Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Galatians 4:8-20

Aber zu der Zeit, da ihr Gott nicht erkanntet, dientet ihr denen, die von Natur nicht Gotter sind. Nun ihr aber Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wie wendet ihr euch denn urn wieder zu den schwachen und durftigen Satzungen, welchen ihr von neuem an dienen wollt? Ihr haltet Tage und Monden und Feste und Jahrzeiten. Ich furchte fur euch, daß ich nicht vielleicht umsonst habe an euch gearbeitet. Seid doch wie ich, denn ich bin wie ihr. Liebe Bruder, ich bitte euch, ihr habt mir kein Leid getan. Denn ihrwisset, daß ich euch in Schwachheit nach dem Fleisch das Evangelium geprediget habe zum erstenmal. Und meine Anfechtungen, die ich leide nach dem Fleisch, habt ihr nicht verachtet noch verschmahet, sondern als einen Engel Gottes nahmet ihr mich auf, ja als Christum Jesum. Wie waret ihr dazumal so selig! Ich bin euer Zeuge, daß, wenn es moglich gewesen ware, ihr hattet eure Augen ausgerissen und mirgegeben. Bin ich denn also euer Feind worden, daß ich euch die Wahrheit vorhalte? Sie eifern urn euch nicht fein, sondern sie wollen euch von mir abfallig machen, daß ihr urn sie sollt eifern. Eifern ist gut, wenn's immerdar geschiehet urn das Gute und nicht allein, wenn ich gegenwartig bei euch bin. Meine lieben Kinder, welche ich abermal mit Angsten gebare, bis daß Christus in euch eine Gestalt gewinne. Ich wollte aber, daß ich jetzt bei euch ware, und meine Stimme wandeln konnte, denn ich bin irre an euch.

First Reading

Jeremiah 47

Dies ist das Wort des HERRN, das zum Propheten Jeremia geschah wider die Philister, ehe denn Pharao Gaza schlug. So spricht der HERR: Siehe, es kommen Wasser herauf von Mitternacht, die eine Flut machen werden und beide, Land und was drinnen ist, beide, Stadte und die, so drinnen wohnen, wegreiften werden, daß die Leute werden schreien und alle Einwohner im Lande heulen vor dem Getummel ihrer starken Rosse, so dahertraben, und vor dem Rasseln ihrer Wagen und Poltern ihrer Rader, daß sich die Vater nicht werden umsehen nach den Kindern, so verzagt werden sie sein vor dem Tage, so da kommt, zu verstoren alle Philister und auszureuten Tyrus und Zidon samt ihren andern Gehilfen. Denn der HERR wird die Philister, die das Ubrige sind aus der Insel Kaphthor, verstoren. Gaza wird kahl werden und Askalon samt den Ubrigen in ihren Grunden verderbet. Wie lange ritzest du dich? O du Schwert des HERRN, wann willst du doch aufhoren? Fahre doch in deine Scheide und ruhe und sei still! Aber wie kannst du aufhoren, weil der HERR dir Befehl getan hat wider Askalon, der dich wider die Anfurt am Meer bestellet?

First Reading

Joel 2:21-32

Furchte dich nicht, liebes Land, sondern sei frohlich und getrost; denn der HERR kann auch grofte Dinge tun. Furchtet euch nicht, ihr Tiere auf dem Felde; denn die Wohnungen in der Wüste sollen grünen und die Baume ihre Früchte bringen, und die Feigenbaume und Weinstocke sollen wohl tragen. Und ihr, Kinder Zions, freuet euch und seid frohlich im HERRN, eurem Gott, der euch Lehrer zur Gerechtigkeit gibt und euch herabsendet Frühregen und Spatregen, wie vorhin, daß die Tennen voll Korns und die Keltern Uberfluft von Most und 01 haben sollen. Und ich will euch die Jahre erstatten, welche die Heuschrecken, Kafer, Geschmeift und Raupen, die mein groftes Heer waren, so ich unter euch schickte, gefressen haben, daß ihr zu essen genug haben sollet und den Namen des HERRN, eures Gottes, preisen, der Wunder unter euch getan hat; und mein Volk soil nicht mehr zuschanden werden. Und ihr sollt es erfahren, daß ich mitten unter Israel sei und daß ich, der HERR, euer Gott sei, und keiner mehr; und mein Volk soil nicht mehr zuschanden werden.

Morning Prayer — First Lesson

Daniel 10

Im dritten Jahr des Konigs Kores aus Persien ward dem Daniel, der Beltsazar heißt, etwas offenbaret, das gewiß ist und von großen Sachen; und er merkte darauf und verstund das Gesicht wohl. Zurselbigen Zeit war ich, Daniel, traurig drei Wochen lang. Ich aß keine niedliche Speise, Fleisch und Wein kam in meinen Mund nicht; und salbete mich auch nie, bis die drei Wochen urn waren. Am vierundzwanzigsten Tage des ersten Monden war ich, bei dem großen Wasser Hiddekel und hub meine Augen auf und sah, und siehe, da stund ein Mann in Leinwand und hatte einen guldenen Gürtel urn seine Lenden. Sein Leib war wie ein Turkis, sein Antlitz sah wie ein Blitz, seine Augen wie eine feurige Fackel, seine Arme und Fuße wie ein gluhend Erz, und seine Rede war wie ein groß Geton. Ich, Daniel, aber sah solch Gesicht alleine, und die Manner, so bei mir waren, sahen's nicht; doch fiel ein groß Schrecken uber sie, daß sie flohen und sich verkrochen. Und ich blieb alleine und sah dies große Gesicht. Es blieb aber keine Kraft in mir, und ich ward sehr ungestalt und hatte keine Kraft mehr. Und ich horete seine Rede; und indem ich sie horete, sank ich nieder auf mein Angesicht zur Erde. Und siehe, eine Hand ruhrete mich an und half mir auf die Kniee und auf die Hande und sprach zu mir: Du lieber Daniel, merke auf die Worte, die ich mit dir rede, und richte dich auf; denn ich bin jetzt zu dir gesandt. Und da er solches mit mir redete, richtete ich mich auf und zitterte. Und er sprach zu mir: Furchte dich nicht, Daniel; denn von dem ersten Tage an, da du von Herzen begehretest zu verstehen, und dich kasteietest vor deinem Gott, sind deine, Worte erhoret; und ich bin kommen urn deinetwillen. Aber der Fürst des Konigreichs in Persienland hat mireinundzwanzig Tage widerstanden; und siehe, Michael, der vornehmsten Fursten einer, kam mir zu Hilfe; da behielt ich den Sieg bei den Konigen in Persien. Nun aber komme ich, daß ich dir berichte, wie es deinem Volk hernach gehen wird; denn das Gesicht wird nach etlicher Zeit geschehen. Und als er solches mit mir redete, schlug ich mein Angesicht nieder zur Erde und schwieg stille. Und siehe, einer, gleich einem Menschen, ruhrete meine Lippen an. Da tat ich meinen Mund auf und redete und sprach zu dem, der vor mir stund: Mein Herr, meine Gelenke beben mir uber dem Gesicht, und ich habe keine Kraft mehr. Und wie kann der Knecht meines Herm mit meinem Herm reden, weil nun keine Kraft mehr in mir ist, und habe auch keinen Odem mehr? Da ruhrete mich abermal an einer, gleichwie ein Mensch gestaltet, und starkte mich und sprach: Furchte dich nicht, du lieber Mann! Friede sei mit dir; und sei getrost, sei getrost! Und als er mit mir redete, ermannete ich mich und sprach: Mein Herr, rede; denn du hast mich gestarkt. Und er sprach: Weißt du auch, warum ich zu dir kommen bin? Jetzt will ich wieder hin und mit dem Fursten in Persienland streiten; aberwenn ich wegziehe, siehe, so wird der Fürst aus Griechenland kommen. Doch will ich diranzeigen, was geschrieben ist, das gewißlich geschehen wird. Und ist keiner, der mir hilft wider jene denn euer Fürst Michael.

