Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Morgengebet — Erste Lesung
Dies sind aber die Gesetze und Gebote und Rechte, die der HERR, euer Gott, geboten hat, dati ihr sie lernen und tun sollt im Lande, dahin ihr ziehet, dasselbe einzunehmen daü du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, und haltest alle seine Rechte und Gebote, die ich dir gebiete, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, alle eure Lebtage, auf dati ihr lange lebet. Israel, du sollst horen und behalten, daß du es tust, dati dir's wohlgehe, und sehr vermehret werdest; wie der HERR, deiner Vater Gott, dir geredet hat, ein Land, da Milch und Honig innen fleulit. Hore, Israel, der HERR, unser Gott, ist ein einiger HERR. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allem Vermogen. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen. Und sollst sie deinen Kindern scharfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest Oder auf dem Wege gehest, wenn du dich niederlegest Oder aufstehest. Und sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sollen direin Denkmal vor deinen Augen sein. Und sollst sie uber deines Hauses Pfosten schreiben und an die Tore. Wenn dich nun der HERR, dein Gott, in das Land bringen wird, das er deinen Vatern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, dirzu geben, grolie und feine Stadte, die du nicht gebauet hast, und Hauser alles Guts voll, die du nicht gefullet hast, und ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, und Weinberge und Olberge, die du nicht gepflanzt hast, dafi du essest und satt wirst: so hute dich, daß du nicht des HERRN vergessest, der dich aus Agyptenland, aus dem Diensthause, gefuhret hat, sondern sollst den HERRN, deinen Gott, furchten und ihm dienen und bei seinem Namen schworen. Und sollst nicht andern Gottern nachfolgen, der Volker, die urn euch her sind; denn der HERR, dein Gott, ist ein eifriger Gott unter dir; daß nicht der Zorn des HERRN, deines Gottes, uber dich ergrimme und vertilge dich von der Erde. Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn versuchtet zu Massa, sondern sollt halten die Gebote des HERRN, eures Gottes, und seine Zeugnisse und seine Rechte, die er geboten hat, dati du tust, was recht und gut ist vor den Augen des HERRN, auf daß dir's wohlgehe, und eingehest und einnehmest das gute Land, das der HERR geschworen hat deinen Vatern, dati er verjage alle deine Feinde vor dir, wie der HERR geredet hat. Wenn dich nun dein Sohn heute Oder morgen fragen wird und sagen: Was sind das fur Zeugnisse, Gebote und Rechte, die euch der HERR, unser Gott, geboten hat? so sollst du deinem Sohn sagen: Wirwaren Knechte des Pharao in Agypten, und der HERR führete uns aus Agypten mit machtiger Hand; und der HERR tat grotie und bose Zeichen und Wunder uber Agypten und Pharao und all seinem Hause vor unsern Augen; und führete uns von dannen, auf dati er uns einfuhrete und gabe uns das Land, das er unsern Vatern geschworen hatte; und hat uns geboten, der HERR, zu tun nach alien diesen Rechten, daß wir den HERRN, unsern Gott, furchten, auf daß uns wohlgehe alle unsere Lebtage, wie es gehet heutigestages. Und es wird unsere Gerechtigkeit sein vor dem HERRN, unserm Gott, so wir halten und tun alle diese Gebote, wie er uns geboten hat.
