Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Morgengebet — Erste Lesung
Und es kamen etliche von den Altesten Israels zu mir und setzten sich vor mir. Da geschah des HERRN Wort zu mir und sprach: Menschenkind, diese Leute hangen mit ihrem Herzen an ihren Gotzen und halten ob dem Argernis ihrer Missetat. Sollt ich denn ihnen antworten, wenn sie mich fragen? Darum rede mit ihnen und sage zu ihnen: So spricht der Herr HERR: Welcher Mensch vom Hause Israel mit dem Herzen an seinen Gotzen hanget und halt ob dem Argernis seiner Missetat und kommt zum Propheten, so will ich, der HERR, demselbigen antworten, wie er verdienet hat mit seiner groften Abgotterei, auf daß das Haus Israel betrogen werde in ihrem Herzen, darum daß sie alle von mir gewichen sind durch Abgotterei. Darum sollstdu zum Hause Israel sagen: So spricht der Herr HERR: Kehret und wendet euch von eurer Abgotterei und wendet euer Angesicht von alien euren Greueln! Denn welcher Mensch vom Hause Israel Oder Fremdling, so in Israel wohnet, von mirweichet und mit seinem Herzen an seinen Gotzen hanget und ob dem Argernis seiner Abgotterei halt und zum Propheten kommt, da(3> er durch ihn mich frage, dem will ich, der HERR, selbst antworten. Und will mein Angesicht wider denselbigen setzen, daß sie sollen wust und zum Zeichen und Sprichwort werden; und will sie aus meinem Volk rotten, daü ihr erfahren sollt, ich sei der HERR. Wo aber ein betrogener Prophet etwas redet, den will ich, der HERR, wiederum lassen betrogen werden und will meine Hand uber ihn ausstrecken und ihn aus meinem Volk Israel rotten. Also sollen sie beide ihre Missetat tragen; wie die Missetat des Fragers, also soil auch sein die Missetat des Propheten, auf daß sie nicht mehr das Haus Israel verfuhren von mir und sich nicht mehr verunreinigen in allerlei ihrer Ubertretung, sondern sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein, spricht der Herr HERR. Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: Du Menschenkind, wenn ein Land an mir sundiget und dazu mich verschmahet, so will ich meine Hand uber dasselbe ausstrecken und den Vorrat des Brots wegnehmen und will Teurung hineinschicken, daü ich beide, Menschen und Vieh, drinnen ausrotte. Und wenn dann gleich die drei Manner, Noah, Daniel und Hiob, drinnen waren, so würden sie allein ihre eigene Seeie erretten durch ihre Gerechtigkeit, spricht der Herr HERR. Und wenn ich bose Tiere in das Land bringen wurde, die die Leute aufraumeten und dasselbige verwusteten, daß niemand drinnen wandeln konnte vorden Tieren, und diese drei Manner waren auch drinnen: so wahr ich lebe, spricht der Herr HERR, sie wurden weder Sohne noch Tochter erretten, sondern allein sich selbst, und das Land müftte ode werden. Oder wo ich das Schwert kommen liefie uber das Land und sprache: Schwert, fahre durchs Land und wurde also beide, Menschen und Vieh, ausrotten, und die drei Manner waren drinnen: so wahr ich lebe, spricht der Herr HERR, sie wurden weder Sohne noch Tochter erretten, sondern sie allein wurden errettet sein. Oder so ich Pestilenz in das Land schicken und meinen Grimm uber dasselbige ausschütten wurde und Blut sturzen, also daß ich beide, Menschen und Vieh, ausrottete, und Noah, Daniel und Hiob waren drinnen: so wahr ich lebe, spricht der Herr HERR, wurden sie weder Sohne noch Tochter, sondern allein ihre eigene Seeie durch ihre Gerechtigkeit erretten. Denn so spricht der Herr HERR: So ich meine vier bosen Strafen, als Schwert, Hunger, bose Tiere und Pestilenz, uber Jerusalem schicken wurde, daß ich drinnen ausrottete beide, Menschen und Vieh, siehe, so sollen etliche Ubrige drinnen davonkommen, die Sohne und Tochter herausbringen werden, und zu euch anherkommen, daß ihr sehen werdet, wie es ihnen gehet, und euch trosten uber dem Ungluck, das ich uber Jerusalem habe kommen lassen, samt allem andern, das ich uber sie habe kommen lassen. Sie werden euer Trost sein, wenn ihr sehen werdet, wie es ihnen gehet, und werdet erfahren, daß ich nicht ohne Ursache getan habe, was ich drinnen getan habe, spricht der Herr HERR.
