Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Isaiah 28

Wehe der prachtigen Krone der Trunkenen von Ephraim, derwelken Blume ihrer lieblichen Herrlichkeit, welche stehet oben uber einem fetten Tal derer, die vom Wein taumeln! Siehe, ein Starker und Machtiger vom HERRN, wie ein Hagelsturm, wie ein schadlich Wetter, wie ein Wassersturm, die machtiglich einreißen, wird ins Land gelassen mit Gewalt, daß die prachtige Krone der Trunkenen von Ephraim mit Fußen zertreten werde. Und die welke Blume ihrer lieblichen Herrlichkeit, welche stehet oben uber einem fetten Tal, wird sein gleich wie das Reife vor dem Sommer, welches verdirbt, wenn man es noch an seinem Zweige hangen siehet. Zu der Zeit wird der HERR Zebaoth sein eine liebliche Krone und herrlicher Kranz den Ubrigen seines Volks und ein Geist des Rechts dem, der zu Gericht sitzt, und eine Starke denen, die vom Streit wiederkommen zum Tor. Dazu sind diese auch vom Wein toll worden und taumeln von starkem Getrank. Denn beide, Priester und Propheten, sind toll von starkem Getranke, sind in Wein ersoffen und taumeln von starkem Getranke; sie sind toll im Weissagen und kocken die Urteile heraus. Denn alle Tische sind voll Speiens und Unflats an alien Orten. Wen soil erdenn lehren Erkenntnis? Wem soil er zu verstehen geben die Predigt? Den Entwohnten von der Milch; denen, die von Brusten abgesetzt sind. Denn (sie sagen): Gebeut hin, gebeut her; gebeut hin, gebeut her; harre hie, harre da; harre hie, harre da; hie ein wenig, da ein wenig! Wohlan, er wird einmal mit spottischen Lippen und mit einer andern Zunge reden zu diesem Volk, welchem jetzt dies geprediget wird: So hat man Ruhe, so erquickt man die Müden, so wird man stille; und wollen doch solcher Predigt nicht. Darum soli ihnen auch des HERRN Worteben also werden: Gebeut hin, gebeut her; gebeut hin, gebeut her; harre hie, harre da; harre hie; harre da; hie ein wenig, da ein wenig, daß sie hingehen und zurückfallen, zerbrechen, verstrickt und gefangen werden. So horet nun des HERRN Wort, ihr Spotter, die ihr herrschet uber dies Volk, so zu Jerusalem ist. Denn ihrsprechet: Wir haben mit dem Tode einen Bund und mit der Holle einen Verstand gemacht; wenn eine Flut dahergehet, wird sie uns nicht treffen; denn wir haben die Luge zu unserer Zuflucht und Heuchelei zu unserem Schirm gemacht. Darum spricht der Herr HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewahrten Stein, einen kostlichen Eckstein, der wohl gegrundet ist. Wer glaubet, derfleucht nicht. Und ich will das Recht zur Richtschnur und die Gerechtigkeit zum Gewicht machen; so wird der Hagel die falsche Zuflucht wegtreiben, und Wasser sollen den Schirm wegschwemnen, daß euer Bund mit dem Tode los werde und euer Verstand mit der Holle nicht bestehe; und wenn eine Flut dahergehet, wird sie euch zertreten; sobald sie dahergehet, wird sie euch wegnehmen. Kommt sie des Morgens, so geschieht's des Morgens; also auch, sie komme des Tages Oder des Nachts. Denn alleine die Anfechtung lehret aufs Wort merken. Denn das Bett ist so enge, daß nichts ubrig ist, und die Decke so kurz, daß man sich drein schmiegen muß. Denn der HERR wird sich aufmachen wie auf dem Berge Prazim und zurnen wie im Tal Gibeon, daß er sein Werk tue auf eine andere Weise, und daß er seine Arbeit tue auf eine andere Weise. So laßt nun euer Spotten, auf daß eure Bande nicht harter werden; denn ich habe ein Verderben und Steuern gehoret, so vom Herrn HERRN Zebaoth geschehen wird in aller Welt. Nehmet zu Ohren und horet meine Stimme; merket auf und horet meine Rede! Pfluget Oder brachet Oder arbeitet auch ein Ackermann seinen Acker immerdar zur Saat? Ist's nicht also? Wenn er's gleich gemacht hat, so streuet er Wicken und wirft Kümmel und saet Weizen und Gerste, jegliches, wo er's hin haben will, und Spelt an seinen Ort. Also zuchtiget sie auch ihr Gott durch Recht und lehret sie. Denn man drischt die Wicken nicht mit Dreschwagen, so lalit man auch nicht das Wagenrad uber den Kümmel gehen, sondern die Wicken schlagt man aus mit einem Stabe und den Kümmel mit einem Stecken. Man mahlt es, dad es Brot werde, und drischt es nicht gar zunichte, wenn man's mit Wagenradern und Pferden ausdrischet. Solches geschieht auch vom HERRN Zebaoth; denn sein Rat ist wunderbarlich und führet es herrlich hinaus.

