Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

2. Mose 1:1-20

Dies sind die Namen der Kinder Israels, die mit Jakob nach Agypten kamen; ein jeglicher kam mit seinem Hause hinein: Ruben, Simeon, Levi, Juda, Isaschar, Sebulon, Benjamin, Dan, Naphthali, Gad, Asser. Und aller Seelen, die aus den Lenden Jakobs kommen waren, der waren siebenzig. Joseph aber war zuvor in Agypten. Da nun Joseph gestorben war und alle seine Brüder und alle, die zu der Zeit gelebt hatten, wuchsen die Kinder Israel und zeugeten Kinder und mehreten sich; und wurden ihrer sehr viel, daß ihrer das Land voll ward. Da kam ein neuer Konig auf in Agypten, der wuftte nichts von Joseph; und sprach zu seinem Volk: Siehe, des Volks der Kinder Israel ist viel und mehr denn wir. Wohlan, wirwollen sie mit Listen dampfen, daß ihrer nicht so viel werden. Denn wo sich ein Krieg erhübe, mochten sie sich auch zu unsern Feinden schlagen und wider uns streiten und zum Lande ausziehen. Und man setzte Fronvogte uber sie, die sie mit schweren Diensten drucken sollten; denn man bauete dem Pharao die Stadte Pithon und Raemses zu Schatzhausern. Aber je mehr sie das Volk druckten, je mehr sich es mehrete und ausbreitete. Und sie hielten die Kinder Israel wie einen Greuel. Und die Agypter zwangen die Kinder Israel zu Dienst mit Unbarmherzigkeit und machten ihnen ihr Leben sauer mit schwerer Arbeit im Ton und Ziegeln und mit allerlei Fronen auf dem Felde und mit allerlei Arbeit, die sie ihnen auflegten mit Unbarmherzigkeit. Und der Konig in Agypten sprach zu den ebraischen Wehmuttern, deren eine hieft Siphra und die andere Pua: Wenn ihr den ebraischen Weibern helfet und auf dem Stuhl sehet, daß es ein Sohn ist, so totet ihn; ist's aber eine Tochter, so lasset sie leben. Aber die Wehmutter furchteten Gott und taten nicht, wie der Konig in Agypten zu ihnen gesagt hatte, sondern lieften die Kinder leben. Da rief der Konig in Agypten den Wehmuttern und sprach zu ihnen: Warum tut ihr das, daß ihr die Kinder leben lasset? Die Wehmutter antworteten Pharao: Die ebraischen Weiber sind nicht wie die agyptischen, denn sie sind harte Weiber; ehe die Wehmutter zu ihnen kommt, haben sie geboren. Darum tat Gott den Wehmuttern Gutes. Und das Volk mehrete sich und ward sehr viel.

Erste Lesung

5. Mose 10

Zu derselben Zeit sprach der HERR zu mir: Haue dir zwo steinerne Tafeln, wie die ersten, und komm zu mir auf den Berg und mache dir eine holzerne Lade, so will ich auf die Tafeln schreiben die Worte, die auf den ersten waren, die du zerbrochen hast; und sollst sie in die Lade legen. Also machte ich eine Lade von Fohrenholz und hieb zwo steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und ging auf den Berg und hatte die zwo Tafeln in meinen Handen. Da schrieb er auf die Tafeln, wie die erste Schrift war, die zehn Worte, die der HERR zu euch redete aus dem Feuer auf dem Berge, zur Zeit der Versammlung; und der HERR gab sie mir. Und ich wandte mich und ging vom Berge; und legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte, daß sie daselbst waren, wie mir der HERR geboten hatte. Und die Kinder Israel zogen aus von Beroth- Bne-Jakan gen Moser. Daselbst starb Aaron und ist daselbst begraben; und sein Sohn Eleasar ward fur ihn Priester. Von dannen zogen sie aus gen Gudegoda; von Gudegoda gen Jathbath, ein Land, da Bache sind. Zur selben Zeit sonderte der HERR den Stamm Levi aus, die Lade des Bundes des HERRN zu tragen und zu stehen vor dem HERRN, ihm zu dienen und seinen Namen zu loben, bis auf diesen Tag. Darum sollen die Leviten, kein Teil noch Erbe haben mit ihren Brudern; denn der HERR ist ihr Erbe, wie der HERR, dein Gott, ihnen geredet hat. Ich aber stund auf dem Berge, wie vorhin, vierzig Tage und vierzig Nachte; und der HERR erhorete mich auch dasmal und wollte dich nicht verderben. Er sprach aber zu mir: Mache dich auf und gehe hin, daß du vor dem Volk her ziehest, daß sie einkommen und das Land einnehmen, das ich ihren Vatern geschworen habe, ihnen zu geben. Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir, denn daß du den HERRN, deinen Gott, furchtest, daß du in alien seinen Wegen wandelst und liebest ihn und dienest dem HERRN, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele, daß du die Gebote des HERRN haltest und seine Rechte, die ich dir heute gebiete, auf daß dids wohlgehe? Siehe, Himmel und aller Himmel Himmel und Erde und alles, was drinnen ist, das ist des HERRN, deines Gottes. Noch hat er allein zu deinen Vatern Lust gehabt, dafi ersie liebete, und hat ihren Samen erwahlet nach ihnen, euch, uber alle Volker, wie es heutigestages stehet. So beschneidet nun eures Herzens Vorhaut und seid fürder nicht halsstarrig. Denn der HERR, euer Gott, istein Gott aller Gotter und HERR uber alle Herren, ein grolier Gott, machtig und schrecklich, der keine Person achtet und kein Geschenk nimmt und schaffet Recht den Waisen und Witwen und hat die Fremdlinge lieb, daß er ihnen Speise und Kleider gebe. Darum solltihrauch die Fremdlinge lieben; denn ihrseid auch Fremdlinge gewesen in Agyptenland. Den HERRN, deinen Gott, sollst du furchten, ihm sollst du dienen, ihm sollst du anhangen und bei seinem Namen schworen. Er ist dein Ruhm und dein Gott, der bei dir solche grolie und schreckliche Dinge getan hat, die deine Augen gesehen haben. Deine Vaterzogen hinab nach Agypten mit siebenzig Seelen; aber nun hat dich der HERR, dein Gott, gemehret wie die Sterne am Himmel.

