Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Acts 5:12-16

Es geschahen aber viel Zeichen und Wunder im Voik durch der Apostel Hande, und waren alle in der Halle Salomos einmutiglich. Derandern aberdurfte sich keiner zu ihnen tun, sondern das Volk hielt groß von ihnen. Es wurden aber je mehr zugetan, die da glaubeten an den Herrn, eine Menge der Manner und der Weiber, also daß sie die Kranken auf die Gassen heraustrugen und legeten sie auf Betten und Bahren, auf daß, wenn Petrus kame, sein Schatten ihrer etliche überschattete. Es kamen auch herzu viele von den umliegenden Stadten gen Jerusalem und brachten die Kranken, und die von unsaubern Geistern gepeiniget waren; und wurden alle gesund.

First Reading

Deuteronomy 27

Und Mose gebot samt den Altesten Israels dem Volk und sprach: Behaltet alle Gebote, die ich euch heute gebiete! Und zu der Zeit, wenn ihr uber den Jordan gehet ins Land, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, sollst du grolie Steine aufrichten und sie mit Kalk tunchen und drauf schreiben alle Worte dieses Gesetzes, wenn du hinuberkommst, auf daß du kommest ins Land, das der HERR, dein Gott, dir geben wird, ein Land, da Milch und Honig innen fleufit, wie der HERR, deiner Vater Gott, dir geredet hat. Wenn ihr nun uber den Jordan gehet, so sollt ihr solche Steine aufrichten (davon ich euch heute gebiete) auf dem Berge Ebal und mit Kalk tunchen. Und sollst daselbst dem HERRN, deinem Gott, einen steinernen Altar bauen, daruber kein Eisen fahret. Von ganzen Steinen sollst du diesen Altar dem HERRN, deinem Gott, bauen und Brandopfer drauf opfern dem HERRN, deinem Gott. Und sollst Dankopfer opfern und daselbst essen und frohlich sein vordem HERRN, deinem Gott. Und sollst auf die Steine alle Worte dieses Gesetzes schreiben, klar und deutlich. Und Mose samt den Priestern, den Leviten, redeten mit dem ganzen Israel und sprachen: Merke und hore zu, Israel! Heute dieses Tages bistdu ein Volk worden des HERRN; deines Gottes, daß du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorsam seiest und tust nach seinen Geboten und Rechten, die ich dir heute gebiete. Und Mose gebot dem Volk desselben Tages und sprach: Diese sollen stehen auf dem Berge Grisim, zu segnen das Volk, wenn ihr uber den Jordan gegangen seid: Simeon, Levi, Juda, Isaschar, Joseph und Benjamin. Und diese sollen stehen auf dem Berge Ebal, zu fluchen: Ruben, Gad, Asser, Sebulon, Dan und Naphthali. Und die Leviten sollen anheben und sagen zu jedermann von Israel mit lauter Stimme: Verflucht sei, wer einen Gotzen Oder gegossen Bild macht, einen Greuel des HERRN, ein Werkder Werkmeister Hande, und setzt es verborgen! Und alles Volk soil antworten und sagen: Amen. Verflucht sei, wer seinem Vater Oder Mutter fluchet! Und alles Volk soil sagen: Amen. Verflucht sei, wer seines Nachsten Grenze engert! Und alles Volk soil sagen: Amen. Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege! Und alles Volk soil sagen: Amen. Verflucht sei, wer das Recht des Fremdlings, des Waisen und der Witwe beuget! Und alles Volk soil sagen: Amen. Verflucht sei, wer bei seines Vaters Weib liegt, daß er aufdecke den Fittich seines Vaters! Und alles Volk soil sagen: Amen. Verflucht sei, wer irgend bei einem Vieh liegt! Und alles Volk soil sagen: Amen. Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, die seines Vaters Oder seiner Mutter Tochter ist! Und alles Volk soil sagen: Amen. Verflucht sei, wer bei seiner Schwieger liegt! Und alles Volk soil sagen: Amen. Verflucht sei, wer seinen Nachsten heimlich schlagt! Und alles Volk soil sagen: Amen. Verflucht sei, wer Geschenke nimmt, daß er die Seele des unschuldigen Bluts schlagt! Und alles Volk soil sagen: Amen. Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfüllet, daß er danach tue! Und alles Volk soil sagen; Amen.

First Reading

1 Samuel 16:1-13

Und der HERR sprach zu Samuel: Wie lange tragst du Leid um Saul, den ich verworfen habe, daß er nicht Konig sei uber Israel? Fülle dein Horn mit 01 und gehe hin, ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn unter seinen Sdhnen habe ich mir einen Konig ersehen. Samuel aber sprach: Wie soil ich hingehen? Saul wird's erfahren und mich erwurgen. Der HERR sprach: Nimm ein Kalb von den Rindern zu dir und sprich: Ich bin kommen, dem HERRN zu opfern. Und sollst Isai zum Opfer laden; da will ich dir weisen, was du tun sollst, daß du mir salbest, welchen ich dirsagen werde. Samuel tat, wie ihm der HERR gesagt hatte, und kam gen Bethlehem. Da entsetzten sich die Altesten der Stadt und gingen ihm entgegen und sprachen: Ist's Friede, daß du kommest? Er sprach: Ja, ich bin kommen, dem HERRN zu opfern; heiliget euch und kommet mit mir zum Opfer! Und er heiligte den Isai und seine Sohne und lud sie zum Opfer. Da sie nun hereinkamen, sah er den Eliab an und gedachte, ob der vor dem HERRN sei sein Gesalbter. Aber der HERR sprach zu Samuel: Siehe nicht an seine Gestalt noch seine grolie Person; ich habe ihn verworfen. Denn es gehet nicht, wie ein Mensch siehet. Ein Mensch siehet, was vor Augen ist, der HERR aber siehet das Herz an. Da rief Isai dem Abinadab und lieli ihn vor Samuel ubergehen. Und er sprach: Diesen hat der HERR auch nicht erwahlet. Da lieli Isai vorübergehen Samma. Er aber sprach: Diesen hat der HERR auch nicht erwahlet. Da lieli Isai seine sieben Sohne vor Samuel ubergehen. Aber Samuel sprach zu Isai: Der HERR hat der keinen erwahlet. Und Samuel sprach zu Isai: Sind das die Knaben alle? Er sprach: Es ist noch ubrig der Kleinste; und siehe, er hütet der Schafe. Da sprach Samuel zu Isai: Sende hin und lali ihn holen; denn wirwerden uns nicht setzen, bis er hieher komme. Da sandte er hin und lieli ihn holen. Und erwar braunlich, mit schonen Augen und guter Gestalt. Und der HERR sprach: Auf! und salbe ihn; denn der ist's. Da nahm Samuel sein Olhorn und salbete ihn mitten unter seinen Brudern. Und der Geist des HERRN geriet uber David von dem Tage an und furder. Samuel aber machte sich auf und ging gen Rama.

