Today's Readings
The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.
First Reading
Philippians 2:19-30
Ich hoffe aber in dem Herm Jesu, daß ich Timotheus bald werde zu euch senden, daß ich auch erquicket werde, wenn ich erfahre, wie es urn euch stehet. Denn ich habe keinen, der so gar meines Sinnes sei, der so herzüch fur euch sorget. Denn sie suchen alle das Ihre, nicht das Christi Jesu ist. Ihr aber wisset, daß er rechtschaffen ist; denn wie ein Kind dem Vater hat er mit mir gedienet am Evangelium. Denselbigen, hoffe ich, werde ich senden von Stund' an, wenn ich erfahren habe, wie es urn mich stehet. Ich vertraue aber in dem Herrn, daß auch ich selbst bald kommen werde. Ich hab's aber fur notig angesehen, den Bruder Epaphroditus zu euch zu senden, der mein Gehilfe und Mitstreiter und euer Apostel und meiner Notdurft Diener ist, sintemal er nach euch alien Verlangen hatte und war hoch bekümmert darum, daß ihr gehoret hattet, daß er krank war gewesen. Und er war zwar todkrank, aber Gott hat sich uber ihn erbarmet, nicht allein aber uber ihn, sondern auch uber mich, auf daß ich, nicht eine Traurigkeit uber die andere hatte. Ich habe ihn aber desto eilender gesandt, auf daß ihr ihn sehet und wieder frohlich werdet, und ich auch der Traurigkeit weniger habe. So nehmet ihn nun auf in dem Herrn mit alien Freuden und habt solche in Ehren. Denn urn des Werks Christi willen ist er dem Tode so nahe kommen, da ersein Leben gering bedachte, auf daß er mir dienete an eurer Statt.
First Reading
Ezekiel 28
Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: Du Menschenkind, sage dem Fursten zu Tyrus: So spricht der Herr HERR: Darum daß sich dein Herz erhebt und spricht: Ich bin Gott, ich sitze im Thron Gottes, mitten auf dem Meer, so du doch ein Mensch und nicht Gott bist; noch erhebt sich dein Herz als ein Herz Gottes; siehe, du haltst dich fur kluger denn Daniel, daß dir nichts verborgen sei, und habest durch deine Klugheit und Verstand solche Macht zuwegegebracht und Schatze von Gold und Silbergesammelt und habest durch deine grofte Weisheit und Hantierung so grofte Macht überkommen, davon bist du so stolz worden, daß du so machtig bist: darum spricht der Herr HERR also: Weil sich denn dein Herz erhebt als ein Herz Gottes, darum siehe, ich will Fremde uber dich schicken, namlich die Tyrannen der Heiden; die sollen ihr Schwert zücken uber deine schone Weisheit und deine grofte Ehre zuschanden machen. Sie sollen dich hinunter in die Grube stoften, daß du mitten auf dem Meer sterbest, wie die Erschlagenen. Was gilt's, ob du dann vor deinem Totschlager werdest sagen: Ich bin Gott, so du doch nicht Gott, sondern ein Mensch und in deiner Totschlager Hand bist? Du sollst sterben wie die Unbeschnittenen, von der Hand der Fremden; denn ich hab es geredet, spricht der Herr HERR. Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: Du Menschenkind, mache eine Wehklage uber den Konig zu Tyrus und sprich von ihm: So spricht der Herr HERR: Du bist ein reinlich Siegel voller Weisheit und aus der Maften schon. Du bist im Lustgarten Gottes und mit allerlei Edelsteinen geschmückt, namlich mit Sarder, Topaser, Demanten, Türkis, Onyxen, Jaspis, Saphir, Amethyst, Smaragden und Gold. Am Tage, da du geschaffen wurdest, muftten da bereit sein bei dir dein Paukenwerk und Pfeifen. Du bist wie ein Cherub, der sich weit ausbreitet und decket; und ich habe dich auf den heiligen Berg Gottes gesetzt, daß du unter den feurigen Steinen wandelst, und warest ohne Wandel in deinem Tun des Tages, da du geschaffen warest, so lange, bis sich deine Missetat funden hat. Denn du bist inwendig voll Frevels worden vor deiner groften Hantierung und hast dich versundiget. Darum will ich dich entheiligen von dem Berge Gottes und will dich ausgebreiteten Cherub aus den feurigen Steinen verstoften. Und weil sich dein Herz erhebt, daß du so schon bist, und hast dich deine Klugheit lassen betrügen in deiner Pracht, darum will ich dich zu Boden sturzen und ein Schauspiel aus dir machen vor den Konigen. Denn du hast dein Heiligtum verderbet mit deiner groften Missetat und unrechtem Handel. Darum will ich ein Feuer aus dir angehen lassen, das dich soil verzehren, und will dich zu Asche machen auf der Erde, daß alle Welt zusehen soil. Alle, die dich kennen unter den Heiden, werden sich uber dir entsetzen, daß du so plotzlich bist untergegangen und nimmermehr aufkommen kannst. Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: Du Menschenkind, richte dein Angesicht wider Zidon und weissage wider sie und sprich: So spricht der Herr HERR: Siehe, ich will an dich, Zidon, und will an dir Ehre einlegen, daß man erfahren soil, daß ich der HERR bin, wenn ich das Recht uber sie gehen lasse und an ihr erzeige, daß ich heilig sei. Und ich will Pestilenz und Blutvergieften unter sie schicken auf ihren Gassen, und sollen tddlich verwundet drinnen fallen durchs Schwert, welches allenthalben uber sie gehen wird; und sollen erfahren, daß ich der HERR bin. Und soli forthin allenthalben um das Haus Israel, da ihre Feinde sind, kein Dorn, der da sticht, noch Stachel, der da weh tut, bleiben, daß sie erfahren sollen, daß ich der Herr HERR bin. So spricht der Herr HERR: Wenn ich das Haus Israel wieder versammeln werde von den Volkern, dahin sie zerstreuet sind, so will ich vor den Heiden an ihnen erzeigen, daß ich heilig bin. Und sie sollen wohnen in ihrem Lande, das ich meinem Knechte Jakob gegeben habe; und sollen sicher darin wohnen und Hauser bauen und Weinberge pflanzen; ja, sicher sollen sie wohnen, wenn ich das Recht gehen lasse uber alle ihre Feinde um und um; und sollen erfahren, daß ich der HERR, ihr Gott, bin.
First Reading
Proverbs 8:1-21
Rufet nicht die Weisheit und die Klugheit lalit sich horen? Offentlich am Wege und an der Strafie stehet sie. An den Toren bei der Stadt, da man zur Tür eingehet, schreiet sie: O ihr Manner, ich schreie zu euch und rufe den Leuten! Merket, ihr Albernen, den Witz; und ihr Toren, nehmet es zu Herzen! Horet, denn ich will reden, was furstlich ist, und lehren, was recht ist. Denn mein Mund soil die Wahrheit reden, und meine Lippen sollen hassen, das gottios ist. Alle Reden meines Mundes sind gerecht; es ist nichts Verkehrtes noch Falsches drinnen. Sie sind alle gleichaus denen, die sie vernehmen, und richtig denen, die es annehmen wollen. Nehmet an meine Zucht lieber denn Silber und die Lehre achtet hoher denn kostlich Gold. Denn Weisheit ist besser denn Perlen, und alles, was man wunschen mag, kann ihr nicht gleichen. Ich, Weisheit, wohne bei dem Witz und ich weili guten Rat zu geben. Die Furcht des HERRN hasset das Arge, die Hoffart, den Hochmut und bosen Weg, und bin feind dem verkehrten Munde. Mein ist beides, Rat und Tat; ich habe Verstand und Macht. Durch mich regieren die Konige und die Ratsherren setzen das Recht. Durch mich herrschen die Fürsten und alle Regenten auf Erden. Ich liebe, die mich lieben; und die mich fruhe suchen, finden mich. Reichtum und Ehre ist bei mir, wahrhaftig Gut und Gerechtigkeit. Meine Frucht ist besser denn Gold und fein Gold und mein Einkommen besser denn auserlesen Silber. Ich wandle auf dem rechten Wege, auf der Stralie des Rechts, daß ich wohl berate, die mich lieben und ihre Schatze voll mache.
