Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
Acts 1:1-8
Die erste Rede habe ich zwar getan, lieber Theophilus, von alledem, das Jesus anting, beides, zu tun und zu lehren, bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Aposteln (welche er hatte erwahlet) durch den Heiligen Geist Befehl getan hatte, welchen ersich nach seinem Leiden lebendig erzeiget hatte durch mancherlei Erweisung; und lief!, sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes. Und als er sie versammelt hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, sondern warteten auf die Verheüiung des Vaters, welche ihr habt gehoret (sprach er) von mir. Denn Johannes hat mit Wasser getauft; ihr aber sollt mit dem Heiligen Geiste getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Die aber, so zusammenkommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebuhret euch nicht, zu wissen Zeit Oder Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat, sondern ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, welcher auf euch kommen wird; und werdet meine Zeugen sein zu Jerusalem und in ganz Judaa und Samarien und bis an das Ende der Erde.
First Reading
Deuteronomy 12
Das sind die Gebote und Rechte, die ihr halten sollt, da($ ihr danach tut im Lande, das der HERR, deiner Vater Gott, dir gegeben hat einzunehmen, solange ihr auf Erden lebet. Verstoret alle Orte, da die Heiden, die ihr einnehmen werdet, ihren Gottern gedienet haben, es sei auf hohen Bergen, auf Hugeln Oder unter grunen Baumen; und reiliet urn ihre Altare und zerbrechet ihre Saulen und verbrennet mit Feuer ihre Haine; und die Gotzen ihrer Gotter tut ab und vertilget ihren Namen aus demselben Ort. Ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, nicht also tun, sondern an dem Ort, den der HERR, euer Gott, erwahlen wird aus alien euren Stammen, daü er seinen Namen daselbst lasset wohnen, sollt ihr forschen und dahin kommen und eure Brandopfer, und eure anderen Opfer und eure Zehnten und eurer Hande Hebe und eure Gelubde und eure freiwilligen Opfer und die Erstgeburt eurer Rinder und Schafe dahin bringen. Und soilt daselbst vor dem HERRN, eurem Gott, essen und frohlich sein uber allem, das ihr und euer Haus bringet, darinnen dich der HERR, dein Gott, gesegnet hat. Ihr sollt der keins tun, das wir heute allhie tun, ein jeglicher, was ihn recht dunket. Denn ihr seid bisher noch nicht zur Ruhe kommen noch zu dem Erbteil, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. Ihr werdet aber uber den Jordan gehen und im Lande wohnen, das euch der HERR, euer Gott, wird zum Erbe austeilen, und wird euch Ruhe geben von alien euren Feinden urn euch her, und werdet sicher wohnen. Wenn nun der HERR, dein Gott, einen Ort erwahlet, daß sein Name daselbst wohne, sollt ihr daselbst hinbringen ailes, was ich euch gebiete: eure Brandopfer, eure anderen Opfer, eure Zehnten, eurer Hande Hebe und alle eure freien Gelubde, die ihr dem HERRN geloben werdet. Und sollt frohlich sein vor dem HERRN, eurem Gott, ihr und eure Sohne und eure Tochter und eure Knechte und eure Magde und die Leviten, die in euren Toren sind; denn sie haben kein Teil noch Erbe mit euch. Hute dich, dafi du nicht deine Brandopfer opferst an alien Orten, die du siehest, sondern an dem Ort, den der HERR erwahlet in irgendeinem deiner Stamme, da sollst du dein Brandopfer opfern und tun ailes, was ich dir gebiete. Doch magst du schlachten und Fleisch essen in alien deinen Toren nach alter Lust deiner Seele, nach dem Segen des HERRN, deines Gottes, den erdir gegeben hat; beide der Reine und der Unreine mogen's essen, wie ein Reh Oder Hirsch. Ohne das Blut sollst du nicht essen, sondern auf die Erde gielien, wie Wasser. Du magst aber nicht essen in deinen Toren vom Zehnten deines Getreides, deines Mosts, deines Ols, noch von der Erstgeburt deiner Rinder, deiner Schafe Oder von irgend einem deiner Gelubde, die du gelobet hast, Oder von deinem freiwilligen Opfer, Oder von deiner Hand Hebe; sondern vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du solches essen an dem Ort, den der HERR, dein Gott, erwahlet, du und deine Sohne, deine Tochter, deine Knechte, deine Magde und der Levit, der in deinem Tor ist; und sollst frohlich sein vor dem HERRN, deinem Gott, uber ailem, das du bringest. Und hute dich, daß du den Leviten nicht verlassest, solange du auf Erden lebest. Wenn aber der HERR, dein Gott, deine Grenze weitern wird, wie er dir geredet hat, und sprichst: Ich will Fleisch essen, weil deine Seele Fleisch zu essen gelustet, so ili Fleisch nach aller Lust deiner Seele. Ist aber die Statte feme von dir, die der HERR, dein Gott, erwahlet hat, dati er seinen Namen daselbst wohnen lasse, so schlachte von deinen Rindern Oder Schafen, die dir der HERR gegeben hat, wie ich dir geboten habe, und ili es in deinen Toren nach aller Lust deiner Seele. Wie man ein Reh Oder Hirsch isset, magst du es essen; beide der Reine und der Unreine mogen's zugleich essen. Allein merke, daß du das Blut nicht essest; denn das Blut ist die Seele, darum sollst du die Seele nicht mit dem Fleisch essen, sondern sollst es auf die Erde gielien, wie Wasser. Und sollst es darum nicht essen, daß dir's wohlgehe und deinen Kindern nach dir, daß du getan hast, was recht ist vor dem HERRN. Aberwenn du etwas heiligen willst von dem Deinen, Oder geloben, so sollst du es aufladen und bringen an den Ort, den der HERR erwahlet hat, und dein Brandopfer mit Fleisch und Blut tun auf den Altar des HERRN, deines Gottes. Das Blut deines Opfers sollst du gieften auf den Altar des HERRN, deines Gottes, und das Fleisch essen. Siehe zu und hore alle diese Worte, die ich dir gebiete, auf daß dir's wohlgehe und deinen Kindern nach dir ewiglich, daß du getan hast, was recht und gefallig ist vor dem HERRN, deinem Gott. Wenn der HERR, dein Gott, vor dir her die Heiden ausrottet, daß du hinkommest, sie einzunehmen, und sie eingenommen hast und in ihrem Lande wohnest, so hute dich, daß du nicht in den Strick tallest ihnen nach, nachdem sie vertilget sind vor dir, und nicht fragest nach ihren Gottern und sprechest: Wie diese Volker haben ihren Gottern gedienet, also will ich auch tun. Du sollst nicht also an dem HERRN, deinem Gott, tun; denn sie haben ihren Gottern getan alles, was dem HERRN ein Greuel ist, und das er hasset; denn sie haben auch ihre Sohne und Tochter mit Feuer verbrannt ihren Gottern.
