Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Morgengebet — Erste Lesung

2. Mose 22

Wenn ein Dieb ergriffen wird, daß er einbricht, und wird drob geschlagen, daß er stirbt, so soil man kein Blutgericht uber jenen lassen gehen. Ist aber die Sonne uber ihm aufgegangen, so soil man das Blutgericht gehen lassen. Es soil aber ein Dieb wiedererstatten. Hat er nichts, so verkaufe man ihn urn seinen Diebstahl. Findet man aber bei ihm den Diebstahl lebendig, es sei Ochse, Esel Oder Schaf, so soil er's zwiefaltig wiedergeben. Wenn jemand einen Acker Oder Weinberg beschadiget, daß er sein Vieh lasset Schaden tun in eines andern Acker, der soil von dem Besten auf seinem Acker und Weinberge wiedererstatten. Wenn ein Feuer auskommt und ergreift die Dornen und verbrennet die Garben Oder Getreide, das noch stehet, Oder den Acker, so soil der wiedererstatten, der das Feuer angezundet hat. Wenn jemand seinem Nachsten Geld Oder Gerate zu behalten tut, und wird demselbigen aus seinem Hause gestohlen: findet man den Dieb, so soil er's zwiefaltig wiedergeben. Findet man aber den Dieb nicht, so soli man den Hauswirt vor die Gotter bringen, ob er nicht seine Hand habe an seines Nachsten Habe gelegt. Wo einerden andern schuldiget urn einigerlei Unrecht, es sei urn Ochsen Oder Esel Oder Schaf Oder Kleider Oder allerlei, das verloren ist, so sollen beider Sachen vor die Gotter kommen. Welchen die Gotter verdammen, der soil's zwiefaltig seinem Nachsten wiedergeben. Wenn jemand seinem Nachsten einen Esel Oder Ochsen Oder Schaf Oder irgend ein Vieh zu behalten tut, und stirbt ihm, Oder wird beschadiget, Oder wird ihm weggetrieben, daß es niemand siehet, so soil man's unter ihnen auf einen Eid bei dem HERRN kommen lassen, ob er nicht habe seine Hand an seines Nachsten Habe gelegt; und des Guts Herr soil's annehmen, daß jener nicht bezahlen musse. Stiehlt es ihm aber ein Dieb, so soil er's seinem Herm bezahlen. Wird es aberzerrissen, so soil er Zeugnis davon bringen und nicht bezahlen. Wenn es jemand von seinem Nachsten entlehnet, und wird beschadiget Oder stirbt, daß sein Herr nicht dabei ist, so soil er's bezahlen. Ist aber sein Herr dabei, so soil er's nicht bezahlen, so er's urn sein Geld gedinget hat. Wenn jemand eine Jungfrau beredet, die noch nicht vertrauet ist, und beschlaft sie, der soil ihr geben ihre Morgengabe und sie zum Weibe haben. Weigertsich aber ihr Vater, sie ihm zu geben, so soil er Geld darwagen, wieviel einer Jungfrau zur Morgengabe gebuhrt. Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen. Wer ein Vieh beschlaft, der soil des Todes sterben. Wer den Gottern opfert, ohne dem HERRN allein, der sei verbannet, Die Fremdlinge sollst du nicht schinden noch unterdrucken; denn ihrseid auch Fremdlinge in Agyptenland gewesen. Ihr sollt keine Witwen und Waisen beleidigen. Wirst du sie beleidigen, so werden sie zu mir schreien, und ich werde ihr Schreien erhoren; so wird mein Zorn ergrimmen, daß ich euch mit dem Schwert tote und eure Weiber Witwen und eure Kinder Waisen werden. Wenn du Geld leihest meinem Volk, das arm ist bei dir, sollst du ihn nicht zu Schaden dringen und keinen Wucher auf ihn treiben. Wenn du von deinem Nachsten ein Kleid zum Pfande nimmst, sollst du es ihm wiedergeben, ehe die Sonne untergehet. Denn sein Kleid ist seine einige Decke seiner Haut, darin er schlaft. Wird er aber zu mir schreien, so werde ich, ihn erhoren; denn ich bin gnadig. Den Gottern sollst du nicht fluchen und den Obersten in deinem Volk sollst du nicht lastern. Deine Fulle und Tranen sollst du nicht verziehen. Deinen ersten Sohn sollst du mir geben. So sollstdu auch tun mit deinem Ochsen und Schaf. Sieben Tage laß, es bei seiner Mutter sein, am achten Tage sollst du mir's geben. Ihr sollt heilige Leute vor mir sein: darum sollt ihr kein Fleisch essen, das auf dem Felde von Tieren zerrissen ist, sondern vor die Hunde werfen.

