Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
Romans 2:1-11
Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du bist, der da richtet; denn worinnen du einen andern richtest, verdammst du dich selbst, sintemal du eben dasselbige tust, was du richtest. Denn wir wissen, daß Gottes Urteil ist recht uber die, so solches tun. Denkest du aber, o Mensch, der du richtest die, so solches tun, und tust auch dasselbige, daß du dem Urteil Gottes entrinnen werdest? Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmutigkeit? Weiftt du nicht, daß dich Gottes Güte zur Bufte leitet? Du aber nach deinem verstockten und unbuftfertigen Herzen haufest dir selbst den Zorn auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes welcher geben wird einem jeglichen nach seinen Werken, namlich Preis und Ehre und, unvergangliches Wesen denen, die mit Geduid in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben, aber denen, die da zankisch sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber dem Ungerechten, Ungnade und Zorn; Trubsal und Angst uber alle Seelen der Menschen, die da Boses tun, vomehmlich der Juden und auch der Griechen; Preis aber und Ehre und Friede alien denen, die da Gutes tun, vomehmlich den Juden und auch den Griechen. Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.
First Reading
Genesis 19
Die zween Engel kamen gen Sodom des Abends. Lot aber sa(i zu Sodom unter dem Tor. Und da er sie sah, stund er auf ihnen entgegen und bückte sich mit seinem Angesicht auf die Erde und sprach: Siehe, HERR, kehret doch ein zum Hause eures Knechts und bleibet uber Nacht; lasset eure Fufie waschen, so stehet ihr morgens frühe auf und ziehet eure Straße. Aber sie sprachen: Nein, sondern wir wollen uber Nacht auf der Gasse bleiben. Da notigte er sie fast; und sie kehrten zu ihm ein und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl und buk ungesauerte Kuchen; und sie alien. Aber ehe sie sich legten, kamen die Leute der Stadt Sodom und umgaben das Haus, jung und alt, das ganze Volk aus alien Enden, und forderten Lot und sprachen zu ihm: Wo sind die Manner, die zu dir kommen sind diese Nacht? Fuhre sie heraus zu uns, daß wir sie erkennen. Lot ging heraus zu ihnen vor die Tur und schloß die Tur hinter ihm zu und sprach: Ach, lieben Bruder, tut nichtso libel! Siehe, ich habe zwo Tochter, die haben noch keinen Mann erkannt; die will ich herausgeben unter euch, und tut mit ihnen, was euch gefallt; alleine diesen Mannern tut nichts, denn darum sind sie unter die Schatten meines Dachs eingegangen. Sie aber sprachen: Komm hieher! Da sprachen sie: Du bist der einige Fremdling hie und willst regieren? Wohlan, wir wollen dich baß plagen denn jene! Und sie drangen hart auf den Mann Lot. Und da sie hinzuliefen und wollten die Tur aufbrechen, griffen die Manner hinaus und zogen Lot hinein zu ihnen ins Haus und schlossen die Tur zu. Und die Manner vor der Tur am Hause wurden mit Blindheit geschlagen, beide klein und grofi, bis sie müde wurden und die Tur nicht finden konnten. Und die Manner sprachen zu Lot: Hastdu noch irgend hie einen Eidam und Sohne und Tochter, und wer dir angehoret in der Stadt, den fuhre aus dieser Statte. Denn wirwerden diese Statte verderben, darum daß ihr Geschrei groß ist vor dem HERRN; der hat uns gesandt, sie zu verderben. Da ging Lot hinaus und redete mit seinen Eidamen, die seine Tochter nehmen sollten: Machet euch auf und gehet aus diesem Ort; denn der HERR wird diese Stadt verderben. Aber es war ihnen lacherlich. Da nun die Morgenrote aufging, hießen die Engel den Lot eilen und sprachen: Mache dich auf, nimm dein Weib und deine zwo Tochter, die vorhanden sind, daß du nicht auch umkommest in der Missetat dieser Stadt. Da er aber verzog, ergriffen die Manner ihn und sein Weib und seine zwo Tochter bei der Hand, darum daß der HERR sein verschonete, und fuhrten ihn hinaus und ließen ihn außen vor der Stadt. Und als sie ihn hatten hinausgebracht, sprach er: Errette deine Seele und sieh nicht hinter dich; auch stehe nicht in dieser ganzen Gegend. Auf dem Berge errette dich, daß du nicht umkommest. Aber Lot sprach zu ihnen: Ach nein, HERR! Siehe, dieweil dein Knecht Gnade funden hat vor deinen Augen, so wollest du deine Barmherzigkeit groß machen, die du an mirgetan hast, daß du meine Seele bei dem Leben erhieltest. Ich kann mich nicht auf dem Berge erretten; es mochte mich ein Unfall ankommen, daß ich sturbe. Siehe, da isteine Stadt nahe, darein ich fliehen mag, und ist klein, daselbst will ich mich erretten; ist sie doch klein, daß meine Seele lebendig bleibe. Da sprach erzu ihm: Siehe, ich habe auch in diesem Stuck dich angesehen, daß ich die Stadt nicht umkehre, davon du geredet hast. Eile und errette dich daselbst, denn ich kann nichts tun, bis daß du hinein kommest. Daher ist diese Stadt genannt Zoar. Und die Sonne war aufgegangen auf Erden, da Lot gen Zoar einkam. Da ließ der HERR Schwefel und Feuer regnen von dem HERRN vom Himmel herab auf Sodom und Gomorrha. Und kehrete die Stadte urn, die ganze Gegend und alle Einwohner der Stadte, und was auf dem Lande gewachsen war. Und sein Weib sah hinter sich und ward zur Salzsaule. Abraham aber machte sich des Morgens frühe auf an den Ort, da er gestanden war vor dem HERRN, und wandte sein Angesicht gegen Sodom und Gomorrha und alles Land der Gegend und schauete; und siehe, da ging ein Rauch auf vom Lande, wie ein Rauch vom Ofen. Denn da Gott die Stadte in der Gegend verderbte, gedachte er an Abraham und geleitete Lot aus den Stadten, die er umkehrete, darin Lot wohnete. Und Lotzog aus Zoar und blieb auf dem Berge mit seinen beiden Tochtern; denn er furchtete sich, zu Zoar zu bleiben; und blieb also in einer Hohle mit seinen beiden Tochtern. Da sprach die alteste zu der jungsten: Unser Vater ist alt, und ist kein Mann mehr auf Erden, der uns beschlafen moge nach aller Welt Weise. So komm, laß uns unserm Vater Wein zu trinken geben und bei ihm schlafen, daß wir Samen von unserm Vater erhalten. Also gaben sie ihrem Vater Wein zu trinken in derselben Nacht. Und die erste ging hinein und legte sich zu ihrem Vater; und er ward's nicht gewahr, da sie sich legte, noch da sie aufstund. Des Morgens sprach die alteste zu der jungsten: Siehe, ich habe gestern bei meinem Vater gelegen. Laß uns ihm diese Nacht auch Wein zu trinken geben, daß du hineingehest und legest dich zu ihm, daß wir Samen von unserm Vater erhalten: Also gaben sie ihrem Vater die Nacht auch Wein zu trinken. Und die jungste machte sich auch auf und legte sich zu ihm; und er ward's nicht gewahr, da sie sich legte, noch da sie aufstund. Also wurden die beiden Tochter Lots schwanger von ihrem Vater. Und die alteste gebar einen Sohn, den hieli sie Moab. Von dem kommen her die Moabiter bis auf diesen heutigen Tag. Und die jungste gebar auch einen Sohn, den hieli sie das Kind Ammi. Von dem kommen die Kinder Ammon bis auf den heutigen Tag.