First Reading
Judges 7:1-25
Da machte sich Jerubbaal, das ist, Gideon, frühe auf, und alles Volk, das mit ihm war, und lagerten sich an den Brunnen Harod, daß er das Heer der Midianiter hatte gegen Mitternacht, hinterden Hügeln der Warte im Grunde. Der HERR aber sprach zu Gideon: Des Volks ist zu viel, das mit dir ist, daß ich sollte Midian in ihre Hande geben; Israel mochte sich rühmen wider mich und sagen: Meine Hand hat mich erloset. So laft nun ausschreien vor den Ohren des Volks und sagen: Wer blode und verzagt ist, der kehre urn und hebe bald sich vom Gebirge Gilead. Da kehrete des Volks urn zweiundzwanzigtausend, daß nur zehntausend uberblieben. Und der HERR sprach zu Gideon: Des Volks ist noch zu viel. Führe sie hinab ans Wasser, daselbst will ich sie dir prufen; und von welchem ich dir sagen werde, daß er mit dir ziehen soil, der soli mit dir ziehen; von welchem aber ich sagen werde, daß er nicht mit dir ziehen soil, der soil nicht ziehen. Und er fuhrete das Volk hinab ans Wasser. Und der HERR sprach zu Gideon: Welcher mit seiner Zunge des Wassers lecket, wie ein Hund lecket, den stelle besonders; desselbengleichen, welcher auf seine Kniee fallt zu trinken. Da war die Zahl derer, die geleckt hatten aus der Hand zum Munde, dreihundert Mann; das andere Volk alles hatte knieend getrunken. Und der HERR sprach zu Gideon: Durch die dreihundert Mann, die geleckt haben, will ich euch erlosen und die Midianiter in deine Hande geben; aber das andere Volk laft alles gehen an seinen Ort. Und sie nahmen Futterung fur das Volk mit sich und ihre Posaunen. Aber die andern Israeliten lieft er alle gehen, einen jeglichen in seine Hutte; er aber starkte sich mit dreihundert Mann. Und das Heer der Midianiter lag unten vor ihm im Grunde. Und der HERR sprach in derselben Nacht zu ihm: Stehe auf und gehe hinab zum Lager; denn ich habe es in deine Hande gegeben. Furchtest du dich aber hinabzugehen, so laft deinen Knaben Pura mitdirhinabgehen zum Lager, daß du horest, was sie reden. Danach sollst du mit der Macht hinabziehen zum Lager. Da ging Gideon mit seinem Knaben Pura hinab an den Ort der Schildwachter, die im Lager waren. Und die Midianiter und Amalekiter und alle aus dem Morgenlande hatten sich niedergelegt im Grunde wie eine Menge Heuschrecken; und ihre Kamele waren nicht zu zahlen vor der Menge, wie der Sand am Ufer des Meers. Da nun Gideon kam, siehe, da er zahlete einer einem andern einen Traum und sprach: Siehe, mir hat getraumet, mich deuchte, ein gerostet Gerstenbrot walzte sich zum Heer der Midianiter, und da es kam an die Gezelte, schlug es dieselbigen und warf sie nieder und kehrete sie urn, das Oberste zu unterst, daß das Gezelt lag. Da antwortete der andere: Das ist nichts anderes denn das Schwert Gideons, des Sohns Joas', des Israelites Gott hat die Midianiter in seine Hande gegeben mit dem ganzen Heer. Da Gideon den horete solchen Traum erzahlen und seine Auslegung, betete er an und kam wieder ins Heer Israel und sprach: Machet euch auf, denn der HERR hat das Heer der Midianiter in eure Hande gegeben. Und er teilete die dreihundert Mann in drei Haufen und gab einem jeglichen eine Posaune in seine Hand und ledige Krüge und Fackeln drinnen. Und sprach zu ihnen: Sehet auf mich und tut auch also; und siehe, wenn ich an den Ort des Heers komme: wie ich tue, so tut ihr auch. Wenn ich die Posaune blase und alle, die mit mir sind, so sollt ihr auch die Posaunen blasen urns ganze Heer und sprechen: Hie HERR und Gideon! Also kam Gideon und hundert Mann mit ihm an den Ort des Heers, an die ersten Wachter, die da verordnet waren, und weckten sie auf und bliesen mit Posaunen und zerschlugen die Krüge in ihren Handen. Also bliesen alle drei Haufen mit Posaunen und zerbrachen die Krüge. Sie hielten aber die Fackeln in ihrer linken Hand und die Posaunen in ihrer rechten Hand, daß sie bliesen und riefen: Hie Schwert des HERRN und Gideon! Und ein jeglicher stund auf seinem Ort urn das Heer her. Da ward das ganze Heer laufend, und schrieen und flohen. Und indem die dreihundert Mann bliesen die Posaunen, schaffte der HERR, daß im ganzen Heer eines jeglichen Schwert wider den andern war. Und das Heer floh bis gen Beth-Sitta Zereratha, bis an die Grenze der Breite Mehola bei Tabath. Und die Manner Israels von Naphthali, von Asser und vom ganzen Manasse schrieen und jagten den Midianitern nach. Und Gideon sandte Botschaft auf das ganze Gebirge Ephraim und lieft sagen: Kommt herab, den Midianitern entgegen, und verlaufet ihnen das Wasser bis gen Beth-Bara und den Jordan! Da schrieen alle, die von Ephraim waren, und verliefen ihnen das Wasser bis gen Beth-Bara und den Jordan. Und fingen zween Fursten der Midianiter, Oreb und Seeb; und erwurgeten Oreb auf dem Fels Oreb und Seeb in der Kelter Seeb; und jagten die Midianiter und brachten die Haupter Orebs und Seebs zu Gideon uber den Jordan.
Morning Prayer — First Lesson
Numbers 16:1-36
Und Korah, der Sohn Jezehars, des Sohns Kahaths, des Sohns Levis, samt Dathan und Abiram, den Sohnen Eliabs, und On, dem Sohne Peleths, den Sohnen Rubens, die emporeten sich wider Mose, samt etlichen Mannern unter den Kindern Israel, zweihundertundfunfzig der Vornehmsten in der Gemeine, Ratsherren und ehrliche Leute. Und sie versammelten sich wider Mose und Aaron und sprachen zu ihnen: Ihr macht's zu viel! Denn die ganze Gemeine ist uberall heilig, und der HERR ist unter ihnen; warum erhebet ihr euch fiber die Gemeine des HERRN? Da das Mose horete, fiel er auf sein Angesicht und sprach zu Korah und zu seiner ganzen Rotte: Morgen wird der HERR kundtun, wer sein sei, wer heilig sei und ihm opfern soil; weichen er erwahlet, der soil ihm opfern. Das tut: Nehmet euch Pfannen, Korah und seine ganze Rotte, und leget Feuer drein und tut Rauchwerk drauf vor dem HERRN morgen. Weichen der HERR erwahlet, der sei heilig. Ihr macht's zuviel, ihr Kinder Levis! Und Mose sprach zu Korah: Lieber, horet doch, ihr Kinder Levis! Ist's euch zu wenig, daß euch der Gott Israels ausgesondert hat von der Gemeine Israel, daß ihr ihm opfern sollet, daß ihr dienet im Amt der Wohnung des HERRN und vor die Gemeine tretet, ihrzu dienen? Er hat dich und aile deine Bruder, die Kinder Levis, samt dir zu sich genommen; und ihr suchet nun auch das Priestertum. Du und deine ganze Rotte machet einen Aufruhr wider den HERRN. Was ist Aaron, daß ihr wider ihn murret? Und Mose schickte hin und lieft Dathan und Abiram rufen, die Sohne Eliabs. Sie aber sprachen: Wir kommen nicht hinauf. Ist's zu wenig, daß du uns aus dem Lande gefuhret hast, da Milch und Honig innen fleuftt, daß du uns totest in der Wuste? Du muftt auch noch uber uns herrschen? Wie fein hast du uns gebracht in ein Land, da Milch und Honig innen fleuftt, und hast uns Acker und Weinberge zu Erbteil gegeben! Willst du den Leuten auch die Augen ausreiften? Wir kommen nicht hinauf. Da ergrimmete Mose sehr und sprach zu dem HERRN: Wende dich nicht zu ihrem Speisopfer! Ich habe, nicht einen Esel von ihnen genommen und habe ihrer keinem nie kein Leid getan. Und er sprach zu Korah: Du und deine ganze Rotte sollt morgen vor dem HERRN sein; du, sie auch und Aaron. Und ein jeglicher nehme seine Pfanne und lege Rauchwerk drauf, und tretet herzu vor den HERRN, ein jeglicher mit seiner Pfanne, das sind zweihundertundfunfzig Pfannen. Und ein jeglicher nahm seine Pfanne und legte Feuer drein und tat Rauchwerk drauf und traten vor die Tur der Hutte des Stifts, und Mose und Aaron auch. Und Korah versammelte wider sie die ganze Gemeine vor die Tur der Hutte des Stifts. Aber die Herrlichkeit des HERRN erschien vor der ganzen Gemeine. Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: Scheidet euch von dieser Gemeine, daß ich sie plotzlich vertilge! Sie fielen aber auf ihr Angesicht und sprachen: Ach Gott, der du bist ein Gott der Geister alles Fleisches, ob ein Mann gesundiget hat, willst du darum fiber die ganze Gemeine wuten? Und der HERR redete mit Mose und sprach: Sage der Gemeine und sprich: Weichet ringsherum von der Wohnung Korahs und Dathans und Abirams! Und Mose stund auf und ging zu Dathan und Abiram, und die Altesten Israels folgten ihm nach. Und redete mit der Gemeine und sprach: Weichet von den Hutten dieser gottlosen Menschen und ruhret nichts an, was ihr ist, daß ihr nicht vielleicht umkommet in irgend ihrer Sünden einer. Und sie gingen herauf von der Wohnung Korahs, Dathans und Abirams. Dathan aber und Abiram gingen heraus, traten an die Tür ihrer Hütten mit ihren Weibern und Sohnen und Kindern. Und Mose sprach: Dabei sollt ihr merken, daß mich der HERR gesandt hat, daß ich alle diese Werke tate, und nicht aus meinem Herzen: Werden sie sterben, wie alle Menschen sterben, Oder heimgesucht, wie alle Menschen heimgesucht werden, so hat mich der HERR nicht gesandt. Wird aber der HERR etwas Neues schaffen, daß die Erde ihren Mund auftut und verschlinget sie mit allem, das sie haben, daß sie lebendig hinunter in die Holle fahren, so werdet ihr erkennen, daß diese Leute den HERRN gelastert haben. Und als er diese Worte alle hatte ausgeredet, zerrift die Erde unter ihnen; und tat ihren Mund auf und verschlang sie mit ihren Hausern, mit alien Menschen, die bei Korah waren, und mit aller ihrer Habe. Und fuhren hinunter lebendig in die Holle mit allem, das sie hatten, und die Erde deckte sie zu, und kamen urn aus der Gemeine. Und ganz Israel, das urn sie her war, floh vor ihrem Geschrei; denn sie sprachen: Daft uns die Erde nicht auch verschlinge! Dazu fuhr das Feuer aus von dem HERRN und fraft die zweihundertundfünfzig Manner, die das Rauchwerk opferten.
Epistle
1 John 5:4-10
Denn alles, was von Gott geboren ist, uberwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt uberwunden hat. Wer ist aber, der die Welt uberwindet ohne der da glaubet, dad Jesus Gottes Sohn ist? Dieser ist's, der da kommt mit Wasser und Blut, Jesus Christus, nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut. Und der Geist ist's, der da zeuget, dad Geist Wahrheit ist. Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist; und diese drei sind eins. Und drei sind, die da zeugen auf Erden: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei sind beisammen. So wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis grafter; denn Gottes Zeugnis ist das, das er gezeuget hat von seinem Sohne. Wer da glaubet an den Sohn Gottes, der hat solch Zeugnis bei sich. Wer Gott nicht glaubet, der macht ihn zum Lugner; denn er glaubet nicht dem Zeugnis, das Gott zeuget von seinem Sohn.
First Reading
Ezekiel 48
Dies sind die Namen der Stamme. Von Mitternacht, von Hethlon gegen Hemath und Hazar- Enon und von Damaskus gegen Hemath; das soil Dan fur seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben Dan soil Asser seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben Asser soil Naphthali seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben Naphthali soil Manasse seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben Manasse soil Ephraim seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben Ephraim soil Ruben seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben Ruben soil Juda seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben Juda aber sollt ihr einen Teil absondern vom Morgen bis gegen Abend, der fünfundzwanzigtausend Ruten breit und lang sei, ein Stuck von den Teilen, so von Morgen bis gen Abend reichen; darin soil das Heiligtum stehen. Und davon sollt ihr dem HERRN einen Teil absondern, funfundzwanzigtausend Ruten lang und zehntausend Ruten breit. Und dasselbige heilige Teil soil der Priester sein, namlich funfundzwanzigtausend Ruten lang gegen Mitternacht und gegen Mittag und zehntausend breit gegen Morgen und gegen Abend. Und das Heiligtum des HERRN soli mitten drinnen stehen. Das soil geheiliget sein den Priestern, den Kindern Zadoks, welche meine Sitten gehalten haben und sind nicht abgefallen mit den Kindern Israel, wie die Leviten abgefallen sind. Und soil also dies abgesonderte Teil des Landes ihr eigen sein, darin das Allerheiligste ist neben der Leviten Grenze. Die Leviten aber sollen neben der Priester Grenze auch funfundzwanzigtausend Ruten in die Lange und zehntausend in die Breite haben; denn alle Lange soil funfundzwanzigtausend und die Breite zehntausend Ruten haben. Und sollen nichts davon verkaufen noch verandern, damit des Landes Erstling nicht wegkomme; denn es ist dem HERRN geheiliget. Aber die ubrigen funftausend Ruten in die Breite gegen die funfundzwanzigtausend Ruten in die Lange, das soil unheilig sein zur Stadt, drinnen zu wohnen, und zu Vorstadten; und die Stadt soli mitten drinnen stehen. Und das soli ihr Maß sein: viertausend und fünfhundert Ruten gegen Mitternacht und gegen Mittag; desgleichen gegen Morgen und gegen Abend auch viertausend und fünfhundert. Die Vorstadt aber soil haben zweihundertundfünfzig Ruten gegen Mitternacht und gegen Mittag; desgleichen auch gegen Morgen und gegen Abend zweihundertundfünfzig Ruten. Aber das übrige an der Lange desselben neben dem Abgesonderten und Geheiligten, namlich zehntausend Ruten gegen Morgen und gegen Abend, das gehort zur Unterhaltung derer, die in der Stadt arbeiten. Und die Arbeiter sollen aus alien Stammen Israels der Stadt arbeiten, daß die ganze Absonderung der fünfundzwanzigtausend Ruten ins Gevierte eine geheiligte Absonderung sei zu eigen der Stadt. Was aber noch übrig ist auf beiden Seiten neben dem abgesonderten heiligen Teil und neben der Stadt Teil, namlich fünfundzwanzigtausend Ruten gegen Morgen und gegen Abend, das soil alles des Fursten sein. Aber das abgesonderte heilige Teil und das Haus des Heiligtums soli mitten innen sein. Was aber dazwischen liegt, zwischen der Leviten Teil und zwischen der Stadt Teil und zwischen der Grenze Judas und der Grenze Benjamins, das soil des Fürsten sein. Danach sollen die andern Stamme sein: Benjamin soil seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Aber neben der Grenze Benjamins soil Simeon seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben der Grenze Simeons soil Isaschar seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben der Grenze Isaschars soil Sebulon seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Neben der Grenze Sebulons soil Gad seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend. Aber neben Gad ist die Grenze gegen Mittag, von Thamar bis an das Haderwasser zu Kades und gegen dem Wasser am grolien Meer. Also soli das Land ausgeteilet werden zum Erbteil unterdie Stamme Israels; und das soil ihr Erbteil sein, spricht der Herr HERR. Und so weit soil die Stadt sein: viertausend und fünfhundert Ruten gegen Mitternacht. Und die Tore der Stadt sollen nach den Namen der Stamme Israels genannt werden, drei Tore gegen Mitternacht: das erste Tor Ruben, das andere Juda, das dritte Levi. Also auch gegen Morgen viertausend und fünfhundert Ruten und auch drei Tore: namlich das erste Tor Joseph, das andere Benjamin, das dritte Dan. Gegen Mittag auch also: viertausend und fünfhundert Ruten und auch drei Tore: das erste Tor Simeon, das andere Isaschar, das dritte Sebulon. Also auch gegen Abend viertausend und fünfhundert Ruten und drei Tore: ein Tor Gad, das andere Assur, das dritte Naphthali. Also soli es urn und urn achtzehntausend Ruten haben. Und alsdann soil die Stadt genannt werden: Hie ist der HERR!
