Bosko

Today's Readings

The Scripture readings appointed for today, with the full text in your language. Follow the daily readings for your tradition, every morning, in the Bosko app.

First Reading

Isaiah 38:1-13

Zu der Zeit ward Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn Amoz, kam zu ihm und sprach zu ihm: So spricht der HERR: Bestelle dein Haus; denn du wirst sterben und nicht lebendig bleiben. Da wendete Hiskia sein Angesicht zur Wand und betete zum HERRN und sprach: Gedenke doch, HERR, wie ich vor dir gewandelt habe in der Wahrheit mit vollkommenem Herzen und habe getan, was dir gefallen hat. Und Hiskia weinete sehr. Da geschah das Wort des HERRN zu Jesaja und sprach: Gehe hin und sage Hiskia: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehort und deine Tranen gesehen; siehe, ich will deinen Tagen noch funfzehn Jahre zulegen und will dich samt dieser Stadt erretten von der Hand des Konigs zu Assyrien; denn ich will diese Stadt wohl verteidigen. Und habe dir das zum Zeichen von dem HERRN, daß der HERR solches tun wird, was er geredet hat: Siehe, ich will den Schatten am Sonnenzeiger Ahas zehn Linien zuruckziehen, fiber welche er gelaufen ist, daß die Sonne zehn Linien zurücklaufen soil am Zeiger, fiber welche sie gelaufen ist. Dies ist die Schrift Hiskias, des Konigs Judas, da er krank gewesen und von der Krankheit gesund worden war: Ich sprach: Nun muß ich zu der Hollen Pforte fahren, da meine Zeit aus war, da ich gedachte noch langerzu leben. Ich sprach: Nun muß ich nicht mehr sehen den HERRN, ja den HERRN im Lande der Lebendigen; nun muß ich nicht mehr schauen die Menschen bei denen, die ihre Zeit leben. Meine Zeit ist dahin und von mir aufgeraumet wie eines Hirten Hutte; und reiße mein Leben ab wie ein Weber. Er sauget mich dfirre aus. Du machst es mit mir ein Ende, den Tag vor Abend. Ich dachte: Mochte ich bis morgen leben! Aber er zerbrach mir alle meine Gebeine wie ein Lowe; denn du machst es mit mir aus, den Tag vor Abend.

First Reading

Zechariah 5

Und ich hub meine Augen abermal auf und sah, und siehe, es war ein fliegender Brief. Und er sprach zu mir: Was siehest du? Ich aber sprach: Ich sehe einen fliegenden Brief, der ist zwanzig Ellen lang und zehn Ellen breit. Und er sprach zu mir: Das ist der Fluch, welcher ausgehet uber das ganze Land; denn alle Diebe werden nach diesem Briefe fromm gesprochen, und alle Meineidigen werden nach diesem Briefe fromm gesprochen. Aber ich will's hervorbringen, spricht der HERR Zebaoth, daß es, soil kommen uber das Haus des Diebes und uber das Haus derer, die bei meinem Namen falschlich schwdren; und soil bleiben in ihrem Hause und soil's verzehren samt seinem Holz und Steinen. Und der Engel, der mit mir redete, ging heraus und sprach zu mir: Hebe deine Augen auf und siehe, was gehet da heraus? Und ich sprach: Was ist's? Er aber sprach: Ein Epha gehet heraus, und sprach: Das ist ihre Gestalt im ganzen Lande. Und siehe, es schwebte ein Zentner Blei; und da war ein Weib, das salt, im Epha. Er aber sprach: Das ist die gottlose Lehre. Und er warf sie in den Epha und warf den Klumpen Blei oben aufs Loch. Und ich hub meine Augen auf und sah, und siehe, zwei Weiber gingen heraus und hatten Flugel, die der Wind trieb; es waren aber Flugel wie Storchflugel, und die fuhreten den Epha zwischen Erde und Himmel. Und ich sprach zum Engel, der mit mir redete: Wo führen die den Epha hin? Er aber sprach zu mir: Dali ihm ein Haus gebauet werde im Lande Sinear und bereitet und daselbst gesetzt werde auf seinen Boden.

First Reading

Zechariah 2:10-13

Hui! hui! Fliehet aus dem Mitternachtlande! spricht der HERR; denn ich hab euch in die vier Winde unter dem Himmel zerstreuet, spricht der HERR. Hui, Zion, die du wohnest bei der Tochter Babel, entrinne! Denn so spricht der HERR Zebaoth: Er hat mich gesandt nach der Ehre zu den Heiden, die euch beraubet haben; ihre Macht hat ein Ende. Wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an. Denn siehe, ich will meine Hand fiber sie weben, dafi sie sollen ein Raub werden denen, die ihnen gedienet haben, daß ihr sollt erfahren, daß mich der HERR Zebaoth gesandt hat.

Morning Prayer — First Lesson

Isaiah 55

Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser; und die ihr nicht Geld habt, kommt her, kaufet und esset; kommt her und kaufet ohne Geld und umsonst beides, Wein und Milch! Warum zahlet ihr Geld dar, da kein Brot ist, und eure Arbeit, da ihr nicht satt von werden konnet? Horet mir doch zu und esset das Gute, so wird eure Seele in Wollust fett werden. Neiget eure Ohren her und kommt her zu mir; horet, so wird eure Seele leben! Denn ich will mit euch einen ewigen Bund machen, namlich die gewissen Gnaden Davids. Siehe, ich habe ihn den Leuten zum Zeugen gestellet, zum Fursten und Gebieter den Vblkern. Siehe, du wirst Heiden rufen, die du nicht kennest; und Heiden, die dich nicht kennen, werden zu dir laufen urn des HERRN willen, deines Gottes, und des Heiligen in Israel, der dich preise. Suchet den HERRN, weil er zu finden ist; rufet ihn an, weil er nahe ist! Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Ubeltater seine Gedanken und bekehre sich zum HERRN, so wird ersich sein erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, sondern soviel der Himmel hoher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege hoher denn eure Wege und meine Gedanken denn eure Gedanken. Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fallt und nicht wieder dahin kommt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und wachsend, daß sie gibt Samen zu saen und Brot zu essen, also soil das Wort, so aus meinem Munde gehet, auch sein: Es soli nicht wieder zu mir leer kommen, sondern tun, das mir gefallt, und soli ihm gelingen, dazu ich's sende. Denn ihrsollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden. Berge und FHugel sollen vor euch her frohlocken mit Ruhm und alle Baume auf dem Felde mit den Handen klappen. Es sollen Tannen fur Hecken wachsen und Myrten fur Dornen; und dem HERRN soli ein Name und ewiges Zeichen sein, das nicht ausgerottet werde.