First Reading
Genesis 19:1-29
Die zween Engel kamen gen Sodom des Abends. Lot aber sa(i zu Sodom unter dem Tor. Und da er sie sah, stund er auf ihnen entgegen und bückte sich mit seinem Angesicht auf die Erde und sprach: Siehe, HERR, kehret doch ein zum Hause eures Knechts und bleibet uber Nacht; lasset eure Fufie waschen, so stehet ihr morgens frühe auf und ziehet eure Straße. Aber sie sprachen: Nein, sondern wir wollen uber Nacht auf der Gasse bleiben. Da notigte er sie fast; und sie kehrten zu ihm ein und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl und buk ungesauerte Kuchen; und sie alien. Aber ehe sie sich legten, kamen die Leute der Stadt Sodom und umgaben das Haus, jung und alt, das ganze Volk aus alien Enden, und forderten Lot und sprachen zu ihm: Wo sind die Manner, die zu dir kommen sind diese Nacht? Fuhre sie heraus zu uns, daß wir sie erkennen. Lot ging heraus zu ihnen vor die Tur und schloß die Tur hinter ihm zu und sprach: Ach, lieben Bruder, tut nichtso libel! Siehe, ich habe zwo Tochter, die haben noch keinen Mann erkannt; die will ich herausgeben unter euch, und tut mit ihnen, was euch gefallt; alleine diesen Mannern tut nichts, denn darum sind sie unter die Schatten meines Dachs eingegangen. Sie aber sprachen: Komm hieher! Da sprachen sie: Du bist der einige Fremdling hie und willst regieren? Wohlan, wir wollen dich baß plagen denn jene! Und sie drangen hart auf den Mann Lot. Und da sie hinzuliefen und wollten die Tur aufbrechen, griffen die Manner hinaus und zogen Lot hinein zu ihnen ins Haus und schlossen die Tur zu. Und die Manner vor der Tur am Hause wurden mit Blindheit geschlagen, beide klein und grofi, bis sie müde wurden und die Tur nicht finden konnten. Und die Manner sprachen zu Lot: Hastdu noch irgend hie einen Eidam und Sohne und Tochter, und wer dir angehoret in der Stadt, den fuhre aus dieser Statte. Denn wirwerden diese Statte verderben, darum daß ihr Geschrei groß ist vor dem HERRN; der hat uns gesandt, sie zu verderben. Da ging Lot hinaus und redete mit seinen Eidamen, die seine Tochter nehmen sollten: Machet euch auf und gehet aus diesem Ort; denn der HERR wird diese Stadt verderben. Aber es war ihnen lacherlich. Da nun die Morgenrote aufging, hießen die Engel den Lot eilen und sprachen: Mache dich auf, nimm dein Weib und deine zwo Tochter, die vorhanden sind, daß du nicht auch umkommest in der Missetat dieser Stadt. Da er aber verzog, ergriffen die Manner ihn und sein Weib und seine zwo Tochter bei der Hand, darum daß der HERR sein verschonete, und fuhrten ihn hinaus und ließen ihn außen vor der Stadt. Und als sie ihn hatten hinausgebracht, sprach er: Errette deine Seele und sieh nicht hinter dich; auch stehe nicht in dieser ganzen Gegend. Auf dem Berge errette dich, daß du nicht umkommest. Aber Lot sprach zu ihnen: Ach nein, HERR! Siehe, dieweil dein Knecht Gnade funden hat vor deinen Augen, so wollest du deine Barmherzigkeit groß machen, die du an mirgetan hast, daß du meine Seele bei dem Leben erhieltest. Ich kann mich nicht auf dem Berge erretten; es mochte mich ein Unfall ankommen, daß ich sturbe. Siehe, da isteine Stadt nahe, darein ich fliehen mag, und ist klein, daselbst will ich mich erretten; ist sie doch klein, daß meine Seele lebendig bleibe. Da sprach erzu ihm: Siehe, ich habe auch in diesem Stuck dich angesehen, daß ich die Stadt nicht umkehre, davon du geredet hast. Eile und errette dich daselbst, denn ich kann nichts tun, bis daß du hinein kommest. Daher ist diese Stadt genannt Zoar. Und die Sonne war aufgegangen auf Erden, da Lot gen Zoar einkam. Da ließ der HERR Schwefel und Feuer regnen von dem HERRN vom Himmel herab auf Sodom und Gomorrha. Und kehrete die Stadte urn, die ganze Gegend und alle Einwohner der Stadte, und was auf dem Lande gewachsen war. Und sein Weib sah hinter sich und ward zur Salzsaule. Abraham aber machte sich des Morgens frühe auf an den Ort, da er gestanden war vor dem HERRN, und wandte sein Angesicht gegen Sodom und Gomorrha und alles Land der Gegend und schauete; und siehe, da ging ein Rauch auf vom Lande, wie ein Rauch vom Ofen. Denn da Gott die Stadte in der Gegend verderbte, gedachte er an Abraham und geleitete Lot aus den Stadten, die er umkehrete, darin Lot wohnete.
Morning Prayer — First Lesson
Genesis 35
Und Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf und zeuch gen Bethel und wohne daselbst; und mache daselbst einen Altar dem Gott, der dir erschien, da du flohest vor deinem Bruder Esau. Da sprach Jakob zu seinem Hause und zu alien, die mit ihm waren: Tut von euch die fremden Gotter, so unter euch sind, und reiniget euch und andert eure Kleider. Und lasset uns auf sein und gen Bethel ziehen, daß ich daselbst einen Altar mache dem Gott, der mich erhoret hat zur Zeit meiner Trubsal und ist mit mir gewesen auf dem Wege, den ich gezogen bin. Da gaben sie ihm alle fremden Gotter, die unter ihren Handen waren, und ihre Ohrenspangen; und er vergrub sie unter eine Eiche, die neben Sichem stund. Und sie zogen aus. Und es kam die Furcht Gottes uber die Stadte, die urn sie her lagen, daß sie den Sdhnen Jakobs nicht nachjagten. Also kam Jakob gen Lus im Lande Kanaan, die da Bethel, heifit, samt all dem Volk, das mit ihm war, und bauete daselbst einen Altar und hiefi die Statte El-Bethel, darum daß ihm daselbst Gott offenbaret war, da er floh vor seinem Bruder. Da starb Debora, der Rebekka Amme, und ward begraben unter Bethel, unter der Eiche; und ward, genannt die Klageiche. Und Gott erschien Jakob abermal, nachdem er aus Mesopotamien kommen war, und segnete ihn und sprach zu ihm: Du heiliest Jakob; aber du sollst nicht mehr Jakob heilien, sondern Israel sollst du heilien. Und also man ihn Israel. Und Gott sprach zu ihm: Ich bin der allmachtige Gott; sei fruchtbar und mehre dich; Volker und Volkerhaufen sollen von dir kommen, und Konige sollen aus deinen Lenden kommen. Und das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, will ich dir geben und will's deinem Samen nach dir geben. Alsofuhr Gott auf von ihm; von dem Ort, da er mit ihm geredet hatte. Jakob aber richtete ein steinern Mai auf an dem Ort, da er mit ihm geredet hatte, und goli Trankopfer drauf und begoli ihn mit 01. Und Jakob hieli den Ort, da Gott mit ihm geredet hatte, Bethel. Und sie zogen von Bethel. Und da noch ein Feldwegs war von Ephrath, da gebar Rahel. Und es kam sie hart an uber der Geburt. Daes ihr aber so sauer ward in der Geburt, sprach die Wehmutterzu ihr: Furchte dich nicht, denn diesen Sohn wirst du auch haben. Da ihr aber die Seele ausging, daß sie sterben mulite, hieü sie ihn Benoni; aber sein Vater hieli ihn Benjamin. Also starb Rahel und ward begraben an dem Wege gen Ephrath, die nun heilit Bethlehem. Und Jakob richtete ein Mai auf uber ihrem Grabe; dasselbe ist das Grabmal Rahels bis auf diesen Tag. Und Israel zog aus und richtete eine Hütte auf jenseits des Turns Eder. Und es begab sich, da Israel im Lande wohnete, ging Ruben hin und schlief bei Bilha, seines Vaters Kebsweibe; und das kam vor Israel. Es hatte aber Jakob zwolf Sohne. Die Sohne Leas waren diese: Ruben, der erstgeborne Sohn Jakobs, Simeon, Levi, Juda, Isaschar und Sebulon. Die Sohne Rahels waren: Joseph und Benjamin. Die Sohne Bilhas, Rahels Magd: Dan und Naphthali. Die Sohne Silpas, Leas Magd: Gad und Asser. Das sind die Sohne Jakobs, die ihm geboren sind in Mesopotamien. Und Jakob kam zu seinem Vater Isaak gen Mamre in die Hauptstadt, die da heißt Hebron, da Abraham und Isaak Fremdlinge innen gewesen sind. Und Isaak ward hundertundachtzig Jahre alt. Und nahm ab und starb und ward versammelt zu seinem Volk, alt und des Lebens satt. Und seine Sohne Esau und Jakob begruben ihn.
Epistle
Romans 12:6-16
Und haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist.Hat jemand Weissagung, so sei sie dem Glauben ahnlich. Hat jemand ein Amt so warte er des Amts. Lehret jemand, so warte er der Lehre. Ermahnet jemand, so warte er des Ermahnens. Gibt jemand, so gebe er einfaltiglich. Regieret jemand, so sei er sorgfaltig. Ubet jemand Barmherzigkeit, so tu er's mit Lust. Die Liebe sei nicht falsch. Hasset das Arge, hanget dem Guten an. Die bruderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht trage, was ihr tun sollt. Seid brunstig im Geiste. Schicket euch in die Zeit. Seid frohlich in Hoffnung; geduldig in Trubsal, haltet an am Gebet. Nehmet euch der Heiligen Notdurft an. Herberget gerne. Segnet, die euch verfolgen; segnet, und fluchet nicht. Freuet euch mit den Frohlichen und weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen.