Morning Prayer — Second Lesson
1 Corinthians 15:1-29
Ich erinnere euch, aber, liebe Bruder, des Evangeliums, das ich euch verkundiget habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet, durch welches ihr auch selig werdet, welcher Gestalt ich es euch verkundiget habe, so ihr's behalten habt, es ware, denn, dad ihr's umsonst geglaubet hattet. Denn ich habe euch zuvorderst gegeben, welches ich auch empfangen habe, dad Christus gestorben sei fur unsere Sünden nach der Schrift, und dad er begraben sei, und dad er auferstanden sei am dritten Tage nach der Schrift, und dad er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwolfen. Danach ist er gesehen worden von mehr denn funfhundert Brudern auf einmal, deren noch viel leben, etliche aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von alien Aposteln. Am letzten nach alien ist er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, gesehen worden; denn ich bin der geringste unter den Aposteln, als der ich nicht wert bin, dad ich ein Apostei heide, darum dad ich die Gemeinde Gottes verfolget habe. Aber von Gottes Gnaden bin ich, das ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet denn sie alle, nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Es sei nun ich oderjene, also predigen wir, und also habt ihr geglaubet. So aber Christus gepredigetwird, dad er sei von den Toten auferstanden, wie sagen denn etliche unter euch, die Auferstehung der Toten sei nichts ? Ist aber die Auferstehung der Toten nichts, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich. Wirwurden aber auch erfunden falsche Zeugen Gottes, dad wir wider Gott gezeuget hatten, er hatte Christum auferwecket, den er nicht auferwecket hatte, sintemal die Toten nicht auferstehen. Denn so die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden. Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube eitel, so seid ihr noch in euren Sünden, so sind auch die, so in Christo entschlafen sind, verloren. Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christum, so sind wir die elendesten unter alien Menschen. Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten und der Erstling worden unter denen, die da schlafen, sintemal durch einen Menschen der Tod und durch einen Menschen die Auferstehung der Toten kommt. Denn gleichwie sie in Adam alle sterben, also werden sie in Christo alle lebendig gemacht werden. Ein jeglicher aber in seiner Ordnung. Der Erstling Christus, danach die Christo angehoren, wenn er kommen wird. Danach das Ende, wenn erdas Reich Gott und dem Vater überantworten wird, wenn er aufheben wird alle Herrschaft und alle Obrigkeit und Gewalt. Er muli aber herrschen, bis daß er alle seine Feinde unter seine Fulie lege. Der letzte Feind, der aufgehoben wird, ist der Tod. Denn er hat ihm alles unter seine Fulie getan. Wenn er aber sagt; daß es alles untertan sei, ist's offenbar, daß ausgenommen ist, der ihm alles untertan hat. Wenn aber alles ihm untertan sein wird, alsdann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles untertan hat, auf dafi Gott sei alles in alien. Was machen sonst, die sich taufen lassen uber den Toten, so allerdinge die Toten nicht auferstehen? Was lassen sie sich taufen uber den Toten?
Responsorial Psalm
Psalm 10
HERR, warum trittst du so feme, verbirgest dich zur Zeit der Not? Weil der Gottlose Ubermut treibet, mufi der Elende leiden. Sie hangen sich aneinander und erdenken bose Tücke. Denn der Gottlose ruhmet sich seines Mutwillens, und der Geizige segnet sich und lasted den HERRN. Der Gottlose ist so stolz und zornig, daü er nach niemand fraget; in alien seinen Tücken halt er Gott fur nichts. Er fahret fort mit seinem Tun immerdar; deine Gerichte sind feme von ihm; er handelt trotzig mit alien seinen Feinden. Er spricht in seinem Herzen: Ich werde nimmermehr daniederliegen; es wird fur und fur keine Not haben. Sein Mund ist voll Fluchens, Falsches und Trugs; seine Zunge richtet Mühe und Arbeit an. Er sitzt und lauert in den Hofen; er erwurget die Unschuldigen heimlich; seine Augen halten auf die Armen. Er lauert im Verborgenen, wie ein Lowe in der Hohle; er lauert, daß er den Elenden erhasche, und erhaschet ihn, wenn er ihn in sein Netz zeucht. Er zerschlagt und drucket nieder und stofit zu Boden den Armen mit Gewalt. Er spricht in seinem Herzen: Gott hat's vergessen; er hat sein Antlitz verborgen, erwird's nimmermehr sehen. Stehe auf, HERR Gott, erhebe deine Hand; vergili der Elenden nicht! Warum soil der Gottlose Gott lastern und in seinem Herzen sprechen: Du fragst nicht danach? Du siehest ja, denn du schauestdas Elend und Jammer; es stehet in deinen Handen. Die Armen befehlen's dir; du bist der Waisen Heifer. Zerbrich den Arm des Gottlosen und suche das Bose, so wird man sein gottlos Wesen nimmer finden. Der HERR ist Konig immer und ewiglich; die Heiden mussen aus seinem Land umkommen. Das Verlangen der Elenden horestdu, HERR; ihr Herz ist gewifi, daß dein Ohr drauf merket, daß du Recht schaffest dem Waisen und Armen, daß der Mensch nicht mehr trotze auf Erden.
Gospel
John 20:19-31
Am Abend aber desselbigen Sabbats, da die Junger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das sagte, zeigte er ihnen die Hande und seine Seite. Da wurden die Junger froh, daß sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus abermal zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und da er das sagte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmet hin den Heiligen Geist! Welchen ihr die Sunden erlasset, denen sind sie erlassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Thomas aber, der Zwdlfen einer, der da heiftet Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. Da sagten die andern Junger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich in seinen Handen sehe die Nagelmale und lege meinen Finger in die Nagelmale und lege meine Hand in seine Seite, will ich's nicht glauben. Und liber acht Tage waren abermal seine Junger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine Hande; und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite; und sei nicht unglaubig, sondern glaubig. Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Auch viel andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jungern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, daß ihr glaubet, Jesus sei Christus, der Sohn Gottes, und daß ihr durch den Glauben das Leben habet in seinem Namen.
