Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Acts 8:9-17

Es war aber ein Mann mit Namen Simon, der zuvor in derselbigen Stadt Zauberei trieb und bezauberte das samaritische Volk und gab vor, er ware etwas Großes. Und sie sahen alle auf ihn, beide, klein und groß, und sprachen: Der ist die Kraft Gottes, die da groß ist! Sie sahen aber darum auf ihn, daß er sie lange Zeit mit seiner Zauberei bezaubert hatte. Da sie aber den Predigten des Philippus glaubten von dem Reich Gottes und von dem Namen Jesu Christi, ließen sich tauten beide, Manner und Weiber. Da ward auch der Simon glaubig und ließ sich taufen und hielt sich zu Philippus. Und als er sah die Zeichen und Taten, die da geschahen, verwunderte er sich. Da aber die Apostel horeten zu Jerusalem, daß Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Petrus und Johannes. Welche, da sie hinabkamen, beteten sie über sie, daß sie den Heiligen Geist empfingen. (Denn erwar noch auf keinen gefallen, sondern waren allein getauft auf den Namen Christi Jesu.) Da legten sie die Hande auf sie, und sie empfingen den Heiligen Geist.

First Reading

Isaiah 6

Des Jahrs, da der Konig Usia starb, sah ich den HERRN sitzen auf einem hohen und erhabenen Stuhl; und sein Saum fullete den Tempel. Seraphim stunden uber ihm, ein jeglicher hatte sechs Flugel; mitzween deckten sie ihr Antlitz, mit zween deckten sie ihre Fülie und mit zween flogen sie. Und einer riefzum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll! dal$ die Uberschwellen bebeten von der Stimme ihres Rufens, und das Haus ward voll Rauchs. Da sprach ich: Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den Konig, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen. Da flog der Seraphim einer zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, und ruhrete meinen Mund und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen geruhret, dati deine Missetat von dir genommen werde und deine Sunde versohnet sei. Und ich horete die Stimme des HERRN, daß er sprach: Wen soil ich senden? Werwill unser Bote sein? Ich aber sprach: Hie bin ich, sende mich! Und er sprach: Gehe hin und sprich zu diesem Volk: Horet es und verstehet es nicht; sehet es und merket es nicht! Verstocke das Herz dieses Volks und lali ihre Ohren dicke sein und blende ihre Augen, dati sie nicht sehen mit ihren Augen, noch horen mit ihren Ohren, noch verstehen mit ihrem Herzen und sich bekehren und genesen. Ich aber sprach: HERR, wie lange? Er sprach: Bis daß die Stadte wüste werden ohne Einwohner und Hauser ohne Leute und das Feld ganz wüst liege. Denn der HERR wird die Leute feme wegtun, daß das Land sehr verlassen wird. Doch soil noch das zehnte Teil drinnen bleiben; denn es wird weggeführet und verheeret werden wie eine Eiche und Linde, welche den Stamm haben, obwohl ihre Blatter abgestoßen werden. Ein heiliger Same wird solcher Stamm sein.

First Reading

2 Samuel 18:1-18

Und David ordnete das Volk, das bei ihm war, und setzte über sie Hauptleute über tausend und über hundert. Und sandte aus des Volks einen dritten Teil unter Joab und einen dritten Teil unter Abisai, dem Sohn Zerujas, Joabs Bruder, und einen dritten Teil unter Ithai, dem Gethiter. Und der Konig sprach zum Volk: Ich will auch mit euch ausziehen. Aber das Volk sprach: Du sollst nicht ausziehen; denn ob wir gleich fliehen Oder die Halfte sterben, so werden sie sich unser nicht annehmen; denn du bist, als wenn unser zehntausend waren; so ist's nun besser, dafi du uns aus der Stadt helfen mogest. Der Konig sprach zu ihnen: Was euch gefallt, das will ich tun. Und der Konig trat ans Tor, und alles Volk zog aus bei Hunderten und bei Tausenden. Und der Konig gebot Joab und Abisai und Ithai und sprach: Fahret mir sauberlich mit dem Knaben Absalom! Und alles Volk horete es, da der Konig gebot alien Hauptleuten urn Absalom. Und da das Volk hinauskam aufs Feld Israel entgegen, hub sich der Streit im Walde Ephraim. Und das Volk Israel ward daselbst geschlagen vor den Knechten Davids, daß desselben Tages eine grolie Schlacht geschah, zwanzigtausend Mann. Und war daselbst der Streit zerstreuet auf allem Lande; und der Wald frali viel mehr Volks des Tages, denn das Schwert frali. Und Absalom begegnete den Knechten Davids und ritt auf einem Maul. Und da das Maul unter eine grolie dicke Eiche kam, behing sein Haupt an der Eiche und schwebte zwischen FHimmel und Erde; aber sein Maul lief unter ihm weg. Da das ein Mann sah, sagte er's Joab an und sprach: Siehe, ich sah Absalom an einer Eiche hangen. Und Joab sprach zu dem Manne, der es ihm hatte angesagt: Siehe, sahest du das? Warum schlugest du ihn nicht daselbst zur Erde? so wollte ich dir von meinetwegen zehn Silberlinge und einen Gürtel gegeben haben. Der Mann sprach zu Joab: Wenn du mir tausend Silberlinge in meine FHand gewogen hattest, so wollte ich dennoch meine Hand nicht an des Konigs Sohn gelegt haben. Denn der Konig gebot dir und Abisai und Ithai vorunsern Ohren und sprach: Hutet euch, daß nicht jemand dem Knaben Absalom (Leid tue)! Oder wenn ich etwas Falsches getan hatte auf meiner Seele Fahr, weil dem Konige nichts verhohlen wird, wurdest du selbst wider mich gestanden sein. Joab sprach: Ich kann nicht so lange bei dir verziehen. Da nahm Joab drei Spielie in seine Hand und stiefi sie Absalom ins Herz, da er noch lebte an der Eiche. Und zehn Knaben, Joabs Waffentrager, machten sich umher und schlugen ihn zu Tode. Da blies Joab die Posaune und brachte das Volk wieder, da(S es nicht weiter Israel nachjagte; denn Joab wollte des Volks verschonen. Und sie nahmen Absalom und warfen ihn in den Wald in eine grolie Grube und legten einen sehr grolien Haufen Steine auf ihn. Und das ganze Israel floh, ein jeglicher in seine Hutte. Absalom aber hatte ihm eine Saule aufgerichtet, da er noch lebte, die stehet im Kdnigsgrunde. Denn er sprach: Ich habe keinen Sohn, darum soil dies meines Namens Gedachtnis sein; und hiefi die Saule nach seinem Namen und heilit auch bis auf diesen Tag Absaloms Raum.

