Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Galatians 2:1-10

Danach liber vierzehn Jahre zog ich abermal hinauf gen Jerusalem mit Barnabas und nahm Titus auch mit mir. Ich zog aber hinauf aus einer Offenbarung und besprach mich mit ihnen liber dem Evangelium, das ich predige unter den Heiden, besonders aber mit denen, die das Ansehen hatten, auf daß ich nicht vergeblich liefe Oder gelaufen hatte. Aber es ward auch Titus nicht gezwungen, sich zu beschneiden, der mit mir war, ob er wohl ein Grieche war. Denn da etliche falsche Brüder sich mit eingedrungen und neben eingeschlichen waren, zu verkundschaften unsere Freiheit, die wir haben in Christo Jesu, daß sie uns gefangennahmen, wichen wirdenselbigen nicht eine Stunde, untertan zu sein, auf daß die Wahrheit des Evangeliums bei euch bestunde. Von denen aber, die das Ansehen hatten, welcherlei sie weiland gewesen sind, da liegt mir nichts an; denn Gott achtet das Ansehen der Menschen nicht. Mich aber haben die, so das Ansehen hatten, nichts anderes gelehret, sondern wiederum, da sie sahen, daß mir vertrauet war das Evangelium an die Vorhaut, gleichwie Petrus das Evangelium an die Beschneidung (denn der mit Petrus kraftig ist gewesen zum Apostelamt unter die Beschneidung, der ist mit mir auch kraftig gewesen unter die Heiden), und erkannten die Gnade, die mir gegeben war, Jakobus und Kephas und Johannes, die fur Saulen angesehen waren, gaben sie mir und Barnabas die rechte Hand und wurden mit uns eins, daß wir unter die Heiden, sie aber unter der Beschneidung predigten; allein daß wir der Armen gedachten, welches ich auch fleilüg bin gewesen zu tun.

First Reading

Jeremiah 40

Dies ist das Wort, so vom HERRN geschah zu Jeremia, da ihn Nebusar-Adan, der Hauptmann, loslieli zu Rama; denn er war auch mit Ketten gebunden unter alien denen, die zu Jerusalem und in Juda gefangen waren, daß man sie gen Babel wegführen sollte. Da nun der Hauptmann Jeremia zu sich hatte lassen holen, sprach erzu ihm: Der HERR, dein Gott, hat dies Ungluck uber diese Statte geredet und hat es auch kommen lassen und getan, wie er geredet hat; denn ihr habt gesundiget wider den HERRN und seiner Stimme nicht gehorchet; darum ist euch solches widerfahren. Nun siehe, ich habe dich heute losgemacht von den Ketten, damit deine Hande gebunden waren. Gefallt dir's, mit mir gen Babel zu ziehen, so komm, du sollst mir befohlen sein; gefallt dir's aber nicht, mit mir gen Babel zu ziehen, so lali es anstehen. Siehe, da hast du das ganze Land vor dir; wo dich's gut dünkt und dir gefallt, da zeuch hin. Denn weiter hinaus wird kein Wiederkehren sein. Darum magst du kehren zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, des Sohns Saphans, welchen der Konig zu Babel gesetzt hat uber die Stadte in Juda, und bei demselbigen unter dem Volk bleiben; Oder gehe, wohin dir's wohlgefallt. Und der Hauptmann gab ihm Zehrung und Geschenke und lieli ihn gehen. Also kam Jeremia zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, gen Mizpa und blieb bei ihm unter dem Volk, das im Lande noch übrig war. Da nun die Hauptleute, so auf dem Felde sich enthielten, samt ihren Leuten erfuhren, daß der Konig zu Babel hatte Gedalja, den Sohn Ahikams, uber das Land gesetzt und beide, uber Manner und Weiber, Kinder und die Geringen im Lande, welche nicht gen Babel gefuhret waren, kamen sie zu Gedalja gen Mizpa, namlich Ismael, der Sohn Nethanjas, Johanan und Jonathan, die Sohne Kareahs, und Seraja, der Sohn Thanhumeths, und die Sohne Ephai von Netophath und Jesanja, der Sohn Maachathis, samt ihren Mannern. Und Gedalja, der Sohn Ahikams, des Sohns Saphans, tat ihnen und ihren Mannern einen Eid und sprach: Furchtet euch nicht, daß ihr den Chaldaern untertan sein sollet; bleibet im Lande und seid dem Konige zu Babel untertan, so wird's euch wohlgehen. Siehe, ich wohne hie zu Mizpa, daß ich den Chaldaern diene, die zu uns kommen. Darum so sammelt ein den Wein und Feigen und Ol und leget es in eure Gefalie und wohnet in euren Stadten, die ihr bekommen habt. Auch alle Juden, so im Lande Moab und der Kinder Ammon und in Edom und in alien Landern waren, da sie horeten, daß der Konig zu Babel hatte lassen etliche in Juda uberbleiben und uber sie gesetzt Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohns Saphans, kamen sie alle wieder von alien Orten, dahin sie verstolien waren, ins Land Juda zu Gedalja gen Mizpa und sammelten ein sehr viel Weins und Sommerfruchte. Aber Johanan, der Sohn Kareahs, samt all den Hauptleuten, so auf dem Felde sich enthalten hatten, kamen zu Gedalja gen Mizpa und sprachen zu ihm: Weitit du auch, daß Baalis, der Konig der Kinder Ammon, gesandt hat Ismael, den Sohn Nethanjas, daß erdich soil erschlagen? Das wollte ihnen aber Gedalja, der Sohn Ahikams, nicht glauben. Da sprach Johanan, der Sohn Kareahs, zu Gedalja heimlich zu Mizpa: Lieber, ich will hingehen und Ismael, den Sohn Nethanjas, schlagen, daß es niemand erfahren soil. Warum soli erdich erschlagen, daß alle Juden, so zu dir versammelt sind, zerstreuet werden und die noch aus Juda uberblieben sind, umkommen? Aber Gedalja, der Sohn Ahikams, sprach zu Johanan, dem Sohn Kareahs: Du sollst das nicht tun; es ist nicht wahr, das du von Ismael sagest.

First Reading

Daniel 12:1-13

Zurselbigen Zeit wird der grofte Fürst Michael, der fur dein Volk stehet, sich aufmachen. Denn es wird eine solche trubselige Zeit sein, als sie nicht gewesen ist, seit dafi Leute gewesen sind, bis auf dieselbige Zeit. Zur selbigen Zeit wird dein Volk errettet werden, alle, die im Buch geschrieben stehen. Und viele, so unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, etliche zum ewigen Leben, etliche zurewigen Schmach und Schande. Die Lehrer aber werden leuchten wie des Himmels Glanz und die, so viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich. Und nun, Daniel, verbirg diese Worte und versiegele diese Schrift bis auf die letzte Zeit, so werden viele druber kommen und groften Verstand finden. Und ich, Daniel, sah, und siehe, es stunden zween andere da, einer an diesem Ufer des Wassers, der andere an jenem Ufer. Und ersprach zu dem in leinenen Kleidern, der oben am Wasser stund: Wann will's denn ein Ende sein mit solchen Wundern? Und ich horete zu dem in leinenen Kleidern, der oben am Wasser stund; und er hub seine rechte und linke Hand auf gen Himmel und schwur bei dem, so ewiglich lebet, daß es eine Zeit und etliche Zeiten und eine halbe Zeit wahren soli; und wenn die Zerstreuung des heiligen Volks ein Ende hat, soil solches alles geschehen. Und ich horete es: aber ich verstund es nicht und sprach: Mein Herr, was wird danach werden? Er aber sprach: Gehe hin, Daniel; denn es ist verborgen und versiegelt bis auf die letzte Zeit. Viele werden gereiniget, gelautert und bewahret werden; und die Gottlosen werden gottlos Wesen führen, und die Gottlosen werden's nicht achten; aber die Verstandigen werden's achten. Und von der Zeit an, wenn das tagliche Opfer abgetan und ein Greuel der Wustung dargesetzt wird, sind tausend zweihundert und neunzig Tage: Wohl dem, der da erwartet und erreichet tausend dreihundert und funfunddreifüg Tage! Du aber, Daniel, gehe hin, bis das Ende komme, und ruhe, daß du aufstehest in deinem Teil am Ende der Tage!