Erste Lesung

Richter 6:1-24

Und da die Kinder Israel libels taten vor dem HERRN, gab sie der HERR unter die Hand der Midianiter sieben Jahre. Und da der Midianiter Hand zu stark ward über Israel, machten die Kinder Israel fur sich Klüfte in den Gebirgen und Hohlen und Festungen. Und wenn Israel etwas saete, so kamen die Midianiter und Amalekiter und die aus dem Morgenlande herauf über sie; und lagerten sich wider sie und verderbeten das Gewachs auf dem Lande bis hinan gen Gaza; und Men nichts übriges von Nahrung in Israel, weder Schaf noch Ochsen noch Esel. Denn sie kamen herauf mit ihrem Vieh und Hütten, wie eine grolie Menge Heuschrecken, daß weder sie noch ihre Kamele zu zahlen waren; und fielen ins Land, daß sie es verderbeten. Also ward Israel sehr geringe vor den Midianitern. Da schrieen die Kinder Israel zu dem HERRN. Als sie aber zu dem HERRN schrieen urn der Midianiter willen, sandte der HERR einen Propheten zu ihnen, der sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe euch aus Agypten geführet und aus dem Diensthause gebracht; und habe euch errettet von der Agypter Hand und von aller Hand, die euch drangeten, und habe sie vor euch ausgestolien und ihr Land euch gegeben; und sprach zu euch: Ich bin der HERR, euer Gott; furchtet nicht der Amoriter Gotter, in welcher Lande ihr wohnet. Und ihr habt meiner Stimme nicht gehorchet. Und ein Engel des HERRN kam und setzte sich unter eine Eiche zu Ophra, die war Joas', des Vaters der Esriter, und sein Sohn Gideon drosch Weizen an der Kelter, daß er flohe vor den Midianitern. Da erschien ihm der Engel des HERRN und sprach zu ihm: Der HERR mit dir, du streitbarer Held! Gideon aber sprach zu ihm: Mein Herr, ist der HERR mit uns, warum ist uns denn solches alles widerfahren? Und wo sind alle seine Wunder, die uns unsere Vater erzahleten und sprachen: Der HERR hat uns aus Agypten geführet? Nun aber hat uns der HERR verlassen und unter der Midianiter Hande gegeben. Der HERR aberwandte sich zu ihm und sprach: Gehe hin in dieser deiner Kraft; du sollst Israel erlosen aus der Midianiter Handen. Siehe, ich habe dich gesandt. Er aber sprach zu ihm: Mein Herr, womit soli ich Israel erlosen? Siehe, meine Freundschaft ist die geringste in Manasse und ich bin der Kleinste in meines Vaters Hause. Der HERR aber sprach zu ihm: Ich will mit dir sein, daß du die Midianiter schlagen sollst wie einen einzelnen Mann. Er aber sprach zu ihm: Lieber, habe ich Gnade vor dir funden, so mache mirein Zeichen, daß du es seiest, der mit mir redet. Weiche nicht, bis ich zu dir komme und bringe mein Speisopfer, das ich vor dir lasse. Er sprach: Ich will bleiben, bis daß du wiederkommest. Und Gideon kam und schlachtete ein Ziegenbocklein; und nahm ein Epha ungesauerten Mehls und legte Fleisch in einen Korb und tat die Brühe in einen Topf; und brachte es zu ihm heraus unter die Eiche und trat herzu. Aber der Engel Gottes sprach zu ihm: Nimm das Fleisch und das Ungesauerte und lali es auf dem Fels, der hie ist, und geuli die Brühe aus. Und er tat also. Da reckte der Engel des HERRN den Stecken aus, den er in der Hand hatte, und rührete mit der Spitze das Fleisch und das ungesauerte Mehl an. Und das Feuer fuhr aus dem Fels und verzehrete das Fleisch und das ungesauerte Mehl. Und der Engel des HERRN verschwand aus seinen Augen. Da nun Gideon sah, daß es ein Engel des HERRN war, sprach er: 0 Herr, HERR, habe ich also einen Engel des HERRN von Angesicht gesehen? Aber der HERR sprach zu ihm: Friede sei mit dir! Furchte dich nicht; du wirst nicht sterben. Da bauete Gideon daselbst dem HERRN einen Altar; und hieft ihn: Der HERR des Friedens. Der stehet noch bis auf den heutigen Tag zu Ophra, des Vaters der Esriter.

Morgengebet — Erste Lesung

Klagelieder 1:1-15

Wie liegt die Stadt so wuste, die voll Volks war! Sie ist wie eine Witwe. Die eine Furstin unter den Heiden und eine Konigin in den Landern war, muli nun dienen. Sie weinet des Nachts, daß ihr die Tranen über die Backen laufen. Es ist niemand unter alien ihren Freunden, der sie troste; alle ihre Nachsten verachten sie und sind ihre Feinde worden. Juda ist gefangen im Elend und schwerem Dienst; sie wohnet unter den Heiden und findet keine Ruhe; alle ihre Verfolger halten sie ubel. Die Straiten gen Zion liegen wuste, weil niemand auf kein Fest kommt; alle ihre Tore stehen ode; ihre Priester seufzen, ihre Jungfrauen sehen jammerlich, und sie ist betrubt. Ihre Widersacher schweben empor, ihren Feinden gehet es wohl; denn der HERR hat sie voll Jammers gemacht urn ihrer groten Sünden willen; und sind ihre Kinder gefangen vor dem Feinde hingezogen. Es ist von der Tochter Zion aller Schmuck dahin. Ihre Fürsten sind wie die Widder, die keine Weide finden und matt vor dem Treiber hergehen. Jerusalem denkt in dieser Zeit, wie elend und verlassen sie ist, und wieviel Gutes sie von alters her gehabt hat, weil all ihr Volk daniederliegt unter dem Feinde und ihr niemand hilft; ihre Feinde sehen ihre Lust an ihr und spotten ihrer Sabbate. Jerusalem hat sich versundiget, darum muß sie sein wie ein unrein Weib. Alle, die sie ehrten, verschmahen sie jetzt, weil sie ihre Scham sehen; sie aber seufzet und ist zuruckgekehret. Ihr Unflat klebet an ihrem Saum. Sie hatte nicht gemeinet, daß ihrzuletzt so gehen würde. Sie ist ja zu greulich heruntergestoten und hat dazu niemand, der sie trostet. Ach, HERR, siehe an mein Elend; denn der Feind pranget sehr! Der Feind hat seine Hand an alle ihre Kleinode gelegt; denn sie mulite zusehen, daß die Heiden in ihr Heiligtum gingen, davon du geboten hast, sie sollten nicht in deine Gemeine kommen. All ihr Volk seufzet und gehet nach Brot; sie geben ihre Kleinode urn Speise, dafi sie die Seele laben. Ach, HERR, siehe doch und schaue, wie schnode ich worden bin! Euch sage ich alien, die ihr vorubergehet: Schauet doch und sehet, ob irgendein Schmerz sei wie mein Schmerz, der mich getroffen hat. Denn der HERR hat mich voll Jammers gemacht am Tage seines grimmigen Zorns. Er hat ein Feuer aus der Hohe in meine Beine gesandt und dasselbige lassen walten; er hat meinen Füten ein Netz gestellet und mich zuruckgeprellet; er hat mich zur Wuste gemacht, dafi ich taglich trauern muli. Meine schweren Sunden sind durch seine Strafe erwachet und mit Haufen mir auf den Hals kommen, daß mir alle meine Kraft vergehet. Der HERR hat mich also zugerichtet, daü ich nicht aufkommen kann. Der HERR hat zertreten alle meine Starken, so ich hatte; er hat über mich ein Fest ausrufen lassen, meine junge Mannschaft zu verderben. Der HERR hat der Jungfrauen Tochter Juda eine Kelter treten lassen.