Morning Prayer — First Lesson

2 Samuel 24

Und der Zorn des HERRN ergrimmete abermal wider Israel und reizte David unter ihnen, daß er sprach: Gehe hin, zahle Israel und Juda. Und der Konig sprach zu Joab, seinem Feldhauptmann: Gehe umher in alien Stammen Israels von Dan an bis gen Berseba und zahle das Volk, dafi ich wisse, wieviel sein ist. Joab sprach zu dem Konige: Der HERR, dein Gott, tue zu diesem Volk, wie es jetzt ist, noch hundertmal so viel, daß mein Herr, der Konig, seiner Augen Lust dran sehe; aber was hat mein Herr Konig zu dieser Sache Lust? Aber des Konigs Wort ging vor wider Joab und die Hauptleute des Heers. Also zog Joab aus und die Hauptleute des Heers von dem Konige, daß sie das Volk Israel zahleten. Und gingen liber den Jordan und lagerten sich zu Aroer zur Rechten der Stadt, die im Bach Gad liegt, und zu Jaeser. Und kamen gen Gilead und ins Niederland Hadsi; und kamen gen Dan-Jaan und urn Zidon her. Und kamen zu der festen Stadt Tyrus und alien Stadten der Heviter und Kanaaniter; und kamen hinaus an den Mittag Judas gen Berseba. Und zogen das ganze Land urn; und kamen nach neun Monden und zwanzig Tagen gen Jerusalem. Und Joab gab dem Konige die Summa des Volks, das gezahlet war. Und es war in Israel achthundertmal tausend starker Manner, die das Schwert auszogen, und in Juda funfhundertmal tausend Mann. Und das Herz schlug David, nachdem das Volk gezahlet war. Und David sprach zum HERRN: Ich habe schwerlich gesundiget, daß ich das getan habe; und nun, HERR, nimm weg die Missetat deines Knechts; denn ich habe sehrtoricht getan. Und da David des Morgens aufstund, kam des HERRN Wort zu Gad, dem Propheten, Davids Seher, und sprach: Gehe hin und rede mit David: So spricht der HERR: Dreierlei bringe ich zu dir; erwahle dir der eines, das ich dir tue. Gad kam zu David und sagte es ihm an und sprach zu ihm: Willst du, daß sieben Jahre Teurung in dein Land komme, Oder daß du drei Monden vor deinen Widersachern fliehen mussest, und sie dich verfolgen, Oder daß drei Tage Pestilenz in deinem Lande sei? So merke nun und siehe, was ich wieder sagen soil dem, der mich gesandt hat. David sprach zu Gad: Es ist mir fast angst; aber lali uns in die Hand des HERRN fallen, denn seine Barmherzigkeit ist groli; ich will nicht in der Menschen Hand fallen. Also lieli der HERR Pestilenz in Israel kommen von Morgen an bis zur bestimmten Zeit, daß des Volks starb von Dan an bis gen Berseba siebenzigtausend Mann. Und da der Engel seine Hand ausstreckte uber Jerusalem, daß er sie verderbete, reuete es den HERRN uber dem Ubel und sprach zum Engel, zu dem Verderber im Volk: Es ist genug, lali nun deine Hand ab! Der Engel aber des HERRN war bei der Tenne Arafnas, des Jebusiters. David aber, da er den Engel sah, der das Volk schlug, sprach erzum HERRN: Siehe, ich habe gesundiget, ich habe die Missetat getan; was haben diese Schafe getan? Lali deine Hand wider mich und meines Vaters Haus sein! Und Gad kam zu David zurselben Zeit und sprach zu ihm: Gehe hinauf und richte dem HERRN einen Altar auf in der Tenne Arafnas, des Jebusiters. Also ging David hinauf, wie Gad gesagt und der HERRgeboten hatte. Und da Arafna sich wandte, sah er den Konig mit seinen Knechten zu ihm gehen; und betete an auf sein Angesicht zur Erde. Und sprach: Warum kommt mein Herr, der Konig, zu seinem Knechte? David sprach: Zu kaufen von dir die Tenne und zu bauen dem HERRN einen Altar, daß die Plage vom Volk aufhore. Aber Arafna sprach zu David: Mein Herr, der Konig, nehme und opfere, wie es ihm gefallt; siehe, da ist ein Rind zum Brandopfer und Schleifen und Geschirr vom Ochsen zu Holz. Alles gab Arafna, der Konig, dem Konige. Und Arafna sprach zum Konige: Der HERR, dein Gott, lasse dich ihm angenehm sein! Aber der Konig sprach zu Arafna: Nicht also, sondern ich will dir's abkaufen um sein Geld; denn ich will dem HERRN, meinem Gott, nicht Brandopfer tun, das ich umsonst habe. Also kaufte David die Tenne und das Rind um funfzig Sekel Silbers. Und bauete daselbst dem HERRN einen Altar und opferte Brandopfer und Dankopfer. Und der HERR ward dem Lande versohnet; und die Plage horete auf von dem Volk Israel. Das erste Buch von den Konigen

Epistle

2 Timothy 4:1-8

So bezeuge ich nun vor Gott und dem Herm Jesu Christo, der da zukünftig ist, zu richten die Lebendigen und die Toten, mit seiner Erscheinung und mit seinem Reich: Predige das Wort; halt an, es sei zu rechter Zeit Oder zur Unzeit; strafe, draue, ermahne mit aller Geduld und Lehre! Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden, sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach dem ihnen die Ohren jucken; und werden die Ohren von der Wahrheit wenden und sich zu den Fabeln kehren. Du aber sei nuchtern allenthalben. Leide dich, tu das Werk eines evangelischen Predigers, richte dein Amt redlich aus. Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Abscheidens ist vorhanden. Ich habe einen guten Kampf gekampfet; ich habe den Lauf vollendet; ich habe Glauben gehalten. Hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der Herr an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird, nicht mir aber allein, sondern auch alien, die seine Erscheinung liebhaben.