Morning Prayer — First Lesson

Ezekiel 18

Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: Was treibet ihr unter euch im Lande Israel dies Sprichwort und sprechet: Die Vater haben Herlinge gegessen, aber den Kindern sind die Zahne davon stumpf worden? So wahr als ich lebe, spricht der Herr HERR, solch Sprichwort soli nicht mehr unter euch gehen in Israel. Denn siehe, alle Seelen sind mein; des Vaters Seele ist sowohl mein als des Sohnes Seele. Welche Seele sundiget, die soil sterben. Wenn nun einerfromm ist, der recht und wohl tut; der auf den Bergen nicht isset; der seine Augen nicht aufhebet zu den Gotzen des Hauses Israel und seines Nachsten Weib nicht befleckt und liegt nicht bei der Frau in ihrer Krankheit; der niemand beschadiget; der dem Schuldner sein Pfand wiedergibt; der niemand etwas mit Gewalt nimmt; der dem Hungrigen sein Brot mitteilet und den Nackenden kleidet; der nicht wuchert; der niemand ubersetzet; der seine Hand vom Unrechten kehret; der zwischen den Leuten recht urteilet; der nach meinen Rechten wandelt und meine Gebote halt, daß er ernstlich danach tue: das ist ein frommer Mann; der soil das Leben haben, spricht der Herr HERR. Wenn er aber einen Sohn zeuget, und derselbige wird ein Morder, der Blut vergeulit Oder dieser Stucke eins tut und der andern Stucke keins nicht tut, sondern isset auf den Bergen und beflecket seines Nachsten Weib, beschadiget die Armen und Elenden, mit Gewalt etwas nimmt, das Pfand nicht wiedergibt, seine Augen zu den Gotzen aufhebet, damit er einen Greuel begehet, gibtauf Wucher, ubersetzt: sollte der leben? Er soil nicht leben, sondern weil er solche Greuel alle getan hat, soil er des Todes sterben; sein Blut soil auf ihm sein. Wo er aber einen Sohn zeuget, der alle solche Sünde siehet, so sein Vater tut, und sich furchtet und nicht also tut: isset nicht auf den Bergen, hebet seine Augen nicht auf zu den Gotzen des Hauses Israel, beflecket nicht seines Nachsten Weib, beschadiget niemand, behalt das Pfand nicht, nicht mit Gewalt etwas nimmt, teilet sein Brot mit dem Hungrigen und kleidet den Nackenden; der seine Hand vom Unrechten kehret, keinen Wucher noch Ubersatz nimmt, sondern meine Gebote halt und nach meinen Rechten lebet: der soil nicht sterben urn seines Vaters Missetat willen, sondern leben. Aber sein Vater, der Gewalt und Unrecht geubet und unter seinem Volk getan hat, das nicht taugt, siehe, derselbige soil sterben urn seiner Missetat willen. So sprechet ihr: Warum soil denn ein Sohn nicht tragen seines Vaters Missetat? Darum, daß er recht und wohl getan und alle meine Rechte gehalten und getan hat, soil er leben. Denn welche Seele sundiget, die soil sterben. Der Sohn soil nicht tragen die Missetat des Vaters, und der Vater soil nicht tragen die Missetat des Sohnes, sondern des Gerechten Gerechtigkeit soil uber ihm sein, und des Ungerechten Ungerechtigkeit soil fiber ihm sein. Wo sich aber der Gottlose bekehret von alien seinen Sünden, die er getan hat, und halt alle meine Rechte und tut recht und wohl, so soil er leben und nicht sterben. Es soli alter seiner Ubertretung, so er begangen hat, nicht gedachtwerden, sondern soil leben urn der Gerechtigkeit willen, die er tut. Meinest du, daß ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, sprichtder Herr HERR, und nicht vielmehr, daß er sich bekehre von seinem Wesen und lebe? Und wo sich der Gerechte kehret von seiner Gerechtigkeit und tut Boses und lebet nach alien Greueln, die ein Gottloser tut, sollte der leben? Ja, aller seiner Gerechtigkeit, die er getan hat, soil nicht gedacht werden, sondern in seiner Ubertretung und Sünden, die er getan hat, soil er sterben. Noch sprechet ihr: Der HERR handelt nicht recht. So horet nun, ihr vom Hause Israel: Ist's nicht also, daß ich recht habe und ihr unrecht habt? Denn wenn der Gerechte sich kehret von seiner Gerechtigkeit und tut Boses, so muft er sterben; er muft aber urn seiner Bosheit willen, die er getan hat, sterben. Wiederum, wenn sich der Gottlose kehret von seiner Ungerechtigkeit, die er getan hat, und tut nun recht und wohl, der wird seine Seele lebendig behalten. Denn weil er siehet und bekehret sich von aller seiner Bosheit, die er getan hat, so soil er leben und nicht sterben. Noch sprechen die vom Hause Israel: Der HERR handelt nicht recht. Sollt ich unrecht haben? Ihr vom Hause Israel habt unrecht. Darum will ich euch richten, ihr vom Hause Israel, einen jeglichen nach seinem Wesen, spricht der Herr HERR. Darum so bekehret euch von aller eurer Ubertretung, auf daß ihr nicht fallen müsset urn der Missetat willen. Werfet von euch alle eure Ubertretung, damit ihr ubertreten habt, und machet euch ein neu Herz und neuen Geist. Denn warum willst du also sterben, du Haus Israel? Denn ich habe keinen Gefallen am Tode des Sterbenden, spricht der Herr HERR. Darum bekehret euch, so werdet ihr leben!

Epistle

2 Corinthians 3:4-9

Ein solch Vertrauen aber haben wir durch Christum zu Gott. Nicht daß wir tuchtig sind von uns selber, etwas zu denken als von uns selber, sondern daß wir tuchtig sind, ist von Gott, welcher auch uns tuchtig gemacht hat, das Amt zu führen des Neuen Testaments, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe totet, aber der Geist macht lebendig. So aber das Amt, das durch die Buchstaben totet und in die Steine ist gebildet, Klarheit hatte, also daß die Kinder Israel nicht konnten ansehen das Angesicht Mose's urn der Klarheit willen seines Angesichtes, die doch aufhoret, wie sollte nicht viel mehr das Amt, das den Geist gibt, Klarheit haben? Denn so das Amt, das die Verdammnis prediget, Klarheit hat, viel mehr hat das Amt, das die Gerechtigkeit prediget, uberschwengliche Klarheit.

