Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
Morning Prayer — First Lesson
Job 16
Hiob antwortete und sprach: Ich habe solches oft gehoret. Ihr seid allzumal leidige T roster. Wollen die losen Worte kein Ende haben? Oder was macht dich so frech, also zu reden? Ich konnte auch wohl reden wie ihr. Wollte Gott, eure Seele ware an meiner Seele Statt! Ich wollte auch mit Worten an euch setzen und mein Haupt also uber euch schütteln. Ich wollte euch starken mit dem Munde und mit meinen Lippen trosten. Aber wenn ich schon rede, so schonet mein der Schmerz nicht; lasse ich's anstehen, so gehet er nicht von mir. Nun aber macht er mich mude und verstoret alles, was ich bin. Er hat mich runzlicht gemacht und zeuget wider mich; und mein Widersprecher lehnet sich wider mich auf und antwortet wider mich. Sein Grimm reiliet, und der mir gram ist, beißet die Zahne uber mich zusammen; mein Widersacher funkelt mit seinen Augen auf mich. Sie haben ihren Mund aufgesperret wider mich und haben mich schmahlich auf meine Backen geschlagen; sie haben ihren Mut miteinander an mir gekuhlet. Gott hat mich ubergeben dem Ungerechten und hat mich in der Gottlosen Hande lassen kommen. Ich war reich, aber er hat mich zunichte gemacht; er hat mich beim Hals genommen und zerstoßen und hat mich ihm zum Ziel aufgerichtet. Er hat mich umgeben mit seinen Schutzen; er hat meine Nieren gespalten und nicht verschonet; er hat meine Galle auf die Erde geschuttet; er hat mir eine Wunde uber die andere gemacht; er ist an mich gelaufen wie ein Gewaltiger. Ich habe einen Sack urn meine Hautgenahet und habe mein Horn in den Staub gelegt. Mein Antlitz ist geschwollen von Weinen, und meine Augenlider sind verdunkelt, wiewohl kein Frevel in meiner Hand ist, und mein Gebet ist rein. Ach, Erde, verdecke mein Blut nicht! und mein Geschrei müsse nicht Raum finden! Auch siehe da, mein Zeuge istim Himmel; und der mich kennet, ist in der Hohe. Meine Freunde sind meine Spotter; aber mein Auge tranet zu Gott. Wenn ein Mann konnte mit Gott rechten wie ein Menschenkind mit seinem Freunde! Aber die bestimmten Jahre sind kommen, und ich gehe hin des Weges, den ich nicht wiederkommen werde.
Morning Prayer — Second Lesson
Mark 12
Und erfing an, zu ihnen durch Gleichnisse zu reden: Ein Mensch pflanzete einen Weinberg und führete einen Zaun darum und grub eine Kelter und bauete einen Turm und tat ihn aus den Weingartnern und zog uber Land. Und sandte einen Knecht, da die Zeit kam, zu den Weingartnern, daß er von den Weingartnern nahme von der Frucht des Weinberges. Sie nahmen ihn aber und staupten ihn und lieften ihn leer von sich. Abermal sandte erzu ihnen einen andern Knecht; demselben zerwarfen sie den Kopf mit Steinen und lieften ihn geschmahet von sich. Abermal sandte er einen andern, denselben toteten sie; und viele andere: etliche staupten sie, etliche toteten sie. Da hatte er noch einen einigen Sohn, der war ihm lieb; den sandte erzum letzten auch zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. Aberdieselben Weingartner sprachen untereinander: Dies ist der Erbe; kommt, laftt uns ihn toten, so wird das Erbe unser sein. Und sie nahmen ihn und toteten ihn und warfen ihn heraus vor den Weinberg. Was wird nun der Herr des Weinberges tun? Er wird kommen und die Weingartner umbringen und den Weinberg andern geben. Habt ihr auch nicht gelesen diese Schrift: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein worden; von dem Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbarlich vor unsern Augen? Und sie trachteten danach, wie sie ihn griffen, und furchteten sich doch vor dem Volk; denn sie vernahmen, daß er auf sie dieses Gleichnis geredet hatte. Und sie liefien ihn und gingen davon. Und sie sandten zu ihm etliche von den Pharisaern und des Herodes Dienern, dafi sie ihn fingen in Worten. Und sie kamen und sprachen zu ihm: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und fragest nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen, sondern du lehrest den Weg Gottes recht. Ist's recht, daß man dem Kaiser Zins gebe, Oder nicht? Sollen wir ihn geben Oder nicht geben? Er aber merkete ihre Heuchelei und sprach zu ihnen: Was versuchet ihr mich? Bringet mir einen Groschen, daß ich ihn sehe. Und sie brachten ihm. Da sprach er: Wes ist das Bild und die Uberschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Und sie verwunderten sich sein. Da traten die Sadduzaerzu ihm, die da halten, es sei keine Auferstehung; die fragten ihn und sprachen: Meister, Mose hat uns geschrieben: Wenn jemands Bruder stirbt und laftt ein Weib und laftt keine Kinder, so soli sein Bruder desselbigen Weib nehmen und seinem Bruder Samen erwecken. Nun sind sieben Bruder gewesen. Der erste nahm ein Weib; der starb und lieft keinen Samen. Und der andere nahm sie und starb und lieft auch nicht Samen. Derdritte desselbigengleichen. Und nahmen sie alle sieben und lieften nicht Samen. Zuletzt nach alien starb das Weib auch. Nun in der Auferstehung, wenn sie auferstehen, wessen Weib wird sie sein unter ihnen? Denn sieben haben sie zum Weibe gehabt. Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Ist's nicht also? Ihr irret darum, daß ihr nichts wisset von der Schrift noch von der Kraft Gottes. Wenn sie von den Toten auferstehen werden, so werden sie nicht freien noch sich freien lassen, sondern sie sind wie die Engel im Himmel. Aber von den Toten, daß sie auferstehen werden, habt ihr nicht gelesen im Buch des Mose bei dem Busch, Wie Gott zu ihm sagte und sprach: Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Gott aber ist nicht der Toten, sondern der Lebendigen Gott. Darum irret ihr sehr. Und es trat zu ihm der Schriftgelehrten einer, der ihnen zugehoret hatte, wie sie sich miteinander befragten, und sah, daß er ihnen fein geantwortet hatte, und fragte ihn: Welches ist das vornehmste Gebotvor alien? Jesus aber antwortete ihm: Das vornehmste Gebot vor alien Geboten ist das: Hore, Israel, der Herr, unser Gott, ist ein einiger Gott! Und: Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemute und von alien deinen Kraften. Das ist das vornehmste Gebot. Und das andere ist ihm gleich: Du sollst deinen Nachsten lieben wie dich selbst; es ist kein ander grofter Gebot denn diese. Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Meister, du hast wahrlich recht geredet; denn es ist ein Gott, und ist kein anderer aufter ihm. Und denselbigen lieben von ganzem Herzen; von ganzem Gemute, von ganzer Seele und von alien Kraften und lieben seinen Nachsten wie sich selbst, das ist mehr denn Brandopfer und alle Opfer. Da Jesus aber sah, daß er vernünftiglich antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht feme von dem Reich Gottes. Und es durfte ihn niemand weiter fragen. Und Jesus antwortete und sprach, da er lehrete im Tempel: Wie sagen die Schriftgelehrten, Christus sei Davids Sohn. Er aber, David, spricht durch den Heiligen Geist: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fufte. Da heiftt ihn ja David seinen Herrn; woher ist er denn sein Sohn? Und viel Volks horete ihn gerne. Und er lehrete sie und sprach zu ihnen: Sehet euch vor vor den Schriftgelehrten, die in langen Kleidern gehen und lassen sich gerne auf dem Markte gruften und sitzen gerne obenan in den Schulen und über Tisch im Abendmahl; sie fressen der Witwen Hauser und wenden langes Gebet vor: dieselben werden desto mehr Verdammnis empfangen. Und Jesus setzte sich gegen den Gotteskasten und schauete, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viel Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; die machen einen Heller. Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt denn alle, die eingelegt haben. Denn sie haben alle von ihrem übrigen eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut alles, was sie hatte, ihre ganze Nahrung, eingelegt.
Evening Prayer — First Lesson
Job 17;Job 18
Mein Odem istschwach, und meine Tage sind abgekurzt, das Grab ist da. Niemand ist von mir getauschet, noch muß mein Auge darum bleiben in Betrubnis. Ob du gleich einen Bürgen fur mich wolltest, wer will fur mich geloben? Du hast ihrem Herzen den Verstand verborgen, darum wirst du sie nicht erhohen. Er rühmet wohl seinen Freunden die Ausbeute; aber seiner Kinder Augen werden verschmachten. Er hat mich zum Sprichwort unter den Leuten gesetzt, und muß ein Wunder unter ihnen sein. Meine Gestalt istdunkel worden vor Trauern, und alle meine Glieder sind wie ein Schatten. Daruber werden die Gerechten libel sehen, und die Unschuldigen werden sich setzen wider die Heuchler. Der Gerechte wird seinen Weg behalten, und der von reinen Handen wird stark bleiben. Wohlan, so kehret euch alle her und kommt; ich werde doch keinen Weisen unter euch finden. Meine Tage sind vergangen, meine Anschlage sind zertrennet, die mein Herz besessen haben, und haben aus der Nacht Tag gemacht und aus dem Tage Nacht. Wenn ich gleich lange harre, so ist doch die Holle mein