Responsorial Psalm

Psalm 2

Warum toben die Heiden, und die Leute reden so vergeblich? Die Konige im Lande lehnen sich auf, und die Herren ratschlagen miteinander wider den HERRN und seinen Gesalbten: Lasset uns zerreilien ihre Bande und von uns werfen ihre Seile! Aber der im Himmel wohnet, lachet ihrer, und der HERR spottet ihrer. Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrecken. Aber ich habe meinen Konig eingesetzt auf meinem heiligen Berg Zion. Ich will von einer solchen Weise predigen, daß der HERR zu mir gesagt hat: Du bist mein Sohn, heute hab ich dich gezeuget. Heische von mir, so will ich dir die Heiden zum Erbe geben und der Welt Ende zum Eigentum. Du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen; wie Topfe sollst du sie zerschmeilien. So lalit euch nun weisen, ihr Konige, und lalit euch zuchtigen, ihr Richter auf Erden! Dienet dem HERRN mit Furcht und freuet euch mit Zittern! Küssetden Sohn, daß er nicht zurne und ihr umkommet auf dem Wege; denn sein Zorn wird bald anbrennen. Aber wohl alien, die auf ihn trauen!

Second Reading

Romans 9

Ich sage die Wahrheit in Christo und luge nicht, des mir Zeugnis gibt mein Gewissen in dem Heiligen Geist, daß ich grolie Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlali in meinem Herzen habe. Ich habe gewunschet, verbannet zu sein von Christo fur meine Bruder, die meine Gefreundeten sind nach dem Fleisch, die da sind von Israel, welchen gehort die Kindschaft und die Herrlichkeit und der Bund und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheiliung; welcher auch sind die Vater, aus welchen Christus herkommt nach dem Fleische, der da ist Gott uber alles, gelobet in Ewigkeit! Amen. Aber nicht sage ich solches, daß Gottes Wort darum aus sei. Denn es sind nicht alle Israelites die von Israel sind; auch nicht alle, die Abrahams Same sind, sind darum auch Kinder, sondern: In Isaak soli dir der Same genannt sein. Das ist, nicht sind das Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder sind, sondern die Kinder der Verheiliung werden fur Samen gerechnet. Denn dies ist ein Wort der Verheifiung, da er spricht: Um diese Zeit will ich kommen, und Sara soil einen Sohn haben. Nicht allein aber ist's mit dem also, sondern auch, da Rebecka von dem einigen Isaak, unserm Vater, schwanger ward; ehe die Kinder geboren waren und weder Gutes noch Boses getan hatten, auf daß der Vorsatz Gottes bestunde nach der Wahl, ward zu ihr gesagt, nicht aus Verdienst der Werke, sondern aus Gnaden des Berufes, also: Der Groliere soil dienstbar werden dem Kleinern, wie denn geschrieben stehet: Jakob habe ich geliebet, aber Esau habe ich gehasset. Was wollen wir denn hiersagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei feme! Denn er spricht zu Mose: Welchem ich gnadig bin, dem bin ich gnadig, und welches ich mich erbarme, des erbarme ich mich. So liegt es nun nicht an jemandes Wollen Oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen. Denn die Schrift sagt zu Pharao: Eben darum hab' ich dich erweckt, daß ich an dir meine Macht erzeige, auf daß mein Name verkundiget werde in alien Landen. So erbarmet er sich nun; welches er will, und verstocket, welchen er will. So sagest du zu mir: Was schuldiget er denn uns? Wer kann seinem Willen widerstehen? Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, daß du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du mich also? Hat nicht ein Topfer Macht, aus einem Klumpen zu machen ein Fali zu Ehren und das andere zu Unehren? Derhalben, da Gott wollte Zorn erzeigen und kundtun seine Macht, hat er mit grolier Geduld getragen die Gefalie des Zorns, die da zugerichtet sind zur Verdammnis, auf daß er kundtate den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefalien der Barmherzigkeit, die er bereitet hat zur Herrlichkeit, welche er berufen hat, namlich uns, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden. Wie er denn auch durch Hosea spricht: Ich will das mein Volk heilien, das nicht mein Volk war, und meine Liebe, die nicht die Liebe war. Und soli geschehen, an dem Ort, da zu ihnen gesagt ward: Ihr seid nicht mein Volk, sollen sie Kinder des lebendigen Gottes genannt werden. Jesaja aber schreiet fur Israel: Wenn die Zahl der Kinder von Israel würde sein wie der Sand am Meer, so wird doch das Ubrige selig werden; Denn es wird ein Verderben und Steuern geschehen zur Gerechtigkeit, und der Herr wird dasselbige Steuern tun auf Erden. Und wie Jesaja davor sagt: Wenn uns nicht der Herr Zebaoth hatte lassen Samen überbleiben, so waren wir wie Sodom worden und gleichwie Gomorra. Was wollen wir nun hier sagen? Das wollen wir sagen: Die Heiden, die nicht haben nach der Gerechtigkeit gestanden, haben die Gerechtigkeit erlanget; ich sage aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. Israel aber hat dem Gesetz der Gerechtigkeit nachgestanden und hat das Gesetz der Gerechtigkeit nicht überkommen. Warum das? Darum, daß sie es nicht aus dem Glauben, sondern als aus den Werken des Gesetzes suchen. Denn sie haben sich gestolien an den Stein des Anlaufens, wie geschrieben stehet: Siehe da, ich lege in Zion einen Stein des Anlaufens und einen Fels des Argernisses; und wer an ihn glaubet, der soil nicht zuschanden werden.