First Reading

Job 40

Und der HERR antwortete Hiob und sprach: Wer mit dem Allmachtigen hadern will, soil's ihm der nicht beibringen? Und wer Gott tadelt, soil's der nicht verantworten? Hiob aber antwortete dem HERRN und sprach: Siehe, ich bin zu leichtfertig gewesen, was soil ich antworten? Ich will meine Hand auf meinen Mund legen. Ich habe einmal geredet, darum will ich nicht mehr antworten; hernach will ich's nicht mehr tun. Und der HERR antwortete Hiob aus einem Wetter und sprach: Gurte wie ein Mann deine Lenden; ich will dich fragen, lehre mich! Solltest du mein Urteil zunichte machen und mich verdammen, daß du gerecht seiest? Hast du einen Arm wie Gott und kannst mit gleicher Stimme donnern, als er tut? Schmücke dich mit Pracht und erhebe dich; zeuch dich loblich und herrlich an! Streue aus den Zorn deines Grimms; schaue an die Hochmutigen, wo sie sind, und demutige sie. Ja, schaue die Hochmutigen, wo sie sind, und beuge sie und mache die Gottlosen dunne, wo sie sind. Verscharre sie miteinander in der Erde und versenke ihre Pracht ins Verborgene, so will ich dirauch bekennen, daß dir deine rechte Hand helfen kann. Siehe, der Behemoth, den ich neben dir gemacht habe, frilit Heu wie ein Ochse. Siehe, seine Kraft ist in seinen Lenden und sein Vermdgen im Nabel seines Bauchs. Sein Schwanz strecket sich wie eine Zeder, die Adern seiner Scham starren wie ein Ast. Seine Knochen sind wie fest Erz, seine Gebeine sind wie eiserne Stabe. Er ist der Anfang der Wege Gottes; der ihn gemacht hat, der greift ihn an mit seinem Schwert. Die Berge tragen ihm Krauter, und alle wilden Tiere spielen daselbst. Er liegt gern im Schatten, im Rohr und im Schlamm verborgen. Das Gebusch bedeckt ihn mit seinem Schatten, und die Bachweiden bedecken ihn. Siehe, erschluckt in sich den Strom und achtet es nicht gro(J; laftt sich dunken, erwolle den Jordan mit seinem Munde ausschopfen. Noch fahet man ihn mit seinen eigenen Augen, und durch Fallstricke durchbohret man ihm seine Nase. Kannst du den Leviathan ziehen mit dem Hamen und seine Zunge mit einem Strick fassen? Kannst du ihm eine Angel in die Nase legen und mit einem Stachel ihm die Backen durchbohren? Meinestdu, erwerde dirviel Flehens machen Oder dir heucheln? Meinest du, dafi er einen Bund mit dir machen werde, daß du ihn immerzum Knecht habest? Kannst du mit ihm spielen wie mit einem Vogel, Oder ihn deinen Dirnen binden? Meinest du, die Gesellschaften werden ihn zerschneiden, daß er unter die Kaufleute zerteilet wird? Kannst du das Netz fullen mit seiner Flaut und die Fischreusen mit seinem Kopf? Wenn du deine FHand an ihn legst, so gedenke, daß ein Streit sei, den du nicht ausfuhren wirst.

Morning Prayer — Second Lesson

Acts 24

Uber funf Tage zog hinab der Hohepriester Ananias mit den Altesten und mit dem Redner Tertullus; die erschienen vordem Landpfleger wider Paulus. Da er aber herbeigerufen ward, fing an Tertullus zu verklagen und sprach: Dali wir in groliem Frieden leben unter dir, und viel redliche Taten diesem Volk widerfahren durch deine Vorsichtigkeit, allerteuerster Felix, das nehmen wir an allewege und allenthalben mit aller Dankbarkeit. Auf daß ich aber dich nicht zu lange aufhalte, bitte ich dich, du wolltest uns kurzlich horen nach deiner Gelindigkeit. Wir haben diesen Mann funden schadlich, und der Aufruhr erreget alien Juden auf dem ganzen Erdboden, und einen Vornehmsten der Sekte der Nazarener, der auch versuchet hat, den Tempel zu entweihen; welchen wir auch griffen und wollten ihn gerichtet haben nach unserm Gesetz. Aber Lysias, der Flauptmann, unterkam das und fuhrete ihn mit grolier Gewalt aus unsern Handen und hieli seine Verklager zu dir kommen, von welchem du kannst, so du es erforschen willst, dich des alles erkundigen, urn was wir ihn verklagen. Die Juden aber redeten auch dazu und sprachen, es verhielte sich also. Paulus aber, da ihm der Landpfleger winkete zu reden, antwortete: Dieweil ich weili, daß du in diesem Volk nun viele Jahre ein Richter bist, will ich unerschrocken mich verantworten. Denn du kannst erkennen, dafi nicht mehr denn zwolf Tage sind, daß ich bin hinauf gen Jerusalem kommen, anzubeten. Auch haben sie mich nicht funden im Tempel mit jemand reden Oder einen Aufruhr machen im Volk noch in den Schulen noch in den Stadten: Sie konnen mir auch nicht beibringen, des sie mich verklagen. Das bekenne ich aber dir; daß ich nach diesem Wege, den sie eine Sekte heilien, diene also dem Gott meiner Vater, daß ich glaube allem, was geschrieben stehet im Gesetz und in den Propheten. Und habe die Hoffnung zu Gott, auf welche auch sie selbst warten, namlich dafi zukunftig sei die Auferstehung der Toten, beide, der Gerechten und Ungerechten. In demselbigen aber ube ich mich, zu haben ein unverletzt Gewissen allenthalben beide, gegen Gott und die Menschen. Aber nach vielen Jahren bin ich kommen und habe ein Almosen gebracht meinem Volk und Opfer. Darüberfanden sie mich, daß ich mich reinigen lieli im Tempel ohne alien Rumor und Getümmel. Das waren aber etliche Juden aus Asien, welche sollten hier sein vor dir und mich verklagen, so sie etwas wider mich hatten. Oder lafi diese selbst sagen, ob sie etwas Unrechtes an mir funden haben, dieweil ich stehe vor dem Rat, ohne urn des einigen Worts willen, da ich unter ihnen stund und rief: Uber der Auferstehung der Toten werde ich von euch heute angeklaget. Da aber Felix solches horete; zog er sie auf; denn erwufite fastwohl urn diesen Weg und sprach: Wenn Lysias, der Hauptmann, herabkommt, so will ich mich eures Dinges erkundigen. Er befahl aber dem Unterhauptmann, Paulus zu behalten und lassen Ruhe haben, und niemand von den Seinen wehren, ihm zu dienen Oder zu ihm zu kommen. Nach etlichen Tagen aber kam Felix mit seinem Weibe Drusilla, die eine Judin war, und forderte Paulus und horete ihn von dem Glauben an Christum. Da aber Paulus redete von der Gerechtigkeit und von der Keuschheit und von dem zukunftigen Gerichte, erschrak Felix und antwortete: Gehe hin auf diesmal; wenn ich gelegene Zeit habe, will ich dich her lassen rufen. Er hoffte aber daneben, daß ihm von Paulus sollte Geld gegeben werden, daß er ihn losgabe; darum er ihn auch oft fordern lieli und besprach sich mit ihm. Da aber zwei Jahre urn waren, kam Portius Festus an Felix Statt. Felix aber wollte den Juden eine Wohltat erzeigen und lieli Paulus hinter sich gefangen.

