Bosko

Tageslesungen

Die für den Tag vorgesehenen Schriftlesungen, mit dem vollständigen Text in deiner Sprache. Folge jeden Morgen den täglichen Lesungen deiner Tradition — in der Bosko-App.

Morgengebet — Erste Lesung

1. Könige 10:1-25

Und da das Gerucht Salomos von dem Namen des HERRN kam vor die Konigin von Reicharabien, kam sie, ihn zu versuchen mit Ratseln. Und sie kam gen Jerusalem mit einem sehr großen Zeug, mit Kamelen, die Spezerei trugen und viel Goldes und Edelgesteine. Und da sie zum Konige Salomo hineinkam, redete sie mit ihm alles, was sie vorgenommen hatte. Und Salomo sagte ihr alles, und war dem Konige nichts verborgen, das er ihr nicht sagte. Da aber die Konigin von Reicharabien sah alle Weisheit Salomos und das Haus, das er gebauet hatte, und die Speise fur seinen Tisch und seiner Knechte Wohnung und seiner Diener Amt und ihre Kleider und seine Schenken und seine Brandopfer, die er in dem Hause des HERRN opferte, konnte sie sich nicht mehr enthalten und sprach zum Konige: Es istwahr, was ich in meinem Lande gehoret habe von deinem Wesen und von deiner Weisheit. Und ich habe es nicht wollen glauben, bis ich kommen bin und habe es mit meinen Augen gesehen. Und siehe, es ist mir nicht die Halfte gesagt. Du hast mehr Weisheit und Gutes denn das Gerucht, das ich gehoret habe. Selig sind deine Leute und deine Knechte, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit horen. Gelobet sei der HERR, dein Gott, der zu dir Lust hat, daß er dich auf den Stuhl Israels gesetzet hat, darum dafi der HERR Israel liebhat ewiglich und dich zum Konige gesetzet hat, daß du Gericht und Recht haitest. Und sie gab dem Konige hundertundzwanzig Zentner Goldes und sehr viel Spezerei und Edelgesteine. Es kam nicht mehr so viel Spezerei, als die Konigin von Reicharabien dem Konige Salomo gab. Dazu die Schiffe Hirams, die Gold aus Ophir führeten, brachten sehr viel Ebenholz und Edelgesteine. Und der Konig IM machen von Ebenholz Pfeiler im Hause des HERRN und im Hause des Konigs und Harfen und Psalter fur die Sanger. Es kam nicht mehr solch Ebenholz, ward auch nicht gesehen bis auf diesen Tag. Und der Konig Salomo gab der Konigin von Reicharabien alles, was sie begehrete und bat, ohne was er ihr gab von ihm selbst. Und sie wandte sich und zog in ihr Land samt ihren Knechten. Des Goldes aber, das Salomo in einem Jahr kam, war am Gewicht sechshundertundsechsundsechzig Zentner, ohne was von Kramern und Kaufleuten und Apothekern und von alien Konigen Arabiens und von den Gewaltigen in Landern kam. Und der Konig Salomo lieft machen zweihundert Schilde vom besten Golde; sechshundert Stuck Goldes tat er zu einem Schilde; und dreihundert Tartschen vom besten Golde, je drei Pfund Goldes zu einer Tartsche. Und der Konig tat sie in das Haus vom Walde Libanon. Und der Konig machte einen groften Stuhl von Elfenbein und uberzog ihn mitdem edelsten Golde. Und der Stuhl hatte sechs Stufen, und das Haupt am Stuhl war hinten rund. Und waren Lehnen auf beiden Seiten urn das Gesaft, und zween Lowen stunden an den Lehnen. Und zwolf Lowen stunden auf den sechs Stufen auf beiden Seiten. Solches ist nie gemacht in keinen Konigreichen. Alle Trinkgefafte des Konigs Salomo waren gulden, und alle Gefafte im Hause vom Walde Libanon waren auch lauter Gold; denn des Silbers achtete man zu den Zeiten Salomos nichts. Denn das Meerschiff des Konigs, das auf dem Meer mit dem Schiff Hirams fuhr, kam in dreien Jahren einmal und brachte Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen. Also ward der Konig Salomo grbfter mit Reichtum und Weisheit denn alle Konige auf Erden. Und alle Welt begehrete, Salomo zu sehen, daß sie die Weisheit horeten, die ihm Gott in sein Herz gegeben hatte. Und jedermann brachte ihm Geschenke, silberne und guldene Gerate, Kleider und Harnische, Wurze, Rosse, Mauler jahrlich.

