Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Morgengebet — Erste Lesung
HERR, du bist mein Gott; dich preise ich. Ich lobe deinen Namen, denn du tust Wunder. Deine Vornehmen von alters her sind treu und wahrhaftig. Denn du machest die Stadt zum Steinhaufen, die feste Stadt, daß sie auf einem Haufen liegt, der Fremden Palast, daß nicht mehr eine Stadt sei und nimmer mehr gebauet werde. Darum ehret dich ein machtig Volk, die Stadte gewaltiger Heiden fürchten dich. Denn du bist der Geringen Starke, der Armen Starke in Trubsal, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze, wenn die Tyrannen wüten, wie ein Ungewitter wider eine Wand. Du demütigest der Fremden Ungestum wie die Hitze in einem dürren Ort, daß die Hitze die Rebe der Tyrannen verderbe, und die Wolke dennoch Schatten gebe. Und der HERR Zebaoth wird alien Volkern machen auf diesem Berge ein fett Mahl, ein Mahl von reinem Wein, von Fett, von Mark, von Wein, darin keine Hefe ist. Und erwird auf diesem Berge das Hüllen wegtun, damit alle Volker verhullet sind, und die Decke, damit alle Heiden zugedeckt sind. Denn er wird den Tod verschlingen ewiglich. Und der Herr HERR wird die Tranen von alien Angesichtern abwischen und wird aufheben die Schmach seines Volks in alien Landen; denn der HERR hat's gesagt. Zu der Zeit wird man sagen: Siehe, das ist unser Gott, aufden wir harren, und erwird uns helfen; das ist der HERR, auf den wir harren, daß wir uns freuen und frohlich seien in seinem Heil. Denn die Hand des HERRN ruhet auf diesem Berge. Moab aberwird unter ihm zerdroschen werden, wie Stroh zerdroschen wird, und wie Kot. Und er wird seine Hande ausbreiten mitten unter sie, wie sie ein Schwimmer ausbreitet zu schwimmen; und wird ihre Pracht niedrigen mit den Armen seiner Hande und die hohe Festung eurer Mauern beugen, niedrigen und in den Staub zu Boden werfen.
Morgengebet — Zweite Lesung
Er kam aber gen Derbe und Lystra; und siehe, ein Junger war daselbst mit Namen Timotheus, eines judischen Weibes Sohn, die war glaubig, aber eines griechischen Vaters. Der hatte ein gut Gerucht bei den Brudern unter den Lystranern und zu Ikonien. Diesen wollte Paulus lassen mit sich ziehen und nahm und beschnitt ihn urn der Juden willen, die an demselbigen Ort waren; denn sie wuliten alle, daß sein Vater war ein Grieche gewesen. Als sie aber durch die Stadte zogen, überantworteten sie ihnen, zu halten den Spruch, welcher von den Aposteln und den Altesten zu Jerusalem beschlossen war. Da wurden die Gemeinden im Glauben befestiget und nahmen zu an der Zahl taglich. Da sie aber durch Phrygien und das Land Galatien zogen, ward ihnen gewehret von dem Heiligen Geist, zu reden das Wort in Asien. Als sie aber kamen an Mysien, versuchten sie, durch Bithynien zu reisen; und der Geist lieli es ihnen nicht zu. Da sie aber an Mysien voruberzogen, kamen sie hinab gen Troas. Und Paulus erschien ein Gesicht bei der Nacht; das war ein Mann aus Mazedonien, der stund und bat ihn und sprach: Komm hernieder nach Mazedonien und hilf uns! Alseraberdas Gesicht gesehen hatte, da trachteten wir alsobald zu reisen nach Mazedonien, gewili, daß uns der Herr dahin berufen hatte, ihnen das Evangelium zu predigen. Da fuhren wir aus von Troas, und stracks Laufs kamen wir gen Samothrazien, des andern Tages gen Neapolis und von dannen gen Philippi, welches ist die Hauptstadt des Landes Mazedonien und eine Freistadt. Wir hatten aber in dieser Stadt unser Wesen etliche Tage. Am Tage des Sabbats gingen wir hinaus vor die Stadt an das Wasser, da man pflegte zu beten, und setzten uns und redeten zu den Weibern, die da zusammenkamen. Und ein