Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

2. Mose 2:5-22

Und die Tochter Pharaos ging hernieder und wollte baden im Wasser; und ihre Jungfrauen gingen an dem Rande des Wassers. Und da sie das Kastlein im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und lieft es holen. Und da sie es auftat, sah sie das Kind; und siehe, das Knablein weinete. Da jammerte es sie, und sprach: Es ist der ebraischen Kindlein eins. Da sprach seine Schwester zu der Tochter Pharaos: Soil ich hingehen und der ebraischen Weiber eine rufen, die da sauget, daß sie dir das Kindlein sauge? Die Tochter Pharaos sprach zu ihr: Gehe hin! Die Jungfrau ging hin und rief des Kindes Mutter. Da sprach Pharaos Tochter zu ihr: Nimm hin das Kindlein und sauge mir's, ich will dir lohnen. Das Weib nahm das Kind und saugete es. Und da das Kind graft ward, brachte sie es der Tochter Pharaos, und es ward ihr Sohn; und hieft ihn Mose, denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen. Zu den Zeiten, da Mose war graft worden, ging er aus zu seinen Brudern und sah ihre Last und ward gewahr, daß ein Agypter schlug seiner Bruder, der ebraischen, einen. Und erwandte sich hin und her, und da er sah, daß kein Mensch da war, erschlug er den Agypter und verscharrete ihn in den Sand. Auf einen andern Tag ging erauch aus und sah zween ebraische Manner sich miteinander zanken; und sprach zu dem Ungerechten: Warum schlagest du deinen Nachsten? Er aber sprach: Wer hat dich zum Obersten Oder Richter über uns gesetzt? Willst du mich auch erwürgen, wie du den Agypter erwürget hast? Da furchtete sich Mose und sprach: Wie ist das laut worden? Und es kam vor Pharao, dertrachtete nach Mose, daß er ihn erwurgete. Aber Mose floh vor Pharao und hielt sich im Lande Midian und wohnete bei einem Brunnen. Der Priester aber in Midian hatte sieben Tochter, die kamen, Wasserzu schopfen, und fulleten die Rinnen, dall sie ihres Vaters Schafe tranketen. Da kamen die Hirten und stieüen sie davon. Aber Mose machte sich auf und half ihnen und trankte ihre Schafe. Und da sie zu ihrem Vater Reguel kamen, sprach er: Wie seid ihr heute so bald kommen? Sie sprachen: Ein agyptischer Mann errettete uns von den Hirten und schopfte uns und trankte die Schafe. Er sprach zu seinen Tochtern: Wo ist er? Warum habt ihr den Mann gelassen, daß ihr ihn nicht ludet, mit uns zu essen? Und Mose bewilligte, bei dem Manne zu bleiben. Und er gab Mose seine Tochter Zipora. Die gebar einen Sohn: und er hieß ihn Gersom; denn er sprach: Ich bin ein Fremdling worden im fremden Lande. (Und sie gebar noch einen Sohn, den hieli er Elieser, und sprach: Der Gott meines Vaters ist mein Heifer und hat mich von der Hand Pharaos errettet.)

Erste Lesung

5. Mose 11

So sollst du nun den HERRN, deinen Gott, lieben und sein Gesetz, seine Weise, seine Rechte und seine Gebote halten dein Leben lang. Und erkennet heute, das eure Kinder nicht wissen noch gesehen haben, namlich die Zuchtigung des HERRN, eures Gottes, seine Herrlichkeit, dazu seine machtige Hand und ausgereckten Arm und seine Zeichen und Werke, die er getan hat unter den Agyptern, an Pharao, dem Konige in Agypten, und an all seinem Lande; und was er an der Macht der Agypter getan hat, an ihren Rossen und Wagen, da er das Wasser des Schilfmeers uber sie fuhrete, da sie euch nachjagten, und sie der HERR umbrachte, bis auf diesen Tag; und was er euch getan hat in der Wuste, bis ihr an diesen Ort kommen seid; was er Dathan und Abiram getan hat, den Kindern Eliabs, des Sohnes Rubens, wie die Erde ihren Mund auftat und verschlang sie mit ihrem Gesinde und Hütten und all ihrem Gut, das sie erworben hatten mitten unter dem ganzen Israel. Denn eure Augen haben die grolien Werke des HERRN gesehen, die er getan hat. Darum sollt ihr alle die Gebote halten, die ich dir heute gebiete, auf daß ihr gestarket werdet, einzukommen und das Land einzunehmen, dahin ihr ziehet, daß ihr's einnehmet; und daß du lange lebest auf dem Lande, das der HERR euren Vatern geschworen hat, ihnen zu geben und ihrem Samen, ein Land, da Milch und Honig innen fleufit. Denn das Land, da du hinkommst, es einzunehmen, ist nicht wie Agyptenland, davon ihr ausgezogen seid, da du deinen Samen saen und selbst tranken mulitestwie einen Kohlgarten, sondern es hat Berge und Auen, die der Regen vom Himmel tranken muli, auf welch Land der HERR, dein Gott, acht hat, und die Augen des HERRN, deines Gottes, immerdar drauf sehen von Anfang des Jahrs bis ans Ende. Werdet ihr nun meine Gebote horen, die ich euch heute gebiete, daß ihr den HERRN, euren Gott, liebet und ihm dienet von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so will ich eurem Lande Regen geben zu seiner Zeit, Fruhregen und Spatregen, daß du einsammelst dein Getreide, deinen Most und dein Ol; und will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, daß ihr esset und satt werdet. Hütet euch aber, daß sich euer Herz nicht uberreden lasse, daß ihr abtretet und dienet andern Gottern und betet sie an, und daß dann der Zorn des HERRN ergrimme uber euch und schlielie den Himmel zu, daß kein Regen komme, und die Erde ihr Gewachs nicht gebe, und bald umkommet von dem guten Lande, das euch der HERR gegeben hat. So fasset nun diese Worte zu Herzen und in eure Seele und bindet sie zum Zeichen auf eure Hand, daß sie ein Denkmal vor euren Augen seien. Und lehret sie eure Kinder, daß du davon redest, wenn du in deinem Hause sitzest Oder auf dem Wege gehest, wenn du dich niederlegest und wenn du aufstehest. Und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an deine Tore, daß du und deine Kinder lange lebest auf dem Lande, das der HERR deinen Vatern geschworen hat, ihnen zu geben, solange die Tage vom Himmel auf Erden wahren. Denn wo ihr diese Gebote alle werdet halten, die ich euch gebiete, daß ihr danach tut, daß ihr den HERRN, euren Gott, liebet und wandelt in alien seinen Wegen und ihm anhanget, so wird der HERR alle diese Volker vor euch her vertreiben, daß ihr groliere und starkere Volker einnehmet, denn ihrseid. Alle Oder, darauf eure Fulisohle tritt, sollen euer sein; von der Wuste an und von dem Berge Libanon und von dem Wasser Phrath bis ans aulierste Meer soil eure Grenze sein. Niemand wird euch widerstehen mogen. Eure Furcht und Schrecken wird der HERR uber alle Lande kommen lassen, darin ihr reiset, wie er euch geredet hat. Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: den Segen, so ihr gehorchet den Geboten des HERRN, eures Gottes, die ich euch heute gebiete; den Fluch aber, so ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HERRN, eures Gottes, und abtretet von dem Wege, den ich euch heute gebiete, dati ihr andern Gottern nachwandelt, die ihr nicht kennet. Wenn dich der HERR, dein Gott, in das Land bringet, da du einkommst, dati du es einnehmest, so sollst du den Segen sprechen lassen auf dem Berge Grisim und den Fluch auf dem Berge Ebal, welche sind jenseit des Jordans, der Stralie nach gegen der Sonnen Niedergang, im Lande der Kanaaniter, die auf dem Blachfelde wohnen gegen Gilgal uber, bei dem Hain More. Denn du wirst uber den Jordan gehen , daß du einkommest, das Land einzunehmen, das euch der HERR, euer Gott, gegeben hat, dati ihr's einnehmet und drinnen wohnet. So haltet nun, daß ihr tut nach alien Geboten und Rechten, die ich euch heute vorlege.