Responsorial Psalm

Psalm 32

Eine Unterweisung Davids. Wohl dem, dem die Gbertretungen vergeben sind, dem die Sunde bedecket ist! Wohl dem Menschen, dem der HERR die Missetat nicht zurechnet, in des Geist kein Falsch ist! Denn da ich's wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine durch mein taglich Heuien. Denn deine Hand war Tag und Nacht schwer auf mir, daß mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird. Sela. Darum bekenne ich dir meine Sunde und verhehle meine Missetat nicht. Ich sprach: Ich will dem HERRN meine Ubertretung bekennen. Da vergabest du mir die Missetat meiner Sunde. Sela. Dafür werden dich alle Heiligen bitten zur rechten Zeit; darum, wenn grofte Wasserfluten kommen, werden sie nicht an dieselbigen gelangen. Du bist mein Schirm; du wollest mich vor Angst behüten, daü ich errettet, ganz frohlich rühmen konnte. Sela. Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du wandeln sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten. Seid nicht wie Rosse und Mauler, die nicht verstandig sind, welchen man Zaum und Gebift muft ins Maul legen, wenn sie nicht zu dirwoilen. Der Gottlose hat viel Plage; wer aber auf den HERRN hoffet, den wird die Gute umfahen. Freuet euch des HERRN und seid frohlich, ihr Gerechten, und ruhmet, alle ihr Frommen!

Gospel

Matthew 5:13-19

Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soil man salzen? Es ist zu nichts hinfort nutze, denn daß man es hinausschutte und lasse es die Leute zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Es mag die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter, so leuchtet es denen alien, die im Hause sind. Also lasset euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Ihr sollt nicht wahnen, daß ich kommen bin, das Gesetz Oder die Propheten aufzulosen. Ich bin nicht kommen aufzulosen, sondern zu erfullen. Denn ich sage euch: Wahrlich, bis daß Himmel und Erde vergehe, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe. Wer nun eins von diesen kleinsten Geboten aufloset und lehret die Leute also, der wird der Kleinste heilien im Himmelreich; wer es aber tut und lehret, der wird groli heilien im Himmelreich.

Responsorial Psalm

Psalm 108

Ein Psalmlied Davids. Gott, es ist mein rechter Ernst; ich will singen und dichten, meine Ehre auch. Wohlauf, Psalter und Harfen! Ich will früh auf sein. Ich will dir danken, HERR, unter den Vblkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. Denn deine Gnade reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen. Erhebe dich, Gott, uber den Himmel und deine Ehre uber alle Lande, auf daß deine lieben Freunde erlediget werden. Hilf mit deiner Rechten und erhore mich! Gott redet in seinem Heiligtum; des bin ich froh und will Sichem teilen und das Tal Suchoth abmessen. Gilead ist mein, Manasse ist auch mein und Ephraim ist die Macht meines Haupts, Juda ist mein Fürst, Moab ist mein Waschtopfen; ich will meinen Schuh uber Edom strecken; fiber die Philister will ich jauchzen. Wer will mich fuhren in eine feste Stadt? Wer wird mich leiten nach Edom? Wirst du es nicht tun, Gott, der du uns verstoftest und zeuchst nicht aus, Gott, mit unserm Heer? Schaffe uns Beistand in der Not, denn Menschenhilfe ist kein nutze. Mit Gott wollen wir Taten tun. Erwird unsere Feinde untertreten.

Responsorial Psalm

Psalm 117

Lobetden HERRN, alle Heiden; preisetihn, alle Volker! Denn seine Gnade und Wahrheit waltet uber uns in Ewigkeit. Halleluja!

Responsorial Psalm

Psalm 112

Halleluja! Wohl dem, der den HERRN furchtet, der grofte Lust hat zu seinen Geboten! Des Same wird gewaltig sein auf Erden; das Geschlecht der Frommen wird gesegnet sein. Reichtum und die Fulle wird in ihrem Hause sein, und ihre Gerechtigkeit bleibet ewiglich. Den Frommen gehet das Licht auf in der Finsternis von dem Gnadigen, Barmherzigen und Gerechten. Wohl dem, der barmherzig ist und gerne leihet und richtet seine Sachen aus, daß er niemand unrecht tue! Denn erwird ewiglich bleiben; des Gerechten wird nimmermehr vergessen. Wenn eine Plage kommen will, so furchtet er sich nicht; sein Herz hoffet unverzagt auf den HERRN. Sein Herz ist getrost und furchtet sich nicht, bis er seine Lust an seinen Feinden siehet. Er streuet aus und gibt den Armen; seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich; sein Horn wird erhohet mit Ehren. Der Gottlose wird's sehen, und wird ihn verdriefien; seine Zahne wird erzusammenbeißen und vergehen. Denn was die Gottlosen gerne wollten, das ist verloren.

