Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
1 Corinthians 3:10-17
Ich von Gottes Gnaden, die mir gegeben ist, habe den Grund geiegt als ein weiser Baumeister; ein anderer bauet darauf. Ein jeglicher aber sehe zu, wie er darauf baue. Einen andern Grund kann zwar niemand legen aulier dem, der geiegt ist, welcher ist Jesus Christus. So aberjemand auf diesen Grund bauet Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stoppeln, so wird eines jeglichen Werk offenbar werden; der Tag wird's klar machen. Denn es wird durchs Feuer offenbar werden, und welcherlei eines jeglichen Werk sei, wird das Feuer bewahren. Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebauet hat, so wird er Lohn empfangen. Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er des Schaden leiden; er selbst aber wird selig werden, so doch wie durchs Feuer. Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid, und der Geist Gottes in euch wohnet? So jemand den Tempel Gottes verderbet, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr.
First Reading
Isaiah 37
Da aber der Konig Hiskia das horete, zerrili er seine Kleider und hullete einen Sack urn sich und ging in das Hausdes HERRN. Und sandte Eliakim, den Hofmeister; und Sebena, den Kanzler, samt den altesten Priestern, mit Sacken umhullet, zu dem Propheten Jesaja, dem Sohn Amoz, daß sie zu ihm sprachen: So spricht Hiskia: Das ist ein Tag des Trubsals, Scheltens und Lasterns, und gehet gleich, als wenn die Kinder bis an die Geburt kommen sind, und ist keine Kraft da zu gebaren. Dali doch der HERR, dein Gott, horen wollte die Worte des Erzschenken, welchen sein Herr, der Konig zu Assyrien, gesandt hat, zu lastern den lebendigen Gott und zu schelten mit solchen Worten, wie der HERR, dein Gott, gehort hat! Und du wollest dein Gebet erheben fur die Ubrigen, die noch vorhanden sind. Und die Knechte des Konigs Hiskia kamen zu Jesaja. Jesaja aber sprach zu ihnen: So saget eurem Herrn: Der HERR spricht also: Furchte dich nicht vor den Worten, die du gehort hast, mit welchen mich die Knaben des Konigs zu Assyrien geschmahet haben. Siehe, ich will ihm einen andern Mut machen, und soil etwas horen, daß erwieder heimziehe in sein Land; und will ihn durchs Schwert fallen in seinem Lande. Da aber der Erzschenke wiederkam, fand er den Konig zu Assyrien streiten wider Libna; denn er hatte gehort, daß er von Lachis gezogen war. Denn es kam ein Gerucht von Thirhaka, der Mohren Konige, sagend: Er ist ausgezogen, wider dich zu streiten. Da er nun solches horete, sandte er Boten zu Hiskia und lieli ihm sagen: Saget Hiskia, dem Konige Judas, also: Lali dich deinen Gott nicht betrugen, auf den du dich verlassest und sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hand des Konigs zu Assyrien gegeben werden. Siehe, du hast gehort, was die Konige zu Assyrien getan haben alien Landen und sie verbannet; und du solltest errettet werden? Haben auch die Gotter der Heiden die Lander errettet, welche meine Vater verderbet haben, als Gosan, Haran, Rezeph und die Kinder Eden zu Thelassar? Wo ist der Konig zu Hamath und der Konig zu Arpad und der Konig der Stadt Sepharvaim, Hena und Iwa? Und da Hiskia den Brief von den Boten empfangen und gelesen hatte, ging er hinauf in das Haus des HERRN und breitete ihn aus vor dem HERRN. Und Hiskia betete zum HERRN und sprach: HERR Zebaoth, du Gott Israels, derdu uber den Cherubim sitzest, du bist alleine Gott uber alle Konigreiche auf Erden; du hast Himmel und Erde gemacht. HERR, neige deine Ohren und hore doch! HERR, tue deine Augen auf und siehe doch! Hore doch alle die Worte Sanheribs, die er gesandt hat, zu schmahen den lebendigen Gott! Wahr ist's, HERR, die Konige zu Assyrien haben wüste gemacht alle Konigreiche samt ihren Landen und haben ihre Gotter ins Feuer geworfen; denn sie waren nicht Gotter, sondern Menschenhande Werk, Holz und Stein. Die sind umgebracht. Nun aber, HERR, unser Gott, hilf uns von seiner Hand, auf daß alle Konigreiche, auf Erden erfahren, daß du HERR seiest alleine. Da sandte Jesaja, der Sohn Amoz, zu Hiskia und lieli ihm sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Dali du mich gebeten hast des Konigs Sanherib halben zu Assyrien, so ist das, das der HERR von ihm redet: Die Jungfrau Tochter Zion verachtet dich und spottet dein, und die Tochter Jerusalem schüttelt das Haupt dir nach. Wen hast du geschmahet und gelastert? Liber wen hast du die Stimme erhoben? und hebest deine Augen empor wider den Heiligen in Israel. Durch deine Knechte hast du den HERRN geschandet und sprichst: Ich bin durch die Menge meiner Wagen herauf gezogen auf die Hohe der Berge an den Seiten Libanons und habe seine hohen Zedern abgehauen samtseinen auserwahlten Tannen und bin durch die Hohe bis ans Ende kommen, an diesen Wald auf dem Lande. Ich habe gegraben und getrunken die Wasser und habe mit meinen Fußsohlen ausgetrocknet alle verwahrten Wasser. Hast du aber nicht gehort, daß ich vorzeiten also getan habe und vor alters so gehandelt und tue jetzt auch also, dafi feste Stadte zerstoret werden zu Steinhaufen, und ihre Einwohner geschwacht und zaghaft werden und mit Schanden bestehen und werden zu Feldgras und zu grunem Kraut, als Heu auf den Dachern, welches dorret, ehe denn es reif wird? Ich kenne aber deine Wohnung, deinen Auszug und Einzug und dein Toben wider mich. Weil du denn wider mich tobest und dein Stolz herauf vor meine Ohren kommen ist, will ich dir einen Ring an die Nase legen und ein Gebiß in dein Maul und will dich des Weges wieder heimfuhren, des du kommen bist. Das sei dir aber das Zeichen: Iß dies Jahr, was zertreten ist, das, andere Jahr, was selbst wachset; des dritten Jahrs saet und erntet, pflanzet Weinberge und esset ihre Fruchte. Denn die Erretteten vom Hause Juda und die überbleiben werden noch wiederum unter sich wurzeln und fiber sich Frucht tragen. Denn von Jerusalem werden noch ausgehen, die uberblieben sind, und die Erretteten von dem Berge Zion. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth. Darum spricht der HERR also vom Konige zu Assyrien: Er soil nicht kommen in diese Stadt und soil auch keinen Pfeil daselbst hinschießen und kein Schild davor kommen und soil keinen Wall urn sie schutten, sondern des Weges, des er kommen ist, soli er wiederkehren, daß er in diese Stadt nicht komme, spricht der HERR. Denn ich will diese Stadt schutzen, daß ich ihr aushelfe urn, meinetwillen und urn meines Dieners Davids willen. Dafuhraus der Engel des HERRN und schlug im assyrischen Lager hundertundfunfundachtzigtausend Mann. Und da sie sich des Morgens fruh aufmachten, siehe, da lag es alles eitel tote Leichname. Und der Konig zu Assyrien, Sanherib, brach auf, zog weg und kehrete wieder heim und blieb zu Ninive. Es begab sich auch, da er anbetete im Hause Nisrochs, seines Gottes, schlugen ihn seine Sohne Adramelech und Sarezer mit dem Schwert; und sie flohen ins Land Ararat. Und sein Sohn Assar-Haddon ward Konig an seiner Statt.
