Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Morgengebet — Erste Lesung
Im dritten Jahr des Konigreichs des Konigs Belsazer erschien mir, Daniel, ein Gesicht nach dem, so mir am ersten erschienen war. Ich war aber, da ich solch Gesicht sah, zu Schloß Susan im Lande Elam am Wasser Ulai. Und ich hub meine Augen auf und sah, und siehe, ein Widder stund vor dem Wasser, der hatte zwei hohe Horner, doch eins hdher denn das andere, und das hochste wuchs am letzten. Ich sah, daß der Widder mit den Hornern stieß gegen Abend, gegen Mitternacht und gegen Mittag, und kein Tier konnte vor ihm bestehen noch von seiner Hand errettet werden, sondern er tat, was er wollte, und ward groß. Und indem ich darauf merkte, siehe, so kommt ein Ziegenbock vom Abend her uber die ganze Erde, daß er die Erde nicht ruhrete; und der Bock hatte ein ansehnlich Horn zwischen seinen Augen. Und er kam bis zu dem Widder, der zwei Horner hatte, den ich stehen sah vor dem Wasser; und er lief in seinem Zorn gewaltiglich zu ihm zu. Und ich sah ihm zu, daß er hart an den Widder kam, und ergrimmete uber ihn und stieß den Widder und zerbrach ihm seine zwei Horner. Und der Widder hatte keine Kraft, daß er vor ihm hatte mogen bestehen, sondern erwarf ihn zu Boden und zertrat ihn; und niemand konnte den Widder von seiner Hand erretten. Und der Ziegenbock ward sehr groß. Und da er aufs starkste worden war, zerbrach das große Horn; und wuchsen an des Statt ansehnliche vier gegen die vier Winde des Himmels. Und aus derselbigen einem wuchs ein klein Horn, das ward sehr groß gegen Mittag, gegen Morgen und gegen das werte Land. Und es wuchs bis an des Himmels Heer und warf etliche davon und von den Sternen zur Erde und zertrat sie. Ja, es wuchs bis an den Fursten des Heers und nahm von ihm weg das tagliche Opfer und verwüstete die Wohnung seines Heiligtums. Es ward ihm aber solche Macht gegeben wider das tagliche Opfer urn der Sunde willen, daß er die Wahrheit zu Boden schluge und, was er tat, ihm gelingen mußte. Ich hdrete aber einen Heiligen reden; und derselbige Heilige sprach zu einem, der da redete: Wie lange soil doch wahren solch Gesicht vom taglichen Opfer und von der Sunde, urn welcher willen diese Verwustung geschieht, daß beide, das Heiligtum und das Heer, zertreten werden? Und erantwortete mir: Essind zweitausend und dreihundert Tage, von Abend gegen Morgen zu rechnen, so wird das Heiligtum wieder geweihet werden. Und da ich, Daniel, solch Gesicht sah und hatte es gerne verstanden, siehe, da stund es vor mir wie ein Mann. Und ich horete zwischen Ulai eines Menschen Stimme, der rief und sprach: Gabriel, lege diesem das Gesicht aus, daß er's verstehe! Und er kam hartzu mir. Ich erschrak aber, da er kam, und fiel auf mein Angesicht. Er aber sprach zu mir: Merke auf, du Menschenkind; denn dies Gesicht gehort in die Zeit des Endes. Und da er mit mir redete, sank ich in eine Ohnmacht zur Erde auf mein Angesicht. Er aber ruhrete mich an und richtete mich auf, daß ich stund. Und er sprach: Siehe, ich will dirzeigen, wie es gehen wird zur Zeit des letzten Zorns; denn das Ende hat seine bestimmte Zeit. Der Widder mit den zweien Hornern, den du gesehen hast, sind die Kdnige in Medien und Persien. Der Ziegenbock aber ist der Konig in Griechenland. Das große Horn zwischen seinen Augen ist der erste Konig. Daß aber vier an seiner Statt stunden, da es zerbrochen war, bedeutet, daß vier Konigreiche aus dem Volk entstehen werden, aber nicht so machtig, als er war. Nach diesen Konigreichen, wenn die Ubertreter uberhandnehmen, wird aufkommen ein frecher und tuckischer Konig. Derwird machtig sein, doch nicht durch seine Kraft. Er wird's wunderlich verwüsten; und wird ihm gelingen, daß er's ausrichte. Erwird die Starken samt dem heiligen Volk verstoren. Und durch seine Klugheit wird ihm der Betrug geraten. Und wird sich in seinem Herzen erheben und durch Wohlfahrt wird er viele verderben und wird sich auflehnen wider den Fursten aller Fursten. Aber er wird ohne Hand zerbrochen werden. Dies Gesicht vom Abend und Morgen, das dir gesagt ist, das ist wahr; aber du sollst das Gesicht heimlich halten, denn es ist noch eine lange Zeit dahin. Und ich, Daniel, ward schwach und lag etliche Tage krank. Danach stand ich auf und richtete aus des Konigs Geschafte. Und verwunderte mich des Gesichts; und niemand war, der mir's berichtete.