Erste Lesung

Richter 6:25-40

Und in derselben Nacht sprach der HERR zu ihm: Nimm einen Farren unterden Ochsen, die deines Vaters sind, und einen andern Farren, der siebenjahrig ist, und zerbrich den Altar Baals, der deines Vaters ist, und haue ab den Hain, der dabei stehet; und baue dem HERRN, deinem Gott, oben auf der Hohe dieses Felsen einen Altar und rüste ihn zu; und nimm den andern Farren und opfre ein Brandopfer mit dem Holz des Hains, den du abgehauen hast. Da nahm Gideon zehn Manner aus seinen Knechten und tat, wie ihm der HERR gesagt hatte. Aber er furchtete sich, solches zu tun des Tages vor seines Vaters Haus und den Leuten in der Stadt, und tat es bei der Nacht. Da nun die Leute in der Stadt des Morgens frühe aufstunden, siehe, da war der Altar Baals zerbrochen, und der Hain dabei abgehauen; und derandere Farre, ein Brandopfer auf dem Altar, der gebauet war. Und einer sprach zu dem andern: Wer hat das getan? Und da sie suchten und nachfragten, ward gesagt: Gideon, der Sohn Joas', hat das getan. Da sprachen die Leute der Stadt zu Joas: Gib deinen Sohn heraus! Er muft sterben, dafi er den Altar Baals zerbrochen und den Hain dabei abgehauen hat. Joas aber sprach zu alien, die bei ihm stunden: Wollt ihr urn Baal hadern? Wollt ihr ihm helfen? Wer urn ihn hadert, der soli dieses Morgens sterben. Ist er Gott, so rechte er urn sich selbst, dafi sein Altar zerbrochen ist. Von dem Tage an hiefi man ihn Jerubbaal und sprach: Baal rechte urn sich selbst, daß sein Altar zerbrochen ist! Da nun alle Midianiter und Amalekiter und die aus dem Morgenlande sich zu Haufe versammelt hatten und zogen herdurch und lagerten sich im Grunde Jesreel, zog der Geist des HERRN Gideon an; und er lieft die Posaunen blasen und rief Abieser, daß sie ihm folgeten. Und sandte Botschaft in ganz Manasse und rief ihn an, daß sie ihm auch nachfolgeten. Er sandte auch Botschaft zu Asser und Sebulon und Naphthali; die kamen herauf ihm entgegen. Und Gideon sprach zu Gott: Willst du Israel durch meine Hand erlosen, wie du geredet hast, so will ich ein Fell mit der Wolle auf die Tenne legen. Wird der Tau auf dem Fell allein sein und auf der ganzen Erde trocken, so will ich merken, daß du Israel erlosen wirst durch meine Hand, wie du geredet hast. Und es geschah also. Und da er des andern Morgens früh aufstund, druckte er den Tau aus von dem Fell und fullete eine Schale voll des Wassers. Und Gideon sprach zu Gott: Dein Zorn ergrimme nicht wider mich, daß ich noch einmal rede. Ich will's nur noch einmal versuchen mit dem Fell. Es sei allein auf dem Fell trocken und Tau auf der ganzen Erde. Und Gott tat also dieselbe Nacht, daß trocken war allein auf dem Fell und Tau auf der ganzen Erde.

Morgengebet — Erste Lesung

Klagelieder 3:1-34

Ich bin ein elender Mann, der die Rute seines Grimmes sehen muft. Er hat mich geführet und lassen gehen in die Finsternis und nicht ins Licht. Er hat seine Hand gewendet wider mich und handelt gar anders mit mir fur und fur. Er hat mein Fleisch und Haut alt gemacht und mein Gebein zerschlagen. Er hat mich verbauet und mich mit Galle und Mühe umgeben. Er hat mich in Finsternis gelegt, wie die Toten in der Welt. Er hat mich vermauert, daß ich nicht heraus kann, und mich in harte Fesseln gelegt. Und wenn ich gleich schreie und rufe, so stopft er die Ohren zu vor meinem Gebet. Er hat meinen Weg vermauert mit Werkstücken und meinen Steig umgekehret. Er hat auf mich gelauert wie ein Bar, wie ein Lowe im Verborgenen. Er laftt mich des Weges fehlen. Er hat mich zerstücket und zunichte gemacht. Er hat seinen Bogen gespannet und mich dem Pfeil zum Ziel gesteckt. Er hat aus dem Kocher in meine Nieren schieften lassen. Ich bin ein Spott allem meinem Volk und taglich ihr Liedlein. Er hat mich mit Bitterkeit gesattiget und mit Wermut getranket. Er hat meine Zahne zu kleinen Stucken zerschlagen. Er walzet mich in der Asche. Meine Seele ist aus dem Frieden vertrieben; ich muft des Guten vergessen. Ich sprach: Mein Vermdgen istdahin und meine Hoffnung am HERRN. Gedenke doch, wie ich so elend und verlassen, mit Wermut und Galle getranket bin. Du wirst ja daran gedenken, denn meine Seele sagt mir's. Das nehme ich zu Herzen, darum hoffe ich noch. Die Gute des HERRN ist, daß wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist graft. Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele, darum will ich auf ihn hoffen. Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harret, und der Seele, die nach ihm fraget. Es istein kostlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen. Es istein kostlich Ding einem Manne, daß erdas Joch in seiner Jugend trage, daß ein Verlassener geduldig sei, wenn ihn etwas uberfallt, und seinen Mund in den Staub stecke und der Hoffnung erwarte und lasse sich auf die Backen schlagen und ihm viel Schmach anlegen. Denn der HERR verstoftt nicht ewiglich, sondern er betrubet wohl und erbarmet sich wieder nach seiner groften Gute; denn er nicht von Herzen die Menschen plaget und betrubet, als wollte er alle die Gefangenen auf Erden gar unter seine Füfte zertreten

Epistel

Jeremia 11:18-20

Der HERR hat mir's offenbart, daß ich's weiß, und zeigte mir ihr Vornehmen, namlich daß sie mich wie ein arm Schaf zur Schlachtbank führen wollen. Denn ich wußte nicht, daß sie wider mich beratschlagt hatten und gesagt: Laßt uns den Baum mit seinen Fruchten verderben und ihn aus dem Lande der Lebendigen ausrotten, daß seines Namens nimmermehr gedacht werde! Aberdu, HERRZebaoth, du gerechter Richter, der du Nieren und Herzen prufest, laß mich deine Rache uber sie sehen; denn ich habe dir meine Sache befohlen.

