Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Erste Lesung

2. Korinther 7:10-16

Denn die gottliche Traurigkeit wirket zur Seligkeit eine Reue, die niemand gereuet; die Traurigkeit aber der Welt wirket den Tod. Siehe, dasselbige, dafi ihr gottlich seid betrubt worden, welchen Fleil J hat es in euch gewirket, dazu Verantwortung, Zorn, Furcht, Verlangen, Eifer, Rachel Ihr habt euch beweiset in alien Stricken, dafi ihr rein seid an der Tat. Darum, ob ich euch geschrieben habe, so ist's doch nicht geschehen um deswillen, der beleidiget hat, auch nicht um deswillen, der beleidiget ist, sondern um deswillen, daß euer Fleift gegen uns offenbar würde bei euch vor Gott. Derhalben sind wir getrostet worden, daü ihr getrostet seid. Uberschwenglicher aber haben wir uns noch mehr gefreuet uber die Freude des Titus; denn sein Geist ist erquicket an euch alien. Denn was ich vor ihm von euch gerühmet habe, bin ich nicht zuschanden worden; sondern gleichwie alles wahr ist, was ich mit euch geredet habe, also ist auch unser Ruhmen vor Titus wahr worden. Und er ist uberaus herzlich wohl an euch, wenn er gedenket an euer aller Gehorsam, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern habt aufgenommen. Ich freue mich, daß ich mich zu euch alles versehen dart.

Erste Lesung

Jeremia 20

Da aber Pashur, ein Sohn Immers, des Priesters, so zum Obersten im Hause des HERRN gesetzt war, Jeremia horete solche Worte weissagen, schlug erden Propheten Jeremia und warf ihn ins Gewolbe unter dem Obertor Benjamin, welches am Hause des HERRN ist. Und da es Morgen ward, zog Pashur Jeremia aus dem Gewolbe. Da sprach Jeremia zu ihm: Der HERR heillt dich nicht Pashur, sondern Magur urn und urn. Denn so spricht der HERR: Siehe, ich will dich samt alien deinen Freunden in die Furcht geben, und sollen fallen durchs Schwert ihrer Feinde; das sollst du mit deinen Augen sehen. Und will das ganze Juda in die Hand des Konigs zu Babel ubergeben; der soil sie wegfuhren gen Babel und mit dem Schwert toten. Auch will ich alle Guter dieser Stadt samt allem, das sie gearbeitet, und alle Kleinode und alle Schatze der Konige Judas in ihrer Feinde Hand geben, dafi sie dieselbigen rauben, nehmen und gen Babel bringen. Und du, Pashur, sollst mit alien deinen Hausgenossen gefangen gehen und gen Babel kommen; daselbst sollst du sterben und begraben werden samt alien deinen Freunden, welchen du Lügen predigest. HERR, du hast mich uberredet, und ich habe mich uberreden lassen; du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen. Aber ich bin daruber zum Spott worden taglich, und jedermann verlacht mich. Denn seit ich geredet, gerufen und gepredigt habe von der Plage und Verstorung, ist mir des HERRN Wort zum Hohn und Spott worden taglich. Da dachte ich: Wohlan, ich will sein nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennend Feuer, in meinen Gebeinen verschlossen, daß ich's nicht leiden konnte, und ware schier vergangen. Denn ich hore, wie mich viele schelten und allenthalben schrecken: Hui, verklaget ihn! Wir wollen ihn verklagen, sprechen alle meine Freunde und Gesellen, ob wir ihn ubervorteilen und ihm beikommen mogen und uns an ihm rachen. Aber der HERR ist bei mir wie ein starker Held, darum werden meine Verfolger fallen und nicht obliegen, sondern sollen sehr zuschanden werden, darum dafi sie so toricht handeln; ewig wird die Schande sein, der man nicht vergessen wird. Und nun, HERR Zebaoth, derdu die Gerechten prufest, Nieren und Herz siehest, lafi mich deine Rache an ihnen sehen; denn ich habe dir meine Sache befohlen. Singet dem HERRN, ruhmet den HERRN, der des Armen Leben aus der Boshaftigen Handen errettet! Verflucht sei der Tag, darin ich geboren bin; der Tag müsse ungesegnet sein, darin mich meine Mutter geboren hat! Verflucht sei der, so meinem Vater gute Botschaft brachte und sprach: Du hast einen jungen Sohn, daß er ihn frohlich machen wollte. Derselbige Mann müsse sein wie die Stadte, so der HERR umgekehret und ihn nicht gereuet hat, und musse des Morgens horen ein Geschrei und des Mittags ein Heulen! Dali du mich doch nicht getotet hast in Mutterleibe! Daß meine Mutter mein Grab gewesen, und ihr Leib ewig schwanger geblieben ware! Warum bin ich doch aus Mutterleibe hervorkommen, dad ich solchen Jammer und Herzeleid sehen mull und meine Tage mit Schanden zubringen?