Morning Prayer — First Lesson

Deuteronomy 6

Dies sind aber die Gesetze und Gebote und Rechte, die der HERR, euer Gott, geboten hat, dati ihr sie lernen und tun sollt im Lande, dahin ihr ziehet, dasselbe einzunehmen daü du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, und haltest alle seine Rechte und Gebote, die ich dir gebiete, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, alle eure Lebtage, auf dati ihr lange lebet. Israel, du sollst horen und behalten, daß du es tust, dati dir's wohlgehe, und sehr vermehret werdest; wie der HERR, deiner Vater Gott, dir geredet hat, ein Land, da Milch und Honig innen fleulit. Hore, Israel, der HERR, unser Gott, ist ein einiger HERR. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allem Vermogen. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen. Und sollst sie deinen Kindern scharfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest Oder auf dem Wege gehest, wenn du dich niederlegest Oder aufstehest. Und sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sollen direin Denkmal vor deinen Augen sein. Und sollst sie uber deines Hauses Pfosten schreiben und an die Tore. Wenn dich nun der HERR, dein Gott, in das Land bringen wird, das er deinen Vatern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, dirzu geben, grolie und feine Stadte, die du nicht gebauet hast, und Hauser alles Guts voll, die du nicht gefullet hast, und ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, und Weinberge und Olberge, die du nicht gepflanzt hast, dafi du essest und satt wirst: so hute dich, daß du nicht des HERRN vergessest, der dich aus Agyptenland, aus dem Diensthause, gefuhret hat, sondern sollst den HERRN, deinen Gott, furchten und ihm dienen und bei seinem Namen schworen. Und sollst nicht andern Gottern nachfolgen, der Volker, die urn euch her sind; denn der HERR, dein Gott, ist ein eifriger Gott unter dir; daß nicht der Zorn des HERRN, deines Gottes, uber dich ergrimme und vertilge dich von der Erde. Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn versuchtet zu Massa, sondern sollt halten die Gebote des HERRN, eures Gottes, und seine Zeugnisse und seine Rechte, die er geboten hat, dati du tust, was recht und gut ist vor den Augen des HERRN, auf daß dir's wohlgehe, und eingehest und einnehmest das gute Land, das der HERR geschworen hat deinen Vatern, dati er verjage alle deine Feinde vor dir, wie der HERR geredet hat. Wenn dich nun dein Sohn heute Oder morgen fragen wird und sagen: Was sind das fur Zeugnisse, Gebote und Rechte, die euch der HERR, unser Gott, geboten hat? so sollst du deinem Sohn sagen: Wirwaren Knechte des Pharao in Agypten, und der HERR führete uns aus Agypten mit machtiger Hand; und der HERR tat grotie und bose Zeichen und Wunder uber Agypten und Pharao und all seinem Hause vor unsern Augen; und führete uns von dannen, auf dati er uns einfuhrete und gabe uns das Land, das er unsern Vatern geschworen hatte; und hat uns geboten, der HERR, zu tun nach alien diesen Rechten, daß wir den HERRN, unsern Gott, furchten, auf daß uns wohlgehe alle unsere Lebtage, wie es gehet heutigestages. Und es wird unsere Gerechtigkeit sein vor dem HERRN, unserm Gott, so wir halten und tun alle diese Gebote, wie er uns geboten hat.

Epistle

James 1:22-27

Seid aber Tater des Worts und nicht Horer allein, damit ihr euch selbst betruget. Denn so jemand ist ein Horer des Worts und nicht ein Tater, der ist gleich einem Mann, der sein leiblich Angesicht im Spiegel beschauet; denn nachdem er sich beschauet hat, gehet er von Stund' an davon und vergisset, wie er gestaltet war. Wer aber durchschauet in das voll kommene Gesetz der Freiheit und darinnen beharret und ist nicht ein vergelilicher Horer, sondern ein Tater, derselbige wird selig sein in seiner Tat. So aber sich jemand unter euch lasset dunken, er diene Gott, und halt seine Zunge nicht im Zaum, sondern verfuhret sein Herz, des Gottesdienst ist eitel. Ein reinerund unbefleckter Gottesdienst vor Gott dem Vater ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trubsal besuchen und sich von der Welt unbefleckt behalten.

First Reading

Exodus 27

Und sollst einen Altar machen von Fohrenholz, fünf Ellen lang und breit, daß er gleich viereckig sei, und drei Ellen hoch. Horner sollst du auf seine vier Ecken machen, und sollst ihn mit Erz uberziehen. Mache auch Aschentopfe, Schaufeln, Becken, Kreuel, Kohlpfannen; alle seine Gerate sollst du von Erz machen. Du sollst auch ein ehern Gitter machen wie ein Netz und vier eherne Ringe an seine vier Orte. Du sollst es aber von unten auf um den Altar machen, daß das Gitter reiche bis mitten an den Altar. Und sollst auch Stangen machen zu dem Altar von Fohrenholz, mit Erz uberzogen. Und sollst die Stangen in die Ringe tun, daß die Stangen seien an beiden Seiten des Altars, damit man ihn tragen moge. Und sollst ihn also von Brettern machen, daß er inwendig hohl sei, wie dir auf dem Berge gezeiget ist. Du sollst auch der Wohnung einen Hof machen, einen Umhang von gezwirnter weilier Seide, auf einer Seite hundert Ellen lang, gegen dem Mittag, Und zwanzig Saulen auf zwanzig ehernen Fufien, und ihre Knaufe mit ihren Reifen von Silber. Also auch gegen Mitternacht soli sein ein Umhang, hundert Ellen lang; zwanzig Saulen auf zwanzig ehernen Fufien, und ihre Knaufe mit ihren Reifen von Silber. Aber gegen dem Abend soil die Breite des Hofes haben einen Umhang fünfzig Ellen lang, zehn Saulen auf zehn Fülien. Gegen dem Morgen aber soli die Breite des Hofes haben fünfzig Ellen, also daß der Umhang habe auf einer Seite funfzehn Ellen, dazu drei Saulen auf dreien Fülien, und aber funfzehn Ellen aufderandern Seite, dazu drei Saulen auf dreien Fulien. Aber in dem Tor des Hofes soli ein Tuch sein, zwanzig Ellen breit, gewirket von gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weilier Seide, dazu vier Saulen auf ihren vier Fulien. Alle Saulen um den Hof her sollen silberne Reife und silberne Knaufe und eherne Fülie haben. Und die Lange des Hofes soil hundert Ellen sein, die Breite fünfzig Ellen, die Hohe fünf Ellen, von gezwirnter weilier Seide; und seine Fulie sollen ehern sein. Auch alle Gerate der Wohnung zu allerlei Amt und alle seine Nagel und alle Nagel des Hofes sollen ehern sein. Gebeut den Kindern Israel, daß sie zu dir bringen das allerreinste lautere 01 von Olbaumen gestolien, zur Leuchte, das man allezeit oben in die Lampen tue in der Hütte des Stifts auüer dem Vorhang, der vor dem Zeugnis hanget. Und Aaron und seine Sohne sollen sie zurichten, beide des Morgens und des Abends, vor dem HERRN. Das soil euch eine ewige Weise sein auf eure Nachkommen unter den Kindern Israel.

