Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Morgengebet — Erste Lesung
Zur selbigen Zeit, spricht der HERR, will ich aller Geschlechter Israels Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. So spricht der HERR: Das Volk, so uberblieben ist vom Schwert, hat Gnade funden in der Wüste; Israel zeucht hin zu seiner Ruhe. Der HERR istmirerschienen von feme: Ich habe dich je und je geliebet, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. Wohlan, ich will dich wiederum bauen, daß du sollst gebauet heiften. Du Jungfrau Israel, du sollst noch frohlich pauken und herausgehen an den Tanz. Du sollst wiederum Weinberge pflanzen an den Bergen Samaria; pflanzen wird man und dazu pfeifen. Denn es wird die Zeit noch kommen, daß die Huter an dem Gebirge Ephraim werden rufen: Wohlauf und laftt uns hinaufgehen gen Zion zu dem HERRN, unserm Gott! Denn also spricht der HERR: Rufet uber Jakob mit Freuden und jauchzet uber das Haupt unter den Heiden; rufet laut, ruhmet und sprechet: HERR, hilf deinem Volk, den Ubrigen in Israel! Siehe, ich will sie aus dem Lande der Mitternacht bringen und will sie sammeln aus den Enden der Erde, beide, Blinde, Lahme, Schwangere und Kindbetterinnen, daß sie mitgroftem Haufen wieder hieher kommen sollen. Sie werden weinend kommen und betend, so will ich sie leiten; ich will sie leiten an den Wasserbachen auf schlechtem Wege, daß sie sich nicht stoften; denn ich bin Israels Vater, so ist Ephraim mein erstgeborner Sohn. Horet, ihr Heiden, des HERRN Wort und verkundiget es feme in die Inseln und sprechet: Der Israel zerstreuet hat, der wird's auch wieder sammeln, und wird sie hüten wie ein Hirte seine Herde. Denn der HERR wird Jakob erlosen und von der Hand des Machtigen erretten. Und sie werden kommen und auf der Hohe zu Zion jauchzen und werden sich zu den Gaben des HERRN haufen, namlich zum Getreide, Most, 01 und jungen Schafen und Ochsen, daß ihre Seele wird sein wie ein wasserreicher Garten und nicht mehr bekümmert sein sollen. Alsdann werden die Jungfrauen frohlich am Reigen sein, dazu die junge Mannschaft und die Alten miteinander. Denn ich will ihr Trauern in Freude verkehren und sie trosten und sie erfreuen nach ihrer Betrubnis. Und ich will der Priester Herz voll Freude machen, und mein Volk soil meiner Gaben die Fülle haben, spricht der HERR. So spricht der HERR: Man horet eine klagliche Stimme und bitteres Weinen auf der Hohe; Rahel weinet uber ihre Kinder und will sich nicht trosten lassen uber ihre Kinder, denn es ist aus mit ihnen. Aber der HERR spricht also: laft dein Schreien und Weinen und die Tranen deiner Augen; denn deine Arbeit wird wohl belohnet werden, spricht der HERR. Sie sollen wiederkommen aus dem Lande des Feindes. Und deine Nachkommen haben viel Guteszu gewarten, spricht der HERR; denn deine Kinder sollen wieder in ihre Grenze kommen. Ich habe wohl gehoret, wie Ephraim klagt: Du hast mich gezuchtiget, und ich bin auch gezuchtiget wie ein geil Kalb. Bekehre du mich, so werde ich bekehret; denn du, HERR, bist mein Gotti Da ich bekehret ward, tat ich Bufte; denn nachdem ich gewitzigt bin, schlage ich mich auf die Hufte. Denn ich bin zuschanden worden und stehe schamrot; denn ich muft leiden den Hohn meiner Jugend. 1st nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein trautes Kind? Denn ich denke noch wohl daran, was ich ihm geredet habe; darum bricht mir mein Herz geqen ihn, daß ich mich sein erbarmen muft, spricht der HERR. Richte dir auf Grabzeichen, setze dir Trauermale und richte dein Herz auf die gebahnte Strafte, darauf ich gewandelt habe. Kehre wieder, Jungfrau Israel; kehre dich wieder zu diesen deinen Stadten! Wie lange willst du in der Irre gehen, du abtrunnige Tochter? Denn der HERR wird ein Neues im Lande erschaffen: das Weib wird den Mann umgeben. So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Man wird noch dies Wort wieder reden im Lande Juda und in seinen Stadten, wenn ich ihr Gefangnis wenden werde: Der HERR segne dich, du Wohnung der Gerechtigkeit, du heiliger Berg! Und Juda samt alien seinen Stadten sollen drinnen wohnen, dazu Ackerleute und die mit Herden umherziehen. Denn ich will die müden Seelen erquicken und die bekummerten Seelen sattigen. Darum bin ich aufgewacht und sah auf und habe so sanft geschlafen. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, daß ich das Haus Israel und das Haus Juda besamen will, beide, mit Menschen und Vieh. Und gleichwie ich uber sie gewacht habe, auszureuten, zu reiften, abzubrechen, zu verderben und zu plagen, also will ich uber sie wachen, zu bauen und zu pflanzen, spricht der HERR. Zur selbigen Zeit wird man nicht mehr sagen: Die Vater haben Herlinge gegessen, und der Kinder Zahne sind stumpf worden, sondern ein jeglicher wird urn seiner Missetat willen sterben; und welcher Mensch Herlinge isset, dem sollen seine Zahne stumpf werden. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vatern machte, da ich sie bei der Hand nahm, daß ich sie aus Agyptenland fuhrete, welchen Bund sie nicht gehaiten haben, und ich sie zwingen muftte, spricht der HERR, sondern das soil der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein. Und wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: Erkenne den HERRN! sondern sie sollen mich alle kennen, beide, klein und graft, spricht der HERR. Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken. So spricht der HERR, der die Sonne dem Tage zum Licht gibt und den Mond und die Sterne nach ihrem Lauf der Nacht zum Licht, der das Meer bewegt, daß seine Wellen brausen, HERR Zebaoth ist sein Name: Wenn solche Ordnungen abgehen vormir, spricht der HERR, so soil auch aufhoren der Same Israels, daß er nicht mehr ein Volk vor mir sei ewiglich. So spricht der HERR: Wenn man den Himmel oben kann messen und den Grund der Erde erforschen, so will ich auch verwerfen den ganzen Samen Israels urn alles, das sie tun, spricht der HERR. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, daß die Stadt des HERRN soli gebauet werden vom Turm Hananeel an bis ans Ecktor. Und die Richtschnur wird neben demselben weiter herausgehen bis an den Hugel Gareb und sich gen Gaath wenden. Und das ganze Tal der Leichen und der Asche samt dem ganzen Acker bis an den Bach Kidron, bis zu der Ecke am Rofttor gegen Morgen wird dem HERRN heilig sein, daß es nimmermehr zerbrochen noch abgebrochen soil werden.
Morgengebet — Zweite Lesung
Danach offenbarte sich Jesus abermal den Jungern an dem Meer bei Tiberias. Er offenbarte sich aber also. Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der da heiftet Zwilling, und Nathanael von Kana, Galilaa, und die Sohne des Zebedaus und andere zwei seiner Junger. Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich will hin fischen gehen. Sie sprachen zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und traten in das Schiff alsbald; und in derselbigen Nachtfingen sie nichts. Da es aber jetzt Morgen ward, stund Jesus am Ufer; aber die Junger wuftten nicht, daß es Jesus war. Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sprach zu ihnen: Werfetdas Netzzur Rechten des Schiffs, so werdet ihr finden. Da warfen sie und konnten's nicht mehr ziehen vor der Menge der Fische. Da spricht der Junger, welchen Jesus liebhatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Da Simon Petrus horete, daß es der Herr war, gurtete er das Hemd um sich (denn erwar nackend) und warf sich ins Meer. Die andern Junger aber kamen auf dem Schiffe (denn sie waren nicht fem vom Lande, sondern bei zweihundert Ellen) und zogen das Netz mit den Fischen. Als sie nun austraten auf das Land sahen sie Kohlen geleget und Fische dar auf und Brot. Sprich Jesus zu ihnen: Bringet her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt. Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz auf das Land voll grafter Fische, hundert und dreiundfünfzig. Und wiewohl ihrer so viel waren, zerrift doch das Netz nicht. Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltetdas Mahl! Niemand aber unter den Jungern durfte ihn fragen: Wer bist du? Denn sie wuftten, daß es der Herr war. Da kommt Jesus und nimmtdas Brot und gibt's ihnen, desselbigengieichen auch die Fische. Das ist nun das dritte Mai, daß Jesus offenbaret ward seinen Jungern, nachdem er von den Toten auferstanden ist. Da sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon Johanna, hast du mich lieber, denn mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weiftt, daß ich dich liebhabe. Spricht erzu ihm: Weide meine Lammer! Spricht erzum andernmal zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weiftt, daß ich dich liebhabe. Spricht erzu ihm: Weide meine Schafe! Spricht erzum drittenmal zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum drittenmal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weüßt, daß ich dich liebhabe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe. Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Da du junger warest, gurtetest du dich selbst und wandeltest, wo du hin wolltest; wenn du aber altwirst, wirst du deine Hande ausstrecken, und ein anderer wird dich gurten und fuhren, wo du nicht hin willst. Das sagte eraber, zu deuten, mitwelchem Tode er Gott preisen wurde. Da er aber das gesagt, spricht er zu ihm: Folge mir nach! Petrus aberwandte sich urn und sah den Junger folgen welchen Jesus liebhatte, der auch an seiner Brust am Abendessen gelegen war und gesagt hatte: Herr, wer ist's, der dich verrat? Da Petrus diesen sah, spricht erzu Jesu: Herr, was soil aber dieser? Jesus spricht zu ihm: So ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was gehet es dich an? Folge du mir nach! Da ging eine Rede aus unterden Brudern: Dieser Junger stirbt nicht. Und Jesus sprach nicht zu ihm: Er stirbet nicht, sondern: So ich will, dafi er bleibe, bis ich komme, was gehet es dich an? Dies ist der Junger, der von diesen Dingen zeuget und hat dies geschrieben; und wirwissen, dafi sein Zeugnis wahrhaftig ist. Es sind auch viel andere Dinge, die Jesus getan hat, welche, so sie sollten eins nach dem andern geschrieben werden, achte ich, die Welt wurde die Bucher nicht begreifen, die zu beschreiben waren. Die Geschichte der Apostel
Abendgebet — Erste Lesung
Dies ist das Wort, das vom HERRN geschah zu Jeremia im zehnten Jahr Zedekias, des Konigs Judas, welches ist das achtzehnte Jahr Nebukadnezars. Dazumal belagerte das Heer des Konigs zu Babei Jerusalem. Aber der Prophet Jeremia lag gefangen im Vorhofe des Gefangnisses am Hause des Konigs Judas, dahin Zedekia, der Konig Judas, ihn hatte lassen verschlieften und gesagt: Warum weissagest du und sprichst: So spricht der HERR: Siehe, ich gebe diese Stadt in die Hande des Konigs zu Babel, und er soil sie gewinnen, und Zedekia, der Konig Judas, soil den Chaldaern nicht entrinnen, sondern ich will ihn dem Konige zu Babel in die Hande geben, daß er mündlich mit ihm reden und mit seinen Augen ihn sehen soil; und erwird Zedekia gen Babel führen, da soil er auch bleiben, bis daß ich ihn heimsuche, spricht der HERR; denn ob ihr schon wider die Chaldaer streitet, soil euch doch nichts gelingen. Und Jeremia sprach: Es ist des HERRN Wort geschehen zu mir und spricht: Siehe, Hanameel, der Sohn Sallums, deines Vetters, kommt zu dir und wird sagen: Lieber, kaufe du meinen Acker zu Anathoth; denn du hast das nachste Freundrecht dazu, daß du ihn kaufen sollst. Also kam Hanameel, meines Vetters Sohn, wie der HERR gesagt hatte, zu mir vor den Hof des Gefangnisses und sprach zu mir: Lieber, kaufe meinen Acker zu Anathoth, der im