Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
Morning Prayer — First Lesson
Genesis 31
Und es kamen vor ihn die Reden der Kinder Labans, daß sie sprachen: Jakob hat alle unsers Vaters Gut zu sich gebracht und von unsers Vaters Gut hat er solchen Reichtum zuwegegebracht. Und Jakob sah an das Angesicht Labans; und siehe, es war nicht gegen ihn wie gestern und ehegestern. Und der HERR sprach zu Jakob: Zeuch wieder in deiner Vater Land und zu deiner Freundschaft; ich will mit dir sein. Da sandte Jakob hin und ließ rufen Rahel und Lea aufs Feld bei seine Herde und sprach zu ihnen: Ich sehe eures Vaters Angesicht, daß es nicht gegen mich ist wie gestern und ehegestern; aber der Gott meines Vaters ist mit mirgewesen. Und ihrwisset, daß ich aus alien meinen Kraften eurem Vater gedienet habe. Und er hat mich getauschet und nun zehnmal meinen Lohn verandert; aber Gott hat ihm nicht gestattet, daß er mir Schaden tate. Wenn er sprach: Die bunten sollen dein Lohn sein, so trug die ganze Herde bunte. Wenn er aber sprach: Die sprenglichten sollen dein Lohn sein, so trug die ganze Herde sprenglichte. Also hat Gott die Guter eures Vaters ihm entwandt und mir gegeben. Denn wenn die Zeitdes Laufs kam, hub ich meine Augen auf und sah im Traum, und siehe, die Bocke sprangen auf die sprenglichte, fleckichte und bunte Herde. Und der Engel Gottes sprach zu mir im Traum: Jakob! Und ich antwortete: Hie bin ich. Er aber sprach: Heb auf deine Augen und siehe, die Bocke springen auf die sprenglichte, fleckichte und bunte Herde; denn ich habe alles gesehen, was dir Laban tut. Ich bin der Gott zu Bethel, da du den Stein gesalbet hast und mir daselbst ein Gelubde getan. Nun mach dich auf und zeuch aus diesem Lande und zeuch wieder in das Land deiner Freundschaft. Da antwortete Rahel und Lea und sprachen zu ihm: Wir haben doch kein Teil noch Erbe mehr in unsers Vaters Hause. Hat eruns doch gehalten alsdie Fremden; denn er hat uns verkauft und unsern Lohn verzehret. Darum hat Gott unserm Vater entwandt seinen Reichtum zu uns und unsern Kindern: Alles nun, was Gott dir gesagt hat, das tue. Also machte sich Jakob auf und lud seine Kinder und Weiber auf Kamele. Und fuhrete weg all sein Vieh und alle seine Habe, die er in Mesopotamien erworben hatte, daß er kame zu Isaak, seinem Vater, ins Land Kanaan. (Laban aberwar gegangen, seine Herde zu scheren.) Und Rahel stahl ihres Vaters Gotzen. Also stahl Jakob dem Laban zu Syrien das Herz damit, daß er ihm nicht ansagte, daß er floh. Also floh er und alles, was sein war, machte sich auf und fuhr uber das Wasser und richtete sich nach dem Berge Gilead. Am dritten Tage ward es Laban angesagt, daß Jakob flohe. Und er nahm seine Bruder zu sich und jagte ihm nach sieben Tagereisen und ereilete ihn auf dem Berge Gilead. Aber Gott kam zu Laban, dem Syrer, im Traum des Nachts und sprach zu ihm: Hüte dich, daß du mit Jakob nicht anders redest denn freundlich! Und Laban nahete zu Jakob. Jakob aber hatte seine Hütte aufgeschlagen auf dem Berge; und Laban mit seinen Brudern schlug seine Hütte auch auf auf dem Berge Gilead. Da sprach Laban zu Jakob: Was hast du getan, daß du mein Herz gestohlen hast und hast meine Tochter entfuhret, als die durchs Schwert gefangen waren? Warum bist du heimlich geflohen und hast dich weggestohlen und hast mir's nicht angesagt, daß ich dich hatte geleitet mit Freuden, mit Singen, mit Pauken und Harfen? Und hast mich nicht lassen meine Kinder und Tochter küssen? Nun, du hast torlich getan. Und ich hatte mit Gottes Hilfe wohl so viel Macht, daß ich euch konnte Ubels tun; aber eures