Morning Prayer — Second Lesson

Matthew 8

Da er aber vom Berge herabging, folgete ihm viel Volks nach. Und siehe, ein Aussatziger kam und betete ihn an und sprach: Herr, so du willst, kannst du mich wohl reinigen. Und Jesus streckte seine Hand aus, ruhrete ihn an und sprach: Ich will's tun; sei gereiniget! Und alsbald ward er von seinem Aussatz rein. Und Jesus sprach zu ihm: Siehe zu, sag's niemand, sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere die Gabe, die Mose befohlen hat, zu einem Zeugnis uber sie. Da aber Jesus einging zu Kapernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegtzu Hause und ist gichtbruchig und hat grolie Qual. Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach gehest, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn ich bin ein Mensch, dazu der Obrigkeit untertan, und habe unter mir Kriegsknechte; noch wenn ich sage zu einem: Gehe hin! so gehet er, und zum andern: Komm her! so kommt er, und zu meinem Knecht: Tue das! so tut er's. Da das Jesus horete, verwunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgeten: Wahrlich, ich sage euch, solchen Glauben habe ich in Israel nicht funden. Aber ich sage euch: Viele werden kommen vom Morgen und vom Abend und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich sitzen. Aber die Kinder des Reichs werden ausgestolien in die aulierste Finsternis hinaus, da wird sein Heulen und Zahneklappen. Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin; dirgeschehe, wie du geglaubt hast! Und sein Knecht ward gesund zu derselbigen Stunde. Und Jesus kam in des Petrus Haus und sah, daß seine Schwieger lag und hatte das Fieber. Da griff erihre Hand an, und das Fieber verliefi sie. Und sie stund auf und dienete ihnen. Am Abend aber brachten sie viel Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit Worten und machte allerlei Kranke gesund, auf daß erfüllet wurde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: Er hat unsere Schwachheit auf sich, genommen und unsere Seuche hat ergetragen. Und da Jesus viel Volks urn sich sah, hiefi er hinuber jenseit des Meeres fahren. Und es trat zu ihm ein Schriftgelehrter, der sprach zu ihm: Meister, ich will dir folgen, wo du hingehest. Jesus sagte zu ihm: Die Fuchse haben Gruben, und die Vogel unter dem Himmel haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hinlege. Und ein anderer unter seinen Jungern sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, daß ich hingehe und zuvor meinen Vater begrabe. Aber Jesus sprach zu ihm: Folge du mir und lali die Toten ihre Toten begraben! Und er trat in das Schiff, und seine Jünger folgeten ihm. Und siehe, da erhub sich ein groli Ungestüm im Meer, also daß auch das Schifflein mit Wellen bedeckt ward; und er schüef. Und die Junger traten zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: Herr, hilf uns, wir verderben! Da sagte erzu ihnen: Ihr Kleinglaubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und stund auf und bedrauete den Wind und das Meer; da ward es ganz stille. Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Was ist das fur ein Mann, daß ihm Wind und Meer gehorsam ist? Und er kam jenseit des Meeres in die Gegend der Gergesener. Da liefen ihm entgegen zwei Besessene, die kamen aus den Totengrabern und waren sehr grimmig, also daü niemand dieselbige Stralie wandeln konnte. Und siehe, sie schrieen und sprachen: Ach Jesu, du Sohn Gottes, was haben wir mit dir zu tun? Bist du herkommen, uns zu qualen, ehe denn es Zeit ist? Es war aber feme von ihnen eine grofie Herde Saue an der Weide. Da baten ihn die Teufel und sprachen: Willst du uns austreiben, so erlaube uns, in die Herde Saue zu fahren. Und er sprach: Fahret hin! Da fuhren sie aus und fuhren in die Herde Saue. Und siehe, die ganze Herde Saue sturzete sich mit einem Sturm ins Meer und ersoffen im Wasser. Und die Hirten flohen und gingen hin in die Stadt und sagten das alles, und wie es mit den Besessenen ergangen war. Und siehe, da ging die ganze Stadt heraus Jesu entgegen. Und da sie ihn sahen, baten sie ihn, daß er von ihrer Grenze weichen wollte.

Responsorial Psalm

Psalm 54

Eine Unterweisung Davids, vorzusingen auf Saitenspielen, da die von Siph kamen und sprachen zu Saul: David hat sich bei uns verborgen. Hilf mir, Gott, durch deinen Namen und schaffe mir Recht durch deine Gewalt. Gott, erhore mein Gebet; vernimm die Rede meines Mundes! Denn Stolze setzen sich wider mich, und Trotzige stehen mir nach meiner Seele und haben Gott nicht vor Augen. Sela. Siehe, Gott stehet mir bei; der HERR erhalt meine Seele. Erwird die Bosheit meinen Feinden bezahlen. Zerstore sie durch deine Treue! So will ich dir ein Freudenopfer tun und deinem Namen, HERR, danken, dad er so trostlich ist. Denn du errettest mich aus aller meiner Not, daß mein Auge an meinen Feinden Lust siehet.

Gospel

John 16:23-30

Und an demselbigen Tage werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinen Namen, so wird er's euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen sei. Solches hab' ich zu euch durch Sprichworter geredet. Es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprichworter mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkundigen von meinem Vater. An demselbigen Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, daü ich den Vater fur euch bitten will; denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum daß ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und kommen in die Welt; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm seine Junger: Siehe, nun redest du frei heraus und sagest kein Sprichwort. Nun wissen wir, daß du alle Dinge weilit und bedarfst nicht, daß dich jemand frage. Darum glauben wir, daß du von Gott ausgegangen bist.

