Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

Morning Prayer — First Lesson

Judges 20

Da zogen die Kinder Israel aus und versammelten sich zuhauf wie ein Mann, von Dan bis gen Berseba und vom Lande Gilead, zu dem HERRN gen Mizpa. Und traten zuhauf die Obersten des ganzen Volks aller Stamme Israels in der Gemeine Gottes, vierhunderttausend Mann zu Fuß, die das Schwert auszogen. Aber die Kinder Benjamin horeten, daß die Kinder Israel hinauf gen Mizpa gezogen waren. Und die Kinder Israel sprachen: Saget, wie ist das Ubel zugegangen? Da antwortete der Levit, des Weibes Mann, die erwurget war, und sprach: Ich kam gen Gibea in Benjamin mit meinem Kebsweibe, uber Nacht dazubleiben. Da machten sich wider mich auf die Burger zu Gibea und umgaben mich im Hause des Nachts und gedachten mich zu erwürgen; und haben mein Kebsweib geschandet, daß sie gestorben ist. Da fassete ich mein Kebsweib und zerstückte sie und sandte es in alle Felder des Erbes Israels; denn sie haben einen Mutwillen und Torheit getan in Israel. Siehe, da seid ihr Kinder Israel alle; schaffet euch Rat und tut hiezu! Da machte sich alles Volk auf wie ein Mann und sprach: Es soil niemand in seine Hütte gehen noch in sein Haus kehren, sondern das wollen wir jetzt tun wider Gibea: Lasset uns losen und nehmen zehn Mann von hundert und hundert von tausend und tausend von zehntausend aus alien Stammen Israels, daß sie Speise nehmen fur das Volk, daß sie kommen und tun mit Gibea-Benjamin nach all ihrer Torheit, die sie in Israel getan haben. Also versammelten sich zu der Stadt alle Manner Israels wie ein Mann und verbanden sich. Und die Stamme Israels sandten Manner zu alien Geschlechtern Benjamins und lielien ihnen sagen: Was ist das fur eine Bosheit, die bei euch geschehen ist? So gebet nun her die Manner, die bosen Buben zu Gibea, daü wir sie toten und das Ubel aus Israel tun. Aber die Kinder Benjamin wollten nicht gehorchen der Stimme ihrer Bruder, der Kinder Israel, sondern sie versammelten sich aus den Stadten gen Gibea, auszuziehen in den Streit wider die Kinder Israel. Und wurden des Tages gezahlet die Kinder Benjamin aus den Stadten sechsundzwanzigtausend Mann, die das Schwert auszogen, ohne die Burger zu Gibea, deren wurden siebenhundert gezahlet, auserlesene Manner. Und unterall diesem Volkwaren siebenhundert Mann auserlesen, die link waren und konnten mit der Schleuder ein Haar treffen, dafi sie nicht fehleten. Aberderervon Israel (ohne die von Benjamin) wurden gezahlet vierhunderttausend Mann, die das Schwert fuhreten, und alle streitbare Manner. Die machten sich auf und zogen hinauf zum Hause Gottes; und fragten Gott und sprachen: Wer soil vor uns hinaufziehen, den Streit anzufahen mit den Kindern Benjamin? Der HERR sprach: Juda soil anfahen. Also machten sich die Kinder Israel des Morgens auf und lagerten sich vor Gibea. Und ein jedermann von Israel ging heraus, zu streiten mit Benjamin, und schickten sich, zu streiten wider Gibea. Da fielen die Kinder Benjamin heraus aus Gibea und schlugen des Tages unter Israel zweiundzwanzigtausend zu Boden. Aber das Volk, der Mann von Israel, ermannete sich, und rusteten sich, noch weiterzu streiten am selben Ort, da sie sich des vorigen Tages gerustet hatten. Und die Kinder Israel zogen hinauf und weineten vor dem HERRN bis an den Abend; und fragten den HERRN und sprachen: Sollen wir mehr nahen, zu streiten mit den Kindern Benjamin, unsern Brudern? Der HERR sprach: Ziehet hinauf zu ihnen! Und da die Kinder Israel sich machten an die Kinder Benjamin des andern Tages, fielen die Benjaminiter heraus aus Gibea ihnen entgegen desselben Tages und schlugen von den Kindern Israel noch achtzehntausend zu Boden, die alle das Schwert fuhreten. Da zogen alle