Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

Hebräer 2:1-10

Darum sollen wir desto mehr wahrnehmen des Worts, das wir horen, daß wir nicht dahinfahren. Denn so das Wort test worden ist, das durch die Engel geredet ist, und eine jegliche Ubertretung und Ungehorsam hat empfangen seinen rechten Lohn: wie wollen wir entfliehen, so wir eine solche Seligkeit nicht achten? welche, nachdem sie erstlich geprediget ist durch den Herrn, ist sie auf uns kommen durch die, so es gehoret haben. Und Gott hat ihr Zeugnis gegeben mit Zeichen, Wundern und mancherlei Kraften und mit Austeilung des Heiligen Geistes nach seinem Willen. Denn er hat nicht den Engeln untertan die zukunftige Welt, davon wir reden. Es bezeuget aber einer an einem Ort und spricht: Was ist der Mensch, daß du sein gedenkest, und des Menschen Sohn, daß du ihn heimsuchest? Du hast ihn eine kleine Zeit der Engel mangeln lassen; mit Preis und Ehren hast du ihn gekronet und hast ihn gesetzt uber die Werke deiner Hande; alles hast du untertan zu seinen Fulien. In dem, daß er ihm alles hat untertan, hat er nichts gelassen, das ihm nicht untertan sei; jetzt aber sehen wir noch nicht, daß ihm alles untertan sei. Den aber, der eine kleine Zeit der Engel gemangelt hat, sehen wir, daß es Jesus ist, durch Leiden des Todes gekronet mit Preis und Ehren, auf daß er von Gottes Gnaden fur alle den Tod schmeckete. Denn es ziemete dem, urn deswillen alle Dinge sind, und durch den alle Dinge sind, der da viel Kinder hat zur Herrlichkeit geführet, daß er den Herzog ihrer Seligkeit durch Leiden vollkommen machte.

Erste Lesung

2. Mose 13

Und der HERR redete mit Mose und sprach: Heilige mir alle Erstgeburt, die allerlei Mutter bricht, bei den Kindern Israel, beide unter den Menschen und dem Vieh; denn sie sind mein. Da sprach Mose zum Volk: Gedenket an diesen Tag, an dem ihr aus Agypten, aus dem Diensthause, gegangen seid, daß der HERR euch mit machtiger Hand von hinnen hat ausgefuhret; darum sollst du nicht Sauerteig essen. Heute seid ihrausgegangen, in dem Mond Abib. Wenn dich nun der HERR bringen wird in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Heviter und Jebusiter, das er deinen Vatern geschworen hat, dir zu geben, ein Land, da Milch und Honig innen fleußt, so sollst du diesen Dienst halten in diesem Mond. Sieben Tage sollst du ungesauert Brot essen, und am siebenten Tage ist des HERRN Fest. Darum sollst du sieben Tage ungesauert Brot essen, daß bei dir kein Sauerteig noch gesauert Brot gesehen werde an alien deinen Orten. Und sollt euren Sohnen sagen an dem selbigen Tage: Solches halten wir um deswillen, das uns der HERR getan hat, da wir aus Agypten zogen. Darum soil dir's sein ein Zeichen in deiner Hand und ein Denkmal vor deinen Augen, auf daß des HERRN Gesetz sei in deinem Munde, daß der HERR dich mit machtiger Hand aus Agypten gefuhret hat. Darum halte diese Weisezu seiner Zeit jahrlich. Wenn dich nun der HERR ins Land der Kanaaniter gebracht hat, wie er dir und deinen Vatern geschworen hat, und dir's gegeben, so sollst du aussondern dem HERRN alles, was die Mutter bricht, und die Erstgeburt unter dem Vieh, das ein Mannlein ist. Die Erstgeburt vom Esel sollst du losen mit einem Schaf; wo du es aber nicht losest, so brich ihm das Genick. Aber alle erste Menschengeburt unter deinen Kindern sollst du losen. Und wenn dich heute Oder morgen dein Kind wird fragen: Was ist das? sollst du ihm sagen: Der HERR hat uns mit machtiger Hand aus Agypten, von dem Diensthause, gefuhret. Denn da Pharao hart war, uns loszulassen, erschlug der HERR alle Erstgeburt in Agyptenland, von der Menschen Erstgeburt an bis an die Erstgeburt des Viehes. Darum opfere ich dem HERRN alles, was die Mutter bricht, das ein Mannlein ist, und die Erstgeburt meiner Kinder lose ich. Und das soil direin Zeichen in deiner Hand sein und ein Denkmal vor deinen Augen, daß uns der HERR hat mit machtiger Hand aus Agypten gefuhret. Da nun Pharao das Volk gelassen hatte, führete sie Gott nicht auf die Straße durch der Philister Land, die am nachsten war; denn Gott gedachte, es mochte das Volk gereuen, wenn sie den Streit sahen, und wieder nach Agypten umkehren. Darum führete erdas Volk um auf die Straße durch die Wuste am Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen gerustet aus Agyptenland. Und Mose nahm mitsich die Gebeine Josephs. Denn er hatte einen Eid von den Kindern Israel genommen und gesprochen: Gott wird euch heimsuchen; so führet meine Gebeine mit euch von hinnen. Also zogen sie aus von Suchoth und lagerten sich in Etham, vom an der Wuste. Und der HERR zog vor ihnen her, des Tages in einer Wolkensaule, daß er sie den rechten Weg führete, und des Nachts in einer Feuersaule, daß er ihnen leuchtete, zu reisen Tag und Nacht. Die Wolkensaule wich nimmervon dem Volk des Tages, noch die Feuersaule des Nachts.

Erste Lesung

3. Mose 23:23-44

Und der HERR redete mit Mose und sprach: Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am ersten Tage des siebenten Monden sollt ihr den heiligen Sabbat des Blasens zum Gedachtnis halten, da ihrzusammenkommt. Da sollt ihr keine Dienstarbeit tun und sollt dem HERRN opfern. Und der HERR redete mit Mose und sprach: Des zehnten Tages in diesem siebenten Monden istder Versohnetag. Der soli bei euch heilig heißen, daß ihr zusammen kommt; da sollt ihr euren Leib kasteien und dem HERRN opfern. Und sollt keine Arbeit tun an diesem Tage; denn es, ist der Versohnetag, dad ihr versohnet werdet vor dem HERRN, eurem Gott. Denn wer seinen Leib nicht kasteiet an diesem Tage, der soil aus seinem Volk gerottet werden. Und wer dieses Tages irgend eine Arbeit tut, den will ich vertilgen aus seinem Volk. Darum sollt ihr keine Arbeit tun. Das soil ein ewiges Recht sein euren Nachkommen in alien euren Wohnungen. Es ist euer grader Sabbat, dad ihr eure Leiber kasteiet. Am neunten Tage des Monden, zu Abend, sollt ihr diesen Sabbat halten, von Abend an bis wiederzu Abend. Und der HERR redete mit Mose und sprach: Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am funfzehnten Tage dieses siebenten Monden ist das Fest der Laubhutten sieben Tage dem HERRN. Der erste Tag soli heilig heiden, dad ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr tun. Sieben Tage sollt ihr dem HERRN opfern. Der achte Tag soli auch heilig heiden, dad ihr zusammenkommt, und sollt euer Opfer dem HERRN tun; denn es ist der Versammlungstag; keine Dienstarbeit sollt ihr tun. Das sind die Feste des HERRN, die ihr sollt fur heilig halten, dad ihrzusammenkommt und dem HERRN Opfer tut, Brandopfer, Speisopfer, Trankopfer und andere Opfer, ein jegliches nach seinem Tage, ohne was der Sabbat des HERRN und eure Gaben und Gelubde und freiwillige Gaben sind, die ihr dem HERRN gebet. So sollt ihr nun am funfzehnten Tage des siebenten Monden, wenn ihr das Einkommen vom Lande eingebracht habt, das Fest des HERRN halten sieben Tage lang. Am ersten Tage ist es Sabbat, und am achten Tage ist es auch Sabbat. Und sollt am ersten Tage Fruchte nehmen von schonen Baumen, Palmenzweige und Maien von dichten Baumen und Bachweiden und sieben Tage frohlich sein vor dem HERRN, eurem Gott. Und sollt also dem HERRN des Jahrs das Fest halten sieben Tage. Das soil ein ewiges Recht sein bei euren Nachkommen, daß sie im siebenten Monden also feiern. Sieben Tage sollt ihr in Laubhutten wohnen; wer einheimisch ist in Israel, der soli in Laubhutten wohnen, daß eure Nachkommen wissen, wie ich die Kinder Israel habe lassen in Hutten wohnen, da ich sie aus Agyptenland führete. Ich bin der HERR, euer Gott. Und Mose sagte den Kindern Israel solche Feste des HERRN.

