Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Morgengebet — Erste Lesung
Und Hanna betete und sprach: Mein Herz ist frohlich in dem HERRN, mein Horn ist erhohet in dem HERRN. Mein Mund hat sich weit aufgetan fiber meine Feinde; denn ich freue mich deines Heils. Es ist niemand heilig, wie der HERR; außer dir ist keiner; und ist kein Hort, wie unser Gott ist. Lasset euer grol? Ruhmen und Trotzen, lasset aus eurem Munde das Alte; denn der HERR ist ein Gott, der es merket, und lalit solch Vornehmen nicht gelingen. Der Bogen der Starken ist zerbrochen, und die Schwachen sind umgürtet mit Starke. Die da satt waren, sind urns Brot verkauft worden, und die Hunger litten, hungert nicht mehr, bis daß die Unfruchtbare sieben gebar, und die viel Kinder hatte, abnahm. Der HERR totet und machet lebendig, führet in die Holle und wieder heraus. Der HERR machet arm und machet reich; er niedriget und erhohet. Er hebet auf den Durftigen aus dem Staub und erhohet den Armen aus dem Kot, daß er ihn setze unter die Fursten und den Stuhl der Ehren erben lasse. Denn der Welt Ende sind des HERRN, und er hat den Erdboden drauf gesetzet. Erwird behuten die Fufte seiner Heiligen; aber die Gottlosen müssen zunichte werden in Finsternis; denn viel Vermogen hilft doch niemand. Die mit dem HERRN hadern, müssen zugrunde gehen; über ihnen wird er donnern im Himmel. Der HERR wird richten der Welt Ende und wird Macht geben seinem Konige und erhohen das Horn seines Gesalbten. Elkana aber ging hin gen Ramath in sein Haus, und der Knabe war des HERRN Diener vor dem Priester Eli. Aber die Sohne Elis waren bose Buben; die fragten nicht nach dem HERRN, noch nach dem Recht der Priester an das Volk. Wenn jemand etwas opfern wollte, so kam des Priesters Knabe, weil das Fleisch kochte, und hatte eine Kreuel mit drei Zacken in seiner Hand; und stieft in den Tiegel, Oder Kessel, Oder Pfanne, Oder Topf; und was er mit der Kreuel hervorzog, das nahm der Priester davon. Also taten sie dem ganzen Israel, die daselbst hinkamen zu Silo. Desselbengleichen, ehe denn sie das Fett anzundeten, kam des Priesters Knabe und sprach zu dem, der das Opfer brachte: Gib mir das Fleisch, dem Priester zu braten; denn er will nicht gekocht Fleisch von dir nehmen, sondern roh. Wenn dann jemand zu ihm sagte: Laft das Fett anzünden, wie sich's heute gebuhrt, und nimm danach, was dein Herz begehrt, so sprach er zu ihm: Du sollst mir's jetzt geben; wo nicht, so will ich's mit Gewalt nehmen. Darum war die Sünde der Knaben sehr graft vor dem HERRN; denn die Leute lasterten das Speisopfer des HERRN. Samuel aber war ein Diener vor dem HERRN; und der Knabe war umgürtet mit einem leinenen Leibrock. Dazu machte ihm seine Mutter einen kleinen Rock und brachte ihn ihm hinauf zu seiner Zeit, wenn sie mit ihrem Mann hinaufging, zu opfern die Opfer zu seiner Zeit. Und Eli segnete Elkana und sein Weib und sprach: Der HERR gebe dir Samen von diesem Weibe urn die Bitte, die sie vom HERRN gebeten hat. Und sie gingen an ihren Ort. Und der HERR suchte Hanna heim, daß sie schwangerward; und gebar drei Sohne und zwo Tochter. Aber Samuel, der Knabe, nahm zu bei dem HERRN. Eli aber war sehr alt und erfuhr alles, was seine Sohne taten dem ganzen Israel, und daß sie schliefen bei den Weibern, die da dieneten vor der Tür der Hütte des Stiffs. Und er sprach zu ihnen: Warum tut ihr solches? Denn ich hore euer boses Wesen von diesem ganzen Volk. Nicht, meine Kinder das ist nicht ein gut Geschrei, das ich hore. Ihr machet des HERRN Volk ubertreten. Wenn jemand wider einen Menschen sundiget, so kann's der Richter schlichten. Wenn aber jemand wider den HERRN sundiget, wer kann fur ihn bitten? Aber sie gehorchten ihres Vaters Stimme nicht, denn der HERR hatte Willen, sie zu toten. Aber der Knabe Samuel ging und nahm zu; und war angenehm bei dem HERRN und bei den Menschen. Es kam aber ein Mann Gottes zu Eli und sprach zu ihm: So spricht der HERR: Ich habe mich offenbaret deines Vaters Hause, da sie noch in Agypten waren in Pharaos Hause,
Morgengebet — Zweite Lesung
