Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Morgengebet — Erste Lesung
Ahab aber hatte siebenzig Sohne zu Samaria. Und Jehu schrieb Briefe und sandte sie gen Samaria zu den Obersten der Stadt Jesreel, zu den Altesten und Vormundern Ahabs, die lauteten also: Wenn dieser Brief zu euch kommt, bei denen eures Herrn Sohne sind, Wagen, Rosse, feste Stadte und Rustung, so sehet, welcher der beste und geschickteste sei unter den Sohnen eures Herrn und setzet ihn auf seines Vaters Stuhl und streitet fur eures Herrn Haus. Sie aber furchteten sich fast sehr und sprachen: Siehe, zween Konige sind nicht gestanden vor ihm, wie wollen wir denn stehen? Und die fiber das Haus und fiber die Stadt waren, und die Altesten und Vormunder sandten hin zu Jehu und ließen ihm sagen: Wir sind deine Knechte; wir wollen alles tun, was du uns sagst; wir wollen niemand zum Konige machen. Tue, was dir gefallt! Da schrieb er den andern Brief zu ihnen, der lautete also: So ihr mein seid und meiner Stimme gehorchet, so nehmet die Haupter von den Mannern, eures Herrn Sohnen, und bringet sie zu mir morgen urn diese Zeit gen Jesreel. (Der Sohne aber des Konigs waren siebenzig Mann, und die Großten der Stadt zogen sie auf.) Da nun der Brief zu ihnen kam, nahmen sie des Konigs Sohne und schlachteten siebenzig Mann; und legten ihre Haupter in Korbe und schickten sie zu ihm gen Jesreel. Und da der Bote kam und sagte es ihm an und sprach: Sie haben die Haupter des Konigs Kinder gebracht, sprach er: Legt sie auf zween Haufen vor der Tür am Tor bis morgen. Und des Morgens, da er ausging, trat er dahin und sprach zu allem Volk: Ihrwolltja recht haben. Siehe, habe ich wider meinen Herrn einen Bund gemacht und ihn erwürget? Wer hat denn diese alle geschlagen? So erkennet ihr ja, daß kein Wort des HERRN ist auf die Erde gefallen, das der HERR geredet hat wider das Haus Ahabs; und der HERR hat getan, wie er geredet hat durch seinen Knecht Elia. Also schlug Jehu alle ubrigen vom Hause Ahabs zu Jesreel, alle seine Großen, seine Verwandten und seine Priester, bis daß ihm nicht einer uberblieb. Und machte sich auf, zog hin und kam gen Samaria. Unterwegen aberwarein Hirtenhaus. Da traf Jehu an die Bruder Ahasjas, des Konigs Judas, und sprach: Wer seid ihr? Sie sprachen: Wir sind Bruder Ahasjas und ziehen hinab, zu grußen des Konigs Kinder und der Konigin Kinder. Eraber sprach: Greifetsie lebendig! Und sie griffen sie lebendig und schlachteten sie bei dem Brunnen am Hirtenhaus, zweiundvierzig Mann, und liefi nicht einen von ihnen ubrig. Und da ervon dannen zog, fand er Jonadab, den Sohn Rechabs, der ihm begegnete, und grußte ihn und sprach zu ihm: Ist dein Herz richtig, wie mein Herz mit deinem Herzen? Jonadab sprach: Ja. Ist's also, so gib mir deine Hand. Und er gab ihm seine Hand. Und er liefi ihn zu ihm auf den Wagen sitzen und sprach: Komm mit mir und sieh meinen Eifer urn den HERRN. Und sie fuhreten ihn mit ihm auf seinen Wagen. Und da ergen Samaria kam, schlug eralies, was ubrig war von Ahab, zu Samaria, bis daß er ihn vertilgete, nach dem Wort des HERRN, das erzu Elia geredet hatte. Und Jehu versammelte alles Volk und ließ zu ihnen sagen: Ahab hat Baal wenig gedienet, Jehu will ihm baß dienen. So laßt nun rufen alle Propheten Baals, alle seine Knechte und alle seine Priester zu mir, daß man niemands vermisse; denn ich habe ein groß Opfer dem Baal zu tun. Wes man vermissen wird, der soil nicht leben. Aber Jehu tat solches zu untertreten, daß er die Diener Baals umbrachte. Und Jehu sprach: Heiliget dem Baal das Fest und laßtes ausrufen! Auch sandte Jehu in ganz Israel und ließ alle Diener Baals kommen, daß niemand ubrig war, der nicht kame. Und sie kamen in das Haus Baals, daß das Haus Baals voll ward an alien Enden. Da sprach er zu denen, die uber das Kleiderhaus waren: Bringet alien Dienern Baals Kleider heraus! Und sie brachten die Kleider heraus. Und Jehu ging in die Kirche Baals mit Jonadab, dem Sohn Rechabs, und sprach zu den Dienern Baals: Forschet und sehet zu, daß nicht hie unter euch