Epistel

Jesaja 50:5-10

Der Herr HERR hat mir das Ohr geoffnet; und ich bin nicht ungehorsam und gehe nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken dardenen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften; mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel. Denn der Herr HERR hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden. Darum habe ich mein Angesicht dargeboten als einen Kieselstein; denn ich weift, dafi ich nicht zuschanden werde. Er ist nahe, der mich rechtspricht; wer will mit mir hadern? Laftt uns zusammentreten; wer ist, der Recht zu mir hat? Der komme her zu mir! Siehe, der Herr HERR hilft mir; wer ist, der mich will verdammen? Siehe, siewerden allzumal wie ein Kleid veralten, Motten werden sie fressen. Wer ist unter euch, der den HERRN furchtet, der seines Knechts Stimme gehorche, der im Finstern wandelt und scheinet ihm nicht? Der hoffe auf den Namen des HERRN und verlasse sich auf seinen Gott.

Erste Lesung

Hesekiel 46

So spricht der Herr HERR: Das Tor am innern Vorhofe gegen morgenwarts soil die sechs Werktage zugeschlossen sein; aber am Sabbattage und am Neumonden soil man's auftun. Und der Fürst soil auswendig unter die Halle des Tors treten und drauften bei den Pfosten am Tor stehenbleiben. Und die Priester sollen sein Brandopfer und Dankopfer opfern; er aber soil auf der Schwelle des Tors anbeten und danach wieder hinausgehen. Das Tor aber soli offen bleiben bis an den Abend. Desgleichen das Volk im Lande sollen in der Tur desselben Tors anbeten vor dem HERRN an den Sabbaten und Neumonden. Das Brandopfer aber, so der Fürst vor dem HERRN opfern soil am Sabbattage, soli sein sechs Lammer, die ohne Wandel seien, und ein Widder ohne Wandel und je ein Epha Speisopfer zu einem Widder zum Speisopfer. Zu den Lammern aber, soviel seine Hand gibt, zum Speisopfer und je ein Hin Ols zu einem Epha. Am Neumonden aber soil er einen jungen Farren opfern, der ohne Wandel sei, und sechs Lammer und einen Widder, auch ohne Wandel, und je ein Epha zum Farren und je ein Epha zum Widder zum Speisopfer. Aber zu den Lammern so viel, als er greift; und je ein Hin Ols zu einem Epha. Und wenn der Furst hineingehet, soil er durch die Halle des Tors hineingehen und desselben Weges wieder herausgehen. Aber das Volk im Lande, so vor den HERRN kommt auf die hohen Feste und zum Tor gegen Mitternacht hineingehet anzubeten, das soil durch das Tor gegen Mittag wieder herausgehen; und welche zum Tor gegen Mittag hineingehen, die sollen zum Tor gegen Mitternacht wieder herausgehen und sollen nicht wieder zu dem Tor hinausgehen, dadurch sie hinein sind gegangen, sondern stracks vor sich hinausgehen. Der Furst aber soil mit ihnen beide hinein und herausgehen. Aber an den Feiertagen und hohen Festen soil man zum Speisopfer je zu einem Farren ein Epha und je zu einem Widder ein Epha opfern und zu den Lammern, soviel seine Hand gibt, und je ein Hin Ols zu einem Epha. Wenn aber der Furst ein freiwillig Brandopfer Oder Dankopferdem HERRN tun wollte, so soil man ihm das Tor gegen morgenwarts auftun, da(5 er sein Brandopfer und Dankopfer opfere, wie er sonst am Sabbat pflegt zu opfern; und wenn erwieder herausgehet, soil man das Tor nach ihm zuschließen. Und er soil dem HERRN taglich ein Brandopfer tun, namlich ein jahriges Lamm ohne Wandel; dasselbe soil er alle Morgen opfern. Und soil alle Morgen das sechste Teil von einem Epha zum Speisopfer darauf tun und ein drittes Teil von einem Hin Ols, auf das Semmelmehl zu traufen, dem HERRN zum Speisopfer. Das soli ein ewiges Recht sein, vom taglichen Opfer. Und also sollen sie das Lamm samt dem Speisopfer und 01 alle Morgen opfern zum taglichen Brandopfer. So spricht der Herr HERR: Wenn der Furst seiner Sohne einem ein Geschenk gibt von seinem Erbe, dasselbe soli seinen Sohnen bleiben, und sollen es erblich besitzen. Wo er aber seiner Knechte einem von seinem Erbteil etwas schenket, das sollen sie besitzen bis aufs Freijahr, und soil alsdann dem Fursten wieder heimfallen; denn sein Teil soil allein auf seine Sohne erben. Es soli auch der Furst dem Volk nichts nehmen von seinem Erbteil, noch sie aus ihren eigenen Gutern stoßen, sondern soli sein eigen Gut auf seine Kinder erben, auf daß meines Volks nicht jemand von seinem Eigentum zerstreuet werde. Und er fuhrete mich unterden Eingang an der Seite des Tors gegen Mitternacht zu den Kammern des Heiligtums, so den Priestern gehorten, und siehe, daselbst war ein Raum in einer Ecke gegen Abend. Und er sprach zu mir: Dies ist der Ort, da die Priester kochen sollen das Schuldopfer und Sundopfer und das Speisopfer backen, daß sie es nicht hinaus in den außern Vorhof tragen dürfen, das Volk zu heiligen. Danach fuhrete er mich hinaus in den außern Vorhof und hieß mich gehen in die vier Ecken des Vorhofs. Und siehe, da war ein jeglicher der vier Ecken ein ander Vorhoflein zu rauchern, vierzig Ellen lang und dreifüg Ellen breit, alle viereinerlei Mali. Und es ging ein Mauerlein urn ein jegliches der vier; da waren Herde herum gemacht unten an den Mauern. Und er sprach zu mir: Dies ist die Kuche, darin die Diener im Hause kochen sollen, was das Volk opfert.

Morgengebet — Zweite Lesung

Johannes 14:1-15

Und er sprach zu seinen Jungern: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubet ihr an Gott, so glaubet ihr auch an mich. In meines Vaters Hause sind viel Wohnungen. Wenn's nicht so ware, so wollt' ich zu euch sagen; ich gehe hin euch die Statte zu bereiten. Und ob ich hinginge, euch die Statte zu bereiten, will ich doch wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo ich bin. Und wo ich hingehe, das wisset ihr, und den Weg wisset ihr auch. Spricht zu ihm Thomas: Herr, wirwissen nicht, wo du hingehest; und wie konnen wir den Weg wissen? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich kennetet, so kennetet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennet ihr ihn und habt ihn gesehen. Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, so genuget uns. Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch und du kennest mich nicht? Philippus, wer mich siehet, der siehet den Vater. Wie sprichst du denn: Zeige uns den Vater? Glaubest du nicht, dafi ich im Vater und der Vater in mir ist? Die Worte, die zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnet, derselbige tut die Werke. Glaubet mir, dafi ich im Vater und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch urn der Werke willen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubet, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird groftere denn diese tun; denn ich gehe zum Vater. Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, auf daß der Vater geehret werde in dem Sohne. Was ihr bitten werdet in meinem Namen das will ich tun. Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote.