Morgengebet — Erste Lesung

1. Mose 37

Jakob aber wohnete im Lande, da sein Vater ein Fremdling innen gewesen war, namlich im Lande Kanaan. Und das sind die Geschlechter Jakobs: Joseph war siebenzehn Jahre alt, da er ein Hide des Viehes ward mit seinen Brudern; und der Knabe war bei den Kindern Bilhas und Silpas, seines Vaters Weiber, und brachte vor ihren Vater, wo ein bos Geschrei wider sie war. Israel aber hatte Joseph lieber denn alle seine Kinder, darum daß er ihn im Alter gezeuget hatte; und machte ihm einen bunten Rock. Da nun seine Bruder sahen, dad ihn ihr Vater lieber hatte denn alle seine Bruder, waren sie ihm feind und konnten ihm kein freundlich Wort zusprechen. Dazu hatte Joseph einmal einen Traum und sagte seinen Brudern davon; da wurden sie ihm noch feinder. Denn ersprach zu ihnen: Horet, lieber, was mir doch getraumet hat! Mich deuchte, wir banden Garben auf dem Felde, und meine Garbe richtete sich auf und stund, und eure Garben umher neigeten sich gegen meine Garbe. Da sprachen seine Bruder zu ihm: Solltestdu unser Konig werden und über uns herrschen? Und wurden ihm noch feinder urn seines Traums und seiner Rede willen. Und er hatte noch einen andern Traum, den erzahite er seinen Brudern und sprach: Siehe, ich habe noch einen Traum gehabt. Mich deuchte, die Sonne und der Mond und elf Sterne neigeten sich vor mir. Und da das seinem Vater und seinen Brudern gesagt ward, strafte ihn sein Vater und sprach zu ihm: Was ist das fur ein Traum, der dir getraumet hat? Soil ich und deine Mutter und deine Bruder kommen und dich anbeten? Und seine Bruder neideten ihn. Aber sein Vater behielt diese Worte. Da nun seine Bruder hingingen, zu weiden das Vieh ihres Vaters in Sichem, sprach Israel zu Joseph: Huten nicht deine Bruder des Viehes in Sichem? Komm, ich will dich zu ihnen senden. Er aber sprach: Hie bin ich! Und er sprach: Gehe hin und sieh, ob es wohl stehe urn deine Bruder und urn das Vieh; und sage mir wieder, wie sich's halt. Und er sandte ihn aus dem Tal Hebron, daß ergen Sichem ginge. Dafand ihn ein Mann, daß er irre ging auf dem Felde; der fragte ihn und sprach: Wen suchest du? Er antwortete: ich suche meine Bruder; lieber, sage mir an, wo sie huten. Der Mann sprach: Sie sind von dannen gezogen; denn ich horte, dad sie sagten: Lasset uns gen Dothan gehen. Da folgte Joseph seinen Brudern nach und fand sie zu Dothan. Als sie ihn nun sahen von feme, ehe denn er nahe bei sie kam, schlugen sie an, dad sie ihn toteten, und sprachen untereinander: Sehet, der Traumer kommt daher! So kommt nun und lasset uns ihn erwurgen und in eine Grube werfen und sagen, ein boses Tier habe ihn gefressen, so wird man sehen, was seine Traume sind. Da das Ruben horete, wollte er ihn aus ihren Handen erretten und sprach: Lasset uns ihn nicht toten! Und weiter sprach Ruben zu ihnen: Vergiefiet nicht Blut, sondern werfet ihn in die Grube, die in der Wüste ist, und leget die Hand nicht an ihn. Er wollte ihn aber aus ihrer Hand erretten, dafi er ihn seinem Vater wiederbrachte. Als nun Joseph zu seinen Brudern kam, zogen sie ihm seinen Rock mit dem bunten Rock aus, den er anhatte; und nahmen ihn und warfen ihn in eine Grube; aber dieselbige Grube war leer und kein Wasser drinnen. Und setzten sich nieder zu essen. Indes huben sie ihre Augen auf und sahen einen Haufen Ismaeliter kommen von Gilead mit ihren Kamelen; die trugen Würze, Balsam und Myrrhen, und zogen hinab nach Agypten. Da sprach Juda zu seinen Brudern: Was hilft's uns, dad wir unsern Bruder erwurgen und sein Blut verbergen? Kommt, lasset uns ihn den Ismaeliten verkaufen, dad sich unsere Hande nicht an ihm vergreifen; denn er ist unser Bruder, unser Fleisch und Biut. Und sie gehorchten ihm. Und da die Midianiter, die Kaufleute, voruberreiseten, zogen sie ihn heraus aus der Grube und verkauften ihn den Ismaeliten urn zwanzig Silberlinge; die brachten ihn nach Agypten. Als nun Ruben wieder zur Grube kam und fand Joseph nicht darinnen, zerril J, ersein Kleid und kam wieder zu seinen Brudern und sprach: Der Knabe ist nicht da, wo soil ich hin? Da nahmen sie Josephs Rock und schlachteten einen Ziegenbock und tunkten den Rock ins Blut. Und schickten den bunten Rock hin und lielien ihn ihrem Vater bringen und sagen: Diesen haben wir funden; siehe, ob es deines Sohnes Rock sei, Oder nicht. Er kannte ihn aber und sprach: Es ist meines Sohnes Rock; ein boses Tier hat ihn gefressen, ein reißend Tier hat Joseph zerrissen. Und Jakob zerriß seine Kleider und legte einen Sack um seine Lenden und trug Leid um seinen Sohn lange Zeit. Und alle seine Sohne und Tochter traten auf, daß sie ihn trosteten; aber erwollte sich nicht trosten lassen und sprach: Ich werde mit Leide hinunterfahren in die Grube zu meinem Sohne. Und sein Vater beweinete ihn. Aber die Midianiter verkauften ihn in Agypten dem Potiphar, des Pharao Kammerer und Hofmeister.

Epistel

Epheser 5:1-9

So seid nun Gottes Nachfolger als die lieben Kinder! Und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns hat geliebet und sich selbst dargegeben fur uns zur Gabe und Opfer, Gott zu einem süßen Geruch. Hurerei aber und alle Unreinigkeit Oder Geiz lasset nicht von euch gesagt werden, wie den Heiligen zustehet, auch schandbare Worte und Narrenteidinge Oder Scherz, welche euch nicht ziemen, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, dafi kein Hurer Oder Unreiner Oder Geiziger (welcher ist ein Gotzendiener) Erbe hat an dem Reich Christi und Gottes. Lasset euch niemand verfuhren mit vergeblichen Worten! Denn urn dieser willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens. Darum seid nicht ihre Mitgenossen! Denn ihrwaretweiland Finsternis; nun aber seid ihr ein Licht in, dem Herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts! Die Frucht des Geistes ist allerlei Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Erste Lesung

