Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Morgengebet — Erste Lesung
Samuel aber sprach zu Saul: Der HERR hat mich gesandt, daß ich dich zum Konig salbete uber sein Volk Israel; so hore nun die Stimme der Worte des HERRN. So spricht der HERR Zebaoth: Ich habe bedacht, was Amalek Israel tat, und wie er ihm den Weg verlegte, da er aus Agypten zog. So zeuch nun hin und schlage die Amalekiter und verbanne sie mit allem, das sie haben. Schone seiner nicht, sondern tote beide Mann und Weib, Kinder und Sauglinge, Ochsen und Schafe, Kamele und Esel. Saul ließ solches vor das Volk kommen; und er zahlete sie zu Thelaim, zweihunderttausend Fußvolks und zehntausend Mann aus Juda. Und da Saul kam zu der Amalekiter Stadt, machte er einen Hinterhalt am Bach und ließ dem Keniter sagen: Gehet hin, weichet und ziehet herab von den Amalekitern, daß ich euch nicht mit ihnen aufraume; denn ihr tatet Barmherzigkeit an alien Kindern Israel, da sie aus Agypten zogen. Also machten sich die Keniter von den Amalekitern. Da schlug Saul die Amalekiter von Hevila an bis gen Sur, die vor Agypten liegt. Und griff Agag, der Amalekiter Konig, lebendig, und alles Volk verbannete er mit des Schwerts Scharfe. Aber Saul und das Volk schonte des Agag, und was gute Schafe und Rinder und gemastet war, und der Lammer und alles, was gut war, und wollten's nicht verbannen; was aber schnode und untuchtig war, das verbanneten sie. Da geschah des HERRN Wort zu Samuel und sprach: Es reuet mich, daß ich Saul zum Konige gemacht habe; denn er hat sich hinter mir abgewandt und meine Worte nicht erfüllet. Des ward Samuel zornig und schrie zu dem HERRN die ganze Nacht. Und Samuel machte sich frühe auf, daß er Saul am Morgen begegnete. Und ihm ward angesagt, daß Saul gen Karmel kommen ware und hatte ihm ein Siegeszeichen aufgerichtet und ware herumgezogen und gen Gilgal hinabkommen. Als nun Samuel zu Saul kam, sprach Saul zu ihm: Gesegnet seiest du dem HERRN! Ich habe des HERRN Wort erfüllet. Samuel antwortete: Was istdenn das fur ein Bloken der Schafe in meinen Ohren und ein Brullen der Rinder, die ich hore? Saul sprach: Von den Amalekitern haben sie sie gebracht; denn das Volk verschonete der besten Schafe und Rinder urn des Opfers willen des HERRN, deines Gottes; das andere haben wir verbannet. Samuel aber antwortete Saul: Laß dir sagen, was der HERR mit mir geredet hat diese Nacht. Er sprach: Sage her! Samuel sprach: Ist's nicht also, da du klein warest vor deinen Augen, wurdest du das Haupt unter den Stammen Israels, und der HERR salbte dich zum Konig uber Israel? Und der HERR sandte dich auf den Weg und sprach: Zeuch hin und verbanne die Sunder, die Amalekiter, und streite wider sie, bis du sie vertilgest. Warum hast du nicht gehorchet des HERRN Stimme, sondern hast dich zum Raube gewandt und ubel gehandelt vor den Augen des HERRN? Saul antwortete Samuel: Habe ich doch der Stimme des HERRN gehorchet und bin hingezogen des Weges, den mich der HERR sandte; und habe Agag, der Amalekiter Konig, gebracht und die Amalekiter verbannet. Aber das Volk hat des Raubes genommen, Schafe und Rinder, das Beste unter dem Verbanneten, dem HERRN, deinem Gott, zu opfern in Gilgal. Samuel aber sprach: Meinest du, daß der HERR Lust habe am Opfer und Brandopfer als am Gehorsam der Stimme des HERRN? Siehe, Gehorsam ist besser denn Opfer und Aufmerken besser denn das Fett von Widdern; denn Ungehorsam isteine Zaubereisunde, und Widerstreben ist Abgotterei und Gotzendienst. Weil du nun des HERRN Wort verworfen hast, hat er dich auch verworfen, daß du nicht Konig seiest. Da sprach Saul zu Samuel: Ich habe gesundiget, daß ich des HERRN Befehl und deine Worte übergangen habe; denn ich furchtete das Volk und gehorchte ihrer Stimme.