Morgengebet — Zweite Lesung

Markus 8

Zu der Zeit, da viel Volks da war und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Mich jammed des Volks; denn sie haben nun drei Tage bei mir beharret und haben nichts zu essen; und wenn ich sie ungegessen von mir heim lielie gehen, würden sie auf dem Wege verschmachten. Denn etliche waren von feme kommen. Seine Junger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der Wuste, daß wir sie sattigen? Und er fragte sie: Wieviel habt ihr Brots? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brote und dankete und brach sie und gab sie seinen Jungern, daß sie dieselbigen vorlegten; und sie legten dem Volk vor. Und hatten ein wenig Fischlein; und erdankte und hiefi dieselbigen auch vortragen. Sie alien aber und wurden satt und huben die ubrigen Brocken auf, sieben Korbe. Und ihrer war bei viertausend, die da gegessen hatten; und er lieli sie von sich. Und alsbald trater in ein Schiff mit seinen Jungern und kam in die Gegend Dalmanuthas. Und die Pharisaer gingen heraus und fingen an, sich mit ihm zu befragen, versuchten ihn und begehrten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Und er seufzete in seinem Geist und sprach: Was sucht doch dies Geschlecht Zeichen? Wahrlich, ich sage euch, es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben. Und er lieli sie und tratwiederum in das Schiff und fuhr heruber. Und sie hatten vergessen, Brot mit sich zu nehmen, und hatten nicht mehr mit sich im Schiff denn ein Brot. Und er gebot ihnen und sprach: Schauet zu und sehet euch vor vor dem Sauerteig der Pharisaer und vor dem Sauerteig Herodes! Und sie gedachten hin und wieder und sprachen untereinander: Das ist's, daß wir nicht Brot haben. Und Jesus vernahm das und sprach zu ihnen: Was bekümmert ihr euch doch, daß ihr nicht Brot habt? Vernehmet ihr noch nichts und seid noch nicht verstandig? Habt ihr noch ein verstarret Herz in euch? Habt Augen und sehet nicht und habt Ohren und horet nicht und denket nicht daran, da ich fünf Brote brach unter funftausend, wieviel Korbe voll Brocken hubet ihr da auf? Sie sprachen: Zwdlf. Da ich aber die sieben brach unter die viertausend, wieviel Korbe voll Brocken hubet ihr da auf? Sie sprachen: Sieben. Und er sprach zu ihnen: Wie vernehmet ihr denn nichts? Und er kam gen Bethsaida. Und sie brachten zu ihm einen Blinden und baten ihn, daß er ihn anruhrete. Und er nahm den Blinden bei der Hand und fuhrete ihn hinaus vor den Flecken und sputzete in seine Augen und legte seine Hande auf ihn, und fragte ihn, ob er etwas sahe. Und er sah auf und sprach: Ich sehe Menschen gehen, als sahe ich Baume. Danach legte er abermal die Hande auf seine Augen und hieli ihn abermal sehen; und erward wieder zurechtgebracht, daß er alles scharf sehen konnte. Und erschickte ihn heim und sprach: Gehe nicht hinein in den Flecken und sage es auch niemand drinnen. Und Jesus ging aus und seine Junger in die Markte der Stadt Casarea - Philippi. Und auf dem Wege fragte er seine Junger und sprach zu ihnen: Wer sagen die Leute, daß ich sei? Sie antworteten: Sie sagen, du seiest Johannes der Taufer; etliche sagen, du seiest Elia; etliche, du seiest der Propheten einer. Und er sprach zu ihnen: Ihr aber, wer sagt ihr, daß ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist Christus. Und er bedrauete sie, daß sie niemand von ihm sagen sollten. Und hub an, sie zu lehren: Des Menschen Sohn muli viel leiden und verworfen werden von den Altesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getotet werden und fiber drei Tage auferstehen. Und er redete das Wort frei offenbar. Und Petrus nahm ihn zu sich, fing an, ihm zu wehren. Er aber wandte sich urn und sah seine Junger an und bedrauete Petrus und sprach: Geh hinter mich, du Satan! Denn du meinest nicht, was gottlich, sondern was menschlich ist. Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jungern und sprach zu ihnen: Wer mir will nach folgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben will behalten der wird's verlieren; und wer sein Leben verlieret um meinet und des Evangeliums willen, der wird's behalten. Was hulfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewonne und nahme an seiner Seele Schaden? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele lose? Wer sich aber mein und meiner Worte schamet unterdiesem ehebrecherischen und sundigen Geschlecht, des wird sich auch des Menschen Sohn schamen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mitden heiligen Engeln.

