Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Morgengebet — Erste Lesung
Und die von Ephraim schrieen und gingen zu mitternachtwarts und sprachen zu Jephthah: Warum bist du in den Streit gezogen wider die Kinder Ammon und hast uns nicht gerufen, daß wir mit dir zogen? Wir wollen dein Haus samt dir mit Feuer verbrennen. Jephthah sprach zu ihnen: Ich und mein Volk hatten eine große Sache mit den Kindern Ammon; und ich schrie euch an, aber ihr halfet mir nicht aus ihren Handen. Da ich nun sah, daß ihr nicht helfen wolltet, stellete ich meine Seele in meine Hand und zog hin wider die Kinder Ammon, und der HERR gab sie in meine Hand. Warum kommt ihr nun zu mir herauf, wider mich zu streiten? Und Jephthah sammelte alle Manner in Gilead und stritt wider Ephraim. Und die Manner in Gilead schlugen Ephraim, darum daß sie sagten: Seid doch ihr Gileaditer unter Ephraim und Manasse als die Fluchtigen zu Ephraim. Und die Gileaditer nahmen ein die Furt des Jordans vor Ephraim. Wenn nun sprachen die Fluchtigen Ephraims: Laß mich hinubergehen, so sprachen die Manner von Gilead zu ihm: Bist du ein Ephraiter? Wenn er dann antwortete: Nein, so hießen sie ihn sprechen: Schiboleth, so sprach er: Siboleth, und konnte es nicht recht reden. So griffen sie ihn und schlugen ihn an der Furt des Jordans, daß zu der Zeit von Ephraim fielen zweiu ndvierzigtausend . Jephthah aber richtete Israel sechs Jahre. Und Jephthah, der Gileaditer, starb und ward begraben in den Stadten zu Gilead. Nach diesem richtete Israel Ebzan von Bethlehem. Der hatte dreißig Sohne, und dreißig Tochter setzte er aus und dreißig Tochter nahm er von außen seinen Sohnen; und richtete Israel sieben Jahre. Und starb und ward begraben zu Bethlehem. Nach diesem richtete Israel Elon, ein Sebuloniter; und richtete Israel zehn Jahre. Und starb und ward begraben zu Ajalon im Lande Sebulon. Nach diesem richtete Israel Abdon, ein Sohn Hillels, ein Pireathoniter. Der hatte vierzig Sohne und dreißig Neffen, die auf siebenzig Eselsfullen ritten; und richtete Israel acht Jahre. Und starb und ward begraben zu Pireathon im Lande Ephraim auf dem Gebirge der Amalekiter.
Morgengebet — Zweite Lesung
Und Jesus ging voruber und sah einen, der blind geboren war. Und seine Junger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesundiget, dieser Oder seine Eltern, daß er ist blind geboren? Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesundiget noch seine Eltern, sondern daß die Werke Gottes offenbar wurden an ihm. Ich muü Wirken die Werke des, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Dieweil ich bin in der Welt, bin ich das Licht der Welt. Da er solches gesagt, sputzete er auf die Erde und machte einen Kot aus dem Speichel und schmierete den Kot auf des Blinden Augen und sprach zu ihm: Gehe hin zu dem Teich Siloah (das ist verdolmetschet: gesandt) und wasche dich. Da ging er hin und wusch sich und kam sehend. Die Nachbarn, und die ihn zuvor gesehen hatten, daß er ein Bettler war, sprachen: Ist dieser nicht, der da sali und bettelte? Etliche sprachen: Er ist's; etliche aber: Er ist ihm ahnlich. Er selbst aber sprach: Ich bin's. Da sprachen sie zu ihm: Wie sind deine Augen aufgetan? Er antwortete und sprach: Der Mensch, der Jesus heiliet, machte einen Kot und schmierete meine Augen und sprach: Gehe hin zu dem Teich Siloah und wasche dich. Ich ging hin und wusch mich und ward sehend. Da sprachen sie zu ihm: Wo ist derselbige? Er sprach: Ich weiß nicht. Da führeten sie ihn zu den Pharisaern, der weiland blind war. (Es war aber Sabbat, da Jesus den Kot machte und seine Augen offnete.) Da fragten sie ihn abermal, auch die Pharisaer, wie erware sehend worden. Er aber sprach zu ihnen: Kot legte er mir auf die Augen, und ich wusch mich und bin nun sehend. Da sprachen etliche der Pharisaer: Der Mensch ist nicht von Gott, dieweil er den Sabbat nicht halt. Die andern aber sprachen: Wie kann ein sundiger Mensch solche Zeichen tun? Und es ward eine Zwietracht unter ihnen. Sie sprachen wieder zu dem Blinden: Was sagest du von ihm, daß er hat deine Augen aufgetan? Er aber sprach: Er ist ein Prophet. Die Juden glaubten nicht von ihm, daß er blind gewesen und sehend worden ware, bis daß sie riefen die Eltern des, der sehend war worden, fragten sie und sprachen: Ist das euer Sohn, von welchem ihr saget, er sei blind geboren? Wie ist er denn nun sehend? Seine Eltern antworteten ihnen und sprachen: Wir wissen, daß dieser unser Sohn ist, und daü er blind geboren ist. Wie er aber nun sehend ist, wissen wir nicht; Oder