Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

Morning Prayer — First Lesson

1 Kings 20

Und Benhadad, der Konig zu Syrien, versammelte alle seine Macht, und waren zweiunddreiftig Konige mit ihm, und Roft und Wagen; und zog herauf und belagerte Samaria und stritt wider sie. Und sandte Boten zu Ahab, dem Konige Israels, in die Stadt. Und lieft ihm sagen: So spricht Benhadad: Dein Silber und dein Gold ist mein, und deine Weiber und deine besten Kinder sind auch mein. Der Konig Israels antwortete und sprach: Mein Herr Konig, wie du geredet hast; ich bin dein und alles, was ich habe. Und die Boten kamen wieder und sprachen: So spricht Benhadad: Weil ich zu dir gesandt habe und lassen sagen: Dein Silber und dein Gold, deine Weiber und deine Kinder sollst du mir geben, so will ich morgen urn diese Zeit meine Knechte zu dir senden, dafi sie dein Haus und deiner Untertanen Hauser besuchen; und was dir lieblich ist, sollen sie in ihre Hande nehmen und wegtragen. Da rief der Konig Israels alien Altesten des Landes und sprach: Merket und sehet, wie bose er's vornimmt! Er hat zu mir gesandt urn meine Weiber und Kinder, Silber und Gold, und ich habe ihm des nicht gewehret. Da sprachen zu ihm alle Alten und alles Volk: Du sollst nicht gehorchen noch bewilligen. Und er sprach zu den Boten Benhadad: Saget meinem Herrn, dem Konige: Alles, was du am ersten deinem Knecht entboten hast, will ich tun; aber dies kann ich nicht tun. Und die Boten gingen hin und sagten solches wieder. Da sandte Benhadad zu ihm und lieft ihm sagen: Die Gotter tun mir dies und das, wo der Staub Samarias genug sein soil, daß alles Volk unter mir eine Handvoll davon bringe. Aber der Konig Israels antwortete und sprach: Saget: Der den Harnisch anlegt, soil sich nicht rühmen, als der ihn hat abgelegt. Da das Benhadad horete und ereben trank mit den Konigen in den Gezelten, sprach er zu seinen Knechten: Schicket euch! Und sie schickten sich wider die Stadt. Und siehe, ein Prophet trat zu Ahab, dem Konige Israels, und sprach: So spricht der HERR: Du hast je gesehen all diesen grofien Haufen. Siehe, ich will ihn heute in deine Hand geben, daß du wissen sollst, ich sei der HERR. Ahab sprach: Durch wen? Er sprach: So spricht der HERR: Durch die Knaben der Landvogte. Er sprach: Wer soil den Streit anspannen? Er sprach: Du. Da zahlete er die Knaben der Landvogte, und ihrer waren zweihundert und zweiunddreiftig. Und zahlete nach ihnen das ganze Volk aller Kinder Israel: siebentausend Mann. Und zogen aus im Mittage. Benhadad aber trank und war trunken im Gezelt samt den zweiunddreiftig Konigen, die ihm zu Hilfe kommen waren. Und die Knaben der Landvogte zogen am ersten aus. Benhadad aber sandte aus, und die sagten ihm an und sprachen: Es ziehen Manner aus Samaria. Er sprach: Greifetsie lebendig, sie seien urn Friede Oder urn Streits willen ausgezogen. Da aber die Knaben der Landvogte waren ausgezogen und das Heer ihnen nach, schlug ein jeglicher, wer ihm vorkam. Und die Syrerflohen, und Israel jagte ihnen nach. Und Benhadad, der Konig zu Syrien, entrann mit Rossen und Reitern. Und der Konig Israels zog aus und schlug Roft und Wagen, daß er an den Syrern eine grofte Schlacht tat. Da trat ein Prophet zum Konige Israels und sprach zu ihm: Gehe hin und starke dich; und merke und siehe, was du tust! Denn der Konig zu Syrien wird wider dich heraufziehen, wenn das Jahr urn ist. Denn die Knechte des Konigs zu Syrien sprachen zu ihm: Ihre Gotter sind Berggotter; darum haben sie uns angewonnen. O daß wir mit ihnen auf der Ebene streiten muftten! Was gilt's, wir wollten ihnen angewinnen? Tu ihm