Epistle

Wisdom 10:10-14

First Reading

Job 13

Siehe, das hat alles mein Auge gesehen und mein Ohrgehoret, und habe es verstanden. Was ihrwisset, das weiß ich auch, und bin nicht geringer denn ihr. Doch wollte ich gerne wider den Allmachtigen reden und wollte gerne mit Gott rechten. Denn ihr deutet es falschlich und seid alle unnutze Arzte. Wollte Gott, ihr schwieget; so würdet ihr weise. Horet doch meine Strafe und merket auf die Sache, davon ich rede. Wollt ihr Gott verteidigen mit Unrecht und fur ihn List brauchen? Wollt ihr seine Person ansehen? Wollt ihr Gott vertreten? Wird's euch auch wohlgehen, wenn er euch richten wird? Meinet ihr, daß ihr ihn tauschen werdet, wie man einen Menschen tauschet? Erwird euch strafen, wo ihr Person ansehet heimlich. Wird ereuch nicht erschrecken, wenn ersich wird hervortun, und seine Furcht wird uber euch fallen? Euer Gedachtnis wird verglichen werden der Asche, und euer Rucken wird wie ein Leimenhaufe sein. Schweiget mir, daü ich rede; es soil mir nichts fehlen. Was soil ich mein Fleisch mit meinen Zahnen beißen und meine Seele in meine Hande legen? Siehe, erwird mich doch erwurgen, und ich kann's nicht erwarten; doch will ich meine Wege vor ihm strafen. Erwird ja mein Heil sein; denn es kommt kein Heuchler vor ihn. Floret meine Rede und meine Auslegung vor euren Ohren! Siehe, ich habe das Urteil schon gefallet; ich weili, daß ich werde gerecht sein. Wer ist, der mit mir rechten will? Aber nun muli ich schweigen und verderben. Zweierlei tu mir nur nicht, so will ich mich vor dir nicht verbergen: Lalideine Hand feme von mir sein, und dein Schrecken erschrecke mich nicht. Rufe mir, ich will dirantworten; Oder ich will reden, antworte du mir. Wie viel ist meiner Missetat und Sünden? Laß, mich wissen meine Ubertretung und Sünde! Warum verbirgest du dein Antlitz und haltst mich fur deinen Feind? Willst du wider ein fliegend Blatt so ernst sein und einen dürren Halm verfolgen? Denn du schreibest mir an Betrubnis und willst mich umbringen um der Sünden willen meiner Jugend. Du hast meinen Fuß in Stock gelegt und hast acht auf alle meine Pfade und siehest auf die Fußtapfen meiner Fuße, der ich doch wie ein faul Aas vergehe und wie ein Kleid, das die Motten fressen.

Morning Prayer — Second Lesson

Acts 23

Paulus aber sah den Rat an und sprach: Ihr Manner, liebe Bruder, ich habe mitallem guten Gewissen gewandelt vor Gott bis auf diesen Tag. Der Hohepriester aber, Ananias, befahl denen, die um ihn stunden, daß sie ihn aufs Maul schlugen. Da sprach Paulus zu ihm: Gottwird dich schlagen, du getunchte Wand! Sitzest du und richtest mich nach dem Gesetze und heiftest mich schlagen wider das Gesetz? Die aber umherstunden, sprachen: Schiltst du den Hohenpriester Gottes? Und Paulus sprach: Liebe Bruder, ich wuftte es nicht, daß er der Hohepriester ist. Denn es stehet geschrieben: Dem Obersten deines Volks sollst du nicht fluchen. Als aber Paulus wuftte, daß ein Teil Sadduzaer war und der andere Teil Pharisaer, rief er im Rat: Ihr Manner, liebe Bruder ich bin ein Pharisaer und eines Pharisaers Sohn; ich werde angeklagt um der Hoffnung und Auferstehung willen der Toten. Da er aber das sagte, ward ein Aufruhr unter den Pharisaern und Sadduzaern, und die Menge zerspaltete sich. Denn die Sadduzaer sagen, es sei keine Auferstehung noch Engel noch Geist; die Pharisaer aber bekennen's beides. Es ward aber ein graft Geschrei. Und die Schriftgelehrten, der Pharisaer Teil, stunden auf, stritten und sprachen: Wir finden nichts Arges an diesem Menschen; hat aber ein Geist Oder ein Engel mit ihm geredet, so konnen wir mit Gott nicht straiten. Da aber der Aufruhr graft ward, besorgtesich der oberste Hauptmann, sie mochten Paulus zerreiften, und hieft das Kriegsvolk hinabgehen und ihn von ihnen reiften und in das Lager fuhren. Des andern Tages aber in der Nacht stund der Herr bei ihm und sprach: Sei getrost, Paulus; denn wie du von mir zu Jerusalem gezeuget hast, also muftt du auch zu Rom zeugen. Da es aber Tag ward, schlugen sich etliche Juden zusammen und verbanneten sich, weder zu essen noch zu trinken, bis daß sie Paulus getotet hatten. Ihrer aber waren mehrdenn vierzig, die solchen Bund machten. Die traten zu den Hohenpriestern und Altesten und sprachen: Wir haben uns hart verbannet, nichts zu essen, bis wir Paulus getotet haben. So tut nun kund dem Oberhauptmann und dem Rat, daß er ihn morgen zu euch führe, als wolltet ihr ihn besser verhoren; wir aber sind bereit, ihn zu toten, ehe denn er vor euch kommt. Da aber des Paulus Schwestersohn den Anschlag horete, ging er hin und kam in das Lager und verkündigte es Paulus. Paulus aber rief zu sich einen von den Unterhauptleuten und sprach: Diesen Jungling fuhre hin zu dem Oberhauptmann; denn er hat ihm etwas zu sagen. Der nahm ihn an und fuhrete ihn zum Oberhauptmann und sprach: Dergebundene Paulus rief mich zu sich und bat mich, diesen Jungling zu dir zu fuhren, der dir etwas zu sagen habe. Da nahm ihn der Oberhauptmann bei der Hand und wich an einen besondern Ort und fragte ihn: Was ist's, das du mir zu sagen hast? Er aber sprach: Die Juden sind eins worden, dich zu bitten, daß du morgen Paulus vor den Rat bringen lassest, als wollten sie ihn besser verhoren. Du aber traue ihnen nicht; denn es halten auf ihn mehr denn vierzig Manner unter ihnen, die haben sich verbannet, weder zu essen noch zu trinken, bis sie Paulus toten; und sind jetzt bereit und warten auf deine Verheiftung. Da lieft der Oberhauptmann den Jungling von sich und gebot ihm, daß er niemand sagte, daß er ihm solches eroffnet hatte. Und rief zu sich zwei Unterhauptleute und sprach: Rüstet zweihundert Kriegsknechte, daß sie gen Casarea ziehen, und siebzig Reiter und zweihundert Schutzen auf die dritte Stunde der Nacht. Und die Tiere richtet zu, daß sie Paulus draufsetzen und bringen ihn bewahret zu Felix, dem Landpfleger. Und schrieb einen Brief, der lautete also: Claudius Lysias dem teuren Landpfleger Felix Freude zuvor! Diesen Mann hatten die Juden gegriffen und wollten ihn getotet haben. Da kam ich mit dem Kriegsvolk dazu und rift ihn von ihnen und erfuhr, daß er ein Romer ist. Da ich mich aber wollte erkundigen der Ursache, darum sie ihn beschuldigten, fuhrete ich ihn in ihren Rat. Da befand ich, daß er beschuldiget ward von den Fragen ihres Gesetzes, aber keine Anklage hatte, des Todes Oder der Bande wert. Und da vor mich kam, daß etliche Juden auf ihn hielten, sandte ich ihn von Stund' an zu dir und entbot den Klagern auch, daß sie vor dir sagten, was sie wider ihn hatten. Gehab dich wohl! Die Kriegsknechte, wie ihnen befohlen war, nahmen Paulus und fuhreten ihn bei der Nacht gen Antipatris. Des andern Tages aber lieften sie die Reiter mit ihm ziehen und wandten wieder um zum Lager. Da die gen Casarea kamen, überantworteten sie den Brief dem Landpfleger und stelleten ihm Paulus auch dar. Da der Landpfleger den Brief las, fragte er, aus welchem Lande erware. Und da er erkundet, daß er aus Zilizien ware, sprach er: Ich will dich verhoren, wenn deine Verklager auch da sind. Und hieli ihn verwahren in dem Richthause des Herodes.