Antwortpsalm

Psalmen 8

Ein Psalm Davids, vorzusingen auf der Githith. HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in alien Landen, da man dir danket im Himmel! dem Munde der jungen Kinder und Sauglinge hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, dafi du vertilgest den Feind und den Rachgierigen. Denn ich werde sehen die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitest. Was ist der Mensch, dafi du sein gedenkest; und des Menschen Kind, dafi du dich sein annimmst? Du wirst ihn lassen eine kleine Zeit von Gott verlassen sein. Aber mit Ehren und Schmuck wirst du ihn kronen. Du wirst ihn zum Herrn machen uber deiner Hande Werk; alles hast du unter seine Fülie getan: Schafe und Ochsen allzumal, dazu auch die wilden Tiere, die Vogel unter dem Himmel und die Fische im Meer und was im Meer gehet. HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in alien Landen!

Evangelium

Johannes 12:1-9

Sechs Tage vor Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl, und Martha dienete; Lazarus aber war der einer, die mit ihm zu Tische salien. Da nahm Maria ein Pfund Salbe von ungefalschter, kbstlicher Narde und salbete die Fülie Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Fulie. Das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe. Da sprach seiner Jünger einer, Judas, Simons Sohn, Ischariot, der ihn hernach verriet: Warum ist diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb und hatte den Beutel und trug, was gegeben ward. Da sprach Jesus: Laü sie mit Frieden! Solches hat sie behalten zum Tage meines Begrabnisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. Da erfuhr viel Volks der Juden, daß er daselbst war, und kamen nicht um Jesu willen allein, sondern daß sie auch Lazarus sahen, welchen er von den Toten erweckt hatte.

Antwortpsalm

Psalmen 69

Ein Psalm Davids von den Rosen, vorzusingen. Gott, hilf mir; denn das Wasser gehet mir bis an die Seele. Ich versinke in tiefem Schlamm, da kein Grund ist; ich bin im tiefen Wasser, und die Flut will mich ersaufen. Ich habe mich müde geschrieen, mein Hals ist heisch; das Gesicht vergehet mir, daß ich so lange muft harren auf meinen Gott. Die mich ohne Ursache hassen, der ist mehr, denn ich Haare auf dem Haupt habe. Die mir unbillig feind sind und mich verderben, sind machtig. Ich muft bezahlen, das ich nicht geraubt habe. Gott, du weiftest meine Torheit, und meine Schulden sind dir nicht verborgen. La(S nicht zuschanden werden an mir, die dein harren, Herr, HERR Zebaoth! Laft nicht schamrot werden an mir, die dich suchen, Gott Israels! Denn um deinetwillen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller Schande. Ich bin fremd worden meinen Brudern und unbekannt meiner Mutter Kindern. Denn ich eifere mich schierzu Tod um dein Haus; und die Schmach derer, die dich schmahen, fallen auf mich. Und ich weine und faste bitterlich; und man spottet mein dazu. Ich hab einen Sack angezogen; aber sie treiben das Gespott draus. Die im Tor sitzen, waschen von mir, und in den Zechen singet man von mir. Ich aber bete, HERR, zu dirzur angenehmen Zeit. Gott, durch deine grofte Gute, erhore mich mit deiner treuen Hilfe! Errette mich aus dem Kot, daß ich nicht versinke, daß ich errettet werde von meinen Hassern und aus dem tiefen Wasser, daß mich die Wasserflut nicht ersaufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch der Grube nicht uber mir zusammengehe. Erhore mich, HERR, denn deine Gute ist trostlich; wende dich zu mir nach deiner groften Barmherzigkeit und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte; denn mir ist angst; erhore mich eilend! Mache dich zu meiner Seele und erlose sie; erlose mich um meiner Feinde willen! Du weiftest meine Schmach, Schande und Scham; meine Widersacher sind alle vor dir. Die Schmach bricht mir mein Herz und kranket mich. Ich warte, ob es jemand jammerte, aber da ist niemand; und auf Troster, aber ich finde keine. Und sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken in meinem groften Durst. Ihr Tisch rnüsse vor ihnen zum Strick werden, zur Vergeltung und zu einer Falle! Ihre Augen müssen finster werden, daß sie nicht sehen; und ihre Lenden laft immer wanken! Geuft deine Ungnade auf sie, und dein grimmiger Zorn ergreife sie! Ihre Wohnung müsse wüste werden, und sei niemand, der in ihren Hütten wohne! Denn sie verfolgen, den du geschlagen hast, und rühmen, daß du die Deinen libel schlagest. La(J sie in eine Sunde über die andere fallen, daß sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit. Tilge sie aus dem Buch der Lebendigen, daß sie mit den Gerechten nicht angeschrieben werden. Ich aber bin elend, und mir istwehe. Gott, deine Hilfe schütze mich! Ich will den Namen Gottes loben mit einem Liede und will ihn hoch ehren mit Dank. Daswird dem HERRN bad gefallen denn ein Farr, der Horner und Klauen hat. Die Elenden sehen und freuen sich; und die Gott suchen, denen wird das Herz leben. Denn der HERR horet die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht. Es lobe ihn Himmel, Erde und Meer und alles, was sich drinnen reget. Denn Gott wird Zion helfen und die Stadte Judas bauen, daß man daselbst wohne und sie besitze. Und der Same seiner Knechte wird sie ererben, und die seinen Namen lieben, werden drinnen bleiben.

Antwortpsalm

Psalmen 100

Ein Dankpsalm. Jauchzet dem HERRN, alle Welt! Dienet dem HERRN mit Freuden; kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken! Erkennet, daß der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide. Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhofen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen! Denn der HERR istfreundlich, und seine Gnade wahret ewig und seine Wahrheit fur und fur.

Antwortpsalm

Psalmen 95

Kommt herzu, lafit uns dem HERRN frohlocken und jauchzen dem Hort unsers Heils! Lasset uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm jauchzen! Denn der HERR ist ein grower Gott und ein großer Konig uber alle Gotter. Denn in seiner Hand ist, was die Erde bringet; und die Hohen der Berge sind auch sein. Denn sein ist das Meer, und er hat's gemacht; und seine Hande haben das Trockne bereitet. Kommt, laßt uns anbeten und knieen und niederfallen vor dem HERRN, der uns gemacht hat! Denn er ist unser Gott, und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand. Heute, so ihr seine Stimme horet, so verstocket euer Herz nicht, wie zu Meriba geschah, wie zu Massa in der Wuste, da mich eure Vater versuchten, fühleten und sahen mein Werk, daß ich vierzig Jahre Mühe hatte mit diesem Volk und sprach: Es sind Leute, deren Herz immer den Irrweg will, und die meine Wege nicht lernen wollen; daß ich schwur in meinem Zorn: Sie sollen nicht zu meiner Ruhe kommen!

