Tageslesungen
Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.
Erste Lesung
Und der HERR sprach zu Noah: Gehe in den Kasten, du und dein ganz Haus; denn dich habe ich gerecht ersehen vor mir zu dieser Zeit. Aus allerlei reinem Vieh nimm zu dir je sieben und sieben, das Mannlein und sein Fraulein; von dem unreinen Vieh aberje ein Paar, das Mannlein und sein Fraulein. Desselbengleichen von den Vogeln unter dem Himmel je sieben und sieben, das Mannlein und sein Fraulein, auf daß Same lebendig bleibe auf dem ganzen Erdboden. Denn noch uber sieben Tage will ich regnen lassen auf Erden vierzig Tage und vierzig Nachte und vertilgen von dem Erdboden alles, was das Wesen hat, das ich gemacht habe. Und Noah tat alles, was ihm der HERR gebot. Er war aber sechshundert Jahre alt, da das Wasser der Sintflut auf Erden kam. Und er ging in den Kasten mit seinen Sohnen, seinem Weibe und seiner Sohne Weibern vor dem Gewasser der Sintflut. Von dem reinen Vieh und von dem unreinen, von den Vogeln und von allem Gewürm auf Erden gingen zu ihm in den Kasten bei Paaren, je ein Mannlein und Fraulein, wie ihm der HERR geboten hatte. Und da die sieben Tage vergangen waren, kam das Gewasser der Sintflut auf Erden. In dem sechshundertsten Jahr des Alters Noah, am siebzehnten Tag des andem Monats, das ist der Tag, da aufbrachen alle Brunnen dergroften Tiefe, und taten sich auf die Fenster des Himmels, und kam ein Regen auf Erden, vierzig Tage und vierzig Nachte. Eben am selben Tage ging Noah in den Kasten mit Sem, Ham und Japheth, seinen Sohnen, und mit seinem Weibe und seiner Sohne dreien Weibern; dazu allerlei Tier nach seiner Art, allerlei Vieh nach seiner Art, allerlei Gewurm, das auf Erden kreucht, nach seiner Art und allerlei Vogel nach ihrer Art alles, was fliegen konnte, und alles, was Fittiche hatte. Das ging alles zu Noah in den Kasten bei Paaren, von allem Fleisch, da ein lebendiger Geist innen war und das waren Mannlein und Fraulein von allerlei Fleisch und gingen hinein, wie denn Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloft hinter ihm zu. Da kam die Sintflut vierzig Tage auf Erden; und die Wasser wuchsen und huben den Kasten auf und trugen ihn empor fiber der Erde. Also nahm das Gewasser uberhand und wuchs sehr auf Erden, daß der Kasten auf dem Gewasser fuhr. Und das Gewasser nahm uberhand und wuchs so sehr auf Erden, daß alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden. Fünfzehn Ellen hoch ging das Gewasser fiber die Berge, die bedeckt wurden. Da ging alles Fleisch unter, das auf Erden kreucht, an Vogeln, an Vieh, an Tieren und an allem, das sich reget auf Erden, und an alien Menschen. Alles, was einen lebendigen Odem hatte im Trocknen, das starb. Also ward vertilget alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis auf das Vieh und auf das Gewurm und auf die Vogel unter dem Himmel: das ward alles von der Erde vertilget. Allein Noah blieb fiber, und was mit ihm in dem Kasten war. Und das Gewasser stund auf Erden hundertundfunfzig Tage.
Erste Lesung
Und der HERR redete mit Mose und sprach: Rede mit den Kindern Israel und sprich, daß sie sich herumlenken und sich lagern gegen dem Tal Hiroth, zwischen Migdol und dem Meer, gegen Baal- Zephon, und daselbst gegenüber sich lagern ans Meer. Denn Pharao wird sagen von den Kindern Israel: Sie sind verirret im Lande, die Wuste hat sie beschlossen. Und ich will sein Herz verstocken, daß er ihnen nachjage, und will an Pharao und an aller seiner Macht Ehre einlegen, und die Agypter sollen inne werden, daß ich der HERR bin. Und sie taten also. Und da es dem Konige in Agypten ward angesagt, daß das Volk war geflohen, ward sein Herz verwandelt und seiner Knechte gegen das Volk, und sprachen: Warum haben wir das getan, daß wir Israel haben gelassen, daß sie uns nicht dieneten? Und erspannte seinen Wagen an und nahm sein Volk mit ihm und nahm sechshundert auserlesene Wagen, und was sonst von Wagen in Agypten war, und die Hauptleute fiber all sein Heer. Denn der HERR verstockte das Herz Pharaos, des Konigs in Agypten, daß er den Kindern Israel nachjagete. Aber die Kinder Israel waren durch eine hohe Hand ausgegangen. Und die Agypter jagten ihnen nach und ereileten sie (da sie sich gelagert hatten am Meer) mit Rossen und Wagen und Reitern und allem Heer des Pharao im Tal Hiroth, gegen Baal-Zephon. Und da Pharao nahe zu ihnen kam, huben die Kinder Israel ihre Augen auf, und siehe, die Agypter zogen hinter ihnen her; und sie furchteten sich sehr und schrieen zu dem HERRN. Und sprachen zu Mose: Waren nicht Graber in Agypten, daß du uns mußtest wegfuhren, daß wir in der Wuste sterben? Warum hast du das getan, daß du uns aus Agypten gefuhret hast? Ist's nicht das, das wir dir sagten in Agypten: Hore auf und laß uns den Agyptern dienen? Denn es ware uns ja besser, den Agyptern zu dienen, denn in der Wuste sterben. Mose sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, stehet fest und sehet zu was fur ein Heil der HERR heute an euch tun wird. Denn diese Agypter, die ihr heute sehet, werdet ihr nimmermehr sehen ewiglich. Der HERR wird fur euch streiten, und ihr werdet stille sein. Der HERR sprach zu Mose: Was schreiest du zu mir? Sage den Kindern Israel, daß sie ziehen! Du aber heb deinen Stab auf und recke deine Hand uber das Meer und teile es voneinander, daß die Kinder Israel hineingehen, mitten hindurch auf dem Trockenen. Siehe, ich will das Herz der Agypter verstocken, dalj sie euch nachfolgen. So will ich Ehre einlegen an dem Pharao und an aller seiner Macht, an seinen Wagen und Reitern. Und die Agypter sollen's inne werden, daß ich der HERR bin, wenn ich Ehre eingelegt habe an Pharao und an seinen Wagen und Reitern. Da erhub sich der Engel Gottes, der vordem Heer Israels herzog, und machte sich hinter sie; und die Wolkensaule machte sich auch von ihrem Angesicht und trat hinter sie und kam zwischen das Heer der Agypter und das Heer Israels. Es war aber eine finstere Wolke und erleuchtete die Nacht, daß sie die ganze Nacht, diese und jene, nicht zusammenkommen konnten. Da nun Mose seine Hand reckte uber das Meer, lieli es der HERR hinwegfahren durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken; und die Wasser teilten sich voneinander. Und die Kinder Israel gingen hinein, mitten ins Meer auf dem T rockenen; und das Wasser war ihnen fur Mauern zur Rechten und zur Linken. Und die Agypter folgten und gingen hinein ihnen nach, alle Rosse Pharaos und Wagen und Reiter, mitten ins Meer. Als nun die Morgenwache kam, schauete der HERR auf der Agypter Heer aus der Feuersaule und Wolke und machte ein Schrecken in ihrem Heer; und stieli die Rader von ihren Wagen, sturzte sie mit Ungestum. Da sprachen die Agypter: Lasset uns fliehen von Israel! Der HERR streitet fur sie wider die Agypter. Aber der HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand aus uber das Meer, daß das Wasser wieder herfalle uber die Agypter, uber ihre Wagen und Reiter. Da reckte Mose seine Hand aus uber das Meer; und das Meer kam wieder vor Morgens in seinen Strom, und die Agypter flohen ihm entgegen. Also sturzte sie der HERR mitten ins Meer, da($ das Wasser wiederkam und bedeckte Wagen und Reiter und alle Macht des Pharao, die ihnen nachgefolget waren ins Meer, daß nicht einer aus ihnen uberblieb. Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer; und das Wasser war ihnen fur Mauern zur Rechten und zur Linken. Also half der HERR Israel an dem Tage von der Agypter Hand. Und sie sahen die Agypter tot am Ufer des Meers, und die grolie Hand, die der HERR an den Agyptern erzeigt hatte. Und das Volk furchtete den HERRN, und glaubten ihm und seinem Knechte Mose.
