Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Acts 7:54-60

Da sie solches horeten, ging's ihnen durchs Herz, und bissen die Zahne zusammen über ihn. Als er aber voll Heiligen Geistes war, sah er auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel often und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen. Sie schrieen aber laut und hielten ihre Ohren zu und sturmeten einmutiglich zu ihm ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Fußen eines Junglings, der hieß Saulus. Und steinigten Stephanus, der anrief und sprach: Herr Jesu, nimm meinen Geist auf! Er knieete aber nieder und schrie laut: Herr, behalt ihnen diese Sunde nicht! Und als er das gesagt, entschlief er.

First Reading

Isaiah 4

daß sieben Weiber werden zu der Zeit einen Mann ergreifen und sprechen: Wir wollen uns selbst nahren und kleiden; lali uns nur nach deinem Namen heifien, dafi unsere Schmach von uns genommen werde. In der Zeit wird des HERRN Zweig lieb und wert sein und die Frucht der Erde herrlich und schon bei denen, die behalten werden in Israel. Und wer da wird übrig sein zu Zion und uber bleiben zu Jerusalem, der wird heilig heilien, ein jeglicher, der geschrieben ist unter die Lebendigen zu Jerusalem. Dann wird der HERR den Unflat der Tochter Zions waschen und die Blutschulden Jerusalems vertreiben von ihr durch den Geist, der richten und ein Feuer anzunden wird. Und der HERR wird schaffen uber alle Wohnung des Berges Zion, und wo sie versammelt ist, Wolken und Rauch des Tages und Feuerglanz, der da brenne des Nachts. Denn es wird ein Schirm sein uber alles, was herrlich ist; und wird eine Hutte sein zum Schatten des Tages vor der Hitze und eine Zuflucht und Verbergung vor dem Wetter und Regen.

First Reading

2 Samuel 12:16-25

Und David ersuchte Gott um das Knablein und fastete; und ging hinein und lag uber Nacht auf der Erde. Da stunden auf die Altesten seines Hauses und wollten ihn aufrichten von der Erde; erwollte aber nicht und ali auch nicht mit ihnen. Am siebenten Tage aberstarb das Kind. Und die Knechte Davids furchteten sich, ihm anzusagen, daß das Kind tot ware. Denn sie gedachten: Siehe, da das Kind noch lebendig war, redeten wir mit ihm, und er gehorchte unserer Stimme nicht; wie viel mehr wird es ihm wehe tun, so wir sagen: Das Kind ist tot. Da aber David sah, dafi seine Knechte leise redeten, und merkte, daß das Kind tot ware, sprach er zu seinen Knechten: Ist das Kind tot? Sie sprachen: Ja. Da stund David auf von der Erde und wusch sich und salbete sich und tat andere Kleider an; und ging in das Haus des HERRN und betete an. Und da er wieder heimkam, hieli er ihm Brot auftraqen und ali. Da sprachen seine Knechte zu ihm: Was ist das fur ein Ding, das du tust? Da das Kind lebte, fastetest du und weinetest; nun es aber gestorben ist, stehest du auf und issest? Er sprach: Um das Kind fastete ich und weinete, da es lebte; denn ich gedachte: Werweili, ob mir der HERR gnadig wird, daß das Kind lebendig bleibe. Nun es aber tot ist, was soil ich fasten? Kann ich es auch wiederum holen? Ich werde wohl zu ihm fahren, es kommt aber nicht wieder zu mir. Und da David sein Weib Bathseba getrostet hatte, ging er zu ihr hinein und schlief bei ihr. Und sie gebar einen Sohn, den hieli er Salomo. Und der HERR liebte ihn. Und er tat ihn unter die Hand Nathans, des Propheten; der hieli ihn Jedidja um des HERRN willen.

Morning Prayer — First Lesson

1 Kings 20

Und Benhadad, der Konig zu Syrien, versammelte alle seine Macht, und waren zweiunddreiftig Konige mit ihm, und Roft und Wagen; und zog herauf und belagerte Samaria und stritt wider sie. Und sandte Boten zu Ahab, dem Konige Israels, in die Stadt. Und lieft ihm sagen: So spricht Benhadad: Dein Silber und dein Gold ist mein, und deine Weiber und deine besten Kinder sind auch mein. Der Konig Israels antwortete und sprach: Mein Herr Konig, wie du geredet hast; ich bin dein und alles, was ich habe. Und die Boten kamen wieder und sprachen: So spricht Benhadad: Weil ich zu dir gesandt habe und lassen sagen: Dein Silber und dein Gold, deine Weiber und deine Kinder sollst du mir geben, so will ich morgen urn diese Zeit meine Knechte zu dir senden, dafi sie dein Haus und deiner Untertanen Hauser besuchen; und was dir lieblich ist, sollen sie in ihre Hande nehmen und wegtragen. Da rief der Konig Israels alien Altesten des Landes und sprach: Merket und sehet, wie bose er's vornimmt! Er hat zu mir gesandt urn meine Weiber und Kinder, Silber und Gold, und ich habe ihm des nicht gewehret. Da sprachen zu ihm alle Alten und alles Volk: Du sollst nicht gehorchen noch bewilligen. Und er sprach zu den Boten Benhadad: Saget meinem Herrn, dem Konige: Alles, was du am ersten deinem Knecht entboten hast, will ich tun; aber dies kann ich nicht tun. Und die Boten gingen hin und sagten solches wieder. Da sandte Benhadad zu ihm und lieft ihm sagen: Die Gotter tun mir dies und das, wo der Staub Samarias genug sein soil, daß alles Volk unter mir eine Handvoll davon bringe. Aber der Konig Israels antwortete und sprach: Saget: Der den Harnisch anlegt, soil sich nicht rühmen, als der ihn hat abgelegt. Da das Benhadad horete und ereben trank mit den Konigen in den Gezelten, sprach er zu seinen Knechten: Schicket euch! Und sie schickten sich wider die Stadt. Und siehe, ein Prophet trat zu Ahab, dem Konige Israels, und sprach: So spricht der HERR: Du hast je gesehen all diesen grofien Haufen. Siehe, ich will ihn heute in deine Hand geben, daß du wissen sollst, ich sei der HERR. Ahab sprach: Durch wen? Er sprach: So spricht der HERR: Durch die Knaben der Landvogte. Er sprach: Wer soil den Streit anspannen? Er sprach: Du. Da zahlete er die Knaben der Landvogte, und ihrer waren zweihundert und zweiunddreiftig. Und zahlete nach ihnen das ganze Volk aller Kinder Israel: siebentausend Mann. Und zogen aus im Mittage. Benhadad aber trank und war trunken im Gezelt samt den zweiunddreiftig Konigen, die ihm zu Hilfe kommen waren. Und die Knaben der Landvogte zogen am ersten aus. Benhadad aber sandte aus, und die sagten ihm an und sprachen: Es ziehen Manner aus Samaria. Er sprach: Greifetsie lebendig, sie seien urn Friede Oder urn Streits willen ausgezogen. Da aber die Knaben der Landvogte waren ausgezogen und das Heer ihnen nach, schlug ein jeglicher, wer ihm vorkam. Und die Syrerflohen, und Israel jagte ihnen nach. Und Benhadad, der Konig zu Syrien, entrann mit Rossen und Reitern. Und der Konig Israels zog aus und schlug Roft und Wagen, daß er an den Syrern eine grofte Schlacht tat. Da trat ein Prophet zum Konige Israels und sprach zu ihm: Gehe hin und starke dich; und merke und siehe, was du tust! Denn der Konig zu Syrien wird wider dich heraufziehen, wenn das Jahr urn ist. Denn die Knechte des Konigs zu Syrien sprachen zu ihm: Ihre Gotter sind Berggotter; darum haben sie uns angewonnen. O daß wir mit ihnen auf der Ebene streiten muftten! Was gilt's, wir wollten ihnen angewinnen? Tu ihm also: Tu die Konige weg, einen jeglichen von seinem Ort, und stelle Herren an ihre Statte. Und ordne dir ein Heer, wie das Heer war, das du verloren hast, und Roft und Wagen, wie jene waren, und laft uns wider sie streiten auf der Ebene. Was gilt's wirwollen ihnen obliegen? Er gehorchte ihrer Stimme und tat also. Als nun das Jahr urn war, ordnete Benhadad die Syrer und zog herauf gen Aphek, wider Israel zu streiten. Und die Kinder Israel ordneten sich auch und versorgeten sich; und zogen hin ihnen entgegen und lagerten sich gegen sie wie zwo kleine Herden Ziegen. Der Syrer aber war das Land voll. Und es trat ein Mann Gottes herzu und sprach zum Konige Israels: So spricht der HERR: Darum, daß die Syrer haben gesagt, der HERR sei ein Gott der Berge und nicht ein Gott der Grunde, so habe ich all diesen groften Haufen in deine Hand gegeben, daß ihr wisset, ich sei der HERR. Und sie lagerten sich stracks gegen jene, sieben Tage. Am siebenten Tage zogen sie zuhauf in Streit; und die Kinder Israel schlugen der Syrer hunderttausend Fuftvolks auf einen Tag. Und die ubrigen flohen gen Aphek in die Stadt; und die Mauer fiel auf die ubrigen siebenundzwanzigtausend Mann. Und Benhadad floh auch in die Stadt, von einer Kammer in die andere. Da sprachen seine Knechte zu ihm: Siehe, wir haben gehoret, daß die Konige des Hauses Israel barmherzige Konige sind; so laftt uns Sacke urn unsere Lenden tun und Stricke urn unsere Haupter und zum Konige Israels hinausgehen; vielleicht laftt er deine Seele leben. Und sie gurteten Sacke urn ihre Lenden und Stricke um ihre Haupter und kamen zum Konige Israels und sprachen: Benhadad, dein Knecht, laftt dir sagen: Lieber, laft meine Seele leben! Erabersprach: Lebt er noch, so ist er mein Bruder. Und die Manner nahmen eilend das Wort von ihm und deuteten es fur sich und sprachen: Ja, dein Bruder Benhadad. Er sprach: Kommt und bringet ihn! Da ging Benhadad zu ihm heraus. Und lieft ihn auf den Wagen sitzen und sprach zu ihm: Die Stadte, die mein Vater deinem Vater genommen hat, will ich dirwiedergeben; und mache dir Gassen zu Damaskus, wie mein Vater zu Samaria getan hat, so will ich miteinem Bunde dich lassen. Und er machte mit ihm einen Bund und liefi ihn ziehen. Da sprach ein Mann unter den Kindern der Propheten zu seinem Nachsten durch das Wort des HERRN: Lieber, schlage mich! Er aber weigerte sich, ihn zu schlagen. Da sprach er zu ihm: Darum, daß du der Stimme des HERRN nicht hast gehorchet, siehe, so wird dich ein Lowe schlagen, wenn du von mir gehest. Und da er von ihm abging, fand ihn ein Lowe und schlug ihn. Und erfand einen andern Mann und sprach: Lieber, schlage mich! Und der Mann schlug ihn wund. Da ging der Prophet hin und trat zum Konige an den Weg und verstellete sein Angesicht mit Asche. Und da der Konig voruberzog, schrie er den Konig an und sprach: Dein Knecht war ausgezogen mitten im Streit. Und siehe, ein Mann war gewichen und brachte einen Mann zu mir und sprach: Verwahre diesen Mann; wo man sein wird missen, so soil deine Seele anstatt seiner Seele sein, Oder sollst einen Zentner Silbers darwagen. Und da dein Knecht hie und da zu tun hatte, war der nicht mehr da. Der Konig Israels sprach zu ihm: Das ist dein Urteil, du hast es selbst gefallet. Da tat er eilend die Asche von seinem Angesicht; und der Konig Israels kannte ihn, daß er der Propheten einer war. Und er sprach zu ihm: So spricht der HERR: Darum, dafi du hast den verbannten Mann von dir gelassen, wird deine Seele fur seine Seele sein und dein Volk fur sein Volk. Aber der Konig Israels zog hin Unmuts und zornig in sein Haus und kam gen Samaria.