also: Tu die Konige weg, einen jeglichen von seinem Ort, und stelle Herren an ihre Statte. Und ordne dir ein Heer, wie das Heer war, das du verloren hast, und Roft und Wagen, wie jene waren, und laft uns wider sie streiten auf der Ebene. Was gilt's wirwollen ihnen obliegen? Er gehorchte ihrer Stimme und tat also. Als nun das Jahr urn war, ordnete Benhadad die Syrer und zog herauf gen Aphek, wider Israel zu streiten. Und die Kinder Israel ordneten sich auch und versorgeten sich; und zogen hin ihnen entgegen und lagerten sich gegen sie wie zwo kleine Herden Ziegen. Der Syrer aber war das Land voll. Und es trat ein Mann Gottes herzu und sprach zum Konige Israels: So spricht der HERR: Darum, daß die Syrer haben gesagt, der HERR sei ein Gott der Berge und nicht ein Gott der Grunde, so habe ich all diesen groften Haufen in deine Hand gegeben, daß ihr wisset, ich sei der HERR. Und sie lagerten sich stracks gegen jene, sieben Tage. Am siebenten Tage zogen sie zuhauf in Streit; und die Kinder Israel schlugen der Syrer hunderttausend Fuftvolks auf einen Tag. Und die ubrigen flohen gen Aphek in die Stadt; und die Mauer fiel auf die ubrigen siebenundzwanzigtausend Mann. Und Benhadad floh auch in die Stadt, von einer Kammer in die andere. Da sprachen seine Knechte zu ihm: Siehe, wir haben gehoret, daß die Konige des Hauses Israel barmherzige Konige sind; so laftt uns Sacke urn unsere Lenden tun und Stricke urn unsere Haupter und zum Konige Israels hinausgehen; vielleicht laftt er deine Seele leben. Und sie gurteten Sacke urn ihre Lenden und Stricke um ihre Haupter und kamen zum Konige Israels und sprachen: Benhadad, dein Knecht, laftt dir sagen: Lieber, laft meine Seele leben! Erabersprach: Lebt er noch, so ist er mein Bruder. Und die Manner nahmen eilend das Wort von ihm und deuteten es fur sich und sprachen: Ja, dein Bruder Benhadad. Er sprach: Kommt und bringet ihn! Da ging Benhadad zu ihm heraus. Und lieft ihn auf den Wagen sitzen und sprach zu ihm: Die Stadte, die mein Vater deinem Vater genommen hat, will ich dirwiedergeben; und mache dir Gassen zu Damaskus, wie mein Vater zu Samaria getan hat, so will ich miteinem Bunde dich lassen. Und er machte mit ihm einen Bund und liefi ihn ziehen. Da sprach ein Mann unter den Kindern der Propheten zu seinem Nachsten durch das Wort des HERRN: Lieber, schlage mich! Er aber weigerte sich, ihn zu schlagen. Da sprach er zu ihm: Darum, daß du der Stimme des HERRN nicht hast gehorchet, siehe, so wird dich ein Lowe schlagen, wenn du von mir gehest. Und da er von ihm abging, fand ihn ein Lowe und schlug ihn. Und erfand einen andern Mann und sprach: Lieber, schlage mich! Und der Mann schlug ihn wund. Da ging der Prophet hin und trat zum Konige an den Weg und verstellete sein Angesicht mit Asche. Und da der Konig voruberzog, schrie er den Konig an und sprach: Dein Knecht war ausgezogen mitten im Streit. Und siehe, ein Mann war gewichen und brachte einen Mann zu mir und sprach: Verwahre diesen Mann; wo man sein wird missen, so soil deine Seele anstatt seiner Seele sein, Oder sollst einen Zentner Silbers darwagen. Und da dein Knecht hie und da zu tun hatte, war der nicht mehr da. Der Konig Israels sprach zu ihm: Das ist dein Urteil, du hast es selbst gefallet. Da tat er eilend die Asche von seinem Angesicht; und der Konig Israels kannte ihn, daß er der Propheten einer war. Und er sprach zu ihm: So spricht der HERR: Darum, dafi du hast den verbannten Mann von dir gelassen, wird deine Seele fur seine Seele sein und dein Volk fur sein Volk. Aber der Konig Israels zog hin Unmuts und zornig in sein Haus und kam gen Samaria.

