Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
1 Corinthians 5:9-13
Ich habe euch geschrieben in dem Briefe, daß ihr nichts sollet zu schaffen haben mit den Hurern. Das meine ich gar nicht von den Hurern in dieser Welt Oder von den Geizigen Oder von den Raubern Oder von den Abgottischen; sonst mufitet ihr die Welt raumen. Nun aber habe ich euch geschrieben, ihr sollet nichts mit ihnen zu schaffen haben; namlich, so jemand ist, der sich lasset einen Bruder nennen, und ist ein Hurer Oder ein Geiziger Oder ein Abgottischer Oder ein Lasterer Oder ein Trunkenbold Oder ein Rauber, mit demselbigen sollet ihr auch nicht essen. Denn was gehen mich die draulien an, daß ich sie sollte richten? Richtet ihr nicht, die da drinnen sind? Gott aber wird, die draulien sind, richten. Tut von euch selbst hinaus, wer da bose ist!
First Reading
Isaiah 43
Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erloset; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Denn so du durch Wasser gehest, will ich bei dir sein, dad dich die Strome nicht sollen ersaufen, und so du ins Feuer gehest, sollst du nicht brennen, und die Flamme soil dich nicht anzunden. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige in Israel, dein Heiland. Ich habe Agypten, Mohren und Seba an deiner Statt zur Versohnung gegeben. Weil du so wert bist vor meinen Augen geachtet, mudt du auch herrlich sein, und ich habe dich lieb; darum gebe ich Menschen an deiner Statt und Volker fur deine Seele. So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. Ich will vom Morgen deinen Samen bringen und will dich vom Abend sammeln; und will sagen gegen Mitternacht: Gib her! und gegen Mittag: Wehre nicht! Bringe meine Sohne von feme her und meine Tochter von der Welt Ende, alle, die mit meinem Namen genannt sind, namlich die ich geschaffen habe zu meiner Herrlichkeit und sie zubereitet und gemacht. La(3> hervortreten das blinde Volk, welches doch Augen hat, und die Tauben, die doch Ohren haben. Lafit alle Heiden zusammenkommen zuhaufe und sich die Volker versammeln. Welcher ist unter ihnen, der solches verkundigen moge und uns horen lasse vorhin, was geschehen soil? Ladt sie ihre Zeugen darstellen und beweisen, so wird man's horen und sagen: Es ist die Wahrheit. Ihr aber seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwahlet habe, auf dad ihr wisset und mirglaubet und verstehet, dafi ich's bin. Vor mir ist kein Gott gemacht, so wird auch nach mir keiner sein. Ich, ich bin der HERR, und ist auder mir kein Heiland. Ich hab's verkundiget und hab auch geholfen und hab's euch sagen lassen; und ist kein fremder (Gott) unter euch. Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR; so bin ich Gott. Auch bin ich, ehe denn nie kein Tag war; und ist niemand, der aus meiner Hand erretten kann. Ich wirke; wer will's abwenden? So spricht der HERR, euer Erloser, der Heilige in Israel: Urn euretwillen habe ich gen Babel geschickt und habe die Riegel alle heruntergestoden und die klagenden Chaldaer in die Schiffe gejagt. Ich bin der HERR, euer Heiliger, der ich Israel geschaffen habe, euer Konig. So spricht der HERR, der im Meer Weg und in starken Wassern Bahn macht; der herausbringt Wagen und Rod, Heer und Macht, dad sie auf einem Haufen daßegen und nicht aufstehen, dad sie verloschen, wie ein Docht verlischt: Gedenket nicht an das Alte und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues machen; jetzt soil es aufwachsen; dad ihr erfahren werdet, dad ich Weg in der Wuste mache und Wasserstrome in der Einode, dad mich das Tier auf dem Felde preise, die Drachen und Strauden. Denn ich will Wasser in der Wuste und Strome in der Einode geben zu tranken mein Volk; meine Auserwahlten. Dies Volk habe ich mir zugerichtet, es soil meinen Ruhm erzahlen. Nicht dad du mich flattest gerufen, Jakob, Oder dad du urn mich gearbeitet flattest, Israel. Mir zwar hast du nicht gebracht Schafe deines Brandopfers noch mich geehret mit deinen Opfern; mich hat deines Dienstes nicht gelüstet im Speisopfer, habe auch nicht Lust an deiner Arbeit im Weihrauch; mir hast du nicht urn Geld Kalmus gekauft; mich hast du mit dem Fetten deiner Opfer nicht gefüllet. Ja, mir hast du Arbeit gemacht in deinen Sünden und hast mir Muhe gemacht in deinen Missetaten. Ich, ich tilge deine Ubertretung urn meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht. Erinnere mich, lad uns miteinander rechten; sage an, wie du gerecht willst sein! Deine Voreltern haben gesundiget, und deine Lehrer haben wider mich midgehandelt. Darum habe ich die Fursten des Heiligtums entheiliget und habe Jakob zum Bann gemacht und Israel zum Hohn.