Morning Prayer — First Lesson
Jeremiah 5
Gehet durch die Gassen zu Jerusalem und schauet und erfahret und suchet auf ihrer Straße, ob ihr jemand findet, der recht tue und nach dem Glauben frage, so will ich ihr gnadig sein. Und wenn sie schon sprechen: Bei dem lebendigen Gotti so schworen sie doch falsch. HERR, deine Augen sehen nach dem Glauben. Du schlagest sie, aber sie fühlen's nicht; du plagest sie, aber sie bessern sich nicht. Sie haben ein harter Angesicht denn ein Fels und wolien sich nicht bekehren. Ich dachte aber: Wohlan, der arme Haufe ist unverstandig, weifi nichts urn des HERRN Weg und urn ihres Gottes Recht. Ich will zu den Gewaltigen gehen und mit ihnen reden, dieselbigen werden urn des HERRN Weg und ihres Gottes Recht wissen; aber dieselbigen allesamt hatten das Joch zerbrochen und die Seile zerrissen. Darum wird sie auch der Lowe, der aus dem Waide kommt, zerreifien, und der Wolf aus der Wuste wird sie verderben, und der Pardel wird auf ihre Stadte lauern; alle, die daselbst herausgehen, wird er fressen. Denn ihrer Sunden sind zu viel, und bieiben verstockt in ihrem Ungehorsam. Wie soil ich dir denn gnadig sein, weil mich deine Kinder verlassen und schworen bei dem, der nicht Gott ist? Und nun ich sie gefullet habe, treiben sie Ehebruch und laufen ins Hurenhaus. Ein jeglicher wiehert nach seines Nachsten Weibe, wie die vollen, müßigen Hengste. Und ich sollte sie urn solches nicht heimsuchen? spricht der HERR; und meine Seele sollte sich nicht rachen an solchem Volk, wie dies ist? Sturmet ihre Mauern und werfet sie urn und macht es nicht gar aus! Fuhret ihre Reben weg; denn sie sind nicht des HERRN, sondern sie verachten mich, beide, das Haus Israel und das Haus Juda, spricht der HERR. Sie verleugnen den HERRN und sprechen: Das ist er nicht, und so ubel wird es uns nicht gehen, Schwert und Hunger werden wir nicht sehen; ja, die Propheten sind Wascher und haben auch Gottes Wort nicht; es gehe uber sie selbst also! Darum spricht der HERR, der Gott Zebaoth: Weil ihr solche Rede treibet, siehe, so will ich meine Worte in deinem Munde zu Feuer machen und dies Volk zu Holz, und soil sie verzehren. Siehe, ich will uber euch vom Hause Israel, spricht der HERR, ein Volk von feme bringen, ein machtig Volk, die das erste Volk gewesen sind, ein Volk, des Sprache du nicht verstehest und nicht vernehmen kannst, was sie reden. Seine Kocher sind offene Graber, es sind eitel Riesen. Sie werden deine Ernte und dein Brot verzehren, sie werden deine Sohne und Tochter fressen, sie werden deine Schafe und Rinderverschlingen, sie werden deine Weinstocke und Feigenbaume verzehren; deine festen Stadte, darauf du dich verlassest, werden sie mit dem Schwert verderben. Und ich will's, spricht der HERR, zur selbigen Zeit nicht gar aus machen. Und ob sie wurden sagen: Warum tut uns der HERR, unser Gott, solches alles? sollst du ihnen antworten: Wie ihr mich, verlassen und fremden Gottern dienet in eurem eigenen Lande, also sollt ihr auch Fremden dienen in einem Lande, das nicht euer ist. Solches sollt ihr verkundigen im Hause Jakob und predigen in Juda und sprechen: Horet zu, ihr tolles Volk, das keinen Verstand hat, die da Augen haben und sehen nicht, Ohren haben und horen nicht! Wollt ihr mich nicht furchten, spricht der HERR, und vor mir nicht erschrecken? Der ich dem Meer den Sand zum Ufer setze, darin es allezeit bleiben muft, daruber es nicht gehen muft; und ob es schon wallet, so vermag es doch nichts, und ob seine Wellen schon toben, so müssen sie doch nicht daruberfahren. Aber dies Volk hat ein abtrunniges, ungehorsames Herz, bleiben abtrunnig und gehen immerfort weg und sprechen nicht einmal in ihrem Herzen: Lasset uns doch den HERRN, unsern Gott, furchten, der uns Fruhregen und Spatregen zu rechter Zeit gibt und uns die Ernte treulich und jahrlich behutet. Aber eure Missetaten hindern solches und eure Sunden wenden solch Gut von euch. Denn man findet unter meinem Volk Gottlose, die den Leuten nachstellen und Fallen zurichten, sie zu fangen, wie die Vogler tun mit Kloben. Und ihre Hauser sind voller Tucke, wie ein Vogelbauer voller Lockvogel ist. Daher werden sie gewaltig und reich, fett und glatt. Sie gehen mit bosen Stricken um; sie halten kein Recht, dem Waisen fordern sie seine Sache nicht, und gelinget ihnen, und helfen den Armen nicht zum Recht. Sollte ich denn solches nicht heimsuchen, spricht der HERR, und meine Seele sollte sich nicht rachen an solchem Volk, wie dies ist? Es stehet greulich und scheufilich im Lande. Die Propheten lehren falsch, und die Priester herrschen in ihrem Amt, und mein Volk, hat's gem also. Wie will es euch zuletzt darob gehen?
Epistle
1 Corinthians 1:4-8
Ich danke meinem Gott aliezeit eurethalben fur die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr seid durch ihn an alien Stricken reich gemacht, an alter Lehre und in aller Erkenntnis wie denn die Predigt von Christo in euch kraftig worden ist, also daß ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unsers Herrn Jesu Christi. welcher auch wird euch test behalten bis ans Ende, daß ihr unstraflich seid auf den Tag unsers Herrn Jesu Christi.