Epistle

James 1:17-21

Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veranderung noch Wechsel des Lichts und Finsternis. Er hat uns gezeuget nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir waren Erstlinge seiner Kreaturen. Darum, liebe Bruder, ein jeglicher Mensch sei schnell zu horen, langsam aberzu reden und langsam zum Zorn; denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmet das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzet ist, welches kann eure Seelen selig machen.

First Reading

Exodus 25

Und der HERR redete mit Mose und sprach: Sage den Kindern Israel, dafi sie mirein Hebopfer geben; und nehmet dasselbe von jedermann, der es williglich gibt. Das ist aber das Hebopfer, das ihr von ihnen nehmen sollt: Gold, Silber, Erz, gelbe Seide, Scharlaken, Rosinrot, weifie Seide, Ziegenhaar, rotliche Widderfelle, Dachsfelle, Fohrenholz, 01 zur Lampe, Spezerei zur Salbe und gutem Rauchwerk, Onyxsteine und eingefafite Steine zum Leibrock und zum Schildlein. Und sie sollen mirein Heiligtum machen, dafi ich unter ihnen wohne. Wie ich direin Vorbild der Wohnung und alles seines Gerats zeigen werde, so sollt ihr's machen. Machet eine Lade von Fohrenholz. Dritthalb Ellen soil die Lange sein, anderthalb Ellen die Breite und anderthalb Ellen die Hohe. Und sollst sie mit feinem Golde uberziehen, inwendig und auswendig; und mache einen guldenen Kranz oben umher. Und geufi vier guldene Rinken und mache sie an ihre vier Ecken, also daß zween Rinken seien auf einer Seite und zween auf der andern Seite. Und mache Stangen von Fohrenholz und uberzeuch sie mit Golde. Und stecke sie in die Rinken an der Lade Seiten, daß man sie dabei trage; und sollen in den Rinken bleiben und nicht herausgetan werden. Und sollt in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde. Du sollst auch einen Gnadenstuhl machen von feinem Golde; dritthalb Ellen soli seine Lange sein und anderthalb Ellen seine Breite. Und sollst zween Cherubim machen von dichtem Golde, zu beiden Enden des Gnadenstuhls, daß ein Cherub sei an diesem Ende, der andere an dem andern Ende, und also zween Cherubim seien an des Gnadenstuhls Enden. Und die Cherubim sollen Flügel ausbreiten, oben uberher, daß sie mit ihren Flugeln den Gnadenstuhl bedecken, und eines jeglichen Antlitz gegen dem andern stehe; und ihre Antlitze sollen auf den Gnadenstuhl sehen. Und sollt den Gnadenstuhl oben auf die Lade tun und in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde. Von dem Ort will ich dir zeugen und mit dir reden, namlich von dem Gnadenstuhl zwischen den zween Cherubim, der auf der Lade des Zeugnisses ist, alles, was ich dir gebieten will an die Kinder Israel. Du sollst auch einen Tisch machen von Fbhrenholz; zwo Ellen soil seine Lange sein und eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Hohe. Und sollst ihn uberziehen mit feinem Golde und einen guldenen Kranz umher machen und eine Leiste umher, einer Hand breit hoch, und einen guldenen Kranz urn die Leiste her. Und sollst vier guldene Ringe dran machen an die vier Orte an seinen vier Fulien. Hart unter der Leiste sollen die Ringe sein, dafi man Stangen drein tue und den Tisch trage; Und sollst die Stangen von Fbhrenholz machen und sie mit Golde uberziehen, daß der Tisch damit getragen werde. Du sollst auch seine Schüsseln, Becher, Kannen, Schalen aus feinem Golde machen, damit man aus- und einschenke. Und sollst auf den Tisch allezeit Schaubrote legen vor mir. Du sollst auch einen Leuchter von feinem dichten Golde machen; daran soil der Schaft mit Rohren, Schalen, Knaufen und Blumen sein. Sechs Rohren sollen aus dem Leuchter zu den Seiten ausgehen, aus jeglicher Seite drei Rdhren. Eine jegliche Rohre soil drei offene Schalen, Knaufe und Blumen haben; das sollen sein die sechs Rohren aus dem Leuchter. Aber der Schaft am Leuchter soil vier offene Schalen mit Knaufen und Blumen haben und je einen Knauf unter zwo Rohren, welcher sechs aus dem Leuchter gehen. Denn beide ihre Knaufe und Rohren sollen aus ihm gehen, alles ein dicht lauter Gold. Und sollst sieben Lampen machen obenauf, daß sie gegeneinander leuchten, und Lichtschneuzen und Ldschnapfe von feinem Golde. Aus einem Zentner feinen Goldes sollst du das machen mitallem diesem Gerate. Und siehe zu, daß du es machest nach ihrem Bilde, das du auf dem Berge gesehen hast.