First Reading
Isaiah 7:10-17
Und der HERR redete abermal zu Ahas und sprach: Fordere dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott, es sei unten in der Holle Oder droben in der Hohe. Aber Ahas sprach: Ich will's nichtfordern, daß ich den HERRN nicht versuche. Da sprach er: Wohlan, so horet, ihrvom Hause David: Ist's euch zu wenig, daß ihrdie Leute beleidiget; ihr musset auch meinen Gott beleidigen? Darum so wird euch der HERR selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau istschwanger und wird einen Sohn gebaren, den wird sie heißen Immanuel. Butter und Honig wird eressen, daßerwisse Boses zu verwerfen und Gutes zu erwahlen. Denn ehe der Knabe lernet Boses verwerfen und Gutes erwahlen, wird das Land, davordirgrauet, verlassen sein von seinen zween Konigen. Aber der HERR wird uber dich, fiber dein Volk und fiber deines Vaters Haus Tage kommen lassen, die nicht kommen sind, seit der Zeit, da Ephraim von Juda geschieden ist, durch den Konig zu Assyrien;
Morning Prayer — First Lesson
Job 26;Job 27
Hiob antwortete und sprach: Wem stehest du bei? Dem, der keine Kraft hat? Hilfst du dem, der keine Starke in Armen hat? Wem gibst du Rat? Dem, der keine Weisheit hat? und zeigest einem Machtigen, wie er's ausfuhren soli? Fur wen redest du, und fur wen gehet der Odem von dir? Die Riesen angsten sich unter den Wassern und die bei ihnen wohnen. Die Holle ist aufgedeckt vor ihm, und das Verderben hat keine Decke. Er breitet aus die Mitternacht nirgend an und hanget die Erde an nichts. Er fasset das Wasser zusammen in seine Wolken, und die Wolken zerreifien drunter nicht. Er halt seinen Stuhl und breitet seine Wolken davor. Er hat urn das Wasser ein Ziel gesetzt, bis das Licht samt der Finsternis vergehe. Die Saulen des Himmels zittern und entsetzen sich vorseinem Schelten. Vor seiner Kraft wird das Meer plotzlich ungestüm, und vor seinem Verstand erhebet sich die Hohe des Meers. Am Himmel wird's schon durch seinen Wind, und seine Hand bereitet die gerade Schlange. Siehe, also gehet sein Tun, aber davon haben wir ein gering Wortlein vernommen. Wer will aber den Donner seiner Macht verstehen? Und Hiob fuhrfort und hub an seine Spruche und sprach: So wahr Gott lebt, der mir mein Recht nicht gehen lasset, und der Allmachtige, der meine Seele betrubet, solange mein Odem in mir ist, und das Schnauben von Gott in meiner Nase ist: meine Lippen sollen nichts Unrechts reden, und meine Zunge soil keinen Betrug sagen. Das sei feme von mir, daß ich euch recht gebe; bis da(S mein Ende kommt, will ich nicht weichen von meiner Frommigkeit. Von meiner Gerechtigkeit, die ich habe, will ich nicht lassen; mein Gewissen beißt mich nicht meines ganzen Lebens halber. Aber mein Feind wird erfunden werden ein Gottloser, und der sich wider mich auflehnet, ein Ungerechter. Denn was ist die FHoffnung des FHeuchlers, daß er so geizig ist, und Gott doch seine Seele hinreüßet? Meinest du, da(S Gott sein Schreien horen wird, wenn die Angst über ihn kommt? Wie kann eran dem Allmachtigen Lust haben und Gott etwa anrufen? Ich will euch lehren von der FHand Gottes; und was bei dem Allmachtigen gilt, will ich nicht verhehlen. Siehe, ihr haltet euch alle fur klug. Warum gebt ihr denn solch unnutze Dinge vor? Das ist der Lohn eines gottlosen Menschen bei Gott und das Erbe der Tyrannen, das sie von dem Allmachtigen nehmen werden. Wird erviel Kinder haben, so werden sie des Schwerts sein; und seine Nachkommlinge werden des Brats nicht satt haben. Seine Ubrigen werden im Tode begraben werden, und seine Witwen werden nicht weinen. Wenn erßeld zusammenbringetwie Erde und sammelt Kleider wie Leimen, so wird ereswohl bereiten; aber der Gerechte wird es anziehen, und der Unschuldige wird das Geld austeilen. Er bauet sein Haus wie eine Spinne, und wie ein Hüter einen Schauer machet. Der Reiche, wenn er sich legt, wird er's nicht mitraffen; er wird seine Augen auftun, und da wird nichts sein. Es wird ihn Schrecken uberfallen wie Wasser; des Nachts wird ihn das Ungewitter wegnehmen. Der Ostwind wird ihn wegfuhren, daß er dahinfahret, und Ungestum wird ihn von seinem Ort treiben. Er wird solches uber ihn führen und wird sein nicht schonen; es wird ihm alles aus seinen Handen entfliehen. Man wird über ihn mit den Flanden klappen und über ihn zischen, da er gewesen ist.
Epistle
1 Peter 5:6-11
So demutiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhohe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorget fur euch. Seid nuchtern und wachet; denn euer Widersacher, der Teufel, gehet umher wie ein brullender Lowe und suchet, welchen er verschlinge. Dem widerstehet fest im Glauben und wisset, daß eben dieselbigen Leiden uber eure Bruder in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo Jesu, derselbige wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, starken, kraftigen, grunden. Demselbigen sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
First Reading
Proverbs 16