Jesaja 43

Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erloset; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Denn so du durch Wasser gehest, will ich bei dir sein, dad dich die Strome nicht sollen ersaufen, und so du ins Feuer gehest, sollst du nicht brennen, und die Flamme soil dich nicht anzunden. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige in Israel, dein Heiland. Ich habe Agypten, Mohren und Seba an deiner Statt zur Versohnung gegeben. Weil du so wert bist vor meinen Augen geachtet, mudt du auch herrlich sein, und ich habe dich lieb; darum gebe ich Menschen an deiner Statt und Volker fur deine Seele. So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. Ich will vom Morgen deinen Samen bringen und will dich vom Abend sammeln; und will sagen gegen Mitternacht: Gib her! und gegen Mittag: Wehre nicht! Bringe meine Sohne von feme her und meine Tochter von der Welt Ende, alle, die mit meinem Namen genannt sind, namlich die ich geschaffen habe zu meiner Herrlichkeit und sie zubereitet und gemacht. La(3> hervortreten das blinde Volk, welches doch Augen hat, und die Tauben, die doch Ohren haben. Lafit alle Heiden zusammenkommen zuhaufe und sich die Volker versammeln. Welcher ist unter ihnen, der solches verkundigen moge und uns horen lasse vorhin, was geschehen soil? Ladt sie ihre Zeugen darstellen und beweisen, so wird man's horen und sagen: Es ist die Wahrheit. Ihr aber seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwahlet habe, auf dad ihr wisset und mirglaubet und verstehet, dafi ich's bin. Vor mir ist kein Gott gemacht, so wird auch nach mir keiner sein. Ich, ich bin der HERR, und ist auder mir kein Heiland. Ich hab's verkundiget und hab auch geholfen und hab's euch sagen lassen; und ist kein fremder (Gott) unter euch. Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR; so bin ich Gott. Auch bin ich, ehe denn nie kein Tag war; und ist niemand, der aus meiner Hand erretten kann. Ich wirke; wer will's abwenden? So spricht der HERR, euer Erloser, der Heilige in Israel: Urn euretwillen habe ich gen Babel geschickt und habe die Riegel alle heruntergestoden und die klagenden Chaldaer in die Schiffe gejagt. Ich bin der HERR, euer Heiliger, der ich Israel geschaffen habe, euer Konig. So spricht der HERR, der im Meer Weg und in starken Wassern Bahn macht; der herausbringt Wagen und Rod, Heer und Macht, dad sie auf einem Haufen daßegen und nicht aufstehen, dad sie verloschen, wie ein Docht verlischt: Gedenket nicht an das Alte und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues machen; jetzt soil es aufwachsen; dad ihr erfahren werdet, dad ich Weg in der Wuste mache und Wasserstrome in der Einode, dad mich das Tier auf dem Felde preise, die Drachen und Strauden. Denn ich will Wasser in der Wuste und Strome in der Einode geben zu tranken mein Volk; meine Auserwahlten. Dies Volk habe ich mir zugerichtet, es soil meinen Ruhm erzahlen. Nicht dad du mich flattest gerufen, Jakob, Oder dad du urn mich gearbeitet flattest, Israel. Mir zwar hast du nicht gebracht Schafe deines Brandopfers noch mich geehret mit deinen Opfern; mich hat deines Dienstes nicht gelüstet im Speisopfer, habe auch nicht Lust an deiner Arbeit im Weihrauch; mir hast du nicht urn Geld Kalmus gekauft; mich hast du mit dem Fetten deiner Opfer nicht gefüllet. Ja, mir hast du Arbeit gemacht in deinen Sünden und hast mir Muhe gemacht in deinen Missetaten. Ich, ich tilge deine Ubertretung urn meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht. Erinnere mich, lad uns miteinander rechten; sage an, wie du gerecht willst sein! Deine Voreltern haben gesundiget, und deine Lehrer haben wider mich midgehandelt. Darum habe ich die Fursten des Heiligtums entheiliget und habe Jakob zum Bann gemacht und Israel zum Hohn.

Morgengebet — Zweite Lesung

Lukas 15

Es naheten aber zu ihm allerlei Zollner und Sünder, daß sie ihn horeten. Und die Pharisaer und Schriftgelehrten murreten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isset mit ihnen. Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat, und so er der eines verlieret, der nicht lasse die neunundneunzig in der Wüste und hingehe nach dem verloren, bis dal L er's finde? Und wenn er's funden hat, so legt er's auf seine Achseln mit Freuden. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freuet euch mit mir; denn ich habe mein Schaf funden, das verloren war. Ich sage euch: Also wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Bute tut, vor neunundneunzig Gerechten, die der Bute nicht bedurfen. Oder welch Weib ist, die zehn Groschen hat, so sie der einen verlieret, die nicht ein Licht anzünde und kehre das Haus und suche mit Fleifi, bis daü sie ihn finde? Und wenn sie ihn funden hat, rufet sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen und spricht: Freuet euch mit mir; denn ich habe meinen Groschen funden, den ich verloren hatte. Also auch, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes uber einen Sunder, der Bute tut. Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Sohne. Und der jungste unter ihnen sprach zum Vater: Gib mir, Vater, das Teil der Guter, das mir gehort! Und er teilete ihnen das Gut. Und nicht lange danach sammelte der jungste Sohn alles zusammen und zog feme uber Land; und daselbst brachte er sein Gut um mit Prassen. Da er nun all das Seine verzehret hatte, ward eine grofte Teurung durch dasselbige ganze Land, und erfing an zu darben. Und ging hin und hangete sich an einen Burger desselbigen Landes, der schickte ihn auf seinen Acker, die Saue zu hüten. Und er begehrte seinen Bauch zu füllen mit Trebern, die die Saue alien; und niemand gab sie ihm. Da schlug er in sich und sprach: Wieviel Tagelohner hat mein Vater, die Brot die Fulle haben, und ich verderbe im Hunger! Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesundiget gegen den Himmel und vor dir und bin fort nicht mehrwert, daß ich dein Sohn heifte; mache mich zu einem deiner Tagelohner. Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Da er aber noch feme von dannen war, sah ihn sein Vater, und jammerte ihn, lief und fiel ihm um seinen Hals und kussete ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesundiget gegen den Himmel und vor dir; ich bin fort nicht mehrwert, daß ich dein Sohn heilie. Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringet das beste Kleid hervor und tut es ihm an; und gebet ihm einen Fingerreif an seine Hand und Schuhe an seine Fufte; und bringet ein gemastet Kalb her und schlachtet es: lasset uns essen und frohlich sein! Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig worden; erwar verloren und istfunden worden. Und fingen an frohlich zu sein. Aber der alteste Sohn war auf dem Felde, und als er nahe zum Hause kam, horete er das Gesange und den Reigen und rief zu sich der Knechte einen und fragte, was das ware. Der aber sagte ihm: Dein Bruderistkommen, und dein Vater hat ein gemastet Kalb geschlachtet, daß, er ihn gesund wieder hat. Da ward erzornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn. Er antwortete aber und sprach zum Vater: Siehe, so viel Jahre diene ich dir und habe dein Gebot noch nie ubertreten, und du hast mir nie einen Bock gegeben, daß ich mit meinen Freunden frohlich ware. Nun aber dieser dein Sohn kommen ist, der sein Gut mit Huren verschlungen hat, hast du ihm ein gemastet Kalb geschlachtet. Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein. Du solltest aber frohlich und gutes Muts sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig worden; er war verloren und ist wieder funden.