Morning Prayer — Second Lesson

Matthew 6

Habt acht auf eure Almosen, daß ihr die nicht gebet vor den Leuten, daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepreiset werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber Almosen gibst, so laft deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, auf daß dein Almosen verborgen, sei; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's vergelten offentlich. Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber betest, so gehe in dein Kammerlein und schliefte die Turzu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's vergelten offentlich. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhoret, wenn sie viel Worte machen. Darum sollt ihr euch ihnen nicht gleichen. Euer Vater weift, was ihr bedurfet, ehe denn ihr ihn bittet. Darum sollt ihr also beten: Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiliget. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. Unser taglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schulden, wie wir unsern Schuldigern vergeben. Und fuhre uns nicht in Versuchung, sondern erlose uns von dem Ubel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Denn so ihr den Menschen ihre Fehle vergebet, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wo ihr aber den Menschen ihre Fehle nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Fehle auch nicht vergeben. Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer sehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihre Angesichte, auf daß sie vor den Leuten scheinen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber fastest, so salbe dein Hauptund wasche dein Angesicht, auf dafi du nicht scheinest vor den Leuten mit deinem Fasten, sondern vordeinem Vater, welcher verborgen ist; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's Vergelten offentlich. Ihr sollt euch nicht Schatze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen, und da die Diebe nach graben und stehlen. Sammelt euch aber Schatze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen, und da die Diebe nicht nach graben noch stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz. Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn dein Auge einfaltig ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. Wenn aber dein Auge ein Schalk ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn aber das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis selber sein! Niemand kann zweien Herren dienen. Entweder er wird einen hassen und den andern lieben, Oder wird einem anhangen und den andern verachten. Ihr konnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht fur euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht fur euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vogel unter dem Himmel an: sie saen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nahret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Lange eine Elle zusetzen moge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr fur die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen! Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist als derselbigen eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird, sollt er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleinglaubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dafi ihr des alles bedurfet. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sorget nicht fur den andern Morgen; denn der morgende Tag wird fur das Seine sorgen. Es ist genug, dafi ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.

Responsorial Psalm

Psalm 50

Ein Psalm Assaphs. Gott der HERR, der Machtige, redet und ruft der Welt von Aufgang der Sonne bis zum Niedergang. Aus Zion bricht an der schone Glanz Gottes. Unser Gott kommt und schweiget nicht. Fressend Feuer gehet vor ihm her und urn ihn her ein groß Wetter. Er ruft Himmel und Erde, daß er sein Volk richte. Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mehr achten denn Opfer. Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkundigen; denn Gott ist Richter. Sela. Hore, mein Volk, laß mich reden, Israel; laß mich unterdirzeugen: Ich, Gott, bin dein Gott. Deines Opfers halben strafe ich dich nicht; sind doch deine Brandopfer sonst immer vor mir. Ich will nicht von deinem Hause Farren nehmen, noch Bocke aus deinen Stallen; denn alle Tiere im Walde sind mein und Vieh auf den Bergen, da sie bei tausend gehen. Ich kenne alles Gevogel auf den Bergen, und allerlei Tier auf dem Felde ist vor mir. Wo mich hungerte, wollt ich dir nicht davon sagen; denn der Erdboden ist mein und alles, was drinnen ist. Meinest du, daß ich Ochsenfleisch essen wolle, Oder Bocksblut trinken? Opfere Gott Dank und bezahle dem Hochsten deine Gelubde! Und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Aber zum Gottlosen spricht Gott: Was verkundigest du meine Rechte und nimmst meinen Bund in deinen Mund, so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich? Wenn du einen Dieb siehest, so laufst du mit ihm und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern. Dein Maul lassestdu Boses reden, und deine Zunge treibet Falschheit. Du sitzest und redest wider deinen Bruder, deiner Mutter Sohn verleumdest du. Das tust du, und ich schweige. Da meinest du, ich werde sein gleich wie du. Aber ich will dich strafen und will dir's unter Augen stellen. Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, daß ich nicht einmal hinreiße, und sei kein Retter mehr da. Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes.

Gospel

John 16:5-14

Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand unter euch fraget mich: Wo qehest du hin? sondern dieweil ich solches zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauerns worden. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der T roster nicht zu euch; so ich abergehe, will ich ihn zu euch senden. Und wenn derselbige kommt, der wird die Welt strafen urn die Sunde und um die Gerechtigkeit und urn das Gericht: um die Sunde, dafi sie nicht glauben an mich; um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe, und ihr mich hinfort nicht sehet; um das Gericht, daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr konnet's jetzt nicht tragen. Wenn aberjener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn erwird nicht von ihm selber reden, sondern was er horen wird, das wird er reden, und was zukunftig ist, wird er euch verkundigen. Derselbige wird mich verklaren; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkundigen.

