Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Morgengebet — Erste Lesung

2. Samuel 10

Und es begab sich danach, daß der Konig der Kinder Ammon starb; und sein Sohn Hanon ward Konig an seiner Statt. Da sprach David: Ich will Barmherzigkeit tun an Hanon, dem Sohn Nahas, wie sein Vater an mir Barmherzigkeit getan hat. Und sandte hin und lieli ihn trosten durch seine Knechte uber seinen Vater. Da nun die Knechte Davids ins Land der Kinder Ammon kamen, sprachen die Gewaltigen der Kinder Ammon zu ihrem Herrn Hanon: Meinest du, daß David deinen Vater ehre vor deinen Augen, daß er Troster zu dir gesandt hat? Meinest du nicht, daß er darum hat seine Knechte zu dir gesandt, daß er die Stadt erforsche und erkunde und umkehre? Da nahm Hanon die Knechte Davids und beschor ihnen den Bart halb und schnitt ihnen die Kleider halb ab bis an den Gurtel und lieli sie gehen. Da das David ward angesagt, sandte er ihnen entgegen; denn die Manner waren sehr geschandet. Und der Konig lieli ihnen sagen: Bleibetzu Jericho, bis euer Bart gewachsen, so kommt dann wieder. Da aber die Kinder Ammon sahen, daß sie vor David stinkend waren worden, sandten sie hin und dingeten die Syrer des Hauses Rehob und die Syrer zu Zoba, zwanzigtausend Mann Fulivolks, und von dem Konig Maacha tausend Mann und von Istob zwolftausend Mann. Da das David horete, sandte er Joab mit dem ganzen Heerder Kriegsleute. Und die Kinder Ammon zogen aus und rusteten sich zum Streit vor der Tür des Tors. Die Syrer aber von Zoba, von Rehob, von Istob und von Maacha waren allein im Felde. Da Joab nun sah, daß der Streit auf ihn gestellet war, vorne und hinten, erwahlete eraus aller jungen Mannschaft in Israel und rustete sich wider die Syrer. Und das ubrige Volk tat er unter die Hand seines Bruders Abisai, daß er sich rustete wider die Kinder Ammon; und sprach: Werden mir die Syrer uberlegen sein, so komm mir zu Hilfe; werden aber die Kinder Ammon dir uberlegen sein, so will ich dir zu Hilfe kommen. Sei getrost und lali uns stark sein fur unser Volk und fur die Stadte unsers Gottes; der HERR aber tue, was ihm gefallt! Und Joab machte sich herzu mit dem Volk, das bei ihm war, zu streiten wider die Syrer; und sie flohen vor ihm. Und da die Kinder Ammon sahen, daß die Syrer flohen, flohen sie auch vor Abisai und zogen in die Stadt. Also kehrete Joab urn von den Kindern Ammon und kam gen Jerusalem. Und da die Syrer sahen, daß sie geschlagen waren vor Israel, kamen sie zuhauf. Und Hadadeser sandte hin und brachte heraus die Syrer jenseit des Wassers und fuhrete herein ihre Macht; und Sobach, der Feldhauptmann Hadadesers, zog vor ihnen her. Da das David ward angesagt, sammelte er zuhauf das ganze Israel und zog uber den Jordan und kam gen Helam. Und die Syrer rusteten sich wider David, mit ihm zu streiten. Aber die Syrer flohen vor Israel; und David erwürgete der Syrer siebenhundert Wagen und vierzigtausend Reiter; dazu Sobach, den Feldhauptmann, schlug er, daß er daselbst starb. Da aber die Konige, die unter Hadadeser waren, sahen, daß sie geschlagen waren vor Israel, machten sie Frieden mit Israel und wurden ihnen untertan. Und die Syrer furchteten sich, den Kindern Ammon mehrzu helfen.