Erste Lesung

Jeremia 38:1-13

Es horeten aber Saphatja, der Sohn Mathans, und Gedalja, der Sohn Pashurs, und Juchal, der Sohn Selemjas, und Pashur, der Sohn Malchias, die Rede, so Jeremia zu allem Volk redete und sprach: So spricht der HERR: Wer in dieser Stadt bleibet, der wird durch Schwert, Hunger und Pestilenz sterben müssen; wer aber hinausgehet zu den Chaldaern, der soil lebend bleiben und wird sein Leben wie eine Beute davonbringen. Denn also spricht der HERR: Diese Stadt soil ubergeben werden dem Heer des Konigs zu Babel, und sollen sie gewinnen. Da sprachen die Fursten zum Konige: Lali doch diesen Mann toten; denn mit der Weise wendet er die Kriegsleute ab, so noch übrig sind in dieser Stadt, desgleichen das ganze Volk auch, weil er solche Worte zu ihnen sagt. Denn der Mann sucht nicht, was zum Frieden diesem Volk, sondern was zum Ungluck dienet. Der Konig Zedekia sprach: Siehe, er ist in euren Handen; denn der Konig kann nichts wider euch. Da nahmen sie Jeremia und warfen ihn in die Grube Malchias, des Sohns Hamelechs, die am Vorhofe des Gefangnisses war, und liefien ihn an Seilen hinab in die Grube, da nicht Wasser, sondern Schlamm war. Und Jeremia sank in den Schlamm. Als aber Ebed-Melech, der Mohr, ein Kammerer in des Konigs Hause, horete, daß man Jeremia hatte in die Grube geworfen, und der Konig eben saß im Tor Benjamin, da ging Ebed-Melech aus des Konigs Hause und redete mit dem Konige und sprach: Mein HERR Konig, die Manner handeln ubel mit dem Propheten Jeremia, daß sie ihn haben in die Grube geworfen, da er muli Hungers sterben; denn es ist kein Brot mehr in der Stadt. Da befahl der Konig Ebed-Melech, dem Mohren, und sprach: Nimm dreilüg Manner mit dir von diesen und zeuch den Propheten Jeremia aus der Grube, ehe denn er sterbe. Und Ebed-Melech nahm die Manner mit sich und ging in des Konigs Haus unter die Schatzkammer und nahm daselbst zerrissene und vertragene alte Lumpen und lieft sie an einem Seil hinab zu Jeremia in die Grube. Und Ebed-Melech, der Mohr, sprach zu Jeremia: Lege diese zerrissenen und vertragenen alten Lumpen unterdeine Achseln urn das Seil. Und Jeremia tat also. Und siezogen Jeremia herauf aus der Grube an den Stricken. Und blieb also Jeremia im Vorhofe des Gefangnisses.

Morgengebet — Erste Lesung

1. Könige 10:1-25

Und da das Gerucht Salomos von dem Namen des HERRN kam vor die Konigin von Reicharabien, kam sie, ihn zu versuchen mit Ratseln. Und sie kam gen Jerusalem mit einem sehr großen Zeug, mit Kamelen, die Spezerei trugen und viel Goldes und Edelgesteine. Und da sie zum Konige Salomo hineinkam, redete sie mit ihm alles, was sie vorgenommen hatte. Und Salomo sagte ihr alles, und war dem Konige nichts verborgen, das er ihr nicht sagte. Da aber die Konigin von Reicharabien sah alle Weisheit Salomos und das Haus, das er gebauet hatte, und die Speise fur seinen Tisch und seiner Knechte Wohnung und seiner Diener Amt und ihre Kleider und seine Schenken und seine Brandopfer, die er in dem Hause des HERRN opferte, konnte sie sich nicht mehr enthalten und sprach zum Konige: Es istwahr, was ich in meinem Lande gehoret habe von deinem Wesen und von deiner Weisheit. Und ich habe es nicht wollen glauben, bis ich kommen bin und habe es mit meinen Augen gesehen. Und siehe, es ist mir nicht die Halfte gesagt. Du hast mehr Weisheit und Gutes denn das Gerucht, das ich gehoret habe. Selig sind deine Leute und deine Knechte, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit horen. Gelobet sei der HERR, dein Gott, der zu dir Lust hat, daß er dich auf den Stuhl Israels gesetzet hat, darum dafi der HERR Israel liebhat ewiglich und dich zum Konige gesetzet hat, daß du Gericht und Recht haitest. Und sie gab dem Konige hundertundzwanzig Zentner Goldes und sehr viel Spezerei und Edelgesteine. Es kam nicht mehr so viel Spezerei, als die Konigin von Reicharabien dem Konige Salomo gab. Dazu die Schiffe Hirams, die Gold aus Ophir führeten, brachten sehr viel Ebenholz und Edelgesteine. Und der Konig IM machen von Ebenholz Pfeiler im Hause des HERRN und im Hause des Konigs und Harfen und Psalter fur die Sanger. Es kam nicht mehr solch Ebenholz, ward auch nicht gesehen bis auf diesen Tag. Und der Konig Salomo gab der Konigin von Reicharabien alles, was sie begehrete und bat, ohne was er ihr gab von ihm selbst. Und sie wandte sich und zog in ihr Land samt ihren Knechten. Des Goldes aber, das Salomo in einem Jahr kam, war am Gewicht sechshundertundsechsundsechzig Zentner, ohne was von Kramern und Kaufleuten und Apothekern und von alien Konigen Arabiens und von den Gewaltigen in Landern kam. Und der Konig Salomo lieft machen zweihundert Schilde vom besten Golde; sechshundert Stuck Goldes tat er zu einem Schilde; und dreihundert Tartschen vom besten Golde, je drei Pfund Goldes zu einer Tartsche. Und der Konig tat sie in das Haus vom Walde Libanon. Und der Konig machte einen groften Stuhl von Elfenbein und uberzog ihn mitdem edelsten Golde. Und der Stuhl hatte sechs Stufen, und das Haupt am Stuhl war hinten rund. Und waren Lehnen auf beiden Seiten urn das Gesaft, und zween Lowen stunden an den Lehnen. Und zwolf Lowen stunden auf den sechs Stufen auf beiden Seiten. Solches ist nie gemacht in keinen Konigreichen. Alle Trinkgefafte des Konigs Salomo waren gulden, und alle Gefafte im Hause vom Walde Libanon waren auch lauter Gold; denn des Silbers achtete man zu den Zeiten Salomos nichts. Denn das Meerschiff des Konigs, das auf dem Meer mit dem Schiff Hirams fuhr, kam in dreien Jahren einmal und brachte Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen. Also ward der Konig Salomo grbfter mit Reichtum und Weisheit denn alle Konige auf Erden. Und alle Welt begehrete, Salomo zu sehen, daß sie die Weisheit horeten, die ihm Gott in sein Herz gegeben hatte. Und jedermann brachte ihm Geschenke, silberne und guldene Gerate, Kleider und Harnische, Wurze, Rosse, Mauler jahrlich.