Erste Lesung

Hesekiel 47

Und er fuhrete mich wieder zu der Tur des Tempels. Und siehe, da floß ein Wasser heraus unter der Schwelle des Tempels gegen Morgen; denn die Tur des Tempels war auch gegen Morgen. Und das Wasser lief an der rechten Seite des Tempels neben dem Altar hin gegen Mittag. Und er fuhrete mich auswendig zum Tor gegen Mitternacht vom außern Tor gegen Morgen; und siehe, das Wasser sprang heraus von der rechten Seite. Und der Mann ging heraus gegen Morgen und hatte die Melischnur in der Hand; und er maß tausend Ellen und fuhrete mich durchs Wasser, bis mir's an die Knochel ging. Und maß abermal tausend Ellen und fuhrete mich durchs Wasser, bis mir's an die Kniee ging. Und maß noch tausend Ellen und ließ mich dadurch gehen, bis es mir an die Lenden ging. Da maß er noch tausend Ellen, und es war so tief, daß ich nicht mehr grunden konnte; denn das Wasser war zu hoch, daß man daruber schwimmen mußte und konnte es nicht grunden. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, das hast du ja gesehen. Und er fuhrete mich wieder zuruck am Ufer des Bachs. Und siehe, da stunden sehrviel Baume am Ufer auf beiden Seiten. Und er sprach zu mir: Dies Wasser das da gegen Morgen herausfleußt, wird durchs Blachfeld fließen ins Meer und von einem Meer ins andere, und wenn es dahin ins Meer kommt, da sollen dieselbigen Wasser gesund werden. Ja alles, was darin lebt und webt, dahin diese Strome kommen, das soil leben, und soil sehr viel Fische haben; und soil alles gesund werden und leben, wo dieser Strom hinkommt. Und es werden die Fischer an demselben stehen; von Engeddi bis zu En-Eglaim wird man die Fischgarne aufspannen; denn es werden daselbst sehr viel Fische sein, gleichwie im großen Meer. Aber die Teiche und Lachen daneben werden nicht gesund werden, sondern gesalzen bleiben. Und an demselben Strom, am Ufer auf beiden Seiten, werden allerlei fruchtbare Baume wachsen; und ihre Blatter werden nicht verwelken noch ihre Fruchte verfaulen; und werden alle Monden neue Fruchte bringen, denn ihr Wasser fleußt aus dem Heiligtum. Ihre Fruchtwird zurßpeise dienen und ihre Blatter zur Arznei. So spricht der Herr HERR: Dies ist die Grenze, nach der ihr das Land sollt austeilen den zwolf Stammen Israels; denn zwei Teile gehoren dem Stamm Joseph. Und ihr sollt es gleich austeilen, einem wie dem andern; denn ich habe meine Hand aufgehoben, das Land euren Vatern und euch zum Erbteil zu geben. Dies ist nun die Grenze des Landes gegen Mitternacht von dem großen Meer an, von Hethlon bis gen Zedad: namlich Hemath, Berotha, Sibraim, die mit Damaskus und Hemath grenzen; und Hazar-Tichon, die mit Haveran grenzet. Das soil die Grenze sein vom Meer an bis gen Hazar-Enon; und Damaskus und Hemath sollen das Ende sein gegen Mitternacht. Aber die Grenze gegen Morgen sollt ihr messen zwischen Haveran und Damaskus und zwischen Gilead und zwischen dem Lande Israel, am Jordan hinab bis ans Meer gegen Morgen. Das soil die Grenze gegen Morgen sein. Aber die Grenze gegen Mittag ist von Thamar bis ans Haderwasser zu Kades und gegen das Wasser am großen Meer. Das soli die Grenze gegen Mittag sein. Und die Grenze gegen Abend ist vom großen Meer an stracks bis gen Hemath. Das sei die Grenze gegen Abend. Also sollt ihr das Land austeilen unter die Stamme Israels. Und wenn ihr das Los werfet, das Land unter euch zu teilen, so sollt ihr die Fremdlinge, die bei euch wohnen und Kinder unter euch zeugen, halten gleich wie die Einheimischen unter den Kindern Israel; und sollen auch ihren Teil am Lande haben, ein jeglicher unter dem Stamm, dabei er wohnet, spricht der Herr HERR.

Morgengebet — Zweite Lesung

Johannes 15:1-14

Ich bin ein rechter Weinstock und mein Vater ein Weingartner. Eine jegliche Rebe an mir, die nicht Frucht bringet, wird erwegnehmen, und eine jegliche, die da Frucht bringet, wird er reinigen, daß sie mehr Frucht bringe. Ihr seid jetzt rein urn des Worts willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch. Gleichwie die Rebe kann keine Frucht bringen von ihr selber, sie bleibe denn am Weinstock, also auch ihr nicht, ihr bleibet denn an mir. Ich bin der Weinstock; ihr seid die Reben. Wer in mir bleibet und ich in ihm der bringet viel Frucht; denn ohne mich konnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibet, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorret, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und muß brennen. So ihr in mir bleibet, und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihrwollt, und es wird euch widerfahren. Darinnen wird mein Vater geehret, daß ihr viel Frucht bringet und werdet meine Junger. Gleichwie mich mein Vater liebet, also liebe ich euch auch. Bleibet in meiner Liebe! So ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe. Solches rede ich zu euch, auf daß meine Freude in euch bleibe, und eure Freude vollkommen werde. Das ist mein Gebot, daß ihr euch untereinander liebet, gleichwie ich euch liebe. Niemand hatgroßere Liebe denn die, daß er sein Leben lasset fur seine Freunde. Ihr seid meine Freunde, so ihr tut, was ich euch gebiete.

Antwortpsalm

Psalmen 9

Ein Psalm Davids von der schonen Jugend, vorzusingen. Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erzahle alle deine Wunder. Ich freue mich und bin frohlich in dir und lobe deinen Namen, du Allerhochster, dafi du meine Feinde hinter sich getrieben hast; sie sind gefallen und umkommen vordir. Denn du fuhrest mein Recht und Sache aus; du sitzest auf dem Stuhl ein rechter Richter. Du schiltst die Heiden und bringest die Gottlosen um; ihren Namen vertilgest du immer und ewiglich. Die Schwerter des Feindes haben ein Ende; die Stadte hast du umgekehret; ihr Gedachtnis ist umkommen samt ihnen. Der HERR aber bleibt ewiglich; er hat seinen Stuhl bereitet zum Gericht. Und er wird den Erdboden recht richten und die Leute regieren rechtschaffen. Und der HERR ist des Armen Schutz, ein Schutz in der Not. Darum hoffen auf dich, die deinen Namen kennen; denn du verlassest nicht, die dich, HERR, suchen. Lobetden HERRN, der zu Zion wohnet; verkundiget unter den Leuten sein Tun! Denn ergedenkt und fragt nach ihrem Blut; er vergisset nicht des Schreiens der Armen. HERR, sei mir gnadig; siehe an mein Elend unter den Feinden, der du mich erhebest aus den Toren des Todes, auf dafi ich erzahle all deinen Preis in den Toren der Tochter Zion, dafi ich frohlich sei uber deine Hilfe. Die Heiden sind versunken in der Grube, die sie zugerichtet hatten; ihr Fuli ist gefangen im Netz, das sie gestellet hatten. So erkennet man, daß der HERR Recht schaffet. Der Gottlose ist verstrickt in dem Werk seiner Hande durchs Wort. Sela. Ach, dafi die Gottlosen müfiten zur Holle gekehret werden, alle Heiden, die Gottes vergessen! Denn erwird des Armen nicht so ganz vergessen, und die Hoffnung der Elenden wird nicht verloren sein ewiglich. HERR, stehe auf, daü Menschen nicht Uberhand kriegen; lali alle Heiden vor dir gerichtet werden! Gib ihnen, HERR, einen Meister, dafi die Heiden erkennen dafi sie Menschen sind. Sela.