Antwortpsalm

Psalmen 107

Danketdem HERRN; denn eristfreundlich, und seine Gute wahret ewiglich. Saget, die ihr erloset seid durch den HERRN, die er aus der Not erloset hat und die er aus den Landern zusammengebracht hat vom Aufgang, vom Niedergang, von Mitternacht und vom Meer; die irregingen in der Wüste, in ungebahntem Wege, und fanden keine Stadt, da sie wohnen konnten, hungrig und durstig und ihre Seele verschmachtet; und sie zum HERRN riefen in ihrer Not, und er sie errettete aus ihren Angsten und fuhrete sie einen richtigen Weg, daü sie gingen zur Stadt, da sie wohnen konnten: die sollen dem HERRN danken urn seine Gute und urn seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut, daß er sattiget die durstige Seele und füllet die hungrige Seele mit Gutem. Die da sitzen muüten in Finsternis und Dunkel, gefangen im Zwang und Eisen, darum daß sie Gottes Geboten ungehorsam gewesen waren und das Gesetz des Hochsten geschandet hatten; darum mulite ihr Herz mit Unglück geplagt werden, daß sie dalagen, und ihnen niemand half; und sie zum HERRN riefen in ihrer Not, und er ihnen half aus ihren Angsten und sie aus der Finsternis und Dunkel fuhrete und ihre Bande zerrili: die sollen dem HERRN danken urn seine Gute und urn seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut, daü er zerbricht eherne Türen und zerschlagt eiserne Riegel. Die Narren, so geplaget waren urn ihrer Ubertretung willen und urn ihrer Sunde wilien, daü ihnen ekelte vor aller Speise und wurden todkrank; und sie zum HERRN riefen in ihrer Not, und er ihnen half aus ihren Angsten; er sandte sein Wort und machte sie gesund und errettete sie, daü sie nicht starben: die sollen dem HERRN danken urn seine Gute und urn seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut, und Dank opfern und erzahlen seine Werke mit Freuden. Die mit Schiffen aufdem Meer fuhren und trieben ihren Handel in groften Wassern; die des HERRN Werke erfahren haben und seine Wunder im Meer, wenn ersprach und einen Sturmwind erregte, der die Wellen erhub, und sie gen Himmel fuhren und in den Abgrund fuhren, daß ihre Seele vor Angst verzagte, daß sie taumelten und wankten wie ein Trunkener und wuftten keinen Rat mehr; und sie zum HERRN schrieen in ihrer Not, und er sie aus ihren Angsten führete und stillete das Ungewitter, daß die Wellen sich legten, und sie froh wurden, daß es stille worden war, und er sie zu Lande brachte nach ihrem Wunsch: die sollen dem HERRN danken um seine Gute und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut, und ihn bei der Gemeine preisen und bei den Alten rühmen. Die, weichen ihre Bache vertrocknet und die Wasserquellen versieget waren, daß ein fruchtbar Land nichts trug um der Bosheit willen derer, die drinnen wohneten; und er das Trockne wiederum wasserreich machte und im durren Lande Wasserquellen; und die Hungrigen dahin gesetzt hat, daß sie eine Stadt zurichteten, da sie wohnen konnten, und Acker besaen und Weinberge pflanzen mochten und die jahrlichen Fruchte kriegten; und er sie segnete, daß sie sich fast mehreten, und ihnen viel Viehes gab; die, welch niedergedruckt und geschwacht waren von dem Bosen, der sie gezwungen und gedrungen hatte, da Verachtung auf die Fürsten geschuttet war, daß alles irrig und wüste stund; und erden Armen schutzte vor Elend und sein Geschlecht wie eine Herde mehrete. Solches werden die Frommen sehen und sich freuen; und aller Bosheit wird das Maul gestopft werden. Wer ist weise und behalt dies? So werden sie merken, wieviel Wohltat der HERR erzeiget.

Evangelium

Lukas 11:14-28

Und er trieb einen Teufel aus, der war stumm. Und es geschah, da der Teufel ausfuhr, da redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich. Etliche aber unter ihnen sprachen: Er treibt die Teufel aus durch Beelzebub, den Obersten der Teufel. Die andern aber versuchten ihn und begehreten ein Zeichen von ihm vom Himmel. Er aber vernahm ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, so es mit ihm selbst uneins wird, das wird wilste, und ein FHaus fallt über das andere. 1st denn der Satanas auch mit ihm selbst uneins, wie will sein Reich bestehen? dieweil ihr saget, ich treibe die Teufel aus durch Beelzebub. So aber ich die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein. So ich aber durch Gottes Finger die Teufel austreibe, so kommt je das Reich Gottes zu euch. Wenn ein starker Gewappneter seinen Palast bewahret, so bleibt das Seine mit Frieden. Wenn aber ein Starkerer über ihn kommt und uberwindet ihn, so nimmt er ihm seinen Harnisch, darauf er sich verließ, und teilet den Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreuet. Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausfahret, so durchwandelt er dilrre Statten, suchet Ruhe und findet sie nicht; so spricht er: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's mit Besemen gekehret und geschmücket. Dann gehet er hin und nimmt sieben Geister zu sich, die arger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie da; und wird hernach mit demselbigen Menschen arger denn vorhin. Und es begab sich, da ersolches redete, erhub ein Weib im Volk die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brilste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes horen und bewahren.

Antwortpsalm

Psalmen 66

Ein Psalmlied, vorzusingen. Jauchzet Gott, alle Lande! Lobsinget zu Ehren seinem Namen; ruhmet ihn herrlich! Sprechet zu Gott: Wie wunderlich sind deine Werke! Es wird deinen Feinden fehlen vor deiner grolien Macht. Alles Land bete dich an und lobsinge dir, lobsinge deinem Namen. Sela. Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderlich ist mit seinem Tun unter den Menschenkindern. Er verwandelt das Meer ins Trockne, daß man zu Fuli uber das Wasser gehet; des freuen wir uns in ihm. Er herrschet mit seiner Gewalt ewiglich; seine Augen schauen auf die Volker. Die Abtrunnigen werden sich nicht erhohen konnen. Sela. Lobet, ihr Volker, unsern Gott; lasset seinen Ruhm weit erschallen, der unsere Seelen im Leben behalt und lalit unsere Fulie nicht gleiten. Denn, Gott, du hast uns versucht und gelautert, wie das Silber gelautert wird. Du hast uns lassen in den Turm werfen; du hast auf unsere Lenden eine Last gelegt; du hast Menschen lassen uber unser Haupt fahren; wir sind in Feuer und Wasser kommen; aber du hast uns ausgefuhrt und erquicket. Darum will ich mit Brandopfern gehen in dein Haus und dir meine Gelubde bezahlen, wie ich meine Lippen habe aufgetan und mein Mund geredet hat in meiner Not. Ich will dir feiste Brandopfer tun von gebrannten Widdern; ich will opfern Rinder mit Bocken. Sela. Kommt her, horet zu, alle, die ihr Gott furchtet; ich will erzahlen, was er an meiner Seele getan hat. Zu ihm rief ich mitmeinem Munde und preisete ihn mit meiner Zunge. Wo ich Unrechts vorhatte in meinem Herzen, so wurde der HERR nicht horen. Darum erhoret mich Gott und merket auf mein Flehen. Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Gute von mir wendet.

Antwortpsalm

Psalmen 63

Ein Psalm Davids, da er war in der Wuste. Gott, du bist mein Gott; frühe wache ich zu dir. Es durstet meine Seele nach dir, mein Fleisch verlanget nach dir, in einem trockenen und durren Lande, da kein Wasser ist. Daselbst sehe ich nach dir in deinem Heiligtum, wollte gerne schauen deine Macht und Ehre. Denn deine Gute ist besser denn Leben. Meine Lippen preisen dich. Daselbst wollte ich dich gerne loben mein Leben lang und meine Hande in deinem Namen aufheben. Das ware meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich dich mit frohlichem Munde loben sollte. Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich erwache, so rede ich von dir. Denn du bist mein Heifer, und unter dem Schatten deiner Flügel ruhme ich. Meine Seele hanget dir an; deine rechte Hand erhalt mich. Sie aberstehen nach meiner Seele, michzu uberfallen; sie werden unter die Erde hinunterfahren. Sie werden ins Schwert fallen und den Fuchsen zuteil werden. Aber der Konig freuet sich in Gott. Wer bei ihm schworet, wird geruhmet werden; denn die Lügenmauler sollen verstopft werden.