First Reading
Genesis 27
Und es begab sich, da Isaak war alt worden, daß seine Augen dunkel wurden zu sehen, rief er Esau, seinem groliern Sohn, und sprach zu ihm: Mein Sohn! Er aber antwortete ihm: Hie bin ich. Und er sprach: Siehe, ich bin alt worden und weili nicht, wann ich sterben soil. So nimm nun deinen Zeug, Kocher und Bogen, und gehe aufs Feld und fahe mir ein Wildbret und mache mir ein Essen, wie ich's gerne habe, und bringe mir's herein, daß ich esse, daß dich meine Seele segne, ehe ich sterbe. Rebekka aber horete solche Worte, die Isaak zu seinem Sohne Esau sagte. Und Esau ging hin aufs Feld, daß erein Wildbret jagte und heimbrachte. Da sprach Rebekka zu Jakob, ihrem Sohn: Siehe, ich habe gehoret deinen Vater reden mit Esau, deinem Bruder, und sagen: Bringe mir ein Wildbret und mache mir ein Essen, daß ich esse und dich segne vor dem HERRN, ehe ich sterbe. So hore nun, mein Sohn, meine Stimme, was ich dich heilie. Gehe hin zu der Herde und hole mir zwei gute Bocklein, daß ich deinem Vater ein Essen davon mache, wie er's gerne hat. Das sollst du deinem Vater hineintragen, daß er esse, auf daß er dich segne vor seinem Tode. Jakob aber sprach zu seiner Mutter Rebekka: Siehe, mein Bruder Esau ist rauch und ich glatt; so mochte vielleicht mein Vater mich begreifen, und wurde vor ihm geachtet, als ob ich ihn betrugen wollte, und brachte uber mich einen Fluch und nicht einen Segen. Da sprach seine Mutter zu ihm: Der Fluch sei auf mir, mein Sohn; gehorche nur meiner Stimme, gehe und hole mir. Da ging er hin und holete und brachte seiner Mutter. Da machte seine Mutter ein Essen, wie sein Vater gerne hatte, und nahm Esaus, ihres groliern Sohnes, kostliche Kleider, die sie bei sich im Hause hatte, und zog sie Jakob an, ihrem kleinem Sohn; aber die Felle von den Bocklein tat sie ihm urn seine Hande, und wo er glatt war am Halse. Und gab also das Essen mit Brot, wie sie es gemacht hatte, in Jakobs Hand, ihres Sohnes. Und erging hinein zu seinem Vater und sprach: Mein Vater! Er antwortete: Hie bin ich. Wer bist du, mein Sohn? Jakob sprach zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein erstgeborener Sohn; ich habe getan, wie du mir gesagt hast. Stehe auf, setze dich und ili von meinem Wildbret, auf daß mich deine Seele segne. Isaak aber sprach zu seinem Sohn: Mein Sohn, wie hast du so bald funden? Er antwortete: Der HERR, dein Gott, bescherte mir's. Da sprach Isaak zu Jakob: Tritt herzu, mein Sohn, da(S ich dich begreife, ob du seiest mein Sohn Esau, Oder nicht. Also trat Jakob zu seinem Vater Isaak; und da er ihn begriffen hatte, sprach er: Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Hande sind Esaus Hande. Und er kannte ihn nicht, denn seine Hande waren rauch, wie Esaus, seines Bruders, Hande, und segnete ihn. Und er sprach zu ihm: Bist du mein Sohn Esau? Er antwortete: Ja, ich bin's. Da sprach er: So bringe mir her, mein Sohn, zu essen von deinem Wildbret, daß dich meine Seele segne. Da brachte er's ihm, und er ali; und trug ihm auch Wein hinein, und er trank. Und Isaak, sein Vater, sprach zu ihm: Komm her und kusse mich, mein Sohn! Er trat hinzu und kussete ihn. Da roch er den Geruch seiner Kleider; und segnete ihn und sprach: Siehe, der Geruch meines Sohnes ist wie ein Geruch des Feldes, das der HERR gesegnet hat. Gott gebe dir vom Tau des Himmels und von der Fettigkeit der Erde und Korn und Weins die Fülle. Volker müssen dir dienen, und Leute müssen dir zu Fulie fallen. Sei ein Herr uber deine Bruder, und deiner Mutter Kinder müssen dir zu Fulie fallen. Verflucht sei, wer dir fluchet; gesegnet sei, wer dich segnet! Als nun Isaak vollendet hatte den Segen uber Jakob, und Jakob kaum hinausgegangen war von seinem Vater Isaak, da kam Esau, sein Bruder, von seiner Jagd und machte auch ein Essen; und trug's hinein zu seinem Vater und sprach zu ihm: Stehe auf, mein Vater, und ili von dem Wildbret deines Sohnes, daß mich deine Seele segne. Da antwortete ihm Isaak, sein Vater: Wer bist du? Er sprach: Ich bin Esau, dein erstgeborner Sohn: Da entsetzte sich Isaak uber die Malie sehr und sprach: Wer? wo ist denn der Jager, der mir gebracht hat, und ich habe von allem gegessen, ehe du kamst, und habe ihn gesegnet? Er wird auch gesegnet bleiben. Als Esau diese Rede seines Vaters horte, schrie er laut und ward uber die Malie sehr betrubt; und sprach zu seinem Vater: Segne mich auch, mein Vater! Er aber sprach: Dein Bruder ist kommen mit List und hat deinen Segen hinweg. Da sprach er: Er heifit wohl Jakob; denn er hat mich nun zweimal untertreten. Meine Erstgeburt hat er dahin, und siehe, nun nimmt erauch meinen Segen. Und sprach: Hastdu mir denn keinen Segen vorbehalten? Isaak antwortete und sprach zu ihm: Ich habe ihn zum Herrn uber dich gesetzt, und alle seine Bruder habe ich ihm zu Knechten gemacht, mit Korn und Wein habe ich ihn versehen: was soli ich doch dir nun tun, mein Sohn? Esau sprach zu seinem Vater: Hast du denn nur einen Segen, mein Vater? Segne mich auch, mein Vater! Und hub auf seine Stimme und weinete. Da antwortete Isaak, sein Vater, und sprach zu ihm: Siehe da, du wirst eine fette Wohnung haben auf Erden und vom Tau des Himmels von oben her. Deines Schwerts wirst du dich nahren und deinem Bruder dienen. Und es wird geschehen, daß du auch ein Herr und sein Joch von deinem Halse reilien wirst. Und Esau war Jakob gram urn des Segens willen, damit ihn sein Vater gesegnet hatte, und sprach in seinem Herzen: Es wird die Zeit bald kommen, daß mein Vater Leid tragen muli; denn ich will meinen Bruder Jakob erwurgen. Da wurden Rebekka angesagt diese Worte ihres groliern Sohns Esau; und schickte hin und lieli Jakob, ihrem kleinern Sohn, rufen und sprach zu ihm: Siehe, dein Bruder Esau drauet dir, daß er dich erwurgen will. Und nun hore meine Stimme, mein Sohn: Mach dich auf und fleuch zu meinem Bruder Laban in Haran, und bleib eine Weile bei ihm, bis sich der Grimm deines Bruders wende, und bis sich sein Zorn wider dich von dir wende und vergesse, was du an ihm getan hast; so will ich danach schicken und dich von dannen holen lassen. Warum soilte ich euer beider beraubet werden auf einen Tag? Und Rebekka sprach zu Isaak: Mich verdreulit zu leben vor den Tochtern Heths. Wo Jakob ein Weib nimmt von den Tochtern Heths, die da sind wie die Tochter dieses Landes, was soli mir das Leben?
Morning Prayer — Second Lesson
Matthew 28
Am Abend aber des Sabbats, welcher anbricht am Morgen des ersten Feiertages der Sabbate, kam Maria Magdalena und die andere Maria, das Grab zu besehen. Und siehe, es geschah ein graft Erdbeben. Denn der Engel des Herm kam vom Himmel herab, trat hinzu und walzte den Stein von der Tur und setzte sich darauf. Und seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid weift wie der Schnee. Die Hüter aber erschraken vor Furcht und wurden, als waren sie tot. Aber der Engel antwortete und sprach zu den Weibern: Furchtet euch nicht; ich weift, daß ihr Jesum, den Gekreuzigten, suchet. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und sehet die Statte, da der Herrgelegen hat! Und gehet eilend hin und saget es seinen Jungern, daß er auferstanden sei von den Toten. Und siehe, erwird vor euch hingehen nach Galilaa; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich hab's euch gesagt. Und sie gingen eilend zum Grabe hinaus mit Furcht und grafter Freude und liefen, daß sie es seinen Jungern verkündigten. Und da sie gingen, seinen Jungern zu verkundigen, siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüftet! Und sie traten zu ihm und griffen an seine Füfte und fielen vor ihm nieder. Da sprach Jesus zu ihnen: Furchtet euch nicht! Gehet hin und verkundiget es meinen Brudern, daß sie gehen nach Galilaa; daselbst werden sie mich sehen. Da sie aber hingingen, siehe, da kamen etliche von den Hutern in die Stadt und verkündigten den Hohenpriestern alles, was geschehen war. Und sie kamen zusammen mit den Altesten und hielten einen Rat und gaben den Kriegsknechten Gelds genug und sprachen: Saget, seine Junger kamen des Nachts und stahlen ihn, dieweil wirschliefen. Und wo es würde auskommen bei dem Landpfleger, wollen wir ihn stillen und schaffen, daß ihr sicher seid. Und sie nahmen das Geld und taten, wie sie gelehret waren. Solches ist eine gemeine Rede worden bei den Juden bis auf den heutigen Tag. Aber die elf Junger gingen nach Galilaa auf einen Berg, dahin Jesus sie beschieden hatte. Und da sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; etliche aber zweifelten. Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Volker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Responsorial Psalm
Psalm 127
Ein Lied Salomos im hohern Chor. Wo der HERR nicht das Haus bauet, so arbeiten umsonst, die dran bauen. Wo der HERR nicht die Stadt behutet, so wachet der Wachter umsonst. Es istumsonst, daß ihrfruhe aufstehet und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er's schlafend. Siehe, Kinder sind eine Gabe des HERRN, und Leibesfrucht ist ein Geschenk. Wie die Pfeile in der Hand eines Starken, also geraten diejungen Knaben. Wohl dem, der seinen Kocher derselben voll hat! Sie werden nicht zuschanden, wenn sie mit ihren Feinden handeln im Tor.