Der Mensch setzt ihm wohl vor im Herzen; aber vom HERRN kommt, was die Zunge reden soil. Einen jeglichen dünken seine Wege rein sein; aber allein der HERR macht das Herz gewiß. Befiehl dem HERRN deine Werke, so werden deine Anschlage fortgehen. Der HERR macht alles urn sein selbst willen, auch den Gottlosen zum bosen Tage. Ein stolz Herz ist dem HERRN ein Greuel und wird nicht ungestraft bleiben, wenn sie sich gleich alle aneinander hangen. Durch Güte und Treue wird Missetat versohnet; und durch die Furcht des HERRN meidet man das Bose. Wenn jemands Wege dem HERRN wohlgefallen, so macht er auch seine Feinde mit ihm zufrieden. Es ist besser wenig mit Gerechtigkeit denn viel Einkommens mit Unrecht. Des Menschen Herz schlagt seinen Weg an, aber der HERR allein gibt, daß erfortgehe. Weissagung ist in dem Munde des Konigs; sein Mund fehlet nicht im Gericht. Rechte Waage und Gewicht ist vom HERRN; und alle Pfunde im Sack sind seine Werke. Vor den Konigen unrecht tun, ist ein Greuel; denn durch Gerechtigkeit wird der Thron bestatiget. Recht raten gefallt den Konigen; und wer gleich zu rat, wird geliebet. Des Konigs Grimm ist ein Bote des Todes; aber ein weiser Mann wird ihn versohnen. Wenn des Konigs Angesicht freundlich ist, das ist Leben; und seine Gnade ist wie ein Abendregen. Nimm an die Weisheit, denn sie ist besser weder Gold, und Verstand haben ist edler denn Silber. Der Frommen Weg meidet das Arge; und wer seinen Weg bewahret, der behalt sein Leben. Werzugrund gehen soil, der wird zuvor stolz; und stolzer Mut kommt vor dem Fall. Es ist besser niedriges Gemüts sein mit den Elenden, denn Raub austeilen mit den Hoffartigen. Wereine Sache kluglich führet, der findet Gluck; und wohl dem, der sich auf den HERRN verlaßt. Ein Verstandiger wird geruhmet fur einen weisen Mann, und liebliche Reden lehren wohl. Klugheit ist ein lebendiger Brunn dem, der sie hat; aber die Zucht der Narren ist Narrheit. Ein weises Herz redet kluglich und lehret wohl. Die Reden des Freundlichen sind Honigseim, trosten die Seele und erfrischen die Gebeine. Manchem gefallt ein Weg wohl; aber sein Letztes reicht zum Tode. Mancher kommt zu großem Ungluck durch sein eigen Maul. Ein loser Mensch grabt nach Ungluck, und in seinem Maul brennet Feuer. Ein verkehrter Mensch richtet Hader an, und ein Verleumder macht Fursten uneins. Ein Frevler locket seinen Nachsten und fuhret ihn auf keinen guten Weg. Wer mit den Augen winkt, denkt nicht Gutes; und wer mit den Lippen deutet, vollbringet Boses. Graue Haare sind eine Krone der Ehren, die auf dem Wege der Gerechtigkeit funden werden. Ein Geduldiger ist besser denn ein Starker, und der seines Muts Herr ist, denn der Stadte gewinnet. Los wird geworfen in den Schoß; aber es fallet, wie der HERR will.
Morning Prayer — Second Lesson
Mark 16
Und da der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria des Jakobus und Salome Spezerei, auf daß sie kamen und salbeten ihn. Und sie kamen zum Grabe an einem Sabbater sehrfrühe, da die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer walzet uns den Stein von des Grabes Tur? Und sie sahen dahin und wurden gewahr, daß der Stein abgewalzet war; denn er war sehr graft. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jungling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein lang weift Kleid an. Und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzet euch nicht! Ihrsuchet Jesum von Nazareth, den Gekreuzigten; er ist auferstanden und ist nicht hier. Siehe da die Statte, da sie ihn hinlegten. Gehet aber hin und sagt's seinen Jungern und Petrus, daß er vor euch hingehen wird nach Galilaa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen schnell heraus und flohen von dem Grabe; denn es war sie Zittern und Entsetzen ankommen. Und sagten niemand nichts; denn sie furchteten sich. Jesus aber, da er auferstanden war frühe am ersten Tage der Sabbater, erschien er am ersten der Maria Magdalena, von welcher er sieben Teufel ausgetrieben hatte. Und sie ging hin und verkundigte es denen, die mit ihm gewesen waren, die da Leid trugen und weineten. Und dieselbigen, da sie horeten, daß er lebete und ware ihrerschienen, glaubten sie nicht. Danach da zwei aus ihnen wandelten, offenbarte er sich unter einer andern Gestalt, da sie aufs Feld gingen. Und dieselbigen gingen auch hin und verkundigten das den andern; denen glaubten sie auch nicht. Zuletzt, da die Elfe zu Tische saften, offenbarete er sich und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Hartigkeit, daß sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden. Und sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur! Wer da glaubet und getauft wird, derwird selig werden; wer aber nicht glaubet, derwird verdammt werden. Die Zeichen aber, die dafolgen werden denen, die da glauben, sind die: In meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und so sie etwas Todliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf die Kranken werden sie die Hande legen, so wird's besser mit ihnen werden. Und der Herr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel und sitzet zur rechten Hand Gottes. Sie aber gingen aus und predigten an alien Orten. Und der Herrwirkte mit ihnen und bekraftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen.
Responsorial Psalm
Psalm 119:33-48
Zeige mir, HERR, den Weg deiner Rechte, daß ich sie bewahre bis ans Ende. Unterweise mich, daß ich bewahre dein Gesetz und halte es von ganzem Herzen. Führe mich auf dem Steige deiner Gebote; denn ich habe Lustdazu. Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zum Geiz. Wende meine Augen ab, daß sie nicht sehen nach unnutzer Lehre, sondern erquicke mich auf deinem Wege. Laft deinen Knecht dein Gebot festiglich fur dein Wort halten, daß ich dich furchte! Wende von mir die Schmach, die ich scheue; denn deine Rechte sind lieblich. Siehe, ich begehre deiner Befehle; erquicke mich mit deiner Gerechtigkeit! HERR, laft mir deine Gnade widerfahren, deine Hilfe nach deinem Wort, daß ich antworten moge meinem Lasterer; denn ich verlasse mich auf dein Wort. Und nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit; denn ich hoffe auf deine Rechte. Ich will dein Gesetz halten allewege, immer und ewiglich. Und ich wandle frohlich; denn ich suche deine Befehle. Ich rede von deinen Zeugnissen vor Konigen und schame mich nicht; und habe Lust an deinen Geboten, und sind mirlieb; und hebe meine Hande auf zu deinen Geboten, die mir lieb sind, und rede von deinen Rechten.