First Reading
Genesis 19
Die zween Engel kamen gen Sodom des Abends. Lot aber sa(i zu Sodom unter dem Tor. Und da er sie sah, stund er auf ihnen entgegen und bückte sich mit seinem Angesicht auf die Erde und sprach: Siehe, HERR, kehret doch ein zum Hause eures Knechts und bleibet uber Nacht; lasset eure Fufie waschen, so stehet ihr morgens frühe auf und ziehet eure Straße. Aber sie sprachen: Nein, sondern wir wollen uber Nacht auf der Gasse bleiben. Da notigte er sie fast; und sie kehrten zu ihm ein und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl und buk ungesauerte Kuchen; und sie alien. Aber ehe sie sich legten, kamen die Leute der Stadt Sodom und umgaben das Haus, jung und alt, das ganze Volk aus alien Enden, und forderten Lot und sprachen zu ihm: Wo sind die Manner, die zu dir kommen sind diese Nacht? Fuhre sie heraus zu uns, daß wir sie erkennen. Lot ging heraus zu ihnen vor die Tur und schloß die Tur hinter ihm zu und sprach: Ach, lieben Bruder, tut nichtso libel! Siehe, ich habe zwo Tochter, die haben noch keinen Mann erkannt; die will ich herausgeben unter euch, und tut mit ihnen, was euch gefallt; alleine diesen Mannern tut nichts, denn darum sind sie unter die Schatten meines Dachs eingegangen. Sie aber sprachen: Komm hieher! Da sprachen sie: Du bist der einige Fremdling hie und willst regieren? Wohlan, wir wollen dich baß plagen denn jene! Und sie drangen hart auf den Mann Lot. Und da sie hinzuliefen und wollten die Tur aufbrechen, griffen die Manner hinaus und zogen Lot hinein zu ihnen ins Haus und schlossen die Tur zu. Und die Manner vor der Tur am Hause wurden mit Blindheit geschlagen, beide klein und grofi, bis sie müde wurden und die Tur nicht finden konnten. Und die Manner sprachen zu Lot: Hastdu noch irgend hie einen Eidam und Sohne und Tochter, und wer dir angehoret in der Stadt, den fuhre aus dieser Statte. Denn wirwerden diese Statte verderben, darum daß ihr Geschrei groß ist vor dem HERRN; der hat uns gesandt, sie zu verderben. Da ging Lot hinaus und redete mit seinen Eidamen, die seine Tochter nehmen sollten: Machet euch auf und gehet aus diesem Ort; denn der HERR wird diese Stadt verderben. Aber es war ihnen lacherlich. Da nun die Morgenrote aufging, hießen die Engel den Lot eilen und sprachen: Mache dich auf, nimm dein Weib und deine zwo Tochter, die vorhanden sind, daß du nicht auch umkommest in der Missetat dieser Stadt. Da er aber verzog, ergriffen die Manner ihn und sein Weib und seine zwo Tochter bei der Hand, darum daß der HERR sein verschonete, und fuhrten ihn hinaus und ließen ihn außen vor der Stadt. Und als sie ihn hatten hinausgebracht, sprach er: Errette deine Seele und sieh nicht hinter dich; auch stehe nicht in dieser ganzen Gegend. Auf dem Berge errette dich, daß du nicht umkommest. Aber Lot sprach zu ihnen: Ach nein, HERR! Siehe, dieweil dein Knecht Gnade funden hat vor deinen Augen, so wollest du deine Barmherzigkeit groß machen, die du an mirgetan hast, daß du meine Seele bei dem Leben erhieltest. Ich kann mich nicht auf dem Berge erretten; es mochte mich ein Unfall ankommen, daß ich sturbe. Siehe, da isteine Stadt nahe, darein ich fliehen mag, und ist klein, daselbst will ich mich erretten; ist sie doch klein, daß meine Seele lebendig bleibe. Da sprach erzu ihm: Siehe, ich habe auch in diesem Stuck dich angesehen, daß ich die Stadt nicht umkehre, davon du geredet hast. Eile und errette dich daselbst, denn ich kann nichts tun, bis daß du hinein kommest. Daher ist diese Stadt genannt Zoar. Und die Sonne war aufgegangen auf Erden, da Lot gen Zoar einkam. Da ließ der HERR Schwefel und Feuer regnen von dem HERRN vom Himmel herab auf Sodom und Gomorrha. Und kehrete die Stadte urn, die ganze Gegend und alle Einwohner der Stadte, und was auf dem Lande gewachsen war. Und sein Weib sah hinter sich und ward zur Salzsaule. Abraham aber machte sich des Morgens frühe auf an den Ort, da er gestanden war vor dem HERRN, und wandte sein Angesicht gegen Sodom und Gomorrha und alles Land der Gegend und schauete; und siehe, da ging ein Rauch auf vom Lande, wie ein Rauch vom Ofen. Denn da Gott die Stadte in der Gegend verderbte, gedachte er an Abraham und geleitete Lot aus den Stadten, die er umkehrete, darin Lot wohnete. Und Lotzog aus Zoar und blieb auf dem Berge mit seinen beiden Tochtern; denn er furchtete sich, zu Zoar zu bleiben; und blieb also in einer Hohle mit seinen beiden Tochtern. Da sprach die alteste zu der jungsten: Unser Vater ist alt, und ist kein Mann mehr auf Erden, der uns beschlafen moge nach aller Welt Weise. So komm, laß uns unserm Vater Wein zu trinken geben und bei ihm schlafen, daß wir Samen von unserm Vater erhalten. Also gaben sie ihrem Vater Wein zu trinken in derselben Nacht. Und die erste ging hinein und legte sich zu ihrem Vater; und er ward's nicht gewahr, da sie sich legte, noch da sie aufstund. Des Morgens sprach die alteste zu der jungsten: Siehe, ich habe gestern bei meinem Vater gelegen. Laß uns ihm diese Nacht auch Wein zu trinken geben, daß du hineingehest und legest dich zu ihm, daß wir Samen von unserm Vater erhalten: Also gaben sie ihrem Vater die Nacht auch Wein zu trinken. Und die jungste machte sich auch auf und legte sich zu ihm; und er ward's nicht gewahr, da sie sich legte, noch da sie aufstund. Also wurden die beiden Tochter Lots schwanger von ihrem Vater. Und die alteste gebar einen Sohn, den hieli sie Moab. Von dem kommen her die Moabiter bis auf diesen heutigen Tag. Und die jungste gebar auch einen Sohn, den hieli sie das Kind Ammi. Von dem kommen die Kinder Ammon bis auf den heutigen Tag.