Kinder Israel hinauf und alles Volk und kamen zum Hause Gottes und weineten; und blieben daselbst vor dem HERRN und fasteten den Tag bis zum Abend; und opferten Brandopfer und Dankopfer vor dem HERRN. Und die Kinder Israel fragten den HERRN (es war aber daselbst die Lade des Bundes Gottes zu derselbigen Zeit, und Pinehas, der Sohn Eleasars, Aarons Sohn, stund vorihm zu derselbigen Zeit) und sprachen: Sollen wir mehr ausziehen, zu streiten mit den Kindern Benjamin, unsern Brudern, Oder soil ich ablassen? Der HERR sprach: Ziehet hinauf; morgen will ich sie in eure Hande geben. Und die Kinder Israel bestelleten einen Hinterhalt auf Gibea umher. Und zogen also die Kinder Israel hinauf des dritten Tages an die Kinder Benjamin und rusteten sich an Gibea wie zuvor zweimal. Da fuhren die Kinder Benjamin heraus dem Volk entgegen und rissen sich von der Stadt und fingen an zu schlagen und zu verwunden vom Volk, wie zuvor zweimal, im Felde auf zwo Strafien, deren eine gen Bethel, die andere gen Gibea gehet, bei dreißig Mann in Israel. Da gedachten die Kinder Benjamin: Sie sind geschlagen vor uns, wie vorhin. Aber die Kinder Israel sprachen: Lalit uns fliehen, dafi wir sie von der Stadt reifien auf die Stralie. Da machten sich auf alle Manner von Israel von ihrem Ort und rusteten sich zu Baal-Thamar. Und der Hinterhalt Israels brach hervor an seinem Ort von der Hohle Gaba. Und kamen gen Gibea zehntausend Mann, auserlesen aus ganzem Israel, dafi der Streit hart ward; sie wußten aber nicht, dafi sie das Unglück treffen wurde. Also schlug der HERR Benjamin vor den Kindern Israel, daß die Kinder Israel auf den Tag verderbeten fünfundzwanzigtausend und hundert Mann in Benjamin, die alle das Schwert fuhreten. Denn da die Kinder Benjamin sahen, dal J sie geschlagen waren, gaben ihnen die Manner Israel Raum; denn sie verliefien sich auf den Hinterhalt, den sie bei Gibea bestellet hatten. Und der Hinterhalt eilete auch und brach hervor zu Gibea zu; und zog sich hinan und schlug die ganze Stadt mit der Scharfe des Schwerts. Sie hatten aber eine Losung miteinander, die Manner von Israel und der Hinterhalt, mit dem Schwert fiber sie zu fallen, wenn der Rauch von der Stadt sich erhübe. Da nun die Manner von Israel sich wandten im Streit, und Benjamin anfing zu schlagen, und verwundeten in Israel bei dreilüg Mann und gedachten, sie sind vor uns geschlagen, wie im vorigen Streit, da fing an sich zu erheben von der Stadt ein Rauch stracks fiber sich. Und Benjamin wandte sich hinter sich, und siehe, da ging die Stadt ganz auf gen Himmel. Und die Manner von Israel wandten sich auch urn und erschreckten die Manner Benjamins; denn sie sahen, dafi sie das Unglück treffen wollte; und wandten sich vor den Mannern Israels auf den Weg zur Wüste. Aber der Streit folgte ihnen nach; dazu die von den Stadten hineinkommen waren, die verderbeten sie drinnen. Und sie umringten Benjamin und jagten ihm nach bis gen Menuah und zertraten sie bis vor Gibea, gegen der Sonnen Aufgang. Und es fielen von Benjamin achtzehntausend Mann, die alle streitbare Manner waren. Da wandten sie sich und flohen zu der Wüste, an den Fels Rimmon; aberauf derselben Strafte schlugen sie funftausend Mann; und folgten ihnen hinten nach bis gen Gideom und schlugen ihrer zweitausend. Und also fielen des Tages von Benjamin fünfundzwanzigtausend Mann, die das Schwert führeten und alle streitbare Manner waren. Nur sechshundert Mann wandten sich und flohen zur Wüste zum Fels Rimmon; und blieben im Fels Rimmon vier Monden. Und die Manner Israels kamen wieder zu den Kindern Benjamin und schlugen mit der Scharfe des Schwerts die in der Stadt, beide Leute und Vieh und alles, was man fand; und alle Stadte, die man fand, verbrannte man mit Feuer.

