Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Erste Lesung
Etliche zwar predigen Christum auch urn Hasses und Haders willen, etliche aber aus guter Meinung. Jene verkundigen Christum aus Zank und nicht lauter; denn sie meinen, sie wollen eine Trübsal zuwenden meinen Banden. Diese aber aus Liebe; denn sie wissen, daü ich zur Verantwortung des Evangeliums hier liege. Was ist ihm aber denn? Daü nur Christus verkundiget werde allerlei Weise, es geschehe Zufalles Oder rechter Weise; so freue ich mich doch darinnen und will mich auch freuen. Denn ich weili, daß mir dasselbige gelingetzur Seligkeit durch euer Gebet und durch Handreichung des Geistes Jesu Christi wie ich endlich warte und hoffe, daß ich in keinerlei Stuck zuschanden werde, sondern daü mit aller Freudigkeit, gleichwie sonst allezeit, also auch jetzt, Christus hoch gepreiset werde an meinem Leibe, es sei durch Leben Oder durch Tod. Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.
Erste Lesung
Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: Du Menschenkind, es waren zwei Weiber, einer Mutter Tochter. Die trieben Hurerei in Agypten in ihrer Jugend; daselbst lielien sie ihre Brüste begreifen und die Zitzen ihrer Jungfrauschaft betasten. Die grolie heilit Ahala und ihre Schwester Ahaliba. Und ich nahm sie zur Ehe, und sie zeugeten mirßohne und Tochter. Und Ahala heilit Samaria und Ahaliba Jerusalem. Ahala trieb Hurerei, da ich sie genommen hatte, und brannte gegen ihre Buhlen, namlich gegen die Assyrier, die zu ihr kamen, gegen die Fursten und Herren, die mit Seide gekleidet waren, und alle junge liebliche Gesellen, namlich gegen die Reiter und Wagen. Und buhlete mit alien schonen Gesellen in Assyrien und verunreinigte sich mit alien ihren Gotzen, wo sie auf einen entbrannte. Dazu verlielj sie auch nicht ihre Hurerei mit Agypten, die bei ihr gelegen waren von ihrer Jugend auf und die Brüste ihrer Jungfrauschaft betastet und grolie Hurerei mit ihr getrieben hatten. Da übergab ich sie in die Hand ihrer Buhlen, den Kindern Assur, gegen welche sie brannte vor Lust. Die deckten ihre Scham auf und nahmen ihre Sohne und Tochter weg; sie aber toteten sie mit dem Schwert. Und es kam aus, dall diese Weiber gestraft waren. Da es aber ihre Schwester Ahaliba sah, entbrannte sie noch viel arger denn jene und trieb der Hurerei mehr denn ihre Schwester und entbrannte gegen die Kinder Assur, namlich die Fursten und Herren, die zu ihr kamen wohl gekleidet, Reiter und Wagen, und alle junge liebliche Gesellen. Da sah ich, daß sie alle beide gleicherweise verunreiniget waren. Aber diese trieb ihre Hurerei mehr. Denn da sie sah gemalte Manner an der Wand in rater Farbe, die Bilder der Chaldaer, um ihre Lenden gegurtet und bunte Kogel auf ihren Kopfen, und alle gleich anzusehen wie gewaltige Leute, wie denn die Kinder Babel und die Chaldaer tragen in ihrem Vaterlande, entbrannte sie gegen sie, sobald sie ihrer gewahr ward, und schickte Botschaft zu ihnen nach Chaldaa. Als nun die Kinder Babel zu ihr kamen, bei ihr zu schlafen nach der Liebe, verunreinigten sie dieselbe mit ihrer Hurerei, und sie verunreinigte sich mit ihnen, dad sie ihrer müde ward. Und da beide ihre Hurerei und Scham so gar offenbar war, ward ich ihrer auch uberdrussig, wie ich ihrer Schwester auch war müde worden. Sie aber trieb ihre Hurerei immer mehr und gedachte an die Zeit ihrer Jugend, da sie in Agyptenland Hurerei getrieben hatte, und entbrannte gegen ihre Buhlen, welcher Brunst war wie der Esel und der Hengste Brunst. Und bestelletest deine Unzucht wie in deiner Jugend, da die in Agypten deine Brüste begriffen und deine Zitzen betastetwurden. Darum, Ahaliba, so spricht der Herr HERR: Siehe, ich will deine Buhlen, deren du müde bist worden, wider dich erwecken und will sie ringsumher wider dich bringen, namlich die Kinder Babel und alle Chaldaer mit Hauptleuten, Fursten und Herren, und alle Assyrier mit ihnen, die schone junge Mannschaft, alle Fürsten und Herren, Ritter und Edle und allerlei Reiter. Und werden über dich kommen, gerustet mit Wagen und Radern und mit groliem Haufen Volks, und werden dich belagern mit Tartschen, Schilden und Helmen um und um. Denen will ich das Recht befehlen, daß sie dich richten sollen nach ihrem Recht. Ich will meinen Eifer über dich gehen lassen, daß sie unbarmherzig mit dir handeln sollen. Sie sollen dir Nasen und Ohren abschneiden; und was ubrig bleibt, soil durchs Schwert fallen. Sie sollen deine Sohne und Tdchter wegnehmen und das Ubrige mit Feuer verbrennen. Sie sollen dir deine Kleiderausziehen und deinen Schmuck wegnehmen. Also will ich deiner Unzucht und deiner Hurerei mit Agyptenland ein Ende machen, daß du deine Augen nicht mehr nach ihnen aufheben und Agyptens nicht mehr gedenken sollst. Denn so spricht der Herr HERR: Siehe, ich will dich überantworten, denen du feind worden und deren du müde bist. Die sollen als Feinde mit dir umgehen und alles nehmen, was du erworben hast, und dich nackend und bloli lassen, daß deine Scham aufgedeckt werde samt deiner Unzucht und Hurerei. Solches wird dir geschehen um deiner Hurerei willen, so du mit den Heiden getrieben, an welcher Gotzen du dich verunreiniget hast. Du bist auf dem Wege deiner Schwester gegangen; darum gebe ich dir auch derselbigen Kelch in deine Hand. So spricht der Herr HERR: Du mulit den Kelch deiner Schwester trinken, so tief und weit er ist; du sollst so zu groliem Spott und Hohn werden, daß es unertraglich sein wird. Du mulit dich des starken Tranks und Jammers voll saufen; denn der Kelch deiner Schwester Samaria ist ein Kelch des Jammers und Trauerns. Denselben mulit du rein austrinken, danach die Scherben zerwerfen und deine Brüste zerreilien; denn ich hab es geredet, spricht der Herr HERR. Darum so spricht der Herr HERR: Darum daß du mein vergessen und mich hinter deinen Rucken geworfen hast, so trage auch nun deine Unzucht und deine Hurerei. Und der HERR sprach zu mir: Du Menschenkind, willst du Ahala und Ahaliba strafen, so zeige ihnen an ihre Greuel, wie sie Ehebrecherei getrieben und Blut vergossen und die Ehe gebrochen haben mit den Gotzen; dazu ihre Kinder, die sie mirgezeuget hatten, verbrannten sie denselben zum Opfer. Uber das haben sie mir das getan: sie haben meine Heiligtumer verunreiniget dazumal und meine Sabbate entheiliget. Denn da sie ihre Kinder den Gotzen geschlachtet hatten, gingen sie desselbigen Tages in mein Heiligtum, dasselbige zu entheiligen. Siehe, solches haben sie in meinem Hause begangen. Sie haben auch Boten geschickt nach Leuten, die aus fernen Landen kommen sollten; und siehe, da sie kamen, badetest du dich und schminktest dich und schmucktest dich mit Geschmeide, ihnen zu Ehren, und saliest auf einem herrlichen Bette, vor welchem stund ein Tisch zugerichtet; darauf rauchertest du und opfertest mein Ol darauf. Daselbst hub sich ein grofi Freudengeschrei; und sie gaben den Leuten, so allenthalben aus groliem Volk und aus der Wuste kommen waren, Geschmeide an ihre Arme und schone Kronen auf ihre Haupter. Ich aber gedachte: Sie ist der Ehebrecherei gewohnt von alters her, sie kann von der Hurerei nicht lassen. Denn man geht zu ihr ein, wie man zu einer Hure eingeht; ebenso geht man zu Ahala und Ahaliba, den unzuchtigen Weibern. Darum werden sie die Manner strafen, die das Recht vollbringen, wie man die Ehebrecherinnen und Blutvergielierinnen strafen soli; denn sie sind Ehebrecherinnen, und ihre Hande sind voll Blut. Also spricht der Herr HERR: Führe einen grolien Haufen fiber sie herauf und gib sie in die Rapuse und Raub, die sie steinigen und mit ihren Schwertern erstechen und ihre Sohne und Tochter erwürgen und ihre Hauser mit Feuer verbrennen. Also will ich der Unzucht im Lande ein Ende machen, daü sich alle Weiber daran stolien sollen und nicht nach solcher Unzucht tun. Und man soil eure Unzucht auf euch legen, und sollt eurer Gotzen Sunde tragen, auf daß ihr erfahret, daü ich der Herr HERR bin.