Morning Prayer — Second Lesson
Matthew 17
Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrus und Jakobus und Johannes, seinen Bruder, und fuhrete sie beiseits auf einen hohen Berg. Und ward verklaret vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weili als ein Licht. Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia, die redeten mit ihm. Petrus aber antwortete und sprach zu Jesu: Herr, hier ist gut sein; willst du, so wollen wir hier drei Hutten machen, direine, Mose eine und Elia eine. Da ernoch also redete, siehe, da uberschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr horen. Da das die Jünger horeten, Helen sie auf ihr Angesicht und erschraken sehr. Jesus aber trat zu ihnen, rührete sie an und sprach: Stehet auf und furchtet euch nicht! Da sie aber ihre Augen aufhuben, sahen sie niemand denn Jesus alleine. Und da sie vom Berge herabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt dies Gesicht niemand sagen, bis des Menschen Sohn von den Toten auferstanden ist. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Was sagen denn die Schriftgelehrten, Elia müsse zuvor kommen? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Elia soil ja zuvor kommen und alles zurechtbringen. Doch ich sage euch: Es ist Elia schon kommen, und sie haben ihn nicht erkannt, sondern haben an ihm getan, was sie wollten. Also wird auch des Menschen Sohn leiden müssen von ihnen. Da verstunden die Jünger, daß er von Johannes dem Taufer zu ihnen geredet hatte. Und da sie zu dem Volk kamen, trat zu ihm ein Mensch und fiel ihm zu Fülien und sprach: Herr, erbarme dich über meinen Sohn; denn er ist mondsüchtig und hat ein schweres Leiden; erfallt oft ins Feuer und oft ins Wasser. Und ich habe ihn zu deinen Jungern gebracht, und sie konnten ihm nicht helfen. Jesus aber antwortete und sprach: O du unglaubige und verkehrte Art, wie lange soil ich bei euch sein? Wie lange soli ich euch dulden? Bringet mirihn hieher! Und Jesus bedrauete ihn; und der Teufel fuhr aus von ihm, und der Knabe ward gesund zu derselbigen Stunde. Da traten zu ihm seine Junger besonders und sprachen: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Um eures Unglaubens willen. Denn ich sage euch: Wahrlich, so ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so moget ihr sagen zu diesem Berge: Heb' dich von hinnen dorthin! so wird er sich heben, und euch wird nichts unmoglich sein. Aber diese Art fahrt nicht aus denn durch Beten und Fasten. Da sie aber ihr Wesen hatten in Galilaa, sprach Jesus zu ihnen: Es ist zukunftig, dad. des Menschen Sohn uberantwortet werde in der Menschen Hande. Und sie werden ihn toten; und am dritten Tage wird er auferstehen. Und sie wurden sehr betrubt. Da sie nun gen Kapernaum kamen, gingen zu Petrus, die den Zinsgroschen einnahmen, und sprachen: Pflegt euer Meister nicht den Zinsgroschen zu geben? Er sprach: Ja. Und als er heimkam, kam ihm Jesus zuvor und sprach: Was dunkt dich, Simon? Von wem nehmen die Konige auf Erden den Zoll Oder Zins, von ihren Kindern Oder von den Fremden? Da sprach zu ihm Petrus: Von den Fremden. Jesus sprach zu ihm: So sind die Kinder frei. Auf dafi aber wir sie nicht argern, so gehe hin an das Meer und wirf die Angel, und den ersten Fisch, der herauffahrt, den nimm; und wenn du seinen Mund auftust, wirstdu einen Stater finden. Denselbigen nimm und gib ihn fur mich und dich.
Responsorial Psalm
Psalm 29
Ein Psalm Davids. Bringet her dem HERRN, ihr Gewaltigen bringet her dem HERRN Ehre und Starke! Bringet dem HERRN Ehre seines Namens; betet an den HERRN in heiligem Schmuck! Die Stimme des HERRN gehet auf den Wassern; der Gott der Ehren donnert, der HERR auf großen Wassern. Die Stimme des HERRN gehet mit Macht; die Stimme des HERRN gehet herrlich. Die Stimme des HERRN zerbricht die Zedern; der HERR zerbricht die Zedern im Libanon und machet sie locken wie ein Kalb, Libanon und Sirion wie ein junges Einhorn. Die Stimme des HERRN hauet wie Feuerflammen. Die Stimme des HERRN erreget die Wüste; die Stimme des HERRN erreget die Wuste Kades. Die Stimme des HERRN erreget die Hindinnen und entblofiet die Walder. Und in seinem Tempel wird ihm jedermann Ehre sagen. Der HERR sitzt, eine Sintflut anzurichten. Und der HERR bleibt ein Konig in Ewigkeit. Der HERR wird seinem Volk Kraft geben; der HERR wird sein Volk segnen mit Frieden.
Gospel
John 2:1-11
Und am dritten Tage ward eine Hochzeitzu Kana in Galilaa; und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Junger wurden auch auf die Hochzeit geladen. Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht kommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch saget, das tut. Es waren aber allda sechs steinerne Wasserkruge gesetzt nach der Weise der judischen Reinigung, und gingen in je einen zwei Oder drei Mali. Jesus spricht zu ihnen: Fullet die Wasserkruge mit Wasser. Und sie fulleten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schopfet nun und bringet's dem Speisemeister. Und sie brachten's. Als aber der Speisemeister kostete den Wein, der Wasser gewesen war, und wußte nicht, von wannen er kam (die Diener aber wußten's, die das Wasser geschopft hatten), rufet der Speisemeister den Brautigam und spricht zu ihm: Jedermann gibtzum ersten guten Wein, und wenn sie trunken worden sind, alsdann den geringern; du hast den guten Wein bisher behalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen zu Kana in Galilaa und offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Junger glaubten an ihn.
Responsorial Psalm
Psalm 18
Ein Psalm vorzusingen, Davids, des HERRN Knechts, welcher hat dem HERRN die Worte dieses Liedes geredet zur Zeit, da ihn der HERR errettet hatte von der Hand seiner Feinde und von der Hand Sauls, und sprach: Herzlich lieb habe ich dich, HERR, meine Starke, HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils, und mein Schutz! Ich will den HERRN loben und anrufen, so werde ich von meinen Feinden erloset. Denn es umfingen mich des Todes Bande, und die Bache Belials erschreckten mich; der Hollen Bande umfingen mich, und des Todes Stricke uberwaltigten mich. Wenn mir angst ist, so rufe ich den HERRN an und schreie zu meinem Gott, so erhoret er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Geschrei kommt vor ihn zu seinen Ohren. Die Erde bebete und ward bewegt, und die Grundfesten der Berge regeten sich und bebeten, da er zornig war. Dampf ging auf von seiner Nase und verzehrend Feuer von seinem Munde, daß es davon blitzete. Er neigete den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unterseinen Füften. Und erfuhr auf dem Cherub und flog daher; er schwebete auf den Fittichen des Windes. Sein Gezeltum ihn herwarfinsterund schwarze dicke Wolken, darin er verborgen war. Vom Glanz vor ihm trenneten sich die Wolken mit Hagel und Blitzen. Und der HERR donnerte im Himmel, und der Hochste lieft seinen Donner aus mit Hagel und Blitzen. Er schofi seine Strahlen und zerstreuete sie; er lieli sehr blitzen und schreckte sie. Da sah man Wassergusse, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt, HERR, von deinem Schelten, von dem Odem und Schnauben deiner Nase. Er schickte aus von der Hohe und holete mich und zog mich aus grolien Wassern. Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mirzu machtig waren, Die mich überwaltigten zur Zeit meines Unfalls; und der HERR ward meine Zuversicht. Und er fuhrete mich aus in den Raum, errüi mich heraus; denn er hatte Lust zu mir. Der HERR tutwohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir nach der Reinigkeit meiner Hande. Denn ich halte die Wege des HERRN und bin nicht gottlos wider meinen Gott. Denn alle seine Rechte hab ich vor Augen und seine Gebote werfe ich nicht von mir, sondern ich bin ohne Wandel vor ihm und hute mich vorßunden. Darum vergilt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinigkeit meiner Hande vor seinen Augen. Beiden Heiligen bistdu heilig und bei den Frommen bist du fromm und bei den Reinen bist du rein und bei den Verkehrten bist du verkehrt. Denn du hilfst dem elenden Volk und die hohen Augen niedrigest du. Denn du erleuchtest meine Leuchte; der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht. Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschmeilien und mit meinem Gott fiber die Mauern springen. Gottes Wege sind ohne Wandel; die Reden des HERRN sind durchlautert. Er istein Schild alien, die ihm vertrauen. Denn wo istein Gott ohne dem HERRN? Oder ein Hort ohne unsern Gott? Gott rustet mich mit Kraft und macht meine Wege ohne Wandel. Er macht meine Fülie gleich den Hirschen und stellet mich auf meine Hohe. Er lehret meine Hand streiten und lehret meinen Arm einen ehernen Bogen spannen. Und gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte starket mich; und wenn du mich demutigest, machst du mich graft. Du machst unter mir Raum zu gehen, daß meine Knochel nicht gleiten. Ich will meinen Feinden nachjagen und sie ergreifen und nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe. Ich will sie zerschmeilien, und sollen mir nicht widerstehen; sie mussen unter meine Fülie fallen. Du kannst mich rüsten mit Starke zum Streit; du kannst unter mich werfen, die sich wider mich setzen: Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, daß ich meine Hasser verstore. Sie rufen, aber da ist kein Heifer; zum HERRN, aber er antwortet ihnen nicht. Ich will sie zerstoften wie Staub vor dem Winde; ich will sie wegraumen wie den Kot auf der Gasse. Du hilfst mir von dem zankischen Volk und machst mich ein Haupt unter den Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dienet mir. Es gehorchet mir mit gehorsamen Ohren; ja, den fremden Kindern hat's wider mich gefehlet. Die fremden Kinder verschmachten und zappeln in ihren Banden: Der HERR lebet, und gelobet sei mein Hort; und der Gott meines Heils müsse erhaben werden, der Gott, der mir Rache gibt und zwinget die Volker unter mich, der mich errettet von meinen Feinden und erhohet mich aus denen, die sich wider mich setzen. Du hilfst mir von den Frevlern. Darum will ich dir danken, HERR, unter den Heiden und deinem Namen lobsingen, der seinem Konige graft Heil beweiset und wohltut seinem Gesalbten, David, und seinem Samen ewiglich.