Lande Benjamin liegt; denn du hast Erbrecht dazu und du bist der Nachste; Lieber, kaufe ihn! Da merkte ich, daß es des HERRN Wort ware, und kaufte den Acker von Hanameel, meines Vetters Sohn, zu Anathoth und wog ihm das Geld dar, sieben Sekel und zehn Silberlinge, und schrieb einen Brief und versiegelte ihn und nahm Zeugen dazu und wog das Geld darauf einer Waage. Und nahm zu mir den versiegelten Kaufbrief nach dem Recht und Gewohnheit und eine offene Abschrift und gab den Kaufbrief Baruch, dem Sohn Nerias, des Sohns Mahasejas, in Gegenwart Hanameels, meines Vetters, und der Zeugen, die im Kaufbriefe geschrieben stunden, und alter Juden, die am Hofe des Gefangnisses wohneten, und befahl Baruch vor ihren Augen und sprach: So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Nimm diese Briefe, den versiegelten Kaufbrief samt dieser offenen Abschrift und lege sie in ein irden Gefali, daß sie lange bleiben mogen. Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Noch soli man Hauser, Acker und Weinberge kaufen in diesem Lande. Und da ich den Kaufbrief hatte Baruch, dem Sohn Nerias, gegeben, betete ich zum HERRN und sprach: Ach, Herr HERR, siehe, du hast Himmel und Erde gemacht durch deine grolie Kraft und durch deinen ausgestreckten Arm, und ist kein Ding vor dir unmoglich; der du wohltust viel Tausenden und vergiltst die Missetat der Vater in den Busen ihrer Kinder nach ihnen, du grower und starker Gott; HERR Zebaoth ist dein Name; groli von Rat und machtig von Tat; und deine Augen stehen often uber alle Wege der Menschenkinder, daß du einem jeglichen gebest nach seinem Wandel und nach der Frucht seines Wesens; der du in Agyptenland hast Zeichen und Wunder getan bis auf diesen Tag, beide, an Israel und Menschen, und hast dir einen Namen gemacht, wie er heutigestages ist, und hast dein Volk Israel aus Agyptenland geführet durch Zeichen und Wunder, durch eine machtige Hand, durch ausgestreckten Arm und durch groli Schrecken und hast ihnen dies Land gegeben, welches du ihren Vatern geschworen hattest, daß du es ihnen qeben wolltest, ein Land, da Milch und Honiq innen fleulit, und da sie hineinkamen und es besalien, gehorchten sie deiner Stimme nicht, wandelten auch nicht nach deinem Gesetze, und alles, was du ihnen gebotest, daß sie tun sollten, das lielien sie, darum du auch ihnen all dies Ungluck lieliest widerfahren: Siehe, diese Stadt ist belagert, daß sie gewonnen und vorßchwert, Hunger und Pestilenz in der Chaldaer Hande, welche wider sie streiten, gegeben werden muli; und wie du geredet hast, so gehet es, das siehest du; und du, Herr HERR, sprichst zu mir: Kaufe du einen Acker urn Geld und nimm Zeugen dazu, so doch die Stadt in der Chaldaer Hande gegeben wird? Und des HERRN Wort geschah zu Jeremia und sprach: Siehe, ich, der HERR, bin ein Gott alles Fleisches. Sollte mir etwas unmoglich sein? Darum so spricht der HERR also: Siehe, ich gebe diese Stadt in der Chaldaer Hande und in die Hand Nebukadnezars, des Konigs zu Babel; und er soil sie gewinnen. Und die Chaldaer so wider diese Stadt streiten, werden hereinkommen und sie mit Feuer anstecken und verbrennen samt den Hausern, da sie auf den Dachern Baal gerauchert und andern Gottern Trankopfer geopfert haben, auf daß sie mich erzurneten. Denn die Kinder Israel und die Kinder Juda haben von ihrer Jugend auf getan, das mir libel gefallt, und die Kinder Israel haben mich erzurnet durch ihrer Hande Werk, spricht der HERR. Denn seit der Zeit diese Stadt gebauet ist, bis auf diesen Tag, hat sie mich zornig und grimmig gemacht, daß ich sie muli von meinem Angesicht wegtun urn all der Bosheit willen der Kinder Israel und der Kinder Juda, die sie getan haben, daß sie mich erzurneten. Sie, ihre Konige, Fursten, Priester und Propheten, und die in Juda und Jerusalem wohnen, haben mir den Rücken und nicht das Angesicht