Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Morgengebet — Erste Lesung
Und uber eine lange Zeit kam das Wort des HERRN zu Elia, im dritten Jahr, und sprach: Gehe hin und zeige dich Ahab, daß ich regnen lasse auf Erden. Und Elia ging hin, daß er sich Ahab zeigete. Es war aber eine grolie Teurung zu Samaria. Und Ahab rief Obadja, seinem Hof meister. (Obadja aber furchtete den HERRN sehr. Denn da Isebel die Propheten des HERRN ausrottete, nahm Obadja hundert Propheten und versteckte sie in der Hohle, hie funfzig und da funfzig, und versorgete sie mit Brot und Wasser.) So sprach nun Ahab zu Obadja: Zeuch durchs Land zu alien Wasserbrunnen und Bachen, ob wir mochten Heu finden und die Rosse und Mauler erhalten, daß nicht das Vieh alies umkomme. Und sie teilten sich ins Land, daß sie es durchzogen. Ahab zog allein auf einem Weg und Obadja auch allein den andern Weg. Da nun Obadja auf dem Wege war, siehe, da begegnete ihm Elia; und da er ihn kannte, fiel er auf sein Antlitz und sprach: Bist du nicht mein Herr Elia? Er sprach: Ja; gehe hin, sage deinem Herm: Siehe, Elia isthie. Er aber sprach: Was habe ich gesundiget, dad du deinen Knecht willst in die Hande Ahabs geben, dad er mich tote? So wahr der HERR, dein Gott, lebet, es ist kein Volk noch Konigreich, dahin mein Herr nicht gesandt hat, dich zu suchen. Und wenn sie sprachen: Er ist nicht hie, nahm ereinen Eid von dem Konigreich und Volk, dad man dich nicht funden hatte. Und du sprichst nun: Gehe hin, sage deinem Herm: Siehe, Elia isthie! Wenn ich nun hinginge von dir, so wurde dich der Geistdes HERRN wegnehmen, weid nicht wohin; und ich dann kame und sagte es Ahab an und fande dich nicht, so erwurgete er mich. Aber dein Knecht furchtet den HERRN von seiner Jugend auf. Ist's meinem Herm nicht angesagt, was ich getan habe, da Isebel die Propheten des HERRN erwurgete, dad ich der Propheten des HERRN hundert versteckte, hie funfzig und da fünfzig in der Hbhle, und versorgete sie mit Brot und Wasser? Und du sprichst nun: Gehe hin, sage deinem Herm: Elia ist hie; dad er mich erwurge! Elia sprach: So wahr der HERR Zebaoth lebet, vor dem ich stehe, ich will mich ihm heute zeigen. Da ging Obadja hin Ahab entgegen und sagte es ihm an. Und Ahab ging hin Elia entgegen. Und da Ahab Elia sah, sprach Ahab zu ihm: Bist du, der Israel verwirret? Er aber sprach: Ich verwirre Israel nicht, sondern du und deines Vaters Haus, damit dad ihr des HERRN Gebote verlassen habt und wandelt Baalim nach. Wohlan, so sende nun hin und versammle zu mir das ganze Israel auf den Berg Karmel und die vierhundertundfunfzig Propheten Baals, auch die vierhundert Propheten des Hains, die vom Tisch Isebels essen. Also sandte Ahab hinunter alle Kinder Israel und versammelte die Propheten auf den Berg Karmel. Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinket ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach; ist's aber Baal, so wandelt ihm nach! Und das Volk antwortete ihm nichts. Da sprach Elia zum Volk: Ich bin allein uberblieben ein Prophet des HERRN, aber der Propheten Baals sind vierhundertundfunfzig Mann. So gebet uns nun zween Farren und lasset sie erwahlen einen Farren und ihn zerstucken und aufs Holz legen und kein Feuer dran legen, so will ich den andern Farren nehmen und aufs Holz legen und auch kein Feuer dran legen. So rufet ihr an den Namen eures Gottes, und ich will den Namen des HERRN anrufen. Welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der sei Gott. Und das ganze Volk antwortete und sprach: Das ist recht. Und Elia sprach zu den Propheten Baals: Erwahlet ihr einen Farren und machet am ersten, denn euer ist viel; und rufet eures Gottes Namen an und legetkein Feuer dran. Und sie nahmen den Farren, den er ihnen gab, und richteten zu und riefen an den Namen Baals von Morgen an bis an den Mittag und sprachen: Baal, erhore uns! Aber es war da keine Stimme noch Antwort. Und sie hinkten urn den Altar, den sie gemacht hatten. Da es nun Mittag ward, spottete ihrer Elia und sprach: Rufet laut; denn er ist ein Gott, er dichtet, Oder hat zu schaffen, Oder ist uber Feld, Oder schlaft vielleicht, dad er aufwache. Und sie riefen laut und ritzten sich mit Messern und Pfriemen nach ihrer Weise, bis dafi ihr Blut hernach ging. Da aber der Mittag vergangen war, weissagten sie, bis daß man das Speisopfer tun