Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Morgengebet — Erste Lesung

1. Mose 3

Und die Schlange war listiger denn alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allerlei Baumen im Garten. Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den Fruchten der Baume im Garten; aber von den Fruchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, ruhret es auch nicht an, daß ihr nicht sterbet! Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihrwerdet mitnichten des Todes sterben; sondern Gottweift, daß, welches Tages ihr davon esset, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und bose ist. Und das Weib schauete an, daß von dem Baum gut zu essen ware und lieblich anzusehen, daß es ein lustiger Baum ware, weil er klug machte, und nahm von der Frucht und aft und gab ihrem Mann auch davon, und eraft. Da wurden ihrer beiden Augen aufgetan und wurden gewahr, daß sie nackend waren, und flochten Feigenblatter zusammen und machten ihnen Schurze. Und sie horeten die Stimme Gottes des HERRN, der im Garten ging, da der Tag kuhl worden war. Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter die Baume im Garten. Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich horete deine Stimme im Garten und furchtete mich, denn ich bin nackend; darum versteckte ich mich. Und er sprach: Wer hat dir's gesagt, daß du nackend bist? Hast du nicht gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? Da sprach Adam: Das Weib, das du mir zugesellet hast, gab mir von dem Baum, und ich aft. Da sprach Gott der HERR zum Weibe: Warum hast du das getan? Das Weib sprach: Die Schlange betrog mich also, daß ich aft. Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du solches getan hast, seiest du verflucht vor allem Vieh und vor alien Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauch sollst du gehen und Erde essen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Der selbe soli dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. Und zum Weibe sprach er: Ich will dirviel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebaren; und dein Wille soil deinem Mann unterworfen sein, und er soil dein Herrsein. Und zu Adam sprach er: Dieweil du hast gehorchet der Stimme deines Weibes und gegessen von dem Baume, davon ich dirgebot und sprach: Du sollst nicht davon essen; verflucht sei der Acker um deinetwillen; mit Kummer sollst du dich drauf nahren dein Leben lang. Dornen und Disteln soil erdirtragen, und sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweiß deines Angesichts sollst du dein Brat essen, bis daß du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. Und Adam hieß sein Weib Heva, darum daß sie eine Mutter ist aller Lebendigen. Und Gott der HERR machte Adam und seinem Weibe Rocke von Fellen und zog sie ihnen an, Und Gott der HERR sprach: Siehe, Adam ist worden als unsereiner und weiß, was gut und bose ist. Nun aber, daß er nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich: da ließ ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dafi erdas Feld bauete, davon er genommen ist, und trieb Adam aus und lagerte vor den Garten Eden den Cherub miteinem bloßen hauenden Schwert, zu bewahren den Weg zu dem Baum des Lebens.