Evening Prayer — First Lesson

1 Kings 1

Und da der Konig David alt war und wohl betagt, konnte er nicht warm werden, ob man ihn gleich mit Kleidern bedeckte. Da sprachen seine Knechte zu ihm: Laftt sie meinem Herm Konige eine Dime, eine Jungfrau, suchen, die vordem Konige stehe und sein pflege und schlafe in seinen Armen und warme meinen Herm, den Konig. Und sie suchten eine schone Dime in alien Grenzen Israels; und fanden Abisag von Sunem und brachten sie dem Konige. Und sie war eine sehr schone Dime; und pflegte des Konigs und dienete ihm. Aber der Konig erkannte sie nicht. Adonia aber, derßohn Hagiths, erhub sich und sprach: Ich will Konig werden! Und machte ihm Wagen und Reiter und funfzig Mann zu Trabanten vor ihm her. Und sein Vaterwollte ihn nicht bekümmem bei seiner Zeit, daß er hatte gesagt: Warum tust du also? Und erwar auch ein sehr schoner Mann, und er hatte ihn gezeuget nachst nach Absalom. Und hatte seinen Rat mit Joab, dem Sohne Zerujas, und mit Abjathar, dem Priester; die halfen Adonia. Aber Zadok, der Priester, und Benaja, der Sohn Jojodas, und Nathan, der Prophet, und Simei und Rei und die Helden Davids waren nicht mit Adonia. Und da Adonia Schafe und Rinder und gemastet Vieh opferte bei dem Stein Soheleth, der neben dem Brunnen Rogel liegt, lud er alle seine Bruder, des Konigs Sohne, und alle Manner Judas, des Konigs Knechte. Aber den Propheten Nathan und Benaja und die Helden und Salomo, seinen Bruder, lud er nicht. Da sprach Nathan zu Bathseba, Salomos Mutter: Hast du nicht gehoret, daß Adonia, der Sohn Hagiths, ist Konig worden, und unser Herr, David, weili nichts drum? So komm nun, ich will dir einen Ratgeben, daß du deine Seele und deines Sohns Salomo Seele errettest. Hin, und gehe zum Konige David hinein und sprich zu ihm: Hast du nicht, mein Herr Konig, deiner Magd geschworen und geredet: Dein Sohn Salomo soil nach mir Konig sein, und er soil auf meinem Stuhl sitzen? Warum ist denn Adonia Konig worden? Siehe, weil du noch da bist und mit dem Kdnige redest, will ich dir nach hineinkommen und vollends dein Wort ausreden. Und Bathseba ging hinein zum Konige in die Kammer. Und der Konig war sehr alt, und Abisag von Sunem dienete dem Konige. Und Bathseba neigete sich und betete den Konig an. Der Konig aber sprach: Was ist dir? Sie sprach zu ihm: Mein Herr, du hast deiner Magd geschworen bei dem HERRN, deinem Gott: Dein Sohn Saiomo soli Konig sein nach mir und auf meinem Stuhl sitzen. Nun aber siehe, Adonia ist Konig worden; und mein Herr Konig, du weidt nichts darum. Er hat Ochsen und gemastet Vieh und viel Schafe geopfert; und hat geladen alle Sohne des Konigs, dazu Abjathar, den Priester, und Joab, den Feldhauptmann; aber deinen Knecht Saiomo hat er nicht geladen. Du bist aber mein Herr Konig; die Augen des ganzen Israel sehen auf dich, dad du ihn anzeigest, wer auf dem Stuhl meines Herrn Konigs nach ihm sitzen soil. Wenn aber mein Herr Konig mit seinen Vatern entschlafen ist, so werden ich und mein Sohn Saiomo müssen Sunder sein. Weil sie aber noch redete mit dem Konige, kam der Prophet Nathan. Und sie sagten es dem Konige an: Siehe, da ist der Prophet Nathan. Und als er hinein vor den Konig kam, betete er an den Konig auf sein Angesicht zur Erde und sprach: Mein Herr Konig, hast du gesagt: Adonia soil nach mir Konig sein und auf meinem Stuhl sitzen? Denn er ist heute hinabgegangen und hat geopfert Ochsen und Mastvieh und viel Schafe und hat alle Sohne des Konigs geladen und die Hauptleute, dazu den Priester Abjathar. Und siehe, sie essen und trinken vor ihm und sagen: Gluck zu dem Konige Adonia! Aber mich, deinen Knecht, und Zadok, den Priester, und Benaja, den Sohn Jojadas, und deinen Knecht Saiomo hat er nicht geladen. Ist das von meinem Herrn Konige befohlen, und hast es deine Knechte nicht wissen lassen, wer auf dem Stuhl meines Herrn Konigs nach ihm sitzen soil? Der Konig David antwortete und sprach: Rufet mir Bathseba! Und sie kam hinein vor den Konig. Und da sie vor dem Konige stund, schwur der Konig und sprach: So wahr der HERR lebt, der meine Seele erloset hat aus aller Not, ich will heute tun, wie ich dir geschworen habe bei dem HERRN, dem Gott Israels, und geredet, daß Saiomo, dein Sohn, soil nach mir Konig sein; und er soil auf meinem Stuhl sitzen fur mich. Da neigte sich Bathseba mit ihrem Antlitz zur Erde und betete den Konig an und sprach: Gluck meinem Herrn Konige David ewiglich! Und der Konig David sprach: Rufet mir den Priester Zadok und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas! Und da sie hineinkamen vor den Konig, sprach der Konig zu ihnen: Nehmet mit euch eures Herrn Knechte und setzet meinen Sohn Saiomo auf mein Maul und führet ihn hinab gen Gihon. Und der Priester Zadok samt dem Propheten Nathan salbe ihn daselbst zum Konige über Israel. Und blaset mit den Posaunen und sprechet: Gluck dem Konige Saiomo! Und ziehet ihm nach herauf und kommt, so soil er sitzen auf meinem Stuhl und Konig sein fur mich; und ich will ihm gebieten, daß er Fürst sei über Israel und Juda. Da antwortete Benaja, der Sohn Jojadas, dem Konige und sprach: Amen, es sage der HERR, der Gott meines Herrn Konigs, auch also! Wie der HERR mit meinem Herrn Konige gewesen ist, so sei er auch mit Saiomo, daß sein Stuhl grader werde denn der Stuhl meines Herrn Konigs David. Da gingen hinab der Priester Zadok und der Prophet Nathan und Benaja, der Sohn Jojodas, und Krethi und Plethi und setzten Saiomo auf das Maul des Konigs David und fuhreten ihn gen Gihon. Und der Priester Zadok nahm das Olhorn aus der Hütte und salbete Saiomo. Und sie bliesen mit der Posaune, und alles Volk sprach: Gluck dem Konige Saiomo! Und alles Volk zog ihm nach herauf, und das Volk pfiff mit Pfeifen und war sehr frohlich, daß die Erde von ihrem Geschrei erscholl. Und Adonia horete es, und alle, die er geladen hatte, die bei ihm waren; und sie hatten schon gegessen. Und da Joab der Posaunen Schall horete, sprach er: Was will das Geschrei und Getummel der Stadt? Da er aber noch redete, siehe, da kam Jonathan, der Sohn Abjathars, des Priesters. Und Adonia sprach: Komm herein, denn du bist ein redlicher Mann und bringest gute Botschaft. Jonathan antwortete und sprach zu Adonia: Ja, unser Herr, der Konig David, hat Saiomo zum Konige gemacht; und hat mit ihm gesandt den Priester Zadok und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas, und Krethi und Plethi; und sie haben ihn auf des Konigs Maul gesetzt. Und Zadok, der Priester, samt dem Propheten Nathan hat ihn gesalbet zum Konige zu Gihon, und sind von dannen heraufgezogen mit Freuden, dad die Stadt tummelt. Das ist das Geschrei, das ihr gehoret habt. Dazu sitzt Saiomo auf dem koniglichen Stuhl. Und die Knechte des Konigs sind hineingegangen, zu segnen unsern Herrn, den Konig David, und haben gesagt: Dein Gott mache Saiomo einen bessern Namen, denn dein Name ist, und mache seinen Stuhl grader denn deinen Stuhl! Und der Konig hat angebetet auf dem Lager. Auch hat der Konig also gesagt: Gelobet sei der HERR, der Gott Israels, der heute hat lassen einen sitzen auf meinem Stuhl, dad meine Augen gesehen haben! Da erschraken und machten sich auf alle, die bei Adonia geladen waren, und gingen hin, ein jeglicher seinen Weg. Aber Adonia fürchtete sich vor Salomo; und machte sich auf, ging hin und fassete die Horner des Altars. Und es ward Salomo angesagt: Siehe, Adonia furchtet den Konig Salomo; und siehe, er fasset die Horner des Altars und spricht: Der Konig Salomo schwore mir heute, daß er seinen Knecht nicht tote mit dem Schwert! Salomo sprach: Wird er redlich sein, soil kein Haar von ihm auf die Erde fallen; wird aber Boses an ihm funden, so soli er sterben. Und der Konig Salomo sandte hin und lieli ihn herab vom Altar holen. Und da er kam, betete er den Konig Salomo an. Salomo aber sprach zu ihm: Gehe in dein Haus!