Gospel
Luke 15:1-10
Es naheten aber zu ihm allerlei Zollner und Sünder, daß sie ihn horeten. Und die Pharisaer und Schriftgelehrten murreten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isset mit ihnen. Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat, und so er der eines verlieret, der nicht lasse die neunundneunzig in der Wüste und hingehe nach dem verloren, bis dal L er's finde? Und wenn er's funden hat, so legt er's auf seine Achseln mit Freuden. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freuet euch mit mir; denn ich habe mein Schaf funden, das verloren war. Ich sage euch: Also wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Bute tut, vor neunundneunzig Gerechten, die der Bute nicht bedurfen. Oder welch Weib ist, die zehn Groschen hat, so sie der einen verlieret, die nicht ein Licht anzünde und kehre das Haus und suche mit Fleifi, bis daü sie ihn finde? Und wenn sie ihn funden hat, rufet sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen und spricht: Freuet euch mit mir; denn ich habe meinen Groschen funden, den ich verloren hatte. Also auch, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes uber einen Sunder, der Bute tut.
Responsorial Psalm
Psalm 7
Die Unschuld Davids, davon ersang dem HERRN von wegen der Worte des Mohren, des Jeminiten. Auf dich, HERR, traue ich, mein Gott! Hilf mir von alien meinen Verfolgern und errette mich, daß sie nicht wie Lowen meine Seele erhaschen und zerreiften, weil kein Erretter da ist. HERR, mein Gott, hab ich solches getan, und ist Unrecht in meinen Handen; hab ich Boses vergolten denen, so friedlich mit mir lebten, Oder die, so mir ohne Ursache feind waren, beschadiget, so verfolge mein Feind meine Seele und ergreife sie und trete mein Leben zu Boden und lege meine Ehre in den Staub. Sela. auf, HERR, in deinem Zorn, erhebe dich uber den Grimm meiner Feinde und hilf mir wieder in das Amt, das du mir befohlen hast, daß sich die Leute wieder zu dir sammeln; und um derselben willen komm wieder empor. Der HERR ist Richter fiber die Leute. Richte mich, HERR, nach meiner Gerechtigkeit und Frommigkeit. Lali der Gottlosen Bosheit ein Ende werden und fordere die Gerechten; denn du, gerechter Gott, prufest Herzen und Nieren. Mein Schild ist bei Gott, der den frommen Herzen hilft. Gott ist ein rechter Richter und ein Gott, der taglich drauet. Will man sich nicht bekehren, so hatersein Schwert gewetzt und seinen Bogen gespannet und zielet, und hat drauf gelegt todlich Geschoü; seine Pfeile hat er zugerichtet zu verderben. Siehe, der hat Boses im Sinn, mit Ungluck ist er schwanger; erwird aber einen Fehl gebaren. Er hat eine Grube gegraben und ausgefuhrt und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat. Sein Ungluck wird auf seinen Kopf kommen und sein Frevel auf seine Scheitel fallen. Ich danke dem HERRN um seiner Gerechtigkeit willen und will loben den Namen des HERRN, des Allerhochsten.
Responsorial Psalm
Psalm 17
Ein Gebet Davids. HERR, erhore die Gerechtigkeit, merke auf mein Geschrei, vernimm mein Gebet, das nicht aus falschem Munde gehet. Sprich du in meiner Sache und schaue du aufs Recht! Du prufest mein Herz und besuchest es des Nachts und lauterst mich und findest nichts. Ich habe mir vorgesetzt, daß mein Mund nicht soil ubertreten. Ich bewahre mich in dem Wort deiner Lippen vor Menschenwerk auf dem Wege des Morders. Erhalte meinen Gang auf deinen Fuftsteigen, daß meine Tritte nicht gleiten! Ich rufe zu dir, daß du, Gott, wollest mich erhoren; neige deine Ohren zu mir, hore meine Rede! Beweise deine wunderliche Güte, du Heiland derer, die dir vertrauen, wider die, so sich wider deine rechte Hand setzen. Behüte mich wie einen Augapfel im Auge; beschirme mich unter dem Schatten deiner Flugel vor den Gottlosen, die mich verstoren, vor meinen Feinden, die urn und urn nach meiner Seele stehen. Ihre Fetten halten zusammen; sie reden mit ihrem Munde stolz. Wowirgehen so umgeben sie uns; ihre Augen richten sie dahin, daß sie uns zur Erde sturzen, gleichwie ein Lowe, der des Raubes begehrt, wie ein junger Lowe, der in der Hohle sitzt. HERR, mache dich auf, überwaltige ihn und demutige ihn; errette meine Seele von dem Gottlosen mit deinem Schwert, von den Leuten deiner Hand, HERR, von den Leuten dieser Welt, welche ihr Teil haben in ihrem Leben, welchen du den Bauch fullest mit deinem Schatz, die da Kinder die Fülle haben und lassen ihr übriges ihren Jungen. Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit; ich will satt werden, wenn ich erwache nach deinem Bilde.
Responsorial Psalm
Psalm 16
Ein gulden Kleinod Davids. Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich. Ich habe gesagtzu dem HERRN: Du bistja der HERR, ich muft urn deinetwillen leiden. Fur die Heiligen, so auf Erden sind, und fur die Herrlichen; an denen habe ich all mein Gefallen. Aber jene, die einem andern nacheilen, werden graft Herzeleid haben. Ich will ihres Trankopfers mit dem Blut nicht opfern, noch ihren Namen in meinem Munde führen. Der HERR aber ist mein Gut und mein Teil; du erhaltst mein Erbteil. Das Los ist mir gefallen aufs Liebliche; mir ist ein schon Erbteil worden. Ich lobe den HERRN, der mir geraten hat; auch zuchtigen mich meine Nieren des Nachts. Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, darum werde ich wohl bleiben. Darum freuet sich mein Herz, und meine Ehre ist frohlich, auch mein Fleisch wird sicher liegen. Denn du wirst meine Seele nicht in der Holle lassen und nicht zugeben, daß dein Heiliger verwese. Du tust mir kund den Weg zum Leben; vor dir ist Freude die Fülle und lieblich Wesen zu deiner Rechten ewiglich.