Epistel

1. Korinther 12:2-11

Ihr wisset, dafi ihr Heiden seid gewesen und hingegangen zu den stummen Gotzen, wie ihr gefuhrt wurdet. Darum tue ich euch kund, daß niemand Jesum verfluchet, der durch den Geist Gottes redet; und niemand kann Jesum einen Herrn heüien ohne durch den Heiligen Geist. Es sind mancherlei Gaben, aber es ist ein Geist. Und es sind mancherlei Amter, aber es ist ein Herr. Und es sind mancherlei Krafte, aber es ist ein Gott, der da wirket alles in alien. In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nutzen. Einem wird gegeben durch den Geist, zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben, zu reden von der Erkenntnis nach demselbigen Geist; einem andern der Glaube in demselbigen Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in demselbigen Geist; einem andern, Wunderzu tun; einem andern Weissagung; einem andern, Geisterzu unterscheiden; einem andern mancherlei Sprachen; einem andern, die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wirket derselbige einige Geist und teilet einem jeglichen seines zu, nachdem er will.

Erste Lesung

Sprüche 29

Wer wider die Strafe halsstarrig, ist, der wird plotzlich verderben ohne aile Hilfe. Wenn der Gerechten viel ist, freuet sich das Volk; wenn aber der Gottlose herrschet, seufzet das Volk. Wer Weisheit liebet, erfreuet seinen Vater; wer aber mit Huren sich nahret, kommt um sein Gut. Ein Konig richtet das Land auf durchs Recht; ein Geiziger aber verderbet es. Wer mit seinem Nachsten heuchelt, der breitet ein Netz zu seinen Fußtapfen. Wenn ein Boser sundiget, verstrickt er sich selbst; aber ein Gerechter freuet sich und hat Wonne. Der Gerechte erkennet die Sache der Armen; der Gottlose achtet keine Vernunft. Die Spotter bringen frechlich eine Stadt in Ungluck; aber die Weisen stillen den Zorn. Wenn ein Weiser mit einem Narren zu handeln kommt, er züme Oder lache, so hat er nicht Ruhe. Die Blutgierigen hassen den Frommen; aber die Gerechten suchen seine Seele. Ein Narr schuttet seinen Geist gar aus; aber ein Weiser halt an sich. Ein Herr, der zu Lugen Lust hat, des Diener sind aile gottlos. Arme und Reiche begegnen einander; aber beider Augen erleuchtet der HERR. Ein Konig, der die Armen treulich richtet, des Thron wird ewiglich bestehen. Rute und Strafe gibt Weisheit; aberein Knabe, ihm selbst gelassen, schandet seine Mutter. Wo viel Gottlose sind, da sind viel Sunden; aberdie Gerechten werden ihren Fall erleben. Zuchtige deinen Sohn, so wird erdich ergotzen und wird deiner Seele sanft tun. Wenn die Weissagung aus ist, wird das Volk wild und wust; wohl aber dem, der das Gesetz handhabet! Ein Knecht laftt sich mit Worten nicht zuchtigen; denn ob er's gleich verstehet, nimmt er sich's doch nicht an. Siehest du einen schnell zu reden, da ist an einem Narren mehr Hoffnung denn an ihm. Wenn ein Knecht von Jugend auf zartlich gehalten wird, so will er danach ein Junker sein. Ein zorniger Mann richtet Hader an, und ein Grimmiger tut viel Sünde. Die Hoffart des Menschen wird ihn sturzen; aber der Demutige wird Ehre empfahen. Wer mit Dieben teil hat, hort fluchen und sagt's nicht an, der hasset sein Leben. Vor Menschen sich scheuen, bringet zu Fall; wer sich aber auf den HERRN verlasset, wird beschutzt. Viele suchen das Angesicht eines Fursten; aber eines jeglichen Gericht kommt vom FIERRN. Ein ungerechter Mann ist dem Gerechten ein Greuel, und wer rechtes Weges ist, der ist des Gottlosen Greuel.

Morgengebet — Zweite Lesung

Johannes 17

Solches redete Jesus und hub seine Augen auf gen Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist hier, daß du deinen Sohn verklarest, auf daß dich dein Sohn auch verklare, gleichwie du ihm Macht hast gegeben uber alles Fleisch, auf daß er das ewige Leben gebe alien, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, daß du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen. Ich habe dich verklaret auf Erden und vollendet das Werk, das du mir gegeben hast, daß ich's tun sollte. Und nun verklare mich du, Vater, bei dir selbst mit der Klarheit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Ich habe deinen Namen offenbaret den Menschen, die du mir von der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort behalten. Nun wissen sie, daß alles, was du mir gegeben hast, sei von dir. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, hab' ich ihnen gegeben; und sie haben's angenommen und erkannt wahrhaftig, daß ich von dir ausgegangen bin, und glauben, daß du mich gesandt hast. Ich bitte fur sie und bitte nicht fur die Welt, sondern fur die, so du mir gegeben hast; denn sie sind dein. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verklaret. Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, die du mirgegeben hast, daß sie eins seien gleichwie wir! Dieweil ich bei ihnen war in der Welt, erhielt ich sie in deinem Namen. Die du mirgegeben hast, die habe ich bewahret, und ist keiner von ihnen verloren ohne das verlorne Kind, daß die Schrift erfullet wurde. Nun aber komme ich zu dir und rede solches in der Welt, auf daß sie in ihnen haben meine Freude vollkommen. Ich hab' ihnen gegeben dein Wort, und die Welt hasset sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie denn auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, daß du sie von der Welt nehmest, sondern daß du sie bewahrest vor dem Libel. Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Gleichwie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst fur sie, auf daß auch sie geheiliget seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht alleine fur sie, sondern auch fur die, so durch ihr Wort an mich glauben werden, auf daß sie alle eins seien gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir, daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt. Und ich hab' ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, da(J sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, auf dafi sie vollkommen seien in eins, und die Welt erkenne, da(5 du mich gesandt hast und liebest sie, gleichwie du mich liebest. Vater, ich will, dafi, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mirgegeben hast, daß sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebet, ehe denn die Welt gegrundet ward. Gerechter Vater, die Welt kennet dich nicht; ich aber kenne dich, und diese erkennen, daß du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und will ihnen kundtun, auf daß die Liebe, damit du mich liebest, sei in ihnen und ich in ihnen.