Epistle

1 Corinthians 4:1-5

Dafur halte uns jedermann, namlich fur Christi Diener und Haushalter uber Gottes Geheimnisse. Nun sucht man nicht mehr an den Haushaltern, denn daß sie treu erfunden werden. Mir aber ist's ein Geringes, daß ich von euch gerichtet werde Oder von einem menschlichen Tage; auch richte ich mich selbst nicht. Ich bin mirwohl nichts bewulit, aberdarinnen bin ich nicht gerechtfertiget; der Herr ist's aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr komme, welcher auch wird ans Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und den Rat der Herzen offenbaren; alsdann wird einem jeglichen von Gott Lob widerfahren.

First Reading

Isaiah 22

Dies ist die Last uber das Schautal: Was ist denn euch, daß ihr alle so auf die Dacher laufet? Du warest voll Getones, eine Stadt voll Volks, eine frohliche Stadt. Deine Erschlagenen sind nicht mit dem Schwert erschlagen und nicht im Streit gestorben, sondern alle deine Hauptleute sind vordem Bogen weggewichen und gefangen; alle, die man in dirfunden hat, sind gefangen und fern geflohen. Darum sage ich: Hebt euch von mir, laßt mich bitterlich weinen; mühet euch nicht, mich zu trosten itber der Verstorung der Tochter meines Volks! Denn es ist ein Tag des Getummels und der Zertretung und Verwirrung vom Herm HERRN Zebaoth im Schautal um des Untergrabens willen der Mauern und des Geschreies am Berge. Denn Elam fahret daher mit Kocher, Wagen, Leuten und Reitern, und Kir glanzet daher mit Schilden. Und wird geschehen, daß deine auserwahlten Tale werden voll Wagen sein, und Reiter werden sich lagern vor, die Tore. Da wird der Vorhang Judas aufgedeckt werden, dad man schauen wird zu der Zeit den Zeug im Hause des Waldes. Und werdet der Risse an der Stadt Davids viel sehen und werdet das Wasser im unteren Teich sammeln mussen. Ihr werdet auch die Hauser zu Jerusalem zahlen; ja, ihr werdet die Hauser abbrechen, die Mauern zu befestigen. Und werdet einen Graben machen zwischen beiden Mauern vom Wasser des alten Teichs. Noch sehet ihr nicht auf den, der solches tut, und schauet nicht auf den, der solches schaffet von feme her. Darum wird der Herr HERR Zebaoth zu der Zeit rufen lassen, dafi man weine und klage und sich beschere und Sacke anziehe. Wiewohl jetzt, siehe, ist's eitel Freude und Wonne, Ochsen wurgen, Schafe schlachten, Fleisch essen, Wein trinken (und sprechet): Lafit uns essen und trinken, wir sterben doch morgen! Solches ist vor den Ohren des HERRN Zebaoth offenbar. Was gilt's, ob euch diese Missetat soil vergeben werden, bis ihr sterbet? spricht der Herr HERR Zebaoth. So spricht der Herr HERR Zebaoth: Gehe hinein zum Schatzmeister Sebna, dem Hofmeister, und sprich zu ihm: Was hast du hie? Wem gehorest du an, daß du dir ein Grab hie hauen lassest, als der sein Grab in der Hohe hauen laftt, und als der seine Wohnung in den Felsen machen lafit? Siehe, der HERR wird dich wegwerfen, wie ein Starker einen wegwirft, und dich zuscharren, und wird dich umtreiben wie eine Kugel auf weitem Lande; daselbst wirst du sterben, daselbst werden deine kostlichen Wagen bleiben mit Schmach des Hauses deines HERRN. Und ich will dich von deinem Stande sturzen und von deinem Amt will ich dich setzen. Und zu der Zeit will ich rufen meinem Knecht Eliakim, dem Sohn Hilkias, und will ihm deinen Rockanziehen und mit deinem Gürtel gurten und deine Gewalt in seine Hand geben, dafi er Vater sei derer, die zu Jerusalem wohnen, und des Hauses Juda. Und will die Schlussel zum Hause David auf seine Schulter legen, dafi er auftue und niemand zuschliefte, daß erzuschliefte und niemand auftue. Und will ihn zum Nagel stecken an einen festen Ort, und soil haben den Stuhl der Ehren in seines Vaters Hause, daß man an ihn hange alle Herrlichkeit seines Vaters Hauses; Kind und Kindeskinder, alle kleinen Gerate, beide, Trinkgefafte und allerlei Saitenspiel. Zu der Zeit, spricht der HERR Zebaoth, soil der Nagel weggenommen werden, der am festen Ort steckt, daß er zerbreche und falle und seine Last umkomme. Denn der HERR sagt es.

