Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

Morning Prayer — First Lesson

Jeremiah 9

Ach, dati ich eine Herberge hatte in der Wuste, so wollte ich mein Volk verlassen und von ihnen ziehen. Denn es sind eitel Ehebrecher und ein frecher Haufe. Sie schieften mit ihren Zungen eitel Lugen und keine Wahrheit und treiben's mit Gewalt im Lande und gehen von einer Bosheit zur andern und achten mich nicht, spricht der HERR. Ein jeglicher hute sich vor seinem Freunde und traue auch seinem Bruder nicht; denn ein Bruder unterdruckt den andern, und ein Freund verrat den andern. Ein Freund tauscht den andern und reden kein wahr Wort; sie fleiftigen sich darauf, wie einer den andern betruge, und ist ihnen leid, daß sie es nicht arger machen konnen. Es ist alienthalben eitel T rugerei unter ihnen, und vor Trugerei wollen sie mich nicht kennen, spricht der HERR. Darum spricht der HERR Zebaoth also: Siehe, ich will sie schmelzen und prufen. Denn was soil ich sonst tun, weil sich mein Volk so zieret? Ihre falschen Zungen sind morderische Pfeile; mit ihrem Munde reden sie freundlich gegen den Nachsten, aber im Herzen lauern sie auf denselben. Sollte ich nun solches nicht heimsuchen an ihnen, spricht der HERR, und meine Seele sollte sich nicht rachen an solchem Volk, als dies ist? Ich muft auf den Bergen weinen und heulen und bei den Hurden in der Wuste klagen; denn sie sind so gar verheeret, daß niemand da wandelt, und man auch nicht ein Vieh schreien horet. Es ist beides, Vogel des Himmels und das Vieh, alles weg. Und ich will Jerusalem zum Steinhaufen und zur Drachenwohnung machen und will die Stadte Judas wuste machen, daß niemand drinnen wohnen soil. Wer nun weise ware und liefte ihm zu Herzen gehen und verkündigte, was des HERRN Mund zu ihm sagt, warum das Land verderbet und verheeret wird, wie eine Wuste, da niemand wandelt! Und der HERR sprach: Darum daß sie mein Gesetz verlassen, das ich ihnen vorgegeben habe, und gehorchen meiner Rede nicht, leben auch nicht danach, sondern folgen ihres Herzens Gedunken und Baalim, wie sie ihre Vater gelehret haben, darum spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, also: Siehe, ich will dies Volk mit Wermut speisen und mit Galle tranken. Ich will sie unter die Heiden zerstreuen, welche weder sie noch ihre Vater kennen, und will das Schwert hinter sie schicken, bis daß es aus mit ihnen sei. So spricht der HERR Zebaoth: Schaffet und bestellet Klageweiber, daß sie kommen, und schicket nach denen, die es wohl konnen, und eilend uns klagen, daß unsere Augen mit Tranen rinnen und unsere Augenlider mit Wasser flieften, daß man ein klaglich Geschrei hore zu Zion, namlich also: Ach, wie sind wir so gar verstoret und zuschanden worden! Wir müssen das Land raumen, denn sie haben unsere Wohnungen geschleift. So horet nun, ihr Weiber, des HERRN Wort und nehmet zu Ohren seines Mundes Rede; lehret eure Tochter weinen, und eine lehre die andere klagen, namlich also: Der Tod istzu unsern Fenstern hereingefallen und in unsere Palaste kommen, die Kinder zu wurgen auf der Gasse und die Jünglinge auf der Strafte. So spricht der HERR: Sage: Der Menschen Leichname sollen liegen wie der Mist auf dem Felde und wie Garben hinter dem Schnitter, die niemand sammelt. So spricht der HERR: Ein Weiser ruhme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker ruhme sich nicht seiner Starke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums, sondern wer sich rühmen will, der rühme sich des, da(S er mich wisse und kenne, daß ich der HERR bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übet auf Erden; denn solches gefallt mir, spricht der HERR. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, daß ich heimsuchen werde alle, die Beschnittenen mit den Unbeschnittenen, namlich Agypten, Juda, Edom, die Kinder Ammon, Moab und alle, die in den Ortern der Wüste wohnen. Denn alle Heiden haben unbeschnittene Vorhaut, aber das ganze Haus Israel hat unbeschnitten Herz.