Erste Lesung
Und der HERR redete mit Mose auf dem Berge Sinai und sprach: Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land kommt, das ich euch geben werde, so soil das Land seine Feier dem HERRN feiern, daß du sechs Jahre dein Feld besaest und sechs Jahre deinen Weinberg beschneidest und sammelst die Fruchte ein. Aber im siebenten Jahr soil das Land seine grofte Feier dem HERRN feiern, darin du dein Feld nicht besaen noch deinen Weinberg beschneiden sollst. Was aber von ihm selber nach deiner Ernte wachst, sollst du nicht ernten, und die Trauben, so ohne deine Arbeit wachsen, sollst du nicht lesen, dieweil es ein Feierjahr ist des Landes. Sondern die Feier des Landes sollt ihr darum halten, daß du davon essest, dein Knecht, deine Magd, dein Taglohner, dein Hausgenoft, dein Fremdling bei dir, dein Vieh und die Tiere in deinem Lande. AILev Fruchte sollen Speise sein. Und du sollst zahlen solcher Feierjahre sieben, daß sieben Jahre siebenmal gezahlet werden und die Zeit der sieben Feierjahre mache neunundvierzig Jahre. Da sollst du die Posaune lassen blasen durch all euer Land am zehnten Tage des siebenten Monden, eben am Tage der Versohnung. Und ihr sollt das funfzigste Jahr heiligen und sollt es ein Erlaftjahr heiften im Lande alien, die drinnen wohnen; denn es ist euer Halljahr, da soil ein jeglicher bei euch wieder zu seiner Habe und zu seinem Geschlecht kommen. Denn das funfzigste Jahr ist euer Halljahr; ihr sollt nicht saen, auch, was von ihm selber wachst, nicht ernten, auch was ohne Arbeit wachst im Weinberge, nicht lesen. Denn das Halljahr soil unter euch heilig sein. Ihr sollt aber essen, was das Feld tragt. Das ist das Halljahr, da jedermann wieder zu dem Seinen kommen soli. Wenn du nun etwas deinem Nachsten verkaufst Oder ihm etwas abkaufst, soli keiner seinen Bruder ubervorteilen, sondern nach der Zahl vom Halljahr an sollst du es von ihm kaufen; und was die Jahre hernach tragen mogen, so hoch soil er dir's verkaufen. Nach der Menge der Jahre sollst du den Kauf steigern und nach der Wenige der Jahre sollst du den Kauf ringern; denn er soli dir's, nachdem es tragen mag, verkaufen. So ubervortei Lev nun keiner seinen Nachsten, sondern furchte dich vor deinem Gott; denn ich bin der HERR, euer Gott.
Morgengebet — Erste Lesung
Wenn jemand ein Weib nimmt und ehelicht sie, und sie nicht Gnade findet vor seinen Augen urn etwa einer Unlust willen, so soil er einen Scheidebrief schreiben und ihr in die Hand geben und sie aus seinem Hause lassen. Wenn sie dann aus seinem Hause gegangen ist und hingehet und wird eines andern Weib, und derselbe andere Mann ihr auch gram wird und einen Scheidebrief schreibt und ihr in die Hand gibt und sie aus seinem Hause lasset; Oder so derselbe andere Mann stirbt, der sie zum Weibe genommen hatte: so kann sie ihr erster Mann, der sie auslied, nicht wiederum nehmen, dad sie sein Weib sei, nachdem sie ist unrein; denn solches ist ein Greuel vor dem HERRN, auf dad du das Land nicht zu Sünden machest, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe gegeben hat. Wenn jemand neulich ein Weib genommen hat, der soil nicht in die Heerfahrt ziehen, und man soil ihm nichts auflegen. Er soil frei in seinem Hause sein ein Jahr lang, daß er frbhlich sei mit seinem Weibe, das er genommen hat. Du sollst nicht zu Pfande nehmen den untersten und obersten Muhlstein; denn er hat dir die Seele zu Pfand gesetzt. Wenn jemand funden wird, der aus seinen Brndern eine Seele stiehlt aus den Kindern Israel und versetzt Oder verkauft sie, solcher Dieb soil sterben, daß du das Bose von dirtust. Hüte dich vor der Plage des Aussatzes, daß du mit Fleid haltest und tust alles, das dich die Priester, die Leviten, lehren; und wie sie euch gebieten, das sollt ihr halten und danach tun. Bedenke, was der HERR, dein Gott, tat mit Mirjam auf dem Wege, da ihr aus Agypten zoget. Wenn du deinem Nachsten irgend eine Schuld borgest, so sollst du nicht in sein Haus gehen und ihm ein Pfand nehmen, sondern du sollst drauden stehen, und er, dem du borgest, soil sein Pfand zu dir herausbringen. Ist er aber ein Durftiger, so sollst du dich nicht schlafen legen uber seinem Pfande, sondern sollst ihm sein Pfand wiedergeben, wenn die Sonne untergehet, dad er in seinem Kleide schlafe und segne dich. Das wird dir vor dem HERRN, deinem Gott, eine Gerechtigkeit sein. Du sollst dem Durftigen und Armen seinen Lohn nicht vorbehalten, ersei von deinen Brudern Oder Fremdling, der in deinem Lande und in deinen Toren ist, sondern sollst ihm seinen Lohn des Tages geben, dad die Sonne nicht drüber untergehe; denn er ist dürftig und erhalt seine Seele damit, auf dad er nicht wider dich den HERRN anrufe, und sei dir Sünde. Die Vater sollen nicht fur die Kinder noch die Kinder fur die Vater sterben, sondern ein jeglicher soli fur seine Sünde sterben. Du sollst das Recht des Fremdlings und des Waisen nicht beugen und sollst der Witwe nicht das Kleid zum Pfande nehmen. Denn du sollst gedenken, dad du Knecht in Agypten gewesen bist, und der HERR, dein Gott, dich von dannen erloset hat. Darum gebiete ich dir, dad du solches tust. Wenn du auf deinem Acker geerntet hast und einer Garbe vergessen hast auf dem Acker, so sollst du nicht umkehren, dieselbe zu holen, sondern sie soil des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein, auf dad dich der HERR, dein Gott, segne in alien Werken deiner Hande. Wenn du deine Olbaume hast geschuttelt, so sollst du nicht nachschütteln; es soil des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein. Wenn du deinen Weinberg gelesen hast, so sollst du nicht nachlesen; es soil des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein. Und sollst gedenken, dad du Knecht in Agyptenland gewesen bist; darum gebiete ich dir, dad du solches tust.