Morning Prayer — Second Lesson

John 14

Und er sprach zu seinen Jungern: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubet ihr an Gott, so glaubet ihr auch an mich. In meines Vaters Hause sind viel Wohnungen. Wenn's nicht so ware, so wollt' ich zu euch sagen; ich gehe hin euch die Statte zu bereiten. Und ob ich hinginge, euch die Statte zu bereiten, will ich doch wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo ich bin. Und wo ich hingehe, das wisset ihr, und den Weg wisset ihr auch. Spricht zu ihm Thomas: Herr, wirwissen nicht, wo du hingehest; und wie konnen wir den Weg wissen? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich kennetet, so kennetet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennet ihr ihn und habt ihn gesehen. Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, so genuget uns. Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch und du kennest mich nicht? Philippus, wer mich siehet, der siehet den Vater. Wie sprichst du denn: Zeige uns den Vater? Glaubest du nicht, dafi ich im Vater und der Vater in mir ist? Die Worte, die zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnet, derselbige tut die Werke. Glaubet mir, dafi ich im Vater und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch urn der Werke willen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubet, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird groftere denn diese tun; denn ich gehe zum Vater. Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, auf daß der Vater geehret werde in dem Sohne. Was ihr bitten werdet in meinem Namen das will ich tun. Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote. Und ich will den Vater bitten, und er soil euch einen andern Troster geben, daß er bei euch bleibe ewiglich, den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfangen; denn sie siehet ihn nicht und kennet ihn nicht. Ihr aber kennet ihn; denn er bleibet bei euch und wird in euch sein. Ich will euch nicht Waisen lassen; ich komme zu euch. Es ist noch urn ein kleines, so wird mich die Welt nicht mehr sehen; ihr aber sollt mich sehen: denn ich lebe, und ihr sollt auch leben. An demselbigen Tage werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Wer meine Gebote hat und halt sie, der ist's, der mich liebet. Wer mich aber liebet, der wird von meinem Vater geliebet werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. Spricht zu ihm Judas, nicht der Ischariot: Herr, was ist's, daß du uns willst dich offenbaren und nicht der Welt? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebet, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der halt meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr horet ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. Solches hab' ich zu euch geredet, weil ich bei euch gewesen bin. Aber der Troster, der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, derselbige wird's euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe. Den Frieden lasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und furchte sich nicht! Ihr habt gehoret, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Hattet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, daß ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn der Vater ist großer denn ich. Und nun hab' ich's euch gesagt, ehe denn es geschiehet, auf daß, wenn es nun geschehen wird, daß ihrglaubet. Ich werde hinfort nicht mehr viel miteuch reden; denn es kommt der Furst dieser Welt und hat nichts an mir. Aber daß die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe, und ich also tue, wie mir der Vater geboten hat, stehet auf und lasset uns von hinnen gehen!

Evening Prayer — First Lesson

Judges 21

Die Manner aber Israels hatten zu Mizpa geschworen und gesagt: Niemand soil seine Tochter den Benjaminitern zum Weibe geben. Und das Volk kam zu dem Hause Gottes und blieb da bis zu Abend vor Gott; und huben auf ihre Stimme und weineten sehr und sprachen: 0 HERR, Gott von Israel, warum istdas geschehen in Israel, daß heute eines Stammes von Israel weniger worden ist? Des andern Morgens machte sich das Volk frühe auf und bauete da einen Altar und opferten Brandopfer und Dankopfer. Und die Kinder Israel sprachen: Wer ist irgend von den Stammen Israels, der nicht mit der Gemeine ist heraufkommen zum HERRN? Denn es war ein grofter Eid geschehen, daß, wer nicht hinaufkame zum HERRN gen Mizpa, der sollte des Todes sterben. Und es reuete die Kinder Israel uber Benjamin, ihre Bruder, und sprachen: Heute ist ein Stamm von Israel abgebrochen. Wie wollen wir ihnen tun, daß die ubrigen Weiber kriegen? Denn wir haben geschworen bei dem HERRN, daß wir ihnen von unsern Tochtern nicht Weiber geben. Und sprachen: Wer ist irgend von den Stammen Israels, die nicht hinaufkommen sind zum HERRN gen Mizpa? Und siehe, da war niemand gewesen im Lager der Gemeine von Jabes in Gilead. Denn sie zahleten das Volk, und siehe, da war kein Burger da von Jabes in Gilead. Da sandte die Gemeine zwolftausend Mann dahin von streitbaren Mannern; und geboten ihnen und sprachen: Gehet hin und schlaget mit der Scharfe des Schwerts die Burger zu Jabes in Gilead mit Weib und Kind. Doch also sollt ihrtun: Alles, was mannlich ist, und alle Weiber, die beim Mann gelegen sind, verbannet. Und siefanden bei den Burgern zu Jabes in Gilead vierhundert Dirnen, die Jungfrauen und bei keinem Mann gelegen waren. Die brachten sie ins Lager gen Silo, die da liegt im Lande Kanaan. Da sandte die ganze Gemeine hin und lieft reden mit den Kindern Benjamin, die im Fels Rimmon waren, und riefen ihnen friedlich. Also kamen die Kinder Benjamin wieder zu derselbigen Zeit; und sie gaben ihnen die Weiber, die sie hatten erhalten von den Weibern zu Jabes in Gilead; und sie fanden keine mehr also. Da reuete es das Volk uber Benjamin, daß der HERR einen Rift gemacht hatte in den Stammen Israels. Und die Altesten der Gemeine sprachen: Was wollen wir tun, daß die ubrigen auch Weiber kriegen? Denn die Weiber in Benjamin sind vertilget. Und sprachen: Die ubrigen von Benjamin müssen ja ihr Erbe behalten, daß nicht ein Stamm ausgetilget werde von Israel. Und wir konnen ihnen unsere Tochter nicht zu Weibern geben; denn die Kinder Israel haben geschworen und gesagt: Verflucht sei, der den Benjaminitern ein Weib gibt! Und sie sprachen: Siehe, es ist ein Jahrfestdes HERRN zu Silo, die zu mitternachtwarts liegt gegen Bethel, gegen der Sonnen Aufgang, auf der Strafte, da man hinaufgehet von Bethel gen Sichem; und von mittagwarts liegt sie gegen Libona. Und sie geboten den Kindern Benjamin und sprachen: Gehet hin und lauert in den Weinbergen. Wenn ihr dann sehet, daß die Tochter Silos heraus mit Reigen zum Tanz gehen, so fahret hervor aus den Weinbergen, und nehme ein jeglicher ihm ein Weib von den Tochtern Silos und gehet hin ins Land Benjamin. Wenn aber ihre Vater Oder Bruder kommen, mit uns zu rechten, wollen wirzu ihnen sagen: Seid ihnen gnadig, denn wir haben sie nicht genommen mit Streit, sondern ihrwolltet sie ihnen nicht geben; die Schuld ist jetzt euer. Die Kinder Benjamin taten also und nahmen Weiber nach ihrer Zahl von den Reigen, die sie raubten; und zogen hin und wohneten in ihrem Erbteil; und baueten Stadte und wohneten drinnen. Auch die Kinder Israel machten sich von dannen zu der Zeit, ein jeglicher zu seinem Stamm und zu seinem Geschlecht, und zogen von dannen aus, ein jeglicher zu seinem Erbteil. Zu der Zeit war kein Konig in Israel; ein jeglicher tat, was ihn recht deuchte.

