Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Morgengebet — Erste Lesung

Amos 3

Horet, was der HERR mit euch redet, ihr Kinder Israel, namlich mit alien Geschlechtern, die ich aus Agyptenland gefuhret habe, und sprach: Aus alien Geschlechtern auf Erden hab ich allein euch erkannt; darum will ich auch euch heimsuchen in all eurer Missetat. Mogen auch zween miteinanderwandeln, sie seien denn eins untereinander? Brullet auch ein Lowe im Walde, wenn er keinen Raub hat? Schreiet auch ein junger Lowe aus seiner Hohle, er habe denn etwas gefangen? Fallt auch ein Vogel in den Strick auf der Erde, da kein Vogler ist? Hebt man auch den Strick auf von der Erde, der noch nichts gefangen hat? Blaset man auch die Posaune in einer Stadt, da sich das Volk davor nicht entsetze? Ist auch ein Unglück in der Stadt, das der HERR nicht tue? Denn der Herr HERR tut nichts, er offenbare denn sein Geheimnis den Propheten, seinen Knechten. Der Lowe brullet; wer sollte sich nicht furchten? Der Herr HERR redet; wer sollte nicht weissagen? Verkundiget in den Palasten zu Asdod und in den Palasten im Lande Agypten und sprechet: Sammelt euch auf die Berge Samaria und sehet, welch ein groß Zetergeschrei und Unrecht drinnen ist! Sie achten keines Rechten, spricht der HERR, sammeln Schatze von Frevel und Raube in ihren Palasten. Darum spricht der Herr HERR also: Man wird dies Land ringsumher belagern und dich von deiner Macht herunterreißen und deine Hauser plundern. So spricht der HERR: Gleichwie ein Hirt dem Lowen zwei Kniee Oder ein Ohrlapplein aus dem Maul reißet, also sollen die Kinder Israel herausgerissen werden, die zu Samaria wohnen und haben in der Ecke ein Bett und zu Damaskus eine Sponde. Horet und zeuget im Hause Jakobs, spricht der Herr HERR, der Gott Zebaoth. Denn zur Zeit, wenn ich die Sunde Israels heimsuchen werde, will ich die Altare zu Bethel heimsuchen und die Horner des Altars abbrechen, daß sie zu Boden fallen sollen. Und will beide, Winterhaus und Sommerhaus, schlagen; und sollen die elfenbeinernen Hauser untergehen und viel Hauser verderbet werden, spricht der HERR.