Epistel
Naeman, der Feldhauptmann des Konigs zu Syrien, war ein trefflicher Mann vor seinem Herrn und hoch gehalten; denn durch ihn gab der HERR Heil in Syrien. Und erwar ein gewaltiger Mann, und aussatzig. Die Kriegsleute aber in Syrien waren herausgefallen und hatten eine kleine Dime weggefuhret aus dem Lande Israel; die war am Dienst des Weibes Naemans. Die sprach zu ihrer Frau: Ach, daß mein Herr ware bei dem Propheten zu Samaria, der wurde ihn von seinem Aussatz losmachen. Da ging er hinein zu seinem Herrn und sagte es ihm und sprach: So und so hat die Dime aus dem Lande Israel geredet. Der Konig zu Syrien sprach: So zeuch hin, ich will dem Konig Israels einen Brief schreiben. Und erzog hin und nahm mit sich zehn Zentner Silbers und sechstausend Gulden und zehn Feierkleider. Und brachte den Brief dem Konige Israels, der lautete also: Wenn dieser Brief zu dir kommt, siehe, so wisse, ich habe meinen Knecht Naeman zu dir gesandt, daß du ihn von seinem Aussatz losmachest. Und da der Konig Israels den Brief las, zerrift er seine Kleider und sprach: Bin ich denn Gott, daß ich toten und lebendig machen konnte, daß erzu mir schicket, daß ich den Mann von seinem Aussatz losmache? Merket und sehet, wie suchet er Ursache zu mir! Da das Elisa, der Mann Gottes, horete, daß der Konig Israels seine Kleider zerrissen hatte, sandte er zu ihm und lied, ihm sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? Lad ihn zu mir kommen, dad er inne werde, dad ein Prophet in Israel ist. Also kam Naeman mit Rossen und Wagen und hielt vor der Tur am Hause Elisas. Da sandte Elisa einen Boten zu ihm und lied ihm sagen: Gehe hin und wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wiedererstattet und rein werden. Da erzurnete Naeman und zog weg und sprach: Ich meinte, er sollte zu mir herauskommen und hertreten und den Namen des HERRN, seines Gottes, anrufen und mit seiner Hand uber die Statte fahren und den Aussatz also abtun. Sind nicht die Wasser Amanas und Pharphars zu Damaskus besser denn alle Wasser in Israel, dad ich mich drinnen wusche und rein würde? Und wandte sich und zog weg mit Zorn. Da machten sich seine Knechte zu ihm, redeten mit ihm und sprachen: Lieber Vater, wenn dich der Prophet etwas Groftes hatte geheiden, solltest du es nicht tun? Wie viel mehr, so er zu dir sagt: Wasche dich, so wirstdu rein. Da stieg er ab und taufte sich im Jordan siebenmal, wie der Mann Gottes geredet hatte; und sein Fleisch ward wiedererstattet, wie ein Fleisch eines jungen Knaben, und ward rein. Und er kehrete wieder zu dem Mann Gottes samt seinem ganzen Heer. Und da er hineinkam, trat er vor ihn und sprach: Siehe, ich weid, dad kein Gott ist in alien Landen ohne in Israel; so nimm nun den Segen von deinem Knechte.
Erste Lesung
So hore nun, mein Knecht Jakob, und Israel, den ich erwahlet habe! So spricht der HERR, der dich gemacht und zubereitet hat und der dir beistehet von Mutterleibe an: Fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und du Frommer, den ich erwahlet habe! Denn ich will Wasser gieden auf die Durstige und Strome auf die Dürre; ich will meinen Geist auf deinen Samen gieden und meinen Segen auf deine Nachkommen, dad sie wachsen soilen wie Gras, wie die Weiden an den Wasserbachen. Dieserwird sagen: Ich bin des HERRN, und jener wird genannt werden mit dem Namen Jakob; und dieser wird sich mit seiner Hand dem HERRN zuschreiben und wird mit dem Namen Israel genannt werden. So spricht der HERR, der Konig Israels; und sein Erloser, der HERR Zebaoth: Ich bin der Erste und ich bin der Letzte, und auder mir ist kein Gott. Und wer ist mir gleich, der da rufe und verkundige und mir's zurichte, der ich von der Welt her die Volker setze? Lad sie ihnen die Zeichen, und was kommen soil, verkundigen! Furchtet euch nicht und erschrecket nicht! Habe ich's nicht dazumal dich horen lassen und verkundiget? Denn ihr seid meine Zeugen. 1st auch ein Gott aulier mir? Es ist kein Hort, ich weili ja keinen. Die Gotzenmacher sind allzumal eitel, und ihr Kostliches ist kein, nutze. Sie sind ihre Zeugen und sehen nichts, merken auch nichts; darum mussen sie zuschanden werden. Wer sind sie, die einen Gott machen und Gotzen gieüen, der kein nutze ist? Siehe, alle ihre Genossen werden zuschanden; denn es sind Meister aus Menschen. Wenn sie gleich alle zusammentreten, mussen sie dennoch sich furchten und zuschanden werden. Es schmiedet einer das Eisen in der Zange, arbeitet in der Glut und bereitet es mit Hammern und arbeitet daran mit ganzer Kraft seines Arms, leidet auch Hunger, bis er nimmer kann, trinket auch nicht Wasser, bis er matt wird. Der andere zimmert Holz und misset es mit der Schnur und zeichnet es mit Rotelstein und behauet es und zirkelt es ab und macht es wie ein Mannsbild, wie einen schonen Menschen, der im Hause wohne. Er gehet frisch daran unter den Baumen im Walde, daß er Zedern abhaue und nehme Buchen und Eichen, ja, eine Zeder, die gepflanzet und die vom Regen erwachsen ist und die den Leuten Feuerwerk gibt, davon man nimmt, daß man sich dabei warme, und die man anzundet und Brot dabei backet. Daselbst macht er einen Gott von und betet es an; er macht einen Gotzen daraus und knieet davor nieder. Die Halfte verbrennet er im Feuer und uber der andern Halfte isset er Fleisch; er brat einen Braten und sattigt sich, warmet sich auch und spricht: Hoja! Ich bin warm worden; ich sehe meine Lust am Feuer. Aber das ubrige macht er zum Gott, dafi es sein Gotze sei, davor er knieet und niederfallet und betet und spricht: Errette mich; denn du bist mein Gott. Sie wissen nichts und verstehen nichts; denn sie sind verblendet, dafi ihre Augen nicht sehen und ihre Herzen nicht merken konnen, und gehen nicht in ihr Herz; keine Vernunft noch Witz ist da, daß sie doch dachten: Ich habe die Halfte mit Feuer verbrannt und habe auf den Kohlen Brot gebacken und Fleisch gebraten und gegessen und sollte das ubrige zum Greuel machen und sollte knieen vor einem Klotz? Es gibt Asche und tauscht das Herz, das sich zu ihm neiget, und kann seine Seele nicht erretten. Noch denket er nicht: Ist das auch Trugerei, das meine rechte Hand treibt? Daran gedenke, Jakob und Israel, denn du bist mein Knecht. Ich habe dich zubereitet, daß du mein Knecht seiest; Israel, vergili mein nicht! Ich Vertilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sunde wie den Nebel. Kehre dich zu mir; denn ich erlose dich. Jauchzet, ihr Himmel, denn der HERR hat's getan; rufe, du Erde, herunter; ihr Berge, frohlocket mit Jauchzen; der Wald und alle Baume drinnen; denn der HERR hat Jakob erloset und ist in Israel herrlich. So spricht der HERR, dein Erloser, der dich von Mutterleibe hat zubereitet: Ich bin der HERR, der alles tut, der den Himmel ausbreitete ailein und die Erde weit machte ohne Gehilfen, der die Zeichen der Wahrsager zunichte und die Weissager toll macht, der die Weisen zurückkehret und ihre Kunst zur Torheit macht, bestatiget aber das Wort seines Knechts und den Rat seiner Boten vollfuhret, der zu Jerusalem spricht: Sei bewohnet! und zu den Stadten Judas: Seid gebauet! und der ich ihre Verwustung aufrichte; der ich spreche zu der Tiefe: Versiege! und zu den Stromen: Vertrocknet! Der ich spreche zu Kores: Der ist mein Hirte und soil alien meinen Willen vollenden, daß man sage zu Jerusalem: Sei gebauet! und zum Tempel: Sei gegrundet!