Gospel

Mark 14

Und nach zwei Tagen war Ostern und die Tage der sulien Brote. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List griffen und toteten. Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, daß nicht ein Aufruhr im Volk werde! Und da er zu Bethanien war in Simons, des Aussatzigen, Hause und sali zu Tisch, da kam ein Weib, die hatte ein Glas mit ungefalschtem und kostlichem Nardenwasser; und sie zerbrach das Glas und goli es auf sein Haupt. Da waren etliche, die wurden unwillig und sprachen: Was soil doch dieser Unrat? Man konnte das Wasser um mehr denn dreihundert Groschen verkauft haben und dasselbe den Armen geben. Und murreten uber sie. Jesus aber sprach: Lasset sie mit Frieden! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gut Werk an mir getan. Ihr habt allezeit Arme bei euch; und wann ihr wollet, konnet ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte; sie ist zuvorkommen, meinen Leichnam zu salben zu meinem Begrabnis. Wahrlich, ich sage euch, wo dies Evangelium geprediget wird in aller Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedachtnis, was sie jetzt getan hat. Und Judas Ischariot, einervon den Zwolfen, ging hin zu den Hohenpriestern, daß er ihn verriete. Da sie das horeten, wurden sie froh und verhiefien, ihm das Geld zu geben. Und ersuchte, wie er ihn füglich verriete. Und am ersten Tagedersußen Brote, da man das Osterlamm opferte, sprachen seine Jünger zu ihm: Wo willst du, daß wir hingehen und bereiten, daß du das Osterlamm essest? Und er sandte seiner Jungerzwei und sprach zu ihnen: Gehet hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der tragt einen Krug mit Wasser; folget ihm nach. Und wo er eingehet, da sprechet zu dem Hauswirte: Der Meister laßt dir sagen: Wo ist das Gasthaus, darinnen ich das Osterlamm esse mit meinen Jungern? Und erwird euch einen großen Saal zeigen, der gepflastert und bereit ist; daselbst richtet fur uns zu. Und die Jünger gingen aus und kamen in die Stadt und fanden's, wie er ihnen gesagt hatte; und bereiteten das Osterlamm. Am Abend aber kam er mit den Zwolfen. Und als sie zu Tische saßen und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch, einer untereuch, der mit mir isset, wird mich verraten. Und sie wurden traurig und sagten zu ihm, einer nach dem andern: Bin ich's? und der andere: Bin ich's? Er antwortete und sprach zu ihnen: Einer aus den Zwolfen, der mit mir in die Schüssel tauchet. Zwar des Menschen Sohn gehet hin, wie von ihm geschrieben stehet; wehe aber dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es ware demselben Menschen besser, daß er nie geboren ware. Und indem sie aßen, nahm Jesus das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und nahm den Kelch und dankete und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus. Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Neuen Testaments, das fur viele vergossen wird. Wahrlich, ich sage euch, daß ich hinfort nicht trinken werde vom Gewachse des Weinstocks bis auf den Tag, da ich's neu trinke in dem Reich Gottes. Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten, gingen sie hinaus an den Olberg. Und Jesus sprach zu ihnen: Ihr werdet euch in dieser Nacht alle an mir argern. Denn es stehet geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen. Aber nachdem ich auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galilaa. Petrus aber sagte zu ihm: Und wenn sie sich alle argerten, so wollte doch ich mich nicht argern. Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute in dieser Nacht, ehe denn der Hahn zweimal krahet, wirst du mich dreimal verleugnen. Er aber redete noch weiter: Ja, wenn ich mit dir auch sterben mußte, wollt' ich dich nicht verleugnen. Desselbigengleichen sagten sie alle. Und sie kamen zu dem Hofe mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu seinen Jungern: Setzet euch hier, bis ich hingehe und bete. Und nahm zu sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen. Und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrubt bis an den Tod; enthaltet euch hier und wachet. Und ging ein wenig fürbaß, fiel auf die Erde und betete, daß, so es moglich ware, die Stunde voruberginge, und sprach: Abba, mein Vater, es ist dir alles moglich, uberhebe mich dieses Kelchs; doch nicht was ich