Morgengebet — Zweite Lesung
Und er machte sich auf und kam von dannen in die Orter des judischen Landes jenseit des Jordans. Und das Volk ging abermal mit Haufen zu ihm, und wie seine Gewohnheit war, lehrete er sie abermal. Und die Pharisaer traten zu ihm und fragten ihn, ob ein Mann sich scheiden moge von seinem Weibe; und versuchten ihn damit. Er antwortete aber und sprach: Was hat euch Mose geboten? Sie sprachen: Mose hat zugelassen, einen Scheidebrief zu schreiben und sich zu scheiden. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Urn eures Herzens Hartigkeit willen hat er euch solch Gebot geschrieben. Aber von Anfang der Kreatur hat sie Gott geschaffen ein Mannlein und Fraulein. Darum wird der Mensch seinen Vater und Mutter lassen und wird seinem Weibe anhangen, und werden sein die zwei ein Fleisch. So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was denn Gott zusammengefuget hat, soil der Mensch nicht scheiden. Und daheim fragten ihn abermal seine Junger urn dasselbige. Und er sprach zu ihnen: Wer sich scheidet von seinem Weibe und freiet eine andere, der bricht die Ehe an ihr. Und so sich ein Weib scheidet von ihrem Manne und freiet einen andern, die bricht ihre Ehe. Und sie brachten Kindlein zu ihm, daü ersie anruhrete. Die Junger aber fuhren die an, die sie trugen. Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Lafit die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch, wer das Reich Gottes nicht empfanget als ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen. Und er herzete sie und legtedie Hande auf sie und segnete sie. Und da er hinausgegangen war auf den Weg, lief einer vorne vor, kniete vor ihn und fragte ihn: Guter Meister, was soil ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? Aber Jesus sprach zu ihm: Was heiliest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Du weifiest ja die Gebote wohl: Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht toten. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden. Du sollst niemand tauschen. Ehre deinen Vater und Mutter. Er antwortete aber und sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf. Und Jesus sah ihn an und liebte ihn und sprach zu ihm: Eines fehlet dir. Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich. Er aber ward Unmuts uber der Rede und ging traurig davon; denn er hatte viele Guter. Und Jesus sah urn sich und sprach zu seinen Jungern: Wie schwerlich werden die Reichen in das Reich Gottes kommen! Die Junger aber entsetzten sich uber seine Rede. Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwerlich ist's, daß die, so ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, ins Reich Gottes kommen! Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelohr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann denn selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unmoglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind moglich bei Gott. Da sagte Petrus zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolget. Jesus antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, es ist niemand, so er verlalit Haus Oder Brüder Oder Schwestern Oder Vater Oder Mutter Oder Weib Oder Kinder Oder Acker um meinetwillen und um des Evangeliumswillen, der nicht hundertfaltig empfange jetzt in dieser Zeit Hauser und Bruder und Schwestern und Mutter und Kinder und Acker mit Verfolgungen und in der zukünftigen Welt das ewige Leben. Viele aber werden die Letzten sein, die die Ersten sind, und die Ersten sein, die die Letzten sind. Sie waren aber auf dem Wege und gingen hinauf gen Jerusalem. Und Jesus ging vor ihnen; und sie entsetzten sich, folgeten ihm nach und furchteten sich. Und Jesus nahm abermal zu sich die Zwolfe und sagte ihnen, was ihm widerfahren würde: Siehe, wirgehen hinauf gen Jerusalem, und des Menschen Sohn wird uberantwortet werden den Hohenpriestern und Schriftgelehrten; und sie werden ihn verdammen zum Tode und überantworten den Heiden. Die werden ihn verspotten und geilieln und verspeien und toten; und am dritten Tage wird er auferstehen. Da gingen zu ihm Jakobus und Johannes, die Sohne des Zebedaus, und sprachen: Meister, wir wollen, daß du uns tuest, was wir dich bitten werden. Er sprach zu ihnen: Was wolit, ihr, daß ich euch tue? Sie sprachen zu ihm: Gib uns, daß wir sitzen, einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken, in deiner Herrlichkeit. Jesus aber sprach zu