Morning Prayer — Second Lesson

Matthew 6

Habt acht auf eure Almosen, daß ihr die nicht gebet vor den Leuten, daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepreiset werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber Almosen gibst, so laft deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, auf daß dein Almosen verborgen, sei; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's vergelten offentlich. Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber betest, so gehe in dein Kammerlein und schliefte die Turzu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's vergelten offentlich. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhoret, wenn sie viel Worte machen. Darum sollt ihr euch ihnen nicht gleichen. Euer Vater weift, was ihr bedurfet, ehe denn ihr ihn bittet. Darum sollt ihr also beten: Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiliget. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. Unser taglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schulden, wie wir unsern Schuldigern vergeben. Und fuhre uns nicht in Versuchung, sondern erlose uns von dem Ubel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Denn so ihr den Menschen ihre Fehle vergebet, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wo ihr aber den Menschen ihre Fehle nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Fehle auch nicht vergeben. Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer sehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihre Angesichte, auf daß sie vor den Leuten scheinen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber fastest, so salbe dein Hauptund wasche dein Angesicht, auf dafi du nicht scheinest vor den Leuten mit deinem Fasten, sondern vordeinem Vater, welcher verborgen ist; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's Vergelten offentlich. Ihr sollt euch nicht Schatze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen, und da die Diebe nach graben und stehlen. Sammelt euch aber Schatze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen, und da die Diebe nicht nach graben noch stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz. Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn dein Auge einfaltig ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. Wenn aber dein Auge ein Schalk ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn aber das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis selber sein! Niemand kann zweien Herren dienen. Entweder er wird einen hassen und den andern lieben, Oder wird einem anhangen und den andern verachten. Ihr konnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht fur euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht fur euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vogel unter dem Himmel an: sie saen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nahret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Lange eine Elle zusetzen moge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr fur die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen! Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist als derselbigen eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird, sollt er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleinglaubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dafi ihr des alles bedurfet. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sorget nicht fur den andern Morgen; denn der morgende Tag wird fur das Seine sorgen. Es ist genug, dafi ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.

