Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Morgengebet — Erste Lesung
Zu derselbigen Zeitwirstdu sagen: Ich danke dir, HERR, daß du zornig bist gewesen uber mich und dein Zorn sich gewendet hat und trostest mich. Siehe Gott ist mein Heil; ich bin sicher und furchte mich nicht; denn Gott der HERR ist meine Starke und mein Psalm und ist mein Heil. Ihr werdet mit Freuden Wasser schopfen aus den Heilsbrunnen. Und werdet sagen zur selbigen Zeit: Danket dem HERRN, prediget seinen Namen, macht kund unter den Volkern sein Tun, verkundiget, wie sein Name so hoch ist! Lobsinget dem HERRN, denn er hat sich herrlich beweiset; solches sei kund in alien Landen. Jauchze und ruhme, du Einwohnerin zu Zion; denn der Heilige Israels ist groß bei dir.
Morgengebet — Zweite Lesung
Danach offenbarte sich Jesus abermal den Jungern an dem Meer bei Tiberias. Er offenbarte sich aber also. Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der da heiftet Zwilling, und Nathanael von Kana, Galilaa, und die Sohne des Zebedaus und andere zwei seiner Junger. Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich will hin fischen gehen. Sie sprachen zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und traten in das Schiff alsbald; und in derselbigen Nachtfingen sie nichts. Da es aber jetzt Morgen ward, stund Jesus am Ufer; aber die Junger wuftten nicht, daß es Jesus war. Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sprach zu ihnen: Werfetdas Netzzur Rechten des Schiffs, so werdet ihr finden. Da warfen sie und konnten's nicht mehr ziehen vor der Menge der Fische. Da spricht der Junger, welchen Jesus liebhatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Da Simon Petrus horete, daß es der Herr war, gurtete er das Hemd um sich (denn erwar nackend) und warf sich ins Meer. Die andern Junger aber kamen auf dem Schiffe (denn sie waren nicht fem vom Lande, sondern bei zweihundert Ellen) und zogen das Netz mit den Fischen. Als sie nun austraten auf das Land sahen sie Kohlen geleget und Fische dar auf und Brot. Sprich Jesus zu ihnen: Bringet her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt. Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz auf das Land voll grafter Fische, hundert und dreiundfünfzig. Und wiewohl ihrer so viel waren, zerrift doch das Netz nicht. Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltetdas Mahl! Niemand aber unter den Jungern durfte ihn fragen: Wer bist du? Denn sie wuftten, daß es der Herr war. Da kommt Jesus und nimmtdas Brot und gibt's ihnen, desselbigengieichen auch die Fische. Das ist nun das dritte Mai, daß Jesus offenbaret ward seinen Jungern, nachdem er von den Toten auferstanden ist. Da sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon Johanna, hast du mich lieber, denn mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weiftt, daß ich dich liebhabe. Spricht erzu ihm: Weide meine Lammer! Spricht erzum andernmal zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weiftt, daß ich dich liebhabe. Spricht erzu ihm: Weide meine Schafe! Spricht erzum drittenmal zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum drittenmal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weüßt, daß ich dich liebhabe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe. Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Da du junger warest, gurtetest du dich selbst und wandeltest, wo du hin wolltest; wenn du aber altwirst, wirst du deine Hande ausstrecken, und ein anderer wird dich gurten und fuhren, wo du nicht hin willst. Das sagte eraber, zu deuten, mitwelchem Tode er Gott preisen wurde. Da er aber das gesagt, spricht er zu ihm: Folge mir nach! Petrus aberwandte sich urn und sah den Junger folgen welchen Jesus liebhatte, der auch an seiner Brust am Abendessen gelegen war und gesagt hatte: Herr, wer ist's, der dich verrat? Da Petrus diesen sah, spricht erzu Jesu: Herr, was soil aber dieser? Jesus spricht zu ihm: So ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was gehet es dich an? Folge du mir nach! Da ging eine Rede aus unterden Brudern: Dieser Junger stirbt nicht. Und Jesus sprach nicht zu ihm: Er stirbet nicht, sondern: So ich will, dafi er bleibe, bis ich komme, was gehet es dich an? Dies ist der Junger, der von diesen Dingen zeuget und hat dies geschrieben; und wirwissen, dafi sein Zeugnis wahrhaftig ist. Es sind auch viel andere Dinge, die Jesus getan hat, welche, so sie sollten eins nach dem andern geschrieben werden, achte ich, die Welt wurde die Bucher nicht begreifen, die zu beschreiben waren. Die Geschichte der Apostel
Abendgebet — Erste Lesung