Abendgebet — Erste Lesung

Klagelieder 2:13

Ach, du Tochter Jerusalem, wem soil ich dich gleichen und wofur soil ich dich rechnen, du Jungfrau Tochter Zion? Wem soil ich dich vergleichen, damit ich dich trosten mochte? Denn dein Schaden ist graft, wie ein Meer; wer kann dich heilen?

Zweite Lesung

2. Korinther 5

Wir wissen aber, so unser irdisch Haus dieser Hütte zerbrochen wird, dad wir einen Bau haben, von Gott erbauet, ein Haus, nicht mit Handen gemacht, das ewig ist, im Himmel. Und uber demselbigen sehnen wir uns auch nach unserer Behausung, die vom Himmel ist, und uns verlanget, dad wir damit uberkleidet werden, So doch, wo wir bekleidet und nicht blod erfunden werden. Denn dieweil wir in der Hütte sind, sehnen wir uns und sind beschweret, sintemal wirwollten lieber nicht entkleidet, sondern uberkleidet werden, auf dad das Sterbliche wurde verschlungen von dem Leben. Der uns aber zu demselbigen bereitet, das ist Gott, der uns das Pfand, den Geist gegeben hat. Wir sind aber getrost allezeit und wissen, dad, dieweil wir im Leibe wohnen, so wallen wir dem Herrn. Denn wirwandeln im Glauben und nicht im Schauen. Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, auder dem Leibe zu wallen und daheim zu sein bei dem Herrn. Darum fleidigen wir uns auch, wir sind daheim Oder wallen, dad wir ihm wohlgefallen. Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, auf dad ein jeglicher empfange, nachdem ergehandelt hat bei Leibesleben, es sei gut Oder bose. Dieweil wir denn wissen, dad der Herr zu furchten ist, fahren wir schon mit den Leuten; aber Gott sind wir offenbar. Ich hoffe aber, dad wir auch in eurem Gewissen offenbar sind. Dad wir uns nicht abermal loben, sondern euch eine Ursache geben, zu rühmen von uns, auf dad ihr habet zu ruhmen wider die, so sich nach dem Ansehen ruhmen und nicht nach dem Herzen. Denn tun wir zu viel, so tun wir's Gott; sind wir mal Jig, so sind wir euch mafüg. Denn die Liebe Christi dringet uns also, sintemal wir halten, dafi, so einer fur alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben. Und er ist darum fur sie alle gestorben, auf dafi die, so da leben, hinfort nicht ihnen selbst leben, sondern dem, der fur sie gestorben und auferstanden ist. Darum von nun an kennen wir niemand nach dem Fleisch; und ob wirauch Christum gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr. Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur. Das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu worden. Aber das alles von Gott, der uns mit ihm selber versohnet hat durch Jesum Christum und das Amt gegeben, das die Versohnung prediget. Denn Gott war in Christo und versohnete die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sunden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versohnung. So sind wir nun Botschafter an Christi Statt; denn Gott vermahnet durch uns. So bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch versohnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sunde wulite, fur uns zur Sunde gemacht, auf dafi wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.

Zweite Lesung

Hebräer 13

Bleibet fest in der bruderlichen Liebe! Gastfrei zu sein vergesset nicht; denn durch dasselbige haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherberget. Gedenket der Gebundenen als die Mitgebundenen und derer, die Trubsal leiden, als die ihr auch noch im Leibe lebet. Die Ehe soil ehrlich gehalten werden bei alien und das Ehebett unbefleckt; die Hurer aber und Ehebrecher wird Gott richten. Der Wandel sei ohne Geiz; und lasset euch begnügen an dem, was da ist. Denn er hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen noch versaumen, also daß wir dürfen sagen: Der Herr ist mein Heifer, und will mich nicht furchten; was sollte mir ein Mensch tun? Gedenket an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben, welcher Ende schauet an und folget ihrem Glauben nach. Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Lasset euch nicht mit mancherlei und fremden Lehren umtreiben; denn es ist ein kostlich Ding, daß das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade, nicht durch Speisen, davon keinen Nutzen haben, so damit umgehen. Wir haben einen Altar, davon nicht Macht haben zu essen, die der Hutte pflegen. Denn welcher Tiere Blut getragen wird durch den Hohenpriester in das Heilige fur die Sünde, derselbigen Leichname werden verbrannt aufter dem Lager. Darum auch Jesus, auf daß er heiligte das Volk durch sein eigen Blut, hat er gelitten auften vor dem Tor. So lasset uns nun zu ihm hinausgehen aufter dem Lager und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. So lasset uns nun opfern durch ihn das Lobopfer Gott allezeit, das ist, die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht; denn solche Opfer gefallen Gottwohl. Gehorchet euren Lehrern und folget ihnen; denn sie wachen über eure Seelen, als die da Rechenschaft dafur geben sollen, auf daß sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn das ist euch nicht gut. Betet fur uns! Unser Trost ist der, daß wir ein gut Gewissen haben und fleiftigen uns, guten Wandel zu führen bei alien. Ich ermahne euch aberzum Uberfluft, solches zu tun, auf daß ich aufs schierste wieder zu euch komme. Gott aber des Friedens, der von den Toten ausgeführet hat den groften Hirten der Schafe durch das Blut des ewigen Testaments, unsern Herrn Jesum, der mache euch fertig in allem guten Werk, zu tun seinen Willen, und schaffe in euch, was vor ihm gefallig ist, durch Jesum Christum, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Ich ermahne euch aber, liebe Bruder, haltet das Wort der Ermahnung zugute; denn ich habe euch kurz geschrieben. Wisset, daß der Bruder Timotheus wieder ledig ist, mit welchem, so er bald kommt, will ich euch sehen. Gruftet alle eure Lehrer und alle Heiligen. Es grüften euch die Bruder aus Italien. Die Gnade sei mit euch alien! Amen.

Zweite Lesung

Kolosser 3:1-11

Seid ihr nun mit Christo auferstanden, so suchet, was droben ist, da Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, und nicht nach dem, was auf Erden ist! Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christo in Gott. Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in der Herrlichkeit. So totet nun eure Glieder, die auf Erden sind: Hurerei, Unreinigkeit, schandliche Brunst, bose Lust und den Geiz, welcher ist Abgotterei, urn welcher willen kommt der Zorn Gottes uber die Kinder des Unglaubens; in welchen auch ihrweiland gewandelt habt, da ihr darin lebetet. Nun aber leget alles ab von euch: den Zorn, Grimm, Bosheit, Lasterung, schandbare Worte aus eurem Munde. Luget nicht untereinander! Ziehet den alten Menschen mit seinen Werken aus und ziehet den neuen an, der da erneuert wird zu der Erkenntnis nach dem Ebenbilde des, der ihn geschaffen hat, da nicht ist Grieche, Jude, Beschneidung, Vorhaut, Ungrieche, Scythe, Knecht, Freier, sondern alles und in alien Christus.

