Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
2 Corinthians 6:1-10
Wir ermahnen aber euch als Mithelfer, daü ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfanget. Denn er spricht: Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhoret und habe dir am Tage des Heils geholfen. Sehet, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils. Lasset uns aber niemand irgendein Argernis geben, auf daü unser Amt nicht verlastert werde; sondern in alien Dingen lasset uns beweisen als die Diener Gottes: in großer Geduld, in Trübsalen, in Noten, in Angsten, in Schlagen, in Gefangnissen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in Fasten, in Keuschheit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, in dem Heiligen Geist, in ungefarbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken; durch Ehre und Schande, durch bose Geruchte und gute Geruchte; als die Verführer und doch wahrhaftig; als die Unbekannten und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezüchtigten und doch nicht ertotet; als die Traurigen, aber allezeit frohlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; ais die nichts innehaben und doch alles haben.
First Reading
Jeremiah 21
Dies ist das Wort, so vorn HERRN geschah zu Jeremia, da der Konig Zedekia zu ihm sandte Pashur, den Sohn Malchias, und Zephanja, den Sohn Maesejas, des Priesters, und lied ihm sagen: Frage doch den HERRN fur uns! Denn Nebukadnezar, der Konig zu Babel, streitet wider uns, dad der HERR doch mit uns tun wolle nach alien seinen Wundern, damit er von uns abzoge. Jeremia sprach zu ihnen: So saget Zedekia: Das spricht der HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will die Waffen zurückwenden, die ihr in euren Handen habt, damit ihr streitet wider den Konig zu Babel und wider die Chaldaer, welche euch drauden an der Mauer belagert haben, und will sie zuhauf sammeln mitten in der Stadt. Und ich will wider euch streiten mit ausgereckter Hand, mit starkem Arm, mit grodem Zorn, Grimm und Unbarmherzigkeit. Und will die Burger dieser Stadt schlagen, beide, Menschen und Vieh, daß sie sterben sollen durch eine große Pestilenz. Und danach, spricht der HERR, will ich Zedekia, den Konig Judas, samt seinen Knechten und dem Volk, das in dieser Stadt vor der Pestilenz, Schwert und Hunger überbleiben wird, geben in die Hande Nebukadnezars, des Konigs zu Babel, und in die Hande ihrer Feinde und in die Hande derer, so ihnen nach dem Leben stehen, daß er sie mit der Scharfe des Schwerts also schlage, daß kein Schonen noch Gnade noch Barmherzigkeit da sei. Und sage diesem Volk: So spricht der HERR: Siehe, ich lege euch vor den Weg zum Leben und den Weg zum Tode. Wer in dieser Stadt bleibt, der wird sterben müssen durchs Schwert, Hunger und Pestilenz; wer aber hinaus sich gibt zu den Chaldaern, die euch belagern, der soil lebendig bleiben und soil sein Leben als eine Ausbeute behalten. Denn ich habe mein Angesicht über diese Stadt gerichtet zum Unglück und zu keinem Guten, spricht der HERR. Sie soil dem Konige zu Babel ubergeben werden, daß er sie mit Feuer verbrenne. Und horetdes HERRN Wort, ihrvom Hause des Konigs Judas! Du Haus David, so spricht der HERR: Haltet des Morgens Gericht und errettet den Beraubten aus des Frevlers Hand, auf dad mein Grimm nicht ausfahre wie ein Feuer und brenne also, dad niemand loschen moge, urn eures bosen Wesens willen. Siehe, spricht der HERR, ich sage dir, die du wohnest im Grunde, in dem Felsen und auf der Ebene und sprichst: Wer will uns überfallen Oder in unsere Feste kommen? Ich will euch heimsuchen, spricht der HERR, nach der Frucht eures Tuns; ich will ein Feuer anzünden in ihrem Walde, das soli alles umher verzehren.
First Reading
Jeremiah 52:1-16
Zedekia war einundzwanzig Jahre alt, da er Konig ward, und regierete elf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hiefi Hamutal, eine Tochter Jeremias zu Libna. Und tat, das dem HERRN übel gefiel, gleichwie Jojakim getan hatte. Denn es ging des HERRN Zorn über Jerusalem und Juda, bis er sie von seinem Angesicht verwarf. Und Zedekia fiel ab vom Konige zu Babel. Aber im neunten Jahr seines Konigreichs, am zehnten Tage des zehnten Monden, kam Nebukadnezar, der Konig zu Babel, samt all seinem Heer wider Jerusalem und belagerten sie und machten eine Schanze ringsumher. Und blieb also, die Stadt belagert bis ins elfte Jahr des Konigs Zedekia. Aber am neunten Tage des vierten Monden nahm der Hunger überhand in der Stadt, und hatte das Volk vom Lande nichts mehr zu essen. Da brach man in die Stadt; und alle Kriegsleute gaben die Flucht und zogen zur Stadt hinaus bei der Nacht, des Weges zum Tor zwischen den zwo Mauern, zum Garten des Konigs. Aber die Chaldaer lagen urn die Stadt her. Und da diese zogen des Weges durchs Feld, jagte der Chaldaer Heer dem Konige nach und ergriffen Zedekia in dem Felde bei Jericho; da zerstreuete sich all sein Heer von ihm. Und sie fingen den Konig und brachten ihn hinauf dem Konige zu Babel gen Riblath, die im Lande Hemath liegt; der sprach ein Urteil uber ihn. Allda ließ der Konig zu Babel die Kinder Zedekias vor seinen Augen erwürgen und erwürgete alle Fürsten Judas zu Riblath. Aber Zedekia liefi er die Augen ausstechen und ließ ihn mit zwo Ketten binden; und führete ihn also der Konig zu Babel gen Babel und legte ihn ins Gefangnis, bis daß er starb. Am zehnten Tag des funften Monden, welches ist das neunzehnte Jahr Nebukadnezars, des Konigs zu Babel, kam Nebusar-Adan, der Hauptmann, der stets urn den Konig zu Babel war, gen Jerusalem und verbrannte des HERRN Haus und des Konigs Haus und alle Hauser zu Jerusalem; alle großen Hauser verbrannte er mit Feuer. Und das ganze Heer, der Chaldaer, so bei dem Hauptmann war, rissen urn alle Mauern zu Jerusalem ringsumher. Aber das arme Volk und andere Volk, so noch übrig war in der Stadt, und die zum Konig zu Babel fielen, und das übrige Handwerksvolk führete Nebusar-Adan, der Hauptmann, gefangen weg. Und vom armen Volk auf dem Lande lieli Nebusar-Adan, der Hauptmann, bleiben Weingartner und Ackerleute.