sollte; und war da keine Stimme, noch Antwort, noch Aufmerken. Da sprach Elia zu allem Volk: Kommt her, alles Volk, zu mir! Und da alles Volk zu ihm trat, heilete er den Altar des HERRN, der zerbrochen war. Und nahm zwolf Steine nach der Zahl der Stamme der Kinder Jakobs (zu welchem das Wort des HERRN redete und sprach: Du sollst Israel heiden). Und bauete von den Steinen einen Altar im Namen des HERRN und machte urn den Altar her eine Grube, zwei Kornmad weit. Und richtete das Holz zu und zerstuckte den Farren und legte ihn aufs Holz. Und sprach: Holet vier Kad Wasser voll und giedet es auf das Brandopfer und auf das Holz. Und sprach: Tut es noch einmal. Und sie taten es noch einmal. Und er sprach: Tut es zum drittenmal. Und sie taten es zum drittenmal. Und das Wasser lief urn den Altar her, und die Grube ward auch voll Wassers. Und da die Zeit war, Speisopfer zu opfern, trat Elia, der Prophet, herzu und sprach: HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, lad heute kund werden, dad du Gott in Israel bist und ich dein Knecht, und dad ich solches alles nach deinem Wort getan habe. Erhore mich, HERR, erhore mich, dad dies Volk wisse, dad du, HERR, Gott bist, dad du ihr Herz danach bekehrest. Da fiel das Feuer des HERRN herab und frad Brandopfer, Holz, Steine und Erde und leckte das Wasser auf in der Grube. Da das alles Volk sah, fiel es auf sein Angesicht und sprachen: Der HERR ist Gott, der HERR ist Gott! Elia aber sprach zu ihnen: Greifet die Propheten Baals, dad ihrer keinerentrinne! Und sie griffen sie. Und Elia fuhrete sie hinab an den Bach Kison und schlachtete sie daselbst. Und Elia sprach zu Ahab: Zeuch hinauf, ift und trink; denn es rauschet, als wollte es sehr regnen. Und da Ahab hinaufzog zu essen und zu trinken, ging Elia auf des Karmels Spitze und bückte sich zur Erde und tat sein Haupt zwischen seine Kniee. Und sprach zu seinem Knaben: Gehe hinauf und schaue zum Meer zu! Er ging hinauf und schauete und sprach: Es ist nichts da. Er sprach: Gehe wieder hin siebenmal! Und im siebentenmal sprach er: Siehe, es gehet eine kieine Wolke auf aus dem Meer wie eines Mannes Hand. Er sprach: Gehe hinauf und sage Ahab: Spanne an und fahre hinab, daß dich der Regen nicht ergreife. Und ehe man zusah, ward der Himmel schwarz von Wolken und Wind, und kam ein grower Regen. Ahab aber fuhr und zog gen Jesreel. Und die Hand des HERRN kam uber Elia; und ergurtete seine Lenden und lief vor Ahab hin, bis er kam gen Jesreel.
Morgengebet — Zweite Lesung
Da nun Festus ins Land kommen war, zog er liber drei Tage hinauf von Casarea gen Jerusalem. Da erschienen vor ihm die Hohenpriester und die Vornehmsten der Juden wider Paulus und ermahneten ihn und baten urn Gunst wider ihn, daß er ihn fordern lielie gen Jerusalem, und stelleten ihm nach, daß sie ihn unterwegs umbrachten. Da antwortete Festus, Paulus wurde ja behalten zu Casarea; aber er wurde in kurzem wieder dahin ziehen. Welche nun unter euch (sprach er) konnen, die lasset mit hinabziehen und den Mann Verklagen, so etwas an ihm ist. Da er aber bei ihnen mehr denn zehn Tage gewesen war, zog er hinab gen Casarea; und des andern Tages setzte ersich auf den Richterstuhl und hieli Paulus holen. Da derselbige aber vor ihn kam, traten umher die Juden, die von Jerusalem herabkommen waren, und brachten auf viel und schwere Klagen wider Paulus, welche sie nicht mochten beweisen, dieweil er sich verantwortete: Ich habe weder an der Juden Gesetz noch an dem Tempel noch an dem Kaiser mich versundiget. Festus aberwollte den Juden eine Gunst erzeigen und antwortete Paulus und sprach: Willst du hinauf gen Jerusalem und daselbst über diesem dich vor mir richten lassen? Paulus aber sprach: Ich stehe vor des Kaisers Gericht, da soil ich mich lassen richten; den Juden habe ich kein Leid getan, wie auch du aufs beste weißt. Habe ich aber jemand Leid getan und des Todes wert gehandelt, so weigere ich mich nicht zu sterben; ist aber der keines nicht, des sie mich verklagen, so kann mich ihnen niemand ergeben. Ich berufe mich auf den Kaiser. Da besprach sich Festus mit dem Rat und antwortete: Auf den Kaiser hast du dich berufen, zum Kaiser sollst du ziehen. Aber nach etlichen Tagen kamen der Konig Agrippa und Bernice gen Casarea, Festus zu empfangen. Und da sie viel Tage daselbst gewesen waren, legte Festus dem Konige