Responsorial Psalm

Psalm 119

Wohl denen, die ohne Wandel Ieben, die im Gesetz des HERRN wandeln! Wohl denen, die seine Zeugnisse halten, die ihn von ganzem Herzen suchen! Denn welche auf seinen Wegen wandeln, die tun kein Ubels. Du hast geboten, fleifüg zu halten deine Befehle. O daß mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernst hielte! Wenn ich schaue allein auf deine Gebote, so werde ich nicht zuschanden. Ich danke dir von rechtem Herzen, daß du mich lehrest die Rechte deiner Gerechtigkeit. Deine Rechte will ich halten; verlafi mich nimmermehr! Wie wird ein Jungling seinen Weg unstraflich gehen? Wenn er sich halt nach deinen Worten. Ich suchedich von ganzem Herzen; lali mich nicht fehlen deiner Gebote! Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, auf daß ich nicht wider dich sundige. Gelobet seiestdu, HERR! Lehre mich deine Rechte! Ich will mit meinen Lippen erzahlen alle Rechte deines Mundes. Ich freue mich des Weges deiner Zeugnisse als uber allerlei Reichtum. Ich rede, was du befohlen hast, und schaue auf deine Wege. Ich habe Lustzu deinen Rechten und vergesse deine Worte nicht. Tu wohl deinem Knechte, dafi ich lebe und dein Wort halte. Offne mir die Augen, daß ich sehe die Wunder an deinem Gesetze. Ich bin ein Gast auf Erden; verbirg deine Gebote nicht vor mir! Meine Seele ist zermalmet vor Verlangen nach deinen Rechten allezeit. Du schiltstdie Stolzen; verflucht sind, die deiner Gebote fehlen. Wende von mir Schmach und Verachtung; denn ich halte deine Zeugnisse. Es sitzen auch die Fursten und reden wider mich; aber dein Knecht redet von deinen Rechten. Ich habe Lust zu deinen Zeugnissen; die sind meine Ratsleute. Meine Seele liegt im Staube; erquicke mich nach deinem Wort! Ich erzahle meine Wege, und du erhorest mich; lehre mich deine Rechte! Unterweise mich den Weg deiner Befehle, so will ich reden von deinen Wundern. Ich grame mich, daß mir das Herz verschmachtet; starke mich nach deinem Wort! Wende von mir den falschen Weg und gonne mir dein Gesetz. Ich habe den Weg der Wahrheit erwahlet; deine Rechte hab ich vor mich gestellet. ich hange an deinen Zeugnissen; HERR, laft mich nicht zuschanden werden! Wenn du mein Herz trostest, so laufe ich den Weg deiner Gebote. Zeige mir, HERR, den Weg deiner Rechte, daß ich sie bewahre bis ans Ende. Unterweise mich, daß ich bewahre dein Gesetz und halte es von ganzem Herzen. Führe mich auf dem Steige deiner Gebote; denn ich habe Lustdazu. Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zum Geiz. Wende meine Augen ab, daß sie nicht sehen nach unnutzer Lehre, sondern erquicke mich auf deinem Wege. Laft deinen Knecht dein Gebot festiglich fur dein Wort halten, daß ich dich furchte! Wende von mir die Schmach, die ich scheue; denn deine Rechte sind lieblich. Siehe, ich begehre deiner Befehle; erquicke mich mit deiner Gerechtigkeit! HERR, laft mir deine Gnade widerfahren, deine Hilfe nach deinem Wort, daß ich antworten moge meinem Lasterer; denn ich verlasse mich auf dein Wort. Und nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit; denn ich hoffe auf deine Rechte. Ich will dein Gesetz halten allewege, immer und ewiglich. Und ich wandle frohlich; denn ich suche deine Befehle. Ich rede von deinen Zeugnissen vor Konigen und schame mich nicht; und habe Lust an deinen Geboten, und sind mirlieb; und hebe meine Hande auf zu deinen Geboten, die mir lieb sind, und rede von deinen Rechten. Gedenke deinem Knechte an dein Wort, auf welches du mich lassest hoffen: Das ist mein T rost in meinem Elende; denn dein Wort erquicket mich. Die Stolzen haben ihren Spottan mir; dennoch weiche ich nicht von deinem Gesetz. HERR, wenn ich gedenke, wie du von der Welt her gerichtet hast, so werde ich getrostet. Ich bin entbrannt uber die Gottlosen, die dein Gesetz verlassen. Deine Rechte sind mein Lied in dem Hause meiner Wallfahrt. HERR, ich gedenke des Nachts an deinen Namen und halte dein Gesetz. Das ist mein Schatz, daß ich deine Befehle halte. Ich habe gesagt, HERR, das soil mein Erbe sein, daß ich deine Wege halte. Ich flehe vor deinem Angesichte von ganzem Herzen; sei mir gnadig nach deinem Wort! Ich betrachte meine Wege und kehre meine Füfte zu deinen Zeugnissen. Ich eile und saume mich nicht, zu halten deine Gebote. Der Gottlosen Rotte beraubet mich; aber ich vergesse deines Gesetzes nicht. Zur Mitternacht stehe ich auf, dirzu danken fur die Rechte deiner Gerechtigkeit. Ich halte mich zu denen, die dich fürchten und deine Befehle halten. HERR, die Erde ist voll deiner Güte; lehre mich deine Rechte! Du tust Gutes deinem Knechte, HERR, nach deinem Wort. Lehre mich heilsame Sitten und Erkenntnis; denn ich glaube deinen Geboten. Ehe ich gedemutiget ward, irrete ich; nun aber halte ich dein Wort. Du bistgütig und freundlich; lehre mich deine Rechte! Die Stolzen erdichten Lugen uber mich; ich aber halte von ganzem Herzen deine Befehle. Ihr Herz ist dick wie Schmeer; ich aber habe Lust an deinem Gesetz. Es ist mir lieb, daß du mich gedemutiget hast, daß ich deine Rechte lerne. Das Gesetz deines Mundes ist mir lieber denn viel tausend Stuck Gold und Silber. Deine Hand hat mich gemacht und bereitet; unterweise mich, daß ich deine Gebote lerne. Die dich furchten, sehen mich und freuen sich; denn ich hoffe auf dein Wort. HERR, ich weift, daß deine Gerichte recht sind und hast mich treulich gedemütiget. Deine Gnade müsse mein T rest sein, wie du deinem Knechte zugesagt hast. Laft mir deine Barmherzigkeit widerfahren, daß ich lebe; denn ich habe Lustzu deinem Gesetz. Ach, daß die Stolzen mußten zuschanden werden, die mich mit Lugen niederdrucken! Ich aber rede von deinem Befehl. Ach, daß sich müliten zu mir halten, die dich furchten und deine Zeugnisse kennen! Mein Herz bleibe rechtschaffen in deinen Rechten, daß ich nicht zuschanden werde. Meine Seele verlanget nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort. Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort und sagen: Wann trostest du mich? Denn ich bin wie eine Haut im Rauch; deiner Rechte vergesse ich nicht. Wie lange soil dein Knecht warten? Wann willst du Gericht halten uber meine Verfolger? Die Stolzen graben mir Gruben, die nicht sind nach deinem Gesetz. Deine Gebote sind eitel Wahrheit. Sie verfolgen mich mit Lugen; hilf mir! Sie haben mich schier umgebracht auf Erden; ich aberverlasse deine Befehle nicht. Erquicke mich durch deine Gnade, daß ich halte die Zeugnisse deines Mundes. HERR, dein Wort bleibt ewiglich, soweit der Himmel ist; deine Wahrheit wahret fur und fur. Du hast die Erde zugerichtet, und sie bleibt stehen. Es bleibet taglich nach deinem Wort; denn es muß dir alles dienen. Wo dein Gesetz nicht mein T rost gewesen ware, so ware ich vergangen in meinem Elende. Ich will deine Befehle nimmermehrvergessen; denn du erquickest mich damit. Ich bin dein, hilf mir; denn ich suche deine Befehle. Die Gottlosen warten auf mich, daß sie mich umbringen; ich aber merke auf deine Zeugnisse. Ich habe alles Dinges ein Ende gesehen; aber dein Gebot wahret. Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Taglich rede ich davon. Du machst mich mit deinem Gebot weiser, denn meine Feinde sind; denn es ist ewiglich mein Schatz. Ich bin gelehrter denn alle meine Lehrer; denn deine Zeugnisse sind meine Rede. Ich bin klugerdenn die Alten; denn ich halte deine Befehle. Ich wehre meinem Fuft alle bosen Wege, daß ich dein Wort halte. Ich weiche nicht von deinen Rechten; denn du lehrest mich. Dein Wort ist meinem Munde sulierdenn Honig. Dein Wort macht mich klug; darum hasse ich alle falschen Wege, Dein Wort istmeines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. Ich schwore und will's halten, daß ich die Rechte deiner Gerechtigkeit halten will. Ich bin sehr gedemütiget; HERR, erquicke mich nach deinem Wort! Laft dir gefallen, HERR, das willige Opfer meines Mundes und lehre mich deine Rechte. Ich trage meine Seele immer in meinen Handen und ich vergesse deines Gesetzes nicht. Die Gottlosen legen mirßtricke; ich aberirre nicht von deinem Befehl. Deine Zeugnisse sind mein ewiges Erbe; denn sie sind meines Herzens Wonne. Ich neige mein Herz, zu tun nach deinen Rechten immer und ewiglich. Ich hasse die Flattergeister und liebedein Gesetz. Du bist mein Schirm und Schild; ich hoffe auf dein Wort. Weichet von mir, ihr Boshaftigen; ich will halten die Gebote meines Gottes. Erhalte mich durch dein Wort, daß ich lebe, und laft mich nicht zuschanden werden uber meiner Hoffnung. Starke mich, daß ich genese, so will ich stets meine Lust haben an deinen Rechten. Du zertrittst alle, die deiner Rechte fehlen; denn ihre Trugerei ist eitel Luge. Du wirfst alle Gottlosen auf Erden weg wie Schlacken; darum liebe ich deine Zeugnisse. Ich furchte mich vor dir, daß mir die Haut schauert, und entsetze mich vor deinen Rechten. Ich halte überdem Recht und Gerechtigkeit; ubergib mich nicht denen, die mir wollen Gewalt tun! Vertritt du deinen Knecht und troste ihn, daß mir die Stolzen nicht Gewalt tun. Meine Augen sehnen sich nach deinem Heil und nach dem Wort deiner Gerechtigkeit. Handle mit deinem Knechte nach deiner Gnade und lehre mich deine Rechte! Ich bin dein Knecht; unterweise mich, daß ich erkenne deine Zeugnisse! Es ist Zeit, daß der HERR dazu tue; sie haben dein Gesetz zerrissen. Darum liebe ich dein Gebot uber Gold und uber fein Gold. Darum halte ich stracks alle deine Befehle; ich hasse alien falschen Weg. Deine Zeugnisse sind wunderbarlich; darum halt sie meine Seele. Wenn dein Wort offenbar wird, so erfreuet es und macht klug die Einfaltigen. Ich tue meinen Mund auf und begehre deine Gebote; denn mich verlanget danach. Wende dich zu mir und sei mir gnadig, wie du pflegst zu tun denen, die deinen Namen lieben. Laß, meinen Gang gewiß sein in deinem Wort und laß kein Unrecht uber mich herrschen! Erlose mich von der Menschen Frevel, so will ich halten deine Befehle. Laß dein Antlitz leuchten uber deinen Knecht und lehre mich deine Rechte! Meine Augen fließen mit Wasser, daß man dein Gesetz nicht halt. HERR, du bistgerecht und dein Wort ist recht. Du hast die Zeugnisse deiner Gerechtigkeit und die Wahrheit hart geboten. Ich habe mich schierzu Tode geeifert, daß meine Widersacher deiner Worte vergessen. Dein Wort ist wohl gelautert, und dein Knecht hat es lieb. Ich bin gering und verachtet, ich vergesse aber nicht deines Befehls. Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit. Angst und Not haben mich getroffen; ich habe aber Lust an deinen Geboten. Die Gerechtigkeit deiner Zeugnisse ist ewig; unterweise mich, so lebe ich. Ich rufe von ganzem Herzen; erhore mich, HERR, daß ich deine Rechte halte! Ich rufe zu dir; hilf mir, daß ich deine Zeugnisse halte! Ich komme frühe und schreie; auf dein Wort hoffe ich. Ich wache frühe auf, daß ich rede von deinem Wort. Hore meine Stimme nach deiner Gnade; HERR, erquicke mich nach deinen Rechten! Meine boshaftigen Verfolger wollen mirzu und sind feme von deinem Gesetz. HERR, du bist nahe, und deine Gebote sind eitel Wahrheit. Zuvor weiß ich aber, daß du deine Zeugnisse ewiglich gegrundet hast. Siehe mein Elend und errette mich; hilf mir aus, denn ich vergesse deines Gesetzes nicht. Führe meine Sache und erlose mich; erquicke mich durch dein Wort! Das Heil ist feme von den Gottlosen; denn sie achten deine Rechte nicht. HERR, deine Barmherzigkeit ist groß; erquicke mich nach deinen Rechten! Meiner Verfolger und Widersacher ist viel; ich weiche aber nicht von deinen Zeugnissen. Ich sehe die Verachter, und tut mirwehe, daß sie dein Wort nicht halten. Siehe, ich liebe deine Befehle; HERR, erquicke mich nach deiner Gnade! Dein Wort ist nichts denn Wahrheit; alle Rechte deiner Gerechtigkeit wahren ewiglich. Die Fursten verfolgen mich ohne Ursache und mein Herz furchtet sich vor deinen Worten. ich freue mich uber dein Wort wie einer, der eine große Beute kriegt. Lugen bin ich gram und habe Greuel daran; aber dein Gesetz habe ich lieb. Ich lobe dich des Tages siebenmal urn der Rechte willen deiner Gerechtigkeit. Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben, und werden nicht straucheln. HERR, ich warte auf dein Heil und tue nach deinen Geboten. Meine Seele halt deine Zeugnisse und liebet sie fast. Ich halte deine Befehle und deine Zeugnisse; denn alle meine Wege sind vor dir. HERR, laß meine Klage vor, dich kommen; unterweise mich nach deinem Wort! Laß mein Flehen vor dich kommen; errette mich nach deinem Wort! Meine Lippen sollen toben, wenn du mich deine Rechte lehrest. Meine Zunge soil ihrßesprach haben von deinem Wort; denn alle deine Gebote sind recht. Laß mir deine Hand beistehen; denn ich habe erwahlet deine Befehle. HERR, mich verlanget nach deinem Heil und habe Lust an deinem Gesetz. Laß meine Seele leben, daßsie dich lobe, und deine Rechte mir helfen. Ich bin wie ein verirret und verloren Schaf; suche deinen Knecht; denn ich vergesse deiner Gebote nicht.