Morgengebet — Zweite Lesung

Apostelgeschichte 16

Er kam aber gen Derbe und Lystra; und siehe, ein Junger war daselbst mit Namen Timotheus, eines judischen Weibes Sohn, die war glaubig, aber eines griechischen Vaters. Der hatte ein gut Gerucht bei den Brudern unter den Lystranern und zu Ikonien. Diesen wollte Paulus lassen mit sich ziehen und nahm und beschnitt ihn urn der Juden willen, die an demselbigen Ort waren; denn sie wuliten alle, daß sein Vater war ein Grieche gewesen. Als sie aber durch die Stadte zogen, überantworteten sie ihnen, zu halten den Spruch, welcher von den Aposteln und den Altesten zu Jerusalem beschlossen war. Da wurden die Gemeinden im Glauben befestiget und nahmen zu an der Zahl taglich. Da sie aber durch Phrygien und das Land Galatien zogen, ward ihnen gewehret von dem Heiligen Geist, zu reden das Wort in Asien. Als sie aber kamen an Mysien, versuchten sie, durch Bithynien zu reisen; und der Geist lieli es ihnen nicht zu. Da sie aber an Mysien voruberzogen, kamen sie hinab gen Troas. Und Paulus erschien ein Gesicht bei der Nacht; das war ein Mann aus Mazedonien, der stund und bat ihn und sprach: Komm hernieder nach Mazedonien und hilf uns! Alseraberdas Gesicht gesehen hatte, da trachteten wir alsobald zu reisen nach Mazedonien, gewili, daß uns der Herr dahin berufen hatte, ihnen das Evangelium zu predigen. Da fuhren wir aus von Troas, und stracks Laufs kamen wir gen Samothrazien, des andern Tages gen Neapolis und von dannen gen Philippi, welches ist die Hauptstadt des Landes Mazedonien und eine Freistadt. Wir hatten aber in dieser Stadt unser Wesen etliche Tage. Am Tage des Sabbats gingen wir hinaus vor die Stadt an das Wasser, da man pflegte zu beten, und setzten uns und redeten zu den Weibern, die da zusammenkamen. Und ein gottesfurchtig Weib mit Namen Lydia, eine Purpurkramerin aus der Stadt der Thyatirer, horete zu; welcher tat der Herr das Herz auf, daß sie darauf achthatte, was von Paulus geredet ward. Als sie aber und ihr Hausgetauftward, ermahnete sie uns und sprach: So ihr mich achtet, daß ich glaubig bin an den Herrn, so kommet in mein Haus und bleibet allda. Und sie zwang uns. Esgeschah aber, da wirzu dem Gebet gingen, daß eine Magd uns begegnete, die hatte einen Wahrsagergeist und trug ihren Herren viel Genieli zu mit Wahrsagen. Dieselbige folgte allenthalben Paulus und uns nach, schrie und sprach: Diese Menschen sind Knechte Gottes, des Allerhochsten, die euch den Weg der Seligkeit verkundigen! Solches tat sie manchen Tag. Paulus aber tat das weh, und wandte sich urn und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir in dem Namen Jesu Christi, daß du von ihr ausfahrest! Und er fuhr aus zu derselbigen Stunde. Da aber ihre Herren sahen, daß die Hoffnung ihres Genielies war ausgefahren, nahmen sie Paulus und Silas, zogen sie auf den Markt vor die Obersten und fuhreten sie zu den Hauptleuten und sprachen: Diese Menschen machen unsere Stadt irre und sind Juden und verkundigen eine Weise, welche uns nicht ziemet anzunehmen noch zu tun, weil wir Rdmer sind. Und das Volk ward erregt wider sie. Und die Hauptleute lielien ihnen die Kleider abreilien und hielien sie staupen. Und da sie sie wohl gestaupet hatten, warfen sie sie ins Gefangnis und geboten dem Kerkermeister, daß er sie wohl bewahrete. Der nahm solch Gebot an und warf sie in das innerste Gefangnis und legte ihre Füfie in den Stock. Urn die Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobeten Gott. Und es horeten sie die Gefangenen. Schnell aber ward ein groties Erdbeben, also daß sich bewegeten die Grundfesten des Gefangnisses. Und von Stund' an wurden alle Turen aufgetan und aller Bande los. Als aber der Kerkermeister aus dem Schlafe fuhr und sah die Turen des Gefangnisses aufgetan, zog er das Schwert aus und wollte sich selbst erwurgen; denn er meinete, die Gefangenen waren entflohen. Paulus aber rief laut und sprach: Tue dir nichts Ubles; denn wir sind alle hier. Er forderte aber ein Licht und sprang hinein und ward zitternd und fiel Paulus und Silas zu den Fülien und führete sie heraus und sprach: Liebe Herren, was soil ich tun, dati ich selig werde? Sie sprachen:. Glaube an den Herrn Jesum Christum, so wirst du und dein Haus selig. Und sie sagten ihm das Wort des Herrn und alien, die in seinem Hause waren. Und er nahm sie zu sich in derselbigen Stunde der Nacht und wusch ihnen die Striemen ab; und er lieli sich taufen und alle die Seinen alsobald. Und führete sie in sein Haus und setzte ihnen einen Tisch und freuete sich mit seinem ganzen Hause, daß er an Gott glaubig worden war. Und da es Tag ward, sandten die Hauptleute Stadtdiener und sprachen: Lali die Menschen gehen! Und der Kerkermeister verkundigte diese Rede Paulus: Die Hauptleute haben hergesandt, daß ihr los sein sollt. Nun ziehet aus und gehet hin mit Frieden. Paulus aber sprach zu ihnen: Sie haben uns ohne Recht und Urteil offentlich gestaupet, die wir doch Rdmer sind, und in das Gefangnis geworfen und sollten uns nun heimlich ausstolien? Nicht also, sondern lasset sie selbst kommen und uns hinausfuhren. Die Stadtdiener verkündigten diese Worte den Hauptleuten; und sie furchteten sich, da sie horeten, daß sie Rdmer waren, und kamen und ermahneten sie und fuhreten sie heraus und baten sie, daß sie auszogen aus der Stadt. Da gingen sie aus dem Gefangnis und gingen zu der Lydia. Und da sie die Brüder gesehen hatten und getrostet, zogen sie aus.