Morgengebet — Zweite Lesung
Er sprach aberauch zu seinen Jungern: Eswar ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter; der ward vor ihm beruchtiget, als hatte er ihm seine Guter umgebracht. Und er forderte ihn und sprach zu ihm: Wie hore ich das von dir? Tu Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht Haushalter sein. Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soil ich tun? Mein Herr nimmt das Amt von mir; graben mag ich nicht, so schame ich mich zu betteln. Ich weift wohl, was ich tun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzt werde; daß sie mich in ihre Hauser nehmen. Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn und sprach zu dem ersten: Wieviel bistdu meinem Herrn schuldig? Er sprach: Hundert Tonnen Oles. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, setze dich und schreib flugs fünfzig. Danach sprach erzu dem andern: Du aber, wieviel bistdu schuldig? Er sprach: Hundert Malter Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief und schreib achtzig. Und der Herr lobete den ungerechten Haushalter, daß er kluglich getan hatte. Denn die Kinder dieser Welt sind kluger denn die Kinder des Lichts in ihrem Geschlechte. Und ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten. Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Groften treu; und wer im Geringsten unrecht ist, der ist auch im Groften unrecht. So ihr nun in dem ungerechten Mammon nicht treu seid, wer will euch das Wahrhaftige vertrauen? Und so ihr in dem Fremden nicht treu seid, wer will euch geben dasjenige, das euer ist? Kein Hausknecht kann zweien Herren dienen; entweder erwird einen hassen und den andern lieben, oderwird einem anhangen und den andern verachten. Ihr konnet nicht Gott samt dem Mammon dienen. Das alles horeten die Pharisaer auch; die waren geizig und spotteten sein. Und er sprach zu ihnen: Ihr seid's, die ihr euch selbst rechtfertiget vor den Menschen; aber Gott kennet eure Herzen. Denn was hoch ist unter den Menschen, das ist ein Greuel vor Gott. Das Gesetz und die Propheten weissagen bis auf Johannes; und von der Zeit an wird das Reich Gottes durchs Evangelium geprediget, und jedermann dringet mit Gewalt hinein. Es istaber leichter, daß Himmel und Erde vergehen, denn daß ein Tüttel vom Gesetz falle. Wersich scheidet von seinem Weibe und freiet eine andere, der bricht die Ehe; und wer die Abgeschiedene von dem Manne freiet der bricht auch die Ehe. Eswaraberein reicher Mann, derkleidete sich mit Purpur und kostlicher Leinwand und lebete alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Armer mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voller Schwaren und begehrete, sich zu sattigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische fielen. Doch kamen die Hunde und leckten ihm seine Schwaren. Es begab sich aber, daß der Arme starb und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoft. Der Reiche aber starb auch und ward begraben. Als er nun in der Holle und in der Qual war, hub er seine Augen auf und sah Abraham von feme und Lazarus in seinem Schoft, rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich mein und sende Lazarus, daß er das Aufterste seines Fingers ins Wasser tauche und kühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme! Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, daß du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Boses empfangen; nun aber wird er getrostet, und du wirst gepeiniget. Und uberdas alles istzwischen uns und euch eine grofte Kluft befestiget, daß, die da wollten von hinnen hinabfahren zu euch, konnten nicht und auch nicht von dannen zu uns heruberfahren. Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, daß du ihn sendest in meines Vaters Flaus; denn ich habe noch funf Bruder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. Abraham sprach zu ihm: Sie haben Mose und die Propheten; laft sie dieselbigen horen! Er aber sprach: Nein, Vater Abraham; sondern wenn einervon den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Bufte tun. Er sprach zu ihm: Hbren sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben, ob jemand von den Toten aufstünde.
Antwortpsalm
Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem HERRN: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füde lege. Der HERR wird das Zepter deines Reichs senden aus Zion. Herrsche unterdeinen Feinden! Nach deinem Sieg wird dir dein Volk williglich opfern in heiligem, Schmuck. Deine Kinder werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenrote. Der HERR hat geschworen, und wird ihn nicht gereuen; Du bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedechs. Der HERR zu deiner Rechten wird zerschmeiften die Konige zur Zeit seines Zorns. Er wird richten unter den Heiden; er wird grofte Schlacht tun; erwird zerschmeiften das Haupt fiber grotie Lande. Er wird trinken vom Bach auf dem Wege; darum wird er das Haupt emporheben.
Evangelium
Und ersprach zu ihnen: Ihrwerdetfreilichzumir sagen dies Sprichwort: Arzt, hilf dir selber! Denn wie groüe Dinge haben wir gehort zu Kapernaum geschehen? Tue auch also hier in deinem Vaterlande! Er aber sprach: Wahrlich, ich sage euch, kein Prophet ist angenehm in seinem Vaterlande. Aber in der Wahrheit sage ich euch: Es waren viel Witwen in Israel zu Elias Zeiten, da der Himmel verschlossen war drei Jahre und sechs Monden, da eine große Teurung war im ganzen Lande; und zu der keiner ward Elia gesandt denn allein gen Sarepta der Sidonier, zu einer Witwe. Und viel Aussatzige waren in Israel zu des Propheten Elisa Zeiten; und der keiner ward gereiniget denn allein Naeman aus Syrien. Und sie wurden voll Zorns alle, die in der Schule waren, da sie das horeten, und stunden auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und fuhreten ihn auf einen Hugel des Berges, darauf ihre Stadt gebauet war, daß sie ihn hinabsturzeten. Aber er ging mitten durch sie hinweg.