Responsorial Psalm

Psalm 80

Ein Psalm Assaphs von den Spanrosen, vorzusingen. Du Hirte Israels, hore, der du Joseph hütest wie der Schafe; erscheine, der du sitzest liber Cherubim! Erwecke deine Gewalt, der du vor Ephraim, Benjamin und Manasse bist, und komm uns zu Hilfe! Gott, troste uns und lali leuchten dein Antlitz, so genesen wir. HERR, Gott Zebaoth, wie lange willst du zlirnen uber dem Gebet deines Volks? Du speisest sie mit Tranenbrot und trankest sie mit groliem Mali voll Tranen. Du setzest uns unsern Nachbarn zum Zank, und unsere Feinde spotten unser. Gott Zebaoth, troste uns! Lali leuchten dein Antlitz, so genesen wir. Du hast einen Weinstock aus Agypten geholet und hast vertrieben die Heiden und denselben gepflanzet. Du hast vor ihm die Bahn gemacht und hast ihn lassen einwurzeln, daß erdas Land erfullet hat. Berge sind mit seinem Schatten bedeckt und mit seinen Reben die Zedern Gottes. Du hast sein Gewachs ausgebreitet bis ans Meer und seine Zweige bis ans Wasser. Warum hast du denn seinen Zaun zerbrochen, daß ihn zerreiliet alles, das vorubergehet? Es haben ihn zerwühlet die wilden Saue, und die wilden Tiere haben ihn verderbet. Gott Zebaoth, wende dich doch, schaue vom Himmel und siehe an und suche heim diesen Weinstock und halt ihn im Bau, den deine Rechte gepflanzet hat, und den du dir festiglich erwahlet hast. Siehe drein und schilt, daß des Brennens und Reiliens ein Ende werde! Deine Hand schutze das Volk deiner Rechten und die Leute, die du dir festiglich erwahlet hast, so wollen wir nichtvon dirweichen. Lali uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen. HERR, Gott Zebaoth, troste uns! Lali dein Antlitz leuchten, so genesen wir.

Gospel

Luke 19:12-26

und sprach: Ein Edler zog fern in ein Land, daß er ein Reich einnahme und dann wiederkame. Dieser forderte zehn seiner Knechte und gab ihnen zehn Pfund und sprach zu ihnen: Handelt, bis daß ich wiederkomme. Seine Burger aber waren ihm feind und schickten Botschaft nach ihm und lieüen ihm sagen: Wirwollen nicht, daß dieser uber uns herrsche. Und es begab sich, da erwiederkam nachdem er das Reich eingenommen hatte, hiefi er dieselbigen Knechte fordern, welchen er das Geld gegeben hatte, daß er wulite, was ein jeglicher gehandelt hatte. Da trat herzu der erste und sprach: Herr dein Pfund hat zehn Pfund erworben. Und er sprach zu ihm: Ei du frommer Knecht! Dieweil du bist im Geringsten treu gewesen, sollst du Macht haben uber zehn Stadte. Derandere kam auch und sprach: Herr, dein Pfund hat fünf Pfund getragen. Zu dem sprach er auch: Und du sollst sein uber fünf Stadte. Und der dritte kam und sprach: Herr, siehe da, hier ist dein Pfund, welches ich habe im Schweilituch behalten. Ich furchtete mich vor dir, denn du bist ein harter Mann; du nimmst, was du nicht gelegt hast, und erntest, was du nicht gesaet hart. Er sprach zu ihm: Aus deinem Munde richte ich dich, du Schalk! Wufitest du, dafi ich ein harter Mann bin, nehme, was ich nicht geleget habe, und ernte, was ich nicht gesaet habe? Warum hast du denn mein Geld nicht in die Wechselbank gegeben? und wenn ich kommen ware, hatte ich's mit Wucher erfordert. Und er sprach zu denen, die dabei stunden: Nehmet das Pfund von ihm und gebet's dem, der zehn Pfund hat. Und sie sprachen zu ihm: Herr, hat er doch zehn Pfund. Ich sage euch aber: Wer da hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat.

Responsorial Psalm

Psalm 77

Ein Psalm Assaphs fur Jeduthun, vorzusingen. Ich schreie mit meiner Stimme zu Gott; zu Gott schreie ich, und er erhoret mich. In der Zeit meiner Not suche ich den HERRN; meine Hand ist des Nachts ausgereckt und lafit nicht ab; denn meine Seele will sich nicht trosten lassen. Wenn ich betrübt bin, so denke ich an Gott; wenn mein Herz in Angsten ist; so rede ich. Sela. Meine Augen haltstdu, daß sie wachen; ich bin so ohnmachtig, daß ich nicht reden kann. Ich denke der alten Zeit, der vorigen Jahre. Ich denke des Nachts an mein Saitenspiel und rede mit meinem Herzen; mein Geist muli forschen. Wird denn der HERR ewiglich verstolien und keine Gnade mehr erzeigen? Ist's denn ganz und gar aus mit seiner Gute? und hat die Verheitiung ein Ende? Hat denn Gott vergessen, gnadig zu sein, und seine Barmherzigkeit vor Zorn verschlossen? Sela. Aber doch sprach ich: Ich muli das leiden; die rechte Hand des Hochsten kann alles andern. Darum gedenk ich an die Taten des HERRN; ja, ich gedenke an deine vorigen Wunder und rede von alien deinen Werken und sage von deinem Tun. Gott dein Weg istheilig. Wo ist so ein machtiger Gott, als du, Gott, hist? Du hist der Gott, der Wunder tut; du hast deine Macht beweiset unter den Volkern. Du hast dein Volk erloset gewaltiglich, die Kinder Jakobs und Josephs. Sela. Die Wasser sahen dich, Gott; die Wasser sahen dich und angsteten sich, und die Tiefen tobeten. Die dicken Wolken gossen Wasser; die Wolken donnerten, und die Strahlen führen daher. Es donnerte im Himmel; deine Blitze leuchteten auf dem Erdboden; das Erdreich regte sich und bebete davon. Dein Weg war im Meer und dein Pfad in grofien Wassern, und man spurete doch deinen Fufi nicht. Du fuhretest dein Volk wie eine Herde Schafe durch Mose und Aaron.