Zweite Lesung

Matthäus 21:18-43

Als er aber des Morgens wieder in die Stadt ging, hungerte ihn. Und ersah einen Feigenbaum an dem Wege und ging hinzu und fand nichts daran denn allein Blatter. Und sprach zu ihm: Nun wachse auf dir hinfort nimmermehr keine Frucht! Und der Feigenbaum verdorrete alsbald. Und da das die Junger sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie ist der Feigenbaum sobald verdorret? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, so ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein solches mit dem Feigenbaum tun, sondern so ihr werdet sagen zu diesem Berge: Heb' dich auf und wirf dich ins Meer! so wird's geschehen. Und alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet, so werdet ihr's empfahen. Und als er in den Tempel kam, traten zu ihm, als er lehrete, die Hohenpriester und die Altesten im Volk und sprachen: Aus was fur Macht tust du das, und wer hat dir die Macht gegeben? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen; so ihr mir das saget, will ich euch auch sagen, aus was fur Macht ich das tue. Woher war die Taufe Johannes? War sie vom Himmel Oder von den Menschen? Da gedachten sie bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie sei vom Himmel gewesen, so wird er zu uns sagen: Warum glaubtet ihr ihm denn nicht? Sagen wir aber, sie sei von Menschen gewesen, so mussen wir uns vor dem Voik furchten; denn sie hielten alle Johannes fur einen Propheten. Und sie antworteten Jesu und sprachen: Wir wissen's nicht. Da sprach er zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was fur Macht ich das tue. Was dunket euch aber? Es hatte ein Mann zwei Sohne und ging zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, gehe hin und arbeite heute in meinem Weinberge. Er antwortete aber und sprach: Ich will's nicht tun. Danach reuete es ihn und ging hin. Und erging zum andern und sprach gleich also. Er antwortete aber und sprach: Herr, ja! und ging nicht hin. Welcher unter den zweien hat des Vaters Willen getan? Sie sprachen zu ihm: Der erste. Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, die Zollner und Huren mogen wohl eher ins Himmelreich kommen denn ihr. Johannes kam zu euch und lehrete euch den rechten Weg, und ihr glaubtet ihm nicht; aber die Zollner und Huren glaubten ihm. Und ob ihr's wohl sahet, tatet ihr dennoch nicht Bufte, daß ihr ihm danach auch geglaubt hattet. Horet ein ander Gleichnis! Es war ein Hausvater, der pflanzete einen Weinberg und fuhrete einen Zaun darum und grub eine Kelter darinnen und bauete einen Turm und tat ihn den Weingartnern aus und zog uber Land. Da nun herbeikam die Zeit der Fruchte, sandte er seine Knechte zu den Weingartnern, daß sie seine Fruchte empfingen. Da nahmen die Weingartner seine Knechte; einen staupten sie, den andern toteten sie, den dritten steinigten sie. Abermal sandte er andere Knechte, mehr denn der ersten waren; und sie taten ihnen gleich also. Danach sandte erseinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. Da aber die Weingartner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Das ist der Erbe; kommt, laßt uns ihn toten und sein Erbgut an uns bringen! Und sie nahmen ihn und stieüen ihn zum Weinberge hinaus und toteten ihn. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommen wird, was wird er diesen Weingartnern tun? Sie sprachen zu ihm: Erwird die Bosewichte ubel umbringen und seinen Weinberg andern Weingartnern austun, die ihm die Fruchte zu rechter Zeitgeben. Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein worden; von dem Herm ist das geschehen, und es ist wunderbarlich vor unsern Augen? Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und den Heiden gegeben werden, die seine Fruchte bringen.

Evangelium

Johannes 11

Es lag aber einer krank mit Namen Lazarus von Bethanien, in dem Flecken Marias und ihrer Schwester Martha. (Maria aber war, die den Herrn gesalbet hatte mit Salben und seine Füfte getrocknet mit ihrem Haar; derselbigen Bruder Lazarus war krank.) Da sandten seine Schwestern zu ihm und lieften ihm sagen: Herr, siehe, den du liebhast, der liegt krank. Da Jesus das horete, sprach er: Die Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Ehre Gottes, daß der Sohn Gottes dadurch geehret werde. Jesus aber hatte Martha lieb und ihre Schwester und Lazarus. Als er nun horete, daß er krank war, blieb er zwei Tage an dem Ort, da er war. Danach spricht er zu seinen Jungern: Lasset uns wieder nach Judaa ziehen! Seine Jünger sprachen zu ihm: Meister, jenesmal wollten die Juden dich steinigen, und du willst wieder dahin ziehen? Jesus antwortete: Sind nicht des Tages zwolf Stunden? Wer des Tages wandelt, der stoftet sich nicht, denn er siehet das Licht dieser Welt. Wer aber des Nachts wandelt, der stoftet sich, denn es ist kein Licht in ihm. Solches sagte er, und danach spricht er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schlaft; aber ich gehe hin, daß ich ihn aufwecke. Da sprachen seine Junger: Herr, schlaft er, so wird's besser mit ihm. Jesus aber sagte von seinem Tode; sie meineten aber, er redete vom leiblichen Schlaf. Da sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben. Und ich bin froh um euretwillen, daß ich nicht dagewesen bin, auf daß ihr glaubet. Aber lasset uns zu ihm ziehen! Da sprach Thomas, derda genannt ist Zwilling, zu den Jungern: Lasset uns mit ziehen, daß wir mit ihm sterben! Da kam Jesus und fand ihn, daß erschon vier Tage im Grabe gelegen war. (Bethanien aber war nahe bei Jerusalem, bei funfzehn Feldweges.) Und viel Juden waren, zu Martha und Maria kommen, sie zu trosten über ihren Bruder. Als Martha nun horete, daß Jesus kommt, gehet sie ihm entgegen; Maria aber blieb daheim sitzen. Da sprach Martha zu Jesu: Herr, warestdu hier gewesen, mein Bruder ware nicht gestorben; aber ich weift auch noch, daß, was du bittest von Gott, das wird dir Gott geben. Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder soil auferstehen. Martha spricht zu ihm: Ich weift wohl, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am Jungsten Tage. Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubet, der wird leben, ob er gleich sturbe; und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubest du das? Sie spricht zu ihm: Herr, ja, ich glaube, daß du bist Christus, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen ist. Und da sie das gesagt hatte, ging sie hin und rief ihre Schwester Maria heimlich und sprach: Der Meister ist da und rufet dich. Dieselbige, als sie das horete, stund sie eilend auf und kam zu ihm. Denn Jesus war noch nicht in den Flecken kommen, sondern war noch an dem Ort, da ihm Martha war entgegenkommen. Die Juden, die bei ihr im Hause waren und trosteten sie, da sie sahen Maria, daß sie eilend aufstund und hinausging, folgten sie ihrnach und sprachen: Sie gehet hin zum Grabe, daß sie daselbst weine. Als nun Maria kam, da Jesus war, und sah ihn, fiel sie zu seinen Füften und sprach zu ihm: Herr, warest du hier gewesen, mein Bruder ware nicht gestorben. Als Jesus sie sah weinen und die Juden auch weinen, die mit ihr kamen, ergrimmete er im Geist und betrubte sich selbst und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie sprachen zu ihm: Herr, komm und sieh es! Und Jesu gingen die Augen uber. Da sprachen die Juden: Siehe, wie hat er ihn so liebgehabt! Etliche aber unterihnen sprachen: Konnte, der dem Blinden die Augen aufgetan hat, nicht verschaffen, daß auch dieser nicht sturbe? Jesus aber ergrimmete abermal in sich selbst und kam zum Grabe. Es war aber eine Kluft und ein Stein darauf gelegt. Jesus sprach: Hebet den Stein ab! Spricht zu ihm Martha, die Schwester des Verstorbenen: Herr, er stinkt schon; denn er ist vier Tage gelegen. Jesus spricht zu ihr: Hab' ich dir nicht gesagt, so du glauben wurdest, du solltest die Herrlichkeit Gottes sehen? Da huben sie den Stein ab, da der Verstorbene lag. Jesus aber hub seine Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, daß du mich erhoret hast! Doch ich weift, daß du mich allezeit horest, sondern um des Volks willen, das umherstehet, sage ich's, daß sie glauben, du habest mich gesandt. Da er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchem an Füften und Handen, und sein Angesicht verhullet mit einem Schweifttuch. Jesus spricht zu ihnen: Loset ihn auf und lasset ihn gehen! Viel nun der Juden, die zu Maria kommen waren und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn. Etliche aber von ihnen gingen hin zu den Pharisaern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte. Da versammelten die Hohenpriester und die Pharisaer einen Rat und sprachen: Was tun wir? Dieser Mensch tut viel Zeichen. Lassen wir ihn also, so werden sie alle an ihn glauben. So kommen dann die Romer und nehmen uns Land und Leute. Einer aber unter ihnen, Kaiphas, der desselben Jahres Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihrwisset nichts, bedenket auch nichts; es ist uns besser, ein Mensch sterbe fur das Volk, denn daß das ganze Volk verderbe. Solches aber redete er nicht von sich selbst, sondern, dieweil er desselbigen Jahres Hoherpriester war, weissagte er. Denn Jesus sollte sterben fur das Volk, und nicht fur das Volk allein, sondern daß er die Kinder Gottes, die zerstreuet waren, zusammenbrachte. Von dem Tage an ratschlagten sie, wie sie ihn toteten. Jesus aber wandelte nicht mehr frei unter den Juden, sondern ging von dannen in eine Gegend nahe bei der Wuste in eine Stadt, genannt Ephrem, und hatte sein Wesen daselbst mit seinen Jungern. Es war aber nahe das Ostern der Juden; und es gingen viele hinauf gen Jerusalem aus der Gegend vor Ostern daß sie sich reinigten. Da stunden sie und fragten nach Jesu und redeten miteinander im Tempel: Was dünket euch, dafi er nicht kommt auf das Fest? Es hatten aber die Hohenpriester und Pharisaer lassen ein Gebot ausgehen, so jemand wulite, wo erware, daß er's anzeigete, daß sie ihn griffen.