Erste Lesung
Und der HERR antwortete Hiob aus einem Wetter und sprach: Wer ist der, der so fehlet in der Weisheit und redet so mit Unverstand? Gurte deine Lenden wie ein Mann; ich will dich fragen, lehre mich! Wo warest du, da ich die Erde grundete? Sage mir's, bist du so klug? Weilit du, wer ihr das Mali gesetzt hat, Oder wer uber sie eine Richtschnur gezogen hat? Oder worauf stehen ihre Fulie versenket? Oder wer hat ihr einen Eckstein gelegt, da mich die Morgensterne miteinander lobeten, und jauchzeten alle Kinder Gottes? Werhatdas Meermitseinen Turen verschlossen, da es herausbrach wie aus Mutterleibe, da ich's mit Wolken kleidete und in Dunkel einwickelte, wie in Windeln, da ich ihm den Lauf brach mit meinem Damm und setzte ihm Riegel und Tur und sprach: Bis hieher sollst du kommen und nicht weiter; hie sollen sich legen deine stolzen Wellenl? Hastdu bei deiner Zeit dem Morgen geboten und der Morgenrote ihren Ort gezeiget, daß die Ecken der Erde gefasset und die Gottlosen herausgeschuttelt würden? Das Siegel wird sich wandeln wie Leimen, und sie stehen wie ein Kleid. Und den Gottlosen wird ihr Licht genommen werden; und der Arm der Hoffartigen wird zerbrochen werden. Bist du in den Grund des Meers kommen und hast in den Fulitapfen der Tiefen gewandelt? Haben sich dir des Todes fore jeaufgetan? Oder hast du gesehen die Tore der Finsternis? Hastdu vernommen, wie breitdie Erde sei? Sage an, weilit du solches alles?
Morgengebet — Erste Lesung
Elisa aber, der Prophet, rief der Propheten Kinder einem und sprach zu ihm: Gürte deine Lenden und nimm diesen Olkrug mit dir und gehe hin gen Ramoth in Gilead. Und wenn du dahin kommst, wirst du daselbst sehen Jehu, den Sohn Josaphats, des Sohns Nimsis. Und gehe hinein und heifi ihn aufstehen unter seinen Brudern und führe ihn in die innerste Kammer. Und nimm den Olkrug und schütte es auf sein Haupt und sprich: So sagt der HERR: Ich habe dich zum Konige über Israel gesalbet. Und sollst die Tur auftun und fliehen und nicht verziehen. Und der Jüngling des Propheten, der Knabe, ging hin gen Ramoth in Gilead. Und da er hineinkam, siehe, da salien die Hauptleute des Heers. Und er sprach: Ich habe dir, Hauptmann, was zu sagen. Jehu sprach: Welchem unter uns alien? Er sprach: Dir, Hauptmann. Da stund er auf und ging hinein. Er aber schuttete das 01 auf sein Haupt und sprach zu ihm: So sagt der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich zum Konige gesalbet über des HERRN Volk Israel. Und du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, schlagen, daß ich das Blut der Propheten, meiner Knechte, und das Blut aller Knechte des HERRN rache von der Hand Isebels, daß das ganze Haus Ahabs umkomme. Und ich will von Ahab ausrotten den, der an die Wand pisset, und den Verschlossenen und Verlassenen in Israel. Und will das Haus Ahabs machen wie das Haus Jerobeams, des Sohns Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohns Ahias. Und die Hunde sollen Isebel fressen auf dem Acker zu Jesreel, und soli sie niemand begraben. Und ertat die Tür auf und floh. Und da Jehu herausging zu den Knechten seines Herrn, sprach man zu ihm: Stehet es wohl? Warum ist dieser Rasende zu dir kommen? Er sprach zu ihnen: Ihr kennet doch den Mann wohl, und was er sagt. Sie sprachen: Das ist nicht wahr; sage es uns aber an. Er sprach: So und so hat er mit mir geredet und gesagt: So spricht der HERR: Ich habe dich zum Konige über Israel gesalbet. Da eileten sie, und nahm ein jeglicher sein Kleid und legte es unter ihn auf die hohen Stufen, und bliesen mit der Posaune und sprachen: Jehu ist Konig worden! Also machte Jehu, der Sohn Josaphats, des Sohns Nimsis, einen Bund wider Joram. Joram aber lag vor Ramoth in Gilead mit dem ganzen Israel wider Hasael, den Konig zu Syrien. Joram aber, der Konig, war wiederkommen, dafi er sich heilen liefie zu Jesreel von den Schlagen, die ihm die Syrer geschlagen hatten, da er stritt mit Hasael dem Konige zu Syrien. Und Jehu sprach: Ist's euer Gernüt, so soil niemand entrinnen aus der Stadt, daß er hingehe und ansage zu Jesreel. Und er lieti sich führen und zog gen Jesreel, denn Joram lag daselbst; so war Ahasja, der Konig Judas, hinabgezogen, Joram zu besehen. Der Wachter aber, der auf dem Turm zu Jesreel stund, sah den Haufen Jehus kommen und sprach: Ich sehe einen Haufen. Da sprach Joram: Nimm einen Reiter und sende ihnen entgegen und sprich: Ist's Friede? Und der Reiter ritt hin ihm entgegen und sprach: So sagt der Konig: Ist's Friede? Jehu sprach: Was gehet dich der Friede an? Wende dich hinter mich! Der Wachter verkundigte und sprach: Der Bote ist zu ihnen kommen und kommt nichtwieder. Da sandte er einen andern Reiter. Da der zu ihm kam, sprach er: So sprichtder Konig: Ist's Friede? Jehu sprach: Was gehet dich der Friede an? Wende dich hinter mich! Das verkundigte der Wachter und sprach: Er ist zu ihnen kommen und kommt nichtwieder. Und es ist ein Treiben, wie das Treiben Jehus, des Sohns Nimsis; denn er treibt, wie er unsinnig ware. Da sprach Joram: Spannet an! Und man spannete seinen Wagen an; und sie zogen aus, Joram, der Konig Israels, und Ahasja, der Konig Judas, ein jeglicher auf seinem Wagen, daß sie Jehu entgegenkamen; und sie trafen ihn an auf dem Acker Naboths, des Jesreeliten. Und da Joram Jehu sah, sprach er: Jehu, ist's Friede? Er aber sprach: Was Friede? Deiner Mutter Isebel Hurerei und Zauberei wird immer großer. Da wandte Joram seine Hand und floh und sprach zu Ahasja: Es ist Verraterei, Ahasja! Aber Jehu fassete den Bogen und schoß Joram zwischen die Arme, daß der Pfeil durch sein Herz ausfuhr; und fiel in seinen Wagen. Und er sprach zum Ritter Bidekar: Nimm und wirf ihn aufs Stuck Acker Naboths, des Jesreeliten. Denn ich gedenke, daß du mit mir auf einem Wagen seinem Vater Ahab nachfuhrest, daß der HERR solche Last uber ihn hub. Was gilt's, sprach der HERR, ich will dir das Blut Naboths und seiner Kinder, das ich gestern sah, vergelten auf diesem Acker. So nimm nun und wirf ihn auf den Acker nach dem Wort des HERRN. Da das Ahasja, der Konig Judas, sah, floh er des Weges zum Hause des Gartens. Jehu aber jagte ihm nach und hieß ihn auch schlagen auf dem Wagen gen Gur hinan, die bei Jeblaam liegt. Und erfloh gen Megiddo und starb daselbst. Und seine Knechte ließen ihn führen gen Jerusalem und begruben ihn in seinem Grabe mit seinen Vatern in der Stadt Davids. Ahasja aber regierete fiber Juda im elften Jahr Jorams, des Sohns Ahabs. Und da Jehu gen Jesreel kam, und Isebel das erfuhr, schminkte sie ihr Angesicht und schmückte ihr Haupt und guckte zum Fenster aus. Und da Jehu unter das Tor kam, sprach sie: Ist's Simri wohl gegangen, der seinen Herrn erwürgete? Und er hub sein Angesicht auf zum Fenster und sprach: Wer ist bei mir hie? Da wandten sich zween oderdrei Kammererzu ihm. Er sprach: Sturzet sie herab! Und sie stürzten sie herab, daß die Wand und die Rosse mit ihrem Blut besprenget wurden; und sie ward zertreten. Und da er hineinkam und gegessen und getrunken hatte, sprach er: Besehet doch die Verfluchte und begrabet sie; denn sie ist eines Konigs Tochter. Da sie aber hingingen, sie zu begraben, fanden sie nichts von ihr denn den Schadel und Fuße und ihre flachen Hande. Und kamen wieder und sagten's ihm an. Eraber sprach: Es ist's, das der HERR geredet hat durch seinen Knecht Elia, den Thisbiten, und gesagt: Auf dem Acker Jesreels sollen die Hunde der Isebel Fleisch fressen. Also war das Aas Isebels wie Kot auf dem Felde im Acker Jesreels, daß man nicht sagen konnte: Das ist Isebel.