Evangelium

Markus 14:32-72;14:15;14:1-46

Und sie kamen zu dem Hofe mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu seinen Jungern: Setzet euch hier, bis ich hingehe und bete. Und nahm zu sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen. Und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrubt bis an den Tod; enthaltet euch hier und wachet. Und ging ein wenig fürbaß, fiel auf die Erde und betete, daß, so es moglich ware, die Stunde voruberginge, und sprach: Abba, mein Vater, es ist dir alles moglich, uberhebe mich dieses Kelchs; doch nicht was ich will, sondern was du willst. Und kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schlafest du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Versuchung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Und ging wieder hin und betete und sprach dieselbigen Worte. Und kam wieder und fand sie abermal schlafend; denn ihre Augen waren voll Schlafs, und wußten nicht, was sie ihm antworteten. Und er kam zum drittenmal und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Es ist genug; die Stunde ist kommen. Siehe, des Menschen Sohn wird uberantwortet in der Sunder Hande. Stehet auf, laßt uns gehen; siehe, der mich verrat, ist nahe! Und alsbald, da er noch redete, kam herzu Judas, der Zwolfen einer, und eine große Schar mit ihm, mit Schwertern und mit Stangen von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und Altesten. Und der Verrater hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den greifet und führet ihn gewiß. Und da er kam, trat er bald zu ihm und sprach zu ihm: Rabbi, Rabbi! und kussete ihn. Die aber legten ihre Hande an ihn und griffen ihn. Einer aber von denen, die dabeistunden, zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr seid ausgegangen als zu einem Morder mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fangen. Ich bin taglich bei euch im Tempel gewesen und habe gelehret, und ihr habt mich nicht gegriffen; aber auf daß die Schrift erfullet werde. Und die Junger verlielien ihn alle und flohen. Und es war ein Jungling, der folgete ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der blofien Haut; und die Junglinge griffen ihn. Er aber lieli die Leinwand fahren und floh bloü von ihnen. Und sie fuhreten Jesum zu dem Hohenpriester, dahin zusammenkommen waren alle Hohenpriester und Altesten und Schriftgelehrten. Petrus aber folgete ihm nach von feme bis hinein in des Hohenpriesters Palast; und er war da und sali bei den Knechten und warmete sich bei dem Licht. Aber die Hohenpriester und der ganze Rat suchten Zeugnis wider Jesum, auf daß sie ihn zum Tode brachten, und fanden nichts. Viele gaben falsch Zeugnis wider ihn; aber ihr Zeugnis stimmte nicht uberein. Und etliche stunden auf und gaben falsch Zeugnis wider ihn und sprachen: Wir haben gehoret, daß er sagte: Ich will den Tempel, der mit Handen gemacht ist, abbrechen und in dreien Tagen einen andern bauen, der nicht mit Handen gemacht sei. Aber ihr Zeugnis stimmete noch nicht uberein. Und der Hohepriester stund auf unter sie und fragte Jesum und sprach: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen? Er aber schwieg stille und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermal und sprach zu ihm: Bist du Christus, der Sohn des Hochgelobten? Jesus aber sprach: Ich bin's. Und ihr werdet sehen des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft und kommen mit des Himmels Wolken. Da zerrili der Hohepriester seinen Rock und sprach: Was bedurfen wir weiter Zeugen? Ihr habt gehoret die Gotteslasterung; was dünket euch? Sie aber verdammeten ihn alle, dati er des Todes schuldig ware. Da fingen an etliche, ihn zu verspeien und zu verdecken sein Angesicht und mit Fausten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage uns! Und die Knechte schlugen ihn ins Angesicht. Und Petrus war danieden im Palast; da kam des Hohenpriester Magde eine. Und da sie sah Petrus sich warmen, schauete sie ihn an und sprach: Und du warest auch mit Jesu von Nazareth. Er leugnete aber und sprach: Ich kenne ihn nicht, weü J, auch nicht, was du sagest. Und er ging hinaus in den Vorhof; und der Hahn krahete. Und die Magd sah ihn und hub abermal an, zu sagen denen, die dabei stunden: Dieser ist der einer. Und er leugnete abermal. Und nach einer kleinen Weile sprachen abermal zu Petrus, die dabeistunden: Wahrlich, du bist der einer; denn du bist ein Galilaer, und deine Sprache lautet gleich also. Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schworen: Ich kenne des Menschen nicht, von dem ihr saget. Und der Hahn krahete zum andernmal. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm sagte: Ehe der Hahn zweimal krahet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er hub an zu weinen. Und erwird euch einen großen Saal zeigen, der gepflastert und bereit ist; daselbst richtet fur uns zu. Und nach zwei Tagen war Ostern und die Tage der sulien Brote. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List griffen und toteten. Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, daß nicht ein Aufruhr im Volk werde! Und da er zu Bethanien war in Simons, des Aussatzigen, Hause und sali zu Tisch, da kam ein Weib, die hatte ein Glas mit ungefalschtem und kostlichem Nardenwasser; und sie zerbrach das Glas und goli es auf sein Haupt. Da waren etliche, die wurden unwillig und sprachen: Was soil doch dieser Unrat? Man konnte das Wasser um mehr denn dreihundert Groschen verkauft haben und dasselbe den Armen geben. Und murreten uber sie. Jesus aber sprach: Lasset sie mit Frieden! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gut Werk an mir getan. Ihr habt allezeit Arme bei euch; und wann ihr wollet, konnet ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte; sie ist zuvorkommen, meinen Leichnam zu salben zu meinem Begrabnis. Wahrlich, ich sage euch, wo dies Evangelium geprediget wird in aller Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedachtnis, was sie jetzt getan hat. Und Judas Ischariot, einervon den Zwolfen, ging hin zu den Hohenpriestern, daß er ihn verriete. Da sie das horeten, wurden sie froh und verhiefien, ihm das Geld zu geben. Und ersuchte, wie er ihn füglich verriete. Und am ersten Tagedersußen Brote, da man das Osterlamm opferte, sprachen seine Jünger zu ihm: Wo willst du, daß wir hingehen und bereiten, daß du das Osterlamm essest? Und er sandte seiner Jungerzwei und sprach zu ihnen: Gehet hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der tragt einen Krug mit Wasser; folget ihm nach. Und wo er eingehet, da sprechet zu dem Hauswirte: Der Meister laßt dir sagen: Wo ist das Gasthaus, darinnen ich das Osterlamm esse mit meinen Jungern? Und erwird euch einen großen Saal zeigen, der gepflastert und bereit ist; daselbst richtet fur uns zu. Und die Jünger gingen aus und kamen in die Stadt und fanden's, wie er ihnen gesagt hatte; und bereiteten das Osterlamm. Am Abend aber kam er mit den Zwolfen. Und als sie zu Tische saßen und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch, einer untereuch, der mit mir isset, wird mich verraten. Und sie wurden traurig und sagten zu ihm, einer nach dem andern: Bin ich's? und der andere: Bin ich's? Er antwortete und sprach zu ihnen: Einer aus den Zwolfen, der mit mir in die Schüssel tauchet. Zwar des Menschen Sohn gehet hin, wie von ihm geschrieben stehet; wehe aber dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es ware demselben Menschen besser, daß er nie geboren ware. Und indem sie aßen, nahm Jesus das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und nahm den Kelch und dankete und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus. Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Neuen Testaments, das fur viele vergossen wird. Wahrlich, ich sage euch, daß ich hinfort nicht trinken werde vom Gewachse des Weinstocks bis auf den Tag, da ich's neu trinke in dem Reich Gottes. Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten, gingen sie hinaus an den Olberg. Und Jesus sprach zu ihnen: Ihr werdet euch in dieser Nacht alle an mir argern. Denn es stehet geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen. Aber nachdem ich auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galilaa. Petrus aber sagte zu ihm: Und wenn sie sich alle argerten, so wollte doch ich mich nicht argern. Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute in dieser Nacht, ehe denn der Hahn zweimal krahet, wirst du mich dreimal verleugnen. Er aber redete noch weiter: Ja, wenn ich mit dir auch sterben mußte, wollt' ich dich nicht verleugnen. Desselbigengleichen sagten sie alle. Und sie kamen zu dem Hofe mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu seinen Jungern: Setzet euch hier, bis ich hingehe und bete. Und nahm zu sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen. Und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrubt bis an den Tod; enthaltet euch hier und wachet. Und ging ein wenig fürbaß, fiel auf die Erde und betete, daß, so es moglich ware, die Stunde voruberginge, und sprach: Abba, mein Vater, es ist dir alles moglich, uberhebe mich dieses Kelchs; doch nicht was ich will, sondern was du willst. Und kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schlafest du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Versuchung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Und ging wieder hin und betete und sprach dieselbigen Worte. Und kam wieder und fand sie abermal schlafend; denn ihre Augen waren voll Schlafs, und wußten nicht, was sie ihm antworteten. Und er kam zum drittenmal und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Es ist genug; die Stunde ist kommen. Siehe, des Menschen Sohn wird uberantwortet in der Sunder Hande. Stehet auf, laßt uns gehen; siehe, der mich verrat, ist nahe! Und alsbald, da er noch redete, kam herzu Judas, der Zwolfen einer, und eine große Schar mit ihm, mit Schwertern und mit Stangen von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und Altesten. Und der Verrater hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den greifet und führet ihn gewiß. Und da er kam, trat er bald zu ihm und sprach zu ihm: Rabbi, Rabbi! und kussete ihn. Die aber legten ihre Hande an ihn und griffen ihn.