Morgengebet — Zweite Lesung
Es waren aber zu derselbigen Zeit etliche dabei, die verkundigten ihm von den Galilaern, welcher Blut Püatus samt ihrem Opfer vermischt hatte. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, daß diese Galilaer vor alien Galilaern Sunder gewesen sind, die weil sie das erlitten haben? Ich sage: Nein, sondern, so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Oder meinet ihr, daß die achtzehn, auf welche der Turm in Siloah fiel und erschlug sie, seien schuldig gewesen vor alien Menschen, die zu Jerusalem wohnen? Ich sage: Nein, sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberge; und kam und suchte Frucht darauf und fand sie nicht. Da sprach er zu dem Weingartner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang alle Jahre kommen und habe Frucht gesucht auf diesem Feigenbaum und finde sie nicht. Haue ihn ab; was hindert er das Land? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, laft ihn noch dies Jahr, bis daß ich um ihn grabe und bedunge ihn, ob erwollte Frucht bringen; wo nicht, so haue ihn danach ab. Und er lehrete in einer Schule am Sabbat. Und siehe, ein Weib war da, das hatteeinen Geist der Krankheit achtzehn Jahre; und sie war krumm und konnte nicht wohl aufsehen. Da sie aber Jesus sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Weib, sei los von deiner Krankheit! Und legte die Hande auf sie; und alsbald richtete sie sich auf und preisete Gott. Da antwortete der Oberste der Schule und war unwillig, daß Jesus auf den Sabbat heilete, und sprach zu dem Volk: Es sind sechs Tage, darinnen man arbeiten soil; in denselbigen kommt und laftt euch heilen und nicht am Sabbattage. Da antwortete ihm der Herr und sprach: Du Heuchler, loset nicht ein jeglicher unter euch seinen Ochsen Oder Esel von der Krippe am Sabbat und führet ihn zur Tranke? Sollte aber nicht geloftt werden am Sabbat diese, die doch Abrahams Tochter ist, von diesem Bande, welche Satanas gebunden hatte nun wohl achtzehn Jahre? Und als er solches sagte, muftten sich schamen alle, die ihm wider gewesen waren. Und alles Volk freuete sich uber alle herrlichen Taten, die von ihm geschahen. Er sprach aber: Wem ist das Reich Gottes gleich, und wem soil ich's vergleichen? Es ist einem Senfkorn gleich, welches ein Mensch nahm und warfs in seinen Garten; und es wuchs und ward ein grafter Baum, und die Vogel des Himmels wohneten unter seinen Zweigen. Und abermal sprach er: Wem soil ich das Reich Gottes vergleichen? Es ist einem Sauerteige gleich, welchen ein Weib nahm und verbarg ihn unter drei Scheffel Mehls, bis daß es gar sauer ward. Und er ging durch Stadte und Markte und lehrete und nahm seinen Weg gen Jerusalem. Es sprach aber einer zu ihm: Herr, meinestdu, daß wenige selig werden? Er aber sprach zu ihnen: Ringet danach, daß ihr durch die enge Pforte eingehet; denn viele werden, das sage ich euch, danach trachten, wie sie hineinkommen, und werden's nicht tun konnen. Von dem an, wenn der Hauswirt aufgestanden ist und die Tur verschlossen hat, da werdet ihr denn anfangen drauften zu stehen, und an die Tur klopfen und sagen: Herr, Herr, tu uns auf! Und er wird antworten und zu euch sagen: Ich kenne euer nicht, wo ihr her seid. So werdet ihr denn anfangen zu sagen: Wir haben vordir gegessen und getrunken, und auf den Gassen hast du uns gelehret. Und erwird sagen: Ich sage euch, ich kenne euer nicht, wo ihr her seid; weichet alle von mir, ihr Ubeltater! Da wird sein Heulen und Zahneklappen, wenn ihr sehen werdet Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes, euch aber hinausgestoften. Und es werden kommen vom Morgen und vom Abend, von Mitternacht. und vom Mittage, die zu Tische sitzen werden im Reich Gottes. Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein; und sind Erste, die werden die Letzten sein. An demselben Tage kamen etliche Pharisaer und sprachen zu ihm: Heb' dich hinaus und gehe von hinnen; denn Herodes will dich toten. Und er sprach zu ihnen: Gehet hin und saget demselbigen Fuchs: Siehe, ich treibe Teufel aus und mache gesund heute und morgen und am dritten Tage werde ich ein Ende nehmen. Doch muft ich heute und morgen und am Tage danach wandeln; denn es tut's nicht, daß ein Prophet umkomme aufter Jerusalem. Jerusalem, Jerusalem, die du totest die Propheten und steinigest, die zu dir gesandt werden, wie oft habe ich wollen deine Kinder versammeln wie eine Henne ihr Nest unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Sehet, euer Haus soil euch wüste gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich nicht sehen, bis daß es komme, daß ihr sagen werdet: Gelobet ist, der da kommt in dem Namen des Herm!