Epistel
So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln. Lasset uns nicht eitler Ehre geizig sein, untereinander zu entrusten und zu hassen! Liebe Bruder, so ein Mensch etwa von einem Fehl ubereilet würde, so helfet ihm wieder zurecht mit sanftmutigem Geist, die ihrgeistlich seid. Und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versucht werdest! Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfullen. So aber sich jemand lasset dunken, er sei etwas, so er doch nichts ist, der betruget sich selbst. Ein jeglicher aber prufe sein selbst Werk, und alsdann wird eran sich selber Ruhm haben und nicht an einem andern. Denn ein jeglicher wird seine Last tragen. Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der teile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht; Gott laßt sich nicht spotten! Denn was der Mensch saet, das wird er emten. Wer auf sein Fleisch saet, der wird von dem Fleisch das Verderben emten; wer aber auf den Geist saet, der wird von dem Geist das ewige Leben emten. Lasset uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch emten ohne Aufhoren. Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.
Erste Lesung
Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einigen Sohn, den du lieb hast, und gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde. Da stund Abraham des Morgens fruhe auf und gurtete seinen Esel und nahm mit sich zween Knaben und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, davon ihm Gott gesagt, hatte. Am dritten Tage hub Abraham seine Augen auf und sah die Statte von feme. Und sprach zu seinen Knaben: Bleibet ihr hie mit dem Esel; ich und der Knabe wollen dorthin gehen; und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen. Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak; er aber nahm das Feuer und Messer in seine Hand, und gingen die beiden miteinander. Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hie bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hie ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer? Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird ihm ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen die beiden miteinander. Und als sie kamen an die Statte, die ihm Gott sagte, bauete Abraham daselbst einen Altar und legte das Holz drauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz und reckte seine Hand aus und fassete das Messer, daß er seinen Sohn schlachtete. Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hie bin ich. Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts! Denn nun weift ich, daß du Gott furchtest und hast deines einigen Sohnes nicht verschonet urn meinetwillen. Da hub Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter ihm in der Hecke mit seinen Hornern hangen; und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes Statt. Und Abraham hieft die Statte: Der HERR siehet. Daher man noch heutigestages saget: Auf dem Berge, da der HERR siehet. Und der Engel des HERRN rief Abraham abermal vom Himmel und sprach: Ich habe bei mirselbst geschworen, spricht der HERR, dieweil du solches getan hast und hast deines einigen Sohnes nicht verschonet, daß ich deinen Samen segnen und mehren will wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres; und dein Same soil besitzen die Tore seiner Feinde. Und durch deinen Samen sollen alle Volker auf Erden gesegnetwerden, darum daß du meiner Stimme gehorchet hast. Also kehrete Abraham wieder zu seinen Knaben; und machten sich auf und zogen miteinander gen Bersaba und wohnete daselbst. Nach diesen Geschichten begab sich's, daß Abraham angesagt ward: Siehe, Milka hat auch Kinder geboren deinem Bruder Nahor, namlich Uz, den Erstgeborenen, und Bus, seinen Bruder, und Kemuel, von dem die Syrer kommen, und Chesed und Haso und Pildas und Jedlaph und Bethuel. Bethuel aber zeugete Rebekka. Diese acht gebar Milka dem Nahor, Abrahams Bruder. Und sein Kebsweib, mit Namen Rehuma, gebar auch, namlich den Theba, Gaham, Thahas und Maacha.
Morgengebet — Zweite Lesung
Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jungern und sprach: Auf Moses Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Pharisaer. Alles nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollet, das haltet und tut's; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun. Sie sagen's wohl und tun's nicht. Sie binden aber schwere und unertragliche Burden und legen sie den Menschen auf den Hals; aber sie wollen dieselben nicht mit einem Finger regen. Alle ihre Werke aber tun sie, dafi sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Denkzettel breit und die Saume an ihren Kleidern grofi. Sie sitzen gem obenan uber Tisch und in den Schulen und haben's gerne, daß sie gegrufiet werden auf dem Markt und von den Menschen Rabbi genannt werden. Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer, ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder. Und sollet niemand Vater heüien auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. und ihr sollt euch nicht lassen Meister nennen; denn einer ist euer Meister, Christus. Der Grdßte unter euch soil euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhohet, der wird erniedriget, und wer sich selbst erniedriget, der wird erhdhet. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschlieftt vor den Menschen! Ihr kommet nicht hinein, und die hinein wolien, lasset ihr nicht hineingehen. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr der Witwen Hauser fresset und wendet lange Gebete vor! Darum werdet ihr desto mehr Verdammnis empfahen. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr Land und Wasser umziehet, dafi ihr einen Judengenossen machet! Und wenn er's worden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Holle, zwiefaltig mehr, denn ihr seid. Wehe euch, verblendete Leiter, die ihr saget: Wer da schworet bei dem Tempel, das ist nichts; wer aber schworet bei dem Golde am Tempel, der ist schuldig. Ihr Narren und Blinden, was ist grofier, das Gold Oder der Tempel, der das Gold heiliget? Wer da schworet bei dem Altar; das ist nichts; wer aber schworet bei dem Opfer, das droben ist, der ist schuldig. Ihr Narren und Blinden, was ist grofier, das Opfer Oder der Altar, der das Opfer heiliget? Darum, wer da schworet bei dem Altar, der schworet bei demselben und bei allem, was droben ist. Und wer da schworet bei dem Tempel, der schworet bei demselbigen und bei dem, derdrinnen wohnet. Und wer da schworet bei dem Himmel, der schworet bei dem Stuhl Gottes und bei dem, der darauf sitzt. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr verzehntet die Minze, Till und Kümmel und lasset dahinten das Schwerste im Gesetz, namlich das Gericht, die Barmherzigkeit und den Glauben. Dies sollte man tun und jenes nicht lassen. Ihr verblendete Leiter, die ihr Mücken seihet und Kamele verschlucket! Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schusseln auswendig reinlich haltet, inwendig aber ist's voll Raubes und Frames. Du blinder Pharisaer, reinige zum ersten das Inwendige am Becher und Schüssel, auf daß auch das Auswendige rein werde! Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihrgleich seid wie die ubertunchten Graber, welche auswendig hübsch scheinen, aber inwendig sind sie voller Totenbeine und alles Unflats. Also auch ihr; von aulien scheinet ihr vor den Menschen fromm, aber inwendig seid ihr voller Heuchelei und Untugend. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr der Propheten Graber bauet und schmucket der Gerechten Graber und sprechet: Waren wir zu unserer Vater Zeiten gewesen, so wollten wir nicht teilhaftig sein mit ihnen an der Propheten Blut. So gebt ihr zwar uber euch selbst Zeugnis, daß ihr Kinder seid derer die, die Propheten getotet haben. Wohlan, erfüllet auch ihr das Mali eurer Vater! Ihr Schlangen, ihr Otterngezuchte, wie wollt ihr der hollischen Verdammnis entrinnen? Darum siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und derselbigen werdet ihr etliche toten und kreuzigen und etliche werdet ihr geilieln in euren Schulen und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der andern, auf daß uber euch komme alles das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut an des gerechten Abels bis aufs Blut Zacharias, Barachias Sohn, welchen ihr getotet habt zwischen dem Tempel und Altar. Wahrlich, ich sage euch, daß solches alles wird uber dies Geschlecht kommen. Jerusalem, Jerusalem, die du totest die Propheten und steinigest, die zu dir gesandt sind, wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Kuchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus soil euch wüste gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprechet: Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Antwortpsalm
Ein Lied im hohern Chor. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt. Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Erwird deinen Fuß nichtgleiten lassen; und der dich behutet, schlaft nicht. Siehe, der Hüter Israels schlaft noch schlummert nicht. Der HERR behutet dich; der HERR ist dein Schatten uber deiner rechten Hand, daß dich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts. Der HERR behute dich vorallem Ubel; er behute deine Seele! Der HERR behute deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!