Responsorial Psalm

Psalm 128

Ein Lied im hohern Chor. Wohl dem, der den HERRN furchtet und auf seinen Wegen gehet! Du wirst dich nahren deiner Hande Arbeit; wohl dir, du hast's gut! Dein Weib wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock urn dein Haus herum, deine Kinder wie die Olzweige um deinen Tisch her. Siehe, also wird gesegnet der Mann, der den HERRN furchtet. Der HERR wird dich segnen aus Zion, daß du sehest das Gluck Jerusalems dein Leben lang und sehest deiner Kinder Kinder. Friede uber Israel!

Responsorial Psalm

Psalm 126

Ein Lied im hohern Chor. Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlosen wird, so werden wir sein wie die Traumenden. Dann wird unser Mund voll Lachens und unsere Zunge voll Rühmens sein. Da wird man sagen unterden Heiden: Der HERR hat Großes an ihnen getan. Der HERR hat Großes an uns getan; des sind wirfrohlich. HERR, wende unser Gefangnis, wie du die Wasser gegen Mittag trocknest! Die mit Tranen saen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

Evening Prayer — First Lesson

1 Kings 21

Nach diesen Geschichten begab sich's, dafi Naboth, ein Jesreeliter, einen Weinberg hatte zu Jesreel, bei dem Palast Ahabs, des Konigs zu Samaria. Und Ahab redete mit Naboth und sprach: Gib mir deinen Weinberg, ich will mir einen Kohlgarten draus machen, weil erso nahe an meinem Hause liegt. Ich will dir einen bessern Weinberg dafur geben; Oder, so dir's gefallt, will ich dir Silber dafur geben, so viel er gilt. Aber Naboth sprach zu Ahab: Das lasse der HERR feme von mir sein, daß ich dir meiner Vater Erbe sollte geben! Da kam Ahab heim Unmuts und zornig um des Worts willen, das Naboth, der Jesreeliter, zu ihm hatte gesagt und gesprochen: Ich will dir meiner Vater Erbe nicht geben. Und er legte sich auf sein Bett und wandte sein Antlitz und aft kein Brot. Da kam zu ihm hinein Isebel, sein Weib, und redete mit ihm: Was ist's, daß dein Geist so Unmuts ist und daü du nicht Brot issest? Er sprach zu ihr: Ich habe mit Naboth, dem Jesreeliten, geredet und gesagt: Gib mir deinen Weinberg um Geld; Oder, so du Lust dazu hast, will ich dir einen andern dafur geben. Er aber sprach: Ich will dir meinen Weinberg nicht geben. Da sprach Isebel, sein Weib, zu ihm: Was ware fur ein Konigreich in Israel, wenn du so tatest? Stehe auf und ili Brot und sei gutes Muts! Ich will dir den Weinberg Naboths, des Jesreeliten, verschaffen. Und sie schrieb Briefe unter Ahabs Namen und versiegeite sie mit seinem Petschier; und sandte sie zu den Altesten und Obersten in seiner Stadt, die um Naboth wohneten. Und schrieb also in den Briefen: Lasset ein Fasten ausschreien und setzet Naboth oben an im Volk. Und stelletzween loser Buben vor ihn, die da zeugen und sprechen: Du hast Gott und dem Konige gesegnet. Und fuhret ihn hinaus und steiniget ihn, daü er sterbe. Und die Altesten und Obersten seiner Stadt, die in seiner Stadt wohneten, taten, wie ihnen Isebel entboten hatte, wie sie in den Briefen geschrieben hatte, die sie zu ihnen sandte. Und lieften ein Fasten ausschreien und lieften Naboth obenan unter dem Volk sitzen. Da kamen die zween losen Buben und stelleten sich vor ihn und zeugten wider Naboth vor dem Volk und sprachen: Naboth hat Gott und dem Konige gesegnet. Da fuhreten sie ihn vor die Stadt hinaus und steinigten ihn, daß erstarb. Und sie entboten Isebel und lieften ihr sagen: Naboth ist gesteiniget und tot. Da aber Isebel horete, daß Naboth gesteiniget und tot war, sprach sie zu Anab: Stehe auf und nimm ein den Weinberg Naboths, des Jesreeliten, welchen er sich weigerte, dir um Geld zu geben. Denn Naboth lebt nimmer, sondern ist tot. Da Ahab horete, daß Naboth tot war, stund er auf, daß er hinabginge zum Weinberge Naboths, des Jesreeliten, und ihn einnahme. Aber das Wort des HERRN kam zu Elia, dem Thisbiten, und sprach: Mache dich auf und gehe hinab Ahab, dem Konige Israels, entgegen, der zu Samaria ist. (Siehe, er ist im Weinberge Naboths, dahin er ist hinabgegangen, da(5 er ihn einnehme.) Und rede mitihm und sprich: So sprichtder HERR: Du hast totgeschlagen, dazu auch eingenommen. Und sollst mit ihm reden und sagen: So spricht der HERR: An der Statte, da Hunde das Blut Naboths geleckt haben, sollen auch Hunde dein Blut lecken. Und Ahab sprach zu Elia: Hast du mich je deinen Feind erfunden? Er aber sprach: Ja, ich habe dich funden, darum daß du verkauft bist, nur Ubels zu tun vordem HERRN. Siehe, ich will Unglück über dich bringen und deine Nachkommen wegnehmen; und will von Ahab ausrotten auch den, der an die Wand pisset und der verschlossen und ubergelassen ist in Israel. Und will dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohns Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohns Ahias, um des Reizens willen, damit du erzurnet und Israel sundigen gemacht hast. Und liber Isebel redete der HERR auch und sprach: Die Hunde sollen Isebel fressen an der Mauer Jesreels. Wer von Ahab stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen; und wer auf dem Felde stirbt, den sollen die Vogel unter dem Himmel fressen. Also war niemand, der so gar verkauft ware, ubel zu tun vor dem HERRN, als Ahab; denn sein Weib Isebel überredete ihn also. Und er machte sich zum groften Greuel, daß er den Gotzen nachwandelte, allerdinge, wie die Amoriter getan hatten, die der HERR vor den Kindern Israel vertrieben hatte. Da aber Ahab solche Worte horete, zerrift er seine Kleider und legte einen Sack an seinen Leib und fastete und schlief im Sack und ging jammerlich einher. Und das Wort des HERRN kam zu Elia, dem Thisbiten, und sprach: Hast du nicht gesehen, wie sich Ahab vor mir bückete? Weil er sich nun vor mir bückete, will ich das Unglück nicht einfuhren bei seinem Leben; aber bei seines Sohnes Leben will ich Unglück über sein Haus führen.