Morgengebet — Zweite Lesung

Johannes 17

Solches redete Jesus und hub seine Augen auf gen Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist hier, daß du deinen Sohn verklarest, auf daß dich dein Sohn auch verklare, gleichwie du ihm Macht hast gegeben uber alles Fleisch, auf daß er das ewige Leben gebe alien, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, daß du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen. Ich habe dich verklaret auf Erden und vollendet das Werk, das du mir gegeben hast, daß ich's tun sollte. Und nun verklare mich du, Vater, bei dir selbst mit der Klarheit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Ich habe deinen Namen offenbaret den Menschen, die du mir von der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort behalten. Nun wissen sie, daß alles, was du mir gegeben hast, sei von dir. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, hab' ich ihnen gegeben; und sie haben's angenommen und erkannt wahrhaftig, daß ich von dir ausgegangen bin, und glauben, daß du mich gesandt hast. Ich bitte fur sie und bitte nicht fur die Welt, sondern fur die, so du mir gegeben hast; denn sie sind dein. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verklaret. Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, die du mirgegeben hast, daß sie eins seien gleichwie wir! Dieweil ich bei ihnen war in der Welt, erhielt ich sie in deinem Namen. Die du mirgegeben hast, die habe ich bewahret, und ist keiner von ihnen verloren ohne das verlorne Kind, daß die Schrift erfullet wurde. Nun aber komme ich zu dir und rede solches in der Welt, auf daß sie in ihnen haben meine Freude vollkommen. Ich hab' ihnen gegeben dein Wort, und die Welt hasset sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie denn auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, daß du sie von der Welt nehmest, sondern daß du sie bewahrest vor dem Libel. Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. Gleichwie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. Ich heilige mich selbst fur sie, auf daß auch sie geheiliget seien in der Wahrheit. Ich bitte aber nicht alleine fur sie, sondern auch fur die, so durch ihr Wort an mich glauben werden, auf daß sie alle eins seien gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir, daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt. Und ich hab' ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, da(J sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, auf dafi sie vollkommen seien in eins, und die Welt erkenne, da(5 du mich gesandt hast und liebest sie, gleichwie du mich liebest. Vater, ich will, dafi, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mirgegeben hast, daß sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebet, ehe denn die Welt gegrundet ward. Gerechter Vater, die Welt kennet dich nicht; ich aber kenne dich, und diese erkennen, daß du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und will ihnen kundtun, auf daß die Liebe, damit du mich liebest, sei in ihnen und ich in ihnen.