Responsorial Psalm
Psalm 118
Danketdem HERRN; denn eristfreundlich, und seine Gute wahret ewiglich. Es sage nun Israel: Seine Gute wahret ewiglich. Es sage nun das Haus Aaron: Seine Gute wahret ewiglich. Es sagen nun, die den HERRN furchten: Seine Gute wahret ewiglich. In der Angst rief ich den HERRN an, und der HERR erhorete mich und trostete mich. Der HERR ist mit mir, darum furchte ich mich nicht; was konnen mir Menschen tun? Der HERR ist mit mir, mirzu helfen; und ich will meine Lust sehen an meinen Feinden. Es ist gut auf den HERRN vertrauen und sich nicht verlassen auf Menschen. Es ist gut auf den HERRN vertrauen und sich nicht verlassen auf Fursten. Alle Heiden umgeben mich; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen. Sie umgeben mich allenthalben ; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen. Sie umgeben mich wie Bienen, siedampfen wie ein Feuer in Dornen; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen. Man stofiet mich, daß ich fallen soil; aber der HERR hilft mir. Der HERR ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil. Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten. Die Rechte des HERRN behalt den Sieg; die Rechte des HERRN isterhohet; die Rechte des HERRN behalt den Sieg. Ich werde nicht sterben, sondern ieben und des HERRN Werk verkundigen. Der HERR zuchtiget mich wohl, aberergibt mich dem Tode nicht. Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dafi ich dahin eingehe und dem HERRN danke. Das ist das Tor des HERRN; die Gerechten werden dahin eingehen. Ich danke dir, daß du mich demutigest und hilfst mir. Der Stein, den die Bauleute verworfen, ist zum Eckstein worden. Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen. Dies ist der Tag, den der HERR macht; lalit uns freuen und frohlich drinnen sein! 0 HERR, hilf, o HERR, lafi wohlgelingen! Gelobet sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch, die ihr vom Hause des HERRN seid. Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet. Schmucket das Fest mit Maien bis an die Horner des Altars; Du hist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen. Danketdem HERRN; denn eristfreundlich, und seine Gute wahret ewiglich.
Responsorial Psalm
Psalm 102
Ein Gebet des Elenden, so er betrubt ist und seine Klage vor dem HERRN ausschuttet. HERR, hore mein Gebet und laß mein Schreien zudirkommen! Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not; neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, so erhore mich bald! Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch, und meine Gebeine sind verbrannt wie ein Brand. Mein Herz ist geschlagen und verdorret wie Gras, daß ich auch vergesse, mein Brot zu essen. Mein Gebein klebt an meinem Fleisch vor Heulen und Seufzen. Ich bin gleich wie eine Rohrdommel in der Wüste; ich bin gleich wie ein Kauzlein in den verstorten Statten. Ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dache. Taglich schmahen mich meine Feinde; und die mich spotten, schworen bei mir. Denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Weinen vordeinem Drauen und Zorn, daß du mich aufgehoben und zu Boden gestoßen hast. Meine Tage sind dahin wie ein Schatten; und ich verdorre wie Gras. Du aber, HERR, bleibest ewiglich und dein Gedachtnis fur und fur. Du wollest dich aufmachen und fiber Zion erbarmen; denn es ist Zeit, daß du ihrgnadig seiest, und die Stunde ist kommen. Denn deine Knechte wollten gerne, daß sie gebauet wurde, und sahen gerne, daß ihre Steine und Kalk zugerichtet würden; daß die Heiden den Namen des HERRN furchten und alle Konige auf Erden deine Ehre; daß der HERR Zion bauet und erscheinet in seiner Ehre. Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmahet ihr Gebet nicht. Daswerde geschrieben auf die Nachkommen; und das Volk, das geschaffen soil werden, wird den HERRN loben. Denn er schauet von seiner heiligen Hohe, und der HERR siehet vom Himmel auf Erden, daß er das Seufzen des Gefangenen hore und losmache die Kinder des Todes, auf daß sie zu Zion predigen den Namen des HERRN und sein Lob zu Jerusalem, wenn die Volkerzusammenkommen und die Konigreiche, dem HERRN zu dienen. Er demutiget auf dem Wege meine Kraft; er verkürzet meine Tage. Ich sage: Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Halfte meiner Tage! Deine Jahre wahren fur und fur. Du hast vorhin die Erde gegrundet, und die Himmel sind deiner Hande Werk. Sie werden vergehen, aber du bleibest. Sie werden alle veralten wie ein Gewand; sie werden verwandelt wie ein Kleid, wenn du sie verwandeln wirst. Du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. Die Kinder deiner Knechte werden bleiben, und ihr Same wird vor dir gedeihen.
Responsorial Psalm
Psalm 97
Der HERR ist Konig; des freue sich das Erdreich, und seien frohlich die Inseln, soviel ihrer ist. Wolken und Dunkel ist um ihn her. Gerechtigkeit und Gericht ist seines Stuhles Festung: Feuer gehet vor ihm her und zündet an umher seine Feinde. Seine Blitze leuchten auf den Erdboden; das Erdreich siehet und erschrickt. Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem HERRN, vor dem Herrscher des ganzen Erdbodens. Die Himmel verkundigen seine Gerechtigkeit, und alle Volker sehen seine Ehre. Schamen mussen sich alle, die den Bildern dienen und sich der Gotzen ruhmen. Betet ihn an, alle Gotter! Zion horetes und istfroh; und die Tochter Judas sind frohlich, HERR über deinem Regiment. Denn du, HERR, bist der Hochste in alien Landen; du bist sehr erhohet über alle Gotter. Die ihrden HERRN liebet, hasset das Arge! Der HERR bewahret die Seelen seiner Heiligen; von der Gottlosen Hand wird er sie erretten. Dem Gerechten muß das Licht immer wieder aufgehen und Freude den frommen Herzen. Ihr Gerechten, freuet euch des HERRN; und danket ihm und preiset seine Heiligkeit!
Evening Prayer — First Lesson
Numbers 16:36
Second Reading
II Corinthians 7
Dieweil wir nun solche Verheüiung haben, meine Liebsten, so lasset uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und fortfahren mit der Heiligung in der Furcht Gottes. Fasset uns! Wir haben niemand Leid getan; wir haben niemand verletzt; wir haben niemand ubervorteilet. Nicht sage ich solches, euch zu verdammen; denn ich habe droben zuvor gesagt, daü ihr in unserm Herzen seid, mitzusterben und mitzuleben. Ich rede mit grower Freudigkeit zu euch; ich rühme viel von euch; ich bin erfüllet mit Trost; ich bin überschwenglich in Freuden in aller unserer Trübsal. Denn da wir nach Mazedonien kamen, hatte unser Fleisch keine Ruhe, sondern allenthalben waren wir in Trübsal: auswendig Streit, inwendig Furcht. Aber Gott, der die Geringen trostet, der trostete uns durch die Ankunft des Titus. Nicht allein aber durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, damit er getrostet war an euch, und verkündigte uns euer Verlangen, euer Weinen, euren Eifer urn mich, also dafi ich mich noch mehr freuete. Denn dafi ich euch durch den Brief habe traurig gemacht, reuet mich nicht. Und ob's mich reuete, so ich aber sehe, daß der Brief vielleicht eine Weile euch betrübt hat, so freue ich mich doch nun, nicht daruber, daß ihr seid betrübt worden, sondern daß ihr seid betrübt worden zur Reue. Denn ihr seid gottlich betrübt worden, daß ihr von uns ja keinen Schaden irgend worinnen nehmet. Denn die gottliche Traurigkeit wirket zur Seligkeit eine Reue, die niemand gereuet; die Traurigkeit aber der Welt wirket den Tod. Siehe, dasselbige, dafi ihr gottlich seid betrubt worden, welchen Fleil J hat es in euch gewirket, dazu Verantwortung, Zorn, Furcht, Verlangen, Eifer, Rachel Ihr habt euch beweiset in alien Stricken, dafi ihr rein seid an der Tat. Darum, ob ich euch geschrieben habe, so ist's doch nicht geschehen um deswillen, der beleidiget hat, auch nicht um deswillen, der beleidiget ist, sondern um deswillen, daß euer Fleift gegen uns offenbar würde bei euch vor Gott. Derhalben sind wir getrostet worden, daü ihr getrostet seid. Uberschwenglicher aber haben wir uns noch mehr gefreuet uber die Freude des Titus; denn sein Geist ist erquicket an euch alien. Denn was ich vor ihm von euch gerühmet habe, bin ich nicht zuschanden worden; sondern gleichwie alles wahr ist, was ich mit euch geredet habe, also ist auch unser Ruhmen vor Titus wahr worden. Und er ist uberaus herzlich wohl an euch, wenn er gedenket an euer aller Gehorsam, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern habt aufgenommen. Ich freue mich, daß ich mich zu euch alles versehen dart.