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Acts 8

Saulus aber hatte Wohlgefallen an seinem Tode. Es erhub sich aber zu der Zeit eine große Verfolgung uber die Gemeinde zu Jerusalem; und sie zerstreueten sich alle in die Lander Judaa und Samarien ohne die Apostel. Es bestatteten aber Stephanus gottesfurchtige Manner und hielten eine große Klage über ihn. Saulus aber zerstorete die Gemeinde, ging hin und her in die Hauser und zog hervor Manner und Weiber und überantwortete sie ins Gefangnis. Die nun zerstreuet waren, gingen urn und predigten das Wort. Philippus aber kam hinab in eine Stadt in Samarien und predigte ihnen von Christo. Das Volk aber horete einmütiglich und fleißig zu, was Philippus sagte, und sahen die Zeichen, die er tat. Denn die unsaubern Geister fuhren aus vielen Besessenen mitgroßem Geschrei; auch viel Gichtbrüchige und Lahme wurden gesund gemacht. Und ward eine große Freude in derselbigen Stadt. Es war aber ein Mann mit Namen Simon, der zuvor in derselbigen Stadt Zauberei trieb und bezauberte das samaritische Volk und gab vor, er ware etwas Großes. Und sie sahen alle auf ihn, beide, klein und groß, und sprachen: Der ist die Kraft Gottes, die da groß ist! Sie sahen aber darum auf ihn, daß er sie lange Zeit mit seiner Zauberei bezaubert hatte. Da sie aber den Predigten des Philippus glaubten von dem Reich Gottes und von dem Namen Jesu Christi, ließen sich tauten beide, Manner und Weiber. Da ward auch der Simon glaubig und ließ sich taufen und hielt sich zu Philippus. Und als er sah die Zeichen und Taten, die da geschahen, verwunderte er sich. Da aber die Apostel horeten zu Jerusalem, daß Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Petrus und Johannes. Welche, da sie hinabkamen, beteten sie über sie, daß sie den Heiligen Geist empfingen. (Denn erwar noch auf keinen gefallen, sondern waren allein getauft auf den Namen Christi Jesu.) Da legten sie die Hande auf sie, und sie empfingen den Heiligen Geist. Da aber Simon sah, daß der Heilige Geist gegeben ward, wenn die Apostel die Hande aufiegten, bot er ihnen Geid an und sprach: Gebt mir auch die Macht, daß, so ich jemand die Hande auflege, derselbige den Heiligen Geist empfange. Petrus aber sprach zu ihm: Daß du verdammet werdest mit deinem Gelde, daß du meinest Gottes Gabe werde durch Geld erlanget! Du wirst weder Teil noch Anfall haben an diesem Wort; denn dein Herz ist nicht rechtschaffen vor Gott. Darum tue Buße für diese deine Bosheit und bitte Gott, ob dir vergeben werden mochte die Tücke deines Herzens. Denn ich sehe, daß du bist voll bitterer Galle und verknüpft mit Ungerechtigkeit. Da antwortete Simon und sprach: Bittet ihr den Herm für mich, daß der keines über mich komme, davon ihr gesagt habt! Sie aber, da sie bezeuget und geredet hatten das Wort des Herrn, wandten sie wieder um gen Jerusalem und predigten das Evangelium vielen samaritischen Flecken. Aber der Engel des Herrn redete zu Philippus und sprach: Stehe auf und gehe gegen Mittag auf die Stralie, die von Jerusalem hinabgehet gen Gaza, die da wuste ist. Und er stund auf und ging hin. Und siehe, ein Mann aus Mohrenland, ein Kammerer und Gewaltiger der Konigin Kandaze in Mohrenland, welcherwar uber ihre ganze Schatzkammer, der war kommen gen Jerusalem, anzubeten, und zog wieder heim und sali auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. Der Geist aber sprach zu Philippus: Gehe hinzu und halte dich zu diesem Wagen. Da lief Philippus hinzu und horete, daß er den Propheten Jesaja las, und sprach: Verstehest du auch, was du liesest? Er aber sprach: Wie kann ich, so mich nicht jemand anleitet? Und ermahnete Philippus, daß er auftrate und setzte sich zu ihm. Der Inhalt aber der Schrift, die er las, war dieser: Er ist wie ein Schaf, zur Schlachtung gefuhret, und still wie ein Lamm vor seinem Scherer; also hat er nicht aufgetan seinen Mund. In seiner Niedrigkeit ist sein Gericht aufgehoben; wer wird aber seines Lebens Lange ausreden? Denn sein Leben ist von der Erde weggenommen. Da antwortete der Kammerer Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem redet der Prophet solches, von ihm selber Oder von jemand anders? Philippus aber tat seinen Mund auf und fing von dieser Schrift an und predigte ihm das Evangelium von Jesu. Und als sie zogen der Stralie nach, kamen sie an ein Wasser. Und der Kammerer sprach: Siehe, da ist Wasser; was hindert's, daß ich mich taufen lasse? Philippus aber sprach: Glaubest du von ganzem Herzen, so mag's wohl sein. Er antwortete und sprach: Ich glaube, daß Jesus Christus Gottes Sohn ist. Und er hieft den Wagen halten, und stiegen hinab in das Wasser, beide, Philippus und der Kammerer; und er taufete ihn. Da sie aber heraufstiegen aus dem Wasser, rückte der Geist des Herrn Philippus hinweg, und der Kammerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Stralie frohlich. Philippus aber ward funden zu Asdod und wandelte umher und predigte alien Stadten das Evangelium, bis daß er kam gen Caseraa.

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Revelation 7

Und danach sah ich vier Engel stehen auf den vier Ecken der Erde, die hielten die vier Winde der Erde, auf daß kein Wind uber die Erde bliese noch liber das Meer noch uber einigen Baum. Und ich sah einen andern Engel aufsteigen von der Sonne Aufgang, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes und schrie mit grolier Stimme zu den vier Engeln, welchen gegeben ist, zu beschadigen die Erde und das Meer. Und er sprach: Beschadiget die Erde nicht noch das Meer noch die Baume, bis daß wir versiegeln die Knechte unsers Gottes an ihren Stirnen. Und ich horete die Zahl derer, die versiegelt wurden, hundertvierundvierzigtausend, die versiegelt waren von alien Geschlechtern der Kinder Israel: von dem Geschlechte Juda zwolftausend versiegelt; von dem Geschlechte Ruben zwolftausend versiegelt; von dem Geschlechte Gad zwolftausend versiegelt; von dem Geschlechte Asser zwolftausend versiegelt; von dem Geschlechte Naphthali zwolftausend versiegelt; von dem Geschlechte Manasse zwolftausend versiegelt; von dem Geschlechte Simeon zwolftausend versiegelt; von dem Geschlechte Levi zwolftausend versiegelt; von dem Geschlechte Isaschar zwolftausend versiegelt; von dem Geschlechte Sebulon zwolftausend versiegelt; von dem Geschlechte Joseph zwolftausend versiegelt; von dem Geschlechte Benjamin zwolftausend versiegelt. Danach sah ich, und siehe, eine grofie Schar, welche niemand zahlen konnte, aus alien Heiden und Volkern und Sprachen vor dem Stuhl stehend und vor dem Lamm, angetan mitweilien Kleidern und Palmen in ihren Handen, schrieen mit grolier Stimme und sprachen: Heil sei dem, der auf dem Stuhl sitzt, unserm Gott, und dem Lamm! Und alle Engel stunden urn den Stuhl und urn die Altesten und urn die vier Tiere und fielen vor dem Stuhl auf ihr Angesicht und beteten Gott an und sprachen: Amen! Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und Kraft und Starke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Und es antwortete der Altesten einer und sprach zu mir: Wer sind diese, mit den weißen Kleidern angetan, und woher sind sie kommen? Und ich sprach zu ihm: Herr, du weilit es. Und er sprach zu mir: Diese sind's, die kommen sind aus grower Trubsal und haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes. Darum sind sie vordem Stuhl Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel. Und der auf dem Stuhl sitzt, wird uber ihnen wohnen. Sie wird nicht mehr hungern noch dursten; es wird auch nicht auf sie fallen die Sonne Oder irgend eine Hitze. Denn das Lamm mitten im Stuhl wird sieweiden und leiten zu den lebendigen Wasserbrunnen; und Gott wird abwischen alle Tranen von ihren Augen.