Responsorial Psalm

Psalm 121

Ein Lied im hohern Chor. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt. Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Erwird deinen Fuß nichtgleiten lassen; und der dich behutet, schlaft nicht. Siehe, der Hüter Israels schlaft noch schlummert nicht. Der HERR behutet dich; der HERR ist dein Schatten uber deiner rechten Hand, daß dich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts. Der HERR behute dich vorallem Ubel; er behute deine Seele! Der HERR behute deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

Responsorial Psalm

Psalm 130

Ein Lied im hohern Chor. Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir. HERR, hore meine Stimme; lali deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens! So du willst, HERR, Sünde zurechnen, HERR, wer wird bestehen? Denn bei dir ist die Vergebung, daß man dich furchte. Ich harre des HERRN; meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele wartet auf den HERRN von einer Morgenwache bis zur andern. Israel hoffe auf den HERRN; denn bei dem HERRN ist die Gnade und viel Erlosung bei ihm; und erwird Israel erlosen aus alien seinen Sunden.

Responsorial Psalm

Psalm 128

Ein Lied im hohern Chor. Wohl dem, der den HERRN furchtet und auf seinen Wegen gehet! Du wirst dich nahren deiner Hande Arbeit; wohl dir, du hast's gut! Dein Weib wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock urn dein Haus herum, deine Kinder wie die Olzweige um deinen Tisch her. Siehe, also wird gesegnet der Mann, der den HERRN furchtet. Der HERR wird dich segnen aus Zion, daß du sehest das Gluck Jerusalems dein Leben lang und sehest deiner Kinder Kinder. Friede uber Israel!

Evening Prayer — First Lesson

Deuteronomy 9

Hore, Israel, du wirst heute uber den Jordan gehen, daß du einkommest, einzunehmen die Volker, die groißer und starker sind denn du, groiße Stadte, vermauert bis in den Himmel, ein groß, hoch Volk, die Kinder Enakim, die du erkannt hast, von denen du auch gehoret hast: Wer kann wider die Kinder Enaks bestehen? So sollst du wissen heute, daß der HERR, dein Gott, gehet vor dir her, ein verzehrend Feuer. Erwird sie vertilgen und wird sie unterwerfen vor dir her und wird sie vertreiben und umbringen bald, wie dir der HERR geredet hat. Wenn nun der HERR, dein Gott, sie ausgestoißen hat vor dir her, so sprich nicht in deinem Herzen: Der HERR hat mich hereingeführet, das Land einzunehmen, urn meiner Gerechtigkeit willen, so doch der HERR diese Heiden vertreibet vor dir her urn ihres gottlosen Wesens willen. Denn du kommst nicht herein, ihr Land einzunehmen, urn deiner Gerechtigkeit und deines aufrichtigen Herzens willen, sondern der HERR, dein Gott, vertreibt diese Heiden urn ihres gottlosen Wesens willen, daß er das Wort halte, das der HERR geschworen hat deinen Vatern, Abraham, Isaak und Jakob. So wisse nun, daß der HERR, dein Gott, dir nicht urn deiner Gerechtigkeit willen dies gute Land gibt einzunehmen, sintemal du ein halsstarrig Volk bist. Gedenke und vergüß nicht, wie du den HERRN, deinen Gott, erzurnetest in der Wuste. Von dem Tage an, da du aus Agyptenland zogest, bis ihr kommen seid an diesen Ort, seid ihr ungehorsam gewesen dem HERRN. Denn in Horeb erzurnetet ihr den HERRN, also daß er vor Zorn euch vertilgen wollte; da ich auf den Berg gegangen war, die steinernen Tafeln zu empfahen, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit euch machte, und ich vierzig Tage und vierzig Nachte auf dem Berge blieb und kein Brot aß und kein Wasser trank, und mir der HERR die zwo steinernen Tafeln gab, mit dem Finger Gottes beschrieben, und darauf alle Worte, wie der HERR mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet hatte am Tage der Versammlung. Und nach den vierzig Tagen und vierzig Nachten gab mir der HERR die zwo steinernen Tafeln des Bundes und sprach zu mir: Mache dich auf, gehe eilend hinab von hinnen; denn dein Volk, das du aus Agypten gefuhret hast, hat's verderbet. Sie sind schnell getreten von dem Wege, den ich ihnen geboten habe; sie haben ihnen ein gegossen Bild gemacht. Und der HERR sprach zu mir: Ich sehe, daß dies Volk ein halsstarrig Volk ist. Laft ab von mir, dad ich sie vertilge und ihren Namen austilge unter dem Himmel; ich will aus dir ein starker und grader Volk machen, denn dies ist. Und als ich mich wandte und von dem Berge ging, der mit Feuer brannte, und die zwo Tafeln des Bundes auf meinen beiden Handen hatte, da sah ich, und siehe, da hattet ihreuch an dem HERRN, eurem Gott, versundiget, dad ihreuch ein gegossen Kalb gemacht und bald von dem Wege getreten waret, den euch der HERR geboten hatte. Da fadete ich beide Tafeln und warf sie aus beiden Handen und zerbrach sie vor euren Augen. Und fiel vor dem HERRN, wie zuerst, vierzig Tage und vierzig Nachte und ad kein Brot und trank kein Wasser urn aller eurer Sunden willen, die ihr getan hattet, da ihr solches Ubel tatet vor dem HERRN, ihn zu erzurnen. Denn ich furchtete mich vor dem Zorn und Grimm, damit der HERR über euch erzürnet war, dad er euch vertilgen wollte. Aber der HERR erhorete mich dasmal auch. Auch war der HERR sehr zornig uber Aaron, dad er ihn vertilgen wollte; aber ich bat auch fur Aaron zur selbigen Zeit. Aber eure Sunde, das Kalb, das ihr gemacht hattet, nahm ich und verbrannte es mit Feuer und zerschlug es und zermalmete es, bis es Staub ward, und warf den Staub in den Bach, der vom Berge fleudt. Auch so erzurnetet ihr den HERRN zu Thabeera und zu Massa und bei den Lustgrabern. Und da ereuch aus Kades-Barnea sandte und sprach: Gehet hinauf und nehmet das Land ein, das ich euch gegeben habe, waret ihr ungehorsam des HERRN Mund, eures Gottes, und glaubtet an ihn nicht und gehorchtet seiner Stimme nicht. Denn ihrseid ungehorsam dem HERRN gewesen, solange ich euch gekannt habe. Da fiel ich vor dem HERRN vierzig Tage und vierzig Nachte, die ich da lag; denn der HERR sprach, er wollte euch vertilgen. Ich aber bat den HERRN und sprach: Herr, HERR, verderbe dein Volk und dein Erbteil nicht, das du durch deine groüe Kraft erloset und mit machtiger Hand aus Agypten gefuhret hast! Gedenke an deine Knechte, Abraham, Isaak und Jakob. Sieh nicht an die Hartigkeit und das gottlose Wesen und Sunde dieses Volks, daß nicht das Land sage, daraus du uns gefuhret hast: Der HERR konnte sie nicht ins Land bringen, das er ihnen geredet hatte, und hat sie darum ausgefuhret, daß er ihnen gram war, daß er sie totete in der Wüste. Denn sie sind dein Volk und dein Erbteil, das du mit deinen groften Kraften und mit deinem ausgereckten Arm hast ausgefuhret.