First Reading

Job 6

Hiob antwortete und sprach: Wenn man meinen Jammer woge und mein Leiden zusammen in eine Waage legte, so würde es schwerer sein denn Sand am Meer; darum ist's umsonst, was ich rede. Denn die Pfeile des Allmachtigen stecken in mir, derselben Grimm sauft aus meinen Geist, und die Schrecknisse Gottes sind auf mich gerichtet. Das Wild schreiet nicht, wenn es Gras hat; der Ochse bloket nicht, wenn er sein Futter hat. Kann man auch essen, das ungesalzen ist? Oder wer mag kosten das Weite um den Dotter? Was meiner Seele widerte anzuruhren, das ist meine Speise vor Schmerzen. O daß meine Bitte geschahe, und Gott gabe mir, wes ich hoffe! Dali Gott anfinge und zerschluge mich und liete seine Hand gehen und zerscheiterte mich! So hatte ich noch Trost und wollte bitten in meiner Krankheit, daß er nur nicht schonete. Habe ich doch nicht verleugnet die Rede des Heiligen. Was ist meine Kraft, daß ich moge beharren? und welch ist mein Ende, daß meine Seele geduldig sollte sein? Ist doch meine Kraft nicht steinern, so ist mein Fleisch nicht ehern. Habe ich doch nirgend keine Hilfe, und mein Vermogen istweg. Wer Barmherzigkeit seinem Nachsten weigert, der verlasset des Allmachtigen Furcht. Meine Bruder gehen verachtlich vor mir uber, wie ein Bach, wie die Wasserstrome vorüberflielien. Doch, welche sich vor dem Reif scheuen, uber die wird der Schnee fallen. Zur Zeit, wenn sie die Hitze drucken wird, werden sie verschmachten, und wenn es heili wird, werden sie vergehen von ihrer Statte. Ihr Weg gehet beiseit aus; sie treten auf das Ungebahnte und werden umkommen. Sie sehen auf die Wege Themas; auf die Pfade Reicharabias warten sie. Aber sie werden zuschanden werden, wenn's am sichersten ist, und sich schamen müssen, wenn sie dahin kommen. Denn ihr seid nun zu mir kommen; und weil ihr Jammer sehet, furchtet ihr euch. Habe ich auch gesagt: Bringet her und von eurem Vermogen schenket mir und errettet mich aus der Hand des Feindes und erloset mich von der Hand der Tyrannen? Lehret mich, ich will schweigen; und was ich nicht weiß, das unterweiset mich. Warum tadelt ihr die rechte Rede? Wer ist unter euch, der sie strafen konnte? Ihr erdenket Worte, daß ihr nur strafet, und daß ihr nur paustet Worte, die mich verzagt machen sollen. Ihr fallet uber einen armen Waisen und grabet eurem Nachsten Gruben. Doch weil ihr habt angehoben, sehet auf mich, ob ich vor euch mit Lügen bestehen werde. Antwortet, was recht ist; meine Antwort wird noch recht bleiben. Was gilt's, ob meine Zunge unrecht habe und mein Mund Boses vorgebe?

Morning Prayer — Second Lesson

Acts 16

Er kam aber gen Derbe und Lystra; und siehe, ein Junger war daselbst mit Namen Timotheus, eines judischen Weibes Sohn, die war glaubig, aber eines griechischen Vaters. Der hatte ein gut Gerucht bei den Brudern unter den Lystranern und zu Ikonien. Diesen wollte Paulus lassen mit sich ziehen und nahm und beschnitt ihn urn der Juden willen, die an demselbigen Ort waren; denn sie wuliten alle, daß sein Vater war ein Grieche gewesen. Als sie aber durch die Stadte zogen, überantworteten sie ihnen, zu halten den Spruch, welcher von den Aposteln und den Altesten zu Jerusalem beschlossen war. Da wurden die Gemeinden im Glauben befestiget und nahmen zu an der Zahl taglich. Da sie aber durch Phrygien und das Land Galatien zogen, ward ihnen gewehret von dem Heiligen Geist, zu reden das Wort in Asien. Als sie aber kamen an Mysien, versuchten sie, durch Bithynien zu reisen; und der Geist lieli es ihnen nicht zu. Da sie aber an Mysien voruberzogen, kamen sie hinab gen Troas. Und Paulus erschien ein Gesicht bei der Nacht; das war ein Mann aus Mazedonien, der stund und bat ihn und sprach: Komm hernieder nach Mazedonien und hilf uns! Alseraberdas Gesicht gesehen hatte, da trachteten wir alsobald zu reisen nach Mazedonien, gewili, daß uns der Herr dahin berufen hatte, ihnen das Evangelium zu predigen. Da fuhren wir aus von Troas, und stracks Laufs kamen wir gen Samothrazien, des andern Tages gen Neapolis und von dannen gen Philippi, welches ist die Hauptstadt des Landes Mazedonien und eine Freistadt. Wir hatten aber in dieser Stadt unser Wesen etliche Tage. Am Tage des Sabbats gingen wir hinaus vor die Stadt an das Wasser, da man pflegte zu beten, und setzten uns und redeten zu den Weibern, die da zusammenkamen. Und ein gottesfurchtig Weib mit Namen Lydia, eine Purpurkramerin aus der Stadt der Thyatirer, horete zu; welcher tat der Herr das Herz auf, daß sie darauf achthatte, was von Paulus geredet ward. Als sie aber und ihr Hausgetauftward, ermahnete sie uns und sprach: So ihr mich achtet, daß ich glaubig bin an den Herrn, so kommet in mein Haus und bleibet allda. Und sie zwang uns. Esgeschah aber, da wirzu dem Gebet gingen, daß eine Magd uns begegnete, die hatte einen Wahrsagergeist und trug ihren Herren viel Genieli zu mit Wahrsagen. Dieselbige folgte allenthalben Paulus und uns nach, schrie und sprach: Diese Menschen sind Knechte Gottes, des Allerhochsten, die euch den Weg der Seligkeit verkundigen! Solches tat sie manchen Tag. Paulus aber tat das weh, und wandte sich urn und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir in dem Namen Jesu Christi, daß du von ihr ausfahrest! Und er fuhr aus zu derselbigen Stunde. Da aber ihre Herren sahen, daß die Hoffnung ihres Genielies war ausgefahren, nahmen sie Paulus und Silas, zogen sie auf den Markt vor die Obersten und fuhreten sie zu den Hauptleuten und sprachen: Diese Menschen machen unsere Stadt irre und sind Juden und verkundigen eine Weise, welche uns nicht ziemet anzunehmen noch zu tun, weil wir Rdmer sind. Und das Volk ward erregt wider sie. Und die Hauptleute lielien ihnen die Kleider abreilien und hielien sie staupen. Und da sie sie wohl gestaupet hatten, warfen sie sie ins Gefangnis und geboten dem Kerkermeister, daß er sie wohl bewahrete. Der nahm solch Gebot an und warf sie in das innerste Gefangnis und legte ihre Füfie in den Stock. Urn die Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobeten Gott. Und es horeten sie die Gefangenen. Schnell aber ward ein groties Erdbeben, also daß sich bewegeten die Grundfesten des Gefangnisses. Und von Stund' an wurden alle Turen aufgetan und aller Bande los. Als aber der Kerkermeister aus dem Schlafe fuhr und sah die Turen des Gefangnisses aufgetan, zog er das Schwert aus und wollte sich selbst erwurgen; denn er meinete, die Gefangenen waren entflohen. Paulus aber rief laut und sprach: Tue dir nichts Ubles; denn wir sind alle hier. Er forderte aber ein Licht und sprang hinein und ward zitternd und fiel Paulus und Silas zu den Fülien und führete sie heraus und sprach: Liebe Herren, was soil ich tun, dati ich selig werde? Sie sprachen:. Glaube an den Herrn Jesum Christum, so wirst du und dein Haus selig. Und sie sagten ihm das Wort des Herrn und alien, die in seinem Hause waren. Und er nahm sie zu sich in derselbigen Stunde der Nacht und wusch ihnen die Striemen ab; und er lieli sich taufen und alle die Seinen alsobald. Und führete sie in sein Haus und setzte ihnen einen Tisch und freuete sich mit seinem ganzen Hause, daß er an Gott glaubig worden war. Und da es Tag ward, sandten die Hauptleute Stadtdiener und sprachen: Lali die Menschen gehen! Und der Kerkermeister verkundigte diese Rede Paulus: Die Hauptleute haben hergesandt, daß ihr los sein sollt. Nun ziehet aus und gehet hin mit Frieden. Paulus aber sprach zu ihnen: Sie haben uns ohne Recht und Urteil offentlich gestaupet, die wir doch Rdmer sind, und in das Gefangnis geworfen und sollten uns nun heimlich ausstolien? Nicht also, sondern lasset sie selbst kommen und uns hinausfuhren. Die Stadtdiener verkündigten diese Worte den Hauptleuten; und sie furchteten sich, da sie horeten, daß sie Rdmer waren, und kamen und ermahneten sie und fuhreten sie heraus und baten sie, daß sie auszogen aus der Stadt. Da gingen sie aus dem Gefangnis und gingen zu der Lydia. Und da sie die Brüder gesehen hatten und getrostet, zogen sie aus.