Gospel
Matthew 9:1-8
Da trat er in das Schiff und fuhr wieder heruber und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbruchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Sei getrost, mein Sohn; deine Sunden sind dir vergeben. Und siehe, etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lasted Gott. Da aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denket ihr so Arges in euren Herzen? Welches ist leichter zu sagen: Dir sind deine Sunden vergeben, Oder zu sagen: Stehe auf und wandele? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe auf Erden, die Sunden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Stehe auf, heb' dein Bett auf und gehe heim! Und er stund auf und ging heim. Da das Volk das sah, verwunderte es sich und preisete Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat.
Responsorial Psalm
Psalm 110
Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem HERRN: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füde lege. Der HERR wird das Zepter deines Reichs senden aus Zion. Herrsche unterdeinen Feinden! Nach deinem Sieg wird dir dein Volk williglich opfern in heiligem, Schmuck. Deine Kinder werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenrote. Der HERR hat geschworen, und wird ihn nicht gereuen; Du bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedechs. Der HERR zu deiner Rechten wird zerschmeiften die Konige zur Zeit seines Zorns. Er wird richten unter den Heiden; er wird grofte Schlacht tun; erwird zerschmeiften das Haupt fiber grotie Lande. Er wird trinken vom Bach auf dem Wege; darum wird er das Haupt emporheben.
Responsorial Psalm
Psalm 120
Ein Lied im hohern Chor. Ich rufe zu dem HERRN in meiner Not, und ererhoret mich. HERR, errette meine Seele von den Lugenmaulern und von den falschen Zungen! Was kann dir die falsche Zunge tun? und was kann sie ausrichten? Sie ist wie scharfe Pfeile eines Starken, wie Feuer in Wacholdern. Wehe mir, daß ich ein Fremdling bin unter Mesech! Ich muß wohnen unter den Hütten Kedars. Es wird meiner Seele lange, zu wohnen bei denen, die den Frieden hassen. Ich halte Frieden; aber wenn ich rede, sofahen sie Krieg an.
Responsorial Psalm
Psalm 119
Wohl denen, die ohne Wandel Ieben, die im Gesetz des HERRN wandeln! Wohl denen, die seine Zeugnisse halten, die ihn von ganzem Herzen suchen! Denn welche auf seinen Wegen wandeln, die tun kein Ubels. Du hast geboten, fleifüg zu halten deine Befehle. O daß mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernst hielte! Wenn ich schaue allein auf deine Gebote, so werde ich nicht zuschanden. Ich danke dir von rechtem Herzen, daß du mich lehrest die Rechte deiner Gerechtigkeit. Deine Rechte will ich halten; verlafi mich nimmermehr! Wie wird ein Jungling seinen Weg unstraflich gehen? Wenn er sich halt nach deinen Worten. Ich suchedich von ganzem Herzen; lali mich nicht fehlen deiner Gebote! Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, auf daß ich nicht wider dich sundige. Gelobet seiestdu, HERR! Lehre mich deine Rechte! Ich will mit meinen Lippen erzahlen alle Rechte deines Mundes. Ich freue mich des Weges deiner Zeugnisse als uber allerlei Reichtum. Ich rede, was du befohlen hast, und schaue auf deine Wege. Ich habe Lustzu deinen Rechten und vergesse deine Worte nicht. Tu wohl deinem Knechte, dafi ich lebe und dein Wort halte. Offne mir die Augen, daß ich sehe die Wunder an deinem Gesetze. Ich bin ein Gast auf Erden; verbirg deine Gebote nicht vor mir! Meine Seele ist zermalmet vor Verlangen nach deinen Rechten allezeit. Du schiltstdie Stolzen; verflucht sind, die deiner Gebote fehlen. Wende von mir Schmach und Verachtung; denn ich halte deine Zeugnisse. Es sitzen auch die Fursten und reden wider mich; aber dein Knecht redet von deinen Rechten. Ich habe Lust zu deinen Zeugnissen; die sind meine Ratsleute. Meine Seele liegt im Staube; erquicke mich nach deinem Wort! Ich erzahle meine Wege, und du erhorest mich; lehre mich deine Rechte! Unterweise mich den Weg deiner Befehle, so will ich reden von deinen Wundern. Ich grame mich, daß mir das Herz verschmachtet; starke mich nach deinem Wort! Wende von mir den falschen Weg und gonne mir dein Gesetz. Ich habe den Weg der Wahrheit erwahlet; deine Rechte hab ich vor mich gestellet. ich hange an deinen Zeugnissen; HERR, laft mich nicht zuschanden werden! Wenn du mein Herz trostest, so laufe ich den Weg deiner Gebote. Zeige mir, HERR, den Weg deiner Rechte, daß ich sie bewahre bis ans Ende. Unterweise mich, daß ich bewahre dein Gesetz und halte es von ganzem Herzen. Führe mich auf dem Steige deiner Gebote; denn ich habe Lustdazu. Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zum Geiz. Wende meine Augen ab, daß sie nicht sehen nach unnutzer Lehre, sondern erquicke mich auf deinem Wege. Laft deinen Knecht dein Gebot festiglich fur dein Wort halten, daß ich dich furchte! Wende von mir die Schmach, die ich scheue; denn deine Rechte sind lieblich. Siehe, ich begehre deiner Befehle; erquicke mich mit deiner Gerechtigkeit! HERR, laft mir deine Gnade widerfahren, deine Hilfe nach deinem Wort, daß ich antworten moge meinem Lasterer; denn ich verlasse mich auf dein Wort. Und nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit; denn ich hoffe auf deine Rechte. Ich will dein Gesetz halten allewege, immer und ewiglich. Und ich wandle frohlich; denn ich suche deine Befehle. Ich rede von deinen Zeugnissen vor Konigen und schame mich nicht; und habe Lust an deinen Geboten, und sind mirlieb; und hebe meine Hande auf zu deinen Geboten, die mir lieb sind, und rede von deinen Rechten. Gedenke deinem Knechte an dein Wort, auf welches du mich lassest hoffen: Das ist mein T rost in meinem Elende; denn dein Wort erquicket mich. Die Stolzen haben ihren Spottan mir; dennoch weiche ich nicht von deinem Gesetz. HERR, wenn ich gedenke, wie du von der Welt her gerichtet hast, so werde ich getrostet. Ich bin entbrannt uber die Gottlosen, die dein Gesetz verlassen. Deine Rechte sind mein Lied in dem Hause meiner Wallfahrt. HERR, ich gedenke des Nachts an deinen Namen und halte dein Gesetz. Das ist mein Schatz, daß ich deine Befehle halte. Ich habe gesagt, HERR, das soil mein Erbe sein, daß ich deine Wege halte. Ich flehe vor deinem Angesichte von ganzem Herzen; sei mir gnadig nach deinem Wort! Ich betrachte meine Wege und kehre meine Füfte zu deinen Zeugnissen. Ich eile und saume mich nicht, zu halten deine Gebote. Der Gottlosen Rotte beraubet mich; aber ich vergesse deines Gesetzes nicht. Zur Mitternacht stehe ich auf, dirzu danken fur die Rechte deiner Gerechtigkeit. Ich halte mich zu denen, die dich fürchten und deine Befehle halten. HERR, die Erde ist voll deiner Güte; lehre mich deine Rechte! Du tust Gutes deinem Knechte, HERR, nach deinem Wort. Lehre mich heilsame Sitten und Erkenntnis; denn ich glaube deinen Geboten. Ehe ich gedemutiget ward, irrete ich; nun aber halte ich dein Wort. Du bistgütig und freundlich; lehre mich deine Rechte! Die Stolzen erdichten Lugen uber mich; ich aber halte von ganzem Herzen deine Befehle. Ihr Herz ist dick wie Schmeer; ich aber habe Lust an deinem Gesetz. Es ist mir lieb, daß du mich gedemutiget hast, daß ich deine Rechte lerne. Das Gesetz deines Mundes ist mir lieber denn viel tausend Stuck Gold und Silber. Deine Hand hat mich gemacht und bereitet; unterweise mich, daß ich deine Gebote lerne. Die dich furchten, sehen mich und freuen sich; denn ich hoffe auf dein Wort. HERR, ich weift, daß deine Gerichte recht sind und hast mich treulich gedemütiget. Deine Gnade müsse mein T rest sein, wie du deinem Knechte zugesagt hast. Laft mir deine Barmherzigkeit widerfahren, daß ich lebe; denn ich habe Lustzu deinem Gesetz. Ach, daß die Stolzen mußten zuschanden werden, die mich mit Lugen niederdrucken! Ich aber rede von deinem Befehl. Ach, daß sich müliten zu mir halten, die dich furchten und deine Zeugnisse kennen! Mein Herz bleibe rechtschaffen in deinen Rechten, daß ich nicht zuschanden werde. Meine Seele verlanget nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort. Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort und sagen: Wann trostest du mich? Denn ich bin wie eine Haut im Rauch; deiner Rechte vergesse ich nicht. Wie lange soil dein Knecht warten? Wann willst du Gericht halten uber meine Verfolger? Die Stolzen graben mir Gruben, die nicht sind nach deinem Gesetz. Deine Gebote sind eitel Wahrheit. Sie verfolgen mich mit Lugen; hilf mir! Sie haben mich schier umgebracht auf Erden; ich aberverlasse deine Befehle nicht. Erquicke mich durch deine Gnade, daß ich halte die Zeugnisse deines Mundes. HERR, dein Wort bleibt ewiglich, soweit der Himmel ist; deine Wahrheit wahret fur und fur. Du hast die Erde zugerichtet, und sie bleibt stehen. Es bleibet taglich nach deinem Wort; denn es muß dir alles dienen. Wo dein Gesetz nicht mein T rost gewesen ware, so ware ich vergangen in meinem Elende. Ich will deine Befehle nimmermehrvergessen; denn du erquickest mich damit. Ich bin dein, hilf mir; denn ich suche deine Befehle. Die Gottlosen warten auf mich, daß sie mich umbringen; ich aber merke auf deine Zeugnisse. Ich habe alles Dinges ein Ende gesehen; aber dein Gebot wahret. Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Taglich rede ich davon. Du machst mich mit deinem Gebot weiser, denn meine Feinde sind; denn es ist ewiglich mein Schatz. Ich bin gelehrter denn alle meine Lehrer; denn deine Zeugnisse sind meine Rede. Ich bin klugerdenn die Alten; denn ich halte deine Befehle. Ich wehre meinem Fuft alle bosen Wege, daß ich dein Wort halte. Ich weiche nicht von deinen Rechten; denn du lehrest mich. Dein Wort ist meinem Munde sulierdenn Honig. Dein Wort macht mich klug; darum hasse ich alle falschen Wege, Dein Wort istmeines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. Ich schwore und will's halten, daß ich die Rechte deiner Gerechtigkeit halten will. Ich bin sehr gedemütiget; HERR, erquicke mich nach deinem Wort! Laft dir gefallen, HERR, das willige Opfer meines Mundes und lehre mich deine Rechte. Ich trage meine Seele immer in meinen Handen und ich vergesse deines Gesetzes nicht. Die Gottlosen legen mirßtricke; ich aberirre nicht von deinem Befehl. Deine Zeugnisse sind mein ewiges Erbe; denn sie sind meines Herzens Wonne. Ich neige mein Herz, zu tun nach deinen Rechten immer und ewiglich. Ich hasse die Flattergeister und liebedein Gesetz. Du bist mein Schirm und Schild; ich hoffe auf dein Wort. Weichet von mir, ihr Boshaftigen; ich will halten die Gebote meines Gottes. Erhalte mich durch dein Wort, daß ich lebe, und laft mich nicht zuschanden werden uber meiner Hoffnung. Starke mich, daß ich genese, so will ich stets meine Lust haben an deinen Rechten. Du zertrittst alle, die deiner Rechte fehlen; denn ihre Trugerei ist eitel Luge. Du wirfst alle Gottlosen auf Erden weg wie Schlacken; darum liebe ich deine Zeugnisse. Ich furchte mich vor dir, daß mir die Haut schauert, und entsetze mich vor deinen Rechten. Ich halte überdem Recht und Gerechtigkeit; ubergib mich nicht denen, die mir wollen Gewalt tun! Vertritt du deinen Knecht und troste ihn, daß mir die Stolzen nicht Gewalt tun. Meine Augen sehnen sich nach deinem Heil und nach dem Wort deiner Gerechtigkeit. Handle mit deinem Knechte nach deiner Gnade und lehre mich deine Rechte! Ich bin dein Knecht; unterweise mich, daß ich erkenne deine Zeugnisse! Es ist Zeit, daß der HERR dazu tue; sie haben dein Gesetz zerrissen. Darum liebe ich dein Gebot uber Gold und uber fein Gold. Darum halte ich stracks alle deine Befehle; ich hasse alien falschen Weg. Deine Zeugnisse sind wunderbarlich; darum halt sie meine Seele. Wenn dein Wort offenbar wird, so erfreuet es und macht klug die Einfaltigen. Ich tue meinen Mund auf und begehre deine Gebote; denn mich verlanget danach. Wende dich zu mir und sei mir gnadig, wie du pflegst zu tun denen, die deinen Namen lieben. Laß, meinen Gang gewiß sein in deinem Wort und laß kein Unrecht uber mich herrschen! Erlose mich von der Menschen Frevel, so will ich halten deine Befehle. Laß dein Antlitz leuchten uber deinen Knecht und lehre mich deine Rechte! Meine Augen fließen mit Wasser, daß man dein Gesetz nicht halt. HERR, du bistgerecht und dein Wort ist recht. Du hast die Zeugnisse deiner Gerechtigkeit und die Wahrheit hart geboten. Ich habe mich schierzu Tode geeifert, daß meine Widersacher deiner Worte vergessen. Dein Wort ist wohl gelautert, und dein Knecht hat es lieb. Ich bin gering und verachtet, ich vergesse aber nicht deines Befehls. Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit. Angst und Not haben mich getroffen; ich habe aber Lust an deinen Geboten. Die Gerechtigkeit deiner Zeugnisse ist ewig; unterweise mich, so lebe ich. Ich rufe von ganzem Herzen; erhore mich, HERR, daß ich deine Rechte halte! Ich rufe zu dir; hilf mir, daß ich deine Zeugnisse halte! Ich komme frühe und schreie; auf dein Wort hoffe ich. Ich wache frühe auf, daß ich rede von deinem Wort. Hore meine Stimme nach deiner Gnade; HERR, erquicke mich nach deinen Rechten! Meine boshaftigen Verfolger wollen mirzu und sind feme von deinem Gesetz. HERR, du bist nahe, und deine Gebote sind eitel Wahrheit. Zuvor weiß ich aber, daß du deine Zeugnisse ewiglich gegrundet hast. Siehe mein Elend und errette mich; hilf mir aus, denn ich vergesse deines Gesetzes nicht. Führe meine Sache und erlose mich; erquicke mich durch dein Wort! Das Heil ist feme von den Gottlosen; denn sie achten deine Rechte nicht. HERR, deine Barmherzigkeit ist groß; erquicke mich nach deinen Rechten! Meiner Verfolger und Widersacher ist viel; ich weiche aber nicht von deinen Zeugnissen. Ich sehe die Verachter, und tut mirwehe, daß sie dein Wort nicht halten. Siehe, ich liebe deine Befehle; HERR, erquicke mich nach deiner Gnade! Dein Wort ist nichts denn Wahrheit; alle Rechte deiner Gerechtigkeit wahren ewiglich. Die Fursten verfolgen mich ohne Ursache und mein Herz furchtet sich vor deinen Worten. ich freue mich uber dein Wort wie einer, der eine große Beute kriegt. Lugen bin ich gram und habe Greuel daran; aber dein Gesetz habe ich lieb. Ich lobe dich des Tages siebenmal urn der Rechte willen deiner Gerechtigkeit. Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben, und werden nicht straucheln. HERR, ich warte auf dein Heil und tue nach deinen Geboten. Meine Seele halt deine Zeugnisse und liebet sie fast. Ich halte deine Befehle und deine Zeugnisse; denn alle meine Wege sind vor dir. HERR, laß meine Klage vor, dich kommen; unterweise mich nach deinem Wort! Laß mein Flehen vor dich kommen; errette mich nach deinem Wort! Meine Lippen sollen toben, wenn du mich deine Rechte lehrest. Meine Zunge soil ihrßesprach haben von deinem Wort; denn alle deine Gebote sind recht. Laß mir deine Hand beistehen; denn ich habe erwahlet deine Befehle. HERR, mich verlanget nach deinem Heil und habe Lust an deinem Gesetz. Laß meine Seele leben, daßsie dich lobe, und deine Rechte mir helfen. Ich bin wie ein verirret und verloren Schaf; suche deinen Knecht; denn ich vergesse deiner Gebote nicht.