sei des HERRN Diener jemand, sondern Baals Diener alleine. Und da sie hineinkamen, Opfer und Brandopfer zu tun, bestellete ihm Jehu außen achtzig Mann und sprach: Wenn der Manner jemand entrinnet, die ich unter eure Hande gebe, so soil fur seine Seele desselben Seele sein. Da er nun die Brandopfer vollendet hatte, sprach Jehu zu den Trabanten und Rittern: Gehet hinein und schlaget jedermann; lasset niemand herausgehen! Und sie schlugen sie mit der Scharfe des Schwerts. Und die Trabanten und Ritter warfen sie weg und gingen zur Stadt der Kirche Baals. Und brachten heraus die Saulen in der Kirche Baals und verbrannten sie. Und zerbrachen die Saule Baals samt der Kirche Baals und machten ein heimlich Gemach draus bis auf diesen Tag. Also vertilgete Jehu den Baal aus Israel. Aber von den Sünden Jerobeams, des Sohns Nebats, der Israel sündigen machte, ließ Jehu nicht, von den güldenen Kalbern zu Bethel und zu Dan. Und der HERR sprach zu Jehu: Darum, daß du willig gewesen bist zu tun, was mir gefallen hat, und hast am Hause Ahabs getan alles, was in meinem Herzen war, sollen dir. auf deinem Stuhl Israels sitzen deine Kinder ins vierte Glied. Aber doch hielt Jehu nicht, daß er im Gesetz des HERRN, des Gottes Israels, wandelte von ganzem Herzen; denn er ließ nicht von den Sunden Jerobeams, der Israel hatte sundigen gemacht. Zur selbigen Zeit fing der HERR an, überdrussig zu werden uber Israel; denn Hasael schlug sie in alien Grenzen Israels, vom Jordan gegen derßonnen Aufgang und das ganze Land Gilead der Gaditer, Rubeniter und Manassiter, von Aroer an, die am Bach bei Arnon liegt, und Gilead und Basan. Was aber mehr von Jehu zu sagen ist, und alles, was er getan hat, und alle seine Macht, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Konige Israels. Und Jehu entschlief mit seinen Vatern, und sie begruben ihn zu Samaria. Und Joahas, sein Sohn, ward Konig an seiner Statt. Die Zeit aber, die Jehu uber Israel regieret hat zu Samaria, sind achtundzwanzig Jahre.
Morgengebet — Zweite Lesung
Zu der Zeit ging Jesus durch die Saat am Sabbat; und seine Jünger waren hungrig, fingen an, Ahren auszuraufen, und alien. Da das die Pharisaer sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was sich nicht ziemt, am Sabbat zu tun. Er aber sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, da ihn und die mit ihm waren, hungerte, wie er in das Gotteshaus ging und aft die Schaubrote, die ihm doch nicht ziemten zu essen, noch denen, die mit ihm waren, sondern allein den Priestern? Oder habt ihr nicht gelesen im Gesetz, wie die Priester am Sabbat im Tempel den Sabbat brechen und sind doch ohne Schuld? Ich sage aber euch, daß hier der ist, der auch grafter ist denn der Tempel. Wenn ihr aber wüfttet, was das sei: Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer, hattet ihr die Unschuldigen nicht verdammt. Des Menschen Sohn ist ein Herr auch uber den Sabbat. Und er ging von dannen fürbaft und kam in ihre Schule. Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrete Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist's auch recht am Sabbat heilen? auf dati sie eine Sache wider ihn flatten. Aber er sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, so er ein Schaf hat, das ihm am Sabbat in eine Grube fallt, der es nicht ergreife und aufhebe? Wieviel besser ist nun ein Mensch denn ein Schaf! Darum mag man wohl am Sabbat Gutes tun. Da sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und sie ward ihm wieder gesund gleichwie die andere. Da gingen die Pharisaer hinaus und hielten einen Rat uber ihn, wie sie ihn umbrachten. Aber da Jesus das erfuhr, wich er von dannen. Und ihm folgte viel Volks nach, und er heilete sie alle. und bedrauete sie, dafi sie ihn nicht meldeten, auf dati erfullet wurde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: Siehe, das ist mein Knecht, den ich erwahlet habe, und mein Liebster, an dem meine Seele Wohlgefallen hat; ich will meinen Geist auf ihn legen, und er soil den Heiden das Gericht verkündigen. Erwird nicht