Morgengebet — Zweite Lesung
Als es nun geschah, daß wir, von ihnen gewandt, dahinfuhren, kamen wir stracks Laufs gen Kos und am folgenden Tage gen Rhodus und von dannen gen Patara. Und als wir ein Schiff fanden, das nach Phonizien fuhr, traten wir darein und fuhren hin. Als wir aber Zypern ansichtig wurden, liefien wir sie zur linken Hand und schifften nach Syrien und kamen an zu Tyrus; denn daselbst sollte das Schiff die Ware niederlegen. Und als wir Jünger fanden, blieben wir daselbst sieben Tage. Die sagten Paulus durch den Geist, er sollte nicht hinauf gen Jerusalem ziehen. Und es geschah, da wir die Tage zugebracht hatten, zogen wiraus und wandelten. Und sie geleiteten uns alle mit Weibern und Kindern bis hinaus vor die Stadt und knieten nieder am Ufer und beteten. Und als wir einander gesegnet, traten wir ins Schiff; jene aberwandten sich wiederzu dem Ihren. Wir aber vollzogen die Schiffahrt von Tyrus und kamen gen Ptolemais und grufiten die Brüder und blieben einen Tag bei ihnen. Des andern Tages zogen wir aus, die wir urn Paulus waren, und kamen gen Casarea und gingen in das Haus Philippus, des Evangelisten, der einer von den Sieben war, und blieben bei ihm. Derselbige hatte vier Tochter, die waren Jungfrauen und weissageten. Und als wir mehr Tage dablieben, reisete herab ein Prophet aus Judaa mit Namen Agabus und kam zu uns. Der nahm den Gürtel des Paulus und band seine Hande und Fufie und sprach: Das saget der Heilige Geist: Den Mann, des der Gürtel ist, werden die Juden also binden zu Jerusalem und überantworten in der Heiden Hande. Als wir aber solches horeten, baten wirihn, und die desselbigen Orts waren, daß er nicht hinauf gen Jerusalem zoge. Paulus aber antwortete: Was machet ihr, daß ihr weinet und brechet mir mein Herz? Denn ich bin bereit, nicht allein mich binden zu lassen, sondern auch zu sterben zu Jerusalem urn des Namens willen des Herrn Jesu. Da er aber sich nicht uberreden lieft, schwiegen wir und sprachen: Des Herrn Wille geschehe! Und nach denselbigen Tagen entledigten wir uns und zogen hinauf gen Jerusalem. Es kamen aber mit uns auch etliche Jünger von Casarea und führeten uns zu einem mit Namen Mnason aus Zypern, der ein alter Jünger war, bei dem wir herbergen sollten. Da wir nun gen Jerusalem kamen, nahmen uns die Brüder gerne auf. Des andern Tages aber ging Paulus mit uns ein zu Jakobus, und kamen die Altesten alle dahin. Und als er sie gegrüftet hatte, erzahlte ereins nach dem andern, was Gott getan hatte unter den Heiden durch sein Amt. Da sie aber das horeten, lobeten sie den Herrn und sprachen zu ihm: Bruder, du siehest, wieviel tausend Juden sind, die glaubig worden sind, und sind alle Eiferer über dem Gesetz. Sie sind aber berichtet worden wider dich, daß du lehrest von Mose abfallen alle Juden, die unter den Heiden sind, und sagest, sie sollen ihre Kinder nicht beschneiden, auch nicht nach desselbigen Weise wandeln. Was ist's denn nun? Allerdinge muft die Menge zusammenkommen; denn es wird vor sie kommen, daß du kommen bist. So tu nun das, waswirdirsagen: Wir haben vier Manner, die haben ein Gelubde auf sich; dieselbigen nimm zu dir und laft dich reinigen mit ihnen und wage die Kosten an sie, daß sie ihr Haupt bescheren, und alle vernehmen, daß nicht sei, wes sie wider dich berichtet sind, sondern daß du auch einhergehest und hattest das Gesetz. Denn den Glaubigen aus den Heiden haben wir geschrieben und beschlossen, daß sie der keines halten sollen, denn nur sich bewahren vor dem Gotzenopfer, vor Blut, vor