Antwortpsalm

Psalmen 70

Ein Psalm Davids, vorzusingen zum Gedachtnis. Eile, Gott, mich zu erretten, HERR, mirzu helfen! Es müssen sich schamen und zuschanden werden, die nach meiner Seele stehen; sie müssen zurückkehren und gehohnet werden, die mir übels wünschen, daß sie müssen wiederum zu Schanden werden, die da über mich schreien: Da, da! Freuen und frohlich müssen sein an dir, die nach dir fragen; und die dein Heil lieben, immersagen: Hochgelobt sei Gott! Ich aber bin elend und arm. Gott, eile zu mir, denn du bist mein Heifer und Erretter; mein Gott, verzeuch nicht!

Antwortpsalm

Psalmen 101

Ein Psalm Davids. Von Gnade und Recht will ich singen und dir, HERR, lobsagen. Ich handle vorsichtig und redlich bei denen, die mirzugehoren, und wandle treulich in meinem Hause. Ich nehme mir keine bose Sache vor. Ich hasse den Ubertreter und lasse ihn nicht bei mir bleiben. Ein verkehret Herz muß von mirweichen; den Bosen leide ich nicht. Der seinen Nachsten heimlich verleumdet, den vertilge ich. Ich mag des nicht, der stolze Gebarden und hohen Mut hat. Meine Augen sehen nach den Treuen im Lande, dafi sie bei mirwohnen, und habe gerne fromme Diener. Falsche Leute halte ich nicht in meinem Hause; die Lugner gedeihen nicht bei mir. Fruhe vertilge ich alle Gottlosen im Lande, daß ich alle Ubeltater ausrotte aus der Stadt des HERRN.

Antwortpsalm

Psalmen 96

Singet dem HERRN ein neues Lied; singet dem HERRN, alle Welt! Singet dem HERRN und lobet seinen Namen; prediget einen Tag am andern sein Heil! Erzahlet unter den Heiden seine Ehre, unter alien Volkern seine Wunder! Denn der HERR ist groß und hoch zu loben, wunderbarlich uber alle Gotter. Denn alle Gotter der Vdlker sind Gotzen; aber der HERR hat den Himmel gemacht. Es stehet herrlich und prachtig vor ihm und gehet gewaltiglich und loblich zu in seinem Heiligtum. Ihr Volker, bringet her dem HERRN, bringet her dem HERRN Ehre und Macht! Bringet her dem HERRN die Ehre seinem Namen; bringet Geschenke und kommt in seine Vorhofe! Betet an den HERRN in heiligem Schmuck; es furchte ihn alle Welt! Sagt unter den Heiden, daß der HERR Konig sei und habe sein Reich, soweit die Welt ist, bereitet, dafi es bleiben soil, und richtet die Volker recht Himmel freue sich, und Erde sei frohlich; das Meer brause, und was drinnen ist; das Feld sei frohlich und alles, was drauf ist; und lasset ruhmen alle Baume im Walde vor dem HERRN; denn er kommt, denn er kommt, zu richten das Erdreich. Erwird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Volker mit seiner Wahrheit.

Abendgebet — Erste Lesung

Klagelieder 3:34

als wollte er alle die Gefangenen auf Erden gar unter seine Füfte zertreten

Zweite Lesung

2. Korinther 6

Wir ermahnen aber euch als Mithelfer, daü ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfanget. Denn er spricht: Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhoret und habe dir am Tage des Heils geholfen. Sehet, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils. Lasset uns aber niemand irgendein Argernis geben, auf daü unser Amt nicht verlastert werde; sondern in alien Dingen lasset uns beweisen als die Diener Gottes: in großer Geduld, in Trübsalen, in Noten, in Angsten, in Schlagen, in Gefangnissen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in Fasten, in Keuschheit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, in dem Heiligen Geist, in ungefarbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken; durch Ehre und Schande, durch bose Geruchte und gute Geruchte; als die Verführer und doch wahrhaftig; als die Unbekannten und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezüchtigten und doch nicht ertotet; als die Traurigen, aber allezeit frohlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; ais die nichts innehaben und doch alles haben. O ihr Korinther, unser Mund hat sich zu euch aufgetan; unser Herz ist getrost. Unserthalben dürft ihr euch nicht angsten. Dali ihr euch aber angstet, das tut ihr aus herzlicher Meinung. Ich rede mit euch als mit meinen Kindern, dafi ihr euch auch also gegen mich stellet und seiet auch getrost. Ziehet nicht am fremden Joch mit den Unglaubigen! Denn was hat die Gerechtigkeit fur Geniefi mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht fur Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial? Oder was fur ein Teil hat der Glaubige mit dem Unglaubigen? Was hat der Tempel Gottes fur Gleichheit mit den Gotzen? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes, wie denn Gott spricht: Ich will in ihnen wohnen und in ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Darum gehet aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret kein Unreines an, so will ich euch annehmen. und euer Vater sein, und ihr sollet meine Sohne und Tochter sein, spricht der allmachtige Herr.