Morgengebet — Zweite Lesung

Lukas 23

Und der ganze Haufe stund auf und fuhreten ihn vor Pilatus und fingen an, ihn zu verklagen, und sprachen: Diesen finden wir, daß er das Volk abwendet und verbietet, den Schoß dem Kaiser zu geben, und spricht, er sei Christus, ein Konig. Pilatus aberfragte ihn und sprach: Bistdu der Juden Konig? Er antwortete ihm und sprach: Du sagest es. Pilatus sprach zu den Hohenpriestern und zum Volk: Ich finde keine Ursache an diesem Menschen. Sie aber hielten an und sprachen: Er hat das Volk erreget damit, daß er gelehret hat hin und her im ganzen judischen Lande, und hat in Galilaa angefangen bis hieher. Da aber Pilatus Galilaa horete, fragte er, ob er aus Galilaa ware, Und als er vernahm, daß er unter des Herodes Obrigkeit gehorete, ubersandte er ihn zu Herodes, welcher in denselbigen Tagen auch zu Jerusalem war. Da aber Herodes Jesum sah, ward er sehr froh, denn er hatte ihn langst gerne gesehen; denn er hatte viel von ihm gehoret und hoffete, er würde ein Zeichen von ihm sehen. Und er fragte ihn mancherlei; er antwortete ihm aber nichts. Die Hohenpriester aber und Schriftgelehrten stunden und verklagten ihn hart. Aber Herodes mit seinem Hofgesinde verachtete und verspottete ihn, legte ihm ein weili Kleid an und sandte ihn wieder zu Pilatus. Auf den Tag wurden Pilatus und Herodes Freunde miteinander; denn zuvor waren sie einander feind. Pilatus aber rief die Hohenpriester und die Obersten und das Volk zusammen und sprach zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als der das Volk abwende. Und siehe, ich habe ihn vor euch verhoret und finde an dem Menschen der Sachen keine, der ihr ihn beschuldiget. Herodes auch nicht; denn ich habe euch zu ihm gesandt, und siehe, man hat nichts auf ihn gebracht, was des Todeswertsei. Darum will ich ihn zuchtigen und loslassen. Denn ermutite ihnen einen nach Gewohnheit des Festes losgeben. Da schrie der ganze Haufe und sprach: Hinweg mit diesem und gib uns Barabbas los! welcher war urn eines Aufruhrs, so in der Stadt geschehen war, und urn eines Mords willen ins Gefangnis geworfen. Da rief Pilatus abermal ihnen zu und wollte Jesum loslassen. Sie riefen aber und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn! Er aber sprach zum drittenmal zu ihnen: Was hat denn dieser Ubels getan? Ich finde keine Ursache des Todes an ihm; darum will ich ihn zuchtigen und loslassen. Aber sie lagen ihm an mit großem Geschrei und forderten, daß er gekreuziget würde. Und ihr und der Hohenpriester Geschrei nahm uberhand. Pilatus aber urteilete, daß ihre Bitte geschahe, und ließ den los, der urn Aufruhrs und Mords willen war ins Gefangnis geworfen, urn welchen sie baten; aber Jesum ubergab er ihrem Willen. Und als sie ihn hinfuhreten, ergriffen sie einen, Simon von Kyrene, der kam vom Felde, und legten das Kreuz auf ihn, daß er's Jesu nachtruge. Es folgete ihm aber nach ein großer Haufe Volks und Weiber, die klageten und beweineten ihn. Jesus aber wandte sich urn zu ihnen und sprach: Ihr Tochter von Jerusalem, weinet nicht uber mich, sondern weinet über euch selbst und fiber eure Kinder. Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in welcher man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Brfiste, die nicht gesauget haben. Dann werden sie anfangen zu sagen zu den Bergen: Fallet über uns! und zu den Hugeln: Decket uns! Denn so man das tut am grunen Holz, was will am durren werden? Es wurden aber auch hingefuhrt zwei andere Ubeltater, dad sie mit ihm abgetan wurden. Und als sie kamen an die Statte die da heifit Schadelstatte, kreuzigten sie ihn daselbst und die Ubeltater mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken. Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht was sie tun. Und sie teileten seine Kleider und warfen das Los darum. Und das Volk stund und sah zu. Und die Obersten samt ihnen spotteten sein und sprachen: Er hat andern geholfen, er helfe sich selber, ist er Christ, der Auserwahlte Gottes! Es verspotteten ihn auch die Kriegsknechte, traten zu ihm und brachten ihm Essig und sprachen: Bistdu der Juden Konig, so hilf dir selber. Es war auch oben uber ihm geschrieben die Uberschrift mit griechischen und lateinischen und ebraischen Buchstaben: Dies ist der Juden Konig. Aber der Ubeltater einer, die da gehenkt waren, lasterte ihn und sprach: Bist du Christus, so hilf dir selbst und uns! Da antwortete der andere, strafte ihn und sprach: Und du furchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? Und zwar wir sind bilüg darinnen; denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt. Und sprach zu Jesu: Herr, gedenke an mich wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradies sein. Und es war urn die sechste Stunde. Und es ward eine Finsternis uber das ganze Land bis an die neunte Stunde. Und die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels zerrifi mitten entzwei. Und Jesus rief laut und sprach: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hande! Und als er das gesagt, verschied er. Da aber der Hauptmann sah, was da geschah; preisete er Gott und sprach: Fürwahr, dieser ist ein frommer Mensch gewesen! Und alles Volk, das dabei war und zusah, da sie sahen, was da geschah, schlugen sich an ihre Brust und wandten wieder urn. Es stunden aber alle seine Verwandten von feme und die Weiber, die ihm aus Galilaa waren nachgefolget, und sahen das alles. Und siehe, ein Mann mit Namen Joseph, ein Ratsherr, der war ein guter, frommer Mann; der hatte nicht bewilliget in ihren Rat und Handel; der war von Arimathia, der Stadt der Juden, der auch auf das Reich Gottes wartete: der ging zu Pilatus und bat urn den Leib Jesu und nahm ihn ab, wickelte ihn in Leinwand und legte ihn in ein gehauen Grab, darinnen niemand je gelegen war. Und es war der Rusttag, und der Sabbat brach an. Es folgeten aber die Weiber nach, die mit ihm kommen waren aus Galilaa, und beschaueten das Grab, und wie sein Leib gelegt ward. Sie kehreten aber urn und bereiteten Spezerei und Salben. Und den Sabbat uber waren sie stille nach dem Gesetz.