zanken noch schreien, und man wird sein Geschrei nicht horen auf den Gassen. Das zerstoftene Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht ausloschen, bis daß er ausfuhre das Gericht zum Sieg. Und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen. Da ward ein Besessener zu ihm gebracht, der war blind und stumm; und er heilete ihn also, daß der Blinde und Stumme beides, redete und sah. Und alles Volk entsetzte sich und sprach: Ist dieser nicht Davids Sohn? Aber die Pharisaer, da sie es horeten, sprachen sie: Er treibet die Teufel nicht anders aus als durch Beelzebub, der Teufel Obersten. Jesus vernahm aber ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, so es mit sich selbst uneins wird, das wird wuste, und eine jegliche Stadt Oder Haus, so es mit sich selbst uneins wird, mag's nicht bestehen. So denn ein Satan den andern austreibt, so muft er mit sich selbst uneins sein; wie mag denn sein Reich bestehen? So ich aber die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein. So ich aber die Teufel durch den Geist Gottes austreibe, so ist je das Reich Gottes zu euch kommen. Oder wie kann jemand in eines Starken Haus gehen und ihm seinen Hausrat rauben, es sei denn, daß er zuvor den Starken binde und alsdann ihm sein Haus beraube? Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreuet. Darum sage ich euch: Alle Sunde und Lasterung wird den Menschen vergeben, aber die Lasterung wider den Geist wird den Menschen nicht vergeben. Und wer etwas redet wider des Menschen Sohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet wider den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt. Setzet entweder einen guten Baum, so wird die Frucht gut; Oder setzet einen faulen Baum, so wird die Frucht faul; denn an der Frucht erkennet man den Baum. Ihr Otterngezuchte, wie konnet ihr Gutes reden, dieweil ihr bose seid? Wes das Herz voll ist, des gehet der Mund uber. Ein guter Mensch bringet Gutes hervor aus seinem guten Schatz des Herzens, und ein boser Mensch bringet Boses hervor aus seinem bosen Schatz. Ich sage euch aber, daß die Menschen müssen Rechenschaft geben am Jungsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben. Aus deinen Worten wirst du gerechtfertiget werden und aus deinen Worten wirst du verdammt werden. Da antworteten etliche unter den Schriftgelehrten und Pharisaern und sprachen: Meister, wirwollten gerne ein Zeichen von dirsehen. Und er antwortete und sprach zu ihnen: Die bose und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen, und es wird ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona. Denn gleichwie Jona wardrei Tage und drei Nachte in des Walfisches Bauch, also wird des Menschen Sohn drei Tage und drei Nachte mitten in der Erde sein. Die Leute von Ninive werden auftreten am Jungsten Gerichte mit diesem Geschlechte und werden es verdammen; denn sie taten Bufte nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr denn Jona. Die Konigin von Mittag wird auftreten am Jungsten Gerichte mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, Salomos Weisheit zu horen. Und siehe, hier ist mehr denn Salomo. Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandelt er dürre Statten, suchet Ruhe und findet sie nicht. Dasprichterdenn: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's müftig, gekehret und geschmuckt. So gehet er hin und nimmt zu sich sieben andere Geister, die arger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie allda, und wird mit demselben Menschen hernach arger, denn es vorhin war. Also wird's auch diesem argen Geschlecht gehen. Da er noch also zu dem Volk redete, siehe, da stunden seine Mutter und seine Brüder drauften, die wollten mit ihm reden. Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen drauften und wollen mit dir reden. Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Und reckte die Hand aus uber seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder. Denn wer den Wilien tut meines Vaters im Himmel, derselbige ist mein Bruder, Schwester und Mutter.
