht. Ihr sollt nicht meinen, daß ich euch vor dem Vater verklagen werde. Es ist einer, der euch verklaget, der Mose, auf welchen ihr hoffet. Wenn ihr Mose glaubtet, so glaubtet ihr auch mir; denn er hat von mir geschrieben. So ihr aber seinen Schriften nicht glaubet, wie werdet ihr meinen Worten glauben?

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

In Bosko warten die Lesungen des Tages jeden Morgen auf dich — markiere jede als gelesen, damit du nie den Überblick verlierst, lies sie in einer von 30 Übersetzungen und verweile bei einer kurzen Betrachtung. Die Tageslesungen deiner Tradition — nachverfolgt und immer griffbereit.