Zweite Lesung

Jakobus 1

Jakobus, eir Knecht Gottes und des Herrn Jesu Christi, den zwolf Geschlechtern, die da sind hin und her: Freude zuvor! Meine lieben Bruder, achtet es eitel Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallet, und wisset, dafi euer Glaube, so er rechtschaffen ist, Geduld wirket. Die Geduld aber soil festbleiben bis ans Ende, auf daß ihrseid vollkommen und ganz und keinen Mangel habet. So aber jemand unter euch Weisheit mangelt, der bitte von Gott, der da gibt einfaltiglich jedermann und rucket es niemand auf; so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer da zweifelt, der ist gleich wie die Meereswoge, die vom Winde getrieben und gewebet wird. Solcher Mensch denke nicht, dati er etwas von dem Herrn empfangen werde. Ein Zweifler ist unbestandig in alien seinen Wegen. Ein Bruder aber, der niedrig ist, rühme sich seiner Hohe, und der da reich ist, ruhme sich seiner Niedrigkeit; denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen. Die Sonne gehet auf mit der Hitze, und das Gras verwelket, und die Blume fallt ab und seine schone Gestalt verdirbet; also wird der Reiche in seiner Habe verwelken. Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewahret ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott verheifien hat denen, die ihn liebhaben. Niemand sage, wenn erversuchetwird, daß er von Gott versucht werde; denn Gott ist nicht ein Versucher zum Bosen; er versuchet niemand; sondern ein jeglicher wird versucht, wenn ervon seiner eigenen Lust gereizet und gelocket wird. Danach, wenn die Lust empfangen hat, gebieret sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebieret sie den Tod. Irret nicht, liebe Bruder! Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veranderung noch Wechsel des Lichts und Finsternis. Er hat uns gezeuget nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir waren Erstlinge seiner Kreaturen. Darum, liebe Bruder, ein jeglicher Mensch sei schnell zu horen, langsam aberzu reden und langsam zum Zorn; denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmet das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzet ist, welches kann eure Seelen selig machen. Seid aber Tater des Worts und nicht Horer allein, damit ihr euch selbst betruget. Denn so jemand ist ein Horer des Worts und nicht ein Tater, der ist gleich einem Mann, der sein leiblich Angesicht im Spiegel beschauet; denn nachdem er sich beschauet hat, gehet er von Stund' an davon und vergisset, wie er gestaltet war. Wer aber durchschauet in das voll kommene Gesetz der Freiheit und darinnen beharret und ist nicht ein vergelilicher Horer, sondern ein Tater, derselbige wird selig sein in seiner Tat. So aber sich jemand unter euch lasset dunken, er diene Gott, und halt seine Zunge nicht im Zaum, sondern verfuhret sein Herz, des Gottesdienst ist eitel. Ein reinerund unbefleckter Gottesdienst vor Gott dem Vater ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trubsal besuchen und sich von der Welt unbefleckt behalten.

Zweite Lesung

Kolosser 3:12-17

So ziehet nun an, als die Auserwahlten Gottes, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld und vertrage einer den andern, und vergebet euch untereinander, so jemand Klage hat wider den andern; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Uber alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem Leibe; und seid dankbar. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit. Lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesangen und geistlichen lieblichen Liedern und singet dem Herrn in eurem Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten Oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu und danket Gott und dem Vater durch ihn.

Zweite Lesung

Matthäus 22:15-23:39

Da gingen die Pharisaer hin und hielten einen Rat, wie sie ihn fingen in seiner Rede. Und sandten zu ihm ihre Jünger samt des Herodes Dienern und sprachen: Meister, wirwissen, daß du wahrhaftig bist und lehrest den Weg Gottes recht und fragest nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen. Darum sage uns, was dunket dich? Ist's recht, daß man dem Kaiser Zins gebe, Oder nicht? Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versuchet ihr mich? Weisetmirdie Zinsmunze! Und sie reichten ihm einen Groschen dar. Und er sprach zu ihnen: Wes ist das Bild und die Uberschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Da sie das horeten, verwunderten sie sich und lielien ihn und gingen davon. An demselbigen Tage traten zu ihm die Sadduzaer, die da halten, es sei kein Auferstehen, und fragten ihn und sprachen: Meister, Mose hat gesagt: So einer stirbt und hat nicht Kinder, so soli sein Bruder sein Weib freien und seinem Bruder Samen erwecken. Nun sind bei uns gewesen sieben Bruder. Der erste freiete und starb, und dieweil er nicht Samen hatte, lieli er sein Weib seinem Bruder. Desselbengleichen der andere und derdritte bis an den siebenten. Zuletzt nach alien starb auch das Weib. Nun in der Auferstehung, wessen Weib wird sie sein unter den sieben? Sie haben sie ja alle gehabt. Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irret und wisset die Schrift nicht noch die Kraft Gottes. In der Auferstehung werden sie weder freien noch sich freien lassen, sondern sie sind gleich wie die Engel Gottes im Himmel. Habt ihr aber nicht gelesen von der Toten Auferstehung, das euch gesagt ist von Gott, da er spricht: Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen. Und da solches das Volk horete, entsetzten sie sich fiber seine Lehre. Da aber die Pharisaer hdreten, dais er den Sadduzaern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach: Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz? Jesus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gernüt. Dies ist das vornehmste und grolite Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nachsten lieben wie dich selbst. In diesen zweien Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten. Da nun die Pharisaer beieinander waren, fragte sie Jesus und sprach: Wie dunket euch urn Christus? Wes Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen Herrn, da er sagt: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fufie. So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen. Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jungern und sprach: Auf Moses Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Pharisaer. Alles nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollet, das haltet und tut's; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun. Sie sagen's wohl und tun's nicht. Sie binden aber schwere und unertragliche Burden und legen sie den Menschen auf den Hals; aber sie wollen dieselben nicht mit einem Finger regen. Alle ihre Werke aber tun sie, dafi sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Denkzettel breit und die Saume an ihren Kleidern grofi. Sie sitzen gem obenan uber Tisch und in den Schulen und haben's gerne, daß sie gegrufiet werden auf dem Markt und von den Menschen Rabbi genannt werden. Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer, ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder. Und sollet niemand Vater heüien auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. und ihr sollt euch nicht lassen Meister nennen; denn einer ist euer Meister, Christus. Der Grdßte unter euch soil euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhohet, der wird erniedriget, und wer sich selbst erniedriget, der wird erhdhet. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschlieftt vor den Menschen! Ihr kommet nicht hinein, und die hinein wolien, lasset ihr nicht hineingehen. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr der Witwen Hauser fresset und wendet lange Gebete vor! Darum werdet ihr desto mehr Verdammnis empfahen. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr Land und Wasser umziehet, dafi ihr einen Judengenossen machet! Und wenn er's worden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Holle, zwiefaltig mehr, denn ihr seid. Wehe euch, verblendete Leiter, die ihr saget: Wer da schworet bei dem Tempel, das ist nichts; wer aber schworet bei dem Golde am Tempel, der ist schuldig. Ihr Narren und Blinden, was ist grofier, das Gold Oder der Tempel, der das Gold heiliget? Wer da schworet bei dem Altar; das ist nichts; wer aber schworet bei dem Opfer, das droben ist, der ist schuldig. Ihr Narren und Blinden, was ist grofier, das Opfer Oder der Altar, der das Opfer heiliget? Darum, wer da schworet bei dem Altar, der schworet bei demselben und bei allem, was droben ist. Und wer da schworet bei dem Tempel, der schworet bei demselbigen und bei dem, derdrinnen wohnet. Und wer da schworet bei dem Himmel, der schworet bei dem Stuhl Gottes und bei dem, der darauf sitzt. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr verzehntet die Minze, Till und Kümmel und lasset dahinten das Schwerste im Gesetz, namlich das Gericht, die Barmherzigkeit und den Glauben. Dies sollte man tun und jenes nicht lassen. Ihr verblendete Leiter, die ihr Mücken seihet und Kamele verschlucket! Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schusseln auswendig reinlich haltet, inwendig aber ist's voll Raubes und Frames. Du blinder Pharisaer, reinige zum ersten das Inwendige am Becher und Schüssel, auf daß auch das Auswendige rein werde! Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihrgleich seid wie die ubertunchten Graber, welche auswendig hübsch scheinen, aber inwendig sind sie voller Totenbeine und alles Unflats. Also auch ihr; von aulien scheinet ihr vor den Menschen fromm, aber inwendig seid ihr voller Heuchelei und Untugend. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisaer, ihr Heuchler, die ihr der Propheten Graber bauet und schmucket der Gerechten Graber und sprechet: Waren wir zu unserer Vater Zeiten gewesen, so wollten wir nicht teilhaftig sein mit ihnen an der Propheten Blut. So gebt ihr zwar uber euch selbst Zeugnis, daß ihr Kinder seid derer die, die Propheten getotet haben. Wohlan, erfüllet auch ihr das Mali eurer Vater! Ihr Schlangen, ihr Otterngezuchte, wie wollt ihr der hollischen Verdammnis entrinnen? Darum siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und derselbigen werdet ihr etliche toten und kreuzigen und etliche werdet ihr geilieln in euren Schulen und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der andern, auf daß uber euch komme alles das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut an des gerechten Abels bis aufs Blut Zacharias, Barachias Sohn, welchen ihr getotet habt zwischen dem Tempel und Altar. Wahrlich, ich sage euch, daß solches alles wird uber dies Geschlecht kommen. Jerusalem, Jerusalem, die du totest die Propheten und steinigest, die zu dir gesandt sind, wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Kuchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus soil euch wüste gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprechet: Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn!