Abendgebet — Erste Lesung

2. Mose 23

Du sollst falscher Anklage nicht glauben, daß du einem Gottlosen Beistand tust und ein falscher Zeuge seiest. Du sollst nicht folgen der Menge zum Bosen und nicht antworten vor Gericht, daß du der Menge nach vom Rechten weichest. Du sollst den Geringen nicht schmücken in seiner Sache. Wenn du deines Feindes Ochsen Oder Esel begegnest, daß er irret, so sollst du ihm denselben wieder zufuhren. Wenn du des, der dich hasset, Esel siehest unter seiner Last liegen, hute dich und lali ihn nicht, sondern versaume gerne das Deine, urn seinetwillen. Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seiner Sache. Sei feme von falschen Sachen. Den Unschuldigen und Gerechten sollstdu nicht erwurgen; denn ich lasse den Gottlosen nicht recht haben. Du sollst nicht Geschenke nehmen; denn Geschenke machen die Sehenden blind und verkehren die Sachen der Gerechten. Die Fremdlinge sollt ihr nicht unter, drncken; denn ihrwisset urn der Fremdlinge Herz, dieweil ihr auch seid Fremdlinge in Agyptenland gewesen. Sechs Jahre sollst du dein Land besaen und seine Fruchte einsammeln. Im siebenten Jahr sollst du es ruhen und liegen lassen, daß die Armen unter deinem Volk davon essen; und was uber bleibet, laft das Wild auf dem Felde essen. Also sollst du auch tun mit deinem Weinberge und Olberge. Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun, aberdes siebenten Tages sollst du feiern, auf daß dein Ochse und Esel ruhen und deiner Magd Sohn und Fremdling sich erquicken. Alles, was ich euch gesagt habe, das haltet. Und anderer Gotter Namen sollt ihr nicht gedenken, und aus eurem Munde sollen sie nicht gehoret werden. Dreimal sollt ihr mir Fest halten im Jahr. Namlich das Fest der ungesauerten Brote sollst du halten, daß du sieben Tage ungesauert Brot essest (wie ich dir geboten habe) um die Zeit des Monden Abib; denn in demselbigen bist du aus Agypten gezogen. Erscheinet aber nicht leer vor mir! Und das Fest der ersten Ernte der Fruchte, die du auf dem Felde gesaet hast. Und das Fest der Einsammlung im Ausgang des Jahrs, wenn du deine Arbeit eingesammelt hast vom Felde. Dreimal im Jahr sollen erscheinen vor dem HERRN, dem Herrscher, alle deine Mannsbilde. Du sollst das Blut meines Opfers nicht neben dem Sauerteig opfern, und das Fette von meinem Fest soil nicht bleiben bis auf morgen. Das Erstling von der ersten Frucht auf deinem Felde sollst du bringen in das Haus des HERRN, deines Gottes. Und sollst das Bocklein nicht kochen, dieweil es an seiner Mutter Milch ist. Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behute auf dem Wege und bringe dich an den Ort, den ich bereitet habe. Darum hute dich vor seinem Angesicht und gehorche seiner Stimme und erbittere ihn nicht; denn er wird euer Ubertreten nicht vergeben, und mein Name ist in ihm. Wirst du aber seine Stimme horen und tun alles, was ich dir sagen werde, so will ich deiner Feinde Feind und deiner Widerwartigen Widerwartiger sein. Wenn nun mein Engel vor dir hergehet und dich bringet an die Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Kanaaniter, Heviter und Jebusiter, und ich sie vertilge, so sollst du ihre Gotter nicht anbeten noch ihnen dienen und nicht tun, wie sie tun, sondern du sollst ihre Gotzen umreiften und zerbrechen. Aber dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheit von dir wenden. Und soil nichts Untrachtiges noch Unfruchtbares sein in deinem Lande, und will dich lassen alt werden. Ich will mein Schrecken vor dir hersenden und alles Volk verzagt machen, dahin du kommst; und will dir geben alle deine Feinde in die Flucht. Ich will Hornissen vor dir hersenden, die vor dir her ausjagen die Heviter, Kanaaniter und Hethiter. Ich will sie nicht auf ein Jahr ausstoften vor dir, auf daß nicht das Land wuste werde, und sich wilde Tiere wider dich mehren. Einzeln nacheinander will ich sie vor dir her ausstoften, bis daß du wachsest und das Land besitzest. Und will deine Grenze setzen das Schilfmeer und das Philistermeer und die Wuste bis an das Wasser. Denn ich will dir in deine Hand geben die Einwohner des Landes, daß du sie sollst ausstoften vor dir her. Du sollst mit ihnen Oder mit ihren Gottern keinen Bund machen, sondern laft sie nicht wohnen in deinem Lande, daß sie dich nicht verfuhren wider mich. Denn wo du ihren Gottern dienest, wird dir's zum Argernis geraten.