Responsorial Psalm
Psalm 19
Ein Psalm Davids, vorzusingen. Die Himmel erzahlen die Ehre Gottes, und die Feste verkundiget seiner Hande Werk. Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern. Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme hore. Ihre Schnur gehet aus in alle Lande und ihre Rede an der Welt Ende; er hat der Sonne eine Hütte in denselben gemacht. Und dieselbe gehet heraus, wie ein Brautigam aus seiner Kammer, und freuet sich wie ein Held, zu laufen den Weg. Sie gehet auf an einem Ende des Himmels und lauft urn bis wieder an dasselbe Ende; und bleibt nichts vor ihrer Hitze verborgen. Das Gesetz des HERRN ist ohne Wandel und erquicket die Seele. Das Zeugnis des HERRN ist gewiß und macht die Albernen weise. Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen. Die Furchtdes HERRN ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht. Sie sind kostlicher denn Gold und viel feines Gold; sie sind sußerdenn Honig und Honigseim. Auch wird dein Knecht durch sie erinnert; und wer sie halt, der hat großen Lohn. Wer kann merken, wie ofterfehlet? Verzeihe mir die verborgenen Fehle! Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, daß sie nicht uber mich herrschen; so werde ich ohne Wandel sein und unschuidig bleiben großer Missetat. Laß dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gesprach meines Herzens vor dir, HERR, mein Hort und mein Erloser!
Responsorial Psalm
Psalm 19
Ein Psalm Davids, vorzusingen. Die Himmel erzahlen die Ehre Gottes, und die Feste verkundiget seiner Hande Werk. Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern. Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme hore. Ihre Schnur gehet aus in alle Lande und ihre Rede an der Welt Ende; er hat der Sonne eine Hütte in denselben gemacht. Und dieselbe gehet heraus, wie ein Brautigam aus seiner Kammer, und freuet sich wie ein Held, zu laufen den Weg. Sie gehet auf an einem Ende des Himmels und lauft urn bis wieder an dasselbe Ende; und bleibt nichts vor ihrer Hitze verborgen. Das Gesetz des HERRN ist ohne Wandel und erquicket die Seele. Das Zeugnis des HERRN ist gewiß und macht die Albernen weise. Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen. Die Furchtdes HERRN ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht. Sie sind kostlicher denn Gold und viel feines Gold; sie sind sußerdenn Honig und Honigseim. Auch wird dein Knecht durch sie erinnert; und wer sie halt, der hat großen Lohn. Wer kann merken, wie ofterfehlet? Verzeihe mir die verborgenen Fehle! Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, daß sie nicht uber mich herrschen; so werde ich ohne Wandel sein und unschuidig bleiben großer Missetat. Laß dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gesprach meines Herzens vor dir, HERR, mein Hort und mein Erloser!
Evening Prayer — First Lesson
Genesis 37
Jakob aber wohnete im Lande, da sein Vater ein Fremdling innen gewesen war, namlich im Lande Kanaan. Und das sind die Geschlechter Jakobs: Joseph war siebenzehn Jahre alt, da er ein Hide des Viehes ward mit seinen Brudern; und der Knabe war bei den Kindern Bilhas und Silpas, seines Vaters Weiber, und brachte vor ihren Vater, wo ein bos Geschrei wider sie war. Israel aber hatte Joseph lieber denn alle seine Kinder, darum daß er ihn im Alter gezeuget hatte; und machte ihm einen bunten Rock. Da nun seine Bruder sahen, dad ihn ihr Vater lieber hatte denn alle seine Bruder, waren sie ihm feind und konnten ihm kein freundlich Wort zusprechen. Dazu hatte Joseph einmal einen Traum und sagte seinen Brudern davon; da wurden sie ihm noch feinder. Denn ersprach zu ihnen: Horet, lieber, was mir doch getraumet hat! Mich deuchte, wir banden Garben auf dem Felde, und meine Garbe richtete sich auf und stund, und eure Garben umher neigeten sich gegen meine Garbe. Da sprachen seine Bruder zu ihm: Solltestdu unser Konig werden und über uns herrschen? Und wurden ihm noch feinder urn seines Traums und seiner Rede willen. Und er hatte noch einen andern Traum, den erzahite er seinen Brudern und sprach: Siehe, ich habe noch einen Traum gehabt. Mich deuchte, die Sonne und der Mond und elf Sterne neigeten sich vor mir. Und da das seinem Vater und seinen Brudern gesagt ward, strafte ihn sein Vater und sprach zu ihm: Was ist das fur ein Traum, der dir getraumet hat? Soil ich und deine Mutter und deine Bruder kommen und dich anbeten? Und seine Bruder neideten ihn. Aber sein Vater behielt diese Worte. Da nun seine Bruder hingingen, zu weiden das Vieh ihres Vaters in Sichem, sprach Israel zu Joseph: Huten nicht deine Bruder des Viehes in Sichem? Komm, ich will dich zu ihnen senden. Er aber sprach: Hie bin ich! Und er sprach: Gehe hin und sieh, ob es wohl stehe urn deine Bruder und urn das Vieh; und sage mir wieder, wie sich's halt. Und er sandte ihn aus dem Tal Hebron, daß ergen Sichem ginge. Dafand ihn ein Mann, daß er irre ging auf dem Felde; der fragte ihn und sprach: Wen suchest du? Er antwortete: ich suche meine Bruder; lieber, sage mir an, wo sie huten. Der Mann sprach: Sie sind von dannen gezogen; denn ich horte, dad sie sagten: Lasset uns gen Dothan gehen. Da folgte Joseph seinen Brudern nach und fand sie zu Dothan. Als sie ihn nun sahen von feme, ehe denn er nahe bei sie kam, schlugen sie an, dad sie ihn toteten, und sprachen untereinander: Sehet, der Traumer kommt daher! So kommt nun und lasset uns ihn erwurgen und in eine Grube werfen und sagen, ein boses Tier habe ihn gefressen, so wird man sehen, was seine Traume sind. Da das Ruben horete, wollte er ihn aus ihren Handen erretten und sprach: Lasset uns ihn nicht toten! Und weiter sprach Ruben zu ihnen: Vergiefiet nicht Blut, sondern werfet ihn in die Grube, die in der Wüste ist, und leget die Hand nicht an ihn. Er wollte ihn aber aus ihrer Hand erretten, dafi er ihn seinem Vater wiederbrachte. Als nun Joseph zu seinen Brudern kam, zogen sie ihm seinen Rock mit dem bunten Rock aus, den er anhatte; und nahmen ihn und warfen ihn in eine Grube; aber dieselbige Grube war leer und kein Wasser drinnen. Und setzten sich nieder zu essen. Indes huben sie ihre Augen auf und sahen einen Haufen Ismaeliter kommen von Gilead mit ihren Kamelen; die trugen Würze, Balsam und Myrrhen, und zogen hinab nach Agypten. Da sprach Juda zu seinen Brudern: Was hilft's uns, dad wir unsern Bruder erwurgen und sein Blut verbergen? Kommt, lasset uns ihn den Ismaeliten verkaufen, dad sich unsere Hande nicht an ihm vergreifen; denn er ist unser Bruder, unser Fleisch und Biut. Und sie gehorchten ihm. Und da die Midianiter, die Kaufleute, voruberreiseten, zogen sie ihn heraus aus der Grube und verkauften ihn den Ismaeliten urn zwanzig Silberlinge; die brachten ihn nach Agypten. Als nun Ruben wieder zur Grube kam und fand Joseph nicht darinnen, zerril J, ersein Kleid und kam wieder zu seinen Brudern und sprach: Der Knabe ist nicht da, wo soil ich hin? Da nahmen sie Josephs Rock und schlachteten einen Ziegenbock und tunkten den Rock ins Blut. Und schickten den bunten Rock hin und lielien ihn ihrem Vater bringen und sagen: Diesen haben wir funden; siehe, ob es deines Sohnes Rock sei, Oder nicht. Er kannte ihn aber und sprach: Es ist meines Sohnes Rock; ein boses Tier hat ihn gefressen, ein reißend Tier hat Joseph zerrissen. Und Jakob zerriß seine Kleider und legte einen Sack um seine Lenden und trug Leid um seinen Sohn lange Zeit. Und alle seine Sohne und Tochter traten auf, daß sie ihn trosteten; aber erwollte sich nicht trosten lassen und sprach: Ich werde mit Leide hinunterfahren in die Grube zu meinem Sohne. Und sein Vater beweinete ihn. Aber die Midianiter verkauften ihn in Agypten dem Potiphar, des Pharao Kammerer und Hofmeister.