gottesfurchtig Weib mit Namen Lydia, eine Purpurkramerin aus der Stadt der Thyatirer, horete zu; welcher tat der Herr das Herz auf, daß sie darauf achthatte, was von Paulus geredet ward. Als sie aber und ihr Hausgetauftward, ermahnete sie uns und sprach: So ihr mich achtet, daß ich glaubig bin an den Herrn, so kommet in mein Haus und bleibet allda. Und sie zwang uns. Esgeschah aber, da wirzu dem Gebet gingen, daß eine Magd uns begegnete, die hatte einen Wahrsagergeist und trug ihren Herren viel Genieli zu mit Wahrsagen. Dieselbige folgte allenthalben Paulus und uns nach, schrie und sprach: Diese Menschen sind Knechte Gottes, des Allerhochsten, die euch den Weg der Seligkeit verkundigen! Solches tat sie manchen Tag. Paulus aber tat das weh, und wandte sich urn und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir in dem Namen Jesu Christi, daß du von ihr ausfahrest! Und er fuhr aus zu derselbigen Stunde. Da aber ihre Herren sahen, daß die Hoffnung ihres Genielies war ausgefahren, nahmen sie Paulus und Silas, zogen sie auf den Markt vor die Obersten und fuhreten sie zu den Hauptleuten und sprachen: Diese Menschen machen unsere Stadt irre und sind Juden und verkundigen eine Weise, welche uns nicht ziemet anzunehmen noch zu tun, weil wir Rdmer sind. Und das Volk ward erregt wider sie. Und die Hauptleute lielien ihnen die Kleider abreilien und hielien sie staupen. Und da sie sie wohl gestaupet hatten, warfen sie sie ins Gefangnis und geboten dem Kerkermeister, daß er sie wohl bewahrete. Der nahm solch Gebot an und warf sie in das innerste Gefangnis und legte ihre Füfie in den Stock. Urn die Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobeten Gott. Und es horeten sie die Gefangenen. Schnell aber ward ein groties Erdbeben, also daß sich bewegeten die Grundfesten des Gefangnisses. Und von Stund' an wurden alle Turen aufgetan und aller Bande los. Als aber der Kerkermeister aus dem Schlafe fuhr und sah die Turen des Gefangnisses aufgetan, zog er das Schwert aus und wollte sich selbst erwurgen; denn er meinete, die Gefangenen waren entflohen. Paulus aber rief laut und sprach: Tue dir nichts Ubles; denn wir sind alle hier. Er forderte aber ein Licht und sprang hinein und ward zitternd und fiel Paulus und Silas zu den Fülien und führete sie heraus und sprach: Liebe Herren, was soil ich tun, dati ich selig werde? Sie sprachen:. Glaube an den Herrn Jesum Christum, so wirst du und dein Haus selig. Und sie sagten ihm das Wort des Herrn und alien, die in seinem Hause waren. Und er nahm sie zu sich in derselbigen Stunde der Nacht und wusch ihnen die Striemen ab; und er lieli sich taufen und alle die Seinen alsobald. Und führete sie in sein Haus und setzte ihnen einen Tisch und freuete sich mit seinem ganzen Hause, daß er an Gott glaubig worden war. Und da es Tag ward, sandten die Hauptleute Stadtdiener und sprachen: Lali die Menschen gehen! Und der Kerkermeister verkundigte diese Rede Paulus: Die Hauptleute haben hergesandt, daß ihr los sein sollt. Nun ziehet aus und gehet hin mit Frieden. Paulus aber sprach zu ihnen: Sie haben uns ohne Recht und Urteil offentlich gestaupet, die wir doch Rdmer sind, und in das Gefangnis geworfen und sollten uns nun heimlich ausstolien? Nicht also, sondern lasset sie selbst kommen und uns hinausfuhren. Die Stadtdiener verkündigten diese Worte den Hauptleuten; und sie furchteten sich, da sie horeten, daß sie Rdmer waren, und kamen und ermahneten sie und fuhreten sie heraus und baten sie, daß sie auszogen aus der Stadt. Da gingen sie aus dem Gefangnis und gingen zu der Lydia. Und da sie die Brüder gesehen hatten und getrostet, zogen sie aus.