Ersticktem und vor Hurerei. Da nahm Paulus die Manner zu sich und lieft sich des andern Tages samt ihnen reinigen und ging in den Tempel und lieft sich sehen, wie eraushielte die Tage der Reinigung, bis daß fur einen jeglichen unter ihnen das Opfer geopfert ward. Als aber die sieben Tage sollten vollendet werden, sahen ihn die Juden aus Asien im Tempel und erregten das ganze Volk, legten die Hande an ihn und schrieen: Ihr Manner von Israel, helft! Dies ist der Mensch, der alle Menschen an alien Enden lehret wider dies Volk, wider das Gesetz und wider diese Statte; auch dazu hat er die Griechen in den Tempel gefuhret und diese heilige Statte gemein gemacht. Denn sie hatten mit ihm in der Stadt Trophimus, den Epheser, gesehen; denselbigen meineten sie, Paulus hatte ihn in den Tempel gefuhret. Und die ganze Stadt ward beweget, und ward ein Zulauf des Volks. Sie griffen aber Paulus und zogen ihn zum Tempel hinaus; und alsbald wurden die Turen zugeschlossen. Da sie ihn aber toten wollten, kam das Geschrei hinauf vor den obersten Hauptmann der Schar, wie das ganze Jerusalem sich emporete. Der nahm von Stund' an die Kriegsknechte und Hauptleute zu sich und lief unter sie. Da sie aber den Hauptmann und die Kriegsknechte sahen, horeten sie auf, Paulus zu schlagen. Als aber der Hauptmann nahe herzukam, nahm er ihn an sich und hieft ihn binden mit zwo Ketten und fragte, wer er ware, und was er getan hatte. Einer aber rief dies, der andere das im Volk. Da er aber nichts Gewisses erfahren konnte urn des Getümmels willen, hieft er ihn in das Lager fuhren. Und als eran die Stufen kam, muftten ihn die Kriegsknechte tragen vor Gewalt des Volks. Denn es folgte viel Volks nach und schrie: Weg mit ihm! Als aber Paulus jetzt zum Lager eingefuhret ward, sprach er zu dem Hauptmann: Dart ich mit dir reden? Er aber sprach: Kannst du Griechisch? Bist du nicht der Agypter, der vor diesen Tagen einen Aufruhr gemacht hat und fuhretest in die Wuste hinaus viertausend Meuchelmorder? Paulus aber sprach: Ich bin ein judischer Mann von Tarsus, ein Burger einer namhaftigen Stadt in Zilizien; ich bitte dich, erlaube mir, zu reden zu dem Volk. Als er aber ihm erlaubte, trat Paulus auf die Stufen und winkte dem Volk mit der Hand. Da nun eine grofte Stille ward, redete erzu ihnen auf ebraisch und sprach:
Abendgebet — Erste Lesung
Im ersten Jahr Darius, des Sohnes Ahasveros, aus der Meder Stamm, der uber das Konigreich der Chaldaer Konig ward, in demselbigen ersten Jahr seines Konigreichs merkte ich, Daniel, in den Buchern auf die Zahl der Jahre, davon der HERR geredet hatte zum Propheten Jeremia, daß Jerusalem sollte siebenzig Jahre wüste liegen. Und ich kehrete mich zu Gott dem HERRN, zu beten und zu flehen, mit Fasten, im Sack und in der Asche. Ich betete aberzu dem HERRN, meinem Gott, bekannte und sprach: Ach, lieber HERR, du grafter und schrecklicher Gott, der du Bund und Gnade haltst denen, die dich lieben und deine Gebote halten: wir haben gesundigt, unrecht getan, sind gottlos gewesen und abtrunnig worden; wir sind von deinen Geboten und Rechten gewichen. Wir gehorchten nicht deinen Knechten, den Propheten, die in deinem Namen unsern Konigen, Fursten, Vatern und allem Volk im Lande predigten. Du, HERR, bist gerecht, wir aber müssen uns schamen, wie es denn jetzt gehet denen von Juda und denen von Jerusalem und dem ganzen Israel, beide, denen, die nahe und feme sind, in alien Landen, dahin du uns verstoften hast urn ihrer Missetat willen, die sie an dir begangen haben. Ja, HERR, wir, unsere