Evangelium
Und es begab sich danach, daß er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner Junger gingen viel mit ihm und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der ein einiger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Witwe. Und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sah, jammerte ihn derselbigen und sprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu und ruhrete den Sarg an. Und die Trager stunden. Und er sprach: Jungling, ich sage dir, stehe auf! Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter. Und es kam sie alle eine Furcht an und preiseten Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und: Gott hat sein Volk heimgesucht.
Antwortpsalm
Danket dem HERRN und prediget seinen Namen; verkundiget sein Tun unter den Volkern; singet von ihm und lobet ihn; redet von alien seinen Wundern; ruhmet seinen heiligen Namen; es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen! Fraget nach dem HERRN und nach seiner Macht; suchet sein Antlitz allewege! Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Wunder und seines Worts, ihr, der Same Abrahams, seines Knechts, ihr Kinder Jakobs, seine Auserwahlten! Er ist der HERR, unser Gott; er richtet in aller Welt. Er gedenket ewiglich an seinen Bund, des Worts, das erverheiften hat auf viel tausend fur und fur den er gemacht hat mit Abraham, und des Eides mit Isaak, und stellete dasselbige Jakob zu einem Recht und Israel zum ewigen Bunde und sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbes, da siewenig und geringewaren und Fremdlinge drinnen. Und sie zogen von Volk zu Volk, von einem Konigreiche zum andern Volk. Er liefi keinen Menschen ihnen Schaden tun und strafte Konige um ihretwillen. Tastet meine Gesalbten nichtan und tut meinen Propheten kein Leid! Und er ließ eine Teurung ins Land kommen und entzog alien Vorrat des Brots. Er sandte einen Mann vor ihnen hin; Joseph ward zum Knechte verkauft. Sie zwangen seine Fufie im Stock, sein Leib mußte in Eisen liegen, bis daß sein Wort kam und die Rede des HERRN ihn durchlauterte. Da sandte der Konig hin und lieli ihn losgeben, der Herr über Vblker hieß ihn auslassen. Ersetzte ihn zum Herrn uber sein Haus, zum Herrscher uber alle seine Güter, daß er seine Fursten unterweisete nach seiner Weise und seine Altesten Weisheit lehrete. Und Israel zog nach Agypten, und Jakob ward ein Fremdling im Lande Hams. Und er lieli sein Volk sehr wachsen und machte sie machtiger denn ihre Feinde. Er verkehrete jener Herz, daß sie seinem Volk gram wurden und dachten seine Knechte mit List zu dampfen. Er sandte seinen Knecht Mose, Aaron, den er hatte erwahlet. Dieselben taten seine Zeichen unter ihnen und seine Wunder im Lande Hams. Er lieli Finsternis kommen und machte es finster; und waren nicht ungehorsam seinen Worten. Er verwandelte ihre Wasser in Blut und totete ihre Fische. Ihr Land wimmelte Kroten heraus in den Kammern ihrer Konige. Er sprach, da kam Ungeziefer, Lause, in alien ihren Grenzen. Er gab ihnen Hagel zum Regen, Feuerflammen in ihrem Lande; und schlug ihre Weinstocke und Feigenbaume und zerbrach die Baume in ihren Grenzen. Er sprach, da kamen Heuschrecken und Kafer ohne Zahl. Und sie fralien alles Gras in ihrem Lande und fraßen die Fruchte auf ihrem Felde. Und schlug alle Erstgeburt in Agypten, alle ihre ersten Erben. Und fuhrete sie aus mit Silber und Golde; und war kein Gebrechlicher unter ihren Stammen. Agypten ward froh, dafi sie auszogen; denn ihre Furcht war auf sie gefallen. Er breitete eine Wolke aus zur Decke und ein Feuer des Nachts zu leuchten. Sie baten, da liefi er Wachteln kommen; und er sattigte sie mit Himmelbrot. Er offnete den Felsen, dafiossen Wasser aus, daß Bache liefen in der dürren Wuste. Denn er gedachte an sein heiliges Wort, Abraham, seinem Knechte, geredet. Also fuhrete er sein Volk aus mit Freuden und seine Auserwahlten mit Wonne und gab ihnen die Lander der Heiden, dafi sie die Güter der Volker einnahmen auf daü sie halten sollten seine Rechte und seine Gesetze bewahren. Halleluja!
Antwortpsalm
Nicht uns, HERR, nichtuns, sondern deinem Namen gib Ehre urn deine Gnade und Wahrheit! Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist nun ihr Gott? Aber unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will. Jenerßotzen abersind Silberund Gold, von Menschenhanden gemacht. Sie haben Mauler und reden nicht; sie haben Augen und sehen nicht; sie haben Ohren und horen nicht; sie haben Nasen und riechen nicht; sie haben Hande und greifen nicht; Fütße haben sie und gehen nicht und reden nicht durch ihren Hals. Die solche machen, sind gleich also, und alle, die auf sie hoffen. Aber Israel hoffe auf den HERRN; der ist ihre Hilfe und Schild. Das Haus Aaron hoffe auf den HERRN; der ist ihre Hüfe und Schild. Die den HERRN furchten, hoffen auch auf den HERRN; der ist ihre Hilfe und Schild. Der HERR denketan uns und segnetuns. Er segnet das Haus Israel; er segnet das Haus Aaron; er segnet, die den HERRN furchten, beide Kleine und Grolie. Der HERR segne euch je mehr und mehr, euch und eure Kinder! Ihrseid die Gesegneten des HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Der Himmel allenthalben ist des HERRN; aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben. Die Totenwerden dich, HERR, nicht loben, noch die hinunterfahren in die Stille, sondern wir loben den HERRN von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja!