ihnen: Ihrwisset nicht, was ihr bittet. Konnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und euch taufen lassen mit der Taufe, da ich mit getauft werde? Sie sprachen zu ihm: Ja, wir konnen es wohl. Jesus aber sprach zu ihnen: Zwar ihrwerdet den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, da ich mit getauft werde; zu sitzen aberzu meiner Rechten und zu meiner Linken, stehet mir nicht zu, euch zu geben, sondern welchen es bereitet ist. Und da das die Zehn horeten, wurden sie unwillig uber Jakobus und Johannes. Aber Jesus rief sie und sprach zu ihnen: Ihr wisset, daß die weltlichen Fursten herrschen, und die Machtigen unter ihnen haben Gewalt. Aber also soil es unter euch nicht sein, sondern welcher will groü werden unter euch, der soil euer Diener sein. Und welcher unter euch will der Vornehmste werden, der soil aller Knecht sein. Denn auch des Menschen Sohn ist nicht kommen, daß ersich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zur Bezahlung fur viele. Und sie kamen gen Jericho. Und da er aus Jericho ging, er und seine Jünger und ein groü Volk, da sali ein Blinder, Bartimaus, des Timaus Sohn, am Wege und bettelte. Und da er horete, daß es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Und viele bedraueten ihn, ersollte stillschweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein! Und Jesus stund stille und lieli ihn rufen. Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, stehe auf! Er rufet dich. Und erwarf sein Kleid von sich, stund auf und kam zu Jesu. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was willst du, daß ich dir tun soil? Der Blinde sprach zu ihm: Rabuni, daß ich sehend werde. Jesus aber sprach zu ihm: Gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege.
Abendgebet — Erste Lesung
Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: Was treibet ihr unter euch im Lande Israel dies Sprichwort und sprechet: Die Vater haben Herlinge gegessen, aber den Kindern sind die Zahne davon stumpf worden? So wahr als ich lebe, spricht der Herr HERR, solch Sprichwort soli nicht mehr unter euch gehen in Israel. Denn siehe, alle Seelen sind mein; des Vaters Seele ist sowohl mein als des Sohnes Seele. Welche Seele sundiget, die soil sterben. Wenn nun einerfromm ist, der recht und wohl tut; der auf den Bergen nicht isset; der seine Augen nicht aufhebet zu den Gotzen des Hauses Israel und seines Nachsten Weib nicht befleckt und liegt nicht bei der Frau in ihrer Krankheit; der niemand beschadiget; der dem Schuldner sein Pfand wiedergibt; der niemand etwas mit Gewalt nimmt; der dem Hungrigen sein Brot mitteilet und den Nackenden kleidet; der nicht wuchert; der niemand ubersetzet; der seine Hand vom Unrechten kehret; der zwischen den Leuten recht urteilet; der nach meinen Rechten wandelt und meine Gebote halt, daß er ernstlich danach tue: das ist ein frommer Mann; der soil das Leben haben, spricht der Herr HERR. Wenn er aber einen Sohn zeuget, und derselbige wird ein Morder, der Blut vergeulit Oder dieser Stucke eins tut und der andern Stucke keins nicht tut, sondern isset auf den Bergen und beflecket seines Nachsten Weib, beschadiget die Armen und Elenden, mit Gewalt etwas nimmt, das Pfand nicht wiedergibt, seine Augen zu den Gotzen aufhebet, damit er einen Greuel begehet, gibtauf Wucher, ubersetzt: sollte der leben? Er soil nicht leben, sondern weil er solche Greuel alle getan hat, soil er des Todes sterben; sein Blut soil auf ihm sein. Wo er aber einen Sohn zeuget, der alle solche Sünde siehet, so sein Vater tut, und sich furchtet und nicht also tut: isset nicht auf den Bergen, hebet seine Augen nicht auf zu den Gotzen des Hauses Israel, beflecket nicht seines Nachsten Weib, beschadiget niemand, behalt das Pfand nicht, nicht mit Gewalt etwas nimmt, teilet sein Brot mit dem Hungrigen und kleidet den Nackenden; der seine Hand vom Unrechten kehret, keinen Wucher noch Ubersatz nimmt, sondern meine Gebote halt und nach meinen Rechten lebet: der soil nicht sterben urn seines Vaters Missetat willen, sondern leben. Aber sein Vater, der Gewalt und Unrecht geubet und unter seinem Volk getan hat, das nicht taugt, siehe, derselbige soil sterben urn seiner Missetat willen. So sprechet ihr: Warum soil denn ein Sohn nicht tragen seines Vaters Missetat? Darum, daß er recht und wohl getan und alle meine Rechte gehalten und getan hat, soil er leben. Denn welche Seele sundiget, die soil sterben. Der