Abendgebet — Erste Lesung

Amos 5

Horet, ihr vom Hause Israel, dies Wort; denn ich muß dies Klagelied uber euch machen: Die Jungfrau Israel ist gefallen, daß sie nicht wieder aufstehen wird; sie ist zu Boden gestoßen, und ist niemand, der ihr aufhelfe. Denn so spricht der HERR Gott: Die Stadt, da tausend ausgehen, soil nur hundert ubrig behalten; und da hundert ausgehen, soil nurzehn ubrig behalten im Hause Israel. Darum so spricht der HERR zum Hause Israel: Suchet mich, so werdet ihr leben! Suchet nicht Bethel und kommet nicht gen Gilgal und gehet nicht gen Berseba. Denn Gilgal wird gefangen weggefuhretwerden, und Bethel wird Beth- Aven werden. Suchet den HERRN, so werdet ihr leben, daß nicht ein Feuer im Hause Josephs überhandnehme, das da verzehre, und niemand loschen moge zu Bethel, die ihr das Recht in Wermut verkehret und die Gerechtigkeit zu Boden stoßet. Er macht die Glucke und Orion; der aus der Finsternis den Morgen und aus dem Tage die finstere Nacht macht; der dem Wasser im Meer ruft und schuttet es auf den Erdboden: er heifiet HERR, der uber den Starken eine Verstorung anrichtet und bringet eine Verstorung uber die teste Stadt. Aber sie sind dem gram, der sie im Tor straft, und haben den fur einen Greuel, der heilsam lehret. Darum, weil ihr die Armen unterdrucket und nehmet das Korn mit großen Lasten von ihnen, so sollt ihr in den Hausern nicht wohnen, die ihr von Werkstucken gebauet habt, und den Wein nicht trinken, den ihr in den feinen Weinbergen gepflanzet habt. Denn ich weiß euer Gbertreten, des viel ist, und eure Sunden, die stark sind, wie ihr die Gerechten dranget und Blutgeld nehmet und die Armen im Tor unterdrucket. Darum muß der Kluge zur selbigen Zeit schweigen; denn es ist eine bose Zeit. Suchet das Gute und nicht das Bose, auf daß ihr leben moget, so wird der HERR, der Gott Zebaoth, bei euch sein, wie ihrrühmet. Hasset das Bose und liebet das Gute, bestellet das Recht im Tor, so wird der HERR, der Gott Zebaoth, den ubrigen in Joseph gnadig sein. Darum so spricht der HERR, der Gott Zebaoth, der HERR: Es wird in alien Gassen Wehklagen sein, und auf alien Straßen wird man sagen: Wehe! wehe! Und man wird den Ackermann zum Trauern rufen und zum Wehklagen, wer da weinen kann. In alien Weinbergen wird Wehklagen sein; denn ich will unter euch fahren, spricht der HERR. Wehedenen, die des HERRN Tag begehren! Was soil er euch? Denn des HERRN Tag ist eine Finsternis und nicht ein Licht. Gleich als wenn jemand vor dem Lowen fldhe und ein Bar begegnete ihm, und als wenn jemand in ein Haus kame und lehnete sich mit der Hand an die Wand und eine Schlange stache ihn. Denn des HERR Tag wird ja finster und nicht licht sein, dunkel und nicht hell. Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag nicht riechen in eure Versammlung. Und ob ihr mir gleich Brandopfer und Speisopfer opfert, so hab ich keinen Gefallen daran; so mag ich auch eure feisten Dankopfer nicht ansehen. Tu nur weg von mir das Geplarr deiner Lieder; denn ich mag deines Psalterspieles nicht horen! Es soil aber das Recht offenbaret werden wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein starker Strom. Habt ihr vom Hause Israel mir in der Wuste die vierzig Jahre lang Schlachtopfer und Speisopfer geopfert? Jawohl! Ihrtrugetden Sichuth, euren Konig, und Chiun, euer Bild, den Stern eurer Gotter, welche ihr euch selbst gemacht hattet. So will ich euch von hinnen jenseit Damaskus wegfuhren lassen, spricht der HERR, der Gott Zebaoth heißt.

Abendgebet — Zweite Lesung

1. Thessalonicher 3

Darum haben wir's nicht weiter wollen vertragen und haben uns lassen wohlgefallen , daß wir zu Athen allein gelassen wurden, und haben Timotheus gesandt, unsern Bruder und Diener Gottes und unsern Gehilfen am Evangelium Christi, euch zu starken und zu ermahnen in eurem Glauben, daß nicht jemand weich würde in diesen Trubsalen; denn ihrwisset, daß wirdazu gesetztsind. Und da wir bei euch waren, sagten wir's euch zuvor, wir wurden Trubsal haben müssen; wie denn auch geschehen ist, und ihrwisset. Darum ich's auch nicht langer vertragen, hab' ich ausgesandt, daß ich erführe euren Glauben, auf daß nicht euch vielleicht versucht hatte der Versucher, und unsere Arbeit vergeblich würde. Nun aber, so Timotheus zu uns von euch kommen ist und uns verkundiget hat euren Glauben und Liebe, und daß ihr unser gedenket allezeit zum besten und verlanget nach uns zu sehen, wie denn auch uns nach euch, da sind wir, liebe Bruder, getrostet worden an euch in aller unserer Trubsal und Not durch euren Glauben. Denn nun sind wir lebendig, dieweil ihr stehet in dem Herrn. Denn was fur einen Dank konnen wir Gott vergelten urn euch fur alle diese Freude, die wir haben von euch vor unserm Gott? Wir bitten Tag und Nacht fast sehr, daß wir sehen mogen euer Angesicht und erstatten, so etwas mangelt an eurem Glauben. Er aber, Gott, unser Vater, und unser Herr Jesus Christus schicke unsern Weg zu euch. Euch aber vermehre der Herr und lasse die Liebe vollig werden untereinander und gegen jedermann (wie denn auch wirsind gegen euch), daß eure Herzen, gestarket, unstraflich seien in der Heiligkeit vor Gott und unserm Vater auf die Zukunft unsers Herrn Jesu Christi samt alien seinen Heiligen.

Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

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