Evening Prayer — Second Lesson

Titus 1

Paulus, ein Knecht Gottes, aber ein Apostel Jesu Christi nach dem Glauben der Auserwahlten Gottes und der Erkenntnis der Wahrheit zur Gottseligkeit, auf Hoffnung des ewigen Lebens, welches verheiften hat, der nicht luget, Gott, vor den Zeiten der Welt, hat aber offenbaret zu seiner Zeit sein Wort durch die Predigt, die mir vertrauet ist nach dem Befehl Gottes, unsers Heilandes: Titus, meinem rechtschaffenen Sohn, nach unser beider Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott dem Vater und dem Herrn Jesu Christo, unserm Heilande. Derhalben lieft ich dich in Kreta, dafi du solltest vollends anrichten, da ich's gelassen habe und besetzen die Stadte hin und her mit Altesten, wie ich dir befohlen habe; wo einer ist untadelig, eines Weibes Mann, der glaubige Kinder habe, nicht beruchtiget, daß sie Schwelger und ungehorsam sind. Denn ein Bischof soil untadelig sein, als ein Haushalter Gottes, nicht eigensinnig, nicht zornig, nicht ein Weinsaufer, nicht pochen, nicht unehrliche Hantierung treiben, sondern gastfrei, gutig, zuchtig, gerecht, heilig, keusch und halte ob dem Wort, das gewift ist und lehren kann, auf daß er machtig sei, zu ermahnen durch die heilsame Lehre und zu strafen die Widersprecher. Denn es sind viele freche und unnutze Schwatzer und Verführer, sonderlich die aus der Beschneidung, welchen man muft das Maul stopfen, die da ganze Hauser verkehren und lehren, was nicht taugt, urn schandliches Gewinns willen. Es hat einer aus ihnen gesagt, ihreigener Prophet: Die Kreter sind immer Lugner, bose Tiere und faule Bauche. Dies Zeugnis ist wahr. Urn der Sache willen strafe sie scharf, auf daß sie gesund seien im Glauben und nicht achten auf die judischen Fabeln und Menschengebote, welche sich von der Wahrheit abwenden. Den Reinen ist alles rein; den Unreinen aber und Unglaubigen ist nichts rein, sondern unrein ist beides, ihr Sinn und Gewissen. Sie sagen, sie erkennen Gott; aber mit den Werken verleugnen sie es, sintemal sie sind, an welchen Gott Greuel hat, und gehorchen nicht und sind zu allem guten Werk untuchtig.

Readings follow the 1662 Book of Common Prayer (public domain). Scripture text is in the public domain. (Luther Bibel)

Today's readings, every morning

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