Evangelium

Johannes 12

Sechs Tage vor Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl, und Martha dienete; Lazarus aber war der einer, die mit ihm zu Tische salien. Da nahm Maria ein Pfund Salbe von ungefalschter, kbstlicher Narde und salbete die Fülie Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Fulie. Das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe. Da sprach seiner Jünger einer, Judas, Simons Sohn, Ischariot, der ihn hernach verriet: Warum ist diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb und hatte den Beutel und trug, was gegeben ward. Da sprach Jesus: Laü sie mit Frieden! Solches hat sie behalten zum Tage meines Begrabnisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. Da erfuhr viel Volks der Juden, daß er daselbst war, und kamen nicht um Jesu willen allein, sondern daß sie auch Lazarus sahen, welchen er von den Toten erweckt hatte. Aber die Hohenpriester trachteten danach, daß sie auch Lazarus toteten. Denn um seinetwillen gingen viel Juden hin und glaubten an Jesum. Des andern Tages, viel Volks, das aufs Fest kommen war, da es horete, daß Jesus kommt gen Jerusalem, nahmen sie Palmenzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrieen: Hosianna! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, ein Konig von Israel! Jesus aber überkam ein Eselein und rittdarauf, wie denn geschrieben stehet: Furchte dich nicht, du Tochter Zion; siehe, dein Konig kommt reitend auf einem Eselsfullen! Solches aber verstunden seine Jünger zuvor nicht, sondern da Jesus verklaret ward, da dachten sie daran, daß solches war von ihm geschrieben, und sie solches ihm getan hatten. Das Volk aber, das mit ihm war, da er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, rühmetedie Tat. Darum ging ihm auch das Volk entgegen, da sie horeten, er hatte solches Zeichen getan. Die Pharisaer aber sprachen untereinander: Ihr sehet, daß ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt lauft ihm nach. Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufkommen waren, daß sie anbeteten auf das Fest. Die traten zu Philippus, der von Bethsaida aus Galilaa war, baten ihn und sprachen: Herr, wirwollten Jesum gerne sehen. Philippus kommt und sagt's Andreas, und Philippus und Andreas sagten's weiter Jesu. Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Zeit ist kommen, daß des Menschen Sohn verklaret werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, daß das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt's alleine; wo es aber erstirbt, so bringt's viel Fruchte. Wersein Leben liebhat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasset, der wird's erhalten zum ewigen Leben. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soil mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vaterehren. Jetzt ist meine Seele betrubet. Und was soil ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde kommen. Vater, verklare deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich hab' ihn verklaret und will ihn abermal verklaren. Da sprach das Volk, das dabeistund und zuhorete: Es donnerte! Die andern sprachen: Es redete ein Engel mit ihm. Jesus antwortete und sprach: Diese Stimme ist nicht um meinetwillen geschehen, sondern um euretwillen. Jetzt gehet das Gericht uber die Welt; nun wird der Furst dieser Welt ausgestolien werden. Und ich, wenn ich erhohet werde von der Erde, so will ich sie alle zu mir ziehen. Das sagte er aber, zu deuten, welches Todes er sterben wurde. Da antwortete ihm das Volk: Wir haben gehoret im Gesetz, daß Christus ewiglich bleibe; und wie sagst du denn, des Menschen Sohn muli erhohet werden? Wer ist dieser Menschensohn? Da sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, dieweil ihr das Licht habt, daß euch die Finsternisse nicht überfallen. Wer in Finsternis wandelt, derweili nicht, wo er hingehet. Glaubet an das Licht, dieweil ihr's habt, auf daß ihr des Lichtes Kinder seid. Solches redete Jesus und ging weg und verbarg sich vor ihnen. Und ob er wohl solche Zeichen vor ihnen tat, glaubten sie doch nicht an ihn, auf daß erfullet wurde der Spruch des Propheten Jesaja, den er sagt: Herr, wer glaubet unserm Predigen, und wem ist der Arm des Herrn offenbaret? Darum konnten sie nicht glauben; denn Jesaja sagt abermal: Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstocket, dafi sie mit den Augen nicht sehen, noch mit dem Herzen vernehmen und sich bekehren, und ich ihnen hülfe. Solches sagte Jesaja, da er seine Herrlichkeit sah und redete von ihm. Doch der Obersten glaubten viel an ihn; aber um der Pharisaer willen bekannten sie es nicht, daß sie nicht in den Bann getan wurden; denn sie hatten lieberdie Ehre bei den Menschen denn die Ehre bei Gott. Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubet, der glaubet nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich siehet, der siehet den, der mich gesandt hat. Ich bin kommen in die Welt ein Licht, auf daü, wer an mich glaubet, nicht in Finsternis bleibe. Und wer meine Worte horet und glaubet nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht kommen; da(J ich die Welt richte, sondern dafi ich die Welt selig mache. Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht auf, der hat schon, der ihn richtet: das Wort, welches ich geredet habe, das wird ihn richten am Jungsten Tage. Denn ich habe nicht von mir selber geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soil. Und ich weili, daß sein Gebot ist das ewige Leben. Darum, was ich rede, das rede ich also, wie mir der Vater gegeben hat.