Second Reading

Philippians 3

Weiter, liebe Bruder, freuet euch in dem Herrn! Daft ich euch immer einerlei schreibe, verdrieftt mich nicht und macht euch desto gewisser. Sehet auf die Hunde, sehet auf die bosen Arbeiter, sehet auf die Zerschneidung! Denn wir sind die Beschneidung; die wir Gott im Geist dienen und ruhmen uns von Christo Jesu und verlassen uns nicht auf Fleisch. Wiewohl ich auch habe, daß ich mich Fleisches ruhmen mochte. So ein anderer sich dünken lasset, er moge sich Fleisches ruhmen, ich viel mehr, der ich am achten Tage beschnitten bin, einer aus dem Volk von Israel, des Geschlechts Benjamin, ein Ebraer aus den Ebraern und nach dem Gesetz ein Pharisaer, nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit im Gesetz gewesen unstraflich. Aber was mir Gewinn war, das habe ich urn Christi willen fur Schaden geachtet. Denn ich achte es alles fur Schaden gegen die überschwengliche Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, urn welches willen ich alles habe fur Schaden gerechnet und achte es fur Dreck, auf daß ich Christum gewinne und in ihm erfunden werde, daß ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christum kommt, namlich die Gerechtigkeit, die von Gott dem Glauben zugerechnet wird, zu erkennen ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, daß ich seinem Tode ahnlich werde, damit ich entgegenkomme zur Auferstehung der Toten. Nicht daß ich's schon ergriffen habe oderschon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's auch ergreifen mochte, nachdem ich von Christo Jesu ergriffen bin. Meine Bruder, ich schatze mich selbst noch nicht, daß ich's ergriffen habe. Eines aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich zu dem, das da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, nach dem Kleinod, welches vorhalt die himmlische Berufung Gottes in Christo Jesu. Wieviel nun unser vollkommen sind, die lasset uns also gesinnet sein. Und sollt ihr sonst etwas halten, das lasset euch Gott offenbaren, doch so feme, daß wir nach einer Regel, darein wir kommen sind, wandeln und gleichgesinnet seien. Folget mir, liebe Bruder, und sehet auf die, die also wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde. Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ich auch mit Weinen: Die Feinde des Kreuzes Christi; welcher Ende ist die Verdammnis, welchen der Bauch ihr Gott ist, und ihre Ehre zuschanden wird, derer, die irdisch gesinnet sind. Unser Wandel aber ist im Himmel von dannen wir auch warten des Heilandes Jesu Christi, des Herrn, welcher unsern nichtigen Leib verklaren wird, daß er ahnlich werde seinem verklarten Leibe, nach der Wirkung, damit er kann auch alle Dinge ihm untertanig machen.]

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I John 4

Ihr Lieben, glaubet nicht einem jeglichen Geist, sondern prufet die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viel falsche Propheten ausgegangen in die Welt. Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeglicher Geist, der da bekennet, daß Jesus Christus ist in das Fleisch kommen, der ist von Gott; und ein jeglicher Geist, der da nicht bekennet, daß Jesus Christus ist in das Fleisch kommen, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Widerchrists, von welchem ihr habt gehoret, daß er kommen werde, und ist jetzt schon in der Welt. Kindlein, ihrseid von Gott und habtjene überwunden; denn der in euch ist, ist grolier, denn der in der Welt ist. Sie sind von der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt horet sie. Wir sind von Gott, und wer Gott erkennet, der horet uns; welcher nicht von Gott ist, der horet uns nicht. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums. Ihr Lieben, lasset uns untereinander liebhaben; denn die Liebe ist von Gott; und wer liebhat, der ist von Gott geboren und kennet Gott. Wer nicht liebhat, der kennet Gott nicht; denn Gott ist die Liebe: Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, daß Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, daß wir durch ihn leben sollen. Darinnen stehet die Liebe, nicht daß wir Gott geliebet haben, sondern dad er uns geliebet hat und gesandt seinen Sohn zur Versohnung fur unsere Sünden. Ihr Lieben, hat uns Gottalso geliebet, sosollen wir uns auch untereinander lieben. Niemand hatßottjemals gesehen. So wir uns untereinander lieben, so bleibet Gott in uns, und seine Liebe ist vollig in uns. Daran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns, dad er uns von seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und zeugen, dad der Vater den Sohn gesandt hat zum Heiland der Welt. Welcher nun bekennet, dad Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibet Gott und er in Gott. Und wir haben erkannt und geglaubet die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott und Gott in ihm. Daran ist die Liebe vollig bei uns, auf dad wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleichwie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollige Liebe treibet die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber furchtet, der ist nicht vollig in der Liebe. Lasset uns ihn lieben; denn er hat uns erst geliebet. So jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasset seinen Bruder, der ist ein Lugner; denn wer seinen Bruder nicht liebet, den er siehet, wie kann er Gott lieben, den er nicht siehet? Und dies Gebot haben wir von ihm, dad, wer Gott liebet, dad der auch seinen Bruder liebe.

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1 Timothy 2:1-8

So ermahne ich nun, daß man vor alien Dingen zuerst tue Bitte, Gebet, Furbitte und Danksagung fur alle Menschen, fur die Konige und fur alle Obrigkeit, auf daß wir ein ruhig und stilles Leben fuhren mogen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Denn solches ist gut, dazu auch angenehm vor Gott, unserm Heilande, welcher will, daß alien Menschen geholfen werde, und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, namlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat fur alle zur Erlosung, daß solches zu seiner Zeit geprediget würde; dazu ich gesetzt bin ein Prediger und Apostel (ich sage die Wahrheit in Christo und luge nicht), ein Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit. So will ich nun, daß die Manner beten an alien Orten und aufheben heilige Hande, ohne Zorn und Zweifel.

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2 Peter 3:1-10

Dies ist die andere Epistel, die ich euch schreibe, ihr Lieben, in welcher ich erwecke und erinnere euren lautem Sinn, daß ihr gedenket an die Worte, die euch zuvor gesagt sind von den heiligen Propheten, und an unser Gebot, die wir sind Apostel des Herrn und Heilandes. Und wisset das aufs erste, daß in den letzten Tagen kommen werden Spotter, die nach ihren eigenen Lusten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Zukunft? Denn nachdem die Vater entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Kreatur gewesen ist. Aber mutwillens wollen sie nicht wissen, daß der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde aus Wasser und im Wasser bestanden durch Gottes Wort. Dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieselbigen mit der Sintflut verderbet. Also auch der Himmel jetzt und die Erde werden durch sein Wort gesparet, daß sie zum Feuer behalten werden am Tage des Gerichts und Verdammnis der gottlosen Menschen. Eines aber sei euch unverhalten, ihr Lieben, daß ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche fur einen Verzug achten, sondern er hat Geduld mit uns und will nicht, daß jemand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße kehre. Es wird aber des Herrn Tag kommen als ein Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen, die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die drinnen sind, werden verbrennen.