Second Reading

Acts 10

Es war aber ein Mann zu Casarea mit Namen Cornelius, ein Hauptmann von der Schar, die da heiftt die welsche, gottselig und gottesfurchtig samt seinem ganzen Hause und gab dem Volk viel Almosen und betete immer zu Gott. Der sah in einem Gesichte offenbarlich urn die neunte Stunde am Tage einen Engel Gottes zu ihm eingehen, der sprach zu ihm: Cornelius! Er aber sah ihn an, erschrak und sprach: Herr, was ist's? Er aber sprach zu ihm: Dein Gebet und deine Almosen sind hinaufkommen ins Gedachtnis vor Gott. Und nun sende Manner gen Joppe und laft fordern Simon mit dem Zunamen Petrus, welcher ist zur Herberge bei einem Gerber Simon, des Haus am Meer liegt; der wird dir sagen, was du tun sollst. Und da der Engel, der mit Cornelius redete, hinweggegangen war, rief er zwei seiner Hausknechte und einen gottesfurchtigen Kriegsknecht von denen, die auf ihn warteten, und erzahlete es ihnen alles und sandte sie gen Joppe. Des andern Tages, da diese auf dem Wege waren und nahe zur Stadt kamen, stieg Petrus hinauf auf den Soller, zu beten, urn die sechste Stunde. Und als er hungrig ward, wollte er essen. Da sie ihm aber zubereiteten, ward er entzuckt und sah den Himmel aufgetan und herniederfahren zu ihm ein Gefaft wie ein graft leinen Tuch, an vier Zipfeln gebunden, und ward niedergelassen auf die Erde. Darinnen waren allerlei vierfuftige Tiere der Erde und wilde Tiere und Gewürm und Vogel des Himmels. Und geschah eine Stimme zu ihm: Stehe auf, Petrus, schlachte und ift! Petrus aber sprach: 0 nein, Herr; denn ich habe noch nie etwas Gemeines Oder Unreines gegessen. Und die Stimme sprach zum andernmal zu ihm: Was Gott gereiniget hat, das mache du nicht gemein. Und das geschah zu drei Malen; und das Gefaft ward wieder aufgenommen gen Himmel. Als aber Petrus sich in sich selbst bekummerte, was das Gesicht ware, das er gesehen hatte, siehe, da fragten die Manner, von Cornelius gesandt, nach dem Hause Simons und stunden an der Tur, riefen und forscheten, ob Simon mit dem Zunamen Petrus allda zur Herberge ware. Indem aber Petrus sich besinnet uber dem Gesichte, sprach der Geistzu ihm: Siehe, drei Manner suchen dich. Aber stehe auf, steige hinab und zieh mit ihnen und zweifle nichts; denn ich habe sie gesandt. Da stieg Petrus hinab zu den Mannern, die von Cornelius zu ihm gesandt waren, und sprach: Siehe, ich bin's, den ihr suchet; was ist die Sache, darum ihr hier seid? Sie aber sprachen: Cornelius, der Hauptmann, ein frommer und gottesfurchtiger Mann und gutes Geruchts bei dem ganzen Volk der Juden, hat einen Befehl empfangen vom heiligen Engel, daß er dich sollte fordern lassen in sein Haus und Worte von dir horen. Da riefersie hinein und herbergete sie. Des andern Tages zog Petrus aus mit ihnen, und etliche Bruder von Joppe gingen mit ihm. Und des andern Tages kamen sie gen Casarea. Cornelius aber wartete auf sie und rief zusammen seine Verwandten und Freunde. Und als Petrus hineinkam, ging ihm Cornelius entgegen und fiel zu seinen Füften und betete ihn an. Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Stehe auf; ich bin auch ein Mensch. Und als er sich mit ihm besprochen hatte, ging er hinein und fand ihrer viel, die zusammenkommen waren. Und er sprach zu ihnen: Ihr wisset, wie es ein ungewohnet Ding ist einem judischen Mann, sich zu tun Oder zu kommen zu einem Fremdling; aber Gott hat mir gezeiget, keinen Menschen gemein Oder unrein zu heiften. Darum habe ich mich nicht geweigert zu kommen, als ich bin hergefordert. So frage ich euch nun, warum ihr mich habt lassen fordern. Cornelius sprach: Ich habe vier Tage gefastet bis an diese Stunde, und urn die neunte Stunde betete ich in meinem Hause. Und siehe, da trat ein Mann vor mich in einem hellen Kleide und sprach: Cornelius, dein Gebet ist erhoret, und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott. So sende nun gen Joppe und laft herrufen einen Simon mit dem Zunamen Petrus, welcher ist zur Herberge in dem Hause des Gerbers Simon an dem Meer; der wird dir, wenn er kommt, sagen. Da sandte ich von Stund' an zu dir. Und du hast wohl getan, daß du kommen bist. Nun sind wir alle hier gegenwartig vor Gott, zu horen alles, was dir von Gott befohlen ist. Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich mit der Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansiehet, sondern in allerlei Volk, wer ihn furchtet und recht tut, der ist ihm angenehm. Ihr wisset wohl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Israel gesandt hat, und verkundigen lassen den Frieden durch Jesum Christum ( welcher ist ein Herr fiber alles), die durchs ganze judische Land geschehen ist und angefangen in Galilaa nach der Taufe, die Johannes predigte: wie Gott denselbigen Jesum von Nazareth gesalbet hat mit dem Heiligen Geiste und Kraft; der umhergezogen ist und hat wohlgetan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwaltiget waren; denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles des, was er getan hat im judischen Lande und zu Jerusalem. Den haben sie getotet und an ein Holz gehanget. Denselbigen hat Gott auferwecket am dritten Tage und ihn lassen offenbar werden, nicht allem Volk, sondern uns, den vorerwahlten Zeugen von Gott, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden ist von den Toten. Und er hat uns geboten, zu predigen dem Volk und zu zeugen, daß er ist verordnet von Gott ein Richter der Lebendigen und der Toten. Von diesem zeugen alle Propheten, daß durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen. Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhoreten. Und die Glaubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus kommen waren, entsetzten sich, daß auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen ward. Denn sie horeten, daß sie mit Zungen redeten und Gott hoch preiseten. Da antwortete Petrus: Mag auch jemand das Wasserwehren, daß diese nicht getaufet werden, die den Heiligen Geist empfangen haben gleichwie auch wir? Und befahl, sie zu taufen in dem Namen des Herm. Da baten sie ihn, daß er etliche Tage dabliebe.