Sohn soil nicht tragen die Missetat des Vaters, und der Vater soil nicht tragen die Missetat des Sohnes, sondern des Gerechten Gerechtigkeit soil uber ihm sein, und des Ungerechten Ungerechtigkeit soil fiber ihm sein. Wo sich aber der Gottlose bekehret von alien seinen Sünden, die er getan hat, und halt alle meine Rechte und tut recht und wohl, so soil er leben und nicht sterben. Es soli alter seiner Ubertretung, so er begangen hat, nicht gedachtwerden, sondern soil leben urn der Gerechtigkeit willen, die er tut. Meinest du, daß ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, sprichtder Herr HERR, und nicht vielmehr, daß er sich bekehre von seinem Wesen und lebe? Und wo sich der Gerechte kehret von seiner Gerechtigkeit und tut Boses und lebet nach alien Greueln, die ein Gottloser tut, sollte der leben? Ja, aller seiner Gerechtigkeit, die er getan hat, soil nicht gedacht werden, sondern in seiner Ubertretung und Sünden, die er getan hat, soil er sterben. Noch sprechet ihr: Der HERR handelt nicht recht. So horet nun, ihr vom Hause Israel: Ist's nicht also, daß ich recht habe und ihr unrecht habt? Denn wenn der Gerechte sich kehret von seiner Gerechtigkeit und tut Boses, so muft er sterben; er muft aber urn seiner Bosheit willen, die er getan hat, sterben. Wiederum, wenn sich der Gottlose kehret von seiner Ungerechtigkeit, die er getan hat, und tut nun recht und wohl, der wird seine Seele lebendig behalten. Denn weil er siehet und bekehret sich von aller seiner Bosheit, die er getan hat, so soil er leben und nicht sterben. Noch sprechen die vom Hause Israel: Der HERR handelt nicht recht. Sollt ich unrecht haben? Ihr vom Hause Israel habt unrecht. Darum will ich euch richten, ihr vom Hause Israel, einen jeglichen nach seinem Wesen, spricht der Herr HERR. Darum so bekehret euch von aller eurer Ubertretung, auf daß ihr nicht fallen müsset urn der Missetat willen. Werfet von euch alle eure Ubertretung, damit ihr ubertreten habt, und machet euch ein neu Herz und neuen Geist. Denn warum willst du also sterben, du Haus Israel? Denn ich habe keinen Gefallen am Tode des Sterbenden, spricht der Herr HERR. Darum bekehret euch, so werdet ihr leben!
Abendgebet — Zweite Lesung
Wir ermahnen aber euch als Mithelfer, daü ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfanget. Denn er spricht: Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhoret und habe dir am Tage des Heils geholfen. Sehet, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils. Lasset uns aber niemand irgendein Argernis geben, auf daü unser Amt nicht verlastert werde; sondern in alien Dingen lasset uns beweisen als die Diener Gottes: in großer Geduld, in Trübsalen, in Noten, in Angsten, in Schlagen, in Gefangnissen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in Fasten, in Keuschheit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, in dem Heiligen Geist, in ungefarbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken; durch Ehre und Schande, durch bose Geruchte und gute Geruchte; als die Verführer und doch wahrhaftig; als die Unbekannten und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezüchtigten und doch nicht ertotet; als die Traurigen, aber allezeit frohlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; ais die nichts innehaben und doch alles haben. O ihr Korinther, unser Mund hat sich zu euch aufgetan; unser Herz ist getrost. Unserthalben dürft ihr euch nicht angsten. Dali ihr euch aber angstet, das tut ihr aus herzlicher Meinung. Ich rede mit euch als mit meinen Kindern, dafi ihr euch auch also gegen mich stellet und seiet auch getrost. Ziehet nicht am fremden Joch mit den Unglaubigen! Denn was hat die Gerechtigkeit fur Geniefi mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht fur Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial? Oder was fur ein Teil hat der Glaubige mit dem Unglaubigen? Was hat der Tempel Gottes fur Gleichheit mit den Gotzen? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes, wie denn Gott spricht: Ich will in ihnen wohnen und in ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Darum gehet aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret kein Unreines an, so will ich euch annehmen. und euer Vater sein, und ihr sollet meine Sohne und Tochter sein, spricht der allmachtige Herr.
Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
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