Responsorial Psalm

Psalm 65

Ein Psalm Davids, zum Lied vorzusingen. Gott, man lobet dich in der Stille zu Zion und dir bezahlt man Gelubde. Du erhorest Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir. Unsere Missetat drucket uns hart; du wollest unsere Sunde vergeben. Wohl dem, den du erwahlest und zu dir lassest, daß er wohne in deinen Hofen! Der hat reichen Trost von deinem Hause, deinem heiligen Tempel. Erhore uns nach derwunderlichen Gerechtigkeit, Gott, unser Heil, der du bist Zuversicht aller auf Erden und feme am Meer; der die Berge fest setzt in seiner Kraft und gerustet ist mit Macht; der du stillest das Brausen des Meers, das Brausen seiner Wellen, und das Toben der Volker, daß sich entsetzen, die an denselben Enden wohnen, vor deinen Zeichen. Du machst frohlich, was da webet, beide des Morgens und Abends. Du suchest das Land heim und wasserst es und machest es sehr reich. Gottes Brunnlein hat Wassers die Fulle. Du lassest ihr Getreide wohlgeraten, denn also bauest du das Land. Du trankest seine Furchen und feuchtest sein Gepflugtes; mit Regen machst du es weich und segnest sein Gewachs. Du kronest das Jahr mit deinem Gut und deine Fulitapfen triefen von Fett. Die Wohnungen in der Wuste sind auch fett, daß sie triefen, und die Füigel sind umher lustig. Die Anger sind voll Schafe, und die Auen stehen dick mit Korn, daß man jauchzet und singet.

Gospel

Luke 10:23-37

Und erwandte sich zu seinen Jungern und sprach insonderheit: Selig sind die Augen, die da sehen, was ihr sehet. Denn ich sage euch: Viel Propheten und Konige wollten sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen; und horen, was ihr horet, und haben's nicht gehoret. Und siehe, da stund ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muft ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Wie stehet im Gesetz geschrieben? Wie liesest du? Er antwortete und sprach: Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von alien Kraften und von ganzem Gemüt und deinen Nachsten als dich selbst. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesu: Wer ist denn mein Nachster? Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, derging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Morder; die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon und lieften ihn halbtot liegen. Es begab sich aber ohngefahr, daß ein Priester dieselbige Strafte hinabzog; und da er ihn sah, ging er voruber. Desselbigengleichen auch ein Levit: da er kam zu der Statte und sah ihn, ging er voruber. Ein Samariter aber reisete und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goft drein Ol und Wein und hub ihn auf sein Tier und fuhrete ihn in die Herberge und pflegete sein. Des andern Tages reisete er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirt und sprach zu ihm; Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme. Welcher dunket dich, der unter diesen dreien der Nachste, sei gewesen dem, der unter die Morder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und tue desgleichen!

Responsorial Psalm

Psalm 70

Ein Psalm Davids, vorzusingen zum Gedachtnis. Eile, Gott, mich zu erretten, HERR, mirzu helfen! Es müssen sich schamen und zuschanden werden, die nach meiner Seele stehen; sie müssen zurückkehren und gehohnet werden, die mir übels wünschen, daß sie müssen wiederum zu Schanden werden, die da über mich schreien: Da, da! Freuen und frohlich müssen sein an dir, die nach dir fragen; und die dein Heil lieben, immersagen: Hochgelobt sei Gott! Ich aber bin elend und arm. Gott, eile zu mir, denn du bist mein Heifer und Erretter; mein Gott, verzeuch nicht!

Responsorial Psalm

Psalm 80

Ein Psalm Assaphs von den Spanrosen, vorzusingen. Du Hirte Israels, hore, der du Joseph hütest wie der Schafe; erscheine, der du sitzest liber Cherubim! Erwecke deine Gewalt, der du vor Ephraim, Benjamin und Manasse bist, und komm uns zu Hilfe! Gott, troste uns und lali leuchten dein Antlitz, so genesen wir. HERR, Gott Zebaoth, wie lange willst du zlirnen uber dem Gebet deines Volks? Du speisest sie mit Tranenbrot und trankest sie mit groliem Mali voll Tranen. Du setzest uns unsern Nachbarn zum Zank, und unsere Feinde spotten unser. Gott Zebaoth, troste uns! Lali leuchten dein Antlitz, so genesen wir. Du hast einen Weinstock aus Agypten geholet und hast vertrieben die Heiden und denselben gepflanzet. Du hast vor ihm die Bahn gemacht und hast ihn lassen einwurzeln, daß erdas Land erfullet hat. Berge sind mit seinem Schatten bedeckt und mit seinen Reben die Zedern Gottes. Du hast sein Gewachs ausgebreitet bis ans Meer und seine Zweige bis ans Wasser. Warum hast du denn seinen Zaun zerbrochen, daß ihn zerreiliet alles, das vorubergehet? Es haben ihn zerwühlet die wilden Saue, und die wilden Tiere haben ihn verderbet. Gott Zebaoth, wende dich doch, schaue vom Himmel und siehe an und suche heim diesen Weinstock und halt ihn im Bau, den deine Rechte gepflanzet hat, und den du dir festiglich erwahlet hast. Siehe drein und schilt, daß des Brennens und Reiliens ein Ende werde! Deine Hand schutze das Volk deiner Rechten und die Leute, die du dir festiglich erwahlet hast, so wollen wir nichtvon dirweichen. Lali uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen. HERR, Gott Zebaoth, troste uns! Lali dein Antlitz leuchten, so genesen wir.