Abendgebet — Erste Lesung
Und der HERR sprach zu Samuel: Wie lange tragst du Leid um Saul, den ich verworfen habe, daß er nicht Konig sei uber Israel? Fülle dein Horn mit 01 und gehe hin, ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn unter seinen Sdhnen habe ich mir einen Konig ersehen. Samuel aber sprach: Wie soil ich hingehen? Saul wird's erfahren und mich erwurgen. Der HERR sprach: Nimm ein Kalb von den Rindern zu dir und sprich: Ich bin kommen, dem HERRN zu opfern. Und sollst Isai zum Opfer laden; da will ich dir weisen, was du tun sollst, daß du mir salbest, welchen ich dirsagen werde. Samuel tat, wie ihm der HERR gesagt hatte, und kam gen Bethlehem. Da entsetzten sich die Altesten der Stadt und gingen ihm entgegen und sprachen: Ist's Friede, daß du kommest? Er sprach: Ja, ich bin kommen, dem HERRN zu opfern; heiliget euch und kommet mit mir zum Opfer! Und er heiligte den Isai und seine Sohne und lud sie zum Opfer. Da sie nun hereinkamen, sah er den Eliab an und gedachte, ob der vor dem HERRN sei sein Gesalbter. Aber der HERR sprach zu Samuel: Siehe nicht an seine Gestalt noch seine grolie Person; ich habe ihn verworfen. Denn es gehet nicht, wie ein Mensch siehet. Ein Mensch siehet, was vor Augen ist, der HERR aber siehet das Herz an. Da rief Isai dem Abinadab und lieli ihn vor Samuel ubergehen. Und er sprach: Diesen hat der HERR auch nicht erwahlet. Da lieli Isai vorübergehen Samma. Er aber sprach: Diesen hat der HERR auch nicht erwahlet. Da lieli Isai seine sieben Sohne vor Samuel ubergehen. Aber Samuel sprach zu Isai: Der HERR hat der keinen erwahlet. Und Samuel sprach zu Isai: Sind das die Knaben alle? Er sprach: Es ist noch ubrig der Kleinste; und siehe, er hütet der Schafe. Da sprach Samuel zu Isai: Sende hin und lali ihn holen; denn wirwerden uns nicht setzen, bis er hieher komme. Da sandte er hin und lieli ihn holen. Und erwar braunlich, mit schonen Augen und guter Gestalt. Und der HERR sprach: Auf! und salbe ihn; denn der ist's. Da nahm Samuel sein Olhorn und salbete ihn mitten unter seinen Brudern. Und der Geist des HERRN geriet uber David von dem Tage an und furder. Samuel aber machte sich auf und ging gen Rama. Der Geist aber des HERRN wich von Saul, und ein boser Geist vom HERRN machte ihn sehr unruhig. Da sprachen die Knechte Sauls zu ihm: Siehe, ein boser Geist von Gott macht dich sehr unruhig. Unser Herr sage seinen Knechten, die vor ihm stehen, daß sie einen Mann suchen, der auf der Harfe wohl spielen konne, auf daß, wenn der bose Geist Gottes uber dich kommt, er mit seiner Hand spiele, daß besser mit dir werde. Da sprach Saul zu seinen Knechten: Sehet nach einem Manne, deres wohl kann auf Saitenspiel, und bringet ihn zu mir. Da antwortete der Knaben einer und sprach: Siehe, ich habe gesehen einen Sohn Isais, des Bethlehemiten, der kann wohl auf Saitenspiel; ein rustiger Mann und streitbar und verstandig in Sachen und schon, und der HERR ist mit ihm. Da sandte Saul Boten zu Isai und lied ihm sagen: Sende deinen Sohn David zu mir, der bei den Schafen ist! Da nahm Isai einen Esel mit Brot und ein Legel Weins und ein Ziegenbocklein und sandte es Saul durch seinen Sohn David. Also kam David zu Saul und dienete vor ihm, und er gewann ihn sehr lieb, und er ward sein Waffentrager. Und Saul sandte zu Isai und lied ihm sagen: Lad David vor mir bleiben, denn er hat Gnade funden vor meinen Augen. Wenn nun der Geist Gottes über Saul kam, so nahm David die Harfe und spielete mit seiner Hand; so erquickte sich Saul, und ward besser mit ihm, und der bose Geist wich von ihm.