Evening Prayer — First Lesson
Jeremiah 22
So spricht der HERR: Gehe hinab in das Haus des Konigs Judas und rede daselbst dies Wort und sprich: Hore des HERRN Wort, du Konig Judas, der du auf dem Stuhl Davids sitzest, beide, du und deine Knechte und dein Volk, die zu diesen Toren eingehen. So spricht der HERR: Haltet Recht und Gerechtigkeit und errettet den Beraubten von des Frevlers Hand und schindet nicht die Fremdlinge, Waisen und Witwen und tut niemand Gewalt und vergiedet nicht unschuldig Blut an dieser Statte. Werdet ihr solches tun, so sollen durch die Tore dieses Hauses einziehen Konige, die auf Davids Stuhl sitzen, beide, zu Wagen und zu Rod, samt ihren Knechten und Volk. Werdet ihr aber solchem nicht gehorchen, so habe ich bei mir selbst geschworen, spricht der HERR, dies Haus soli verstoret werden. Denn so spricht der HERR von dem Hause des Konigs Judas: Gilead, du bist mir das Haupt im Libanon; was gilt's, ich will dich zur Wuste und die Stadte ohne Einwohner machen? Denn ich habe Verderber uber dich bestellet, einen jeglichen mit seinen Waffen; die sollen deine auserwahlten Zedern umhauen und ins Feuer werfen. So werden viel Heiden vor dieser Stadt vorübergehen und untereinander sagen: Warum hat der HERR mit dieser groden Stadt also gehandelt? Und man wird antworten: Darum dad sie den Bund des HERRN, ihres Gottes, verlassen und andere Gotter angebetet und denselbigen gedienet haben. Weinet nicht über die Toten und gramet euch nicht darum; weinet aber über den, der dahinzieht; denn erwird nimmer wiederkommen, dad er sein Vaterland sehen mochte. Denn so spricht der HERR von Sallum, dem Sohne Josias, des Konigs Judas, welcher Konig ist anstatt seines Vaters Josia, der von dieser Statte hinausgezogen ist: Er wird nicht wieder herkommen, sondern muß sterben an dem Ort, dahin er gefangen gefuhret ist, und wird dies Land nicht mehr sehen. Wehe dem, dersein Haus mit Sunden bauet und seine Gemacher mit Unrecht, der seinen Nachsten umsonst arbeiten laßt und gibt ihm seinen Lohn nicht und denkt: Wohlan, ich will mirein groß Haus bauen und weite Palaste; und laßt ihm Fenster drein bauen und mit Zedern tafeln und rot malen. Meinest du, du wollest Konig sein, weil du mit Zedern prangest? Hat dein Vater nicht auch gegessen und getrunken und hielt dennoch uber dem Recht und Gerechtigkeit, und ging ihm wohl? Er half dem Elenden und Armen zum Recht, und ging ihm wohl. Ist's nicht also, daß solches heißt mich recht erkennen? spricht der HERR. Aber deine Augen und dein Herz stehen nicht also, sondern auf deinem Geiz, auf unschuldig Blut zu vergießen, zu freveln und unterzustoßen. Darum spricht der HERR von Jojakim, dem Sohn Josias, dem Konige Judas: Man wird ihn nicht klagen: Ach Bruder, ach Schwester! Man wird ihn nicht klagen: Ach Herr, ach Edler! Er soil wie ein Esel begraben werden, zerschleift und hinausgeworfen vor die Tore Jerusalems. Ja, dann gehe hinauf auf den Libanon und schreie und laß dich horen zu Basan und schreie von Abarim; denn alle deine Liebhaber sind jammerlich umgebracht. Ich habe dir's vorhergesagt, da es noch wohl urn dich stund; aber du sprachest: Ich will nicht horen. Also hast du dein Lebetage getan, daß du meiner Stimme nicht gehorchtest. Der Wind weidet alle deine Hirten, und deine Liebhaber ziehen gefangen dahin; da mußt du doch zu Spott und zuschanden werden urn aller deiner Bosheit willen. Die du jetzt im Libanon wohnest und in Zedern nistest, wie schon wirst du sehen, wenn dir Schmerzen und Wehe kommen werden wie einer in Kindesnoten! So wahr ich lebe, spricht der HERR, wenn Chanja, der Sohn Jojakims, der Konig Judas, ein Siegelring ware an meiner rechten Hand, so wollte ich dich doch abreißen und in die Hande geben derer, die nach deinem Leben stehen, und vorwelchen du dich furchtest, namlich in die Hande Nebukadnezars, des Konigs zu Babel, und der Chaldaer. Und will dich und deine Mutter, die dich geboren hat, in ein ander Land treiben, das nicht euer Vaterland ist; und sollst daselbst sterben. Und in das Land, da sie von Herzen gerne wieder hin waren, sollen sie nicht wiederkommen. Wie ein elender, verachteter, verstoßener Mann ist doch Chanja! ein unwert Gefaß! Ach, wie ist er doch samt seinem Samen so vertrieben und in ein unbekanntes Land geworfen! 0 Land, Land, Land; hore des HERRN Wort! So spricht der HERR: Schreibet an diesen Mann fur einen Verdorbenen, einen Mann, dem es sein Lebetage nicht gelinget. Denn er wird das Gluck nicht haben, daß jemand seines Samens auf dem Stuhl Davids sitze und fürder in Juda herrsche.
Second Reading
Ephesians 5
So seid nun Gottes Nachfolger als die lieben Kinder! Und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns hat geliebet und sich selbst dargegeben fur uns zur Gabe und Opfer, Gott zu einem süßen Geruch. Hurerei aber und alle Unreinigkeit Oder Geiz lasset nicht von euch gesagt werden, wie den Heiligen zustehet, auch schandbare Worte und Narrenteidinge Oder Scherz, welche euch nicht ziemen, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, dafi kein Hurer Oder Unreiner Oder Geiziger (welcher ist ein Gotzendiener) Erbe hat an dem Reich Christi und Gottes. Lasset euch niemand verfuhren mit vergeblichen Worten! Denn urn dieser willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens. Darum seid nicht ihre Mitgenossen! Denn ihrwaretweiland Finsternis; nun aber seid ihr ein Licht in, dem Herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts! Die Frucht des Geistes ist allerlei Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit. Und prüfet, was da sei wohlgefallig dem Herrn. Und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; strafet sie aber vielmehr. Denn was heimlich von ihnen geschieht, das ist auch schandlich zu sagen. Das alles aber wird offenbar, wenn es vom Licht gestraft wird. Denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum spricht er: Wache auf, der du schlafest, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten. So sehet nun zu, wie ihrvorsichtiglich wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen. Und schicket euch in die Zeit; denn es ist bose Zeit. Darum werdet nicht unverstandig, sondern verstandig, was da sei des Herrn Wille. Und saufeteuch nicht voll Weins, daraus ein unordentlich Wesen folget, sondern werdet voll Geistes und redet untereinander von Psalmen und Lobgesangen und geistlichen Liedern; singet und spielet dem Herrn in euren Herzen. Und saget Dank allezeit fur alles Gott und dem Vater in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi. Und seid untereinander untertan in der Furcht Gottes. Die Weiber seien untertan ihren Mannern als dem Herrn. Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus das Haupt ist der Gemeinde, und er ist seines Leibes Heiland. Aber wie nun die Gemeinde ist Christo untertan, also auch die Weiber ihren Mannern in alien Dingen. Ihr Manner, liebet eure Weiber, gleichwie Christus auch geliebet hat die Gemeinde und hat sich selbst fur sie gegeben, auf daß er sie heiligte, und hat sie gereiniget durch das Wasserbad im Wort, auf daß er sie sich selbst darstellete als eine Gemeinde, die herrlich sei, die nicht habe einen Flecken Oder Runzel Oder des etwas, sondern dafi sie heilig sei und unstraflich. Also sollen auch die Manner ihre Weiber lieben als ihre eigenen Leiber. Wersein Weib liebet, der liebet sich selbst. Denn niemand hat jemals sein eigen Fleisch gehasset, sondern er nahret es und pfleget sein, gleichwie auch der Herr die Gemeinde. Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebeine. Urn deswillen wird ein Mensch verlassen Vater und Mutter und seinem Weibe anhangen, und werden zwei ein Fleisch sein. Das Geheimnis ist groß; ich sage aber von Christo und der Gemeinde; Doch auch ihr, ja ein jeglicher habe lieb sein Weib als sich selbst; das Weib aber furchte den Mann.