Morning Prayer — First Lesson
Jeremiah 25
Dies ist das Wort, welches zu Jeremia geschah uber das ganze Volk Juda im vierten Jahr Jojakims, des Sohns Josias, des Konigs Judas (welches ist das erste Jahr Nebukadnezars, des Konigs zu Babel), welches auch der Prophet Jeremia redete zu dem ganzen Volk Juda und zu alien Burgern zu Jerusalem und sprach: Es ist von dem dreizehnten Jahr an Josias, des Sohns Amons, des Konigs Judas, des HERRN Wort zu mir geschehen bis auf diesen Tag, und habe euch nun dreiundzwanzig Jahre mit Fleiß geprediget; aber ihr habt nie hdren wollen. So hat der HERR auch zu euch gesandt alle seine Knechte, die Propheten, fleilliglich; aber ihr habt nie horen wollen noch eure Ohren neigen, daß ihr gehorchet, da er sprach: Bekehret euch, ein jeglicher von seinem bosen Wege und von eurem bosen Wesen, so sollt ihr in dem Lande, das der HERR euch und euren Vatern gegeben hat, immer und ewiglich bleiben. Folget nicht andern Gottern, daü ihr ihnen dienet und sie anbetet, auf daß ihr mich nicht erzurnet durch eurer Hande Werk, und ich euch Ungluck zufugen müsse. Aber ihr wolltet mir nicht gehorchen, spricht der HERR, auf daü ihr mich ja wohl erzurnetet durch eurer Hande Werkzu eurem eigenen Ungluck. Darum so spricht der HERR Zebaoth: Weil ihr denn meine Worte nicht horen wollt, siehe, so will ich ausschicken und kommen lassen alle Volker gegen Mitternacht, spricht der HERR, auch meinen Knecht Nebukadnezar, den Konig zu Babel, und will sie bringen uber dies Land und uber die, so drinnen wohnen, und uber all dieses Volk, so umherliegen, und will sie verbannen und verstoren und zum Spott und ewiger Wuste machen. Und will herausnehmen alien frohlichen Gesang, die Stimme des Brautigams und der Braut, die Stimme der Muhlen und Licht der Laterne, daß dies ganze Land wüst und zerstoret liegen soil. Und sollen diese Volker dem Konige zu Babel dienen siebenzig Jahre. Wenn aber die siebenzig Jahre urn sind, will ich den Konig zu Babel heimsuchen und all dies Volk, spricht der HERR, urn ihre Missetat, dazu das Land der Chaldaer, und will es zur ewigen Wuste machen. Also will ich uber dies Land bringen alie meine Worte, die ich geredet habe wider sie, namlich alles, was in diesem Buch geschrieben stehet, das Jeremia geweissaget hat uber alle Volker. Und sie solien auch dienen, ob sie gleich grolie Volker und grofie Konige sind. Also will ich ihnen vergelten nach ihrem Verdienst und nach den Werken ihrer Hande. Denn also spricht zu mir der HERR, der Gott Israels: Nimm diesen Becher Weins voll Zorns von meiner Hand und schenke daraus alien Volkern, zu denen ich dich sende, da($ sie trinken, taumeln und toll werden vor dem Schwert, das ich unter sie schicken will. Und ich nahm den Becher von der Hand des HERRN und schenkte alien Volkern, zu denen mich der HERR sandte, namlich Jerusalem, den Stadten Judas, ihren Konigen und Fursten, da(S sie wüst und zerstort liegen und ein Spott und Fluch sein sollen, wie es denn heutigestages stehet; auch Pharao, dem Konige in Agypten, samt seinen Knechten, seinen Fursten und seinem ganzen Volk; alien Landern gegen Abend, alien Konigen im Lande Uz, alien Konigen in der Palastiner Lande, samt Askalon, Gasa, Akaron und den übrigen zu Asdod; denen von Edom, denen von Moab, den Kindern Ammon; alien Konigen zu Tyrus, alien Kdnigen zu Zidon, den Konigen in den Inseln jenseit des Meers; denen von Dedan, denen von Thema, denen von Bus und alien Fursten in den Ortern; alien Konigen in Arabien, alien Konigen gegen Abend, die in der Wuste wohnen; alien Konigen in Simri, alien Konigen in Elam, alien Konigen in Medien; alien Konigen gegen Mitternacht, beide, in der Nahe und Feme, einem mit dem andern, und alien Kdnigen auf Erden, die auf dem Erdboden sind. Und Konig Sesach soil nach diesen trinken. Und sprich zu ihnen: So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Trinket, daü ihrtrunken werdet, speiet und niederfallet und nicht aufstehen moget vor dem Schwert, das ich unter euch schicken will. Und wo sie den Becher nicht wollen von deiner Hand nehmen und trinken, so sprich zu ihnen: Also spricht der HERR Zebaoth: Nun sollt ihr trinken! Denn siehe, in der Stadt, die nach meinem Namen genannt ist, fahe ich an zu plagen, und ihr solltet ungestraft bleiben? Ihr sollt nicht ungestraft bleiben; denn ich rufe das Schwert uber alle, die auf Erden wohnen, spricht der HERR Zebaoth. Und du sollst alle diese Worte ihnen weissagen und sprich zu ihnen: Der HERR wird brüllen aus der Hohe und seinen Donner horen lassen aus seiner heiligen Wohnung; er wird brüllen uber seine Hürden; er wird singen ein Lied, wie die Weintreter, uber alle Einwohner des Landes, des Hall erschallen wird bis an der Welt Ende. Der HERR hat zu rechten mit den Heiden und will mit allem Fleisch Gericht halten; die Gottlosen wird er dem Schwert ubergeben, spricht der HERR. So spricht der HERR Zeboath: Siehe, es wird eine Plage kommen von einem Volk zum andern, und ein groß Wetter wird erweckt werden von der Seite des Landes. Da werden die Erschlagenen vom HERRN zur selbigen Zeit liegen von einem Ende der Erde bis ans andere Ende; die werden nicht geklaget noch aufgehoben noch begraben werden, sondern müssen auf dem Felde liegen und zu Mist werden. Heulet nun, ihr Hirten, und schreiet; walzet euch in der Asche, ihr Gewaltigen uber die Herde! Denn die Zeit ist hie, daß ihr geschlachtet und zerstreuet werdet und zerfallen müsset, wie ein kostlich Gefaß. Und die Hirten werden nicht fliehen konnen, und die Gewaltigen uber die Herde werden nicht entrinnen konnen. Da werden die Hirten schreien, und die Gewaltigen uber die Herde werden heulen, dafi der HERR ihre Weide so verwustet hat, und ihre Auen , die so wohl stunden, verderbet sind vor dem grimmigen Zorn des HERRN. Er hat seine Hütte verlassen, wie ein junger Lowe; und ist also ihr Land zerstoret vor dem Zorn des Tyrannen und vorseinem grimmigen Zorn.