Antwortpsalm

Psalmen 60

Ein gulden Kleinod Davids, vorzusingen, von einem güldenen Rosenspan zu lehren, da er gestritten hatte mit den Syrern zu Mesopotamien und mit den Syrern von Zoba; da Joab umkehrete und schlug der Edomiter im Salztal zwolftausend. Gott, der du uns verstoften und zerstreuet hast und zornig warest, troste uns wieder! Der du die Erde bewegt und zerrissen hast, heile ihre Bruche, die so zerschellet ist. Denn du hast deinem Volk ein Hartes erzeigt; du hast uns einen Trunk Weins gegeben, daß wir taumelten. Du hast aber doch ein Zeichen gegeben denen, die dich furchten, welches sie aufwarfen und sie sicher machte. Sela. Auf daß deine Lieben erledigt werden, so hilf nun mit deiner Rechten und erhore uns! Gott redet in seinem Heiligtum, des bin ich froh, und will teilen Sichem und abmessen das Tal Suchoth. Gilead ist mein, mein ist Manasse, Ephraim ist die Macht meines Haupts, Juda ist mein Fürst, Moab ist mein Waschtopfen, meinen Schuh strecke ich uber Edom, Philistaa jauchzet zu mir. Wer will mich führen in eine feste Stadt? Wer geleitet mich bis nach Edom? Wirst du es nicht tun, Gott, der du uns verstoftest und zeuchst nicht aus, Gott, auf unser Heer? Schaff uns Beistand in der Not; denn Menschenhilfe ist kein nutze. Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsere Feinde untertreten.

Abendgebet — Erste Lesung

1. Mose 39

Joseph ward hinab in Agypten gefuhret; und Potiphar, ein agyptischer Mann, des Pharao Kammerer und Hofmeister, kaufte ihn von den Ismaeliten, die ihn hinabbrachten. Und der HERR war mit Joseph, daß er ein gluckseliger Mann ward; und war in seines Herrn, des Agypters, Hause. Und sein Herr sah, daß der HERR mit ihm war; denn alles, was er tat, da gab der HERR Gluck zu durch ihn, also daß er Gnade fand vor seinem Herrn und sein Diener ward. Der setzte ihn uber sein Haus, und alles, was er hatte, tat er unter seine Hande. Und von der Zeit an, da er ihn uber sein Haus und alle seine Güter gesetzt hatte, segnete der HERR des Agypters Haus um Josephs willen, und war eitel Segen des HERRN in allem, was er hatte, zu Hause und zu Felde. Darum liefi er alles unter Josephs Handen, was er hatte; und er nahm sich keines Dinges an, weil er ihn hatte, denn daß er ali und trank. Und Joseph war schdn und hubsch von Angesicht. Und es begab sich nach dieser Geschichte, daß seines Herrn Weib ihre Augen auf Joseph warf und sprach: Schlafe bei mir! Er weigerte sich's aber und sprach zu ihr: Siehe, mein Herr nimmt sich nichts an vor mir, was im Hause ist; und alles, was er hat, das hat er unter meine Hande getan; und hat nichts so grofi in dem Hause, das ervor mirverhohlen habe, ohne dich, indem du sein Weib bist. Wie sollt ich denn nun ein solch groli Obel tun und wider Gott sundigen? Und sie trieb solche Worte gegen Joseph taglich. Aber er gehorchte ihr nicht, daß er nahe bei ihr schlief noch um sie ware. Es begab sich der Tage einen, daß Joseph in das Haus ging, sein Geschaft zu tun, und war kein Mensch vom Gesinde des Hauses dabei. Und sie erwischte ihn bei seinem Kleid und sprach: Schlafe bei mir! Aber er lieli das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause hinaus. Da sie nun sah, daß er sein Kleid in ihrer Hand lieli und hinaus entfloh, rief sie dem Gesinde im Hause und sprach zu ihnen: Sehet, er hat uns den ebraischen Mann hereingebracht, daß er uns zuschanden mache. Er kam zu mir herein und wollte bei mir schlafen; ich rief aber mit lauterßtimme. Und da erhorete, daß ich ein Geschrei machte und rief, da lieli er sein Kleid bei mir und floh und lief hinaus. Und sie legte sein Kleid neben sich, bis sein Herr heim kam, und sagte zu ihm eben dieselben Worte und sprach: Der ebraische Knecht, den du uns hereingebracht hast, kam zu mir herein und wollte mich zuschanden machen. Da ich aber ein Geschrei machte und rief, da lieli er sein Kleid bei mir und floh hinaus. Als sein Herr horete die Rede seines Weibes, die sie ihm sagte und sprach: Also hat mir dein Knecht getan, ward er sehr zornig. Da nahm ihn sein Herr und legte ihn ins Gefangnis, da des Konigs Gefangene innen lagen; und er lag allda im Gefangnis. Aber der HERR war mit ihm und neigte seine Huld zu ihm und lieli ihn Gnade finden vor dem Amtmann uber das Gefangnis, daß er ihm unter seine Hand befahl alle Gefangenen im Gefangnis, auf daß alles, was da geschah, durch ihn geschehen mulite. Denn der Amtmann uber das Gefangnis nahm sich keines Dinges an; denn der HERR war mit Joseph, und was er tat, da gab der HERR Gluck zu.

Zweite Lesung

Hebräer 4

So lasset uns nun furchten, daß wir die Verheiliung, einzukommen zu seiner Ruhe, nicht versaumen, und unser keiner dahintenbleibe. Denn es ist uns auch verkundiget gleichwie jenen; aber das Wort der Predigt half jenen nichts, da nicht glaubeten die, so es horeten. Denn wir, die wir glauben, gehen in die Ruhe, wie er spricht: Dali ich schwur in meinem Zorn, sie sollten zu meiner Ruhe nicht kommen. Und zwar, da die Werke von Anbeginn der Welt waren gemacht, sprach er an einem Ort von dem siebenten Tage also: Und Gott ruhete am siebenten Tage von alien seinen Werken. Und hier an diesem Ort abermal: Sie sollen nicht kommen zu meiner Ruhe. Nachdem es nun noch vorhanden ist, daß etliche sollen zu derselbigen kommen, und die, denen es zuerst verkündiget ist, sind nicht dazu kommen urn des Unglaubens willen, bestimmte er abermal einen Tag nach solcher langen Zeit und sagte durch David: Heute, wie gesagt ist, heute, so ihr seine Stimme horen werdet, so verstocket eure Herzen nicht! Denn so Josua sie hatte zur Ruhe gebracht, würde er nicht hernach von einem andern Tage gesagt haben. Darum ist noch eine Ruhe vorhanden dem Volk Gottes. Denn werzu seiner Ruhe kommen ist, der ruhet auch von seinen Werken, gleich wie Gott von seinen. So lasset uns nun Fleili tun, einzukommen zu dieser Ruhe, auf daß nicht jemand falle in dasselbige Exempel des Unglaubens. Denn das Wort Gottes ist lebendig und kraftig und scharfer denn kein zweischneidig Schwert und durchdringet, bis daß es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Und ist keine Kreatur vor ihm unsichtbar; es ist aber alles bloft und entdeckt vor seinen Augen; von dem reden wir. Dieweil wir denn einen groften Hohenpriester haben, Jesum, den Sohn Gottes, der gen Himmel gefahren ist, so lasset uns halten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht konnte Mitleid haben mit unserer Schwachheit, sondern der versucht ist allenthalben gleich wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasset uns hinzutreten mit Freudigkeit zu dem Gnadenstuhl, auf daß wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden auf die Zeit, wenn uns Hilfe not seinwird.