Morgengebet — Zweite Lesung

Lukas 3

In dem fünfzehnten Jahr des Kaisertums Kaisers Tiberius, da Pontius Pilatus Landpfleger in Judaa war und Herodes ein Vierfurst in Galilaa und sein Bruder Philippus ein Vierfurst in Ituraa und in der Gegend Trachonitis. und Lysanias ein Vierfurst in Abilene, da Hannas und Kaiphas Hohepriester waren: da geschah der Befehl Gottes zu Johannes, des Zacharias Sohn, in der Wuste. Und er kam in alle Gegend urn den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. wie geschrieben stehet in dem Buch der Reden Jesaja's, des Propheten, der da sagt: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wuste: Bereitet den Weg des Herrn und machet seine Steige richtig! Alle Taler sollen voll werden, und alle Berge und Hugel sollen erniedriget werden; und was krumm ist, soil richtig werden und was uneben ist, soil schlechter Weg werden. Und alles Fleisch wird den Heiland Gottes sehen. Da sprach er zu dem Volk, das hinausging, daß es sich von ihm taufen ließe: Ihr Otterngezuchte, wer hat denn euch geweiset, daß ihr dem zukunftigen Zorn entrinnen werdet? Sehet zu, tut rechtschaffene Fruchte der Buße und nehmet euch nicht vorzu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. Es ist schon die Axt den Baumen an die Wurzel gelegt; welcher Baum nicht gute Fruchte bringet, wird abgehauen und in das Feuer geworfen. Und das Volk fragete ihn und sprach: Was sollen wir denn tun? Er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Rocke hat, der gebe dem, der keinen hat; und wer Speise hat, tue auch also. Es kamen auch die Zollner, daß sie sich taufen ließen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir tun? Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, denn gesetzt ist. Da fragten ihn auch die, Kriegsleute und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemand Gewalt noch Unrecht und lasset euch begnugen an eurem Solde. Als aber das Volk im Wahn war und dachten aile in ihren Herzen von Johannes, ob er vielleicht Christus ware antwortete Johannes und sprach zu alien: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber ein Starkerer nach mir, dem ich nicht genugsam bin, daß ich die Riemen seiner Schuhe auflose; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. In desselbigen Hand ist die Worfschaufel; und er wird seine Tenne fegen und wird den Weizen in seine Scheuer sammeln und die Spreu wird er mit ewigem Feuer verbrennen. Und viel, anderes mehr vermahnete und verkundigte er dem Volk. Herodes aber der Vierfurst, da er von ihm gestraft ward um der Herodias willen, seines Bruders Weib, und um alles Ubels willen, das Herodes tat - uber das alles legte er Johannes gefangen. Und es begab sich, da sich alles Volk tauten liefi, und Jesus auch getaufet war und betete, dal J sich der Himmel auftat. Und der Heilige Geist fuhr hernieder in leiblicher Gestalt auf ihn wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel, die sprach: Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und Jesus ging in das dreifügste Jahr und ward gehalten fur einen Sohn Josephs, welcher war ein Sohn Elis, der war ein Sohn Matthats, der war ein Sohn Levis, der war ein Sohn Melchis, der war ein Sohn Jannas, der war ein Sohn Josephs, der war ein Sohn des Mattathias, der war ein Sohn des Amos, der war ein Sohn Nahums, der war ein Sohn Eslis, der war ein Sohn Nanges, der war ein Sohn Maaths, der war ein Sohn des Mattathias, der war ein Sohn Semeis, der war ein Sohn Josephs, der war ein Sohn Judas, der war ein Sohn Johannas, der war ein Sohn Resias, der war ein Sohn Zorobabels, der war ein Sohn Salathiels, der war ein Sohn Neris, der war ein Sohn Melchis, der war ein Sohn Addis, der war ein Sohn Kosams, der war ein Sohn Elmodams, der war ein Sohn Hers, der war ein Sohn Joses, der war ein Sohn Eliezers, der war ein Sohn Jorems, der war ein Sohn Matthas, der war ein Sohn Levis, der war ein Sohn Simeons, der war ein Sohn Judas, der war ein Sohn Josephs, der war ein Sohn Jonams, der war ein Sohn Eliakims, der war ein Sohn Meleas, der war ein Sohn Menams der war ein Sohn Mattathans, der war ein Sohn Nathans, der war ein Sohn Davids, der war ein Sohn Jesses der war ein Sohn Obeds, der war ein Sohn des Boas, der war ein Sohn Salmons, der war ein Sohn Nahassons, der war ein Sohn Amminadabs, der war ein Sohn Arams, der war ein Sohn Esroms, der war ein Sohn des Phares, der war ein Sohn Judas, der war ein Sohn Jakobs, der war ein Sohn Isaaks, der war ein. Sohn Abrahams, der war ein Sohn Tharas, der war ein Sohn Nahors, der war ein Sohn Saruchs, der war ein Sohn Ragahus, der war ein Sohn Phalegs, der war ein Sohn Ebers, der war ein Sohn Salas, der war ein Sohn Kainans, der war ein Sohn Arphachsads, der war ein Sohn Sems, der war ein Sohn Noahs, der war ein Sohn Lamechs, der war ein Sohn Mathusalahs, der war ein Sohn Enochs, der war ein Sohn Jareds, der war ein Sohn Maleleels, der war ein Sohn Kainans, der war ein Sohn des Enos, der ein Sohn Seths, der war ein Sohn Adams, der war Gottes.