Epistle
1 Corinthians 10:6-13
Das ist aber uns zum Vorbilde geschehen, daß wir uns nicht gelusten lassen des Bosen, gleichwie jene gelüstet hat. Werdet auch nicht Abgottische, gleichwie jener etliche wurden, als geschrieben stehet: Das Volk setzte sich nieder, zu essen und zu trinken, und stund auf, zu spielen. Auch lasset uns nicht Hurerei treiben, wie etliche unter jenen Hurerei trieben, und fielen auf einen Tag dreiundzwanzigtausend. Lasset uns aber auch Christum nicht versuchen, wie etliche von jenen ihn versuchten und wurden von, den Schlangen umgebracht. Murretauch nicht, gleichwie jener etliche murreten und wurden umgebracht durch den Verderber. Solches alles widerfuhr ihnen zum Vorbilde; es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt kommen ist. Darum wer, sich lasset dunken, er stehe, mag wohl zusehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch keine denn menschliche Versuchung betreten; aber Gott ist getreu, der euch nicht lasset versuchen uber euer Vermogen, sondern machet, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß ihds konnet ertragen.
First Reading
Proverbs 30
Dies sind die Worte Agurs, des Sohns Jakes, Lehre und Rede des Mannes Leithiel, Leithiel und Uchal. Denn ich bin der allernarrischste, und Menschenverstand ist nicht bei mir. Ich habe Weisheit nicht gelernet, und was heilig sei, weifi ich nicht. Werfahret hinauf gen Himmel und herab? Wer fasset den Wind in seine Hande? Wer bindet die Wasser in ein Kleid? Wer hat alle Enden der Welt gestellet? Wie heifit er und wie heifit sein Sohn? Weifit du das? Alle Worte Gottes sind durchlautert und sind ein Schild denen, die auf ihn trauen. Tue nichts zu seinen Worten, daß er dich nicht strafe, und werdest lugenhaftig erfunden. Zweierlei bitte ich von dir, die wollest du mir nicht weigern, ehe denn ich sterbe; Abgotterei und Lügen laft feme von mir sein; Armut und Reichtum gib mir nicht; laft mich aber mein bescheiden Teil Speise dahinnehmen. Ich mochte sonst, wo ich zu satt wurde, verleugnen und sagen: Wer ist der HERR? Oder wo ich zu arm wurde, mochte ich stehlen und mich an dem Namen meines Gottes vergreifen. Verrate den Knecht nicht gegen seinen HERRN; er mochte dir fluchen und du die Schuld tragen müssest. Es ist eine Art, die ihrem Vater flucht und ihre Mutter nicht segnet; eine Art, die sich rein dünkt und ist doch von ihrem Kot nicht gewaschen; eine Art, die ihre Augen hoch tragt und ihre Augenlideremporhalt; eine Art, die Schwerter fur Zahne hat, die mit ihren Backenzahnen friftt und verzehret die Elenden im Lande und die Armen unterden Leuten. Die Igel hat zwo Tochter: Bring her, bring her! Drei Dinge sind nicht zu sattigen, und das vierte spricht nicht: Es istgenug: die Holle, der Frauen verschlossene Mutter, die Erde wird nicht Wassers satt, und das Feuer spricht nicht: Es ist genug. Ein Auge das den Vater verspottet und verachtet, der Mutter zu gehorchen, das müssen die Raben am Bach aushacken und die jungen Adler fressen. Drei Dinge sind mirzuwunderlich, und das vierte weift ich nicht: des Adlers Weg im Himmel, der Schlangen Weg auf einem Felsen, des Schiffs Weg mitten im Meer und eines Mannes Weg an einer Magd. Also ist auch der Weg der Ehebrecherin; die verschlinget und wischet ihr Maul und spricht: Ich habe kein Ubels getan. Ein Land wird durch dreierlei unruhig, und das vierte mag es nicht ertragen: ein Knecht, wenn er Konig wird; ein Narr, wenn er zu satt ist; eine Feindselige, wenn sie geehelicht wird, und eine Magd, wenn sie ihrer Frauen Erbe wird. Vier sind klein auf Erden und kluger denn die Weisen: die Ameisen, ein schwach Volk, dennoch schaffen sie im Sommer ihre Speise; Kaninchen, ein schwach Volk, dennoch legt es sein Haus in den Felsen; Heuschrecken haben, keinen Konig, dennoch ziehen sie aus ganz mit Haufen; die Spinne wirkt mit ihren Handen und ist in der Konige Schlossern. Dreierlei haben einen feinen Gang, und das vierte gehetwohl: Der Lowe, machtig unter den Tieren, und kehrt nicht urn vorjemand; ein Wind von guten Lenden; und ein Widder; und der Konig, wider den sich niemand darf legen. Hast du genarret und zu hoch gefahren und Boses vorgehabt, so lege die Hand aufs Maul. Wenn man Milch stoftt, so macht man Butter draus; und wer die Nase hart schneuzet, zwingt Blut heraus; und wer den Zorn reizet, zwingt Hader heraus.
Morning Prayer — Second Lesson
John 18
Da Jesus solches geredet hatte, ging er hinaus mit seinen Jungern uber den Bach Kidron. Da war ein Garten, darein ging Jesus und seine Junger. Judas aber, der ihn verriet, wuißte den Ort auch; denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jungern. Da nun Judas zu sich hatte genommen die Schar und der Hohenpriester und Pharisaer Diener, kommt er dahin mit Fackeln, Lampen und mit Waffen. Als nun Jesus wui Jte alles, was ihm begegnen sollte, ging er hinaus und sprach zu ihnen: Wen suchet ihr? Sie antworteten ihm: Jesum von Nazareth. Jesus spricht zu ihnen: Ich bin's. Judas aber, der ihn verriet, stund auch bei ihnen. Als nun Jesus zu ihnen sprach: Ich bin's, wichen sie zuruck und fielen zu Boden. Da fragte er sie abermal: Wen suchet ihr? Sie aber sprachen: Jesum von Nazareth. Jesus antwortete: Ich hab's euch gesagt, daß ich es sei. Suchet ihr denn mich, so lasset diese gehen (auf daß das Wort erfullet wurde, welches er sagte: Ich habe der keinen verloren, die du mir gegeben hast). Da hatte Simon Petrus ein Schwert und zog es aus und schlug nach des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein rechtes Ohr ab; und der Knecht hieli Malchus. Da sprach Jesus zu Petrus: Stecke dein Schwert in die Scheide! Soil ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat? Die Schar aber und der Oberhauptmann und die Diener der Juden nahmen Jesum und banden ihn und führeten ihn aufs erstezu Hannas; der war des Kaiphas Schwaher, welcher des Jahrs Hoherpriester war. Es war aber Kaiphas, der den Juden riet, es ware gut, daß ein Mensch wurde umgebracht fur das Volk. Simon Petrus aberfolgte Jesu nach und ein anderer Junger. Derselbige Junger war dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesu hinein in des Hohenpriesters Palast. Petrus aber stund draulien vor der Tur. Da ging der andere Junger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus und redete mit der Turhuterin und fuhrete Petrus hinein. Da sprach die Magd, die Turhuterin zu Petrus: Bist du nicht auch dieses Menschen Junger einer? Er sprach: Ich bin's nicht. Es stunden aber die Knechte und Diener und hatten ein Kohlenfeuer gemacht (denn es war kalt) und warmeten sich. Petrus aber stund bei ihnen und warmete sich. Aber der Hohepriester fragte Jesum urn seine Junger und urn seine Lehre. Jesus antwortete ihm: Ich habe frei offentlich geredet vor der Welt. Ich habe allezeit geiehret in der Schule und in dem Tempel, da alle Juden zusammenkommen, und habe nichts im Verborgenen geredet. Was fragest du mich darum? Frage die darum, die gehoret haben, was ich zu ihnen geredet habe. Siehe, dieselbigen wissen, was ich gesagt habe. Als er aber solches redete, gab der Diener einer, die dabeistunden, Jesu einen Backenstreich und sprach: Sollst du dem Hohenpriester also antworten? Jesus antwortete: Hab' ich ubel geredet, so beweise es, daß es bose sei; habe ich aber recht geredet, was schlagest du mich? Und Hannas sandte ihn gebunden zu dem Hohenpriester Kaiphas. Simon Petrus aber stund und warmete sich. Da sprachen sie zu ihm: Bist du nicht seiner Jünger einer? Er verleugnete aber und sprach: Ich bin's nicht. Spricht des Hohenpriesters Knechte einer, ein Gefreundeter des, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht im Garten bei ihm? Da verleugnete Petrus abermal; und alsbald krahete der Hahn. Da fuhreten sie Jesum von Kaiphas vor das Richthaus. Und es war früh. Und sie gingen nicht in das Richthaus, auf daß sie nicht unrein würden, sondern Ostern essen mochten. Da ging Pilatus zu ihnen heraus und sprach: Was bringet ihr fur Klage wider diesen Menschen? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Ware dieser nicht ein Ubeltater wir hatten dir ihn nicht überantwortet. Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin und richtet ihn nach eurem Gesetz. Da sprachen die Juden zu ihm: Wir dürfen niemand toten (auf daß erfullet wurde das Wort Jesu, welches er sagte, da er deutete, welches Todes er sterben wurde). Da ging Pilatus wieder hinein ins Richthaus und rief Jesu und sprach zu ihm: Bist du der Juden Konig? Jesus antwortete: Redest du das von dir selbst, Oder haben's dir andere von mir gesagt? Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überantwortet; was hast du getan? Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Ware mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden drob kampfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde; aber nun ist mein Reich nicht von dannen. Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein Konig? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein Konig. Ich bin dazu geboren und in die Welt kommen, daß ich die Wahrheit zeugen soil. Wer aus der Wahrheit ist, der horet meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und da er das gesagt, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm. Ihr habt aber eine Gewohnheit, daß ich euch einen auf Ostern losgebe; wollt ihr nun, daü ich euch der Juden Konig losgebe? Da schrieen sie wieder allesamt und sprachen: Nicht diesen, sondern Barabbas. Barabbas aber war ein Morder.
Responsorial Psalm
Psalm 31
Ein Psalm Davids, vorzusingen. HERR, auf dich traue ich. Lafi mich nimmermehr zuschanden werden; errette mich durch deine Gerechtigkeit! Neige deine Ohren zu mir, eilend hilf mir! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, daß du mir helfest. Denn du bist mein Fels und meine Burg, und urn deines Namens willen wollest du mich leiten und fuhren. Du wollest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir gestellet haben; denn du bist meine Starke. In deine Hande befehle ich meinen Geist; du hast mich erloset, HERR, du treuer Gott. Ich hasse, die da halten auf lose Lehre; ich hoffe aber auf den HERRN. Ich freue mich und bin frohlich uber deiner Güte, daß du mein Elend ansiehest und erkennest meine Seele in der Not und übergibst mich nicht in die Hande des Feindes; du stellest meine Fulie auf weiten Raum. HERR, sei mir gnadig, denn mir ist angst; meine Gestalt ist verfallen vor Trauern, dazu meine Seele und mein Bauch. Denn mein Leben hat abgenommen vor Trubnis und meine Zeit vor Seufzen; meine Kraft ist verfallen vor meiner Missetat, und meine Gebeine sind verschmachtet. Es gehet mir so libel, daß ich bin eine grofie Schmach worden meinen Nachbarn und eine Scheu meinen Verwandten; die mich sehen auf der Gasse, fliehen vor mir. Mein ist vergessen im Herzen wie eines Toten; ich bin worden wie ein zerbrochen Gefali. Denn viele schelten mich libel, daß jedermann sich vor mir scheuet; sie ratschlagen miteinander fiber mich und denken mir das Leben zu nehmen. Ich aber, HERR, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott. Meine Zeit stehet in deinen Handen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen. Lali leuchten dein Antlitz liber deinen Knecht; hilf mir durch deine Güte! HERR, lali mich nicht zuschanden werden; denn ich rufe dich an. Die Gottlosen müssen zuschanden und geschweiget werden in der Holle. Verstummen müssen falsche Mauler, die da reden wider den Gerechten, steif, stolz und hohnisch. Wie grofi ist deine Güte, die du verborgen hast denen, die dich fürchten, und erzeigest denen, die vor den Leuten auf dich trauen. Du verbirgest sie heimlich bei dir vor jedermanns Trotz; du verdeckest sie in der Hutte vor den zankischen Zungen. Gelobet sei der HERR, daü er hat eine wunderliche Gute mir bewiesen in einer festen Stadt! Denn ich sprach in meinem Zagen: Ich bin von deinen Augen verstoften; dennoch horetest du meines Flehens Stimme, da ich zu dir schrie. Liebet den HERRN, alle seine Heiligen! Die Glaubigen behutet der HERR und vergilt reichlich dem, der Hochmut übet. Seid getrost und unverzagt, alle, die ihrdes HERRN harret!
Gospel
Luke 19:41-47
Und als er nahe hinzukam, sah er die Stadt an und weinete uber sie und sprach: Wenn du es wulitest, so wurdest du auch bedenken zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet. Aber nun ist's vor deinen Augen verborgen. Denn es wird die Zeit uber dich kommen, daß deine Feinde werden urn dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern und an alien Orten angsten und werden dich schleifen und keinen Stein auf dem andern lassen, darum daß du nicht erkannt hast die Zeit, darinnen du heimgesucht bist. Und er ging in den Tempel und fing an auszutreiben, die darinnen verkauften und kauften, und sprach zu ihnen: Es stehet geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus; ihr aber habt's gemacht zur Mordergrube. Und lehrte taglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Vornehmsten im Volk trachteten ihm nach, daß sie ihn umbrachten,
Responsorial Psalm
Psalm 51
Ein Psalm Davids, vorzusingen, da der Prophet Nathan zu ihm kam, als er war zu Bathseba eingegangen. Gott, sei mir gnadig nach deiner Gute und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit! Wasche mich wohl von meiner Missetat und reinige mich von meiner Sünde! Denn ich erkenne meine Missetat, und meine Sunde ist immer vor mir. An dir allein hab ich gesundiget und übel vor dir getan, auf daß du recht behaltest in deinen Worten und rein bleibest, wenn du gerichtet wirst. Siehe, ich bin aus sundlichem Samen gezeuget, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen. Siehe, du hast Lust zur Wahrheit, die im Verborgenen liegt; du lassest mich wissen die heimliche Weisheit. Entsündige mich mit Ysopen, daß ich rein werde; wasche mich, daß ich schneeweiß werde. Laß mich horen Freude und Wonne, daß die Gebeine frohlich werden, die du zerschlagen hast. Verbirg dein Antlitzvon meinen Sünden und tilge alle meine Missetat. Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesichte und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. Troste mich wieder mit deiner Hilfe, und der freudige Geist enthalte mich. Denn ich will die Ubertreter deine Wege lehren, daß sich die Sunder zu dir bekehren. Errette mich von den Blutschulden, Gott, der du mein Gott und Heiland bist, daß meine Zunge deine Gerechtigkeit rühme. HERR, tue meine Lippen auf, daß mein Mund deinen Ruhm verkundige! Denn du hast nicht Lust zum Opfer, ich wollte dir's sonst wohl geben; und Brandopfer gefallen dir nicht. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geangsteter Geist; ein geangstet und zerschlagen Herz wirst du, Gott, nicht verachten. Tue wohl an Zion nach deiner Gnade; baue die Mauern zu Jerusalem! Dann werden dir gefallen die Opfer der Gerechtigkeit, die Brandopfer und ganzen Opfer; dann wird man Farren auf deinem Altar opfern.