Zweite Lesung

Kolosser 2

Ich lasse euch aber wissen, welch einen Kampf ich habe um euch und um die zu Laodicea und alle, die meine Person im Fleisch nicht gesehen haben, auf daß ihre Herzen ermahnet und zusammengefasset werden in der Liebe zu allem Reichtum des gewissen Verstandes, zu erkennen das Geheimnis Gottes und des Vaters und Christi, in welchem verborgen liegen alle Schatze der Weisheit und der Erkenntnis. Ich sage aber davon, daß euch niemand betruge mit vernunftigen Reden. Denn ob ich wohl nach dem Fleisch nicht da bin, so bin ich aber im Geist bei euch, freue mich und sehe eure Ordnung und euren festen Glauben an Christum. Wie ihr nun angenommen habt den Herm Christum Jesum, so wandelt in ihm und seid gewurzelt und erbauet in ihm und seid fest im Glauben, wie ihr gelehret seid, und seid in demselbigen reichlich dankbar. Sehet zu, daß euch niemand beraube durch die Philosophie und lose Verfuhrung nach der Menschen Lehre und nach der Welt Satzungen und nicht nach Christo. Denn in ihm wohnet die ganze Fulle der Gottheit leibhaftig. Und ihr seid vollkommen in ihm, welcher ist das Haupt aller Furstentumer und Obrigkeit, in welchem ihr auch beschnitten seid mit der Beschneidung ohne Hande, durch Ablegung des sündlichen Leibes im Fleisch, namlich mit der Beschneidung Christi, in dem, daß ihr mit ihm begraben seid durch die Taufe; in welchem ihr auch seid auferstanden durch den Glauben, den Gottwirket, welcher ihn auferweckt hat von den Toten und hat euch auch mit ihm lebendig gemacht, da ihr tot waret in den Sunden und in der Vorhaut eures Fleisches, und hat uns geschenket alle Sunden und ausgetilget die Handschrift, so wider uns war, welche durch Satzungen entstund und uns entgegen war, und hat sie aus dem Mittel getan und an das Kreuz geheftet. Und hat ausgezogen die Furstentumer und die Gewaltigen und sie Schau getragen offentlich und einen Triumph aus ihnen gemacht durch sich selbst. So lasset nun niemand euch Gewissen machen uber Speise Oder uber Trank Oder uber bestimmte Feiertage Oder Neumonde Oder Sabbate, welches ist der Schatten von dem, was zukunftig war; aber der Korper selbst ist in Christo. Lasset euch niemand das Ziel verrucken, der nach eigener Wahl einhergehet in Demut und Geistlichkeit der Engel, des er nie keines gesehen hat, und ist ohne Sache aufgeblasen in seinem fleischlichen Sinn und halt sich nicht an dem Haupt, aus welchem der ganze Leib durch Gelenk und Fugen Handreichung empfanget, und aneinander sich enthalt und also wachset zur gottlichen Grolie. So ihr denn nun abgestorben seid mit Christo den Satzungen der Welt, was lasset ihr euch denn fanqen mit Satzungen, als lebetet ihr noch in der Welt? Die da sagen: Du sollst das nicht angreifen, du sollst das nicht kosten, du sollst das nicht anruhren, welches sich doch alles, unter Handen verzehret, und ist Menschengebot und - lehre; welche haben einen Schein der Weisheit durch selbsterwahlte Geistlichkeit und Demut und dadurch, daß sie des Leibes nicht verschonen und dem Fleisch nicht seine Ehre tun zu seiner Notdurft.

Zweite Lesung

2. Korinther 13:5-14

Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid, prufet euch selbst! Oder erkennet ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, daß ihr untüchtig seid. Ich hoffe aber, ihr erkennet, daß wir nicht untüchtig sind. Ich bitte aber Gott, daß ihr nichts Ubles tut, nicht auf daß wir tüchtig gesehen werden, sondern auf daß ihr das Gute tut, und wir wie die Untuchtigen seien. Denn wir konnen nichts wider die Wahrheit, sondern fur die Wahrheit. Wirfreuen uns aber, wenn wir schwach sind, und ihr machtig seid. Und dasselbige wünschen wir auch namlich eure Vollkommenheit. Derhalben ich auch solches abwesend schreibe, auf daß ich nicht, wenn ich gegenwartig bin, Scharfe brauchen musse nach der Macht, welche mir der Herr, zu bessern und nicht zu verderben, gegeben hat. Zuletzt, liebe Bruder, freuet euch, seid vollkommen, trostet euch, habt eineriei Sinn, seid friedsam, so wird Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. Grülieteuch untereinander mitdem heiligen Kufi. Es grulien euch alle Heiligen. Die Gnade unsers Herm Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch alien! Amen.

Zweite Lesung

Jesaja 7:1-9

Es begab sich zur Zeit Ahas, des Sohns Jothams, des Sohns Usias, des Konigs Judas, zog herauf: Rezin, der Konig zu Syrien, und Pekah, der Sohn Remaljas, der Konig Israels, gen Jerusalem, wider sie zu streiten, konnten sie aber nicht gewinnen. Da ward dem Hause David angesagt: Die Syrer verlassen sich auf Ephraim. Da bebete ihm das Herz und das Herz seines Volks, wie die Baume im Walde beben vom Winde. Aber der HERR sprach zu Jesaja: Gehe hinaus, Ahas entgegen; du und dein Sohn Sear-Jasub, an das Ende der Wasserrohren am obern Teiche, am Wege beim Acker des Farbers, und sprich zu ihm: Hüte dich und sei stille! Furchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt vor diesen zween rauchenden Loschbranden, namlich vor dem Zorn Rezins samt den Syrern und des Sohns Remaljas, daß die Syrer wider dich einen bosen Ratschlag gemacht haben samt Ephraim und dem Sohn Remaljas und sagen: Wirwollen hinauf zu Juda und sie aufwecken und unter uns teilen und zum Konige drinnen machen den Sohn Tabeals. Denn also spricht der Herr HERR: Es soli nicht bestehen noch also gehen, sondern wie Damaskus das Haupt ist in Syrien, so soli Rezin das Haupt zu Damaskus sein. Und uber funfundsechzig Jahre soli es mit Ephraim aus sein, daß sie nicht mehr ein Volk seien. Und wie Samaria das Haupt ist in Ephraim, so soli der Sohn Remaljas das Haupt zu Samaria sein. Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht.