Abendgebet — Zweite Lesung

Johannes 14:15

Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote.

Evangelium

Markus 14:32-52

Und sie kamen zu dem Hofe mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu seinen Jungern: Setzet euch hier, bis ich hingehe und bete. Und nahm zu sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen. Und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrubt bis an den Tod; enthaltet euch hier und wachet. Und ging ein wenig fürbaß, fiel auf die Erde und betete, daß, so es moglich ware, die Stunde voruberginge, und sprach: Abba, mein Vater, es ist dir alles moglich, uberhebe mich dieses Kelchs; doch nicht was ich will, sondern was du willst. Und kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schlafest du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Versuchung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Und ging wieder hin und betete und sprach dieselbigen Worte. Und kam wieder und fand sie abermal schlafend; denn ihre Augen waren voll Schlafs, und wußten nicht, was sie ihm antworteten. Und er kam zum drittenmal und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Es ist genug; die Stunde ist kommen. Siehe, des Menschen Sohn wird uberantwortet in der Sunder Hande. Stehet auf, laßt uns gehen; siehe, der mich verrat, ist nahe! Und alsbald, da er noch redete, kam herzu Judas, der Zwolfen einer, und eine große Schar mit ihm, mit Schwertern und mit Stangen von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und Altesten. Und der Verrater hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den greifet und führet ihn gewiß. Und da er kam, trat er bald zu ihm und sprach zu ihm: Rabbi, Rabbi! und kussete ihn. Die aber legten ihre Hande an ihn und griffen ihn. Einer aber von denen, die dabeistunden, zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr seid ausgegangen als zu einem Morder mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fangen. Ich bin taglich bei euch im Tempel gewesen und habe gelehret, und ihr habt mich nicht gegriffen; aber auf daß die Schrift erfullet werde. Und die Junger verlielien ihn alle und flohen. Und es war ein Jungling, der folgete ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der blofien Haut; und die Junglinge griffen ihn. Er aber lieli die Leinwand fahren und floh bloü von ihnen.

Evangelium

Matthäus 24:3-35

Und als er auf dem Olberge sali, traten zu ihm seine Junger besonders und sprachen: Sage uns, wann wird das geschehen, und welches wird das Zeichen sein deiner Zukunft und der Weit Ende? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Sehet zu, daß euch nicht jemand verfuhre! Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin Christus! und werden viele verfuhren. Ihr werdet horen Kriege und Geschrei von Kriegen; sehet zu und erschrecket nicht! Das muli zum ersten alles geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da. Denn es wird sich emporen ein Volk uber das andere und ein Konigreich uber das andere, und werden sein Pestilenz und teure Zeit und Erdbeben hin und wieder. Da wird sich allererst die Not anheben. Alsdann werden sie euch überantworten in Trubsal und werden euch toten. Und ihr musset gehasset werden urn meines Namens willen von alien Volkern. Dann werden sich viele argern und werden sich untereinander verraten und werden sich untereinander hassen. Und es werden sich viel falsche Propheten erheben und werden viele verfuhren. Und dieweil die Ungerechtigkeit wird überhandnehmen, wird die Liebe in vielen erkalten. Weraber beharret bis ans Ende, der wird selig. Und es wird geprediget werden das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zu einem Zeugnis uber alle Volker; und dann wird das Ende kommen. Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwustung, davon gesagt ist durch den Propheten Daniel, daß er stehet an der heiligen Statte (wer das lieset, der merke daraufl), alsdann fliehe auf die Berge, wer im judischen Lande ist; und wer auf dem Dach ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen; und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht urn, seine Kleiderzu holen. Wehe aber den Schwangern und Saugerinnen zu der Zeit! Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter Oder am Sabbat, Denn eswird alsdann eine grolie Trubsal sein, als nicht gewesen ist von Anfang der Welt bisher und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht würden verkurzt, so wurde kein Mensch selig; aber urn der Auserwahlten willen werden die Tage verkurzt. So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus Oder da! so sollt ihr's nicht glauben. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und grofie Zeichen und Wunder tun, daß verfuhret werden in den Irrtum (wo es moglich ware) auch die Auserwahlten. Siehe, ich hab's euch zuvor gesagt! Darum wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste! so gehet nicht hinaus; siehe, er ist in der Kammer! so glaubt nicht. Denn gleichwie der Blitz ausgehet vom Aufgang und scheinet bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes. Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Adler. Bald aber nach der Trubsal derselbigen Zeit werden Sonne und Mond den Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Krafte der Himmel werden sich bewegen. Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit grafter Kraft und Herrlichkeit. Und er wird senden seine Engel mit hellen Posaunen, und sie werden sammeln seine Auserwahlten von den vier Winden, von einem Ende des Himmels zu dem andern. An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis. Wenn sein Zweig jetzt saftig wird und Blatter gewinnet, so wisset ihr, dafi der Sommer nahe ist. Also auch, wenn ihr das alles sehet, so wisset, daß es nahe vor der Tur ist. Wahrlich, ich sage euch, dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß dieses alles geschehe. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Evangelium