Antwortpsalm

Psalmen 30

Ein Psalm, zu singen von der Einweihung des Hauses Davids. Ich preise dich, HERR, denn du hast mich erhohet und lassest meine Feinde sich nicht fiber mich freuen. HERR, mein Gott, da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund. HERR, du hast meine Seele aus der Holle gefuhret; du hast mich lebendig behalten, da die in die Holle fuhren. Ihr Heiligen, lobsinget dem HERRN; danket und preiset seine Heiligkeit! Denn sein Zorn wahret einen Augenblick, und er hat Lust zum Leben; den Abend lang wahret das Weinen, aber des Morgens die Freude. Ich aber sprach, da mir's wohl ging: Ich werde nimmermehr daniederliegen. Denn, HERR, durch dein Wohlgefallen hast du meinen Berg stark gemacht. Aber da du dein Antlitz verbargest, erschrak ich. Ich will, HERR, rufen zu dir; dem HERRN will ich flehen. Was ist nütze an meinem Blut, wenn ich tot bin? Wird dir auch der Staub danken und deine Treue verkundigen? HERR, hore und sei mir gnadig; HERR, sei mein Heifer! Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen; du hast meinen Sack ausgezogen und mich mit Freuden gegurtet, auf daß dir lobsinge meine Ehre und nicht stille werde. HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.

Evangelium

Lukas 18:9-14

Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm waren, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Pharisaer, der andere ein Zollner. Der Pharisaer stund und betete bei ich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die andern Leute: Rauber, Ungerechte, Ehebrecher Oder auch wie dieser Zollner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe. Und der Zollner stund von feme, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sunder gnadig. Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertiget in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhohet, der wird erniedriget werden; und wer sich selbst erniedriget, der wird erhohet werden.

Antwortpsalm

Psalmen 54

Eine Unterweisung Davids, vorzusingen auf Saitenspielen, da die von Siph kamen und sprachen zu Saul: David hat sich bei uns verborgen. Hilf mir, Gott, durch deinen Namen und schaffe mir Recht durch deine Gewalt. Gott, erhore mein Gebet; vernimm die Rede meines Mundes! Denn Stolze setzen sich wider mich, und Trotzige stehen mir nach meiner Seele und haben Gott nicht vor Augen. Sela. Siehe, Gott stehet mir bei; der HERR erhalt meine Seele. Erwird die Bosheit meinen Feinden bezahlen. Zerstore sie durch deine Treue! So will ich dir ein Freudenopfer tun und deinem Namen, HERR, danken, dad er so trostlich ist. Denn du errettest mich aus aller meiner Not, daß mein Auge an meinen Feinden Lust siehet.

Antwortpsalm

Psalmen 60

Ein gulden Kleinod Davids, vorzusingen, von einem güldenen Rosenspan zu lehren, da er gestritten hatte mit den Syrern zu Mesopotamien und mit den Syrern von Zoba; da Joab umkehrete und schlug der Edomiter im Salztal zwolftausend. Gott, der du uns verstoften und zerstreuet hast und zornig warest, troste uns wieder! Der du die Erde bewegt und zerrissen hast, heile ihre Bruche, die so zerschellet ist. Denn du hast deinem Volk ein Hartes erzeigt; du hast uns einen Trunk Weins gegeben, daß wir taumelten. Du hast aber doch ein Zeichen gegeben denen, die dich furchten, welches sie aufwarfen und sie sicher machte. Sela. Auf daß deine Lieben erledigt werden, so hilf nun mit deiner Rechten und erhore uns! Gott redet in seinem Heiligtum, des bin ich froh, und will teilen Sichem und abmessen das Tal Suchoth. Gilead ist mein, mein ist Manasse, Ephraim ist die Macht meines Haupts, Juda ist mein Fürst, Moab ist mein Waschtopfen, meinen Schuh strecke ich uber Edom, Philistaa jauchzet zu mir. Wer will mich führen in eine feste Stadt? Wer geleitet mich bis nach Edom? Wirst du es nicht tun, Gott, der du uns verstoftest und zeuchst nicht aus, Gott, auf unser Heer? Schaff uns Beistand in der Not; denn Menschenhilfe ist kein nutze. Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsere Feinde untertreten.