Haus, und in Finsternis ist mein Bett gemacht. Die Verwesung heiße ich meinen Vater und die Würmer meine Mutter und meine Schwester. Was soil ich harren? und wer achtet mein Hoffen? Hinunter in die Holle wird es fahren und wird mit mirim Staube liegen. Da antwortete Bildad von Suah und sprach: Wann wollt ihrder Rede ein Ende machen? Merket doch, danach wollen wir reden. Warum werden wir geachtet wie Vieh und sind so unrein vor euren Augen? Willst du vor Bosheit bersten? Meinest du, daß urn deinetwillen die Erde verlassen werde, und der Fels von seinem Ort versetzt werde? Auch wird das Licht der Gottlosen verloschen, und der Funke seines Feuers wird nicht leuchten. Das Licht wird finster werden in seiner Hutte und seine Leuchte fiber ihm verloschen. Die Zugange seiner Habe werden schmal werden, und sein Anschlag wird ihn fallen. Denn er ist mit seinen Fußen in Strick gebracht und wandelt im Netze. Der Strick wird seine Fersen halten, und die Türstigen werden ihn erhaschen. Sein Strick ist gelegt in die Erde und seine Falle auf seinen Gang. Urn und urn wird ihn schrecken plotzliche Furcht, daß er nicht weiß, wo er hinaus soli. Hunger wird seine Habe sein, und Ungluck wird ihm bereitet sein und anhangen. Die Starke seiner Haut wird verzehret werden, und seine Starke wird verzehren der Fürst des Todes. Seine Hoffnung wird aus seiner Hutte gerottet werden, und sie werden ihn treiben zum Konige des Schreckens. In seiner Hutte wird nichts bleiben; fiber seine Hutte wird Schwefel gestreuet werden. Von unten werden verdorren seine Wurzeln und von oben abgeschnitten seine Ernte. Sein Gedachtnis wird vergehen im Lande, und wird keinen Namen haben auf der Gasse. Er wird vom Licht in die Finsternis vertrieben werden und vom Erdboden verstoßen werden. Er wird keine Kinder haben und keine Neffen unter seinem Volk; es wird ihm keiner überbleiben in seinen Gütern. Die nach ihm kommen, werden sich über seinen Tag entsetzen; und die vor ihm sind, wird eine Furcht ankommen. Das ist die Wohnung des Ungerechten, und dies ist die Statte des, der Gott nicht achtet.
Evening Prayer — Second Lesson
2 Corinthians 9
Denn von solcher Steuer, die den Heiligen geschieht, ist mir nicht not, euch zu schreiben. Denn ich weili euren guten Willen, davon ich rühme bei denen aus Mazedonien (und sage): Achaja ist vor dem Jahr bereit gewesen. Und euer Exempel hat viele gereizet. Ich habe aber diese Brüder darum gesandt, daß nicht unser Ruhm von euch zunichte wurde in dem Stücke, und daß ihr bereit seid, gleichwie ich von euch gesagt habe, auf dati nicht, so die aus Mazedonien mit mir kamen und euch unbereitet fanden, wir (will nicht sagen ihr) zuschanden würden mit solchem Rühmen. Ich habe es aber fur notig angesehen, die Brüder zu ermahnen, daß sie voranzogen zu euch, zu verfertigen diesen zuvorverheilienen Segen, daß er bereitet sei, also dati es sei ein Segen und nicht ein Geiz. Ich meine aber das: Wer da karglich saet, der wird auch karglich ernten; und wer da saet im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeglicher nach seiner Willkur, nicht mit Unwillen Oder aus Zwang; denn einen frohlichen Geber hat Gott lieb. Gott aber kann machen, daß allerlei Gnade unter euch reichlich sei, daß ihr in alien Dingen voile Genüge habet und reich seid zu allerlei guten Werken, wie geschrieben stehet: Er hat ausgestreuet und gegeben den Armen; seine Gerechtigkeit bleibet in Ewigkeit. Der aber Samen reichet beim Saemann, der wird je auch das Brot reichen zur Speise und wird vermehren euren Samen und wachsen lassen das Gewachs eurer Gerechtigkeit, daß ihr reich seid in alien Dingen mit aller Einfaltigkeit, welche wirket durch uns Danksagung Gott. Denn die Handreichung dieser Steuer erfullet nicht allein den Mangel der Heiligen, sondern istauch überschwenglich darinnen, daß viele Gott danken fur diesen unsern treuen Dienst und preisen Gott uber eurem untertanigen Bekenntnis des Evangeliums Christi und fiber eurer einfaltigen Steuer an sie und an alle und fiber ihrem Gebet fur euch, welche verlanget nach euch, um der überschwenglichen Gnade Gottes willen in euch. Gott aber sei Dank fur seine unaussprechliche Gabe!
Readings follow the 1662 Book of Common Prayer (public domain). Scripture text is in the public domain. (Luther Bibel)
Today's readings, every morning
Bosko brings the daily readings for your tradition to your day — with a reflection, the full Bible in 30 translations, and the liturgical calendar, in 18 languages.