Abendgebet — Erste Lesung

2. Samuel 11

Und da das Jahr urn kam, zur Zeit wenn die Konige pflegen auszuziehen, sandte David Joab und seine Knechte mit ihm und das ganze Israel, daß sie die Kinder Ammon verderbeten und belegten Rabba, David aber blieb zu Jerusalem. Und es begab sich, daß David urn den Abend aufstund von seinem Lager und ging auf dem Dach des Konigshauses und sah vom Dach ein Weib sich waschen; und das Weib war sehr schoner Gestalt. Und David sandte hin und lieli nach dem Weibe fragen und sagen: 1st das nicht Bathseba, die Tochter Eliams, das Weib Urias, des Hethiters? Und David sandte Boten hin und lieli sie holen. Und da sie zu ihm hineinkam, schlief er bei ihr. Sie aber reinigte sich von ihrer Unreinigkeit und kehrete wieder zu ihrem Hause. Und das Weib ward schwanger und sandte hin und lieli David verkündigen und sagen: Ich bin schwanger worden. David aber sandte zu Joab: Sende zu mir Uria, den Hethiter. Und Joab sandte Uria zu David. Und da Uria zu ihm kam, fragte David, ob es mit Joab und mit dem Volk und mit dem Streit wohl zustünde. Und David sprach zu Uria: Gehe hinab in dein Haus und wasche deine Fufie. Und da Uria zu des Konigs Haus hinausging, folgte ihm nach des Konigs Geschenk. Und Uria legte sich schlafen vor der Tur des Konigshauses, da alle Knechte seines Herm lagen, und ging nicht hinab in sein Haus. Da man aber David ansagte: Uria ist nicht hinab in sein Haus gegangen, sprach David zu ihm: Bist du nicht uber Feld herkommen? Warum bist du nicht hinab in dein Haus gegangen? Uria aber sprach zu David: Die Lade und Israel und Juda bleiben in Zelten, und Joab, mein Herr, und meines Herm Knechte liegen zu Felde; und ich sollte in mein Haus gehen, daü ich alie und tranke und bei meinem Weibe lage? So wahr du lebest und deine Seele lebet, ich tue solches nicht. David sprach zu Uria: So bleib heute auch hie, morgen will ich dich lassen gehen. So blieb Uria zu Jerusalem des Tages und des andern dazu. Und David lud ihn, daß er vor ihm ali und trank; und machte ihn trunken. Und des Abends ging eraus, dafi er sich schlafen legte auf sein Lager mit seines Herm Knechten; und ging nicht hinab in sein Haus. Des Morgens schrieb David einen Brief zu Joab und sandte ihn durch Uria. Er schrieb aber also in den Brief: Stellet Uria an den Streit, da er am hartesten ist, und wendet euch hinter ihm ab, daü er erschlagen werde und sterbe. Als nun Joab urn die Stadt lag, stellete er Uria an den Ort, da er wuüte, daß streitbare Manner waren. Und da die Manner der Stadt herausfielen und stritten wider Joab, fielen etliche des Volks von den Knechten Davids, und Uria, der Hethiter, starb auch. Da sandte Joab hin und lieli David ansagen alien Handel des Streits. Und gebot dem Boten und sprach: Wenn du alien Handel des Streits hast ausgeredet mit dem Konige und siehest, daü der Konig erzurnet und zu dir spricht: Warum habt ihr euch so nahe zur Stadt gemacht mit dem Streit? Wisset ihr nicht, wie man pflegt von der Mauer zu schielien? Werschlug Abimelech, den Sohn Jerubbeseths? Warf nicht ein Weib ein Stuck von einer Muhle auf ihn von der Mauer, daü er starb zu Thebez? Warum habt ihr euch so nahe zur Mauer gemacht? so sollst du sagen: Dein Knecht Uria, der Hethiter, ist auch tot. Der Bote ging hin und kam und sagte an David alles, darum ihn Joab gesandt hatte. Und der Bote sprach zu David: Die Manner nahmen uberhand wider uns und fielen zu uns heraus aufs Feld wir aber waren an ihnen bis vor die Tur des Tors. Und die Schützen schossen von der Mauer auf deine Knechte und toteten etliche von des Konigs Knechten; dazu ist Uria, dein Knecht, der Hethiter, auch tot. David sprach zum Boten: So sollst du zu Joab sagen: Lafi dir das nicht ubel gefalien; denn das Schwert frilit jetzt diesen, jetzt jenen. Haltet an mit dem Streit wider die Stadt, daß du sie zerbrechest, und seid getrost! Und da Urias Weib horete, daß ihr Mann Uria tot war, trug sie Leid urn ihren Hauswirt. Da sie aber ausgetrauert hatte, sandte David hin und lieli sie in sein Haus holen; und sie ward sein Weib und gebar ihm einen Sohn. Aber die Tat gefiel dem HERRN ubel, die David tat.