Morning Prayer — Second Lesson

Acts 22

Ihr Manner, Hebe Bruder und Vater, horet mein Verantworten an euch! Da sie aber horeten, daß er auf ebraisch zu ihnen redete, wurden sie noch stiller. Und er sprach: Ich bin ein judischer Mann, geboren zu Tarsus in Zilizien und erzogen in dieser Stadt zu den Füften Gamaliels, gelehret mit allem Fleift im vaterlichen Gesetz und war ein Eiferer urn Gott, gleichwie ihr alle seid heutigestages. Und habe diesen Weg verfolget bis an den Tod. Ich band sie und uberantwortete sie ins Gefangnis, beide, Mann und Weib, wie mir auch der Hohepriester und der ganze Haufe der Altesten Zeugnis gibt, von welchen ich Briefe nahm an die Bruder, und reisete gen Damaskus, daß ich, die daselbst waren, gebunden fuhrete gen Jerusalem, daß sie gepeiniget wurden. Es geschah aber, da ich hinzog und nahe an Damaskus kam, urn den Mittag, umblickte mich schnell ein grofies Licht vom Himmel. Und ich fiel zum Erdboden und horete eine Stimme, die sprach zu mir: Saul, Saul, was verfolgest du mich? Ich antwortete aber: Herr, wer bist du? Und er sprach zu mir: Ich bin Jesus von Nazareth, den du verfolgest. Die aber mit mir waren, sahen das Licht und erschraken; die Stimme aber des, der mit mir redete, horeten sie nicht. Ich sprach aber: Herr, was soil ich tun? Der Herr aber sprach zu mir: Stehe auf und gehe gen Damaskus; da wird man dir sagen von allem, was dir zu tun verordnet ist. Als ich aber vor Klarheit dieses Lichtes nicht sehen konnte, ward ich bei der Hand geleitet von denen, die mit mir waren, und kam gen Damaskus. Es war aber ein gottesfurchtiger Mann nach dem Gesetz, Ananias, der ein gut Gerucht hatte bei alien Juden, die daselbst wohneten. Der kam zu mir und trat vor mich hin und sprach zu mir: Saul, lieber Bruder, siehe auf! Und ich sah ihn an zu derselbigen Stunde. Er aber sprach: Der Gott unserer Vater hat dich verordnet, dafi du seinen Willen erkennen solltest und sehen den Gerechten und horen, die Stimme aus seinem Munde. Denn du wirstsein Zeuge zu alien Menschen sein des, das du gesehen und gehoret hast. Und nun, was verziehstdu? Stehe auf und laft dich taufen und abwaschen deine Sünden und rufe an den Namen des Herrn. Es geschah aber, da ich wieder gen Jerusalem kam und betete im Tempel, dafi ich entzucket ward und sah ihn. Da sprach erzu mir: Eile und mache dich behend von Jerusalem hinaus: denn sie werden nicht aufnehmen dein Zeugnis von mir. Und ich sprach: Herr, sie wissen selbst, daß ich gefangenlegte und staupte die, so an dich glaubten, in den Schulen hin und wieder. Und da das Blut des Stephanus, deines Zeugen, vergossen ward, stund ich auch daneben und hatte Wohlgefallen an seinem Tode und verwahrete denen die Kleider, die ihn toteten. Und er sprach zu mir: Gehe hin; denn ich will dich feme unter die Heiden senden. Sie horeten ihm aber zu bis auf dies Wort und huben ihre Stimme auf und sprachen: Hinweg mit solchem von der Erde; denn es ist nicht billig, daß er leben soil! Da sie aber schrieen und ihre Kleider abwarfen und den Staub in die Luft warfen, hieft ihn der Hauptmann in das Lager führen und sagte, daß man ihn staupen und ertragen solite, daß er erfuhre urn weicher Ursache willen sie also uber ihn riefen. Als er ihn aber mit Riemen anband, sprach Paulus zu dem Unterhauptmann, der dabeistund: Ist's auch recht bei euch, einen romischen Menschen ohne Urteil und Recht geifteln? Da das der Unterhauptmann horete, ging er zu dem Oberhauptmann und verkundigte ihm und sprach: Was willst du machen? Dieser Mensch ist romisch. Da kam zu ihm der Oberhauptmann und sprach zu ihm: Sage mir, bist du romisch? Er aber sprach: Ja. Und der Oberhauptmann antwortete: Ich habe dies Burgerrecht mit grofter Summe zuwege gebracht. Paulus aber sprach: Ich aber bin auch romisch geboren. Da traten alsbald von ihm ab, die ihn befragen sollten. Und der Oberhauptmann furchtete sich, da er vernahm, daß er romisch war, und er ihn gebunden hatte. Des andern Tages wollte er gewift erkunden, warum er verklaget würde von den Juden, und losete ihn von den Banden und hieft die Hohenpriester und ihren ganzen Rat kommen und fuhrete Paulus hervor und stellete ihn unter sie.

Responsorial Psalm

Psalm 119:1-16

Wohl denen, die ohne Wandel Ieben, die im Gesetz des HERRN wandeln! Wohl denen, die seine Zeugnisse halten, die ihn von ganzem Herzen suchen! Denn welche auf seinen Wegen wandeln, die tun kein Ubels. Du hast geboten, fleifüg zu halten deine Befehle. O daß mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernst hielte! Wenn ich schaue allein auf deine Gebote, so werde ich nicht zuschanden. Ich danke dir von rechtem Herzen, daß du mich lehrest die Rechte deiner Gerechtigkeit. Deine Rechte will ich halten; verlafi mich nimmermehr! Wie wird ein Jungling seinen Weg unstraflich gehen? Wenn er sich halt nach deinen Worten. Ich suchedich von ganzem Herzen; lali mich nicht fehlen deiner Gebote! Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, auf daß ich nicht wider dich sundige. Gelobet seiestdu, HERR! Lehre mich deine Rechte! Ich will mit meinen Lippen erzahlen alle Rechte deines Mundes. Ich freue mich des Weges deiner Zeugnisse als uber allerlei Reichtum. Ich rede, was du befohlen hast, und schaue auf deine Wege. Ich habe Lustzu deinen Rechten und vergesse deine Worte nicht.