Responsorial Psalm

Psalm 79

Ein Psalm Assaphs. HERR, es sind Heiden in dein Erbe gefallen, die haben deinen heiligen Tempel verunreiniget und aus Jerusalem Steinhaufen gemacht. Sie haben die Leichname deiner Knechte den Vogeln unter dem Himmel zu fressen gegeben und das Fleisch deiner Heiligen den Tieren im Lande. Sie haben Blut vergossen urn Jerusalem her wie Wasser; und war niemand, der begrub. Wir sind unsern Nachbarn eine Schmach worden, ein Spott und Hohn denen, die urn uns sind. HERR, wie lange willst du so gar zurnen und deinen Eifer wie Feuer brennen lassen? Schutte deinen Grimm auf die Heiden, die dich nicht kennen, und auf die Konigreiche, die deinen Namen nicht anrufen. Denn sie haben Jakob aufgefressen und seine Hauser verwustet. Gedenke nicht unserer vorigen Missetat; erbarm dich unser bald, denn wir sind fast dünne worden. Hilf du uns, Gott, unser Heifer, urn deines Namens Ehre willen; errette uns und vergib uns unsere Sunde urn deines Namens willen! Warum lassest du die Heiden sagen: Wo ist nun ihr Gott? Laß, unter den Heiden vor unsern Augen kund werden die Rache des Bluts deiner Knechte, das vergossen ist. Lafi vor dich kommen das Seufzen der Gefangenen; nach deinem grolien Arm behalte die Kinder des Todes. Und vergilt unsern Nachbarn siebenfaltig in ihren Busen ihre Schmach, damit sie dich, HERR, geschmahet haben. Wir aber, dein Volk und Schafe deiner Weide, danken direwiglich und verkundigen deinen Ruhm fur und fur.

Evening Prayer — First Lesson

Ezekiel 33

Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: Du Menschenkind, predige wider dein Volk und sprich zu ihnen: Wenn ich ein Schwert uber das Land führen würde, und das Volk im Lande nahme einen Mann unter ihnen und machten ihn zu ihrem Wachter, und er sahe das Schwert kommen uber das Land und bliese die Trommete und warnete das Volk: wer nun der Trommeten Hall horete und wollte sich nichtwarnen lassen, und das Schwert kame und nahme ihn weg, desselben Blut sei auf seinem Kopf; denn er hat der Trommeten Hall gehoret und hat sich dennoch nichtwarnen lassen; darum sei sein Blut auf ihm. Wer sich aber warnen lalit, der wird sein Leben davonbringen. Wo aber der Wachter sahe das Schwert kommen und die Trommete nicht bliese noch sein Volk warnete, und das Schwert kame und nahme etliche weg: dieselben würden wohl urn ihrer Sünde willen weggenommen, aber ihr Blut will ich von des Wachters Hand fordern. Und nun, du Menschenkind, ich habe dich zu einem Wachter gesetzt uber das Haus Israel, wenn du etwas aus meinem Munde horest, dafi du sie von meinetwegen warnen sollst. Wenn ich nun zu dem Gottlosen sage: Du Gottloser mußt des Todes sterben, und du sagst ihm solches nicht, dal J sich der Gottlose warnen lasse vor seinem Wesen, so wird wohl der Gottlose urn seines gottlosen Wesens willen sterben, aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern. Warnest du aber den Gottlosen vor seinem Wesen, daß ersich davon bekehre, und ersich nicht will von seinem Wesen bekehren, so wird er urn seiner Sünde willen sterben, und du hast deine Seele errettet. Darum, du Menschenkind, sage dem Hause Israel: Ihrsprechet also: Unsere Sünden und Missetaten liegen auf uns, dafi wir darunter vergehen; wie konnen wir denn leben? So sprich zu ihnen: So wahr als ich lebe; spricht der Herr HERR, ich habe keinen Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daß sich der Gottlose bekehre von seinem Wesen und lebe. So bekehret euch doch nun von eurem bosen Wesen! Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel? Und du, Menschenkind, sprich zu deinem Volk: Wenn ein Gerechter Boses tut, so wird's ihm nicht helfen, dafi erfromm gewesen ist; und wenn ein Gottloser fromm wird, so soil's ihm nicht schaden, daß er gottlos gewesen ist. So kann auch der Gerechte nicht leben, wenn er sundiget. Denn wo ich zu dem Gerechten spreche, er soli leben, und er verlalit sich auf seine Gerechtigkeit und tut Boses, so soil all seiner Frommigkeit nicht gedacht werden, sondern ersoll sterben in seiner Bosheit, die er tut. Und wenn ich zum Gottlosen spreche, ersoll sterben, und er bekehret sich von seiner Sunde und tut, was recht und gut ist, also daß der Gottlose das Pfand wiedergibt und bezahlet, was er geraubet hat, und nach dem Wort des Lebens wandelt, dafi er kein Boses tut, so soil er leben und nicht sterben, und aller seiner Sünden; die er getan hat, soli nicht gedacht werden; denn er tut nun, was recht und gut ist; darumsoller leben. Noch spricht dein Volk: Der HERR urteilet nicht recht, so sie doch unrecht haben. Denn wo der Gerechte sich kehret von seiner Gerechtigkeit und tut Boses, so stirbt erja billig darum; und wo sich der Gottlose bekehret von seinem gottlosen Wesen und tut, was recht und gut ist, so soil erja billig leben. Noch sprechet ihr: Der HERR urteilet nicht recht, so ich doch euch vom Hause Israel einen jeglichen nach seinem Wesen urteile. Und es begab sich im zwolften Jahr unsers Gefangnisses, am funften Tage des zehnten Monden, kam zu mir ein Entronnener von Jerusalem und sprach: Die Stadt istgeschlagen. Und die Hand des HERRN war uber mir des Abends, ehe der Entronnene kam, und tat mir meinen Mund auf, bis er zu mir kam des Morgens, und tat mir meinen Mund auf, also daß ich nicht mehr schweigen konnte. Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: Du Menschenkind, die Einwohner dieser Wüste im Lande Israel sprechen also: Abraham war ein einiger Mann und erbte dies Land; unser aber ist viel, so haben wir ja das Land billiger. Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr HERR: Ihr habt Blut gefressen und eure Augen zu den Gotzen aufgehoben und Blut vergossen; und ihr meinet, ihr wollet das Land besitzen? Ja, ihrfahret immerfort mit Morden und ubet Greuel, und einer schandet dem andern sein Weib, und meinet, ihr wollet das Land besitzen? So sprich zu ihnen: So spricht der Herr HERR: So wahr ich lebe, sollen alle, so in den Wüsten wohnen, durchs Schwert fallen, und was auf dem Felde ist, will ich den Tieren zu fressen geben; und die in Festungen und Hohlen sind, sollen an der Pestilenz sterben. Denn ich will das Land gar verwusten und seiner Hoffart und Macht ein Ende machen, dafi das Gebirge Israel so wust werde, daß niemand dadurchgehe. Und sollen erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich das Land gar verwustet habe urn aller ihrer Greuel willen, die sie uben. Und du, Menschenkind, dein Volk redet wider dich an den Wanden und unter den Hausturen und spricht je einer zum andern: Lieber, kommt und lafit uns horen, was der HERR sage! Und sie werden zu dir kommen in die Versammlung und vordirsitzen als mein Volk und werden deine Worte horen, aber nichts danach tun, sondern werden dich anpfeifen und gleichwohl fortleben nach ihrem Geiz. Und siehe, du mußt ihr Liedlein sein, das sie gerne singen und spielen werden. Also werden sie deine Worte horen und nichts danach tun. Wenn es aber kommt, was kommen soil, siehe, so werden sie erfahren, daß ein Prophet unter ihnen gewesen sei.