Second Reading

Revelation 9

Und der funfte Engel posaunete. Und ich sah einen Stern, gefallen vom Himmel auf die Erde, und ihm ward der Schlussel zum Brunnen des Abgrunds gegeben. Und er tat den Brunnen des Abgrunds auf. Und es ging auf ein Rauch aus dem Brunnen wie ein Rauch eines großen Ofens; und es ward verfinstert die Sonne und die Luftvon dem Rauch des Brunnens. Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken auf die Erde. Und ihnen ward Macht gegeben, wie die Skorpione auf Erden Macht haben. Und es ward zu ihnen gesagt, daß sie nicht beleidigten das Gras auf Erden noch kein Grünes noch keinen Baum, sondern allein die Menschen, die nicht haben das Siegel Gottes an ihren Stirnen. Und es ward ihnen gegeben, daß sie nicht toteten, sondern sie qualeten fünf Monden lang; und ihre Qual war wie eine Qual vom Skorpion, wenn er einen Menschen hauet. Und in denselbigen Tagen werden die Menschen den Tod suchen und nicht finden; werden begehren zu sterben, und der Tod wird von ihnen fliehen. Und die Heuschrecken sind gleich den Rossen, die zum Kriege bereit sind; und auf ihrem Haupt wie Kronen dem Golde gleich und ihr Antlitz gleich der Menschen Antlitz. Und hatten Haar wie Weiberhaar, und ihre Zahne waren wie der Lowen. Und hatten Panzer wie eiserne Panzer; und das Rasseln ihrer Flugel wie das Rasseln an den Wagen vieler Rosse, die in den Krieg laufen. Und hatten Schwanze gleich den Skorpionen, und es waren Stacheln an ihren Schwanzen; und ihre Macht war, zu beleidigen die Menschen fünf Monden lang. Und hatten uber sich einen Konig, einen Engel aus dem Abgrund; des Name heißt auf hebraisch Abaddon, und auf griechisch hat erden Namen Apollyon. Ein Wehe ist dahin; siehe, es kommen noch zwei Wehe nach dem. Und dersechste Engel posaunete. Und ich horete eine Stimme aus den vier Ecken des guldenen Altars vor Gott, die sprach zu dem sechsten Engel, der die Posaune hatte: Lose auf die vier Engel, gebunden an dem großen Wasserstrom Euphrat. Und eswurden die vier Engel los, die bereit waren auf eine Stunde und auf einen Tag und auf einen Monden und auf ein Jahr, daß sie toteten das dritte Teil der Menschen. Und die Zahl des reisigen Zeuges war viel tausendmal tausend; und ich horete ihre Zahl. Und also sah ich die Rosse im Gesichte, und die daraufsaßen, daß sie hatten feurige und gelbe und schwefelige Panzer; und die Haupter der Rosse wie die Haupter der Lowen; und aus ihrem Munde ging Feuer und Rauch und Schwefel. Von diesen dreien ward getotet der dritte Teil der Menschen von dem Feuer und Rauch und Schwefel, der aus ihrem Munde ging. Denn ihre Macht war in ihrem Munde, und ihre Schwanze waren den Schlangen gleich, und hatten Haupter, und mit denselbigen taten sie Schaden. Und blieben noch Leute, die nicht getotet wurden von diesen Plagen noch, Buße taten fur die Werke ihrer Hande, daß sie nicht anbeteten die Teufel und die guldenen, silbernen, ehernen, steinernen und holzernen Gotzen, welche weder sehen noch horen noch wandeln konnen, die auch nicht Buße taten fur ihre Morde, Zauberei, Hurerei und Dieberei.

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Titus 3:1-8

Erinnere sie, daß sie den Fursten und der Obrigkeit untertan und gehorsam seien, zu allem guten Werk bereit seien, niemand lastern, nicht hadern, gelinde seien, alle Sanftmutigkeit beweisen gegen alle Menschen. Denn wir waren auch weiland unweise, ungehorsam, irrig, dienend den Lusten und mancherlei Wollusten und wandelten in Bosheit und Neid und hasseten uns untereinander. Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes, unsers Heilandes, nicht urn der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes, welchen er.ausgegossen hat uber uns reichlich durch Jesum Christum, unsern Heiland, auf dafi wir durch desselbigen Gnade gerecht und Erben seien des ewigen Lebens nach der Hoffnung. Das ist je gewifilich wahr. Solches will ich, dafi du test lehrest, auf daß die, so an Gott glaubig sind worden, in einem Stand guter Werke funden werden. Solches ist gut und nütze den Menschen.

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1 Peter 5:1-10

Die Altesten, so unter euch sind, ermahne ich, der Mitalteste und Zeuge der Leiden, die in Christo sind, und teilhaftiq der Herrlichkeit, die offenbaret werden soil: Weidet die Herde Christi, so euch befohlen ist, und sehetwohl zu, nicht gezwungen, sondern williglich, nicht urn schandlichen Gewinns willen, sondern von Herzensgrund, nicht als die uber das Volk herrschen, sondern werdet Vorbilder der Herde; so werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unverwelkliche Krone der Ehren empfangen. Desselbigengleichen, ihr Jungen, seid untertan den Altesten. Allesamt seid untereinander untertan und haltet test an der Demut; denn Gott widerstehet den Hoffartigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. So demutiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhohe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorget fur euch. Seid nuchtern und wachet; denn euer Widersacher, der Teufel, gehet umher wie ein brullender Lowe und suchet, welchen er verschlinge. Dem widerstehet fest im Glauben und wisset, daß eben dieselbigen Leiden uber eure Bruder in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo Jesu, derselbige wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, starken, kraftigen, grunden.