den Handel von Paulus vor und sprach: Es ist ein Mann, von Felix hinterlassen gefangen, urn welches willen die Hohenpriester und Altesten der Juden vor mir erschienen, da ich zu Jerusalem war, und baten, ich sollte ihn richten lassen; welchen ich antwortete: Es ist der Romer Weise nicht, daß ein Mensch ergeben werde umzubringen, ehe denn der Verklagte habe seine Klager gegenwartig und Raum empfange, sich der Anklage zu verantworten. Da sie aber her zusammenkamen, machte ich keinen Aufschub und hielt des andern Tages Gericht und hieü den Mann vorbringen. Von welchem, da die Verklager auftraten, brachten sie der Ursachen keine auf, der ich mich versah. Sie hatten aber etliche Fragen wider ihn von ihrem Aberglauben und von einem verstorbenen Jesus, von welchem Paulus sagte, er lebete. Da ich aber mich der Frage nicht verstund, sprach ich, ob erwollte gen Jerusalem reisen und daselbst sich daruber lassen richten. Da aber Paulus sich berief, daß er auf des Kaisers Erkenntnis behalten wurde, hieß ich ihn behalten, bis daß ich ihn zum Kaiser sende. Agrippa aber sprach zu Festus: Ich mochte den Menschen auch gerne horen. Er aber sprach: Morgen sollst du ihn horen. Und am andern Tage, da Agrippa und Bernice kamen mit großem Geprange und gingen in das Richthaus mit den Hauptleuten und vornehmsten Mannern der Stadt, und da es Festus hieß, ward Paulus gebracht. Und Festus sprach: Lieber Konig Agrippa und alle ihr Manner, die ihr mit uns hier seid, da sehet ihr den, urn welchen mich die ganze Menge der Juden angelanget hat, beide, zu Jerusalem und auch hier, und schrieen, er solle nicht langer leben. Ich aber, da ich vernahm, daü er nichts getan hatte, was des Todes wert sei, und er auch selber sich auf den Kaiser berief, habe ich beschlossen, ihn zu senden, von welchem ich nichts Gewisses habe, das ich dem Herrn schreibe. Darum habe ich ihn lassen hervorbringen vor euch, allermeist aber vor dich Konig Agrippa, auf daß ich nach geschehener Erforschung haben moge, was ich schreibe; denn es dünkt mich ungeschickt Ding sein, einen Gefangenen zu schicken und keine Ursache wider ihn anzeigen.
Abendgebet — Erste Lesung
Und Ahab sagte Isebel an alles was Elia getan hatte, und wie er hatte alle Propheten Baals mit dem Schwert erwurget. Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und lieft ihm sagen: Die Gotter tun mirdies und das, wo ich nicht morgen urn diese Zeit deiner Seele tue wie dieser Seelen einer! Da er das sah, machte er sich auf und ging, wo er hin wollte, und kam gen Berseba in Juda und lieft seinen Knaben daselbst. Er aber ging hin in die Wuste eine Tagreise; und kam hinein und setzte sich unter einen Wacholder und bat, da(S seine Seele stürbe, und sprach: Es ist genug; nimm nun, HERR, meine Seele! Ich bin nicht besser denn meine Vater. Und legte sich und schlief unter dem Wacholder. Und siehe, der Engel ruhrete ihn und sprach zu ihm: Stehe auf und ift! Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Haupten lag ein gerostet Brot und eine Kanne mit Wasser. Und da ergegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen. Und der Engel des HERRN kam zum andernmal wieder und ruhrete ihn und sprach: Stehe auf und ift; denn du hast einen groften Weg vor dir. Und er stund auf und aft und trank; und ging durch Kraft derselben Speise vierzig Tage und vierzig Nachte bis an den Berg Gottes Horeb. Und kam daselbst in eine Hohle und blieb daselbst über Nacht. Und siehe, das Wort des HERRN kam zu ihm und sprach zu ihm: Was machst du hie, Elia? Er sprach: Ich habe geeifert um den HERRN, den Gott Zebaoth; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen und deine Altare zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwert erwurget; und ich bin allein uberblieben, und sie stehen danach, dafi sie mir mein Leben nehmen. Er sprach: Gehe heraus und trittaufden Berg vor den HERRN. Und siehe, der HERR ging voruber, und ein grofter, starker Wind, der die Berge zerrifi und die Felsen zerbrach, vor dem HERRN her; der HERR aber war nicht im Winde. Nach dem Winde aber kam ein Erdbeben; aber der HERR war nicht im Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein still sanftes Sausen. Da das Elia horete, verhullete ersein Antlitz mit seinem Mantel und ging heraus und trat in die Tur der Hohle. Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm und sprach: Was hast du hie zu tun, Elia? Er sprach: Ich habe um den HERRN, den Gott Zebaoth, geeifert; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen, deine Altare zerbrochen, deine Propheten mit dem Schwert erwurget; und ich bin allein uberblieben, und sie stehen danach, dafi sie mir das Leben nehmen. Aber der HERR sprach zu ihm: Gehe wiederum deines Weges durch die Wuste gen Damaskus; und geh hinein und salbe Hasael zum Konige uber Syrien und Jehu, den Sohn Nimsis, zum Konige fiber Israel und Elisa, den Sohn Saphats, von Abel-Mehola, zum Propheten an deiner Statt. Und soil geschehen, dafi, wer dem Schwert Hasaels entrinnet, den soli Jehu toten, und wer dem Schwert Jehus entrinnet den soli Elisa toten. Und ich will lassen überbleiben siebentausend in Israel, namlich alle Kniee, die sich nicht gebeuget haben vor Baal, und alien Mund, der ihn nicht geküsset hat. Und er ging von dannen und fand Elisa, den Sohn Saphats, daß er pflugete mit zwolf Jochen vor sich hin; und er war selbst unter den Zwolfen. Und Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel auf ihn. Er aber lieft die Rinder und lief Elia nach und sprach: Laft mich meinen Vater und meine Mutter küssen, so will ich dir nachfolgen. Er sprach zu ihm: Gehe hin und komm wieder; denn ich habe etwas mit dirzu tun. Und er lief wieder von ihm und nahm ein Joch Rinder und opferte es; und kochte das Fleisch mit dem Holzwerk an den Rindern und gab's dem Volk, daß sie alien. Und machte sich auf und folgte Elia nach und dienete ihm.
Abendgebet — Zweite Lesung
Ihr Lieben, glaubet nicht einem jeglichen Geist, sondern prufet die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viel falsche Propheten ausgegangen in die Welt. Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeglicher Geist, der da bekennet, daß Jesus Christus ist in das Fleisch kommen, der ist von Gott; und ein jeglicher Geist, der da nicht bekennet, daß Jesus Christus ist in das Fleisch kommen, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Widerchrists, von welchem ihr habt gehoret, daß er kommen werde, und ist jetzt schon in der Welt. Kindlein, ihrseid von Gott und habtjene überwunden; denn der in euch ist, ist grolier, denn der in der Welt ist. Sie sind von der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt horet sie. Wir sind von Gott, und wer Gott erkennet, der horet uns; welcher nicht von Gott ist, der horet uns nicht. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums. Ihr Lieben, lasset uns untereinander liebhaben; denn die Liebe ist von Gott; und wer liebhat, der ist von Gott geboren und kennet Gott. Wer nicht liebhat, der kennet Gott nicht; denn Gott ist die Liebe: Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, daß Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, daß wir durch ihn leben sollen. Darinnen stehet die Liebe, nicht daß wir Gott geliebet haben, sondern dad er uns geliebet hat und gesandt seinen Sohn zur Versohnung fur unsere Sünden. Ihr Lieben, hat uns Gottalso geliebet, sosollen wir uns auch untereinander lieben. Niemand hatßottjemals gesehen. So wir uns untereinander lieben, so bleibet Gott in uns, und seine Liebe ist vollig in uns. Daran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns, dad er uns von seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und zeugen, dad der Vater den Sohn gesandt hat zum Heiland der Welt. Welcher nun bekennet, dad Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibet Gott und er in Gott. Und wir haben erkannt und geglaubet die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott und Gott in ihm. Daran ist die Liebe vollig bei uns, auf dad wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleichwie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollige Liebe treibet die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber furchtet, der ist nicht vollig in der Liebe. Lasset uns ihn lieben; denn er hat uns erst geliebet. So jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasset seinen Bruder, der ist ein Lugner; denn wer seinen Bruder nicht liebet, den er siehet, wie kann er Gott lieben, den er nicht siehet? Und dies Gebot haben wir von ihm, dad, wer Gott liebet, dad der auch seinen Bruder liebe.
Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
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