Second Reading
James 2
Liebe Bruder, haltet nicht dafur, daß der Glaube an Jesum Christum, unsern Herrn der Herrlichkeit, Ansehen der Person leide. Denn so in eure Versammlung kame ein Mann mit einem güldenen Ringe und mit einem herrlichen Kleide, es kame aber auch ein Armer mit einem unsauberen Kleide, und ihr sahet auf den, der das herrliche Kleid traget, und sprachet zu ihm: Setze du dich her aufs beste, und sprachet zu dem Armen: Stehe du dort Oder setze dich her zu meinen Fulien, und bedenket es nicht recht, sondern ihrwerdet Richter und machet bosen Unterschied. Horet zu, meine lieben Bruder! Hat nicht Gott die Armen auf dieser Welt, die am Glauben reich sind und Erben des Reichs, welches er verheifien hat denen, die ihn liebhaben? Ihr aber habt dem Armen Unehre getan. Sind nicht die Reichen die, die Gewalt an euch üben und ziehen euch vor Gericht? Verlastern sie nicht den guten Namen, davon ihr genannt seid? So ihr das konigliche Gesetz vollendet nach der Schrift: Liebe deinen Nachsten wie dich selbst, so tut ihrwohl. So ihr aber die Person ansehet, tut ihr Sünde und werdet gestraft vom Gesetz als die Ubertreter. Denn jemand das ganze Gesetz halt und sundiget an einem, der ist's ganz schuldig. Denn der da gesagt hat: Du sollst nicht ehebrechen, der hat auch gesagt: Du sollst nicht toten. So du nun nicht ehebrichst, totest aber, bist du ein Ubertreter des Gesetzes. Also redet und also tut, als die da sollen durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden. Es wird aber ein unbarmherzig Gericht uber den gehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; und die Barmherzigkeit rühmet sich wider das Gericht. Was hilft's, liebe Bruder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen? So aber ein Bruder Oder Schwester bloft ware und Mangel hatte der taglichen Nahrung, und jemand unter euch sprache zu ihnen: Gott berate euch, warmet euch und sattiget euch! gabet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist, was hülfe ihnen das? Also auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber. Aber es mochte jemand sagen: Du hast den Glauben, und ich habe die Werke; zeige mirdeinen Glauben mit deinen Werken, so will ich auch meinen Glauben dirzeigen mit meinen Werken. Du glaubest, daß ein einiger Gott ist; du tust wohl daran; die Teufel glauben's auch und zittern. Willst du aber wissen, du eitler Mensch, daß der Glaube ohne Werke tot sei? Ist nicht Abraham, unser Vater, durch die Werke gerecht worden, da er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? Da siehest du, daß der Glaube mitgewirket hat an seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen worden. Und ist die Schrift erfüllet, die da spricht: Abraham hat Gott geglaubet, und ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet, und ist ein Freund Gottes geheiften. So sehet ihr nun, daß der Mensch durch die Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein. Desselbigengleichen die Hure Rahab, ist sie nicht durch die Werke gerecht worden, da sie die Boten aufnahm und lieft sie einen andern Weg hinaus? Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also auch der Glaube ohne Werke ist tot.
Second Reading
Colossians 3:18-4:1
Ihr Weiber, seid untertan euren Mannern in dem Herrn, wie sich's gebuhrt. Ihr Manner, liebet eure Weiber und seid nicht bitter gegen sie! Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in alien Dingen; denn das ist dem Herrn gefallig. Ihr Vater, erbittert eure Kinder nicht, auf daß sie nicht scheu werden. Ihr Knechte, seid gehorsam in alien Dingen euren leiblichen Herren, nicht mit Dienst vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern mit Einfaltigkeit des Herzens und mit Gottesfurcht. Alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als dem Herrn und nicht den Menschen; und wisset, daß ihr von dem Herrn empfangen werdet die Vergeltung des Erbes; denn ihr dienet dem Herm Christo. Wer aber unrecht tut, derwird empfangen; was er unrecht getan hat; und gilt kein Ansehen der Person. Ihr Herren, was recht und gleich ist, das beweiset den Knechten und wisset, daß ihr auch einen Herm im Himmel habt.
