Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

Morning Prayer — First Lesson

2 Kings 18

Im dritten Jahr Hoseas, des Sohns Elas, des Konigs Israels, ward Konig Hiskia, der Sohn Ahas des Konigs Judas. Und war funfundzwanzig Jahre alt, da er Konig ward, und regierete neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieft Abi, eine Tochter Sacharjas. Und tat, was dem HERRN wohlgefiel, wie sein Vater David. Er tat ab die Hohen und zerbrach die Saulen und rottete die Haine aus und zerstieft die eherne Schlange, die Mose gemacht hatte; denn bis zu der Zeit hatten ihr die Kinder Israel gerauchert, und man hieft sie Nehusthan. Ervertrauete dem HERRN, dem Gott Israels, daß nach ihm seinesgleichen nicht war unter alien Konigen Judas, noch vor ihm gewesen. Er hing dem HERRN an und wich nicht hinten von ihm ab und hielt seine Gebote, die der HERR Mose geboten hatte. Und der HERR war mit ihm; und wo erauszog, handelte er kluglich. Dazu ward er abtrunnig vom Konige zu Assyrien und war ihm nicht untertan. Er schlug auch die Philister bis gen Gasa und ihre Grenze, von den Schlossern an bis an die festen Stadte. Im vierten Jahr Hiskias, des Konigs Judas (das war das siebente Jahr Hoseas, des Sohns Elas, des Konigs Israels), da zog Salmanesser, der Konig zu Assyrien, herauf wider Samaria und belagerte sie; und gewann sie nach dreien Jahren, im sechsten Jahr Hiskias; das ist, im neunten Jahr Hoseas, des Konigs Israels, da ward Samaria gewonnen. Und der Konig zu Assyrien fuhrete Israel weg gen Assyrien und setzte sie zu Halah und Habor, am Wasser Gosan, und in die Stadte der Meder, darum daß sie nicht gehorchet hatten der Stimme des HERRN, ihres Gottes, und ubergangen hatten seinen Bund und alies, was Mose, der Knecht des HERRN, geboten hatte; der hatten sie keinem gehorchet noch getan. Im vierzehnten Jahr aber des Konigs Hiskia zog herauf Sanherib, der Konig zu Assyrien, wider alle festen Stadte Judas und nahm sie ein. Da sandte Hiskia, der Konig Judas, zum Konige von Assyrien gen Lachis und lieft ihm sagen: Ich habe mich versundiget, kehre urn von mir; was du mir auflegest, will ich tragen. Da legte der Konig von Assyrien auf Hiskia, dem Konige Judas, dreihundert Zentner Silbers und dreiftig Zentner Goldes. Also gab Hiskia all das Silber, das im Hause des HERRN und in den Schatzen des Konigshauses funden ward. Zur selbigen Zeit zerbrach Hiskia, der Konig Judas, die Türen am Tempel des HERRN und die Bleche, die er selbst hatte uberziehen lassen, und gab sie dem Konige von Assyrien. Und der Konig von Assyrien sandte Tharthan und den Erzkammerer und den Rabsake von Lachis zum Konige Hiskia mit grafter Macht gen Jerusalem; und sie zogen herauf. Und da sie hinkamen, hielten sie an der Wassergrube bei dem obern Teich, der da liegt an der Strafte auf dem Acker des Walkmüllers. Und rief dem Konige. Da kam heraus zu ihnen Eliakim, der Sohn Hilkias, der Hofmeister, und Sebena, der Schreiber, und Joah, der Sohn Assaphs, der Kanzler. Und der Erzschenke sprach zu ihnen: Lieber, sagt dem Konige Hiskia: So spricht der grofte Konig, der Konig von Assyrien: Was ist das fur ein Trotz, darauf