Morgengebet — Zweite Lesung
Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, erhub er sich aus Galilaa und kam in die Grenzen des judischen Landes jenseit des Jordans. Und es folgete ihm viel Volks nach; und er heilete sie daselbst. Da traten zu ihm die Pharisaer, versuchten ihn und sprachen zu ihm: Ist's auch recht, daü sich ein Mann scheide von seinem Weibe urn irgendeine Ursache? Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, daü, der im Anfang den Menschen gemacht hat, der machte, dafi ein Mann und Weib sein sollte, und sprach: Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und werden die zwei ein Fleisch sein? So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefuget hat, das soli der Mensch nicht scheiden. Da sprachen sie: Warum hat denn Mose geboten; einen Scheidebrief zu geben und sich von ihr zu scheiden? Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, zu scheiden von euren Weibern, von eures Herzens Hartigkeit wegen; von Anbeginn aber ist's nicht also gewesen. Ich sage aber euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn urn der Hurerei willen) und freiet eine andere, der bricht die Ehe. Und wer die Abgeschiedene freiet, der bricht auch die Ehe. Da sprachen die Junger zu ihm: Stehet die Sache eines Mannes mit seinem Weibe also, so ist's nicht gut ehelich werden. Er sprach aber zu ihnen: Das Wort fasset nicht jedermann, sondern denen es gegeben ist. Denn es sind etliche verschnitten, die sind aus Mutterleibe also geboren, und sind etliche verschnitten, die von Menschen verschnitten sind, und sind etliche verschnitten, die sich selbst verschnitten haben urn des Himmelreichs willen. Wer es fassen mag.derfasse es. Da wurden Kindlein zu ihm gebracht, daß erdie Hande auf sie legte und betete. Die Junger aber fuhren sie an. Aber Jesus sprach: Lasset die Kindlein und wehret ihnen nicht, zu mirzu kommen; denn solcher ist das Himmelreich. Und legte die Hande auf sie und zog von dannen. Und siehe, einertratzu ihm und sprach: Guter Meister, was soil ich Gutes tun, daü ich das ewige Leben moge haben? Er aber sprach zu ihm: Was heiliest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Willst du aberzum Leben eingehen, so halte die Gebote. Da sprach erzu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Du sollst nicht toten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; ehre Vater und Mutter, und: Du sollst deinen Nachsten lieben wie dich selbst. Da sprach der Jungling zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf; was fehlet mir noch? Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach. Da der Jungling das Wort horete, ging er betrubt von ihm; denn er hatte viel Guter. Jesus aber sprach zu seinen Jungern: Wahrlich, ich sage euch, ein Reicher wird schwerlich ins Himmelreich kommen. Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelohr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. Da das seine Junger horeten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Je, wer kann denn selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist's unmoglich, aber bei Gott sind alle Dinge moglich. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolget; was wird uns dafur? Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, daß ihr, die ihr mir seid nachgefolget, in der Wiedergeburt, da des Menschen Sohn wird sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, werdet ihr auch sitzen auf zwolf Stuhlen und richten die zwolf Geschlechter Israels. Und wer verlafit Hauser Oder Bruder Oder Schwestern Oder Vater Oder Mutter Oder Weib Oder Kinder Oder Acker um meines Namens willen, der wird's hundertfaltig nehmen und das ewige Leben ererben. Aberviele, die da sind die Ersten, werden die Letzten, und die Letzten werden die Ersten sein.