Antwortpsalm
Da Israel aus Agypten zog, das Haus Jakob aus dem fremden Volk, da ward Juda sein Heiligtum, Israel seine Herrschaft. Das Meer sah und floh; der Jordan wandte sich zuruck; die Berge hupfeten wie die Lammer, die Hugel wie die jungen Schafe. Was war dir, du Meer, dati du flohest, und du Jordan, daß du dich zurückwandtest; ihr Berge, daß ihr hupfetet wie die Lammer, ihr Hugel, wie die jungen Schafe? Vor dem HERRN bebete die Erde, vor dem Gott Jakobs, der den Fels wandelte in Wassersee und die Steine in Wasserbrunnen.
Abendgebet — Erste Lesung
Ahab aber hatte siebenzig Sohne zu Samaria. Und Jehu schrieb Briefe und sandte sie gen Samaria zu den Obersten der Stadt Jesreel, zu den Altesten und Vormundern Ahabs, die lauteten also: Wenn dieser Brief zu euch kommt, bei denen eures Herrn Sohne sind, Wagen, Rosse, feste Stadte und Rustung, so sehet, welcher der beste und geschickteste sei unter den Sohnen eures Herrn und setzet ihn auf seines Vaters Stuhl und streitet fur eures Herrn Haus. Sie aber furchteten sich fast sehr und sprachen: Siehe, zween Konige sind nicht gestanden vor ihm, wie wollen wir denn stehen? Und die fiber das Haus und fiber die Stadt waren, und die Altesten und Vormunder sandten hin zu Jehu und ließen ihm sagen: Wir sind deine Knechte; wir wollen alles tun, was du uns sagst; wir wollen niemand zum Konige machen. Tue, was dir gefallt! Da schrieb er den andern Brief zu ihnen, der lautete also: So ihr mein seid und meiner Stimme gehorchet, so nehmet die Haupter von den Mannern, eures Herrn Sohnen, und bringet sie zu mir morgen urn diese Zeit gen Jesreel. (Der Sohne aber des Konigs waren siebenzig Mann, und die Großten der Stadt zogen sie auf.) Da nun der Brief zu ihnen kam, nahmen sie des Konigs Sohne und schlachteten siebenzig Mann; und legten ihre Haupter in Korbe und schickten sie zu ihm gen Jesreel. Und da der Bote kam und sagte es ihm an und sprach: Sie haben die Haupter des Konigs Kinder gebracht, sprach er: Legt sie auf zween Haufen vor der Tür am Tor bis morgen. Und des Morgens, da er ausging, trat er dahin und sprach zu allem Volk: Ihrwolltja recht haben. Siehe, habe ich wider meinen Herrn einen Bund gemacht und ihn erwürget? Wer hat denn diese alle geschlagen? So erkennet ihr ja, daß kein Wort des HERRN ist auf die Erde gefallen, das der HERR geredet hat wider das Haus Ahabs; und der HERR hat getan, wie er geredet hat durch seinen Knecht Elia. Also schlug Jehu alle ubrigen vom Hause Ahabs zu Jesreel, alle seine Großen, seine Verwandten und seine Priester, bis daß ihm nicht einer uberblieb. Und machte sich auf, zog hin und kam gen Samaria. Unterwegen aberwarein Hirtenhaus. Da traf Jehu an die Bruder Ahasjas, des Konigs Judas, und sprach: Wer seid ihr? Sie sprachen: Wir sind Bruder Ahasjas und ziehen hinab, zu grußen des Konigs Kinder und der Konigin Kinder. Eraber sprach: Greifetsie lebendig! Und sie griffen sie lebendig und schlachteten sie bei dem Brunnen am Hirtenhaus, zweiundvierzig Mann, und liefi nicht einen von ihnen ubrig. Und da ervon dannen zog, fand er Jonadab, den Sohn Rechabs, der ihm begegnete, und grußte ihn und sprach zu ihm: Ist dein Herz richtig, wie mein Herz mit deinem Herzen? Jonadab sprach: Ja. Ist's also, so gib mir deine Hand. Und er gab ihm seine Hand. Und er liefi ihn zu ihm auf den Wagen sitzen und sprach: Komm mit mir und sieh meinen Eifer urn den HERRN. Und sie fuhreten ihn mit ihm auf seinen Wagen. Und da ergen Samaria kam, schlug eralies, was ubrig war von Ahab, zu Samaria, bis daß er ihn vertilgete, nach dem Wort des HERRN, das erzu Elia geredet hatte. Und Jehu versammelte alles Volk und ließ zu ihnen sagen: Ahab hat Baal wenig gedienet, Jehu will ihm baß dienen. So laßt nun rufen alle Propheten Baals, alle seine Knechte und alle seine Priester zu mir, daß man niemands vermisse; denn ich habe ein groß Opfer dem Baal zu tun. Wes man vermissen wird, der soil nicht leben. Aber Jehu tat solches zu untertreten, daß er die Diener Baals umbrachte. Und Jehu sprach: Heiliget dem Baal das Fest und laßtes ausrufen! Auch sandte Jehu in ganz Israel und ließ alle Diener Baals kommen, daß niemand ubrig war, der nicht kame. Und sie kamen in das Haus Baals, daß das Haus Baals voll ward an alien Enden. Da sprach er zu denen, die uber das Kleiderhaus waren: Bringet alien Dienern Baals Kleider heraus! Und sie brachten die Kleider heraus. Und Jehu ging in die Kirche Baals mit Jonadab, dem Sohn Rechabs, und sprach zu den Dienern Baals: Forschet und sehet zu, daß nicht hie unter euch sei des HERRN Diener jemand, sondern Baals Diener alleine. Und da sie hineinkamen, Opfer und Brandopfer zu tun, bestellete ihm Jehu außen achtzig Mann und sprach: Wenn der Manner jemand entrinnet, die ich unter eure Hande gebe, so soil fur seine Seele desselben Seele sein. Da er nun die Brandopfer vollendet hatte, sprach Jehu zu den Trabanten und Rittern: Gehet hinein und schlaget jedermann; lasset niemand herausgehen! Und sie schlugen sie mit der Scharfe des Schwerts. Und die Trabanten und Ritter warfen sie weg und gingen zur Stadt der Kirche Baals. Und brachten heraus die Saulen in der Kirche Baals und verbrannten sie. Und zerbrachen die Saule Baals samt der Kirche Baals und machten ein heimlich Gemach draus bis auf diesen Tag. Also vertilgete Jehu den Baal aus Israel. Aber von den Sünden Jerobeams, des Sohns Nebats, der Israel sündigen machte, ließ Jehu nicht, von den güldenen Kalbern zu Bethel und zu Dan. Und der HERR sprach zu Jehu: Darum, daß du willig gewesen bist zu tun, was mir gefallen hat, und hast am Hause Ahabs getan alles, was in meinem Herzen war, sollen dir. auf deinem Stuhl Israels sitzen deine Kinder ins vierte Glied. Aber doch hielt Jehu nicht, daß er im Gesetz des HERRN, des Gottes Israels, wandelte von ganzem Herzen; denn er ließ nicht von den Sunden Jerobeams, der Israel hatte sundigen gemacht. Zur selbigen Zeit fing der HERR an, überdrussig zu werden uber Israel; denn Hasael schlug sie in alien Grenzen Israels,
Zweite Lesung
Liebe Bruder, so ein Mensch etwa von einem Fehl ubereilet würde, so helfet ihm wieder zurecht mit sanftmutigem Geist, die ihrgeistlich seid. Und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versucht werdest! Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfullen. So aber sich jemand lasset dunken, er sei etwas, so er doch nichts ist, der betruget sich selbst. Ein jeglicher aber prufe sein selbst Werk, und alsdann wird eran sich selber Ruhm haben und nicht an einem andern. Denn ein jeglicher wird seine Last tragen. Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der teile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht; Gott laßt sich nicht spotten! Denn was der Mensch saet, das wird er emten. Wer auf sein Fleisch saet, der wird von dem Fleisch das Verderben emten; wer aber auf den Geist saet, der wird von dem Geist das ewige Leben emten. Lasset uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch emten ohne Aufhoren. Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen. Sehet, mit wie vielen Worten hab' ich euch geschrieben mit eigener Hand! Die sich wollen angenehm machen nach dem Fleisch, die zwingen euch zu beschneiden, aliein daß sie nicht mit dem Kreuz Christi verfolget werden. Denn auch sie selbst, die sich beschneiden lassen, halten das Gesetz nicht, sondern sie wollen, daß ihr euch beschneiden lasset, auf daß sie sich von eurem Fleisch rühmen mogen. Es sei aber feme von mir rühmen denn aliein von dem Kreuz unsers Herrn Jesu Christi, durch welchen mir die Welt gekreuziget ist und ich der Welt. Denn in Christo Jesu gilt weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, sondern eine neue Kreatur. Und wieviel nach dieser Regel einhergehen, uber die sei Friede und Barmherzigkeit und über den Israel Gottes! Hinfort mache mir niemand weiter Mühe; denn ich trage die Malzeichen des Herrn Jesu an meinem Leibe. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit eurem Geist, liebe Bruder! Amen.