Responsorial Psalm

Psalm 87

Ein Psalmlied der Kinder Korah. Sie ist test gegrundet auf den heiligen Bergen. Der HERR liebet die Tore Zions uber alle Wohnungen Jakobs. Herrliche Dinge werden in dir geprediget, du Stadt Gottes. Sela. Ich will predigen lassen Rahab und Babel, daß sie mich kennen soilen. Siehe, die Philister und Tyrer samt den Mohren werden daselbst geboren. Man wird zu Zion sagen, daß allerlei Leute drinnen geboren werden, und daß er, der Hochste, sie baue. Der HERR wird predigen lassen in allerlei Sprachen, daß deren etliche auch daselbst geboren werden. Sela. Und die Sanger, wie am Reigen, werden alle in dir singen, eins urns andere.

Responsorial Psalm

Psalm 86

Ein Gebet Davids. HERR, neige deine Ohren und erhore mich; denn ich bin elend und arm. Bewahre meine Seele; denn ich bin heilig. Hilf du, mein Gott, deinem Knechte, der sich verladt auf dich! HERR, sei mir gnadig; denn ich rufe taglich zu dir. Erfreue die Seele deines Knechts; denn nach dir, HERR, verlanget mich. Denn du, HERR, bist gut und gnadig, von großer Gute alien, die dich anrufen. Vernimm, HERR, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens. In der Not rufe ich dich an; du wollest mich erhoren. HERR, es ist dir keiner gleich unter den Gottern und ist niemand, der tun kann wie du. Alle Heiden, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, HERR, und deinen Namen ehren, daß du so graft bist und Wunder tust und alleine Gott bist. Weise mir, HERR, deinen Weg, daß ich wandele in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem Einigen, daß ich deinen Namen furchte! Ich danke dir, HERR, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. Denn deine Gute ist graft uber mich, und hast meine Seele errettet aus der tiefen Holle. Gott, es setzen sich die Stolzen wider mich, und der Haute der Tyrannen stehet mir nach meiner Seele und haben dich nichtvor Augen. Du aber, HERR Gott, bist barmherzig und gnadig, geduldig und von großer Gute und Treue. Wende dich zu mir, sei mir gnadig; starke deinen Knecht mit deiner Macht und hilt dem Sohn deiner Magd! Tu ein Zeichen an mir, daß mifs wohlgehe, daß es sehen, die mich hassen, und sich schamen müssen, daß du mir beistehest, HERR, und trostest mich.

Evening Prayer — First Lesson

Daniel 11

Denn ich stund auch bei ihm im ersten Jahr Darius, des Meders, daß ich ihm hülfe und ihn starkete. Und nun will ich dir anzeigen, was gewiß geschehen soil. Siehe, es werden noch drei Konige in Persien stehen; der vierte aber wird großern Reichtum haben denn alle andern; und wenn er in seinem Reichtum am machtigsten ist, wird er alles wider das Konigreich in Griechenland erregen. Danach wird ein machtiger Konig aufstehen und mit großer Macht herrschen, und was er will, wird er ausrichten. Und wenn er aufs hochste kommen ist, wird sein Reich zerbrechen und sich in die vier Winde des Himmels zerteilen, nicht auf seine Nachkommen, auch nicht mit solcher Macht, wie seine gewesen ist; denn sein Reich wird ausgerottet und Fremden zuteil werden. Und der Konig gegen Mittag, welcher ist seiner Fursten einer, wird machtig werden; aber gegen ihn wird einer auch machtig sein und herrschen, welches FHerrschaft wird groli sein. Nach etlichen Jahren aber werden sie sich miteinander befreunden; und die Tochter des Konigs gegen Mittag wird kommen zum Konige gegen Mitternacht, Einigkeit zu machen. Aber sie wird nicht bleiben bei der Macht des Arms, dazu ihr Same auch nicht stehen bleiben, sondern sie wird ubergeben samt denen, die sie gebracht haben, und mit dem Kinde und dem, der sie eine Weile machtig gemacht hatte. Es wird aber der Zweige einer von ihrem Stamm aufkommen, der wird kommen mit FHeereskraft und dem Konige gegen Mitternacht in seine Feste fallen; und wird's, ausrichten und siegen. Auch wird er ihre Gotter und Bilder samt den kostlichen Kleinoden, beide, silbernen und guldenen wegfuhren nach Agypten und etliche Jahre vor dem Konige gegen Mitternacht wohl stehen bleiben. Und wenn er durch desselbigen Konigreich gezogen ist, wird erwiederum in sein Land ziehen. Aber seine Sohne werden erzurnen und grolie Fleere zusammenbringen; und der eine wird kommen und wie eine Flut daherfahren und jenen wiederum vor seinen Festen reizen. Da wird der Konig gegen Mittag ergrimmen und ausziehen und mit dem Konige gegen Mitternacht streiten und wird solchen grolien Haufen zusammenbringen, daß ihm jener Haufe wird in seine Hand gegeben. Und wird denselbigen Haufen wegfuhren. Des wird sich sein Herz erheben, daß er so viel tausend daniedergelegt hat; aber damit wird er sein nicht machtig werden. Denn der Konig gegen Mitternacht wird wiederum einen groliern Haufen zusammenbringen, denn der vorige war; und nach etüchen Jahren wird er daherziehen mit grower Heereskraft und mit groliern Gut. Und zur selbigen Zeit werden sich viele wider den Konig gegen Mittag setzen; auch werden sich etliche Abtrünnige aus deinem Volk erheben und die Weissagung erfüllen und werden fallen. Also wird der Konig gegen Mitternacht daherziehen und Schutte machen und feste Stadte gewinnen; und die Mittagsarme werden's nicht konnen wehren, und sein bestes Volk werden nicht konnen widerstehen, sondern erwird, wenn er an ihn kommt, seinen Willen schaffen; und niemand wird ihm widerstehen mogen. Erwird auch in das werte Land kommen und wird's vollenden durch seine Hand. Und wird sein Angesicht richten, daß er mit Macht seines ganzen Konigreichs komme. Aber er wird sich mit ihm vertragen und wird ihm seine Tochter zum Weibe geben, daß er ihn verderbe; aber es wird ihm nicht geraten, und wird nichts daraus werden. Danach wird er sich kehren wider die Inseln und derselbigen viele gewinnen. Aberein Furst wird ihn lehren aufhoren mit Schmahen, daß er ihn nicht mehr schmahe. Also wird er sich wiederum kehren zu den Festen seines Landes und wird sich stolien und fallen, daß man ihn nirgend finden wird. Und an seiner Statt wird einer aufkommen, der wird in koniglichen Ehren sitzen wie ein Scherge. Aber nach wenig Tagen wird er brechen, doch weder durch Zorn noch durch Streit. An des Statt wird aufkommen ein Ungeachteter, welchem die Ehre des Konigreichs nicht bedacht war; der wird kommen, und wird ihm gelingen und das Konigreich mit sülien Worten einnehmen. Und die Arme, die wie eine Flut daherfahren, werden vor ihm wie mit einer Flut uberfallen und zerbrochen werden, dazu auch der Furst, mit dem der Bund gemacht war. Denn nachdem er mit ihm befreundet ist, wird er listiglich gegen ihn handeln; und wird heraufziehen und mitgeringem Volk ihn uberwaltigen. Und wird ihm gelingen, daß er in die besten Stadte des Landes kommen wird; und wird's also ausrichten, das seine Vater noch seine Voreltern nicht tun konnten mit Rauben, Plundern und Ausbeuten; und wird nach den allerfestesten Stadten trachten, und das eine Zeitlang. Und er wird seine Macht und sein Herz wider den Konig gegen Mittag erregen mit grolier Heereskraft. Da wird der Konig gegen Mittag gereizet werden zum Streit mit einer grolien, machtigen Heereskraft. Aber er wird nicht bestehen; denn es werden Verratereien wider ihn gemacht. Und eben, die sein Brot essen, die werden ihn helfen verderben und sein Heer unterdrucken, daß gar viele erschlagen werden. Und beider Konige Herz wird denken, wie sie einander Schaden tun, und werden doch liber einem Tisch falschlich miteinander reden. Es wird ihnen aber fehlen; denn das Ende ist noch auf eine andere Zeit bestimmt. Danach wird erwiederum heimziehen mit groliem Gut und sein Herz richten wider den heiligen Bund; da wird er etwas ausrichten und also heim in sein Land ziehen. Danach wird er zu gelegener Zeit wieder gegen Mittag ziehen; aber es wird ihm zum andernmal nicht geraten wie zum erstenmal. Denn es werden Schiffe aus Chittim wider ihn kommen, daß erverzagen wird und umkehren muli. Da wird er wider den heiligen Bund ergrimmen und wird's ausrichten; und wird sich umsehen und an sich ziehen, die den heiligen Bund verlassen. Und es werden seine Arme daselbst stehen; die werden das Heiligtum in der Feste entweihen und das tagliche Opfer abtun und einen Greuel der Wustung aufrichten. Und er wird heucheln und gute Worte geben den Gottlosen, so den Bund ubertreten. Aber das Volk, so ihren Gott kennen, werden sich ermannen und es ausrichten. Und die Verstandigen im Volk werden viel andere lehren; daruber werden sie fallen durch Schwert, Feuer, Gefangnis und Raub eine Zeitlang. Und wenn sie so fallen, wird ihnen dennoch eine kleine Hilfe geschehen. Aber viele werden sich zu ihnen tun betrüglich. Und der Verstandigen werden etliche fallen, auf daß sie bewahret, rein und lauter werden, bis dati es ein Ende habe; denn es ist noch eine andere Zeit vorhanden. Und der Konig wird tun, was er will, und wird sich erheben und aufwerfen wider alles, das Gott ist; und wider den Gott alter Gotter wird er greulich reden; und wird ihm gelingen, bis der Zorn aus sei; denn es ist beschlossen, wie lange es wahren soil. Und seiner Vater Gott wird er nicht achten; er wird weder Frauenliebe noch einiges Gottes achten, denn erwird sich wider alles aufwerfen. Aber an des Statt wird er seinen Gott Mauftim ehren; denn erwird einen Gott, davon seine Vater nichts gewuftt haben, ehren mit Gold, Silber, Edeistein und Kleinoden. Und wird denen, so ihm helfen starken Mauftim mit dem fremden Gott, den er erwahlet hat, grofte Ehre tun und sie zu Herren machen uber grofte Güter und ihnen das Land zu Lohn austeilen. Und am Ende wird sich der Konig gegen Mittag mit ihm stoften; und der Konig gegen Mitternacht wird sich gegen ihn strauben mit Wagen, Reitern und viel Schiffen; und wird in die Lander fallen und verderben und durchziehen. Und wird in das werte Land fallen, und viele werden umkommen. Diese aber werden seiner Hand entrinnen: Edom, Moab und die Erstlinge der Kinder Ammon. Und er wird seine Macht in die Lander schicken, und Agypten wird ihm nicht entrinnen, sondern er wird durch seinen Zug herrschen uber die guldenen und silbernen Schatze und uber alle Kleinode Agyptens, Libyens und der Mohren. Es wird ihn aber ein Geschrei erschrecken von Morgen und Mitternacht; und erwird mit groftem Grimm ausziehen, willens, viele zu vertilgen und zu verderben. Und er wird das Gezelt seines Palasts aufschlagen zwischen zweien Meeren urn den werten heiligen Berg, bis mit ihm ein Ende werde; und niemand wird ihm helfen.