Antwortpsalm

Psalmen 59

Ein gulden Kleinod Davids, daß er nicht umkame, da Saul hinsandte und lieft sein Haus bewahren, daß er ihn totete. Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden und schutze mich vor denen, so sich wider mich setzen! Errette mich von den Ubeltatern und hilf mir von den Blutgierigen! Denn siehe, HERR, sie lauern auf meine Seele; die Starken sammeln sich wider mich ohne meine Schuld und Missetat. Sie laufen ohne meine Schuld und bereiten sich. Erwache und begegne mir und siehe drein! Du, HERR, Gott Zebaoth, Gott Israels, wache auf und suche heim alle Heiden; sei der keinem gnadig, die so verwegene Ubeltater sind! Sela. Des Abends laft sie wiederum auch heulen wie die Hunde und in der Stadt umherlaufen. Siehe, sie plaudern miteinander; Schwerter sind in ihren Lippen: Wer sollt es horen? Aber du, HERR, wirst ihrer lachen und aller Heiden spotten. Vor ihrer Macht halt ich mich zu dir; denn Gott ist mein Schutz. Gott erzeigt mir reichlich seine Gute; Gott laftt mich meine Lust sehen an meinen Feinden. Erwürge sie nicht, daß es mein Volk nicht vergesse; zerstreue sie aber mitdeiner Macht, HERR, unser Schild, und stofte sie hinunter! Ihre Lehre ist eitel Sünde, und verharren in ihrer Hoffart und predigen eitel Fluchen und Widersprechen. Vertilge sie ohne alle Gnade! Vertilge sie, daß sie nichts seien und inne werden, daß Gott Herrscher sei in Jakob, in aller Welt. Sela. Des Abends laft sie wiederum auch heulen wie die Hunde und in der Stadt umherlaufen. Laft sie hin und herlaufen urn Speise und murren, wenn sie nicht satt werden. Ich aber will von deiner Macht singen und des Morgens ruhmen deine Gute; denn du bist mein Schutz und Zuflucht in meiner Not. Ich will dir, mein Hort, lobsingen; denn du, Gott, bist mein Schutz und mein gnadiger Gott.

Abendgebet — Erste Lesung

1. Könige 11:1-15

Aber der Konig Salomo liebte viel auslandischer Weiber: die Tochter Pharaos und moabitische, ammonitische, edomitische, zidonitische und hethitische, von solchen Vblkern, davon der HERR gesagt hatte den Kindern Israel: Gehet nicht zu ihnen und lasset sie nicht zu euch kommen; sie werden gewift eure Herzen neigen ihren Gottern nach. An diesen hing Salomo mit Liebe. Und er hatte siebenhundert Weiber zu Frauen und dreihundert Kebsweiber; und seine Weiber neigeten sein Herz. Und da er nun alt war, neigeten seine Weiber sein Herz fremden Gottern nach, daß sein Herz nicht ganzwar mitdem HERRN, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David. Also wandelte Salomo Asthoreth, dem Gott derer von Zidon nach, und Milkom, dem Greuel der Ammoniter. Und Salomo tat, das dem HERRN ubel gefiel, und folgte nicht ganzlich dem HERRN wie sein Vater David. Da bauete Salomo eine Hohe Kamos, dem Greuel der Moabiter, auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und Molech, dem Greuel der Ammoniter. Also tat Salomo alien seinen auslandischen Weibern, die ihren Gottern raucherten und opferten. Der HERR aber ward zornig über Salomo, daß sein Herz von dem HERRN, dem Gott Israels, geneiget war, der ihm zweimal erschienen war und ihm solches geboten hatte, daß er nicht andern Gottern nachwandelte, und doch er nicht gehalten hatte, was ihm der HERR geboten hatte. Darum sprach der HERR zu Salomo: Weil solches bei dir geschehen ist und hast meinen Bund und meine Gebote nicht gehalten, die ich dir geboten habe, so will ich auch das Konigreich von dir reiften und deinem Knechte geben. Doch bei deiner Zeit will ich's nicht tun urn deines Vaters David willen, sondern von der Hand deines Sohnes will ich's reiften. Doch will ich nicht das ganze Reich abreiften. Einen Stamm will ich deinem Sohne gehen urn Davids willen, meines Knechts, und urn Jerusalems willen, die ich erwahlet habe. Und der HERR erweckte Salomo einen Widersacher, Hadad, den Edomiter, von koniglichem Samen, welcherwar in Edom. Denn da David in Edom war und Joab, der Feldhauptmann, hinaufzog, die Erschlagenen zu begraben, schlug er, was Mannsbilde war, in Edom.

Zweite Lesung

Hebräer 13

Bleibet fest in der bruderlichen Liebe! Gastfrei zu sein vergesset nicht; denn durch dasselbige haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherberget. Gedenket der Gebundenen als die Mitgebundenen und derer, die Trubsal leiden, als die ihr auch noch im Leibe lebet. Die Ehe soil ehrlich gehalten werden bei alien und das Ehebett unbefleckt; die Hurer aber und Ehebrecher wird Gott richten. Der Wandel sei ohne Geiz; und lasset euch begnügen an dem, was da ist. Denn er hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen noch versaumen, also daß wir dürfen sagen: Der Herr ist mein Heifer, und will mich nicht furchten; was sollte mir ein Mensch tun? Gedenket an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben, welcher Ende schauet an und folget ihrem Glauben nach. Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Lasset euch nicht mit mancherlei und fremden Lehren umtreiben; denn es ist ein kostlich Ding, daß das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade, nicht durch Speisen, davon keinen Nutzen haben, so damit umgehen. Wir haben einen Altar, davon nicht Macht haben zu essen, die der Hutte pflegen. Denn welcher Tiere Blut getragen wird durch den Hohenpriester in das Heilige fur die Sünde, derselbigen Leichname werden verbrannt aufter dem Lager. Darum auch Jesus, auf daß er heiligte das Volk durch sein eigen Blut, hat er gelitten auften vor dem Tor. So lasset uns nun zu ihm hinausgehen aufter dem Lager und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. So lasset uns nun opfern durch ihn das Lobopfer Gott allezeit, das ist, die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht; denn solche Opfer gefallen Gottwohl. Gehorchet euren Lehrern und folget ihnen; denn sie wachen über eure Seelen, als die da Rechenschaft dafur geben sollen, auf daß sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn das ist euch nicht gut. Betet fur uns! Unser Trost ist der, daß wir ein gut Gewissen haben und fleiftigen uns, guten Wandel zu führen bei alien. Ich ermahne euch aberzum Uberfluft, solches zu tun, auf daß ich aufs schierste wieder zu euch komme. Gott aber des Friedens, der von den Toten ausgeführet hat den groften Hirten der Schafe durch das Blut des ewigen Testaments, unsern Herrn Jesum, der mache euch fertig in allem guten Werk, zu tun seinen Willen, und schaffe in euch, was vor ihm gefallig ist, durch Jesum Christum, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Ich ermahne euch aber, liebe Bruder, haltet das Wort der Ermahnung zugute; denn ich habe euch kurz geschrieben. Wisset, daß der Bruder Timotheus wieder ledig ist, mit welchem, so er bald kommt, will ich euch sehen. Gruftet alle eure Lehrer und alle Heiligen. Es grüften euch die Bruder aus Italien. Die Gnade sei mit euch alien! Amen.