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II Corinthians 2

Ich dachte aber solches bei mir, daß ich nicht abermal in Traurigkeit zu euch kame. Denn so ich euch traurig mache, wer ist, der mich frohlich mache, ohne der da von mir betrubet wird? Und dasselbige habe ich euch geschrieben, daß ich nicht, wenn ich kame, traurig sein mulite, über welche ich mich billig sollte freuen, sintemal ich mich des zu euch alien versehe, dafi meine Freude euer aller Freude sei. Denn ich schrieb euch in grolier Trubsal und Angst des Herzens mitviel Tranen, nicht dafi ihr solltet betrubet werden, sondern auf, daß ihr die Liebe erkennetet, welche ich habe sonderlich zu euch. So aber jemand eine Betrubnis hat angerichtet, der hat nicht mich betrubet, ohne zum Teil, auf daß ich nicht euch alle beschwere. Es ist aber genug, dafi derselbige von vielen also gestraft ist. daß ihr nun hinfort ihm desto mehr vergebet und trostet, auf daß er nicht in allzu große Traurigkeit versinke. Darum ermahne ich euch, daß ihr die Liebe an ihm beweiset. Denn darum habe ich euch auch geschrieben, daß ich erkennete, ob ihr rechtschaffen seid, gehorsam zu sein in alien Stricken. Welchem aber ihr etwas vergebet, dem vergebe ich auch. Denn auch ich, so ich etwas vergebe jemandem, das vergebe ich urn euretwillen an Christi Statt, auf daß wir nicht übervorteilt werden vom Satan; denn uns ist nicht unbewußt, was er im Sinn hat. Da ich aber gen Troas kam, zu predigen das Evangelium Christi, und mir eine Tur aufgetan war in dem Herrn, hatte ich keine Ruhe in meinem Geist, da ich Titus, meinen Bruder, nicht fand, sondern ich machte meinen Abschied mit ihnen und fuhr aus nach Mazedonien. Aber Gott sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christo und offenbaret den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an alien Orten. Denn wir sind Gott ein guter Geruch Christi, beide, unter denen, die selig werden, und unter denen, die verloren werden: diesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des Lebens zum Leben. Und wer ist hiezu tuchtig? Denn wir sind nicht wie etliche viele, die das Wort Gottes verfalschen, sondern als aus Lauterkeit und als aus Gott, vor Gott reden wir in Christo.

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Philemon 1

Paulus, der Gebundene Christi Jesu, und Timotheus, der Bruder: Philemon, dem Lieben und unserm Gehilfen, und Appia, der Lieben, und Archippus, unserm Streitgenossen, und der Gemeinde in deinem Flause. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Flerrn Jesu Christo! Ich danke meinem Gott und gedenke dein allezeit in meinem Gebet, nachdem ich hore von der Liebe und dem Glauben, welchen du hast an den Flerrn Jesum und gegen alle Heiligen, daß dein Glaube, den wir miteinander haben, in dir kraftig werde durch Erkenntnis alles des Guten, das ihr habt in Christo Jesu. Wir haben abergrofte Freude und Trostan deiner Liebe; denn die Herzen der Heiligen sind erquicket durch dich, lieber Bruder.. Darum, wiewohl ich habe grofte Freudigkeit in Christo, dirzu gebieten, was dirziemet, so will ich doch urn der Liebe willen nur vermahnen, der ich ein solcher bin, namlich ein alter Paulus, nun aber auch ein Gebundener Jesu Christi. So ermahne ich dich urn meines Sohnes willen, Onesimus, den ich gezeuget habe in meinen Banden, welcher weiland dir unnutze, nun aber dir und mirwohl nütze ist: den habe ich wiedergesandt. Du aberwollest ihn, das ist, mein eigen Herz, annehmen. Denn ich wollte ihn bei mir behalten, daß er mir an deiner Statt dienete in den Banden des Evangeliums; aber ohne deinen Willen wollte ich nichts tun, auf daß dein Gutes nicht ware genotiget, sondern freiwillig. Vielleicht aber ist er darum eine Zeitlang von dir kommen, daß du ihn ewig wieder hattest, nun nicht mehr als einen Knecht, sondern mehr denn einen Knecht, einen lieben Bruder, sonderlich mir; wie viel mehr aber dir, beide, nach dem Fleisch und in dem Herrn. So du nun mich haltst fur deinen Gesellen, so wollest du ihn als mich selbst annehmen. So er aber dir etwas Schaden getan hat Oder schuldig ist, das rechne mirzu. Ich, Paulus, hab' es geschrieben mitmeiner Hand; ich will's bezahlen. Ich schweige, daß du dich selbst mir schuldig bist. Ja, lieber Bruder, gonne mir, daß ich mich an dir erqotze in dem Herrn; erquicke mein Herz in dem Herrn! Ich hab' aus Zuversicht deines Gehorsams dir geschrieben; denn ich weift, du wirst mehr tun, denn ich sage. Daneben bereite mir die Herberge; denn ich hoffe, daß ich durch euer Gebet euch geschenket werde. Es gruliet dich Epaphras, mein Mitgefangener in Christo Jesu, Markus, Aristarchus, Demas, Lukas, meine Gehilfen. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit eurem Geist! Amen.