Gospel

Luke 3:1-6

In dem fünfzehnten Jahr des Kaisertums Kaisers Tiberius, da Pontius Pilatus Landpfleger in Judaa war und Herodes ein Vierfurst in Galilaa und sein Bruder Philippus ein Vierfurst in Ituraa und in der Gegend Trachonitis. und Lysanias ein Vierfurst in Abilene, da Hannas und Kaiphas Hohepriester waren: da geschah der Befehl Gottes zu Johannes, des Zacharias Sohn, in der Wuste. Und er kam in alle Gegend urn den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. wie geschrieben stehet in dem Buch der Reden Jesaja's, des Propheten, der da sagt: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wuste: Bereitet den Weg des Herrn und machet seine Steige richtig! Alle Taler sollen voll werden, und alle Berge und Hugel sollen erniedriget werden; und was krumm ist, soil richtig werden und was uneben ist, soil schlechter Weg werden. Und alles Fleisch wird den Heiland Gottes sehen.

Responsorial Psalm

Psalm 46

Ein Lied der Kinder Korah von der Jugend, vorzusingen. Gott ist unsere Zuversicht und Starke, eine Hilfe in den grolien Noten, die uns getroffen haben. Darum furchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sanken, wenngleich das Meer wütete und wallete und von seinem Ungestum die Berge einfielen. Sela. Dennoch soil die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brunnlein, da die heiligen Wohnungen des Hochsten sind. Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie wohl bleiben; Gott hilft ihr fruhe. Die Heiden müssen verzagen und die Konigreiche fallen; das Erdreich muli vergehen, wenn er sich horen lafit. Der HERR Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz. Sela. Kommt her und schauet die Werke des HERRN, der auf Erden solch Zerstoren anrichtet, der den Kriegen steuert in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spielie zerschlagt und Wagen mit Feuer verbrennt. Seid stille und erkennet, daü ich Gott bin! Ich will Ehre einlegen unter den Heiden, ich will Ehre einlegen auf Erden. Der HERR Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz. Sela.

Responsorial Psalm

Psalm 56

Ein gulden Kleinod Davids von der stummen Taube unter den Fremden, da ihn die Philister griffen zu Gath. Gott, sei mir gnadig, denn Menschen wollen mich versenken; taglich streiten sie und angsten mich. Meine Feinde versenken mich taglich; denn viele streiten wider mich stolziglich. Wenn ich mich furchte, hoffe ich auf dich. Ich will Gottes Wort ruhmen; auf Gott will ich hoffen und mich nicht furchten; was sollte mir Fleisch tun? Taglich fechten sie meine Worte an; all ihre Gedanken sind, daß sie mir ubel tun. Sie halten zuhauf und lauern und haben acht auf meine Fersen, wie sie meine Seeie erhaschen. Was sie Boses tun, das ist schon vergeben. Gott, stofte solche Leute ohne alle Gnade hinunter! Zahle meine Flucht, fasse meine Tranen in deinen Sack! Ohne Zweifel, du zahlest sie. Dann werden sich meine Feinde müssen zuruckkehren, wenn ich rufe; so werde ich inne, daß du mein Gott bist. Ich will ruhmen Gottes Wort, ich will ruhmen des HERRN Wort. Auf Gott hoffe ich und furchte mich nicht; was konnen mir die Menschen tun? Ich habe dir, Gott, gelobet, daß ich dir danken will. Denn du hast meine Seele vom Tode errettet, meine Füfte vom Gleiten, daß ich wandeln mag vor Gott im Licht der Lebendigen.

Responsorial Psalm

Psalm 22

Ein Psalm Davids, vorzusingen, von der Hindin, die fruhe gejagt wird. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich heule, aber meine Hilfe ist feme. Mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du nicht; und des Nachts schweige ich auch nicht. Aber du bist heilig, der du wohnest unter dem Lob Israels. Unsere Vater hofften auf dich, und da sie hofften, halfest du ihnen aus. Zu dir schrieen sie und wurden errettet; sie hofften auf dich und nicht zuschanden. Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und Verachtung des Volks. Alle, die mich sehen, spotten mein, sperren das Maul auf und schutteln den Kopf. Er klage es dem HERRN, der helfe ihm aus und errette ihn, hat er Lust zu ihm! Denn du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du warest meine Zuversicht, da ich, noch an meiner Mutter Brusten war. Auf dich bin ich geworfen aus Mutterleibe; du bist mein Gott von meiner Mutter Leib an. Sei nicht feme von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hie kein Heifer. Große Farren haben mich umgeben, fette Ochsen haben mich umringet; ihren Rachen sperren sie auf wider mich wie ein brullender und reißender Lowe. Ich bin ausgeschuttet wie Wasser; alle meine Gebeine haben sich zertrennet; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzen Wachs. Meine Krafte sind vertrocknet wie ein Scherben, und meine Zunge klebet an meinem Gaumen; und du legest mich in des Todes Staub. Denn Hunde haben mich umgeben, und der Bosen Rotte hat sich urn mich gemacht; sie haben meine Hande und Fulie durchgraben. Ich mochte alle meine Beine zahlen. Sie aber schauen und sehen ihre Lust an mir. Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand. Aber du, HERR, sei nicht feme; meine Starke, eile, mirzu helfen! Errette meine Seele vom Schwert, meine Einsame von den Hunden! Hilf mir aus dem Rachen des Lowen und errette mich von den Einhomem. Ich will deinen Namen predigen meinen Brüdern, ich will dich in der Gemeine rühmen. Rühmet den HERRN, die ihr ihn furchtet; es ehre ihn aller Same Jakobs, und vor ihm scheue sich aller Same Israels! Denn er hat nicht verachtet noch verschmahet das Elend des Armen und sein Antlitz vor ihm nicht verborgen, und da er zu ihm schrie horete er's. Dich will ich preisen in der groften Gemeine; ich will meine Gelubde bezahlen vor denen, die ihn fürchten. Die Elenden sollen essen, daß sie satt werden, und die nach dem HERRN fragen, werden ihn preisen; euer Herz soil ewiglich leben. Es werde gedacht aller Welt Ende, daß sie sich zum HERRN bekehren, und vor ihm anbeten alle Geschlechter der Heiden. Denn der HERR hat ein Reich, und er herrschet unter den Heiden. Alle Fetten auf Erden werden essen und anbeten; vor ihm werden Kniee beugen alle, die im Staube liegen, und die, so kümmerlich leben. Er wird einen Samen haben, der ihm dienet; vom HERRN wird man verkündigen zu Kindeskind. Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit predigen dem Volk, das geboren wird, daß er's tut.