will, sondern was du willst. Und kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schlafest du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Versuchung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Und ging wieder hin und betete und sprach dieselbigen Worte. Und kam wieder und fand sie abermal schlafend; denn ihre Augen waren voll Schlafs, und wußten nicht, was sie ihm antworteten. Und er kam zum drittenmal und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Es ist genug; die Stunde ist kommen. Siehe, des Menschen Sohn wird uberantwortet in der Sunder Hande. Stehet auf, laßt uns gehen; siehe, der mich verrat, ist nahe! Und alsbald, da er noch redete, kam herzu Judas, der Zwolfen einer, und eine große Schar mit ihm, mit Schwertern und mit Stangen von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und Altesten. Und der Verrater hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den greifet und führet ihn gewiß. Und da er kam, trat er bald zu ihm und sprach zu ihm: Rabbi, Rabbi! und kussete ihn. Die aber legten ihre Hande an ihn und griffen ihn. Einer aber von denen, die dabeistunden, zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr seid ausgegangen als zu einem Morder mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fangen. Ich bin taglich bei euch im Tempel gewesen und habe gelehret, und ihr habt mich nicht gegriffen; aber auf daß die Schrift erfullet werde. Und die Junger verlielien ihn alle und flohen. Und es war ein Jungling, der folgete ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der blofien Haut; und die Junglinge griffen ihn. Er aber lieli die Leinwand fahren und floh bloü von ihnen. Und sie fuhreten Jesum zu dem Hohenpriester, dahin zusammenkommen waren alle Hohenpriester und Altesten und Schriftgelehrten. Petrus aber folgete ihm nach von feme bis hinein in des Hohenpriesters Palast; und er war da und sali bei den Knechten und warmete sich bei dem Licht. Aber die Hohenpriester und der ganze Rat suchten Zeugnis wider Jesum, auf daß sie ihn zum Tode brachten, und fanden nichts. Viele gaben falsch Zeugnis wider ihn; aber ihr Zeugnis stimmte nicht uberein. Und etliche stunden auf und gaben falsch Zeugnis wider ihn und sprachen: Wir haben gehoret, daß er sagte: Ich will den Tempel, der mit Handen gemacht ist, abbrechen und in dreien Tagen einen andern bauen, der nicht mit Handen gemacht sei. Aber ihr Zeugnis stimmete noch nicht uberein. Und der Hohepriester stund auf unter sie und fragte Jesum und sprach: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen? Er aber schwieg stille und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermal und sprach zu ihm: Bist du Christus, der Sohn des Hochgelobten? Jesus aber sprach: Ich bin's. Und ihr werdet sehen des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft und kommen mit des Himmels Wolken. Da zerrili der Hohepriester seinen Rock und sprach: Was bedurfen wir weiter Zeugen? Ihr habt gehoret die Gotteslasterung; was dünket euch? Sie aber verdammeten ihn alle, dati er des Todes schuldig ware. Da fingen an etliche, ihn zu verspeien und zu verdecken sein Angesicht und mit Fausten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage uns! Und die Knechte schlugen ihn ins Angesicht. Und Petrus war danieden im Palast; da kam des Hohenpriester Magde eine. Und da sie sah Petrus sich warmen, schauete sie ihn an und sprach: Und du warest auch mit Jesu von Nazareth. Er leugnete aber und sprach: Ich kenne ihn nicht, weü J, auch nicht, was du sagest. Und er ging hinaus in den Vorhof; und der Hahn krahete. Und die Magd sah ihn und hub abermal an, zu sagen denen, die dabei stunden: Dieser ist der einer. Und er leugnete abermal. Und nach einer kleinen Weile sprachen abermal zu Petrus, die dabeistunden: Wahrlich, du bist der einer; denn du bist ein Galilaer, und deine Sprache lautet gleich also. Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schworen: Ich kenne des Menschen nicht, von dem ihr saget. Und der Hahn krahete zum andernmal. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm sagte: Ehe der Hahn zweimal krahet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er hub an zu weinen.

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

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