Morning Prayer — Second Lesson

John 9

Und Jesus ging voruber und sah einen, der blind geboren war. Und seine Junger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesundiget, dieser Oder seine Eltern, daß er ist blind geboren? Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesundiget noch seine Eltern, sondern daß die Werke Gottes offenbar wurden an ihm. Ich muü Wirken die Werke des, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Dieweil ich bin in der Welt, bin ich das Licht der Welt. Da er solches gesagt, sputzete er auf die Erde und machte einen Kot aus dem Speichel und schmierete den Kot auf des Blinden Augen und sprach zu ihm: Gehe hin zu dem Teich Siloah (das ist verdolmetschet: gesandt) und wasche dich. Da ging er hin und wusch sich und kam sehend. Die Nachbarn, und die ihn zuvor gesehen hatten, daß er ein Bettler war, sprachen: Ist dieser nicht, der da sali und bettelte? Etliche sprachen: Er ist's; etliche aber: Er ist ihm ahnlich. Er selbst aber sprach: Ich bin's. Da sprachen sie zu ihm: Wie sind deine Augen aufgetan? Er antwortete und sprach: Der Mensch, der Jesus heiliet, machte einen Kot und schmierete meine Augen und sprach: Gehe hin zu dem Teich Siloah und wasche dich. Ich ging hin und wusch mich und ward sehend. Da sprachen sie zu ihm: Wo ist derselbige? Er sprach: Ich weiß nicht. Da führeten sie ihn zu den Pharisaern, der weiland blind war. (Es war aber Sabbat, da Jesus den Kot machte und seine Augen offnete.) Da fragten sie ihn abermal, auch die Pharisaer, wie erware sehend worden. Er aber sprach zu ihnen: Kot legte er mir auf die Augen, und ich wusch mich und bin nun sehend. Da sprachen etliche der Pharisaer: Der Mensch ist nicht von Gott, dieweil er den Sabbat nicht halt. Die andern aber sprachen: Wie kann ein sundiger Mensch solche Zeichen tun? Und es ward eine Zwietracht unter ihnen. Sie sprachen wieder zu dem Blinden: Was sagest du von ihm, daß er hat deine Augen aufgetan? Er aber sprach: Er ist ein Prophet. Die Juden glaubten nicht von ihm, daß er blind gewesen und sehend worden ware, bis daß sie riefen die Eltern des, der sehend war worden, fragten sie und sprachen: Ist das euer Sohn, von welchem ihr saget, er sei blind geboren? Wie ist er denn nun sehend? Seine Eltern antworteten ihnen und sprachen: Wir wissen, daß dieser unser Sohn ist, und daü er blind geboren ist. Wie er aber nun sehend ist, wissen wir nicht; Oder wer ihm hat seine Augen aufgetan, wissen wir auch nicht. Er ist alt genug, fraget ihn; lasset ihn selbst fürsich reden. Solches sagten seine Eltern; denn sie furchteten sich vor den Juden. Denn die Juden hatten sich schon vereiniget, so jemand ihn fur Christum bekennete, daß derselbe in Bann getan würde. Darum sprachen seine Eltern: Er ist alt genug, fraget ihn. Da riefen sie zum andernmal den Menschen, der blind gewesen war, und sprachen zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, daü dieser Mensch ein Sunder ist. Er antwortete und sprach: Ist er ein Sunder, das weift ich nicht; eines weift ich wohl, daß ich blind war und bin nun sehend. Da sprachen sie wieder zu ihm: Was tat er dir? Wie tat er deine Augen auf? Er antwortete ihnen: Ich hab's euch jetzt gesagt; habt ihr's nicht gehoret? Was wollt ihr's abermal horen? Wollt ihr auch seine Junger werden? Da fluchten sie ihm und sprachen: Du bist sein Junger; wir aber sind Mose's Junger. Wir wissen, daß Gott mit Mose geredet hat; diesen aber wissen wir nicht, von wannen er ist. Der Mensch antwortete und sprach zu ihnen: Das ist ein wunderlich Ding, daß ihr nicht wisset, von wannen er sei; und er hat meine Augen aufgetan! Wir wissen aber, daß Gott die Sunder nicht horet, sondern so jemand gottesfurchtig ist und tut seinen Willen, den horet er. Von der Welt an ist’s nicht erhoret, daü jemand einem gebornen Blinden die Augen aufgetan habe. Ware dieser nicht von Gott, er konnte nichts tun. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Sunden geboren und lehrest uns? Und stieften ihn hinaus. Es kam vor Jesum, daß sie ihn ausgestoften hatten. Und da er ihn fand, sprach erzu ihm: Glaubest du an den Sohn Gottes? Er antwortete und sprach: Herr, welcher ist’s, auf daß ich an ihn glaube? Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist's. Er aber sprach: Herr, ich glaube; und betete ihn an. Und Jesus sprach: Ich bin zum Gerichte auf diese Welt kommen, auf daß, die da nicht sehen, sehend werden, und die da sehen, blind werden. Und solches horeten etliche der Pharisaer, die bei ihm waren, und sprachen zu ihm: Sind wir denn auch blind? Jesus sprach zu ihnen: Waret ihr blind, so hattet ihr keine Sünde; nun ihr aber sprechet: Wir sind sehend, bleibet eure Sünde.