Vaters Gott hat gestern zu mir gesagt: Hüte dich, daß du mit Jakob nicht anders denn freundlich redest! Und weil du denn ja wolltest ziehen und sehntest dich so fast nach deines Vaters Hause, warum hast du mir meine Gotter gestohlen? Jakob antwortete und sprach zu Laban: Ich fürchtete mich und dachte, du würdest deine Tochter von, mirreiften. Bei welchem aber du deine Gotter findest, der sterbe hie vor unsern Brudern. Suche das Deine bei mir und nimm's hin. Jakob wuftte aber nicht, daß sie Rahel gestohlen hatte. Da ging Laban in die Hütte Jakobs und Leas und der beiden Magde und fand nicht Und ging aus der Hütte Leas in die Hütte Rahels. Da nahm Rahel die Gotzen und legte sie unter die Streu der Kamele und setzte sich drauf. Laban aber betastete die ganze Hütte und fand nichts. Da sprach sie zu ihrem Vater: Mein Herr, zürne nicht, denn ich kann nicht aufstehen gegen dir; denn es gehet mir nach der Frauen Weise. Also fand er die Gotzen nicht wie fast er suchte. Und Jakob ward zornig und schalt Laban und sprach zu ihm: Was habe ich miftgehandelt Oder gesündiget, daß du so auf mich erhitzt bist? Du hast alien meinen Hausrat betastet. Was hast du deines Hausrats funden? Lege das dar vor meinen und deinen Brüdern, daß sie zwischen uns beiden richten. Diese zwanzig Jahre bin ich bei dirgewesen, deine Schafe und Ziegen sind nicht unfruchtbar gewesen; die Widder deiner Herde habe ich nie gegessen. Was die Tiere zerrissen, brachte ich dir nicht, ich muftte es bezahlen; du fordertest es von meiner Hand, es ware mir des Tages Oder des Nachts gestohlen. Des Tages verschmachtete ich vor Hitze und des Nachts vor Frost, und kam kein Schlaf in meine Augen. Also habe ich diese zwanzig Jahre in deinem Hause gedienet, vierzehn urn deine Tochter und sechs urn deine Herde, und hast mir meinen Lohn zehnmal verandert. Wo nicht der Gott meines Vaters, der Gott Abrahams, und die Furcht Isaaks auf meiner Seite gewesen ware, du flattest mich leer lassen ziehen. Aber Gott hat mein Elend und Mühe angesehen und hat dich gestern gestraft. Laban antwortete und sprach zu Jakob: Die Tochter sind meine Tochter und die Kinder sind meine Kinder und die Herden sind meine Herden, und alles, was du siehest, ist mein, was kann ich meinen Tochtern heute Oder ihren Kindern tun, die sie geboren haben? So komm nun und laft uns einen Bund machen, ich und du, der ein Zeugnis sei zwischen mir und dir. Da nahm Jakob einen Stein und richtete ihn auf zu einem Mai. Und sprach zu seinen Brudern: Leset Steine auf. Und sie nahmen Steine und machten einen Haufen und alien aufdemselben Haufen. Und Laban hieft ihn Jegar-Sahadutha; Jakob aber hieft ihn Gilead. Da sprach Laban: Der Haufe sei heute Zeuge zwischen mir und dir (daher heiftt man ihn Gilead) und sei eine Warte, denn er sprach: Der HERR sehe darein zwischen mir und dir, wenn wir voneinander kommen, wo du meine Tochter beleidigest Oder andere Weiber dazu nimmst uber meine Tochter. Es ist hie kein Mensch mit uns; siehe aber, Gott ist der Zeuge zwischen mir und dir. Und Laban sprach weiter zu Jakob: Siehe, das ist der Haufe und das ist das Mai, das ich aufgerichtet habe zwischen mir und dir. Derselbe Haufe sei Zeuge, und das Mai sei auch Zeuge, wo ich herüberfahre zu dir, Oder du herüberfahrest zu mir uber diesen Haufen und Mai, zu beschadigen. Der Gott Abrahams und der Gott Nahors und der Gott ihrer Vater sei Richter zwischen uns. Und Jakob schwur ihm bei der Furcht seines Vaters Isaak. Und Jakob opferte auf dem Berge und lud seine Brüderzum Essen. Und da sie gegessen hatten, blieben sie auf dem Berge uber Nacht.