Responsorial Psalm
Psalm 61
Ein Psalm Davids, vorzusingen auf einem Saitenspiel. Hore, Gott, mein Geschrei und merke auf mein Gebet! Hienieden auf Erden rufe ich zu dir, wenn mein Herz in Angst ist, du wollest mich fuhren auf einen hohen Felsen. Denn du bist meine Zuversicht, ein starker Turm vor meinen Feinden. Ich will wohnen in deiner Hütte ewiglich und trauen unter deinen Fittichen. Sela. Denn du, Gott, horest meine Gelubde; du belohnest die wohl, die deinen Namen furchten. Du gibsteinem Konige langes Leben, dafi seine Jahre wahren immer fur und fur, daß er immer sitzen bleibet vor Gott. Erzeige ihm Gute und Treue, die ihn behuten. So will ich deinem Namen lobsingen ewiglich, daß ich meine Gelubde bezahle taglich.
Responsorial Psalm
Psalm 60
Ein gulden Kleinod Davids, vorzusingen, von einem güldenen Rosenspan zu lehren, da er gestritten hatte mit den Syrern zu Mesopotamien und mit den Syrern von Zoba; da Joab umkehrete und schlug der Edomiter im Salztal zwolftausend. Gott, der du uns verstoften und zerstreuet hast und zornig warest, troste uns wieder! Der du die Erde bewegt und zerrissen hast, heile ihre Bruche, die so zerschellet ist. Denn du hast deinem Volk ein Hartes erzeigt; du hast uns einen Trunk Weins gegeben, daß wir taumelten. Du hast aber doch ein Zeichen gegeben denen, die dich furchten, welches sie aufwarfen und sie sicher machte. Sela. Auf daß deine Lieben erledigt werden, so hilf nun mit deiner Rechten und erhore uns! Gott redet in seinem Heiligtum, des bin ich froh, und will teilen Sichem und abmessen das Tal Suchoth. Gilead ist mein, mein ist Manasse, Ephraim ist die Macht meines Haupts, Juda ist mein Fürst, Moab ist mein Waschtopfen, meinen Schuh strecke ich uber Edom, Philistaa jauchzet zu mir. Wer will mich führen in eine feste Stadt? Wer geleitet mich bis nach Edom? Wirst du es nicht tun, Gott, der du uns verstoftest und zeuchst nicht aus, Gott, auf unser Heer? Schaff uns Beistand in der Not; denn Menschenhilfe ist kein nutze. Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsere Feinde untertreten.
Evening Prayer — First Lesson
Jeremiah 26
Im Anfang des Konigreiches Jojakims, des Sohns Josias, des Konigs Judas, geschah dies Wort vom HERRN und sprach: So spricht der HERR: Tritt in den Vorhof am Hause des HERRN und predige alien Stadten Judas, die da hereingehen anzubeten im Hause des HERRN, alle Worte, die ich dir befohlen habe, ihnen zu sagen, und tue nichts davon, ob sie vielleicht horen wollen und sich bekehren, ein jeglicher von seinem bosen Wesen, damit mich auch reuen mochte das Ubel, das ich gedenke, ihnen zu tun, urn ihres bosen Wandels willen. Und sprich zu ihnen: So spricht der HERR: Werdet ihr mir nicht gehorchen, daß ihr in meinem Gesetz wandelt, das ich euch vorgelegt habe, daü ihr horet die Worte meiner Knechte, der Propheten, welche ich stets zu euch gesandt habe, und ihr doch nicht horen wolltet, so will ich's mit diesem Hause machen wie mit Silo und diese Stadt zum Fluch alien Heiden auf Erden machen. Da nun die Priester, Propheten und alles Volk horeten Jeremia, daü er solche Worte redete im Hause des HERRN, und Jeremia nun ausgeredet hatte alles, was ihm der HERR befohlen hatte, allem Volk zu sagen, griffen ihn die Priester, Propheten und das ganze Volk und sprachen: Du mulit sterben! Warum darfst du weissagen im Namen des HERRN und sagen: Es wird diesem Hause gehen wie Silo, und diese Stadt soil so wuste werden, daü niemand mehr drinnen wohne? Und das ganze Volk sammelte sich im Hause des HERRN wider Jeremia. Da solches horeten die Fursten Judas, gingen sie aus des Konigs Hause hinauf ins Haus des HERRN und setzten sich vor das neue Tor des HERRN. Und die Priester und Propheten sprachen vor den Fursten und allem Volk: Dieser ist des Todes schuldig; denn er hat geweissagt wider diese Stadt, wie ihr mit euren Ohren gehoret habt. Aber Jeremia sprach zu alien Fursten und zu allem Volk: Der HERR hat mich gesandt, daß ich solches alles, das ihr gehoret habt, sollte weissagen wider dies Haus und wider diese Stadt. So bessert nun euer Wesen und Wandel und gehorchet der Stimme des HERRN, eures Gottes, so wird den HERRN auch gereuen das Ubel, das er wider euch geredet hat. Siehe, ich bin in euren Handen; ihr moget es machen mit mir, wie es euch recht und gut dünkt. Doch sollt ihrwissen, wo ihr mich totet, so werdet ihr unschuldig Blut laden auf euch selbst, auf diese Stadt und ihre Einwohner. Denn wahrlich, der HERR hat mich zu euch gesandt, daß ich solches alles vor euren Ohren reden sollte. Da sprachen die Fursten und das ganze Volk zu den Priestern und Propheten: Dieser ist des Todes nicht schuldig; denn er hat zu uns geredet im Namen des HERRN, unsers Gottes. Und es stunden auf etliche der Altesten im Lande und sprachen zum ganzen Haufen des Volks: Zur Zeit Hiskias, des Konigs Judas, war ein Prophet, Micha von Maresa, und sprach zum ganzen Volk Juda: So spricht der HERR Zebaoth: Zion soil wie ein Acker gepfluget werden, und Jerusalem ein Steinhaufen werden und der Berg des Hauses (des HERRN) zum wilden Walde. Noch liefi ihn Hiskia, der Konig Judas, und das ganze Juda darum nicht toten; ja, sie furchteten vielmehrden HERRN und beteten vordem HERRN. Da reuete auch den HERRN das Libel, das er wider sie geredet hatte. Darum tun wir sehr übel wider unsere Seelen: So war auch einer, der im Namen des HERRN weissagte, Uria, der Sohn Semajas, von Kiriath- Jearim. Derselbe weissagte wider diese Stadt und wider dies Land gleichwie Jeremia. Da aber der Konig Jojakim und alle seine Gewaltigen und die Fursten seine Worte horeten, wollte ihn der Konig toten lassen. Und Uria erfuhr das, furchtete sich und floh und zog nach Agypten. Aber der Konig Jojakim schickte Leute nach Agypten, Elnathan, den Sohn Achbors, und andere mitihm. Die fuhreten ihn aus Agypten und brachten ihn zum Kbnige Jojakim; der lied ihn mit dem Schwert toten und lied seinen Leichnam unter dem gemeinen Pobel begraben. Also war die Hand Ahikams, des Sohns Saphans, mit Jeremia, dad er nicht dem Volk in die Hande kam, daß sie ihn toteten.