Evening Prayer — First Lesson

Jeremiah 10

Horet, was der HERR zu euch vom Hause Israel redet. So spricht der HERR: Ihr sollt nicht der Heiden Weise lernen und sollt euch nicht furchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich furchten: Denn der Heiden Gotter sind lauter nichts. Sie hauen im Lande einen Baum, und der Werkmeister macht sie mitdem Beil und schmückt sie mit Silber und Gold und heftet sie mit Nageln und Hammern, daß sie nicht umfallen. Es sind ja nichts denn Saulen uberzogen. Sie konnen nicht reden, so muß man sie auch tragen, denn sie konnen nicht gehen. Darum sollt ihr euch nicht vor ihnen furchten, denn sie konnen weder helfen noch Schaden tun. Aber dir, HERR, ist niemand gleich; du bist groß und dein Name ist groß und kannst es mit der Tat beweisen. Wer sollte dich nicht furchten, du Konig der Heiden? Dir sollte man ja gehorchen; denn es ist unter alien Weisen der Heiden und in alien Konigreichen deinesgleichen nicht. Sie sind allzumal Narren und Toren; denn ein Holz muß ja ein nichtiger Gottesdienst sein. Silbern Blech bringt man auf dem Meer her, Gold aus Uphas, durch den Meister und Goldschmied zugerichtet; gelbe Seide und Purpur zeucht man ihm an, und ist alles der Weisen Werk. Aber der HERR ist ein rechter Gott, ein lebendiger Gott, ein ewiger Konig. Vor seinem Zorn bebet die Erde, und die Heiden kdnnen sein Drauen nicht ertragen. So sprechet nun zu ihnen also: Die Gotter, so den Himmel und Erde nicht gemacht haben, müssen vertilget werden von der Erde und unter dem Himmel. Er aber hat die Erde durch seine Kraft gemacht und den Weltkreis bereitet durch seine Weisheit und den Himmel ausgebreitet durch seinen Verstand. Wenn er donnert, so ist des Wassers die Menge unter dem Himmel, und zeucht die Nebel auf vom Ende der Erde; er macht die Blitze im Regen und laßt den Wind kommen aus heimlichen Orten. Alle Menschen sind Narren mit ihrer Kunst, und alle Goldschmiede stehen mit Schanden mit ihren Bildern; denn ihre Gotzen sind Trugerei und haben kein Leben. Es ist eitel nichts und ein verfuhrerisch Werk; sie müssen umkommen, wenn sie heimgesucht werden. Aber also ist der nicht, der Jakobs Schatz ist; sondern er ist's, der alles geschaffen hat, und Israel ist sein Erbteil. Er heifit HERR Zebaoth. Tu dein Gewerbe weg aus dem Lande, die du wohnest in der festen Stadt! Denn so spricht der HERR: Siehe, ich will die Einwohner des Landes auf diesmal verschleudern und will sie angsten, daß sie es fühlen sollen. Ach, meines Jammers und Herzeleids! Ich denke aber: Es ist meine Plage, ich muli sie leiden. Meine Hutte ist zerstoret, und alle meine Seile sind zerrissen. Meine Kinder sind weg und nicht mehr vorhanden. Niemand richtet meine Hutte wieder auf, und mein Gezelt schlagt niemand wieder auf. Denn die Hirten sind zu Narren worden und fragen nach dem HERRN nicht; darum konnen sie auch nichts Rechtes lehren, sondern alle Herden sind zerstreuet. Siehe, es kommt ein Geschrei daher und ein groß Beben aus dem Lande von Mitternacht, daß die Stadte Judas verwüstet und zur Drachenwohnung werden sollen. Ich weiß, HERR, daß des Menschen Tun stehet nicht in seiner Gewalt und stehet in niemands Macht, wie er wandele Oder seinen Gang richte. Zuchtige mich, HERR, doch mit Maße und nicht in deinem Grimm, auf daß du mich nicht aufreibest! Schutte aber deinen Zorn uber die Heiden, so dich nicht kennen, und uber die Geschlechter, so deinen Namen nicht anrufen. Denn sie haben Jakob aufgefressen und verschlungen; sie haben ihn aufgeraumet und seine Wohnung verwüstet.