wer ihm hat seine Augen aufgetan, wissen wir auch nicht. Er ist alt genug, fraget ihn; lasset ihn selbst fürsich reden. Solches sagten seine Eltern; denn sie furchteten sich vor den Juden. Denn die Juden hatten sich schon vereiniget, so jemand ihn fur Christum bekennete, daß derselbe in Bann getan würde. Darum sprachen seine Eltern: Er ist alt genug, fraget ihn. Da riefen sie zum andernmal den Menschen, der blind gewesen war, und sprachen zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, daü dieser Mensch ein Sunder ist. Er antwortete und sprach: Ist er ein Sunder, das weift ich nicht; eines weift ich wohl, daß ich blind war und bin nun sehend. Da sprachen sie wieder zu ihm: Was tat er dir? Wie tat er deine Augen auf? Er antwortete ihnen: Ich hab's euch jetzt gesagt; habt ihr's nicht gehoret? Was wollt ihr's abermal horen? Wollt ihr auch seine Junger werden? Da fluchten sie ihm und sprachen: Du bist sein Junger; wir aber sind Mose's Junger. Wir wissen, daß Gott mit Mose geredet hat; diesen aber wissen wir nicht, von wannen er ist. Der Mensch antwortete und sprach zu ihnen: Das ist ein wunderlich Ding, daß ihr nicht wisset, von wannen er sei; und er hat meine Augen aufgetan! Wir wissen aber, daß Gott die Sunder nicht horet, sondern so jemand gottesfurchtig ist und tut seinen Willen, den horet er. Von der Welt an ist’s nicht erhoret, daü jemand einem gebornen Blinden die Augen aufgetan habe. Ware dieser nicht von Gott, er konnte nichts tun. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Sunden geboren und lehrest uns? Und stieften ihn hinaus. Es kam vor Jesum, daß sie ihn ausgestoften hatten. Und da er ihn fand, sprach erzu ihm: Glaubest du an den Sohn Gottes? Er antwortete und sprach: Herr, welcher ist’s, auf daß ich an ihn glaube? Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist's. Er aber sprach: Herr, ich glaube; und betete ihn an. Und Jesus sprach: Ich bin zum Gerichte auf diese Welt kommen, auf daß, die da nicht sehen, sehend werden, und die da sehen, blind werden. Und solches horeten etliche der Pharisaer, die bei ihm waren, und sprachen zu ihm: Sind wir denn auch blind? Jesus sprach zu ihnen: Waret ihr blind, so hattet ihr keine Sünde; nun ihr aber sprechet: Wir sind sehend, bleibet eure Sünde.
Abendgebet — Erste Lesung
Und die Kinder Israel taten furder übel vor dem HERRN, und der HERR gab sie in die Hande der Philister vierzig Jahre. Es war aber ein Mann zu Zarea von einem Geschlecht der Daniter mit Namen Manoah; und sein Weib war unfruchtbar und gebar nichts. Und der Engel des HERRN erschien dem Weibe und sprach zu ihr: Siehe, du bist unfruchtbar und gebierest nichts; aber du wirst schwanger werden und einen Sohn gebaren. So hute dich nun, daß du nicht Wein noch stark Getranke trinkest und nichts Unreines essest. Denn du wirst schwanger werden und einen Sohn gebaren, dem kein Schermesser soil aufs Haupt kommen. Denn der Knabe wird ein Verlobter Gottes sein von Mutterleibe; und er wird anfahen, Israel zu erlosen aus der Philister Hand. Da kam das Weib und sagte es ihrem Manne an und sprach: Es kam ein Mann Gottes zu mir, und seine Gestalt war anzusehen wie ein Engel Gottes, fast erschrecklich, daß ich ihn nicht fragte, woher Oder wohin; und er sagte mir nicht, wie er hieße. Er sprach aber zu mir: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebaren. So trinke nun keinen Wein noch stark Getranke und iß nichts Unreines; denn der Knabe soil ein Verlobter Gottes sein von Mutterleibe an bis in seinen Tod. Da bat Manoah den HERRN und sprach: Ach, HERR, laß den Mann Gottes wieder zu uns kommen, den du gesandt hast, daß er uns lehre, was wir mit dem Knaben tun sollen, der geboren soil werden. Und Gott erhorete die Stimme Manoahs; und der Engel Gottes kam wieder zum Weibe. Sie saß aber auf dem Felde, und ihr Mann Manoah war nicht bei ihr. Da lief sie eilend und sagte es ihrem Marine an und sprach zu ihm: Siehe, der Mann ist mir erschienen, der heute zu mir kam. Manoah machte sich auf und ging seinem Weibe nach; und kam zu dem Manne und sprach zu ihm: Bist du der Mann, der mit dem Weibe geredet hat? Er sprach: Ja. Und Manoah sprach: Wenn nun kommen wird, das du geredet hast, welches soil des Knaben Weise und Werk sein? Der Engel des HERRN sprach zu Manoah: Er soil sich hüten vor allem, das ich dem Weibe gesagt habe. Er soli nicht essen, das aus dem Weinstock kommt, und soli keinen Wein noch stark Getranke trinken und nichts Unreines essen; alles, was ich ihr geboten habe, soli er halten. Manoah sprach zum Engel des