Apostelgeschichte 5

Ein Mann aber mit Namen Ananias samt seinem Weibe Saphira verkaufte seine Güter und entwandte etwas vom Gelde mit Wissen seines Weibes und brachte einen Teil und legte es zu der Apostel Fußen. Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfullet, daß du dem Heiligen Geist logest und entwendetest etwas vom Gelde des Ackers? Hattest du ihn doch wohl mogen behalten, da du ihn hattest, und da er verkauft war, war es auch in deiner Gewalt. Warum hast du denn solches in deinem Herzen vorgenommen? Du hast nicht Menschen, sondern Gott gelogen. Da Ananias aber diese Worte horete, fiel er nieder und gab den Geist auf. Und es kam eine große Furcht über alle, die dies horeten. Es stunden aber die Junglinge auf und taten ihn beiseit und trugen ihn hinaus und begruben ihn. Und es begab sich uber eine Weile, bei drei Stunden, kam sein Weib hinein und wußte nicht, was geschehen war. Aber Petrus antwortete ihr: Sage mir, habt ihr den Acker so teuer verkauft? Sie sprach: Ja, so teuer. Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr denn eins worden, zu versuchen den Geist des Herrn? Siehe, die Fitße derer, die deinen Mann begraben haben, sind vor der Tür und werden dich hinaustragen. Und alsbald fiel sie zu seinen Fußen und gab den Geist auf. Da kamen die Junglinge und fanden sie tot, trugen sie hinaus und begruben sie bei ihrem Mann. Und es kam eine große Furcht fiber die ganze Gemeinde und fiber alle, die solches horeten. Es geschahen aber viel Zeichen und Wunder im Voik durch der Apostel Hande, und waren alle in der Halle Salomos einmutiglich. Derandern aberdurfte sich keiner zu ihnen tun, sondern das Volk hielt groß von ihnen. Es wurden aber je mehr zugetan, die da glaubeten an den Herrn, eine Menge der Manner und der Weiber, also daß sie die Kranken auf die Gassen heraustrugen und legeten sie auf Betten und Bahren, auf daß, wenn Petrus kame, sein Schatten ihrer etliche überschattete. Es kamen auch herzu viele von den umliegenden Stadten gen Jerusalem und brachten die Kranken, und die von unsaubern Geistern gepeiniget waren; und wurden alle gesund. Es stund aber auf der Hohepriester und alle, die mit ihm waren, welches ist die Sekte der Sadduzaer, und wurden voll Eifers und legten die Hande an die Apostel und warfen sie in das gemeine Gefangnis. Aber der Engel des Herrn tat in der Nacht die Tur des Gefangnisses auf und fuhrete sie heraus und sprach: Gehet hin und tretet auf und redet im Tempel zum Volk alle Worte dieses Lebens. Da sie das gehort hatten, gingen sie frith in den Tempel und lehreten. Der Hohepriester aber kam, und die mit ihm waren, und riefen zusammen den Rat und aile Altesten der Kinder von Israel und sandten hin zum Gefangnis, sie zu holen. Die Diener aber kamen dar und fanden sie nicht im Gefangnis, kamen wieder und verkündigten und sprachen: Das Gefangnis fanden wir verschlossen mit allem Fleiß und die Hitter außen stehen vor den Türen; aber da wir auftaten, fanden wir niemand drinnen. Da diese Rede horeten der Hohepriester und der Hauptmann des Tempels und andere Hohepriester, wurden sie daruber betreten, was doch das werden wollte. Da kam einer dar, der verkitndigte ihnen: Siehe, die Manner, die ihr ins Gefangnis geworfen habt, sind im Tempel, stehen und lehren das Volk. Da ging hin der Hauptmann mit den Dienern und holeten sie, nicht mit Gewalt; denn sie fürchteten sich vor dem Volk, daß sie nicht gesteiniget wurden. Und als sie sie brachten, stelleten sie sie vor den Rat. Und der Hohepriester fragte sie und sprach: Haben wir euch nicht mit Ernst geboten, daß ihr nicht sollt lehren in diesem Namen? Und sehet, ihr habt Jerusalem erfullet mit eurer Lehre und wollt dieses Menschen Blut uber uns führen. Petrus aber antwortete und die Apostel und sprachen: Man muü Gott mehrgehorchen denn den Menschen. Der Gott unserer Vater hat Jesum auferwecket, welchen ihr erwurget habt und an das Holz gehanget. Den hat Gott durch seine rechte Hand erhohet zu einem Fursten und Heiland, zu geben Israel Bulie und Vergebung der Sünden. Und wir sind seine Zeugen uber diese Worte und der Heilige Geist, welchen Gott gegeben hat denen, die ihm gehorchen. Da sie das horeten, ging's ihnen durchs Herz, und dachten sie zu toten. Da stund aber auf im Rat ein Pharisaer mit Namen Gamaliel, ein Schriftgelehrter, wohl gehalten vor allem Volk, und hiefi die Apostel ein wenig hinaustun und sprach zu ihnen: Ihr Manner von Israel, nehmet euer selbst wahr an diesen Menschen, was ihr tun sollt. Vor diesen Tagen stund auf Theudas und gab vor, erware etwas, und hingen an ihm eine Zahl Manner, bei vierhundert; der ist erschlagen, und alle, die ihm zufielen, sind zerstreuet und zunichte worden. Danach stund auf Judas aus Galilaa in den Tagen der Schatzung und machte viel Volks abfallig ihm nach; und der ist auch umkommen, und alle, die ihm zufielen, sind zerstreuet. Und nun sage ich euch: Lasset ab von diesen Menschen und lasset sie fahren! Ist der Rat Oder das Werk aus den Menschen, so wird's untergehen; ist's aber aus Gott, so konnet ihr's nicht dampfen, auf daß ihr nicht erfunden werdet, als die wider Gott streiten wollen. Da fielen sie ihm zu und riefen den Aposteln, staupeten sie und geboten ihnen, sie sollten nicht reden in dem Namen Jesu, und lielien sie gehen. Sie gingen aber frohlich von des Rats Angesicht, daß sie würdig gewesen waren, urn seines Namens willen Schmach zu leiden; und hdreten nicht auf alle Tage im Tempel und hin und her in Hausern zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesu Christo.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

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