du dich verlassest? Meinest du, es sei noch Rat und Macht zu streiten? Worauf verlassest du denn nun dich, daß du abtrunnig von mir bist worden? Siehe, verlassest du dich auf diesen zerstoftenen Rohrstab, auf Agypten? welcher, so sich jemand drauf lehnet, wird er ihm in die Hand gehen und sie durchbohren. Also ist Pharao, der Konig in Agypten, alien, die sich auf ihn verlassen. Ob ihr aber wolltet zu mir sagen: Wir verlassen uns auf den HERRN, unsern Gott, ist's denn nicht der, des Hohen und Altare Hiskia hat abgetan und gesagt zu Juda und Jerusalem: Vor diesem Altar, der zu Jerusalem ist, sollt ihr anbeten? Nun gelobe meinem Herrn, dem Konige von Assyrien; ich will dir zweitausend Rosse geben, daß du mogest Reiter dazu geben. Wie willst du denn bleiben vor dem geringsten Herrn, einem meines Herrn Untertanen, und verlassest dich auf Agypten urn der Wagen und Reiter willen? Meinest du aber, ich sei ohne den HERRN heraufgezogen, daß ich diese Statte verderbete? Der HERR hat mich's geheilien: Zeuch hinauf in dies Land und verderbe es! Da sprach Eliakim, derßohn Hilkias, und Sebena und Joah zum Erzschenken: Rede mit deinen Knechten auf syrisch, denn wir verstehen es; und rede nicht mit uns auf judisch vor den Ohren des Volks, das auf der Mauer ist. Aber der Erzschenke sprach zu ihnen: Hat mich denn mein Herrzu deinem Herrn oderzu dirgesandt, daß ich solche Worte rede? Ja zu den Mannern, die auf der Mauer sitzen, daß sie mit euch ihren eigenen Mist fressen und ihren Ham saufen. Also stund der Erzschenke und rief mit lauter Stimme auf judisch; und redete und sprach: Horet das Wort des grolien Konigs, des Konigs von Assyrien! So spricht der Konig: Lalit euch Hiskia nicht aufsetzen; denn ervermag euch nicht zu erretten von meiner Hand. Und lalit euch Hiskia nicht vertrosten auf den HERRN, daß er saget Der HERR wird uns erretten, und diese Stadt wird nicht in die Hande des Konigs von Assyrien gegeben werden! Gehorchet Hiskia nicht! Denn so spricht der Konig von Assyrien: Nehmet an meine Gnade und kommet zu mir heraus, so soil jedermann seines Weinstocks und seines Feigenbaums essen und seines Brunnens trinken, bis ich komme und hole euch in ein Land, das eurem Lande gleich ist, da Korn, Most, Brot, Weinberge, Olbaume, 01 und Honig innen ist; so werdet ihr leben bleiben und nicht sterben. Gehorchet Hiskia nicht; denn er verfuhret euch, daß er spricht: Der HERR wird uns erretten. Haben auch die Gotter der Heiden ein jeglicher sein Land errettet von der Hand des Konigs von Assyrien? Wo sind die Gotter zu Hemath und Arphad? Wo sind die Gotter zu Sepharvaim, Hena und Iwa? Haben sie auch Samaria errettet von meiner Hand? Wo ist ein Gott unter aller Lande Gottern, die ihr Land haben von meiner Hand errettet, daß der HERR sollte Jerusalem von meiner Hand erretten? Das Volk aber schwieg stille und antwortete ihm nichts; denn der Konig hatte geboten und gesagt: Antwortet ihm nichts! Da kam Eliakim, derßohn Hilkias, der Hofmeister, und Sebena, der Schreiber, und Joah, der Sohn Assaphs, der Kanzler, zu Hiskia mit zerrissenen Kleidern und sagten ihm an die Worte des Erzschenken.