Abendgebet — Erste Lesung

1. Könige 11:1-15

Aber der Konig Salomo liebte viel auslandischer Weiber: die Tochter Pharaos und moabitische, ammonitische, edomitische, zidonitische und hethitische, von solchen Vblkern, davon der HERR gesagt hatte den Kindern Israel: Gehet nicht zu ihnen und lasset sie nicht zu euch kommen; sie werden gewift eure Herzen neigen ihren Gottern nach. An diesen hing Salomo mit Liebe. Und er hatte siebenhundert Weiber zu Frauen und dreihundert Kebsweiber; und seine Weiber neigeten sein Herz. Und da er nun alt war, neigeten seine Weiber sein Herz fremden Gottern nach, daß sein Herz nicht ganzwar mitdem HERRN, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David. Also wandelte Salomo Asthoreth, dem Gott derer von Zidon nach, und Milkom, dem Greuel der Ammoniter. Und Salomo tat, das dem HERRN ubel gefiel, und folgte nicht ganzlich dem HERRN wie sein Vater David. Da bauete Salomo eine Hohe Kamos, dem Greuel der Moabiter, auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und Molech, dem Greuel der Ammoniter. Also tat Salomo alien seinen auslandischen Weibern, die ihren Gottern raucherten und opferten. Der HERR aber ward zornig über Salomo, daß sein Herz von dem HERRN, dem Gott Israels, geneiget war, der ihm zweimal erschienen war und ihm solches geboten hatte, daß er nicht andern Gottern nachwandelte, und doch er nicht gehalten hatte, was ihm der HERR geboten hatte. Darum sprach der HERR zu Salomo: Weil solches bei dir geschehen ist und hast meinen Bund und meine Gebote nicht gehalten, die ich dir geboten habe, so will ich auch das Konigreich von dir reiften und deinem Knechte geben. Doch bei deiner Zeit will ich's nicht tun urn deines Vaters David willen, sondern von der Hand deines Sohnes will ich's reiften. Doch will ich nicht das ganze Reich abreiften. Einen Stamm will ich deinem Sohne gehen urn Davids willen, meines Knechts, und urn Jerusalems willen, die ich erwahlet habe. Und der HERR erweckte Salomo einen Widersacher, Hadad, den Edomiter, von koniglichem Samen, welcherwar in Edom. Denn da David in Edom war und Joab, der Feldhauptmann, hinaufzog, die Erschlagenen zu begraben, schlug er, was Mannsbilde war, in Edom.

Abendgebet — Zweite Lesung

Hebräer 1

Nachdem vorzeiten Gott manchmal und mancherlei Weise geredet hat zu den Vatern durch die Propheten, hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er gesetzt hat zum Erben uber alles, durch welchen er auch die Welt qemacht hat; welcher, sintemal er ist der Glanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und tragt alle Dinge mit seinem kraftigen Wort und hat gemacht die Reinigung unserer Sünden durch sich selbst, hat er sich gesetzt zu der Rechten der Majestat in der Hohe, so viel besser worden denn die Engel, so gar viel einen hohern Namen er vor ihnen ererbet hat. Denn zu welchem Engel haterjemals gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget? Und abermal: Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein? Und abermal, da er einfuhret den Erstgeborenen in die Welt, spricht er: Und es sollen ihn alle Gottesengel anbeten. Von den Engeln spricht er zwar: Er macht seine Engel Geister und seine Diener Feuerflammen; aber von dem Sohn: Gott, dein Stuhl wahret von Ewigkeit zu Ewigkeit; das Zepter deines Reichs ist ein richtiges Zepter. Du hast geliebet die Gerechtigkeit und gehasset die Ungerechtigkeit; darum hat dich, o Gott, gesalbet dein Gott mit dem Ole der Freuden uber deine Genossen; und: Du, Herr, hast von Anfang die Erde gegrundet, und die Himmel sind deiner Hande Werk. Dieselbigen werden vergehen, du aberwirst bleiben; und sie werden alle veralten wie ein Kleid, und wie ein Gewand wirstdu sie wandeln, und sie werden sich verwandeln. Du aber bist derselbige, und deine Jahre werden nicht aufhoren. Zu welchem Engel aber haterjemals gesagt: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße? Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst urn derer willen, die ererben sollen die Seligkeit?

Die Lesungen folgen dem Book of Common Prayer von 1662 (gemeinfrei). Der Text der Heiligen Schrift ist gemeinfrei. (Luther Bibel)

Tageslesungen, jeden Morgen

In Bosko warten die Lesungen des Tages jeden Morgen auf dich — markiere jede als gelesen, damit du nie den Überblick verlierst, lies sie in einer von 30 Übersetzungen und verweile bei einer kurzen Betrachtung. Die Tageslesungen deiner Tradition — nachverfolgt und immer griffbereit.