Abendgebet — Zweite Lesung
Paulus und Timotheus, Knechte Jesu Christi: Allen Heiligen in Christo Jesu zu Philippi samtden Bischofen und Dienern. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesu Christo! Ich danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke (welches ich allezeit tue in allem meinem Gebet fur euch alle, und tue das Gebet mit Freuden), uber eurer Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis her. Und bin desselbigen in guter Zuversicht, daß, der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollfuhren bis an den Tag Jesu Christi. Wie es denn mir bilüg ist, daß ich dermaüen von euch alien halte, darum daß ich euch in meinem Herzen habe in diesem meinem Gefangnis, darin ich das Evangelium verantworte und bekraftige, als die ihr alle mit mir der Gnade teilhaftig seid. Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch alien verlanget von Herzensgrund in Jesu Christo. Und darum bete ich, daü eure Liebe je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntnis und Erfahrung, daß ihr prufen moget, was das Beste sei, auf daß ihr seid lauter und unanstofüg bis auf den Tag Christi, erfullet mit Fruchten der Gerechtigkeit, diedurch Jesum Christum geschehen (in euch) zu Ehre und Lobe Gottes.] Ich lasse euch aberwissen, liebe Brüder, daü, wie es urn mich stehet, das ist nur mehr zur Forderung des Evangeliums geraten, also daß meine Bande offenbar worden sind in Christo in dem ganzen Richthause und bei den andern alien, und viel Brüder in dem Herrn aus meinen Banden Zuversicht gewonnen, desto turstiger worden sind, das Wort zu reden ohne Scheu. Etliche zwar predigen Christum auch urn Hasses und Haders willen, etliche aber aus guter Meinung. Jene verkundigen Christum aus Zank und nicht lauter; denn sie meinen, sie wollen eine Trübsal zuwenden meinen Banden. Diese aber aus Liebe; denn sie wissen, daü ich zur Verantwortung des Evangeliums hier liege. Was ist ihm aber denn? Daü nur Christus verkundiget werde allerlei Weise, es geschehe Zufalles Oder rechter Weise; so freue ich mich doch darinnen und will mich auch freuen. Denn ich weili, daß mir dasselbige gelingetzur Seligkeit durch euer Gebet und durch Handreichung des Geistes Jesu Christi wie ich endlich warte und hoffe, daß ich in keinerlei Stuck zuschanden werde, sondern daü mit aller Freudigkeit, gleichwie sonst allezeit, also auch jetzt, Christus hoch gepreiset werde an meinem Leibe, es sei durch Leben Oder durch Tod. Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn. Sintemal aber im Fleisch leben dienet, mehr Frucht zu schaffen, so weüi ich nicht, welches ich erwahlen soil. Denn es liegt mir beides hart an: Ich habe Lust abzuscheiden und bei Christo zu sein, welches auch viel besser ware: Aberes ist notiger, im Fleisch bleiben urn euretwilien. Und in guter Zuversicht weüi ich, daß ich bleiben und bei euch alien sein werde euch zur Forderung und zur Freude des Glaubens, auf daü ihr euch sehr ruhmen moget in Christo Jesu an mir durch meine Ankunft wieder zu euch. Wandelt nur wurdiglich dem Evangelium Christi, auf daß, ob ich komme und sehe euch Oder abwesend von, euch hore, daü ihr stehet in einem Geist und einer Seele und samt uns kampfet fur den Glauben des Evangeliums und euch in keinem Wege erschrecken lasset von den Widersachern, welches ist ein Anzeichen, ihnen der Verdammnis euch aber der Seligkeit, und dasselbige von Gott. Denn euch ist gegeben, urn Christi willen zu tun, daß ihr nicht allein an ihn glaubet, sondern auch urn seinetwillen leidet, und habet denselbigen Kampf, welchen ihr an mir gesehen habt und nun von mir horet.
Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
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