Und es begab sich, daß er kam in ein Haus eines Obersten der Pharisaer auf einen Sabbat, das Brot zu essen. Und sie hielten auf ihn. Und siehe, da war ein Mensch vor ihm der war wassersuchtig. Und Jesus antwortete und sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisaern und sprach: Ist's auch recht, auf den Sabbat heilen? Sie aber schwiegen stille. Und er griff ihn an und heilete ihn und lieft ihn gehen. Und antwortete und sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, dem sein Ochse Oder Esel in den Brunnen fallt, und er nicht alsbald ihn herauszieht am Sabbattage? Und sie konnten ihm darauf nicht wieder Antwort geben. Er sagte aber ein Gleichnis zu den Gasten, da, er merkte, wie sie erwahleten, obenan zu sitzen, und sprach zu ihnen: Wenn du von jemand geladen wirst zur Hochzeit, so setze dich nicht obenan, daß nicht etwa ein Ehrlicherer denn du von ihm geladen sei, und so dann kommt, der dich und ihn geladen hat, spreche zu dir: Weiche diesem! und du mussest dann mit Scham untenan sitzen. Sondern wenn du geladen wirst, so gehe hin und setze dich untenan, auf daß, wenn da kommt, der dich geladen hat, spreche zu dir: Freund, rucke hinauf! Dann wirst du Ehre haben vor denen, die mit dir zu Tische sitzen. Denn wer sich selbst erhohet, der soil erniedriget werden; und wer sich selbst erniedriget, der soli erhohet werden. Er sprach auch zu dem, der ihn geladen hatte: Wenn du ein Mittags -Oder Abendmahl machest, so lade nicht deine Freunde noch deine Bruder noch deine Gefreundeten noch deine Nachbarn, die da reich sind, auf dad sie dich nicht etwa wieder laden, und dir vergolten werde. Sondern wenn du ein Mahl machest, lade die Armen, die Kruppel, die Lahmen, die Blinden, so bistdu selig; denn sie haben's dir nicht zu vergelten; es wird dir aber vergolten werden in der Auferstehung der Gerechten. Da aber solches horete einer, der mit zu Tisch sad, sprach er zu ihm: Selig ist, der das Brot isset im Reich Gottes. Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein grod Abendmahl und lud viele dazu. Und sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, zu sagen den Geladenen: Kommt, denn es ist alles bereit! Und siefingen an alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und mud hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der andere sprach: Ich habe funf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam und sagte das seinem Flerrn wieder. Da ward der Flausherr zornig und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus bald auf die Straden und Gassen der Stadt und führe die Armen und Kruppel und Lahmen und Blinden herein. Und der Knecht sprach: Flerr, es ist geschehen, was du befohien hast; es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landstraden und an die Zaune und notige sie hereinzukommen, auf dad mein Haus voll werde. Ich sage euch aber, dad der Manner keiner; die geladen sind; mein Abendmahl schmecken wird. Es ging aber viel Volks mit ihm. Und er wandte sich und sprach zu ihnen: So jemand zu mir kommt und hasset nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Bruder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein. Und wer nicht sein Kreuz tragt und mir nachfolget, der kann nicht mein Jünger sein. Wer ist aber unter euch, der einen Turm bauen will und sitzt nicht zuvor und uberschlagt die Kosten, ob er's habe hinauszufuhren? auf dad nicht, wo er den Grund gelegt hat und kann's nicht hinausführen, alle, die es sehen, fangen an sein zu spotten und sagen: Dieser Mensch hub an zu bauen und kann's nicht hinausführen! Oder welcher Konig will sich begeben in einen Streit wider einen andern Konig und sitzt nicht zuvor und ratschlagt, ob er konnte mit zehntausend begegnen dem, der über ihn kommt mit zwanzigtausend? Wo nicht, so schickt er Botschaft, wenn jener noch feme ist, und bittet urn Frieden. Also auch ein jeglicher unter euch, der nicht absagt allem, was er hat, kann nicht mein Jünger sein. Das Salz ist ein gut Ding; wo aber das Salz dumm wird, womit wird man würzen? Es ist weder auf das Land noch in den Mist nütze, sondern man wird's wegwerfen. Wer Ohren hat zu horen, der hore!