Zweite Lesung

1. Thessalonicher 2

Denn auch ihr wisset, liebe Bruder, von unserm Eingange zu euch, daß er nicht vergeblich gewesen ist, sondern als wir zuvor gelitten hatten und geschmahet gewesen waren zu Philippi, wie ihr wisset, waren wir dennoch freudig in unserm Gott, bei euch zu sagen das Evangelium Gottes mit groftem Kampfen. Denn unsere Ermahnung ist nicht gewesen zu Irrtum noch zu Unreinigkeit noch mit List, sondern wie wir von Gott bewahret sind, daß uns das Evangelium vertrauet istzu predigen, also reden wir, nicht als wollten wir den Menschen gefallen, sondern Gott, der unser Herz prufet. Denn wir sind nie mit Schmeichelworten umgegangen, wie ihrwisset, noch dem Geiz gestellet, Gott ist des Zeuge. Haben auch nicht Ehre gesucht von den Leuten, weder von euch noch von andern. Hatten euch auch mogen schwer sein als Christi Apostel; sondern wirsind mutterlich gewesen bei euch, gleichwie eine Amme ihrer Kinder pfleget. Also hatten wir Herzenslust an euch und waren willig, euch mitzuteilen nicht allein das Evangelium Gottes, sondern auch unser Leben, darum dafi wir euch liebgewonnen haben. Ihrseid wohl eingedenk, liebe Bruder, unserer Arbeit und unserer Muhe; denn Tag und Nacht arbeiteten wir, daß wir niemand unter euch beschwerlich waren, und predigten unter euch das Evangelium Gottes. Des seid ihr Zeugen und Gott, wie heilig und gerecht und unstraflich wir bei euch, die ihr glaubig waret, gewesen sind. Wie ihr denn wisset, daß wir, als ein Vater seine Kinder, einen jeglichen unter euch ermahnet und getrostet und bezeuget haben, daß ihrwandeln solltet wurdiglich vor Gott, der euch berufen hat zu seinem Reich und zu seiner Herrlichkeit. Darum auch wirohne Unterlaß Gottdanken, daß ihr, da ihr empfinget von uns das Wort gottlicher Predigt, nahmet ihr's auf nicht als Menschenwort, sondern (wie es denn wahrhaftig ist) als Gottes Wort; welcher auch wirket in euch, die ihr glaubet. Denn ihrseid Nachfolger worden, liebe Bruder, der Gemeinden Gottes in Judaa in Christo Jesu, daß ihr ebendasselbige erlitten habt von euren Blutsfreunden, das jene von den Juden, welche auch den Herrn Jesum getotet haben und ihre eigenen Propheten und haben uns verfolget und gefallen Gott nicht und sind alien Menschen wider, wehren uns, zu sagen den Heiden, damit sie selig wurden, auf daß sie ihre Sünden erfullen allewege; denn der Zorn ist schon endlich uber sie kommen. Wir aber, liebe Bruder, nachdem wir euer eine Weile beraubet gewesen sind nach dem Angesichte, nicht nach dem Herzen, haben wir desto mehr geeilet.euer Angesicht zu sehen, mit großem Verlangen. Darum haben wirwollen zu euch kommen (ich, Paulus) zweimal; und Satanas hat uns verhindert. Denn wer ist unsere Hoffnung Oder Freude Oder Krone des Ruhms? Seid nicht auch ihr's vor unserm Herrn Jesu Christo zu seiner Zukunft? Ihr seid ja unsere Ehre und Freude.

Zweite Lesung

Offenbarung 22:1-7

Und er zeigte mir einen lauteren Strom des lebendigen Wassers, klarwie ein Kristall; der ging von dem Stuhl Gottes und des Lammes. Mitten auf ihrer Gasse und auf beiden Seiten des Stromes stund Holz des Lebens, das trug zwblferlei Fruchte und brachte seine Fruchte alle Monden; und die Blatter des Holzes dieneten zu der Gesundheit der Heiden. Und wird kein Verbannetes mehr sein; und der Stuhl Gottes und des Lammes wird darinnen sein; und seine Knechte werden ihm dienen und sehen sein Angesicht; und sein Name wird an ihren Stirnen sein. Und wird keine Nacht da sein, und nicht bedurfen einer Leuchte Oder des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewiß und wahrhaftig. Und Gott, der Herr der heiligen Propheten, hat seinen Engel gesandt, zu zeigen seinen Knechten, was bald geschehen muß. Siehe, ich komme bald! Selig ist, der da halt die Worte der Weissagung in diesem Buch.