Morning Prayer — Second Lesson
Matthew 15
Da kamen zu ihm die Schriftgelehrten und Pharisaer von Jerusalem und sprachen: Warum ubertreten deine Junger der Altesten Aufsatze? Sie waschen ihre Hande nicht, wenn sie Brot essen. Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum ubertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Aufsatze willen? Gott hat geboten: Du sollst Vater und Mutter ehren; wer aber Vater und Mutter flucht, der soil des Todes sterben. Aber ihr lehret: Wer zum Vater Oder zur Mutter spricht: Wenn ich's opfere, so ist's dir viel nützer, der tut wohl. Damit geschiehet es, daü niemand hinfort seinen Vater Oder seine Mutter ehret; und habt also Gottes Gebot aufgehoben um eurer Aufsatze willen. Ihr Heuchler, es hat wohl Jesaja von euch geweissaget und gesprochen: Dies Volk nahet sich zu mir mit seinem Munde und ehret mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist feme von mir. Aber vergeblich dienen sie mir, dieweil sie lehren solche Lehren, die nichts denn Menschengebot sind. Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihnen: Horet zu und vernehmet's! Was zum Munde eingehet, das verunreiniget den Menschen nicht, sondern was zum Munde ausgehet, das verunreiniget den Menschen. Da traten seine Jungerzu ihm und sprachen: Weifit du auch, daß sich die Pharisaer argerten, da sie das Wort horeten? Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischen Vater nicht gepflanzet, die werden ausgereutet. Lasset sie fahren! Sie sind blind und Blindenleiter. Wenn aberein Blinder den andern leitet, so fallen sie beide in die Grube. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Deute uns dies Gleichnis! Und Jesus sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch noch unverstandig? Merket ihr noch nicht, daß alles, was zum Munde eingehet, das gehet in den Bauch und wird durch den naturlichen Gang ausgeworfen? Was aber zum Munde herausgehet, das kommt aus dem Herzen, und das verunreiniget den Menschen. Denn aus dem Herzen kommen arge Gedanken: Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, falsche Zeugnisse, Lasterung. Das sind die Stücke, die den Menschen verunreinigen. Aber mit ungewaschenen Handen essen verunreiniget den Menschen nicht. Und Jesus ging aus von dannen und entwich in die Gegend von Tyrus und Sidon. Und siehe, ein kanaanaisch Weib ging aus derselbigen Grenze und schrie ihm nach und sprach: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Meine Tochterwird vom Teufel ubel geplaget. Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten ihn und sprachen: Lali sie doch von dir; denn sie schreiet uns nach. Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt, denn nur zu den verlornen Schafen von dem Hause Israel. Sie kam aber und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht fein, daß man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja, Herr; aber doch essen die Hündlein von den Brosamen, die von ihrer Herren Tisch fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: 0 Weib, dein Glaube ist groli; dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter ward gesund zu derselbigen Stunde. Und Jesus ging von dannen furbai J, und kam an das galilaischen Meer und ging auf einen Berg und setzte sich allda. Und es kam zu ihm viel Volks die hatten mit sich Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viel andere und warfen sie Jesu vor die Fülie; und er heilete sie, daß sich das Volk verwunderte, da sie sahen, daß die Stummen redeten, die Kruppel gesund waren, die Lahmen gingen, die Blinden sahen, und preiseten den Gott Israels. Und Jesus rief seine Jünger zu sich und sprach: Es jammed mich des Volks; denn sie beharren nun wohl drei Tage bei mir und haben nichts zu essen; und ich will sie nicht ungegessen von mir lassen, auf daß sie nicht verschmachten auf dem Wege. Da sprachen zu ihm seine Jünger: Woher mogen wir so viel Brots nehmen in der Wüste, daß wir so viel Volks sattigen? Und Jesus sprach zu ihnen: Wieviel Brots habt ihr? Sie sprachen: Sieben und ein wenig Fischlein. Und er hieti das Volk sich lagern auf die Erde. Und nahm die sieben Brote und die Fische, dankete, brach sie und gab sie seinen Jüngern, und die Jünger gaben sie dem Volk. Und sie alien alle und wurden satt und huben auf, was überblieb von Brocken, sieben Korbe voll. Und die da gegessen hatten, der waren viertausend Mann, ausgenommen Weiber und Kinder. Und da er das Volk hatte von sich gelassen, trat er in ein Schiff und kam in die Grenze Magdala.