Evangelium

Markus 14

Und nach zwei Tagen war Ostern und die Tage der sulien Brote. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List griffen und toteten. Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, daß nicht ein Aufruhr im Volk werde! Und da er zu Bethanien war in Simons, des Aussatzigen, Hause und sali zu Tisch, da kam ein Weib, die hatte ein Glas mit ungefalschtem und kostlichem Nardenwasser; und sie zerbrach das Glas und goli es auf sein Haupt. Da waren etliche, die wurden unwillig und sprachen: Was soil doch dieser Unrat? Man konnte das Wasser um mehr denn dreihundert Groschen verkauft haben und dasselbe den Armen geben. Und murreten uber sie. Jesus aber sprach: Lasset sie mit Frieden! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gut Werk an mir getan. Ihr habt allezeit Arme bei euch; und wann ihr wollet, konnet ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte; sie ist zuvorkommen, meinen Leichnam zu salben zu meinem Begrabnis. Wahrlich, ich sage euch, wo dies Evangelium geprediget wird in aller Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedachtnis, was sie jetzt getan hat. Und Judas Ischariot, einervon den Zwolfen, ging hin zu den Hohenpriestern, daß er ihn verriete. Da sie das horeten, wurden sie froh und verhiefien, ihm das Geld zu geben. Und ersuchte, wie er ihn füglich verriete. Und am ersten Tagedersußen Brote, da man das Osterlamm opferte, sprachen seine Jünger zu ihm: Wo willst du, daß wir hingehen und bereiten, daß du das Osterlamm essest? Und er sandte seiner Jungerzwei und sprach zu ihnen: Gehet hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der tragt einen Krug mit Wasser; folget ihm nach. Und wo er eingehet, da sprechet zu dem Hauswirte: Der Meister laßt dir sagen: Wo ist das Gasthaus, darinnen ich das Osterlamm esse mit meinen Jungern? Und erwird euch einen großen Saal zeigen, der gepflastert und bereit ist; daselbst richtet fur uns zu. Und die Jünger gingen aus und kamen in die Stadt und fanden's, wie er ihnen gesagt hatte; und bereiteten das Osterlamm. Am Abend aber kam er mit den Zwolfen. Und als sie zu Tische saßen und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch, einer untereuch, der mit mir isset, wird mich verraten. Und sie wurden traurig und sagten zu ihm, einer nach dem andern: Bin ich's? und der andere: Bin ich's? Er antwortete und sprach zu ihnen: Einer aus den Zwolfen, der mit mir in die Schüssel tauchet. Zwar des Menschen Sohn gehet hin, wie von ihm geschrieben stehet; wehe aber dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es ware demselben Menschen besser, daß er nie geboren ware. Und indem sie aßen, nahm Jesus das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und nahm den Kelch und dankete und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus. Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Neuen Testaments, das fur viele vergossen wird. Wahrlich, ich sage euch, daß ich hinfort nicht trinken werde vom Gewachse des Weinstocks bis auf den Tag, da ich's neu trinke in dem Reich Gottes. Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten, gingen sie hinaus an den Olberg. Und Jesus sprach zu ihnen: Ihr werdet euch in dieser Nacht alle an mir argern. Denn es stehet geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen. Aber nachdem ich auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galilaa. Petrus aber sagte zu ihm: Und wenn sie sich alle argerten, so wollte doch ich mich nicht argern. Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute in dieser Nacht, ehe denn der Hahn zweimal krahet, wirst du mich dreimal verleugnen. Er aber redete noch weiter: Ja, wenn ich mit dir auch sterben mußte, wollt' ich dich nicht verleugnen. Desselbigengleichen sagten sie alle. Und sie kamen zu dem Hofe mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu seinen Jungern: Setzet euch hier, bis ich hingehe und bete. Und nahm zu sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen. Und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrubt bis an den Tod; enthaltet euch hier und wachet. Und ging ein wenig fürbaß, fiel auf die Erde und betete, daß, so es moglich ware, die Stunde voruberginge, und sprach: Abba, mein Vater, es ist dir alles moglich, uberhebe mich dieses Kelchs; doch nicht was ich will, sondern was du willst. Und kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schlafest du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Versuchung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. Und ging wieder hin und betete und sprach dieselbigen Worte. Und kam wieder und fand sie abermal schlafend; denn ihre Augen waren voll Schlafs, und wußten nicht, was sie ihm antworteten. Und er kam zum drittenmal und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Es ist genug; die Stunde ist kommen. Siehe, des Menschen Sohn wird uberantwortet in der Sunder Hande. Stehet auf, laßt uns gehen; siehe, der mich verrat, ist nahe! Und alsbald, da er noch redete, kam herzu Judas, der Zwolfen einer, und eine große Schar mit ihm, mit Schwertern und mit Stangen von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und Altesten. Und der Verrater hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den greifet und führet ihn gewiß. Und da er kam, trat er bald zu ihm und sprach zu ihm: Rabbi, Rabbi! und kussete ihn. Die aber legten ihre Hande an ihn und griffen ihn. Einer aber von denen, die dabeistunden, zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr seid ausgegangen als zu einem Morder mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fangen. Ich bin taglich bei euch im Tempel gewesen und habe gelehret, und ihr habt mich nicht gegriffen; aber auf daß die Schrift erfullet werde. Und die Junger verlielien ihn alle und flohen. Und es war ein Jungling, der folgete ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der blofien Haut; und die Junglinge griffen ihn. Er aber lieli die Leinwand fahren und floh bloü von ihnen. Und sie fuhreten Jesum zu dem Hohenpriester, dahin zusammenkommen waren alle Hohenpriester und Altesten und Schriftgelehrten. Petrus aber folgete ihm nach von feme bis hinein in des Hohenpriesters Palast; und er war da und sali bei den Knechten und warmete sich bei dem Licht. Aber die Hohenpriester und der ganze Rat suchten Zeugnis wider Jesum, auf daß sie ihn zum Tode brachten, und fanden nichts. Viele gaben falsch Zeugnis wider ihn; aber ihr Zeugnis stimmte nicht uberein. Und etliche stunden auf und gaben falsch Zeugnis wider ihn und sprachen: Wir haben gehoret, daß er sagte: Ich will den Tempel, der mit Handen gemacht ist, abbrechen und in dreien Tagen einen andern bauen, der nicht mit Handen gemacht sei. Aber ihr Zeugnis stimmete noch nicht uberein. Und der Hohepriester stund auf unter sie und fragte Jesum und sprach: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen? Er aber schwieg stille und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermal und sprach zu ihm: Bist du Christus, der Sohn des Hochgelobten? Jesus aber sprach: Ich bin's. Und ihr werdet sehen des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft und kommen mit des Himmels Wolken. Da zerrili der Hohepriester seinen Rock und sprach: Was bedurfen wir weiter Zeugen? Ihr habt gehoret die Gotteslasterung; was dünket euch? Sie aber verdammeten ihn alle, dati er des Todes schuldig ware. Da fingen an etliche, ihn zu verspeien und zu verdecken sein Angesicht und mit Fausten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage uns! Und die Knechte schlugen ihn ins Angesicht. Und Petrus war danieden im Palast; da kam des Hohenpriester Magde eine. Und da sie sah Petrus sich warmen, schauete sie ihn an und sprach: Und du warest auch mit Jesu von Nazareth. Er leugnete aber und sprach: Ich kenne ihn nicht, weü J, auch nicht, was du sagest. Und er ging hinaus in den Vorhof; und der Hahn krahete. Und die Magd sah ihn und hub abermal an, zu sagen denen, die dabei stunden: Dieser ist der einer. Und er leugnete abermal. Und nach einer kleinen Weile sprachen abermal zu Petrus, die dabeistunden: Wahrlich, du bist der einer; denn du bist ein Galilaer, und deine Sprache lautet gleich also. Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schworen: Ich kenne des Menschen nicht, von dem ihr saget. Und der Hahn krahete zum andernmal. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm sagte: Ehe der Hahn zweimal krahet, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er hub an zu weinen.

Abendgebet — Zweite Lesung

Philipper 3

Weiter, liebe Bruder, freuet euch in dem Herrn! Daft ich euch immer einerlei schreibe, verdrieftt mich nicht und macht euch desto gewisser. Sehet auf die Hunde, sehet auf die bosen Arbeiter, sehet auf die Zerschneidung! Denn wir sind die Beschneidung; die wir Gott im Geist dienen und ruhmen uns von Christo Jesu und verlassen uns nicht auf Fleisch. Wiewohl ich auch habe, daß ich mich Fleisches ruhmen mochte. So ein anderer sich dünken lasset, er moge sich Fleisches ruhmen, ich viel mehr, der ich am achten Tage beschnitten bin, einer aus dem Volk von Israel, des Geschlechts Benjamin, ein Ebraer aus den Ebraern und nach dem Gesetz ein Pharisaer, nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit im Gesetz gewesen unstraflich. Aber was mir Gewinn war, das habe ich urn Christi willen fur Schaden geachtet. Denn ich achte es alles fur Schaden gegen die überschwengliche Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, urn welches willen ich alles habe fur Schaden gerechnet und achte es fur Dreck, auf daß ich Christum gewinne und in ihm erfunden werde, daß ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christum kommt, namlich die Gerechtigkeit, die von Gott dem Glauben zugerechnet wird, zu erkennen ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, daß ich seinem Tode ahnlich werde, damit ich entgegenkomme zur Auferstehung der Toten. Nicht daß ich's schon ergriffen habe oderschon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's auch ergreifen mochte, nachdem ich von Christo Jesu ergriffen bin. Meine Bruder, ich schatze mich selbst noch nicht, daß ich's ergriffen habe. Eines aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich zu dem, das da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, nach dem Kleinod, welches vorhalt die himmlische Berufung Gottes in Christo Jesu. Wieviel nun unser vollkommen sind, die lasset uns also gesinnet sein. Und sollt ihr sonst etwas halten, das lasset euch Gott offenbaren, doch so feme, daß wir nach einer Regel, darein wir kommen sind, wandeln und gleichgesinnet seien. Folget mir, liebe Bruder, und sehet auf die, die also wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde. Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ich auch mit Weinen: Die Feinde des Kreuzes Christi; welcher Ende ist die Verdammnis, welchen der Bauch ihr Gott ist, und ihre Ehre zuschanden wird, derer, die irdisch gesinnet sind. Unser Wandel aber ist im Himmel von dannen wir auch warten des Heilandes Jesu Christi, des Herrn, welcher unsern nichtigen Leib verklaren wird, daß er ahnlich werde seinem verklarten Leibe, nach der Wirkung, damit er kann auch alle Dinge ihm untertanig machen.]