Zweite Lesung

1. Timotheus 3:8-13

Desselbigengleichen die Diener sollen ehrbar sein, nicht zweizungig, nicht Weinsaufer, nicht unehrliche Hantierung treiben die das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen haben. Und dieselbigen lasse man zuvor versuchen; danach lasse man sie dienen, wenn sie unstraflich sind. Desselbigengleichen ihre Weiber sollen ehrbar sein, nicht Lasterinnen, nuchtern, treu in alien Dingen. Die Diener laft einen jeglichen sein eines Weibes Mann, die ihren Kindern wohl vorstehen und ihren eigenen Hausern. Welche aber wohl dienen, die erwerben sich selbst eine gute Stufe und eine grofte Freudigkeit im Glauben in Christo Jesu.

Evangelium

Matthäus 11

Und es begab sich, da Jesus solch Gebot zu seinen zwolf Jungern vollendet hatte, ging ervon dannen fürbaft, zu lehren und zu predigen in ihren Stadten. Da aber Johannes im Gefangnis die Werke Christi horete, sandte er seiner Junger zwei. und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soil, Oder sollen wir eines andern warten? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und saget Johannes wieder, was ihr sehet und horet: Die Blinden sehen, und die Lahmen gehen; die Aussatzigen werden rein, und die Tauben horen; die Toten stehen auf, und den Armen wird das Evangelium geprediget; und selig ist, der sich nicht an mir argert. Da die hingingen, fing Jesus an zu reden zu dem Volk von Johannes: Was seid ihr hinausgegangen in die Wuste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her webt? Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen Kleidern sehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in der Konige Hausern. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch, der auch mehr ist denn ein Prophet. Denn dieser ist's, von dem geschrieben stehet: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soil. Wahrlich, ich sage euch, unter alien, die von Weibern geboren sind, ist nicht aufkommen, der grower sei denn Johannes der Taufer; der aber der Kleinste ist im Himmelreich, ist grower denn er. Aber von den Tagen Johannes des Taufers bis hieher leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalt tun, die reiften es zu sich. Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissaget bis auf Johannes. Und (so ihr'swolltannehmen) er ist Elias, der da soil zukunftig sein. Wer Ohren hatzu horen, derhore! Wem soil ich aber dies Geschlecht vergleichen? Es ist den Kindlein gleich, die an dem Markt sitzen und rufen gegen ihre Gesellen und sprechen: Wir haben euch gepfiffen, und ihr wolltet nicht tanzen; wir haben euch geklaget, und ihr wolltet nicht weinen. Johannes ist kommen, aft nicht und trank nicht; so sagen sie: Er hat den Teufel. Des: Menschen Sohn ist kommen, issetund trinket; so sagen sie: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und ein Weinsaufer, der Zollner und der Sunder Geselle! Und die Weisheit muft sich rechtfertigen lassen von ihren Kindern. Da fing er an die Stadte zu schelten, in weichen am meisten seiner Taten geschehen waren, und hatten sich doch nicht gebessert: Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Waren solche Taten zu Tyrus und Sidon geschehen, wie bei euch geschehen sind, sie hatten vorzeiten im Sack und in der Asche Bufte getan. Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Sidon ertraglicher ergehen am Jungsten Gerichte denn euch. Und du, Kapernaum, die du bist erhoben bis an den Himmel, du wirst bis in die Holle hinuntergestoften werden. Denn so zu Sodom die Taten geschehen waren, die bei dir geschehen sind, sie stunde noch heutigestages. Doch ich sage euch: Es wird der Sodomer Land ertraglicher ergehen am Jungsten Gerichte denn dir. Zu derselbigen Zeit antwortete Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater und Herr Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmundigen offenbaret. Ja, Vater, denn es ist also wohlgefallig gewesen vor dir. Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater denn nur der Sohn, und wem es der Sohn will offenbaren. Kommet her zu mir, alle, die ihr muhselig und beladen seid, ich will euch erquicken! Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmutig und von Herzen demutig; so werdet ihr Ruhe finden fur eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Abendgebet — Zweite Lesung

Hebräer 1

Nachdem vorzeiten Gott manchmal und mancherlei Weise geredet hat zu den Vatern durch die Propheten, hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er gesetzt hat zum Erben uber alles, durch welchen er auch die Welt qemacht hat; welcher, sintemal er ist der Glanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und tragt alle Dinge mit seinem kraftigen Wort und hat gemacht die Reinigung unserer Sünden durch sich selbst, hat er sich gesetzt zu der Rechten der Majestat in der Hohe, so viel besser worden denn die Engel, so gar viel einen hohern Namen er vor ihnen ererbet hat. Denn zu welchem Engel haterjemals gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget? Und abermal: Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein? Und abermal, da er einfuhret den Erstgeborenen in die Welt, spricht er: Und es sollen ihn alle Gottesengel anbeten. Von den Engeln spricht er zwar: Er macht seine Engel Geister und seine Diener Feuerflammen; aber von dem Sohn: Gott, dein Stuhl wahret von Ewigkeit zu Ewigkeit; das Zepter deines Reichs ist ein richtiges Zepter. Du hast geliebet die Gerechtigkeit und gehasset die Ungerechtigkeit; darum hat dich, o Gott, gesalbet dein Gott mit dem Ole der Freuden uber deine Genossen; und: Du, Herr, hast von Anfang die Erde gegrundet, und die Himmel sind deiner Hande Werk. Dieselbigen werden vergehen, du aberwirst bleiben; und sie werden alle veralten wie ein Kleid, und wie ein Gewand wirstdu sie wandeln, und sie werden sich verwandeln. Du aber bist derselbige, und deine Jahre werden nicht aufhoren. Zu welchem Engel aber haterjemals gesagt: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße? Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst urn derer willen, die ererben sollen die Seligkeit?