Gospel

Matthew 7

Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit welcherlei Gerichte ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welcherlei Mall ihr messet, wird euch gemessen werden. Was siehest du aber den Splitter in deines Bruders Auge und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge? Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen! und siehe, ein Balken ist in deinem Auge? Du Heuchler, zieh am ersten den Balken aus deinem Auge; danach besiehe, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest! Ihr sollt das Heiligtum nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Saue werfen, auf daß sie dieselbigen nicht zertreten mit ihren Fülien und sich wenden und euch zerreifien. Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfangt, und wer da suchet, der findet, und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Welcher ist unter euch Menschen, so ihn sein Sohn bittet urns Brot, der ihm einen Stein biete? Oder so er ihn bittet urn einen Fisch, der ihm eine Schlange biete? So denn ihr, die ihr doch arg seid, konnt dennoch euren Kindern gute Gaben geben, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten! Alles nun, was ihr wollet, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen; das ist das Gesetz und die Propheten. Gehet ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abfuhret; und ihrersind viel, die daraufwandeln. Und die Pforte ist enge, und der Weg istschmal, der zum Leben führet; und wenig ist ihrer, die ihn finden. Sehet euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wolfe. An ihren Fruchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen Oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringet gute Fruchte; aber ein fauler Baum bringet arge Fruchte. Ein guter Baum kann nicht arge Fruchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Fruchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Fruchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum an ihren Fruchten sollt ihrsie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissaget, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, haben wir nicht in deinem Namen viel Taten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Ubeltater! Darum wer diese meine Rede horet und tut sie, den vergleiche ich einem klugen Mann, der sein Haus auf einen Felsen bauete. Da nun ein Platzregen fiel, und ein Gewasser kam, und weheten die Winde und stielien an das Haus, fiel es doch nicht; denn es war auf einen Felsen gegrundet. Und wer diese meine Rede horet und tut sie nicht, der ist einem torichten Mann gleich, der sein Haus auf den Sand bauete. Da nun ein Platzregen fiel, und kam ein Gewasser, und weheten die Winde und stiefien an das Haus, da fiel es und tat einen grolien Fall. Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, entsetzte sich das Volk uber seine Lehre. Denn er predigte gewaltig und nicht wie die Schriftgelehrten.

Evening Prayer — Second Lesson

1 John 3

Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget, daß wir Gottes Kinder sollen heilien! Darum kennet euch die Welt nicht, denn sie kennet ihn nicht. Meine Lieben, wirsind nun Gottes Kinder, und ist noch nicht erschienen, was wir sein werden. Wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, daß wir ihm gleich sein werden; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und ein jeglicher, der solche Hoffnung hat zu ihm, der reiniget sich, gleichwie er auch rein ist. Wer Sunde tut, der tut auch Unrecht; und die Sünde ist das Unrecht. Und ihr wisset, daß er ist erschienen, auf daß er unsere Sunden wegnehme; und ist keine Sünde in ihm. Wer in ihm bleibet, der sundiget nicht; wer da sundiget, der hat ihn nicht gesehen noch erkannt. Kindlein, lasset euch niemand verfuhren! Wer recht tut, der ist gerecht, gleichwie er gerecht ist. Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sundiget von Anfang. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstore. Wer aus Gott geboren ist, der tut nicht Sunde; denn sein Same bleibet bei ihm, und kann nicht sündigen; denn er ist von Gott geboren. Daran wird's offenbar, welche die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels sind. Wer nicht recht tut, der ist nicht von Gott, und wer nicht seinen Bruder liebhat. Denn das ist die Botschaft, die ihr gehoret habt von Anfang, daß wir uns untereinander lieben sollen. Nicht wie Kain, der von dem Argen war und erwurgete seinen Bruder. Und warum erwurgete er ihn? Dali seine Werke bose waren und seines Binders gerecht. Verwundert euch nicht, meine Bruder, ob euch die Welt hasset! Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben kommen sind; denn wir lieben die Bruder. Wer den Bruder nicht liebet, der bleibet im Tode. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Totschlager; und ihrwisset, daß ein Totschlager nicht hat das ewige Leben bei ihm bleibend. Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er sein Leben fur uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben fur die Bruder lassen. Wenn aber jemand dieser Welt Guter hat und siehet seinen Bruder darben und schlielit sein Herz vor ihm zu: wie bleibet die Liebe Gottes bei ihm? Meine Kindlein, lasset uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. Daran erkennen wir, daß wir aus der Wahrheit sind, und konnen unser Herz vor ihm stillen, dati, so uns unser Herz verdammt, daß Gott grolier ist denn unser Herz und erkennet alle Dinge. Ihr Lieben, so uns unser Herz nicht verdammt, so haben wir eine Freudigkeit zu Gott; und was wir bitten, werden wir von ihm nehmen; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm gefallig ist. Und das ist sein Gebot, daß wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesu Christi und lieben uns untereinander, wie er uns ein Gebot gegeben hat. Und wer seine Gebote halt, der bleibet in ihm und er in ihm. Und daran erkennen wir, daß er in uns bleibet: an dem Geist, den er uns gegeben hat.

Gospel

Luke 4:31-44

Und kam gen Kapernaum, in die Stadt Galilaas, und iehrete sie an den Sabbaten. Und sie verwunderten sich seiner Lehre; denn seine Rede war gewaltig. Und es war ein Mensch in der Schule, besessen mit einem unsaubern Teufel. Und der schrie laut und sprach: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Du bist kommen, uns zu verderben. Ich weili, wer du bist, namlich der Heilige Gottes. Und Jesus bedrauete ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und der Teufel warf ihn mitten unter sie und fuhr von ihm aus und tat ihm keinen Schaden. Und es kam eine Furcht uber sie alle, und redeten miteinander und sprachen: Was ist das fur ein Ding? Er gebeut mit Macht und Gewalt den unsaubern Geistern, und sie fahren aus. Und es erscholl sein Geschrei in alle Orter des umliegenden Landes. Und er stund auf aus der Schule und kam in Simons Haus. Und Simons Schwieger war mit einem harten Fieber behaftet; und sie baten ihn fur sie. Und er trat zu ihr und gebot dem Fieber, und es verließ sie. Und bald stund sie auf und dienete ihnen. Und da die Sonne untergegangen war, alle die, so Kranke hatten mit mancherlei Seuchen, brachten sie zu ihm. Und er legte auf einen jeglichen die Hande und machte sie gesund. Es fuhren auch die Teufel aus von vielen, schrieen und sprachen: Du bist Christus, der Sohn Gottes. Und er bedrauete sie und ließ sie nicht reden; denn sie wußten, daß er Christus war. Da es aber Tag ward, ging er hinaus an eine wüste Statte; und das Volk suchte ihn, und kamen zu ihm und hielten ihn auf, daß er nicht von ihnen ginge. Er aber sprach. zu ihnen: Ich muß auch andern Stadten das Evangelium predigen vom Reich Gottes; denn dazu bin ich gesandt. Und er predigte in den Schulen Galilaas.