Abendgebet — Zweite Lesung

2. Korinther 4

Darum, dieweil wir ein solch Amt haben, nachdem uns Barmherzigkeit widerfahren ist, so werden wir nicht müde sondern meiden auch heimliche Schande und gehen nicht mit Schalkheit urn, falschen auch nicht Gottes Wort, sondern mit Offenbarung der Wahrheit und beweisen unswohl gegen alter Menschen Gewissen vor Gott. Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist's in denen, die verloren werden, verdeckt, bei welchen der Gott dieser Welt der Unglaubigen Sinn verblendet hat, dad sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes. Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesum Christ, daß er sei der Herr, wir aber eure Knechte urn Jesu willen. Denn Gott, der da hied das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, dafi (durch uns) entstunde die Erleuchtung von der Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christi. Wir haben aber solchen Schatz in irdischen Gefaden, auf dad die uberschwengliche Kraft sei Gottes und nicht von uns. Wir haben allenthalben Trubsal, aber wir angsten uns nicht; uns ist bange, aber wir verzagen nicht; wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen; wir werden unterdruckt, aber wir kommen nicht urn. Und tragen urn allezeit das Sterben des Herrn Jesu an unserm Leibe, auf dad auch das Leben des Herrn Jesu an unserm Leibe offenbarwerde. Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben urn Jesu willen, auf dad auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen Fleische. Darum so ist nun der Tod machtig in uns, aber das Leben in euch. Dieweil wir aber denselbigen Geist des Glaubens haben (nachdem geschrieben stehet: Ich glaube, darum rede ich), so glauben wir auch, darum so reden wir auch und wissen, dad der, so den Herrn Jesum hat auferweckt, wird uns auch auferwecken durch Jesum und wird uns darstellen samt euch. Denn es geschiehet alles urn euretwillen, auf dad die uberschwengliche Gnade durch vieler Danksagen Gott reichlich preise. Darum werden wir nicht müde, sondern ob unser auderlicher Mensch verweset, so wird doch der innerliche von Tag zu Tag erneuert. Denn unsere Trubsal, die zeitlich und leicht ist, schaffet eine ewige und uber alle Maden wichtige Herrlichkeit uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.

Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

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