Zweite Lesung
Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in der Kürze geschehen soil; und hat sie gedeutet und gesandt durch seinen Engel zu seinem Knecht Johannes, der bezeuget hat das Wort Gottes und das Zeugnis von Jesu Christo, was er gesehen hat. Selig ist, der da lieset, und die da horen die Worte der Weissagung und behalten, was darinnen geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe. Johannes den sieben Gemeinden in Asien: Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist, und der da war, und der da kommt, und von den sieben Geistern, die da sind vor seinem Stuhl, und von Jesu Christo, welcher ist der treue Zeuge und Erstgeborne von den Toten und ein Furst der Konige auf Erden; der uns geliebet hat und gewaschen von den Sunden mit seinem Blut und hat uns zu Konigen und Priestern gemacht vor Gott und seinem Vater: demselbigen sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Siehe, er kommt mit den Wolken; und es werden ihn sehen alle Augen, und die ihn gestochen haben; und werden heulen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen. Ich bin das A und das 0, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der da ist, und der da war, und der da kommt, der Allmachtige. Ich, Johannes, der auch euer Bruder und Mitgenosse an der Trubsal ist und am Reich und an der Geduld Jesu Christi, war auf der Insel, die da heifit Patmos, urn des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses Jesu Christi. Ich war im Geist an des Herrn Tag und horete hinter mir eine große Stimme als einer Posaune, die sprach: Ich bin das A und das 0, der Erste und der Letzte; und was du siehest, das schreibe in ein Buch und sende es zu den Gemeinden in Asien, gen Ephesus und gen Smyrna und gen Pergamus und gen Thyatira und gen Sardes und gen Philadelphia und gen Laodicea. Und ich wandte mich urn, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich wandte, sah ich sieben guldene Leuchter und mitten unterden sieben Leuchtern einen, der war eines Menschen Sohn gleich, der war angetan mit einem Kittel und begurtet um die Brust mit einem guldenen Gürtel. Sein Hauptaber und sein Haar war weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme und seine Füße gleich wie Messing, das im Ofen glühet, und seine Stimme wie groß Wasserrauschen; und hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharf, zweischneidig Schwert, und sein Angesicht leuchtete wie die helle Sonne. Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Fußen wie ein Toter. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Furchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot; und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel der Holle und des Todes. Schreibe, was du gesehen hast, und was da ist, und was geschehen soil danach, das Geheimnis der sieben Sterne, die du gesehen hast in meiner rechten Hand, und die sieben guldenen Leuchter. Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter, die du gesehen hast, sind sieben Gemeinden.
Zweite Lesung
0 welch eine Tiefe des Reichtums, beide, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.
Zweite Lesung
Dieser Melchisedek aber war ein Konig zu Salem, ein Priester Gottes, des Allerhochsten, der Abraham entgegenging, da ervon der Konige Schlacht wiederkam, und segnete ihn, welchem auch Abraham gab den Zehnten aller Güter. Aufs erste wird er verdolmetscht ein Konig der Gerechtigkeit; danach aber ist er auch ein Konig Salem, das ist, ein Konig des Friedens; ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlecht; und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens. Er ist aber verglichen dem Sohn Gottes und bleibet Priester in Ewigkeit. Schauet aber, wie graft ist der, dem auch Abraham, der Patriarch, den Zehnten gibt von der eroberten Beute! Zwar die Kinder Levi, da sie das Priestertum empfangen, haben sie ein Gebot, den Zehnten vom Volk, das ist, von ihren Brudern, zu nehmen nach dem Gesetz, wiewohl auch dieselben aus den Lenden Abrahams kommen sind. Aber der, des Geschlecht nicht genannt wird unter ihnen, der nahm den Zehnten von Abraham und segnete den, der die Verheiftung hatte. Nun ist's ohne alles Widersprechen also, daß das Geringere von dem Besseren gesegnet wird. Und hier nehmen den Zehnten die sterbenden Menschen; aber dort bezeuget er, daß er lebe. Und daß ich also sage, es ist auch Levi, der den Zehnten nimmt, verzehntet durch Abraham. Denn er war je noch in den Lenden des Vaters, da ihm Melchisedek entgegenging.
Evangelium
Es war aber nahe das Fest der süften Brote, das da Ostern heiftt. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten, wie sie ihn toteten, und furchteten sich vor dem Volk. Es war aber der Satanas gefahren in den Judas, genannt Ischariot, der da war aus der Zahl der Zwolfe. Und er ging hin und redete mit den Hohenpriestern und mit den Hauptleuten, wie erihn wollte ihnen uberantworten. Und sie wurden froh und gelobten, ihm Geld zu geben. Und er versprach es und suchte Gelegenheit, daß er ihn überantwortete ohne Rumor. Es kam nun der Tag der süften Brote, auf welchen man muftte opfern das Osterlamm. Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Gehet hin, bereitet uns das Osterlamm, auf daß wir's essen. Sie aber sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir's bereiten? Er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird euch ein Mensch begegnen, der tragt einen Wasserkrug; folget ihm nach in das Haus, da er hineingehet, und saget zu dem Hausherm: Der Meister laftt dir sagen: Wo ist die Herberge, darinnen ich das Osterlamm essen moge mit meinen Jüngem? Und erwird euch einen groften gepflasterten Saal zeigen; daselbst bereitet es. Sie gingen hin und fanden, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Osterlamm. Und da die Stunde kam, setzte er sich nieder und die zwolf Apostel mit ihm. Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlanget, dies Osterlamm mit euch zu essen, ehe denn ich leide. Denn ich sage euch, daß ich hinfort nicht mehr davon essen werde, bis daß es erfullet werde im Reich Gottes. Und ernahm den Kelch, dankete und sprach: Nehmet denselbigen und teilet ihn unter euch. Denn ich sage euch: Ich werde nicht trinken von dem Gewachse des Weinstocks, bis das Reich Gottes komme. Und er nahm das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der fur euch gegeben wird; das tutzu meinem Gedachtnis! Desselbigengleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Das ist der Kelch, das neue Testament in meinem Blut, das fur euch vergossen wird. Doch siehe, die Hand meines Verraters ist mit mir uber Tische! Und zwar, des Menschen Sohn gehet hin, wie es beschlossen ist; doch wehe demselbigen Menschen, durch welchen er verraten wird! Und sie fingen an zu fragen unter sich selbst, welcher es doch ware unter ihnen, der das tun würde. Es erhub sich auch ein Zank unter ihnen, welcher unter ihnen sollte fur den Großten gehalten werden. Er aber sprach zu ihnen: Die weltlichen Konige herrschen, und die Gewaltigen heifit man gnadige Herren. Ihr aber nicht also, sondern der Großte unter euch soli sein wie der Jungste und der Vornehmste wie ein Diener. Denn welcher ist der Grofite, der zu Tische sitzt, Oder der da dienet? Ist's nicht also, daß der zu Tische sitzt? Ich aber bin unter euch wie ein Diener. Ihr aber seid's, die ihr beharret habt bei mir in meinen Anfechtungen. Und ich will euch das Reich bescheiden, wie mir's mein Vater beschieden hat, daß ihr essen und trinken sollt über meinem Tische in meinem Reich und sitzen auf Stuhlen und richten die zwolf Geschlechter Israels. Der Herr aber sprach: Simon, Simon, siehe, der Satanas hat euer begehrt, daß er euch mochte sichten wie den Weizen! Ich aber habe fur dich gebeten, daß dein Glaube nicht aufhore. Und wenn du dermaleinst dich bekehrest, so starke deine Bruder. Er sprach aber zu ihm: Herr, ich bin bereit mit dir ins Gefangnis und in den Tod zu gehen. Er aber sprach: Petrus, ich sage dir, der Hahn wird heute nicht krahen, ehe denn du dreimal verleugnet hast, daß du mich kennest. Und er sprach zu ihnen: So oft ich euch gesandt habe ohne Beutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr auch je Mangel gehabt? Sie sprachen: Nie keinen. Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, desselbigengleichen auch die Tasche; wer aber nicht hat, verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert. Denn ich sage euch: Es rnuß noch das auch vollendet werden an mir, das geschrieben stehet: Er ist unter die Ubeltater gerechnet. Denn was von mir geschrieben ist, das hat ein Ende. Sie sprachen aber: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug. Und er ging hinaus nach seiner Gewohnheit an den Olberg. Es folgeten ihm aber seine Junger nach an denselbigen Ort. Und als er dahin kam, sprach er zu ihnen: Betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet! Und er riß sich von ihnen bei einem Steinwurf und kniete nieder, betete und sprach: Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und starkete ihn. Und es kam, daß er mit dem Tode rang, und betete heftiger. Es ward aber sein Schweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde. Und er stund auf vom Gebet und kam zu seinen Jungern und fand sie schlafend vor Traurigkeit. Und sprach zu ihnen: Was schlafet ihr? Stehet auf und betet, auf dafi ihr nicht in Anfechtung fallet! Da er aber noch redete, siehe, die Schar und einer von den Zwolfen, genannt Judas, ging vor ihnen her und nahete sich zu Jesu, ihn zu küssen. Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verratst du des Menschen Sohn mit einem Kul J? Da aber sahen, die urn ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen? Und einer aus ihnen schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein rechtes Ohrab. Jesus aber antwortete und sprach: Lasset sie doch so feme machen! Und er ruhrete sein Ohr an und heilete ihn. Jesus aber sprach zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und den Altesten, die über ihn kommen waren: Ihrseid, wie zu einem Morder, mit Schwertern und mit Stangen ausgegangen. Ich bin taglich bei euch im Tempel gewesen, und ihr habt keine Hand an mich gelegt; aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis. Sie griffen ihn aber und führeten ihn und brachten ihn in des Hohenpriesters Haus. Petrus aber folgete von feme. Da zundeten sie ein Feuer an mitten im Palast und setzten sich zusammen, und Petrus setzte sich unter sie. Da sah ihn eine Magd sitzen bei dem Licht und sah eben auf ihn und sprach zu ihm: Dieser war auch mit ihm. Er aber verleugnete ihn und sprach: Weib, ich kenne ihn nicht. Und über eine kleine Weile sah ihn ein anderer und sprach: Du bist auch der einer. Petrus aber sprach: Mensch, ich bin's nicht! Und liber eine Weile, bei einer Stunde, bekraftigte es ein anderer und sprach: Wahrlich, dieser war auch mit ihm; denn er ist ein Galilaer. Petrus aber sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagest! Und alsbald, da er noch redete, krahete der Hahn. Und der Herr wandte sich und sah Petrus an. Und Petrus gedachte an des Herrn Wort, das erzu ihm gesagt hatte: Ehe denn der Hahn krahet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und Petrus ging hinaus und weinete bitterlich. Die Manner aber, die Jesum hielten, verspotteten ihn und schlugen ihn, verdecketen ihn und schlugen ihn ins Angesicht und fragten ihn und sprachen: Weissage, wer ist's, der dich schlug? Und viel andere Lasterungen sagten sie wider ihn. Und als es Tag ward, sammelten sich die Altesten des Volks, die Hohenpriester und Schriftgelehrten, und fuhreten ihn hinauf vor ihren Rat und sprachen: Bist du Christus? Sage es uns! Er sprach aber zu ihnen: Sage ich's euch, so glaubet ihr's nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht und lasset mich doch nicht los. Darum von nun an wird des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft Gottes. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er sprach zu ihnen: Ihr saget es, denn ich bin's. Sie aber sprachen: Was bedurfen wir weiter Zeugnis? Wir haben's selbst gehoret aus seinem Munde.
Abendgebet — Zweite Lesung
Von dem ihr aber mir geschrieben habt, antworte ich: Es ist dem Menschen gut, daß er kein Weib beruhre. Aber urn der Hurerei willen habe ein jeglicher sein eigen Weib, und eine jegliche habe ihren eigenen Mann. Der Mann leiste dem Weibe die schuldige Freundschaft, desselbigengleichen das Weib dem Manne. Das Weib ist ihres Leibes nicht machtig, sondern der Mann. Desselbigengleichen der Mann ist seines Leibes nicht machtig, sondern das Weib. Entziehe sich nicht eins dem andern, es sei denn aus beider Bewilligung eine Zeitlang, daß ihrzum Fasten und Beten Mufte habet; und kommet wiederum zusammen; auf daß euch der Satan nicht versuche urn eurer Unkeuschheit willen. Solches sage ich aber aus Vergunst und nicht aus Gebot. Ich wollte aber lieber, alle Menschen waren, wie ich bin; aber ein jeglicher hat seine eigene Gabe von Gott, einer so, der andere so. Ich sage zwarden Ledigen und Witwen: Es ist ihnen gut, wenn sie auch bleiben wie ich. So sie aber sich nicht enthalten, so laft sie freien; es ist besser freien, denn Brunst leiden. Den Ehelichen aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, daß das Weib sich nicht scheide von dem Manne. So sie sich aber scheidet, daß sie ohne Ehe bleibe Oder sich mit dem Manne versohne, und daß der Mann das Weib nicht von sich lasse. Den andern aber sage ich, nicht der Herr: So ein Bruder ein unglaubig Weib hat, und dieselbige laftt es sich gefallen, bei ihm zu wohnen, der scheide sich nicht von ihr. Und so ein Weib einen unglaubigen Mann hat, und er laftt es sich gefallen, bei ihr zu wohnen, die scheide sich nicht von ihm. Denn der unglaubige Mann ist geheiliget durch das Weib, und das unglaubige Weib wird geheiliget durch den Mann. Sonst waren eure Kinder unrein; nun aber sind sie heilig. So aber der Unglaubige sich scheidet, so laft ihn sich scheiden. Es ist der Bruder Oder die Schwester nicht gefangen in solchen Fallen. Im Frieden aber hat uns Gott berufen. Was weiftt du aber, du Weib, ob du den Mann werdest selig machen? Oder du Mann was weiftt du, ob du das Weib werdest selig machen? Doch wie einem jeglichen Gott hat ausgeteilet. Ein jeglicher, wie ihn der Herr berufen hat, also wandele er. Und also schaffe ich's in alien Gemeinden. Istjemand beschnitten berufen, derzeuge keine Vorhaut. Istjemand berufen in der Vorhaut, der lasse sich nicht beschneiden. Die Beschneidung ist nichts, und die Vorhaut ist nichts, sondern Gottes Gebote halten; Ein jeglicher bleibe in dem Beruf, darinnen er berufen ist. Bist du als Knecht berufen, sorge dich nicht; doch kannst du frei werden, so brauche des viel lieber. Denn wer als Knecht berufen ist in dem Herrn, der ist ein Gefreiter des Herrn; desselbigengleichen, wer als Freier berufen ist, der ist ein Knecht Christi. Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte! Ein jeglicher, liebe Bruder, worinnen er berufen ist, darinnen bleibe er bei Gott. Von den Jungfrauen aber habe ich kein Gebot des Herrn; ich sage aber meine Meinung, als ich Barmherzigkeit erlanget habe von dem Herrn, treu zu sein. So meine ich nun, solches sei gut um der gegenwartigen Not willen, daß es dem Menschen gut sei, also zu sein. Bist du an ein Weib gebunden, so suche nicht los zu werden; bist du aber los vom Weibe, so suche kein Weib. So du aber freiest, sündigest du nicht; und so eine Jungfrau freiet, sundiget sie nicht; doch werden solche leibliche Trubsal haben. Ich verschone aber euergerne. Das sage ich aber, liebe Brüder: Die Zeit ist kurz. Weiter ist das die Meinung: Die da Weiber haben, daß sie seien, als flatten sie keine, und die da weinen, als weineten sie nicht, und die sich freuen, als freueten sie sich nicht, und die da kaufen, als besaften sie es nicht, und die diese Welt gebrauchen, dafi sie dieselbige nicht miftbrauchen; denn das Wesen dieser Welt vergehet. Ich wollte aber, daß ihr ohne Sorge waret. Wer ledig ist, der sorget, was dem Herrn angehoret, wie er dem Herrn gefalle. Wer aber freiet, der sorget, was der Welt angehoret, wie er dem Weibe gefalle. Es ist ein Unterschied zwischen einem Weibe und einer Jungfrau. Welche nicht freiet, die sorget, was dem Herrn angehoret, daß sie heilig sei, beide, am Leibe und auch am Geist; die aber freiet, die sorget, was der Welt angehoret, wie sie dem Manne gefalle. Solches aber sage ich zu eurem Nutz; nicht daß ich euch einen Strick an den Hals werfe, sondern dazu, daß es fein ist, und ihr stets und unverhindert dem Herrn dienen konnet. So aber jemand sich lasset dunken, es wolle sich nicht schicken mit seiner Jungfrau, weil sie eben wohl mannbar ist, und es will nicht anders sein, so tue er, was er will; er sundiget nicht, er lasse sie freien. Wenn einer aber sich fest vornimmt, weil er ungezwungen ist und seinen freien Willen hat, und beschlieftt solches in seinem Herzen, seine Jungfrau also bleiben zu lassen, der tut wohl. Endlich, welcher verheiratet, der tut wohl; welcher aber nicht verheiratet, der tut besser. Ein Weib ist gebunden an das Gesetz, solange ihr Mann lebet; so aber ihr Mann entschlaft, ist sie frei, sich zu verheiraten, welchem sie will; allein, daß es in dem Herrn geschehe. Seliger ist sie aber, wo sie also bleibet, nach meiner Meinung. Ich halte aber, ich habe auch den Geist Gottes.
Evangelium
Am Abend aber des Sabbats, welcher anbricht am Morgen des ersten Feiertages der Sabbate, kam Maria Magdalena und die andere Maria, das Grab zu besehen. Und siehe, es geschah ein graft Erdbeben. Denn der Engel des Herm kam vom Himmel herab, trat hinzu und walzte den Stein von der Tur und setzte sich darauf. Und seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid weift wie der Schnee. Die Hüter aber erschraken vor Furcht und wurden, als waren sie tot. Aber der Engel antwortete und sprach zu den Weibern: Furchtet euch nicht; ich weift, daß ihr Jesum, den Gekreuzigten, suchet. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und sehet die Statte, da der Herrgelegen hat! Und gehet eilend hin und saget es seinen Jungern, daß er auferstanden sei von den Toten. Und siehe, erwird vor euch hingehen nach Galilaa; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich hab's euch gesagt. Und sie gingen eilend zum Grabe hinaus mit Furcht und grafter Freude und liefen, daß sie es seinen Jungern verkündigten. Und da sie gingen, seinen Jungern zu verkundigen, siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüftet! Und sie traten zu ihm und griffen an seine Füfte und fielen vor ihm nieder. Da sprach Jesus zu ihnen: Furchtet euch nicht! Gehet hin und verkundiget es meinen Brudern, daß sie gehen nach Galilaa; daselbst werden sie mich sehen.
Evangelium
Er forderte aber die Zwolfe zusammen und gab ihnen Gewalt und Macht uber alle Teufel und daß sie Seuchen heilen konnten. Und sandte sie aus, zu predigen das Reich Gottes und zu heilen die Kranken. Und sprach zu ihnen: Ihr sollt nichts mit euch nehmen auf den Weg, weder Stab noch Tasche noch Brat noch Geld; es soli auch einer nicht zwei Rocke haben. Und wo ihr in ein Haus gehet, da bleibet, bis ihr von dannen ziehet. Und welche euch nicht aufnehmen, da gehet aus von derselben Stadt und schuttelt auch den Staub ab von euren Fußen zu einem Zeugnis uber sie. Und sie gingen hinaus und durchzogen die Markte, predigten das Evangelium und machten gesund an alien Enden.
Evangelium
Dies ist das Buch von der Geburt Jesu Christi, der da ist ein Sohn Davids, des Sohnes Abrahams. Abraham zeugete Isaak. Isaak zeugete Jakob. Jakob zeugete Juda und seine Brüder. Juda zeugete Pharez und Saram von der Thamar. Pharez zeugete Hezron. Hezron zeugete Ram. Ram zeugete Aminadab. Aminadab zeugete Nahasson. Nahasson zeugete Salma. Salma zeugete Boas von der Rahab. Boas zeugete Obed von der Ruth. Obed zeugete Jesse. Jesse zeugete den Konig David. Der Konig David zeugete Salomo von dem Weibe des Uria. Salomo zeugete Roboam. Roboam zeugete Abia. Abia zeugete Assa. Assa zeugete Josaphat. Josaphat zeugete Joram. Joram zeugte Osia. Osia zeugete Jotham. Jotham zeugete Achas. Achas zeugete Ezechia. Ezechia zeugete Manasse. Manasse zeugete Amon. Amon zeugete Josia. Josia zeugete Jechonia und seine Brüder um die Zeit der babylonischen Gefangenschaft. Nach der babylonischen Gefangenschaft zeugete Jechonia Sealthiel. Sealthiel zeugete Zorobabel. Zorobabel zeugete Abiud. Abiud zeugete Eliachim. Eliachim zeugete Asor. Asor zeugete Zadoch. Zadoch zeugete Achin. Achin zeugete Eliud. Eliud zeugete Eleasar. Eleasar zeugete Matthan. Matthan zeugete Jakob. Jakob zeugete Joseph, den Mann Marias, von welcher ist geboren Jesus, der da heiliet Christus. Alle Glieder von Abraham bis auf David sind vierzehn Glieder. Von David bis auf die babylonische Gefangenschaft sind vierzehn Glieder. Von der babylonischen Gefangenschaft bis auf Christum sind vierzehn Glieder. Die Geburt Christi war aber also getan. Als Maria, seine Mutter, dem Joseph vertrauet war, ehe er sie heimholete, erfand sich's, daß sie schwanger war von dem Heiligen Geist. Joseph aber, ihr Mann, warfromm und wollte sie nicht rügen, gedachte aber sie heimlich zu verlassen. Indem er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herm im Traum und sprach: Joseph, du Sohn Davids furchte dich nicht, Maria, dein Gemahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist von dem Heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebaren, des Namen sollst du Jesus heilien; denn erwird sein Volk selig machen von ihren Sünden. Das ist aber alles geschehen, auf daß erfullet würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebaren, und sie werden seinen Namen Emanuel heilien, das ist verdolmetschet, Gott mit uns. Da nun Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm des Herm Engel befohlen hatte, und nahm sein Gemahl zu sich. Und erkannte sie nicht, bis sie ihren ersten Sohn gebar, und hieli seinen Namen Jesus.
Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
In Bosko warten die Lesungen des Tages jeden Morgen auf dich — markiere jede als gelesen, damit du nie den Überblick verlierst, lies sie in einer von 30 Übersetzungen und verweile bei einer kurzen Betrachtung. Die Tageslesungen deiner Tradition — nachverfolgt und immer griffbereit.