Evening Prayer — First Lesson

Isaiah 56

So spricht der HERR: Haltet das Recht und tut Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, daß es komme, und meine Gerechtigkeit, daß sie offenbart werde. Wohl dem Menschen, der solches tut, und dem Menschenkind, der es festhalt, dafi er den Sabbat halte und nicht entheilige und halte seine Hand, dafi er kein Arges tue. Und der Fremde, der zum HERRN sich getan hat, soil nicht sagen: Der HERR wird mich scheiden von seinem Volk. Und der Verschnittene soil nicht sagen: Siehe, ich bin ein durrer Baum. Denn so spricht der HERR zu den Verschnittenen, welche meine Sabbate halten und erwahlen, was mirwohlgefallt, und meinen Bund fest fassen: Ich will ihnen in meinem Hause und in meinen Mauern einen Ort geben und einen bessern Namen denn den Sohnen und Tochtern; einen ewigen Namen will ich ihnen geben, der nicht vergehen soil. Und der Fremden Kinder, die sich zum HERRN getan haben, daß sie ihm dienen und seinen Namen lieben, auf daß sie seine Knechte seien, ein jeglicher, der den Sabbat halt, daß er ihn nicht entweihe, und meinen Bund fest halt dieselbigen will ich zu meinem heiligen Berge bringen und will sie erfreuen in meinem Bethause, und ihre Opfer und Brandopfer sollen mir angenehm sein auf meinem Altar; denn mein Haus heiftt ein Bethaus alien Volkern. Der Herr HERR, der die Verstoftenen aus Israel sammelt, spricht: Ich will noch mehr zu dem Haufen, die versammelt sind, sammeln. Alle Tiere auf dem Felde, kommt und fresset, ja alle Tiere im Walde! Alle ihre Wachter sind blind, sie wissen alle nichts; stumme Hunde sind sie, die nicht strafen konnen; sind faul, liegen und schlafen gerne. Es sind aber starke Hunde von Leibe, die nimmer satt werden konnen. Sie, die Hirten, wissen keinen Verstand; ein jeglicher siehet auf seinen Weg, ein jeglicher geizet fur sich in seinem Stande. Kommt her, laftt uns Wein holen und vollsaufen; und soil morgen sein wie heute und noch viel mehr!

Second Reading

Revelation 22

Und er zeigte mir einen lauteren Strom des lebendigen Wassers, klarwie ein Kristall; der ging von dem Stuhl Gottes und des Lammes. Mitten auf ihrer Gasse und auf beiden Seiten des Stromes stund Holz des Lebens, das trug zwblferlei Fruchte und brachte seine Fruchte alle Monden; und die Blatter des Holzes dieneten zu der Gesundheit der Heiden. Und wird kein Verbannetes mehr sein; und der Stuhl Gottes und des Lammes wird darinnen sein; und seine Knechte werden ihm dienen und sehen sein Angesicht; und sein Name wird an ihren Stirnen sein. Und wird keine Nacht da sein, und nicht bedurfen einer Leuchte Oder des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewiß und wahrhaftig. Und Gott, der Herr der heiligen Propheten, hat seinen Engel gesandt, zu zeigen seinen Knechten, was bald geschehen muß. Siehe, ich komme bald! Selig ist, der da halt die Worte der Weissagung in diesem Buch. Und ich bin Johannes, der solches gesehen und gehoret hat. Und da ich es gehoret und gesehen, fiel ich nieder, anzubeten zu den Fußen des Engels, der mir solches zeigete. Und er spricht zu mir: Siehe zu, tu es nicht; denn ich bin dein Mitknecht und deiner Bruder, der Propheten, und derer, die da halten die Worte dieses Buchs; bete Gott an! Und er spricht zu mir: versiegle nicht die Worte der Weissagung in diesem Buch; denn die Zeit ist nahe. Wer bose ist, der sei immerhin bose; und wer unrein ist, der sei immerhin unrein. Aber wer fromm ist, der sei immerhin fromm; und wer heilig ist, der sei immerhin heilig. Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, zu geben einem jeglichen, wie seine Werke sein werden. Ich bin das A und das 0, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte. Selig sind, die seine Gebote halten, auf daß ihre Macht sei an dem Holz des Lebens, und zu den Toren eingehen in die Stadt. Denn draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Hurer und die Totschlager und die Abgottischen und alle, die liebhaben und tun die Luge. Ich, Jesus, habe gesandt meinen Engel, solches euch zu zeugen an die Gemeinden. Ich bin die Wurzel des Geschlechts Davids, ein helier Morgenstern. Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es horet, der spreche: Komm! Und wen durstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst. Ich bezeuge aber alien, die da horen die Worte der Weissagung in diesem Buch: So jemand dazusetzt, so wird Gott zusetzen auf ihn die Plagen, die in diesem Buch geschrieben stehen. Und so jemand davontut von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott abtun sein Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt und von dem, was in diesem Buch geschrieben stehet. Es spricht, der solches zeuget: Ja, ich komme bald. Amen. Ja komm, Herr Jesu! Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch alien! Amen.