Evening Prayer — First Lesson
Genesis 32
Des Morgens aber stund Laban frühe auf, küssete seine Kinder und Tochter und segnete sie; und zog hin und kam wieder an seinen Ort. Jakob aber zog seinen Weg; und es begegneten ihm die Engel Gottes. Und da er sie sah, sprach er: Es sind Gottes Heere; und hiefi dieselbige Statte Mahanaim. Jakob aber schickte Boten vor ihm her zu seinem Bruder Esau ins Land Seir, in der Gegend Edom. Und befahl ihnen und sprach: Also saget meinem Herrn Esau: Dein Knecht Jakob lafit dir sagen: Ich bin bis daher bei Laban lange aulien gewesen und habe Rinder und Esel, Schafe, Knechte und Magde; und habe ausgesandt dir, meinem Herrn, anzusagen, daß ich Gnade vordeinen Augen fande. Die Boten kamen wieder zu Jakob und sprachen: Wir kamen zu deinem Bruder Esau; und er zeucht dir auch entgegen mit vierhundert Mann. Da fürchtete sich Jakob sehr, und ihm ward bange; und teilete das Volk, das bei ihm war, und die Schafe und die Rinder und die Kamele in zwei Heere. Und sprach: So Esau kommt auf das eine Heer und schlagt es, so wird das übrige entrinnen. Weiter sprach Jakob: Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, HERR, der du zu mir gesagt hast: Zeuch wieder in dein Land und zu deiner Freundschaft, ich will dir wohltun: ich bin geringe aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an deinem Knechte getan hast; denn ich hatte nicht mehr weder diesen Stab, da ich uber diesen Jordan ging, und nun bin ich zwei Heere worden. Errette mich von der Hand meines Bruders, von der Hand Esaus; denn ich furchte mich vor ihm, daß er nicht komme und schlage mich, die Mutter samt den Kindern. Du hast gesagt: Ich will dirwohltun und deinen Samen machen wie den Sand am Meer, den man nicht zahlen kann vor der Menge. Und er blieb die Nacht da und nahm von dem, das ervorhanden hatte, Geschenk seinem Bruder Esau: zweihundert Ziegen, zwanzig Bocke, zweihundert Schafe, zwanzig Widder und dreilüg saugende Kamele mit ihren Füllen, vierzig Kühe und zehn Farren, zwanzig Eselinnen mit zehn Fullen; und tat sie unter die Hand seiner Knechte, je eine Herde besonders, und sprach zu ihnen: Gehet vor mir hin und lasset Raum zwischen einer Herde nach der andern. Und gebot dem ersten und sprach: Wenn dir mein Bruder Esau begegnet und dich fraget: Wem gehorest du an? und wo willst du hin? und wes ist's, das du vor dir treibest? sollst du sagen: Es gehoret deinem Knechte Jakob zu, der sendet Geschenk seinem Herrn Esau und zeucht hinter uns hernach. Also gebot er auch dem andern und dem dritten und alien, die den Herden nachgingen, und sprach: Wie ich euch gesagt habe, so saget zu Esau, wenn ihr ihm begegnet, und saget ja auch: Siehe, dein Knecht Jakob ist hinter uns. Denn er gedachte, ich will ihn versohnen mit dem Geschenk, das vor mir hergehet; danach will ich ihn sehen, vielleicht wird er mich annehmen. Also ging das Geschenk vor ihm her, aber er blieb dieselbe Nacht beim Heer. Und stund auf in der Nacht und nahm seine zwei Weiber und die zwo Magde und seine elf Kinder und zog an die Furt Jabbok, nahm sie und fuhrete sie uber das Wasser, daß hinüberkam, was er hatte; und blieb allein. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenrote anbrach. Und da er sah, dafi er ihn nicht übermochte, ruhrete er das Gelenk seiner Hüfte an; und das Gelenk seiner Hüfte ward uber dem Ringen mit ihm verrenkt. Und er sprach: Lali mich gehen, denn die Morgenrote bricht an. Aber er antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. Er sprach: Wie heifiest du? Er antwortete: Jakob. Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heifien, sondern Israel. Denn du hast mit Gott und mit Menschen gekampft und bist obgelegen. Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heiliest du? Er aber sprach: Warum fragest du, wie ich heifie? Und er segnete ihn daselbst. Und Jakob hiefi die Statte Pniel; denn ich habe Gott von Angesicht gesehen, und meine Seele ist genesen. Und als er vor Pniel uberkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an seiner Hüfte. Daher essen die Kinder Israel keine Spannader auf dem Gelenk der Hüfte bis auf den heutigen Tag, darum daß die Spannader an dem Gelenk der Hüfte Jakobs gerühret ward.