Antwortpsalm
Ein Psalmlied, vorzusingen auf Saitenspielen. Gott sei uns gnadig und segne uns; er lasse uns sein Antlitz leuchten, Sela, daß wir auf Erden erkennen seinen Weg, unter alien Heiden sein Heil. Es danken dir; Gott, die Volker; es danken dir alle Volker. Die Volker freuen sich und jauchzen, daß du die Leute recht richtest und regierest die Leute auf Erden. Sela. Es danken dir, Gott, die Volker; es danken dir alle Volker. Das Land gibt sein Gewachs. Es segne uns Gott, unser Gott! Es segne uns Gott, und alle Welt furchte ihn!
Antwortpsalm
Ein Psalm Davids, vorzusingen. Hore, Gott, meine Stimme in meiner Klage; behute mein Leben vor dem grausamen Feinde! Verbirg mich vor der Sammlung der Bosen, vor dem Haufen der Ubeltater, welche ihre Zunge scharfen wie ein Schwert, die mit ihren giftigen Worten zielen wie mit Pfeilen, daß sie heimlich schieften den Frommen; plotzlich schieften sie auf ihn ohne alle Scheu. Sie sind kuhn mit ihren bosen Anschlagen und sagen, wie sie Stricke legen wollen, und sprechen: Wer kann sie sehen? Sie erdichten Schalkheit und halten's heimlich, sind verschlagen und haben geschwinde Ranke. Aber Gott wird sie plotzlich schieften, daß ihnen wehe tun wird. Ihre eigene Zunge wird sie fallen, daß ihrer spotten wird, wer sie siehet. Und alle Menschen, die es sehen, werden sagen: Das hat Gott getan, und merken, daß es sein Werk sei. Die Gerechten werden sich des HERRN freuen und auf ihn trauen und alle frommen Herzen werden sich des rühmen.
Antwortpsalm
Ein Psalm Davids, vorzusingen auf einem Saitenspiel. Hore, Gott, mein Geschrei und merke auf mein Gebet! Hienieden auf Erden rufe ich zu dir, wenn mein Herz in Angst ist, du wollest mich fuhren auf einen hohen Felsen. Denn du bist meine Zuversicht, ein starker Turm vor meinen Feinden. Ich will wohnen in deiner Hütte ewiglich und trauen unter deinen Fittichen. Sela. Denn du, Gott, horest meine Gelubde; du belohnest die wohl, die deinen Namen furchten. Du gibsteinem Konige langes Leben, dafi seine Jahre wahren immer fur und fur, daß er immer sitzen bleibet vor Gott. Erzeige ihm Gute und Treue, die ihn behuten. So will ich deinem Namen lobsingen ewiglich, daß ich meine Gelubde bezahle taglich.
Abendgebet — Erste Lesung
Wenn ein Hader ist zwischen Mannern, so soil man sie vor Gericht bringen und sie richten und den Gerechten rechtsprechen und den Gottlosen verdammen. Und so der Gottlose Schlage verdienet hat, soil ihn der Richter heiden niederfallen, und sollen ihn vor ihm schlagen nach dem Mad und Zahl seiner Missetat. Wenn man ihm vierzig Schlage gegeben hat, soil man ihn nicht mehr schlagen, auf dad nicht, so man mehr Schlage gibt, er zu viel geschlagen werde, und dein Bruder scheudlich vor deinen Augen sei, Du sollst dem Ochsen, der da drischet, nicht das Maul verbinden. Wenn Bruder beieinanderwohnen, und einer stirbt ohne Kinder, so soil des Verstorbenen Weib nicht einen fremden Mann drauden nehmen, sondern ihr Schwager soil sie beschlafen und zum Weihe nehmen und sie ehelichen. Und den ersten Sohn, den sie gebieret, soil er bestatigen nach dem Namen seines verstorbenen Bruders, daß, sein Name nicht vertilget werde aus Israel. Gefallt es aber dem Manne nicht, daß er seine Schwagerin nehme, so soil sie, seine Schwagerin, hinaufgehen unter das Tor vor die Altesten und sagen: Mein Schwager weigert sich, seinem Bruder einen Namen zu erwecken in Israel, und will mich nicht ehelichen. So sollen ihn die Altesten der Stadt fordern und mit ihm reden. Wenn erdann stehet und spricht: Es gefallt mir nicht, sie zu nehmen, so soli seine Schwagerin zu ihm treten vor den Altesten und ihm einen Schuh ausziehen von seinen Fuften und ihn anspeien; und soil antworten und sprechen: Also soil man tun einem jeden Manne, der seines Bruders Haus nicht erbauen will. Und sein Name soil in Israel heiften des Barfüfters Haus. Wenn sich zween Manner miteinander hadern, und des einen Weib lauft zu, daß sie ihren Mann errette von der Hand des, der ihn schlagt, und strecket ihre Hand aus und ergreifet ihn bei seiner Scham, so sollst du ihrdie Hand abhauen, und dein Auge soil ihrer nicht verschonen. Du sollst nicht zweierlei Gewicht in deinem Sack, graft und klein, haben; und in deinem Hause soli nicht zweierlei Scheffel, graft und klein, sein. Du sollst ein vollig und recht Gewicht und einen volligen und rechten Scheffel haben, auf daß dein Leben lange wahre in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. Denn wer solches tut, der ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel, wie alle, die ubel tun. Gedenke, was dir die Amalekiter taten auf dem Wege, da ihr aus Agypten zoget: wie sie dich angriffen auf dem Wege und schlugen deine Hintersten, alle die Schwachen, die dir hinten nachzogen, da du mude und mattwarst, und furchteten Gott nicht. Wenn nun der HERR, dein Gott, dich zur Ruhe bringet von alien deinen Feinden umher im Lande, das dir der HERR, dein Gott, gibt zum Erbe einzunehmen, so sollst du das Gedachtnis der Amalekiter austilgen unter dem Himmel. Das vergift nicht!
Zweite Lesung
Denn ein jeglicher Hoherpriester, der aus den Menschen genommen wird, der wird gesetzt fur die Menschen gegen Gott, auf daß eropfere Gaben und Opfer fur die Sünden, der da konnte mitleiden uber die, so unwissend sind und irren, nachdem er auch selbst umgeben ist mit Schwachheit. Darum muft er auch, gleichwie fur das Volk, also auch fur sich selbst opfern fur die Sünden. Und niemand nimmt sich selbst die Ehre, sondern der auch berufen sei von Gott gleichwie Aaron. Also auch Christus hat sich nicht selbst in die Ehre gesetzt, daß er Hoherpriester würde, sondern der zu ihm gesagt hat: Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeuget. Wie er auch am andern Ort spricht: Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks. Und er hat in den Tagen seines Fleisches Gebet und Flehen mit starkem Geschrei und Tranen geopfert zu dem, der ihm von dem Tode konnte aushelfen; und ist auch erhoret, darum daß er Gott in Ehren hatte. Und wiewohl er Gottes Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernet. Und da er ist vollendet, ist er worden alien, die ihm gehorsam sind, eine Ursache zur ewigen Seligkeit, genannt von Gott ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks. Davon hatten wir wohl viel zu reden; aber es ist schwer, weil ihr so unverstandig seid. Und die ihr solltet langst Meister sein, bedurfet ihrwiederum, daß man euch die ersten Buchstaben der gottlichen Worte lehre, und daß man euch Milch gebe und nicht starke Speise. Denn wem man noch Milch geben muft, der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit; denn er ist ein junges Kind. Den Vollkommenen aber gehort starke Speise, die durch Gewohnheit haben geubte Sinne zum Unterschied des Guten und des Bosen.