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John 19
Da nahm Pilatus Jesum und geilielte ihn. Und die Kriegsknechte flochten eine Krone von Dornen und setzten sie auf sein Haupt und legten ihm ein Purpurkleid an und sprachen: Sei gegru üet, lieber Judenkonig! und gaben ihm Backenstreiche. Da ging Pilatus wieder heraus und sprach zu ihnen: Sehet, ich führe ihn heraus zu euch, daß ihr erkennet, daß ich keine Schuld an ihm finde. Also ging Jesus heraus und trug eine Dornenkrone und Purpurkleid. Und er spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch! Da ihn die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie und sprachen: Kreuzige, kreuzige! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmet ihr ihn hin und kreuziget; denn ich finde keine Schuld an ihm. Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz soil er sterben; denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht. Da Pilatus das Wort horete, furchtete er sich noch mehr und ging wieder hinein in das Richthaus und spricht zu Jesu: Von wannen bist du? Aber Jesus gab ihm keine Antwort. Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weilit du nicht, daß ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich loszugeben? Jesus antwortete: Du flattest keine Macht fiber mich, wenn sie dir nicht ware von oben herab gegeben; darum, der mich dir überantwortet hat, der hat groliere Sünde. Von dem an trachtete Pilatus, wie er ihn loslielie. Die Juden aber schrieen und sprachen: Lassest du diesen los, so bist du des Kaisers Freund nicht; denn wer sich zum Konige macht, der ist wider den Kaiser. Da Pilatus das Wort horete, führete er Jesum heraus und setzte sich auf den Richterstuhl an der Statte, die da heilit Hochpflaster, auf ebraisch aber Gabbatha. Es war aber der Rüsttag auf Ostern urn die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Sehet, das ist euer Konig! Sie schrieen aber: Weg, weg mit dem, kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soil ich euren Konig kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen Konig denn den Kaiser. Da überantwortete er ihn ihnen, daü er gekreuzigt wurde. Sie nahmen aber Jesum und fuhreten ihn hin. Und ertrug sein Kreuz und ging hinaus zur Statte die da heilit Schadelstatte, welche heilit auf ebraisch Golgatha. Allda kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesum aber mitten inne. Pilatus aber schrieb eine Uberschrift und setzte sie auf das Kreuz; und war geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden Konig. Diese Uberschrift lasen viel Juden; denn die Statte war nahe bei der Stadt, da Jesus gekreuziget ist. Und es war geschrieben auf ebraische, griechische und lateinische Sprache. Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: Der Juden Konig; sondern daß er gesagt habe: Ich bin der Juden Konig. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das hab' ich geschrieben. Die Kriegsknechte aber, da sie Jesum gekreuziget hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile, einem jeglichen Kriegsknecht ein Teil, dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenahet, von oben an gewirket durch und durch. Da sprachen sie untereinander: Lasset uns den nicht zerteilen, sondern darum losen, wes er sein soil (auf daß erfullet würde die Schrift, die da, sagt: Sie haben meine Kleider untersich geteilet und haben fiber meinen Rock das Los geworfen). Solches taten die Kriegsknechte. Es stund aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester Maria, des Kleophas Weib, und Maria Magdalena. Da nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabeistehen, den er liebhatte spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Danach, als Jesus wuftte, daß schon alles vollbracht war, daß die Schrift erfullet würde, spricht er: Mich dürstet! Da stund ein Gefaft voll Essigs. Sie aber fülleten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm darzum Munde. Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und neigete das Haupt und verschied. Die Juden aber; dieweil es der Rüsttag war daß nicht die Leichname am Kreuz blieben den Sabbat fiber (denn desselbigen Sabbats Tag war graft), baten sie Pilatus; daß ihre Beine gebrochen, und sie abgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine und dem andern, der mit ihm gekreuziget war. Als sie aber zu Jesu kamen, da sie sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht, sondern der Kriegsknechte einer offnete seine Seite mit einem Speer; und alsbald ging Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeuget, und sein Zeugnis ist wahr, und derselbige weift, daß er die Wahrheit saget, auf daß auch ihr glaubet. Denn solches ist geschehen, daß die Schrift erfullet wurde: Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen. Und abermal spricht eine andere Schrift: Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben. Danach bat Pilatus Joseph von Arimathia, der ein Jünger Jesu war, doch heimlich, aus Furcht vor den Juden, daß er mochte abnehmen den Leichnam Jesu. Und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leichnam Jesu herab. Es kam aber auch Nikodemus, der vormals bei der Nacht zu Jesu kommen war, und brachte Myrrhen und Aloen untereinander bei hundert Pfunden. Da nahmen sie den Leichnam Jesu und banden ihn in leinene Tücher mit Spezereien, wie die Juden pflegen zu begraben. Es war aber an der Statte, da er gekreuziget ward, ein Garten und im Garten ein neu Grab, in welches niemand je gelegt war. Daselbst hin legten sie Jesum um des Rusttages willen der Juden, dieweil das Grab nahe war.
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I Corinthians 3
Und ich, liebe Bruder, konnte nicht mit euch reden als mit Geistlichen, sondern als mit Fleischlichen, wie mitjungen Kindern in Christo. Milch habe ich euch zu trinken gegeben und nicht Speise; denn ihr konntet noch nicht; auch konnt ihr noch jetzt nicht, dieweil ihr noch fleischlich seid. Denn sintemal Eifer und Zank und Zwietracht unter euch sind, seid ihr denn nicht fleischlich und wandelt nach menschlicher Weise? Denn so einer sagt: Ich bin paulisch, der andere aber: Ich bin apollisch, seid ihr denn nicht fleischlich? Wer ist nun Paulus? Wer ist Apollo? Diener sind sie, durch welche ihr seid glaubig worden, und dasselbige, wie der Herr einem jeglichen gegeben hat. Ich habe gepflanzet, Apollo hat begossen, aber Gott hat das Gedeihen gegeben. So ist nun weder der da pflanzet, noch der da begielit, etwas, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. Der aber pflanzet und der da begielit, ist einer wie der andere. Ein jeglicher aber wird seinen Lohn empfangen nach seiner Arbeit. Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerwerk und Gottes Gebau. Ich von Gottes Gnaden, die mir gegeben ist, habe den Grund geiegt als ein weiser Baumeister; ein anderer bauet darauf. Ein jeglicher aber sehe zu, wie er darauf baue. Einen andern Grund kann zwar niemand legen aulier dem, der geiegt ist, welcher ist Jesus Christus. So aberjemand auf diesen Grund bauet Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stoppeln, so wird eines jeglichen Werk offenbar werden; der Tag wird's klar machen. Denn es wird durchs Feuer offenbar werden, und welcherlei eines jeglichen Werk sei, wird das Feuer bewahren. Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebauet hat, so wird er Lohn empfangen. Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er des Schaden leiden; er selbst aber wird selig werden, so doch wie durchs Feuer. Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid, und der Geist Gottes in euch wohnet? So jemand den Tempel Gottes verderbet, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr. Niemand betruge sich selbst! Welcher sich unter euch dünkt, weise zu sein, der werde ein Narr in dieser Welt, dafi er moge weise sein. Denn dieser Welt Weisheit ist Torheit bei Gott. Denn es stehet geschrieben: Die Weisen erhaschet er in ihrer Klugheit. Und abermal: Der Herr weili der Weisen Gedanken, daß sie eitel sind. Darum ruhme sich niemand eines Menschen! Es ist alles euer, es sei Paulus Oder Apollo, es sei Kephas Oder die Welt, es sei das Leben Oder der Tod, es sei das Gegenwartige Oder das Zukunftige: alles ist euer. Ihr aber seid Christi; Christus aber ist Gottes.
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Romans 11:25-36
Ich will euch nicht verhalten, liebe Brüder, dieses Geheimnis, auf daß ihr nicht stolz seid. Blindheit ist Israel einesteils widerfahren, so lange, bis die Fülle der Heiden eingegangen sei, und also das ganze Israel selig werde, wie geschrieben stehet: Es wird kommen aus Zion, der da erlose und abwende das gottlose Wesen von Jakob. Und dies ist mein Testament mit ihnen, wenn ich ihre Sünden werde weg nehmen. Nach dem Evangelium halte ich sie fur Feinde um euretwillen; aber nach der Wahl habe ich sie lieb um der Vater willen. Gottes Gaben und Berufung mogen ihn nicht gereuen. Denn gleicherweise, wie auch ihr nicht habt geglaubet an Gott, nun aber habt ihr Barmherzigkeit überkommen uber ihrem Unglauben, also auch jene haben jetzt nicht wollen glauben an die Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, auf daß sie auch Barmherzigkeit uberkommen. Denn Gott hat alles beschlossen unter den Unglauben, auf daß er sich aller erbarme. 0 welch eine Tiefe des Reichtums, beide, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.