Dies ist die Last uber Babel, die Jesaja, der Sohn Amoz, sah: Werfet Panier auf auf hohen Bergen, rufet getrost wider sie, werfet die Hand auf, lafit einziehen durch die Tore der Fursten! Ich habe meinen Geheiligten geboten und meinen Starken gerufen zu meinem Zorn, die da frohlich sind in meiner Herrlichkeit. Es ist ein Geschrei einer Menge auf den Bergen wie eines grofien Volks, ein Geschrei als eines Getummels der versammelten Konigreiche der Heiden. Der HERR Zebaoth rustet ein Heer zum Streit, die aus fernen Landen kommen, vom Ende des Himmels, ja, der HERR selbst samt dem Zeuge seines Zorns, zu verderben das ganze Land. Heulet, denn des HERRN Tag ist nahe; er kommt wie eine Verwustung vom Allmachtigen. Darum werden alle Hande lali, und aller Menschen Herz wird feige sein. Schrecken, Angst und Schmerzen wird sie ankommen; es wird ihnen bange sein wie einer Gebarerin; einer wird sich vor dem andern entsetzen; feuerrot werden ihre Angesichte sein. Denn siehe, des HERRN Tag kommt grausam, zornig, grimmig, das Land zu verstoren und die Sunder daraus zu vertilgen. Denn die Sterne am Himmel und sein Orion scheinen nicht helle; die Sonne gehet finster auf, und der Mond scheinet dunkel. Ich will den Erdboden heimsuchen urn seiner Bosheit willen und die Gottlosen urn ihrer Untugend willen; und will des Hochmuts der Stolzen ein Ende machen und die Hoffart der Gewaltigen demutigen, daß ein Mann teurer sein soli denn fein Gold und ein Mensch werter denn Goldstucke aus Ophir. Darum will ich den Himmel bewegen, daß die Erde beben soil von ihrer Statte durch den Grimm des HERRN Zebaoth und durch den Tag seines Zorns. Und sie soil sein wie ein verscheucht Reh und wie eine Herde ohne Hirten, daß sich ein jeglicherzu seinem Volk heimkehren und ein jeglicher in sein Land fliehen wird, darum daß, welchersich da finden lalit, erstochen wird, und welcher dabei ist, durchs Schwert fallen wird. Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert, ihre Hauser geplündert und ihre Weiber geschandet werden. Denn siehe, ich will die Meder uber sie erwecken, die nicht Silber suchen Oder nach Gold fragen, sondern die Junglinge mit Bogen erschieüen und sich der Frucht des Leibes nicht erbarmen noch der Kinder schonen. Also soil Babel, das schonste unter den Konigreichen, die herrliche Pracht der Chaldaer, umgekehret werden von Gott, wie Sodom und Gomorrha, daß man hinfort nicht mehr da wohne, noch jemand da bleibe fur und fur, daß auch die Araber keine Hütten daselbst machen, und die Hirten keine Hürden da aufschlagen, sondern Zihim werden sich da lagern und ihre Hauser voll Ohim sein, und Straulien werden da wohnen, und Feldgeister werden da hüpfen, und Eulen in ihren Palasten singen und Drachen in den lustigen Schlossern. Und ihre Zeit wird schier kommen, und ihre Tage werden sich nicht saumen.
Abendgebet — Zweite Lesung
Denn ein jeglicher Hoherpriester, der aus den Menschen genommen wird, der wird gesetzt fur die Menschen gegen Gott, auf daß eropfere Gaben und Opfer fur die Sünden, der da konnte mitleiden uber die, so unwissend sind und irren, nachdem er auch selbst umgeben ist mit Schwachheit. Darum muft er auch, gleichwie fur das Volk, also auch fur sich selbst opfern fur die Sünden. Und niemand nimmt sich selbst die Ehre, sondern der auch berufen sei von Gott gleichwie Aaron. Also auch Christus hat sich nicht selbst in die Ehre gesetzt, daß er Hoherpriester würde, sondern der zu ihm gesagt hat: Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeuget. Wie er auch am andern Ort spricht: Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks. Und er hat in den Tagen seines Fleisches Gebet und Flehen mit starkem Geschrei und Tranen geopfert zu dem, der ihm von dem Tode konnte aushelfen; und ist auch erhoret, darum daß er Gott in Ehren hatte. Und wiewohl er Gottes Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernet. Und da er ist vollendet, ist er worden alien, die ihm gehorsam sind, eine Ursache zur ewigen Seligkeit, genannt von Gott ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks. Davon hatten wir wohl viel zu reden; aber es ist schwer, weil ihr so unverstandig seid. Und die ihr solltet langst Meister sein, bedurfet ihrwiederum, daß man euch die ersten Buchstaben der gottlichen Worte lehre, und daß man euch Milch gebe und nicht starke Speise. Denn wem man noch Milch geben muft, der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit; denn er ist ein junges Kind. Den Vollkommenen aber gehort starke Speise, die durch Gewohnheit haben geubte Sinne zum Unterschied des Guten und des Bosen.
Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
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