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Acts 10:24-48

Und des andern Tages kamen sie gen Casarea. Cornelius aber wartete auf sie und rief zusammen seine Verwandten und Freunde. Und als Petrus hineinkam, ging ihm Cornelius entgegen und fiel zu seinen Füften und betete ihn an. Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Stehe auf; ich bin auch ein Mensch. Und als er sich mit ihm besprochen hatte, ging er hinein und fand ihrer viel, die zusammenkommen waren. Und er sprach zu ihnen: Ihr wisset, wie es ein ungewohnet Ding ist einem judischen Mann, sich zu tun Oder zu kommen zu einem Fremdling; aber Gott hat mir gezeiget, keinen Menschen gemein Oder unrein zu heiften. Darum habe ich mich nicht geweigert zu kommen, als ich bin hergefordert. So frage ich euch nun, warum ihr mich habt lassen fordern. Cornelius sprach: Ich habe vier Tage gefastet bis an diese Stunde, und urn die neunte Stunde betete ich in meinem Hause. Und siehe, da trat ein Mann vor mich in einem hellen Kleide und sprach: Cornelius, dein Gebet ist erhoret, und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott. So sende nun gen Joppe und laft herrufen einen Simon mit dem Zunamen Petrus, welcher ist zur Herberge in dem Hause des Gerbers Simon an dem Meer; der wird dir, wenn er kommt, sagen. Da sandte ich von Stund' an zu dir. Und du hast wohl getan, daß du kommen bist. Nun sind wir alle hier gegenwartig vor Gott, zu horen alles, was dir von Gott befohlen ist. Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich mit der Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansiehet, sondern in allerlei Volk, wer ihn furchtet und recht tut, der ist ihm angenehm. Ihr wisset wohl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Israel gesandt hat, und verkundigen lassen den Frieden durch Jesum Christum ( welcher ist ein Herr fiber alles), die durchs ganze judische Land geschehen ist und angefangen in Galilaa nach der Taufe, die Johannes predigte: wie Gott denselbigen Jesum von Nazareth gesalbet hat mit dem Heiligen Geiste und Kraft; der umhergezogen ist und hat wohlgetan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwaltiget waren; denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles des, was er getan hat im judischen Lande und zu Jerusalem. Den haben sie getotet und an ein Holz gehanget. Denselbigen hat Gott auferwecket am dritten Tage und ihn lassen offenbar werden, nicht allem Volk, sondern uns, den vorerwahlten Zeugen von Gott, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden ist von den Toten. Und er hat uns geboten, zu predigen dem Volk und zu zeugen, daß er ist verordnet von Gott ein Richter der Lebendigen und der Toten. Von diesem zeugen alle Propheten, daß durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen. Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhoreten. Und die Glaubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus kommen waren, entsetzten sich, daß auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen ward. Denn sie horeten, daß sie mit Zungen redeten und Gott hoch preiseten. Da antwortete Petrus: Mag auch jemand das Wasserwehren, daß diese nicht getaufet werden, die den Heiligen Geist empfangen haben gleichwie auch wir? Und befahl, sie zu taufen in dem Namen des Herm. Da baten sie ihn, daß er etliche Tage dabliebe.

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2 Timothy 2:8-13

Halt im Gedachtnis Jesum Christum, der auferstanden ist von den Toten, aus dem Samen Davids, nach meinem Evangelium, uber welchem ich leide bis an die Bande als ein Gbeltater. Aber Gottes Wort ist nicht gebunden. Darum dulde ich alles um der Auserwahlten willen, auf daß auch sie die Seligkeit erlangen in Christo Jesu mit ewiger Herrlichkeit. Das ist je gewißlich wahr: Sterben wir mit, so werden wir mitleben; dulden wir, so werden wir mitherrschen; verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen. Glauben wir nicht, so bleibet er treu; er kann sich selbst nicht leugnen.

Gospel

Mark 3

Und er ging abermal in die Schule. Und es war da ein Mensch, der hatte eine verdorrete Hand. Und sie hielten auf ihn, ob er auch am Sabbat ihn heilen würde, auf daß sie eine Sache wider ihn hatten. Und er sprach zu dem Menschen mit der verdorreten Hand: Tritt hervor! Und er sprach zu ihnen: Soil man am Sabbat Gutes tun Oder Boses tun, das Leben erhalten Oder toten? Sie aber schwiegen stille. Und er sah sie umher an mit Zorn und war betrubet uber ihre verstockten Herzen und sprach zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und die Hand ward ihm gesund wie die andere. Und die Pharisaer gingen hinaus und hielten alsbald einen Rat mit des Herodes Dienern über ihn, wie sie ihn umbrachten. Aber Jesus entwich mit seinen Jungern an das Meer. Und viel Volks folgte ihm nach aus Galilaa und aus Judaa und von Jerusalem und aus Idumaa und von jenseit des Jordans und die urn Tyrus und Sidon wohnen, eine grolie Menge, die seine Taten horeten, und kamen zu ihm. Und er sprach zu seinen Jungern, daß sie ihm ein Schifflein hieiten urn des Volks willen, daß sie ihn nicht drangeten. Denn er heilete ihrer viele, also da(3> sie ihn uberfielen, alle, die geplagt waren, auf daß sie ihn anruhreten. Und wenn ihn die unsaubern Geister sahen, fielen sie vor ihm nieder, schrieen und sprachen: Du bist Gottes Sohn! Und er bedrauete sie hart, daß sie ihn nicht offenbar machten. Und erging auf einen Berg und rief zu sich, welche erwollte, und die gingen hin zu ihm. Und erordnete die Zwolfe, daß sie bei ihm sein sollten, und daß er sie aussendete zu predigen, und daß sie Macht hatten, die Seuchen zu heilen und die Teufel auszutreiben, und gab Simon den Namen Petrus; und Jakobus, den Sohn des Zebedaus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und gab ihnen den Namen Bnehargem, das istgesagt, Donnerskinder; und Andreas und Philippus und Bartholomaus und Matthaus und Thomas und Jakobus, des Alphaus Sohn, und Thaddaus und Simon von Kana und Judas Ischariot, der ihn verriet. Und sie kamen nach Hause; und da kam abermal das Volk zusammen, also daü sie nicht Raum hatten zu essen. Und da es horeten, die urn ihn waren, gingen sie hinaus und wollten ihn halten; denn sie sprachen: Er wird von Sinnen kommen. Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabkommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebub und durch den Obersten der Teufel treibt er die Teufel aus. Und er rief sie zusammen und sprach zu ihnen in Gleichnissen: Wie kann ein Satan den andern austreiben? Wenn ein Reich mit ihm selbst untereinander uneins wird, mag es nicht bestehen. Und wenn ein Haus mit ihm selbst untereinander uneins wird, mag es nicht bestehen. Setzet sich nun der Satan wider sich selbst und ist mit ihm selbst uneins, so kann er nicht bestehen, sondern es ist aus mit ihm. Es kann niemand einem Starken in sein Haus fallen und seinen Hausrat rauben, es sei denn, daß er zuvor den Starken binde und alsdann sein Haus beraube. Wahrlich, ich sage euch, alle Sunden werden vergeben den Menschenkindern, auch die Gotteslasterung, damit sie Gott lastern; wer aber den Heiligen Geist lasted, der hat keine Vergebung ewiglich, sondern ist schuldig des ewigen Gerichts. Denn sie sagten: Er hat einen unsaubern Geist. Und es kam seine Mutter und seine Bruder und stunden draulien, schickten zu ihm und lielien ihn rufen. Und das Volk sali urn ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Bruder draulien fragen nach dir. Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Bruder? Und er sah rings urn sich auf die Jünger, die urn ihn im Kreise salien, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und meine Bruder. Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.