Gospel

John 4:25-38

Spricht das Weib zu ihm: Ich weili, daü der Messias kommt, der da Christus heilit. Wenn derselbige kommen wird, so wird er's uns alles verkundigen. Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet. Und fiber dem kamen seine Junger, und es nahm sie wunder, dafi er mit dem Weibe redete? Doch sprach niemand: Was fragest du? Oder: Was redest du mit ihr? Da lieli, das Weib ihren Krug stehen und ging hin in die Stadt und spricht zu den Leuten: Kommet, sehet einen Menschen, der mir gesagt hat ailes, was ich getan habe, ob er nicht Christus sei. Da gingen sie aus der Stadt und kamen zu ihm. Indes aber ermahneten ihn die Junger und sprachen: Rabbi, ili! Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, davon wisset ihr nicht. Da sprachen die Junger untereinander: Hat ihm jemand zu essen gebracht? Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, daß ich tue den Willen des, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk. Saget ihr nicht selber: Es sind noch vier Monden, so kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: Hebet eure Augen auf und sehet in das Feld; denn es ist schon weili zur Ernte; und wer da schneidet, der empfanget Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, auf daß sich miteinander freuen, der da saet und der da schneidet. Denn hier ist der Spruch wahr: Dieser saet, der andere schneidet. Ich habe euch gesandt zu schneiden, das ihr nicht habt gearbeitet; andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit kommen.

Gospel

Matthew 12

Zu der Zeit ging Jesus durch die Saat am Sabbat; und seine Jünger waren hungrig, fingen an, Ahren auszuraufen, und alien. Da das die Pharisaer sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was sich nicht ziemt, am Sabbat zu tun. Er aber sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, da ihn und die mit ihm waren, hungerte, wie er in das Gotteshaus ging und aft die Schaubrote, die ihm doch nicht ziemten zu essen, noch denen, die mit ihm waren, sondern allein den Priestern? Oder habt ihr nicht gelesen im Gesetz, wie die Priester am Sabbat im Tempel den Sabbat brechen und sind doch ohne Schuld? Ich sage aber euch, daß hier der ist, der auch grafter ist denn der Tempel. Wenn ihr aber wüfttet, was das sei: Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer, hattet ihr die Unschuldigen nicht verdammt. Des Menschen Sohn ist ein Herr auch uber den Sabbat. Und er ging von dannen fürbaft und kam in ihre Schule. Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrete Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist's auch recht am Sabbat heilen? auf dati sie eine Sache wider ihn flatten. Aber er sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, so er ein Schaf hat, das ihm am Sabbat in eine Grube fallt, der es nicht ergreife und aufhebe? Wieviel besser ist nun ein Mensch denn ein Schaf! Darum mag man wohl am Sabbat Gutes tun. Da sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und sie ward ihm wieder gesund gleichwie die andere. Da gingen die Pharisaer hinaus und hielten einen Rat uber ihn, wie sie ihn umbrachten. Aber da Jesus das erfuhr, wich er von dannen. Und ihm folgte viel Volks nach, und er heilete sie alle. und bedrauete sie, dafi sie ihn nicht meldeten, auf dati erfullet wurde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: Siehe, das ist mein Knecht, den ich erwahlet habe, und mein Liebster, an dem meine Seele Wohlgefallen hat; ich will meinen Geist auf ihn legen, und er soil den Heiden das Gericht verkündigen. Erwird nicht zanken noch schreien, und man wird sein Geschrei nicht horen auf den Gassen. Das zerstoftene Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht ausloschen, bis daß er ausfuhre das Gericht zum Sieg. Und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen. Da ward ein Besessener zu ihm gebracht, der war blind und stumm; und er heilete ihn also, daß der Blinde und Stumme beides, redete und sah. Und alles Volk entsetzte sich und sprach: Ist dieser nicht Davids Sohn? Aber die Pharisaer, da sie es horeten, sprachen sie: Er treibet die Teufel nicht anders aus als durch Beelzebub, der Teufel Obersten. Jesus vernahm aber ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, so es mit sich selbst uneins wird, das wird wuste, und eine jegliche Stadt Oder Haus, so es mit sich selbst uneins wird, mag's nicht bestehen. So denn ein Satan den andern austreibt, so muft er mit sich selbst uneins sein; wie mag denn sein Reich bestehen? So ich aber die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein. So ich aber die Teufel durch den Geist Gottes austreibe, so ist je das Reich Gottes zu euch kommen. Oder wie kann jemand in eines Starken Haus gehen und ihm seinen Hausrat rauben, es sei denn, daß er zuvor den Starken binde und alsdann ihm sein Haus beraube? Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreuet. Darum sage ich euch: Alle Sunde und Lasterung wird den Menschen vergeben, aber die Lasterung wider den Geist wird den Menschen nicht vergeben. Und wer etwas redet wider des Menschen Sohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet wider den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt. Setzet entweder einen guten Baum, so wird die Frucht gut; Oder setzet einen faulen Baum, so wird die Frucht faul; denn an der Frucht erkennet man den Baum. Ihr Otterngezuchte, wie konnet ihr Gutes reden, dieweil ihr bose seid? Wes das Herz voll ist, des gehet der Mund uber. Ein guter Mensch bringet Gutes hervor aus seinem guten Schatz des Herzens, und ein boser Mensch bringet Boses hervor aus seinem bosen Schatz. Ich sage euch aber, daß die Menschen müssen Rechenschaft geben am Jungsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben. Aus deinen Worten wirst du gerechtfertiget werden und aus deinen Worten wirst du verdammt werden. Da antworteten etliche unter den Schriftgelehrten und Pharisaern und sprachen: Meister, wirwollten gerne ein Zeichen von dirsehen. Und er antwortete und sprach zu ihnen: Die bose und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen, und es wird ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona. Denn gleichwie Jona wardrei Tage und drei Nachte in des Walfisches Bauch, also wird des Menschen Sohn drei Tage und drei Nachte mitten in der Erde sein. Die Leute von Ninive werden auftreten am Jungsten Gerichte mit diesem Geschlechte und werden es verdammen; denn sie taten Bufte nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr denn Jona. Die Konigin von Mittag wird auftreten am Jungsten Gerichte mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, Salomos Weisheit zu horen. Und siehe, hier ist mehr denn Salomo. Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandelt er dürre Statten, suchet Ruhe und findet sie nicht. Dasprichterdenn: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's müftig, gekehret und geschmuckt. So gehet er hin und nimmt zu sich sieben andere Geister, die arger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie allda, und wird mit demselben Menschen hernach arger, denn es vorhin war. Also wird's auch diesem argen Geschlecht gehen. Da er noch also zu dem Volk redete, siehe, da stunden seine Mutter und seine Brüder drauften, die wollten mit ihm reden. Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen drauften und wollen mit dir reden. Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Und reckte die Hand aus uber seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder. Denn wer den Wilien tut meines Vaters im Himmel, derselbige ist mein Bruder, Schwester und Mutter.

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