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Revelation 6
Und ich sah, daß das Lamm der Siegel eins auftat. Und ich horete der vier Tiere eines sagen als mit einer Donnerstimme: Komm und siehe zu! Und ich sah, und siehe, ein weili Pferd, und der daraufsali, hatte einen Bogen; und ihm ward gegeben eine Krone; und er zog aus zu uberwinden, und daß er siegete. Und da es das andere Siegel auftat, horete ich das andere Tier sagen: Komm und siehe zu! Und es ging heraus ein ander Pferd, das war rot; und dem, der daraufsali, ward gegeben, den Frieden zu nehmen von der Erde, und dafi sie sich untereinander erwurgten; und ihm ward ein grofi Schwert gegeben. Und da es das dritte Siegel auftat, horete ich das dritte Tier sagen: Komm und siehe zu! Und ich sah, und siehe, ein schwarz Pferd, und der daraufsali, hatte eine Waage in seiner Hand. Und ich horete eine Stimme unterden vier Tieren sagen: Ein Mali Weizen urn einen Groschen und drei Mali Gerste urn einen Groschen; und dem Ole und Wein tu kein Leid. Und da es das vierte Siegel auftat, horete ich die Stimme des vierten Tieres sagen: Komm und siehe zu! Und siehe, und ich sah ein fahl Pferd, und der daraufsali, des Name hieli Tod, und die Holle folgte ihm nach. Und ihnen ward Macht gegeben, zu toten das vierte Teil auf der Erde mit dem Schwert und Hunger und mit dem Tod und durch die Tiere auf Erden. Und da es das fünfte Siegel auftat, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die erwurget waren urn des Wortes Gottes willen und urn des Zeugnisses willen, das sie hatten. Und sie schrieen mit grolier Stimme und sprachen: Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, wie lange richtest du und rachst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen? Und ihnen wurde gegeben einem jeglichen ein weili Kleid; und ward zu ihnen gesagt, daß sie ruhten noch eine kleine Zeit, bis daß vollends dazukamen ihre Mitknechte und Bruder, die auch sollten noch getotet werden gleich wie sie. Und ich sah, daß es das sechste Siegel auftat; und siehe, da ward ein grolies Erdbeben, und die Sonne ward schwarz wie ein harener Sack, und der Mond ward wie Blut. Und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, gieichwie ein Feigenbaum seine Feigen abwirft, wenn er von groliem Winde bewegt wird. Und der Himmel entwich wie ein eingewickelt Buch; und alle Berge und Inseln wurden bewegt aus ihren Ortern. Und die Konige auf Erden und die Obersten und die Reichen und die Hauptleute und die Gewaltigen und alle Knechte und alle Freien verbargen sich in den Kluften und Felsen an den Bergen und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallet auf uns und verbergt uns vor dem Angesichte des, der auf dem Stuhl sitzt, und vor dem Zorn des Lammes; denn es ist kommen der grolie Tag seines Zorns, und wer kann bestehen?
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Romans 15:4-9
Was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf daß wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben. Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihreinerlei gesinnet seid untereinander nach Jesu Christo, auf daß ihr einmutiglich mit einem Munde lobet Gott und den Vater unsers Herm Jesu Christi. Darum nehmet euch untereinander auf, gleichwie euch Christus hat aufgenommen zu Gottes Lobe. Ich sage aber, daß Jesus Christus sei ein Diener gewesen der Beschneidung um der Wahrheit willen Gottes, zu bestatigen die Verheißung, den Vatern geschehen, daß die Heiden aber Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben stehet: Darum will ich dich loben unter den Heiden und deinem Namen singen.
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Hebrews 8:7-13
Denn so jenes, das erste, untadelig gewesen ware, wurde nicht Raum zu einem andern gesucht. Denn er tadelt sie und sagt: Siehe, es kommen die Tage, spricht der Herr, dafi ich uber das Haus Israel und uber das Haus Juda ein neu Testament machen will; nicht nach dem Testament, das ich gemacht habe mit ihren Vatern an dem Tage, da ich ihre Hand ergriff, sie auszuführen aus Agyptenland. Denn sie sind nicht geblieben in meinem Testament; so habe ich ihrer auch nicht wollen achten, spricht der Herr. Denn das ist das Testament, das ich machen will dem Hause Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will geben meine Gesetze in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich sie schreiben, und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Und soil nicht lehren jemand seinen Nachsten noch jemand seinen Bruder und sagen: Erkenne den Herm! Denn sie sollen mich alle kennen, von dem Kleinsten an bis zu dem Großten. Denn ich will gnadig sein ihrer Untugend und ihren Sünden, und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehrgedenken. Indem er sagt: Ein neues, macht er das erste alt. Was aber alt und uberjahret ist, das ist nahe bei seinem Ende.
Gospel
John 3
Es war aber ein Mensch unter den Pharisaern mit Namen Nikodemus, ein Oberster unter den Juden. Der kam zu Jesu bei der Nacht und sprach zu ihm: Meister, wirwissen, daß du bist ein Lehrer, von Gott kommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand geboren werde aus dem Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch, und was vom Geist geboren wird, das ist Geist. Laß dich's nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihrmüssetvon neuem geboren werden. Der Wind blaset, wo er will, und du horest sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, von wannen er kommt und wohin er fahret. Also ist ein jeglicher, der aus dem Geist geboren ist. Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag solches zugehen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Israel und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wir reden, was wirwissen, und zeugen, was wir gesehen haben, und ihr nehmet unser Zeugnis nicht an. Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie wurdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen würde? Und niemand fahret gen Himmel, denn der vom Himmel herniederkommen ist, namlich des Menschen Sohn, derim Himmel ist. Und wie Mose in der Wüste eine Schlange erhohet hat, also muß des Menschen Sohn erhohet werden, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubet, der ist schon gerichtet; denn er glaubet nicht an den Namen des eingebornen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht, daß das Licht in die Welt kommen ist, und die Menschen liebeten die Finsternis mehr denn das Licht; denn ihre Werke waren bose. Wer Arges tut, der hasset das Licht und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke nicht gestraft werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan. Danach kam Jesus und seine Jünger in das judische Land und hatte daselbst sein Wesen mit ihnen und taufete. Johannes aber taufete auch noch zu Enon, nahe bei Salim; denn es war viel Wassers daselbst. Und sie kamen dahin und ließen sich taufen. Denn Johannes war noch nicht ins Gefangnis gelegt. Da erhub sich eine Frage unter den Jüngern des Johannes samt den Juden uber die Reinigung. Und kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Meister, der bei dir war jenseit des Jordans, von dem du zeugtest, siehe, der taufet, und jedermann kommt zu ihm. Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, es werde ihm denn gegeben vom Himmel. Ihr selbst seid meine Zeugen, daß ich gesagt habe, ich sei nicht Christus, sondern vor ihm her gesandt. Wer die Braut hat, der ist der Brautigam; der Freund aber des Brautigams stehet und horet ihm zu und freuet sich hoch uber des Brautigams Stimme. Dieselbige meine Freude ist nun erfüllet. Er muß wachsen, ich aber muß abnehmen. Der von oben her kommt, ist uber alle. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde; der vom Himmel kommt, der ist uber alle und zeuget, was er gesehen und gehoret hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an. Wer es aber annimmt, der versiegelt es, daß Gott wahrhaftig sei. Denn welchen Gott gesandt hat, der redet Gottes Wort; denn Gott gibt den Geist nicht nach dem Maß. Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubet, der hat das ewige Leben; wer dem Sohn nicht glaubet, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt uber ihm.