Abendgebet — Erste Lesung
Hore, Israel, du wirst heute uber den Jordan gehen, daß du einkommest, einzunehmen die Volker, die groißer und starker sind denn du, groiße Stadte, vermauert bis in den Himmel, ein groß, hoch Volk, die Kinder Enakim, die du erkannt hast, von denen du auch gehoret hast: Wer kann wider die Kinder Enaks bestehen? So sollst du wissen heute, daß der HERR, dein Gott, gehet vor dir her, ein verzehrend Feuer. Erwird sie vertilgen und wird sie unterwerfen vor dir her und wird sie vertreiben und umbringen bald, wie dir der HERR geredet hat. Wenn nun der HERR, dein Gott, sie ausgestoißen hat vor dir her, so sprich nicht in deinem Herzen: Der HERR hat mich hereingeführet, das Land einzunehmen, urn meiner Gerechtigkeit willen, so doch der HERR diese Heiden vertreibet vor dir her urn ihres gottlosen Wesens willen. Denn du kommst nicht herein, ihr Land einzunehmen, urn deiner Gerechtigkeit und deines aufrichtigen Herzens willen, sondern der HERR, dein Gott, vertreibt diese Heiden urn ihres gottlosen Wesens willen, daß er das Wort halte, das der HERR geschworen hat deinen Vatern, Abraham, Isaak und Jakob. So wisse nun, daß der HERR, dein Gott, dir nicht urn deiner Gerechtigkeit willen dies gute Land gibt einzunehmen, sintemal du ein halsstarrig Volk bist. Gedenke und vergüß nicht, wie du den HERRN, deinen Gott, erzurnetest in der Wuste. Von dem Tage an, da du aus Agyptenland zogest, bis ihr kommen seid an diesen Ort, seid ihr ungehorsam gewesen dem HERRN. Denn in Horeb erzurnetet ihr den HERRN, also daß er vor Zorn euch vertilgen wollte; da ich auf den Berg gegangen war, die steinernen Tafeln zu empfahen, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit euch machte, und ich vierzig Tage und vierzig Nachte auf dem Berge blieb und kein Brot aß und kein Wasser trank, und mir der HERR die zwo steinernen Tafeln gab, mit dem Finger Gottes beschrieben, und darauf alle Worte, wie der HERR mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet hatte am Tage der Versammlung. Und nach den vierzig Tagen und vierzig Nachten gab mir der HERR die zwo steinernen Tafeln des Bundes und sprach zu mir: Mache dich auf, gehe eilend hinab von hinnen; denn dein Volk, das du aus Agypten gefuhret hast, hat's verderbet. Sie sind schnell getreten von dem Wege, den ich ihnen geboten habe; sie haben ihnen ein gegossen Bild gemacht. Und der HERR sprach zu mir: Ich sehe, daß dies Volk ein halsstarrig Volk ist. Laft ab von mir, dad ich sie vertilge und ihren Namen austilge unter dem Himmel; ich will aus dir ein starker und grader Volk machen, denn dies ist. Und als ich mich wandte und von dem Berge ging, der mit Feuer brannte, und die zwo Tafeln des Bundes auf meinen beiden Handen hatte, da sah ich, und siehe, da hattet ihreuch an dem HERRN, eurem Gott, versundiget, dad ihreuch ein gegossen Kalb gemacht und bald von dem Wege getreten waret, den euch der HERR geboten hatte. Da fadete ich beide Tafeln und warf sie aus beiden Handen und zerbrach sie vor euren Augen. Und fiel vor dem HERRN, wie zuerst, vierzig Tage und vierzig Nachte und ad kein Brot und trank kein Wasser urn aller eurer Sunden willen, die ihr getan hattet, da ihr solches Ubel tatet vor dem HERRN, ihn zu erzurnen. Denn ich furchtete mich vor dem Zorn und Grimm, damit der HERR über euch erzürnet war, dad er euch vertilgen wollte. Aber der HERR erhorete mich dasmal auch. Auch war der HERR sehr zornig uber Aaron, dad er ihn vertilgen wollte; aber ich bat auch fur Aaron zur selbigen Zeit. Aber eure Sunde, das Kalb, das ihr gemacht hattet, nahm ich und verbrannte es mit Feuer und zerschlug es und zermalmete es, bis es Staub ward, und warf den Staub in den Bach, der vom Berge fleudt. Auch so erzurnetet ihr den HERRN zu Thabeera und zu Massa und bei den Lustgrabern. Und da ereuch aus Kades-Barnea sandte und sprach: Gehet hinauf und nehmet das Land ein, das ich euch gegeben habe, waret ihr ungehorsam des HERRN Mund, eures Gottes, und glaubtet an ihn nicht und gehorchtet seiner Stimme nicht. Denn ihrseid ungehorsam dem HERRN gewesen, solange ich euch gekannt habe. Da fiel ich vor dem HERRN vierzig Tage und vierzig Nachte, die ich da lag; denn der HERR sprach, er wollte euch vertilgen. Ich aber bat den HERRN und sprach: Herr, HERR, verderbe dein Volk und dein Erbteil nicht, das du durch deine groüe Kraft erloset und mit machtiger Hand aus Agypten gefuhret hast! Gedenke an deine Knechte, Abraham, Isaak und Jakob. Sieh nicht an die Hartigkeit und das gottlose Wesen und Sunde dieses Volks, daß nicht das Land sage, daraus du uns gefuhret hast: Der HERR konnte sie nicht ins Land bringen, das er ihnen geredet hatte, und hat sie darum ausgefuhret, daß er ihnen gram war, daß er sie totete in der Wüste. Denn sie sind dein Volk und dein Erbteil, das du mit deinen groften Kraften und mit deinem ausgereckten Arm hast ausgefuhret.