Abendgebet — Erste Lesung
Und da Samuel, der Knabe, dem HERRN dienete unter Eli, war des HERRN Wort teuer zu derselbigen Zeit, und warwenig Weissagung. Und es begab sich, zur selben Zeit lag Eli an seinem Ort, und seine Augen fingen an dunkel zu werden, daß er nicht sehen konnte. Und Samuel hatte sich geleget im Tempel des HERRN, da die Lade Gottes war, ehe denn die Lampe Gottes verlosch. Und der HERR rief Samuel. Er aber antwortete: Siehe, hie bin ich. Und lief zu Eli und sprach: Siehe, hie bin ich, du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe dich nicht gerufen; gehe wieder hin und lege dich schlafen. Und er ging hin und legte sich schlafen. Der HERR rief abermal: Samuel! Und Samuel stund auf und ging zu Eli und sprach: Siehe, hie bin ich, du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe dich nicht gerufen, mein Sohn; gehe wieder hin und lege dich schlafen. Aber Samuel kannte den HERRN noch nicht, und des HERRN Wort war ihm noch nicht offenbaret. Und der HERR rief Samuel aber zum drittenmal. Und er stund auf und ging zu Eli und sprach: Siehe, hie bin ich, du hast mich gerufen. Da merkte Eli, daß der HERR dem Knaben rief, und sprach zu ihm: Gehe wieder hin und lege dich schlafen; und so du gerufen wirst, so sprich: Rede, HERR; denn dein Knecht horet. Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort. Da kam der HERR und tratdahin und riefwie vormals: Samuel, Samuel! Und Samuel sprach: Rede, denn dein Knecht horet. Und der HERR sprach zu Samuel: Siehe, ich tue ein Ding in Israel, daß, wer das horen wird, dem werden seine beiden Ohren gellen. An dem Tage will ich erwecken über Eli, was ich wider sein Haus geredet habe; ich will's anfahen und vollenden. Denn ich hab's ihm angesagt, dafi ich Richter sein will uber sein Haus ewiglich urn der Missetat willen, daß erwulite, wie seine Kinder sich schandlich hielten, und hatte nicht einmal sauer dazu gesehen. Darum habe; ich dem Hause Eli geschworen, daß diese Missetat des Hauses Eli soil nicht versohnet werden weder mit Opfer noch mit Speisopfer ewiglich. Und Samuel lag bis an den Morgen; und tat die Türauf am Hause des HERRN. Samuel aber furchtete sich, das Gesicht Eli anzusagen. Da rief ihm Eli und sprach: Samuel, mein Sohn! Er antwortete: Siehe, hie bin ich. Er sprach: Was ist das Wort, das dir gesagt ist? Verschweige mir nichts. Gott tue dir dies und das, wo du mir etwas verschweigest, das dir gesagt ist! Da sagte es ihm Samuel alles an und verschwieg ihm nichts. Er aber sprach: Es ist der HERR; er tue, was ihm wohlgefallt! Samuel aber nahm zu, und der HERR war mit ihm; und fiel keines unter alien seinen Worten auf die Erde. Und ganz Israel, von Dan an bis gen Berseba, erkannte, daß Samuel ein treuer Prophet des HERRN war. Und der HERR erschien hinfort zu Silo; denn der HERR war Samuel offenbaret worden zu Silo durch das Wort des HERRN.