Evening Prayer — First Lesson
Job 28
Es hat das Silber seine Gange und das Gold seinen Ort, da man es schmelzt. Eisen bringet man aus der Erde, und aus den Steinen schmelzt man Erz. Es wird je des Finstern etwa ein Ende, und jemand findet ja zuletzt den Schiefer tief verborgen. Es bricht ein solcher Bach hervor, dafi, die darum wohnen, den Weg daselbst verlieren; und fallt wieder und schief M dahin von den Leuten. Man bringet auch Feuer unten aus der Erde, da doch oben Speise auf wachst. Man findet Saphir an etlichen Orten und Erdenklofie, da Gold ist. Den Steig kein Vogel erkannt hat und kein Geiersauge gesehen. Es haben die stolzen Kinder nicht drauf getreten, und ist kein Lowe drauf gegangen. Auch legt man die FHand an die Felsen und grabet die Berge urn. Man reißet Bache aus den Felsen; und alles, was kostlich ist, siehet das Auge. Man wehret dem Strom des Wassers und bringet, das verborgen drinnen ist, ans Licht. Wo will man aber Weisheit finden, und wo ist die Statte des Verstandes? Niemand weifi, wo sie liegt, und wird nicht funden im Lande der Lebendigen. Der Abgrund spricht: Sie ist in mir nicht; und das Meer spricht: Sie ist nicht bei mir. Man kann nicht Gold urn sie geben, noch Silber darwagen, sie zu bezahlen. Es gilt ihr nicht gleich ophirisch Gold Oder kostlicher Onyx und Saphir. Gold und Demant mag ihr nicht gleichen, noch urn sie gulden Kleinod wechseln. Ramoth und Gabis achtet man nicht. Die Weisheit ist hoher zu wagen denn Perlen. Topasius aus Mohrenland wird ihr nicht gleich geschatzt, und das reinste Gold gilt ihr nicht gleich. Woher kommt denn die Weisheit, und wo ist die Statte des Verstandes? Sie ist verhohlen vor den Augen aller Lebendigen, auch verborgen den Vogeln unter dem Himmel. Die Verdammnis und der Tod sprechen: Wir haben mit unsern Ohren ihr Gerucht gehoret. Gott weili den Weg dazu und kennet ihre Statte. Denn er siehet die Enden der Erde und schauet alles, was unter dem Himmel ist. Da er dem Winde sein Gewicht machte und setzte dem Wasser sein gewisses Mali, da er dem Regen ein Ziel machte und dem Blitz und Donner den Weg, da sah er sie und erzahlete sie, bereitete sie und erfand sie; und sprach zum Menschen: Siehe, die Furcht des HERRN, das ist Weisheit, und meiden das Bose, das ist Verstand.
Second Reading
Galatians 3
O ihr unverstandigen Galater, wer hat euch bezaubert, daß ihr der Wahrheit nicht gehorchet? welchen Christus Jesus vor die Augen gemalet war, und jetzt unter euch gekreuziget ist! Das will ich allein von euch lernen: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke Oder durch die Predigt vom Glauben? Seid ihr so unverstandig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden? Habt ihr denn so viel umsonst erlitten? Ist's anders umsonst. Der euch nun den Geist reichet und tut solche Taten unter euch, tut er's durch des Gesetzes Werke Oder durch die Predigt vom Glauben? Gleichwie Abraham hat Gott geglaubet, und ist ihm gerechnet zur Gerechtigkeit. So erkennet ihr ja nun, daß, die des Glaubens sind, das sind Abrahams Kinder. Die Schrift aber hat es zuvor ersehen, daß Gott die Heiden durch den Glauben gerecht macht. Darum verkundigte sie dem Abraham: In dir sollen alle Heiden gesegnet werden. Also werden nun, die des Glaubens sind, gesegnet mit dem glaubigen Abraham. Denn die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind unter dem Fluch; denn es stehet geschrieben: Verflucht sei jedermann, der nicht bleibet in alledem, das geschrieben stehet in dem Buch des Gesetzes, daß er's tue! Daft aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn der Gerechte wird seines Glaubens leben. Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens, sondern der Mensch, der es tut, wird dadurch leben. Christus aber hat uns erloset von dem Fluch des Gesetzes, da erward ein Fluch fur uns (denn es stehet geschrieben: Verflucht sei jedermann, der am Holz hangeti), auf daß der Segen Abrahams unter die Heiden kame in Christo Jesu, und wir also den verheiftenen Geist empfingen durch den Glauben. Liebe Bruder, ich will nach menschlicher Weise reden: Verachtet man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestatiget ist, und tut auch nichtsdazu. Nun istje die Verheiftung Abraham und seinem Samen zugesagt. Erspricht nicht: durch die Samen, als durch viele, sondern als durch einen, durch deinen Samen, welcher ist Christus. Ich sage aber davon: Das Testament, das von Gott zuvor bestatiget ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, daß die Verheiftung sollte durchs Gesetz aufhoren, welches gegeben ist über vierhundertunddreiftig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so wurde es nicht durch Verheiftung gegeben. Gott aber hat es Abraham durch Verheiftung frei geschenkt. Was soil denn das Gesetz? Es ist dazukommen urn der Sünde willen, bis der Same kame, dem die Verheiftung geschehen ist, und ist gestellet von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler; Gott aber ist einig. Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verheiftungen? Das sei feme! Wenn aber ein Gesetz gegeben ware, das da konnte lebendig machen, so kame die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetze. Aber die Schrift hat es alles beschlossen unter die Sünde, auf daß die Verheiftung kame durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben. Ehe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahret und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbart werden. Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, daß wir durch den Glauben gerecht würden. Nun aber der Glaube kommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Denn ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum. Denn wieviel euer getauft sind, die haben Christum angezogen. Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu. Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Samen und nach der Verheiftung Erben.