Evening Prayer — Second Lesson

1 Peter 3

Desselbigengleichen sollen die Weiber ihren Mannern untertan sein, auf daß auch die, so nicht glauben an das Wort, durch der Weiber Wandel ohne Wort gewonnen werden, wenn sie ansehen euren keuschen Wandel in der Furcht; welcher Schmuck soil nicht auswendig sein mit Haarflechten und Goldumhangen Oder Kleideranlegen, sondern der verborgene Mensch des Flerzens unverrückt mit sanftem und stillem Geiste; das ist kostlich vor Gott. Denn also haben sich auch vorzeiten die heiligen Weiber geschmuckt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und ihren Mannern untertan waren, wie die Sara Abraham gehorsam war und hieß ihn Herr, welcher Tdchter ihr worden seid, so ihr wohl tut und nicht so schuchtern seid. Desselbigengleichen, ihr Manner, wohnet bei ihnen mit Vernunft und gebet dem weiblichen als dem schwachsten Werkzeuge seine Ehre, als auch Miterben der Gnade des Lebens, auf daß eure Gebete nicht verhindert werden. Endlich aber seid allesamt gleichgesinnet, mitleidig, bruderlich, barmherzig, freundlich. Vergeltet nicht Boses mit Bosem Oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern dagegen segnet und wisset, daß ihr dazu berufen seid, daß ihr den Segen erbet. Denn wer leben will und gute Tage sehen, der schweige seine Zunge, daß sie nichts Boses rede, und seine Lippen, daß sie nicht trugen; er wende sich vom Bosen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach. Denn die Augen des Herm sehen auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Gebet; das Angesicht aber des Herm siehet auf die, so Boses tun. Und wer ist, der euch schaden konnte, so ihr dem Guten nachkommet? Und ob ihr auch leidet um Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Furchtet euch aber vor ihrem Trotzen nicht und erschrecket nicht! Heiligetaber Gott den Herm in euren Herzen. Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung jedermann, der Grund fordert der Hoffnung, die in euch ist, und das mit Sanftmutigkeit und Furcht; und habt ein gut Gewissen, auf daß die, so von euch afterreden als von Ubeltatern, zuschanden werden, daß sie geschmahet haben euren guten Wandel in Christo. Denn es ist besser, so es Gottes Wille ist, daß ihr von Wohltat wegen leidet denn von Ubeltat wegen, sintemal auch Christus einmal fur unsere Sunden gelitten hat, der Gerechte fur die Ungerechten, auf daß er uns Gott opferte; und ist getotet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. In demselbigen ist er auch hingegangen und hat geprediget den Geistern im Gefangnis, die etwa nicht glaubeten, da Gott einstmals harrete und Geduld hatte zu den Zeiten Noahs, da man die Arche zurustete, in welcher wenig, das ist, acht Seelen, behalten wurden durchs Wasser, welches nun auch uns selig macht in der Taufe, die durch jenes bedeutet ist, nicht das Abtun des Unflats am Fleisch, sondern der Bund eines guten Gewissens mit Gott durch die Auferstehung Jesu Christi, welcher ist zur Rechten Gottes in den Himmel gefahren, und sind ihm untertan die Engel und die Gewaltigen und die Krafte.

Gospel

John 20:1-10

An der Sabbate einem kommt Maria Magdalena früh, da es noch finster war, zum Grabe und siehet, daß der Stein vom Grabe hinweg war. Da lauft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jünger, welchen Jesus liebhatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grabe, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Da ging Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grabe. Es liefen aber die zwei miteinander, und der andere Jünger lief zuvor, schneller denn Petrus, und kam am ersten zum Grabe, gucket hinein und siehet die Leinen geleget; er ging aber nicht hinein. Da kam Simon Petrus ihm nach und ging hinein in das Grab und siehet die Leinen geleget. und das Schweifttuch, das Jesu um das Haupt gebunden war, nicht zu den Leinen geleget, sondern beiseits, eingewickelt, an einen besondern Ort. Da ging auch der andere Jünger hinein, der am ersten zum Grabe kam, und sah und giaubete es. Denn sie wuftten die Schrift noch nicht, daß er von den Toten auferstehen müftte. Da gingen die Jünger wieder zusammen.

Gospel

Matthew 17:10-13

Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Was sagen denn die Schriftgelehrten, Elia müsse zuvor kommen? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Elia soil ja zuvor kommen und alles zurechtbringen. Doch ich sage euch: Es ist Elia schon kommen, und sie haben ihn nicht erkannt, sondern haben an ihm getan, was sie wollten. Also wird auch des Menschen Sohn leiden müssen von ihnen. Da verstunden die Jünger, daß er von Johannes dem Taufer zu ihnen geredet hatte.

Gospel

Matthew 22

Und Jesus antwortete und redete abermal durch Gleichnisse zu ihnen und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Konige, der seinem Sohne Hochzeit machte. Und sandte seine Knechte aus, daß sie die Gaste zur Hochzeit riefen; und sie wollten nicht kommen. Abermal sandte er andere Knechte aus und sprach: Saget den Gasten: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet und alles bereit; kommet zur Hochzeit! Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner Hantierung. Etliche aber griffen seine Knechte, hohneten und toteten sie. Da das der Konig horete, ward erzornig und schickte seine Heere aus und brachte diese Morder urn und zundete ihre Stadt an. Da sprach erzu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Gaste waren es nicht wert. Darum gehet hin auf die Straiten und ladet zur Hochzeit, wen ihrfindet. Und die Knechte gingen aus auf die Straiten und brachten zusammen, wen sie fanden, Bose und Gute. Und die Tische wurden alle voll. Da ging der Konig hinein, die Gaste zu besehen, und sah allda einen Menschen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an, und sprach zu ihm: Freund, wie bistdu hereinkommen und hast doch kein hochzeitlich Kleid an? Er aber verstummte. Da sprach der Konig zu seinen Dienern: Bindet ihm Hande und Fülte und werfet ihn in die auiterste Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zahneklappen; denn viele sind berufen, aberwenige sind auserwahlet. Da gingen die Pharisaer hin und hielten einen Rat, wie sie ihn fingen in seiner Rede. Und sandten zu ihm ihre Jünger samt des Herodes Dienern und sprachen: Meister, wirwissen, daß du wahrhaftig bist und lehrest den Weg Gottes recht und fragest nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen. Darum sage uns, was dunket dich? Ist's recht, daß man dem Kaiser Zins gebe, Oder nicht? Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versuchet ihr mich? Weisetmirdie Zinsmunze! Und sie reichten ihm einen Groschen dar. Und er sprach zu ihnen: Wes ist das Bild und die Uberschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Da sie das horeten, verwunderten sie sich und lielien ihn und gingen davon. An demselbigen Tage traten zu ihm die Sadduzaer, die da halten, es sei kein Auferstehen, und fragten ihn und sprachen: Meister, Mose hat gesagt: So einer stirbt und hat nicht Kinder, so soli sein Bruder sein Weib freien und seinem Bruder Samen erwecken. Nun sind bei uns gewesen sieben Bruder. Der erste freiete und starb, und dieweil er nicht Samen hatte, lieli er sein Weib seinem Bruder. Desselbengleichen der andere und derdritte bis an den siebenten. Zuletzt nach alien starb auch das Weib. Nun in der Auferstehung, wessen Weib wird sie sein unter den sieben? Sie haben sie ja alle gehabt. Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irret und wisset die Schrift nicht noch die Kraft Gottes. In der Auferstehung werden sie weder freien noch sich freien lassen, sondern sie sind gleich wie die Engel Gottes im Himmel. Habt ihr aber nicht gelesen von der Toten Auferstehung, das euch gesagt ist von Gott, da er spricht: Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen. Und da solches das Volk horete, entsetzten sie sich fiber seine Lehre. Da aber die Pharisaer hdreten, dais er den Sadduzaern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach: Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz? Jesus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gernüt. Dies ist das vornehmste und grolite Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nachsten lieben wie dich selbst. In diesen zweien Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten. Da nun die Pharisaer beieinander waren, fragte sie Jesus und sprach: Wie dunket euch urn Christus? Wes Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen Herrn, da er sagt: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fufie. So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen.

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

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