Evening Prayer — Second Lesson
1 Corinthians 12
Von den geistlichen Gaben aber will ich euch, liebe Bruder, nicht verhalten. Ihr wisset, dafi ihr Heiden seid gewesen und hingegangen zu den stummen Gotzen, wie ihr gefuhrt wurdet. Darum tue ich euch kund, daß niemand Jesum verfluchet, der durch den Geist Gottes redet; und niemand kann Jesum einen Herrn heüien ohne durch den Heiligen Geist. Es sind mancherlei Gaben, aber es ist ein Geist. Und es sind mancherlei Amter, aber es ist ein Herr. Und es sind mancherlei Krafte, aber es ist ein Gott, der da wirket alles in alien. In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nutzen. Einem wird gegeben durch den Geist, zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben, zu reden von der Erkenntnis nach demselbigen Geist; einem andern der Glaube in demselbigen Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in demselbigen Geist; einem andern, Wunderzu tun; einem andern Weissagung; einem andern, Geisterzu unterscheiden; einem andern mancherlei Sprachen; einem andern, die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wirket derselbige einige Geist und teilet einem jeglichen seines zu, nachdem er will. Denn gleichwie ein Leib ist und hat doch viel Glieder, alle Glieder aber eines Leibes, wiewohl ihrer viel sind, sind sie doch ein Leib: also auch Christus. Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leibe getauft, wir seien Juden Oder Griechen, Knechte Oder Freie, und sind alle zu einem Geist getranket. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. So aber der Fuß sprache: Ich bin keine Hand, darum bin ich des Leibes Glied nicht, sollte er urn deswillen nicht des Leibes Glied sein? Und so das Ohr sprache: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht des Leibes Glied, sollte es urn deswillen nicht des Leibes Glied sein? Wenn der ganze Leib Auge ware, wo bliebe das Gehor? So er ganz Gehor ware, wo bliebe der Geruch? Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, ein jegliches sonderlich am Leibe, wie er gewollt hat. So aber alle Glieder ein Glied waren, wo bliebe der Leib? Nun aber sind der Glieder viele, aber der Leib ist einer. Es kann das Auge nicht sagen zu der Hand: Ich bedarf dein nicht; Oder wiederum das Haupt zu den Fufien: Ich bedarf euer nicht; sondern vielmehr, die Glieder des Leibes, die uns dünken, die schwachsten zu sein, sind die notigsten, und die uns dünken, die unehrlichsten sein, denselbigen legen wir am meisten Ehre an, und die uns Libel anstehen, die schmücket man am meisten. Denn die uns wohl anstehen, die bedurfen's nicht. Aber Gott hat den Leib also vermenget und dem durftigen Glied am meisten Ehre gegeben, auf daß nicht eine Spaltung im Leibe sei, sondern die Glieder fureinander gleich sorgen. Und so ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und so ein Glied wird herrlich gehalten, so freuen sich alle Glieder, mit. Ihr seid aber der Leib Christi und Glieder, ein jeglicher nach seinem Teil. Und Gott hat gesetzt in der Gemeinde aufs erste die Apostel, aufs andere die Propheten, aufs dritte die Lehrer, danach die Wundertater, danach die Gaben, gesund zu machen, Heifer, Regierer, mancherlei Sprachen. Sind sie alle Apostel? Sind sie alle Propheten? Sind sie alle Lehrer? Sind sie alle Wundertater? Haben sie alle Gaben gesund zu machen? Reden sie alle mit mancherlei Sprachen? Konnen sie alle auslegen? Strebet aber nach den besten Gaben! Und ich will euch noch einen kostlichern Weg zeigen.
Gospel
Mark 7:31-37
Und da erwieder ausging von den Grenzen Tyrus und Sidon, kam er an das Galilaische Meer, mitten unter die Grenze der zehn Stadte. Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war; und sie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders und legte ihm die Finger in die Ohren und sputzete und ruhrete seine Zunge. Und sah auf gen Himmel, seufzete und sprach zu ihm: Hephatha! das ist: Tu dich auf! Und alsbald taten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward los und redete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten es niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten. Und verwunderten sich fiber die Malien und sprachen: Er hat alles wohl gemacht: die Tauben macht er horend und die Sprachlosen redend.
Gospel
Luke 9:28-36
Und es begab sich nach diesen Reden bei acht Tagen, daß erzu sich nahm Petrus, Johannes und Jakobus und ging auf einen Berg, zu beten. Und da er betete, ward die Gestalt seines Angesichts anders, und sein Kleid ward weiß und glanzete. Und siehe, zwei Manner redeten mit ihm, welche waren Mose und Elia. Die erschienen in Klarheit und redeten von dem Ausgang, welchen er sollte erfullen zu Jerusalem. Petrus aber, und die mit ihm waren, waren voll Schlafs. Da sie aber aufwachten, sahen sie seine Klarheit und die zwei Manner bei ihm stehen. Und es begab sich, da die von ihm wichen; sprach Petrus zu Jesu: Meister, hier ist gut sein; lasset uns drei Hütten machen, dir eine, Mose eine und Elia eine. Und wußte nicht, was er redete. Da er aber solches redete, kam eine Wolke und uberschattete sie. Und sie erschraken, da sie die Wolke uberzog. Und es fiel eine Stimme aus der Wolke, die sprach: Dieser ist mein lieber Sohn, den sollt ihr horen. Und indem solche Stimme geschah, fanden sie Jesum alleine. Und sie verschwiegen und verkundigten niemand nichts in denselbigen Tagen, was sie gesehen hatten.
Gospel
Matthew 6
Habt acht auf eure Almosen, daß ihr die nicht gebet vor den Leuten, daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepreiset werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber Almosen gibst, so laft deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, auf daß dein Almosen verborgen, sei; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's vergelten offentlich. Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber betest, so gehe in dein Kammerlein und schliefte die Turzu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's vergelten offentlich. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhoret, wenn sie viel Worte machen. Darum sollt ihr euch ihnen nicht gleichen. Euer Vater weift, was ihr bedurfet, ehe denn ihr ihn bittet. Darum sollt ihr also beten: Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiliget. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. Unser taglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schulden, wie wir unsern Schuldigern vergeben. Und fuhre uns nicht in Versuchung, sondern erlose uns von dem Ubel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Denn so ihr den Menschen ihre Fehle vergebet, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wo ihr aber den Menschen ihre Fehle nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Fehle auch nicht vergeben. Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer sehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihre Angesichte, auf daß sie vor den Leuten scheinen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber fastest, so salbe dein Hauptund wasche dein Angesicht, auf dafi du nicht scheinest vor den Leuten mit deinem Fasten, sondern vordeinem Vater, welcher verborgen ist; und dein Vater, der in das Verborgene siehet, wird dir's Vergelten offentlich. Ihr sollt euch nicht Schatze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen, und da die Diebe nach graben und stehlen. Sammelt euch aber Schatze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen, und da die Diebe nicht nach graben noch stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz. Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn dein Auge einfaltig ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. Wenn aber dein Auge ein Schalk ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn aber das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis selber sein! Niemand kann zweien Herren dienen. Entweder er wird einen hassen und den andern lieben, Oder wird einem anhangen und den andern verachten. Ihr konnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht fur euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht fur euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vogel unter dem Himmel an: sie saen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nahret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Lange eine Elle zusetzen moge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr fur die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen! Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist als derselbigen eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird, sollt er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleinglaubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dafi ihr des alles bedurfet. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sorget nicht fur den andern Morgen; denn der morgende Tag wird fur das Seine sorgen. Es ist genug, dafi ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.
A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)
Today's readings, every morning
Bosko brings the daily readings for your tradition to your day — with a reflection, the full Bible in 30 translations, and the liturgical calendar, in 18 languages.