Gospel

Matthew 20

Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiterzu mieten in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Taglohn, sandte er sie in seinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde und sah andere an dem Markt müßig stehen und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist. Und sie gingen hin. Abermal ging er aus um die sechste und neunte Stunde und tat gleich also. Um die elfte Stunde aber ging er aus und fand andere müßig stehen und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag müßig? Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedinget. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht sein wird, soil euch werden. Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter und gib ihnen den Lohn und hebe an an den letzten bis zu den ersten. Da kamen, die um die elfte Stunde gedinget waren, und empfing ein jeglicher seinen Groschen. Da aber die ersten kamen, meineten sie, sie würden mehr empfahen; und sie empfingen auch ein jeglicher seinen Groschen. Und da sie den empfingen, murreten sie wider den Hausvater und sprachen: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben. Erantwortete aber und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht mit mir eins worden um einen Groschen? Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem letzten geben gleichwie dir. Oder habe ich nicht Macht zu tun, was ich will, mit dem Meinen? Siehest du darum scheel, daß ich so gutig bin? Also werden die Letzten die Ersten, und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwahlet. Und erzog hinauf gen Jerusalem und nahm zu sich die zwolf Jünger besonders auf dem Wege und sprach zu ihnen: Siehe, wir ziehen hinauf gen Jerusalem, und des Menschen Sohn wird den Hohenpriestern und Schriftgelehrten überantwortet werden, und sie werden ihn verdammen zum Tode. Und werden ihn überantworten den Heiden, zu verspotten und zu geißeln und zu kreuzigen. Und am dritten Tage wird er wieder auferstehen. Da trat zu ihm die Mutter der Kinder des Zebedaus mit ihren Sohnen, fiel vor ihm nieder und bat etwas von ihm. Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach zu ihm: Laß diese meine zwei Sohne sitzen in deinem Reiche, einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken. Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. Konnet ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde, und euch taufen lassen mit der Taufe, da ich mit getauft werde? Sie sprachen zu ihm: Jawohl. Und er sprach zu ihnen: Meinen Kelch sollt ihr zwar trinken und mit der Taufe, da ich mit getauft werde, sollt ihr getauft werden, aber das Sitzen zu meiner Rechten und Linken zu geben, stehet mir nicht zu, sondern denen es bereitet ist von meinem Vater. Da das die Zehn horeten, wurden sie unwillig uber die zwei Bruder. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisset, daß die weltlichen Fursten herrschen, und die Oberherren haben Gewalt. So soil es nicht sein unter euch, sondern so jemand will unter euch gewaltig sein, der sei euer Diener; und wer da will der Vornehmste sein, der sei euer Knecht, gleichwie des Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er ihm dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlosung fur viele. Und da sie von Jericho auszogen, folgte ihm viel Volks nach. Und siehe, zwei Blinde saßen am Wege; und da sie horeten, daß Jesus voruberging, schrieen sie und sprachen: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Aber das Volk bedrauete sie, daß sie schweigen sollten. Aber sie schrieen viel mehr und sprachen: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Jesus aber stund stille und rief sie und sprach: Was wollt ihr, daß ich euch tun soil? Sie sprachen zu ihm: Herr, daß unsere Augen aufgetan werden. Und es jammerte Jesum und ruhrete ihre Augen an. Und alsbald wurden ihre Augen wieder sehend, und sie folgten ihm nach.

Evening Prayer — Second Lesson

Romans 9

Ich sage die Wahrheit in Christo und luge nicht, des mir Zeugnis gibt mein Gewissen in dem Heiligen Geist, daß ich grolie Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlali in meinem Herzen habe. Ich habe gewunschet, verbannet zu sein von Christo fur meine Bruder, die meine Gefreundeten sind nach dem Fleisch, die da sind von Israel, welchen gehort die Kindschaft und die Herrlichkeit und der Bund und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheiliung; welcher auch sind die Vater, aus welchen Christus herkommt nach dem Fleische, der da ist Gott uber alles, gelobet in Ewigkeit! Amen. Aber nicht sage ich solches, daß Gottes Wort darum aus sei. Denn es sind nicht alle Israelites die von Israel sind; auch nicht alle, die Abrahams Same sind, sind darum auch Kinder, sondern: In Isaak soli dir der Same genannt sein. Das ist, nicht sind das Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder sind, sondern die Kinder der Verheiliung werden fur Samen gerechnet. Denn dies ist ein Wort der Verheifiung, da er spricht: Um diese Zeit will ich kommen, und Sara soil einen Sohn haben. Nicht allein aber ist's mit dem also, sondern auch, da Rebecka von dem einigen Isaak, unserm Vater, schwanger ward; ehe die Kinder geboren waren und weder Gutes noch Boses getan hatten, auf daß der Vorsatz Gottes bestunde nach der Wahl, ward zu ihr gesagt, nicht aus Verdienst der Werke, sondern aus Gnaden des Berufes, also: Der Groliere soil dienstbar werden dem Kleinern, wie denn geschrieben stehet: Jakob habe ich geliebet, aber Esau habe ich gehasset. Was wollen wir denn hiersagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei feme! Denn er spricht zu Mose: Welchem ich gnadig bin, dem bin ich gnadig, und welches ich mich erbarme, des erbarme ich mich. So liegt es nun nicht an jemandes Wollen Oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen. Denn die Schrift sagt zu Pharao: Eben darum hab' ich dich erweckt, daß ich an dir meine Macht erzeige, auf daß mein Name verkundiget werde in alien Landen. So erbarmet er sich nun; welches er will, und verstocket, welchen er will. So sagest du zu mir: Was schuldiget er denn uns? Wer kann seinem Willen widerstehen? Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, daß du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du mich also? Hat nicht ein Topfer Macht, aus einem Klumpen zu machen ein Fali zu Ehren und das andere zu Unehren? Derhalben, da Gott wollte Zorn erzeigen und kundtun seine Macht, hat er mit grolier Geduld getragen die Gefalie des Zorns, die da zugerichtet sind zur Verdammnis, auf daß er kundtate den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefalien der Barmherzigkeit, die er bereitet hat zur Herrlichkeit, welche er berufen hat, namlich uns, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden. Wie er denn auch durch Hosea spricht: Ich will das mein Volk heilien, das nicht mein Volk war, und meine Liebe, die nicht die Liebe war. Und soli geschehen, an dem Ort, da zu ihnen gesagt ward: Ihr seid nicht mein Volk, sollen sie Kinder des lebendigen Gottes genannt werden. Jesaja aber schreiet fur Israel: Wenn die Zahl der Kinder von Israel würde sein wie der Sand am Meer, so wird doch das Ubrige selig werden; Denn es wird ein Verderben und Steuern geschehen zur Gerechtigkeit, und der Herr wird dasselbige Steuern tun auf Erden. Und wie Jesaja davor sagt: Wenn uns nicht der Herr Zebaoth hatte lassen Samen überbleiben, so waren wir wie Sodom worden und gleichwie Gomorra. Was wollen wir nun hier sagen? Das wollen wir sagen: Die Heiden, die nicht haben nach der Gerechtigkeit gestanden, haben die Gerechtigkeit erlanget; ich sage aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. Israel aber hat dem Gesetz der Gerechtigkeit nachgestanden und hat das Gesetz der Gerechtigkeit nicht überkommen. Warum das? Darum, daß sie es nicht aus dem Glauben, sondern als aus den Werken des Gesetzes suchen. Denn sie haben sich gestolien an den Stein des Anlaufens, wie geschrieben stehet: Siehe da, ich lege in Zion einen Stein des Anlaufens und einen Fels des Argernisses; und wer an ihn glaubet, der soil nicht zuschanden werden.