Second Reading

I Thessalonians 5

Von den Zeiten aber und Stunden, liebe Bruder, ist nicht not, euch zu schreiben. Denn ihr selbst wisset gewiß, daß der Tag des Herrn wird kommen wie ein Dieb in der Nacht. Denn wenn sie werden sagen: Es ist Friede, es hat keine Gefahr! so wird sie das Verderben schnell überfallen, gleich wie der Schmerz ein schwanger Weib, und werden nicht entfliehen. Ihr aber, liebe Bruder, seid nicht in der Finsternis, dafi euch der Tag wie ein Dieb ergreife. Ihr seid allzumal Kinder des Lichts und Kinder des Tages; wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. So lasset uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wachen und nuchtern sein. Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, die sind des Nachts trunken. Wir aber, die wir des Tages sind, sollen nuchtern sein, angetan mit dem Krebs des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung zur Seligkeit. Denn Gott hat uns nicht gesetzt zum Zorn, sondern die Seligkeit zu besitzen durch unsern Herrn Jesum Christum, der fur uns gestorben ist, auf daß, wir wachen Oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben sollen. Darum ermahnet euch untereinander und bauet einer den andern, wie ihr denn tut. Wir bitten euch aber, liebe Bruder, dafi ihr erkennet, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem Herrn und euch vermahnen. Habt sie desto lieber urn ihres Werks willen und seidfriedsam mit ihnen. Wirermahnen euch aber, liebe Bruder, vermahnet die Ungezogenen, trostet die Kleinmutigen, traget die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. Sehet zu, daß niemand Boses mit Bosem jemand vergelte, sondern allezeit jaget dem Guten nach, beide, untereinander und gegen jedermann. Seid allezeit frohlich! Betet ohne Unterlafi! Seid dankbar in alien Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christo Jesu an euch. Den Geist dampfet nicht! Die Weissagung verachtet nicht! prufet aber alles und das Gute behaltet! Meidet alien bosen Schein! Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer Geist ganz samt der Seele und Leib müsse behalten werden unstraflich auf die Zukunft unsers Herrn Jesu Christi. Getreu ist er, der euch rufet, welcher wird's auch tun. Liebe Bruder, betet fur uns! Grußet alle Bruder mit dem heiligen Kuß. Ich beschwore euch bei dem Herrn, daß ihr diesen Brief lesen lasset alien heiligen Brudern. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch! Amen. Der zweite Brief des Paulus an die Thessalonicher

Second Reading

1 John 1:1-4

Das da von Anfang war, das wir gehoret haben, das wir gesehen haben mit unsern Augen, das wir beschauet haben, und unsere Hande betastet haben, vom Wort des Lebens (und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und zeugen und verkundigen euch das Leben, das ewig ist, welches war bei dem Vater und ist uns erschienen); was wir gesehen und gehoret haben: das verkundigen wir euch, auf daß auch ihr mit uns Gemeinschaft habet, und unsere Gemeinschaft sei mit dem Vater und mit Sohn, Jesu Christo. Und solches schreiben wir euch, auf daß eure Freude vollig sei.

Second Reading

Romans 9:30-33

Was wollen wir nun hier sagen? Das wollen wir sagen: Die Heiden, die nicht haben nach der Gerechtigkeit gestanden, haben die Gerechtigkeit erlanget; ich sage aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt. Israel aber hat dem Gesetz der Gerechtigkeit nachgestanden und hat das Gesetz der Gerechtigkeit nicht überkommen. Warum das? Darum, daß sie es nicht aus dem Glauben, sondern als aus den Werken des Gesetzes suchen. Denn sie haben sich gestolien an den Stein des Anlaufens, wie geschrieben stehet: Siehe da, ich lege in Zion einen Stein des Anlaufens und einen Fels des Argernisses; und wer an ihn glaubet, der soil nicht zuschanden werden.

Gospel

Luke 24

Aber an der Sabbate einem sehr fruhe kamen sie zum Grabe und trugen die Spezerei, die sie bereitet hatten, und etliche mit ihnen. Sie fanden aber den Stein abgewalzet von dem Grabe und gingen hinein und fanden den Leib des Herm Jesu nicht. Und da sie darum bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Manner mit glanzenden Kleidern. Und sie erschraken und schlugen ihre Angesichte nieder zu der Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenket daran, wie er euch sagte, da er noch in Galilaa war, und sprach: Des Menschen Sohn muft uberantwortet werden in die Hande der Sunder und gekreuziget werden und am dritten Tage auferstehen. Und sie gedachten an seine Worte. Und sie gingen wieder vom Grabe und verkundigten das alles den Elfen und den andern alien. Es war aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und andere mit ihnen, die solches den Aposteln sagten. Und es deuchten sie ihre Worte eben, als waren's Marlein, und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stund auf und lief zum Grabe und buckete sich hinein und sah die leinenen Tucher ailein liegen und ging davon; und es nahm ihn wunder, wie es zuginge. Und siehe, zwei aus ihnen gingen an demselbigen Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechzig Feldwegs weit, des Name heißt Emmaus. Und sie redeten miteinandervon alien diesen Geschichten. Und es geschah, da sie so redeten und befragten sich miteinander, nahete Jesus zu ihnen und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, dafi sie ihn nicht kannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das fur Reden, die ihrzwischen euch handelt unterwegs, und seid traurig? Da antwortete einer mit Namen Kleophas und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen drinnen geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesu von Nazareth, welcher war ein Prophet, machtig von Taten und Worten vor Gott und allem Volk; wie ihn unsere Hohenpriester und Obersten uberantwortet haben zur Verdammnis des Todes und gekreuziget. Wir aber hoffeten, er sollte Israel erlosen. Und uber das alles ist heute der dritte Tag, dafi solches geschehen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern, die sind fruhe bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht funden, kommen und sagen, sie haben ein Gesichtder Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe und fanden's also, wie die Weiber sagten; aber ihn fanden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und trages Herzens, zu glauben alle dem, das die Propheten geredet haben! Mul Jte nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und ting an von Mose und alien Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren. Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hingingen. Und er stellete sich, als wollte er furder gehen. Und sie notigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen. Da wurden ihre Augen geoffnet und erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift offnete? Und sie stunden auf zu derselbigen Stunde, kehreten wieder gen Jerusalem und fanden die Elfe versammelt und die bei ihnen waren, welche sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen. Und sie erzahleten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt ware an dem, da erdas Brot brach. Da sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken aber und furchteten sich, meineten, sie sahen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz? Sehet meine Hande und meine Füße, ich bin's selber; fühlet mich und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe. Und da er das sagte, zeigte er ihnen Hande und Fül Je. Da sie aber noch nicht glaubten vor Freuden und sich verwunderten, sprach erzu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Und sie legten ihm vor ein Stuck von gebratenem Fisch und Honigseims. Und ernahm's und ali vor ihnen. Er aber sprach zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muß alles erfullet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Mose's, in den Propheten und in Psalmen. Da offnete er ihnen das Verstandnis, daß sie die Schrift verstunden. Und sprach zu ihnen: Also ist's geschrieben, und also mußte Christus leiden und auferstehen von den Toten am dritten Tage und predigen lassen in seinem Namen Buße und Vergebung der Sunden unter alien Volkern und anheben zu Jerusalem. Ihr aber seid des alles Zeugen. Und siehe, ich will auf euch senden die Verheifiung meines Vaters. Ihr aber sollt in der Stadt Jerusalem bleiben, bis daß ihr angetan werdet mit Kraft aus der Hohe. Er fuhrete sie aber hinaus gen Bethanien und hub die Hande auf und segnete sie. Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen und fuhrauf gen Himmel. Sie aber beteten ihn an und kehrten wieder gen Jerusalem mitgroßer Freude. Und waren allewege im Tempel, preiseten und lobeten Gott.