First Reading
2 Kings 22:1-20
Josia war acht Jahre alt, da er Konig ward, und regierete einundddreitüg Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hiefi Jedida, eine Tochter Adajas von Bazkath. Und tat, das dem HERRN wohlgefiel; und wandelte in allem Wege seines Vaters David und wich nicht weder zur Rechten noch zur Linken. Und im achtzehnten Jahrdes Konigs Josia sandte der Konig hin Saphan, den Sohn Azaljas, des Sohns Mesuliams, den Schreiber, in das Haus des HERRN und sprach: Gehe hinauf zu dem Hohenpriester Hilkia, daß man ihnen gebe das Geld, das zum Hause des HERRN gebracht ist, das die Huter an der Schwelle gesammelt haben vom Volk, daü sie es geben den Arbeitern, die bestellet sind im Hause des HERRN, und geben es den Arbeitern am Hause des HERRN, daß sie bessern, was baufallig ist am Hause, namlich den Zimmerleuten und Bauleuten und Maurern, und die da Holz und gehauene Steine kaufen sollen, das Haus zu bessern; doch daß man keine Rechnung von ihnen nehme vom Gelde, das unter ihre Hand getan wird, sondern daß sie es auf Glauben handeln. Und der Hohepriester Hilkia sprach zu dem Schreiber Saphan: Ich habe das Gesetzbuch gefunden im Hause des HERRN. Und Hilkia gab das Buch Saphan, daß er's lase. Und Saphan, der Schreiber, brachte es dem Konige und sagte es ihm wieder und sprach: Deine Knechte haben das Geld zusammengestoppelt, das im Hause gefunden ist, und haben es den Arbeitern gegeben, die bestellet sind am Hause des HERRN. Auch sagte Saphan, der Schreiber, dem Konige und sprach: Hilkia, der Priester, gab mir ein Buch. Und Saphan las es vor dem Konige. Da aber der Konig horete die Worte im Gesetzbuch, zerriti er seine Kleider. Und der Konig gebot Hilkia, dem Priester, und Ahikam, dem Sohn Saphans, und Achbor, dem Sohn Michajas, und Saphan, dem Schreiber, und Asaja, dem Knechte des Konigs, und sprach: Gehet hin und fraget den HERRN fur mich, fur das Volk und fur ganz Juda urn die Worte dieses Buchs, das gefunden ist; denn es ist ein grafter Grimm des HERRN, der über uns entbrannt ist, darum daß unsere Vater nicht gehorchet haben den Worten dieses Buchs, daß sie taten alles, was drinnen geschrieben ist. Da ging hin Hilkia, der Priester, Ahikam, Achbor, Saphan und Asaja zu der Prophetin Hulda, dem Weibe Sallums, des Sohns Thikwas, des Sohns Harhams, des Huters der Kleider, und sie wohnete zu Jerusalem im andern Teil; und sie redeten mit ihr. Sie aber sprach zu ihnen: So sprichtder HERR, der Gott Israels: Saget dem Mann, der euch zu mir gesandt hat: So spricht der HERR: Siehe, ich will Ungluck über diese Statte und ihre Einwohner bringen, alle Worte des Gesetzes, die der Konig Juda hat lassen lesen, darum daß sie mich verlassen und andern Gottern gerauchert haben, daß sie mich erzurneten mit alien Werken ihrer Hande; darum wird mein Grimm sich wider diese Statte anzünden und nicht ausgeloschet werden. Aber dem Konige Judas, der euch gesandt hat, den HERRN zu fragen, sollt ihr so sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Darum daß dein Herz erweichet ist über den Worten, die du gehoret hast, und hast dich gedemütiget vor dem HERRN, da du horetest was ich geredet habe wider diese Statte und ihre Einwohner, daß sie sollen eine Verwüstung und Fluch sein, und hast deine Kleider zerrissen und hast geweinet vor mir, so habe ich's auch erhoret, spricht der HERR. Darum will ich dich zu deinen Vatern sammeln, daß du mit Frieden in dein Grab versammelt werdest, und deine Augen nicht sehen all das Unglück, das ich über diese Statte bringen will. Und sie sagten es dem Konige wieder.
Morning Prayer — First Lesson
Job 14
Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe, gehet auf wie eine Blume und fallt ab, fleucht wie ein Schatten und bleibet nicht. Und du tust deine Augen uber solchem auf, daß du mich vor dir in das Gericht ziehest. Wer will einen Reinen finden bei denen, da keiner rein ist? Er hat seine bestimmte Zeit, die Zahl seiner Monden stehet bei dir; du hast ein Ziel gesetzt, das wird er nicht ubergehen. Tue dich von ihm, daß er Ruhe habe, bis daß seine Zeit komme, deren er wie ein Taglohner wartet. Ein Baum hat Hoffnung, wenn er schon abgehauen ist, daß er sich wieder verandere, und seine Schoftlinge horen nicht auf. Ob seine Wurzel in der Erde veraltet und sein Stamm in dem Staube erstirbt, grünet er doch wieder vom Geruch des Wassers und wachst daher, als ware er gepflanzet. Wo ist aber ein Mensch, wenn ertot und umkommen und dahin ist? Wie ein Wasser auslauft aus dem See und wie ein Strom versieget und vertrocknet, so ist ein Mensch, wenn er sich legt, und wird nicht aufstehen und wird nicht aufwachen, solange der Himmel bleibt, noch von seinem Schlaf erweckt werden. Ach, daß du mich in der Holle verdecktest und verbargest, bis dein Zorn sich lege, und setztest mir ein Ziel, daß du an mich denkest! Meinest du, ein toter Mensch werde wieder leben? Ich harre taglich; dieweil ich streite, bis daß meine Veranderung komme, daß du wollest mir rufen, und ich dirantworten, und wollest das Werk deiner Hande nicht ausschlagen. Denn du hast schon meine Gange gezahlet; aber du wollest ja nicht achthaben auf meine Sunde. Du hast meine Ubertretung ineinem Bundlein versiegelt und meine Missetat zusammengefasset. Zerfallt doch ein Berg und vergehet, und ein Fels wird von seinem Ort versetzt. Wasser waschet Steine weg, und die Tropfen floften die Erde weg; aber des Menschen Hoffnung ist verloren. Denn du stoftest ihn gar urn, daß er dahinfahret, veranderst sein Wesen und lassest ihn fahren. Sind seine Kinder in Ehren, das weift er nicht; Oder ob sie geringe sind, des wird er nicht gewahr. Weil er das Fleisch an sich tragt, muft er Schmerzen haben, und weil seine Seele noch bei ihm ist, muft er Leid tragen.