Gospel

Luke 8:26-39

Und sie schifften fort in die Gegend der Gadarener, welche ist Galilaa gegenuber. Und als er austrat auf das Land, begegnete ihm ein Mann aus der Stadt, der hatte Teufel von langer Zeit her und tat keine Kleider an und blieb in keinem Hause, sondern in den Grabern. Da er aber Jesum sah, schrie er und fiel vor ihm nieder und rief laut und sprach: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesu, du Sohn Gottes, des Allerhochsten? Ich bitte dich, du wollest mich nicht qualen. Denn er gebot dem unsaubern Geist, daß er von dem Menschen ausfuhre; denn er hatte ihn lange Zeit geplaget. Und er war mit Ketten gebunden und mit Fesseln gefangen; und zerrifi die Bande und ward getrieben von dem Teufel in die Wusten. Und Jesus fragte ihn und sprach: Wie heiliest du? Er sprach: Legion. Denn es waren viel Teufel in ihn gefahren. Und sie baten ihn, daß er sie nicht hiefie in die Tiefe fahren. Es war aber daselbst eine grolie Herde Saue auf der Weide auf dem Berge. Und sie baten ihn, daß er ihnen erlaubete, in dieselbigen zu fahren. Und er erlaubte ihnen. Da fuhren die Teufel aus von dem Menschen und fuhren in die Saue. Und die Herde sturzte sich mit einem Sturm in den See und ersoffen. Da aber die Hirten sahen, was da geschah, flohen sie und verkundigten's in der Stadt und in den Dorfern. Da gingen sie hinaus, zu sehen, was da geschehen war; und kamen zu Jesu und fanden den Menschen, von welchem die Teufel ausgefahren waren, sitzend zu den Fülien Jesu, bekleidet und vernunftig; und erschraken. Und die es gesehen hatten, verkundigten's ihnen, wie der Besessene war gesund worden. Und es bat ihn die ganze Menge der umliegenden Lander der Gadarener, daß ervon ihnen ginge. Denn es war sie eine grolie Furcht ankommen. Und er trat in das Schiff und wandte wieder urn. Es bat ihn aber der Mann, von dem die Teufel ausgefahren waren, da(3> er bei ihm mochte sein. Aber Jesus liefi ihn von sich und sprach: Gehe wieder heim und sage, wie grolie Dinge dir Gott getan hat. Und er ging hin und predigte durch die ganze Stadt, wie grolie Dinge ihm Jesus getan hatte.

Gospel

John 6:40-44

Das ist aber der Wille des, der mich gesandt hat, daß, wer den Sohn siehet und glaubet an ihn, habe das ewige Leben; und ich werde ihn auferwecken am Jungsten Tage. Da murreten die Juden daruber, daß er sagte: Ich bin das Brot, das vom Himmel kommen ist, und sprachen: Ist dieser nicht Jesus, Josephs Sohn, des Vater und Mutter wir kennen? Wie spricht erdenn: Ich bin vom Himmel kommen? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Murret nicht untereinander! Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, daß ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am Jungsten Tage.

Gospel

Matthew 19

Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, erhub er sich aus Galilaa und kam in die Grenzen des judischen Landes jenseit des Jordans. Und es folgete ihm viel Volks nach; und er heilete sie daselbst. Da traten zu ihm die Pharisaer, versuchten ihn und sprachen zu ihm: Ist's auch recht, daü sich ein Mann scheide von seinem Weibe urn irgendeine Ursache? Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, daü, der im Anfang den Menschen gemacht hat, der machte, dafi ein Mann und Weib sein sollte, und sprach: Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und werden die zwei ein Fleisch sein? So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefuget hat, das soli der Mensch nicht scheiden. Da sprachen sie: Warum hat denn Mose geboten; einen Scheidebrief zu geben und sich von ihr zu scheiden? Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, zu scheiden von euren Weibern, von eures Herzens Hartigkeit wegen; von Anbeginn aber ist's nicht also gewesen. Ich sage aber euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn urn der Hurerei willen) und freiet eine andere, der bricht die Ehe. Und wer die Abgeschiedene freiet, der bricht auch die Ehe. Da sprachen die Junger zu ihm: Stehet die Sache eines Mannes mit seinem Weibe also, so ist's nicht gut ehelich werden. Er sprach aber zu ihnen: Das Wort fasset nicht jedermann, sondern denen es gegeben ist. Denn es sind etliche verschnitten, die sind aus Mutterleibe also geboren, und sind etliche verschnitten, die von Menschen verschnitten sind, und sind etliche verschnitten, die sich selbst verschnitten haben urn des Himmelreichs willen. Wer es fassen mag.derfasse es. Da wurden Kindlein zu ihm gebracht, daß erdie Hande auf sie legte und betete. Die Junger aber fuhren sie an. Aber Jesus sprach: Lasset die Kindlein und wehret ihnen nicht, zu mirzu kommen; denn solcher ist das Himmelreich. Und legte die Hande auf sie und zog von dannen. Und siehe, einertratzu ihm und sprach: Guter Meister, was soil ich Gutes tun, daü ich das ewige Leben moge haben? Er aber sprach zu ihm: Was heiliest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Willst du aberzum Leben eingehen, so halte die Gebote. Da sprach erzu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Du sollst nicht toten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; ehre Vater und Mutter, und: Du sollst deinen Nachsten lieben wie dich selbst. Da sprach der Jungling zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf; was fehlet mir noch? Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach. Da der Jungling das Wort horete, ging er betrubt von ihm; denn er hatte viel Guter. Jesus aber sprach zu seinen Jungern: Wahrlich, ich sage euch, ein Reicher wird schwerlich ins Himmelreich kommen. Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelohr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. Da das seine Junger horeten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Je, wer kann denn selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist's unmoglich, aber bei Gott sind alle Dinge moglich. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolget; was wird uns dafur? Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, daß ihr, die ihr mir seid nachgefolget, in der Wiedergeburt, da des Menschen Sohn wird sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, werdet ihr auch sitzen auf zwolf Stuhlen und richten die zwolf Geschlechter Israels. Und wer verlafit Hauser Oder Bruder Oder Schwestern Oder Vater Oder Mutter Oder Weib Oder Kinder Oder Acker um meines Namens willen, der wird's hundertfaltig nehmen und das ewige Leben ererben. Aberviele, die da sind die Ersten, werden die Letzten, und die Letzten werden die Ersten sein.

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