Morning Prayer — Second Lesson

Matthew 14

Zu der Zeit kam das Gerucht von Jesu vor den Vierfürsten Herodes. Und er sprach zu seinen Knechten: Dieser ist Johannes der Taufer; er ist von den Toten auferstanden, darum tut er solche Taten. Denn Herodes hatte Johannes gegriffen, gebunden und in das Gefangnis gelegt von wegen der Herodias, seines Bruders Philippus Weib. Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: Es ist nicht recht, daß du sie habest. Und er hatte ihn gerne getotet, furchtete sich aber vor dem Volk; denn sie hielten ihn fur einen Propheten. Da aber Herodes seinen Jahrestag beging, da tanzte die Tochter der Herodias vor ihnen. Das gefiel Herodes wohl. Darum verhieß, er ihr mit einem Eide, er wollte ihr geben, was sie fordern würde. Und als sie zuvor von ihrer Mutter zugerichtet war, sprach sie: Gib mir her auf einer Schussel das Haupt Johannes des Taufers! Und der Konig ward traurig; doch um des Eides willen und derer, die mit ihm zu Tische salten, befahl er's ihrzu geben. Und schickte hin und enthauptete Johannes im Gefangnis. Und sein Haupt ward hergetragen in einer Schussel und dem Magdlein gegeben; und sie brachte es ihrer Mutter. Da kamen seine Jünger und nahmen seinen Leib und begruben ihn und kamen und verkundigten das Jesu. Da das Jesus horete, wich ervon dannen auf einem Schiff in eine Wüste allein. Und da das Volk das horete, folgte es ihm nach zu Fu(S aus den Stadten. Und Jesus ging hervor und sah das groiße Volk; und esjammerte ihn derselbigen und heilete ihre Kranken. Am Abend aber traten seine Junger zu ihm und sprachen: Dies ist eine Wüste, und die Nacht fallt daher; laß das Volk von dir, dafi sie hin in die Markte gehen und ihnen Speise kaufen. Aber Jesus sprach zu ihnen: Es ist nicht not, daß sie hingehen; gebt ihr ihnen zu essen! Sie sprachen: Wir haben hier nichtsdenn fünf Brote und zwei Fische. Und er sprach: Bringet mir sie her! Und er hieli das Volk sich lagern auf das Gras und nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah auf gen Himmel und dankte und brach's und gab die Brote den Jüngern, und die Junger gaben sie dem Volk. Und sie alien alle und wurden satt und huben auf, was übrigblieb von Brocken, zwolf Korbe voll. Die aber gegessen hatten, derwaren bei fünftausend Mann ohne Weiber und Kinder. Und alsbald trieb Jesus seine Jünger, daß sie in das Schiff traten und vor ihm herüberfuhren, bis er das Volk von sich lielie. Und da er das Volk von sich gelassen hatte, stieg er auf einen Berg alleine, daß er betete. Und am Abend war er alleine daselbst. Und das Schiff war schon mitten, auf dem Meer und litt Not von den Wellen; denn der Wind war ihnen wider. Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem Meer. Und da ihn die Jünger sahen auf dem Meer gehen, erschraken sie und sprachen: Es istein Gespenst! und schrieen vor Furcht. Und alsbald redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin's; fürchtet euch nicht! Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so heili mich zu dir kommen auf dem Wasser. Und er sprach: Komm her! Und Petrus trat aus dem Schiff und ging auf dem Wasser, dafi er zu Jesu kame. Er sah aber einen starken Wind. Da erschrak er und hub an zu sinken, schrie und sprach: Herr, hilf mir! Jesus aber reckte bald die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: O du Kleinglaubiger, warum zweifeltest du? Und sie traten in das Schiff, und der Wind legte sich. Die aber im Schiff waren, kamen und fielen vor ihm nieder und sprachen: Du bistwahrlich Gottes Sohn. Und sie schifften hinüber und kamen in das Land Genezareth. Und da die Leute am selbigen Ort sein gewahr wurden, schickten sie aus in das ganze Land umher und brachten allerlei Ungesunde zu ihm und baten ihn, dafi sie nur seines Kleides Saum anruhreten. Und alle, die da anruhreten, wurden gesund.