Epistle
Proverbs 31:10-31
Wem ein tugendsam Weib bescheret ist, die ist viel edler denn die kostlichsten Perlen. Ihres Mannes Herzdarf sich auf sie verlassen, und Nahrung wird ihm nicht mangeln. Sie tut ihm Liebes und kein Leides sein Leben lang. Sie gehet mit Wolle und Flachs um und arbeitet gerne mitihren Handen. Sie istwie ein Kaufmannsschiff, das seine Nahrung von feme bringt. Sie stehet des Nachts auf und gibt Futter ihrem Flause und Essen ihren Dirnen. Sie denkt nach einem Acker und kauft ihn und pflanzt einen Weinberg von den Fruchten ihrer FHande. Sie gurtet ihre Lenden fest und starkt ihre Arme. Sie merkt, wie ihr Handel Frommen bringt; ihre Leuchte verloscht des Nachts nicht. Sie streckt ihre Hand nach dem Rocken, und ihre Finger fassen die Spindel. Sie breitet ihre Hande aus zu dem Armen und reichet ihre Hand dem Durftigen. Sie furchtet ihres Hauses nicht vor dem Schnee, denn ihr ganzes Haus hat zwiefache Kleider. Sie macht ihr selbst Decken; weifte Seide und Purpur ist ihr Kleid. Ihr Mann ist berühmt in den Toren, wenn er sitzt bei den Altesten des Landes. Sie macht einen Rock und verkauft ihn; einen Gürtel gibt sie dem Kramer. Ihr Schmuck ist, daß sie reinlich und fleiftig ist; und wird hernach lachen. Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ist holdselige Lehre. Sie schauet, wie es in ihrem Hause zugehet, und isset ihr Brot nicht mit Faulheit. Ihre Sohne kommen auf und preisen sie selig; ihr Mann lobt sie. Viele Tochter bringen Reichtum; du aber übertriffst sie alle. Lieblich und schon sein ist nichts; ein Weib, das den HERRN furchtet, soil man loben. Sie wird gerühmt werden von den Fruchten ihrer Hande; und ihre Werke werden sie loben in den Toren.
First Reading
Proverbs 10
Dies sind die Spruche Salomos. Ein weiser Sohn ist seines Vaters Freude; aber ein torichter Sohn ist seiner Mutter Gramen. Unrecht Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vom Tode. Der HERR laßt die Seele des Gerechten nicht Hunger leiden; er stürzt aber der Gottlosen Schinderei. Lassige Hand macht arm; aber der Fleißigen Hand macht reich. Wer im Sommer sammelt, der ist klug; wer aber in der Ernte schlaft, wird zuschanden. Den Segen hat das Haupt des Gerechten; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel uberfallen. Das Gedachtnis der Gerechten bleibt im Segen; aber der Gottlosen Name wird verwesen. Wer weise von Herzen ist, nimmtdie Gebote an; der aber ein Narrenmaul hat, wird geschlagen. Wer unschuldig lebet, der lebet sicher; wer aber verkehrt ist auf seinen Wegen, wird offenbar werden. Wer mit Augen winket, wird Muhe anrichten; und der ein Narrenmaul hat, wird geschlagen. Des Gerechten Mund ist ein lebendiger Brunn; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel uberfallen. Haß erreget Hader; aber Liebe deckt zu alle Gbertretungen. In den Lippen des Verstandigen findet man Weisheit; aber auf den Rücken des Narren gehort eine Rute. Die Weisen bewahren die Lehre; aber der Narren Mund ist nahe dem Schrecken. Das Gut des Reichen ist seine feste Stadt; aber die Armen macht die Armut blode. Der Gerechte braucht seines Guts zum Leben; aber der Gottlose braucht seines Einkommens zur Sünde. Die Zucht halten, ist der Weg zum Leben; wer aber die Strafe verlaßt, der bleibt irrig. Falsche Mauler decken Haß; und wer verleumdet, der ist ein Narr. Wo viel Worte sind, da geht es ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen halt, ist klug. Des Gerechten Zunge ist kostlich Silber; aber der Gottlosen Herz ist nichts. Des Gerechten Lippen weiden viele; aber die Narren werden in ihrer Torheit sterben. Der Segen des HERRN macht reich ohne Muhe. Ein Narrtreibt Mutwillen und hat's noch dazu seinen Spott; aber der Mann ist weise, der drauf merkt. Was der Gottlose furchtet, das wird ihm begegnen; und was die Gerechten begehren, wird ihnen gegeben. Der Gottlose ist wie ein Wetter, das überhin geht und nicht mehr ist; der Gerechte aber bestehet ewiglich. Wie der Essig den Zahnen und der Rauch den Augen tut, so tut der Faule denen, die ihn senden. Die Furcht des HERRN mehret die Tage; aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt. Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein. Der Weg des HERRN ist des Frommen Trotz; aber die Ubeltater sind blode. Der Gerechte wird nimmermehr umgestoßen; aber die Gottlosen werden nicht im Lande bleiben. Der Mund des Gerechten bringt Weisheit; aber das Maul der Verkehrten wird ausgerottet. Die Lippen der Gerechten lehren heilsam Ding; aber der Gottlosen Mund ist verkehrt.