Second Reading
I Corinthians 8
Von dem Gotzenopfer aber wissen wir; denn wir haben alle das Wissen. Das Wissen blaset auf; aber die Liebe bessert. So aber sich jemand dunken lasset, er wisse etwas, der weift noch nichts, wie er wissen soil. So aber jemand Gott liebet, derselbige ist von ihm erkannt. So wissen wir nun von der Speise des Gdtzenopfers, daß ein Gotze nichts in der Welt sei, und daß kein anderer Gott sei ohne der einige. Und wiewohl es sind, die Gotter genannt werden, es sei, im Himmel Oder auf Erden, sintemal es sind viel Gotter und viel Herren: so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von welchem alle Dinge sind und wir in ihm, und einen Herrn, Jesum Christum, durch welchen alle Dinge sind und wir durch ihn. Es hat aber nicht jedermann das Wissen. Denn etliche machen sich noch ein Gewissen fiber dem Gdtzen und essen es fur Gotzenopfer; damit wird ihr Gewissen, weil es so schwach ist, beflecket. Aber die Speise fordert uns nicht vor Gott. Essen wir, so werden wir darum nicht besser sein; essen wir nicht, so werden wir darum nichts weniger sein. Sehet aber zu, daß diese eure Freiheit nicht gerate zu einem Anstoft der Schwachen. Denn so dich, der du die Erkenntnis hast, jemand sahe zu Tische sitzen im Gotzenhause, wird nicht sein Gewissen dieweil er schwach ist, verursacht, das Gotzenopfer zu essen? Und wird also fiber deiner Erkenntnis der schwache Bruder umkommen, um welches willen doch Christus gestorben ist. Wenn ihr aber also sundiget an den Brüdem und schlaget ihr schwaches Gewissen, so sundiget ihr an Christo. Darum, so die Speise meinen Bruder argert, wollte ich nimmermehr Fleisch essen, auf daß ich meinen Bruder nicht argerte.
Second Reading
1 Peter 1:13-25
Darum so begurtet die Lenden eures Gemutes, seid nuchtern und setzet eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird durch die Offenbarung Jesu Christi, als gehorsame Kinder; und stellet euch nicht gleich wie vorhin, da ihr in Unwissenheit nach den Lusten lebetet, sondern nach dem, der euch berufen hat und heilig ist, seid auch ihr heilig in allem eurem Wandel. Denn es stehet geschrieben: Ihr sollt heilig sein; denn ich bin heilig. Und sintemal ihr den zum Vater anrufet, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeglichen Werk, so fuhret euren Wandel, solange ihr hier wallet, mit Furcht; und wisset, dafi ihr nicht mit verganglichem Silber Oder Gold erloset seid von eurem eitlen Wandel nach vaterlicher Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi, als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes, der zwar zuvor versehen ist, ehe der Welt Grund gelegt ward, aber offenbaret zu den letzten Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubet an Gott, der ihn auferwecket hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, auf daß ihr Glauben und Hoffnung zu Gott haben mochtet. Und machet keusch eure Seelen im Gehorsam der Wahrheit durch den Geist zu ungefarbter Bruderliebe und habt euch untereinander brunstig lieb aus reinem Herzen, als die da wiederum geboren sind, nicht aus verganglichem, sondern aus unverganglichem Samen, namlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da ewiglich bleibet. Denn alles Fleisch ist wie Gras und aile Herrlichkeit der Menschen wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorret, und die Blume abgefailen; aber des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit. Das ist das Wort, welches unter euch verkundiget ist.
Second Reading
Philippians 2:5-11
Ein jeglicher sei gesinnet, wie Jesus Christus auch war, welcher, ob er wohl in gottlicher Gestalt war, hielt er's nicht fur einen Raub, Gott gleich sein, sondern entauüerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch und an Gebarden als ein Mensch erfunden, erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhohet und hat ihm einen Namen gegeben, der uber alle Namen ist, daü in dem Namen Jesu sich beugen sollen alle derer Kniee, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dafi Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes des Vaters.]
Gospel
Luke 13
Es waren aber zu derselbigen Zeit etliche dabei, die verkundigten ihm von den Galilaern, welcher Blut Püatus samt ihrem Opfer vermischt hatte. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, daß diese Galilaer vor alien Galilaern Sunder gewesen sind, die weil sie das erlitten haben? Ich sage: Nein, sondern, so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Oder meinet ihr, daß die achtzehn, auf welche der Turm in Siloah fiel und erschlug sie, seien schuldig gewesen vor alien Menschen, die zu Jerusalem wohnen? Ich sage: Nein, sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberge; und kam und suchte Frucht darauf und fand sie nicht. Da sprach er zu dem Weingartner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang alle Jahre kommen und habe Frucht gesucht auf diesem Feigenbaum und finde sie nicht. Haue ihn ab; was hindert er das Land? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, laft ihn noch dies Jahr, bis daß ich um ihn grabe und bedunge ihn, ob erwollte Frucht bringen; wo nicht, so haue ihn danach ab. Und er lehrete in einer Schule am Sabbat. Und siehe, ein Weib war da, das hatteeinen Geist der Krankheit achtzehn Jahre; und sie war krumm und konnte nicht wohl aufsehen. Da sie aber Jesus sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Weib, sei los von deiner Krankheit! Und legte die Hande auf sie; und alsbald richtete sie sich auf und preisete Gott. Da antwortete der Oberste der Schule und war unwillig, daß Jesus auf den Sabbat heilete, und sprach zu dem Volk: Es sind sechs Tage, darinnen man arbeiten soil; in denselbigen kommt und laftt euch heilen und nicht am Sabbattage. Da antwortete ihm der Herr und sprach: Du Heuchler, loset nicht ein jeglicher unter euch seinen Ochsen Oder Esel von der Krippe am Sabbat und führet ihn zur Tranke? Sollte aber nicht geloftt werden am Sabbat diese, die doch Abrahams Tochter ist, von diesem Bande, welche Satanas gebunden hatte nun wohl achtzehn Jahre? Und als er solches sagte, muftten sich schamen alle, die ihm wider gewesen waren. Und alles Volk freuete sich uber alle herrlichen Taten, die von ihm geschahen. Er sprach aber: Wem ist das Reich Gottes gleich, und wem soil ich's vergleichen? Es ist einem Senfkorn gleich, welches ein Mensch nahm und warfs in seinen Garten; und es wuchs und ward ein grafter Baum, und die Vogel des Himmels wohneten unter seinen Zweigen. Und abermal sprach er: Wem soil ich das Reich Gottes vergleichen? Es ist einem Sauerteige gleich, welchen ein Weib nahm und verbarg ihn unter drei Scheffel Mehls, bis daß es gar sauer ward. Und er ging durch Stadte und Markte und lehrete und nahm seinen Weg gen Jerusalem. Es sprach aber einer zu ihm: Herr, meinestdu, daß wenige selig werden? Er aber sprach zu ihnen: Ringet danach, daß ihr durch die enge Pforte eingehet; denn viele werden, das sage ich euch, danach trachten, wie sie hineinkommen, und werden's nicht tun konnen. Von dem an, wenn der Hauswirt aufgestanden ist und die Tur verschlossen hat, da werdet ihr denn anfangen drauften zu stehen, und an die Tur klopfen und sagen: Herr, Herr, tu uns auf! Und er wird antworten und zu euch sagen: Ich kenne euer nicht, wo ihr her seid. So werdet ihr denn anfangen zu sagen: Wir haben vordir gegessen und getrunken, und auf den Gassen hast du uns gelehret. Und erwird sagen: Ich sage euch, ich kenne euer nicht, wo ihr her seid; weichet alle von mir, ihr Ubeltater! Da wird sein Heulen und Zahneklappen, wenn ihr sehen werdet Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes, euch aber hinausgestoften. Und es werden kommen vom Morgen und vom Abend, von Mitternacht. und vom Mittage, die zu Tische sitzen werden im Reich Gottes. Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein; und sind Erste, die werden die Letzten sein. An demselben Tage kamen etliche Pharisaer und sprachen zu ihm: Heb' dich hinaus und gehe von hinnen; denn Herodes will dich toten. Und er sprach zu ihnen: Gehet hin und saget demselbigen Fuchs: Siehe, ich treibe Teufel aus und mache gesund heute und morgen und am dritten Tage werde ich ein Ende nehmen. Doch muft ich heute und morgen und am Tage danach wandeln; denn es tut's nicht, daß ein Prophet umkomme aufter Jerusalem. Jerusalem, Jerusalem, die du totest die Propheten und steinigest, die zu dir gesandt werden, wie oft habe ich wollen deine Kinder versammeln wie eine Henne ihr Nest unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Sehet, euer Haus soil euch wüste gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich nicht sehen, bis daß es komme, daß ihr sagen werdet: Gelobet ist, der da kommt in dem Namen des Herm!
Evening Prayer — Second Lesson
2 Corinthians 13
Komme ich zum drittenmal zu euch, so soil in zweier Oder dreier Zeugen Munde bestehen allerlei Sache. Ich hab es euch zuvor gesagt und sage es euch zuvor als gegenwartig zum andernmal und schreibe es nun im Abwesen denen, die zuvor gesündiget haben, und den andern alien: Wenn ich abermal komme, so will ich nicht schonen. Sintemal ihrsuchet, daß ihreinmal gewahr werdet des, der in mir redet, namlich Christi, welcher unter euch nicht schwach ist, sondern ist machtig unter euch. Und ob erwohl gekreuziget ist in der Schwachheit, so lebet er doch in der Kraft Gottes. Und ob wir auch schwach sind in ihm, so leben wir doch mit ihm in der Kraft Gottes unter euch. Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid, prufet euch selbst! Oder erkennet ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, daß ihr untüchtig seid. Ich hoffe aber, ihr erkennet, daß wir nicht untüchtig sind. Ich bitte aber Gott, daß ihr nichts Ubles tut, nicht auf daß wir tüchtig gesehen werden, sondern auf daß ihr das Gute tut, und wir wie die Untuchtigen seien. Denn wir konnen nichts wider die Wahrheit, sondern fur die Wahrheit. Wirfreuen uns aber, wenn wir schwach sind, und ihr machtig seid. Und dasselbige wünschen wir auch namlich eure Vollkommenheit. Derhalben ich auch solches abwesend schreibe, auf daß ich nicht, wenn ich gegenwartig bin, Scharfe brauchen musse nach der Macht, welche mir der Herr, zu bessern und nicht zu verderben, gegeben hat. Zuletzt, liebe Bruder, freuet euch, seid vollkommen, trostet euch, habt eineriei Sinn, seid friedsam, so wird Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. Grülieteuch untereinander mitdem heiligen Kufi. Es grulien euch alle Heiligen. Die Gnade unsers Herm Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch alien! Amen.
Gospel
Luke 20:41-21:4
Er sprach aber zu ihnen: Wie sagen sie, Christus sei Davids Sohn? Und er selbst, David, spricht im Psalmbuch: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fülie. David nennet ihn einen Herrn, wie ist er denn sein Sohn? Da aber alles Volk zuhorete, sprach er zu seinen Jungern: Hutet euch vor den Schriftgelehrten, die da wollen einhertreten in langen Kleidern und lassen sich gerne grufien auf dem Markte und sitzen gerne obenan in den Schulen und uber Tisch. Sie fressen der Witwen Hauser und wenden lange Gebete vor; die werden desto schwerere Verdammnis empfangen. Ersah aber auf und schauete die Reichen, wie sie ihre Opfer einlegten in den Gotteskasten. Er sah aber auch eine arme Witwe, die legte zwei Scherflein ein. Und er sprach: Wahrlich, ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr denn sie alle eingelegt. Denn diese alle haben aus ihrem Uberfluli eingelegt zu dem Opfer Gottes; sie aber hat von ihrer Armut alle ihre Nahrung, die sie hatte, eingelegt.