Evening Prayer — Second Lesson

1 Timothy 6

Die Knechte, so unter dem Joch sind, sollen ihre Herren aller Ehren wert halten, auf daß nicht der Name Gottes und die Lehre verlastert werde. Welche aber glaubige Herren haben, sollen dieselbigen nicht verachten (mit dem Schein), daß sie Bruder sind, sondern sollen vielmehr dienstbar sein, dieweil sie glaubig und geliebt und der Wohltat teilhaftig sind. Solches lehre und ermahne! So jemand anders lehret und bleibet nicht bei den heilsamen Worten unsers Herrn Jesu Christi und bei der Lehre von der Gottseligkeit, der ist verdustert und weift nichts, sondern ist seuchtig in Fragen und Wortkriegen, aus welchen entspringet Neid, Hader, Lasterung, boser Argwohn, Schulgezanke solcher Menschen, die zerruttete Sinne haben und der Wahrheit beraubt sind, die da meinen, Gottseligkeit sei ein Gewerbe. Tue dich von solchen! Es ist aber ein grolier Gewinn, wer gottselig ist und lasset sich genugen. Denn wir haben nichts in die Welt gebracht, darum offenbar ist, wirwerden auch nichts hinausbringen. Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so lasset uns begnugen. Denn die da reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Stricke und viel torichter und schadlicher Lüste, welche versenken die Menschen ins Verderben und Verdammnis. Denn Geiz ist eine Wurzel alles Ubels, welches hat etliche gelustet, und sind vom Glauben irregegangen und machen sich selbst viel Schmerzen, Aber du, Gottesmensch, flieh solches! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Gottseligkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut. Kampfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, dazu du auch berufen bist und bekannt hast ein gut Bekenntnis vor vielen Zeugen. Ich gebiete dir vor Gott, der alle Dinge lebendig macht, und vor Christo Jesu, der unter Pontius Pilatus bezeuget hat ein gut Bekenntnis, daß du haltest das Gebot ohne Flecken, untadelig, bis auf die Erscheinung unsers Herm Jesu Christi, welche wird zeigen zu seiner Zeit der Selige und allein Gewaltige, der Konig alter Konige, und Herr aller Herren, der allein Unsterblichkeit hat; der da wohnet in einem Licht, da niemand zukommen kann; welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann: dem sei Ehre und ewiges Reich! Amen. Den Reichen von dieser Welt gebeut, daß sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den ungewissen Reichtum, sondern auf den lebendigen Gott, der uns dar gibt reichlich, allerlei zu genielien, daß sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, behilflich seien, Schatze sammeln, sich selbst einen guten Grund aufs Zukunftige, daß sie ergreifen das ewige Leben. 0 Timotheus, bewahre, was dir vertrauet ist, und meide die ungeistlichen losen Geschwatze und das Gezanke der falschberuhmten Kunst, welche etliche vorgeben und fehlen des Glaubens. Die Gnade sei mir dir! Amen. Der zweite Brief des Paulus an Timotheus

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