Morning Prayer — Second Lesson
Mark 11
Und da sie nahe zu Jerusalem kamen, gen Bethphage und Bethanien an den Olberg, sandte er seiner Jünger zwei und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und alsbald; wenn ihr hineinkommt, werdet ihr finden ein Füllen angebunden, auf welchem nie kein Mensch gesessen ist. Loset es ab und führet es her! Und so jemand zu euch sagen wird: Warum tut ihr das? so sprechet: Der Herr bedarf sein; so wird er's bald hersenden. Und gingen hin und fanden das Füllen gebunden an der Tür, draulien auf dem Wegscheid, und loseten es ab. Und etliche, die da stunden, sprachen zu ihnen: Was machet ihr, daß ihr das Füllen abloset? Sie sagten aber zu ihnen, wie ihnen Jesus geboten hatte; und die lielien's zu. Und sie führeten das Füllen zu Jesu und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf. Viele aber breiteten ihre Kleider auf den Weg. Etliche hieben Maien von den Baumen und streueten sie auf den Weg. Und die vorne vorgingen, und die hernach folgeten, schrieen und sprachen: Hosianna! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Gelobet sei das Reich unsers Vaters David, das da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Hohe! Und der Herr ging ein zu Jerusalem und in den Tempel. Und er besah alles; und am Abend ging er hinaus gen Bethanien mit den Zwolfen. Und des andern Tages, da sie von Bethanien gingen, hungerte ihn. Und sah einen Feigenbaum von feme, der Blatter hatte. Da trat er hinzu, ob er etwas darauf fande. Und da er hinzukam, fand er nichts denn nur Blatter; denn es war noch nicht Zeit, daß Feigen sein sollten. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Nun esse von dir niemand keine Frucht ewiglich! Und seine Jünger horeten das. Und sie kamen gen Jerusalem. Und Jesus ging in den Tempel, fing an und trieb aus die Verkaufer und Kaufer in dem Tempel; und die Tische der Wechsler und die Stühle der T aubenkramer stieft, er urn und lieft nicht zu, daß jemand etwas durch den Tempel truge. Und erlehrete und sprach zu ihnen: Stehet nicht geschrieben: Mein Haus soil heiften ein Bethaus alien Vblkern? Ihr aber habt eine Mordergrube daraus gemacht. Und es kam vordie Schriftgelehrten und Hohenpriester; und sie trachteten, wie sie ihn umbrachten. Sie furchteten sich aber vor ihm; denn alles Volk verwunderte sich seiner Lehre. Und des Abends ging er hinaus vor die Stadt. Und am Morgen gingen sie voruber und sahen den Feigenbaum, daß er verdorret war bis auf die Wurzel. Und Petrus gedachte daran und sprach zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorret. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gotti Wahrlich, ich sage euch, werzu diesem Berge sprache: Heb' dich und wirfdich ins Meer! und zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubte, daß es geschehen würde, was er sagt, so wird's ihm geschehen, was er sagt. Darum sage ich euch: Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubet nur, daß ihr's empfangen werdet, so wird's euch werden. Und wenn ihr stehet und betet, so vergebet, wo ihr etwas wider jemand habt, auf daß auch euer Vater im Himmel euch vergebe eure Fehle. Wenn ihr aber nicht vergeben werdet, so wird auch euer Vater, der im Himmel ist, eure Fehle nicht vergeben. Und sie kamen abermal gen Jerusalem. Und da er in den Tempel ging, kamen zu ihm die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Altesten und sprachen zu ihm: Aus was fur Macht tust du das, und wer hat dir die Macht gegeben, daß du solches tust? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen; antwortet mir, so will ich euch sagen, aus was fur Macht ich das tue: Die Taufe Johannes, war sie vom Himmel Oder von Menschen? Antwortet mir! Und sie gedachten bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie war vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr denn ihm nicht geglaubet? Sagen wir aber, sie war von Menschen, so furchten wir uns vor dem Volk. Denn sie hielten alle, daß Johannes ein rechter Prophet ware. Und sie antworteten und sprachen zu Jesu: Wir wissen's nicht. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was fur Macht ich solches tue.
Responsorial Psalm
Psalm 112
Halleluja! Wohl dem, der den HERRN furchtet, der grofte Lust hat zu seinen Geboten! Des Same wird gewaltig sein auf Erden; das Geschlecht der Frommen wird gesegnet sein. Reichtum und die Fulle wird in ihrem Hause sein, und ihre Gerechtigkeit bleibet ewiglich. Den Frommen gehet das Licht auf in der Finsternis von dem Gnadigen, Barmherzigen und Gerechten. Wohl dem, der barmherzig ist und gerne leihet und richtet seine Sachen aus, daß er niemand unrecht tue! Denn erwird ewiglich bleiben; des Gerechten wird nimmermehr vergessen. Wenn eine Plage kommen will, so furchtet er sich nicht; sein Herz hoffet unverzagt auf den HERRN. Sein Herz ist getrost und furchtet sich nicht, bis er seine Lust an seinen Feinden siehet. Er streuet aus und gibt den Armen; seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich; sein Horn wird erhohet mit Ehren. Der Gottlose wird's sehen, und wird ihn verdriefien; seine Zahne wird erzusammenbeißen und vergehen. Denn was die Gottlosen gerne wollten, das ist verloren.
Gospel
Matthew 13:44-52
Abermal ist gleich das Himmelreich einem verborgenen Schatz im Acker, welchen ein Mensch fand und verbarg ihn und ging hin vor Freuden uber denselbigen und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte. Und da er eine kostliche Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte dieselbige. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist, damit man allerlei Gattung fanget. Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sitzen und lesen die guten in ein Gefali zusammen; aber die faulen werfen sie weg. Also wird es auch am Ende der Welt gehen. Die Engel werden ausgehen und die Bosen von den Gerechten scheiden und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zahneklappen sein. Und Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja, Herr. Da sprach er: Darum, ein jeglicher Schriftgelehrter, zum Himmelreich gelehrt, ist gleich einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervortragt.
Responsorial Psalm
Psalm 1
Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sunder, noch sitzt, da die Spotter sitzen, sondern hat Lust zum Gesetz des HERRN und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht. Der ist wie ein Baum, gepflanzet an den Wasserbachen, der seine Frucht bringet zu seiner Zeit, und seine Blatter verwelken nicht, und was er macht, das gerat wohl. Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreuet. Darum bleiben die Gottlosen nicht im Gerichte, noch die Sunder in der Gemeine der Gerechten. Denn der HERR kennet den Weg der Gerechten, aber der Gottlosen Weg vergehet.
Responsorial Psalm
Psalm 11
Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ich traue auf den HERRN. Wie saget ihr denn zu meiner Seele, sie soil fliegen wie ein Vogel auf eure Berge? Denn siehe, die Gottlosen spannen den Bogen und legen ihre Pfeile auf die Sehne, damit heimlich zu schielien die Frommen. Denn sie reilien den Grund urn; was soil der Gerechte ausrichten? Der HERR ist in seinem heiligen Tempel, des HERRN Stuhl ist im Himmel; seine Augen sehen drauf, seine Augenlider prufen die Menschenkinder. Der HERR prufet den Gerechten; seine Seele hasset den Gottlosen und die gerne freveln. Er wird regnen lassen uber die Gottlosen Blitz, Feuer und Schwefel und wird ihnen ein Wetter zu Lohn geben. Der HERR ist gerecht und hat Gerechtigkeit lieb, darum daß ihre Angesichte schauen auf das da recht ist.