Second Reading

II Corinthians 9

Denn von solcher Steuer, die den Heiligen geschieht, ist mir nicht not, euch zu schreiben. Denn ich weili euren guten Willen, davon ich rühme bei denen aus Mazedonien (und sage): Achaja ist vor dem Jahr bereit gewesen. Und euer Exempel hat viele gereizet. Ich habe aber diese Brüder darum gesandt, daß nicht unser Ruhm von euch zunichte wurde in dem Stücke, und daß ihr bereit seid, gleichwie ich von euch gesagt habe, auf dati nicht, so die aus Mazedonien mit mir kamen und euch unbereitet fanden, wir (will nicht sagen ihr) zuschanden würden mit solchem Rühmen. Ich habe es aber fur notig angesehen, die Brüder zu ermahnen, daß sie voranzogen zu euch, zu verfertigen diesen zuvorverheilienen Segen, daß er bereitet sei, also dati es sei ein Segen und nicht ein Geiz. Ich meine aber das: Wer da karglich saet, der wird auch karglich ernten; und wer da saet im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeglicher nach seiner Willkur, nicht mit Unwillen Oder aus Zwang; denn einen frohlichen Geber hat Gott lieb. Gott aber kann machen, daß allerlei Gnade unter euch reichlich sei, daß ihr in alien Dingen voile Genüge habet und reich seid zu allerlei guten Werken, wie geschrieben stehet: Er hat ausgestreuet und gegeben den Armen; seine Gerechtigkeit bleibet in Ewigkeit. Der aber Samen reichet beim Saemann, der wird je auch das Brot reichen zur Speise und wird vermehren euren Samen und wachsen lassen das Gewachs eurer Gerechtigkeit, daß ihr reich seid in alien Dingen mit aller Einfaltigkeit, welche wirket durch uns Danksagung Gott. Denn die Handreichung dieser Steuer erfullet nicht allein den Mangel der Heiligen, sondern istauch überschwenglich darinnen, daß viele Gott danken fur diesen unsern treuen Dienst und preisen Gott uber eurem untertanigen Bekenntnis des Evangeliums Christi und fiber eurer einfaltigen Steuer an sie und an alle und fiber ihrem Gebet fur euch, welche verlanget nach euch, um der überschwenglichen Gnade Gottes willen in euch. Gott aber sei Dank fur seine unaussprechliche Gabe!