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James 1
Jakobus, eir Knecht Gottes und des Herrn Jesu Christi, den zwolf Geschlechtern, die da sind hin und her: Freude zuvor! Meine lieben Bruder, achtet es eitel Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallet, und wisset, dafi euer Glaube, so er rechtschaffen ist, Geduld wirket. Die Geduld aber soil festbleiben bis ans Ende, auf daß ihrseid vollkommen und ganz und keinen Mangel habet. So aber jemand unter euch Weisheit mangelt, der bitte von Gott, der da gibt einfaltiglich jedermann und rucket es niemand auf; so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer da zweifelt, der ist gleich wie die Meereswoge, die vom Winde getrieben und gewebet wird. Solcher Mensch denke nicht, dati er etwas von dem Herrn empfangen werde. Ein Zweifler ist unbestandig in alien seinen Wegen. Ein Bruder aber, der niedrig ist, rühme sich seiner Hohe, und der da reich ist, ruhme sich seiner Niedrigkeit; denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen. Die Sonne gehet auf mit der Hitze, und das Gras verwelket, und die Blume fallt ab und seine schone Gestalt verdirbet; also wird der Reiche in seiner Habe verwelken. Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewahret ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott verheifien hat denen, die ihn liebhaben. Niemand sage, wenn erversuchetwird, daß er von Gott versucht werde; denn Gott ist nicht ein Versucher zum Bosen; er versuchet niemand; sondern ein jeglicher wird versucht, wenn ervon seiner eigenen Lust gereizet und gelocket wird. Danach, wenn die Lust empfangen hat, gebieret sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebieret sie den Tod. Irret nicht, liebe Bruder! Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veranderung noch Wechsel des Lichts und Finsternis. Er hat uns gezeuget nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir waren Erstlinge seiner Kreaturen. Darum, liebe Bruder, ein jeglicher Mensch sei schnell zu horen, langsam aberzu reden und langsam zum Zorn; denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmet das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzet ist, welches kann eure Seelen selig machen. Seid aber Tater des Worts und nicht Horer allein, damit ihr euch selbst betruget. Denn so jemand ist ein Horer des Worts und nicht ein Tater, der ist gleich einem Mann, der sein leiblich Angesicht im Spiegel beschauet; denn nachdem er sich beschauet hat, gehet er von Stund' an davon und vergisset, wie er gestaltet war. Wer aber durchschauet in das voll kommene Gesetz der Freiheit und darinnen beharret und ist nicht ein vergelilicher Horer, sondern ein Tater, derselbige wird selig sein in seiner Tat. So aber sich jemand unter euch lasset dunken, er diene Gott, und halt seine Zunge nicht im Zaum, sondern verfuhret sein Herz, des Gottesdienst ist eitel. Ein reinerund unbefleckter Gottesdienst vor Gott dem Vater ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trubsal besuchen und sich von der Welt unbefleckt behalten.
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I Thessalonians 3
Darum haben wir's nicht weiter wollen vertragen und haben uns lassen wohlgefallen , daß wir zu Athen allein gelassen wurden, und haben Timotheus gesandt, unsern Bruder und Diener Gottes und unsern Gehilfen am Evangelium Christi, euch zu starken und zu ermahnen in eurem Glauben, daß nicht jemand weich würde in diesen Trubsalen; denn ihrwisset, daß wirdazu gesetztsind. Und da wir bei euch waren, sagten wir's euch zuvor, wir wurden Trubsal haben müssen; wie denn auch geschehen ist, und ihrwisset. Darum ich's auch nicht langer vertragen, hab' ich ausgesandt, daß ich erführe euren Glauben, auf daß nicht euch vielleicht versucht hatte der Versucher, und unsere Arbeit vergeblich würde. Nun aber, so Timotheus zu uns von euch kommen ist und uns verkundiget hat euren Glauben und Liebe, und daß ihr unser gedenket allezeit zum besten und verlanget nach uns zu sehen, wie denn auch uns nach euch, da sind wir, liebe Bruder, getrostet worden an euch in aller unserer Trubsal und Not durch euren Glauben. Denn nun sind wir lebendig, dieweil ihr stehet in dem Herrn. Denn was fur einen Dank konnen wir Gott vergelten urn euch fur alle diese Freude, die wir haben von euch vor unserm Gott? Wir bitten Tag und Nacht fast sehr, daß wir sehen mogen euer Angesicht und erstatten, so etwas mangelt an eurem Glauben. Er aber, Gott, unser Vater, und unser Herr Jesus Christus schicke unsern Weg zu euch. Euch aber vermehre der Herr und lasse die Liebe vollig werden untereinander und gegen jedermann (wie denn auch wirsind gegen euch), daß eure Herzen, gestarket, unstraflich seien in der Heiligkeit vor Gott und unserm Vater auf die Zukunft unsers Herrn Jesu Christi samt alien seinen Heiligen.