Responsorial Psalm
Psalm 10
HERR, warum trittst du so feme, verbirgest dich zur Zeit der Not? Weil der Gottlose Ubermut treibet, mufi der Elende leiden. Sie hangen sich aneinander und erdenken bose Tücke. Denn der Gottlose ruhmet sich seines Mutwillens, und der Geizige segnet sich und lasted den HERRN. Der Gottlose ist so stolz und zornig, daü er nach niemand fraget; in alien seinen Tücken halt er Gott fur nichts. Er fahret fort mit seinem Tun immerdar; deine Gerichte sind feme von ihm; er handelt trotzig mit alien seinen Feinden. Er spricht in seinem Herzen: Ich werde nimmermehr daniederliegen; es wird fur und fur keine Not haben. Sein Mund ist voll Fluchens, Falsches und Trugs; seine Zunge richtet Mühe und Arbeit an. Er sitzt und lauert in den Hofen; er erwurget die Unschuldigen heimlich; seine Augen halten auf die Armen. Er lauert im Verborgenen, wie ein Lowe in der Hohle; er lauert, daß er den Elenden erhasche, und erhaschet ihn, wenn er ihn in sein Netz zeucht. Er zerschlagt und drucket nieder und stofit zu Boden den Armen mit Gewalt. Er spricht in seinem Herzen: Gott hat's vergessen; er hat sein Antlitz verborgen, erwird's nimmermehr sehen. Stehe auf, HERR Gott, erhebe deine Hand; vergili der Elenden nicht! Warum soil der Gottlose Gott lastern und in seinem Herzen sprechen: Du fragst nicht danach? Du siehest ja, denn du schauestdas Elend und Jammer; es stehet in deinen Handen. Die Armen befehlen's dir; du bist der Waisen Heifer. Zerbrich den Arm des Gottlosen und suche das Bose, so wird man sein gottlos Wesen nimmer finden. Der HERR ist Konig immer und ewiglich; die Heiden mussen aus seinem Land umkommen. Das Verlangen der Elenden horestdu, HERR; ihr Herz ist gewifi, daß dein Ohr drauf merket, daß du Recht schaffest dem Waisen und Armen, daß der Mensch nicht mehr trotze auf Erden.
Evening Prayer — First Lesson
Job 15
Da antwortete Eliphas von Theman und sprach: Soli ein weiser Mann so aufgeblasene Worte reden und seinen Bauch so blahen mit losen Reden? Du strafest mit Worten, die nicht taugen, und dein Reden ist kein nütze. Du hast die Furcht fahren lassen und redest zu verachtlich vor Gott. Denn deine Missetat lehret deinen Mund also, und hast erwahlet eine schalkhafte Zunge. Dein Mund wird dich verdammen, und nicht ich; deine Lippen sollen dir antworten. Bist du der erste Mensch geboren? Bist du vor alien Hugeln empfangen? Hast du Gottes heimlichen Rat gehoret? und ist die Weisheit selbst geringer denn du? Was weiftt du, das wir nicht wissen? Was verstehest du, das nicht bei uns sei? Es sind Graue und Alte unter uns, die langer gelebt haben denn deine Vater. Sollten Gottes Trostungen so geringe vor dir gelten? Aber du hast irgend noch ein heimlich Stuck bei dir. Was nimmt dein Herz vor? Was siehest du so stolz? Was setztsich dein Mut wider Gott, daß du solche Rede aus deinem Munde lassest? Was ist ein Mensch, daß er sollte rein sein, und daß der sollte gerecht sein, der vom Weibe geboren ist? Siehe, unter seinen Heiligen ist keiner ohne Tadel, und die Himmel sind nicht rein vor ihm. Wie viel mehr ein Mensch, der ein Greuel und schnode ist, der Unrecht sauft wie Wasser. Ich will dir'szeigen, hore mirzu; und will dir erzahlen was ich gesehen habe, was die Weisen gesagt haben, und ihren Vatern nicht verhohlen gewesen ist, welchen allein das Land gegeben ist, daß kein Fremder durch sie gehen muft. Der Gottlose bebet sein Leben lang; und dem Tyrannen ist die Zahl seiner Jahre verborgen. Was er horet, das schrecket ihn; und wenn's gleich Friede ist, furchtet er sich, der Verderber komme; glaubt nicht, daß er moge dem Unglück entrinnen, und versiehet sich immer des Schwerts. Erzeucht hin und hernach Brot und dunket ihn immer, die Zeit seines Unglucks sei vorhanden. Angst und Not schrecken ihn und schlagen ihn nieder als ein Konig mit einem Heer. Denn er hat seine Hand wider Gott gestrecket und wider den Allmachtigen sich gestraubet. Er lauft mit dem Kopf an ihn und ficht halsstarriglich wider ihn. Er brustet sich wie ein fetter Wanst und macht sich fett und dick. Erwird aberwohnen in verstdrten Stadten, da keine Haupter sind, sondern auf einem Haufen liegen. Erwird nicht reich bleiben, und sein Gut wird nicht bestehen, und sein Gluck wird sich nicht ausbreiten im Lande. Unfall wird nicht von ihm lassen. Die Flamme wird seine Zweige verdorren und durch den Odem ihres Mundes ihn wegfressen. Erwird nicht bestehen, denn er ist in seinem eiteln Dunkel betrogen, und eitel wird sein Lohn werden. Erwird ein Ende nehmen, wenn's ihm uneben ist, und sein Zweig wird nicht grunen. Erwird abgerissen werden wie eine unzeitige Traube vom Weinstock, und wie ein Olbaum seine Blüte abwirft. Denn der Heuchler Versammlung wird einsam bleiben, und das Feuerwird die Hütten fressen, die Geschenke nehmen. Er gehet schwanger mit Unglück und gebiert Mühe, und ihr Bauch bringet Fehl.