Evening Prayer — First Lesson

1 Kings 21

Nach diesen Geschichten begab sich's, dafi Naboth, ein Jesreeliter, einen Weinberg hatte zu Jesreel, bei dem Palast Ahabs, des Konigs zu Samaria. Und Ahab redete mit Naboth und sprach: Gib mir deinen Weinberg, ich will mir einen Kohlgarten draus machen, weil erso nahe an meinem Hause liegt. Ich will dir einen bessern Weinberg dafur geben; Oder, so dir's gefallt, will ich dir Silber dafur geben, so viel er gilt. Aber Naboth sprach zu Ahab: Das lasse der HERR feme von mir sein, daß ich dir meiner Vater Erbe sollte geben! Da kam Ahab heim Unmuts und zornig um des Worts willen, das Naboth, der Jesreeliter, zu ihm hatte gesagt und gesprochen: Ich will dir meiner Vater Erbe nicht geben. Und er legte sich auf sein Bett und wandte sein Antlitz und aft kein Brot. Da kam zu ihm hinein Isebel, sein Weib, und redete mit ihm: Was ist's, daß dein Geist so Unmuts ist und daü du nicht Brot issest? Er sprach zu ihr: Ich habe mit Naboth, dem Jesreeliten, geredet und gesagt: Gib mir deinen Weinberg um Geld; Oder, so du Lust dazu hast, will ich dir einen andern dafur geben. Er aber sprach: Ich will dir meinen Weinberg nicht geben. Da sprach Isebel, sein Weib, zu ihm: Was ware fur ein Konigreich in Israel, wenn du so tatest? Stehe auf und ili Brot und sei gutes Muts! Ich will dir den Weinberg Naboths, des Jesreeliten, verschaffen. Und sie schrieb Briefe unter Ahabs Namen und versiegeite sie mit seinem Petschier; und sandte sie zu den Altesten und Obersten in seiner Stadt, die um Naboth wohneten. Und schrieb also in den Briefen: Lasset ein Fasten ausschreien und setzet Naboth oben an im Volk. Und stelletzween loser Buben vor ihn, die da zeugen und sprechen: Du hast Gott und dem Konige gesegnet. Und fuhret ihn hinaus und steiniget ihn, daü er sterbe. Und die Altesten und Obersten seiner Stadt, die in seiner Stadt wohneten, taten, wie ihnen Isebel entboten hatte, wie sie in den Briefen geschrieben hatte, die sie zu ihnen sandte. Und lieften ein Fasten ausschreien und lieften Naboth obenan unter dem Volk sitzen. Da kamen die zween losen Buben und stelleten sich vor ihn und zeugten wider Naboth vor dem Volk und sprachen: Naboth hat Gott und dem Konige gesegnet. Da fuhreten sie ihn vor die Stadt hinaus und steinigten ihn, daß erstarb. Und sie entboten Isebel und lieften ihr sagen: Naboth ist gesteiniget und tot. Da aber Isebel horete, daß Naboth gesteiniget und tot war, sprach sie zu Anab: Stehe auf und nimm ein den Weinberg Naboths, des Jesreeliten, welchen er sich weigerte, dir um Geld zu geben. Denn Naboth lebt nimmer, sondern ist tot. Da Ahab horete, daß Naboth tot war, stund er auf, daß er hinabginge zum Weinberge Naboths, des Jesreeliten, und ihn einnahme. Aber das Wort des HERRN kam zu Elia, dem Thisbiten, und sprach: Mache dich auf und gehe hinab Ahab, dem Konige Israels, entgegen, der zu Samaria ist. (Siehe, er ist im Weinberge Naboths, dahin er ist hinabgegangen, da(5 er ihn einnehme.) Und rede mitihm und sprich: So sprichtder HERR: Du hast totgeschlagen, dazu auch eingenommen. Und sollst mit ihm reden und sagen: So spricht der HERR: An der Statte, da Hunde das Blut Naboths geleckt haben, sollen auch Hunde dein Blut lecken. Und Ahab sprach zu Elia: Hast du mich je deinen Feind erfunden? Er aber sprach: Ja, ich habe dich funden, darum daß du verkauft bist, nur Ubels zu tun vordem HERRN. Siehe, ich will Unglück über dich bringen und deine Nachkommen wegnehmen; und will von Ahab ausrotten auch den, der an die Wand pisset und der verschlossen und ubergelassen ist in Israel. Und will dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohns Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohns Ahias, um des Reizens willen, damit du erzurnet und Israel sundigen gemacht hast. Und liber Isebel redete der HERR auch und sprach: Die Hunde sollen Isebel fressen an der Mauer Jesreels. Wer von Ahab stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen; und wer auf dem Felde stirbt, den sollen die Vogel unter dem Himmel fressen. Also war niemand, der so gar verkauft ware, ubel zu tun vor dem HERRN, als Ahab; denn sein Weib Isebel überredete ihn also. Und er machte sich zum groften Greuel, daß er den Gotzen nachwandelte, allerdinge, wie die Amoriter getan hatten, die der HERR vor den Kindern Israel vertrieben hatte. Da aber Ahab solche Worte horete, zerrift er seine Kleider und legte einen Sack an seinen Leib und fastete und schlief im Sack und ging jammerlich einher. Und das Wort des HERRN kam zu Elia, dem Thisbiten, und sprach: Hast du nicht gesehen, wie sich Ahab vor mir bückete? Weil er sich nun vor mir bückete, will ich das Unglück nicht einfuhren bei seinem Leben; aber bei seines Sohnes Leben will ich Unglück über sein Haus führen.