Second Reading

Hebrews 7

Dieser Melchisedek aber war ein Konig zu Salem, ein Priester Gottes, des Allerhochsten, der Abraham entgegenging, da ervon der Konige Schlacht wiederkam, und segnete ihn, welchem auch Abraham gab den Zehnten aller Güter. Aufs erste wird er verdolmetscht ein Konig der Gerechtigkeit; danach aber ist er auch ein Konig Salem, das ist, ein Konig des Friedens; ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlecht; und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens. Er ist aber verglichen dem Sohn Gottes und bleibet Priester in Ewigkeit. Schauet aber, wie graft ist der, dem auch Abraham, der Patriarch, den Zehnten gibt von der eroberten Beute! Zwar die Kinder Levi, da sie das Priestertum empfangen, haben sie ein Gebot, den Zehnten vom Volk, das ist, von ihren Brudern, zu nehmen nach dem Gesetz, wiewohl auch dieselben aus den Lenden Abrahams kommen sind. Aber der, des Geschlecht nicht genannt wird unter ihnen, der nahm den Zehnten von Abraham und segnete den, der die Verheiftung hatte. Nun ist's ohne alles Widersprechen also, daß das Geringere von dem Besseren gesegnet wird. Und hier nehmen den Zehnten die sterbenden Menschen; aber dort bezeuget er, daß er lebe. Und daß ich also sage, es ist auch Levi, der den Zehnten nimmt, verzehntet durch Abraham. Denn er war je noch in den Lenden des Vaters, da ihm Melchisedek entgegenging. Ist nun die Vollkommenheit durch das levitische Priestertum geschehen (denn unter demselbigen hat das Volk das Gesetz empfangen), was ist denn weiter not zu sagen, daß ein anderer Priester aufkommen solle nach der Ordnung Melchisedeks und nicht nach der Ordnung Aarons? Denn wo das Priestertum verandert wird, da muft auch das Gesetz verandert werden. Denn von dem solches gesagt ist, der ist von einem andern Geschlecht, aus welchem nie keiner des Altars gepfleget hat. Denn es ist ja offenbar, daß von Juda aufgegangen ist unser Herr; zu welchem Geschlecht Mose nicht geredet hat vom Priestertum. Und es ist noch viel klarer, so nach der Weise Melchisedeks ein anderer Priester aufkommt, welcher nicht nach dem Gesetz des fleischlichen Gebots gemacht ist, sondern nach der Kraft des unendlichen Lebens. Denn er bezeuget: Du bist ein Priester ewiglich nach der Ordnung Melchisedeks. Denn damit wird das vorige Gesetz aufgehoben, darum daß es zu schwach und nicht nütze war (denn das Gesetz konnte nichts vollkommen machen), und wird eingefuhret eine bessere Hoffnung, durch welche wirzu Gott nahen; und dazu, das viel ist, nicht ohne Eid. Denn jene sind ohne Eid Priester worden; dieser aber mit dem Eid durch den, der zu ihm spricht: Der Herr hat geschworen, und wird ihn nicht gereuen: Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks. Also eines so viel besseren Testaments Ausrichter ist Jesus worden. Und jener sind viel, die Priester wurden, darum daß sie der Tod nicht bleiben lieft; dieser aber darum, daß er bleibet ewiglich, hat er ein unverganglich Priestertum; dahererauch selig machen kann immerdar, die durch ihn zu Gott kommen, und lebet immerdar und bittet fur sie. Denn einen solchen Hohenpriester sollten wir haben, der da ware heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sundern abgesondert und hoher, denn der Himmel ist, dem nicht taglich not ware wie jenen Hohenpriestern, zuerst fur eigene Sünden Opfer zu tun, danach fur des Volks Sünden; denn das hat er getan einmal, da er sich selbst opferte. Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die da Schwachheit haben; dies Wort aber des Eides, das nach dem Gesetz gesagt ist, setzet den Sohn ewig und vollkommen.

Second Reading

Acts 14:1-18

Es geschah aber zu Ikonien, daß sie zusammenkamen und predigten in der Juden Schule, also daß eine grofte Menge der Juden und der Griechen glaubig ward. Die unglaubigen Juden aber erweckten und entrüsteten die Seelen der Heiden wider die Brüder. So hatten sie nun ihr Wesen daselbst eine lange Zeit und lehreten frei im Herm, welcher bezeugete das Wort seiner Gnade und lieft Zeichen und Wunder geschehen durch ihre Hande. Die Menge aber der Stadt spaltete sich; etliche hielten's mit den Juden und etliche mit den Aposteln. Da sich aber ein Sturm erhub der Heiden und der Juden und ihrer Obersten, sie zu schmahen und zu steinigen, wurden sie des inne und entflohen in die Stadte des Landes Lykaonien, gen Lystra und Derbe und in die Gegend umher und predigten daselbst das Evangelium. Und eswarein Mann zu Lystra, der muftte sitzen; denn er hatte bose Füfte und war lahm von Mutterleibe, der noch nie gewandelt hatte. Der horete Paulus reden. Und als er ihn ansah und merkte, daß er glaubte, ihm mochte geholfen werden, sprach er mit lauter Stimme: Stehe aufrichtig aufdeine Fufte! Und er sprang auf und wandelte. Da aber das Volk sah, was Paulus getan hatte, huben sie ihre Stimme auf und sprachen auf lykaonisch: Die Gottersind den Menschen gleich worden und zu uns herniederkommen. Und nenneten Barnabas Jupiter und Paulus Mercurius, dieweil er das Wort fuhrete. Der Priester aber Jupiters, der vor ihrer Stadt war, brachte Ochsen und Kranze vor das Tor und wollte opfern samt dem Volk. Da das die Apostel, Barnabas und Paulus, horeten, zerrissen sie ihre Kleider und sprangen unter das Volk, schrieen und sprachen: Ihr Manner, was machetihr da? Wir sind auch sterbliche Menschen gleichwie ihr und predigen euch das Evangelium, daß ihreuch bekehren sollt von diesen falschen zu dem lebendigen Gott, welcher gemacht hat Himmel und Erde und das Meer und alles, was drinnen ist; der in vergangenen Zeiten hat lassen alle FHeiden wandeln ihre eigenen Wege. Und zwar hat er sich selbst nicht unbezeuget gelassen, hat uns viel Gutes getan und vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, unsere Herzen erfullet mit Speise und Freude. Und da sie das sagten, stilleten sie kaum das Volk, daß sie ihnen nicht opferten.

Second Reading

2 Timothy 4:9-18

Fleilüge dich, daß du bald zu mir kommest. Denn Demas hat mich verlassen und diese Welt liebgewonnen und ist gen Thessalonich gezogen, Krescens nach Galatien, Titus nach Dalmatien. Lukas ist allein bei mir. Markus nimm zu dir und bringe ihn mit dir; denn er ist mir nutzlich zum Dienst. Tychikus habe ich gen Ephesus gesandt. Den Mantel, den ich zu Troas lieli bei Karpo, bringe mit, wenn du kommst und die Bucher, sonderlich aber das Pergament. Alexander, der Schmied hat mirviel Boses beweiset; der Herr bezahle ihm nach seinen Werken! Vorwelchem hüte du dich auch; denn erhat unsern Worten sehrwiderstanden. In meiner ersten Verantwortung stund niemand bei mir, sondern sie verlielien mich alle. Es sei ihnen nicht zugerechnet! Der Herr aber stund mir bei und starkte mich, auf daß durch mich die Predigt bestatiget wurde, und alle Heiden horeten. Und ich bin erloset von des Lowen Rachen. Der Herr aber wird mich erlosen von allem Ubel und aushelfen zu seinem himmlischen Reich; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Gospel