Zweite Lesung
Seid ihr nun mit Christo auferstanden, so suchet, was droben ist, da Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, und nicht nach dem, was auf Erden ist! Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christo in Gott. Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in der Herrlichkeit. So totet nun eure Glieder, die auf Erden sind: Hurerei, Unreinigkeit, schandliche Brunst, bose Lust und den Geiz, welcher ist Abgotterei, urn welcher willen kommt der Zorn Gottes uber die Kinder des Unglaubens; in welchen auch ihrweiland gewandelt habt, da ihr darin lebetet. Nun aber leget alles ab von euch: den Zorn, Grimm, Bosheit, Lasterung, schandbare Worte aus eurem Munde. Luget nicht untereinander! Ziehet den alten Menschen mit seinen Werken aus und ziehet den neuen an, der da erneuert wird zu der Erkenntnis nach dem Ebenbilde des, der ihn geschaffen hat, da nicht ist Grieche, Jude, Beschneidung, Vorhaut, Ungrieche, Scythe, Knecht, Freier, sondern alles und in alien Christus. So ziehet nun an, als die Auserwahlten Gottes, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld und vertrage einer den andern, und vergebet euch untereinander, so jemand Klage hat wider den andern; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Uber alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem Leibe; und seid dankbar. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit. Lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesangen und geistlichen lieblichen Liedern und singet dem Herrn in eurem Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten Oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu und danket Gott und dem Vater durch ihn. Ihr Weiber, seid untertan euren Mannern in dem Herrn, wie sich's gebuhrt. Ihr Manner, liebet eure Weiber und seid nicht bitter gegen sie! Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in alien Dingen; denn das ist dem Herrn gefallig. Ihr Vater, erbittert eure Kinder nicht, auf daß sie nicht scheu werden. Ihr Knechte, seid gehorsam in alien Dingen euren leiblichen Herren, nicht mit Dienst vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern mit Einfaltigkeit des Herzens und mit Gottesfurcht. Alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als dem Herrn und nicht den Menschen; und wisset, daß ihr von dem Herrn empfangen werdet die Vergeltung des Erbes; denn ihr dienet dem Herm Christo. Wer aber unrecht tut, derwird empfangen; was er unrecht getan hat; und gilt kein Ansehen der Person.
Zweite Lesung
Paulus, ein Apostel (nicht von Menschen, auch nicht durch Menschen, sondern durch Jesum Christum und Gott den Vater, der ihn auferwecket hat von den Toten), und alle Bruder, die bei mirsind: Den Gemeinden in Galatien. Gnade sei mit euch und Friede von Gott dem Vater und unserm Herrn Jesu Christo, dersich selbst fur unsere Sunden gegeben hat, daß er uns errettete von dieser gegenwartigen argen Welt nach dem Willen Gottes und unsers Vaters, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Mich wundert, daß ihr euch so bald abwenden lasset von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, auf ein ander Evangelium, so doch kein anderes ist; ohne daß etliche sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren. Aber so auch wir Oder ein Engel vom Himmel euch wurde Evangelium predigen anders, denn das wir euch geprediget haben, der sei verflucht! Wie wir jetzt gesagt haben, so sagen wir auch abermal: So jemand euch Evangelium prediget anders, denn das ihrempfangen habt, der sei verflucht! Predige ich denn jetzt Menschen Oder Gott zu Dienst? Oder gedenke ich, Menschen gefallig zu sein? Wenn ich den Menschen noch gefallig ware, so ware ich Christi Knecht nicht. Ich tue euch aber kund, liebe Bruder, daß das Evangelium, das von mir geprediget ist, nicht menschlich ist. Denn ich hab' es von keinem Menschen empfangen noch gelernet, sondern durch die Offenbarung Jesu Christi.
Zweite Lesung
So spricht der HERR Zebaoth: Siehe, ich will mein Volk erlosen vom Lande gegen Aufgang und vom Lande gegen Niedergang der Sonne und will sie herzubringen, daß sie zu Jerusalem wohnen; und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein in Wahrheit und Gerechtigkeit. So spricht der HERR Zebaoth: Starket eure Hande die ihr horet diese Worte zu dieser Zeit durch der Propheten Mund, des Tages, da der Grund gelegt ist an des HERRN Zebaoth Hause, dafi der Tempel gebauet wurde. Denn vor diesen Tagen war der Menschen Arbeit vergebens, und der Tiere Arbeit war nichts, und war kein Friede vor Trubsal denen, die aus- und einzogen, sondern ich lieli alle Menschen gehen, einen jeglichen wider seinen Nachsten. Aber nun will ich nicht, wie in den vorigen Tagen, mit den ubrigen dieses Volks fahren, spricht der HERR Zebaoth, sondern sie sollen Samen des Friedens sein. Der Weinstock soil seine Frucht geben und das Land sein Gewachs geben, und der Himmel soil seinen Tau geben; und ich will die ubrigen dieses Volks solches alles besitzen lassen. Und soli geschehen, wie ihr vom Hause Juda und vom Hause Israel seid ein Fluch gewesen unter den Heiden, so will ich euch erlosen, daß ihr sollt ein Segen sein. Furchtet euch nur nicht und starket eure Handel So spricht der HERR Zebaoth: Gleichwie ich gedachte euch zu plagen, da mich eure Vater erzürneten, spricht der HERR Zebaoth, und reuete mich nicht, also gedenke ich nun wiederum in diesen Tagen wohlzutun Jerusalem und dem Hause Juda. Furchtet euch nur nichts! Das ist's aber, das ihr tun sollt: Rede einer mit dem andern Wahrheit und richtet recht und schaffet Frieden in euren Toren; und denke keiner kein Arges in seinem Herzen wider seinen Nachsten und liebet nicht falsche Eide; denn solches alles hasse ich, spricht der HERR.