Abendgebet — Zweite Lesung
Dafur halte uns jedermann, namlich fur Christi Diener und Haushalter uber Gottes Geheimnisse. Nun sucht man nicht mehr an den Haushaltern, denn daß sie treu erfunden werden. Mir aber ist's ein Geringes, daß ich von euch gerichtet werde Oder von einem menschlichen Tage; auch richte ich mich selbst nicht. Ich bin mirwohl nichts bewulit, aberdarinnen bin ich nicht gerechtfertiget; der Herr ist's aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr komme, welcher auch wird ans Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und den Rat der Herzen offenbaren; alsdann wird einem jeglichen von Gott Lob widerfahren. Solches aber, liebe Bruder, habe ich auf mich und Apollo gedeutet urn euretwillen, daß ihr an uns lernet, daß niemand hoher von sich halte, denn jetzt geschrieben ist, auf daß sich nicht einer wider den andern urn jemandes willen aufblase. Denn wer hat dich vorgezogen? Was hast du aber, das du nicht empfangen hast? So du es aber empfangen hast, was ruhmest du dich denn, als der es nicht empfangen hatte? Ihr seid schon satt worden; ihr seid schon reich worden; ihr herrschet ohne uns. Und wollte Gott, ihr herrschet, auf daß auch wir mit euch herrschen mochten. Ich halte aber, Gott habe uns Apostel fur die Allergeringsten dargestellet, als dem Tode ubergeben. Denn wir sind ein Schauspiel worden der Welt und den Engeln und den Menschen. Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christo; wir schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir aber verachtet. Bis auf diese Stunde leiden wir Hunger und Durst und sind nackend und werden geschlagen und haben keine gewisse Statte und arbeiten und wirken mit unsern eigenen Handen. Man schilt uns, so segnen wir; man verfolgt uns, so dulden wir's, man lasted uns, so flehen wir. Wir sind stets als ein Fluch der Welt und ein Fegopfer aller Leute. Nicht schreibe ich solches, daß ich euch beschame, sondern ich ermahne euch als meine lieben Kinder. Denn ob ihrgleich zehntausend Zuchtmeister hattet in Christo, so habt ihr doch nicht viele Vater. Denn ich habe euch gezeuget in Christo Jesu durch das Evangelium. Darum ermahne ich euch: Seid meine Nachfolger! Aus derselben Ursache habe ich Timotheus zu euch gesandt, welcher ist mein lieber und getreuer Sohn in dem Herm, dafi ereuch erinnere meiner Wege, die da in Christo sind, gleichwie ich an alien Enden in alien Gemeinden lehre. Es blahen sich etliche auf, als wurde ich nicht zu euch kommen. Ich will aber gar kurzlich zu euch kommen, so der Herr will, und erlernen nicht die Wode der Aufgeblasenen, sondern die Kraft. Denn das Reich Gottes stehet nicht in Woden, sondern in Kraft. Was wollet ihr? Soil ich mit der Rute zu euch kommen Oder mit Liebe und sanftmutigem Geist?
Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
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