Mark 10

Und er machte sich auf und kam von dannen in die Orter des judischen Landes jenseit des Jordans. Und das Volk ging abermal mit Haufen zu ihm, und wie seine Gewohnheit war, lehrete er sie abermal. Und die Pharisaer traten zu ihm und fragten ihn, ob ein Mann sich scheiden moge von seinem Weibe; und versuchten ihn damit. Er antwortete aber und sprach: Was hat euch Mose geboten? Sie sprachen: Mose hat zugelassen, einen Scheidebrief zu schreiben und sich zu scheiden. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Urn eures Herzens Hartigkeit willen hat er euch solch Gebot geschrieben. Aber von Anfang der Kreatur hat sie Gott geschaffen ein Mannlein und Fraulein. Darum wird der Mensch seinen Vater und Mutter lassen und wird seinem Weibe anhangen, und werden sein die zwei ein Fleisch. So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was denn Gott zusammengefuget hat, soil der Mensch nicht scheiden. Und daheim fragten ihn abermal seine Junger urn dasselbige. Und er sprach zu ihnen: Wer sich scheidet von seinem Weibe und freiet eine andere, der bricht die Ehe an ihr. Und so sich ein Weib scheidet von ihrem Manne und freiet einen andern, die bricht ihre Ehe. Und sie brachten Kindlein zu ihm, daü ersie anruhrete. Die Junger aber fuhren die an, die sie trugen. Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Lafit die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch, wer das Reich Gottes nicht empfanget als ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen. Und er herzete sie und legtedie Hande auf sie und segnete sie. Und da er hinausgegangen war auf den Weg, lief einer vorne vor, kniete vor ihn und fragte ihn: Guter Meister, was soil ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? Aber Jesus sprach zu ihm: Was heiliest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Du weifiest ja die Gebote wohl: Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht toten. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden. Du sollst niemand tauschen. Ehre deinen Vater und Mutter. Er antwortete aber und sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf. Und Jesus sah ihn an und liebte ihn und sprach zu ihm: Eines fehlet dir. Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich. Er aber ward Unmuts uber der Rede und ging traurig davon; denn er hatte viele Guter. Und Jesus sah urn sich und sprach zu seinen Jungern: Wie schwerlich werden die Reichen in das Reich Gottes kommen! Die Junger aber entsetzten sich uber seine Rede. Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwerlich ist's, daß die, so ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, ins Reich Gottes kommen! Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelohr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann denn selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unmoglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind moglich bei Gott. Da sagte Petrus zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolget. Jesus antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, es ist niemand, so er verlalit Haus Oder Brüder Oder Schwestern Oder Vater Oder Mutter Oder Weib Oder Kinder Oder Acker um meinetwillen und um des Evangeliumswillen, der nicht hundertfaltig empfange jetzt in dieser Zeit Hauser und Bruder und Schwestern und Mutter und Kinder und Acker mit Verfolgungen und in der zukünftigen Welt das ewige Leben. Viele aber werden die Letzten sein, die die Ersten sind, und die Ersten sein, die die Letzten sind. Sie waren aber auf dem Wege und gingen hinauf gen Jerusalem. Und Jesus ging vor ihnen; und sie entsetzten sich, folgeten ihm nach und furchteten sich. Und Jesus nahm abermal zu sich die Zwolfe und sagte ihnen, was ihm widerfahren würde: Siehe, wirgehen hinauf gen Jerusalem, und des Menschen Sohn wird uberantwortet werden den Hohenpriestern und Schriftgelehrten; und sie werden ihn verdammen zum Tode und überantworten den Heiden. Die werden ihn verspotten und geilieln und verspeien und toten; und am dritten Tage wird er auferstehen. Da gingen zu ihm Jakobus und Johannes, die Sohne des Zebedaus, und sprachen: Meister, wir wollen, daß du uns tuest, was wir dich bitten werden. Er sprach zu ihnen: Was wolit, ihr, daß ich euch tue? Sie sprachen zu ihm: Gib uns, daß wir sitzen, einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken, in deiner Herrlichkeit. Jesus aber sprach zu ihnen: Ihrwisset nicht, was ihr bittet. Konnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und euch taufen lassen mit der Taufe, da ich mit getauft werde? Sie sprachen zu ihm: Ja, wir konnen es wohl. Jesus aber sprach zu ihnen: Zwar ihrwerdet den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, da ich mit getauft werde; zu sitzen aberzu meiner Rechten und zu meiner Linken, stehet mir nicht zu, euch zu geben, sondern welchen es bereitet ist. Und da das die Zehn horeten, wurden sie unwillig uber Jakobus und Johannes. Aber Jesus rief sie und sprach zu ihnen: Ihr wisset, daß die weltlichen Fursten herrschen, und die Machtigen unter ihnen haben Gewalt. Aber also soil es unter euch nicht sein, sondern welcher will groü werden unter euch, der soil euer Diener sein. Und welcher unter euch will der Vornehmste werden, der soil aller Knecht sein. Denn auch des Menschen Sohn ist nicht kommen, daß ersich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zur Bezahlung fur viele. Und sie kamen gen Jericho. Und da er aus Jericho ging, er und seine Jünger und ein groü Volk, da sali ein Blinder, Bartimaus, des Timaus Sohn, am Wege und bettelte. Und da er horete, daß es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Und viele bedraueten ihn, ersollte stillschweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein! Und Jesus stund stille und lieli ihn rufen. Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, stehe auf! Er rufet dich. Und erwarf sein Kleid von sich, stund auf und kam zu Jesu. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was willst du, daß ich dir tun soil? Der Blinde sprach zu ihm: Rabuni, daß ich sehend werde. Jesus aber sprach zu ihm: Gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege.

Evening Prayer — Second Lesson

1 John 2

Meine Kindlein, solches schreibe ich euch, auf daß ihr nicht sundiget. Und ob jemand sündiget, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesum Christum, der gerecht ist. Und derselbige ist die Versohnung für unsere Sünde, nicht allein aber für die unsere, sondern auch für die der ganzen Welt. Und an dem merken wir, daß wir ihn kennen, so wir seine Gebote halten. Wer da sagt: Ich kenne ihn, und halt seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in solchem ist keine Wahrheit. Wer aber sein Wort halt, in solchem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind. Wer da sagt, daß er in ihm bleibet, der soil auch wandeln, gleichwie er gewandelt hat. Brüder, ich schreibe euch nicht ein neu Gebot, sondern das alte Gebot, das ihr habt von Anfang gehabt. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr von Anfang gehoret habt. Wiederum ein neu Gebot schreibe ich euch, das da wahrhaftig ist bei ihm und bei euch; denn die Finsternis ist vergangen, und das wahre Licht scheinet jetzt. Wer da sagt, er sei im Licht, und hasset seinen Bruder, der ist noch in Finsternis. Wer seinen Bruder liebet, der bleibet Licht, und ist kein Argernis bei ihm. Wer aber seinen Bruder hasset, der ist in Finsternis und wandelt in Finsternis und weift nicht, wo er hingehet; denn die Finsternis hat seine Augen verblendet. Liebe Kindlein, ich schreibe euch, daß euch die Sünden vergeben werden durch seinen Namen. Ich schreibe euch Vatern; denn ihr kennet den, der von Anfang ist. Ich schreibe euch Junglingen; denn ihr habt den Bosewicht überwunden. Ich schreibe euch Kindern; denn ihr kennet den Vater. Ich habe euch Vatern geschrieben, daß ihr den kennet, der von Anfang ist. Ich habe euch Junglingen geschrieben, daß ihr stark seid, und das Wort Gottes bei euch bleibet, und den Bosewicht überwunden habt. Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist. So jemand die Welt liebhat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist (namlich des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffartiges Leben), ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergehet mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibet in Ewigkeit. Kinder, es ist die letzte Stunde; und wie ihr gehoret habt, daß der Widerchrist kommt, und nun sind viel Widerchristen worden; daher erkennen wir, daß die letzte Stunde ist. Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns. Denn wo sie von uns gewesen waren, so waren sie ja bei uns geblieben; aber auf daß sie offenbar würden, daß sie nicht alle von uns sind. Und ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist; und wisset alles. Ich habe euch nicht geschrieben, als wüfttet ihr die Wahrheit nicht, sondern ihr wisset sie und wisset, daß keine Luge aus der Wahrheit kommt. Wer ist ein Lügner, ohne der da leugnet, daß Jesus der Christus sei? Das ist der Widerchrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht. Was ihr nun gehoret habt von Anfang, das bleibe bei euch. So bei euch bleibet, was ihr von Anfang gehoret habt, so werdet ihr auch bei dem Sohn und Vater bleiben. Und das ist die Verheiftung, die er uns verheiften hat: das ewige Leben. Solches habe ich euch geschrieben von denen, die euch verfuhren. Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibet bei euch, und durfet nicht, daß euch jemand lehre, sondern wie euch die Salbung allerlei lehret, so ist's wahr, und ist keine Luge; und wie sie euch gelehret hat, so bleibet bei demselbigen. Und nun, Kindlein, bleibet bei ihm, auf daß, wenn er offenbaret wird, daß wir Freudigkeit haben und nicht zuschanden werden vor ihm in seiner Zukunft. So ihrwisset, daß er gerecht ist, so erkennet auch, daß, wer recht tut, der ist von ihm geboren.