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Titus 1:1-9

Paulus, ein Knecht Gottes, aber ein Apostel Jesu Christi nach dem Glauben der Auserwahlten Gottes und der Erkenntnis der Wahrheit zur Gottseligkeit, auf Hoffnung des ewigen Lebens, welches verheiften hat, der nicht luget, Gott, vor den Zeiten der Welt, hat aber offenbaret zu seiner Zeit sein Wort durch die Predigt, die mir vertrauet ist nach dem Befehl Gottes, unsers Heilandes: Titus, meinem rechtschaffenen Sohn, nach unser beider Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott dem Vater und dem Herrn Jesu Christo, unserm Heilande. Derhalben lieft ich dich in Kreta, dafi du solltest vollends anrichten, da ich's gelassen habe und besetzen die Stadte hin und her mit Altesten, wie ich dir befohlen habe; wo einer ist untadelig, eines Weibes Mann, der glaubige Kinder habe, nicht beruchtiget, daß sie Schwelger und ungehorsam sind. Denn ein Bischof soil untadelig sein, als ein Haushalter Gottes, nicht eigensinnig, nicht zornig, nicht ein Weinsaufer, nicht pochen, nicht unehrliche Hantierung treiben, sondern gastfrei, gutig, zuchtig, gerecht, heilig, keusch und halte ob dem Wort, das gewift ist und lehren kann, auf daß er machtig sei, zu ermahnen durch die heilsame Lehre und zu strafen die Widersprecher.

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James 4:1-10

Woher kommt Streit und Krieg unter euch? Kommt's nicht daher, aus euren Wollüsten, die da streiten in euren Gliedern? Ihr seid begierig und erlanget es damit nicht; ihr hasset und neidet und gewinnet damit nichts; ihr streitet und krieget. Ihr habt nicht, darum daß ihr nicht bittet. Ihr bittet und krieget nicht, darum daß ihr ubel bittet, namlich dahin, daß ihr's mit euren Wollüsten verzehret. Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, daß der Welt Freundschaft Gottes Feindschaft ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. Oder lasset ihr euch dunken, die Schrift sage umsonst: Den Geist, der in euch wohnet, gelüstet wider den Hafi? Und gibt reichlich Gnade, sintemal die Schrift sagt: Gott widerstehet den Hoffartigen, aber den Demutigen gibt er Gnade. So seid nun Gott untertanig. Wider stehet dem Teufel, so flieht er von euch. Nahet euch zu Gott, so nahet er sich zu euch. Reiniget die Hande, ihr Sunder, und machet eure Herzen keusch, ihr Wankelmütigen! Seid elend und traget Leid und weinet! Euer Lachen verkehre sich in Weinen und eure Freude in Traurigkeit. Demutiget euch vor Gott, so wird er euch erhohen.

Gospel

Matthew 18

Zu derselbigen Stunde traten die Junger zu Jesus und sprachen: Wer ist doch der Großte im Himmelreich? Jesus rief ein Kind zu sich und stellete das mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch, es sei denn, daß ihr euch umkehret und werdetwie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst niedriget wie dies Kind, der ist der Großte im Himmelreich. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber argert dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem ware besser, dafi ein Muhlstein an seinen Hals gehanget, und er ersauft wurde im Meer, da es am tiefsten ist. Wehe der Welt der Argernisse halben! Es muß ja Argemis kommen; doch wehe dem Menschen, durch welchen Argemis kommt! So aber deine Hand Oder dein Fuß dich argert, so haue ihn ab und wirf ihn von dir. Es ist dir besser, daß du zum Leben lahm Oder als ein Kruppel eingehest, denn daß du zwo Hande Oder zwei Füße habest und werdest in das ewige Feuer geworfen. Und so dich dein Auge argert, reiß es aus und wirfs von dir. Es ist dir besser, daß du einaugig zum Leben eingehest, denn daß du zwei Augen habest und werdest in das hollische Feuer geworfen. Sehet zu, daß ihr nicht jemand von diesen Kleinen verachtet! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel. Denn des Menschen Sohn ist kommen, selig zu machen, was verloren ist. Was dunket euch? Wenn irgendein Mensch hundert Schafe hatte, und eins unter denselbigen sich verirrete, laßt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, gehet hin und suchet das verirrte? Und so sich's begibt, daß er's findet, wahrlich, ich sage euch, er freuet sich daruber mehr denn uber die neunundneunzig, die nicht verirret sind. Also auch ist's voreurem Vater im Himmel nicht der Wille, daß jemand von diesen Kleinen verloren werde Sundiget aber dein Bruderan dir, so gehe hin und strafe ihn zwischen dir und ihm allein. Horet er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Horet er dich nicht, so nimm noch einen Oder zwei zu dir, auf daß alle Sache bestehe auf zweier Oder dreier Zeugen Mund. Horet er die nicht, so sage es der Gemeinde. Horet er die Gemeinde nicht, so halt ihn als einen Heiden und Zollner. Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soli auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden losen werdet, soil auch im Himmel los sein. Weiter sage ich euch: Wo zwei unter euch eins werden auf Erden, warum es ist, das sie bitten wollen, das soli ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei Oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Da trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft muß ich denn meinem Bruder, der an mir sundiget, vergeben? Ist's genug siebenmal? Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir, nicht siebenmal, sondern siebenzigmal siebenmal. Darum ist das Himmelreich gleich einem Konige, der mit seinen Knechten rechnen woilte. Und als er anting zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend Pfund schuldig. Da er's nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder und betete ihn an und sprach: Herr, habe Geduld mit mir! Ich will dir's alles bezahlen. Da jammerte den Herm desselbigen Knechts und liefi ihn los, und die Schuld erlieli er ihm auch. Da ging derselbige Knecht hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig. Und er griff ihn an und wurgete ihn und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist! Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir! Ich will dir's alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefangnis, bis daü er bezahlete, was er schuldig war. Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrubt und kamen und brachten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du Schalksknecht! Alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen uber deinen Mitknecht, wie ich mich uber dich erbarmet habe? Und sein Herr ward zornig und uberantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlete alles, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmlischer Vater auch tun, so ihr nicht vergebet von eurem Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehle.