Evening Prayer — First Lesson

2 Kings 19

Da der Konig Hiskia das horete, zerrift er seine Kleider und legte einen Sack an und ging in das Haus des HERRN. Und sandte Eliakim, den Hofmeister, und Sebena, den Schreiber, samt den altesten Priestern, mit Sacken angetan, zu dem Propheten Jesaja, dem Sohn Amoz. Und sie sprachen zu ihm: So sagt Hiskia: Das ist ein Tag der Not und Scheltens und Lasterns; die Kinder sind kommen an die Geburt, und ist keine Kraft da zu gebaren. Ob vielleicht der HERR, dein Gott, horen wollte alle Worte des Erzschenken, den sein Herr, der Konig von Assyrien, gesandt hat, Hohn zu sprechen dem lebendigen Gott und zu schelten mit Worten, die der HERR, dein Gott, gehoret hat. So hebe dein Gebet auf fur die ubrigen, die noch vorhanden sind. Und da die Knechte des Konigs Hiskia zu Jesaja kamen, sprach Jesaja zu ihnen: So saget eurem Herrn: So spricht der HERR: Furchte dich nicht vor den Worten, die du gehoret hast, damit mich die Knaben des Konigs von Assyrien gelastert haben. Siehe, ich will ihm einen Geist geben, daß er ein Gerucht horen wird und wieder in sein Land ziehen; und will ihn durchs Schwert fallen in seinem Lande. Und da der Erzschenke wiederkam, fand er den Konig von Assyrien streiten wider Libna; denn er hatte gehoret, daß er von Lachis gezogen war. Und da er horete von Thirhaka, dem Konige der Mohren: Siehe, er ist ausgezogen, mit dir zu streiten, wandte er urn und sandte Boten zu Hiskia und lieft ihm sagen: So saget Hiskia, dem Konige Judas: Laft dich deinen Gott nicht aufsetzen, auf den du dich verlassest, und sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hande des Konigs von Assyrien gegeben werden. Siehe, du hast gehoret, was die Konige von Assyrien getan haben alien Landen und sie verbannet; und du solltest errettet werden? Haben der Heiden Gotter auch sie errettet, welche meine Vater haben verderbet: Gosan, Haran, Rezeph und die Kinder Edens, die zu Thelassar waren? Wo ist der Konig zu Hemath, der Konig zu Arphad und der Konig der Stadt Sepharvaim, Hena und Iwa? Und da Hiskia die Briefe von den Boten empfangen und gelesen hatte, ging er hinauf zum Hause des HERRN und breitete sie aus vor dem HERRN. Und betete vor dem HERRN und sprach: HERR, Gott Israels, derdu uber Cherubim sitzest, du bist allein Gott unter alien Konigreichen auf Erden, du hast Himmel und Erde gemacht. HERR, neige deine Ohren und hore, tu deine Augen auf und siehe, und hore die Worte Sanheribs, der hergesandt hat, Hohn zu sprechen dem lebendigen Gott. Es istwahr, HERR, die Konige von Assyrien haben die Heiden mitdem Schwert umgebracht und ihr Land und haben ihre Gotter ins Feuer geworfen. Denn es waren nicht Gotter, sondern Menschenhande Werk, Holz und Steine; darum haben sie sie umgebracht. Nun aber, HERR, unserßott, hilfunsaus seiner Hand, auf daß alle Konigreiche auf Erden erkennen, daß du, HERR, allein Gott bist. Da sandte Jesaja, der Sohn Amoz, zu Hiskia und liefi ihm sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Was du zu mir gebetet hast urn Sanherib, den Konig von Assyrien, das habe ich gehoret. Das ist's, das der HERR wider ihn geredet hat: Die Jungfrau, die Tochter Zion, verachtet dich und spottet dein; die Tochter Jerusalem schuttelt ihr Haupt dir nach. Wen hast du gehohnet und gelastert? Uber wen hast du deine Stimme erhoben? Du hast deine Augen erhoben wider den Heiligen in Israel. Du hast den HERRN durch deine Boten gehohnet und gesagt: Ich bin durch die Menge meiner Wagen auf die Hohe der Berge gestiegen, auf den Seiten des Libanon; ich habe seine hohen Zedern und auserlesenen Tannen abgehauen und bin kommen an die aufterste Herberge des Waldes seines Karmels; ich habe gegraben und ausgetrunken die fremden Wasser und habe vertrocknet mit meinen Fuftsohlen die Seen. Hast du aber nicht gehoret, daß ich solches lange zuvor getan habe, und von Anfang habe ich's bereitet? Nun, jetzt aber habe ich's kommen lassen, daß feste Stadte würden fallen in einen wüsten Steinhaufen, und die drinnen wohnen, mattwerden und sich furchten und schamen müftten und werden wie das Gras auf dem Felde und wie das grune Kraut zum Heu auf den Dachern, das verdorret, ehe denn es reif wird. Ich weift dein Wohnen, dein Aus- und Einziehen, und daß du tobest wider mich. Weil du denn wider mich tobest, und dein Gbermut vor meine Ohren heraufkommen ist, so will ich dir einen Ring an deine Nase legen und ein Gebift in dein Maui und will dich den Weg wiederum fuhren, da du herkommen bist. Und sei dir ein Zeichen: In diesem Jahr ift, was zertreten ist; im andern Jahr, was selber wachst; im dritten Jahr saet und erntet und pflanzet Weinberge und esset ihre Fruchte. Und die Tochter Juda, die errettet und uberblieben ist, wird fürder unter sich wurzeln und uber sich Frucht tragen. Denn von Jerusalem werden ausgehen, die uberblieben sind, und die Erretteten vom Berge Zion. Der Eifer des HERRN Zebaoth wird solches tun. Darum spricht der HERR vom Konige zu Assyrien also: Er soil nicht in diese Stadt kommen und keinen Pfeil drein schieften und kein Schild davor kommen und soli keinen Wall drum schütten, sondern ersoll den Weg wiederum ziehen, den er kommen ist, und soil in diese Stadt nicht kommen; der HERR sagtes. Und ich will diese Stadt beschirmen, daß ich ihr helfe urn meinetwillen und urn Davids, meines Knechts, willen. Und in derselben Nacht fuhr aus der Engel des HERRN und schlug im Lager von Assyrien hundertundfunfundachtzigtausend Mann. Und da sie sich des Morgens fruhe aufmachten, siehe, da lag es alles eitel tote Leichname. Also brach Sanherib, der Konig von Assyrien, auf und zog weg und kehrete urn; und blieb zu Ninive. Und da eranbetete im Hause Nisrochs, seines Gottes, schlugen ihn mit dem Schwert Adramelech und Sarezer, seine Sohne; und sie entrannen ins Land Ararat. Und sein Sohn Assar-Haddon ward Konig an seiner Statt.

