Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Morgengebet — Erste Lesung
Die Sunde Judas ist geschrieben mit eisernen Griffeln und mit spitzigen Demanten geschrieben und auf die Tafel ihres Herzens gegraben und auf die Horner an ihren Altaren, daß ihre Kinder gedenken sollen derselben Altare und Haine bei den grunen Baumen, auf den hohen Bergen. Aber ich will deine Hohen beide, auf Bergen und Feldern, samt deiner Habe und alien deinen Schatzen in die Rapuse geben urn der Sunde willen, in alien deinen Grenzen begangen. Und du sollst aus deinem Erbe verstoßen werden, das ich dir gegeben habe, und will dich zu Knechten deiner Feinde machen in einem Lande, das du nicht kennest; denn ihr habt ein Feuer meines Zorns angezundet, das ewiglich brennen wird. So spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verlaßt und halt Fleisch fur seinen Arm und mit seinem Herzen vom HERRN weicht! Der wird sein wie die Heide in der Wuste und wird nicht sehen den zukunftigen Trost, sondern wird bleiben in der Dürre, in der Wuste, in einem unfruchtbaren Lande, da niemand wohnet. Gesegnetaber ist der Mann, der sich auf den HERRN verlaßt, und der HERR seine Zuversicht ist! Der ist wie ein Baum am Wasser gepflanzt und am Bach gewurzelt. Denn obgleich eine Hitze kommt, furchtet er sich doch nicht, sondern seine Blatter bleiben gain, und sorget nicht, wenn ein durres Jahr kommt, sondern er bringet ohne Aufhoren Fruchte. Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergrunden? Ich, der HERR, kann das Herz ergrunden und die Nieren prufen; und gebe einem jeglichen nach seinem Tun, nach den Fruchten seiner Werke. Denn gleichwie ein Vogel, der sich fiber Eier setzt und brutet sie nicht aus, also ist der, so unrecht Gut sammelt; denn er muß davon, wenn er's am wenigsten achtet, und muß doch zuletzt Spott dazu haben. Aber die Statte unsers Heiligtums, namlich der Thron gottlicher Ehre, ist allezeit fest geblieben. Denn, HERR, du bist die Hoffnung Israels. Alle, die dich verlassen, müssen zuschanden werden, und die Abtrunnigen müssen in die Erde geschrieben werden; denn sie verlassen den HERRN, die Quelle des lebendigen Wassers. Heile du mich, HERR, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen; denn du bist mein Ruhm. Siehe, sie sprechen zu mir: Wo ist denn des HERRN Wort? Lieber, laß, hergehen! Aber ich bin drum nicht von dir geflohen, mein Hirte, so habe ich Menschentage nicht begehret, das weilit du; was ich gepredigt habe, das ist recht vor dir. Sei du mir nur nicht schrecklich, meine Zuversicht in der Not! Lal J sie zuschanden werden, die mich verfolgen, und mich nicht; laß sie erschrecken und mich nicht; laß, den Tag des Unglucks uber sie gehen und zerschlage sie zwiefach! So spricht der HERR zu mir: Gehe hin und tritt unter das Tor des Volks, dadurch die Konige Judas aus und ein gehen, und unter alle Tore zu Jerusalem und sprich zu ihnen: Horet des HERRN Wort, ihr Konige Judas und ganz Juda und alle Einwohner zu Jerusalem, so zu diesem Tor eingehen! So spricht der HERR: Hutet euch und traget keine Last am Sabbattage durch die Tore hinein zu Jerusalem und führet keine Last am Sabbattage aus euren Hausern und tut keine Arbeit, sondern heiliget den Sabbattag, wie ich euren Vatern geboten habe. Aber sie horen nicht und neigen ihre Ohren nicht, sondern bleiben halsstarrig, daß sie mich ja nicht horen noch sich ziehen lassen. So ihr mich horen werdet, spricht der HERR, daß ihr keine Last traget des Sabbattages durch dieser Stadt Tore ein, sondern denselbigen heiliget, daß ihr keine Arbeit an demselbigen Tage tut, so sollen auch durch dieser Stadt Tore aus und ein gehen Konige und Fursten, die auf dem Stuhl Davids sitzen, und reiten und fahren, beide, auf Wagen und Rossen, sie und ihre Fursten, samt alien, die in Juda und zu Jerusalem wohnen; und soil diese Stadt ewiglich bewohnet werden. Und sollen kommen aus den Stadten Judas, und die um Jerusalem her liegen, und aus dem Lande Benjamin, aus den Gründen und von den Gebirgen und vom Mittage, die da bringen Brandopfer, Opfer, Speisopfer und Weihrauch zum Hause des HERRN. Werdet ihr mich aber nicht horen, daß ihr den Sabbattag heiliget und keine Last traget durch die Tore zu Jerusalem ein am Sabbattage, so will ich ein Feuer unter ihren Toren anstecken, das die Hauser zu Jerusalem verzehren und nicht geloscht werden soil.