HERRN: Lieber, lali dich halten, wir wollen dir ein Ziegenbocklein zurichten. Aber der Engel des HERRN antwortete Manoah: Wenn du gleich mich hie haltst, esse ich doch deiner Speise nicht. Willst du aber dem HERRN ein Brandopfer tun, so magst du es opfern. Denn Manoah wulite nicht, daß es ein Engel des HERRN war. Und Manoah sprach zum Engel des HERRN: Wie heiliest du? daß wir dich preisen, wenn nun kommt, was du geredet hast. Aber der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum fragest du nach meinem Namen, der doch wundersam ist? Da nahm Manoah ein Ziegenbocklein und Speisopfer und opferte es auf einem Fels dem HERRN. Und er machte es wunderbarlich. Manoah aber und sein Weib sahen zu. Und da die Lohe auffuhr vom Altar gen Himmel, fuhr der Engel des HERRN in der Lohe des Altars hinauf. Da das Manoah und sein Weib sahen, fielen sie zur Erde auf ihr Angesicht. Und der Engel des HERRN erschien nicht mehr Manoah und seinem Weibe. Da erkannte Manoah, daß es ein Engel des HERRN war. Und sprach zu seinem Weibe: Wir müssen des Todes sterben, daß wir Gott gesehen haben. Aber sein Weib antwortete ihm: Wenn der HERR Lust hatte, uns zu toten, so hatte er das Brandopfer und Speisopfer nicht genommen von unsern Handen; er hatte uns auch nicht solches alles erzeiget, noch uns solches horen lassen, wie jetzt geschehen ist. Und das Weib gebar einen Sohn und hieü ihn Simson. Und der Knabe wuchs, und der HERR segnete ihn. Und der Geist des HERRN fing an ihn zu treiben im Lager Dan, zwischen Zarea und Esthaol.
Abendgebet — Zweite Lesung
Die Knechte, so unter dem Joch sind, sollen ihre Herren aller Ehren wert halten, auf daß nicht der Name Gottes und die Lehre verlastert werde. Welche aber glaubige Herren haben, sollen dieselbigen nicht verachten (mit dem Schein), daß sie Bruder sind, sondern sollen vielmehr dienstbar sein, dieweil sie glaubig und geliebt und der Wohltat teilhaftig sind. Solches lehre und ermahne! So jemand anders lehret und bleibet nicht bei den heilsamen Worten unsers Herrn Jesu Christi und bei der Lehre von der Gottseligkeit, der ist verdustert und weift nichts, sondern ist seuchtig in Fragen und Wortkriegen, aus welchen entspringet Neid, Hader, Lasterung, boser Argwohn, Schulgezanke solcher Menschen, die zerruttete Sinne haben und der Wahrheit beraubt sind, die da meinen, Gottseligkeit sei ein Gewerbe. Tue dich von solchen! Es ist aber ein grolier Gewinn, wer gottselig ist und lasset sich genugen. Denn wir haben nichts in die Welt gebracht, darum offenbar ist, wirwerden auch nichts hinausbringen. Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so lasset uns begnugen. Denn die da reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Stricke und viel torichter und schadlicher Lüste, welche versenken die Menschen ins Verderben und Verdammnis. Denn Geiz ist eine Wurzel alles Ubels, welches hat etliche gelustet, und sind vom Glauben irregegangen und machen sich selbst viel Schmerzen, Aber du, Gottesmensch, flieh solches! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Gottseligkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut. Kampfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, dazu du auch berufen bist und bekannt hast ein gut Bekenntnis vor vielen Zeugen. Ich gebiete dir vor Gott, der alle Dinge lebendig macht, und vor Christo Jesu, der unter Pontius Pilatus bezeuget hat ein gut Bekenntnis, daß du haltest das Gebot ohne Flecken, untadelig, bis auf die Erscheinung unsers Herm Jesu Christi, welche wird zeigen zu seiner Zeit der Selige und allein Gewaltige, der Konig alter Konige, und Herr aller Herren, der allein Unsterblichkeit hat; der da wohnet in einem Licht, da niemand zukommen kann; welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann: dem sei Ehre und ewiges Reich! Amen. Den Reichen von dieser Welt gebeut, daß sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den ungewissen Reichtum, sondern auf den lebendigen Gott, der uns dar gibt reichlich, allerlei zu genielien, daß sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, behilflich seien, Schatze sammeln, sich selbst einen guten Grund aufs Zukunftige, daß sie ergreifen das ewige Leben. 0 Timotheus, bewahre, was dir vertrauet ist, und meide die ungeistlichen losen Geschwatze und das Gezanke der falschberuhmten Kunst, welche etliche vorgeben und fehlen des Glaubens. Die Gnade sei mir dir! Amen. Der zweite Brief des Paulus an Timotheus
Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
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