Evangelium
Und bald am Morgen hielten die Hohenpriester einen Rat mit den Altesten und Schriftgelehrten, dazu der ganze Rat, und banden Jesum und fuhreten ihn hin und uberantworteten ihn Pilatus. Und Pilatus fragte ihn: Bist du ein Konig der Juden? Er antwortete aber und sprach zu ihm: Du sagst es. Und die Hohenpriester beschuldigten ihn hart. Pilatus aber fragte ihn abermal und sprach: Antwortest du nichts? Siehe, wie hart sie dich verklagen! Jesus aber antwortete nichts mehr, also dati sich auch Pilatus verwunderte. Er pflegte aber ihnen auf das Osterfest einen Gefangenen loszugeben, welchen sie begehrten. Es war aber einer, genannt Barabbas, gefangen mit den Aufrührerischen die im Aufruhr einen Mord begangen hatten. Und das Volk ging hinauf und bat, daß er tate, wie er pflegete. Pilatus aber antwortete ihnen: Wollt ihr, daß ich euch den Konig der Juden losgebe? Denn er wulite, daß ihn die Hohenpriester aus Neid uberantwortet hatten. Aber die Hohenpriester reizten das Volk, daß er ihnen viel lieber den Barabbas losgabe. Pilatus aber antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Was wollt ihr denn, daß ich tue dem, den ihr schuldiget, er sei ein Konig der Juden? Sie schrieen abermal: Kreuzige ihn! Pilatus aber sprach zu ihnen: Was hat er Ubels getan? Aber sie schrieen noch viel mehr: Kreuzige ihn! Pilatus aber gedachte, dem Volk genugzutun, und gab ihnen Barabbas los und überantwortete ihnen Jesum, daß er gegeilielt und gekreuziget wurde. Die Kriegsknechte aber fuhreten ihn hinein in das Richthaus und riefen zusammen die ganze Schar; und zogen ihm einen Purpuran und flochten eine dornene Krone und setzten sie ihm auf; und fingen an, ihn zu grüften: Gegrüftet seiest du, der Juden Konig! Und schlugen ihm das Haupt mit dem Rohr und verspeieten ihn und fielen auf die Kniee und beteten ihn an. Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpur aus und zogen ihm seine eigenen Kleider an und fuhreten ihn aus, daß sie ihn kreuzigten. Und zwangen einen, der voruberging, mit Namen Simon von Kyrene; der vom Felde kam (der ein Vater war des Alexander und Rufus), daß er ihm das Kreuz truge. Und sie brachten ihn an die Statte Golgatha, das ist verdolmetscht: Schadelstatte. Und sie gaben ihm Myrrhen im Wein zu trinken; und er nahm's nicht zu sich. Und da sie ihn gekreuziget hatten, teilten sie seine Kleider und warfen das Los darum, welcherwas überkame. Und es war urn die dritte Stunde, da sie ihn kreuzigten. Und es war oben uber ihn geschrieben, was man ihm schuld gab, namlich: Ein Konig der Juden. Und sie kreuzigten mit ihm zwei Morder, einen zu seiner Rechten und einen zur Linken. Da ward die Schrift erfullet, die da sagt: Er ist unter die Ubeltater gerechnet. Und die vorübergingen, lasterten ihn und schuttelten ihre Haupter und sprachen: Pfui dich, wie fein zerbrichst du den Tempel und bauest ihn in dreien Tagen! Hilf dir nun selber und steig herab vom Kreuz! Desselbigengleichen die Hohenpriester verspotteten ihn untereinander samt den Schriftgelehrten und sprachen: Er hat andern geholfen und kann sich selber nicht helfen. Ist er Christus und Konig in Israel, so steige er nun vom Kreuze, daß wir sehen und glauben. Und die mit ihm gekreuzigt waren, schmaheten ihn auch. Und nach dersechsten Stunde ward eine Finsternis uber das ganze Land bis urn die neunte Stunde. Und urn die neunte Stunde rief Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama asabthani? das ist verdolmetscht: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Und etliche, die dabeistunden, da sie das horeten, sprachen sie: Siehe, er rufet den Elia! Da lief einer und fullete einen Schwamm mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und trankete ihn und sprach: Halt, laft sehen, ob Elia komme und ihn herabnehme. Aber Jesus schrie laut und verschied. Und der Vorhang im Tempel zerrifi in zwei Stücke, von oben an bis unten aus. Der Hauptmann aber, der dabeistund ihm gegenuber und sah, daß er mit solchem Geschrei verschied, sprach er: Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen! Und es waren auch Weiber da, die von feme solches schaueten, unter welchen war Maria Magdalena und Maria, des kleinen Jakobus und des Joses Mutter, und Salome, die ihm auch nachgefolget, da er in Galilaa war, und gedienet hatten, und viel andere, die mit ihm hinauf gen Jerusalem gegangen waren. Und am Abend, dieweil es der Rusttag war, welcher ist der Vorsabbat, kam Joseph von Arimathia, ein ehrbarer Ratsherr, welcher auch auf das Reich Gottes wartete; der wagte es und ging hinein zu Pilatus und bat urn den Leichnam Jesu. Pilatus aber verwunderte sich, daß er schon tot war, und rief den Hauptmann und fragte ihn, ob er langst gestorben ware. Und als er's erkundet von dem Hauptmann, gab er Joseph den Leichnam. Und er kaufte eine Leinwand und nahm ihn ab und wickelte ihn in die Leinwand und legte ihn in ein Grab, das war in einen Fels gehauen, und walzete einen Stein vor des Grabes Tur. Aber Maria Magdalena und Maria Joses schaueten zu wo er hingelegt ward.
Abendgebet — Zweite Lesung
Also, meine lieben und gewünschten Bruder, meine Freude und meine Krone, bestehet also in dem Herrn, ihr Lieben! Die Evodia ermahne ich, und die Syntyche ermahne ich, daß sie eines Sinnes seien in dem Herrn. Ja, ich bitte auch dich, mein treuer Geselle, stehe ihnen bei, die samt mir uber dem Evangelium gekampft haben mit Clemens und den andern meinen Gehilfen, welcher Namen sind in dem Buch des Lebens. Freuet euch in dem Herrn allewege; und abermal sage ich: Freuet euch! Eure Lindigkeit lasset kund sein alien Menschen. Der Herr ist nahe. Sorget nichts, sondern in alien Dingen lasset eure Bitte im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher hoher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu!] Weiter, liebe Bruder, was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was keusch, was lieblich, was wohl lautet, ist etwa eine Tugend, ist etwa ein Lob, dem denket nach. Welches ihr auch gelernet und empfangen und gehoret und gesehen habt an mir, das tut, so wird der Herr des Friedens mit euch sein. Ich bin aber hoch erfreuet in dem Herrn, daß ihr wieder wacker worden seid, fur mich zu sorgen, wiewohl ihr allewege gesorget habt; aber die Zeit hat's nichtwollen leiden. Nicht sage ich das des Mangels halben; denn ich habe gelernet, bei welchen ich bin, mir genugen lassen. Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; ich bin in alien Dingen und bei alien geschickt, beide, satt sein und hungern, beide, übrig haben und Mangel leiden. Ich vermag alles durch den, der mich machtig macht, Christus. Doch ihr habt wohl getan, daß ihr euch meiner Trubsal angenommen habt. Ihr aber von Philippi wisset, daß von Anfang des Evangeliums, da ich auszog aus Mazedonien, keine Gemeinde mit mir geteilet hat nach der Rechnung der Ausgabe und Einnahme denn ihr alleine. Denn gen Thessalonich sandtet ihr zu meiner Notdurft einmal und danach abereinmal. Nicht, daß ich das Geschenk suche, sondern ich suche die Frucht daß sie uberflussig in eurer Rechnung sei. Denn ich habe alles und habe uberflussig. Ich bin erfullet, da ich empfing durch Epaphroditus, was von euch kam, ein sillier Geruch, ein angenehm Opfer, Gott gefallig. Mein Gott aber erfulle alle eure Notdurft nach seinem Reichtum in der Herrlichkeit in Christo Jesu! Dem Gott aber und unserm Vater sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Grutiet alle Heiligen in Christo Jesu. Es grutien euch die Bruder, die bei mir sind. Es grülien euch alle Heiligen, sonderlich aber die von des Kaisers Hause. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch alien! Amen.