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Revelation 22:8-21
Und ich bin Johannes, der solches gesehen und gehoret hat. Und da ich es gehoret und gesehen, fiel ich nieder, anzubeten zu den Fußen des Engels, der mir solches zeigete. Und er spricht zu mir: Siehe zu, tu es nicht; denn ich bin dein Mitknecht und deiner Bruder, der Propheten, und derer, die da halten die Worte dieses Buchs; bete Gott an! Und er spricht zu mir: versiegle nicht die Worte der Weissagung in diesem Buch; denn die Zeit ist nahe. Wer bose ist, der sei immerhin bose; und wer unrein ist, der sei immerhin unrein. Aber wer fromm ist, der sei immerhin fromm; und wer heilig ist, der sei immerhin heilig. Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, zu geben einem jeglichen, wie seine Werke sein werden. Ich bin das A und das 0, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte. Selig sind, die seine Gebote halten, auf daß ihre Macht sei an dem Holz des Lebens, und zu den Toren eingehen in die Stadt. Denn draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Hurer und die Totschlager und die Abgottischen und alle, die liebhaben und tun die Luge. Ich, Jesus, habe gesandt meinen Engel, solches euch zu zeugen an die Gemeinden. Ich bin die Wurzel des Geschlechts Davids, ein helier Morgenstern. Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es horet, der spreche: Komm! Und wen durstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst. Ich bezeuge aber alien, die da horen die Worte der Weissagung in diesem Buch: So jemand dazusetzt, so wird Gott zusetzen auf ihn die Plagen, die in diesem Buch geschrieben stehen. Und so jemand davontut von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott abtun sein Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt und von dem, was in diesem Buch geschrieben stehet. Es spricht, der solches zeuget: Ja, ich komme bald. Amen. Ja komm, Herr Jesu! Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch alien! Amen.
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1 Timothy 2:1-7
So ermahne ich nun, daß man vor alien Dingen zuerst tue Bitte, Gebet, Furbitte und Danksagung fur alle Menschen, fur die Konige und fur alle Obrigkeit, auf daß wir ein ruhig und stilles Leben fuhren mogen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Denn solches ist gut, dazu auch angenehm vor Gott, unserm Heilande, welcher will, daß alien Menschen geholfen werde, und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, namlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat fur alle zur Erlosung, daß solches zu seiner Zeit geprediget würde; dazu ich gesetzt bin ein Prediger und Apostel (ich sage die Wahrheit in Christo und luge nicht), ein Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit.
Gospel
Matthew 12
Zu der Zeit ging Jesus durch die Saat am Sabbat; und seine Jünger waren hungrig, fingen an, Ahren auszuraufen, und alien. Da das die Pharisaer sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was sich nicht ziemt, am Sabbat zu tun. Er aber sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, da ihn und die mit ihm waren, hungerte, wie er in das Gotteshaus ging und aft die Schaubrote, die ihm doch nicht ziemten zu essen, noch denen, die mit ihm waren, sondern allein den Priestern? Oder habt ihr nicht gelesen im Gesetz, wie die Priester am Sabbat im Tempel den Sabbat brechen und sind doch ohne Schuld? Ich sage aber euch, daß hier der ist, der auch grafter ist denn der Tempel. Wenn ihr aber wüfttet, was das sei: Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer, hattet ihr die Unschuldigen nicht verdammt. Des Menschen Sohn ist ein Herr auch uber den Sabbat. Und er ging von dannen fürbaft und kam in ihre Schule. Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrete Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist's auch recht am Sabbat heilen? auf dati sie eine Sache wider ihn flatten. Aber er sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, so er ein Schaf hat, das ihm am Sabbat in eine Grube fallt, der es nicht ergreife und aufhebe? Wieviel besser ist nun ein Mensch denn ein Schaf! Darum mag man wohl am Sabbat Gutes tun. Da sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und sie ward ihm wieder gesund gleichwie die andere. Da gingen die Pharisaer hinaus und hielten einen Rat uber ihn, wie sie ihn umbrachten. Aber da Jesus das erfuhr, wich er von dannen. Und ihm folgte viel Volks nach, und er heilete sie alle. und bedrauete sie, dafi sie ihn nicht meldeten, auf dati erfullet wurde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht: Siehe, das ist mein Knecht, den ich erwahlet habe, und mein Liebster, an dem meine Seele Wohlgefallen hat; ich will meinen Geist auf ihn legen, und er soil den Heiden das Gericht verkündigen. Erwird nicht zanken noch schreien, und man wird sein Geschrei nicht horen auf den Gassen. Das zerstoftene Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht ausloschen, bis daß er ausfuhre das Gericht zum Sieg. Und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen. Da ward ein Besessener zu ihm gebracht, der war blind und stumm; und er heilete ihn also, daß der Blinde und Stumme beides, redete und sah. Und alles Volk entsetzte sich und sprach: Ist dieser nicht Davids Sohn? Aber die Pharisaer, da sie es horeten, sprachen sie: Er treibet die Teufel nicht anders aus als durch Beelzebub, der Teufel Obersten. Jesus vernahm aber ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, so es mit sich selbst uneins wird, das wird wuste, und eine jegliche Stadt Oder Haus, so es mit sich selbst uneins wird, mag's nicht bestehen. So denn ein Satan den andern austreibt, so muft er mit sich selbst uneins sein; wie mag denn sein Reich bestehen? So ich aber die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein. So ich aber die Teufel durch den Geist Gottes austreibe, so ist je das Reich Gottes zu euch kommen. Oder wie kann jemand in eines Starken Haus gehen und ihm seinen Hausrat rauben, es sei denn, daß er zuvor den Starken binde und alsdann ihm sein Haus beraube? Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreuet. Darum sage ich euch: Alle Sunde und Lasterung wird den Menschen vergeben, aber die Lasterung wider den Geist wird den Menschen nicht vergeben. Und wer etwas redet wider des Menschen Sohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet wider den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt. Setzet entweder einen guten Baum, so wird die Frucht gut; Oder setzet einen faulen Baum, so wird die Frucht faul; denn an der Frucht erkennet man den Baum. Ihr Otterngezuchte, wie konnet ihr Gutes reden, dieweil ihr bose seid? Wes das Herz voll ist, des gehet der Mund uber. Ein guter Mensch bringet Gutes hervor aus seinem guten Schatz des Herzens, und ein boser Mensch bringet Boses hervor aus seinem bosen Schatz. Ich sage euch aber, daß die Menschen müssen Rechenschaft geben am Jungsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben. Aus deinen Worten wirst du gerechtfertiget werden und aus deinen Worten wirst du verdammt werden. Da antworteten etliche unter den Schriftgelehrten und Pharisaern und sprachen: Meister, wirwollten gerne ein Zeichen von dirsehen. Und er antwortete und sprach zu ihnen: Die bose und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen, und es wird ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona. Denn gleichwie Jona wardrei Tage und drei Nachte in des Walfisches Bauch, also wird des Menschen Sohn drei Tage und drei Nachte mitten in der Erde sein. Die Leute von Ninive werden auftreten am Jungsten Gerichte mit diesem Geschlechte und werden es verdammen; denn sie taten Bufte nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr denn Jona. Die Konigin von Mittag wird auftreten am Jungsten Gerichte mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, Salomos Weisheit zu horen. Und siehe, hier ist mehr denn Salomo. Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandelt er dürre Statten, suchet Ruhe und findet sie nicht. Dasprichterdenn: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's müftig, gekehret und geschmuckt. So gehet er hin und nimmt zu sich sieben andere Geister, die arger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie allda, und wird mit demselben Menschen hernach arger, denn es vorhin war. Also wird's auch diesem argen Geschlecht gehen. Da er noch also zu dem Volk redete, siehe, da stunden seine Mutter und seine Brüder drauften, die wollten mit ihm reden. Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen drauften und wollen mit dir reden. Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Und reckte die Hand aus uber seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder. Denn wer den Wilien tut meines Vaters im Himmel, derselbige ist mein Bruder, Schwester und Mutter.