Evening Prayer — Second Lesson

Romans 7

Wisset ihr nicht, liebe Brüder (denn ich rede mit denen, die das Gesetz wissen), daß das Gesetz herrschet fiber den Menschen, solange er lebet? Denn ein Weib, das unter dem Manne ist, dieweil der Mann lebet, ist sie gebunden an das Gesetz; so aber der Mann stirbt, so ist sie los vom Gesetz, das den Mann betrifft. Wo sie nun bei einem andern Manne ist, weil der Mann lebet, wird sie eine Ehebrecherin geheiften; so aber der Mann stirbt, ist sie frei vom Gesetz, daß sie nicht eine Ehebrecherin ist, wo sie bei einem andern Manne ist. Also auch, meine Brüder, ihr seid getotet dem Gesetz durch den Leib Christi, daß ihr bei einem andern seid, namlich bei dem, der von den Toten auferwecket ist, auf daß wir Gott Frucht bringen. Denn da wir im Fleisch waren, da waren die sündlichen Lüste, welche durchs Gesetz sich erregten, kraftig in unsern Gliedern, dem Tode Frucht zu bringe. Nun aber sind wir vom Gesetz los und ihm abgestorben, das uns gefangenhielt, also daß wir dienen sollen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens. Was wollen wir denn nun sagen? Ist das Gesetz Sunde? Das sei feme! Aber die Sunde erkannte ich nicht ohne durchs Gesetz. Denn ich wuftte nichts von der Lust, wo das Gesetz nicht hatte gesagt: Laft dich nicht gelüsten! Da nahm aber die Sunde Ursache am Gebot und erregte in mir allerlei Lust. Denn ohne das Gesetz war die Sunde tot. Ich aber lebte etwa ohne Gesetz. Da aber das Gebot kam, ward die Sunde wieder lebendig. Ich aber starb; und es befand sich, daß das Gebot mir zum Tode gereichte, das mir doch zum Leben gegeben war. Denn die Sunde nahm Ursache am Gebot und betrog mich und totete mich durch dasselbige Gebot. Das Gesetz istje heilig, und das Gebot ist heilig, recht und gut. Ist denn, was da gut ist, mir ein Tod worden? Das sei feme! Aber die Sunde, auf daß sie erscheine, wie sie Sunde ist, hat sie mir durch das Gute den Tod gewirket, auf daß die Sunde würde uberaus sündig durchs Gebot. Denn wirwissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sunde verkauft. Denn ich weift nicht, was, ich tue; denn ich tue nicht, was ich will, sondern was ich hasse, das tue ich. So ich aber das tue, was ich nicht will, so willige ich, daß das Gesetz gut sei. So tue nun ich dasselbige nicht, sondern die Sunde, die in mirwohnet. Denn ich weift, daß in mir, das ist, in meinem Fleische, wohnet nichts Gutes. Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht, Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht, sondern das Bose, das ich nicht will, das tue ich. So ich aber tue, was ich nicht will, so tue ich dasselbige nicht, sondern die Sunde, die in mir wohnet. So finde ich mir nun ein Gesetz, der ich will das Gute tun, daü mir das Bose anhanget. Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. Ich sehe aber ein ander Gesetz in meinen Gliedern, das da widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüte und nimmt mich gefangen in der Sunde Gesetz, welches ist in meinen Gliedern. Ich elender Mensch, wer wird mich erlosen von dem Leibe dieses Todes? Ich danke Gott durch Jesum Christum, unsern Herrn. So diene ich nun mit dem Gemute dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetze der Sunde.

Readings follow the 1662 Book of Common Prayer (public domain). Scripture text is in the public domain. (Luther Bibel)

Today's readings, every morning

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