Evangelium
Und er ging wiederum hinaus an das Meer; und alles Volk kam zu ihm, und er lehrete sie. Und da Jesus voruberging, sah er Levi, den Sohn des Alphaus, am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! Und er stund auf und folgte ihm nach. Und es begab sich, da erzu Tische saß in seinem Hause, setzten sich viel Zollner und Sunder zu Tische mit Jesu und seinen Jungern. Denn ihrerwar viel, die ihm nachfolgeten. Und die Schriftgelehrten und Pharisaer, da sie sahen, daß er mit den Zollnern und Sundern aß, sprachen sie zu seinen Jungern: Warum isset und trinket er mit den Zollnern und Sundern? Da das Jesus horete, sprach erzu ihnen: Die Starken bedurfen keines Arztes, sondern die Kranken. Ich bin kommen, zu rufen die Sunder zur Buße und nicht die Gerechten. Und die Junger des Johannes und der Pharisaer fasteten viel; und es kamen etliche, die sprachen zu ihm: Warum fasten die Junger des Johannes und der Pharisaer, und deine Junger fasten nicht? Und Jesus sprach zu ihnen: Wie konnen die Hochzeitsleute fasten, dieweil der Brautigam bei ihnen ist? Alsolange der Brautigam bei ihnen ist, konnen sie nicht fasten. Es wird aber die Zeit kommen, daß der Brautigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten. Niemand flicket einen Lappen von neuem Tuch an ein alt Kleid; denn der neue Lappen reißet doch vom alten, und der Riß wird arger. Und niemand fasset Most in alte Schlauche; anders zerreißet der Most die Schlauche, und der Wein wird verschuttet, und die Schlauche kommen urn. Sondern man soil Most in neue Schlauche fassen.
Evangelium
Und erging auf einen Berg und rief zu sich, welche erwollte, und die gingen hin zu ihm. Und erordnete die Zwolfe, daß sie bei ihm sein sollten, und daß er sie aussendete zu predigen, und daß sie Macht hatten, die Seuchen zu heilen und die Teufel auszutreiben, und gab Simon den Namen Petrus; und Jakobus, den Sohn des Zebedaus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und gab ihnen den Namen Bnehargem, das istgesagt, Donnerskinder; und Andreas und Philippus und Bartholomaus und Matthaus und Thomas und Jakobus, des Alphaus Sohn, und Thaddaus und Simon von Kana und Judas Ischariot, der ihn verriet. Und sie kamen nach Hause; und da kam abermal das Volk zusammen, also daü sie nicht Raum hatten zu essen. Und da es horeten, die urn ihn waren, gingen sie hinaus und wollten ihn halten; denn sie sprachen: Er wird von Sinnen kommen.
Evangelium
Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus dem Brautigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren toricht, und fünf waren klug. Die torichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen nicht 01 mit sich. Die klugen aber nahmen 01 in ihren Gefaften samt ihren Lampen. Da nun der Brautigam verzog, wurden sie alle schlafrig und entschliefen. Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Brautigam kommt; gehet aus ihm entgegen! Da stunden diese Jungfrauen alle auf und schmuckten ihre Lampen. Die torichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Ole; denn unsere Lampen verloschen! Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche. Gehet aber hin zu den Kramern und kaufet fur euch selbst! Und da sie hingingen zu kaufen, kam der Brautigam; und welche bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit. Und die Tur ward verschlossen. Zuletzt kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euer nicht. Darum wachet! Denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird. Gleichwie ein Mensch, der uber Land zog, rief seinen Knechten und tat ihnen seine Guter ein. Und einem gab er funf Zentner, dem andern zwei, dem dritten einen, einem jeden nach seinem Vermogen, und zog bald hinweg. Da ging der hin, der funf Zentner empfangen hatte, und handelte mitdenselbigen und gewann andere funf Zentner. Desgleichen auch, der zwei Zentner empfangen hatte, gewann auch zwei andere. Der aber einen empfangen hatte, ging hin und machte eine Grube in die Erde und verbarg seines Herrn Geld. Uber eine lange Zeit kam der Herr dieser Knechte und hielt Rechenschaft mit ihnen. Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte andere funf Zentner dar und sprach: Herr, du hast mir funf Zentner getan; siehe da, ich habe damit andere funf Zentner gewonnen. Da sprach sein Herr zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist uber wenigem getreu gewesen; ich will dich uber viel setzen. Gehe ein zu deines Herrn Freude! Da trat auch herzu, der zwei Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Zentner getan; siehe da, ich habe mit denselben zwei andere gewonnen. Sein Herr sprach zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist uber wenigem getreu gewesen; ich will dich uber viel setzen. Gehe ein zu deines Herrn Freude! Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, ich wuftte, daß du ein harter Mann bist: du schneidest, wo du nicht gesaet hast, und sammelst, da du nicht gestreuet hast. Und furchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in die Erde. Siehe, da hast du das Deine. Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du Schalk und fauler Knecht! Wufttest du, daß ich schneide, da ich nicht gesaet habe, und sammle, da ich nicht gestreuet habe, so solltest du mein Geld zu den Wechslern getan haben, und wenn ich kommen ware, hatte ich das Meine zu mir genommen mit Wucher. Darum nehmet von ihm den Zentner und gebet's dem, der zehn Zentner hat! Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und wird die Fulle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden. Und den unnützen Knecht werft in die aufterste Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zahneklappen. Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit. Und werden vor ihm alle Volker versammelt werden. Und erwird sie voneinanderscheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Bocken scheidet. Und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Bocke zur Linken. Da wird denn der Konig sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getranket. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich beherberget. Ich bin nackend gewesen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besuchet. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir kommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeiset, Oder durstig und haben dich getranket? Wann haben wir dich einen Gast gesehen und beherberget, Oder nackend und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank Oder gefangen gesehen und sind zu dir kommen? Und der Konig wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem unterdiesen meinen geringsten Brudern, das habt ihr mir getan. Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich nicht getranket. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich nicht beherberget. Ich bin nackend gewesen, und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank und gefangen gewesen, und ihr habt mich nicht besuchet. Da werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich gesehen hungrig Oder durstig Oder einen Gast Oder nackend Oder krank Oder gefangen und haben dir nicht gedienet? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. Und sie werden in die ewige Pein gehen, aber die Gerechten in das ewige Leben.
Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)
Tageslesungen, jeden Morgen
In Bosko warten die Lesungen des Tages jeden Morgen auf dich — markiere jede als gelesen, damit du nie den Überblick verlierst, lies sie in einer von 30 Übersetzungen und verweile bei einer kurzen Betrachtung. Die Tageslesungen deiner Tradition — nachverfolgt und immer griffbereit.