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2 Corinthians 9:10-15
Der aber Samen reichet beim Saemann, der wird je auch das Brot reichen zur Speise und wird vermehren euren Samen und wachsen lassen das Gewachs eurer Gerechtigkeit, daß ihr reich seid in alien Dingen mit aller Einfaltigkeit, welche wirket durch uns Danksagung Gott. Denn die Handreichung dieser Steuer erfullet nicht allein den Mangel der Heiligen, sondern istauch überschwenglich darinnen, daß viele Gott danken fur diesen unsern treuen Dienst und preisen Gott uber eurem untertanigen Bekenntnis des Evangeliums Christi und fiber eurer einfaltigen Steuer an sie und an alle und fiber ihrem Gebet fur euch, welche verlanget nach euch, um der überschwenglichen Gnade Gottes willen in euch. Gott aber sei Dank fur seine unaussprechliche Gabe!
Gospel
John 19
Da nahm Pilatus Jesum und geilielte ihn. Und die Kriegsknechte flochten eine Krone von Dornen und setzten sie auf sein Haupt und legten ihm ein Purpurkleid an und sprachen: Sei gegru üet, lieber Judenkonig! und gaben ihm Backenstreiche. Da ging Pilatus wieder heraus und sprach zu ihnen: Sehet, ich führe ihn heraus zu euch, daß ihr erkennet, daß ich keine Schuld an ihm finde. Also ging Jesus heraus und trug eine Dornenkrone und Purpurkleid. Und er spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch! Da ihn die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie und sprachen: Kreuzige, kreuzige! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmet ihr ihn hin und kreuziget; denn ich finde keine Schuld an ihm. Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz soil er sterben; denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht. Da Pilatus das Wort horete, furchtete er sich noch mehr und ging wieder hinein in das Richthaus und spricht zu Jesu: Von wannen bist du? Aber Jesus gab ihm keine Antwort. Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weilit du nicht, daß ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich loszugeben? Jesus antwortete: Du flattest keine Macht fiber mich, wenn sie dir nicht ware von oben herab gegeben; darum, der mich dir überantwortet hat, der hat groliere Sünde. Von dem an trachtete Pilatus, wie er ihn loslielie. Die Juden aber schrieen und sprachen: Lassest du diesen los, so bist du des Kaisers Freund nicht; denn wer sich zum Konige macht, der ist wider den Kaiser. Da Pilatus das Wort horete, führete er Jesum heraus und setzte sich auf den Richterstuhl an der Statte, die da heilit Hochpflaster, auf ebraisch aber Gabbatha. Es war aber der Rüsttag auf Ostern urn die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Sehet, das ist euer Konig! Sie schrieen aber: Weg, weg mit dem, kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soil ich euren Konig kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen Konig denn den Kaiser. Da überantwortete er ihn ihnen, daü er gekreuzigt wurde. Sie nahmen aber Jesum und fuhreten ihn hin. Und ertrug sein Kreuz und ging hinaus zur Statte die da heilit Schadelstatte, welche heilit auf ebraisch Golgatha. Allda kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesum aber mitten inne. Pilatus aber schrieb eine Uberschrift und setzte sie auf das Kreuz; und war geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden Konig. Diese Uberschrift lasen viel Juden; denn die Statte war nahe bei der Stadt, da Jesus gekreuziget ist. Und es war geschrieben auf ebraische, griechische und lateinische Sprache. Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: Der Juden Konig; sondern daß er gesagt habe: Ich bin der Juden Konig. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das hab' ich geschrieben. Die Kriegsknechte aber, da sie Jesum gekreuziget hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile, einem jeglichen Kriegsknecht ein Teil, dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenahet, von oben an gewirket durch und durch. Da sprachen sie untereinander: Lasset uns den nicht zerteilen, sondern darum losen, wes er sein soil (auf daß erfullet würde die Schrift, die da, sagt: Sie haben meine Kleider untersich geteilet und haben fiber meinen Rock das Los geworfen). Solches taten die Kriegsknechte. Es stund aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester Maria, des Kleophas Weib, und Maria Magdalena. Da nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabeistehen, den er liebhatte spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Danach, als Jesus wuftte, daß schon alles vollbracht war, daß die Schrift erfullet würde, spricht er: Mich dürstet! Da stund ein Gefaft voll Essigs. Sie aber fülleten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm darzum Munde. Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und neigete das Haupt und verschied. Die Juden aber; dieweil es der Rüsttag war daß nicht die Leichname am Kreuz blieben den Sabbat fiber (denn desselbigen Sabbats Tag war graft), baten sie Pilatus; daß ihre Beine gebrochen, und sie abgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine und dem andern, der mit ihm gekreuziget war. Als sie aber zu Jesu kamen, da sie sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht, sondern der Kriegsknechte einer offnete seine Seite mit einem Speer; und alsbald ging Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeuget, und sein Zeugnis ist wahr, und derselbige weift, daß er die Wahrheit saget, auf daß auch ihr glaubet. Denn solches ist geschehen, daß die Schrift erfullet wurde: Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen. Und abermal spricht eine andere Schrift: Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben. Danach bat Pilatus Joseph von Arimathia, der ein Jünger Jesu war, doch heimlich, aus Furcht vor den Juden, daß er mochte abnehmen den Leichnam Jesu. Und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leichnam Jesu herab. Es kam aber auch Nikodemus, der vormals bei der Nacht zu Jesu kommen war, und brachte Myrrhen und Aloen untereinander bei hundert Pfunden. Da nahmen sie den Leichnam Jesu und banden ihn in leinene Tücher mit Spezereien, wie die Juden pflegen zu begraben. Es war aber an der Statte, da er gekreuziget ward, ein Garten und im Garten ein neu Grab, in welches niemand je gelegt war. Daselbst hin legten sie Jesum um des Rusttages willen der Juden, dieweil das Grab nahe war.
Evening Prayer — Second Lesson
1 Corinthians 1
Paulus, berufen zum Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und Bruder Sosthenes: Der Gemeinde Gottes zu Korinth, den Geheiligten in Christo Jesu, den berufenen Heiligen samt alien denen, die anrufen den Namen unsers Herrn Jesu Christi an alien ihren und unsern Orten. Gnade sei miteuch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesu Christo! Ich danke meinem Gott aliezeit eurethalben fur die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr seid durch ihn an alien Stricken reich gemacht, an alter Lehre und in aller Erkenntnis wie denn die Predigt von Christo in euch kraftig worden ist, also daß ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unsers Herrn Jesu Christi. welcher auch wird euch test behalten bis ans Ende, daß ihr unstraflich seid auf den Tag unsers Herrn Jesu Christi. Denn Gott ist treu, durch welchen ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesu Christi, unsers Herrn. Ich ermahne euch aber, liebe Bruder, durch den Namen unsers Herrn Jesu Christi; daß ihr allzumal einerlei Rede fuhret und lasset nicht Spaltungen unter euch sein, sondern haltet fest aneinander in einem Sinn und in einerlei Meinung. Denn miristvorkommen, liebe Bruder, durch die aus Chloes Gesinde von euch, daß Zank unter euch sei. Ich sage aber davon, daß unter euch einer spricht: Ich bin paulisch; derandere: Ich bin apollisch; der dritte: Ich bin kephisch; der vierte: Ich bin christisch. Wie? ist Christus nun zertrennet? Ist denn Paulus fur euch gekreuziget, Oder seid ihr auf des Paulus Namen getauft? Ich danke Gott, daß ich niemand unter euch getauft habe aufter Crispus und Gajus, daß nicht jemand sagen moge, ich hatte auf meinen Namen getauft. Ich habe aber auch getauft des Stephanas Hausgesinde; danach weift ich nicht, ob ich etliche andere getauft habe. Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu predigen, nicht mit klugen Worten, auf daß nicht das Kreuz Christi zunichte werde. Denn das Wort vom Kreuz isteine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es eine Gotteskraft. Denn es stehet geschrieben: Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verstandigen will ich verwerfen. Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weltweisen? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? Denn dieweil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch torichte Predigt selig zu machen die, so daran glauben, sintemal die Juden Zeichen fordern, und die Griechen nach Weisheit fragen. Wir aber predigen den gekreuzigten Christum, den Juden ein Argernis und den Griechen eine Torheit. Denen aber, die berufen sind, beide, Juden und Griechen, predigen wir Christum gottliche Kraft und gdttliche Weisheit. Denn die gottliche Torheit ist weiser, denn die Menschen sind, und die gottliche Schwachheit ist starker, denn die Menschen sind. Sehet an, liebe Bruder, euren Beruf: nicht viel Weise nach dem Fleisch, nicht viel Gewaltige, nicht viel Edle sind berufen. sondern was toricht ist vor der Welt, das hat Gott erwahlet, daß er die Weisen zuschanden machte; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwahlet, daß er zuschanden machte, was stark ist; und das Unedle vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwahlet, und das da nichts ist, daß er zunichte machte, was etwas ist, auf daß sich vor ihm kein Fleisch ruhme. Von welchem auch ihr herkommt in Christo Jesu, welcher uns gemacht ist von Gott zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlosung, auf daß (wie geschrieben stehet), wer sich rühmet, der ruhme sich des Herrn.