Abendgebet — Zweite Lesung

1. Petrus 3

Desselbigengleichen sollen die Weiber ihren Mannern untertan sein, auf daß auch die, so nicht glauben an das Wort, durch der Weiber Wandel ohne Wort gewonnen werden, wenn sie ansehen euren keuschen Wandel in der Furcht; welcher Schmuck soil nicht auswendig sein mit Haarflechten und Goldumhangen Oder Kleideranlegen, sondern der verborgene Mensch des Flerzens unverrückt mit sanftem und stillem Geiste; das ist kostlich vor Gott. Denn also haben sich auch vorzeiten die heiligen Weiber geschmuckt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und ihren Mannern untertan waren, wie die Sara Abraham gehorsam war und hieß ihn Herr, welcher Tdchter ihr worden seid, so ihr wohl tut und nicht so schuchtern seid. Desselbigengleichen, ihr Manner, wohnet bei ihnen mit Vernunft und gebet dem weiblichen als dem schwachsten Werkzeuge seine Ehre, als auch Miterben der Gnade des Lebens, auf daß eure Gebete nicht verhindert werden. Endlich aber seid allesamt gleichgesinnet, mitleidig, bruderlich, barmherzig, freundlich. Vergeltet nicht Boses mit Bosem Oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern dagegen segnet und wisset, daß ihr dazu berufen seid, daß ihr den Segen erbet. Denn wer leben will und gute Tage sehen, der schweige seine Zunge, daß sie nichts Boses rede, und seine Lippen, daß sie nicht trugen; er wende sich vom Bosen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach. Denn die Augen des Herm sehen auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Gebet; das Angesicht aber des Herm siehet auf die, so Boses tun. Und wer ist, der euch schaden konnte, so ihr dem Guten nachkommet? Und ob ihr auch leidet um Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Furchtet euch aber vor ihrem Trotzen nicht und erschrecket nicht! Heiligetaber Gott den Herm in euren Herzen. Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung jedermann, der Grund fordert der Hoffnung, die in euch ist, und das mit Sanftmutigkeit und Furcht; und habt ein gut Gewissen, auf daß die, so von euch afterreden als von Ubeltatern, zuschanden werden, daß sie geschmahet haben euren guten Wandel in Christo. Denn es ist besser, so es Gottes Wille ist, daß ihr von Wohltat wegen leidet denn von Ubeltat wegen, sintemal auch Christus einmal fur unsere Sunden gelitten hat, der Gerechte fur die Ungerechten, auf daß er uns Gott opferte; und ist getotet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. In demselbigen ist er auch hingegangen und hat geprediget den Geistern im Gefangnis, die etwa nicht glaubeten, da Gott einstmals harrete und Geduld hatte zu den Zeiten Noahs, da man die Arche zurustete, in welcher wenig, das ist, acht Seelen, behalten wurden durchs Wasser, welches nun auch uns selig macht in der Taufe, die durch jenes bedeutet ist, nicht das Abtun des Unflats am Fleisch, sondern der Bund eines guten Gewissens mit Gott durch die Auferstehung Jesu Christi, welcher ist zur Rechten Gottes in den Himmel gefahren, und sind ihm untertan die Engel und die Gewaltigen und die Krafte.

Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

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