zugekehret, wiewohl ich sie stets lehren lieli; aber sie wollten nicht horen noch sich bessern. Dazu haben sie ihre Greuel in das Haus gesetzt, das von mir den Namen hat, daß sie es verunreinigten, und haben die Hohen des Baal gebauet im Tal Ben-Hinnom, daß sie ihre Sohne und Tochter dem Moloch verbrenneten, davon ich ihnen nichts befohlen habe, und ist mir nie in Sinn kommen, daß sie solchen Greuel tun sollten, damit sie Juda also zu Sunden brachten. Und nun, um deswillen spricht der HERR, der Gott Israels, also von dieser Stadt, davon ihr saget, daß sie werde vor Schwert, Hunger und Pestilenz in die Hande des Konigs zu Babel gegeben: Siehe, ich will sie sammeln aus alien Landen, dahin ich sie verstoße durch meinen grol Len Zorn, Grimm und Unbarmherzigkeit, und will sie wiederum an diesen Ort bringen, daß sie sollen sicher wohnen. Und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein und will ihnen einerlei Herz und Wesen geben, daß sie mich furchten sollen ihr Leben lang, auf daß ihnen und ihren Kindern nach ihnen wohlgehe. Und will einen ewigen Bund mit ihnen machen, daß ich nicht will ablassen, ihnen Gutes zu tun, und will ihnen meine Furcht ins Herz geben, daß sie nicht von mirweichen. Und soil meine Lust sein, daß ich ihnen Gutes tun soil; und ich will sie in diesem Lande pflanzen, treulich, von ganzem Herzen und von ganzer Seele. Denn so spricht der HERR: Gleichwie ich uber dies Volk habe kommen lassen all dies grotie Ungluck, also will ich auch alles Gute uber sie kommen lassen, das ich ihnen geredet habe. Und sollen noch Acker gekauft werden in diesem Lande, davon ihr saget, es werde wüst liegen, daß weder Leute noch Vieh drinnen bleibe, und werde in der Chaldaer Hande gegeben. Dennoch wird man Acker um Geld kaufen und verbriefen, versiegeln und bezeugen im Lande Benjamin und um Jerusalem her und in den Stadten Judas, in Stadten auf den Gebirgen, in Stadten in Grunden und in Stadten gegen Mittag. Denn ich will ihr Gefangnis wenden, spricht der HERR.
Abendgebet — Zweite Lesung
Denn ein jeglicher Hoherpriester, der aus den Menschen genommen wird, der wird gesetzt fur die Menschen gegen Gott, auf daß eropfere Gaben und Opfer fur die Sünden, der da konnte mitleiden uber die, so unwissend sind und irren, nachdem er auch selbst umgeben ist mit Schwachheit. Darum muft er auch, gleichwie fur das Volk, also auch fur sich selbst opfern fur die Sünden. Und niemand nimmt sich selbst die Ehre, sondern der auch berufen sei von Gott gleichwie Aaron. Also auch Christus hat sich nicht selbst in die Ehre gesetzt, daß er Hoherpriester würde, sondern der zu ihm gesagt hat: Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeuget. Wie er auch am andern Ort spricht: Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks. Und er hat in den Tagen seines Fleisches Gebet und Flehen mit starkem Geschrei und Tranen geopfert zu dem, der ihm von dem Tode konnte aushelfen; und ist auch erhoret, darum daß er Gott in Ehren hatte. Und wiewohl er Gottes Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernet. Und da er ist vollendet, ist er worden alien, die ihm gehorsam sind, eine Ursache zur ewigen Seligkeit, genannt von Gott ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks. Davon hatten wir wohl viel zu reden; aber es ist schwer, weil ihr so unverstandig seid. Und die ihr solltet langst Meister sein, bedurfet ihrwiederum, daß man euch die ersten Buchstaben der gottlichen Worte lehre, und daß man euch Milch gebe und nicht starke Speise. Denn wem man noch Milch geben muft, der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit; denn er ist ein junges Kind. Den Vollkommenen aber gehort starke Speise, die durch Gewohnheit haben geubte Sinne zum Unterschied des Guten und des Bosen.
Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
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