Second Reading
I Peter 5
Die Altesten, so unter euch sind, ermahne ich, der Mitalteste und Zeuge der Leiden, die in Christo sind, und teilhaftiq der Herrlichkeit, die offenbaret werden soil: Weidet die Herde Christi, so euch befohlen ist, und sehetwohl zu, nicht gezwungen, sondern williglich, nicht urn schandlichen Gewinns willen, sondern von Herzensgrund, nicht als die uber das Volk herrschen, sondern werdet Vorbilder der Herde; so werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unverwelkliche Krone der Ehren empfangen. Desselbigengleichen, ihr Jungen, seid untertan den Altesten. Allesamt seid untereinander untertan und haltet test an der Demut; denn Gott widerstehet den Hoffartigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. So demutiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhohe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorget fur euch. Seid nuchtern und wachet; denn euer Widersacher, der Teufel, gehet umher wie ein brullender Lowe und suchet, welchen er verschlinge. Dem widerstehet fest im Glauben und wisset, daß eben dieselbigen Leiden uber eure Bruder in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo Jesu, derselbige wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, starken, kraftigen, grunden. Demselbigen sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Durch euren treuen Bruder Silvanus (als ich achte) habe ich euch ein wenig geschrieben, zu ermahnen und zu bezeugen, daü das die rechte Gnade Gottes ist, darinnen ihr stehet. Es gruften euch, die samt euch auserwahlt sind zu Babylon, und mein Sohn Markus. Gruf Jet euch untereinander mit dem Kuft der Liebe. Friede sei mit alien, die in Christo Jesu sind! Amen. Der zweite Brief des Petrus
Second Reading
I Corinthians 2
Und ich, liebe Bruder, da ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten Oder hoher Weisheit, euch zu verkundigen die gottliche Predigt. Denn ich hielt mich nicht dafür, daß ich etwas wüftte unter euch ohne allein Jesum Christum, den Gekreuzigten. Und ich war bei euch mit Schwachheit und mit Furcht und mitgroftem Zittern. Und mein Wort und meine Predigt war nicht in vernunftigen Reden menschlicher Weisheit, sondern in Beweisung des Geistes und der Kraft, auf daß euer Glaube bestehe nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft. Wovon wir aber reden, das ist dennoch Weisheit bei den Vollkommenen; nicht eine Weisheit dieser Weit, auch nicht der Obersten dieser Welt, welche vergehen; sondern wir reden von der heimlichen, verborgenen Weisheit Gottes, welche Gott verordnet hat vor der Welt zu unserer Herrlichkeit, welche keiner von den Obersten dieser Welt erkannt hat; denn wo sie die erkannt hatten, hatten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuziget; sondern wie geschrieben stehet: Das kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehoret hat und in keines Menschen Herz kommen ist, das Gott bereitet hat denen, die ihn lieben. Uns aber hat es Gott offenbaret durch seinen Geist; denn der Geist erforschet alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. Denn welcher Mensch weili, was im Menschen ist, ohne der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also auch weili niemand, was in Gott ist, ohne der Geist Gottes. Wiraberhaben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, daß wir wissen konnen, was uns von Gott gegeben ist. Welches wir auch reden, nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Heilige Geist lehret, und richten geistliche Sachen geistlich. Der naturliche Mensch abervernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und kann es nicht erkennen; denn es muli geistlich gerichtet sein. Der Geistliche aber richtet alles und wird von niemand gerichtet. Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oderwer will ihn unterweisen? Wir aber haben Christi Sinn.
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James 4:1-10
Woher kommt Streit und Krieg unter euch? Kommt's nicht daher, aus euren Wollüsten, die da streiten in euren Gliedern? Ihr seid begierig und erlanget es damit nicht; ihr hasset und neidet und gewinnet damit nichts; ihr streitet und krieget. Ihr habt nicht, darum daß ihr nicht bittet. Ihr bittet und krieget nicht, darum daß ihr ubel bittet, namlich dahin, daß ihr's mit euren Wollüsten verzehret. Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, daß der Welt Freundschaft Gottes Feindschaft ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. Oder lasset ihr euch dunken, die Schrift sage umsonst: Den Geist, der in euch wohnet, gelüstet wider den Hafi? Und gibt reichlich Gnade, sintemal die Schrift sagt: Gott widerstehet den Hoffartigen, aber den Demutigen gibt er Gnade. So seid nun Gott untertanig. Wider stehet dem Teufel, so flieht er von euch. Nahet euch zu Gott, so nahet er sich zu euch. Reiniget die Hande, ihr Sunder, und machet eure Herzen keusch, ihr Wankelmütigen! Seid elend und traget Leid und weinet! Euer Lachen verkehre sich in Weinen und eure Freude in Traurigkeit. Demutiget euch vor Gott, so wird er euch erhohen.
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Ephesians 6:18-24
Und betet stets in allem Anliegen mit Bitten und Flehen im Geist und wachet dazu mit allem Anhalten und Flehen fur alle Heiligen und fur mich, auf daß mir gegeben werde das Wort mit freudigem Auftun meines Mundes, daß ich moge kundmachen das Geheimnis des Evangeliums, welches Bote ich bin in der Kette, auf daß ich darinnen freudig handeln moge und reden, wie sich's gebuhrt. Auf daß aber ihr auch wisset, wie es urn mich stehet, und was ich schaffe, wird's euch alles kundtun Tychikus, mein lieber Bruder und getreuer Diener in dem Herrn welchen ich gesandt habe zu euch urn desselbigenwillen, daß ihr erfahret, wie es urn mich stehet, und daß er eure Herzen troste. Friede sei den Brudern und Liebe mit Glauben von Gott dem Vater und dem Herrn Jesu Christo! Gnade sei mit alien, die da liebhaben unsern Herrn Jesum Christum unverruckt! Amen.