Abendgebet — Zweite Lesung

Johannes 15:14

Ihr seid meine Freunde, so ihr tut, was ich euch gebiete.

Evangelium

Markus 14:53-72

Und sie fuhreten Jesum zu dem Hohenpriester, dahin zusammenkommen waren alle Hohenpriester und Altesten und Schriftgelehrten. Petrus aber folgete ihm nach von feme bis hinein in des Hohenpriesters Palast; und er war da und sali bei den Knechten und warmete sich bei dem Licht. Aber die Hohenpriester und der ganze Rat suchten Zeugnis wider Jesum, auf daß sie ihn zum Tode brachten, und fanden nichts. Viele gaben falsch Zeugnis wider ihn; aber ihr Zeugnis stimmte nicht uberein. Und etliche stunden auf und gaben falsch Zeugnis wider ihn und sprachen: Wir haben gehoret, daß er sagte: Ich will den Tempel, der mit Handen gemacht ist, abbrechen und in dreien Tagen einen andern bauen, der nicht mit Handen gemacht sei. Aber ihr Zeugnis stimmete noch nicht uberein. Und der Hohepriester stund auf unter sie und fragte Jesum und sprach: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen? Er aber schwieg stille und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermal und sprach zu ihm: Bist du Christus, der Sohn des Hochgelobten? Jesus aber sprach: Ich bin's. Und ihr werdet sehen des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft und kommen mit des Himmels Wolken. Da zerrili der Hohepriester seinen Rock und sprach: Was bedurfen wir weiter Zeugen? Ihr habt gehoret die Gotteslasterung; was dünket euch? Sie aber verdammeten ihn alle, dati er des Todes schuldig ware. Da fingen an etliche, ihn zu verspeien und zu verdecken sein Angesicht und mit Fausten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage uns! Und die Knechte schlugen ihn ins Angesicht. Und Petrus war danieden im Palast; da kam des Hohenpriester Magde eine. Und da sie sah Petrus sich warmen, schauete sie ihn an und sprach: Und du warest auch mit Jesu von Nazareth. Er leugnete aber und sprach: Ich kenne ihn nicht, weü J, auch nicht, was du sagest. Und er ging hinaus in den Vorhof; und der Hahn krahete. Und die Magd sah ihn und hub abermal an, zu sagen denen, die dabei stunden: Dieser ist der einer. Und er leugnete abermal. Und nach einer kleinen Weile sprachen abermal zu Petrus, die dabeistunden: Wahrlich, du bist der einer; denn du bist ein Galilaer, und deine Sprache lautet gleich also. Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schworen: Ich kenne des Menschen nicht, von dem ihr saget. Und der Hahn krahete zum andernmal. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm sagte: Ehe der Hahn zweimal krahet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er hub an zu weinen.

Evangelium

Matthäus 24:36-51

Von dem Tage aber und von der Stunde weift niemand, auch die Engel nicht im Himmel, sondern allein mein Vater. Gleich aber wie es zu der Zeit Noahs war, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes. Denn gleichwie sie waren in den Tagen vor der Sintflut: sie alien, sie tranken, sie freieten und lieften sich freien bis an den Tag, da Noah zu der Arche einging, und sie achteten's nicht, bis die Sintflut kam und nahm sie alle dahin: also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes. Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer wird angenommen und der andere wird verlassen werden. Zwo werden mahlen auf der Mühle; eine wird angenommen und die andere wird verlassen werden. Darum wachet! Denn ihr wisset nicht, welche Stunde euer Herr kommen wird. Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausvater wuftte, welche Stunde der Dieb kommen wollte, so wurde er ja wachen und nicht in sein Haus brechen lassen. Darum seid ihr auch bereit; denn des Menschen Sohn wird kommen zu einer Stunde, da ihr nicht meinet. Welcher ist aber nun ein treuer und kluger Knecht, den sein Herr gesetzt hat uber sein Gesinde, daß er ihnen zu rechter Zeit Speise gebe? Selig ist der Knecht, wenn sein Herr kommt und findetihn also tun! Wahrlich, ich sage euch, erwird ihn uber alle seine Gütersetzen. So aber jener, der bose Knecht, wird in seinem Herzen sagen: Mein Herr kommt noch lange nicht, und fahet an zu schlagen seine Mitknechte, isset und trinket mit den Trunkenen: so wird der Herr desselbigen Knechts kommen an dem Tage, des er sich nicht versiehet, und zu der Stunde, die er nicht meinet, und wird ihn zerscheitern und wird ihm seinen Lohn geben mit den Heuchlern. Da wird sein Heulen und Zahneklappen.

Evangelium

Apostelgeschichte 6

In den Tagen aber, da der Jünger viel wurden, erhub sich ein Murmeln unter den Griechen wider die Hebraer, darum daß ihre Witwen übersehen wurden in der taglichen Handreichung. Da riefen die Zwolfe die Menge der Junger zusammen und sprachen: Es taugt nicht, daß wir das Wort Gottes unterlassen und zu Tische dienen. Darum, ihr lieben Bruder, sehet unter euch nach sieben Mannern, die ein gut Gerucht haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind, welche wir bestellen mogen zu dieser Notdurft. Wir aber wollen anhalten am Gebet und am Amt des Worts. Und die Rede gefiel derganzen Menge wohl, und erwahleten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Judengenossen von Antiochien. Diese stelleten sie vor die Apostel und beteten und legten die Hande auf sie. Und das Wort Gottes nahm zu, und die Zahl der Junger ward sehr groli zu Jerusalem. Es wurden auch viel Priesterdem Glauben gehorsam. Stephanus aber, voll Glaubens und Krafte, tat Wunder und grolie Zeichen unter dem Volk. Da stunden etliche auf von der Schule, die da heiliet der Libertiner und der Kyrener und der Alexanderer und derer, die aus Zilizien und Asien waren, und befragten sich mit Stephanus. Und sie vermochten nicht, zu widerstehen der Weisheit und dem Geiste, aus welchem er redete. Da richteten sie zu etliche Manner, die sprachen: Wir haben ihn gehoret Lasterworte reden wider Mose und wider Gott. Und bewegten das Volk und die Altesten und die Schriftgelehrten; und traten herzu und rissen ihn hin und fuhreten ihn vor den Rat; und stelleten falsche Zeugen dar, die sprachen: Dieser Mensch horet nicht auf, zu reden Lasterworte wider diese heilige Statte und das Gesetz. Denn wir haben ihn horen sagen: Jesus von Nazareth wird diese Statte zerstoren und andern die Sitten, die uns Mose gegeben hat. Und sie sahen auf ihn alle, die im Rat salien, und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

In Bosko warten die Lesungen des Tages jeden Morgen auf dich — markiere jede als gelesen, damit du nie den Überblick verlierst, lies sie in einer von 30 Übersetzungen und verweile bei einer kurzen Betrachtung. Die Tageslesungen deiner Tradition — nachverfolgt und immer griffbereit.