Evening Prayer — Second Lesson

1 John 2

Meine Kindlein, solches schreibe ich euch, auf daß ihr nicht sundiget. Und ob jemand sündiget, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesum Christum, der gerecht ist. Und derselbige ist die Versohnung für unsere Sünde, nicht allein aber für die unsere, sondern auch für die der ganzen Welt. Und an dem merken wir, daß wir ihn kennen, so wir seine Gebote halten. Wer da sagt: Ich kenne ihn, und halt seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in solchem ist keine Wahrheit. Wer aber sein Wort halt, in solchem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind. Wer da sagt, daß er in ihm bleibet, der soil auch wandeln, gleichwie er gewandelt hat. Brüder, ich schreibe euch nicht ein neu Gebot, sondern das alte Gebot, das ihr habt von Anfang gehabt. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr von Anfang gehoret habt. Wiederum ein neu Gebot schreibe ich euch, das da wahrhaftig ist bei ihm und bei euch; denn die Finsternis ist vergangen, und das wahre Licht scheinet jetzt. Wer da sagt, er sei im Licht, und hasset seinen Bruder, der ist noch in Finsternis. Wer seinen Bruder liebet, der bleibet Licht, und ist kein Argernis bei ihm. Wer aber seinen Bruder hasset, der ist in Finsternis und wandelt in Finsternis und weift nicht, wo er hingehet; denn die Finsternis hat seine Augen verblendet. Liebe Kindlein, ich schreibe euch, daß euch die Sünden vergeben werden durch seinen Namen. Ich schreibe euch Vatern; denn ihr kennet den, der von Anfang ist. Ich schreibe euch Junglingen; denn ihr habt den Bosewicht überwunden. Ich schreibe euch Kindern; denn ihr kennet den Vater. Ich habe euch Vatern geschrieben, daß ihr den kennet, der von Anfang ist. Ich habe euch Junglingen geschrieben, daß ihr stark seid, und das Wort Gottes bei euch bleibet, und den Bosewicht überwunden habt. Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist. So jemand die Welt liebhat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist (namlich des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffartiges Leben), ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergehet mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibet in Ewigkeit. Kinder, es ist die letzte Stunde; und wie ihr gehoret habt, daß der Widerchrist kommt, und nun sind viel Widerchristen worden; daher erkennen wir, daß die letzte Stunde ist. Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns. Denn wo sie von uns gewesen waren, so waren sie ja bei uns geblieben; aber auf daß sie offenbar würden, daß sie nicht alle von uns sind. Und ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist; und wisset alles. Ich habe euch nicht geschrieben, als wüfttet ihr die Wahrheit nicht, sondern ihr wisset sie und wisset, daß keine Luge aus der Wahrheit kommt. Wer ist ein Lügner, ohne der da leugnet, daß Jesus der Christus sei? Das ist der Widerchrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht. Was ihr nun gehoret habt von Anfang, das bleibe bei euch. So bei euch bleibet, was ihr von Anfang gehoret habt, so werdet ihr auch bei dem Sohn und Vater bleiben. Und das ist die Verheiftung, die er uns verheiften hat: das ewige Leben. Solches habe ich euch geschrieben von denen, die euch verfuhren. Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibet bei euch, und durfet nicht, daß euch jemand lehre, sondern wie euch die Salbung allerlei lehret, so ist's wahr, und ist keine Luge; und wie sie euch gelehret hat, so bleibet bei demselbigen. Und nun, Kindlein, bleibet bei ihm, auf daß, wenn er offenbaret wird, daß wir Freudigkeit haben und nicht zuschanden werden vor ihm in seiner Zukunft. So ihrwisset, daß er gerecht ist, so erkennet auch, daß, wer recht tut, der ist von ihm geboren.

Gospel

Luke 2:15-20

Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laftt uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kind gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegete sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehreten wieder urn, preiseten und lobten Gott urn alles, was sie gehoret und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Gospel