Abendgebet — Erste Lesung
Zu der Zeit wird man ein solch Lied singen im Lande Juda: Wir haben eine feste Stadt, Mauer und Wehre sind Heil. Tut die Tore auf, daß hereingehe das gerechte Volk, das den Glauben bewahret. Du erhaltst stets Frieden nach gewisser Zusage; denn man verlasset sich auf dich. Darum verlasset euch auf den HERRN ewiglich; denn Gott der HERR ist ein Fels ewiglich. Und er beuget die, so in der Hohe wohnen; die hohe Stadt niedriget er, ja, er stoftet sie zu der Erde, daß sie im Staube liegt, daß sie mit Füften zertreten wird, ja mit Fuften der Armen, mit Fersen der Geringen. Aber des Gerechten Weg ist schlecht; den Steig des Gerechten machst du richtig. Denn wirwarten auf dich, HERR, im Wege deines Rechten; des Herzens Lust stehet zu deinem Namen und deinem Gedachtnis. Von Herzen begehre ich dein des Nachts, dazu mit meinem Geiste in mirwache ich frühe zu dir. Denn wo dein Recht im Lande gehet, so lernen die Einwohner des Erdbodens Gerechtigkeit. Aberwenn den Gottlosen gleich Gnade angeboten wird, so lernen sie doch nicht Gerechtigkeit, sondern tun nur ubel im richtigen Lande; denn sie sehen des HERRN Herrlichkeit nicht. HERR, deine Hand ist erhohet, das sehen sie nicht; wenn sie es aber sehen werden, so werden sie zuschanden werden im Eifer uber die Heiden; dazu wirst du sie mit Feuer, damit du deine Feinde verzehrest, verzehren. Aber uns, HERR, wirst du Frieden schaffen; denn alles, was wir ausrichten, das hast du uns gegeben. HERR, unser Gott, es herrschen wohl andere Herren uber uns denn du; aber wir gedenken doch allein dein und deines Namens. Die Toten bleiben nicht leben, die Verstorbenen stehen nicht auf; denn du hast sie heimgesucht und vertilget und zunichte gemacht all ihr Gedachtnis. Aber du, HERR, fahrest fort unter den Heiden, du fahrest immer fort unter den Heiden, beweisest deine Herrlichkeit und kommst feme bis an der Welt Ende. HERR, wenn Trubsal da ist, so suchet man dich; wenn du sie zuchtigest, so rufen sie angstiglich. Gleichwie eine Schwangere, wenn sie schier gebaren soil, so ist ihr angst, schreiet in ihren Schmerzen: so gehet's uns auch, HERR, vor deinem Angesicht. Da sind wir auch schwanger und ist uns bange, daß wir kaum Odem holen; noch konnen wir dem Lande nicht helfen, und die Einwohner auf dem Erdboden wollen nicht fallen. Aber deine Toten werden leben und mit dem Leichnam auferstehen. Wachet auf und rühmet, die ihr lieget unter der Erde; denn dein Tau ist ein Tau des grunen Feldes. Aber das Land der Toten wirst du sturzen. Gehe hin, mein Volk, in deine Kammer und schleuft die Tür nach dir zu; verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorubergehe. Denn siehe, der HERR wird ausgehen von seinem Ort, heimzusuchen die Bosheit der Einwohner des Landes uber sie, daß das Land wird offenbaren ihr Blut und nicht weiter verhehlen, die drinnen erwurget sind.
Abendgebet — Zweite Lesung
Weil nun Christus im Fleisch fur uns gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselbigen Sinn: denn wer am Fleisch leidet, der horet auf von Sünden, daiß er hinfort, was noch hinterstelliger Zeit im Fleisch ist, nicht der Menschen Lüsten, sondern dem Willen Gottes lebe. Denn es ist genug, daß wir die vergangene Zeit des Lebens zugebracht haben nach heidnischem Willen, da wirwandelten in Unzucht, Lüsten, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und greulichen Abgottereien. Das befremdet sie, dafi ihr nicht mit ihnen laufet in dasselbige wüste, unordentliche Wesen, und lastern; welche werden Rechenschaft geben dem, der bereit ist, zu richten die Lebendigen und die Toten. Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkundiget, auf dafi sie gerichtet werden nach dem Menschen am Fleisch, aber im Geist Gott leben. Es ist aber nahe kommen das Ende aller Dinge. So seid nun mafüg und nuchtern zum Gebet. Vor alien Dingen aber habt untereinander eine brunstige Liebe; denn die Liebe decket auch der Sünden Menge. Seid gastfrei untereinander ohne Murmeln! Und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes. So jemand redet, dafi er's rede als Gottes Wort; so jemand ein Amt hat, dafi er's tue als aus dem Vermogen, das Gott darreichet, auf daß in alien Dingen Gott gepreiset werde durch Jesum Christum, welchem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Ihr Lieben, lasset euch die Hitze, so euch begegnet, nicht befremden (die euch widerfahret, daü ihr versucht werdet), als widerfuhre euch etwas Seltsames, sondern freuet euch, dafi ihr mit Christo leidet, auf daü ihr auch zu der Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben moget. Selig seid ihr, wenn ihr geschmahet werdet uber dem Namen Christi; denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruhet auf euch. Bei ihnen ist er verlastert, aber bei euch ist er gepreiset. Niemand aber untereuch leide als ein Morder Oder Dieb Oder Ubeltater Oder der in ein fremd Amt greifet. Leidet er aber als ein Christ, so schame er sich nicht; er ehre aber Gott in solchem Fall. Denn es ist Zeit, daü anfange das Gericht an dem Hause Gottes. So aber zuerst an uns, was will's fur ein Ende werden mit denen, die dem Evangelium Gottes nicht glauben? Und so der Gerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottiose und Sunder erscheinen? Darum, welche da leiden nach Gottes Willen, die sollen ihm ihre Seelen befehlen als dem treuen Schopfer in guten Werken.
Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
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