Gospel

Matthew 3:13-17

Zu der Zeit kam Jesus aus Galilaa an den Jordan zu Johannes, daß er sich von ihm taufen lielie. Aber Johannes wehrete ihm und sprach: Ich bedarf wohl, daß ich von dir getauft werde, und du kommest zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lali jetzt also sein; also gebuhrt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfullen. Da lieli er's ihm zu. Und da Jesus getauft war, stieg er bald herauf aus dem Wasser; und siehe, da tat sich der Himmel auf uber ihm. Und Johannes sah den Geist Gottes gleich als eine Taube herabfahren und uber ihn kommen. Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe.

Gospel

Matthew 19:1-12

Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, erhub er sich aus Galilaa und kam in die Grenzen des judischen Landes jenseit des Jordans. Und es folgete ihm viel Volks nach; und er heilete sie daselbst. Da traten zu ihm die Pharisaer, versuchten ihn und sprachen zu ihm: Ist's auch recht, daü sich ein Mann scheide von seinem Weibe urn irgendeine Ursache? Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, daü, der im Anfang den Menschen gemacht hat, der machte, dafi ein Mann und Weib sein sollte, und sprach: Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und werden die zwei ein Fleisch sein? So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefuget hat, das soli der Mensch nicht scheiden. Da sprachen sie: Warum hat denn Mose geboten; einen Scheidebrief zu geben und sich von ihr zu scheiden? Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, zu scheiden von euren Weibern, von eures Herzens Hartigkeit wegen; von Anbeginn aber ist's nicht also gewesen. Ich sage aber euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn urn der Hurerei willen) und freiet eine andere, der bricht die Ehe. Und wer die Abgeschiedene freiet, der bricht auch die Ehe. Da sprachen die Junger zu ihm: Stehet die Sache eines Mannes mit seinem Weibe also, so ist's nicht gut ehelich werden. Er sprach aber zu ihnen: Das Wort fasset nicht jedermann, sondern denen es gegeben ist. Denn es sind etliche verschnitten, die sind aus Mutterleibe also geboren, und sind etliche verschnitten, die von Menschen verschnitten sind, und sind etliche verschnitten, die sich selbst verschnitten haben urn des Himmelreichs willen. Wer es fassen mag.derfasse es.

Gospel

Mark 1

Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, wie geschrieben stehet in den Propheten: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der da bereite deinen Weg vor dir! Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet seine Steige richtig! Johannes, der war in der Wüste, taufte und predigte von der Taufe der Bufte zur Vergebung der Sünden. Und es ging zu ihm hinaus das ganze judische Land und die von Jerusalem und lieften sich alle von ihm tauten im Jordan und bekannten ihre Sünden. Johannes aber war bekleidet mit Kamelhaaren und miteinem ledernen Gürtel um seine Lenden und aft Heuschrecken und wilden Honig. Und predigte und sprach: Es kommt einer nach mir, der ist starker denn ich, dem ich nicht genugsam bin, daß ich mich vor ihm bücke und die Riemen seiner Schuhe auflose. Ich taufe euch mit Wasser; aber er wird euch mit dem Heiligen Geist tauten. Und es begab sich zu derselbigen Zeit, daß Jesus aus Galilaa von Nazareth kam und lieft sich tauten von Johannes im Jordan. Und alsbald stieg er aus dem Wasser und sah, daß sich der Himmel auftat, und den Geist gleichwie eine Taube herab kommen auf ihn. Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und bald trieb ihn der Geist in die Wüste. Und war allda in der Wüste vierzig Tage und ward versucht von dem Satan und war bei den Tieren, und die Engel dieneten ihm. Nachdem aber Johannes überantwortet ward, kam Jesus nach Galilaa und predigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllet, und das Reich Gottes ist herbeikommen. Tut Bufte und glaubt an das Evangelium! Da er aber an dem Galilaischen Meerging, sah er Simon und Andreas, seinen Bruder, daß sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer. Und Jesus sprach zu ihnen: Folget mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen. Alsbald verlieften sie ihre Netze und folgeten ihm nach. Und da ervon dannen ein wenig furbaft ging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedaus, und Johannes, seinen Bruder, daß sie die Netze im Schiff flickten; und bald rief er sie. Und sie lieften ihren Vater Zebedaus im Schiff mit den Tagelohnern und folgeten ihm nach. Und siegingen gen Kapernaum; und bald an den Sabbaten ging er in die Schule und lehrete. Und sie entsetzten sich über seine Lehre; denn er lehrete gewaltiglich und nicht wie die Schriftgelehrten. Und es war in ihrer Schule ein Mensch, besessen mit einem unsaubern Geist, der schrie und sprach: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Du bist kommen, uns zu verderben. Ich weift, wer du bist, der Heilige Gottes. Und Jesus bedrauete ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und der unsaubere Geist rift ihn und schrie laut und fuhr aus von ihm. Und sie entsetzten sich alle, also daß sie untereinander sich befragten und sprachen: Was ist das? Was ist das fur eine neue Lehre? Er gebeut mit Gewalt den unsaubern Geistern, und sie gehorchen ihm. Und sein Gerucht erscholl bald umher in die Grenze Galilaas. Und sie gingen bald aus der Schule und kamen in das Haus des Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes. Und die Schwieger Simons lag und hatte das Fieber; und alsbald sagten sie ihm von ihr. Und er trat zu ihr und richtete sie auf und hielt sie bei der Hand; und das Fieber verlieft sie bald, und sie dienete ihnen. Am Abend aber, da die Sonne untergegangen war, brachten sie zu ihm allerlei Kranke und Besessene. Und die ganze Stadt versammelte sich vor der Tur. Und er half vielen Kranken, die mit mancherlei Seuchen beladen waren, und trieb viele Teufel aus und lieft die Teufel nicht reden; denn sie kannten ihn. Und des Morgens vor Tag stund er auf und ging hinaus. Und Jesus ging in eine wüste Statte und betete daselbst. Und Petrus mitdenen, die bei ihm waren, eileten ihm nach. Und da sie ihn fanden, sprachen sie zu ihm: Jedermann suchet dich. Und er sprach zu ihnen: Laftt uns in die nachsten Stadte gehen, daß ich daselbst auch predige; denn dazu bin ich kommen. Und er predigte in ihren Schulen in ganz Galilaa und trieb die Teufel aus. Und es kam zu ihm ein Aussatziger, der bat ihn, knieete vor ihm und sprach zu ihm: Willst du, so kannst du mich wohl reinigen. Und es jammerte Jesum und reckte die Hand aus, ruhrete ihn an und sprach: Ich will's tun; sei gereiniget! Und als er so sprach, ging der Aussatz alsbald von ihm, und er ward rein. Und Jesus bedrauete ihn und trieb ihn alsbald von sich und sprach zu ihm: Siehe zu, daß du niemand nichts sagest, sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere fur deine Reinigung, was Mose geboten hat, zum Zeugnis uber sie. Er aber, da er hinauskam, hub er an und sagte viel davon und machte die Geschichte ruchbar, also daß er hinfort nicht mehr konnte offentlich in die Stadt gehen, sondern er war draußen in den wusten Ortern. Und sie kamen zu ihm von alien Enden.

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

Today's readings, every morning

Bosko brings the daily readings for your tradition to your day — with a reflection, the full Bible in 30 translations, and the liturgical calendar, in 18 languages.