Luke 1:1-25

Sintemal sich's viele unterwunden haben, zu stellen die Rede von den Geschichten, so unter uns ergangen sind, wie uns das gegeben haben, die es von Anfang selbst gesehen und Diener des Worts gewesen sind: habe ich's auch fur gut angesehen, nachdem ich's alles von Anbeginn erkundet habe, daß ich's zu dir, mein guter Theophilus, mit Fleift ordentlich schriebe, auf daß du gewissen. Grund erfahrest der Lehre, in welcher du unterrichtet bist. Zu der Zeit Herodes, des Konigs Judaas, war ein Priester von der Ordnung Abia mit Namen Zacharias und sein Weib von den Tochtern Aarons, welche hieft Elisabeth. Sie waren aber alle beide fromm vor Gott und gingen in alien Geboten und Satzungen des Herrn untadelig. Und sie hatten kein Kind, denn Elisabeth war unfruchtbar; und waren beide wohl betaget. Und es begab sich, da er Priesteramts pflegete vor Gott zur Zeit seiner Ordnung nach Gewohnheit des Priestertums, und an ihm war, daß er rauchern sollte, ging er in den Tempel des Herrn. Und die ganze Menge des Volks war drauften und betete unter der Stunde des Raucherns. Es erschien ihm aber der Engel des Herrn und stund zur rechten Hand am Rauchaltar. Und als Zacharias ihn sah, erschrak er, und es kam ihn eine Furcht an. Aber der Engel sprach zu ihm: Furchte dich nicht, Zacharias; denn dein Gebet ist erhoret, und dein Weib Elisabeth wird direinen Sohn gebaren, des Namen sollst du Johannes heiften. Und du wirstdes Freude und Wonne haben, und viele werden sich seiner Geburt freuen. Denn erwird graft sein vordem Herrn. Wein und stark Getrank wird er nicht trinken und erwird noch im Mutterleibe erfullet werden mit Heiligen Geist. Und erwird der Kinder von Israel viele zu Gott, ihrem Herrn, bekehren. Und erwird vor ihm hergehen im Geist und Kraft des Elia, zu bekehren die Herzen der Vater zu den Kindern und die Unglaubigen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein bereit Volk. Und Zacharias sprach zu dem Engel: Wobei soil ich das erkennen? Denn ich bin alt, und mein Weib ist betagt. Der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott stehet, und bin gesandt, mit dir zu reden, daß ich dir solches verkundigte. Und siehe, du wirst verstummen und nicht reden konnen bis auf den Tag, da dies geschehen wird, darum daß du meinen Worten nicht geglaubet hast, welche sollen erfüllet werden zu ihrer Zeit. Und das Volk wartete auf Zacharias und verwunderte sich, daß er so lange im Tempel verzog. Und da er herausging, konnte er nicht mit ihnen reden. Und sie merkten, dafi er ein Gesicht gesehen hatte im Tempel. Und erwinkte ihnen und blieb stumm. Und es begab. sich, da die Zeit seines Amtes aus war, ging er heim in sein Haus. Und nach den Tagen ward sein Weib Elisabeth schwanger und verbarg sich funf Monden und sprach: Also hat mir der Herr getan in den T agen, da. er mich angesehen hat, daß er meine Schmach unter den Menschen von mir nahme.

Gospel

Matthew 17

Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrus und Jakobus und Johannes, seinen Bruder, und fuhrete sie beiseits auf einen hohen Berg. Und ward verklaret vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weili als ein Licht. Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia, die redeten mit ihm. Petrus aber antwortete und sprach zu Jesu: Herr, hier ist gut sein; willst du, so wollen wir hier drei Hutten machen, direine, Mose eine und Elia eine. Da ernoch also redete, siehe, da uberschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr horen. Da das die Jünger horeten, Helen sie auf ihr Angesicht und erschraken sehr. Jesus aber trat zu ihnen, rührete sie an und sprach: Stehet auf und furchtet euch nicht! Da sie aber ihre Augen aufhuben, sahen sie niemand denn Jesus alleine. Und da sie vom Berge herabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt dies Gesicht niemand sagen, bis des Menschen Sohn von den Toten auferstanden ist. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Was sagen denn die Schriftgelehrten, Elia müsse zuvor kommen? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Elia soil ja zuvor kommen und alles zurechtbringen. Doch ich sage euch: Es ist Elia schon kommen, und sie haben ihn nicht erkannt, sondern haben an ihm getan, was sie wollten. Also wird auch des Menschen Sohn leiden müssen von ihnen. Da verstunden die Jünger, daß er von Johannes dem Taufer zu ihnen geredet hatte. Und da sie zu dem Volk kamen, trat zu ihm ein Mensch und fiel ihm zu Fülien und sprach: Herr, erbarme dich über meinen Sohn; denn er ist mondsüchtig und hat ein schweres Leiden; erfallt oft ins Feuer und oft ins Wasser. Und ich habe ihn zu deinen Jungern gebracht, und sie konnten ihm nicht helfen. Jesus aber antwortete und sprach: O du unglaubige und verkehrte Art, wie lange soil ich bei euch sein? Wie lange soli ich euch dulden? Bringet mirihn hieher! Und Jesus bedrauete ihn; und der Teufel fuhr aus von ihm, und der Knabe ward gesund zu derselbigen Stunde. Da traten zu ihm seine Junger besonders und sprachen: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Um eures Unglaubens willen. Denn ich sage euch: Wahrlich, so ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so moget ihr sagen zu diesem Berge: Heb' dich von hinnen dorthin! so wird er sich heben, und euch wird nichts unmoglich sein. Aber diese Art fahrt nicht aus denn durch Beten und Fasten. Da sie aber ihr Wesen hatten in Galilaa, sprach Jesus zu ihnen: Es ist zukunftig, dad. des Menschen Sohn uberantwortet werde in der Menschen Hande. Und sie werden ihn toten; und am dritten Tage wird er auferstehen. Und sie wurden sehr betrubt. Da sie nun gen Kapernaum kamen, gingen zu Petrus, die den Zinsgroschen einnahmen, und sprachen: Pflegt euer Meister nicht den Zinsgroschen zu geben? Er sprach: Ja. Und als er heimkam, kam ihm Jesus zuvor und sprach: Was dunkt dich, Simon? Von wem nehmen die Konige auf Erden den Zoll Oder Zins, von ihren Kindern Oder von den Fremden? Da sprach zu ihm Petrus: Von den Fremden. Jesus sprach zu ihm: So sind die Kinder frei. Auf dafi aber wir sie nicht argern, so gehe hin an das Meer und wirf die Angel, und den ersten Fisch, der herauffahrt, den nimm; und wenn du seinen Mund auftust, wirstdu einen Stater finden. Denselbigen nimm und gib ihn fur mich und dich.

A daily plan reading through Scripture in course. Bible text is in the public domain. (Luther Bibel)

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