Morgengebet — Zweite Lesung
Und er sprach zu seinen Jungern: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubet ihr an Gott, so glaubet ihr auch an mich. In meines Vaters Hause sind viel Wohnungen. Wenn's nicht so ware, so wollt' ich zu euch sagen; ich gehe hin euch die Statte zu bereiten. Und ob ich hinginge, euch die Statte zu bereiten, will ich doch wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo ich bin. Und wo ich hingehe, das wisset ihr, und den Weg wisset ihr auch. Spricht zu ihm Thomas: Herr, wirwissen nicht, wo du hingehest; und wie konnen wir den Weg wissen? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich kennetet, so kennetet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennet ihr ihn und habt ihn gesehen. Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, so genuget uns. Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch und du kennest mich nicht? Philippus, wer mich siehet, der siehet den Vater. Wie sprichst du denn: Zeige uns den Vater? Glaubest du nicht, dafi ich im Vater und der Vater in mir ist? Die Worte, die zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnet, derselbige tut die Werke. Glaubet mir, dafi ich im Vater und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch urn der Werke willen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubet, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird groftere denn diese tun; denn ich gehe zum Vater. Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, auf daß der Vater geehret werde in dem Sohne. Was ihr bitten werdet in meinem Namen das will ich tun. Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote. Und ich will den Vater bitten, und er soil euch einen andern Troster geben, daß er bei euch bleibe ewiglich, den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfangen; denn sie siehet ihn nicht und kennet ihn nicht. Ihr aber kennet ihn; denn er bleibet bei euch und wird in euch sein. Ich will euch nicht Waisen lassen; ich komme zu euch. Es ist noch urn ein kleines, so wird mich die Welt nicht mehr sehen; ihr aber sollt mich sehen: denn ich lebe, und ihr sollt auch leben. An demselbigen Tage werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Wer meine Gebote hat und halt sie, der ist's, der mich liebet. Wer mich aber liebet, der wird von meinem Vater geliebet werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. Spricht zu ihm Judas, nicht der Ischariot: Herr, was ist's, daß du uns willst dich offenbaren und nicht der Welt? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebet, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der halt meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr horet ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. Solches hab' ich zu euch geredet, weil ich bei euch gewesen bin. Aber der Troster, der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, derselbige wird's euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe. Den Frieden lasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und furchte sich nicht! Ihr habt gehoret, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Hattet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, daß ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn der Vater ist großer denn ich. Und nun hab' ich's euch gesagt, ehe denn es geschiehet, auf daß, wenn es nun geschehen wird, daß ihrglaubet. Ich werde hinfort nicht mehr viel miteuch reden; denn es kommt der Furst dieser Welt und hat nichts an mir. Aber daß die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe, und ich also tue, wie mir der Vater geboten hat, stehet auf und lasset uns von hinnen gehen!
Abendgebet — Erste Lesung
Dies ist das Wort, das geschah vom HERRN zu Jeremia und sprach: Mache dich auf und gehe hinab in des Topfers Haus; daselbst will ich dich meine Worte horen lassen. Und ich ging hinab in des Topfers Haus; und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe. Und der Topf, so er aus dem Ton machte, miftriet ihm unter den Handen. Da machte er wiederum einen andern Topf, wie es ihm gefiel. Da geschah des HERRN Wort zu mir und sprach: Kann ich nicht auch also miteuch umgehen, ihr vom Hause Israel, wie dieser Topfer? spricht der HERR. Siehe, wie der Ton ist in des Topfers Hand, also seid auch ihr vom Hause Israel in meiner Hand. Plotzlich rede ich wider ein Volk und Konigreich, daß ich's ausrotten, zerbrechen und verderben wolle. Wo sich's aber bekehret von seiner Bosheit, dawider ich rede, so soli mich auch reuen das Ungluck, das ich ihm gedachte zu tun. Und plotzlich rede ich von einem Volk und Konigreich, daß ich's bauen und pflanzen