Evangelium

Markus 2:1-12

Und uber etliche Tage ging erwiederum gen Kapernaum; und es ward ruchbar, daß er im Hause war. Und alsbald versammelten sich viele, also daß sie nicht Raum hatten, auch draußen vor der Tür. Und er sagte ihnen das Wort. Und es kamen etliche zu ihm, die brachten einen Gichtbruchigen, von vieren getragen. Und da sie nicht konnten zu ihm kommen vor dem Volk, deckten sie das Dach auf, da erwar, und gruben's auf und ließen das Bett hernieder, da der Gichtbruchige innen lag. Da aber Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Mein Sohn, deine Sunden sind dirvergeben. Es waren aber etliche Schriftgelehrte, die saßen allda und gedachten in ihrem Herzen: Wie redet dieser solche Gotteslasterung? Wer kann Sunde vergeben denn allein Gott? Und Jesus erkannte bald in seinem Geist, daß sie also gedachten bei sich selbst, und sprach zu ihnen: Was gedenket ihr solches in euren Herzen? Welches ist leichter, zu dem Gichtbruchigen zu sagen: Dir sind deine Sunden vergeben, Oder: Stehe auf, nimm dein Bett und wandele? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht hat, zu vergeben die Sunden auf Erden, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Ich sage dir, stehe auf, nimm dein Bett und gehe heim! Und alsbald stund er auf, nahm sein Bett und ging hinaus vor alien, also daß sie sich alle entsetzten und preiseten Gott und sprachen: Wir haben solches noch nie gesehen.

Evangelium

Markus 2:1-12

Und uber etliche Tage ging erwiederum gen Kapernaum; und es ward ruchbar, daß er im Hause war. Und alsbald versammelten sich viele, also daß sie nicht Raum hatten, auch draußen vor der Tür. Und er sagte ihnen das Wort. Und es kamen etliche zu ihm, die brachten einen Gichtbruchigen, von vieren getragen. Und da sie nicht konnten zu ihm kommen vor dem Volk, deckten sie das Dach auf, da erwar, und gruben's auf und ließen das Bett hernieder, da der Gichtbruchige innen lag. Da aber Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Mein Sohn, deine Sunden sind dirvergeben. Es waren aber etliche Schriftgelehrte, die saßen allda und gedachten in ihrem Herzen: Wie redet dieser solche Gotteslasterung? Wer kann Sunde vergeben denn allein Gott? Und Jesus erkannte bald in seinem Geist, daß sie also gedachten bei sich selbst, und sprach zu ihnen: Was gedenket ihr solches in euren Herzen? Welches ist leichter, zu dem Gichtbruchigen zu sagen: Dir sind deine Sunden vergeben, Oder: Stehe auf, nimm dein Bett und wandele? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht hat, zu vergeben die Sunden auf Erden, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Ich sage dir, stehe auf, nimm dein Bett und gehe heim! Und alsbald stund er auf, nahm sein Bett und ging hinaus vor alien, also daß sie sich alle entsetzten und preiseten Gott und sprachen: Wir haben solches noch nie gesehen.

Evangelium

Matthäus 24

Und Jesus ging hinweg von dem Tempel, und seine Junger traten zu ihm, daß sie ihm zeigeten des Tempels Gebau. Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet ihr nicht das alles? Wahrlich, ich sage euch, es wird hier nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde. Und als er auf dem Olberge sali, traten zu ihm seine Junger besonders und sprachen: Sage uns, wann wird das geschehen, und welches wird das Zeichen sein deiner Zukunft und der Weit Ende? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Sehet zu, daß euch nicht jemand verfuhre! Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin Christus! und werden viele verfuhren. Ihr werdet horen Kriege und Geschrei von Kriegen; sehet zu und erschrecket nicht! Das muli zum ersten alles geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da. Denn es wird sich emporen ein Volk uber das andere und ein Konigreich uber das andere, und werden sein Pestilenz und teure Zeit und Erdbeben hin und wieder. Da wird sich allererst die Not anheben. Alsdann werden sie euch überantworten in Trubsal und werden euch toten. Und ihr musset gehasset werden urn meines Namens willen von alien Volkern. Dann werden sich viele argern und werden sich untereinander verraten und werden sich untereinander hassen. Und es werden sich viel falsche Propheten erheben und werden viele verfuhren. Und dieweil die Ungerechtigkeit wird überhandnehmen, wird die Liebe in vielen erkalten. Weraber beharret bis ans Ende, der wird selig. Und es wird geprediget werden das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zu einem Zeugnis uber alle Volker; und dann wird das Ende kommen. Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwustung, davon gesagt ist durch den Propheten Daniel, daß er stehet an der heiligen Statte (wer das lieset, der merke daraufl), alsdann fliehe auf die Berge, wer im judischen Lande ist; und wer auf dem Dach ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen; und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht urn, seine Kleiderzu holen. Wehe aber den Schwangern und Saugerinnen zu der Zeit! Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter Oder am Sabbat, Denn eswird alsdann eine grolie Trubsal sein, als nicht gewesen ist von Anfang der Welt bisher und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht würden verkurzt, so wurde kein Mensch selig; aber urn der Auserwahlten willen werden die Tage verkurzt. So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus Oder da! so sollt ihr's nicht glauben. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und grofie Zeichen und Wunder tun, daß verfuhret werden in den Irrtum (wo es moglich ware) auch die Auserwahlten. Siehe, ich hab's euch zuvor gesagt! Darum wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste! so gehet nicht hinaus; siehe, er ist in der Kammer! so glaubt nicht. Denn gleichwie der Blitz ausgehet vom Aufgang und scheinet bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes. Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Adler. Bald aber nach der Trubsal derselbigen Zeit werden Sonne und Mond den Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Krafte der Himmel werden sich bewegen. Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit grafter Kraft und Herrlichkeit. Und er wird senden seine Engel mit hellen Posaunen, und sie werden sammeln seine Auserwahlten von den vier Winden, von einem Ende des Himmels zu dem andern. An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis. Wenn sein Zweig jetzt saftig wird und Blatter gewinnet, so wisset ihr, dafi der Sommer nahe ist. Also auch, wenn ihr das alles sehet, so wisset, daß es nahe vor der Tur ist. Wahrlich, ich sage euch, dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß dieses alles geschehe. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Von dem Tage aber und von der Stunde weift niemand, auch die Engel nicht im Himmel, sondern allein mein Vater. Gleich aber wie es zu der Zeit Noahs war, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes. Denn gleichwie sie waren in den Tagen vor der Sintflut: sie alien, sie tranken, sie freieten und lieften sich freien bis an den Tag, da Noah zu der Arche einging, und sie achteten's nicht, bis die Sintflut kam und nahm sie alle dahin: also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes. Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer wird angenommen und der andere wird verlassen werden. Zwo werden mahlen auf der Mühle; eine wird angenommen und die andere wird verlassen werden. Darum wachet! Denn ihr wisset nicht, welche Stunde euer Herr kommen wird. Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausvater wuftte, welche Stunde der Dieb kommen wollte, so wurde er ja wachen und nicht in sein Haus brechen lassen. Darum seid ihr auch bereit; denn des Menschen Sohn wird kommen zu einer Stunde, da ihr nicht meinet. Welcher ist aber nun ein treuer und kluger Knecht, den sein Herr gesetzt hat uber sein Gesinde, daß er ihnen zu rechter Zeit Speise gebe? Selig ist der Knecht, wenn sein Herr kommt und findetihn also tun! Wahrlich, ich sage euch, erwird ihn uber alle seine Gütersetzen. So aber jener, der bose Knecht, wird in seinem Herzen sagen: Mein Herr kommt noch lange nicht, und fahet an zu schlagen seine Mitknechte, isset und trinket mit den Trunkenen: so wird der Herr desselbigen Knechts kommen an dem Tage, des er sich nicht versiehet, und zu der Stunde, die er nicht meinet, und wird ihn zerscheitern und wird ihm seinen Lohn geben mit den Heuchlern. Da wird sein Heulen und Zahneklappen.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

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