Evangelium

Johannes 12:1-11

Sechs Tage vor Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl, und Martha dienete; Lazarus aber war der einer, die mit ihm zu Tische salien. Da nahm Maria ein Pfund Salbe von ungefalschter, kbstlicher Narde und salbete die Fülie Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Fulie. Das Haus aber ward voll vom Geruch der Salbe. Da sprach seiner Jünger einer, Judas, Simons Sohn, Ischariot, der ihn hernach verriet: Warum ist diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, daß er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb und hatte den Beutel und trug, was gegeben ward. Da sprach Jesus: Laü sie mit Frieden! Solches hat sie behalten zum Tage meines Begrabnisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. Da erfuhr viel Volks der Juden, daß er daselbst war, und kamen nicht um Jesu willen allein, sondern daß sie auch Lazarus sahen, welchen er von den Toten erweckt hatte. Aber die Hohenpriester trachteten danach, daß sie auch Lazarus toteten. Denn um seinetwillen gingen viel Juden hin und glaubten an Jesum.

Evangelium

Matthäus 13:44-52

Abermal ist gleich das Himmelreich einem verborgenen Schatz im Acker, welchen ein Mensch fand und verbarg ihn und ging hin vor Freuden uber denselbigen und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte. Und da er eine kostliche Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte dieselbige. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist, damit man allerlei Gattung fanget. Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sitzen und lesen die guten in ein Gefali zusammen; aber die faulen werfen sie weg. Also wird es auch am Ende der Welt gehen. Die Engel werden ausgehen und die Bosen von den Gerechten scheiden und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zahneklappen sein. Und Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja, Herr. Da sprach er: Darum, ein jeglicher Schriftgelehrter, zum Himmelreich gelehrt, ist gleich einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervortragt.

Evangelium

Matthäus 5

Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich, und seine Junger traten zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrete sie und sprach: Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getrostet werden. Selig sind die Sanftmutigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und durstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gottschauen. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heilien. Selig sind, die urn Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen urn meinetwillen schmahen und verfolgen und reden allerlei Ubles wider euch, so sie daran lugen. Seid frohlich und getrost, es wird euch im Himmel wohl belohnt werden! Denn also haben sie verfolget die Propheten, die vor euch gewesen sind. Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soil man salzen? Es ist zu nichts hinfort nutze, denn daß man es hinausschutte und lasse es die Leute zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Es mag die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter, so leuchtet es denen alien, die im Hause sind. Also lasset euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Ihr sollt nicht wahnen, daß ich kommen bin, das Gesetz Oder die Propheten aufzulosen. Ich bin nicht kommen aufzulosen, sondern zu erfullen. Denn ich sage euch: Wahrlich, bis daß Himmel und Erde vergehe, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe. Wer nun eins von diesen kleinsten Geboten aufloset und lehret die Leute also, der wird der Kleinste heilien im Himmelreich; wer es aber tut und lehret, der wird groli heilien im Himmelreich. Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser denn der Schriftgelehrten und Pharisaer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehoret, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht toten; wer aber totet, der soil des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zurnet, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha! der ist des Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr! der ist des hollischen Feuers schuldig. Darum wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und wirst allda eindenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe, so laft allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und versohne dich mitdeinem Bruder und alsdann komm und opfere deine Gabe. Sei willfertig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf dafi dich der Widersacher nicht dermaleinst uberantworte dem Richter, und der Richter uberantworte dich dem Diener, und werdest in den Kerker geworfen. Ich sage dir: Wahrlich, du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlest. Ihr habt gehoret, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansiehet, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. Argert dich aber dein rechtes Auge; so reift es aus und wirfs von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Holle geworfen werde. Argert dich deine rechte Hand, so haue sie ab, und wirf sie von dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze Leib in die Holle geworfen werde. Es ist auch gesagt: Wer sich von seinem Weibe scheidet, der soil ihrgeben einen Scheidebrief. Ich aber sage euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn urn Ehebruch), der macht, daß sie die Ehe bricht; und wer eine Abgeschiedene freiet, der bricht die Ehe. Ihr habt weiter gehort, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst keinen falschen Eid tun und sollst Gott deinen Eid halten. Ich aber sage euch, daß ihr allerdinge nicht schworen sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Stuhl; noch bei der Erde, denn sie ist seiner Fuße Schemel; noch bei Jerusalem, denn sie isteines groften Konigs Stadt. Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schworen; denn du vermagst nicht ein einiges Haarweift Oder schwarz zu machen. Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein; was daruber ist, das ist vom Ubel. Ihr habt gehort, dafi da gesagt ist: Auge urn Auge, Zahn urn Zahn. Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstreben sollt dem Ubel, sondern so dirjemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar. Und so jemand mit dir rechten will und deinen Rock nehmen, dem laft auch den Mantel. Und so dich jemand notiget eine Meile, so gehe mit ihm zwo. Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem, der dir abborgen will. Ihr habt gehort, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nachsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tutwohl denen, die euch hassen, bittet fur die, so euch beleidigen und verfolgen, auf daß ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel Denn er laftt seine Sonne aufgehen uber die Bosen und uber die Guten und lasset regnen uber Gerechte und Ungerechte. Denn so ihr liebet, die euch lieben, was werdet ihr fur Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zollner? Und so ihr euch nur zu euren Brudern freundlich tut, was tut ihr Sonderliches? Tun nicht die Zollner auch also? Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist.

Ein täglicher Leseplan, der fortlaufend durch die Bibel führt. Der Bibeltext ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

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