Gospel
Matthew 9:14-26
Indes kamen die Junger Johannes zu ihm und sprachen: Warum fasten wir und die Pharisaer so viel, und deine Junger fasten nicht? Jesus sprach zu ihnen: Wie konnen die Hochzeitleute Leid tragen, solange der Brautigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, dafi der Brautigam von ihnen genommen wird; alsdann werden sie fasten. Niemand flicktein alt Kleid mit einem Lappen von neuem Tuch; denn der Lappen reifiet doch wieder vom Kleid, und der Riß wird arger. Man fasset auch nicht Most in aite Schlauche; anders die Schlauche zerreilien, und der Most wird verschuttet, und die Schlauche kommen urn. Sondern man fasset Most in neue Schlauche, so werden sie beide miteinander behalten. Da er solches mit ihnen redete, siehe, da kam der Obersten einer und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben; aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig. Und Jesus stund auf und folgete ihm nach und seine Junger. Und siehe, ein Weib, das zwolf Jahre den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm und ruhrete seines Kleides Saum an. Denn sie sprach bei sich selbst: Mocht' ich nur sein Kleid anruhren, so würde ich gesund. Da wandte sich Jesus urn und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter; dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu derselbigen Stunde. Und als er in des Obersten Haus kam und sah die Pfeifer und das Getümmel des Volks, sprach erzu ihnen: Weichet! denn das Magdlein ist nicht tot, sondern es schlaft. Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand. Da stund das Magdlein auf. Und dies Gerucht erscholl in dasselbige ganze Land.
Gospel
Luke 1:67-80
Und sein Vater Zacharias ward des Heiligen Geistes voll, weissagte und sprach: Gelobet sei der Herr, der Gott Israels; denn er hat besucht und erloset sein Volk; und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils in dem Hause seines Dieners David. Als er vorzeiten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten: daß er uns errettete von unsern Feinden und von der Hand aller, die uns hassen, und die Barmherzigkeit erzeigete unsern Vatern und gedachte an seinen heiligen Bund und an den Eid, den ergeschworen hat unserm Vater Abraham, uns zu geben, daß wir, erloset aus der Hand unserer Feinde, ihm dieneten ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die ihm gefallig ist. Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Hochsten heiften; du wirst vor dem Herm hergehen, daß du seinen Weg bereitest und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk, die da ist in Vergebung ihrer Sunden, durch die herzliche Barmherzigkeit unsers Gottes, durch welche uns besucht hat der Aufgang aus der Hohe, auf daß er erscheine denen, die da sitzen in Finsternis und Schatten des Todes und richte unsere Füfte auf den Weg des Friedens. Und das Kindlein wuchs und ward stark im Geist und war in der Wüste, bis daß er sollte hervortreten vor das Volk Israel.
Gospel
John 19
Da nahm Pilatus Jesum und geilielte ihn. Und die Kriegsknechte flochten eine Krone von Dornen und setzten sie auf sein Haupt und legten ihm ein Purpurkleid an und sprachen: Sei gegru üet, lieber Judenkonig! und gaben ihm Backenstreiche. Da ging Pilatus wieder heraus und sprach zu ihnen: Sehet, ich führe ihn heraus zu euch, daß ihr erkennet, daß ich keine Schuld an ihm finde. Also ging Jesus heraus und trug eine Dornenkrone und Purpurkleid. Und er spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch! Da ihn die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie und sprachen: Kreuzige, kreuzige! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmet ihr ihn hin und kreuziget; denn ich finde keine Schuld an ihm. Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz soil er sterben; denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht. Da Pilatus das Wort horete, furchtete er sich noch mehr und ging wieder hinein in das Richthaus und spricht zu Jesu: Von wannen bist du? Aber Jesus gab ihm keine Antwort. Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weilit du nicht, daß ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich loszugeben? Jesus antwortete: Du flattest keine Macht fiber mich, wenn sie dir nicht ware von oben herab gegeben; darum, der mich dir überantwortet hat, der hat groliere Sünde. Von dem an trachtete Pilatus, wie er ihn loslielie. Die Juden aber schrieen und sprachen: Lassest du diesen los, so bist du des Kaisers Freund nicht; denn wer sich zum Konige macht, der ist wider den Kaiser. Da Pilatus das Wort horete, führete er Jesum heraus und setzte sich auf den Richterstuhl an der Statte, die da heilit Hochpflaster, auf ebraisch aber Gabbatha. Es war aber der Rüsttag auf Ostern urn die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Sehet, das ist euer Konig! Sie schrieen aber: Weg, weg mit dem, kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soil ich euren Konig kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen Konig denn den Kaiser. Da überantwortete er ihn ihnen, daü er gekreuzigt wurde. Sie nahmen aber Jesum und fuhreten ihn hin. Und ertrug sein Kreuz und ging hinaus zur Statte die da heilit Schadelstatte, welche heilit auf ebraisch Golgatha. Allda kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesum aber mitten inne. Pilatus aber schrieb eine Uberschrift und setzte sie auf das Kreuz; und war geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden Konig. Diese Uberschrift lasen viel Juden; denn die Statte war nahe bei der Stadt, da Jesus gekreuziget ist. Und es war geschrieben auf ebraische, griechische und lateinische Sprache. Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: Der Juden Konig; sondern daß er gesagt habe: Ich bin der Juden Konig. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das hab' ich geschrieben. Die Kriegsknechte aber, da sie Jesum gekreuziget hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile, einem jeglichen Kriegsknecht ein Teil, dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenahet, von oben an gewirket durch und durch. Da sprachen sie untereinander: Lasset uns den nicht zerteilen, sondern darum losen, wes er sein soil (auf daß erfullet würde die Schrift, die da, sagt: Sie haben meine Kleider untersich geteilet und haben fiber meinen Rock das Los geworfen). Solches taten die Kriegsknechte. Es stund aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester Maria, des Kleophas Weib, und Maria Magdalena. Da nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabeistehen, den er liebhatte spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Danach, als Jesus wuftte, daß schon alles vollbracht war, daß die Schrift erfullet würde, spricht er: Mich dürstet! Da stund ein Gefaft voll Essigs. Sie aber fülleten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm darzum Munde. Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und neigete das Haupt und verschied. Die Juden aber; dieweil es der Rüsttag war daß nicht die Leichname am Kreuz blieben den Sabbat fiber (denn desselbigen Sabbats Tag war graft), baten sie Pilatus; daß ihre Beine gebrochen, und sie abgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine und dem andern, der mit ihm gekreuziget war. Als sie aber zu Jesu kamen, da sie sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht, sondern der Kriegsknechte einer offnete seine Seite mit einem Speer; und alsbald ging Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeuget, und sein Zeugnis ist wahr, und derselbige weift, daß er die Wahrheit saget, auf daß auch ihr glaubet. Denn solches ist geschehen, daß die Schrift erfullet wurde: Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen. Und abermal spricht eine andere Schrift: Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben. Danach bat Pilatus Joseph von Arimathia, der ein Jünger Jesu war, doch heimlich, aus Furcht vor den Juden, daß er mochte abnehmen den Leichnam Jesu. Und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leichnam Jesu herab. Es kam aber auch Nikodemus, der vormals bei der Nacht zu Jesu kommen war, und brachte Myrrhen und Aloen untereinander bei hundert Pfunden. Da nahmen sie den Leichnam Jesu und banden ihn in leinene Tücher mit Spezereien, wie die Juden pflegen zu begraben. Es war aber an der Statte, da er gekreuziget ward, ein Garten und im Garten ein neu Grab, in welches niemand je gelegt war. Daselbst hin legten sie Jesum um des Rusttages willen der Juden, dieweil das Grab nahe war.
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