Abendgebet — Erste Lesung
Athalja aber, Ahasjas Mutter, da sie sah, daß ihr Sohn tot war, machte sie sich auf und brachte urn alien koniglichen Samen. Aber Joseba, die Tochter des Konigs Joram, Ahasjas Schwester, nahm Joas, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn aus des Konigs Kindern, die getotet wurden, mit seiner Amme in der Schlafkammer; und sie verbargen ihn vor Athalja, daß er nicht getotet ward. Und er war mit ihr versteckt im Hause des HERRN sechs Jahre. Athalja aber war Konigin im Lande. Im siebenten Jahr aber sandte hin Jojada und nahm die Obersten fiber hundert mit den Hauptleuten und die Trabanten und lieft sie zu sich ins Haus des HERRN kommen; und machte einen Bund mit ihnen und nahm einen Eid von ihnen im Hause des HERRN; und zeigte ihnen des Kdnigs Sohn. Und gebot ihnen und sprach: Das ist's, das ihr tun sollt: Euer ein dritter Teil, die ihr des Sabbats angehet, sollen der Hut warten im Hause des Konigs; und ein dritter Teil soil sein am Tor Sur und ein dritter Teil am Tor, das hinterden Trabanten ist; und sollt der Hut warten am Hause Massa. Aber zwei Teile euer aller, die ihr des Sabbats abgehet, sollen der Hut warten im Hause des HERRN urn den Konig. Und sollt rings urn den Konig euch machen, und ein jeglicher mit seiner Wehr in der Hand; und wer herein zwischen die Wand kommt, der sterbe, daß ihr bei dem Konige seid, wenn er aus und ein gehet. Und die Obersten uber hundert taten alles, wie ihnen Jojada, der Priester, geboten hatte, und nahmen zu sich ihre Manner, die des Sabbats angingen, mit denen, die des Sabbats abgingen, und kamen zu dem Priester Jojada. Und der Priester gab den Hauptleuten Spiefte und Schilde, die des Konigs Davids gewesen waren und in dem Hause des HERRN waren. Und die Trabanten stunden urn den Konig her, ein jeglicher mit seiner Wehr in der Hand, von dem Winkel des Hauses zur Rechten bis zum Winkel zur Linken, zum Altar zu und zum Hause. Und er lieft des Konigs Sohn hervorkommen und setzte ihm eine Krone auf und gab ihm das Zeugnis; und machten ihn zum Konige und salbeten ihn und schlugen die Hande zusammen und sprachen: Gluck zu dem Konige! Und da Athalja horete das Geschrei des Volks, das zulief, kam sie zum Volk in das Haus des HERRN und sah, siehe, da stund der Konig an der Saule, wie es Gewohnheit war, und die Sanger und Trommeten bei dem Konige; und alles Volk des Landes war frohlich und bliesen mit Trommeten. Athalja aber zerrili ihre Kleider und sprach: Aufruhr, Aufruhr! Aber der Priester Jojada gebot den Obersten uber hundert, die uber das Heer gesetzt waren, und sprach zu ihnen: Führet sie zum Hause hinaus in den Hof; und wer ihr folget, der sterbe des Schwerts! Denn der Priester hatte gesagt, sie sollte nicht im Hause des HERRN sterben. Und sie legten die Hande an sie; und sie ging hinein des Weges, da die Rosse zum Hause des Konigs gehen, und ward daselbst getotet. Da machte Jojada einen Bund zwischen dem HERRN und dem Konige und dem Volk, daß sie des HERRN Volk sein sollten; also auch zwischen dem Konige und dem Volk. Da ging alles Volk des Landes in die Kirche Baals und brachen seine Altare ab und zerbrachen seine Bildnisse rechtwohl; und Mathan, den Priester Baals, erwürgeten sie vor den Altaren. Der Priester aber bestellete die Amter im Hause des HERRN. Und nahm die Obersten uber hundert und die Hauptleute und die Trabanten und alles Volk des Landes und führeten den Konig hinab vom Hause des HERRN; und kamen auf dem Wege von dem Tor der Trabanten zum Kdnigshause; und er setzte sich auf der Konige Stuhl. Und alles Volk im Lande war frohlich, und die Stadt war stille. Athalja aber toteten sie mit dem Schwert in des Konigs Hause.
Abendgebet — Zweite Lesung
Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt fiber ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nun wider die Obrigkeit setzet, der widerstrebet Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden uber sich ein Urteil empfangen. Denn die Gewaltigen sind nicht den guten Werken, sondern den bosen zu furchten. Willst du dich aber nicht furchten vor der Obrigkeit, so tue Gutes, so wirst du Lob von derselbigen haben; denn sie ist Gottes Dienerin dirzu gut. Tust du aber Boses, so furchte dich; denn sie tragt das Schwert nicht umsonst; sie ist Gottes Dienerin, eine Racherin zur Strafe uber den, der Boses tut. So seid nun aus Not untertan, nicht allein um der Strafe willen, sondern auch um des Gewissens willen. Derhalben müsset ihr auch Schofi geben; denn sie sind Gottes Diener, die solchen Schutz sollen handhaben. So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seid: Schofie dem der Scholi gebuhrt; Zoll, dem der Zoll gebuhrt; Furcht dem die Furcht gebuhrt; Ehre, dem die Ehre gebuhrt. Seid niemand nichts schuldig, denn daß ihr euch untereinander liebet; denn wer den andern liebet, der hat das Gesetz erfullet. Denn das da gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht toten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; dich soil nichts gelusten, und so ein ander Gebot mehr ist, das wird in diesem Wort verfasset: Du sollst deinen Nachsten lieben wie dich selbst: Die Liebe tut dem Nachsten nichts Boses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfullung. Und weil wir solches wissen, namlich die Zeit, daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schiaf, sintemal unser Heil jetzt naher ist, denn da wir's glaubten, die Nachtistvergangen, der Tag aber herbeikommen: so lasset uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichtes. Lasset uns ehrbarlich wandeln, ais am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid. sondern ziehet an den Herrn Jesum Christum und wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde.
Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
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