wolle. So es aber Boses tut vor meinen Augen, daß es meiner Stimme nicht gehorcht, so soli mich auch reuen das Gute, das ich ihm verheiften hatte zu tun. So sprich nun zu denen in Juda und zu den Burgern zu Jerusalem: So spricht der HERR: Siehe, ich bereite euch ein Ungluck zu und habe Gedanken wider euch; darum kehre sich ein jeglicher von seinem bosen Wesen und bessert euer Wesen und Tun. Aber sie sprechen: Da wird nichts aus! Wir wollen nach unsern Gedanken wandeln und ein jeglicher tun nach Gedunken seines bosen Herzens. Darum spricht der HERR: Fragt doch unter den Heiden, wer hat je desgleichen gehoret, daß die Jungfrau Israel so gar greulich Ding tut? Bleibtdoch derßchnee langeraufden Steinen im Feide, wenn's vom Libanon herab schneiet, und das Regenwasser verschieftt nicht so bald, als mein Volk mein vergiftt. Sie rauchern den Gottern und richten Argernis an auf ihren Wegen fur und fur und gehen auf ungebahnten Straften, auf daß ihr Land zur Wuste werde, ihnen zur ewigen Schande, daß, wer vorubergehet, sich verwundere und den Kopf schuttele. Denn ich will sie durch einen Ostwind zerstreuen vor ihren Feinden; ich will ihnen den Rücken und nicht das Antlitz zeigen, wenn sie verderben. Aber sie sprechen: Kommt und laftt uns wider Jeremia ratschlagen; denn die Priester konnen nicht irren im Gesetz, und die Weisen konnen nicht fehlen mit Raten, und die Propheten konnen nicht unrecht lehren. Kommt her, laftt uns ihn mit der Zunge totschlagen und nichts geben auf alle seine Rede! HERR, habe acht auf mich und hore die Stimme meiner Widersacher! Ist's recht, daß man Gutes mit Bosem vergilt? Denn sie haben meiner Seele eine Grube gegraben. Gedenke doch, wie ich vor dir gestanden bin, daß ich ihr Bestes redete und deinen Grimm von ihnen wendete! So strafe nun ihre Kinder mit Hunger und laft sie ins Schwert fallen, daß ihre Weiber ohne Kinder und Witwen seien, und ihre Manner zu Tode geschlagen und ihre junge Mannschaft im Streit durchs Schwert erwurget werden, daß ein Geschrei aus ihren Hausern gehoret werde, wie du plotzlich habest Kriegsvolk uber sie kommen lassen. Denn sie haben eine Grube gegraben, mich zu fahen, und meinen Füften Stricke gelegt. Und weil du, HERR, weiftt alle ihre Anschlage wider mich, daß sie mich toten wolien, so vergib ihnen ihre Missetat nicht und laft ihre Sunde vor dir nicht ausgetilget werden. Laft sie vor dir gestürzt werden und handle mit ihnen nach deinem Zorn!
Abendgebet — Zweite Lesung
Paulus, ein Knecht Gottes, aber ein Apostel Jesu Christi nach dem Glauben der Auserwahlten Gottes und der Erkenntnis der Wahrheit zur Gottseligkeit, auf Hoffnung des ewigen Lebens, welches verheiften hat, der nicht luget, Gott, vor den Zeiten der Welt, hat aber offenbaret zu seiner Zeit sein Wort durch die Predigt, die mir vertrauet ist nach dem Befehl Gottes, unsers Heilandes: Titus, meinem rechtschaffenen Sohn, nach unser beider Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott dem Vater und dem Herrn Jesu Christo, unserm Heilande. Derhalben lieft ich dich in Kreta, dafi du solltest vollends anrichten, da ich's gelassen habe und besetzen die Stadte hin und her mit Altesten, wie ich dir befohlen habe; wo einer ist untadelig, eines Weibes Mann, der glaubige Kinder habe, nicht beruchtiget, daß sie Schwelger und ungehorsam sind. Denn ein Bischof soil untadelig sein, als ein Haushalter Gottes, nicht eigensinnig, nicht zornig, nicht ein Weinsaufer, nicht pochen, nicht unehrliche Hantierung treiben, sondern gastfrei, gutig, zuchtig, gerecht, heilig, keusch und halte ob dem Wort, das gewift ist und lehren kann, auf daß er machtig sei, zu ermahnen durch die heilsame Lehre und zu strafen die Widersprecher. Denn es sind viele freche und unnutze Schwatzer und Verführer, sonderlich die aus der Beschneidung, welchen man muft das Maul stopfen, die da ganze Hauser verkehren und lehren, was nicht taugt, urn schandliches Gewinns willen. Es hat einer aus ihnen gesagt, ihreigener Prophet: Die Kreter sind immer Lugner, bose Tiere und faule Bauche. Dies Zeugnis ist wahr. Urn der Sache willen strafe sie scharf, auf daß sie gesund seien im Glauben und nicht achten auf die judischen Fabeln und Menschengebote, welche sich von der Wahrheit abwenden. Den Reinen ist alles rein; den Unreinen aber und Unglaubigen ist nichts rein, sondern unrein ist beides, ihr Sinn und Gewissen. Sie sagen, sie erkennen Gott; aber mit den Werken verleugnen sie es, sintemal sie sind, an welchen Gott Greuel hat, und gehorchen nicht und sind zu allem guten Werk untuchtig.
Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
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