Evening Prayer — Second Lesson

Romans 7

Wisset ihr nicht, liebe Brüder (denn ich rede mit denen, die das Gesetz wissen), daß das Gesetz herrschet fiber den Menschen, solange er lebet? Denn ein Weib, das unter dem Manne ist, dieweil der Mann lebet, ist sie gebunden an das Gesetz; so aber der Mann stirbt, so ist sie los vom Gesetz, das den Mann betrifft. Wo sie nun bei einem andern Manne ist, weil der Mann lebet, wird sie eine Ehebrecherin geheiften; so aber der Mann stirbt, ist sie frei vom Gesetz, daß sie nicht eine Ehebrecherin ist, wo sie bei einem andern Manne ist. Also auch, meine Brüder, ihr seid getotet dem Gesetz durch den Leib Christi, daß ihr bei einem andern seid, namlich bei dem, der von den Toten auferwecket ist, auf daß wir Gott Frucht bringen. Denn da wir im Fleisch waren, da waren die sündlichen Lüste, welche durchs Gesetz sich erregten, kraftig in unsern Gliedern, dem Tode Frucht zu bringe. Nun aber sind wir vom Gesetz los und ihm abgestorben, das uns gefangenhielt, also daß wir dienen sollen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens. Was wollen wir denn nun sagen? Ist das Gesetz Sunde? Das sei feme! Aber die Sunde erkannte ich nicht ohne durchs Gesetz. Denn ich wuftte nichts von der Lust, wo das Gesetz nicht hatte gesagt: Laft dich nicht gelüsten! Da nahm aber die Sunde Ursache am Gebot und erregte in mir allerlei Lust. Denn ohne das Gesetz war die Sunde tot. Ich aber lebte etwa ohne Gesetz. Da aber das Gebot kam, ward die Sunde wieder lebendig. Ich aber starb; und es befand sich, daß das Gebot mir zum Tode gereichte, das mir doch zum Leben gegeben war. Denn die Sunde nahm Ursache am Gebot und betrog mich und totete mich durch dasselbige Gebot. Das Gesetz istje heilig, und das Gebot ist heilig, recht und gut. Ist denn, was da gut ist, mir ein Tod worden? Das sei feme! Aber die Sunde, auf daß sie erscheine, wie sie Sunde ist, hat sie mir durch das Gute den Tod gewirket, auf daß die Sunde würde uberaus sündig durchs Gebot. Denn wirwissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sunde verkauft. Denn ich weift nicht, was, ich tue; denn ich tue nicht, was ich will, sondern was ich hasse, das tue ich. So ich aber das tue, was ich nicht will, so willige ich, daß das Gesetz gut sei. So tue nun ich dasselbige nicht, sondern die Sunde, die in mirwohnet. Denn ich weift, daß in mir, das ist, in meinem Fleische, wohnet nichts Gutes. Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht, Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht, sondern das Bose, das ich nicht will, das tue ich. So ich aber tue, was ich nicht will, so tue ich dasselbige nicht, sondern die Sunde, die in mir wohnet. So finde ich mir nun ein Gesetz, der ich will das Gute tun, daü mir das Bose anhanget. Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. Ich sehe aber ein ander Gesetz in meinen Gliedern, das da widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüte und nimmt mich gefangen in der Sunde Gesetz, welches ist in meinen Gliedern. Ich elender Mensch, wer wird mich erlosen von dem Leibe dieses Todes? Ich danke Gott durch Jesum Christum, unsern Herrn. So diene ich nun mit dem Gemute dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetze der Sunde.

Gospel

Luke 8:1-15

Und es begab sich danach, daß er reisete durch Stadte und Markte und predigte und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes, und die Zwolfe mit ihm, dazu etliche Weiber, die er gesund hatte gemacht von den bosen Geistern und Krankheiten, namlich Maria, die da Magdalena heißt, von welcher waren sieben Teufel ausgefahren, und Johanna, das Weib Chusas, des Pflegers des Herodes, und Susanna und viel andere, die ihm Handreichung taten von ihrer Habe. Da nun viel Volks beieinander war und aus den Stadten zu ihm eileten, sprach er durch ein Gleichnis: Es ging ein Samann aus, zu saen seinen Samen; und indem er sate, fiel etliches an den Weg und ward vertreten, und die Vogel unter dem Himmel fraßen's auf. Und etliches fiel auf den Fels; und da es aufging, verdorrete es, darum daß es nicht Saft hatte. Und etliches fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten's. Und etliches fiel auf ein gut Land; und es ging auf und trug hundertfaltige Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu horen, der hore! Es fragten ihn aber seine Junger und sprachen, was dieses Gleichnis ware. Er aber sprach: Euch ist's gegeben, zu wissen das Geheimnis des Reichs Gottes; den andern aber in Gleichnissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schon sehen, und nicht verstehen, ob sie es schon horen. Das ist aber das Gleichnis: Der Same ist das Wort Gottes. Die aber an dem Wege sind, das sind, die es horen; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihrem Herzen, auf daß sie nicht glauben und selig werden. Die aber auf dem Fels sind die: wenn sie es horen, nehmen sie das Wort mit Freuden an. Und die haben nicht Wurzel: eine Zeitlang glauben sie und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab. Das aber unter die Dornen fiel, sind die, so es horen und gehen hin unter den Sorgen, Reichtum und Wollust dieses Lebens und ersticken und bringen keine Frucht. Das aber auf dem guten Lande sind, die das Wort horen und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld.

Gospel

John 6:27-33

Wirket Speise, nicht die verganglich ist, sondern die da bleibet in das ewige Leben, welche euch des Menschen Sohn geben wird; denn denselbigen hat Gott der Vater versiegelt. Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun, daß wir Gottes Werke wirken? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, daß ihr an den glaubet, den er gesandt hat. Da sprachen sie zu ihm: Was tust du fur ein Zeichen, auf dafi wir sehen und glauben dir? Was wirkest du? Unsere Vater haben Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben stehet: Er gab ihnen Brot vom Himmel zu essen. Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Mose hat euch nicht Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das rechte Brot vom Himmel. Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben.

Gospel

Matthew 17

Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrus und Jakobus und Johannes, seinen Bruder, und fuhrete sie beiseits auf einen hohen Berg. Und ward verklaret vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weili als ein Licht. Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia, die redeten mit ihm. Petrus aber antwortete und sprach zu Jesu: Herr, hier ist gut sein; willst du, so wollen wir hier drei Hutten machen, direine, Mose eine und Elia eine. Da ernoch also redete, siehe, da uberschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr horen. Da das die Jünger horeten, Helen sie auf ihr Angesicht und erschraken sehr. Jesus aber trat zu ihnen, rührete sie an und sprach: Stehet auf und furchtet euch nicht! Da sie aber ihre Augen aufhuben, sahen sie niemand denn Jesus alleine. Und da sie vom Berge herabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt dies Gesicht niemand sagen, bis des Menschen Sohn von den Toten auferstanden ist. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Was sagen denn die Schriftgelehrten, Elia müsse zuvor kommen? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Elia soil ja zuvor kommen und alles zurechtbringen. Doch ich sage euch: Es ist Elia schon kommen, und sie haben ihn nicht erkannt, sondern haben an ihm getan, was sie wollten. Also wird auch des Menschen Sohn leiden müssen von ihnen. Da verstunden die Jünger, daß er von Johannes dem Taufer zu ihnen geredet hatte. Und da sie zu dem Volk kamen, trat zu ihm ein Mensch und fiel ihm zu Fülien und sprach: Herr, erbarme dich über meinen Sohn; denn er ist mondsüchtig und hat ein schweres Leiden; erfallt oft ins Feuer und oft ins Wasser. Und ich habe ihn zu deinen Jungern gebracht, und sie konnten ihm nicht helfen. Jesus aber antwortete und sprach: O du unglaubige und verkehrte Art, wie lange soil ich bei euch sein? Wie lange soli ich euch dulden? Bringet mirihn hieher! Und Jesus bedrauete ihn; und der Teufel fuhr aus von ihm, und der Knabe ward gesund zu derselbigen Stunde. Da traten zu ihm seine Junger besonders und sprachen: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Um eures Unglaubens willen. Denn ich sage euch: Wahrlich, so ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so moget ihr sagen zu diesem Berge: Heb' dich von hinnen dorthin! so wird er sich heben, und euch wird nichts unmoglich sein. Aber diese Art fahrt nicht aus denn durch Beten und Fasten. Da sie aber ihr Wesen hatten in Galilaa, sprach Jesus zu ihnen: Es ist zukunftig, dad. des Menschen Sohn uberantwortet werde in der Menschen Hande. Und sie werden ihn toten; und am dritten Tage wird er auferstehen. Und sie wurden sehr betrubt. Da sie nun gen Kapernaum kamen, gingen zu Petrus, die den Zinsgroschen einnahmen, und sprachen: Pflegt euer Meister nicht den Zinsgroschen zu geben? Er sprach: Ja. Und als er heimkam, kam ihm Jesus zuvor und sprach: Was dunkt dich, Simon? Von wem nehmen die Konige auf Erden den Zoll Oder Zins, von ihren Kindern Oder von den Fremden? Da sprach zu ihm Petrus: Von den Fremden. Jesus sprach zu ihm: So sind die Kinder frei. Auf dafi aber wir sie nicht argern, so gehe hin an das Meer und wirf die Angel, und den ersten Fisch, der herauffahrt, den nimm; und wenn du seinen Mund auftust, wirstdu einen Stater finden. Denselbigen nimm und gib ihn fur mich und dich.

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