Evening Prayer — Second Lesson

Romans 14

Den Schwachen im Glauben nehmet auf und verwirret die Gewissen nicht. Einer glaubt, er moge allerlei essen; welcher aber schwach ist, der isset Kraut. Welcher isset, der verachte den nicht, der da nicht isset; und welcher nicht isset, der richte den nicht, der da isset; denn Gott hat ihn aufgenommen. Wer bist du, daß du einen fremden Knecht richtest? Er stehet Oder fallet seinem Herrn. Er mag aber wohl aufgerichtet werden; denn Gott kann ihn Wohl aufrichten. Einer halt einen Tag vor dem andern; der andere aber halt alle Tage gleich. Ein jeglicher sei seiner Meinung gewifi. Welcher auf die Tage halt, der tut's dem Herrn; und welcher nichts darauf halt, der tut's auch dem Herrn. Welcher isset, der isset dem Herrn; denn er danket Gott. Welcher nicht isset, der isset dem Herrn nicht und danket Gott. Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum, wir leben Oder sterben, so sind wir des Herrn. Denn dazu ist Christus auch gestorben und auferstanden und wieder lebendig worden, daß er fiber Tote und Lebendige Herr sei. Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du anderer, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor dem Richterstuhi Christi dargestellt werden, nachdem geschrieben stehet: So wahr ais ich lebe, spricht der Herr, mir sollen alle Kniee gebeuget werden, und alle Zungen sollen Gott bekennen. So wird nun ein jeglicher fur sich selbst Gott Rechenschaft geben. Darum lasset uns nicht mehr einer den andern richten, sondern das richtet vielmehr, daß niemand seinem Bruder einen Anstoü Oder Argernis darstelle. Ich weili und bin's gewifi in dem Herrn Jesu, daß nichts gemein ist an sich selbst; ohne der es rechnet fur gemein, demselbigen ist's gemein. So aber dein Bruder uber deine Speise betrubet wird, so wandelst du schon nicht nach der Liebe. Lieber, verderbe den nicht mit deiner Speise, um welchen willen Christus gestorben ist! Darum schaffet, daß euer Schatz nicht verlastert werde! Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem Heiligen Geiste. Wer darinnen Christo dienet, der ist Gott gefallig und den Menschen wert. Darum lasset uns dem nachstreben, was zum Frieden dienet, und was zur Besserung untereinander dienet. Lieber, verstore nicht um der Speise willen Gottes Werk! Es ist zwar alles rein, aber es ist nicht gut dem, der es isset mit einem Anstoß seines Gewissens. Es ist besser, du essest kein Fleisch und trinkest keinen Wein Oder das, daran sich dein Bruder stoßet Oder argert Oder schwach wird. Hast du den Glauben, so habe ihn bei dir selbst vor Gott. Selig ist, der sich selbst kein Gewissen macht in dem, was er annimmt. Wer aber daruber zweifelt und isset doch, der ist verdammt; denn es gehet nicht aus dem Glauben. Was aber nicht aus dem Glauben gehet, das ist Sünde.

Readings follow the 1662 Book of Common Prayer (public domain). Scripture text is in the public domain. (Luther Bibel)

Today's readings, every morning

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