Evening Prayer — Second Lesson
Romans 15
Wiraber, die wir stark sind, sollen der Schwachen Gebrechlichkeit tragen und nicht Gefallen an uns selber haben. Es stelle sich aber ein jeglicher unter uns also, daß er seinem Nachsten gefalle zum Guten, zur Besserung. Denn auch Christus nicht an sich selber Gefallen hatte, sondern wie geschrieben stehet: Die Schmahungen derer, die dich schmahen, sind uber mich gefallen. Was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf daß wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben. Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihreinerlei gesinnet seid untereinander nach Jesu Christo, auf daß ihr einmutiglich mit einem Munde lobet Gott und den Vater unsers Herm Jesu Christi. Darum nehmet euch untereinander auf, gleichwie euch Christus hat aufgenommen zu Gottes Lobe. Ich sage aber, daß Jesus Christus sei ein Diener gewesen der Beschneidung um der Wahrheit willen Gottes, zu bestatigen die Verheißung, den Vatern geschehen, daß die Heiden aber Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben stehet: Darum will ich dich loben unter den Heiden und deinem Namen singen. Und abermal spricht er: Freuet euch, ihr Heiden, mit seinem Volk! Und abermal: Lobet den Herm, alle Heiden, und preiset ihn, alle Volker! Und abermal spricht Jesaja: Es wird sein die Wurzel Jesse, und der auferstehen wird, zu herrschen uber die Heiden; auf den werden die Heiden hoffen. Gott aber der Hoffnung erfulle euch mitaller Freude und Frieden im Glauben, daß ihr vollige Hoffnung habet durch die Kraft des Heiligen Geistes. Ich weiß aber fast wohl von euch, liebe Bruder, daß ihr selbst voll Gütigkeit seid, erfullet mit alter Erkenntnis, daß ihr euch untereinander konnet ermahnen. Ich hab's aber dennoch gewagt und euch etwas wollen schreiben, liebe Bruder, euch zu erinnern, um der Gnade willen, die mir von Gott gegeben ist, daß ich soil sein ein Diener Christi unter den Heiden zu opfern das Evangelium Gottes, auf daß die Heiden ein Opfer werden, Gott angenehm, geheiliget durch den Heiligen Geist. Darum kann ich mich ruhmen in Jesu Christo, daß ich Gott diene. Denn ich dürfte nicht etwas reden, wo dasselbige Christus nicht durch mich wirkte, die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Werk, durch Kraft der Zeichen und Wunder und durch Kraft des Geistes Gottes, also daß ich von Jerusalem an und umher bis an lllyrikum alles mit dem Evangelium Christi erfullet habe, und mich sonderlich geflissen, das Evangelium zu predigen, wo Christi Name nicht bekannt war, auf daß ich nicht auf einen fremden Grund bauete sondern wie geschrieben stehet: Welchen nicht ist von ihm verkundiget, die sollen's sehen, und welche nicht gehoret haben, sollen's verstehen. Das ist auch die Sache, darum ich vielmal verhindert bin, zu euch zu kommen. Nun ich aber nicht mehr Raum habe in diesen Landern, habe aber Verlangen, zu euch zu kommen, von vielen Jahren her: wenn ich reisen werde nach Spanien, will ich zu euch kommen. Denn ich hoffe, daß ich da durchreisen und euch sehen werde und von euch dorthin geleitet werden moge, so doch, daß ich zuvor mich ein wenig mit euch ergotze. Nun aber fahre ich hin gen Jerusalem den Heiligen zu Dienst. Denn die aus Mazedonien und Achaja haben williglich eine gemeine Steuer zusammengelegt den armen Heiligen zu Jerusalem. Sie haben's williglich getan und sind auch ihre Schuldner. Denn so die Heiden sind ihrer geistlichen Güter teilhaftig worden, ist's billig, daß sie ihnen auch in leiblichen Gutern Dienst beweisen. Wenn ich nun solches ausgerichtet und ihnen diese Frucht versiegelt habe, will ich durch euch nach Spanien ziehen. Ich weiß aber, wenn ich zu euch komme, daß ich mit vollem Segen des Evangeliums Christi kommen werde. Ich ermahne euch aber, liebe Bruder, durch unsern Herrn Jesum Christum und durch die Liebe des Geistes, daß ihr mir helfet kampfen mit Beten fur mich zu Gott, auf dafi ich errettet werde von den Unglaubigen in Judaa, und daß mein Dienst, den ich gen Jerusalem tue, angenehm werde den Heiligen, auf daß ich mit Freuden zu euch komme durch den Willen Gottes und mich mit euch erquicke. Der Gott aber des Friedens sei mit euch alien! Amen.
Readings follow the 1662 Book of Common Prayer (public domain). Scripture text is in the public domain. (Luther Bibel)
Today's readings, every morning
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