Abendgebet — Zweite Lesung
Ist nun bei euch Ermahnung in Christo, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, so erfullet meine Freude, daß ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habet, einmutig und einhellig seid, nichts tut durch Zank Oder eitle Ehre, sondern durch Demut achtet euch untereinander einer den andern hoher denn sich selbst. Und ein jeglicher sehe nicht auf das Seine, sondern auf das, was des andern ist. Ein jeglicher sei gesinnet, wie Jesus Christus auch war, welcher, ob er wohl in gottlicher Gestalt war, hielt er's nicht fur einen Raub, Gott gleich sein, sondern entauüerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch und an Gebarden als ein Mensch erfunden, erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhohet und hat ihm einen Namen gegeben, der uber alle Namen ist, daü in dem Namen Jesu sich beugen sollen alle derer Kniee, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dafi Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes des Vaters.] Also, meine Liebsten, wie ihr allezeit seid gehorsam gewesen, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern auch nun viel mehr in meiner Abwesenheit: Schaffet, daß ihrselig werdet, mit Furcht und Zittern! Denn Gott ist's, der in euch wirket beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. Tut alles ohne Murmeln und ohne Zweifel, auf daß ihr seid ohne Tadel und lauter und Gottes Kinder, unstraflich mitten unter dem unschlachtigen und verkehrten Geschlecht, unter welchem ihr scheinet als Lichter in der Welt damit, daß ihr haltet ob dem Wort des Lebens, mir zu einem Ruhm an dem Tage Christi, als der ich nicht vergeblich gelaufen noch vergeblich gearbeitet habe. Und ob ich geopfert werde uber dem Opfer und Gottesdienst eures Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit euch alien. Desselbigen sollt ihr euch auch freuen und sollt euch mit mir freuen. Ich hoffe aber in dem Herm Jesu, daß ich Timotheus bald werde zu euch senden, daß ich auch erquicket werde, wenn ich erfahre, wie es urn euch stehet. Denn ich habe keinen, der so gar meines Sinnes sei, der so herzüch fur euch sorget. Denn sie suchen alle das Ihre, nicht das Christi Jesu ist. Ihr aber wisset, daß er rechtschaffen ist; denn wie ein Kind dem Vater hat er mit mir gedienet am Evangelium. Denselbigen, hoffe ich, werde ich senden von Stund' an, wenn ich erfahren habe, wie es urn mich stehet. Ich vertraue aber in dem Herrn, daß auch ich selbst bald kommen werde. Ich hab's aber fur notig angesehen, den Bruder Epaphroditus zu euch zu senden, der mein Gehilfe und Mitstreiter und euer Apostel und meiner Notdurft Diener ist, sintemal er nach euch alien Verlangen hatte und war hoch bekümmert darum, daß ihr gehoret hattet, daß er krank war gewesen. Und er war zwar todkrank, aber Gott hat sich uber ihn erbarmet, nicht allein aber uber ihn, sondern auch uber mich, auf daß ich, nicht eine Traurigkeit uber die andere hatte. Ich habe ihn aber desto eilender gesandt, auf daß ihr ihn sehet und wieder frohlich werdet, und ich auch der Traurigkeit weniger habe. So nehmet ihn nun auf in dem Herrn mit alien Freuden und habt solche in Ehren. Denn urn des Werks Christi willen ist er dem Tode so nahe kommen, da ersein Leben gering bedachte, auf daß er mir dienete an eurer Statt.
Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
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