Konige, unsere Fursten und unsere Vater mussen uns schamen, daß wir uns an dir versundiget haben. Dein aber, HERR, unser Gott, ist die Barmherzigkeit und Vergebung. Denn wir sind abtrunnig worden und gehorchten nicht der Stimme des HERRN, unsers Gottes, daß wir gewandelt hatten in seinem Gesetz welches er uns vorlegte durch seine Knechte, die Propheten, sondern das ganze Israel ubertrat dein Gesetz und wichen ab, daß sie deiner Stimme nicht gehorchten. Daher trifft uns auch der Fluch und Schwur, der geschrieben stehet im Gesetz Mose, des Knechtes Gottes, daß wir an ihm gesundiget haben. Und er hat seine Worte gehalten, die er geredet hat wider uns und unsere Richter, die uns richten sollten, daß er solch graft Ungluck uber uns hat gehen lassen, daß desgleichen unter allem Himmel nicht geschehen ist, wie uber Jerusalem geschehen ist. Gleichwie es geschrieben stehet im Gesetz Mose, so ist all dies grofte Ungluck uber uns gegangen. So beteten wir auch nicht vor dem HERRN, unserm Gott, daß wir uns von den Sünden bekehreten und deine Wahrheit vernahmen. Darum ist der HERR auch wacker gewesen mit diesem Ungluck und hat es uber uns gehen lassen. Denn der HERR, unser Gott, ist gerecht in alien seinen Werken, die er tut; denn wir gehorchten seiner Stimme nicht. Und nun, HERR, unser Gott, der du dein Volk aus Agyptenland gefuhret hast mit starker Hand und hast dir einen Namen gemacht, wie er jetzt ist: wir haben ja gesundiget und sind leider gottlos gewesen. Ach HERR, urn aller deiner Gerechtigkeit willen wende ab deinen Zorn und Grimm von deiner Stadt Jerusalem und deinem heiligen Berge! Denn urn unserer Sünde willen und urn unserer Vater Missetat willen tragt Jerusalem und dein Volk Schmach bei alien, die urn uns her sind. Und nun, unser Gott, hore das Gebet deines Knechts und sein Flehen und siehe gnadiglich an dein Heiligtum, das verstoret ist, urn des HERRN willen! Neige deine Ohren, mein Gott, und hore, tue deine Augen auf und siehe, wie wir verstort sind, und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist! Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet, nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine grofte Barmherzigkeit. Ach HERR, hore, ach HERR, sei gnadig, ach HERR, merke auf und tue es und verzeuch nicht um dein selbst willen, mein Gott! Denn deine Stadt und dein Volk ist nach deinem Namen genannt. Als ich noch so redete und betete und meine und meines Volks Israel Sünde bekannte und lag mit meinem Gebet vor dem HERRN, meinem Gott, um den heiligen Berg meines Gottes, eben da ich so redete in meinem Gebet, flog daher der Mann Gabriel, den ich vorhin gesehen hatte im Gesicht, und ruhrete mich an um die Zeit des Abendopfers. Und er berichtete mir und redete mit mir und sprach: Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, dir zu berichten. Denn da du anfingest zu beten, ging dieser Befehl aus, und ich komme darum, daß ich dir's anzeige; denn du bist lieb und wert. So merke nun darauf, daß du das Gesicht verstehest! Siebenzig Wochen sind bestimmt uber dein Volk und uber deine heilige Stadt, so wird dem Ubertreten gewehret und die Sunde zugesiegelt und die Missetat versohnet und die ewige Gerechtigkeit gebracht und die Gesichte und Weissagung zugesiegelt und der Allerheiligste gesalbet werden. So wisse nun und merke: Von der Zeit an, so ausgehet der Befehl, daß Jerusalem soil wiederum gebauet werden, bis auf Christum, den Fursten, sind sieben Wochen und zweiundsechzig Wochen, so werden die Gassen und Mauern wieder