Gospel
Luke 7
Nachdem er aber vor dem Volk ausgeredet hatte, ging ergen Kapernaum. Und eines Hauptmanns Knecht lag todkrank, den er wert hielt. Da er aber von Jesu horete, sandte er die Altesten der Juden zu ihm und bat ihn, daß er kame und seinen Knecht gesund machte. Da sie aber zu Jesu kamen, baten sie ihn mit Fleiß und sprachen: Er ist es wert, daß du ihm das erzeigest; denn er hat unser Volk lieb, und die Schule hat er uns erbauet. Jesus aber ging mit ihnen hin. Da sie aber nun nicht feme von dem Hause waren, sandte der Hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen: Ach Herr, bemuhe dich nicht! Ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach gehest; darum ich auch mich selbst nicht wurdig geachtet habe, daß ich zu dir kame; sondern sprich ein Wort, so wird mein Knabe gesund. Denn auch ich bin ein Mensch, der Obrigkeit untertan, und habe Kriegsknechte unter mir und spreche zu einem: Gehe hin! so geht er hin, und zum andern: Komm her! so kommt er, und zu meinem Knecht: Tu das! so tuter's. Da aber Jesus das horete, verwunderte er sich sein und wandte sich urn und sprach zu dem Volk, das ihm nachfolgte: Ich sage euch, solchen Glauben habe ich in Israel nicht funden. Und da die Gesandten wiederum nach Hause kamen, fanden sie den kranken Knecht gesund. Und es begab sich danach, daß er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner Junger gingen viel mit ihm und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der ein einiger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Witwe. Und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sah, jammerte ihn derselbigen und sprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu und ruhrete den Sarg an. Und die Trager stunden. Und er sprach: Jungling, ich sage dir, stehe auf! Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter. Und es kam sie alle eine Furcht an und preiseten Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und: Gott hat sein Volk heimgesucht. Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze judische Land und in alle umliegenden Lander. Und es verkundigten Johannes seine Junger das alles. Und er rief zu sich seiner Junger zwei und sandte sie zu Jesu und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soli, Oder sollen wir eines andern warten? Da aber die Manner zu ihm kamen, sprachen sie: Johannes der Taufer hat uns zu dir gesandt und laßt dir sagen: Bist du, der da kommen soli, Oder sollen wir eines andern warten? Zu derselbigen Stunde aber machte erviele gesund von Seuchen und Plagen und bosen Geistern und viel Blinden schenkte er das Gesicht. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und verkundiget Johannes, was ihr gesehen und gehoret habt: Die Blinden sehen, die Lahmen gehen, die Aussatzigen werden rein, die Tauben horen, die Toten stehen auf, den Armen wird das Evangelium geprediget; und selig ist, der sich nicht argert an mir. Da aber die Boten des Johannes hingingen, fing Jesus an, zu reden zu dem Volk von Johannes: Was seid ihr hinausgegangen in die Wüste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das vom Winde beweget wird? Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen sehen in weichen Kleidern? Sehet, die in herrlichen Kleidern und Lusten leben, die sind in den koniglichen Hofen. Oder was seid ihr bin ausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch, der da mehr ist denn ein Prophet. Er ist's, von dem geschrieben stehet: Siehe, ich sende meinen Engel vordeinem Angesicht her, der da, bereiten soil deinen Weg vor dir. Denn ich sage euch, daß unter denen, die von Weibern geboren sind, ist kein großerer Prophet denn Johannes der Taufer; der aber kleiner ist im Reich Gottes, der ist großer denn er. Und alles Volk, das ihn horete, und die Zollner gaben Gott recht und ließen sich taufen mit der Taufe des Johannes. Aber die Pharisaer und Schriftgelehrten verachteten Gottes Rat wider sich selbst und ließen sich nicht von ihm taufen. Aber der Herr sprach: Wem soil ich die Menschen dieses Geschlechts vergleichen, und wem sind sie gleich? Sie sind gleich den Kindern, die auf dem Markt sitzen und rufen gegeneinander und sprechen: Wir haben euch gepfiffen, und ihr habt nicht getanzet; wir haben euch geklaget, und ihr habt nicht geweinet. Denn Johannes der Taufer ist kommen und aß nicht Brot und trank keinen Wein, so sagt ihr: Er hat den Teufel. Des Menschen Sohn ist kommen, isset und trinket, so sagt ihr: Siehe, der Mensch ist ein Fresser und Weinsaufer, der Zollner und Sunder Freund. Und die Weisheit muß sich rechtfertigen lassen von alien ihren Kindern. Es bat ihn aber der Pharisaer einer, daß er mit ihm aße: Und er ging hinein in des Pharisaers Haus und setzte sich zu Tische. Und siehe, ein Weib war in der Stadt, die war eine Sünderin. Da die vernahm, dafi er zu Tische saß in des Pharisaers Hause, brachte sie ein Glas mit Salben und trat hinten zu seinen Fuüen und weinete und fing an, seine Fuße zu netzen mit Tranen und mit den Haaren ihres Haupts zu trocknen; und kussete seine Fuße und salbete sie mit Salben. Da aber das der Pharisaer sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet ware, so wußte er, wer und welch ein Weib das ist, die ihn anruhret; denn sie ist eine Sünderin. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sprach: Meister, sage an! Es hatte ein Wucherer zwei Schuldner. Einer war schuldig funfhundert Groschen, der andere fünfzig. Da sie aber nicht hatten zu bezahlen, schenkte er's beiden. Sage an, welcher unter denen wird ihn am meisten lieben? Simon antwortete und sprach: Ich achte, dem er am meisten geschenket hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht gerichtet. Und erwandte sich zu dem Weibe und sprach zu Simon: Siehest du dies Weib? Ich bin kommen in dein Haus, du hast mit nicht Wasser gegeben zu meinen Fußen; diese aber hat meine Fuße mit Tranen genetzet und mit den Flaaren ihres Haupts getrocknet. Du hast mir keinen Kuß gegeben; diese aber, nachdem sie hereinkommen ist, hat sie nicht abgelassen, meine Fuße zu kussen. Du hast mein Haupt nicht mit Ole gesalbet; sie aber hat meine Fuße mit Salben gesalbet. Derhalben sage ich dir: Ihr sind viel Sunden vergeben, denn sie hat viel geliebet. Welchem aber wenig vergeben wird, der liebet wenig. Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sunden vergeben. Da fingen an, die mit ihm zu Tisch saßen, und sprachen bei sich selbst: Wer ist dieser, der auch die Sunden vergibt? Er aber sprach zu dem Weibe: Dein Glaube hat dir geholfen; gehe hin mit Frieden!
Evening Prayer — Second Lesson
2 Corinthians 8
Ich tue euch kund, liebe Bruder, die Gnade Gottes, die in den Gemeinden in Mazedonien gegeben ist. Denn ihre Freude war da überschwenglich, da sie durch viel Trubsal arm waren, haben sie doch reichlich gegeben in aller Einfaltigkeit. Denn nach allem Vermogen (das zeuge ich) und uber Vermogen waren sie selbst willig und fleheten uns mit vielem Ermahnen, daß wir aufnahmen die Wohltat und Gemeinschaft der Handreichung, die da geschieht den Heiligen. Und nicht, wie wir hofften, sondern ergaben sich selbst zuerst dem Herrn und danach uns durch den Willen Gottes, da(S wir muliten Titus ermahnen, auf dafi er, wie er zuvor hatte angefangen, also auch unter euch solche Wohltat ausrichtete. Aber gleichwie ihr in alien Stricken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allerlei Fleifi und in eurer Liebe zu uns, also schaffet, daß ihr auch in dieser Wohltat reich seid. Nicht sage ich, daü ich etwas gebiete, sondern dieweil andere so fleilüg sind, versuche ich auch eure Liebe, ob sie rechter Art sei. Denn ihr wisset die Gnade unsers Herrn Jesu Christi, daß, ob erwohl reich ist, ward er doch arm um euretwillen, auf dafi ihr durch seine Armut reich würdet. Und mein Wohlmeinen hierinnen gebe ich. Denn solches ist euch nutzlich, die ihr angefangen habt vor dem Jahre her, nicht allein das Tun, sondern auch das Wollen. Nun aber vollbringet auch das Tun, auf daß, gleichwie da ist ein geneigt Gemut zu wollen, so sei auch da ein geneigt Gemut zu tun von dem, was ihr habt. Denn so einer willig ist, so ister angenehm, nachdem er hat, nicht nachdem er nicht hat. Nicht geschieht das der Meinung, daß die andern Ruhe haben und ihr Trubsal, sondern daßes gleich sei. So diene euer Uberfluli ihrem Mangel diese (teure) Zeit lang, auf daß auch ihr Uberschwang hernach diene eurem Mangel, und geschehe, was gleich ist. Wie geschrieben stehet: Der viel sammelte, hatte nicht Uberfluli,, und der wenig sammelte, hatte nicht Mangel. Gott aber sei Dank, der solchen Fleili fur euch gegeben hat in das Herz des Titus! Denn er nahm zwar die Ermahnung an; aber dieweil er so sehr fleilüg war, ist er von selber zu euch gereiset. Wir haben aber einen Bruder mit ihm gesandt; der das Lob hat am Evangelium durch alle Gemeinden; nicht allein aber das, sondern er ist auch verordnet von den Gemeinden zum Gefahrten unserer Fahrt in dieser Wohltat, welche durch uns ausgerichtet wird dem Herrn zu Ehren und (zum Preis) eures guten Willens. Und verhuten das, daß uns nicht jemand übel nachreden moge solcher reichen Steuer halben, die durch uns ausgerichtet wird. und sehen darauf, daß es redlich zugehe, nicht allein vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen. Auch haben wir mit ihnen gesandt unsern Bruder, den wir oft gespuret haben in vielen Stricken, daß er fleilüg sei, nun aber viel fleilüger. Und wir sind grolier Zuversicht zu euch, es sei des Titus halben, welcher mein Geselle und Gehilfe unter euch ist, Oder unserer Bruder halben, welche Apostel sind der Gemeinden und eine Ehre Christi. Erzeiget nun die Beweisung eurer Liebe und unsers Ruhms von euch an diesen, auch offentlich vor den Gemeinden.