Abendgebet — Erste Lesung

1. Mose 6

Da sich aber die Menschen begannen zu mehren auf Erden und zeugeten ihnen Tochter, da sahen die Kinder Gottes nach den Tochtern der Menschen, wie sie schon waren und nahmen zu Weibern, welche sie wollten. Da sprach der HERR: Die Menschen wollen sich von meinem Geist nicht mehr strafen lassen, denn sie sind Fleisch. Ich will ihnen noch Frist geben hundertundzwanzig Jahre. Es waren auch zu den Zeiten Tyrannen auf Erden; denn da die Kinder Gottes die Tochter der Menschen beschliefen und ihnen Kinder zeugeten, wurden daraus Gewaltige in der Welt und beruhmte Leute. Da aber der HERR sah, daß der Menschen Bosheit grofi war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur bose war immerdar, da reuete es ihn, daß er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekummerte ihn in seinem Herzen, und sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, von den Menschen an bis auf das Vieh und bis auf das Gewurme und bis auf die Vogel unterdem Himmel; denn es reuet mich, dafi ich sie gemacht habe. Aber Noah fand Gnade vordem HERRN. Dies ist das Geschlecht Noahs: Noah war ein frommer Mann und ohne Wandel und fuhrete ein gottlich Leben zu seinen Zeiten. Und zeugete drei Sohne, Sem, Ham, Japheth. Aber die Erde war verderbet vor Gottes Augen und voll Frevels. Da sah Gott auf Erden, und siehe, sie war verderbet; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbet auf Erden. Da sprach Gott zu Noah: Alles Fleisches Ende ist vor mich kommen, denn die Erde ist voll Frevels von ihnen; und siehe da, ich will sie verderben mitder Erde. Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern drinnen und verpiche sie mit Pech inwendig und auswendig. Und mache ihn also: Dreihundert Ellen sei die Lange, funfzig Ellen die Weite und dreüßig Ellen die Hohe. Ein Fenster sollst du dran machen, oben an, eine Elle graft. Die Tür sollst du mitten in seine Seite setzen. Und soil drei Boden haben, einen unten, den andem in der Mitte, den dritten in der Hohe. Denn siehe, ich will eine Sintflut mit Wasser kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin ein lebendiger Odem ist unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soil untergehen. Aber mit dir will ich einen Bund aufrichten; und du sollst in den Kasten gehen mit deinen Sohnen, mit deinem Weibe und mit deiner Sohne Weibern. Und du sollst in den Kasten tun allerlei Tiere von allem Fleisch, je ein Paar, Mannlein und Fraulein, daß sie lebendig bleiben bei dir. Von den Vogeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art und von allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art: von den alien soli je ein Paar zu dir hineingehen, daß sie leben bleiben. Und du sollst allerlei Speise zu dir nehmen, die man isset; und sollst sie bei dir sammeln, daß sie dir und ihnen zur Nahrung da seien. Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot.

Abendgebet — Zweite Lesung

Galater 3

O ihr unverstandigen Galater, wer hat euch bezaubert, daß ihr der Wahrheit nicht gehorchet? welchen Christus Jesus vor die Augen gemalet war, und jetzt unter euch gekreuziget ist! Das will ich allein von euch lernen: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke Oder durch die Predigt vom Glauben? Seid ihr so unverstandig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden? Habt ihr denn so viel umsonst erlitten? Ist's anders umsonst. Der euch nun den Geist reichet und tut solche Taten unter euch, tut er's durch des Gesetzes Werke Oder durch die Predigt vom Glauben? Gleichwie Abraham hat Gott geglaubet, und ist ihm gerechnet zur Gerechtigkeit. So erkennet ihr ja nun, daß, die des Glaubens sind, das sind Abrahams Kinder. Die Schrift aber hat es zuvor ersehen, daß Gott die Heiden durch den Glauben gerecht macht. Darum verkundigte sie dem Abraham: In dir sollen alle Heiden gesegnet werden. Also werden nun, die des Glaubens sind, gesegnet mit dem glaubigen Abraham. Denn die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind unter dem Fluch; denn es stehet geschrieben: Verflucht sei jedermann, der nicht bleibet in alledem, das geschrieben stehet in dem Buch des Gesetzes, daß er's tue! Daft aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn der Gerechte wird seines Glaubens leben. Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens, sondern der Mensch, der es tut, wird dadurch leben. Christus aber hat uns erloset von dem Fluch des Gesetzes, da erward ein Fluch fur uns (denn es stehet geschrieben: Verflucht sei jedermann, der am Holz hangeti), auf daß der Segen Abrahams unter die Heiden kame in Christo Jesu, und wir also den verheiftenen Geist empfingen durch den Glauben. Liebe Bruder, ich will nach menschlicher Weise reden: Verachtet man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestatiget ist, und tut auch nichtsdazu. Nun istje die Verheiftung Abraham und seinem Samen zugesagt. Erspricht nicht: durch die Samen, als durch viele, sondern als durch einen, durch deinen Samen, welcher ist Christus. Ich sage aber davon: Das Testament, das von Gott zuvor bestatiget ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, daß die Verheiftung sollte durchs Gesetz aufhoren, welches gegeben ist über vierhundertunddreiftig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so wurde es nicht durch Verheiftung gegeben. Gott aber hat es Abraham durch Verheiftung frei geschenkt. Was soil denn das Gesetz? Es ist dazukommen urn der Sünde willen, bis der Same kame, dem die Verheiftung geschehen ist, und ist gestellet von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler; Gott aber ist einig. Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verheiftungen? Das sei feme! Wenn aber ein Gesetz gegeben ware, das da konnte lebendig machen, so kame die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetze. Aber die Schrift hat es alles beschlossen unter die Sünde, auf daß die Verheiftung kame durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben. Ehe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahret und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbart werden. Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, daß wir durch den Glauben gerecht würden. Nun aber der Glaube kommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Denn ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum. Denn wieviel euer getauft sind, die haben Christum angezogen. Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu. Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Samen und nach der Verheiftung Erben.

Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

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