Second Reading
1 Peter 1:1-10
Petrus, ein Apostel Jesu Christi: Den erwahlten Fremdlingen hin und her in Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien, nach der Versehung Gottes des Vaters, durch die Heiligung des Geistes, zum Gehorsam und zur Besprengung des Blutes Jesu Christi. Gott gebe euch viel Gnade und Frieden! Gelobet sei Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns nach seiner groften Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten zu einem unverganglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das behalten wird im Himmel euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahret werdet zur Seligkeit, welche zubereitet ist, daß sie offenbar werde zu der letzten Zeit, in welcher ihr euch freuen werdet, die ihr jetzt eine kleine Zeit (wo es sein soil) traurig seid in mancherlei Anfechtungen, auf daß euer Glaube rechtschaffen und viel kostlicher erfunden werde denn das vergangliche Gold, das durchs Feuer bewahret wird, zu Lobe, Preis und Ehren, wenn nun offenbaret wird Jesus Christus, welchen ihr nicht gesehen und doch liebhabt und nun an ihn glaubet, wiewohl ihr ihn nicht sehet; so werdet ihr euch freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, und das Ende eures Glaubens davonbringen, namlich der Seelen Seligkeit. Nach welcher Seligkeit haben gesucht und geforschet die Propheten, die von der zukunftigen Gnade auf euch geweissaget haben,
Gospel
John 13
Vor dem Fest aber der Ostern, da Jesus erkennete, daß seine Zeit kommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater: wie er hatte geliebet die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Und nach dem Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben, daß er ihn verriete, wuftte Jesus, daß ihm der Vater hatte alles in seine Hande gegeben, und daß er von Gott kommen war und zu Gottging: stund ervom Abendmahl auf, legte seine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgurtete sich. Danach goft er Wasser in ein Becken, hub an, den Jungern die Fuße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, damit er umgurtet war. Da kam erzu Simon Petrus; und derselbige sprach zu ihm: Herr, solltest du mir meine Fufte waschen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das weiftt du jetzt nicht; du wirst's aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Fufte waschen. Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Teil mit mir. Sprichtzu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füfte alleine, sondern auch die Hande und das Haupt. Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, der bedarf nicht denn die Fufte waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er wuftte seinen Verraterwohl; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein. Da er nun ihre Fufte gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach abermal zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe? Ihr heiftet mich Meister und Herr und saget recht daran; denn ich bin's auch. So nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füfte gewaschen habe, so sollt ihr auch euch untereinander die Füfte waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr tut, wie ich euch getan habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Knecht ist nicht grofter denn sein Herr noch der Apostel grofter, denn der ihn gesandt hat. So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr's tut. Nicht sage ich von euch alien, (ich weift, welche ich erwahlet habe), sondern daß die Schrift erfüllet werde: Der mein Brot isset, der tritt mich mit Füften. Jetzt sage ich's euch, ehe denn es geschiehet, auf daß, wenn es geschehen ist, daß ihr glaubet, daß ich's bin. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer aufnimmt, so ich jemand senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Da solches Jesus gesagt hatte, ward er betrubt im Geist und zeugete und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, einer unter euch wird mich verraten. Da sahen sich die Jünger untereinander an, und ward ihnen bange, von welchem er redete. Es war aber einer unter seinen Jungern, derzu Tische saft an der Brust Jesu, welchen Jesus liebhatte. Dem winkete Simon Petrus, daß erforschen sollte, wer es ware, von dem er sagte. Denn derselbige lag an der Brust Jesu und sprach zu ihm: Herr, wer ist's? Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er tauchte den Bissen ein und gab ihn Judas, Simons Sohn, dem Ischariot. Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald. Dasselbige aber wuftte niemand über dem Tische, wozu er's ihm sagte. Etliche meineten, dieweil Judas den Beutel hatte, Jesus sprache zu ihm: Kaufe, was uns not ist auf das Fest; Oder daß er den Armen etwas gabe. Da er nun den Bissen genommen hatte, ging er sobald hinaus. Und es war Nacht. Da er aber hinausgegangen war, spricht Jesus: Nun ist des Menschen Sohn verklaret, und Gott ist verklaret in ihm. Ist Gott verklaret in ihm, wird ihn auch Gott verklaren in ihm selbst und wird ihn bald verklaren. Liebe Kindlein, ich bin noch eine kleine Weile bei euch. Ihr werdet mich suchen; und wie ich zu den Juden sagte: Wo ich hingehe; da konnt ihr nicht hinkommen. Und ich sage euch nun: Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebet habe, auf dafi auch ihr einander lieb habet. Dabei wird jedermann erkennen, dafi ihr meine Junger seid, so ihr Liebe untereinander habt. Spricht Simon Petrus zu ihm: Herr, wo gehest du hin? Jesus antwortete ihm: Da ich hingehe, kannst du mir diesmal nicht folgen; aber du wirst mir hernachmalsfolgen. Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir diesmal nicht folgen? Ich will mein Leben fur dich lassen. Jesus antwortete ihm: Solltest du dein Leben fur mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krahen, bis du mich dreimal habest verleugnet!
Evening Prayer — Second Lesson
John 20:24-30
Thomas aber, der Zwdlfen einer, der da heiftet Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. Da sagten die andern Junger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich in seinen Handen sehe die Nagelmale und lege meinen Finger in die Nagelmale und lege meine Hand in seine Seite, will ich's nicht glauben. Und liber acht Tage waren abermal seine Junger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine Hande; und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite; und sei nicht unglaubig, sondern glaubig. Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Auch viel andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jungern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch.
Gospel
Mark 15:1-20
Und bald am Morgen hielten die Hohenpriester einen Rat mit den Altesten und Schriftgelehrten, dazu der ganze Rat, und banden Jesum und fuhreten ihn hin und uberantworteten ihn Pilatus. Und Pilatus fragte ihn: Bist du ein Konig der Juden? Er antwortete aber und sprach zu ihm: Du sagst es. Und die Hohenpriester beschuldigten ihn hart. Pilatus aber fragte ihn abermal und sprach: Antwortest du nichts? Siehe, wie hart sie dich verklagen! Jesus aber antwortete nichts mehr, also dati sich auch Pilatus verwunderte. Er pflegte aber ihnen auf das Osterfest einen Gefangenen loszugeben, welchen sie begehrten. Es war aber einer, genannt Barabbas, gefangen mit den Aufrührerischen die im Aufruhr einen Mord begangen hatten. Und das Volk ging hinauf und bat, daß er tate, wie er pflegete. Pilatus aber antwortete ihnen: Wollt ihr, daß ich euch den Konig der Juden losgebe? Denn er wulite, daß ihn die Hohenpriester aus Neid uberantwortet hatten. Aber die Hohenpriester reizten das Volk, daß er ihnen viel lieber den Barabbas losgabe. Pilatus aber antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Was wollt ihr denn, daß ich tue dem, den ihr schuldiget, er sei ein Konig der Juden? Sie schrieen abermal: Kreuzige ihn! Pilatus aber sprach zu ihnen: Was hat er Ubels getan? Aber sie schrieen noch viel mehr: Kreuzige ihn! Pilatus aber gedachte, dem Volk genugzutun, und gab ihnen Barabbas los und überantwortete ihnen Jesum, daß er gegeilielt und gekreuziget wurde. Die Kriegsknechte aber fuhreten ihn hinein in das Richthaus und riefen zusammen die ganze Schar; und zogen ihm einen Purpuran und flochten eine dornene Krone und setzten sie ihm auf; und fingen an, ihn zu grüften: Gegrüftet seiest du, der Juden Konig! Und schlugen ihm das Haupt mit dem Rohr und verspeieten ihn und fielen auf die Kniee und beteten ihn an. Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpur aus und zogen ihm seine eigenen Kleider an und fuhreten ihn aus, daß sie ihn kreuzigten.
Gospel
John 1:1-17
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbige war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbige gemacht, und ohne dasselbige ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Lichtder Menschen. Und das Licht scheinet in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen. Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieli Johannes. Derselbige kam zum Zeugnis, daß er von dem Licht zeugete, auf daß sie alle durch ihn glaubeten. Er war nicht das Licht, sondern daß er zeugete von dem Licht. Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbige gemacht, und die Welt kannte es nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben. Welche nicht von dem Geblut, noch von dem Willen des Fleisches, noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. Und das Wort ward Fleisch und wohnete unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingebornen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes zeuget von ihm, ruft und spricht: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich. Und von seiner Fulle haben wir alle genommen Gnade urn Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum worden.