Gospel
Luke 18:31-43
Er nahm aber zu sich die Zwolfe und sprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn. Denn er wird uberantwortet werden den Heiden; und erwird verspottet und geschmahet und verspeiet werden; und sie werden ihn geilieln und toten. Und am dritten Tage wird er wieder auferstehen. Sie abervernahmen der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wuliten nicht, was das gesagt war. Es geschah aber, da er nahe zu Jericho kam, saß ein Blinder am Wege und bettelte. Da er aber horete das Volk, das hindurchging, forschete er, was das ware. Da verkundigten sie ihm, Jesus von Nazareth ginge voruber. Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Die aber vorne an gingen, bedraueten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein! Jesus aber stund stille und hiefi ihn zu sich führen. Da sie ihn aber nahe zu ihm brachten, fragte er ihn und sprach: Was willst du, daß ich dir tun soil? Er sprach: Herr, daß ich sehen moge. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er sehend und folgete ihm nach und preisete Gott. Und alles Volk, das solches sah, lobete Gott.
Gospel
Matthew 4:18-23
Als nun Jesus an dem Galilaischen Meer ging, sah erzwei Bruder, Simon, der da heilit Petrus, und Andreas, seinen Bruder, die warfen ihre Netze ins Meer; denn sie waren Fischer. Und er sprach zu ihnen: Folget mir nach; sich will euch zu Menschenfischern machen. Bald verlielien sie ihre Netze und folgeten ihm nach. Und da er von dannen furbaü ging, sah er zwei andere Bruder, Jakobus, den Sohn des Zebedaus, und Johannes, seinen Bruder, im Schiff, mit ihrem Vater Zebedaus, daß sie ihre Netze flickten; und er rief sie. Bald verlielien sie das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach. Und Jesus ging umher im ganzen galilaischen Lande, lehrete in ihren Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilete allerlei Seuche und Krankheit im Volk.
Gospel
Matthew 19
Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, erhub er sich aus Galilaa und kam in die Grenzen des judischen Landes jenseit des Jordans. Und es folgete ihm viel Volks nach; und er heilete sie daselbst. Da traten zu ihm die Pharisaer, versuchten ihn und sprachen zu ihm: Ist's auch recht, daü sich ein Mann scheide von seinem Weibe urn irgendeine Ursache? Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, daü, der im Anfang den Menschen gemacht hat, der machte, dafi ein Mann und Weib sein sollte, und sprach: Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und werden die zwei ein Fleisch sein? So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefuget hat, das soli der Mensch nicht scheiden. Da sprachen sie: Warum hat denn Mose geboten; einen Scheidebrief zu geben und sich von ihr zu scheiden? Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, zu scheiden von euren Weibern, von eures Herzens Hartigkeit wegen; von Anbeginn aber ist's nicht also gewesen. Ich sage aber euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn urn der Hurerei willen) und freiet eine andere, der bricht die Ehe. Und wer die Abgeschiedene freiet, der bricht auch die Ehe. Da sprachen die Junger zu ihm: Stehet die Sache eines Mannes mit seinem Weibe also, so ist's nicht gut ehelich werden. Er sprach aber zu ihnen: Das Wort fasset nicht jedermann, sondern denen es gegeben ist. Denn es sind etliche verschnitten, die sind aus Mutterleibe also geboren, und sind etliche verschnitten, die von Menschen verschnitten sind, und sind etliche verschnitten, die sich selbst verschnitten haben urn des Himmelreichs willen. Wer es fassen mag.derfasse es. Da wurden Kindlein zu ihm gebracht, daß erdie Hande auf sie legte und betete. Die Junger aber fuhren sie an. Aber Jesus sprach: Lasset die Kindlein und wehret ihnen nicht, zu mirzu kommen; denn solcher ist das Himmelreich. Und legte die Hande auf sie und zog von dannen. Und siehe, einertratzu ihm und sprach: Guter Meister, was soil ich Gutes tun, daü ich das ewige Leben moge haben? Er aber sprach zu ihm: Was heiliest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Willst du aberzum Leben eingehen, so halte die Gebote. Da sprach erzu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Du sollst nicht toten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; ehre Vater und Mutter, und: Du sollst deinen Nachsten lieben wie dich selbst. Da sprach der Jungling zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf; was fehlet mir noch? Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach. Da der Jungling das Wort horete, ging er betrubt von ihm; denn er hatte viel Guter. Jesus aber sprach zu seinen Jungern: Wahrlich, ich sage euch, ein Reicher wird schwerlich ins Himmelreich kommen. Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelohr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. Da das seine Junger horeten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Je, wer kann denn selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist's unmoglich, aber bei Gott sind alle Dinge moglich. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolget; was wird uns dafur? Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, daß ihr, die ihr mir seid nachgefolget, in der Wiedergeburt, da des Menschen Sohn wird sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, werdet ihr auch sitzen auf zwolf Stuhlen und richten die zwolf Geschlechter Israels. Und wer verlafit Hauser Oder Bruder Oder Schwestern Oder Vater Oder Mutter Oder Weib Oder Kinder Oder Acker um meines Namens willen, der wird's hundertfaltig nehmen und das ewige Leben ererben. Aberviele, die da sind die Ersten, werden die Letzten, und die Letzten werden die Ersten sein.
A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)
Today's readings, every morning
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