Evening Prayer — Second Lesson
Hebrews 2
Darum sollen wir desto mehr wahrnehmen des Worts, das wir horen, daß wir nicht dahinfahren. Denn so das Wort test worden ist, das durch die Engel geredet ist, und eine jegliche Ubertretung und Ungehorsam hat empfangen seinen rechten Lohn: wie wollen wir entfliehen, so wir eine solche Seligkeit nicht achten? welche, nachdem sie erstlich geprediget ist durch den Herrn, ist sie auf uns kommen durch die, so es gehoret haben. Und Gott hat ihr Zeugnis gegeben mit Zeichen, Wundern und mancherlei Kraften und mit Austeilung des Heiligen Geistes nach seinem Willen. Denn er hat nicht den Engeln untertan die zukunftige Welt, davon wir reden. Es bezeuget aber einer an einem Ort und spricht: Was ist der Mensch, daß du sein gedenkest, und des Menschen Sohn, daß du ihn heimsuchest? Du hast ihn eine kleine Zeit der Engel mangeln lassen; mit Preis und Ehren hast du ihn gekronet und hast ihn gesetzt uber die Werke deiner Hande; alles hast du untertan zu seinen Fulien. In dem, daß er ihm alles hat untertan, hat er nichts gelassen, das ihm nicht untertan sei; jetzt aber sehen wir noch nicht, daß ihm alles untertan sei. Den aber, der eine kleine Zeit der Engel gemangelt hat, sehen wir, daß es Jesus ist, durch Leiden des Todes gekronet mit Preis und Ehren, auf daß er von Gottes Gnaden fur alle den Tod schmeckete. Denn es ziemete dem, urn deswillen alle Dinge sind, und durch den alle Dinge sind, der da viel Kinder hat zur Herrlichkeit geführet, daß er den Herzog ihrer Seligkeit durch Leiden vollkommen machte. Sintemal sie alle von einem kommen, beide, der da heiliget, und die da geheiliget werden. Darum schamet er sich auch nicht, sie Brüder zu heilien, und spricht: Ich will verkundigen deinen Namen meinen Brudern und mitten in der Gemeinde dir Lob singen. Und abermal: Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen. Und abermal: Siehe da, ich und die Kinder, welche mir Gott gegeben hat. Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er's gleichermalien teilhaftig worden, auf daß er durch den Tod die Macht nahme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist, dem Teufel, und erlosete die, so durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein muliten. Denn er nimmt nirgend die Engel an sich, sondern den Samen Abrahams nimmt er an sich. Daher mulite er allerdinge seinen Brudern gleich werden, auf daß er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu versohnen die Sünde des Volks. Denn darinnen ergelitten hat und versuchtist, kann er helfen denen, die versucht werden.
Gospel
John 12:12-26
Des andern Tages, viel Volks, das aufs Fest kommen war, da es horete, daß Jesus kommt gen Jerusalem, nahmen sie Palmenzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrieen: Hosianna! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, ein Konig von Israel! Jesus aber überkam ein Eselein und rittdarauf, wie denn geschrieben stehet: Furchte dich nicht, du Tochter Zion; siehe, dein Konig kommt reitend auf einem Eselsfullen! Solches aber verstunden seine Jünger zuvor nicht, sondern da Jesus verklaret ward, da dachten sie daran, daß solches war von ihm geschrieben, und sie solches ihm getan hatten. Das Volk aber, das mit ihm war, da er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, rühmetedie Tat. Darum ging ihm auch das Volk entgegen, da sie horeten, er hatte solches Zeichen getan. Die Pharisaer aber sprachen untereinander: Ihr sehet, daß ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt lauft ihm nach. Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufkommen waren, daß sie anbeteten auf das Fest. Die traten zu Philippus, der von Bethsaida aus Galilaa war, baten ihn und sprachen: Herr, wirwollten Jesum gerne sehen. Philippus kommt und sagt's Andreas, und Philippus und Andreas sagten's weiter Jesu. Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Zeit ist kommen, daß des Menschen Sohn verklaret werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, daß das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt's alleine; wo es aber erstirbt, so bringt's viel Fruchte. Wersein Leben liebhat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasset, der wird's erhalten zum ewigen Leben. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soil mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vaterehren.
Gospel
Matthew 13:24-30
Er legte ihnen ein ander Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich istgleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker saete. Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und saete Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesaet? Woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, daü wir hingehen und es ausjaten? Er aber sprach: Nein, auf daü ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjatet. Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bundlein, dad man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuern.
Gospel
Matthew 6
Habt acht auf eure Almosen, daß ihr die nicht gebet vor den Leuten, daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepreiset werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber Almosen gibst, so laft deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, auf daß dein Almosen verborgen, sei; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's vergelten offentlich. Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber betest, so gehe in dein Kammerlein und schliefte die Turzu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's vergelten offentlich. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhoret, wenn sie viel Worte machen. Darum sollt ihr euch ihnen nicht gleichen. Euer Vater weift, was ihr bedurfet, ehe denn ihr ihn bittet. Darum sollt ihr also beten: Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiliget. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. Unser taglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schulden, wie wir unsern Schuldigern vergeben. Und fuhre uns nicht in Versuchung, sondern erlose uns von dem Ubel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Denn so ihr den Menschen ihre Fehle vergebet, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wo ihr aber den Menschen ihre Fehle nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Fehle auch nicht vergeben. Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer sehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihre Angesichte, auf daß sie vor den Leuten scheinen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber fastest, so salbe dein Hauptund wasche dein Angesicht, auf dafi du nicht scheinest vor den Leuten mit deinem Fasten, sondern vordeinem Vater, welcher verborgen ist; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's Vergelten offentlich. Ihr sollt euch nicht Schatze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen, und da die Diebe nach graben und stehlen. Sammelt euch aber Schatze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen, und da die Diebe nicht nach graben noch stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz. Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn dein Auge einfaltig ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. Wenn aber dein Auge ein Schalk ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn aber das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis selber sein! Niemand kann zweien Herren dienen. Entweder er wird einen hassen und den andern lieben, Oder wird einem anhangen und den andern verachten. Ihr konnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht fur euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht fur euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vogel unter dem Himmel an: sie saen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nahret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Lange eine Elle zusetzen moge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr fur die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen! Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist als derselbigen eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird, sollt er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleinglaubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dafi ihr des alles bedurfet. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sorget nicht fur den andern Morgen; denn der morgende Tag wird fur das Seine sorgen. Es ist genug, dafi ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.
A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)
Today's readings, every morning
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