Gospel
Acts 7
Da sprach der Hohepriester: Ist dem also? Er aber sprach: Liebe Bruder und Vater, horet zu! Gott der Herrlichkeit erschien unserm Vater Abraham, da er noch in Mesopotamien war, ehe erwohnete in Haran, und er sprach zu ihm: Gehe aus deinem Lande und von deiner Freundschaft und zieh in ein Land, das ich dirzeigen will. Da ging er aus der Chaldaer Lande und wohnete in Haran. Und von dannen, da sein Vater gestorben war, brachte er ihn heruber in dies Land, darinnen ihr nun wohnet. Und gab ihm kein Erbteil drinnen, auch nicht eines Fulies breit; und verhieli ihm, er wollte es geben ihm zu besitzen und seinem Samen nach ihm, da er noch kein Kind hatte. Aber Gott sprach also: Dein Same wird ein Fremdling sein in einem fremden Lande, und sie werden ihn dienstbar machen und ubel handeln vierhundert Jahre. Und das Volk, dem sie dienen werden, will ich richten, sprach Gott; und danach werden sie ausziehen und mir dienen an dieser Statte . Und gab ihm den Bund der Beschneidung. Und er zeugete Isaak und beschnitt ihn am achten Tag und Isaak den Jakob und Jakob die zwolf Erzvater. Und die Erzvater neideten Joseph und verkauften ihn nach Agypten. Aber Gott war mit ihm und errettete ihn aus aller seiner Trubsal und gab ihm Gnade und Weisheit vor dem Konige Pharao in Agypten; der setzte ihn zum Fursten uber Agypten und uber sein ganzes Haus. Es kam aber eine teure Zeit uber das ganze Land Agypten und Kanaan und eine grolie Trubsal, und unsere Vater fanden nicht Futterung. Jakob aber horete, dal L in Agypten Getreide ware, und sandte unsere Vater aus aufs erste Mai. Und zum andernmal ward Joseph erkannt von seinen Brudern und ward Pharao Josephs Geschlecht offenbar. Joseph aber sandte aus und lieli holen seinen Vater Jakob und seine ganze Freundschaft, funfundsiebzig Seelen. Und Jakob zog hinab nach Agypten und starb, er und unsere Vater. Und sind herubergebracht nach Sichem und gelegt in das Grab, das Abraham gekauft hatte urns Geld von den Kindern Hemors zu Sichem. Da nun sich die Zeit der Verheiliung nahete, die Gott Abraham geschworen hatte, wuchs das Volk und mehrete sich in Agypten, bis daß ein anderer Konig aufkam, der nichts wulite von Joseph. Dieser trieb Hinterlist mit unserm Geschlechte und behandelte unsere Vater ubel und schaffte, dad man die jungen Kindlein hinwerfen mudte, dad sie nicht lebendig blieben. Zu der Zeit ward Mose geboren und war ein fein Kind vor Gott und ward drei Monden ernahret in seines Vaters Hause. Als er aber hingeworfen ward, nahm ihn die Tochter Pharaos auf und zog ihn auf zu einem Sohn. Und Mose ward gelehret in aller Weisheit der Agypter und war machtig in Werken und Worten. Da er aber vierzig Jahre alt ward, gedachte er, zu besehen seine Bruder, die Kinder von Israel, und sah einen Unrecht leiden. Da überhalf er und rachete den, dem Leid geschah, und erschlug den Agypter. Er meinete aber, seine Bruder sollten's vernehmen, daß Gott durch seine Hand ihnen Heil gabe; aber sie vernahmen's nicht. Und am andern Tage kam erzu ihnen, da sie sich miteinander haderten, und handelte mit ihnen, daß sie Frieden hatten, und sprach: Liebe Manner, ihr seid Bruder, warum tut einer dem andern Unrecht? Der aber seinem Nachsten Unrecht tat, stieli ihn von sich und sprach: Wer hat dich uber uns gesetzt zum Obersten und Richter? Willst du mich auch toten, wie du gestern den Agypter totetest? Mose aber floh uber dieser Rede und ward ein Fremdling im Lande Midian. Daselbst zeugete erzwei Sohne. Und uber vierzig Jahre erschien ihm in der Wüste auf dem Berge Sinai der Engel des Herm in einer Feuerflamme im Busch. Da es aber Mose sah, wunderte er sich des Gesichtes. Als er aber hinzuging, zu schauen, geschah die Stimme des Herrn zu ihm: Ich bin der Gott deiner Vater, der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Mose aber ward zitternd und durfte nicht anschauen. Aber der Herr sprach zu ihm: Zieh die Schuhe aus von deinen FQISen; denn die Statte, da du stehest, ist heilig Land. Ich habe wohl gesehen das Leiden meines Volks, das in Agypten ist, und habe ihr Seufzen gehoret und bin herabkommen, sie zu erretten. Und nun komm her; ich will dich nach Agypten senden. Diesen Mose, welchen sie verleugneten und sprachen: Wer hat dich zum Obersten und Richter gesetzt? den sandte Gott zu einem Obersten und Erloser durch die Hand des Engels, der ihm erschien im Busch. Dieser fuhrete sie aus und tat Wunder und Zeichen in Agypten, im Roten Meer und in der Wüste vierzig Jahre. Dies ist Mose, der zu den Kindern von Israel gesagt hat: Einen Propheten wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brudern gleichwie mich, den sollt ihr horen. Dieser ist's, der in der Gemeinde in der Wüste mit dem Engel war, der mit ihm redete auf dem Berge Sinai und mit unsern Vatern; dieser empfing das lebendige Wort, uns zu geben; welchem nicht wollten gehorsam werden eure Vater, sondern stiefien ihn von sich und wandten sich urn mit ihren Herzen gen Agypten und sprachen zu Aaron: Mache uns Gotter, die vor uns hingehen; denn wir wissen nicht, was diesem Mose, der uns aus dem Lande Agypten geführet hat, widerfahren ist. Und machten ein Kalb zu der Zeit und opferten dem Gotzen Opfer und freueten sich der Werke ihrer Hande. Aber Gott wandte sich und gab sie dahin, dafi sie dieneten des Himmels Heer; wie denn geschrieben stehet in dem Buch des Propheten: Habt ihrvom Hause Israel die vierzig Jahre in der Wüste mir auch je Opfer und Vieh geopfert? Und ihr nahmet die Hütte Molochs an und das Gestirn eures Gottes Remphan, die Bilder, die ihr gemacht hattet, sie anzubeten; und ich will euch wegwerfen jenseit Babyloniens. Es hatten unsere Vater die Hütte des Zeugnisses in der Wüste, wie er ihnen das verordnet hatte, da er zu Mose redete, daß er sie machen sollte nach dem Vorbilde, das ergesehen hatte, welche unsere Vater auch annahmen und brachten sie mit Josua in das Land, das die Heiden innehatten, welche Gott ausstieß vor dem Angesichte unserer Vater bis zur Zeit Davids. Der fand Gnade bei Gott und bat, daß er eine Hütte finden mochte dem Gott Jakobs. Salomo aber bauete ihm ein Haus. Aber der Allerhochste wohnet nicht in Tempeln, die mit Handen gemacht sind, wie der Prophet spricht: Der Himmel ist mein Stuhl und die Erde meiner Fuße Schemel; was wollt ihr mir denn für ein Haus bauen, spricht der Herr, Oder welches ist die Statte meiner Ruhe? Hat nicht meine Hand das alles gemacht? Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herzen und Ohren, ihrwiderstrebet allezeit dem Heiligen Geist, wie eure Vater, also auch ihr! Welchen Propheten haben eure Vater nicht verfolget und, sie getotet, die da zuvor verkündigten die Zukunft dieses Gerechten, dessen Verrater und Morder ihr nun worden seid? Ihr habt das Gesetz empfangen durch der Engel Geschafte und habt's nicht gehalten. Da sie solches horeten, ging's ihnen durchs Herz, und bissen die Zahne zusammen über ihn. Als er aber voll Heiligen Geistes war, sah er auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel often und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen. Sie schrieen aber laut und hielten ihre Ohren zu und sturmeten einmutiglich zu ihm ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Fußen eines Junglings, der hieß Saulus. Und steinigten Stephanus, der anrief und sprach: Herr Jesu, nimm meinen Geist auf! Er knieete aber nieder und schrie laut: Herr, behalt ihnen diese Sunde nicht! Und als er das gesagt, entschlief er.
A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)
Today's readings, every morning
Bosko brings the daily readings for your tradition to your day — with a reflection, the full Bible in 30 translations, and the liturgical calendar, in 18 languages.