Gospel
Matthew 5:27-32
Ihr habt gehoret, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansiehet, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. Argert dich aber dein rechtes Auge; so reift es aus und wirfs von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Holle geworfen werde. Argert dich deine rechte Hand, so haue sie ab, und wirf sie von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Holle geworfen werde. Es ist auch gesagt: Wer sich von seinem Weibe scheidet, der soil ihrgeben einen Scheidebrief. Ich aber sage euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn urn Ehebruch), der macht, daß sie die Ehe bricht; und wer eine Abgeschiedene freiet, der bricht die Ehe.
Gospel
Luke 13
Es waren aber zu derselbigen Zeit etliche dabei, die verkundigten ihm von den Galilaern, welcher Blut Püatus samt ihrem Opfer vermischt hatte. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, daß diese Galilaer vor alien Galilaern Sunder gewesen sind, die weil sie das erlitten haben? Ich sage: Nein, sondern, so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Oder meinet ihr, daß die achtzehn, auf welche der Turm in Siloah fiel und erschlug sie, seien schuldig gewesen vor alien Menschen, die zu Jerusalem wohnen? Ich sage: Nein, sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch also umkommen. Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberge; und kam und suchte Frucht darauf und fand sie nicht. Da sprach er zu dem Weingartner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang alle Jahre kommen und habe Frucht gesucht auf diesem Feigenbaum und finde sie nicht. Haue ihn ab; was hindert er das Land? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, laft ihn noch dies Jahr, bis daß ich um ihn grabe und bedunge ihn, ob erwollte Frucht bringen; wo nicht, so haue ihn danach ab. Und er lehrete in einer Schule am Sabbat. Und siehe, ein Weib war da, das hatteeinen Geist der Krankheit achtzehn Jahre; und sie war krumm und konnte nicht wohl aufsehen. Da sie aber Jesus sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Weib, sei los von deiner Krankheit! Und legte die Hande auf sie; und alsbald richtete sie sich auf und preisete Gott. Da antwortete der Oberste der Schule und war unwillig, daß Jesus auf den Sabbat heilete, und sprach zu dem Volk: Es sind sechs Tage, darinnen man arbeiten soil; in denselbigen kommt und laftt euch heilen und nicht am Sabbattage. Da antwortete ihm der Herr und sprach: Du Heuchler, loset nicht ein jeglicher unter euch seinen Ochsen Oder Esel von der Krippe am Sabbat und führet ihn zur Tranke? Sollte aber nicht geloftt werden am Sabbat diese, die doch Abrahams Tochter ist, von diesem Bande, welche Satanas gebunden hatte nun wohl achtzehn Jahre? Und als er solches sagte, muftten sich schamen alle, die ihm wider gewesen waren. Und alles Volk freuete sich uber alle herrlichen Taten, die von ihm geschahen. Er sprach aber: Wem ist das Reich Gottes gleich, und wem soil ich's vergleichen? Es ist einem Senfkorn gleich, welches ein Mensch nahm und warfs in seinen Garten; und es wuchs und ward ein grafter Baum, und die Vogel des Himmels wohneten unter seinen Zweigen. Und abermal sprach er: Wem soil ich das Reich Gottes vergleichen? Es ist einem Sauerteige gleich, welchen ein Weib nahm und verbarg ihn unter drei Scheffel Mehls, bis daß es gar sauer ward. Und er ging durch Stadte und Markte und lehrete und nahm seinen Weg gen Jerusalem. Es sprach aber einer zu ihm: Herr, meinestdu, daß wenige selig werden? Er aber sprach zu ihnen: Ringet danach, daß ihr durch die enge Pforte eingehet; denn viele werden, das sage ich euch, danach trachten, wie sie hineinkommen, und werden's nicht tun konnen. Von dem an, wenn der Hauswirt aufgestanden ist und die Tur verschlossen hat, da werdet ihr denn anfangen drauften zu stehen, und an die Tur klopfen und sagen: Herr, Herr, tu uns auf! Und er wird antworten und zu euch sagen: Ich kenne euer nicht, wo ihr her seid. So werdet ihr denn anfangen zu sagen: Wir haben vordir gegessen und getrunken, und auf den Gassen hast du uns gelehret. Und erwird sagen: Ich sage euch, ich kenne euer nicht, wo ihr her seid; weichet alle von mir, ihr Ubeltater! Da wird sein Heulen und Zahneklappen, wenn ihr sehen werdet Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes, euch aber hinausgestoften. Und es werden kommen vom Morgen und vom Abend, von Mitternacht. und vom Mittage, die zu Tische sitzen werden im Reich Gottes. Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein; und sind Erste, die werden die Letzten sein. An demselben Tage kamen etliche Pharisaer und sprachen zu ihm: Heb' dich hinaus und gehe von hinnen; denn Herodes will dich toten. Und er sprach zu ihnen: Gehet hin und saget demselbigen Fuchs: Siehe, ich treibe Teufel aus und mache gesund heute und morgen und am dritten Tage werde ich ein Ende nehmen. Doch muft ich heute und morgen und am Tage danach wandeln; denn es tut's nicht, daß ein Prophet umkomme aufter Jerusalem. Jerusalem, Jerusalem, die du totest die Propheten und steinigest, die zu dir gesandt werden, wie oft habe ich wollen deine Kinder versammeln wie eine Henne ihr Nest unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Sehet, euer Haus soil euch wüste gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich nicht sehen, bis daß es komme, daß ihr sagen werdet: Gelobet ist, der da kommt in dem Namen des Herm!
A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)
Today's readings, every morning
Bosko brings the daily readings for your tradition to your day — with a reflection, the full Bible in 30 translations, and the liturgical calendar, in 18 languages.