gebauet werden, wiewohl in kummerlicher Zeit. Und nach den zweiundsechzig Wochen wird Christus ausgerottet werden und nichts mehr sein. Und ein Volk des Fursten wird kommen und die Stadt und das Heiligtum verstoren, dati es ein Ende nehmen wird wie durch eine Flut; und bis zum Ende des Streits wird's wüst bleiben. Er wird aber vielen den Bund starken eine Woche lang. Und mitten in der Woche wird das Opfer und Speisopfer aufhoren. Und bei den Flugeln werden stehen Greuel der Verwustung; und ist beschlossen, daß bis ans Ende uber die Verwustung triefen wird.
Abendgebet — Zweite Lesung
Dies ist die andere Epistel, die ich euch schreibe, ihr Lieben, in welcher ich erwecke und erinnere euren lautem Sinn, daß ihr gedenket an die Worte, die euch zuvor gesagt sind von den heiligen Propheten, und an unser Gebot, die wir sind Apostel des Herrn und Heilandes. Und wisset das aufs erste, daß in den letzten Tagen kommen werden Spotter, die nach ihren eigenen Lusten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Zukunft? Denn nachdem die Vater entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Kreatur gewesen ist. Aber mutwillens wollen sie nicht wissen, daß der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde aus Wasser und im Wasser bestanden durch Gottes Wort. Dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieselbigen mit der Sintflut verderbet. Also auch der Himmel jetzt und die Erde werden durch sein Wort gesparet, daß sie zum Feuer behalten werden am Tage des Gerichts und Verdammnis der gottlosen Menschen. Eines aber sei euch unverhalten, ihr Lieben, daß ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche fur einen Verzug achten, sondern er hat Geduld mit uns und will nicht, daß jemand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße kehre. Es wird aber des Herrn Tag kommen als ein Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen, die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die drinnen sind, werden verbrennen. So nun das alles soil zergehen, wie sollt ihr denn geschickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, daß ihr wartet und eiletzu der Zukunft des Tages des Herrn, in welchem die Himmel vom Feuer zergehen, und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden. Wir warten aber eines neuen Himmels und einer neuen Erde nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnet. Darum, meine Lieben, dieweil ihr darauf warten sollet, so tut Fleiß, daß ihr vor ihm unbefleckt und unstraflich im Frieden erfunden werdet.] Und die Geduld unsers Herrn achtet fur eure Seligkeit, als auch unser lieber Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat. Wie er auch in alien Briefen davon redet, in welchen sind etliche Dinge schwer zu verstehen, welche verwirren die Ungelehrigen und Leichtfertigen wie auch die andern Schriften zu ihrer eigenen Verdammnis. Ihr aber, meine Lieben, weil ihr das zuvor wisset, so verwahret euch, daß ihr nicht durch Irrtum der ruchlosen Leute samt ihnen verfuhret werdet und entfallet aus eurer eigenen Festung. Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi. Demselbigen sei Ehre nun und zu ewigen Zeiten! Amen. Der erste Brief des Johannes
Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
In Bosko warten die Lesungen des Tages jeden Morgen auf dich — markiere jede als gelesen, damit du nie den Überblick verlierst, lies sie in einer von 30 Übersetzungen und verweile bei einer kurzen Betrachtung. Die Tageslesungen deiner Tradition — nachverfolgt und immer griffbereit.

